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Große Aufregung auf Burg Wittgenstein im Harz: Nach einer Führung durch das Burgverlies werden zwei alte Gewehre im Wert von über 100.000 Mark vermisst. Burgdirektor Hans Reichelt alarmiert die Kripo. Leutnant Arndt wird mit dem Fall betraut. Zeitlich kommt die Untersuchung des Diebstahls äußerst ungelegen, denn Filmemacher Uwe Sandau will an diesem Tag vor einer Gruppe geladener Gäste seinen Film „Der Landesspiegel“ aufführen. Eine Schnapslaune führt die Premierengäste ins alte Kaminverlies der Burg, dass seit 1945 nicht mehr betreten worden sein soll. Umso größer ist die Überraschung, als man dort eine frisch verputze Stelle vorfindet. Der Überraschung folgt bald blankes Entsetzen, als man dahinter die mumifizierte Leiche eines Mannes findet. Nun hat Leutnant Arndt einen Mordfall zu untersuchen. Frau Dr. Gudrun Hammer und der alte Ludwig Teska identifizieren den Toten als den ehemaligen Burgdirektor Siegfried Ewert. (Text: 3sat)
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00:00:17Dann ist unsere Führung beendet.
00:00:19Behalten Sie die Burg Wittenstein in guter Erinnerung.
00:00:22Und noch schöne Urlaubstage in unseren Harzer Bergen.
00:00:25Schönen Dank auch. So was sieht man ja nicht alle Tage.
00:00:27Aber das nächste Mal lassen Sie ein richtiges Burggespenst aufreden, Junge.
00:00:34Ich habe das satt. Jawohl, kündlich satt.
00:00:38Halten Sie doch Ihre Angeherde besser zusammen.
00:00:42Also ich verbitte mir diesen Ton, Herr Wolf.
00:00:45Die Leute wollten bloß ein Blick in die Kapelle werfen.
00:00:48Aber nicht, wenn ich hier arbeite.
00:00:49Ich bin kein dressierter Affe, den mein Publikum zeigt.
00:00:53Nein, das sind Sie nicht. Aber Sie sind betrunken.
00:00:56Haben Sie an meiner Arbeit etwas auszusetzen?
00:01:00Auf einem längsten Schild vor die Tür gehört,
00:01:03dass die Kapelle gegen Restaurierung gesperrt ist.
00:01:05Aber hier reißt immer mehr Schlamperei ein.
00:01:07Stehen Sie die Schlamperei.
00:01:31Was machen Sie hier?
00:01:36Ich habe keine Zeit für Ihre albernen Scherze.
00:01:39Nicht anfassen!
00:01:40Meister.
00:01:41Verschwinden Sie!
00:01:42Ich wollte Ihnen doch nur meine Referenz erweisen,
00:01:44Sie zu meiner kleinen Filmpremiere einladen.
00:01:46Ich habe zu arbeiten.
00:01:48Aber Meister,
00:01:50die Geschichte des Landesspiegels interessiert Sie nicht?
00:01:55Sie langweilen mich mit Ihrer Geschichte.
00:02:18Sie langweilen mich mit Ihrer Geschichte.
00:02:37Musik
00:02:57Musik
00:03:13Musik
00:03:14Musik
00:03:25Was suchen Sie hier?
00:03:27Ich wollte mich mal umsehen.
00:03:30Die Tür stand offen.
00:03:32Auch wenn Sie mit dem Direktor befreundet sind.
00:03:36Hier haben Sie nichts zu suchen.
00:03:40Gehen Sie doch vorsichtig damit.
00:03:43Verschwinden Sie.
00:03:50Und du musst es Buchäckern geben.
00:03:52Buchäckern?
00:03:55Na klar.
00:03:56Hier.
00:03:58Zwei, drei.
00:04:00Kennst du keine Buchäckern?
00:04:02Nein.
00:04:02Noch nie gegessen?
00:04:03Nein.
00:04:04Die schmecken wie Nüsse.
00:04:06Gott.
00:04:10Na?
00:04:12Wunderbar. Mund voller Schaden.
00:04:13Na, die musst du natürlich ausspucken.
00:04:17Esel wären wir jetzt lieber.
00:04:18Mach.
00:04:19Fix und fertig.
00:04:21Wir sind doch gleich oben.
00:04:22Guck mal.
00:04:23Ja.
00:04:25Ja, tatsächlich.
00:04:29Da habe ich dir zu viel versprochen.
00:04:31Na ja, ganz hübsch.
00:04:33Bisschen finster.
00:04:35Also Interhotel wäre mir lieber.
00:04:38Interhotel.
00:04:40Gnädiges Fräulein.
00:04:42Für dieses Wochenende mache ich sie zur Herrin von Burg Wittenstein.
00:04:48Herrin, wie das klingt.
00:04:49So ein Quatsch.
00:04:50Hoffentlich haben die gut geheizt.
00:04:53Ein klammes Bettzeug finde ich fürchterlich.
00:04:58Kannst du denn nicht warten, bis wir oben sehen?
00:05:08Was ist denn der Tester?
00:05:09Ich muss nachher rauswechseln.
00:05:11Was dann schon wieder?
00:05:12Das geht ja mal, das war kein guter Herr Direktor.
00:05:13Ja, leider, schon zu früh.
00:05:19Das ist doch nicht möglich.
00:05:22Herr Direktor.
00:05:24Herr Direktor.
00:05:25Herr Direktor.
00:05:26Ja?
00:05:26Herr Direktor, kommen Sie, ein Diebstahl.
00:05:29Wollen Sie mal ruhig, Tester?
00:05:31Herr Direktor, zwei unserer besten Radschlossgebäude sind verschwunden.
00:05:35Das ist doch nicht möglich.
00:05:36Wir müssen Radschlöse gehabt haben.
00:05:38Aber wie sind denn das?
00:05:39Das sind doch Spezalschlöse.
00:05:40Aber das weiß ich jedenfalls.
00:05:42Die Bedriebe ist ohne Gewalteinwirkung geöffnet.
00:05:44Die Tschinke auch.
00:05:45Ja.
00:05:46Ausgerechnet unsere wertvollsten Radschlosspüchsen.
00:05:48Das ist ja ein Wert über 100.000 Mark.
00:05:51Sagen Sie mal, wer hat als letzter durch diese Räume geführt?
00:05:54Das wissen Sie doch genau, Herr Reitl.
00:05:56Ich, vor einer guten halben Stunde.
00:05:57Ja, dann können ja die Leute noch nicht so weit sein.
00:05:59Wollen Sie denn hin?
00:05:59Das sind die ältere Herrschaft von Erfolgssolidarität.
00:06:01Die glauben nicht.
00:06:04Aber Tatsache ist, Sie haben die Gruppe nicht richtig im Auge behalten.
00:06:08Was haben Sie da gesagt?
00:06:09Ja.
00:06:10Da soll ich sich nicht auf mir setzen.
00:06:11Ich mache seit 30 Jahren hier Führung.
00:06:14Wir hängen Sie nichts an, Herr Reifel, Sie nicht.
00:06:16Ich bin wie immer als Letzter herausgegangen.
00:06:20Und ich hätte sofort bemerkt, wenn noch ein Stück gefehlt hätte.
00:06:22Das ist ja gut, ist ja gut.
00:06:23Ich würde es Ihnen ja glauben.
00:06:26Aber wo sind die Gewehre?
00:06:28Was weiß ich?
00:06:30Es ist ja nur gut, dass Sie hier zufällig nochmal reingeschaut haben.
00:06:32Was heißt denn nun wieder zufällig?
00:06:36Entschuldigen Sie!
00:06:39Wir haben zur Zeit ja auch ganz interessante Gäste auf der Burg.
00:06:42Vergessen Sie das nicht, Herr Reifel.
00:06:43Sagen Sie mal, Herr Tesker, Sie sind doch wohl wahnsinnig geworden.
00:06:47Sie wollen doch nicht behaupten, dass einer meiner Gäste...
00:06:50Ich werde mich hüten.
00:06:51Als staatlicher Leiter haben Sie die Pflicht, in diesem Falle umgehend,
00:06:54die zuständige Stelle der Volkspolizei zu informieren.
00:06:57Besten Dank für die Belehrung, Herr Tesker.
00:07:00Ich muss Sie bitten, mit niemandem darüber zu reden, bis die Polizei hier ist.
00:07:04Für wie blöd halten Sie mich eigentlich, Herr Reifel?
00:07:16Haben Sie sich verlaufen?
00:07:18Ach, Sie, Herr Tesker.
00:07:22Die Burgkabelle ist vorerst für Besucher, bis ein weiteres Gespät.
00:07:25Das gilt auch für Sie, Herr Dr. Burgkabelle.
00:07:27Ich wollte mich nur mal umsehen, wie weit die Arbeit gedient ist.
00:07:32Sagen Sie mal, Herr Tesker, das ist ja ein neues Schloss an der Tür, nicht?
00:07:36Haben Sie es denn noch nicht aufgegeben?
00:07:39Ich verstehe Sie nicht.
00:07:40Hier gab und gibt es keinen Landesspiegel, Herr Dr. Polenz.
00:07:45Ja, ja, ja.
00:07:57Was ist denn nun?
00:07:58Wenn ich das wüsste.
00:08:00Wollen Sie nicht mal nachsehen?
00:08:01Na, ja.
00:08:03Kannst ja mal probieren.
00:08:04Aber ob sich dadurch was ändert?
00:08:10Ich habe nämlich keine Ahnung von Mutter.
00:08:11Ich auch nicht.
00:08:12Und was nun?
00:08:13Na, der war und muss in die Werkstatt.
00:08:15Und wie komme ich hier zur Burg?
00:08:18Durchschlagen, Frau Leutnant.
00:08:20Durchschlagen?
00:08:21Hier?
00:08:22Zauberhafte Aussichten.
00:08:24Wunderbar.
00:08:24Das ist ja prima.
00:08:26Dieses Auto.
00:08:29Zur Burg durchschlagen.
00:08:35Genossin Leutnant.
00:08:36Was ist denn?
00:08:36Die KT-Tasche.
00:08:39Was denn?
00:08:39Die soll ich auch mitnehmen?
00:08:40Na, ja.
00:08:42Da kommen Sie nicht nach?
00:08:43Ja, sobald ich kann.
00:08:46Zauberhaft.
00:08:47Ich melde mich, wenn das Auto ganz ist.
00:08:52Ich begrüße Sie, meine lieben Freunde.
00:08:53Sie sehen, ich habe Wort gehalten.
00:08:55Hier auf unserer Burg Wittenstein.
00:08:58Ja, danke.
00:09:00An historischem Tatort sozusagen wird heute in einem ganz kleinen Kreis
00:09:04und noch lange vor unserer eigentlichen Uraufführung
00:09:06unser Film der Landesspiegel aufgeführt.
00:09:09Das soll ein ganz kleines weitergeleitetes Dankeschön an all diejenigen sein, die uns hier bei den Dreharbeiten geholfen haben.
00:09:21Allen voran unseren Museumsdirektor Hans Reichelt und seiner lieben Frau.
00:09:26Sehr gut.
00:09:27Unseren guten Geist Ludwig Teska und nicht zuletzt unseren tollkühnen Reitern, den berittenen Stars Rudi und Herbert Trenkel.
00:09:38Über Rudi hat allen viel Spaß gemacht, auch wenn es jede Menge blaue Flecken gegeben hat.
00:09:43Jawohl.
00:09:43Ich begrüße auch Sie.
00:09:45Dankeschön.
00:09:45Guten Abend.
00:09:46Sitzen Sie angenehm?
00:09:47Dankeschön.
00:09:47Gut.
00:09:48Ich begrüße selbstverständlich auch Herrn Dr. Joachim Polenz und seine Assistentin.
00:09:52Von Herrn Polenz stammt ja auch letztendlich die erste, wenn auch indirekte Anregung zu meinem Film.
00:09:56Und jetzt habe ich genug geredet.
00:09:58Fangen wir einfach an.
00:10:15Fangen wir einfach an.
00:10:58Haben Sie mal eine Zigarette für mich, junge Frau?
00:11:01Können auch zwei sein.
00:11:02Ich höre wohl nicht richtig.
00:11:04Lutscher könnt ihr kriegen.
00:11:06Aber erst bei der Rückfahrt.
00:11:07Sie kommt noch nicht zurück.
00:11:33Entschuldigen Sie, wie komme ich denn zur Burg Wittenstein?
00:11:36Bis da rauf, wollen Sie?
00:11:38So weit ist das?
00:11:39Weit und hoch, Frau Leib.
00:11:41Und fährt da nichts anderes hoch?
00:11:42Na, da hätten Sie eine später aussteigen müssen.
00:11:44Früher konnte man ja mit den Eseln rauf, aber das ist schon ein paar hundert Jahre her.
00:11:48Ich könnte ja einen Esel machen und ihn rauf tragen.
00:11:50Ach, unterschätzen Sie mal mein Gewicht nicht.
00:11:51Und dieses Gepäck hier.
00:11:53Gehen Sie nicht nach dem Wegweiser.
00:11:54Es gibt eine Abkürzung.
00:11:56Darum.
00:11:57Gut.
00:11:58Schönen Dank.
00:11:58Bitte schön.
00:12:05Graf Heuer, dies sei mein untertänigster Dank für eure Gastfreundschaft.
00:12:12Der Landesspiegel.
00:12:14Oder wie dem hohen und dem einfachen Manne Gerechtigkeit werden soll.
00:12:18Und diesmal nicht in der Sprache der Priester, sondern mit ehrlicher deutscher Zunge.
00:12:23Ich danke euch, lieber Busso.
00:12:25Verwahren will ich's euch und uns, bis der Magdeburger Pfaff und Kuttenforzer wieder Ruhe gibt im Lande.
00:12:38Ihr aber, Busso, mögt euch eilen.
00:12:40Für euch die magdeburgischen Fassen werden sie euch auf dem Scheiterhaufen schmauchen.
00:12:59Ihr werdet's brauchen können.
00:13:01Oder wisst ihr nur, mit der Gänsefeder umzugehen.
00:13:03Wollen's abwarten.
00:13:08Eine Staubwolke.
00:13:09Reiter im Seelketal.
00:13:11Die Schergen des Erzbischofs.
00:13:12Horte, ich öffne die Tore.
00:13:47bis zum Seelketal.
00:13:47Affe.
00:14:07Meine Zup Butter.
00:14:08Ich kann euch die regarding offereden Kutten 來ın.
00:14:10Meine Zup dangers sind in Eurendrophäe.
00:14:10die Gäsefeder hier. Ich lasse
00:14:10diese März. Bis zum nächsten
00:14:11Mal.
00:14:24Los, hoch hier!
00:14:42Da fährt ihr in der Hölle wüßig.
00:14:45Da wird Gefahrt der Tod aber noch ein paar Jährchen auf mich warten müssen.
00:14:59Ja, das war's. Ich hoffe, es hat Ihnen allen ein bisschen gefallen.
00:15:02Waren Sie nicht der Busso?
00:15:04Ja.
00:15:04Ach, Schauspieler sind Sie auch?
00:15:06Naja, reiten kann er auch.
00:15:09Ja?
00:15:09Also, bitte.
00:15:11Ein bisschen, Herr Rudi.
00:15:14Ah, und Sie, großer Meister?
00:15:16Naja, sehr gut.
00:15:18Kindtop, Mummschatz, wichts weiter.
00:15:25Hans, nun guck dir das mal an.
00:15:28Ja, was ist denn?
00:15:29Sieh mal, dein Sohn.
00:15:32Das ist mal der Mann.
00:15:38Das gibt's doch nicht.
00:15:47Ich bin ja bloß in Deckung gegangen.
00:15:51Ich bin ja bloß in Deckung gegangen.
00:15:52Ich seh dich ja.
00:15:53Ping, ping, ping, ping, ping, ping, ping, ping, ping.
00:15:56Sag mal, seid ihr denn wahnsinnig geworden?
00:15:59Jetzt geb ich euch gleich ping, ping.
00:16:00Komm her.
00:16:01Kommst du zurück?
00:16:03Ist denn das zu fassen?
00:16:05Gebt das Gewehr her.
00:16:06Sag mal, weißt du, was du für einen Mist angestellt hast?
00:16:09Weißt du das?
00:16:10Weißt du nicht?
00:16:11Nein?
00:16:12Wegen euch kommt jetzt die Kriminalpolizei.
00:16:14Wo ist der Schlüssel für die Truhe?
00:16:16Im Schlüsselsteam.
00:16:16So.
00:16:17Zwei große Jungs und noch so dämlich.
00:16:19Ab, Marsch!
00:16:23Aber du hast doch gesagt, die alten Liefer schießen nicht mehr.
00:16:26Pass mal auf, wenn ich euch ein paar schieße.
00:16:27Wir dürfen drinschauen.
00:16:28Mein Vater ist Regisseur.
00:16:29Beim Vater dem Herrn Regisseur werde ich schon was erzählen durch.
00:16:32Bitte entschuldigen Sie, Frau Leutnant.
00:16:34Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll.
00:16:38Diese ganze Angelegenheit, verstehen Sie, ist natürlich etwas eigenartig, um nicht zu
00:16:43sagen merkwürdig.
00:16:45Dieser sogenannte Kunsthaut, verstehen Sie, entpuppte sich ja nun als ein Windei.
00:16:54Mein Sohn, verstehen Sie, hat, äh, selbstverständlich übernehme ich voll die Verantwortung und...
00:17:00Ja, Sie werden von uns hören.
00:17:02Ja.
00:17:03Kann ich mich...
00:17:04Bitte, bitte nehmen Sie Platz.
00:17:11Vielleicht darf ich Ihnen zur Versöhnung ein, äh, etwas zu trinken anbieten, einen Harzgeist
00:17:17oder...
00:17:17Ja, ja, das wäre genau das Richtige, was ich jetzt gebrauchen kann.
00:17:19Ja, da freue ich mich.
00:17:27Sagen Sie mal, wie konnte Ihr Sohn eigentlich so einfach an die Schlüssel rankommen?
00:17:32Eigentlich kann er das nicht, verstehen Sie, der Schlüssel für die Schauvitrine ist eigentlich
00:17:37im Safe und den Safe-Schlüssel habe ich in meiner Tasche, heute hatte ich ihn nicht in der
00:17:41Tasche.
00:17:42Die Leute von...
00:17:43Und die Alarmanlage?
00:17:47Die war auch nicht an.
00:17:48Aha.
00:17:49Na gut.
00:17:51Auf den kürzesten Fall in meiner Laufbahn.
00:17:55Ja.
00:17:57Wollen Sie noch...
00:17:58Nein, danke.
00:17:59Selbstverständlich werde ich einen Bericht abgeben.
00:18:02Ja, ja, das ist mir klar.
00:18:07Schade, eigentlich hätte ich mich auf die Burg gefreut.
00:18:09Ja?
00:18:11Ach, dann darf ich Ihnen vielleicht einen Vorschlag machen, Frau Leutnant, dann bleiben Sie doch
00:18:16als Beingast hier.
00:18:17Das wäre möglich?
00:18:18Ja, natürlich, ein fremden Zimmer ist für Sie bestimmt noch frei.
00:18:21Ja, dann werde ich meinen Chef anrufen und ihn um zwei Tage Urlaub bitten.
00:18:25Darf ich mal telefonieren?
00:18:33Wie kriege ich hier das Amt?
00:18:34Ne, das Amt muss drin sein.
00:18:35Ne, ist nicht.
00:18:37Darf ich's?
00:18:38Hm.
00:18:44Ah ja.
00:18:44Ach, völlig tot.
00:18:46Ja, das kennen wir.
00:18:47Ist offenbar wieder mal eine Störung.
00:18:48Wissen Sie, was hier hilft?
00:18:49Hier hilft nur eins.
00:18:50Probieren, probieren und immer wieder probieren.
00:18:53Wissen Sie was?
00:18:53Also, machen Sie inzwischen eine Besichtigung der Burg.
00:18:57Ich probiere es immer wieder und ich sage Ihnen Bescheid, wenn ich es Ihnen amt kriegen
00:18:59kann.
00:19:00Wenn Sie Hunger oder Durst haben, dann sagen Sie es meiner Frau.
00:19:03Die sorgt für alles.
00:19:05Na?
00:19:07Ja, Herr Sandau.
00:19:09Beim breiten Publikum wird Ihr Film natürlich ankommen, aber...
00:19:12Dankeschön.
00:19:14Vom Standpunkt des Historikers ausgesehen, muss ich Ihnen...
00:19:17Seien Sie mir nicht böse, lieber Herr Pohlens, aber...
00:19:20Die paar Einwände werde ich überleben.
00:19:22Sie interessieren mich, entschuldigen Sie, einen feuchten Schnee.
00:19:24Ich mache meine Filme nicht nur für Spezialisten.
00:19:26Das hat mir der Film sehr gut gefallen.
00:19:28Die Farben so richtig naturgetreu, ganz toll.
00:19:33Dankeschön.
00:19:37Sehen Sie, lieber Herr Pohlens, Ihre Assistentin scheint mehr Sinn für meine künstlerische Handschrift
00:19:42zu haben.
00:19:44Ach, wissen Sie, ich komme zu Ihnen.
00:19:47Außerdem habe ich mich wirklich sehr lange mit dem Stoff beschäftigt.
00:19:49Die historischen Fakten, lieber Herr Pohlens, sind wenig gesichert und überlassen also
00:19:54der Fantasie einen breiten Spielraum.
00:19:58Ja.
00:19:59Also.
00:20:03Auf Busse von Heimberg.
00:20:04Burg.
00:20:06Alles klar.
00:20:07Auf Busse von Heim.
00:20:08Burg.
00:20:09Und den Landesspiegel.
00:20:19Vielleicht spügt sein Gast immer noch in der Burg rum.
00:20:25Aber Busse hat nach seiner Flucht nie wieder den Wittenstein betreten.
00:20:29Ja, aber die Verfolgungsjagd im Selgetal, die sah sehr gut aus.
00:20:34Irre.
00:20:36Warst du denn nun wirklich aus dem berühmten Landesspiegel geworden?
00:20:39Der immer noch auf der Burg versteckt?
00:20:40Er liegt im zentralen Staatsarchiv von Menzleben.
00:20:43Nicht wahr?
00:20:43Aber das weißt du doch, Cornelia.
00:20:46Aber Ihre Assistentin meint doch wohl jene legendäre Zweitschrift, nicht?
00:20:49Wegen der sich Busse den Bann flucht, darf ich mal?
00:20:52Des Papstes auf den Hals geholt hat.
00:20:53Genau.
00:20:55Alten Chroniken nach, soll er sich auf dem Wittenstein geblieben sein.
00:20:58Professor Putt-Breser aus Rostock.
00:21:00Aber Herr Sankar, Sie haben sich ja doch mit der Fachliteratur beschäftigt.
00:21:05Danke.
00:21:06Aber Herr Polenz, durch Sie bin ich doch überhaupt erst auf diesen Filmstoff gekommen.
00:21:14Hallo?
00:21:14Ja, endlich, wo bleibst du denn?
00:21:16Wo ist Gisela?
00:21:17Ach du, weißt du, die mag sowas nicht und sie lässt sich entschuldigen.
00:21:19Wächst ein Klassekt?
00:21:20Nee, nee, nee.
00:21:21Damit kannst du mich jagen.
00:21:22Ich habe mir meine Spezialmischung geschaffen.
00:21:26So.
00:21:28Ach, äh, Hans, weißt du eigentlich, Herr Polenz und ich sind uralte Bekannte.
00:21:33Ach.
00:21:34Ja.
00:21:34Wir sind uns hier vor 19 Jahren auf dem Wittenstein begegnet.
00:21:37Hm.
00:21:38Moment mal, ich muss mal.
00:21:39Im Sommer 61, da war ich...
00:21:43Ja, ja, das stimmt.
00:21:44Ich habe ja über Busse von Heimburg gearbeitet.
00:21:48Damals, damals hätte ich mir auch nicht träumen lassen, dass ich mich mal auf die Befreiungskriege spezialisiere.
00:21:53Ja, aber entschuldigen Sie, ich kann mich nicht erinnern.
00:21:56Ach, das macht nichts.
00:21:57Ich war damals noch Schüler.
00:22:00Ich habe mir ja damals auf der Burg ein paar Mark als Museumsführer verdient.
00:22:04Und da haben Sie, Herr Polenz, mir die Geschichte vom Landesspiegel erzählt.
00:22:08Ist ja klasse, wie das Leben so spielt, wa?
00:22:11Äh, ja, ja.
00:22:12Ja, ich glaube, ich, äh, ich glaube, ich erinnere mich jetzt.
00:22:17Ist ja schade, dann hätte ich Sie ja beraten können, nicht?
00:22:20Ich kann da leider gar nicht mitreden.
00:22:22Wir sind ja seit zwei Jahren hier auf der Burg.
00:22:24Möchte ich mal einen Schnaps?
00:22:25Ja, gerne.
00:22:26Bitte.
00:22:27Ja, Herr Sandau, wenn ich Sie gewissermaßen schon als Schuljungen gekannt habe, meine ich,
00:22:30könnten wir uns doch durchsuchen.
00:22:32Das ist natürlich ein Grund.
00:22:34Hans, ich heiße Uwe.
00:22:36Ich heiße Joch.
00:22:37Auf dein Wohl.
00:22:37Prost, Joch.
00:22:40Du, nimm's mir nicht übel, aber die Sache mit dem Kamin in deinem Film ist natürlich
00:22:43sachlich Quatsch.
00:22:45Und wieso?
00:22:46Wir haben tatsächlich so einen alten Raum mit einem Kamin.
00:22:49Den kriegt normalerweise gar keiner zu sehen.
00:22:52Der Kamin im Film war Dekoration.
00:22:54Den haben wir im Atelier nachgebaut.
00:22:57Und wieso ist das sachlich Quatsch?
00:22:59Weil in der mittelalterlichen Anlage der Kamin der Lebensnerv der Burg war.
00:23:03Das Energiezentrum gewissermaßen verständliche Benutzung.
00:23:05Nein, das überzeugt mich nicht.
00:23:08Warum soll es in so einem dicken Mauerwerk keine verdeckten Hohlräume gegeben haben?
00:23:11Können wir uns den alten Kamin nicht mal ansehen?
00:23:13Das war eine gute Idee.
00:23:14Ich kenne den Kamin übrigens auch nicht.
00:23:16Aber komm, Nila.
00:23:19Der Kamin ist doch seit 400 Jahren nicht mehr in Benutzung.
00:23:22Damals bei dem Umbau in der Renaissance hat man doch überall Öfen installiert.
00:23:27Mann.
00:23:28Würde mich ganz gerne mal richtig gruseln.
00:23:31Von dir aus?
00:23:32Bitteschön, ich bin kein Spiegelvater.
00:23:34Warum soll ich nicht?
00:23:35Nehmen wir noch eine Flasche.
00:23:37Ja, natürlich nehmen wir eine Flasche.
00:23:39Joch, sei kein Frosch.
00:23:41Ach, weißt du.
00:23:42Komm mit.
00:23:42Erklär uns noch was.
00:23:44Meinetwegen auch Wissenschaft.
00:23:45Wissenschaft.
00:23:45Wissenschaft.
00:23:46Dann komm.
00:23:55Ich will ja bis morgen fertig werden.
00:23:59Dann mach ich eine Woche Urlaub in Warnemünde.
00:24:04Und dann geht's auf die Orsburg.
00:24:06Ne.
00:24:07Damals an den Fresten hast du die nicht so lange festgehalten.
00:24:11Nö, ich wäre ja dauernd gestört von den Besuchern.
00:24:15Bloß weil du zu faul bist, ein Schild an die Tür zu hängen.
00:24:19Ich möchte noch alles machen.
00:24:20Ich möchte es ja nicht für neue Schäden.
00:24:22Aber nimmst du die Handwerker her, verdienen wir Geld woanders.
00:24:25Dein Chef sagt, du hast goldene Hände.
00:24:28Ja, aber nicht 100 auf einmal.
00:24:30Ich bin gelernter Maurer.
00:24:32Ich weiß wirklich.
00:24:33Komm, kommt hier.
00:24:36Na, lieber Vibateska, Sie sind ja immer noch fleißig.
00:24:39Ja, das sehen Sie ja.
00:24:40Wie erstatten Sie uns, dass wir Ihnen vor Ihrer Festbeleuchtung hier etwas abzwacken?
00:24:45Wieso?
00:24:46Wir wollten mal einen Blick in den geheimnisvollen romanischen Gang werfen.
00:24:50Der Gang ist feucht.
00:24:52Und der Luftzug?
00:24:54Warten Sie, bis ich fertig bin.
00:24:56Naja, es muss ja auch nicht sein.
00:24:59Och Mann.
00:25:00Na, nun haben Sie sich mal nicht so.
00:25:02Bis 1945 durfte diese Tür nicht geöffnet werden.
00:25:05Kommt mal eine mit.
00:25:06Brieh mal die Lampe.
00:25:07Nach einer alten Sage muss derjenige, der diese Tür hier aufschließt, sterben.
00:25:12Oh, das wusste ich.
00:25:13Schließlich muss ja jeder mal sterben.
00:25:17Bitte seid vorsichtig, wir haben wenig Licht.
00:25:19Warte an der Balken.
00:25:21Der Boden ist ja sehr uneben.
00:25:23Stuhlweben.
00:25:25Und Spinnweben, vorsichtig.
00:25:27Warte.
00:25:28So.
00:25:28Ah, komm ich.
00:25:30Ach so.
00:25:32So.
00:25:33Jochen.
00:25:35Bitte.
00:25:36Vortrag.
00:25:37Ich bin dann am Abend, der Quicket und Laat.
00:25:40Also hört mal, wie ich euch oben schon sagte, dieser Raum diente also wahrscheinlich in der ersten,
00:25:44in der romanischen Burg als Küche und zur Heizung der darüber liegenden Wohngebäude.
00:25:49Ja, der Kamin muss aber sehr weit überflüssig geworden sein.
00:25:51Denn schon beim ersten Umbau findet sich die Burgküche im gegenüberliegenden Flügel.
00:25:54Es wäre also durchaus denkbar.
00:25:55Aber Moment mal.
00:25:57Guck doch mal.
00:25:59Der Mörtel ist doch hier aber noch ziemlich frisch.
00:26:04Ja, das...
00:26:06Das kann man nicht ohne weiteres behaupten.
00:26:09Da müsste ein Fachmann her.
00:26:1320, 30 Jahre.
00:26:14Höchstens.
00:26:16Kollege Teska!
00:26:18Was?
00:26:19Hier ist die Wand viel dünner.
00:26:22Was bedeutet denn das?
00:26:27Ja, das ist eigenartig.
00:26:28Ja.
00:26:30Können Sie sich daran erinnern, wann hier mal was ausgebessert wurde?
00:26:33Hier ist nie was gemacht worden, das müsste ich wissen.
00:26:35Bitte, dann schauen Sie sich das mal an.
00:26:37Schauen Sie.
00:26:39Das hier ist doch relativ frischer Mörkel.
00:26:44Das ist doch nicht möglich.
00:26:46Ja.
00:26:47Das verstehe ich nicht.
00:26:49Ja, ich weiß es auch nicht.
00:26:50Bitte holen Sie Werkzeug.
00:26:51Wieso?
00:26:52Bitte holen Sie es.
00:26:53Ja, bitte.
00:26:55Womöglich finden wir hier den Landesspiegel.
00:26:57Ja, aber doch nicht hinter frischem Mauerbank.
00:26:59Seien Sie mal, das ist doch wohl nicht Ihr Ernst.
00:27:01Sie wollen doch nicht etwa die Wand aufstellen.
00:27:04Der Mörtelstaub.
00:27:05Meine Farben sind noch nicht trocken.
00:27:07Das geht jetzt nicht.
00:27:08Dann machen wir so lange die Tür zu.
00:27:10Der Staub dringt ja durch alle Ritzen.
00:27:13Ich will jetzt wissen, was hier hinter steckt.
00:27:15Wo würdest du denn ein Versteck des Landesspiegels für möglich halten?
00:27:19Und es gibt Hinweise, die auf das Kapellengewöl bedeuten.
00:27:25Das ist unmöglich.
00:27:27Damals bei der Restaurierung wurde nicht die geringste Spur davon entdeckt.
00:27:31Der Direktor, ist das Ihr Ernst?
00:27:33Ja, mein Vater Ernst.
00:27:34Bitte.
00:27:37Ja, doch, wieder alles zu machen.
00:27:39Und dann.
00:28:01Ja, doch, wieder alles zu machen, dann.
00:28:09Ich habe ihn gesehen.
00:28:11Ich habe ihn gesehen.
00:28:13Ein Toter.
00:28:16Heinz, ein Toter.
00:28:20Los, alles raus hier.
00:28:21Von draußen, bitte.
00:28:29Genussin, Leutnant!
00:28:30Was geht's denn?
00:28:31Bitte, bitte kommen Sie schnell.
00:28:33Wieder ein Diebstahl?
00:28:35Nein.
00:28:36Mord.
00:28:39Nicht jetzt, nicht heute.
00:28:41Bitte kommen Sie, ich erkläre es Ihnen.
00:28:43Kommen Sie.
00:28:50Spüren Sie den ständigen Luftzug?
00:28:53Ich glaube, nur dadurch war es möglich, dass die Leiche mumifizierte.
00:28:57Wie alt schätzen Sie sie?
00:29:00Ich habe da keine Erfahrung. Ich bin kein Fahrmann.
00:29:03Können Sie mir vielleicht eine Namenswiese zusammenstellen?
00:29:05Alle Mitarbeiter der letzten zehn, zwanzig Jahre?
00:29:10Ja, natürlich kann ich das.
00:29:12Obwohl ich selber bin erst seit zwei Jahren hier.
00:29:14Bernd.
00:29:16Ja, von woher kann ich denn jetzt telefonieren?
00:29:18Bei mir im Büro.
00:29:21Hallo!
00:29:22Hallo!
00:29:23Ach, da ist so viel Telefon.
00:29:25Das ist doch zwecklos.
00:29:26Vorige Woche hat zwei Tage gedauert.
00:29:27Ja, Frau Leutnant, das sind meine Vorgänger seit Kriegshemme.
00:29:31Und hier habe ich die augenblicklichen Gäste der Burg.
00:29:34Ah, ja.
00:29:35Ja, ja, das ist...
00:29:40Also, wenn das ein Verbrechen war, dann ist das lange vor Ihrer Zeit passiert.
00:29:47Wer war denn bei dem Leichenfund eigentlich alles dabei?
00:29:49Na, alle.
00:29:50Alle?
00:29:51Alle.
00:29:51Nein, bis auf meine Frau und die Kinder und Frau Dr. Hammer.
00:29:55Also doch nicht alle?
00:29:56Nein, nicht alle.
00:29:57Und wer hatte die Idee?
00:29:59Frau Leutnant, das kam aus einer Schnapselronne.
00:30:02Eigentlich war es aber auch Cornelias Idee.
00:30:05Das heißt, dann Sandau und ich.
00:30:07Sandau und ich.
00:30:11Wie wird man eigentlich Burgdirektor?
00:30:15Bitte?
00:30:16Burgdirektor.
00:30:17Burgdirektor.
00:30:19Ich...
00:30:20Also, ich kannte den Wittenstein.
00:30:23Den Wittenstein kannte ich schon von früher her.
00:30:27Ein ehemaliger Studienkollege, Siegfried Ewart,
00:30:31der hat mich damals eingeladen,
00:30:35nachdem er mir den Posten eigentlich vor der Nase weggeschnappt hat.
00:30:41Und ich bin sehr oft hierher gekommen.
00:30:44Aber dann war er eines Tages weg.
00:30:47Er war abgehauen.
00:30:48Plötzlich abgehauen.
00:30:49Warum wusste keiner?
00:30:52Mich kriegen Sie hier erst weg, wenn ich zwei Krücken brauche.
00:30:56Ja, Herr Direktor.
00:30:57Ich...
00:30:58...brauche jetzt Ihre Hilfe.
00:31:00Ja.
00:31:01Die Situation ist etwas verborgen.
00:31:02Mhm.
00:31:04Ich bitte Sie,
00:31:06dass mir alle Anwesenden für die Ermittlungen zur Verfügung stehen.
00:31:09Ja.
00:31:09Bis die Morduntersuchungskommission und die Gerichtsmedizin eingetroffen sind.
00:31:12Ich verstehe, ich verstehe.
00:31:13Wie weit ist das eigentlich bis zum nächsten VP-Revier?
00:31:15Acht Kilometer. Soll ich hinfahren? Hilfe holen.
00:31:18Sie haben doch alle getrunken, oder?
00:31:20Ja, natürlich.
00:31:21Na ja, bleiben Sie mal lieber hier am Telefon
00:31:22und versuchen Sie da immer wieder durchzukommen.
00:31:24Äh, sprachen Sie vorhin nicht was von einem Doktor?
00:31:28Äh, nein, einer Ärztin. Frau Dr. Hammer, bitte.
00:31:30Naja, das ist doch wenigstens einrichtig.
00:31:32Naja, das ist doch wenigstens einrichtig.
00:31:38Frau Doktor!
00:31:39Ah, Frau Doktor!
00:31:41Frau Doktor!
00:31:42Frau Doktor!
00:31:43Ja?
00:31:43Was ist denn?
00:31:44Ich muss raus.
00:31:50Ah!
00:32:01Also.
00:32:04Männliche Leiche.
00:32:0730 bis 35 Jahre.
00:32:10Unbegleitet, wie Sie gesehen haben.
00:32:15Haben Sie fremde Gewaltanwendungen verstehen können?
00:32:19So genau kann ich das nicht sagen.
00:32:22In der Herzgegend sind...
00:32:25fünf Verletzungen zu erkennen, aber...
00:32:28aber das muss die Gerichtsmedizin genauer untersuchen.
00:32:30Ich bin doch kein Fachmann.
00:32:33Der Reichelt sagt, der Mördel an dieser Stelle sei etwa...
00:32:37...fünfzehn Jahre alt.
00:32:44...fünfzehn.
00:32:46Oder mehrere Jahre.
00:32:51Mir ist kalt.
00:32:57Warum hat man ihm denn die Sachen weggenommen?
00:33:03Der Täter wollte die Identifizierung beschweren.
00:33:09Also, Frau Reutnant.
00:33:12Ich glaube, da im Namen aller zu sprechen.
00:33:15Auf unsere Hilfe können Sie rechnen, wenn Ihnen das was nützt.
00:33:20Ja.
00:33:24Ach so, darf ich den Mann verlassen? Ich will mal nach den Kindern sehen.
00:33:27Aber natürlich, Frau Reichelt.
00:33:30Darf ich mitkommen?
00:33:31Zu zweit fühlt man sich sicherer.
00:33:33Ja, ja. Gehen Sie ruhig mit, vollen Tage.
00:33:37Aber...
00:33:38...es besteht kein Grund zur Panik.
00:33:41Hier gibt es keine Geister.
00:33:46Sie ist ein bisschen hysterisch.
00:33:48Aber das ist doch kein Wunder.
00:33:50Ich danke Ihnen für Ihre Bereitschaft, die Burg vorerst nicht zu verlassen.
00:33:54Was heißt das?
00:33:56Das heißt, dass Sie die Burg erst verlassen können, wenn der Fall geklärt ist.
00:34:00Wie bitte?
00:34:01Wir müssen versuchen herauszufinden, wer der Tode ist.
00:34:10Sie sind nicht zu verlassen.
00:34:11Herr Reichelt.
00:34:11Ja, wer?
00:34:12Hat es in der jüngeren Geschichte der Burg jemals einen Vermissten gegeben?
00:34:16Ich... ich weiß davon nichts.
00:34:19Aber vielleicht Kollege Teska.
00:34:21Er ist ja seit 30 Jahren hier auf der Burg.
00:34:24Frau Leutnant, darf ich Sie mal sprechen.
00:34:26Aber bitte allein.
00:34:28Burg Wittenstein.
00:34:31Ja, die Nummer stimmt.
00:34:34Na, dann versuchen Sie mich zu erreichen.
00:34:37Natürlich erst, wenn die Verbindung wieder klappt.
00:34:39Sie müssen Geduld mit mir haben, Frau Leutnant.
00:34:42Also fangen wir an.
00:34:44August 1961.
00:34:46Ja.
00:34:48Damals war ich gerade auf Lehrgang in Stralsund.
00:34:51Wie ich zurückkomme und die sagen, der Chef sei rüber gemacht.
00:34:54Also, die haben uns vielleicht auseinandergenommen in dieser Situation.
00:34:58Sie verstehen.
00:34:58Ein paar Tage waren die im Ort.
00:35:01Ja, der Ebert war schon ein verrückter Hund.
00:35:05Einzelgänger.
00:35:05Keine Verwandten.
00:35:07Aber warum sollte der abhauen?
00:35:09Sie, der hat an der Burg gehangen, als ob sie sich selber gebaut hätte.
00:35:13Ja, dann kamen sie mit den Kunstdiebstählen.
00:35:17Ein paar Säbel waren verschwunden.
00:35:18Aber das habe ich doch selber gemeldet.
00:35:20Das hätte der Ebert nie gemacht.
00:35:22Der klaut doch keine Säbel.
00:35:24Richtig krank war ich damals.
00:35:27Weil...
00:35:28So habe ich mich noch nie in einem Menschen getäuscht.
00:35:30Hatte der Ebert eigentlich Krach mit Behörden?
00:35:33Ärger gab es bei denen immer.
00:35:35Wegen seiner Verrücktheiten.
00:35:36Na mal konkret.
00:35:38Er hatte andere museale Vorstellungen als die Behörden.
00:35:40Burg Wittenstein als Jagdmuseum.
00:35:43Das passte ihm nicht.
00:35:46Hat er sich eigentlich mal gemeldet?
00:35:48Ja, da wurden...
00:35:50Grüße wurden mal bestellt.
00:35:51Post kam wohl auch.
00:35:53Grüße an wen?
00:35:55Das weiß ich nicht.
00:35:56Und wer bekam Post?
00:35:57Das weiß ich nicht.
00:35:58Haben Sie Post gekriegt?
00:35:59Ich habe keine Post gekriegt.
00:36:01Woher wissen Sie denn, dass Post kam?
00:36:03Weil damals erzählt wurde, dass Grüße bestellt wurden.
00:36:06Ah.
00:36:09Herr Teska.
00:36:10Ja?
00:36:11Können Sie sich noch genau erinnern, wer im August 1961 alles hier auf der Burg war?
00:36:18Oh, Frau Leutnant, das ist...
00:36:20Das ist nicht einfach, aber...
00:36:22Ich will's versuchen.
00:36:25Das war...
00:36:26Die Frau Schimmel, die Sekretärin.
00:36:28Die ist aber schon zehn Jahre tot.
00:36:30Der Wolf, der legte damals die...
00:36:33...Fresken in der Kapelle frei.
00:36:36Polens.
00:36:37Aber der interessierte sich nur für den Landesspiegel.
00:36:39Für was?
00:36:40Für den Landesspiegel.
00:36:42Ja, Frau Doktor Hammer, die ist ja schon ewig auf der Burg.
00:36:47Da haben der alte Pechler, der lebt ja nun auch nicht mehr.
00:36:50Ja, und Sandau, der vom Film.
00:36:54Der machte damals als Student hier Aushilfe.
00:36:57Also, Polens, Wolf, Frau Doktor, Sandau...
00:37:02Ja.
00:37:02...und Sie, Herr Teska.
00:37:05Können Sie sich den Toten noch mal genau ansehen?
00:37:07Ja.
00:37:13Ich bin überrascht.
00:37:16Das fehlt zu fassen.
00:37:18Lass das Fenster zu.
00:37:19Hier fliegt doch alles weg.
00:37:20Außerdem kriegen wir den Laden nicht mehr warm.
00:37:22Hör auf den Ruhm!
00:37:25Das ist alles zeitlos.
00:37:29Jetzt lass doch rücksichtslos von dir.
00:37:34Jetzt hab ich ja langsam Kanal voll hier.
00:37:38Ich lass mir das nicht bieten!
00:37:40Alles wegen dieser Mumie im Kamin!
00:37:43Jetzt kann ich doch hier nicht aufhalten!
00:37:44Tut sie das?
00:37:46Tut sie das, tut sie das!
00:37:47Willst du mich argern, oder was?
00:37:49Ich sage dir.
00:37:52Ich bin morgen früh in Rostock.
00:37:55Oder es gibt einen Riesenskandal.
00:37:57Aha.
00:37:57Ja.
00:37:59Weißt du, was ein Drehtag kostet?
00:38:01Nee.
00:38:01Willst du das verantworten?
00:38:02Dann brüll hier nicht rum.
00:38:03Ich bin nicht dein Arzt.
00:38:03Ach, ich brüll überhaupt nicht!
00:38:06Ich hab mit dieser Scheißleiche nichts zu tun!
00:38:09Sag das gefällig seinen Genossen, Leutnant!
00:38:10Sag das, Herr Arndt selber, wenn du ihr was sagen willst!
00:38:12Außer die Macht, dass du da rauskommst!
00:38:15Was?
00:38:17Hans!
00:38:19Entschuldige, das sind doch die Nerven.
00:38:20Ja, ich hab auch das wirklich.
00:38:23Versteh ich.
00:38:24Was hab ich Ihnen gesagt, Frau Leutnant?
00:38:26Es gibt so eine Ahnung.
00:38:29Der Ebert ist nie von der Bruch runter.
00:38:31Und die sind sich jetzt völlig sicher?
00:38:33Völlig.
00:38:35Der Zeigefinger.
00:38:36Dann hat er sich 57 abgequetscht.
00:38:40Die Wasserleitung war eingefroren
00:38:41und wir mussten die Brunnenwinde in Gang setzen.
00:38:45Und bei der Kette.
00:38:47Da ist es passiert.
00:38:57Der Landesspiegel.
00:39:01Das war schon was.
00:39:05Aber weißt du,
00:39:08es ist so schwer sich zu erinnern.
00:39:12Das ist schon fast 19 Jahre her.
00:39:22Schönes Wochenende.
00:39:25Garantiert echte Leiche.
00:39:28Hör mir gut zu, du.
00:39:31Hä?
00:39:36Hör mir zu.
00:39:39Ich komme also im August 61 hier auf die Burg.
00:39:44Es war so eine Art Forschungsauftrag.
00:39:46Was machen wir denn, wenn die uns hier festhalten?
00:39:48Soll ich mich mal zuhören?
00:39:51Ich komme 61 hier auf die Burg.
00:39:54Und?
00:39:54Du, wenn du was damit zu tun hast,
00:39:55dann sag lieber gleich die Wahrheit.
00:40:00Ach, Conny.
00:40:01Lass mich nicht in so alte Geschichten reinziehen, hörste?
00:40:04Conny.
00:40:08Du musst mir einfach zuhören.
00:40:12Mein Schatz.
00:40:14Ich bin nicht dein Schatz.
00:40:20Du riechst wie ein Spritfass.
00:40:24Ich muss ja schwachsinnig gewesen sein,
00:40:27dich als meine Assistentin auszugeben.
00:40:30Du.
00:40:31Du scheinst völlig zu vergessen,
00:40:33dass ich gar nicht hierher wollte.
00:40:36Mich interessiert dein Landesspiel nicht.
00:40:39Und diese Burg hier und diese,
00:40:40diese ganzen alten Klamotten.
00:40:48Sag mal.
00:40:49Ja.
00:40:51Wenn wir vernommen werden.
00:40:57Dann...
00:40:58Dann muss ich doch alles zugeben.
00:41:02Dann erfährt das doch meine Frau.
00:41:06Dann bin ich erledigt.
00:41:11Also, ich muss ja wohl fach gewesen sein,
00:41:13als ich mich mit dir eingelassen habe.
00:41:16Weißt du was?
00:41:18Eigentlich tust du mir leid mit deiner erbarmlichen Angst.
00:41:25Und du wolltest mir die Burg zu Füßen legen.
00:41:28Du.
00:41:31Renn doch los!
00:41:32Leg dich doch zu deinem Regisseur ins Bett, du!
00:41:36Du bist geschmacklos.
00:41:39Connylein, bitte!
00:41:41Connylein!
00:41:42Bitte bleib hier.
00:41:45Ich...
00:41:47Bitte sei nicht böse.
00:41:49Ich...
00:41:49Ich hab's nicht so gemeint.
00:41:53Wir sind alle ein bisschen hysterisch.
00:41:55Ja, das seid ihr alle.
00:41:57Weißt du was?
00:41:59Manchmal lernt man über Nacht.
00:42:02Sie haben ihn nicht vergessen?
00:42:05Vergessen?
00:42:06Nein.
00:42:14Also lieben Sie ihn immer noch?
00:42:17Ich hab ihn geliebt.
00:42:21Er war mein Leben.
00:42:24Er war seine Flucht.
00:42:28War Verrat.
00:42:31Am Schluss war nur noch Hass.
00:42:36Aber Sie waren doch auch auf der Burg, als Ebert wegging.
00:42:39Wissen Sie noch an welchem Tag es war?
00:42:43Sommer.
00:42:46Sommer 61.
00:42:48Kurz bevor ich mit der Kapelle fertig wurde.
00:42:52Es kann der 8. August gewesen sein.
00:42:54Oder der 9.
00:42:56Ich wurde damals vernommen, Sie doch auch.
00:42:58Es war der 10. August 1961.
00:43:02Ja.
00:43:04Tesca war von der See zurückgekommen.
00:43:06Ich bin ein paar Tage später weggefahren.
00:43:09Und wenn es nun doch Ebert ist, den Sie gestern gefunden haben?
00:43:20Dann haben Sie ein falsches Leben gelebt.
00:43:26Umsonst gehasst.
00:43:28Ja.
00:43:35Noch ein Korn.
00:43:38Mensch.
00:43:39Was...
00:43:41Was machen wir denn los?
00:43:45Vergessen Sie das doch alles.
00:43:47Der sitzt doch längst im Trockenen.
00:43:50Wir frieren hier und...
00:43:52Der sitzt an der Sonne und fragt sich alles.
00:43:54Nein, Herr Wolf.
00:43:56Aber...
00:43:57Irgendjemand hat mir doch Grüße von Ihnen bestellt.
00:43:59Aus Nürnberg.
00:44:00Ja, aus Nürnberg.
00:44:02Sie haben doch auch Post bekommen.
00:44:04Ja.
00:44:05Einen merkwürdigen Brief.
00:44:07Mit Maschine geschrieben.
00:44:09Aber es waren nicht seine Worte.
00:44:24Ja.
00:44:25Hinter der Kapelle liegt er.
00:44:27Tot.
00:44:30Erstochen.
00:44:31Seit 19 Jahren.
00:44:40Es ist Ebert.
00:44:42Woher wissen Sie das?
00:44:43Ich hab ihn erkannt an den Zähnen.
00:44:46Ja, es ist Ebert.
00:44:49Auch Tesca hat ihn identifiziert.
00:44:53Warum haben Sie mir das nicht gesagt?
00:44:55Ich wollte es nicht wahrhaben.
00:44:57Selbstschutz.
00:44:59Solange man es nicht ausspricht, ist es nicht geschehen.
00:45:08Was machst du denn hier?
00:45:10Frösche Luftschlappen.
00:45:13Geht das Telefon schon wieder?
00:45:15Nee.
00:45:19Ich muss doch blöde sein, mir den Mörtel so genau anzugucken.
00:45:23Jetzt haben wir den Ärger.
00:45:25Ich vermute, hier gibt es einen, der bekommt noch größeren Ärger.
00:45:30Denkst du an eine bestimmte Person?
00:45:33Du etwa?
00:45:38Eigentlich nicht.
00:45:43Weißt du, der Ebert?
00:45:46Den konnte doch keiner richtig leiden, hm?
00:45:50Aber warum er umgebracht wurde, das möchte ich schon gerne wissen.
00:45:56Ich auch.
00:46:01Tja.
00:46:03Ich bekam dann einen Nervenzusammenbruch.
00:46:10Ich konnte ein Vierteljahr nicht arbeiten.
00:46:17Seitdem existieren Männer für mich nur noch als Kollegen oder Patienten, verstehen Sie?
00:46:2419 Jahre falsch gelebt.
00:46:28Frau Schäffarzt Hammer.
00:46:30Fachlich und politisch einwandfrei lebt nur für ihren Beruf.
00:46:34Privat eine graue Maus.
00:46:36Ein Neutrum, ein geschlechtsloser Roboter.
00:46:39Wie geht es uns?
00:46:41Wie fühlen wir uns denn heute?
00:46:46Scheißelend fühlen wir uns, Frau Leutnant.
00:46:49Ein nicht gelebtes Leben.
00:46:52Vertrocknet.
00:46:55Voller Hass auf einen Mann, der längst tot war.
00:46:59Entschuldigen Sie sich aber.
00:47:06Mir platzt bei einer der Schädel.
00:47:10Ja, also an diesem Morgen sollte eine Sonderführung stattfinden.
00:47:14Aber Ebert war nirgends zu finden.
00:47:16Die Frau Dr. Hammer saß rum und heulte.
00:47:19Dann kam die Sekretärin voll ein Schimmel.
00:47:21Sie war völlig aufgelöst.
00:47:24Wolf und ich sollten sofort in Eberts Zimmer kommen.
00:47:31In Eberts Zimmer war ein furchtbares Durcheinander.
00:47:34So, als ob er es sehr eilig gehabt hätte.
00:47:36Die Schranktüren standen offen.
00:47:38Die Schubladen waren rausgezogen.
00:47:43Ebert hatte alles mitgenommen.
00:47:46Hatten Sie eine Vermutung, warum er weg wollte?
00:47:51Na ja.
00:47:54Wir dachten,
00:47:56er hätte tatsächlich den Landesspiegel gefunden.
00:48:02Und wollte sich nach drüben absetzen.
00:48:05Wer ist wir?
00:48:08Wolf?
00:48:10Und ich, Ebert, hatte am Vorabend so eine Andeutung gemacht.
00:48:15Und ich dachte, er wollte mich damit nur aufziehen.
00:48:19Moment, Sie sagten vorhin, Sie sind mit Ihrer Assistentin auf die Burg gekommen,
00:48:23um neue Nachforschungen nach dem Verbleib des Meines Klöps einzuleiten, ne?
00:48:25Ja, das stimmt auch.
00:48:27Bitte, ich kann Ihnen meinen Dienstreiseauftrag zeigen.
00:48:34Hier.
00:48:36Bitte.
00:48:38Aber Sie mussten doch annehmen, dass Eber das Manuskript längst in den Westen verbracht hat.
00:48:41Ja, aber es ist ja nie in irgendwelchen Katalogen aufgetaucht.
00:48:45Also kann es auch genauso gut auf Burg Wittenstein verblieben sein.
00:48:49Wenn es nicht ein anderer weggeholt.
00:48:51Oder es noch immer vorhat.
00:48:55Meinen Sie damit mich, Frau Leutnant?
00:48:57Davon habe ich kein Wort gesagt.
00:48:59Warum sind Sie denn nun wirklich auf die Burg gekommen?
00:49:02Naja, ich...
00:49:04Ich wollte einfach mal ein paar Tage raus aus dem Institut.
00:49:08Und dann wollte ich mir auch den Film von dem Sandau ansehen.
00:49:11Mit Ihrer Assistentin, Fräulein Pagel.
00:49:16Naja...
00:49:18Sie ist nicht meine Assistentin.
00:49:20Sie sitzt bei Frau Reichelt und holt ihr die Ohren voll.
00:49:24Ja.
00:49:25Ich bringe das in Ordnung.
00:49:26Ach, Herr Dr. Polins.
00:49:28Was hat so ein Landesspiegel eigentlich für einen Wert?
00:49:34Entschuldigen Sie aber.
00:49:36Der Landesspiegel ist eine einmalige mittelalterliche Gesetzesschrift
00:49:41aus dem 13. Jahrhundert von unschätzbarem Wert.
00:49:44Ein Stück Geistes- und Kulturgeschichte.
00:49:48Ja, der Historiker, der das ausgräbt.
00:49:52Der erlangt Weltrum.
00:49:55Ja, der geht in die Geschichte ein.
00:50:00Ja.
00:50:02Ich habe mit Frau Leutnant gesprochen.
00:50:04Ich glaube, wir haben nichts mehr zu befürchten.
00:50:09Was heißt wir?
00:50:12Ich habe nichts verbrachen.
00:50:15Ich bin frei.
00:50:17Völlig ungebunden.
00:50:20Ich bin keinem Rechenschaftspflichtig, was ich in meiner Freizeit tue.
00:50:24Bitte entschuldige, sei wieder gut.
00:50:25Ich bin manchmal unbeherrscht und schieße über das Ziel hinein.
00:50:28Ich bin kein Kind.
00:50:30Keine Puppe, die man benutzt oder mit der man spielt.
00:50:35Ich werde die Episode vergessen.
00:50:37Hat sie erledigt.
00:50:39Feierabend.
00:50:52Hallo?
00:50:53Ja.
00:50:54Ja.
00:50:54Hier ist Wetterstätte Nummer 235.
00:50:57Ähm, ich...
00:50:58Nein, im Moment nicht.
00:50:59Hallo?
00:51:00Hallo?
00:51:01Sprechen Sie doch.
00:51:02Ja.
00:51:02Ich hätte gern ein dringendes Gespräch nach...
00:51:06Hallo?
00:51:07Hallo?
00:51:08Hallo?
00:51:08Hallo?
00:51:10Ach...
00:51:11Dann kommen Sie schon rein.
00:51:12Haha, das kenn ich.
00:51:15Mein Aufnahmeleiter ist damals leider verrückt geworden bei den Dreharbeiten.
00:51:18Das tröstet mich ungemein, Herr Sander.
00:51:20Vielleicht können Sie mir auch den Nervenarzt empfehlen, der ihn behandelt hat.
00:51:23Glauben Sie denn, Sie haben eine Chance?
00:51:25Wie?
00:51:26Ich meine, den Fall ohne Hilfe von draußen aufzuklären.
00:51:31Vielleicht.
00:51:33Ich brauche die Akte von damals.
00:51:35Jedes Detail muss nur durchdacht werden.
00:51:38Das Schlimme ist, dass bestimmte Personen mit ihrem Wissen hinterm Berg halten.
00:51:43Was zum Teufel war dieser Ewald für ein Mensch?
00:51:46Sie zum Beispiel, Sie verfügen doch über eine besonders hohe Beobachtungsgabe.
00:51:52Ja.
00:51:54Sie haben mir noch keinen Platz angeboten.
00:51:56Oh.
00:51:58Danke.
00:51:59Ich möchte Ihnen mal ein bisschen von damals erzählen.
00:52:02Obwohl ich dabei keine ganz rühmliche Rolle gespielt habe.
00:52:06Ewald war ein unberechenbarer, bösartiger Mensch.
00:52:09Und auch wenn man über Tote nichts Schlechtes sagen soll, er war einfach mies.
00:52:13Den alten Tesker zum Beispiel hat er behandelt wie den letzten Dreck.
00:52:16Und immer den Akademiker rausgekehrt.
00:52:19Mit mir hat er ja kaum drei Worte gewechselt.
00:52:22Das kann man ja auch verstehen.
00:52:23Wer war ich denn schon für ihn?
00:52:24Ein Nichts, eine Null, eine Blase.
00:52:27Aber das änderte sich dann schlagartig, als das dann mit Frau Doktor Hammer passierte.
00:52:33Was hier unsere Frau Doktor?
00:52:34Wussten Sie denn nicht, dass die ein Verhältnis hatten?
00:52:36Naja, das war's ja eben. Das wusste ich eben nicht.
00:52:39Wissen Sie, ich habe mit Frau Doktor etwas rumgeflachst.
00:52:42Und einmal habe ich ihr einen Feldblumenstrauß geschenkt.
00:52:45Und an dem Abend, ich stehe da nichts ahnend unten am Bergfried,
00:52:50da packt mich der Ebert plötzlich am Kragen, schüttelt mich, schreit,
00:52:56ich solle die Pfoten von seiner zukünftigen Frau lassen und schlägt mich.
00:53:04Da hätte ich ihn umbringen können.
00:53:10Ja, so was Dummes habe ich da wohl auch erzählt.
00:53:14Ich bin eigentlich gegen jegliche Gewalt.
00:53:17Aber ich dachte, es wäre besser, wenn ich es Ihnen erzähle, bevor Sie es von jemand anderem erfahren.
00:53:21Ist gut so, ist richtig.
00:53:22Waren Sie an dem Tag auf der Burg, als der Ebert vermisst wurde?
00:53:25Nein.
00:53:26Bloß, weil Sie sagten, es ist von jemand anders erfahren.
00:53:29Von wem denn bitte?
00:53:31Von Teska, von Teska.
00:53:32Von Teska.
00:53:35Habe ich das denn nicht gesagt?
00:53:36Er kam doch dazwischen, als der Ebert mich am Kragen hatte.
00:53:39Ja, ich denke, der war damals gar nicht auf der Burg.
00:53:40Ebert!
00:53:41Teska!
00:53:43Na doch.
00:53:44Na natürlich war der auf der Burg, Frau Leutnant.
00:53:48Ich bin von alleine hergekommen und habe Ihnen das erzählt.
00:53:53Ich wollte das loswerden, es hat mich bedrückt.
00:53:56Und wenn ich mich nicht mehr an alles ganz genau erinnere, bitte ich Sie um Entschuldigung.
00:54:00Aber es ist wirklich schon sehr lange her.
00:54:01Ja, das sagen alle.
00:54:03Na, das stimmt doch auch.
00:54:05Sie haben Forstern gesagt, da sollen Sie es auch warm haben.
00:54:10Herr Teska?
00:54:11Ja.
00:54:12Was war das eigentlich für ein Lehrgang damals in Stralsund?
00:54:15August 1961.
00:54:17Frau Leutnant, ich war der erste Museumsleiter auf dem Wittenstein.
00:54:22Da war 1945 mit ein paar Kameraden verhindert, dass die Amerikaner hier alles wegschleppen.
00:54:27Komm Axel!
00:54:28Brav! Brav Axel!
00:54:32Und dann kamen die Russen.
00:54:34Der Kommandant von Wetterstedt sagte, Ludwig sagt, du übernimmst das Museum.
00:54:39Das habe ich gemacht so gut ich konnte.
00:54:42Ich kenne die Burg seit meiner Kindheit.
00:54:45Und dann ging es nur noch wissenschaftlich, das kennen Sie ja.
00:54:49Dann war ich Ihnen nicht mehr gut genug.
00:54:52Dann haben Sie mir den Ebert vor die Nase gesetzt.
00:54:56So einen Tod hat er nicht verdient.
00:54:58Los, wir waren bevor er an Wasser.
00:55:00Der Herr Doktor, ich der Praktiker.
00:55:05Vielleicht hat er sogar gut gemeint, als er sagte, Ludwig, geh auf den Lehrgang.
00:55:08Aber wenn du ein kleines Museum bist, dann ist dein eigener Herr.
00:55:14Du verstehst, Marx, Engels, Griechen, Römer.
00:55:21Das ging damals nicht mehr hinein.
00:55:23Sie haben den Lehrgang abgebrochen?
00:55:25Nein.
00:55:27Was ich anfange, bringe ich zu Ende.
00:55:30Nur, ich habe ihn nicht bestanden.
00:55:34Was ist aus mir geworden?
00:55:37Ein besserer Hausmeister.
00:55:41Ein Stück altes Inventar.
00:55:44In fünf Jahren kriege ich Rente.
00:55:48Da kann ich mein Zimmer auf der Burg räumen.
00:55:50Na na, so wie Sie gebaut sind.
00:55:53Werden Sie sicher hier noch gebraucht.
00:55:56Aber warum sind Sie denn damals während des Lehrgangs auf die Burg zurückgekommen?
00:56:00Warme Sachen wollte ich mir holen.
00:56:01Sie werden es nicht glauben, Frau Leutnant.
00:56:04Ich habe gefroren an der See wie ein Schneider.
00:56:08Sie waren also in der Nacht hier auf der Burg, als der Ebert verschwand?
00:56:11Nein, nein, da war ich nicht mehr hier.
00:56:15Helmut, du musst dich erinnern.
00:56:17Es war ein Wochenende.
00:56:19Und ich musste Montag früh bitte wegfahren.
00:56:30August 1961, ein Wochenende.
00:56:34Na ja.
00:56:36Wenn du so genau weißt.
00:56:38Und du brauchst das doch nur den Leutnant bestätigen, wenn er dich danach fragt.
00:56:56Ja, aber was verlangst du da von mir?
00:56:58Das ist 19 Jahre her.
00:57:04Du sitzt in der Tinte.
00:57:06Aber das ist deine Sache.
00:57:10Na schön, ich persönlich glaube dir, dass du damit nichts zu tun hast.
00:57:16Aber ich kann doch nicht aussagen, was ich wirklich nicht mehr weiß.
00:57:23Dann musst du schon selber sehen, wie du da rauskommst.
00:57:28Ach, der Herr Wolf.
00:57:30Und der Herr Tesker.
00:57:33Ja, der Herr Wolf, immer fleißig.
00:57:36Ja, immer fleißig.
00:57:39Ich wollte dieses Wochenende fertig werden.
00:57:41Ich habe es dem Reicheln versprochen.
00:57:44Ich habe schon genug Zeit verloren bei dem Durcheinander heute.
00:57:46Ach, für mich ist das gar nicht mehr so ein Durcheinander.
00:57:50Erstens weiß ich, wer der Tote ist.
00:57:54Siegfried Ewert.
00:57:55Der ehemalige Burgdirektor.
00:58:03Kannst du mal die Lampe ein bisschen rüberholen?
00:58:05Ein bisschen tiefer.
00:58:06Ich brauche mehr Licht.
00:58:13Ist das so richtig?
00:58:16Ja.
00:58:18Ja, danke.
00:58:22Ich will Ihnen ja nicht zu nahe treten, aber...
00:58:25Sie machen es sich zu einfach, wenn Sie auf Eva tippen.
00:58:30Ich habe da damals selber gesehen, wie er frühmorgens abgehauen ist.
00:58:33Mit seinem braunen Koffer.
00:58:35Klammheimlich wie ein Dieb in der Nacht.
00:58:37Ach, nee.
00:58:39Warum haben Sie mir das nicht gesagt?
00:58:41Sie haben ja noch gar nicht mit mir geredet.
00:58:44Ja, da haben Sie recht.
00:58:47Und damals?
00:58:50Sie haben Humor.
00:58:52Der, der da drin liegt, ist Ewert.
00:58:54Ich habe ihn erkannt.
00:58:56Wegen des fehlenden Fingers?
00:58:58Auch.
00:58:59Ich will ihm aber sagen.
00:59:01Ich kann allein in meinem Fach ein halbes Dutzend Leute aufzählen,
00:59:04dem mindestens ein Finger fehlt.
00:59:06Aber kein Zeiger.
00:59:06Alles gelernte Tischler.
00:59:07Sieh ich.
00:59:11Meine Frau hat für alle Kaffee gekocht.
00:59:14Und ein paar belegte Brote gemacht.
00:59:17Wenn ich Sie vielleicht bitten darf.
00:59:18Oh, das ist eine sehr gute Idee.
00:59:26Ich könnte erst fahren.
00:59:28Ach, das ist nicht mehr nötig.
00:59:29Aber ich habe eine.
00:59:30Bitte.
00:59:41Hallo, Burg Wittenstein.
00:59:43Ja, am Apparat.
00:59:45Na, das ist ja prima.
00:59:46Ich brauche dringend einen Funkstreifenwagen,
00:59:49die Gerichtsmedizin und die Morduntersuchungskommission.
00:59:52Ja, die Muck.
00:59:53Und das auf schnellstem Wege.
00:59:55Ende.
01:00:11Möchtest du jemanden, Kaffee?
01:00:17Möchtest du jemanden, Kaffee?
01:00:19Möchtest du jemanden, Kaffee?
01:00:19Ja.
01:00:31Himmelherr, was ist denn hier los?
01:00:35Wir sitzen alle rum,
01:00:36als hätte jeder von uns diesen armen Kerl auf dem Gewissen.
01:00:40Also entweder trinken wir was,
01:00:42oder wir singen ein Lied, oder...
01:00:43Naja.
01:00:45Wir können doch Personenraten spielen.
01:00:49Der Herr Regisseur gäbe einen ausgezeichneten Quizmaster ab.
01:00:54Da hätte ich gleich die erste Frage.
01:00:55Wie viele Assistentinnen haben Sie?
01:01:01Frau Leutnant, das Telefon geht wieder.
01:01:03Ich habe mir erlaubt, Ihre Dienststelle anzurufen.
01:01:05Die Genossen sind unterwegs.
01:01:06Besten Dank.
01:01:09Ja, in zwei Stunden können Sie hier sein bei dem Wetter.
01:01:12Sie werden entschuldigen,
01:01:13aber unsere Spezialisten werden Ihre Burg durchstöbern
01:01:16bis in den letzten Winkel.
01:01:17Und wenn Sie diesen Koffer finden,
01:01:20ja, dann sind wir klüger.
01:01:22Ja.
01:01:23Bis dahin könnte man sich doch mal ein bisschen aufs Ohr legen.
01:01:26Ist es nicht besser, wenn wir alle zusammenbleiben?
01:01:28Ich mache Ihnen da keine Vorschriften.
01:01:33Das haben Sie gut gemacht.
01:01:35Schön aufregend.
01:01:37Wollen Sie sich nicht was Warmes anziehen?
01:01:39Ja, eigentlich haben Sie recht.
01:01:40Gehen Sie doch.
01:01:41Ja.
01:01:41Ja.
01:01:51Ja.
01:01:55Ja.
01:02:02Ja.
01:02:04Ja.
01:02:06Ja.
01:02:10Ja.
01:02:21Ja.
01:02:23Ja.
01:02:30Ja.
01:02:31Ja.
01:02:36Ja.
01:02:37Ja.
01:02:42Ja.
01:02:44Ja.
01:02:45Ja.
01:02:47Musik
01:03:16Mensch, Teska.
01:03:18Vorsicht, Herr Teska.
01:03:20Herr Teska.
01:03:22Da kann Sie noch.
01:03:24Komm, bitte.
01:03:26Kommen Sie.
01:03:27Ganz ruhig.
01:03:31Ich hole den Helm, Frau Leutnant.
01:03:35Ich erinnere mich an den Einstieg im Kamin.
01:03:42Das ist der Koffer von Ehren.
01:03:44Kommen Sie, wir gehen.
01:03:45Bringen Sie ihn sofort, Doktor.
01:03:46Ja, komm, Sie stützen Sie sich auf mich.
01:03:50Jetzt.
01:03:50Oh, ja.
01:04:17Herr Teska, bitte erzählen Sie den Anwesenden, wie Sie zu dem Koffer gekommen sind.
01:04:20Ich dachte mir, wenn man den Koffer findet, weiß man, wer es getan hat.
01:04:25Wo der Tote war, musste auch der Koffer sein.
01:04:27Mir fiel ein, dass es vielleicht zum Kamin noch einen anderen Weg gibt.
01:04:30Da hätten Sie mir das mal früher gesagt.
01:05:00Ich wollte ihn in den Koffer holen.
01:05:01Sie werden bald Gelegenheit finden, Ihre Aussagen zum Protokoll zu geben.
01:05:04Ja.
01:05:07Eine braune Manchester-Hose, ein kariertes Hemd, Wäsche getragen, ein kariertes Sakko, Brieftasche.
01:05:18Ohne Papiere, völlig leer.
01:05:25Und das ist alles?
01:05:27Das ist alles.
01:05:33Einer unter Ihnen sagt nicht die Wahrheit.
01:05:35Und er hat Grund dazu.
01:05:39Wenn man die Fakten zusammenfasst, ergibt sich Folgendes.
01:05:47Irgendwann, im August 1961, packt der damalige Museumsdirektor Ewert seinen Koffer und verlässt am frühen Morgen die Burg.
01:06:00Dabei wird er erstochen.
01:06:03Warum, weiß bisher keiner.
01:06:05Der Täter zieht ihm die Sachen aus, vermauert die Leiche im Kamin und versteckt den Koffer im oberen Kaminschacht.
01:06:19Ich kann doch nichts dafür, dass ich Maurer bin.
01:06:21Aber Herr Teska, beruhigen Sie sich. Keiner hat Sie verdächtigt.
01:06:25Herr Sandau, stellen Sie sich mal vor, das wäre ein Kriminalfilm.
01:06:29Wie würden Sie den Tathergang inszenieren?
01:06:31Das ist doch töricht.
01:06:33Was soll denn der Unsinn?
01:06:36Wieso?
01:06:37Man kann es ja mal versuchen, wenn alle einverstanden sind.
01:06:42Frau Doktor?
01:06:45Ich lege wert darauf, dabei zu sein.
01:07:00Können Sie den Leutnant, ich melde mich zum Einsatz zurück.
01:07:02Das ist wunderbar, halten Sie die Augen auf dem Kursen.
01:07:07Also, ich brauche jetzt mal einen Täter und ein Opfer.
01:07:18Jochen, hast du mal bitte den Täter?
01:07:20Warum denn nicht?
01:07:22Das ist doch mal ein Rekonstruktionsversuch.
01:07:25Hans, gib mal bitte dein Messer.
01:07:26Ein Messer? Wieso das Messer?
01:07:28Ich brauche ein Tatwerkzeug.
01:07:29Komm, wir wollen es doch hinter uns bringen.
01:07:30Ich mache es nicht auf.
01:07:31Quatsch.
01:07:32Ja, ja.
01:07:33So, bitte.
01:07:36Herr Wolf, machen Sie mal bitte den Ebert.
01:07:39Und wir nehmen an, Ebert, also Herr Wolf kommt aus dem romanischen Gang.
01:07:46Bitte.
01:07:50Und Sie gehen jetzt langsam zum Ausgang.
01:07:54Ja, bitte.
01:07:59Und du stürzt nicht auf und stichst so.
01:08:03Ach Jochen, so kann das doch auch wirklich nicht gewesen sein.
01:08:06Warum denn nicht?
01:08:07Weil er dich so erkannt und sich vielleicht gewehrt hätte.
01:08:10So, ich mache das mal selbst.
01:08:12Bitte.
01:08:13Entschuldigt also.
01:08:14Wollen Sie bitte nochmal kommen?
01:08:16Ja.
01:08:19So, bitte.
01:08:26Von hinten.
01:08:30Hat er dann.
01:08:32Irgendwie.
01:08:41Jetzt müssen Sie mir mal sagen, was der Quatsch soll.
01:08:44Warum hat man ihn umgebracht?
01:08:46Entschuldigen Sie aber für mich war das kein Quatsch.
01:08:50Darf ich mal?
01:08:51Ich habe vorhin ein bisschen gemogelt und habe das aus dem Koffer genommen.
01:09:01Das ist der Landesspiegel.
01:09:07Das ist der Landesspiegel.
01:09:12Das ist der Landesspiegel.
01:09:17Ich habe nie geglaubt, dass er abgehauen ist.
01:09:23Er war so glücklich damals, als er es gefunden hatte im Kellergewölbe.
01:09:31Wir wollten doch am nächsten Morgen nach Halle fahren.
01:09:35Zu meinem Professor.
01:09:38Wegen des Gutachtens.
01:09:42Aber davon war doch vorhin überhaupt nicht die Rede.
01:09:44Warum haben Sie mir denn das nicht gesagt?
01:09:48Ja, das konnte ich nicht.
01:09:51Ich hätte doch mit drin gern.
01:09:53Ich hätte mit drin gern.
01:09:56Verstehen Sie nicht?
01:09:57Ja.
01:09:58Nun wollen wir erst mal nachsehen, ob es sich wirklich um das Manuskript des Landesspiegels handelt.
01:10:03Ob...
01:10:03Herr Wolf, sind Sie so nett?
01:10:25Und nun brauchen wir nur noch das Tatwerkzeug.
01:10:42Wir haben ihn beide gefunden.
01:10:51Er wollte alles für sich herein.
01:10:58Den ganzen Ruhm.
01:11:03Ich war immer nur der Kuli.
01:11:07Als ich mein Recht wollte, da habe ich mich ausgelacht.
01:11:16Zwerge, Kroftarbeiter, da habe ich, da habe ich zugestochen.
01:11:28Bissignungslos, mehrere Male.
01:11:43Herzende.
01:12:06Zwerge, Kroftarbeiter, der andere man bricht.
01:12:12Warum ist er nicht nach der Tat in den ersten Zug gestiegen und hat die Handschrift mitgenommen?
01:12:18Passiert ist es in der Nacht zum 11. August.
01:12:21Wäre er sofort abgereist, dann hätte man ihn wohl nie mehr erwischt.
01:12:26Aber Wolf ist sehr ehrgeizig.
01:12:28Er wollte erst mit der Restaurierung der Kapelle fertig werden.
01:12:31Ja, dann war es zu spät zur Abreise.
01:12:36Ja?
01:12:38Es war alles zu spät.
01:12:44Haben Sie Kinderfragen?
01:12:47Ja, zwei.
01:12:49Ich muss hier raus.
01:12:51Ich habe ein Angebot nach Wieg.
01:12:53Ostsee.
01:12:54Ganz andere Gegend.
01:12:57Kindersanatorium.
01:12:59Viele Kinder, verstehen Sie?
01:13:02Na, dann machen Sie es doch.
01:13:04Ja.
01:13:08Ja.
01:13:09Ja.
01:13:11Ja.
01:13:12Ja.
01:13:13Ja.
01:13:19Untertitelung des ZDF, 2020