- vor 15 Stunden
Seit Theo Lute seinen einzigen Sohn bei einem Autounfall verloren hat, ist er dem Alkohol verfallen und vernachlässigt sein Geschäft, eine Autowerkstatt. Eines Morgens ist er fort. Seine Frau findet einen Abschiedsbrief, in dem er sich des Mordes bezichtigt und deshalb nicht länger am Leben bleiben wolle. Frau Lute schaltet sofort die Polizei ein, Hauptmann Fuchs übernimmt den Fall. Eine fieberhafte Suche beginnt. Theo will sich an einem Baum im Wald aufhängen. Doch dann verlässt ihn im letzten Moment der Mut, und er geht zurück in die Stadt. Dort wird er von der Polizei in völlig betrunkenem Zustand aufgegriffen. Aber was verbirgt sich hinter Theos Selbstbezichtigung, er habe jemanden umgebracht? Die Polizei findet heraus, dass Theo den Abend vor seinem Selbstmordversuch mit einem Freund in dessen Datsche verbracht hatte. Eine Frau aus dem nahe gelegenen Dorf war ebenfalls dort gewesen. Wenig später wird sie tot aufgefunden. (Text: 3sat)
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00:00:00Ja, ja, ja, ja, ja.
00:00:39Musik
00:01:02Taeyo!
00:01:49Theo!
00:01:51Theo!
00:01:51Bist du im Bad?
00:01:58Was?
00:02:30Es ist ja füriert, Lüge.
00:02:37Das ist ja füriert, Lüge.
00:02:53Ja.
00:02:54Es ist da erst fünf. Kannst du nicht schlafen?
00:02:58Nein.
00:03:00Du hast wieder getrunken wie ein Weltmeister, als ob's morgen verboten wird.
00:03:04Was ist denn bloß los? Warum sagst du nichts?
00:03:11In einer halben Stunde gibt es Frühstück.
00:03:29Das hier wieder aussieht.
00:03:32Das lassen sie lehnen, ob da Oma machte.
00:03:36Hilde!
00:03:40Hilde!
00:03:43Bist du wach?
00:03:44Hallo?
00:03:51Theo!
00:03:52Theo!
00:03:53Wo willst du denn hin?
00:04:16Hallo, Moment, das ist meine Jacke.
00:04:18Können Sie dir nicht aufpassen? Ihretwegen versäumt ich noch den Ausstieg.
00:04:21Entschuldige, das sollen Sie selbstverständlich nicht.
00:04:23Oh, das ist aber liebenswürdig. Danke.
00:04:26Knöpfe an, den ist meine Lieblingsbeschäftigung.
00:04:32Was ist denn mit dem los?
00:04:33Sieht doch mal an, der muss doch nichts zu rattern haben.
00:04:34Es lebst nicht mehr sich, hast ja nicht zu fassen, also.
00:04:35Junge, Junge, Junge.
00:04:36Wie ist sie da?
00:04:37Hey Junge, bist du von der Besoffenheit?
00:04:40Aufwachen, nicht einschlafen, also.
00:04:42Und als ich hier gerade einen Schmatz auf die Wange drücken wollte,
00:04:45da riss mich dieses blöde Netz dieser Dame in die Realität zurück.
00:04:50Nur wusste ich, der Tag fängt gut an.
00:04:54Na, mein Junge, wenn du deine Oma nicht hättest,
00:04:58treibt sich rum, lässt das Kind allein.
00:05:02Das ist ja keine Mutter.
00:05:04Gewissenloses Weibstück ist das so.
00:05:07Hättest du die Mütze auf, jetzt wackeln wir zwei los.
00:05:10Vielleicht finden wir sie.
00:05:11Gut.
00:05:21Na nun, Chef, ist schon so früh?
00:05:23Sag mal, hat der Chef gesagt, wo er hinfährt?
00:05:25Nee, ist er weg?
00:05:25Ja, hier ist euer Kaffee.
00:06:00Paul!
00:06:06Robert Bergmann?
00:06:08Hm?
00:06:13Ja, ja, Moment. Langsam.
00:06:15Ich habe einen Menschen getötet. Mit dieser Schuld kann ich nicht leben.
00:06:20Verzeiht mir, ich habe es nicht gewollt.
00:06:24Bitte mal den Namen des Mannes, Adresse und die Autonummer.
00:06:27Theo Lute, Ramona Weg 12, Typ Lada 1500, Farbe Gelb.
00:06:37Und wie ist Ihr Name?
00:06:39Rai.
00:06:40Paul.
00:06:43Ja, wir kommen, danke.
00:06:46Habe ich es nicht gesagt.
00:06:47Der Park fängt gut an.
00:06:48Ja, fahren Sie zum Ramona Weg.
00:06:49Ja.
00:06:55Hab, mein Fuchs.
00:06:57Ja, wir kommen.
00:06:58Nein, wir gehen hier doch hin.
00:07:14Nein, wir kommen.
00:07:18Nein, wir kommen einmal in der Nähe des Böbel.
00:07:19Ich kann mal den Böbel zu Hause, denn wir kommen hiermit.
00:07:20Wir machen in der Nähe des Böbel.
00:07:20Na, wir kommen in den Hohenbäbel,
00:07:20Möbel zu Hause.
00:07:22Wir kochen einem in den Hohenbäbel.
00:07:34Musik
00:08:00Ich hab sie angerufen, hab nämlich die Chefin gefunden.
00:08:03Ola Tantaki.
00:08:04Freipal.
00:08:05Wo ist sie?
00:08:06Oben.
00:08:07Was halten Sie von dem Brief?
00:08:08Also mich haut das Ganze um, ich kapiere das nicht.
00:08:11Der und jemand umbringen, nee, der hatte doch schon bei Kinderfotos feuchte Augen.
00:08:14Wir kennen den Chef nur als Wühler, der hatte nur seine Arbeit.
00:08:17Viel geredet hat er nie, klare Anweisungen und dann haben wir hingelangt.
00:08:21Den Rest hat die Chefin gemacht.
00:08:23Was meinen Sie mit Rest?
00:08:23Ja, er hat geackert und sie hat gedacht.
00:08:26Und es lief?
00:08:27Einwandfrei.
00:08:27Also ein prima Betriebsklima, keine Konflikte, keine Spannung.
00:08:31Manchmal war die Firma mürrisch, meist montags.
00:08:34Er hat ein Pokergesicht und blieb stumm.
00:08:36Sie erschien erst mittags.
00:08:39Haben Sie meinen Mann gefunden?
00:08:41Nein.
00:08:43Keinen Hinweis?
00:08:45Frau Lute, wir fahren nach ihm.
00:08:47Sobald wir was genaueres wissen, werde ich angerufen.
00:08:51Wollen wir uns nicht setzen?
00:08:53Ja, Entschuldigung.
00:08:55Möchten Sie einen Kaffee?
00:08:56Ja, gern einen Kaffee.
00:08:58Ist das der Brief?
00:08:59Ja.
00:09:00Kann ich den mal lesen?
00:09:03Selbstverständlich.
00:09:14Was halten Sie von diesem Brief?
00:09:17Wie meinen Sie denn das?
00:09:18Na ja, er schreibt, er hätte einen Menschen getötet.
00:09:21Trauen Sie ihm denn so was zu?
00:09:23Na hören Sie mal.
00:09:25Natürlich nicht.
00:09:27Er traut ihm seinem Mann so etwas zu.
00:09:32Er traut seinem Mann zu, dass er einen Menschen umbringt.
00:09:37Sicher, manchmal.
00:09:39Man war aber nicht ganz bei sich.
00:09:41Was heißt das?
00:09:43Er wusste nicht, was er tat.
00:09:45Er ist schizophren.
00:09:46Nein.
00:09:48Frau Lute, Sie müssen schon ein bisschen deutlicher werden.
00:09:50Wir wollen Ihnen doch helfen.
00:09:53Ach, mach mal, Herr.
00:09:57Aber trinke.
00:10:01Alkoholkrank, verstehen Sie?
00:10:08Davon haben Ihre Angestellten aber gar nichts erzählt.
00:10:10Weil sie es nicht gewusst haben.
00:10:15Werktags.
00:10:16Da konnte ich es doch noch verhindern.
00:10:18Ich habe ihm gesagt, halt den Mund.
00:10:20Halte den Mund.
00:10:21Um Gottes Willen, rede nicht.
00:10:22Damit keiner deine Fahne riecht.
00:10:24Das hat er begriffen.
00:10:25Er hat es begriffen und hat sich in seine Arbeit gestürzt.
00:10:35Ich hätte ihn so nicht weglassen sollen.
00:10:38Ich hätte das vielleicht verhindern können.
00:10:46Ich habe schuld.
00:10:49Ich habe nichts verhindert.
00:10:51Ich habe sogar mitgetrunken.
00:10:54Ja.
00:10:55Sehen Sie mich nicht so an.
00:10:56Ja.
00:11:03Er wollte Kinder haben.
00:11:05Drei Jungs.
00:11:07Aber ich habe keine Kinder gekriegt.
00:11:10Ich bin von Arzt zu Arzt gelaufen.
00:11:13Mit 30 wurde ich schwanger.
00:11:16Es war ein Junge.
00:11:18Schwierige Geburt.
00:11:21Wir waren so glücklich.
00:11:23Wir waren so, so vor der Tatenbrang.
00:11:27Acht glückliche Jahre.
00:11:30Tja.
00:11:32Und dann kam der 22. Juni 1976.
00:11:38Ein Kohlenauto hat ihn überfahren.
00:11:40Er war sofort tot.
00:11:43Ich habe damals gedacht, ich werde irrsinnig.
00:11:51Ich habe es nicht begriffen.
00:11:55Ich habe gelacht.
00:11:59Mein Mann saß eine Nacht und einen Tag mit dem toten Kind im Arm.
00:12:06Er hat nicht mal gemerkt, dass man ihn weggenommen hat.
00:12:10Von der Beerdigung ist er weggelaufen.
00:12:20Seit dieser Zeit ist irgendetwas zerrissen.
00:12:24Vier, vier lange Jahre.
00:12:27Vier Jahre ohne Liebe.
00:12:29Vier Jahre.
00:12:31Kaum ein gutes Wort.
00:12:33Er hat mir die Schuld am totes Jungen gegeben, weil das vor der Haustür passiert ist.
00:12:38Und dann allmählich fing er an zu trinken.
00:12:44Ja.
00:12:45Fing er an zu trinken.
00:12:46Und eines Tages ertappte ich ihn dabei, wie er Kinderbilder ausschnitten.
00:12:53Aus Illustrierten.
00:12:55Kinderbilder ausgeschnitten und gesammelt.
00:13:01Kinderbilder und Alkohol.
00:13:07Wollt ihr es mal sehen?
00:13:09Ja.
00:13:37Es ist alles so geblieben wie an diesem Tag.
00:14:07Wenn Ihr Mann so viel trinkt, haben Sie dann hier mal einen Arzt um Rat gefragt?
00:14:11Was meinen Sie, wie oft wir darüber geredet haben?
00:14:13Aber haben Sie schon mal versucht, einen Mann gegen seinen Willen zum Arzt zu bringen?
00:14:17Geschweige denn ins Krankenhaus?
00:14:20Das Einzige, was geholfen hätte, wäre ein Kind gewesen, aber dazu ist es zu spät.
00:14:24Ich hatte dann den Gedanken zu adoptieren.
00:14:26Aber er war dagegen.
00:14:28Er meinte, ich wollte ihm die Erinnerungen an seinen Jungen zerstören.
00:14:32Frau Luther, hat Ihr Mann Freunde?
00:14:34Nein.
00:14:35Ist ja viel unterwegs in Kneipen.
00:14:36Nein.
00:14:38Hat er sich in letzter Zeit entscheidend verändert?
00:14:41Nicht, dass ich wüsste.
00:14:42Ich habe nichts bemerkt.
00:14:46Er war am liebsten zu Hause.
00:14:49Allerdings, manchmal, vielleicht einmal im Monat, da fuhr er übers Wochenende nach Drosendorf.
00:14:55Zu einem Freund Eugen.
00:14:58Mhm.
00:14:59Und da war er dieses Wochenende gar nicht zu Hause?
00:15:01Nein.
00:15:02Doch, er kam Sonntagmittag zurück.
00:15:04War betrunken?
00:15:05Das dachte ich auch erst, aber er war nüchtern.
00:15:07Er sagte nur, sei ihm nicht gut und er wolle schlafen gehen.
00:15:12Ah, und sonst haben Sie nichts weitergeredet?
00:15:14Nein.
00:15:15Nein.
00:15:16Er ist gleich in sein Zimmer gegangen, hat sich eingeschlossen.
00:15:21Und nachts ist er dann aufgestanden und hat angefangen zu trinken.
00:15:26Wie hieß dieser Freund?
00:15:28Eugen Zoch.
00:15:33Willi, halt doch mal an!
00:15:41Was ist denn Oma, Zielke?
00:15:42Du hast sie die Hilde auf der Arbeit gesehen?
00:15:45War sie denn nicht zu Hause?
00:15:46Nee, sie wollte Sonntagmittag zu ihrer Freundin nach Deugenbroe zum Tanz.
00:15:51Hat jemand die Hilde auf der Arbeit gesehen?
00:15:53Nee, die wilde Hilde sitzt mit einer Männergehe, die trinkt Bier und Schnapps und andere süße Sachen,
00:15:57das scharfe nachts die Männer mit ihr macht.
00:15:59Nee, halt dein Schandmoll!
00:16:01Pass bloß auf, dass ich dir nicht ins Gesicht springe!
00:16:05Ich wollte eine Frau so auf der Seele rumtrampeln.
00:16:08Also, Willi, wenn es wieder anfängt, weiß ich nicht, was ich mache.
00:16:11Geh zur LBG, es kommt gleich nach.
00:16:15Sperber 1, bitte kommen!
00:16:21Sperber 1, bitte kommen für Leitstelle!
00:16:25Hier ist Sperber 1, Leitstelle bitte sprechen!
00:16:27Wir haben die Angaben über die Person Eugen Zoch, geboren 28.03. in Berlin,
00:16:33arbeitet als Einkäufer bei Impatex, Gabrielstraße.
00:16:37Seine Datsche liegt direkt am Drosendorfer See in Drosendorf.
00:16:41Alleinstehendes Geheft.
00:16:43Melden Sie sich nach Erledigung Ihres Auftrages in Drosendorf.
00:16:46Sperber 1, Ende!
00:16:50Empfangen!
00:16:58Von sowas kriegt man Herzinfahrt, Kollege Kader-Instantur!
00:17:01Wo pressiert's denn? Ich bin auf dem Weg nach Leipzig.
00:17:03Äh, ich darf erst mal bekannt machen.
00:17:05Das ist Herr Eugen Zoch und, äh, Sie stellen sich am besten selber vor.
00:17:07Oberleutnant Bergmann von Dakar. Guten Tag.
00:17:11Guten Tag.
00:17:11Guten Tag.
00:17:12Habe ich Sie erschreckt?
00:17:14Ja, das kann man wohl sagen. Mir zittern gleich die Knie.
00:17:16Ich zieh mich dann zurück, wenn Sie gestatten werden.
00:17:18Vielen Dank für Ihre Gastfreude.
00:17:19Oh, bitte, wenn es nichts kostet.
00:17:22Ja, Sie haben einen hübschen Anzug an. Eigene Produktion?
00:17:27Ja, sehr bestimmt.
00:17:28Das ist schön, wenn jemand seine eigene Produktion trägt.
00:17:30Da wollen Sie jetzt mit mir über Mode sprechen.
00:17:33Nee, über Theo Lute.
00:17:35Sie waren doch am Wochenende mit ihm zusammen auf Ihrer Tatsche.
00:17:38Ja, was ist mit ihm?
00:17:41Wenn wir das wüssten.
00:17:42Das verstehe ich nicht.
00:17:44Also gut.
00:17:46Theo Lute ist unter Hinterlassung einer Selbstmorddrohung verschwunden.
00:17:51Theo?
00:17:52Ja, Theo.
00:17:55Dass er ein Trinker war, wird Ihnen ja wohl nicht entgangen sein.
00:17:58Na ja, Trinker.
00:18:01Betreiben Sie da nicht ein bisschen?
00:18:02Hm, kaum.
00:18:04Erzählen Sie etwas von Ihrem gemeinsamen Wochenende.
00:18:07Waren Sie schon bei meiner Frau?
00:18:11Nein, Frau Lute hat mir einiges erzählt.
00:18:13Ach so, ja.
00:18:14Na ja, da bin ich ja wohl nicht gut dabei weggekommen.
00:18:17Was Ihre Person anbelangt, da war sie sehr zurückhaltend.
00:18:22Na ja, gut, also alle zwei Monate ruft Theo bei mir an.
00:18:25Und da muss er mal raus aus seinem Laden.
00:18:27Dann fahren wir zu mir auf meine Tatsche am Drusendorfer See.
00:18:30Machen wir eine Herrenpartie.
00:18:32Wir lassen eine rosa-rote Kuh fliegen, so nennen wir das.
00:18:35Mit viel Alkohol.
00:18:37Na ja, Theo sagt, da draußen, da kann er seine Seele baumeln lassen.
00:18:41Aha.
00:18:42Und, hat er Sie baumeln lassen?
00:18:44Ich meine, was haben Sie getan?
00:18:47Ja, wir haben gearbeitet.
00:18:49Wir haben Steg repariert, gemäht.
00:18:51Theo hat eine Dusche gebaut.
00:18:54Ja, und dazwischen haben wir gebadet und gegrillt.
00:18:57Und auch ein bisschen getrunken.
00:18:58Wie viel haben Sie getrunken?
00:19:00Mein Gott, was haben Sie denn immer mit dem Alkohol?
00:19:01Nicht viel.
00:19:0315 Flaschen Bier und zwei Flaschen Schnaps.
00:19:06Von Sonnabend bis Sonntag.
00:19:08Na ja, es kam keine richtige Stimmung auf.
00:19:10Theo hatte keine Lust.
00:19:11Das war nicht wie sonst.
00:19:13Und Sonntagfrüh, da wollte er dann plötzlich nach Hause.
00:19:16Es konnte nichts abhalten.
00:19:17Kein Bier, kein Schnaps, nichts.
00:19:18Und Sie blieben.
00:19:20Warum?
00:19:21Na ja, ich hatte mir noch was im Haus vorgenommen.
00:19:24Fensterstreichen.
00:19:26Dach vom Schuppen reparieren.
00:19:28Teeren.
00:19:29Na ja, und dann habe ich ihn zum Zug gebracht.
00:19:31Und er ist auch gefahren?
00:19:33Ja, selbstverständlich.
00:19:37Können Sie sich vorstellen, dass Theo Luther einen Menschen umbringen kann?
00:19:42Theo?
00:19:44Wie kommen Sie darauf?
00:19:46Habe ich Ihnen das nicht gesagt?
00:19:47Er hat geschrieben, dass er einen Menschen umgebracht hat.
00:19:50Leider nicht wehen.
00:19:54Herzog.
00:19:58Das ist...
00:20:00Unvorstellbar.
00:20:10Lass Sie mir mal reden.
00:20:12Was ist denn nun?
00:20:13War sie bei dir oder nicht?
00:20:15Mutter Zige, glauben Sie mir.
00:20:16Hede war nicht bei mir.
00:20:17Für uns war auch kein Tanz.
00:20:19Hat sie denn dann bloß gelogen?
00:20:24Du sag mal, hat sie wieder einen?
00:20:28Das wüsste ich.
00:20:29Sie hat mir ja immer alles erzählt.
00:20:33Mach ich ihn bloß.
00:20:36Soll ich zur Polizei gehe?
00:20:37Soll ich mitkommen?
00:20:38Nein, da war ich alleine.
00:20:42Nichts für Unmut.
00:20:48Hallo.
00:20:49Entschuldigen Sie, wenn ich störe.
00:20:51Ich habe da mal eine Frage.
00:20:52Gehört Ihnen der Lada hier?
00:20:55Lada?
00:20:55Nein.
00:20:56Wir haben bloß ein Moped.
00:20:57Ach, dann entschuldigen Sie vielmals.
00:21:00Erwin!
00:21:01Komm doch mal!
00:21:05Bitte, ich bin sehr gut.
00:21:05Komm, ich bin sehr gut.
00:21:07Und dann ganz gut.
00:21:07Komm, ich bin sehr gut.
00:21:07Soll ich mich nicht mehr als das?
00:21:08Ich bin sehr gut.
00:21:10Ja.
00:21:18Ich bin sehr gut.
00:21:21Ich bin sehr gut.
00:21:22Ich bin sehr gut.
00:21:32Und dann voll?
00:21:37Sagen Sie mal, was soll denn das? Sie spielen wohl hier Maulwurf?
00:21:43Nee, ich wollte um was zu trinken bitten, aber hier ist wohl niemand.
00:21:47Sagen Sie mal, Sie halten mich wohl für ein bisschen dämlich, was?
00:21:51Oberleutnant Bergmann von der K.
00:21:53Moment, Moment. Sie können doch schließlich nicht nur mit so einem Amtsbüchlein immer vor der Nase rumfummeln.
00:21:57Nee, das mach ich auch gar nicht.
00:21:58Ich muss es ja schließlich lesen.
00:22:00Ja, da haben Sie recht.
00:22:01So, Herr Oberleutnant, nun sind Sie identifiziert.
00:22:06Was kann ich für Sie tun?
00:22:08Gehört dieses Anwesen einem gewissen Herrn Zog.
00:22:10Ja, Zog Berlin, größter Rest der Welt, sagt er immer.
00:22:15Herr Zog!
00:22:18Scheint gar keiner da zu sein.
00:22:19Ja, das ist es, ja.
00:22:21Ist ein netter Mensch, immer freundlich, immer lebenswürdig.
00:22:24Feiert sehr gern hier draußen.
00:22:25Na ja, kann er ja auch. Hier stört er ja niemanden.
00:22:28Hat er am Wochenende auch gefeiert?
00:22:29Nee, Herr Oberleutnant.
00:22:30Äh, das weiß ich nicht genau, aber am besten Sie fragen da mal beim Fleischer nach.
00:22:34Beim Fleischer?
00:22:35Na ja, immer wenn er hier feiert, kauft er dort Fleisch zum Grillen.
00:22:38Ah ja, das ist ein guter Rat.
00:22:39Wo wollen Sie denn so schnell hin?
00:22:40Na, zum Fleischer.
00:22:41Heute haben wir doch Montag, da hat doch die halbe Republik geschlossen.
00:22:45Auch der Fleischer?
00:22:46Ja.
00:22:56Frau Luthe?
00:22:57Ja.
00:22:57Hauptmann Fuchs.
00:22:59Tag.
00:23:00Bitte kommen Sie, ein Ehepaar hat Ihren Wagen gefunden.
00:23:04Und mein Mann?
00:23:06Ja, leider kein Hinweis, aber ich glaube fest, dass er lebt und dass Sie ihn wiedersehen.
00:23:11Sie sagen das so mit Bestimmtheit.
00:23:13Ja.
00:23:18Ist das Ihr Abschleppseil?
00:23:20Ja.
00:23:21Wir haben es in einem Baum gefunden.
00:23:23Was?
00:23:23Er hat sein Vorhaben aufgegeben.
00:23:25Wir nehmen an, endgültig.
00:23:30Wo sind das Schuhe?
00:23:33Was für ein Schuh?
00:23:35Da, da hängt immer ein Kinderschuh.
00:23:44Der Schuh ist weg.
00:23:46Da hängt immer ein Schuh von unserem Junge.
00:23:47Er ist nie ohne Schuh gefahren.
00:23:49Was hat Ihnen Ihr Mann gestern Abend erzählt?
00:23:55Nichts.
00:24:03Na dann, Prost auf die Gesundheit.
00:24:04Nee, also auf die Gesundheit trinke ich überhaupt nicht.
00:24:06Ich hatte nicht mal mit meinem Freund Otto, weil der hat immer auf die Gesundheit getrunken.
00:24:09Weil ich sagen, vor acht Tagen ist ein Sturm.
00:24:13Ja, aber was sagen wir.
00:24:15Nein, ich habe ohne zwei, zwei Füße.
00:24:17Nein, machst du ein, das heißt doch nicht mehr.
00:24:19Nein, ich habe ohne zwei, zwei, zwei, drei Füße.
00:24:29Nein, ich habe ohne zwei, drei Füße.
00:24:32Nein, nein.
00:24:52Guten Tag.
00:24:54Guten Tag.
00:24:56Na, Meester, was soll's denn sein?
00:25:00Eine Flasche.
00:25:02Aha.
00:25:04Da musst du dich schon ein bisschen deutlich ausdrücken.
00:25:07Eine große, eine kleine, braunen, weißen.
00:25:10Weißen?
00:25:12Eine Keule.
00:25:176,90 Mark.
00:25:23Das Dumme ist, wüsste ich, ich hab mein Geld vergessen.
00:25:29Aha.
00:25:33Junge, Junge.
00:25:34Also, pass mal auf.
00:25:35Dann gehst du nach Hause, holst dir neues Geld und dann kriegst du die Keule.
00:25:40Mensch.
00:25:42Gib sie mir doch gleich, ja.
00:25:43Bitte.
00:25:45Ich bin ehrlich.
00:25:46Ich will dich nicht bescheißen.
00:25:48Glaub mir, du kriegst dein Geld.
00:25:49Das kann ich doch nicht machen.
00:25:51Guck mal, ich muss da auch abrechnen.
00:25:52Heute.
00:25:53Nachher.
00:25:59Hier.
00:26:00Kriegst du meine Uhr?
00:26:03Kriegst du meine Uhr?
00:26:06Mensch, du bist ja verrückt.
00:26:08Gibst du mir eine Keule, kriegst du mir eine Uhr.
00:26:10Die Uhr ist doch mehr wert.
00:26:12Hat schon eine Keule.
00:26:14Dann gibst du mir zwei.
00:26:17Gibst du mir zwei.
00:26:18Eine packst du schön in der Tüte.
00:26:20Ja.
00:26:24Also, ihnen die Hand und die anderen die Tüte.
00:26:27Ja.
00:26:29Machst du das?
00:26:57Ja.
00:27:15Hier hast du eine Schrippe und jetzt hältst du eine Knappe.
00:27:17Du nur, Mutter Zielke.
00:27:19Mach doch mal die Pferde nicht.
00:27:20Scheiße.
00:27:22Du kennst doch die Hilde.
00:27:23Die wilde Hilde.
00:27:24Ach, wilde Hilde, wilde Hilde.
00:27:27Ist doch gar nicht mehr wahr.
00:27:29Die ist doch gar nicht mehr weggegangen.
00:27:30Bring mir doch nicht gleich an die Gurge.
00:27:31Ja.
00:27:33Also gut.
00:27:34Ich brauche mich mal um im Hafen.
00:27:36Und in den Nachbardörfern.
00:27:39Vielleicht ist sie längst zu Hause.
00:27:40Ja, mit einem nassen Lappen jage ich die durchs Haus, wenn sie da ist.
00:27:43Seit wann ist sie denn verschwunden, die Hilde?
00:27:45Seit Sonnabend ist sie doch per Du mit...
00:27:47Was geht sie denn das überhaupt an?
00:27:49Entschuldigung, ich habe hier ein paar Gesprächsfetzen mitgehört.
00:27:52Ach, da sind sie wohl neugierig, was?
00:27:53Mhm.
00:27:54Du kommst dann mal vorbei.
00:27:56Auf alle Fälle, Mutter Zielke.
00:27:57Na gut.
00:27:59Probeleitner Bergmann ist mein Einsatz mit der Fuchs.
00:28:01Ja, ja. Sie sind schon angemeldet.
00:28:03Frau Zielke!
00:28:07Mein Name ist Bergmann.
00:28:08Kann ich mal eine Frage an Sie stellen?
00:28:10Ja, bitte.
00:28:11Sagt Ihnen der Name Zoch etwas?
00:28:12Zoch?
00:28:13Nee.
00:28:14Wer soll denn das sein?
00:28:15Das ist der Besitzer von dem Bauernhaus am Drusendorfer See.
00:28:17Der heißt Zoch?
00:28:18Mhm.
00:28:19Aha.
00:28:20Wieso Aha?
00:28:21Na ja, ich kenne ihn ja nicht, aber meine Enkelin, die Hilde, die hat mal von ihm geredet.
00:28:27Und wissen Sie noch was?
00:28:28Ja, die hat ihn beim Fleischer getroffen.
00:28:32Hat dir wohl sehr gut gefallen.
00:28:33Mhm.
00:28:34Vielen Dank, Frau Zielke. Herzlichen Dank.
00:28:35Ja, wer sind Sie denn?
00:28:37Ach so, Entschuldigung.
00:28:39Oberleutnant Bergmann von der Kahn.
00:28:43Wo ist der?
00:28:46Aha.
00:28:47Na gut, ich schicke Ihnen die Frau rüber.
00:28:49Möglich, dass da ein Zusammenhang besteht.
00:28:51Hm?
00:28:52Ich verstände hier die Bezirksbehörde und veranlasse die Eilverhandlung.
00:28:54Moment, äh.
00:28:57Hilde Zielke, geboren 23.03.50, Drusendorf.
00:29:011,62 groß.
00:29:04Brünett.
00:29:30Oh, oh, Vorsicht, Vorsicht!
00:29:40Wo ist er?
00:29:44Wo ist er?
00:29:49Wo ist er?
00:29:50Wo ist er hin?
00:29:50Er kann nicht weg sein!
00:29:53Da muss er da sein!
00:29:57Au!
00:29:57Au!
00:29:58Au!
00:29:59Oh, Scheiße!
00:30:00Ein Schei!
00:30:02Ein Schei!
00:30:04Schei!
00:30:04Scheiße, Scheiße. Meine Flasch, meine Flasch.
00:30:09Ich muss den Schreck finden. Den Schreck finden muss ich.
00:30:15Ich habe jetzt keine Angst. Keine Angst.
00:30:22Frau Zuch, ich muss Sie bitten, mal die Betten auseinanderzunehmen.
00:30:29Ich?
00:30:32Bitte verschonen Sie mich. Ich halte das nicht aus. Tun Sie's doch.
00:31:03Mir bleibt auch nichts erspart.
00:31:14Ist das Ihr Ohrclip?
00:31:20Dieser Mistkerl.
00:31:23Ich habe keine Ohrclips. Hab nie welche gehabt.
00:31:26Haben Sie jetzt alles, was Sie brauchen?
00:31:29Ich hätte Ihnen das gerne erspart.
00:31:32Kann ich jetzt gehen?
00:31:33Ich kann Sie mitnehmen nach Berlin, wenn Sie wollen.
00:31:36In zehn Minuten?
00:31:37Gut.
00:31:44Ja, ja.
00:31:48Ja, ja.
00:32:04Na, mein Junge? Willst du nicht Schluss machen für heute?
00:32:14Ich bin eine feige Sau.
00:32:18Was hast du gesagt?
00:32:20Ein feiger Arsch!
00:32:21Aber, aber. Sie wird dir den Kopf schon nicht abreißen.
00:32:26Weißt du was? Ich bring dich nach Haus.
00:32:29Dann schläfst du erst mal und morgen sieht die Welt schon ganz anders aus.
00:32:33Wenn nicht nach Haus.
00:32:37Wenn nicht nach Haus.
00:32:39Hab keine Haus.
00:32:43Geh ja selber nach Haus.
00:32:46Wie nach Dieb.
00:33:06Und?
00:33:08Wir können Ihnen nichts sagen.
00:33:13Die kommt nie wieder.
00:33:20Kennen Sie das?
00:33:25Dieser feine Pinkel.
00:33:28Hurenbock ist er.
00:33:29Zoch grüßt den Rest der Welt mit.
00:33:31Saufgelage und Skandalgeschichten.
00:33:34Und so ganz nebenbei bleibt seine blöde Ehefrau.
00:33:36Das Hausputtelchen, die nur zwei Kinder zur Welt gebracht hat auf der Strecke.
00:33:41Mehr war nicht drin.
00:33:43Aber da hat er sich geirrt, der feine Herr.
00:33:45Ab heute ist Schluss. Endgültig.
00:33:48Ab heute grüße ich den Rest der Welt.
00:33:51Können Sie nicht mal kurz anhalten?
00:33:53Ja.
00:33:54Warum?
00:33:56Keine Angst, ich dreh nicht durch.
00:33:57Ich will nur Spargel kaufen bei dem Opa da drüben.
00:33:59Spargel jetzt?
00:34:01Na, warum nicht jetzt?
00:34:04Spargel schmeckt immer.
00:34:04Hat dann Zoch auch geschmeckt.
00:34:06Kommen Sie.
00:34:07Der meint ist ein Menschenfreund.
00:34:09Na.
00:34:41Ein schöner Spritkorb. Das ist ja voll wie eine Radehacke.
00:34:45Das ist nicht so schlimm. Das ist nur ein Kratzer.
00:34:48Habt ihr schon mal nachgesehen, wie er heißt?
00:34:50Nee, nee.
00:34:51Wir wollten erst mal, dass ihr ihn euch ansehen.
00:34:53Und sehen mal nach, ob er irgendwelche Papiere hat.
00:35:03Ein Kinderschuh.
00:35:05Gebt ihr ihn mit?
00:35:06Wie hier?
00:35:07Der ist ja gar nicht bei sich.
00:35:09Ihr müsst den mitnehmen.
00:35:11So wie der aussieht.
00:35:12Der fassert unser ganzes Auto.
00:35:16Der wird gleich wach.
00:35:24Und dann sind wir ja wieder da.
00:35:28Wie heißt du?
00:35:30Wie du heißt.
00:35:33Ja.
00:35:36Ja, ja, ja.
00:35:39Na.
00:35:41Ja, die Polizei ist auch da.
00:35:43Cool.
00:35:44Holen.
00:35:46Was sagt der?
00:35:48So, jetzt holen wir ruhig holen.
00:35:49Endlich holen.
00:35:51Ja, was?
00:35:54Nicht tot machen.
00:35:56Er sagt was für nicht tot machen.
00:35:58Wollte nicht tot machen.
00:35:59Wollte nicht tot machen.
00:36:01Moment.
00:36:07Leitstelle bitte kommen für Toni 24.
00:36:10Leitstelle für Toni 24.
00:36:11Bitte sprechen.
00:36:12Wir sind der S-Bahnhof Grünau im Einsatz.
00:36:15Hilflose Personen völlig betrunken ohne Papiere.
00:36:17Der Mann sagt immer,
00:36:18ich wollte sie nicht tot machen.
00:36:21Sie sollen ihn ins Präsidium bringen.
00:36:43Ja?
00:36:46Ja.
00:36:50Ist er...
00:36:52Lebt er?
00:36:58Nein, nein, nein, nein.
00:36:59Ich kann fahren.
00:37:01Doch, ich...
00:37:03Ja, danke.
00:37:04Ich weiß Bescheid.
00:37:05Ich komme, ja.
00:37:07Danke.
00:37:10Danke.
00:37:35Ich bin der Mann von S-Bahnhof Grünau.
00:37:37Ich bin der Mann von S-Bahnhof Grünau.
00:37:40Ich bin der Mann von S-Bahnhof Grünau.
00:37:40Sie haben befohlen.
00:37:41Danke.
00:37:41Ah.
00:37:42Lasst ihn hier drin sitzen.
00:37:43Ich erwarte seine Frau zur Identifizierung.
00:37:47Genesse Hauptmann, Frau Lute.
00:37:48Ja, danke schön.
00:37:50Frau Lute, entschuldigen Sie, dass ich Sie noch so spät hierher bestellt habe,
00:37:53aber ich brauche Sie zu einer Gegenüberstellung.
00:37:55Sind Sie bereit?
00:38:05Theo.
00:38:12Theo.
00:38:18Herr Goethe, das sieht ja aus wie tot.
00:38:21Nein, wie ein Alkoholkranker.
00:38:26Der braucht einen Arzt.
00:38:28Daran hätten Sie früher denken sollen.
00:38:44Machen Sie sich um mich keine Gedanken.
00:38:46Ich habe mich endgültig von meinem ersten Leben getrennt.
00:38:49Ab morgen beginnt das zweite, hoffentlich das bessere.
00:38:52Schönen Dank für die Heimfahrt.
00:38:54Ich grüße die Welt von Ihnen.
00:39:01Grüßen Sie Ihre Freundin.
00:39:03Oder Ihre Frau.
00:39:07Guten Appetit beim Spargel.
00:39:20Schwer bei eins für Einsatzgruppe Fuchs.
00:39:24Schwer bei eins für Einsatzgruppe Fuchs.
00:39:28Schwer bei eins hört.
00:39:29Du arbeitest noch?
00:39:30Du nicht.
00:39:32Wir haben Theo Lute.
00:39:34Leider nicht vernehmungsfähig.
00:39:35War ja voll trunken.
00:39:36Was gibt es bei dir?
00:39:38Die Suchaxe nun läuft.
00:39:39Das Mädchen war eindeutig im Haus.
00:39:41Und im Bett.
00:39:44Meld dich morgen aus Drusendorf.
00:39:46Was ist mit Zoch?
00:39:48Wir holen ihn.
00:39:49Ich wollte schon immer mal nachts nach Leipzig fahren.
00:39:51Ende Sperber eins und gute Nacht.
00:39:532
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00:40:33Ist jemand bei der Großmutter?
00:40:34Ja, ja, die Nachbarin ist bei dir.
00:40:36Komm, ich misse da, Bischee.
00:40:40Na, Chef.
00:40:41Oh, grüß dich.
00:40:42Ach, Sie sind der Chef hier, ja?
00:40:43Ja.
00:40:45Und da, wo die ziehen, finden Sie nichts mehr.
00:40:48Die Strömung ist zwar schwach, aber die Schiffe erzeugen Wirbel und unterstützen die Strömung.
00:40:52Die ziehen dann alles mit bis zur Schleuse.
00:40:54Aber die Boote schleppen doch von der Schleuse hoch.
00:40:55Ich meine doch mal bloß.
00:40:58Habt ihr denn schon hier in der Bucht gesucht?
00:41:00Hier in der Bucht müsst ihr suchen.
00:41:02Im Schlamm müsst ihr ihn.
00:41:03Das haben Sie doch schon vom Schlauchboot ausgehört.
00:41:05Warum schreien Sie denn los?
00:41:05Ich schreie doch ja nicht.
00:41:07Habt ihr auch hier gesucht, hier, drei Meter vom Ufer?
00:41:09Das weiß ich nicht so genau.
00:41:11Na los, Jungs, kommt mal ran hier.
00:41:12Hier müsst ihr in, Dreck müsst ihr rin.
00:41:14Na, ich weiß nicht, ob ich mal irre, aber ich hab da neulich was beobachtet.
00:41:17Wann neulich?
00:41:18Na ja, so gegen Sonnabend, nee, besser gesagt Sonntagfrüh, so gegen ein Uhr.
00:41:22Also, ich sitze in meinem Kahn und plötzlich fällt ein Lichtschein aufs Wasser da vorm Haus.
00:41:27Ja.
00:41:28Wo ich eine Tür aufgegangen habe und dann sind wir hier rausgekommen.
00:41:31Na ja, und dann war eine ganze Weile erhancht.
00:41:33Du hast so das die Raschel von der Gebüche oder vom Wind, was weiß ich.
00:41:36Und plötzlich plumpste was in das Wasser.
00:41:40Und das muss hier gewesen sein.
00:41:42Hier.
00:41:57Fahrrad liegt hier.
00:42:03Na bitte, was hab ich gesagt?
00:42:06Das ist jedes Fahrrad.
00:42:09Stimmt.
00:42:09Woher wissen Sie das?
00:42:10Der große Gepäckschneider und der Kindersatz.
00:42:13Wir haben sie, wir haben sie gewonnen.
00:42:15An der Eisenbahnbrücke.
00:42:38Vermutlich hat dir der Täter das Genick gebrochen.
00:42:40Die geschwollene Unterlippe sowie alle hüblichen Verletzungen lassen auf ein Sexualverbrechen schließen.
00:43:02Kommen Sie mit?
00:43:05Ja, ja, natürlich.
00:43:07Hat Sie noch verwandelt?
00:43:08Nein, nur der kleine Junge, der bleibt hier.
00:43:12Wir werden uns in den nächsten Tagen um sie kümmern müssen.
00:43:14Ja, das hab ich schon geregelt.
00:43:16Das Dorf, die LPG und die Nachbarin, alle stehen hier bei.
00:43:21Und dann haben Sie die Leiche in den See geworfen.
00:43:27Ja.
00:43:31Theo war ja wie betreibt.
00:43:35Schuld an allem ist der Alkohol.
00:43:40Wenn Theo nicht so viel getrunken hätte, dann wäre hier gar nichts passiert.
00:43:46Hetzte, wärste, scheiß Alkohol.
00:43:49Aber das macht Ihre Schuld nicht geringer.
00:43:52Da ist eine Tote.
00:43:53Eine alte Frau mit einer Vollweisen.
00:43:55Eine zerstörte Familie.
00:43:59Sie wussten, dass Theo Lute krank ist, alkoholkrank und trotzdem haben Sie mit ihm getrunken.
00:44:04Deswegen sind Sie nicht weniger schuld als er.
00:44:08Für mich sind Sie moralisch vollkommen.
00:44:12Und wenn Theo Lute wieder gesund ist, dann sitzen Sie mit ihm auf der Anklageback.
00:44:17Wer macht denn sowas?
00:44:20Ist das noch ein Mensch?
00:44:23Versäuft sein bisschen Verstand und nimmt ein Kind, die Mutter.
00:44:27Er ist krank, Mutter, Theo.
00:44:30Alkoholkrank.
00:44:31Ja.
00:44:32Krank nennt er das.
00:44:35Da wird er wohl auch nicht bestraft.
00:44:37Der wird bestraft.
00:44:39Die Krankheit entschuldigt doch nichts.
00:44:43Dem Täter wird nichts geschenkt.
00:44:46Was hat denn das Kind davon?
00:44:48Und ich?
00:44:51Die Hilde war nicht schlecht.
00:44:54Die war eben jung.
00:44:56Wollte leben.
00:44:58Liebe.
00:45:00Das ist doch nichts Schlimmes, oder?
00:45:03Nein.
00:45:05Alle mochten sie.
00:45:06Auch die Frauen.
00:45:09Wenn die gelacht hatten,
00:45:12dann war gleich alles wieder gut.
00:45:14Und jetzt hat der Kleine nur noch mich, alte Frau.
00:45:19Ach, nee.
00:45:24Ja.
00:45:29Bringen Sie sie in die Gerichtsmedizin.
00:45:33Ja.
00:45:35Bis dann Ende.
00:45:51Setz dich hin, Mensch.
00:45:59Man hat Hilde Zielke gefunden.
00:46:04Sie haben ihr das Genick gebrochen.
00:46:08Guck, wo die jetzt Tränen, Mensch?
00:46:11Hören Sie auf, mir Gefühle vorzuspielen.
00:46:14Bitte?
00:46:14Ich, ich hab's, ich hab's doch nicht gewollt.
00:46:19Ich hab das nicht, ich hab das nicht gewollt.
00:46:26Ich hab's nicht, aber ich hab's doch gemacht.
00:46:32Das, das ist es ja.
00:46:34Dass ich's gemacht hab, ich.
00:46:39Das, das, das war Alkohol.
00:46:44Ich, ich hab, ich hab, ich hab, ich weiß nicht, wie's gekommen ist.
00:46:48Ich weiß es wirklich nicht.
00:46:51Ich, ich, bitte, ich weiß nicht, wie ist das bloß gekommen?
00:47:10Eho!
00:47:17Mach doch mal aus!
00:47:21Ich muss was trinken.
00:47:24Der Kunde möchte gerne wissen, wann er in etwa den Wagen haben kann.
00:47:26Ich brauch' einen Schnaps.
00:47:27Theo, bitte nicht, es ist erst Mittag.
00:47:29Mach vor den Leuten vor allem kein Theater.
00:47:31Was soll ich dem Kunden sagen?
00:47:34Kapitel!
00:47:42Unser Gelb ist alle!
00:47:45Was?
00:47:46Gelb ist alle!
00:47:49Und?
00:47:50Was ist bei uns?
00:47:51Ist noch was da.
00:47:55Da musst du nachgucken!
00:48:02Mensch!
00:48:08Ist nicht mehr da!
00:48:09Ist nicht mehr!
00:48:14Weck mich am Arsch!
00:48:44Teo, Teo, bitte nicht.
00:48:46schon mittags. Theo, ich mach dir einen Kaffee, komm.
00:48:54Ja, warte noch. Wir sind angekratzt.
00:48:59Oh, ich muss raus, ich brauche Luft.
00:49:05Weißt du was? Ich möchte mal wieder rausfahren mit Eugen.
00:49:15Was meinst du?
00:49:17Aber ja, ja Theo, fahr doch raus mit Eugen, komm.
00:49:22Hier ist ein Kaffee, fahr raus, mach dir ein paar schöne Tage, frische Luft.
00:49:27Nicht, nicht, nicht, nicht doch!
00:49:29Mensch, dann sauf dich doch kaputt, sauf dich doch kaputt!
00:49:33Dann habe ich wenigstens meine Ruhe.
00:49:34Du machst doch sowieso, was du willst, du!
00:49:36Ja, ja, dass du es nur noch vergisst.
00:49:41Alter, hässliche Miete!
00:49:44Hast du die Miete bezahlt?
00:49:45Mhm.
00:49:47Hast du die Zeitung mitgemacht?
00:49:48Nee, vergessen.
00:49:49Habt ihr euch die Pfoten gewaschen?
00:49:51Ja, mein Scheiß ist los.
00:49:52Ach, du gehst gleich mit.
00:49:53Die haben doch gerade die Hände gewaschen.
00:49:54Dort wird genäht hell besser.
00:50:01Kuchen schmeckt auch nicht.
00:50:05Und der hat Schoch.
00:50:07Wer?
00:50:08Ach, Theo!
00:50:09Ha, mein Freund!
00:50:12Na klar!
00:50:14Na klar, lassen wir eine Kuh fliegen.
00:50:16Eine rosa-rote.
00:50:17Ja.
00:50:19Hm?
00:50:19Ilse?
00:50:20Die hat nichts dagegen.
00:50:21Ja, ich geb sie dir mal.
00:50:23Er will dich sprechen.
00:50:23Hm.
00:50:24Na, kommt sie, kein Flunsch.
00:50:25Komm her.
00:50:26Sie kommt.
00:50:29Ich weiß genau, dass Theo nicht trinken soll.
00:50:30So viel ist es auch wieder nicht.
00:50:33Tag, Theo, hm?
00:50:37Hallo?
00:50:38Ja.
00:50:40Schönen guten Tag, Ilse.
00:50:42Hier spricht Theo.
00:50:45Ja, weißt du, mir fällt einfach die Decke auf den Kopf.
00:50:49Ah, wieder mal, hm?
00:50:50Was?
00:50:53Ja.
00:50:54Ja.
00:50:54Und mal wieder.
00:50:55Ja.
00:50:57Weißt du, ich möchte so gern rausfahren mit Eugen.
00:51:01An die Luft.
00:51:03Luft schnappen.
00:51:05Hä?
00:51:06Wel, Helga?
00:51:08Nur nichts?
00:51:09Nee.
00:51:12War doch, war doch Ihre Idee.
00:51:16Was?
00:51:18Aber wirklich, Ilse, Helga hat gesagt, Mensch, Theo, fahr da mal wieder raus mit Eugen.
00:51:25Ja.
00:51:27Weil wenn du mir versprichst, auf ihn aufzupassen?
00:51:29Na ja, komm, komm, komm, du hör auf, ich geh'n besser.
00:51:31Der guckt nach jeder Schürze.
00:51:32Das ist alles pipapo.
00:51:34Theo, morgen früh 8 Uhr bin ich da, einverstanden?
00:51:36Ja.
00:51:37Ja.
00:51:38Ja.
00:51:53Ja.
00:52:11Ja.
00:52:13Ja..
00:52:30Lass mich durch.
00:52:36Lass mich durch.
00:52:46Du sollst mich durchlassen.
00:53:16Du denkst, ich bin krank?
00:53:19Ja?
00:53:20Ja, denkst du, denkst du, denkst du.
00:53:25Ich bin nicht krank, ich bin nicht ich.
00:53:28Ich bin Mord für dich.
00:53:33Ja.
00:53:37Ja, mir schmeckt's eben.
00:53:41Ja, mir schmeckt Schnaps.
00:53:47Ach ja.
00:53:50Jawohl.
00:53:53Ein Vergnügen braucht der Mensch,
00:53:56wenn er so schuftet wie ich
00:53:59und kein Glück hat.
00:54:11Du willst mich loswerden, hm?
00:54:17Du willst mich einsperren lassen, hm?
00:54:30Ja, entschuldigt, dass ich sauche.
00:54:33Vergiss das mal nicht, du.
00:54:36Komm, gib mal rein.
00:54:42Na los, mach schon.
00:54:50Lass mich unter den Tisch saufen, ja?
00:54:52Natürlich.
00:54:54Alles, was ich trinke, trinkst du nicht.
00:54:56Prost.
00:54:59Also, da machst du doch was mit, du.
00:55:03Das gibt's doch nicht.
00:55:04Das gibt's.
00:55:05Da machst du doch was mit.
00:55:07Was bist du denn für eine Miese?
00:55:12Die, die säuft, damit mein Schnaps alle.
00:55:18Dabei kann die gar nicht.
00:55:20Du kannst doch gar nicht saufen.
00:55:22Nicht saufen, nicht pümpern,
00:55:24keine Kinder, keine Kinder kriegen.
00:55:27Du kannst doch noch nicht mal Kinder kriegen, Mensch.
00:55:29Du kannst doch nur.
00:55:30Du kannst doch nur tot.
00:55:56Du kannst doch nur tot.
00:56:00Du kannst doch nicht mehr.
00:56:01Warum lächst du nicht weg?
00:56:04Du Gott.
00:56:06Du Gott.
00:56:20Du kannst doch nicht weg!
00:56:24Was drin los?
00:56:26Ich kann nicht mehr.
00:56:28Ich bin am Ende.
00:56:29Ich will auch nicht mehr.
00:56:33Warum behandelst du mich so?
00:56:35Wie behandle ich dich denn?
00:56:37Du behandelst mich wie ein Stück Dreck.
00:56:40Ich halte das nicht mehr aus, diese dauernden Vorwürfe.
00:56:43Ich habe die Kraft nicht mehr, Theo.
00:56:46Ich lasse mich scheiden.
00:56:53Wo willst du denn hin?
00:56:55Das ist mir völlig egal.
00:56:58Ich will mal wieder als Mensch behandelt werden.
00:57:00Ach du lieber Himmel, jetzt geht's wieder los.
00:57:03Hast du alles, was willst du denn noch?
00:57:06Kannst machen, was du willst.
00:57:07Dir gehört alles.
00:57:09Hast du alles, kriegst alles.
00:57:11Na was denn du noch, mein Gott?
00:57:13Ich kann so mit dir nicht weiterleben.
00:57:16Ich kann nicht.
00:57:18Ich...
00:57:20Scheiden lassen.
00:57:21Keine Zeitlichkeit.
00:57:24Wie denkst du denn das?
00:57:24Wir sind doch keine Fremden.
00:57:26Was sollen werden aus mir?
00:57:28Wenn du nicht aufpasst, hoffe ich mich tot.
00:57:36Du säufst dich doch so oder so tot.
00:57:48Du säufst dich doch so oder so tot.
00:57:54Soll ich hierbleiben?
00:57:56Wir machen es schön gemütlich.
00:57:59Gemütlich.
00:58:01Gemütlich.
00:58:05Hm, hm, hm.
00:58:07Hm.
00:58:09Fahr mal mit, Eugen.
00:58:11Ich brauche die zwei Tage Ruhe.
00:58:18Aber...
00:58:20Du gehst nicht weg.
00:58:22Ich mein...
00:58:23Du bist noch da, wenn...
00:58:25Wenn ich...
00:58:26Wenn ich...
00:58:27Wenn ich komme.
00:58:28Wenn ich wiederkomme.
00:58:29Ja?
00:58:31Du.
00:58:34Morgen, die Herrschaften.
00:58:35Mein Freund Theo.
00:58:37Es geht los.
00:58:38Wenn Engel reisen,
00:58:40lacht die Sonne.
00:58:41Doch, komm, da Sachse nach Berlin.
00:58:44Da können sie nicht streiten.
00:58:46Da willst du ihnen drüberziehen.
00:58:48Da-ra-ra-ra-ra-ra-ra.
00:58:50Da-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra
00:58:53-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra
00:58:53-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra-ra.
00:58:54Na, wa!
00:58:54Sing, weiß Achse, sing, weiß Achse, sing, es ist ein reichen Ding, und hoch ein großes Glück, und den Zauber
00:59:07der Musik,
00:59:09und das kleinste Lied, das legt sich aufs Gemüse.
00:59:17Tja, Theo, mein Freund, was nehmen wir denn nun für ein Rohr? Weißes oder ein Braunes?
00:59:20Weißes, weißes.
00:59:21Weißes.
00:59:23Zum Nachspielensekt, wo ist er?
00:59:24Hier.
00:59:25Ach, Sekt?
00:59:25Bier?
00:59:26Bier ist doch genug da für dich.
00:59:28So, komm.
00:59:40Tschö, mit Öl, und alles Gute für die Zukunung.
00:59:44So, Theo, und nun kann die rosa-rote Kuh fliegen.
00:59:49Berlin grüßt den Rest der Welt.
00:59:50Na ja.
00:59:53Ja, sie bist ein bisschen kippappt, oder?
00:59:56Na komm, hoch, Däune.
01:00:07Guck mal, da ist sie.
01:00:10Komm doch mal her.
01:00:12Welche denn?
01:00:12Die in den Jeans, ganz außen.
01:00:14Na, was sagst du, das ist eine Granate.
01:00:17Du, ich sage dir, wenn die loslegt, dann wird's smart.
01:00:20Hey.
01:00:23Na, wie findest du die?
01:00:24Ja, schön.
01:00:25Na, schön, hör mal.
01:00:26Die hat Leben in der Bluse.
01:00:32Na, dann hatte ich meine Rothaarge, du.
01:00:34Na, das war ne Maus.
01:00:36Die wartete schon morgens am offenen Fenster auf mich.
01:00:39Na und?
01:00:40Na, was heißt, na und, na ran, Junge.
01:00:42Na, ein Stündchen war immer abzuknapsen.
01:00:44Ich musste bloß aufpassen, dass meine Alte nicht dahinter kam.
01:00:47Na, die Tussi wohnte gleich bei uns um die Ecke.
01:00:49Na, Pipapolo.
01:00:51Na, was soll ich dir sagen?
01:00:52Eines Tages klingelt es wie bei einer Alte vor der Tür.
01:00:56Na, weil ich Idiot erst vergessen hatte.
01:00:59Na, Pipapolo, ein bisschen rasend.
01:01:00Ja, immer.
01:01:02Also, die Story muss ich dir noch erzählen.
01:01:04Pass mal auf, das war in Leipzig.
01:01:06Oder in Dresden.
01:01:07Nee, in Halle.
01:01:08Warte doch mal, da muss erst Wasser rein.
01:01:09Also, ich sage dir, das war eine Granate.
01:01:11Weißt du, was die immer zu mir gesagt hat?
01:01:13So, jetzt kannst du's reinmachen.
01:01:15Die sagte immer zu mir, knurre mal.
01:01:19Knurre doch mal.
01:01:21Na ja, Pipapolo.
01:01:23Na, was soll ich dir sagen?
01:01:24Eines Tages stehe ich wieder vor ihrer Tür und klingle,
01:01:26macht da einen Kerl auf.
01:01:28So ein Brocken, wie ein Schrank.
01:01:30Was macht Olle Eugen?
01:01:31Olle Eugen macht einen schönen Diener.
01:01:32Entschuldigen Sie, ich dachte, hier wohnt Frau Fischer.
01:01:36Schneller Abgang, weg über die Treppe.
01:01:41Sag mal, hast du nie Weibergeschichten gehabt?
01:01:45Nee.
01:01:47Immer nur meine Frau.
01:01:50So.
01:01:51Na ja.
01:01:55Wie spät ist es denn?
01:01:58Fünf vor drei.
01:01:59Mensch, schnell weg.
01:02:00Wo denn hin?
01:02:01Na, die Party organisieren.
01:02:09So, jetzt schließt er auf.
01:02:10Kommt, schönste.
01:02:14Nächsten Jahr fahren wir mit der Oma ans Meer.
01:02:16Mit dem Auto oder mit dem Bus.
01:02:27Warte mal, ich komme gleich wieder.
01:02:29Willst du dich abdrücken?
01:02:30Bleibst du noch bei, ha?
01:02:31Ich gleich noch drüber.
01:02:40Du siehst aus wie eine schöne Hexe.
01:02:43Bin ja auch eine Hexe.
01:02:44Deshalb schleichst du dich ja so an.
01:02:49Hier kennt mich doch jeder.
01:02:53Kommst du heute Abend zu mir?
01:03:00Ich bin aber nicht allein.
01:03:04Es ist ein Freund.
01:03:08Ein guter Freund.
01:03:19Und du rufst es Glück
01:03:23um den Zauber der Musik.
01:03:26Eugen!
01:03:30Eugen!
01:03:31Geh doch mal still!
01:03:32Eugen!
01:03:33Das ist sie!
01:03:34Moment!
01:03:36Ich komme!
01:03:48Der Eugen.
01:03:49Der König rief
01:03:50und alle, alle kamen.
01:03:54Na, komm doch rein.
01:04:00Vielleicht kein Kuss, ha?
01:04:02Nicht so eigentlich.
01:04:05Lass mich doch erst mal umschauen.
01:04:11Und hier, meine Dame,
01:04:13sehen Sie die Ponte Rosa
01:04:14des Don Eugé.
01:04:17Ich weiß nicht,
01:04:18Hilder irgendwas stirbt mich heute an dir.
01:04:19So, was denn?
01:04:21Ich glaube,
01:04:22dass du die Hände nicht frei hast.
01:04:27Na?
01:04:29Und nun?
01:04:40Hast du Hemmungen vor Thea?
01:04:42Wieso?
01:04:44Na, komm.
01:04:48Und das ist Theo Lute,
01:04:50mein einzigster und bester Freund.
01:04:52Theo, das ist Hilde,
01:04:54der ich in Liebe zugetan bin.
01:05:00Herzlich willkommen.
01:05:03Dass ich mal bloß keine Perle
01:05:05aus der Krone fällt.
01:05:06Gib mir lieber was zu trinken.
01:05:09Champagner.
01:05:33Ich weiß nicht,
01:05:38ich weiß nicht,
01:05:38dass ich sie nicht versene.
01:05:38Ich weiß nicht,
01:05:39dass ich sie nicht versene.
01:05:59Ich will dich, du.
01:06:01Ich will dich auch.
01:06:02Ja.
01:06:03Was machen wir denn mit ihmchen?
01:06:07Ihmchen?
01:06:11Nehmen wir mit.
01:06:14Mitnehmen?
01:06:16Na ja?
01:06:17Kannst du dir das nicht vorstellen?
01:06:19Nee.
01:06:20Nee?
01:06:23Warum?
01:06:25Nee.
01:06:27Mach sowas nicht.
01:06:47Ich mach das schon mal.
01:06:52Ja.
01:06:53Theo, mein Freund.
01:06:54Du gibst mir mal die Sektflasche da?
01:06:57Jawohl.
01:06:59Oh komm, bleib mal weg.
01:07:01Ja.
01:07:02Theo, geht's dir gut?
01:07:04Oh.
01:07:05Ich mach das nicht.
01:07:07Ich mach das nicht.
01:07:13Mach das schon mal.
01:07:17Ich mach das.
01:07:35Das ist gut.
01:08:06Die Kanquinta, die Kanquinta.
01:08:37Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:08:56Das war's für heute.
01:09:35Ja, ich gehe jetzt.
01:09:40Warum denn?
01:09:42Eugen schläft.
01:09:43Ich will noch zu einer Freundin über das Land.
01:09:45Leider, mit Eugen nicht ins Gerede kommt.
01:09:49Freigehen.
01:09:53Die Tee macht es nichts.
01:09:56Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich noch mal so ungeniert.
01:10:06Machst du mir das Dorf?
01:10:09Kann ich hier ein Stück bringen?
01:10:15Eine schöne Luft, was?
01:10:18Ja.
01:10:18Ja, du, riech mal, riech mal.
01:10:20Weißt du, wie das riecht?
01:10:22Es riecht nach Wald und Wasser und Schmieröl.
01:10:29Der Mond sieht gut aus, wa?
01:10:31Ja, er lacht.
01:10:33So, warte mal.
01:10:34Weißt du was?
01:10:36Wie ich dich gesehen habe, mit deinem Kind,
01:10:40weißt du, da habe ich gedacht, die, jawohl, die.
01:10:45Irgendwann.
01:10:46Ach, Theo, ich muss los.
01:10:47Ich habe, warte doch mal, Moment, ich muss dir was sagen.
01:10:51Ich habe gedacht, die, mit der könntest du noch mal, ganz von vorne,
01:10:57ein ganz neues, ganz neues.
01:11:01Dingsle, ich verstehe schon, ja, ist gut.
01:11:03Weißt du, du bist, du bist nämlich eine schöne Frau.
01:11:07Du bist eine wunderschöne, warte doch mal.
01:11:10Theo.
01:11:10Du bist eine wunderschöne Frau.
01:11:13Weißt du, wie lange ich schon keine Frau mehr gehabt habe?
01:11:19100 Jahre.
01:11:20Ich gebe dir, ich gebe dir, ich gebe dir mein Ehren, mein Ehrenwort.
01:11:25Und ich habe mir gedacht, das geht ja nicht mehr, weißt du.
01:11:29Als ich, wie ich dich gesehen habe, habe ich gedacht, die, weißt du.
01:11:34Du bist eine wunderschöne Frau, wie, wie die Natur, wie der Wald und Schmieröl.
01:11:42Ja, Theo, und du bist besoffen, wa?
01:11:44Ja, Theo ist immer besoffen.
01:11:49Ja, das ist eine schöne Frau.
01:11:51Also Theo.
01:11:52Du lass uns doch mal, bitte lass uns doch mal.
01:11:54Du kannst doch mit mir auch mal, mach doch mit mir auch mal ein bisschen.
01:11:57Mach doch mit mir auch mal.
01:11:59Du kannst doch mit mir auch mal ein bisschen machen.
01:12:01Du, ich schreie.
01:12:02Ach, du schreist doch auch.
01:12:03Du schreist doch auch.
01:12:05Du schreist doch auch.
01:12:05Du schreist doch auch.
01:12:31Guten Morgen, Tio!
01:12:36Mann, sagte ich zu der Frau, am besten tun mir die Kopfschmerzen schön weh.
01:12:46Morgen, Tio, mein Freund. Wo ist denn Hilde?
01:12:52Theo, sind dir die Promille auf die Ohren geschlagen, wo Hilde ist?
01:12:57Weg, weg.
01:12:58Ja, weg, weg, weg. Wo, nach Hause?
01:13:02Hattest du was gesagt?
01:13:03Ja, ich hab mich hier umgebracht.
01:13:10Tio, du bist ja immer noch besoffen.
01:13:12Ich hab mich hier umgebracht.
01:13:16Ich wollte es nicht, Eugen.
01:13:17Theo!
01:13:18Ich wollte es nicht, Eugen.
01:13:20Theo, bist du er?
01:13:23Bist du er?
01:13:24Wo ist sie?
01:13:27Da drüben.
01:14:13Tio!
01:14:14Tio!
01:14:15Tio!
01:14:18Tio, wo gehst du hin?
01:14:19Zur Polizei!
01:14:22Tio, du gehst nicht zur Polizei.
01:14:24Doch!
01:14:24Ich muss alles sagen!
01:14:26Kein Mensch weiß, dass sie bei uns war.
01:14:28Sie wollte zu ihrer Freundin tanzen gehen.
01:14:30Verstehst du?
01:14:31Das ist ein langer, einsamer Weg und da kann viel passieren.
01:14:34Und der Fluss trägt vieles weg.
01:14:36Ich muss zur Polizei!
01:14:38Tio, komm!
01:14:39Lass uns noch mal miteinander reden.
01:14:41In aller Ruhe.
01:14:43Sieh mal, Tio.
01:14:44Ich...
01:14:44Ich hab zwei Kinder und eine Frau.
01:14:46Eine Frau, die ich liebe.
01:14:48Ja, Tio, ich liebe meine Frau.
01:14:50Und ich hab eine Position und eine Stellung.
01:14:53Und in 20 Jahren hab ich mir was angeschafft.
01:14:55Ein Auto, ein Haus, meine Stellung.
01:14:58Und du, Tio, du...
01:14:59Du hast auch eine liebe Frau und eine Werkstatt.
01:15:01Und du wirst gebraucht und ich auch.
01:15:02Wir werden beide gebraucht.
01:15:04Du kannst doch nicht meine Kinder ins Unglück stürzen, Tio.
01:15:08Tio, das kannst du doch nicht wollen.
01:15:12Ja, und...
01:15:12Und überhaupt.
01:15:14Ich meine...
01:15:16Tio, was...
01:15:17Was hab ich denn mit der Sache zu tun?
01:15:18War eigentlich gar nichts.
01:15:20Und ich soll dafür zahlen?
01:15:22Na ja, ich hab mit dir geschlafen.
01:15:24Na gut.
01:15:25Das tut mir auch alles furchtbar leid.
01:15:28Aber ich hab ihr doch nichts getan.
01:15:33Du...
01:15:34Du hast sie doch umgebracht.
01:15:36Du kannst mich da gar nicht reinreißen.
01:15:39Du bist verpflichtet zu schweigen.
01:15:41Tio, ich bitte dich.
01:15:42Bitte, Tio, geh nicht zur Polizei.
01:15:44Wenn du es nicht für mich tust,
01:15:46dann tue es für meine Frau und meine Kinder.
01:15:48Bitte, Tio, hin.
01:15:49Ich will nach Hause.
01:15:50Ich will nach Hause.
01:15:52Und du gehst nicht zur Polizei?
01:15:57Versprichst du mir das, Tio?
01:16:00Tio, das werd ich dir nie vergessen.
01:16:03Aber wo gehst denn denn hin?
01:16:05Zum Zug.
01:16:06Nee, nee, Tio.
01:16:07Ich fahr dich doch nach Hause.
01:16:08Zum Zug.
01:16:10Zum Zug.
01:16:10Gut, Tio.
01:16:14Ich kann mich auf dich verlassen.
01:16:18Lass mich doch zufrieden, Mensch.
01:16:27Und dann bin ich nach Hause.
01:16:30Nach Hause.
01:16:35Hab mich verkrochen.
01:16:38Und dann...
01:16:39Dann in der Nacht...
01:16:42Hab ich getrunken.
01:16:44Nicht zu viel.
01:16:46Leider.
01:16:49Sonst...
01:16:49Sonst säß ich ja nicht hier.
01:16:51Sonst...
01:16:54Sonst wär ich ja nicht...
01:16:55Auch nicht zu feige...
01:16:56Zu feige gewesen.
01:16:59Das...
01:17:00Das wär ich ja schon...
01:17:01Ihnen wird nichts geschenkt.
01:17:04Sie sind voll verantwortlich für Ihre Tat.
01:17:09Bitte.
01:17:10Bitte geben Sie mir einen Schnaps, ja?
01:17:12Bitte, bitte.
01:17:13Bitte, ich...
01:17:14Bitte, ich...
01:17:15Ich brauch einen Schnaps, bitte.
01:17:18Na, weißt du, ich bin zwar kein Arzt, aber der Mann ist fertig.
01:17:21Der muss schleunigst und beantworten.
01:17:23Komm, Frau Zock.
01:17:26Ob sie's schafft.
01:17:28Ich denk schon.
01:17:29Wie alt ist sie denn?
01:17:30Also Mitte 30.
01:17:32Arme Frau.
01:17:35Also los, sagen wir sie.
01:17:38Immer wieder eine feine Aufgabe.
01:17:47Ich bin...
01:17:47Ja?
01:17:47...gegib...
01:17:47...gegib...
01:18:05...gegib...
01:18:08Ich bin...
01:18:16...gegib...
01:18:16Die fehlt.
01:18:22Hallo!
01:18:24Warum kommen Sie denn nicht rein?
01:18:47Die fehlt.