- vor 23 Stunden
Kur ohne Schatten
Überraschend flattert für Vater Hans Neumann ein Kurscheck ins Haus – so beginnen die Einblicke in den Alltag der Familie Neumann, ihrer Nachbarn und Arbeitskollegen. Und nur widerwillig lässt sich Hans Neumann überreden, die Kur auch anzutreten, denn er hält sich für topfit und im Betrieb unentbehrlich; außerdem hätte seine Frau Marianne Erholung viel nötiger. So klingt dann auch die erste Post aus dem Sanatorium beunruhigend. Kollege Kallweit und Sohn Jan Neumann machen sich am Wochenende auf den Weg, um zu verhindern, dass Hans seine Kur womöglich abbricht. Sie treffen auf einen bekehrten Kurpatienten, der inzwischen mit missionarischem Eifer die Segnungen der aktiven Erholung praktiziert. (Text: MDR)
Blaue Wiener und Angelschnur
In der nächsten Episode macht ein Nachbarschaftsstreit zwei Kollegen von Hans Neumann zu unversöhnlichen Feinden. Erst hat jemand Bennos wertvolle Zuchtkaninchen freigelassen, dann findet Axel sein Gewächshaus über und über farbverschmiert vor. Glücklicherweise ahnt Marianne Neumann, was hinter den Streichen steckt und kann verhindern, dass die beiden Kampfhähne vor Gericht ziehen. (Text: MDR)
Überraschend flattert für Vater Hans Neumann ein Kurscheck ins Haus – so beginnen die Einblicke in den Alltag der Familie Neumann, ihrer Nachbarn und Arbeitskollegen. Und nur widerwillig lässt sich Hans Neumann überreden, die Kur auch anzutreten, denn er hält sich für topfit und im Betrieb unentbehrlich; außerdem hätte seine Frau Marianne Erholung viel nötiger. So klingt dann auch die erste Post aus dem Sanatorium beunruhigend. Kollege Kallweit und Sohn Jan Neumann machen sich am Wochenende auf den Weg, um zu verhindern, dass Hans seine Kur womöglich abbricht. Sie treffen auf einen bekehrten Kurpatienten, der inzwischen mit missionarischem Eifer die Segnungen der aktiven Erholung praktiziert. (Text: MDR)
Blaue Wiener und Angelschnur
In der nächsten Episode macht ein Nachbarschaftsstreit zwei Kollegen von Hans Neumann zu unversöhnlichen Feinden. Erst hat jemand Bennos wertvolle Zuchtkaninchen freigelassen, dann findet Axel sein Gewächshaus über und über farbverschmiert vor. Glücklicherweise ahnt Marianne Neumann, was hinter den Streichen steckt und kann verhindern, dass die beiden Kampfhähne vor Gericht ziehen. (Text: MDR)
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00:00Brötchen sind schon aufgebacken.
00:02Neues Stück Butter liegt unten im Kühlschrank.
00:04Was war noch?
00:06Becken hab ich gemacht.
00:07Gut.
00:09Der Zettel.
00:10Wo ist denn bloß der Zettel?
00:12Was denn für ein Zettel?
00:14Da hab ich mir Notizen drauf gemacht.
00:16Für die Schule und zum Einkaufen.
00:18Da ist er, ja.
00:19Wiedersehen.
00:20Halt!
00:21Die Zettel für die Reinigung.
00:26Hier hab ich die hingelegt.
00:29Blaue Dinger, zwei Stück.
00:31Auf den Schreibtisch.
00:34Wo sind die bloß?
00:36Für deine Hosen.
00:38Ja, was denn? Ich weiß nicht.
00:39Ja, was wisst ihr schon mal?
00:40Ach, ist ja Quatsch.
00:42Hab ich ja ein Portemonnaie.
00:44Gut, das war's, entschuldige Hans.
00:46Tschüss.
00:50Wiedersehen.
00:52Wiedersehen.
00:56Wiedersehen.
01:02Die Autoschlüssel.
01:03Wo sind denn die Autoschlüssel?
01:04Na, hier in meinem...
01:05Da gehören sie auch hin.
01:13Deine Mutter ist in letzter Zeit ziemlich nervös.
01:15Die müsste mal zur Kur.
01:16Aber es ist nur so, sie will ja nicht.
01:21Sie will nicht?
01:22Nein.
01:24Sie denken, sie wäre hier unabkömmlich.
01:26Ach so.
01:27Dann müssen wir sie eben davon überzeugen,
01:29dass wir den Laden auch alleine schmeißen können.
01:31Richtig, mein Junge.
01:32Wir müssen hier einfach mehr unter die Arme greifen.
01:46Hans!
01:51Er hat ja 15 Minuten zu früh geklingelt.
01:54Wer hat denn den verstellt?
01:55Wieso steht denn der bei dir?
01:57Marianne, das soll eine Überraschung für dich sein.
02:00Feine Überraschung.
02:02Samstag früh.
02:03Ich muss in die Schule, du kannst liegen bleiben.
02:05Eben nicht.
02:06Wieso?
02:07Na, weil ich beschlossen habe,
02:08Kaffee zu kochen, den Tisch zu decken.
02:10Deshalb die 15 Minuten.
02:11Es ist weder der 8. März, noch habe ich Geburtstag.
02:14Kann ein Mann nicht auch ohne besonderen Anlass
02:17nett, hilfreich und lieb zu seiner Frau sein?
02:19Bloß, wenn er das ist, hat er am meisten Grund.
02:21Hast du einen Grund?
02:22Nein, also,
02:23leg dich hin, Marianne, und schlaf noch ein Viertelstündchen.
02:38Okay.
02:39Geil.
02:40Aber.
03:05Maschinen
03:10Marjane?
03:12Marjane?
03:14Marjane?
03:15Wo ist denn der Kaffee?
03:18Im linken Hängeschrank rechts unten.
03:21Ach ja.
03:22Ja, aber im rechten Hängeschrank links.
03:25Sofort.
03:51Marjane?
03:53Marjane?
03:54Und die Filtertüten, wo sind die?
03:58Auch dort.
04:23Marjane?
04:24Marjane?
04:25Marjane, soll ich mal Seltas Wasser zum Aufbrühen nehmen?
04:29Von mir aus.
04:31Von mir aus.
04:33Es ist richtig schön, dich so gemütlich im Bett liegen.
04:37zu sehen.
04:57Entschuldige, Marjane, wo ist...
05:01Marjane?
05:07Aber du solltest dich doch mal so richtig ausruhen.
05:10Warum stehst du denn schon auf?
05:12Ach, äh...
05:13Sag mal, möchtest du Horst zum Frühstück?
05:16Oder...
05:17Na ja, du bist ja schon angezogen.
05:21Möchte man dir mal eine...
05:23Freude machen?
05:24Ich bin dir auch sehr dankbar, Hans.
05:26Aber ich muss pünktlich sein.
05:30Ja, aber du kommst ja gar nicht mehr zum Frühstück.
05:33Nein. Schönen Vormittag.
05:35Wiedersehen.
05:40Was ist denn los?
05:41Also da hilft alles nichts.
05:42Die Frau muss zur Kur.
05:49Hier.
05:51Ah, guten Morgen, Hans.
05:53Guten Morgen.
05:55Bitte?
05:56Was ist das? Sieh nach.
06:03Ein Kurscheck?
06:06Für wen?
06:07Für dich.
06:07Die Kurenkommission hat den Antrag bewilligt.
06:10Ich brauche keine Kur.
06:12Also, das entscheidet doch wohl der Arzt.
06:14Du warst so untersuchen, der Arzt hat den Antrag gestellt, die Kommission hat bewilligt.
06:18Und du komm nicht so.
06:19Ich war vor einem Vierteljahr beim Arzt.
06:21Damals vielleicht, aber heute nicht.
06:23Das ist doch spitzfindig und undankbar.
06:26Warum brauchst du jetzt keine Kur?
06:28Weil meine Frau dringend eine Kur braucht.
06:30Dann soll deine Frau zum Arzt gehen.
06:31Der wird sie untersuchen und gegebenenfalls eine Kur beantragen.
06:34Das ist der Gang der Dinge und der ist gerecht.
06:36Ich fühle mich zur Zeit pudelwohl.
06:39Sehe ich etwa so klapprig aus?
06:41Bin ich nervös?
06:42Baue ich Mist?
06:44Also ich muss sagen, du reagierst wirklich äußerst seltsam.
06:46Vielleicht brauchst du eine Kur nötiger, als der Arzt dachte.
06:49Du werd mir nicht eil.
06:50Ich kann hier nicht weg.
06:52Du kannst.
06:54Dafür werden wir alle sorgen.
06:56Kannst.
06:57Jeder ist abkömmlich.
06:58Das solltest du doch wissen.
07:00Ich muss hier bleiben.
07:01Ich habe meine Grunde.
07:02Und die wären?
07:03Deinetwegen, Marianne.
07:05Deinetwegen kann ich hier im Augenblick nicht weg.
07:06Wieso das?
07:07Du bist nervös.
07:08Du bist überarbeitet.
07:09Du bist überanstrengt.
07:10Du bist...
07:12Jedenfalls muss ich dir hier helfen.
07:17Wir brauchen keine Kur für mich.
07:18Wir brauchen eine Kur für dich.
07:20Du hast sie viel nötiger.
07:22Du willst doch im Betrieb nicht allen Ernstes erzählen,
07:24du kannst die Kur nicht antreten,
07:26weil du mir im Haushalt helfen musst.
07:28Oder beim Einkaufen.
07:29Marianne.
07:30Du bist für mich der wichtigste Grund,
07:31den es überhaupt gibt,
07:32um nicht nach Erlishausen zu fahren.
07:34Das ist sehr lieb von dir, Hans.
07:36Aber du fährst.
07:37Da gibt's gar keine Diskussion.
07:39Und ich freue mich für dich.
08:09ich freue mich für dich.
08:47Untertitelung. BR 2018
09:18Untertitelung. BR 2018
09:29Untertitelung. BR 2018
09:57Was schreibt er denn?
09:59Hallo, du alte Nuss.
10:01Was?
10:03Hallo, du alte Nuss, wortwörtlich.
10:06Mann, die Kur scheint aber ihm schon mächtig anzuschlagen.
10:09Ja, oder Vati ist von der Kur angeschlagen.
10:11Lies doch mal weiter.
10:12Was ich vorher geahnt habe, ist voll eingetroffen.
10:15Das ist der allerletzte Husten hier.
10:18Ich fühle mich abscheulich, kann nachts nicht schlafen und verplempere meine Zeit mit sinnlosen Spaziergängen.
10:25In Gedanken bin ich bei euch, ihr Pfeifen, und hoffe sehr, dass ihr mit der neuen Technologie klarkommt.
10:31Pfeifen?
10:32So hätte ich mal schreiben sollen, hätte ich gleich eins auf die Nuss gekriegt.
10:36Das war's. Schöne Grüße an die Brigade, dein Hans.
10:43Ein Brief. Ein Brief von Hans.
10:59Mein Schmuckstück.
11:03Vor vier Tagen habe ich dich verlassen.
11:06Doch es kommt mir wie eine Ewigkeit vor.
11:11Irreshausen ist ganz in Ordnung.
11:13Ich habe mich schon gut eingelebt.
11:16Nur du fehlst mir wirklich sehr.
11:20Und das Küsschen, das ich dir bei der Abfahrt nicht gegeben habe?
11:27Liebe Marianne.
11:34VWB, Schwermaschinenbau, Brigade Neumann.
11:54Wissen Sie, das Vertauschen der Briefe wundert mich gar nicht.
11:57Aber der völlige Widerspruch im Inhalt der Briefe, der macht mich stutzig.
12:01Na ja, Frau Neumann, man schreibt ja an seine Frau anders als an seine Kollegen, nicht wahr?
12:06Na ja, aber bei der Wahrheit sollte man doch in jedem Fall bleiben, oder?
12:11Und die Wahrheit ist, dass es meinem Mann mies geht.
12:15Dass es ihm in Irreshausen überhaupt nicht gefällt.
12:18Er will mich nur nicht beunruhigen.
12:20Ob das nicht alles bloß so eine Art Anfängerkrankheit ist?
12:24Wie meinst du denn das?
12:25Na ja, die ersten drei, vier Tage.
12:27Ich kenne das doch vom Ferienlager.
12:29Da befindet sich Vati sicherlich noch in einer Art Kurpubertät.
12:33Ich meine die Umstellung und so.
12:36So denke ich mir das jedenfalls.
12:39Das Beste ist, du fährst gleich mal hin, ihn aufrichten.
12:44Vati kriegt es fertig und bricht die Kuh ab.
13:00Das Beste ist, du fährst gleich mal hin.
13:38Das Beste ist, du fährst gleich mal hin.
13:47Herr Küssel, Sie hier nicht zur Massage und dann mit Koffer?
13:55Tja, wissen Sie, Herr Neumann, ich...
13:58Aber Sie können doch nicht einfach die Kur abbrechen und nach Hause fahren.
14:03Kann ich nicht?
14:05Haben Sie eine Ahnung, Herr Neumann, was ich alles kann?
14:08Glaub ich, dass ich das kann?
14:11Aber noch länger hier in Erlishausen herumsitzen, das kann ich nicht.
14:14Mir fällt es ja warum schwer.
14:16Ja, Ihnen fällt es schwer, die Kur.
14:18Na gut, aber ich werde nervös.
14:21Völlig nervös werde ich.
14:24Gymnastik, Mittagsruhe, Nichtstun, Massage, Spazieren gehen, nach Plan.
14:31Mit vorgegebenen Zeiten.
14:32Haben Sie noch nicht bemerkt, Herr Neumann, dass ich von Tag zu Tag mehr durchdrehe?
14:36Mir bekommt das hier nicht.
14:37Was ich brauche, ist eine sinnvolle Beschäftigung.
14:40Na, na, die werden mich noch vermissen zu Hause.
14:42Immerhin werde ich direkt auf den Einkauf.
14:44Na ja, während Sie hier sind, da kauft eben mein Anrag für Sie.
14:48Ja, sicher, sicher, aber was, wo, wie, wann kauft er?
14:51Aber was, wo, wie, wo, wann kauft er?
14:52Aber das höre ich jetzt schon zum zichten Male.
14:54Und Sie?
14:55Sie erzählen mir dauernd von Ihrer Schwermaschinenbaubude.
15:09Herr Küssel, darf ich Sie zum Café einladen?
15:28Herr Küssel, wollen Sie sich die Sache nicht doch nochmal überlegen mit der Kur?
15:34Bleiben Sie doch hier.
15:40Oder störe ich Sie vielleicht als Zimmermitbewohner?
15:44Hm?
15:45Na nein, durchaus nicht, Dirk.
15:47Bei Neumann kann es ihn gar nicht.
15:49Ich sagte ja schon, ich halte das hier nicht aus.
15:56Herr Ober, zahlen!
15:57Nein, nein, Herr Küssel, ich hatte Sie zum Café eingedacht.
16:00Aber ich lasse mich da nicht bestechen, Herr Neumann.
16:02Es ist meine Sache, ich zahle.
16:13Vielleicht haben Sie die in Ihrem Zimmer liegen lassen.
16:17Im Zimmer? Wieso?
16:19Na ja, auf Ihren Nachtschränkchen habe ich so etwas gesehen, nicht zufälligerweise.
16:24Braun, nicht?
16:24Braun, ja.
16:25Ja.
16:26Ich konnte ja nicht ahnen, dass Sie nach Hause fahren wollen.
16:32Sie, acht, neun, zehn.
16:36Aus.
16:37Küssel, du wirst vergesslich.
16:40Das hört mir doch durch der letzte Zug weg für heute.
16:43Ich bin ja nicht abergläubisch, aber ist das nicht ein Wink des Schicksals?
16:50Sollen wir nicht doch versuchen, uns gemeinsam durch die Kur zu beißen?
16:53Das macht ja auch einen schlechten Eindruck, nicht wahr?
16:58Wenn Sie so einfach abhauen hier oder im Betrieb oder sonst so.
17:05Teuer wird es auch.
17:07Sehr teuer sogar.
17:08Denn in diesem Falle, da müssten Sie die gesamten Kosten tragen.
17:14Übrigens mit Recht.
17:18Also, so gut der Neumann versuchen wir es gemeinsam.
17:22Also, ich heiße Hans.
17:25Ich heiße Hugo.
17:50Hallo Jan.
17:52Tag, Mutti.
17:53Tag.
17:53Sag mal, hast du das Telegramm an Vati abgeschickt?
17:57Na, Logo.
17:58Ja, ja.
17:59Tu mal nicht so unschuldig.
18:02Aber diesmal wäre es wirklich besser gewesen, du hättest es vergessen.
18:06Ich kann nämlich nun doch nicht fahren.
18:08Wieso denn nicht?
18:09Ab einer Konferenz.
18:11Na, wenn das so ist, schick mal ein Telegramm hinterher.
18:13Kann doch nicht kommen, Mutti.
18:15Und schon macht sich Vati Gedanken, was hier los ist.
18:20Na, ruf ihn doch an.
18:23Ja.
18:30Sag mal.
18:32Ich habe eine bessere Idee.
18:34Wie wäre es denn, wenn du fährst?
18:38Ich?
18:39Ja.
18:40Vati freut sich auch, wenn du kommst.
19:07Hans.
19:10Wach endlich auf.
19:12Wir wollten doch raus.
19:15Schon drei.
19:16Schon drei.
19:17Ja.
19:19Furchtbar, dass wir schon wieder aufstehen mussten.
19:22Mann, du schläfst aber auch wie ein Murmeltier.
19:26Du sagst es.
19:28Und seit wann schlafe ich?
19:30Seit ich lesen.
19:33Ist das nicht zu Mäusen merken?
19:36Erinnerst du dich?
19:38Wie wir noch vor ein paar Tagen auf die Mittagsruhe geflucht haben?
19:43Von wegen am hellerlichen Tage sinnlose Better rumliegen und doch nicht zur Ruhe kommen?
19:49Also, der Mensch ist eben ein Produkt seiner Kuh.
19:54Wenn es so weitergeht, machen wir noch eine Kuh aus der Kuh.
19:59Und du wolltest abreißen.
20:04Mal ehrlich, Hans, bin ich noch so nervös wie am Anfang?
20:08Kein Vergleich.
20:11Manchmal fehlt sie mir schon richtig, meine Nervosität.
20:14Hugo, verzichte drauf.
20:16Gefällt es mir so viel besser.
20:22Jetzt kannst du es ja sagen.
20:25Du hattest das doch genau mitgekriegt.
20:27Das mit der Brieftasche.
20:29Hab ich.
20:30Darum bin ich dir auch am Bahnhof so ganz zufällig über den Weg gelaufen.
20:35Und warum hast du sie mir dann nicht mitgebracht?
20:38Weil ich verhindern wollte, dass du abreißt.
20:51Herr Neumann, ein Kilogramm für Sie.
21:07Meine Frau kommt am Wochenende.
21:09Wie schön.
21:27Herr Kallwald, das ist ja eine Überraschung.
21:30Jan, wohin, nach Örleshausen?
21:32Wohin sonst.
21:33Sie auch?
21:34Wohin sonst?
21:35Da wird Fatih aber staunen.
21:37Gibt es nur so einen Anlass, was kaputt im Betrieb?
21:39Nee, nee.
21:40Wir kommen schon klar.
21:41Nur die Jungs meinten, ich sei ein Stellvertreter.
21:43Ich soll die mal ein bisschen aufrichten.
21:45Ein bisschen Mut machen.
21:47Und nach der Post.
21:48Den Auftrag habe ich auch.
21:49Familie in Auftrag.
21:50Fatih trösten, auf das er die Kur gut über die Runden bringt.
21:53Vor allem behutsam mit ihm reden.
21:56Wenn jemand so richtig niedergeschlagen ist, so verknatzt, alles nachsehen.
22:01Ruhig machen lassen, reden lassen, immer nachgeben.
22:06Rücksicht.
22:07Kapiert.
22:08Nachgeben, reden lassen, Rücksicht.
22:10Genau.
22:11Auf keinen Fall widersprechen.
22:13Verständnis zeigen.
22:14Selbst für den allergrößten Quark.
22:48Was habe ich gesagt?
22:49Jetzt suchen Sie eine Spätung.
22:50Wir kommen zu spät und dann fahr das auf der Palme.
22:53Und Pünktlichkeit kann er nicht verknusen.
22:55Der wartet nicht.
22:56Der denkt doch, dass Mutti kommt.
22:58Der wird doch nicht gleich weglaufen wegen ein paar Minuten Verspätung.
23:00Ich sehe ihn nicht.
23:01Los, komm, machen wir uns auf den Weg.
23:23Das ist ja erschreckend.
23:25Der ist ja völlig fertig.
23:27Denkt dran, was wir uns vorgenommen haben.
23:29Den müssen wir aufrichten.
23:33Na los, komm.
23:37Hallo Leute.
23:39Jan, Karlweid.
23:41Entschuldigt, dass ich euch so lange habe warten lassen, aber mir fehlt ein bisschen die Luft.
23:47Tag, Barti.
23:48Ja.
23:50Ja.
23:50Herr Hans, schön, dass ihr mich mal besucht.
23:56Aber eigentlich wollte doch Mutti kommen.
23:58Sie kann leider nicht, Barti.
24:00Sie lässt sich vielmals entschuldigen.
24:01Da ist eine Konferenz.
24:04Wenn sie nicht kann, dann kann sie nicht.
24:06Hat ja eine ganze Menge am Bein.
24:09Und wie geht es euch so?
24:10Gut, gut, Hans.
24:11Alles bestens, Barti.
24:12Ja, das freut dann ja dann auch.
24:13Wie geht es dir, Hans?
24:16Ausgezeichnet, fühle mich schon fast, schon fast runterneuert.
24:19Ist ja erfreulich.
24:21Ja, was machen wir jetzt?
24:22Hat sich noch eine ganze Menge zu tun.
24:24Ich musste ins Kurhaus.
24:25Da ist hier mich jetzt sportfest zusammen mit der Gymnastikgruppe.
24:30Am besten ihr kommt mit.
24:31Dann könnt ihr gleich sehen, wie das so läuft.
24:33Wenn du meinst, Barti.
24:34Ja, apropos.
24:36Läuft und laufen.
24:37Wie weit ist es zum Kurhaus?
24:39Fährt denn kein Bus?
24:40Was brauchen wir im Bus?
24:40Die vier Kilometer.
24:41Wir laufen.
24:42Wenn du meinst, Hans, laufen wir.
24:44Wenn wir schnell laufen, sind wir auch beide da.
24:46Laufen ist auch viel gesünder.
24:48So, ich bin jetzt wieder voll da.
24:50Also, auf geht's.
24:52Aber, Hans, nicht widersprechen.
25:19Ich komm so langsam heute.
25:22Willst du meinen Gästen unser Tempo zugrufen?
25:25Ich komm so langsam.
25:26Ich bin so langsam.
26:03Das ist aber gut, ja.
26:04Ja, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na.
26:11Hast du doch, wie heißt solche Überraschungen?
26:13Den Petto Hans?
26:15Und ob, heute Nachmittag ist mehr Kampf, da dürft ihr mitmachen.
26:48Untertitelung des ZDF für funk, 2017
26:55Nachmittag ist das, wie heißt solche Überraschungen,
26:56mitmachen und mitmachen, die dann halt so viel zu gingen.
27:07Nachmittag ist zerstört, wie heißt solche Überraschungen vorhanden?
27:22Nachmittag ist das, das ist das, wie heißt diese Überraschungen.
27:28Sieben, acht, neun, aus!
27:52Na, welchen Eindruck macht denn Vati?
27:54Hat er sich gefreut?
27:56Was hat er denn gesagt?
27:57Ist er wirklich so schrecklich fertig?
28:01Junge, mach doch mal den Mund auf.
28:04So anstrengend kann doch die Reise nicht gewesen sein.
28:07Hast du ne Ahnung?
28:09Wir sind ja nicht ne einzige Stunde zur Ruhe gekommen.
28:11Wieso denn das?
28:13Na, weil uns Vati pausenlos durch die Bodanik gejagt hat.
28:16Sportfest.
28:17Ach.
28:18Also wenn du mich fragst,
28:19für einen gesunden Menschen ist solch Artkuh überhaupt nicht zu verkraften.
28:23Jetzt hab ich mir doch gedacht, dass er restlos überanstrengend ist.
28:27Da hast du mich falsch verstanden, Mutti.
28:29Im Gegenteil.
28:30Vati ist der allergrößte Kuh-Teilnehmer, den es je gab.
28:34Ruhig, fit, energisch.
28:37Aha.
28:38Naja.
28:39Solche Kuh soll ja manchmal wahre Wunder wirken.
28:43Meinst du, der hat sich für einen Betrieb interessiert?
28:46Oder für...
28:48Oder für mich, wolltest du sagen?
28:52Naja, du weißt doch, was Vati macht, das macht er gründlich.
29:02Hugo, wo ist bloß die Zeit geblieben?
29:06Die letzten 14 Tage vergingen mir zehnmal schneller als die ersten fünf.
29:10Bei mir zu Hause, in meinem Betrieb, fallen die glatt um, wenn die mich so ruhig und gelassen sehen.
29:17Die denken doch, ich bin krank.
29:18Dann schick mich Post-Wend zur nächsten Kur.
29:22Also wenn du mich fragst, eigentlich hatte ich die Kur gar nicht nötig.
29:26Und meine Frau, die hätte fahren müssen.
29:28Die ist vielleicht nervös.
29:35Die ist vielleicht nicht nötig.
30:11Die ist vielleicht nicht nötig.
30:29Was ist denn hier?
30:30Oder was?
30:33Da ist es doch.
30:41Da ist ja nicht nötig.
30:43Da ist es größer.
30:44Da ist es...
30:55Da ist es größer.
31:03Da ist etwas besser.
31:15Das war's für heute.
31:50Guten Morgen, Benno. Schön, dass du auch noch kommst.
31:54Freut uns außerordentlich.
31:56Wir hatten dich schon abgeschrieben.
31:58Entschuldigt.
32:00Hans, es tut mir leid. Ich muss da meine Kaninkel einfangen.
32:05Sämtliche Hasen raus.
32:0836 blaue Wiener.
32:09Die Böcke rammelten unkontrolliert im Garten rum.
32:12Schön und gut, mein Lieber.
32:13Nicht schön und gut. Das ist Inzucht, Hans.
32:16Da dreht sich dem Zwieser das Herz in Leiterung.
32:21Aber das sag ich euch.
32:23So war ich Benno Buchholz heiße.
32:25Diesen Streich zahle ich dem Axel Segebrecht heim.
32:28Der soll noch an sich denken.
32:29Der dich will ich schon wieder, Axel Segebrecht.
32:31Das ist ja krankhaft.
32:33Wenn er zu spät kommt, schiebt er es auf Axel Segebrecht.
32:36Wen denn sonst?
32:37Axel ist der Nachbarmann.
32:40Eben, eben.
32:40Komm, wer anders könnte mir denn nachts die Karnickelstelle öffnen?
32:44Vielleicht hast du mir das in Zurück zu machen.
32:46Die Karnickelstelle.
32:47Na, ich kann mir denken, wenn du deine kleinen Hasen abends abküsst.
32:50Oder nacht, mein Häschen.
32:51Oder nacht, mein Häschen.
32:53Ja, ja.
32:55Macht nur eure Witze.
32:56Wer macht denn hier Witze?
32:58Jetzt kommst du zu spät.
32:59Zwei Stunden.
33:00Und dann erzählst du uns was von deinem Karnickel.
33:05Hör mal zu, Heli.
33:07Soll das heiß nicht lügen?
33:10Also, du bleib mal ruhig.
33:11Ich lass mich nicht beleidigen.
33:14Was kann ich denn dafür, wenn mein sauberer Nachbar Axel Knüppelsverschneebeine wirft?
33:18Nicht Knüppels, sondern Kaninchen.
33:20Also, Kollegen, ich finde das alles gar nicht so spart.
33:23Versetzt euch mal den Lennuslauch.
33:25Ihr habt eine Kaninchenzucht, eine wertvolle.
33:30Trittet aus dem Haus frühmorgens, ohne Ahnung.
33:34Und auf einmal im Garten.
33:35Blaue, blaue, mega.
33:37Blaue, blaue, blaue, blaue.
33:39Ja, durch kann man da gar nicht reden.
33:41Na, du, Junge.
33:43Ein bisschen Spaß.
33:44Muss doch sein.
33:44Also, Tierfreunde seiner Kinder.
33:46Was?
33:47Wir haben Wellensittich zu Hause.
33:48Und er spricht.
33:49Bubi Hellenhaus.
33:51Was?
33:51Du hast gar nichts.
33:52Ja, das ist.
33:53Ha, ha, ha, ha, ha.
33:54Zwischen mir weder Karnickel noch Wellensittiche.
33:57Fast von dir Pünktlichkeit.
33:59So wie von allen anderen auch.
34:00Machst ja keiner Ausnahme.
34:07Das ist höchste noch Tauben.
34:08Die kommt von alleine zurück.
34:15Also, Kinder, das war saukomisch.
34:17Eigentlich kann man es ja auch nicht erzählen, so komisch war das.
34:20Aber schaut nicht zu Benno rüber, der wird so ein sauer, wenn man über ihn lacht.
34:25Also, das war so.
34:27Nach einer guten Nachtkarte und einem leichten Wohlstück bin ich zu meinem Elfer-Bus und den hätte ich beinahe verpasst.
34:34Warum?
34:36Weil nebenan in Benno's Garten so eine merkwürdige Gestalt im gestreiften Schlafanzug so eine Art indianischen Feuertranz durchführt ist.
34:46Ungefähr so.
34:48Huah, große Sprünge.
34:51Huah, weise Sprünge.
34:54Mal geduckt, mal auf ein Viel, mit wehendem Haar flatternder Jacke.
34:59Und alles im gestreiften Schlafanzug.
35:02Hahaha.
35:06Kinder, mein Ehren, ich dachte zuerst, da wäre ein Entsprung da unterwegs und hätte mein Benno am Marta fahren.
35:15Aber wie ich genau schaue, genau hinsehe, sehe ich, dass das Benno selber war.
35:20Damit kein Nickel-Jong geht.
35:23Ungefähr so.
35:28Eins unter dem Arm und zwei in der Luft.
35:33Hahaha.
35:40Hahaha.
35:41Ach, Kinder, also irgendwie tat der mir wirklich leid.
35:44Ehrlich, ich dachte, knatschen, nimmt er dir übel. Benno nimmt ja alles wieder mal übel.
35:56Ich gehe hin und knalle ihm die rote Glanze ins Gesicht.
36:00Bleib schön sitzen, Benno. Ruhig, ganz schön.
36:04Die ganze Zeit lachen die über mich.
36:08Wer dich.
36:09Sehr vernünftig, Benno.
36:10Wir haben nicht an seinem Tisch gesessen und nichts Genaues wissen wir nicht.
36:15Mal ehrlich, Axel, das Ding hast du doch eingerührt.
36:18Wie?
36:18Ach, na hör mal.
36:20Na, irgendeiner muss die Kanickel doch rausgelassen haben.
36:23Na, na ja, denkbar mehr.
36:27Ich?
36:28Ich bin doch kein Unhold.
36:29Ich würde mich doch niemals an Benno's Häsium vergreifen.
36:33Hahaha.
36:37Rote Grütze ins Gesicht.
36:40Du, das ist nicht fein.
36:41Na, wenn schon.
36:43Dann musst du dich auch anständigerweise revanchieren.
36:45Ich denke da an ein kleines Krokodil in Axelsamerikan.
36:50Wie wär's denn vielleicht mit einem kleinen Brillenkeimer?
36:52Stell dir vor, Axel steckt in den See und da guckt ja kein Mann mit der Brille aus dem Kahn
36:58und putzt sich die Gläser.
37:04Was ist denn?
37:07Zwei alte Kollegen und machen sie so zum Affen.
37:09Menschenskind hört auf oder euer Blödsinn?
37:11Also eher nun wieder, ja.
37:15Habe ich nicht, ich habe eine ganze Zeit.
37:24Mein lieber Hans, für mich sind das verspätete Dumme-Jungen-Streiche.
37:28Irgendwann haben die beiden die Nase davon voll und dann hören sie von ganz alleine wieder auf.
37:31Hörst du, mein lieber Chef.
37:32Hörst du.
37:34Die beiden tiseln sich doch immer höher und das geht schon lange so.
37:37Das eskaliert.
37:38Na ja, und was ist zu tun?
37:41Benno gehört zu meinem Meisterpreis und Axel Siegebrecht sogar.
37:44Sag mal, was verlangst du von mir?
37:45Soll ich meinen Axel zur Rede stellen?
37:46Du Bösewicht, du.
37:47Durch deine nächtliche Untat ist der Benno heute zwei Stunden zu spät zur Arbeit erschienen.
37:52Der stellt sich doch dumm und im Stöhnen da feigst er sich eins.
37:54Ich verstehe das nicht.
37:55Die beiden waren voll.
37:56Da bauen sich Eigenheime dicht nebeneinander im besten Einvernehmen.
38:00Und nun plötzlich dieser Kleinkrieg.
38:02Ach, Kleinkrieg.
38:03Ich sehe das als sportlichen Wettkampf.
38:05Einer will den anderen übertrumpfen.
38:06Immer neuere, immer lustigere Varianten.
38:09Es kommt auf die Einstellung an.
38:10Wer meint es gut und wer meint es böse.
38:12Mein lieber Hans Neumann, meine Meinung dazu.
38:14Die meint es beide nicht böse.
38:16Und im Grunde lieben die sie doch, Mensch.
38:20Das war zu viel.
38:25Nie und nimmer werde ich diese Menschen grüßen.
38:27Du auch nicht verstanden, Jens?
38:29Ja, Vorten.
38:32Die Segebrechts existieren für uns nicht mehr.
38:34Verstanden?
38:35Verstanden.
38:38Oh, 2400.
38:40Bleib auf.
38:41Meine blauen Bühner.
38:44Der Herr wird sein blaues Wunder erleben.
39:04Was ist denn das?
39:12Das kann doch nicht wahr sein.
39:21Dieser Einschweinbruch hat Achselsanne und Katzen.
39:52Das ist ja nicht wahr.
39:53Das lasse ich mir nicht mehr länger bieten.
39:54Für uns existieren die ab heute nicht mehr.
39:56Verstanden, Kassi?
39:58Ja, also es gibt ja vieler Spaß wie zu weit.
40:00Aber genauso der Spaß mit den Kaninchen.
40:02Das ist deswegen eine Feindschaft.
40:04Spreit doch aus, hm?
40:05Ja, vor dem Kabel.
40:06Es geht vors Gericht.
40:08Und ab heute werden die nicht mehr da drüben gegrüßt, ja?
40:10Verstanden, Kassi?
40:11Ja, ja, ich hab verstanden.
40:13Aber es steht auch für dich.
40:15Was denn?
40:16Die da drüben werden ab heute nicht mehr gegrüßt.
40:18Und du spielst auch nicht mehr mit Jens, ja?
40:20Eigentlich fand ich das Gewächshaus ganz lustig.
40:23Oh, Sitz, ist doch.
40:32Hört mal zu, ihr beiden.
40:34Wir haben eure Späße lange genug toleriert.
40:37Hey, wie lustig.
40:38Es gab ja immer was zu lachen.
40:40In beiden Meisterbereichen.
40:41Mal hier und mal dort.
40:42Ab heute hört der Spaß auf.
40:44Ja.
40:46Nehmt Platz.
40:57Benno, wenn du Axels Gewächshaus ruinierst,
41:01dann ist das ein Fall für den Staatsanwalt.
41:03Wie bitte?
41:04Was soll ich getan haben?
41:06Entschuldige, Hans.
41:07Dann war es wohl der heilige Geist, was?
41:09Krummer Hund.
41:10Axel, nicht diese Töne.
41:11Was heißt denn hier diese Töne?
41:13Der Benno hat dich auch nicht beleidigt.
41:14Er ist doch mit seiner Leiter über meinen Gartenzaun.
41:17Und bitte hier, ich habe die Gipsartöcke.
41:19Gips.
41:22Bitte?
41:23Falls du noch drei Gramm Hirn im Kopf hast.
41:25Falls.
41:26Ich stelle doch nicht meine Leiter in deinen Garten.
41:29Du hast Mauselöcher ausgegipst.
41:31Hier.
41:31Ihr habt so lange gefeiert gestern.
41:33Und nach allem, was zu mir rüberschalte,
41:36war es der Handstreich gegen meine blauen Wiener,
41:37den ihr gefeiert habt.
41:38Ach so, Axel, Schluss.
41:39Du seid ihr verrückt geworden.
41:42Das fehlte noch.
41:46Ich lasse mir doch nicht nachsagen,
41:48dass ich seine blauen Wiener,
41:50das ist doch eine Unverschämtheit.
41:54Entschuldige, Axel.
41:56Inzwischen ist mir klar geworden,
41:58dass du nicht im Geringsten daran gedreht hast,
42:00an meinen blauen Wienern.
42:03Ich war es.
42:05Ja, ich gebe zu,
42:07ich habe vergessen, die Riegel vorzulegen.
42:11Und wenn du wieder nüchtern bist,
42:13mein lieber Axel,
42:15dann wirst du dich, wie ich an meine Riegel,
42:18wirst du dich an dein Gewächshäuschen erinnern.
42:21Du wolltest natürlich nicht die Scheiben selbst bepinseln.
42:25Natürlich nicht.
42:27Im Grunde wolltest du, davon bin ich fest überzeugt,
42:30dein Haus anmalen.
42:33Und ich könnte dich auf Farbspritze untersuchen lassen.
42:36Aber lassen wir das.
42:37Du Schmierfink, du.
42:39Ja, sieht denn hier keiner durch.
42:41Er hat doch mit dem ganzen Mist angefangen.
42:44Wer hat sich denn damals den Terrier gekauft,
42:46der meine Radieschen umgewühlt hat
42:48und meine Hühner gefressen?
42:50Meine vergammelten Junkern damals?
42:53Das waren Redpool-farbige Italiener.
42:56Mein Terrier hat so ein Vieh von dir
42:58ein einziges Mal am Schwanz gehabt.
43:00Und gleich wieder losgelassen.
43:02Und wegen gefressen.
43:03Also Schluss jetzt!
43:06Familienväter!
43:08Erwachsene Männer!
43:10Jeder drei Kinder!
43:11Ihr solltet euch erschämen vor denen!
43:13Ist denn das so schwer?
43:14Könnt ihr euch nicht die Hand geben?
43:16Nein.
43:17Nein.
43:27Das sind die Eigenheime von Axel Segebrecht und Benno Buchholz.
43:32Schön.
43:38Und um mir das zu zeigen,
43:39schleppst du mich so weit durch die Botanik.
43:41Wir sind jetzt schon über eine Stunde unterwegs.
43:44Zurückfahren wir mit dem Bus.
43:45Wir sind ganz zufällig hier in diese Gegend.
43:47Ja, ja, ja, ganz zufällig.
43:52Na schön.
43:54Mich beschäftigen eben diese beiden Streithamme.
43:57Ich bin mit meiner Pädagogik am Ende.
44:01Meine, du musst mir ja helfen.
44:20Tag, Frau Neumann.
44:22Tag.
44:23Du kennst die beiden?
44:24Kai-Uwe Segebrecht und Jens Buchholz.
44:27Na ja, die beiden kenn ich.
44:29Ich bin mit meiner Pädagogik.
44:59Was hier los ist, habe ich gefragt.
45:02Ich habe euch was gefragt.
45:04Kriege ich endlich eine Antwort?
45:06Ich bin mit meiner Pädagogik.
45:08So, und weshalb schlagt ihr euch?
45:10Wir haben uns doch ganz geklopft.
45:12Aha, und weshalb wälzt ihr euch hier auf dem Boden rum?
45:16Wir haben nur etwas gesucht.
45:18So, was denn?
45:20Mein Schlüssel.
45:21Und?
45:22Habt ihr ihn gefunden?
45:23Natürlich, hier.
45:25Wie heißt ihr denn?
45:28Kai-Uwe Segebrecht.
45:29Jens Buchholz.
45:32Du bist doch aus der 6B.
45:34Ja.
45:36Und du?
45:38Das A.
45:41Kai, Uwe und Jens.
45:44Der Schaden ist behoben.
45:46Die Kanicke sind im Stall und die Farbe war Wasserfarbe.
45:49Na ja, dumme Jungenstreiche.
45:51Dumme Jungenstreiche?
45:52Warum nicht?
45:54Die Jungen waren es.
45:56Weiß man es?
45:57Aber warum?
46:00Verletzte Familienehre, das wäre ein Motiv.
46:03Die knöpfe ich mir mal vor.
46:05Du wirst da nichts erreichen.
46:07Wir verraten sie nichts.
46:09Aber die Knaben sind doch nicht allein darauf gekommen.
46:11Warum denn nicht?
46:12Streiche gibt es immer.
46:13Ja, schon.
46:14Aber hier atmen sie aus.
46:17Lass mich das mal machen.
46:32Das mit den Kanickeln war ein starkes Stück.
46:34Das machst du nicht noch einmal.
46:36Die Tiere sind wertvoll.
46:38Wenn dein Vater behauptet,
46:39dass meine Mutter öfters zum Friseur gehen soll,
46:42dann passiert das nochmal.
46:44Meine Mutter hat einen supermodernen Schnittmann lieber.
46:46Übrigens hat deine Mutter neulich behauptet,
46:48dass mein Vater nach Kanickelburg stieg.
46:51Du spinnst da.
46:53Du meinst Vater der bekannteste Kanickelzüchter im Verband.
46:56Was meinst du, was der für Preis und Auszeichnungen hat?
46:59Da kommt dein Vater mit seiner Unkrautzucht im Gewächshaus überhaupt nicht mit.
47:04Na warte.
47:09Was meinst du, was der für Preis und Auszeichnungen hat?
47:36Was meinst du, was der für Preis und Auszeichnungen?
47:49Musik
48:24Segebrecht! Ja, Buchholz!
48:26Komm her! Was will der denn?
48:31Bitte!
48:45Obwohl wir zurzeit verfeindet sind.
48:49Könntest du mal nach den Angelschnüren sehen?
48:54Ja, ich kann nicht zum See. Wir kriegen Besuch und müssen vorher noch einkaufen.
48:59Obwohl wir zurzeit verfeindet sind. Kann ich das?
49:04Ich bin ja nicht so ein Kindskopf wie du.
49:06Danke.
49:10Das ging ja noch mal friedlich ab.
49:12Ja.
49:15Übrigens, deine Frau.
49:17Sollte sich mal was anziehen. Hier ist kein FKK-Strand.
49:22Na, Ralf.
49:23Dir werd ich's zeigen.
49:27Spießer!
49:48Musik
49:57Tut mir leid.
49:59Krankgeschrieben.
50:00Verstaucht.
50:03darf ich ihnen vielleicht was anbieten nein nein danke nehmen sie doch bitte platz
50:10zwei meistern einem krankenbett schübke und neumann aber sonst geht's dir gut mir geht's
50:17gut aber den benno dem geht es jetzt an den kragen ich sage nur eins strafantrag bist du
50:24denn so sicher dass benno die schnur gespannt hat wer denn sonst das ist doch ein ganz niederträchtiger
50:30lump ist das hast du beweise der hat mich doch geradezu in die falle gelockt obwohl wir zurzeit
50:38verfeindet sind hat er gesagt sollte ich doch mal nach den fischen sehen und ich trottel
50:44du ihnen den gefallen aber jetzt ist schluss nun geht's vor den kadi und wenn ich dir nun
50:51sage dass benno nichts aber auch absolut gar nichts getan hat das ist doch quatsch das sagst du doch
50:58nur weil er in deiner brigade ist du kannst die meister neumann schon glauben mein lieber axel
51:03na wer soll es denn sonst getan habe die jungs war uns die jungs die haben eure gegenseitigen
51:10beleidigungen gerecht die jungs axel seege brecht das glaube ich nicht ja so ist es gut na dann hat
51:24er ihren zum auftrage seines vaters gehandelt was ändert das nein es war nicht jens kai uwe war
51:31sein eigener sohn doch das ist doch spinne wer denkt sich denn so etwas aus dein sohn hat die schnur
51:38gespannt er konnte doch nicht wissen dass du für benno zum teich gehst woher wollte denn das wissen da
51:44steckt doch benno dahinter der hat euch aufgehetzt nein nein wir haben von den jungen selber die am zugegeben
51:49dein eigener sohn war's guten tag na nur pack mal aus oder soll ich alles sagen
52:15also das ist doch auch
52:26axel wir haben gehört du bist krank stell dir vor ich bin gestolpert fußverstaubt wir wollten einen kranken
52:35besuch machen dann kommt doch rüber