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Es gibt keine Zweifel mehr: Mit der Ehe auf Probe ist es vorbei. Das wirkt sich unmittelbar auf die Zusammenarbeit in der Praxis aus. Die Erweiterung für eine zweite Schicht ist spruchreif. Frau Dr. Post soll die Leitung der Gesamtpraxis übernehmen. Das reißt den frisch ernannten Medizinalrat Dr. Wittkugel nicht gerade zu Beifallsäußerungen hin. Mittlerweile sitzt er zwischen allen nur denkbaren Stühlen. Er weiß nur eins – dass es ohne Häppchen nicht geht. (Text: MDR)
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00:00Ah, Herr Hänsel, guten Morgen. Immer noch erhebliche Schwierigkeiten bei der Artikulation.
00:05Nehmen Sie Platz.
00:06Eine Abformung, Herr Doktor.
00:08Ja, ich weiß.
00:10Herr Hänsel, wir machen jetzt eine anatomische Abformung.
00:12Erstens ist das üblich und zweitens wird sie durch einen Funktionsabdruck ergänzt.
00:18Das ist bei Ihnen besonders notwendig.
00:21Außerdem habe ich eine Nachricht für Sie. Sie ist mir hinterlassen worden.
00:26Eine Nachricht? Von wem denn?
00:28Herr Hänsel, vom Zahntechniker Meister Ruppitz.
00:31Ach ja?
00:31Ja. Sie sollen Ihre Kiefergelenke nicht so verspannen wie eine geöffnete Wolfsfalle.
00:39Sonst kann ich Ihnen zu keinem guten Biss verhelfen. Ich übrigens auch nicht.
00:43Ach, was soll ich da machen, Herr Doktor? Ich komme beim Abdruck nehmen nicht gegen den Brechreiz an.
00:49Na ja, dann bilden wir beide mal zusammen ein Team.
00:53Ich werde mich bemühen, Sie möglichst wenig zu reizen.
00:55Und Sie denken beim Abdruck nehmen an eine Heiratsanzeige.
01:00Wieso denn? Bin das schon verheiratet?
01:02Na, das macht ja nichts.
01:03Denken Sie an den klassischen Satz, bitte.
01:07Aufgeschlossen für alles.
01:09Schöne und gute.
01:11So, jetzt schön tief.
01:13Nur durch die Nase atmen.
01:20Puera, puerelias, traktant.
01:24Bitte?
01:25Soll ich übersetzen?
01:28So viel Latein kriege ich notfalls noch zusammen.
01:31Und wenn nicht, kann ich ihr am Taschenheinischen nachlesen.
01:34Heißt das nicht Mädchen treiben Mädchenhaftes?
01:36Na, ich würde es halt lieber etwas freier übersetzen.
01:39Frauen sollten sich nicht in Dinge einmischen, die sie nichts angehen.
01:47Wenn aber zwei Männer über ein Boot stolpern?
01:50Dann sollten Sie sich des alten Spruchs erinnern.
01:52Im Tempel schweigen die Frauen.
01:55Und wenn sie partout den Schnabel nicht halten können,
01:58dann sollen sie sich aus dem Tempel scheren.
02:01Und wenn ich um ein freundliches Gesicht bitten dürfte,
02:04schmerzverzerrte Mien auf und hinter dem Stuhl,
02:06halten meine Nerven nicht aus.
02:08Ganz ruhig bleiben.
02:14So, und es ist ja schon geschafft.
02:17Also dann bis Montag.
02:19Schönen Dank, auf Wiedersehen.
02:20Wiedersehen, Wiedersehen.
02:26Häppchen.
02:30Kann ich was für Sie tun?
02:33Ja, ich denke ja.
02:35Wenn Sie mich für die nächste Zeit an Ihrem Stuhl douben würden.
02:38Natürlich müsste Heike einverstanden sein,
02:40dafür meinen Doktor zu übernehmen.
02:43Ja, mit dem größten Vergnügen.
02:45Das bezweifle ich zwar,
02:46aber Sie würden mir einen großen Gefallen tun.
02:48Tja, Heike, das liegt bei Ihnen.
02:50Bin schon unterwegs.
02:52Zu Anfang eine Bissnahme, mehrere Füllungen und eine Extraktion.
02:55Die Karten liegen bei mir auf dem Schreibtisch, ja?
02:56In Ordnung.
02:57Danke.
03:12Ja, spülen.
03:13Gründlich spülen.
03:19Was haben Sie denn hier zu tun, Scherze Heike?
03:21Ich denke, das werden Sie mir gleich sagen, Herr Doktor.
03:25Na, ist ja gut, gut.
03:26Sie bringen ja städtische Wasserwerke in Verlegenheit.
03:29Dafür haben Sie mit Schwester Hartmeyer für heute das Sprechzimmer getauscht.
03:32Für heute auf jeden Fall.
03:34Na ja, ist ja ganz normal,
03:35dass man mal die Stomatologen wechselt.
03:38Das heißt,
03:39Stomatologen sind doch keine Briefmarken,
03:41die man nach Lust und Laune wechseln kann und tauschen.
03:43Ich kann nichts dafür, Herr Doktor.
03:45Schwester Hartmeyer...
03:45Ja, ist ja schon Gutes.
03:50Bringen Sie das zu, Meister Opitz.
03:52Aber kommen Sie gleich wieder.
03:53Ich brauche es Ihnen.
04:13Ich brauche es Ihnen.
04:43Besucht Häppchen jetzt eigentlich öfter abends Klassenkameradinnen?
04:47Also nun halt mal an dich, Tochter, ja?
04:51Ich wollte ja nur wissen, wer dich abends versorgt.
04:54Würdest du deinen Vater als erwachsenen Menschen betrachten,
04:57der sich selbst zu helfen weiß, hm?
05:00Übrigens,
05:02Häppchen setzten in letzter Zeit ihren Kopf durch,
05:05dass es nur so eine Art hat.
05:07Bravo!
05:09Sag ich auch.
05:11Bravo!
05:12Wie?
05:13Ja, ich finde das ausgezeichnet.
05:15Häppchen in der Metamorphose.
05:17Vom Häppchen zur Viktorie Habmeyer.
05:20Wie gesagt, ich finde das ausgezeichnet.
05:24Aber wie, wenn du ihr ein Sterbenswort davon erzählst?
05:27Der Medizinalrat ins B.
05:29Das große Rätsel.
05:36Ach so, soll ich dir den Tisch decken oder isst du gleich in der Küche?
05:41Aha.
05:42Singular.
05:43Du kannst wohl nicht schnell genug zu deinem Hans Pricolat kommen.
05:47Ich muss die Arbeit heute Abend noch fertig machen.
05:49Ich muss sie morgen früh abgeben.
05:51Na ja,
05:53na geh schon.
06:00Also an deiner Stelle,
06:01da würde ich jetzt schön Abendbrot essen
06:03und dann würde ich mich zu Häppchen aufmachen, hm?
06:06Ich hab dir doch gesagt...
06:08Ja, ja, sie ist bei einem Phantom,
06:10genannt Klassenkameradin.
06:12Also Sabine, ja.
06:14Tschüss, Papa.
06:28Na, endlich.
06:31Guten Abend, Frau Habmeyer.
06:33Herr Nagel, guten Abend.
06:34Sie wollen mir Elisabeth bringen, ja?
06:35Natürlich nur, wenn wir sich nicht stören
06:37und wenn Sie nichts anderes vorhaben.
06:39Sie tun mir damit wirklich einen riesen Gefallen.
06:41Wieder mal ein dringender Hof vom Werk.
06:42Ach, das geht schon in Ordnung.
06:43Ich bin ja froh, wenn mir die kleine Dame Gesellschaft leistet, hm?
07:10Ich bin ja froh, wenn ich nicht stören kann.
07:20Na, dann eben nicht.
07:25Frau Vogt, bitte.
07:29Guten Tag.
07:32Bitte.
07:33Dankeschön.
07:48Guten Tag.
07:50Guten Tag.
07:53Was haben Sie denn für Beschwerden, Frau?
07:54Vogt.
07:56Fällt Ihnen das schwer, das selbst herauszufinden?
07:59Na, was soll denn dieses umständliche Verfahren?
08:02Sagen Sie doch einfach, was Sie von mir wollen.
08:04Ach, soll ich wirklich?
08:08Hat das Labor schon geliefert?
08:11Ab drei kann ich die Arbeiten holen.
08:12Dann fangen Sie bitte, Herr Opitz, ob es dabei bleibt.
08:15Jetzt gleich.
08:17Ja, wenn ich bitten dürfte.
08:24Finden Sie das nicht etwas gewagt, Frau Vogt?
08:27Frau Vogt?
08:28Sie fanden doch meinen Vornamen sehr hübsch.
08:32Viola, schleichen Sie sich hier als Patientin ein.
08:36Ich komme doch nicht als Patientin.
08:38Wer hier auf dem Stuhl sitzt, ist Patient.
08:40Also, Munde auf.
08:42Ja, wozu?
08:43Ich meine, Zähne sind völlig gesund.
08:45Und das sollte Sie als Zahnarzt froh machen.
08:47Nein, ganz im Gegenteil.
08:49Es bringt mich in Verlegenheit.
08:52Ich meine, wie soll ich dann diesen Überfall plausibel machen?
08:56Dieser Überfall wäre nicht nötig gewesen, wenn Sie Ihr Versprechen gehalten hätten.
09:00Ja, ich weiß, Viola.
09:02Ich wollte Sie im Museum aufsuchen.
09:05Aber wir hatten ja auch keinen bestimmten Zeitpunkt ausgemacht.
09:09Komisch, ich war ganz sicher, Sie würden sich freuen, mich wiederzusehen.
09:13Sonst wäre ich nicht gekommen.
09:16Aber ich freue mich doch.
09:18Natürlich, ganz ehrlich.
09:19Oder finden Sie es ungewöhnlich, dass ich Ihnen mein Interesse so zeige?
09:24Aber nein, nicht doch bitte, Viola.
09:29Wir sehen uns heute Abend, ja?
09:32Aber jetzt, bitte verstehen Sie doch.
09:35Ja, natürlich.
09:48Heike, hat er sich schon rausgeschmissen?
09:51Auf die feine Englische.
09:53Heike, fragen Sie doch mal Herrn Opitz, ob er auch um drei liefert.
09:55Bin doch nicht bekloppt.
09:57Also, wenn Herr Opitz um drei sagt, dann meint er auch um drei.
10:01Sag ich doch.
10:01Na, Sie sollten eben nicht hören, was er dem Patienten zu sagen hat.
10:04Ihnen bitte, Patientin.
10:07Ach so.
10:08Natürlich sollte ich nicht zuhören.
10:11Ähm, Stammpatientin?
10:12Brandneu, denke ich.
10:13Frau Viola Vogt.
10:17Was hat er denn zu Ihrem Erscheinen gesagt?
10:20Er war beherrscht frustriert.
10:23Vielleicht kann ich Sie schon bald wieder erlösen.
10:25Na, da bin ich nicht so sicher, wenn er solche Damen auftauchen.
10:28Ach, Heike, bitte.
10:30Ich verstehe schon, aber ärgern Sie sich nicht zu sehr.
10:33So, und nun muss ich wieder rein die Neuigkeit melden,
10:35dass Herr Opitz natürlich um drei liefert.
10:41Herr Opitz liefert um 15 Uhr.
10:43Sehr schön.
10:45Ja, das wär's dann also, Frau Vogt.
10:47Danke.
10:47Was soll ich eintragen?
10:49Ähm, eine Konsultation.
10:51Alles OB.
10:53Sonst nichts?
10:54Nein, sonst nichts.
10:59Vielen Dank.
11:01Auf Wiedersehen.
11:02Auf Wiedersehen.
11:03Auf Wiedersehen.
11:08Guten Tag.
11:11Guten Tag.
11:45Sollten Sie den Kollegen Frankfurter vermissen,
11:47tun Sie es nicht, der ist beurlaubt.
11:49Bitte nehmen Sie Platz.
11:57Wenn Sie das bitte weiterreichen wollen.
12:04Sie können das dann in aller Ruhe studieren.
12:06Sie finden darin alle Einzelheiten.
12:09Nun möchte ich das aber nicht so als eine dienstliche Anordnung,
12:14sondern erlauben Sie mir ein paar.
12:16Keine Sorge, ich werde mich kurz fassen.
12:18Wir hatten alle zu arbeiten.
12:20Nur möchte ich unserem Kollegen Wittkugel,
12:24korrekterweise seit heute Morgen Herrn Medizinalrat Dr. Wittkugel,
12:28ein paar Dankesworte sagen.
12:30Denn die Veränderungen, die jetzt in Kraft treten werden,
12:32sind ja letztlich auf seine Initiative zurückzufügen.
12:36Meine Initiative?
12:38Die Doppelpraxis hat sich unter der bewährten Leitung
12:41unseres Kollegen Wittkugel erstaunlich gemausert
12:45und wird nun die Kapazität erheblich erweitern.
12:48Das heißt, Behandlung im Schichtsystem
12:52und außerdem eine umfassende jugendstomatologische
12:58Guten Appetit betreuen.
13:00Ja, das ist doch wahrlich eine ganze Menge.
13:05Gleichzeitig bedeutet das natürlich auch für das zahntechnische Labor
13:10eine große Anforderung.
13:12Nun ist das Hemd allerdings einmal so kurz wie es eben.
13:17Mit anderen Worten, wir können da in absehbarer Zeit nicht erweitern.
13:25Nun wissen wir allerdings,
13:26dass unsere Kollegen von der Technik einfallsreich sind.
13:31Nicht wahr?
13:32Also präzise.
13:35Am nächsten Ersten beginnt also
13:37für die stomatologische Einrichtung Doppelpraxis
13:40ein neuer Abschnitt.
13:42Und zwar unter der Leitung von Frau Dr. Post.
14:00Und zwar unter der Leitung von Frau Dr. Post.
14:25Baldemarie
14:26und zwar unter der Leitung von Frau Dr. Post.
14:32Aber hier ist der Leitung vom Kniekorn.
14:34Der Leitung von Frau Dr. Post.
14:35Und zwar unter der Leitung hat seine AWK-Arzungen im Schichtsystem
14:43Für die schichtlichen Wirkung
14:44Geräusche
14:44wissen, wie man es wünscht.
14:44Und zwar in der Leitung von Frau Dr. Post.
15:00Nein.
15:04Also, das ist eine Überraschung.
15:06Was soll es auch sein?
15:10Tja, zeigen kann ich Ihnen nichts mehr. Wir schließen jetzt.
15:13Ja, ich weiß.
15:14Also, ich wollte Sie fragen, ob Sie frei sind oder ob ich Sie für heute Abend einladen kann.
15:21Ich habe heute Abend nichts vor.
15:23Und eine Einladung von Ihnen, die nehme ich liebend gerne an.
15:28Ist das ein spontaner Einfall oder haben Sie einen Grund?
15:34Ja, den habe ich wirklich.
15:37Gerade den heutigen Abend möchte ich auf keinen Fall alleine verbringen, Viola.
15:41Ja, lassen Sie sich überraschen.
15:45Ja, ich gebe nur die Schlüssel ab.
15:51Ja, ich gebe nur die Schlüssel ab.
15:52Ja, ich gebe nur die Schlüssel ab.
16:17Das war's von Ihnen.
16:31Musik
16:34Musik
16:40Musik
16:41Musik
16:45Musik
16:46Mmh
16:46Mmh
16:56Mmh
16:56Ja nun ist ja genug, ne?
16:58Und nun greifen Sie doch mal zu, Schwester.
17:07Spiegel. Nicht den Handspiegel. Wir sind doch hier nicht beim Friseur. Mundspiegel.
17:16Tiefer. Tiefer. Höher. Doch nicht bis zur Zimmerdecke.
17:29Heike. Was ist denn passiert? In das Zimmer bringen mich keine zehn Pferde mehr. Hat der Doktor Sie schlecht behandelt?
17:35Schlecht behandelt ist gar kein Ausdruck. Na ja. Aber sowas passiert doch schon. Nein, ich lasse mir das nicht gefallen.
17:42Höher, tiefer, höher. Nicht bis an die Zimmerdecke.
17:45Ach, die Spiegelnummer. Ich will wieder zu meiner Frau Strobusch. In Ordnung, Heike. Gehen Sie wieder zu Ihrer Frau Strobusch,
17:52aber seien Sie so nett und bringen Sie
17:53das vorher ins Labor.
18:22Kann ich spülen?
18:39Also bis Dienstag dann.
18:42Dankeschön.
18:42Wiedersehen.
18:52Nun, dann werden wir ja wieder traulich vereint,
18:56Schwester Happmeyer.
18:57Herzlichen Glückwunsch zum Medizinalrat.
19:00Oh, danke.
19:03Das klingt doch gut, hm?
19:06Medizinalrat Dr. Alexander Wittkugel.
19:12Staatliche Zahnarztpraxis, Dr. Wittkugel.
19:18Moment, bitte.
19:21Wer ist es denn?
19:23Da will dir jemand gratulieren, nehme ich an.
19:26Wer?
19:28Eine Viola Vogt für Alexander.
19:36Ja, Wittkugel?
19:39Ja, nein.
19:40Nein, nein, nein, leider.
19:47Wie?
19:50Ja, ja.
20:03Ich muss doch mal die Farben bei Tageslicht sehen.
20:06Ach, du bist doch nicht hier auf der Straße.
20:08Warum denn nicht?
20:08Also ich habe dich nicht versucht, mit dir eine Ladentour zu machen
20:11und durch halb Berlin zu wandern.
20:12Ich wollte eigentlich mit dir in Ruhe reden.
20:15Also du brauchst gar nichts mehr zu sagen.
20:17Ich weiß schon, was du willst.
20:19Du kannst mir wirklich glauben, es war nicht mein Vorschlag.
20:22Es hat auch nichts mit meinem Verhältnis zu deinem Doktor zu tun.
20:25Also ich verstehe nicht.
20:29Wieso hat er dir nichts erzählt?
20:32Also er hat gestern erfahren, dass ich in der Doppelpraxis als Chefin eingesetzt werde.
20:37Tja, und er ist noch mit 100 Sachen aus dem Zimmer raus.
20:41Weißt du, was mit Alexander wird?
21:09Es tut mir leid, dass du warten musst.
21:13Es war doch sehr interessant.
21:15Es ist schön, dass du gekommen bist.
21:18Was machen wir? Gehen wir noch irgendwo?
21:22Viola, ich bin gekommen, um mich von dir zu verabschieden.
21:31Wie?
21:33Ich glaube, es ist besser so.
21:47Warum denn auf einmal?
21:50Hast du Angst?
21:52Hast du Angst, dass zwischen uns mehr werden könnte?
21:55Ja.
21:56Ja, du sagst es.
21:58Das wäre daran so schlimm.
22:00Du.
22:08Eine andere Frau.
22:11Ja.
22:13Wir sind schon sehr lange zusammen.
22:17Das hättest du mir sagen müssen.
22:20Nun weißt du es.
22:24Jedenfalls finde ich es fair, dir jetzt rein in Weine einzuschneiden.
22:27Fair?
22:28Fair?
22:29Das ist fair.
22:30Das ist auch so ein Wort.
22:32Und es war jedenfalls nicht fair, auch dieser anderen Frau gegenüber die Bekanntschaft mit mir einzugehen.
22:43Aber du, vielleicht warst du dir deine Gefühle für sie nicht sicher.
22:51Vielleicht bist du es auch heute Morgen.
22:52Nein, dann wäre ich ja nicht gekommen.
22:57Es ist mir ganz plötzlich klar geworden, dass ich neben ihr keine andere Frau lieben könnte.
23:06Du bist sehr direkt.
23:09Ich weiß, dass das für dich verletzend sein muss, Gehola.
23:12Aber durch dich ist mir bewusst geworden, dass ich Viktoria wirklich liebe.
23:19Ich weiß nicht, ob du das verstehst.
23:20Doch, ich verstehe es.
23:23Ich danke dir.
23:26Und ich wünsche dir alles Gute.
23:28Schädig zum Teufel.
23:33Bestell dir, dass ich sie beneide.
23:46Ja, bitte.
23:50Ist es gestattet?
23:51Sie?
23:52Sie wollen zu mir?
23:54Ja.
23:55Das heißt, Sie haben sich mein Angebot überlegt und nehmen an?
23:59Ich hoffe, es gilt noch.
24:00Ja, aber selbstverständlich.
24:01Es hat sich nicht das Geringste verändert.
24:03Wir brauchen nach wie vor dringend die Oberschwester.
24:05Und ich sehe Sie sehr gern in dieser...
24:09Da spüßen Sie sich aus.
24:11Ja, also, wenn es ginge, würde ich zum nächstmöglichen Termin meiner Arbeit beginnen.
24:18Ja.
24:20Das ist sehr erfreulich.
24:22Ja, wenn Sie mich bis dahin woanders einsetzen könnten.
24:29Nehmen Sie doch bitte einmal Platz, ja?
24:31Ja, danke.
24:33Sie sind natürlich in ganzer Weise verpflichtet, mir Ihre Gründe darzulegen.
24:38Nur in diesem speziellen Falle würden Sie mir vielleicht eine Frage erlauben.
24:45Ob ich mit Dr. Wittkugel gesprochen habe, nicht wahr?
24:48Das mindert natürlich nicht im Geringsten Ihre Zusage.
24:51Nur...
24:51Nur gilt es als ausgemacht.
24:54Dass die Hauptmauer ja nur das macht, was Ihr Doktor absegnet.
24:58Sie legen da meiner Frage eine Bedeutung bei, die...
25:01Nein.
25:03Ich habe nicht mit Dr. Wittkugel gesprochen.
25:07Ich möchte aus der doppel Praxis weg.
25:10Das ist alles.
25:13Ja, umso mehr freut es mich, dass ich Ihnen diesen Wunsch erfüllen kann.
25:18Ja.
25:19Na, sicher.
25:21Gute Zusammenarbeit, danke.
25:23Ja, mir soll es nicht liegen, Herr Oberlanz.
25:26Gestatten Sie noch eine Frage?
25:28Ja, bitte.
25:29Was soll das, Dr. Wittkugel?
25:32Ja, das ist eine Frage, die...
25:35die auch mich bewegt.
25:38Wenn ein Mitarbeiter eine...
25:42eine Arbeitsbesprechung so abrupt verlässt, dann ist das eine Erfahrung.
25:47Und es bleiben da einige Dinge offen von der notwendigen Disziplin an, mal ganz abgesehen.
25:53Sie verstehen, was es mir für Kopfzerbrechen bereitet, wie und in welcher Erfahrung ich Ihnen her an diesen Tisch bringe.
26:02Schwester Hackmeyer, Sie sind doch eine verständige Frau.
26:07Würden Sie eventuell eine Aufgabe übernehmen, die, nun sagen wir etwas, Fingerspitzengefühl und darüber hinaus natürlich die profunde Kenntnis der
26:17sensiblen Persönlichkeit des Dr. Wittkugel erfordert?
26:23Tja...
26:24Das ist gut.
26:25Das ist sehr schön, dass Sie sich dieser Mühe unterziehen werden.
26:28Werden, ähm, sagen wir am besten gleich Montagfrüh, 8 Uhr.
26:32Und, äh, wichtig, er kommt...
26:34Er kommt von sich aus, nicht?
26:36Tja, aber wie soll ich Ihnen denn das übermitteln?
26:39Ich...
26:39Genau so.
26:41Nur, ähm, mit etwas Fingerspitzengefühl.
26:45Habe ich Ihnen erst einmal hier, dann sage ich ihm den Rest schon selber.
26:49Montagfrüh, 8 Uhr.
26:53Das Wichtige ist doch, ich habe eine Uberschwester.
26:58Nicht?
26:58Auf gute Zusammenarbeit.
27:03Wiedersehen.
27:03Wiedersehen.
27:18Häppchen!
27:19Tag, Sabine.
27:20Sag mal, ist dein Vater da?
27:22Nein.
27:23Ich warte schon über eine Stunde auf ihn.
27:25Weißt du nicht, wo er ist?
27:26Wollte ich ihn dann suchen, wenn ich es wüsste.
27:28Na, kommen wir erst mal rein.
27:31Ach, Häppchen, ja?
27:33Hier ist noch ein Tuch von dir.
27:34Ah, siehste, ich habe es schon vermisst.
27:37Also, mit euch beiden ist es wirklich kompliziert.
27:40Ja?
27:42Na ja, Hans und ich, wir wissen immer, was der andere macht.
27:46Bist du da sicher?
27:48Jetzt zum Beispiel?
27:50Also jetzt zum Beispiel, da ist Hans gerade auf der Sitzung eines Verbandes.
27:53Und anschließend geht er nach Hause und wartet, bis ich komme.
27:57Wie schön für dich.
27:59Hans hat sich gründlich geändert.
28:02Das freut mich, für dich zu hören.
28:05Und was das Kind betrifft, da benimmt er sich jetzt schon ganz fabelhaft.
28:09Obwohl es nicht von ihm ist, freut er sich riesig.
28:13Hans, der ist so.
28:14Der ist so.
28:15Ach, so wie eine Gruppe.
28:17Du bist ja richtig verliebt.
28:19Ja, stimmt, Häppchen.
28:22Nicht jeder schafft es beim ersten Mal.
28:25Jedenfalls Hans und ich werden nochmal von vorne anfangen.
28:28Und jetzt gleich als richtige Familie.
28:30Genau so ist es.
28:32Das heißt also, dass die Träume vom Enkelkind, das im Hause des Großvaters heranwächst, begraben werden müssen?
28:39Aber wieso?
28:40Wir kommen euch öfter besuchen, als euch lieb ist.
28:45Ich sage schon wieder euch.
28:48Ach, weißt du, Häppchen, ich habe mir immer gewünscht, dass ihr heiratet.
28:53Tja, wir haben geglaubt, wir schaffen es auch so.
28:58Wenn Papa jetzt sagen würde, Häppchen, in zwei Wochen marschieren wir zum Standesamt, würdest du ja sagen?
29:05Ach, Sabine, könntest du mir die Antwort auf diese Frage erlassen, im Moment?
29:15Tja, sag mal, wartest du noch?
29:18Tja, ungefähr eine halbe Stunde.
29:21Also ich muss ihn unbedingt finden, er muss nämlich am Montag um acht zum Oberarzt.
29:24Und wo willst du ihn suchen?
29:26Also zunächst erstmal bei seinem Freund.
29:30Es war nicht wahrscheinlich, aber auch nicht ausgeschlossen, dass er dort ist.
29:33Und kannst du das nicht telefonisch klären?
29:35Ach nein, lass mal.
29:38Ich fahre hin.
29:40Na gut.
29:42Also, wenn er ja aufkreuzt, dann werde ich ihn benachrichtigen.
29:46Und wenn er in der nächsten halben Stunde nicht kommt, dann lege ich ihm einfach einen Zettel hin.
29:49Tu das.
30:01Es wird bereitgestellt, der Tee 10.20 nach Osnabracht, Badenburg.
30:07Mit Heisen in Badenburg, Ustrelitz, Badenburg, Ustrelitz, Badenburg, Ustrelitz, Wüstenburg.
30:19Ist das nicht unglaublich?
30:22Zwei so gute Freunde und verfeinden sich wegen so einer dummen Geschichte.
30:27Also ich finde die Lösung, die ihr beide mit der Akona gefunden habt, ganz ausgezeichnet.
30:31Und wenn Alexander sich dazu bekennen würde, stünde einer Versöhnung nichts mehr im Wege.
30:36Aber er kriegt ja den Mund nicht auf.
30:39Stur.
30:40Der eine wie der andere.
30:43Ach, na ja.
30:44Dr. Baumann ist sicher tief verletzt.
30:47Ganz richtig.
30:51Wenn ihn einer kennt, dann Sie, Viktoria.
30:55Sie wissen ja, wie er sich dreht und windet, wenn er über seinen Schatten springen muss.
31:02Entschuldigung.
31:10Baumann?
31:12Ja?
31:13Ja, ist hier wohl.
31:14Möchten Sie noch einen Steffi?
31:15Oh nein, danke.
31:17Für dich, Steffi.
31:18Oh, danke.
31:25Ja, dann will ich mal.
31:26Nehmen Sie doch noch mal Platz, Viktoria.
31:33Sie sind doch nicht bloß gekommen, um zu sehen, ob Alexander bei mir ist.
31:37Das hätten Sie auch am Telefon machen können.
31:41Ach, Dr. Baumann, ich...
31:46Ich weiß nicht weiter.
31:50Alexander hat mir versprochen,
31:52mit dieser Viola.
31:54Da ist nichts.
31:55Da war nichts.
31:57Und da wird nichts sein.
32:02Und jetzt habe ich Sie wieder zusammen gesehen.
32:08So.
32:13Telefon wird mir auch nichts mehr sein.
32:18Viktoria, wenn Sie der Sache wirklich auf den Grund gehen wollen,
32:20dann gibt es nur einen Weg.
32:23Sprechen Sie mit Viola Vogt.
32:29Ja.
32:32Dass die Leute sich nie daran gewöhnen können,
32:34dass man auch mal Feierabend hat.
32:36Ich muss jetzt.
32:38Auf Wiedersehen, Steffi.
32:39Auf Wiedersehen, Dr. Baumann.
32:40Auf Wiedersehen.
32:41Ich finde es schon raus.
32:42Danke.
32:46Tja, da wollten wir uns einen schönen Abend zusammen machen.
32:50Und jetzt?
32:51Oder kommt es noch dazu?
32:53Ganz sicher.
32:56Ja.
33:01Wo ja nun mit der Akona alles so in Ordnung ist,
33:04dann ist ja nun wohl auch keine Feindschaft nicht mehr zwischen uns.
33:07Feindschaft ist es ja nie gewesen.
33:08Nur kleine Missverständnisse.
33:10Aber bloß ganz kleine, so ganz, ganz klitzig.
33:13So, so, so.
33:13Ja, wann fangen denn bei dir die großen Missverständnisse an,
33:16du alter Fischgott?
33:16Ach du, Alex, Geschäft ist Geschäft.
33:20Und das ist ja auch der Kreislauf der Natur.
33:23Und dann ist mir ein Olsch ja so dagegen fest.
33:26Ach, wo du mir nun die schönen Zähne gemacht hast,
33:30da will sie sich ja nun mit mir zeigen.
33:33Die Akona oder ich hätte es echt.
33:35Da muss ich ja sehen, dass ich die Akona los will.
33:41Aber so stehst du da.
33:42Ja, ja.
33:43Und da fiel dir dann der olle Zahlenkleppner in Berlin auch nicht.
33:46Und ich, Renauds, lass mir im Jum nun auch noch die Unterschrift ablösen.
33:49Ja, ich habe doch recht.
33:51Das ist der Kreislauf der Natur.
33:54Guck mal, die Akona ist doch von mir zu dir gegangen.
33:59Nee?
34:00Und von dir zu deinem Freund, dem Viehdoktor.
34:03Du, das ist wirklich ein feiner Mensch, du.
34:06Ja, und, und nun hat sich ja die LPG, nee?
34:10Nee, und von der LPG ist es ja sozusagen wieder bei Ole Peters gelandet, nee?
34:14Musst mich ja nun kümmern.
34:17Das hat ja die Vorsitzende mir mit der Ankerin da abgezwackt.
34:25Aber das hat dir ja alles geschrieben.
34:28Ach, du sprichst wohl von dem Kunstwerk.
34:32Ich bin gekommen, weil ich aus dem Kauderwelsch nicht schlau geworden bin.
34:35Tja, Alex.
34:38Wenn das mit den Wörtern so leicht gehen würde wie mit den Fischen, dann wäre das vielleicht auch deutlicher.
34:43Und was heißt denn, dass die Akona loswerden?
34:45Wie bist du doch los?
34:46Das versuche ich dir doch die ganze Zeit zu verkloren.
34:48So richtig eben nicht.
34:51Weil mich doch die Vorsitzende sozusagen an die Ankerkette gelegt hat mit all diesen Pflichten.
34:57Die du gewissenhaft erfüllen wirst, sonst nehme ich dir die Zähne weg.
35:01Na, wenn mir ein Olsch mir immer Pi sagt.
35:03Ole, was bist du doch für ein Dörrspach.
35:07Ja, Ole.
35:08Geschäft ist eben, Geschäft.
35:11Alex, du bist mein Freund.
35:14Und du saßt auch nicht auf dein Seequartier bei mir verzichten und dir für Doktor auch nicht.
35:20Aber kannst du mich denn nicht sozusagen von diesen vielen Pflichten so, ja, so vom Poller losmachen?
35:29Du brauchst doch bloß mit deinem Freund zu sprechen.
35:32Also, du, das ist ein feiner Mensch, der für Doktor aber auch noch.
35:36Ja, naja, so ganz einfach ist das nicht, Ole.
35:42Na, wieso? Guckt euch nicht mal an.
35:45Oh, ganz im Gegenteil, Ole.
35:47Wir haben uns jetzt neulich angeguckt.
35:50Lange und sehr intensiv.
35:56Also, ich kann dir nichts versprechen.
36:07Guten Tag.
36:08Guten Tag.
36:08Ich möchte bitte zu Frau Vogt.
36:11Ja, dort kommen Sie bitte.
36:12Ah, Dankeschön.
36:15Frau Vogt?
36:17Sie wollten mich sprechen.
36:19Ja, Frau Vogt.
36:21Das heißt, sprechen möchte ich eigentlich Dr. Wittkugel.
36:27Ich denke, dass Sie mir sagen können, wann und wo ich ihn erreichen kann.
36:31Wie kommen Sie darauf, dass Sie den Doktor bei mir treffen könnten?
36:35Frau, Entschuldigung.
36:37Ich bin Viktoria Habmeier.
36:41Suchen Sie den Doktor nun dienstlich oder privat?
36:47Tja.
36:48Äh, bitte, das kann mir gleichgültig sein.
36:52Bei mir suchen Sie jedenfalls an der verkehrten Adresse.
36:56Ah, ja?
36:58Mhm.
36:59Und ich bin auch nie die richtige Adresse für ihn gewesen.
37:03Oh, Frau Vogt.
37:05Bitte verstehen Sie mich nicht falsch.
37:07Nein, nein, ich verstehe Sie schon sehr richtig.
37:09Sagen wir mal so, Sie wären nicht sehr froh gewesen, ihn bei mir zu treffen?
37:14Ja, Frau Vogt.
37:16Warum soll ich Ihnen etwas vormachen?
37:20Und Ihre Mitteilung, ist dir so wichtig?
37:23Ja, das ist sie.
37:25Der Doktor möchte Montag, früh um acht, bei seinem Oberarzt erscheinen.
37:30Wenn Sie ihm das ausrichten würden?
37:31Ja, ich sagte Ihnen aber doch, dass ich den Doktor nicht mehr sehe.
37:36Frau Habmeier, es sei denn, ich komme eines Tages als Patientin zu Ihnen.
37:41Gut.
37:43Auf Wiedersehen, Frau Vogt.
37:45Auf Wiedersehen.
37:50Ja, Sabine?
37:54Nein.
37:56Wie lange hast du denn noch gewartet?
38:00Aha.
38:02Ja, natürlich mache ich mir Sorgen.
38:05Er ist eben gekommen, im Moment.
38:08Morgen.
38:09Guten Morgen.
38:10Möchtest du Sabine sprechen, bitte?
38:12Sie macht sich Sorgen.
38:13Ich bin ja da, nicht wahr?
38:15Grüß Sie, das genügt.
38:16Sabine, ich soll dich grüßen.
38:19Ja, natürlich werde ich ihm den Kopf waschen.
38:22Gut, tschüss.
38:25Meinen Kittel.
38:26Lass den Kittel.
38:28Schwing dich in dein Auto, du sollst um acht beim Oberarzt sein.
38:31Um acht?
38:32Ja, das ist doch ein wenig, ein wenig Minutes.
38:34Wir haben keine Zeit für Erörterung.
38:35Na ja, also, dann alles andere später.
38:40Und du, äh, regle das hier, ja?
38:47Ja.
38:56Kaffee, Herr Oberarzt?
38:57Danke, ich ein Bedarf.
38:58Aber ja, machen Sie unter den Schödelstein.
39:02Wenn erst der Göttertrank auf dem Tisch steht und duftet, werden Sie das Visier schon hochklacken, Herr Kollege.
39:08Nehmen Sie Platz.
39:18Sie wundern sich natürlich arg nicht.
39:21Vortrefflich formuliert.
39:23Und nicht nur, dass ich Sie aus der Sprechstunde abgerufen ließ.
39:28Und das kann ich notfalls noch überlegen und meine Patienten auch.
39:31Aber dass Frau Post die Leitung der erweiterten Doppelpraxis über dem Das schlägt dem Fass die Krone mit ins Gesicht.
39:41Sie erwarten doch von mir kein beifälliges Gemurmel.
39:44So sagt.
39:46Sie haben mir durch Ihren, sagen wir, nun etwas spontanen Aufbruch die Möglichkeit genommen, meine Ausführungen bis zum Ende zu
39:55formulieren.
39:56Eins und eins kann ich noch alleine zusammenrechnen.
39:59Wie heißt es doch so treffend?
40:01Der Moor hat seine Schuldigkeit getan.
40:03Der Moor kann gehen.
40:28Die Frage ist doch, wenn er gehen kann, wohin?
40:37Nun, das wird sich schon finden.
40:40Ihr meinten Sie denn, man hat Sie aus Jux und Tollerei zum Medizinalrat gemacht?
40:45Na, man könnte das ja auch als goldenes Trostpflaster betrachten.
40:50Kaum, Herr Kollege, kaum.
40:52Wenn eine solche Berufung ausgesprochen wird, dann verknüpft man damit bestimmte Erwartungen.
40:59Berechtigte, selbstredend.
41:02Nur was meinen wir denn nun, Herr Medizinalrat?
41:06Ich meine dazu nichts.
41:08Dazu fehlt mir vielleicht die Fantasie.
41:10Bitte, nun lassen wir doch diesen pferden Pfanz.
41:16Sie übernehmen meine Stelle.
41:20Das so überraschen kann, dass wir Sie doch wohl nicht kommen.
41:23Warum?
41:24Ich sage Ihnen bereits, man hat Sie nicht als Jux und Tollerei zum Medizinalrat gemacht.
41:31Ja, na.
41:32Was wird denn dann aus Ihnen?
41:34Oh.
41:36Geben Sie sich keinen Fall, Schlaufe noch nenne.
41:39Ich bleibe auch dann hier vorgesetzt.
41:44Hat er Sie jetzt auch erwischt?
41:46Mhm.
41:48Der höheren Verantwortung entgeht keiner.
41:53Ach, übrigens, ich wollte Frau Happmeyer sagen, dass Sie auch unter den veränderten Bedingungen
41:57natürlich weiterhin eng zusammenarbeiten werden.
42:01Ich habe es vergessen.
42:05Können Sie ja nun übernehmen.
42:10Ja, sicher, natürlich, es ist ja üblich, dass Sie im stomatologischen Dienst, also...
42:18Ja, ich muss Ihnen sagen, ich bin recht froh, dass Frau Happmeyer mein Angebot angenommen hat.
42:24Für die Abteilung ist sie doch bestimmt ein echter Gewinn als Oberschwester, meint Sie nicht auch?
42:32Ja, ja, natürlich, ja, das ist, ist, ist, ist ja auch meine Meinung.
42:40Aber da hat Sie also...
42:42Tja, haben Sie das nicht gewusst?
42:46Äh, doch, ähm.
42:49Ähm, doch, doch.
42:51Ähm, doch, ähm, doch, ähm, doch, ähm, doch.
43:29Oh, Kollege Wittkugel.
43:33Hallo, Kollege.
43:36Sieht aus, als würden Sie baden gehen.
43:40Im übertragenen Sinne, meinen Sie, mit der Leitung der Doppelpraxis.
43:45Also erstens, wenn Sie diese Aufgabe glänzend meistern,
43:48und zweitens stehe ich Ihnen natürlich immer zur Verfügung,
43:51falls es doch Schwierigkeiten geben sollte.
43:53Himmel, wie wirkt mir.
43:55Ach, die Limonade ist vergiftet, meinen Sie?
43:58Na ja, verstehe schon, Sie müssen mich ja für eine ausgemachte Eisenfresse halten.
44:04Stimmt doch, ne?
44:05Ich werde einen Deibel tun und meinem künftigen Chef solche unbotmäßigen Gefühle offenbaren.
44:14Buschfunk funktioniert ja wieder vorzüglich.
44:18Haben Sie etwas anderes erwartet, Herr Medizinalrat?
44:24Liebe Frau Post, es hat in der letzten Zeit zwischen uns beiden einige,
44:31nun sagen wir, Differenzen, gegeben.
44:37Also kurz und gut, ich möchte, in Zukunft meine ich,
44:44na, Sie verstehen schon.
44:49Was mache ich denn nun mit meinem schönen negativen Urteil über Sie?
44:54Werfen Sie doch einfach in den Papierkorb.
44:56Wissen Sie, ich bin dem Zufall sehr dankbar, dass ich Sie gerade jetzt getroffen habe.
45:01Ich bin dabei, mein Haus neu zu bestellen.
45:04Ja, es gibt im Leben manchmal so Schnittpunkte, in denen man begreifen muss.
45:12Ich meine, wenn man ein neues Haus baut, dann braucht man stabile Fundamente.
45:20Nicht wahr?
45:21Unbedingt.
45:22Also dann reichen wir uns doch die Hand auf gute Zusammenarbeit.
45:29Und der veränderten Verhältnisse.
45:41Sie gestatten?
45:43Ist hier noch ein Plätzchen frei?
45:45So ein Möbelstück kann sich ja nicht dagegen wehren.
45:50Sieht ganz gut für dich aus.
45:52Wie bitte?
45:54Die Tatsache ist geeignet, mich milde zu stimmen.
45:57Welche Tatsache bitte?
45:59Dass du vor mir hier bist.
46:02Das zeigt mir, dass dir an einem klärenden Gespräch mit mir liegt.
46:06Während des Wartens konnte ich mich auf den Schock des Zusammentreffens mit dir seelisch vorbereiten.
46:10Und dir Mut anbringen.
46:12Und der Herr, was erlöpfe drin?
46:13Tja, das weiß ich noch nicht so genau.
46:15Ja, bringen Sie im Baldrian, der Herr, braucht etwas zur Beruhigung.
46:18Ach, ach, Rampfen.
46:19Was sagst du, sei ich?
46:20Ja, sei mal aufgeregt mit Nachtisch.
46:24Na los, Alex.
46:26Verlangen?
46:28Ich habe mich ja schon bei dir entschuldigt.
46:31Was hast du?
46:32Was soll denn das gewesen sein?
46:34Ich habe nichts gehört.
46:36Außer, dass du wie wild geklingelt hast.
46:38Ja, und trotzdem hast du mir nicht die Türe geöffnet.
46:42Was meinst du doch nicht ernst?
46:44Verteufelt ernst, Oswald.
46:48Entschuldigung.
46:52Ich komme wohl.
46:53Danke.
46:57Ach was.
46:59Du kriegst mir doch bloß ein schlechtes Gewissen an, Hexen.
47:01Das ist wieder so ein Trick von dir.
47:03Kein Trick, Oswald.
47:06Natürlich.
47:08Dein bester Freund hat deinen Hilferuf überhört.
47:11Spielt ja die kleine Affäre mit der Luxusjacht überhaupt keine Rolle mehr.
47:16Wenn dir so viel an einer Entschuldigung liegt, Oswald, die sollst du haben.
47:20Aus vollem Herzen und ehrlich gemeint.
47:24Lass uns wieder Freunde sein, Oswald.
47:27Wie vorher.
47:30Alex, was ist los mit dir?
47:32Warte noch ein bisschen.
47:34Ich muss erst noch etwas loswerden.
47:37Und das betrifft natürlich Viktoria.
47:39Häppchen.
47:42Ja.
47:43Hübsch, nicht?
47:45Häppchen.
47:47Klingt wie ein Kosename.
47:50Aber auch etwas verkleinernd.
47:54Ich sollte lieber von Viktoria sprechen.
47:59Ach ja.
48:02Wieso?
48:03Ach ja.
48:05Das ist ein ganz neuer Ton.
48:07Alexander.
48:08Du änderst dich.
48:13Also jedenfalls ist der Punkt jetzt erreicht, wo ich mich von Häppchen getrennt habe.
48:21Um mich Viktoria zuzuwerden.
48:27Dein Glück.
48:29Sie hat nach dir gesucht.
48:31Ich weiß, dass sie nach mir gesucht hat.
48:35Du willst ja so endlich heiraten.
48:39Ja.
48:41Und?
48:42Will sie?
48:43Ja.
48:47Etwa nicht?
48:54Wollen wir noch mal?
48:55Ja.
48:59Schon kommt sofort, ja.
49:03Jetzt bist du dran.
49:04Ja, ich, äh, muss dir eine Mitteilung machen.
49:10Ich heirate auch.
49:12Ja, das ist natürlich nicht wahr.
49:14Ich heirate Steffi Passlack.
49:16Na, das stimmt ja gar nicht.
49:17Mein voller Ernst.
49:19Na, eben nicht.
49:21Du wirst geheiratet.
49:23Na und?
49:23Das Ergebnis ist das gleiche.
49:25Ja.
49:34Ich wünsche euch alles Gute, Oswald.
49:36Danke.
49:36Werden Sie?
49:37Vielen Dank.
49:38Da hält mir einen Stein vom Herzen.
49:41Ach, ich hatte ja schon Albtraum.
49:42Ja?
49:42Ja, ich sage schon, als alten, gebeugten Vieh-Doktor im Knotenstock mit die Landschaft hat.
49:49Befreundet mit einem ollen Zahnkleppner, der seine Patienten auffordert, im gleichen Takt mit ihm zu zuttern.
49:58So versöhnen wir uns perfekt.
50:00Wir finden ihn in alten Tosen.
50:06Übrigens, Oswald, ich bin medizinal.
50:08Also, so weit brauchst du den Scherz, du nicht zu treiben.
50:11Ich bin jetzt wirklich geworden.
50:14Tatsächlich?
50:15Ja, ja.
50:19Dann hätte man mich doch bitten müssen, dir einen guten Läumund auszuschreiben.
50:29Das ist ja frisch verpasst worden.
50:30Ja, danke.
50:31Ja, danke, das ist sehr schön.
50:32Aber vielleicht bevorzugen, Herr Medizinal, hat nun doch etwas Feineres, ein gewisses Nobelwasser.
50:38Ich möchte eine paar Sekte dann.
50:40Ja, bitte, lassen Sie diese und diesen Nahrungsmittel stehen.
50:45Riffi.
50:46Also.
50:47Brauchen wir uns wieder vertragen, oder?
50:53Oh, nein.
50:56Also, bitte.
50:58Nimm Platz, bitte.
50:59Ja, danke schön.
51:01Tja, also es wäre zwar stilvoller, wenn du das Jackett anbehältst, aber ich erlaube es dir auch, es dir bequemer
51:08zu machen.
51:09Nein, nein, Viktoria.
51:11Ich meine, man gräbt ja nicht im Frag den Garten um und man geht doch nicht mit dem Montorehrenzug in
51:15die Ober.
51:16Ich hoffe, mein Aufzug entspricht dem Anlass.
51:19Bitte schön.
51:20Ja, danke.
51:22Tja.
51:24Also, wenn du fluchen willst, die Nachbarn sind verreist, das stört also niemanden.
51:29Und wenn du Möbel zerschlagen willst, ich zeige dir ein paar passende Stücke.
51:34Aber vorher gießt uns erst mal ein.
51:53Nein, nein, ich denke ja nicht daran, zu fluchen.
51:57Ganz im Gegenteil.
52:00Ich, äh, äh, bin völlig einverstanden.
52:03Ah ja?
52:03Ja, ja, ja.
52:05Äh, ich beglückwünsche dich zu deinem Entschluss.
52:08Der Oberarzt hat es mir offiziell mitgeteilt.
52:11Ja.
52:13Na, hoffentlich bist du jetzt nicht enttäuscht.
52:15Ich meine, weil ich mich nicht wie ein Vandaler aufführe.
52:19Für überraschende Wendungen bist du immer gut, Alexander.
52:23Ich hätte es dir zwar lieber selbst gesagt, aber...
52:25Naja, dann...
52:26Dann lass uns doch auf deine neuen Aufgaben anstoßen.
52:42Ein bisschen Musik?
52:45Äh...
52:46Ja, gut.
53:01Bitte, Viktoria, bitte.
53:03Was stört dich denn an der Musik?
53:05Nein, sie stört mich nicht, aber nicht zu diesem Zeitpunkt.
53:09Also...
53:11Im Augenblick kehrt mir die Musik das Innerste nach außen.
53:14Weil sie deinem innersten Zustand sehr genau entspricht.
53:18Aufgewählt.
53:19Und etwas in Unordnung.
53:21Ja, so ist es.
53:23Du weißt doch längst, weshalb ich gekommen bin, Viktoria.
53:27Ja.
53:28Ich weiß, Alexander.
53:34Viktoria.
53:36Alexander.
53:54Ich möchte dich bitten, meine Frau zu werden.
53:59Die Antwort werde ich nur dem Standesbeamten geben.
54:30Da war es nicht gut, rein in den Mund zu halten.
54:33Jedes Aufsehen ist überflüssig.
54:35Wie du meinst, Alexander?
54:37Warum seid ihr eigentlich so darauf aus?
54:39Dass ihr beide heiratet, das braucht ihr doch nicht zu verstecken.
54:42Uns ist es lieber so.
54:44Nur Sabine und ihr beide, das genügen.
54:46Und dazu die Tatsache, dass wir euch überwundet haben.
54:49Wenn auch nur um zwei Tage.
54:51Das freut mich aber.
54:54Das habe ich nicht zu freuen, sondern zu ärgern.
54:58Na?
54:59Können wir gehen?
55:00Ja.
55:04Ja.
55:24Das war's.
55:37Das war's.
56:07Das war's.
56:10Das war's.
56:12Das war's.
56:13Das war's.
56:18Das war's.
56:25Das war's.
56:27Das war's.
56:27Das war's.
56:28Das war's.
56:31Das war's.
56:34Das war's.
56:36Das war's.
56:40Das war's.
56:41Das war's.
56:43Das war's.
56:44Das war's.
56:46Das war's.
56:51Das war's.
56:53Das war's.
56:55Das war's.
56:55Das war's.
56:57Das war's.