- vor 2 Tagen
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KurzfilmeTranskript
00:26ARD Text im Auftrag von Funk
00:33Papa, mein Schatz, wie war es eigentlich gestern beim Papa?
00:36Ihr habt es gar nichts erzählt?
00:37Ja, ist es dann.
00:39Vergesst nicht, halt das Geld für die Exkursion einzuzahlen, ja?
00:42Du, ähm, sag der Mama lieber nix, dass die Susanne gestern wieder beim Papa war.
00:48Ciao!
00:50Ciao, Mama!
01:03Ah!
01:33Ah!
01:36Ja.
01:39Ja.
01:41Ja.
01:42Ja?
01:45Na, was heißt, wo ich bin?
01:46Ja, ich bin eh schon unterwegs.
01:49Na ja, dann wartest halt!
02:01Morgen. Hallo. Dankeschön.
02:05Äh, Wäscherei.
02:08Ah!
02:09Guten Morgen zur Wäscherei.
02:14Morgen.
02:15Morgen.
02:16Morgen.
02:23Morgen.
02:24Morgen, wo ist denn das Randcheck?
02:26Oje, was ist denn los?
02:27Es geht schon wieder.
02:28Es schaut wirklich nicht sehr kostierig aus.
02:31Was denn?
02:32Für die Leich, für selber.
02:39Er ist gewaschen worden mit 90 Grad.
02:42Kochwäsche.
02:43Und, wissen wir schon, wer er ist?
02:44Markus Brückner, der Hotelbesitzer.
02:46Am Siegelring haben sie ihn erkannt.
02:48Was, der Brückner?
02:49Ja, unser Hotelmillionär.
02:52Was ist denn dir passiert?
02:53Nix geschnitten habe ich mich.
02:55Anscheinend haben Sie ihn mit dem Wäschewagerl dort hergebracht.
02:57Es gehört nämlich eigentlich nicht daher, sondern in eins von den Wäschekammern.
03:01Verstehe.
03:02Und, wissen wir schon, wann er gestorben ist? Also, ich mein ungefähr?
03:05Du, wenn du den Händel in einen Topf steckst und kochst, weißt du nachher auch nicht, wie lange es vorher
03:09schon tot war.
03:10Und, woran er gestorben ist, weißt du natürlich auch nicht.
03:12Also, wenn er während des Waschgangs noch gelebt hat, würde ich sagen, multiples Organversagen.
03:18Infalls hat der Brückner gestern gegen 21 Uhr das Hotel verlassen, war kurz nach 10 wieder zurück und hat dann
03:24hier übernachtet.
03:25Sagt wer?
03:26Der Direktor, ein gewisser Herr Amberg.
03:29Es schaut übrigens so aus, als hätte er noch gelebt.
03:31Innen am Deckel sind deutliche Kratzspuren.
03:34Vom Siegelring wahrscheinlich.
03:38Na, bravo.
03:40Ja, er hat gewusst, was auf ihn zukommt und hat panisch versucht, rauszukommen.
03:53Ich glaube, mit Spuren werden wir bei der Leiche bei schauen.
03:57Ja, nicht nur sauber, sondern rein.
04:00Oh nein, das passt schon.
04:03Eileen Göcker.
04:04Wie schreibt man denn das?
04:07A-Y.
04:08Wie haben Sie vielleicht einen Ausweis?
04:10Ja.
04:11So, Ihnen ist also aufgefallen, dass die Waschmaschine voll war?
04:15Ist doch nicht ich.
04:19Ja.
04:20Ja, am Abend, bevor wir vier gehen.
04:26Ich und meine Freunde.
04:28Die Maschinen am Abend müssen leer sein.
04:31Und Eileen und die anderen Mädchen sind kurz nachts hingegangen.
04:36Ich bin Schichtleiterin.
04:38Mein Name ist Isolde Danesco.
04:40Dankeschön.
04:41Ich bin bis halb elf geblieben.
04:43Ist die Wäscherei in der Nacht eigentlich zugesperrt?
04:45Nein.
04:45Ja.
04:46Rumänisch.
04:46Zufrieden?
04:48Das heißt, das kann jeder hier rein, ja?
04:51Hier schon.
04:53Aber wir haben doch unsere Karten und ohne die kommt niemand in ein Hotel rein.
04:57Und da ist alles drauf, wenn wir gehen, wenn wir kommen und sogar wenn wir mal zu spät kommen.
05:04Auch leider.
05:07Herr Aspektor?
05:08Ja.
05:11Entschuldigung.
05:12Darf ich ihn kurz nach Hause schicken?
05:14Ja, ja, natürlich.
05:15Geh schon.
05:16Bitte.
05:16Wiederschauen.
05:19Ich kümmere mich ein bisschen um Sie.
05:22Sie hat sonst niemanden.
05:24Ah, Entschuldigung.
05:26Wir könnten jetzt mit dem Armberg reden.
05:29Ja.
05:30Herr Armberg, wann hat denn der Herr Brückner das Hotel gekauft?
05:33Vor sechs Wochen.
05:35Aber sagen Sie, so ein alter Kasten, das war doch gar nicht der Stil von Brückner.
05:39Ich meine, diese ganzen MB-Hotels, das sind doch lauter moderne Betonkobeln.
05:42Geh, Frau natürlich, bitte.
05:44Genau deshalb wollt ihr das Hotel ja haben.
05:48Bitte.
05:49Was zum Angeben, oder was?
05:50Wenn Sie so wollen, um es der Branche zu zeigen.
05:53Fünf Jahre lang hat er uns ausgeblutet.
05:55Die Methoden wollen Sie gar nicht wissen.
05:57Uns?
05:58Meinem Vater und mir hat das Hotel vorher gehört.
06:01Ah?
06:02Mhm.
06:03Ah nein, darf ich das bitte?
06:05Danke.
06:10Oh.
06:14Na bummst du.
06:16Der Herr Brückner hat die Suite neu möblieren lassen.
06:20Mhm.
06:23Und schlafen wir da auch da?
06:25Manchmal.
06:26Erdbeer-Vanille, latexfrei.
06:28Der war kein Kind von Traurigkeit.
06:31Und, gestern?
06:32Es war jemand da, sagt der Nachtportier.
06:36Und haben wir den Namen?
06:38Ich kümmere mich wirklich nicht um die amorösen Abenteuer von meinem Brückner.
06:42Danke.
06:43Ui.
06:45Aber verheiratet war er schon, oder?
06:47Seine Frau sitzt irgendwo in Siebering in einer Riesenvilla.
06:51Die ist ihm nicht in die Quere gekommen.
06:54Tut mir leid, wenn ich ein bisschen herzlos erscheine, aber der Markus Brückner ist mir nicht besonders nahe gestanden.
06:59Verstehe.
07:02So sollte das Hotel werden.
07:04Cool.
07:06Zeitgeistig.
07:07Das Flaggschiff der MP-Hotels.
07:10Geh, binst du mir das fest, bitte?
07:13Na, ist das grauslich.
07:19Äh, gibst du mir das Handy, bitte?
07:20Ja, okay, jetzt woher?
07:22Hallo, das Handy bitte.
07:23Ja, bitte.
07:26Ja, schnell.
07:29Ja, den Termin hab ich mir eingetragen.
07:32Ja, wenn's mir ausgeht.
07:33Naja, ich bin mitten in den Ermittlungen.
07:35Ach Gott!
07:36Ist der Schuster?
07:38Ja, der soll mich gerne.
07:39Du spiel dir nicht mit dem, der haut da das Hackl ins Kreuz.
07:41Du, danke für deine guten Ratschläge.
07:44Au, bitte.
07:44Ich mein ja nur.
07:46Da hinten ist es.
07:47Kannst du bitte auf die Straßen schauen?
07:49Jetzt lass es doch, ist doch egal.
07:52Hey, pass auf!
07:53Ach Gott, nur einmal, willst du uns alle umbringen?
07:56Was regst du dich denn so auf? Es ist ja nichts passiert.
07:59So, jetzt gib mir das Handy.
08:01Na wirklich, nicht mehr reicht's.
08:03Wirst du's hergeben?
08:05Tausch mal.
08:06Was willst du, ein Hustenzuckerl oder ein Tampon?
08:08Na, vorn.
08:11Na, vorn.
08:12Was denn, was bist du denn so rektig?
08:14Ja, weil wir eine Dreiviertelstunde hergebraucht haben.
08:15Ja, weil fast alle Ampeln rot waren.
08:18Na, weil du so geschließen bist.
08:21Ja.
08:22Gott, bin ich deppert.
08:31Chefinspektorin Schnell.
08:32Bezirksinspektor Franitschek.
08:33Ja, was gibt's?
08:35Sind Sie Frau Brückner?
08:37Ja.
08:38Aber, das ist ja schrecklich.
08:41Ich versteh das nicht.
08:43Der Markus hat nicht einmal gewusst, wie eine Waschmaschine funktioniert.
08:46Na ja, er hat's ja nicht selber eingeschalten.
09:02Frau Brückner?
09:04Sind so nett, nehmen Sie doch einmal die Sonnenbrille runter.
09:15Aua.
09:17Es ist nicht so, wie Sie denken.
09:20Hm.
09:20Sind Sie gegen eine Tür gelaufen?
09:23Egal, was der Roman sagt.
09:24Der Roman?
09:26Den Markus, sein Bruder.
09:29Haben Sie mit dem schon geredet?
09:30Nein.
09:33Sollten wir?
09:36Das ist unglaublich, du schaltest nicht einmal in die dritte.
09:39Das war eine 30er-Zone.
09:41Du wirst jetzt gar nicht wiederhören, oder?
09:42Ich diskutiere nicht mehr mit dir über das Auto fahren.
09:44Ja, schnell.
09:47Ja, ich war's.
09:50Ja, natürlich, ist notiert.
09:51Ja.
09:52Super, vielen Dank.
09:55Herr Roman Brückner?
09:57Roman Brückner.
09:58Danke.
09:59Danke.
10:01Okay, Enes, mach du beider.
10:07Der Markus und ich, okay, wir haben uns nicht immer gut verstanden.
10:10Er hat sein Leben gelebt und ich hab meins gelebt.
10:13Aber mein Gott, deswegen stopfe ich ihm da nicht an der Waschmaschine.
10:16Wo waren Sie denn gestern Abend nach 10?
10:17Hier im Studio.
10:19Ich hab mit ein paar Leuten trainiert.
10:21Dann hab ich alles abgesperrt und bin gleich nach Hause gegangen.
10:23Gleich hier ums Eck.
10:24Und da waren Sie dann allein?
10:26Ich war nicht bei Markus.
10:28Ich war noch nie in seinem neuen Palast.
10:30Ich hab meinen eigenen Laden.
10:32Ja, schön.
10:34Waren Sie denn eigentlich manchmal eifersüchtig auf Ihren Bruder?
10:38Er hat definitiv noch gelebt.
10:40Wasser in der Lunge, diverse Schürfwunden, die ihm vor dem Tod zugefügt worden sind.
10:45Und woran ist er dann gestorben?
10:46Multiple Sorganversagen, wie ich vermutet hab.
10:48Durch die Verbrennungen?
10:49Auch, aber die Schmerzen, der Stress.
10:52Dem war ja noch ziemlich lang bewusst, was mit ihm passiert.
10:55Ich mein, der Vorwaschgang allein dauert 20 Minuten.
10:58Und da wird nur hin und her geschwenkt und in warmes Wasser eingeweicht.
11:01Wie du das alles weißt.
11:03Im Gegensatz zu dir komm ich ja hin und wieder in Kontakt mit einer Waschmaschine.
11:07Ja, genau.
11:09Da schaut es, ist interessant.
11:10Entschuldigung.
11:15Zeig mal her mal.
11:16Ah, das ist nix.
11:18Ja.
11:20Na, so holt man sich eine 1a-Blutvergiftung. Das gehört kniet.
11:25Ja, ich setz mich aber jetzt nicht fünf Stunden in irgendeine Ambulanz.
11:29Was?
11:30Was machst du denn?
11:34In zwei Wochen kommst du wieder zum Friedenziehen.
11:37Ich hab glaub, die lösen sich von selber auf.
11:39Nein, unsere nicht.
11:43Ein deutlicher Kratzer am Scheitelbein, ziemlich frisch würde ich sagen.
11:47Das heißt, es schlagt ihn jemandem im Büro nieder, fesselt ihn, schleppt ihn in die Wäscherei.
11:52Wieso hast du so eilig?
11:54Triffst dich mit der Susi?
11:55Die Susanne und ich, wir gehen heute noch ins Theater und ich hab versprochen, die Karten zu besorgen.
12:01Und was schaut's euch an?
12:03Einen Sommernachtstraum.
12:07So, servus.
12:08Sehr romantisch.
12:11Also, als erstes hat der Brückner im Palace aller Sicherheitseinrichtungen verschärft.
12:15Da in der Halle kann nach wie vor jeder rein.
12:17Aber beim Personaleingang, der ist eine Schranke.
12:19Da wird jeder mit seiner Chipkarte registriert.
12:21In der Tiefgarage ist eine Videokamera beim Ausgang.
12:25Da hat er auch eine Schranke.
12:26Servus, das ist ja wie in Fort Knox.
12:28Die Nierhotels sind bekannt für ihre Sicherheit.
12:31Damit hat der Brückner in den 90er Jahren den Fuß in die Tür gekriegt in Osteuropa.
12:34Ja, sichere Hotels für seriöse Geschäfte. Magst du, Franitschek?
12:38Ja, danke.
12:39Bitte.
12:41Und, ist der Mörder zufällig an unserer einzigen Videokamera vorbeimarschiert oder nicht?
12:46Der Brückner selber ist aber erst vor ein paar Jahren seriös worden.
12:49Bis dahin war er mit einem gewissen Stanek Trinovsek verbandelt.
12:53Ein Baulöwe in der Slowakei und in Ungarn.
12:55Der Trinovsek hat ein paar einschlägige Bradells betrieben
12:58und ist vor vier Jahren verhaftet worden wegen Menschenhandel und Nötigung.
13:01Er sitzt im Häfen in Budapest.
13:03Der Brückner selber war bei der Sache natürlich hoch weiß.
13:06Wie sagt's mir den Akt vom Trinovsek, ja?
13:08Wetten, der Mörder ist durch die Hotelhalle marschiert und keiner hat ihn gesehen.
13:11Ich bin mir nicht so sicher, Frau Anicchek.
13:13Schau, 2.37 Uhr.
13:15Jemand ist mit dem Generalstüssel aus dem Hotel.
13:17Und wir wissen ja, es gibt nur zwei davon.
13:19Einen hat der Amberg und den zweiten hat der...
13:21Hat der Brückner gehabt.
13:22Genau.
13:23Und genau mit dem Schlüssel vom Brückner hat eben jemand um 2.37 Uhr das Hotel verlassen.
13:28Super.
13:29Ja, aber das war ganz sicher nicht der Brückner selber.
13:32Hey, schaut's einmal!
13:39Und wer bitteschön ist das jetzt?
13:41Interessant.
13:46Das ist der Berti Schwarz, einer unserer Gesellen der Partisserie.
13:50Na und, haben Sie eine Ahnung, warum er sich mit dem Markus Brückner geprügelt hat?
13:53Der Brückner hat den Gästen entlassen, fristlos.
13:56Unerlaubtes Entfernen vom Arbeitsplatz, Diebstahl.
13:59Diebstahl?
14:00Was hat er denn gestohlen?
14:02Ein Bombonier.
14:04Nein!
14:05Der Brückner hat ihn unten in der Personalgarderobe erwischt und hat einen riesen Zirkus gemacht.
14:11Suchen Sie uns bitte die Adresse von diesem Berti heraus.
14:13Das wird nicht nötig sein.
14:15Eis im Haus.
14:16Ich habe ihn heute früh angerufen und gesagt, er soll zur Arbeit kommen.
14:19Ich habe gehofft, dass ich das mit dem Brückner regeln kann.
14:22Kommen Sie.
14:26Sie setzen sich ganz schön ein für diesen Berti. Warum?
14:30Ich habe meinem Vater kurz vor seinem Tod versprochen, dass ich unsere Leute hier nicht im Stich lasse.
14:36Der Berti ist sicher kein Krimineller.
14:37Herr Amberg, wann ist denn Ihr Vater eigentlich gestorben?
14:40Einen Tag nach dem Verkauf vom Hotel. Herzinfarkt.
14:44Ich bin gerade noch rechtzeitig ins Krankenhaus gekommen.
14:47Oh, das tut mir leid.
14:49Könnte man ja fast sagen, dass der Herr Brückner den Vater ins Grab gemacht hat, oder?
14:57Ich habe dem Brückner in der Garage meine Meinung gesagt.
15:00Am liebsten hätte ich ihm eine reingekauft, dem Arschloch.
15:02Gebärti!
15:02Ist doch wahr! Ich habe die Bombonier nicht gestohlen.
15:05Ich habe gefragt, ob ich es mir nehmen darf, weil es einen Debscher gehabt hat.
15:08Aber der Brückner hat mich überhaupt nicht ausreden lassen.
15:10Und dann rennst du ihm hinterher und attackierst ihn?
15:12Wenn der Brückner nicht gestorben wäre, hätte er dich angezeigt auch noch.
15:16Bitteschön.
15:17Oh, nein, nein, danke.
15:18Danke.
15:18Wo waren Sie denn gestern, nachdem Sie den Herrn Brückner angegangen sind?
15:21Zu Haus?
15:24Allein?
15:25Ja.
15:32Der Herr Amberg hat uns erzählt, dass Sie in drei Monaten Ihre Meisterprüfung machen.
15:35Sie sind aber noch sehr jung.
15:36Ja, stimmt.
15:37Gratuliere.
15:38Danke.
15:39Es wäre aber schon blöd gewesen, wenn der Herr Brückner sich gerade jetzt rausgeschmissen
15:41hätte, oder?
15:42Ich habe ja noch mal Glück gehabt.
15:45Glück gehabt, ja.
15:46Ich meine, wenn der Herr Amberg mich bleiben lässt.
15:50Übrigens, wo waren denn Sie gestern?
15:52Nachziehen?
15:53Hier im Hotel.
15:54Der Brückner wollte jeden Tag was anderes.
15:56Ich habe im Moment so viel Arbeit.
15:57Ich bin sicher erst, naja, so gegen drei nach Haus.
16:01Da haben Sie den Herrn Brückner aber nicht mehr gesehen, oder?
16:05Nein.
16:07Also, ich finde nicht, dass das Beamtenbestechung ist.
16:11Gut, es ist halt allein.
16:15Hallo.
16:16Ja, kümmere dich um das Alibi vom Amberg.
16:19Irgendwie nehme ich ihm seine Geschichte nicht ab.
16:21Ja, vielleicht hat er gewusst, dass der Brückner nichts mehr sagen kann,
16:24wie er den Berti angerufen hat.
16:30Danke.
17:14Freut mich, dass Sie doch noch zu mir hergefunden haben.
17:18Ja, ich habe ja sonst nichts zu tun.
17:27Ja?
17:31Ja, nach allem, was ich bis dato von Ihren Kollegen erfahren habe,
17:34liegt der Fall für mich deutlich da.
17:37Sie haben sämtliche Vorschriften missachtet,
17:40Sie haben vorsätzlich eine Mitarbeiterin in Gefahr gebracht
17:43und Sie haben einen Menschen in den Tod gehetzt.
17:49Es war ein Unfall.
17:58Was hätte er Ihnen lebendig auch gebracht?
18:02Er hätte aussagen können, zum Beispiel gegen Sie.
18:06Was hätte mir Peter Feiler erzählt?
18:08Hätte er mir erzählt, dass Sie ihm geholfen haben
18:11und das vielleicht schon viel früher?
18:13Er wollte Sie umbringen, aber er hat es nicht getan.
18:16Warum hat er es nicht getan?
18:17Weil er sie gebraucht hat, um an seine Opfer ranzukommen
18:19und weil Sie die Ermittlungen manipuliert haben.
18:22Wissen Sie, was ich glaube?
18:24Ich glaube, Sie konnten es gar nicht zulassen, dass er überlebt.
18:27Und Sie denken, er hat es verdient.
18:29Wissen Sie, was ich glaube?
18:31Ich glaube, Sie sind ein ziemlicher Idiot.
18:49Verehrte Frau Inspektor, ich habe den Fall Feiler mit Interesse in der Zeitung verfolgt.
18:56Peter war ein Freund, ein Seelenverwandter.
18:59Haben Sie eigentlich kein schlechtes Gewissen, weil Sie ihn getötet haben?
19:02Können Sie schlafen oder liegen Sie wach, essen Schokolade und fürchten sich vor der Dunkelheit?
19:07Ich weiß mehr von Peter, als Sie ahnen.
19:11Sein Tod ist ein Verlust.
19:13Auch wenn die Öffentlichkeit nur Bestien in uns sieht, das sind wir nicht.
19:17Wir sind Menschen.
19:18Das verstehen die da draußen nur nicht.
19:27Und was sagst du zu dem Service, hm?
19:29Ach, ja.
19:31Ich muss noch wohin.
19:32Also in die Schule wegen der Katrin.
19:33Wieso, was ist mit der Katrin?
19:35Nix, ich beeile mich eh.
19:36Schaut euch die Wäscherinnen noch einmal an.
19:38Insbesondere die, die den Brückner gefunden hat.
19:39Die heißt Gummkern oder Körern oder was.
19:41Also irgendwas mitgehen.
19:45Körker.
19:46Körker.
19:46Erlin Körker.
20:06Körker.
20:07Körker.
20:08Hallo?
20:17Danke.
20:27Danke.
20:29Danke.
20:37Danke.
20:48Nehmen Sie Platz, Herr Esch wird bloß da sein.
20:51Danke.
21:07Sie haben gar kein schlechtes Gewissen, stimmt?
21:12Sie haben mir geschrieben, dass Sie den Peter Pfeiler kennen
21:14und dass Sie mir etwas über ihn erzählen können, was ich nicht weiß.
21:17Also, was ist das?
21:18Sind Sie immer so ungeduldig?
21:27Ich verstehe, was er in Ihnen gefunden hat.
21:31Diese Energie.
21:37Wie war das, als er versucht hat, Sie umzubringen?
21:44Haben Sie Angst gehabt?
21:46Hat es Ihnen gefallen?
21:49Hat es Sie erregt?
21:53Also, entweder Sie erzählen mir, was Sie wissen, oder ich gehe...
21:57Peter Pfeiler hat mich, um ehrlich zu sein, sehr fasziniert.
22:01Nun, seinen Hang zur Kunst habe ich nicht verstanden.
22:04Warum er seine Opfer nach Gemälden inszenieren musste,
22:08das ziemlich manieriert, finden Sie nicht?
22:12Oder hat Sie es beeindruckt?
22:17Der Pfeiler ist 87 bis 93 inhaftiert gewesen.
22:20Sie sind 89 verurteilt worden.
22:22Sie sind in Stein gesessen, er in Wien.
22:24Sie können sich gar nicht getroffen haben.
22:27Peter Pfeiler hat 20 Frauen umgebracht.
22:29Nicht 19, wie in der Zeitung stand.
22:32Die 20. Frau war seine Schwester.
22:36Das weiß ich.
22:37Aber woher wissen Sie das?
22:40Ich weiß noch ganz andere Sachen.
22:42Bitte schön, ich höre.
22:46Es tut mir jetzt aber leid.
22:48Das müssen wir nächstes Mal besprechen.
22:50Ich muss meine Dienste der Bibliothek antreten.
22:54Sie kommen doch wieder.
22:56Gut.
23:00Sie können mir einen Gefallen tun.
23:02Frau Schnell.
23:04Schuld und Söhne.
23:05Kennen Sie?
23:08Es fehlt in der Bibliothek.
23:23Schau.
23:25Servus.
23:26Was hat denn die Katrin alles angestellt?
23:29Nein, ich war noch im Silinkaufen.
23:32Und? Gibt es was Neues?
23:34Jede Menge.
23:35Na dann.
23:36Oder braucht es eine Extrainladung?
23:37Die Prostituierte, die den Brückner besucht hat, heißt Lilian Barowski.
23:41Sie ist bei einem exklusiven Eskortservice angestellt und sagt, dass sie bei ihm oben war.
23:44Er hat aber nicht aufgemacht.
23:45Dann hat sie ein bisschen gewartet und dann ist es wieder gegangen.
23:47Es war so gegen elf, meint sie.
23:49Das Alibi vom Armberg kannst vergessen.
23:51Kurz vor halb drei hat er ausgecheckt mit seiner Wunderkarte und nach zehn hat ihn keiner mehr gesehen.
23:56Das heißt, er kann hundertmal zum Brückner gegangen sein und ihn umgebracht haben.
24:00Es kommt aber noch viel besser.
24:05Bitte, Markus, heb ab. Bitte. Es tut mir so leid.
24:10Bitte.
24:11Bitte. Ich liebe nur dich.
24:14Der Roman bedeutet mir nichts.
24:16Aber du warst nie da und ich war so allein immer.
24:23Glaub ich auch nicht, dass du die Alex um mich auseinanderbringst.
24:26und komm mal nicht in die Quere, sonst weiß ich nicht, was ich tue.
24:33Bitte, Markus.
24:34Bist im Hotel?
24:35Ich muss dich sehen.
24:37Ich halte es nicht aus.
24:42Du wolltest wirklich wieder zu dem Arschloch zurück?
24:44Schau dich an, was er mit dir gemacht hat.
24:47Was warst du als Geld?
24:48Warst du in das Scheißgeld verliebt?
24:50Er war nicht so.
24:52Dann bitte hör auf, Alex.
24:54Der Markus hat sich immer alles mit dem Geld gekauft.
24:57Bei einer Scheidung hast du aber schön geschaut.
24:58Kein Cent hieß es gekriegt, das hat er mir selber gesagt.
25:03Du bist echt das Letzte.
25:05Also der Markus hat sich in Flagranti erwischt.
25:07Können wir das so zusammenfassen, ja?
25:11Die Technik.
25:15Danke, Fritz.
25:16Bitte.
25:18Also ein Botzenmotiv haben die beide.
25:20Ich tippe auf die schöne Alex.
25:21Den blonden Engel?
25:23Ja, sie folgt ihm ins Hotel, will ihn zurück.
25:25Er sagt nein, will die Scheidung.
25:26Sie hat Angst wegen ihrem Geld.
25:27Ja, aber woher warst du, wo die Wäscherei ist?
25:30Habt ihr eigentlich was rausgefunden über die Dinescu und die...
25:33Gülker.
25:33Ja, genau.
25:34Na ja, nein, nichts Auffälliges.
25:35Mit zwei Jahren ist sie mit den Eltern aus Bosnien nach Wien gekommen.
25:38Und voriges Jahr war sie für ein paar Tage in einem Frauenhaus.
25:41Danke für dich.
25:41Und mein Vater sich so droschen hat, dass die Nachbarn die Polizei gerufen haben.
25:44Geh mal, Franicek.
25:46Wo rennst du denn schon wieder hin?
25:47Erst hast du mir noch nicht einmal meine Kanäle weggeessen.
25:50Ja, komm, jetzt fahren wir.
25:52Magst du das?
25:53Ja, danke.
25:55Gefüllte 30 km.
26:05Du Schöfin, das ist ein altes Verbot da.
26:07Ja, wird schon keiner kommen.
26:08Ja, aber die von der Spesenabreichung, die haben wir den Strafzettel sicher zurück.
26:12Ja, dann hol da Parkkarte und stell dich in die Garage.
26:15Das mache ich auch.
26:25Warum haben Sie mir das nicht gleich gesagt, dass die Pralinen für die Frau Göcker sind, hm?
26:32Im wievielten Monat sind sie denn eigentlich?
26:35Im sechsten.
26:36Im sechsten, na?
26:37Da gehen Sie jetzt bald in Mutterschutz.
26:39Da wäre es aber schlecht, wenn Ihr Freund keine Arbeit gehabt hätte.
26:42Was, wenn Sie alle in Ruhe?
26:44Sie hat mit dem Mond nichts zu tun.
26:46Woher wollen Sie das wissen?
26:47Gut, ich meine, die Frau Göcker war kurz nach zehn aus dem Hotel draußen.
26:50Aber vielleicht ist sie ja gleich danach durch die Halle wieder rein, rauf zum Herrn Brücken und hoppala.
26:55Und wollte ihn bitten, dass er den Berti doch nicht rausschmeißt.
26:59Die Aline war die ganze Nacht bei mir.
27:01Das schon, uns haben Sie erzählt, Sie waren die ganze Nacht allein zu Hause.
27:04Da habe ich eben gelogen.
27:05Gelogen, ja?
27:10Ich weiß nicht.
27:12Ich schwöre, ich weiß wirklich nicht.
27:13Wie können Sie sowas sagen?
27:15Macht es Ihnen Freude, Aline zu quälen?
27:18Voriges Jahr.
27:19Warum sind Sie denn da ins Frauenhaus gegangen?
27:26Ihr Vater hat sich halbtot geschlagen,
27:29weil sie den Mann nicht erraten wollte,
27:33den die Familie für sie ausgesucht hat.
27:36Und jetzt entschuldigen Sie uns.
27:38Wir müssen zur Arbeit.
27:41Die Nescu ist ein schöner rumänischer Name.
27:45Wo genau kommen Sie denn daher?
27:46Au Siebenburgen.
27:47Ein kleines Dorf.
27:48Aha.
27:49Fahren Sie noch manchmal hin?
27:51Nein.
27:53Nie.
27:57Wie gut.
28:04Wie gut.
28:14Wie gut.
28:18Wie gut.
28:39Was ist denn?
28:41Bitte, wo warst du so lang?
28:43Naja, es ist so eng da unten.
28:45Ich habe eine Ewigkeit gebraucht, bis ich einen Parkplatz gefunden habe.
28:47Du meinst, bis du in einen reingekommen bist?
28:50Du sag, wie war denn das eigentlich damals, wie du den Dienstwagen entdeppst hast hinten?
28:56Nix wahr. Du hast eh du die Meldung geschrieben, dass wir jemanden verfolgt haben.
29:00Ach, und dann?
29:02Die haben da eine Leitplanken montiert, die man nicht sieht. In einer Garage.
29:17Entschuldigung.
29:18Ach, wir haben nur gelernt, für meine Fortbildung, Dings, ähm, Branddelikte.
29:24Eh klar.
29:25Und, brennt es noch?
29:27Das brauche ich, Frau Größert.
29:29Ja, ich werde es gleich eins kennen.
29:37Haben wir den Generalschlüssel von Brückner schon gefunden?
29:39Nein, aber die Ergebnisse von der Spurensicherung sind da.
29:41Ah ja, ersparen wir die Details, bitte.
29:44Okay, also fast keine Fingerabdrücke, außer an der Tür. Da wissen wir aber noch nicht von wem.
29:48Blut am Teppich, da ist er anscheinend im Kopf aufgeschlagen.
29:50Ansonsten alles weggeputzt, sehr gründlich.
29:53Also, ein Mörder mit Putzfimmel, hm?
29:55Ja.
29:55Ah ja, und die Dinesco arbeitet ehrenamtlich in einem Frauenhaus.
29:58Da ist er her.
30:01Na, sagen wir mal, die Göker streitet mit dem Brückner wegen dem Berti.
30:05Er stürzt oder sie stößt ihn, egal, auf jeden Fall, rüder sie nicht mehr drauf,
30:09kriegt sie die Panik und ruft ihre Busenfreundin, die Dinesco.
30:11Ihre Busenfreundin seit dem Frauenhaus.
30:13Die kommt, sie fesseln ihn, bringen ihn runter in die Wäscherei, stopfen ihn in die Waschmaschine.
30:18Ja, und die Wäscherinnen haben auch genau gewusst, wo sie das Wägerl finden, mit dem der Brückner runtertransportiert worden ist.
30:23Und fortnachsmäßig kennen sie sich natürlich auch aus.
30:25Genau.
30:27Aber was ist, wenn es doch der Blonde Engel war?
30:30Ich habe irgendwie das Gefühl, es hat diesen Eusch wirklich geliebt.
30:33Ah, jetzt auf einmal?
30:34Ja.
30:35Geh, mach mir bitte eine Anfrage in Rumänien wegen der Dinesco, ja?
30:38In Rumänien?
30:39Ja, die haben dort auch eine Polizei.
30:40Wir haben doch nicht einmal einen Grundaufsäckakt aus Budapest.
30:43Das Budapest in Rumänien?
30:44So, bitte sehr, Frau Chefin.
30:47Na, schau an, schau an.
30:51So, Herr Brückner, jetzt haben Sie uns doch erzählt, dass Sie noch nie im Hotel Ihres Bruders waren.
30:56Jetzt sind aber...
30:56Geh, Frau Chefin, sei so lieb.
30:59Diese Fotos sind vor zwei Wochen bei einem Event im Hotel gemacht worden.
31:02Das da vorne, das ist die Frau Ihres Bruders, also die kennen Sie ja.
31:05Und da hinten, hinter der Säule, das sind Sie.
31:10Also sind Sie doch schon einmal im Hotel gewesen, hm?
31:13Geh, Bursche, du hörst auf, geh heut.
31:16Vielleicht waren Sie ja sogar in der Wäscherei.
31:18Hätte ich da hinkommen sollen, ich war da nur vorne im Foyer.
31:21Ach, das schon, Sie wissen aber, wo die Wäscherei ist.
31:23In keinem Hotel ist die Wäscherei gerade bei den Gästezimmern.
31:28Okay, also, ich war damals bei dem Empfang.
31:31Ja.
31:32Ich wollte mit Markus reden, weil er sich schon seit Tagen hat verleumden lassen.
31:35Was wollten Sie denn so dringend besprechen mit Ihrem Bruder?
31:39Kann das sein, dass das Studio nicht so gut läuft?
31:41Wäre schlimm, wenn Sie zusperren müssten, hm?
31:43Hm?
31:45Also, ich stelle mir das nicht einfach vor mit so einem erfolgreichen Bruder.
31:50Ich habe meinen Bruder nicht umgebracht.
31:52Ich schwöre es.
31:58Und du glaubst ihm?
31:59Keine Ahnung, auf jeden Fall haben wir keinen einzigen Beweis, dass er es war.
32:03Ja, du, so ein Boxtraining, glaubst du, wäre das was für mich?
32:07Nein, das ist schon so anstrengend genug mit dir.
32:11Komm, ich bring dich zu Hause.
32:13Na, danke, ich gehe noch ein bisschen zu Fuß.
32:15Ja, ich nehme dann ein Taxi. Bis morgen.
32:18Gute Nacht.
32:28Ah, Frau Dinescu.
32:31Warum haben Sie mir denn nicht erzählt, dass Sie im gleichen Frauenhaus arbeiten, in dem die Aileen war?
32:36Ist das wichtig?
32:39Sie haben mir den Job im Hotel verschafft, stimmt's?
32:42Ich kümmere mich für Mädchen wie Aileen. Es gehört zu meiner Arbeit.
32:46Sie bedeutet Ihnen sehr viel, oder?
32:48Ich weiß, wer es ist, wenn man einsam ist und kein Zuhause mehr hat.
32:52Ja, das muss für Sie auch hart gewesen sein damals.
32:54So von Rumänien nach Österreich.
32:56Ich meine, weil Sie kein Zuhause mehr gehabt haben.
32:58Gut, Sie waren älter damals.
33:00Wann genau sind Sie geboren? 75?
33:0376.
33:04Ja, am 24.11.
33:07Ja, das habe ich mir deshalb so genau gemerkt, wie meine Kinder am selben Tag Geburtstag kamen.
33:11Zwillinge.
33:15Ich muss leider los, sonst verpasse ich meinen Bus und der andere kommt in eine halbe Stunde.
33:21Gute Nacht.
33:28Morgen, Jan.
33:29Die Mama fährt heute wieder selber.
33:30Was?
33:32Na, wo bist du da reingefahren?
33:34Das ist bei einer Verfolgungsjagd passiert.
33:36Ja, ja, das sagt die Mama auch immer.
33:37Dafür, dass du was angestellt hast, bist du ganz schön frech.
33:40Hey, die Lena haben sich im Supermarkt erwischt, nicht?
33:42Wow.
33:43Das ist schon her.
33:44Morgen, Chefin.
33:45Morgen.
33:45Und wieso zitieren Sie dann deine Mama in die Schule?
33:48Mama?
33:48Das besprechen wir später, ja.
33:50Du, wir sehen uns dann gleich im Büro, ja?
33:51Fahren wir.
34:00Na?
34:01Gar nicht schlecht, Frau Nitschek.
34:03Nur eine Viertelstunde später.
34:04Ja bitte, ich habe die Müllabfuhr vor mir gehabt.
34:08Na was ist, kann ich vielleicht auch einen Kaffee kriegen?
34:13Also es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht.
34:15Welche möchtest du zuerst?
34:16Bitte die gute, weil ich brauche irgendeinen Lichtblick,
34:19bevor ich wieder mit dir in der Gegend herumrasen muss.
34:21Die Fingerabdrücke auf der Zimmertür von Brückner sind vom Amberg.
34:25Da schau her, ist er doch nicht nur in seinem Büro herumgesessen.
34:28Und weil unser Mörder alle Fingerabdrücke abgewischt hat,
34:30muss der Amberg nach dem Mord oben gewesen sein.
34:32Bitte schön.
34:33Oder er weiß sogar selber.
34:34Danke.
34:35Also holst mir den Amberg zur Einvernahme.
34:36Hierher?
34:37Na, nein, nein, Wurschtelbrater.
34:39Ähm, was ist übrigens die schlechte Nachricht?
34:42Die rumänische Polizei hat zurückgemeldet.
34:44Ich habe es selber gar nicht geglaubt,
34:45aber heute früh war das Mail schon da.
34:46Nein.
34:47Ja gut, also wir sind sehr beeindruckt vom Arbeitseifer
34:50der Bukarester-Kollegen.
34:51Folgendes.
34:52Die kennen keine Isolde Dinesco.
34:54Geboren am 24.11.
34:55Die waren nie in Rumänien gemeldet.
34:57Ja, kein Wunder, bei denen haben ihren Chaos.
34:59Ach, ich bitte einfach den Trajan,
35:00dass er mir die Passnummer überprüft.
35:02Den Trajan?
35:04Na, was ist's?
35:04Der schreibt total lieb.
35:06Wir waren sofort bei Du.
35:09Ich meine, Sie haben ja im Hotel nichts mehr zu sagen gehabt.
35:11Sie waren ja praktisch der Wurschtel vom Dienst.
35:13Dankeschön.
35:15Ihr Vater hat die Methoden von Brückner nicht überlebt.
35:17Das ist schon alles ziemlich bitter, oder?
35:19Haben Sie die Beherrschung verloren und zurückgeschlagen?
35:22Nein.
35:23Aber gestritten haben Sie sich.
35:26Er hat mir von der Sache mit dem Berti erzählt.
35:29Ich wollte Ihnen überreden, dass er nur eine Abmahnung kriegt.
35:32Aber ich hätte genauso gegen eine Wand reden können.
35:35Da hat's mir plötzlich gereicht.
35:39Wochenlang habe ich mir seine Freihheiten bieten lassen.
35:41Ich habe dem Brückner gesagt, dass er sich seinen Krempel selber machen kann.
35:46Ich habe meine Kündigung geschrieben
35:48und habe sie ihm später unter der Bürodür durchgeschoben.
35:51Und dann hat es Ihnen auf einmal leid getan, ja?
35:56Ich bin die halbe Nacht im Büro gesessen.
35:59Ich habe an meinen Vater denken müssen.
36:02Das Hotel war sein Leben.
36:05Jetzt frage ich mich aber doch, Herr Amberg,
36:07wie kommen denn dann Ihre Fingerabdrücke oben an die Tür?
36:11Ich bin noch mal rauf.
36:16Die Tür war in einem Spalt offen.
36:19Ich habe zuerst gedacht, der Brückner ist da,
36:21aber es war alles finster.
36:23Und dann habe ich die Tür ein bisschen aufgeschoben
36:26und die Kündigung ist immer noch am Boden gelegen.
36:30Und dann habe ich sie einfach wieder mitgenommen.
36:36Der Amberg checkt aus um 2.27 Uhr
36:39und der Mörder um 2.37 Uhr
36:41mit ein bisschen Glück hätte der Amberg ihn sehen können.
36:49Hallo, wo gehst du jetzt hin?
36:51Zur Schadensstelle wegen dem Auto.
36:53Ich habe übrigens gesagt, dass du gefahren bist.
36:55Wie bitte?
36:56Hey!
36:57Eine Mail vom Trajan.
36:58Die Passnummer von der Dinesco gibt es auch nicht.
37:00Das wird immer ominöser.
37:02Schick eine Anfrage an Interpol raus wegen der Dinesco, ja?
37:05Ja!
37:11Der Brückner war nicht betäubt,
37:13dafür aber geknebelt mit einem Klebestreifen.
37:16Die Reste davon haben sie im Flussensipp
37:18von der Waschmaschine gefunden.
37:20Und ein bisschen was in seinem Rachen,
37:21weil anscheinend hat er versucht,
37:22das Ding mit den Zähnen runterzukriegen
37:25und dabei hat er was geschluckt.
37:29Habt ihr schon eine heiße Spur?
37:31Das heißt eine.
37:32Wir wissen gar nicht,
37:32wohin mit unseren ganzen Verdächtigen.
37:34Das schon, ja.
37:36Griechenland, last minute.
37:39Na ja, wenn die Kinder doch in nächster Zeit
37:41ein paar Tage frei haben.
37:42Ja.
37:46Jetzt was dagegen, wenn die Susanne mitfährt?
37:53Wenn du nichts dagegen hast,
37:54dass man es endlich einmal vorstellst,
37:55deine Susi.
38:28Ah, wunderschönen guten Abend.
38:30Hätten Sie einen Augenblick Zeit für mich,
38:31Frau Gurin?
38:33Ja, wie Sie ja selber wissen,
38:34heißen Sie gar nicht Isolde Dinesco,
38:36sondern Rosanna Gurin.
38:37Geboren in der Sowjetischen Republik Moldawien 1976.
38:45Sie haben dann in Budapest
38:47illegal in einem Bordell gearbeitet.
38:502007 ist der Bordellbesitzer
38:51ein gewisser Stenek-Drinovsek verhaftet worden.
38:54Sie und Ihre Kolleginnen hat man ausgewiesen,
38:56in Ihrem Fall wieder zurück nach Moldawien.
38:59Aber da sind Sie gar nicht angekommen.
39:01Sie haben sich einen rumänischen Pass besorgt
39:04und in Österreich um ein Arbeitserlaubnis angesucht.
39:06Stimmt's soweit?
39:11Wollen Sie mich festnehmen?
39:15Wegen einem Fall schon was?
39:18Nein.
39:20Aber mich würde interessieren,
39:22ob er Sie wieder erkannt hat.
39:23Gute Nacht.
39:24Gute Nacht.
39:25Hat er gedacht, Sie sind die Hure,
39:26die er sich gerade am Telefon bestellt hat?
39:30Aileen war so verzweifelt.
39:32Ich wollte euch helfen.
39:35Sie wollten beim Brückner ein gutes Wort
39:36für den Berti einlegen.
39:39Drum sind Sie zu ihm rauf.
39:42Und dann?
39:43Was ist dann passiert, Frau Gurin?
39:49Für ihn waren wir doch nur Tiere.
39:53Jedes Mal, wenn er in Budapest war,
39:55dann die, die und die.
39:59Und dann mussten wir rauf zu.
40:02Und Stanley hat geträumt,
40:04wenn Markus nicht zufrieden ist, dann...
40:08Haben Sie keine Angst gehabt,
40:10dass er Sie erkennt?
40:11Er hat nie auf unsere Gesichter geschaut.
40:15Außerdem...
40:16Ich konnte Aileen nicht in den Stich lassen.
40:21So wie Rosa.
40:24Rosa?
40:26Ja, sie ist 17.
40:31Sie lebt bei meinen Eltern in Tiraspol.
40:35Sie denkt, dass ihre Mutter tot ist.
40:38Und das ist besser so.
40:40Warum sind Sie denn nie nach Hause gefahren?
40:42Ich meine, Sie arbeiten, Sie verdienen Geld.
40:48Unsere Nachbarn hat mich nach Istanbul gelockt.
40:53Er hat Geld bekommen und hat...
40:56...hazugeschaut, wie sie mich vergewaltigt haben.
41:00Alle wissen, was ich gemacht habe.
41:05Ja, und jetzt wollte Sie der Brück nur zum Sex zwingen.
41:10Ich lasse mich nie wieder zwingen.
41:14Nie wieder.
41:22Sie haben keinen Beweis.
41:24Ich war sehr grünlich.
41:25Ja.
41:25Und wenn Sie mich festnehmen, dann sage ich...
41:29...ich habe alles gelogen.
41:41Und denken Sie nicht mehr dran.
41:43Ich habe den Tod versehen.
41:52Schick der Katrin bitte auch einen Bus hier von mir, ja?
41:55Ja, gehst du bald schlafen?
41:57Ja, ja, ja, ich weiß.
41:59Du, Jan, schau bitte, dass es zugesperrt ist, ja?
42:01Ja, ich habe dich lieb.
42:03Grüß Sie, mein Schatz.
42:04Gute Nacht.
42:13Ich habe dich, meine Schatz.
42:31Schau, was wir da haben.
42:37Das ist der Generalschlüssel von Markus Brückner.
42:39Ein Sandler hat ihn gefunden in einem Mistkübel mit einem deutlichen Daumen- und Zeigefingerabdruck.
42:44Und jetzt rat einmal von wem.
43:00Frau Gurin, ich muss Sie leider festnehmen wegen des Mordes an Markus Brückner.
43:08Ganz so gründlich waren es leider doch nicht.
43:12Halt, Halt, Halt!
43:23Halt!
43:54Halt!
44:23Halt!
44:25Halt!
44:32Halt!
44:33Halt!
44:33Halt!
44:34Halt!
44:34Halt!
44:35Halt!
44:35Halt!
44:35Vielen Dank.
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