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KurzfilmeTranskript
00:03Ob es mich stört, dass man Schäferfrau ist?
00:07Soweit ich weiß, hatten Sie selber Ambitionen auf den Posten.
00:10Und dann wird Ihnen eine Frau vorgesetzt.
00:13Noch dazu eine jüngere.
00:16Mich würde das stören.
00:19Ganz ehrlich.
00:22Darüber habe ich noch nie nachgedacht.
00:25Wie war Ihre Frau eigentlich vorher?
00:27Ex-Frau.
00:30Sie meinen, bevor sie diesen Pfeiler kennengelernt hat?
00:32Oder bevor sie entdeckt hat, dass er ein Serienmörder ist?
00:46Aber wir wollten doch alle nur, dass der Mai, also der Kollegin Landauer, nichts passiert.
00:53So meine Süßen, wollen Sie jetzt mit mir mitfahren oder nicht?
00:58Hm?
01:00So, dann fahre ich jetzt allein, ja?
01:02Papa!
01:02Aber Sie als Ihr Partner hätten verhindern müssen, dass Frau Schnell sich alleine mit ihm trifft.
01:07Ja, aber wie denn? Was hätte ich denn da machen sollen?
01:10Das war die Bedingung von Peter Pfeiler.
01:12Ich habe es Ihnen doch schon gesagt, es war ganz einfach ein Unfall.
01:29Ein saublöder Zufall war das, dass dieser Laster dort aufgetaucht ist.
01:33Ja, ja, ja, alles in Ordnung.
01:34Nichts.
01:35Entschuldigung.
01:36Was ist mit deiner Schwester?
01:38Du, ich fahre jetzt doch nicht mal.
01:40Nein, ich möchte Sie gleich mit uns. Also, geh mal.
01:44Ja, Franicek?
01:45Was hieß, Kinder? Kommt.
01:46Geh mal, wir älter euch.
01:47Ja, ich mach.
01:48Ja.
01:48Die Chefinspektorin Schnell hat diesen Unfall billig in den Kauf genommen.
01:54Meinen Sie wirklich, dass sie in der Lage ist, ihre Arbeit richtig auszufüllen?
02:26Ja, wir sind doch nicht in der Tat.
02:36Wo ist denn der Stefan?
02:37Guten Morgen.
02:39Ah, habe ich das nicht gesagt?
02:40Wunderschönen guten Morgen, mein lieber Framicek.
02:42Du musst nicht gleich übertreiben.
02:43Bei der Toten handelt es sich vermutlich um Margarete Laub.
02:48Seit wann identifizieren wir Leiche mit vermutlich?
02:50Ja, sie ist die einzige Nonne, die drüben im Kloster fehlt, sagt die Obernonne.
02:54Wer hat sie gefunden?
02:55Eine gewisse Schwester Silvia, gleich noch der Morgenandacht.
02:59Du warst 6.30 Uhr, sie ist dann gleich rüber und hat sich ihrer Chefin gemeldet.
03:03Die will dich übrigens unbedingt sprechen, weil sie macht sich furchtbare Sorgen,
03:07dass irgendjemand was davon mitkriegt.
03:09Was ist das da überhaupt?
03:10Urlaub im Kloster, Ferien für die Seele und die Sinne.
03:14Sollte das da auch einmal probieren.
03:16Du bist ziemlich spät dran.
03:17Na ja, sie hätte es scheinbar erwarten können.
03:20Ist alles, was du brauchst, dann können wir sie rausholen,
03:23bevor sie einen Schwimmhäute kriegt.
03:33All the pony girls ride the pony, ride the pony, hey.
03:39Wunderbar.
03:40Was, nimm mal kurz?
03:46Ist was?
03:47Klar, das sollte ich besser dich fragen.
03:50Na ja, dann fragst mich halt.
03:52Ist was?
03:53Was soll denn sein?
03:57Todeszeitpunkt?
03:59Ich würde sagen, sieben bis zehn Stunden maximal.
04:01Also gestern zwischen halb elf und halb zwei in der Früh.
04:05Haben die da so spät noch Wassergymnastik?
04:07Die Therapien hören um 17 Uhr auf.
04:11Todesursache?
04:12Also ein Einstich in der Nähe des Herzens.
04:15Ist eine Stichwaffe gefunden?
04:17Haben wir?
04:18Haben wir nicht.
04:20Haben wir nicht.
04:23Was macht eine Nonne mitten in der Nacht im Thermalbad, frage ich mich.
04:27Na ja, vielleicht hat sie einen Kuhschatten gehabt.
04:29Die Nonne und ihr Liebhabergebiet, das glaubst du aber selber nicht.
04:33Ja, Maya?
04:36Guten Tag.
04:38Ja, gut.
04:39Danke.
04:41Schöne Grüße von der Maya.
04:42Die Eltern von unserer Toten sind vor fünf Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen.
04:46Meinen Bruder gibt's noch, aber von dem haben wir leider keine Wohnadresse.
04:51Sehr schön.
04:51Vor Gott und der Uhr sind alle Menschen gleich.
04:54Firmenchef und Sekretärin, Arzt und Patient.
04:57Ein Kloster ist eine Oase der Stille, der ideale Platz für Ferien zu sich selbst in geistiger Begleitung erfahrener Nonnen.
05:04Erfahren in was, frage ich mich.
05:05Du, wie heißt diese Obernonne noch einmal?
05:14Frau Keil?
05:18Entschuldigung.
05:19Schwester Walburga.
05:20Tag.
05:21Grüß Gott.
05:22Oder Mutter Oberin, was Ihnen lieber ist. Und Sie sind?
05:24Äh, Chefinspektorin Schnell.
05:26Sexinspektor Franicek, Mordkommission.
05:28Ja, wir gehen davon aus, dass die Frau Laupe ermordet worden ist.
05:34Ja.
05:35Ich hoffe nur, dass das außer uns noch niemand weiß.
05:38Es wäre schrecklich, wenn sich das herumspricht, dass es hier einen Mord gegeben hat.
05:42Unsere Gäste wären außer sich.
05:44Können Sie sich vorstellen, wer das getan haben könnte?
05:49Nein.
05:51Allerdings gab es da etwas, was Schwester Margarete bedrückt hat.
05:56War Ahnung, was das war?
05:59Sie wollte das mit Gott und ihrem Gewissen ausmachen.
06:02Was hat sie denn drüben im Kurs gemacht?
06:05Sie hat unter anderem in der Kneiptherapie gearbeitet.
06:08Wir müssten mit der Kollegin sprechen, die sie gefunden hat.
06:12Schwester Silvia schläft.
06:14Der Arzt hat ihr ein Beruhigungsmittel gegeben.
06:17Aber wollen Sie sich vielleicht in Schwester Margaretes Zimmer umsehen?
06:22Na, so geht das doch immer in Krimis, oder?
06:25Genau.
06:28Na?
06:30Kein Holzbritsche, kein Ragebrett am Boden.
06:34Bin tatsächlich ein bisschen enttäuscht.
06:38Selbst Sie leben im 21. Jahrhundert, Frau Inspektor.
06:41Für mich wäre es trotzdem nichts.
06:44Ja, schon.
06:45Ganz schön viel psychologische Literatur für eine Klosterschwester.
06:49Schwester Margarete war diplomierte Sozial- und Lebensberaterin.
06:52Sie hat sich auch um die seelischen Probleme unserer Gäste gekümmert.
06:55Suizid, Depressionen, Sucht.
06:58Ganz schön große Probleme, oder?
07:00Niemand sieht in die Herzen der Menschen.
07:02Außer Gott.
07:03Da hat er ja jede Menge zu tun.
07:05Wir haben gehört, dass die Schwester Margarete einen Bruder gehabt hat.
07:09Ist er das zufällig?
07:11Ja.
07:12Was wissen Sie denn über ihn?
07:14Er ist der jüngere Halbbruder.
07:15Hamann.
07:16Sie hat sich sehr mit ihm gekümmert.
07:18Er arbeitet drüben im Hotel.
07:20Als Aushilfe.
07:21Dort hat er doch ein Zimmer.
07:22Ja, verstehe.
07:31Frau Inspektor.
07:32Ja?
07:33Wenn Sie beide jetzt hier hinausgehen und mit Ihren Polizeimarten winken
07:36und allen ein Loch in den Bauch fragen,
07:38mache ich mir ernsthafte Sorgen um das Seelenheil unserer Gäste und meiner Mitschwestern.
07:43Schauen Sie, Ihre Arbeit ist der Seelenfrieden und unsere ist es an Mörder zu finden.
07:47Ja, das ist schon klar, aber können Sie dabei so diskret wie möglich vorgehen?
07:52Keine Sorge, diskret ist Ihr zweiter Vorname.
07:56Ja, schon, aber können Sie nicht vielleicht sagen, Sie wären ein Gast oder ein Angehöriger?
08:03Aber nicht von der Mordkommission.
08:06Entschuldigung, Entschuldigung.
08:08Ja?
08:10Na, sag ihm, ich kann nicht, ich habe einen Fall.
08:14Okay.
08:16Na, pass auf.
08:18Sag dem Oberst Schuster, ich komme heute nicht mehr ins Büro.
08:20Ich habe eine heilige Mission.
08:22Baba.
08:23In die freie Zone.
08:25Ja, und jede Menge Zeit für innere Einkehr.
08:27Ja, das wollte ich eigentlich schon immer mal ausprobieren.
08:33Nein.
08:35Doch.
08:37Nein.
08:38Niemals.
08:40Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist.
08:43Sie wollten doch, dass ich diskret ermitteln.
08:45Ja, Sie müssen wissen, unsere Gäste sind es gewohnt, mit unseren Schwestern zu reden.
08:49Wir hören ihnen zu, sind einfühlsam mit ihren Sorgen.
08:53Nichts anderes habe ich vor.
08:54Vielleicht erzählen mir die Leute ja Dinge, die sie mir sonst nicht erzählen würden.
08:57Der Fall ist noch schneller als sonst gelöst.
08:59Also, im Sinne ihres Seelenfriedens.
09:01Ich muss Ihnen dann noch einiges über den Klosteralltag erklären.
09:04Ja, vielleicht später.
09:05Na, die bleibt wohl besser hier.
09:08Und Hände sind hier verboten.
09:10Nur für den Notfall.
09:14Ja.
09:27Du, ein blödes Wort und du bist tot, ja?
09:31Habe ich was gesagt?
09:33Der Bruder hat gerade Dienst drüben im Restaurant.
09:36Na, wenigstens was?
09:40Was mache ich eigentlich, wenn ich mit dir sprechen will?
09:45Sag's halt, du bist mein Bruder oder Halbbruder.
09:48Am besten Adoptivbruder.
09:50Danke, Schwester.
09:59Schwester?
10:00Oha, was denn?
10:01Kundschaft.
10:05Der Herr ist ja bei euch.
10:07Ich habe sie hier noch nie gesehen.
10:09Sind Sie neu?
10:10Ja, sozusagen.
10:12Entschuldigung.
10:14Entschuldigung.
10:15Handys sind hier nicht erlaubt.
10:16Ja, aber ich bin im Dienst.
10:18Sie sind nicht die einzige Seele, um die ich mich sorge.
10:21Ja?
10:23Gut, das war jetzt aber nicht sehr einfühlsam.
10:28Ja, ich habe gesagt, ich kann heute nicht.
10:30Ja, Papa.
10:32Warst du schon bei diesem Sonderermittler?
10:34Na ja, du weißt ja, wie das ist.
10:36Na, weiß ich nicht.
10:37Ich war ja noch nicht dran.
10:38Ich glaube, die wollen da was anhängen.
10:40Aber geht Blödsinn.
10:41Die von der Internen, die müssen ihre Dienststunden füllen.
10:43Ja, da kommt ihnen ein Unfall im Zuge der Ermittlungen natürlich gerade recht.
10:46Na ja, immerhin ist der Feiler dabei gestorben.
10:50Und, war das meine Schuld?
10:52Schau, der hat mich gefragt, wie das war mit den Ermittlungen
10:55und ob ich glaube, dass du da irgendwelche Fehler gemacht hast.
10:57Und was hast du gesagt?
10:59Dass du egomanisch, unberechenbar und absolut gefährlich bist.
11:03Danke, Frau Lecek.
11:04Ich habe gewusst, ich kann mich auf dich verlassen.
11:09Herr Oberst,
11:11wenn die Chefinspektorin schnell jetzt wegen dieser Sache wirklich Schwierigkeiten bekommt,
11:16was passiert denn da mit dem Rest der Abteilung?
11:20Das kommt noch an.
11:24Zunächst erzählen Sie uns einmal,
11:26was im Fall Feiler passiert ist.
11:29Von Anfang an.
11:32Herr Laub, Angelika, schnell.
11:36Schwester Angelika.
11:40Guten Tag.
11:42Was fragt?
11:42Im Restaurant drüben hat man uns gesagt,
11:45dass Sie auf einmal verschwunden sind.
11:47Darf ich?
11:47Ja.
11:49Meine Schwester ist tot.
11:51Ja.
11:54Wer sind Sie?
11:55Ich habe Sie noch nie gesehen.
11:56Also, Entschuldigung.
11:58Also, ich bin neu da und das ist ein Herr von der Polizei,
12:00der wird gern dringend mit Ihnen reden.
12:02Bezirks...
12:03Bezirksinspektor Franicek.
12:05Das ist ein scheiß Unglück.
12:08Woher wissen Sie denn eigentlich, was passiert ist?
12:10Ah, die...
12:12Schwester Oberin hat mir im Restaurant angerufen
12:14und mir vom Unfall erzählt.
12:16Unfall?
12:18Ich weiß nicht, was ohne die Marguerite tun soll.
12:20Sie müssen mir helfen, Schwester, bitte.
12:26Äh...
12:28Es ist immer schwer,
12:29wenn man geliebten Menschen verliert.
12:31Ja, aber die Marguerite war alles, was ich gehabt habe.
12:34Unser Vater ist tot
12:35und meine Mutter will nichts mehr von mir wissen.
12:37Sie sagt, ich bringe nur Unglück.
12:38Nur die Marguerite war für mich da.
12:40Sie müssen mir helfen, Schwester.
12:42Sie müssen mir sagen, wie es jetzt weitergehen soll.
12:44Also jetzt...
12:45Beruhigen Sie sich erst einmal.
12:49Es tut mir wirklich leid.
12:53Aber...
12:54Können Sie sich erklären,
12:55was Ihre Schwester so mitten in der Nacht
12:56mit der Malbad gemacht hat?
12:58Sie fragen mir jemanden von der Polizei.
13:00Ja, können Sie oder können Sie nicht?
13:03Ja, vielleicht hat es zu dir jemanden getroffen.
13:05Ja.
13:09Ja, wen zum Beispiel?
13:14Den depperten Doktor.
13:15Ah, den depperten Doktor.
13:17Und, äh...
13:19Wie heißt der?
13:20Markus Waldner.
13:22Das ist so ein Kneipp-Doktor,
13:23mit dem ich Sie mal zusammen gewesen.
13:26Was glaubt der Oberfinguin eigentlich?
13:28Da tue ich ihr den Gefallen und ermittelt diskret
13:30und dann fällt sie mir in den Rücken
13:31und ruft den Bruder an.
13:32Halbbruder!
13:33Und du musst schneller fragen,
13:34wenn ich schon auf einfühlsam unterwegs bin, ja?
13:37War der komisch, der Laub?
13:38Ja, immerhin ist seine Schwester gerade gestorben.
13:40Halbschwester.
13:41Also besorg mir alles über diese halben Laubs, ja,
13:43und im Hotel fragst du nach,
13:44ob irgendjemand überstürzt abgereist ist.
13:46Ja, wir treffen uns dann in ungefähr einer Stunde.
13:48Und wo?
13:49Am Klosterfriedhof?
13:52Sonnenterrasse.
13:57Schwester Waldgrüger!
14:00Das war eine ganz schön linke Geschichte von Ihnen mit dem Unfall.
14:03Eine Notlage erfordert manchmal eine Notlüge.
14:06Sogar im Kloster.
14:07Wer hätte das gedacht?
14:09Was wissen Sie denn so über den Dr. Waldner?
14:12Er ist einer unserer Kneippärzte.
14:14Der Hermann Laubsack,
14:14er und die Tote sind sich sehr nahe gestanden.
14:16Sie haben seit einem Jahr intensiv miteinander gearbeitet.
14:19Wie intensiv?
14:22Sie waren Kollegen.
14:23Freunde, könnte man sagen.
14:25Sonst nichts.
14:26Wie sonst nichts.
14:28Na, wie auch immer.
14:29Ich muss auf jeden Fall mit ihm reden.
14:31Der Dr. Waldner ist heute Vormittag auf einem Seminar in Tulln.
14:36Kommen Sie.
14:36Dann kann ich Sie vor dem Mittagsgebet noch Ihren Mitschwestern vorstellen.
14:43Mittagsgebet.
14:43Ich will dich lieben, meine Ziel, ich will dich lieben mit den Werken und immer während er beginnt.
15:11Jesus, I wanna love you.
15:14Oh, yeah.
15:15Jesus, I wanna love you.
15:18Jesus, I wanna love you.
15:34Herr, gib uns Kraft in dieser schweren Stunde
15:37und schenke uns Trost und Zuversicht.
15:46Schwester Silvia?
15:52Ich wollte nur fragen, wie es da geht.
15:55Die Mutter Oberin hat mir erzählt, was passiert ist und du, die Margarete,
15:59dass du sie gefunden hast.
16:02Ich weiß nicht, ob ich Ihren Anblick niemals vergessen werde.
16:05Wie die da im Becken...
16:06Ist dir da irgendwas aufgefallen?
16:08Also, ich meine, wenn ich da irgendwie helfen kann, dann sag's ja.
16:11Es muss schrecklich sein, eine Leiche zu finden.
16:14Die Margarete war immer so gut zu uns allen.
16:16Mir hat sie ja alles erklärt und gezeigt.
16:19Sie wäre bestimmt irgendwann zur Mutter Oberin gewählt worden.
16:23Ja, wirklich.
16:36Die Hände sind nicht erlaubt.
16:39Ach, das ist eine heilige Mission.
16:43Entschuldigung?
16:44Ja?
16:44Könnte ich kurz mit Ihnen reden, bitte?
16:47Ja, natürlich, dafür bin ich ja da.
16:49Oder jetzt, wo die Margarete tot ist, da weiß ich irgendwie nichts.
16:53Also schauen Sie, ich...
16:54Ich bin nicht gesund.
16:57Oje.
16:57Ich brauche bestimmte Medikamente.
17:00Und Sie schauen so hilfsbereit aus.
17:03Danke.
17:03Und jetzt wollte ich Sie fragen...
17:06Also...
17:07Können Sie mir 100 Euro bauen?
17:10Was?
17:11Das ist...
17:11Ist jetzt blöd.
17:12Ich habe leider gar nichts dabei.
17:13Aber Sie würden das machen.
17:17Hä?
17:17Sie sind ein...
17:19Ein...
17:19Ein Engel.
17:20Sie sind so ein christliches Herz.
17:21Also...
17:21Können Sie das Geld holen?
17:23Und wir treffen uns dann gleich bei mir?
17:25Ich brauche nämlich wirklich dringend meine Medikamente.
17:27Mhm.
17:27Ja?
17:29Wunderbar.
17:30Perfekt.
17:30Okay.
17:40Ja?
17:41Ja, Franicek.
17:42Wo bist du denn?
17:43Na, wo glaubst du?
17:44Und wo bist du?
17:44Du, äh...
17:45Geh zum Zimmer vom Laub und warte dort auf mich, ja?
17:47Schau aber, dass er dich nicht sieht.
17:49Ich beeile mich, ja?
17:54Oh Gott.
18:16Stefan.
18:17Du, ähm...
18:18Können die Kinder heute mit dir schlafen?
18:22Warum nicht?
18:25Ja, okay. Dann schlafst du halt bei uns.
18:31Wieso? Was hast du denn vor?
18:34Sind alt genug? Ja, eh.
19:05Schwester Angelika, ich sehe, Sie passen.
19:08Ja, danke. Wo ist denn mein Gewand?
19:10Kleiner Ehrtum von Schwester Bernarda. Sie hat die Sachen ins Depot gebracht.
19:13Was ich eigentlich sagen wollte, der Dr. Waldner ist in etwa einer Stunde wieder hier.
19:17Sie können dann gern mit ihm reden.
19:18Sie können auch gern den Mord aufklären, wenn Sie in dem Tempo weitermachen.
19:22Entschuldigung, ich wollte ja nicht behilflich sein.
19:24Um mir zu helfen, haben Sie sicher auch dem Dr. Waldner von dem tragischen Unfall erzählt.
19:32Ja, ja, ja.
20:10Lass den Blödsinn.
20:12Na, die kann man auch nix recht machen, hm?
20:15Was hast du denn rausgefunden?
20:16Ja, im Hotel ist niemand urplötzlich abgereist.
20:19Ja, wäre ich auch nicht, wenn ich an Mord begangen hätte. Und, die Laubs?
20:22Die Maya hat sich noch nicht zurückgemeldet.
20:24Ich möchte, dass du den Laub observierst, nachdem ich weg bin, ja?
20:27Und warum bitte?
20:29Weil ich's will.
20:31Weil ich's will.
20:31Ah, ja.
20:41Mein Engel.
20:42Also, wenn's Ihnen schlecht geht, dann kann ich auch für Sie zur Apotheke gehen.
20:45Sie müssten mir halt nur sagen, welche Medikamente ich genau besorgen soll.
20:48Das ist lieber, aber es geht schon.
20:49Haben Sie das Geld?
20:51Ja, ja.
21:05Danke.
21:06Ich verspreche Ihnen, ich geb's Ihnen morgen zurück verlässlich.
21:11Mhm.
21:17Alles in Ordnung? Brauchen Sie irgendwie Hilfe?
21:19Danke, das geht schon.
21:20Ich bin Ärztin.
21:25Ich muss wohl was Schlechtes gegessen haben.
21:28Ja.
21:32Sind Sie neu bei uns?
21:36Ähm, Austauschschwester, sozusagen.
21:40Soll ich Ihnen nicht helfen, Schwester?
21:41Oh ja, das wär sehr nett. Ich bin noch nicht so lange bei dem Verein, also in Ordens-Tracht.
21:46Von wo sind Sie denn?
21:49Hm?
21:49Wie?
21:49Von wo Sie sind?
21:51Aus dem Kloster Himmelsgrün.
21:54Da kenne ich die Oberschwester.
21:56Wirklich?
21:57Sie wird sich immer mal unseren Kurbetrieb anschauen.
22:00Ja, die hat mich hergeschickt.
22:02Der Dr. Waldner wird mich einweisen.
22:06Davon weiß ich ja gar nichts.
22:09Vielen Dank.
22:11Ich muss jetzt dann auch wieder.
22:12Gesegneten Tag noch.
22:14Danke.
22:20Herr Dr. Waldner?
22:22Schwester Angelika, die Mutter Oberin hat mir gesagt,
22:25sie möchten unser Therapieprogramm kennenlernen.
22:28Es tut mir so leid, was mit der Schwester Margarete passiert ist.
22:33Haben Sie sich gekannt?
22:35Leider nur.
22:36Ich kann es immer noch nicht glauben.
22:39Ja, die Wege des Herrn sind unergründlich.
22:43Manchmal sehr ungerecht.
22:46Herr Dr. Waldner,
22:49wenn Sie was auf dem Herzen haben,
22:51ich meine, genau dafür sind wir ja da.
22:53Die Schwester Margarete hätte nicht gewollt.
22:55Die Schwester Margarete hätte ganz sicher nicht gewollt,
22:57dass in Ihrem Sorgen alleine bleibt.
23:00Sie war so ein wundervoller Mensch,
23:01so von Hoffnung und
23:05Lebensmut.
23:08Kennen Sie Ihren Bruder?
23:10Nein.
23:12Sie hat immer zu ihm gehalten,
23:13egal, wie oft er sie belogen hat.
23:15Sie hat ihn hergebracht, hat ihm einen Job verschafft und er.
23:20Ja? Was ist mit ihm?
23:22Sie hat ihm immer wieder Geld gegeben.
23:25Und er hat immer wieder versprochen,
23:27damit aufzuhören.
23:29Drogen.
23:31Glücksspiel.
23:33Glauben Sie, dass er sie deshalb umgebracht hat?
23:36Umgebracht? Aber das war doch ein Unfall.
23:38Ah ja, natürlich, das meine ich ja.
23:40Markus.
23:41Ach, Schwester Angelika, Dr. Carola Mittl,
23:44die ärztliche Leiterin von Maria Hilfe.
23:47Und die Lebensgefährte dieses jungen Mannes
23:49mit den heilenden Händen.
23:52Na, gratuliere.
23:53Ja, wir beide sind uns ja schon begegnet, nicht?
23:56Na dann, wollen wir?
23:58Ja.
23:58Wenn Sie später Fragen haben,
24:00stehe ich gerne zur Verfügung.
24:01Markus weiß ja, wo Sie mich finden.
24:02Vielen Dank.
24:04Markus, zehn Minuten, ja.
24:08Aha, also das Wasser ist eine der fünf Kneipsäulen.
24:11Ja, neben Bewegung, Ernährung,
24:13Lebensordnung und Heilkräuter.
24:15Ah, das würde ich auch gerne machen.
24:17Darf ich?
24:17Ja.
24:18Haben Sie was dagegen,
24:19wenn Schwester Angelika Sie behandelt?
24:21Nein, überhaupt nicht.
24:22Wunderbar.
24:23So.
24:24Mhm.
24:25Bitte.
24:26Dankeschön.
24:28Na, gar nicht so.
24:31Langsam und wechseln.
24:33Und rauf und wechseln.
24:36Langsam, rauf und wechseln.
24:39Kommen Sie allein zurecht?
24:41Kommen wir allein zurecht?
24:43Denke ich schon, oder?
24:44Ja.
24:45Rauf und weg.
24:48Wo ist die junge Kollegin,
24:49die das sonst macht?
24:51Die ist tot.
24:52Oh.
24:53Zurück gekommen.
24:54Es war meine Schuld,
24:55dass Peter Feiler die Frau Landau
24:57überhaupt entführen konnte.
24:58Sie sind kein Ermittler.
25:00Nein, aber ich hätte doch merken müssen,
25:02dass jemand in der Wohnung ist.
25:04Halten Sie es nicht eher für einen Fehler
25:06von Chefinspektorin Schnell?
25:08Immerhin hat sie sich auf ein riskantes Spiel
25:10mit einem Serienmörder eingelassen.
25:14Ja, Franicek, wo bist du?
25:16Ja.
25:17Ja, schon gut.
25:18Na, du, ich brauch dich jetzt da, ja?
25:22Sie wissen doch,
25:22dass Hennes hier nicht erlaubt sind.
25:24Ja, aber das war ein Notfall.
25:25Mein kranker Bruder.
25:27Na, also, alles was recht ist.
25:29Ja, dann machen Sie es doch wenigstens ein bisschen...
25:32Diskreter, ich weiß.
25:34Warum hat man es mir denn nicht erzählt,
25:35dass der Hermann Laube ein Spieler ist?
25:37Damit Sie ihre einfachen Schlüsse ziehen?
25:40Er ist ein schwacher Mensch, ja.
25:42Aber Margarete hat an ihn geglaubt.
25:44Interlässt sie ihm was?
25:46Geld, Wertsachen, anderes Vermögen?
25:48Alles, was wir besitzen,
25:49übergeben wir bei uns vom Eintritt im Orden.
25:51Danach kommt der Orden für uns auf.
25:53Woher hat sie denn das Geld gehabt,
25:55ihn zu unterstützen?
25:57Das weiß ich nicht.
25:59Kommen Sie.
26:00Es ist Zeit für die Vespa.
26:02Ah, super, ich hab ihren Hunger.
26:03Ich rufe dich an, Herr, Gott, erhöre mich.
26:13Wenn ich rufe, erhöre mich, Gott, du mein Rätsel.
26:24Ich rufe dich an, Herr, Gott, erhöre mich.
26:35Bringt Rechte, Opfer da, unvertraut auf den Herrn.
26:48Ich rufe dich an, Herr, Gott, erhöre mich.
26:56Einen besseren Platz hättest du auch nicht aussuchen können.
26:58Was ist doch gut da?
26:59Weiß gar nicht, was du hast.
27:01Und was gibt's außerhalb dieser heiligen Hallen?
27:04Der Laub ist ungefähr zehn Minuten nach dir weg,
27:07ist zu Fuß durch die halbe Stadt und ist schließlich...
27:09In der Spielhalle.
27:11Woher warst du denn das?
27:12Kein Vorteil soll die Verkleidung haben.
27:15Super, und deswegen hab ich mir die Füße wundgelaufen.
27:18Was, ich hab das vorher noch nicht gewusst.
27:19Wie wär's mit Anrufen?
27:21Du, Handys sind hier leider nicht erlaubt.
27:22Außerdem, du gibst für Blasen keine Globuli.
27:24Ha, ha.
27:26Ich hab ihn überprüfen lassen.
27:27Der Laub ist in fast allen Casinos gesperrt
27:30und er hat Privatkonkurs angemeldet vor einem Jahr.
27:33Komisch.
27:35Wenn seine Schwester ihm kein Geld vererbt hat,
27:37dann hat er ja gar kein Motiv.
27:38Und der Oberpinguin sagt, sie hat keins.
27:40Geht, der Stefan soll einmal überprüfen, ob sie schwanger war.
27:43Ah, glaubst du jetzt doch an meinen Kurschatten, ne?
27:46Vielleicht war sie sogar der Kurarzt.
27:48Du, bitte geh du noch einmal in die Spielhalle
27:49und ruf mich an, wenn er noch dort ist, ja?
27:50Immer doch, Tendys sind ja nicht erlaubt.
27:53Schickst mal da SMS.
27:54Und, Franicek, ein Vater unser
27:56und eingegrüßet seist du Angelika, sollt reichen.
28:11Ja?
28:14Spürst du Angelika?
28:17Na, komm mal rein.
28:19Es ist wegen heute Mittag.
28:20Ist er sicher?
28:20Ja.
28:24Ich möchte nicht, dass Sie einen falschen Eindruck von uns hier bekommen.
28:28Warum denn?
28:29Weil ich das mit der Wahl zur Mutter Oberin gesagt habe.
28:32Die Schwester Waldburger ist ziemlich streng.
28:34Ich kann mir vorstellen, dass nicht alle sie gerne als Vorgesetzte haben, oder?
28:37Das hat die Margarete auch gesagt.
28:39Sie hat mich immer in Schutz genommen vor ihr,
28:41wenn ich Fehler bei den Ordensregeln gemacht habe
28:43und dafür bestraft worden bin.
28:45Na, das wird unserer Mutter Oberin aber gar nicht gefallen haben.
28:49Die beiden haben deswegen vor ein paar Tagen
28:51einen richtigen Streit gehabt vor allen Schwestern.
28:54Unsere höhere Nacht.
29:00Worum ist es denn da gegangen?
29:02Darum, wie der Orden geführt werden soll
29:04und was erlaubt ist und was nicht.
29:07Das hat mir alles so leid.
29:08Das war alles nur wegen mir.
29:11Okay.
29:25Ja, du hast da ganz schön Zeit lassen.
29:27Was, glaubst du, Nonnen haben keine Parkplatzprobleme?
29:30Was, du bist mit dem Auto da?
29:31Ja, sicher.
29:32Glaubst du, ich gehe so zu Fuß durch die Stadt?
29:34Wo stehst du denn?
29:35Vor der Tür.
29:36Und, ist er noch da?
29:37Ja, dort.
29:39Er scheint gerade einen Lauf zu haben.
29:40Ah, da.
29:41Na, hopp, hopp, hopp.
29:44Ja, Schäfin.
29:48Herr Laub.
29:51Herr Laub.
29:53Wo waren Sie denn gestern Abend,
29:55wie Ihre Schwester gestorben ist?
29:57Ich habe Sie gerade was gefragt.
29:59Ich bin gerade am Gewinnen.
30:01Hallo, Hermann.
30:02Jetzt ist es vorbei.
30:04Oje, habe ich jetzt etwas falsch gemacht?
30:06Und das macht wirklich Spaß, ja?
30:10Was denn?
30:17Was denn?
30:24Sparer, der Heißgeschwafel.
30:25Ich kenne das von meiner Schwester auswendig.
30:28Dabei habe ich noch gar nicht angefangen.
30:29Sie haben meine Frage noch nicht beantwortet, Herr Laub.
30:32Ja.
30:32Können Sie mich in Ruhe lassen?
30:34Habt ihr zwei Bandscherl,
30:35weil sie mir gemeinsam antanzt?
30:40Pass auf.
30:41Jetzt reicht es mir.
30:43Nur einmal von vorn.
30:44Wo warst du gestern Abend?
30:45Ich war hier.
30:46Wann? Wie lang?
30:48Das ist ja wie ein Verhör.
30:49Das ist ein Verhör.
30:51Das ist ungefähr zehn.
30:53Dann bin ich nach Hause,
30:54weil die Margarete unbedingt mit mir reden wollte.
30:56Heißgeschwafel?
30:57Nein, sie hat mir zum hundert Mal droht,
30:59dass jetzt endlich Schluss ist mit dem Geld
31:00und dass sie in Therapie gehen soll
31:02und den ganzen Scheiß.
31:03Moment dann.
31:04Und da bist du zornig worden, ja?
31:05Ja, sicher.
31:07Wenn sie mir kein Geld mehr gibt,
31:08was soll ich machen?
31:08Jemanden ausräumen?
31:10Was?
31:11Das ist ein Peichtgespräch.
31:12Die Margarete hat aber gar kein Geld gehabt.
31:14Doch, hat sie.
31:15Und ich hätte sie eh wieder rumgekriegt.
31:17Das ist ja eure Christenpflicht, zu helfen.
31:19Ja, aber deine Schwester wollte nicht mehr.
31:20Du bist ausgerastet, hast sie niedergestochen
31:22und ins Schwimmbecken geschmissen.
31:24Was soll der Scheiß?
31:24Warum soll ich meine beste Geldquelle umbringen?
31:26Warum?
31:26Die Margarete war bei mir im Zimmer,
31:28dann ist sie gegangen.
31:29Wenn Sie es nicht glaubt,
31:29dann fragt sie diese Oberärztin.
31:31Die war im Gang, wie die Margarete rausgegangen ist.
31:33Ah, die Frau Dr. Mikkel?
31:34Ja, aber die kann sich wahrscheinlich nicht mehr erinnern,
31:35weil die war ein bisschen...
31:39Aha.
31:42Soll ich die Dr. Mikkel einmal nach der Begegnung fragen?
31:45Also, was mich viel mehr interessiert,
31:47ist, woher das Geld kommt.
31:49Ich weiß auch nicht.
31:50Die Laub hat nicht mehr als 300 Euro auf ihrem Konto gehabt.
31:53Und ihr Gehalt für die Arbeit im Kurzentrum
31:55ist immer direkt ans Kloster gegangen.
31:56Ja, ihr Bruder glaubt, das Geld ist von ihr.
31:58Aber woher kommt es wirklich?
31:59Vielleicht gibt es ja doch diesen heimlichen Liebhaber.
32:02Ja, was uns direkt zu diesem Dr. Waldner führt.
32:05Du, was hast du denn über den?
32:06Nix.
32:07Du hast ja nix gesagt davon.
32:09Soll ich dich heimbringen?
32:10Nein, ich gehe so gern zu Fuß, Schwester.
32:17Himmel.
32:31Was?
32:32Guten Morgen, Schwester Angelika.
32:33Es ist sechs Uhr früh.
32:35Das Morgengebet habe ich Ihnen erspart,
32:37aber der Dr. Waldner hat schon nach Ihnen gefragt.
32:39Oh, wie spät ist es?
32:40Er wartet im Therapiezentrum.
32:42Okay.
32:44Ich glaube, wir will Ihnen was anvertrauen.
32:49Schwester Walburga.
32:51Ich habe erfahren,
32:51dass die Schwester Margarete
32:52und Sie sich heftig gestritten haben
32:54über die Führung des Ordens.
32:55Stimmt das?
32:57Sie werden mich doch jetzt nicht verdächtigen.
33:00Wenn die Margarete Oberinheit werden wollen,
33:02wie werden denn da Ihre Chancen gestatten?
33:04In einigen Jahren?
33:06Bestimmt ganz gut.
33:15Sie wollten mich sprechen, Herr Doktor?
33:18Ja, ich...
33:20Ich gehe nicht aus dem Kopf,
33:22was Sie gestern gesagt haben.
33:23Das mit dem Hermann
33:23und das, ja, Margarete, vielleicht...
33:25Sie sind mir wirklich nur so rausgerutscht.
33:26Ich wollte Sie da gar nicht beunruhigen.
33:28Nein, nein, Sie verstehen nicht.
33:29Vielleicht war das eine richtige Ahnung von Ihnen.
33:31Der Hermann ist gestern spätnachts
33:32bei uns zu Hause aufgetaucht.
33:33Er hat mich beschimpft,
33:34dass ich ihm die Polizei auf den Hals setze.
33:36Tatsächlich?
33:37Ja, er hat mir gedroht
33:38und gesagt,
33:39dass ich alleine schuld bin
33:40an Margaretes Tod.
33:43Fühlen Sie sich denn schuldig?
33:45Na ja, ein bisschen
33:46fühle ich mich schon schuldig
33:47wegen dem Geld.
33:48Wegen dem Geld?
33:49Also, ich meine,
33:50wegen dem Geld,
33:51das die Margarete dem Hermann gegeben hat.
33:54Das Geld war von mir.
33:56Von Ihnen?
33:58Entschuldigung.
33:59Das ist eine Ausnahme.
34:02Ja?
34:05Ja.
34:06Ja, bis bald.
34:10Das war aber sehr großzügig von Ihnen.
34:12Das ist meine Freundin
34:13in anderer Ansicht.
34:14Die hält mich für einen Idioten.
34:15Ah.
34:17Margarete und ich
34:17haben uns am Abend
34:18ihres Unfalls
34:18hier im Kurzentrum getroffen.
34:20Sie war so dermaßen verzweifelt,
34:21weil ihr Bruder
34:21wieder bei jemand anderem
34:22Geld geliehen und verspielt hat.
34:24Und da haben Sie ja
34:25wieder Geld gegeben.
34:27Wie viel?
34:28Naja, an dem Abend 300.
34:30Aber im gesamten letzten Jahr
34:31etwa 15.000.
34:32Ach, 15.000.
34:35Ja, das hätte Sie Ihnen
34:36nie zurückgeben können.
34:38Sie hat so fest
34:39an Ihren Bruder geglaubt,
34:40ich konnte Sie nicht im Stich lassen.
34:42Verstehe.
34:46Ja, wie geerbt.
34:48Ja, sehr gut.
34:50Hallo?
34:51Du, Franitschek,
34:52ich verstehe dich ganz schlecht.
34:54Hallo?
34:55Ja.
34:55Hallo?
34:56Hallo?
34:57Hallo?
34:57Alles er erbt?
34:58Erbt noch?
35:00Hallo?
35:02Hallo?
35:09Ja, Entschuldigung.
35:10Gefrag Sie,
35:10wann sie ins Büro kommt.
35:12Und ich soll dich fragen,
35:13wann...
35:13Franitschek,
35:13Polizei,
35:14ich melde mich wieder, ja?
35:18Aufgelegt.
35:19Das ist nicht gut,
35:20dass sie die Termine
35:20mit dem Oberst Schuster
35:21immer absagt.
35:22Das werden die von der
35:22internen
35:23gegen Sie verwenden.
35:25Rätst du einmal mit ihr,
35:26dass sie vernünftig wird, ha?
35:27Na, hab ich schon.
35:29Na und?
35:30Das fragst du mich aber
35:31jetzt nicht im Ernst.
35:33Ja,
35:34wie nicht.
35:36Ihre Entführung liegt jetzt
35:37zwei Monate zurück.
35:40Wie geht es Ihnen seither?
35:42Gut,
35:43ich habe sie ja schließlich
35:44überlebt.
35:46Machen Sie Ihrer Chefin
35:47keine Vorwürfe,
35:48dass Ihre Rettung
35:49so lange gedauert hat?
35:52Na, also,
35:54sie hat ja getan,
35:55was sie konnte.
35:56Ich meine,
35:57dass sie manchmal
35:58ein bisschen
35:58übers Ziel schießt.
36:00Wem passiert das nicht?
36:05Tatwaffe,
36:05nach wie vor unklar.
36:079.20 Uhr,
36:08Ende des Berichts.
36:09Hallo.
36:11Du,
36:12Spaß hier und
36:12sag mir,
36:12was du hast.
36:13Also,
36:13das ist gar nicht so unsexy,
36:15wenn ich dir das sagen darf.
36:16Ah ja?
36:17Das muss ich mir merken.
36:19Wofür denn?
36:20Du.
36:23Sie wurde niedergestochen,
36:25daran wäre sie aber
36:25nicht gestorben,
36:26wenn man ihr
36:26rechtzeitig geholfen hätte,
36:28weil schließlich
36:29und endlich
36:29ist sie ertrunken.
36:31Und,
36:31hast du schon Ahnung,
36:32welche Tatwaffe das war?
36:34Der Einstichkanal
36:35ist schmal,
36:36circa 10 cm lang,
36:38also wenn man bedenkt,
36:38dass die Waffe
36:39durch den Stoff durch ist,
36:41muss es was
36:41scharfes Spezies gewesen sein,
36:43Strecknadel,
36:44Bleistift,
36:44Schraubenzieher oder so.
36:46Der Stich ist knapp
36:47am Herzen vorbei
36:48und hat die Lunge getroffen.
36:49Und dann,
36:50muss sie jemand
36:51ins Wasser gestoßen haben.
36:52Ja,
36:53oder sie ist gefallen.
36:54Sag,
36:54hast du eine neue Frisur?
36:55Nein.
37:00Interessant ist,
37:01sehr Thema Dumme
37:02an beiden Oberarmen,
37:03das schaut so aus,
37:04als hätte sie jemand
37:05festgehalten.
37:06Schwanger?
37:07Schwanger nicht,
37:08aber Jungfrau ist hier auch
37:11keine mehr gewesen.
37:12Okay,
37:13danke.
37:14Hast du irgendwie abgenommen?
37:16Du hast doch abgenommen,
37:17oder?
37:17Ja,
37:18ein bisschen.
37:20Na,
37:20das wird sein.
37:23Papa.
37:24Papa.
37:25Danke.
37:33Hallo?
37:35Ja,
37:36ich bin's.
37:37Ich wollte mal schauen,
37:39was da geht.
37:41Ja?
37:43Hallo.
37:44Ach,
37:44super,
37:45Maja,
37:45danke.
37:45Gar nicht,
37:46wo's das Fasching ist.
37:47Ja,
37:48du,
37:48ich lach dann,
37:48wenn ich Zeit dazu hab.
37:49Du,
37:49Franitürk,
37:50würdest du einer Freundin
37:5115.000 Euro geben,
37:52wenn du weißt,
37:52dass du das Geld
37:53nicht wiederkriegst?
37:54Nein.
37:54Außer man ist reich
37:55oder verliebt.
37:56Oder ein Trottel.
37:57Ganz genau so sieht das
37:59seine Freundin auch.
38:00Du,
38:00dieser Dr. Waldner,
38:02der kriegt für einen Arzt
38:03eigentlich ein ziemlich
38:04geringes Gehalt,
38:05aber vor einem Jahr,
38:06das ist das,
38:07was ich da vorhin
38:07am Telefon sagen wollte,
38:08hat er was geerbt.
38:10Was denn?
38:11Ein baufälliges Häusl
38:12von seinem Opa.
38:13Super.
38:14Du,
38:15der Oberst Schuster
38:15hat schon wieder angerufen,
38:16da will ich heute sprechen,
38:17unbedingt.
38:18Wer?
38:19Na,
38:19der Sondermittler von der Internen.
38:21Der ist übrigens ganz nett.
38:22Und gehört schon dir.
38:23Du sagst,
38:23ich habe in den letzten 24 Stunden
38:25so oft bitte Danke
38:26und guten Irgendwas gesagt,
38:27wie nicht im ganzen
38:27letzten Jahr.
38:28Heute 3 Uhr,
38:29hat er gesagt.
38:30Letzte Chance.
38:31Das lässt er dich vorladen.
38:32Glaubst du gefalle ich ihm so?
38:33Machen wir noch einen Kaffee,
38:34bitte.
38:34Danke.
38:37Mit ihr reden, ne?
38:38Ja, okay.
38:43Also,
38:43ich kann mir immer noch nicht
38:44vorstellen,
38:44dass der Doktor
38:45nichts mit der Nonne gehabt hat.
38:47Na, komisch.
38:48Aber vielleicht ist er ja
38:49wirklich einfach
38:49nur ein guter Mensch.
38:50So gut,
38:51dass er 15.000 verschenkt.
38:53Na,
38:53ich weiß nicht.
38:54Was würdest du tun,
38:55wenn der Freund in einem
38:55fremden Mann ihr Geld gibt?
38:56Ich habe keine Freundin.
38:58Ah,
38:58jetzt hypothetisch meine ich.
38:59Ja.
39:00Ach,
39:00Himmel,
39:00Herrgott.
39:01Kommt drauf an.
39:03Worauf?
39:04Ob ich eifersüchtig bin
39:05oder nicht.
39:08Hat der Markus Ihnen
39:09alles gezeigt?
39:10Ja,
39:11ich bin sehr dankbar,
39:12dass alle so hilfsbereit sind,
39:13trotz der traurigen
39:14Sache mit der Schwester
39:15Margarete.
39:16Sie war eine schrecklich
39:17liebe Person.
39:18Ja,
39:18das hat der Doktor Waldner
39:19mir auch erzählt.
39:21Ich habe sie ja gar nicht
39:22mehr kennen gehört.
39:23Ich hoffe,
39:23mein Freund nimmt Sie
39:24nicht zu sehr in Anspruch.
39:25Nein,
39:26das ist ganz,
39:26ganz toll,
39:27wie viel Zeit
39:27er sich für mich nimmt.
39:28Tut er das?
39:29Ja.
39:29Das ist schön.
39:30Ja.
39:31Haben Sie eigentlich
39:31auch so eine
39:33Lebensberaterausbildung?
39:35Ja.
39:35Wir bemühen uns einfach
39:36in allen Lebenssituationen
39:37für die Menschen
39:37da zu sein.
39:38Ja,
39:39das habe ich bemerkt.
39:40Trotzdem ist es sehr,
39:41sehr großzügig
39:42von Ihnen beiden,
39:42wie sehr Sie die Margarete
39:43unterstützt haben.
39:44Also finanziell meine ich.
39:45Wir?
39:47Das hat Markus Ihnen erzählt?
39:49Ja.
39:51Ich verstehe einfach nicht,
39:52dass dieser Kittel
39:53bei ihm auslöst.
39:55Wissen Sie eigentlich,
39:56wie das ist,
39:56wenn der Mann,
39:57den man liebt,
39:58einer anderen Frau
39:59Geld gibt?
40:02Natürlich wissen Sie
40:03das nicht,
40:03woher denn auch.
40:05Das ist ganz bestimmt
40:06nicht einfach.
40:08Sie haben ja keine Ahnung,
40:09Schwester Angelika,
40:10gar keine.
40:12Markus und ich,
40:12wir wollten weg von hier.
40:14Irgendwo neu anfangen
40:15und seine eigene Praxis
40:16aufbauen.
40:17Und da hat dann das Geld
40:18nicht mehr gereicht.
40:19Ja, wie denn auch,
40:19wenn er alles
40:20diesem heiligen Trampel
40:20in den Rachen schiebt?
40:22Entschuldigung.
40:23Naja,
40:23da würde ich mich auch ärgern.
40:26Sehr sogar.
40:28So.
40:29Dann sind Sie also
40:30nicht so heilig
40:31wie Ihre Kollegin.
40:34Anfangs habe ich ja geglaubt,
40:35er ist in Sie verliebt,
40:36aber es war viel schlimmer.
40:38Er hat Sie bewundert
40:39und ihr wieder
40:40und wieder Geld gegeben.
40:43Haben Sie Sie
40:43deshalb umgebracht?
40:45Was?
40:46Ob Sie Sie deswegen
40:47umgebracht haben.
40:50Wie kommen Sie denn darauf?
40:53Ich glaube,
40:53Sie gehen jetzt besser.
40:54Ich habe noch zu arbeiten.
40:55Also in Ihrem Zustand
40:56würde ich mich
40:56keinem Patienten mehr zumuten.
40:58Verlassen Sie sofort
40:59mein Büro.
40:59Franitschek!
41:00Womit haben Sie
41:01denn eigentlich zugestochen?
41:02Damit?
41:02Was?
41:03Nein!
41:03Oder was ist mit diesem?
41:04Oh nein.
41:05Ah, war es vielleicht der?
41:13Bezirksinspektor Franitschek.
41:14Chefinspektorin, schnell.
41:19Ich...
41:21Ich wollte doch nur,
41:22dass Sie uns das Geld
41:23zurückgibt.
41:23Ja, und dann hat sie gesagt,
41:24das kann sie nicht,
41:25weil es wird Jahre dauern,
41:26bis Sie so viel
41:27zusammengespart hat.
41:27Daraufhin sind sie uns
41:28ausgerastet und haben
41:29zugestochen.
41:32Ich...
41:36Ich wollte Sie doch
41:37nicht töten.
41:39Ich wollte ja einfach
41:40ein bisschen Angst machen.
41:46Trinken Sie nur.
41:48Wird der letzte Schluck
41:49für sehr lange Zeit sein,
41:50Frau Dr. Mikkel.
41:53Prost.
41:55Wir sind nur Gast auf Erden
42:02und wandern ohne Ruh
42:09mit mancher Leibisch herren
42:24Ich wollte mich bedanken.
42:27Die Ermittlungen sind
42:28wirklich äußerst diskret
42:29verlaufen.
42:30Keine unserer Churgäste
42:31hat etwas bemerkt.
42:33Sie haben von Anfang an
42:34gewusst, wer es war,
42:35stimmt's?
42:35Ich war nur sicher,
42:37dass es niemand war,
42:39den Margarete geliebt hat.
42:43Was wird jetzt mit ihm?
42:45Er hat mir versprochen,
42:46nächste Woche mit der
42:47Therapie zu beginnen.
42:48Ah.
42:49Und Sie glauben ihm?
42:50Wenn ich das nicht täte,
42:52hätte ich meinen Beruf
42:52verfehlter, Inspektor.
42:55Mit Gottes Hilfe
42:58werden wir es schaffen.
43:00Ja.
43:06Frau Chefinspektorin,
43:07können Sie sich bitte setzen?
43:09Können ja.
43:09Wollen, nein.
43:10Ich bin verpflichtet,
43:11dieses Gespräch aufzuzeichnen.
43:13Ja, ich aber nicht,
43:14mich hinzusetzen.
43:15Aber Ihnen ist schon klar,
43:16dass Ihr Verhalten
43:16bei dieser Untersuchung
43:17nicht als kooperativ
43:18gewertet werden kann.
43:19Ich war gerade 24 Stunden
43:21im Kloster
43:21und habe dafür gebüßt.
43:24Jetzt erzählen Sie uns mal,
43:26wie es zu dem Unfalltod
43:27des mutmaßlichen
43:28Serienmörders Peter Feiler
43:30gekommen ist.
43:31Es steht eigentlich
43:32alles in meinem Bericht.
43:33Wir würden es aber gerne
43:34aus Ihrem Mund hören.
43:36Wir.
43:38Und außerdem interessiert es uns,
43:39inwieweit diese Causa
43:40Ihr berufliches Urteilsvermögen
43:45nachhaltig beeinflusst.
43:46Sie drohen mir.
43:49Ich versuche mir,
43:50ein Bild von Ihnen zu machen
43:52und von Ihren direkten Mitarbeitern.
43:57Gut, also wir sind in diesem Fall
43:58völlig korrekt vorgegangen.
43:59Der tote Zielperson
44:00war ein bedauerlicher Unfall.
44:02Falls Sie zu einem anderen
44:03Schluss kommen sollten,
44:03dann trage ich natürlich
44:04ganz allein dafür die Verantwortung.
44:09War das, was Sie von mir hören wollten?
44:10Danke.
44:12Danke.
44:13Danke.
44:28Untertitelung des ZDF, 2020
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