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KurzfilmeTranskript
00:02Ihr müsst die Marinade gründlich in den Lammrücken einmassieren.
00:05Stellt euch einfach vor, ihr massiert den Rücken eurer Geliebten.
00:09Lecker.
00:10Das macht Spaß und klappt an sich.
00:11Du magst doch gar kein Lamm.
00:12Ich mein doch nicht das Lamm.
00:15Mist.
00:15Die Zutaten sind wichtig, aber auf euer Gefühl beim Kochen kommt es ab.
00:19Jan, bringst du mir bitte auch ein Glas mit? Danke.
00:30Na, das werden wir aber nicht nachkochen.
00:33Leider!
00:35Ein Arzt!
00:37Leider!
00:51Warum macht denn keiner etwas? Irgendjemand muss so irgendwas tun!
00:57Worum geht's denn?
00:58Kathrin.
01:00Sie können es aber auch gerne mir erzählen. Ich geb's dann weiter.
01:03Ja, schnell.
01:06Wo?
01:08Ja, ich bin gleich da.
01:13Als wär's tot.
01:14Kinder, ich weiß es ist Sonntag. Es tut mir furchtbar leid, aber ich muss noch einmal ganz kurz weg.
01:19Aber ich sag der Oma Bescheid, dass sie kommt, ja?
01:22Der Oma, muss das sein? Wir sind doch keine Babys mehr.
01:28Ja, ich weiß, dass es Sonntag ist.
01:31Ja, ich weiß. Eine Mutter gehört zu ihren Kindern. Ja, aber Gott sei Dank haben sie ja außer einer Rabenmutter
01:39auch noch eine Oma. Ja.
01:41Ja.
01:46Ja.
01:47Ja.
01:48Ja, danke. Danke.
02:02Musik
02:30Nein. Nein, wirklich nicht. Das ist lieb gemeint, aber bitte nicht. Nicht bügeln, genau. Meine Schwiegermutter. Lass einfach alles so,
02:40wie es ist. Entschuldigung, in einem von Ihren Studios liegt ein Tod, da haben Sie vielleicht eine Ahnung, wo ich
02:45den...
02:46Nein, ich habe kein destilliertes Wasser. Egal, ich werde ihn schon finden. Das ist mir wurscht, ob ich ein schlechtes
02:54Vorbild bin. Ich will es nicht. Verstanden? Nein, ich werde jetzt nicht zuhören. Das werden Sie aber müssen, Gnädigste. Jetzt
03:02hören Sie doch auf, an mir herumzuzupfen. Was wollen Sie denn von mir? Sie dürfen da nicht rein. Ich kann
03:06nicht nur, ich muss sogar. Soll ich Sie verhaften?
03:09Sie gehört zu mir. Na super, wer sind Sie? Bezirksinspektor Franicek. Chefinspektorin Schnell, Leiterin der Mordkommission. Zufrieden?
03:27Entschuldigung, gehöre bitte. Danke. Danke. Bitte, was machst du da? Richte Polizeiapparat zu haben, wenn du einmal einen Sonntag mit
03:36den Kindern verbringst.
03:36Kümmer du dich um die Leiche, ich kümmere mich um unsere Kinder. Das ist aber genau das, du kümmerst dich
03:40in...
03:41Oder so eine Sache? Sehr fisch. Jetzt kann ich dir genau sagen, dass ich hier am Tisch liegen habe.
03:45Das heißt, wir wissen noch nicht einmal, ob das ein Mordfall ist? Ja. Was machen wir denn da?
03:50Der Promi-Faktor, sonst steht morgen wieder in der Zeitung, wir sind die Deppen, die nichts mitgekriegt haben.
03:55Vielleicht hat er sich am Lamm verschluckt. Was?
03:57Nichts, gar nichts. Deine Mutter ist übrigens bei den Kindern, du kannst dich entspannen. Außerdem sind sie ja keine Babys
04:03mehr.
04:03Hast du schon einen Überblick? Nein. Hier ist aus niemandem etwas Vernünftiges herauszukriegen. Die stehen alle unter Kollektivschock.
04:11Dieser Rainer Kaufmann war anscheinend so etwas wie ein Guru für dich.
04:14Ich habe jede Folge gesehen, der war wirklich super. Fast noch besser als der Jamie Oliver.
04:18Als wer, bitte?
04:19Und Fäscher. Apropos, wer ist das?
04:23Dieser junge Mann heißt Joe Wurnig, ist der Manager. Hat mir vorhin ein bisschen geholfen, die Lage unter Kontrolle zu
04:32kriegen.
04:32Angelika Schnell, Mordkommission.
04:35Mein Beileid. Können Sie mir vielleicht sagen, was passiert ist?
04:39Der Rainer ist plötzlich während der Show umgefallen und wir haben dann eh versucht. Es war einfach zu spät.
04:47Löschen das Foto. Aber Dalli, das gibt es ja nicht.
04:50Maja, kann man diese Leute vielleicht irgendwo anders hinbringen?
04:53Tschüss.
04:54Alle Daten aufnehmen. Keiner verlässt das Studio und keiner greift irgendwas an, was sich außerhalb des eigenen Körpers befindet. Verstanden?
05:02Susanne Rügler. Redakteurin, ja? Waren Sie mit dem Toten befreundet? Nicht befreundet. Warum sind Sie dann so verzweifelt?
05:12Weil Sie mit ihm im Bett waren.
05:15Lieber...
05:15Waren Sie, Jack, man muss doch nicht mit jemandem befreundet sein, um mit ihm ins Bett zu gehen, hm?
05:21Hatten Sie ein Verhältnis mit dem Toten?
05:24Nein. Ich habe ihn halt geliebt. Wir alle haben ihn geliebt.
05:31Danke.
05:36Wie lange kannten Sie einander?
05:39Ewig.
05:41Wir waren zusammen in der Schule.
05:44Und ich war wie immer zusammen.
06:05Linkshänder. Sexy.
06:11Wie bitte?
06:13Er war Linkshänder. Seht man an der Schrift.
06:16Und?
06:16Nichts. Gar nichts.
06:19Erzählen Sie mir was über ihn.
06:23Er war ein...
06:25hervorragender Koch.
06:27Er war...
06:27witzig. Er war...
06:29geistreich.
06:30Er war originell.
06:31Und Sie waren sein Manager.
06:32Seit wann haben Köche eigentlich Manager?
06:34Na, der Schule haben wir einfach beide nicht gewusst, was wir machen sollen.
06:38Und...
06:38Der Rainer hat immer gesagt, Hauptsache...
06:41berühmt und beliebt.
06:43Und wir haben dann immer so rumgeblödelt.
06:46Ey, wir können ja Jamie Oliver kopieren.
06:48Aber einfach extremer.
06:49Wir...
06:50eröffnen ein Restaurant und...
06:52beschäftigen nur...
06:53ehemalige Häftlinge.
06:55Die Medien haben sich sofort um ihn gerissen.
06:59eine Frau nach.
07:00Hat er eine Freundin?
07:01Hm.
07:03Micha, unsere Geschäftsführerin.
07:05Sieht nicht so aus, als wäre er sehr treu gewesen.
07:07Oder täuscht das?
07:08Näh.
07:10Unser Lokalist hatte eben diesen gewissen Kick.
07:12Die Idee, dass Ihnen...
07:14in welcher Weise gerade ein...
07:17ein Lustmörder, die Hummerschaumsuppe serviert ist...
07:21finden die Damen einfach großartig.
07:23Der Rainer...
07:26der war einfach ein Phänomen.
07:29Ich glaube, es gibt niemanden, der nicht mochte.
07:31Außer dem Mörder.
07:33Tut mir leid.
07:38Es gibt...
07:39gar nicht ohne ihn.
07:54Waren Sie schon mal dort?
07:56Wo?
07:57Nee, unser Restaurant.
07:59Rainer kocht.
08:02Sind schon Wochen im Voraus ausgebucht.
08:06Aber wenn Sie mal kommen wollen...
08:08ich würde mich sehr freuen.
08:15Und?
08:16Gibt's was Neues?
08:17Ja.
08:17Er war Diabetiker.
08:18Herr Kollege.
08:20Die Redakteurin hat ausgesagt,
08:22er hat kurz vor seinem Tod noch Insulin gespritzt.
08:24Ja.
08:25Dann ist er zusammengebrochen,
08:26sein Gesicht war ganz blau
08:27und dann hat er sich nimmer bewegt.
08:28Zucker-kranker Koch?
08:30Wie geht denn das?
08:30Das ist heutzutage kein Problem mehr.
08:32Man muss nur regelmäßig seinen Blutzuckerspiegel messen
08:34und rechtzeitig Insulin nachspritten.
08:37Und kann das die Todesursache sein?
08:38Ich meine, dass er es zu spät nachgespritzt hat?
08:40Nein, auf keinen Fall.
08:41Nein, nein, das hätte der Notarzt schon selber in den Griff bekommen.
08:43Und er wäre nicht blau.
08:44Das stimmt.
08:45Das ist übrigens der Pen.
08:47Der was, bitte?
08:47Der Pen, das ist so eine Art Spritze.
08:49Das habe ich gerade alles von deinem Mann gelernt.
08:51Ex, Exmann.
08:52Man verwendet mittlerweile keine richtigen Spritzen mehr,
08:54sondern diesen sogenannten Pen, der ist handlich, praktisch
08:56und schaut aus wie ein Kugelschreiber.
08:58Pranitschek, wir fahren zur Wohnung vom Opfer
09:00und dann zu seiner Freundin.
09:02Und am Abend schaue ich mir dann das Restaurant an.
09:04Rainer kocht?
09:05Wirklich?
09:05Kann ich da mitfahren?
09:07Das schaffe ich allein.
09:14Ach so.
09:16Ich verstehe.
09:17Da gibt es nichts zu verstehen, verstanden?
09:19Wann wirst du was wissen?
09:21Ja, ich schaue mir jetzt erst einmal seinen Blutzuckerstatus an,
09:24weil vielleicht war es ein wirklicher natürlicher Tod.
09:26Herzmuskelentzündung zum Beispiel.
09:27Und wenn das Gehirn toxikologisch untersucht ist...
09:29Wann?
09:30Nicht was?
09:32Es dauert eben so lange, es dauert.
09:33Aber du wirst die Erste sein, die es erfährt.
09:35Also, ich finde das alles wahnsinnig interessant.
09:38Sind die eigentlich schon alle einvernommen?
09:41Nein.
09:41Können wir das zu spazieren, bitte?
09:45Ach, und du müsstest die Kinder übernehmen.
09:46Es wird aber nicht allzu lange dauern.
09:48Sag mal, du kannst dich doch nicht mit einem Tatverdächtigen verabreden.
09:51Ich bin nicht verabredet, ich kläre einen Mord auf.
09:53Apropos, kann es sein, dass du mit meiner Assistentin flirtest?
09:56Ich kenne dich, wie du den angeschaut hast.
09:58Und das könnte ein Mörder sein.
09:59Und du könntest ihr Vater sein.
10:01Bis dann.
10:07Was ist denn das da?
10:09Soll das ein Seißel sein?
10:13Super.
10:19Sollen wir da irgendwas Bestimmtes?
10:21Pst.
10:26Hast du irgendwo ein Foto von einer Frau gesehen?
10:29Von welcher?
10:31Egal.
10:32Na, wieso?
10:34In seiner Garderobe hängen Tausende.
10:36Und da?
10:38Ist doch komisch für einen Frauenhelden, oder?
10:40Wieso?
10:42Aufhängen tun sich's nur die, die's notwendig haben
10:44oder die irgendwen was beweisen wollen, ne?
10:46Ach so.
11:13Ich schau mal.
11:20Na, du bist noch fertig, bevor ich in Pension gehe.
11:50Was machst du da bitte?
11:53Das kommt mit.
11:54Was, das Bett?
11:55Das Leintuch.
11:58Na, nicht denken. Machen.
12:01Ich glaube nicht, dass Ihre Beziehung zu diesem Koch wirklich toll war.
12:05Woher willst du denn das schon wieder wissen?
12:06In der Wohnung war keine einzige Spur von einer Frau. Ist dir das nicht aufgefallen?
12:10Ja, na und? Er wollte wahrscheinlich nicht, dass ich dort umeinander stierle.
12:13Hallo?
12:13Ja, Kriminalpolizei. Dürfen wir bitte raufkommen?
12:18Und, wer sagt's ihr?
12:20Du. Ich will, dass ich zu mir vertrauen werde.
12:22Das sag's doch nur, weil ihr das genauso wenig sagen willst wie ich.
12:26Stimmt.
12:28Vielleicht ein bisschen empathischer als das letzte Mal.
12:31Bitte was?
12:32Netter.
12:32Müsst ihr das selber machen?
12:35Frau Weber?
12:37Ja?
12:38Bezirksinspektor Franicek.
12:40Chefinspektorin Schnell. Dürfen wir reinkommen?
12:46Wann haben Sie Rainer Kaufmann zum letzten Mal gesehen?
12:50Gestern in der Nacht im Restaurant.
12:53Haben Sie nicht die Nacht miteinander verbracht?
12:55Nein, wir...
12:57Es war ein anstrengender Abend. Wir waren müde.
13:00Aha.
13:01Probleme in der Beziehung.
13:06Wir haben viel zusammen gearbeitet und jede Beziehung nützt sich ab, wenn man auch beruflich dauernd aufeinander pickt.
13:13Allerdings...
13:15Wir wollten demnächst zusammenziehen.
13:18Hat er andere Frauen gehabt?
13:24Vielleicht reden wir kurz allein weiter. Ist Ihnen das recht?
13:27Hä?
13:53Seit wann waren Sie denn ein Paar?
13:55Ja. In zwei Wochen wären es acht Jahre. Kann ich ihn noch mal sehen? Besser nicht.
14:31Waren Sie noch glücklich mit ihm?
14:39Ich habe gedacht, es ist Ihnen vielleicht lieber. Ich erfahre Details über Ihre Beziehung von Ihnen und muss nicht andere
14:44Leute bitten, mir Ihre Sicht der Dinge zu erzählen.
14:47Nein. Seit einiger Zeit war er irgendwie anders. Ich wollte wissen, was los ist, aber er ist mir immer ausgewichen.
14:57Er wollte nicht mit mir drüber reden.
15:00Haben Sie vielleicht irgendeine Idee, was da gewesen sein könnte?
15:06Ich weiß nicht.
15:11Ich habe geglaubt, wir kriegen Kinder und werden zusammen alt.
15:42Assistenten hat dann einen Zanker.
15:46Franny Check?
15:48Na, endlich.
15:57Hast du gewusst, dass dieser Neger die rechte Hand vom reiner Kaufmann war?
16:02Was wollte er seiner Freundin nicht erzählen? Warum wollte er nicht mit ihr reden?
16:05Na, mich darfst du das nicht fragen. Ich hasse das sowieso, das ewige Reden.
16:09Was willst du eigentlich mit dem Leimtuch? Sag einmal.
16:12Schauen wir mal.
16:14Pass auf. Kannst du bitte das Blaulicht anschalten, wenn du so fährst?
16:20Ja.
16:22Irgendwas Bemerkenswertes im Badezimmer?
16:24Ja, Rasierschaum, Rasierapparat, zwei Handtücher, zwei Zahnbürsten.
16:29Die zweite Zahnpasta war allerdings schon ein bisschen eingetrocknet.
16:33Franny Check, du hast die Zahnpasta-Tube abgeschraubt.
16:37Gratuliere, du wirst dich noch richtig einfallsreichen.
16:54Guten Appetit.
16:55Danke.
16:56Bitte sehr.
16:57Danke.
16:58Und?
16:59Alle sagen, dass es in letzter Zeit ganz anders war.
17:01Viel ruhiger und ausgeglichener.
17:03Aber keiner weiß genau warum.
17:04Ein Lotus-Menü mit Gabel, bitte.
17:06Klar.
17:07Und?
17:08Nein, danke ich.
17:09Nichts nach 17 Uhr, ich weiß eh.
17:11Und anscheinend hat es mit seiner Freundin auch irgendwie gekriselt.
17:13Wobei, das ist ja kein Wunder.
17:15Ach so?
17:16Ja, zuerst stehen sie auf ältere Frauen und dann ist halt auf einmal irgendwie vorbei.
17:20Ältere Frauen?
17:21Die ist 37.
17:23Ja, eh.
17:23Danke.
17:25Ach so.
17:26Das tut mir als klar, das habe ich jetzt nicht so gemeint.
17:28Ich meine, du schaust ja viel jünger aus.
17:30Das Leintuch und die Zahnbürsten kommen ins Labor und zwar flott.
17:33Ich will wissen, ob eine von den beiden von der Micha ist.
17:35Und mit was für einer DNA sollen Sie das bitte vergleichen?
17:39Na ja, mit der da, habe ich mir gedacht.
17:43Einmal Lotus.
17:44Danke.
17:45Mahlzeit.
17:46Mh-mh.
17:48Geh, bitte.
17:54Was gibt's, mein Schatz?
17:56Ich brauche eine Rückverfolgung von seinen Handygesprächen.
17:59Nein, nein, nein, nein, ich höre dir zu.
18:03Warum gibt's im Weltraum keine Schwerkraft, wisst ihr das?
18:07Na ja.
18:08Also pass auf.
18:10Obwohl, ruf vielleicht lieber den Papa an.
18:12Der freut sich immer so, wenn er jemandem die Welt erklären kann.
18:16Was heißt, er sitzt neben dir?
18:18Wie spät ist es denn?
18:19Scheiße, ich muss...
18:21Tschüss.
18:22Tschüss.
18:32Tschüss.
18:35Tschüss.
18:38Tschüss.
18:45Tschüss.
18:46Tschüss.
18:52Tschüss.
18:57Tschüss.
19:27Untertitelung des ZDF, 2020
19:57Untertitelung des ZDF, 2020
19:59Untertitelung des ZDF, 2020
20:31Untertitelung des ZDF, 2020
21:25Untertitelung des ZDF, 2020
21:55Untertitelung des ZDF, 2020
22:07Untertitelung des ZDF, 2020
22:28Untertitelung des ZDF, 2020
22:47Untertitelung des ZDF, 2020
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24:16Untertitelung des ZDF, 2020
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24:18Untertitelung des ZDF, 2020
24:20Untertitelung des ZDF, 2020
24:21Untertitelung des ZDF, 2020
24:42Beim Essen und beim Sex.
24:44Guter Tipp, werde ich mir merken.
24:49Darf ich Sie vielleicht wenigstens nach Hause bringen?
24:52Absolut.
24:53Wenn ich den Fall aufgeklärt habe, komme ich darauf zurück.
25:16Können Sie mir erklären, was Sie hier zu suchen haben?
25:18Ich wohne hier. Das heißt, ich bin heute eingezogen.
25:22Mir ist die Tür zugefallen und ich habe den Schlüssel...
25:24Was machen Sie eigentlich da?
25:25Woher soll ich wissen, dass das stimmt?
25:28Vielleicht könnten Sie es mir einfach glauben.
25:30Wer sind Sie eigentlich?
25:31Angelika Schnell, Kriminalpolizei. Ich wohne nebenan.
25:36Und woher soll ich wissen, dass das stimmt?
25:39Ich würde sonst wohl kaum mitten in der Nacht fremde Männer aufs Kreuz legen.
25:42Vielleicht könnten Sie es mir einfach glauben.
25:45Sie kommen mir wahnsinnig bekannt vor.
25:48Haben wir uns schon einmal wo gesehen?
25:50Sie haben mich heute Mittag schon mal fast überfahren.
25:54Erinnern Sie sich?
25:57Sie waren das?
25:58Mhm.
25:59Der Sessel?
26:11Wollen Sie vielleicht noch kurz mit draufkommen?
26:12Was trinken?
26:18Nein.
26:18Nein, ich muss früh aufstehen.
26:21Ich gehe dann jetzt ins Bett.
26:24Na ja, dann vielleicht auf ein anderes Mal.
26:26Ja.
26:28Gute Nacht.
26:29Nacht.
26:30Und Entschuldigung wegen...
26:33Keine Ursache.
26:34Ich fühle mich jetzt richtig sicher hier.
26:40Das gibt's ja nicht.
26:41Na endlich. Das hat ja ewig gedauert.
26:43Wie schaut's da aus, bitte?
26:45Da findet man ja nichts mehr.
26:47Entschuldige bitte, du könntest vielleicht doch...
26:49Danke sagen.
26:49Stefan, mir reicht schon deine Mutter, ja?
26:52Wir sind geschieden.
26:53Du willst mir immer noch beibringen, wie ich mein Leben zu leben hab?
26:56Pass auf, ich garantiere dir, ich mach das nie wieder.
27:02Und?
27:03Weißt du schon genaueres über die Todesursache?
27:05Er ist erstickt.
27:10Sie ist in meinen Muskelrelaxanz verabreicht worden.
27:14Das ist eine Substanz, die die Entspannung der Muskulatur bewirkt.
27:19Deine Narkose eingesetzt wird zum Beispiel, um den Ton aus der Muskulatur runter zu pegeln.
27:23Oder aufzuheben.
27:25Sag einmal, hast du geraucht?
27:26Geht dich das was an?
27:27Du weißt, wie ungesund das ist.
27:29Ja.
27:29Weiter.
27:32Also, das Muskelrelaxanz lehnt die Muskulatur und damit die Atmung.
27:36Das heißt, du bist bei vollem Bewusstsein und kannst deinen eigenen Erstickungstod miterleben.
27:40Das ist ziemlich übel.
27:42Wie das übrigens bei Lungenkrebs so ähnlich.
27:44Stefan, du bist der Vater unserer Kinder, nicht meiner.
27:49Ja.
27:49Also, ich geh da.
27:51Ich muss eben noch den Bericht fertig schreiben.
27:58Stefan, es tut mir leid wegen vorhin.
28:00Ich hab einfach irgendwie ein bisschen...
28:04Naja, auch wurscht.
28:20Oh.
28:25Oh, der schaut ja grauenvoll aus.
28:27Musst du die immer so herrichten?
28:28Ja, du kannst auch einen Wahrsager konsultieren.
28:30Aber solange du das von mir wissen willst, muss ich es eben aufschneiden, um dahinter zu kommen.
28:34Und trotzdem weiß ich immer noch nicht, wie das Mittel in ihn reingekommen ist.
28:38Weil im Magen ist es nicht.
28:41Und intravenös.
28:42Es gibt keine Einstiche.
28:44Was ist mit diesem...
28:45Wie heißt das Ding, mit dem man sich das Insulin spritzt?
28:48Der Pen?
28:48Ja.
28:48Ja, bitte, was hat der Pen?
28:52Pen.
29:06Ja?
29:07Du hast recht.
29:08Ich hab immer recht.
29:11Ja, das ist ein winziges Einstichloch.
29:13Da könnte jemand das Relaxanz initiiert haben.
29:15Mhm.
29:16Wo kriegt man das eigentlich her, dieses Muskelrelaxanz?
29:20Das gibt's eigentlich nur im Spital.
29:22Also das hat kein Arzt in der Praxis herumliegen oder in der Apotheke oder so.
29:28Apropos, der Jan hat heute am Nachmittag einen Zahnarzttermin.
29:30Also nicht vergessen, ja?
29:32Was ist der Apropos?
29:34Apropos Apotheke.
29:36Krank sein, gesund werden, Arzt, Zahnarzt.
29:46Was ist da draußen los, bitte?
29:47Wer sind die alle?
29:48Verdächtige.
29:49Verdächtige?
29:49Ja, der Franiček hat die alle vorgeladen.
29:52Die Kellner und Köche vom Restaurant sind ja alle vorbestraft.
29:54Und da meint der Franiček, da wird schon jemand dabei sein.
29:57Du sollst mir Bescheid geben, wenn der Mörder dabei ist.
29:59Pass auf.
29:59Du findest heraus, wer wann zum Pen von Rainer Kaufmann Zugang hatte.
30:02Wann, wie und besonders in den letzten Tagen.
30:04Wann und wo er sich normalerweise das Insulin gespritzt hat.
30:06Was stinkt da eigentlich so elend?
30:07Das ist indianischer Kräutertee.
30:09Hilft vorbeugend gegen Diabetes, sagt der Franiček.
30:13Tag, die Damen.
30:17Apropos, ich brauch die Adresse von seiner Ärztin.
30:19Vom Franiček?
30:20Vom Rainer Kaufmann.
30:21Dr. Rehberger heißt sie.
30:22Dr. Rehberger?
30:24Da hat mir gerade jemand erzählt, dass die ziemlich anlässig ist.
30:27Bravo.
30:28Bei wem?
30:28Bei alle.
30:30Einige von den Kellnern haben sich dort bei manchen Damen was dazu verdient.
30:34Na, sehr gut.
30:34Dann fahren wir jetzt zur Frau Dr. Franiček.
30:36Du kannst sie gleich alles über deine neue Krankheit fragen.
30:39Du übernimmst die Typen da draußen.
30:42Jetzt wart doch.
30:59Bezirksinspektor Franiček.
31:01Chefinspektorin Schnellleiterin der Mordkommission.
31:04Wie kann ich Ihnen helfen?
31:06Schöne Blumen.
31:07Danke.
31:08Kann ich sonst noch was für Sie tun?
31:10Ich nehme an, Sie kommen wegen Rainer Kaufmann.
31:12So ist es.
31:13Er war mein Patient und ich habe manchmal in seinem Restaurant gegessen.
31:17Das war's schon.
31:19Drei Tage bevor er ermordet wurde, hat seine Freundin in meiner Szene gemacht.
31:23Wegen Ihnen.
31:24Hatten Sie eine Affäre mit ihm?
31:25Zu meinen Patienten unterhalte ich prinzipiell keine sexuellen Beziehungen.
31:28Ist aber richtig, dass Sie häufig in seinem Restaurant waren.
31:30Ich habe dort gegessen, nicht den Koch vernascht.
31:32Aber manchmal einen Kellner, ne?
31:34Interessiert Sie das beruflich oder privat?
31:37Können Sie sich vorstellen, wer ihn so gehasst hat, dass er ihm ein Muskelrelaxanz in seinem Pen getan hat?
31:41Muskelrelaxanz?
31:47Daran ist er gestorben.
31:53Es ist ein sehr qualvoller Tod.
31:58Ich glaube, ich muss Ihnen etwas sagen.
32:04An dem Abend, als Rainers Freundin, also nach ihrem Auftritt im Restaurant, ist sie mir nachgefahren.
32:12Ich hatte Nachtdienst.
32:13Eine Krankenschwester hat mir erzählt, dass sie sich nach mir erkundigt hat.
32:16Na und, was hat sie von Ihnen wollen?
32:18Keine Ahnung, ich habe sie nicht gesehen.
32:19Aber aus unserer Spitalsapotheke ist etwas entwendet worden.
32:25Eine Packung Muskelrelaxanz.
32:29Bagmas, du gehst vor, ich bin verständnisvoll.
32:34Warum kann nicht einmal ich der Verständnisvolle sein?
32:36Weil dir das nicht liegt.
32:37Aber das andere kann es zu tun.
32:40Guten Tag, wir haben einen Durchsuchungsbefehl.
32:42Dürfen wir bitte rein.
32:43Danke herzlich.
32:44Ja, Frau Weber, ich habe es leider nicht verhindern können.
32:47Ja, aber ich bin ein bisschen enttäuscht von Ihnen.
32:51Sie haben ja etwas verschwiegen.
32:54Was denn?
32:55Also, deshalb können Sie nicht einfach die Wohnung durchsuchen.
32:59Kommen Sie, wir lassen die Kollegen da jetzt in Ruhe arbeiten und wir zwei unterhalten uns in meinem Büro.
33:07Der Abend war schon fast gelaufen.
33:09Es waren nur noch ein paar Stammgäste da.
33:12Ich habe gerade die Abrechnung gemacht.
33:15Reiner hat sich den ganzen Abend in der Küche verschanzt.
33:20Manchmal habe ich ihn lachen gehört.
33:23Irgendwann ist dann seine Ärztin in die Küche gegangen und ewig lange nicht mehr rausgekommen.
33:29Ich habe gewartet und...
33:32Ich bin dann reingegangen und habe sie angebrüllt, mit Sachen herumgeschmissen.
33:37Ich war irgendwie nicht mehr ich selbst.
33:39Alle haben mich angestarrt.
33:42War ganz ruhig.
33:45Ich bin dann aus dem Lokal gelaufen, habe mich ins Auto gesetzt und geheult.
33:49Sie haben auf Frau Dr. Rehberger gewartet, sind ihr nachgefahren.
33:53Ja, ich...
33:53Ich habe keine Ahnung, was ich eigentlich von ihr wollte.
33:57Ich bin ins Spital, habe sie gesucht und nicht gefunden.
34:02Ich bin mir so lächerlich vorgekommen.
34:04Sie sind ins Restaurant zurückgekommen, aber ihr Reiner war schon weg.
34:09Die nächste Demütigung.
34:11Sie waren wütend auf ihn.
34:13Vielleicht hatten Sie gar nicht vor, es zu verwenden.
34:15Aber plötzlich ist es Ihnen wieder eingefallen.
34:19Das Muskelrelaxanz.
34:21Was?
34:22Haben Sie das Mittel aus der Spitalsapotheke gestohlen?
34:26Das ist totaler Blödsinn.
34:27Ich weiß überhaupt nicht, wo die Spitalsapotheke ist oder was ich dann nehmen soll.
34:32Das haben wir in der Handtasche gefunden.
34:36Nicht so raffiniert versteckt.
34:37Gehört die Tasche Ihnen?
34:40Das ist völlig absurd.
34:43Ich weiß nicht.
34:44Mehr kann ich nicht sagen.
34:47Da sind keine Fingerabdrücke drauf.
34:50Ich glaube nicht, dass Sie es da in die Handtasche tut und vorher die Fingerabdrücke abwischt.
34:54Wenn du mich fragst, das hat ja wieder eine gesteckt.
34:57Das sehe ich auch so.
35:07Also, was haben wir?
35:09Der Rainer Kaufmann hat sein Pen immer in der Garderobe gelassen und sich von irgendwen bringen lassen, wenn es notwendig
35:13war.
35:14Außerdem hätte er eigentlich seine Insulinration schon vor der Sendung gebraucht.
35:17Aber plötzlich war der Pen verschwunden.
35:19Und dann ist ihm plötzlich schlecht geworden und dann ist sein Assistent mit dem Pen aufgetaucht.
35:24Dieser Nathan Zanga.
35:26Da schau her, das ist doch der Neger.
35:28Der Schwarze, genau.
35:29Gut. Was wissen wir über den?
35:31Er scheint der begabtere Koch gewesen zu sein.
35:33Geh.
35:33Na ja, alle Anmerkungen in den Kochbüchern waren von ihm.
35:36Ja, er war auch in der Sendung voll süß.
35:39Außerdem vermute ich, dass uns der nicht die Wahrheit sagt.
35:40Er will aus irgendwelchen Gründen nicht, dass man weiß, dass er mit dem Rainer befreundet war.
35:45Na, was sagt's?
35:47Rekordzeit.
35:47Also DNA-Spuren von Micha Weber gibt's weder auf den beiden Zahnbürsten noch am Leintuch des Opfers.
35:53Sehr wohl hingegen dessen Sperma und Achtung, aufgepasst.
35:58Spermaspuren, die eindeutig nicht dem Opfer zuzuordnen sind.
36:01Was heißt das jetzt?
36:03Ach so, der Rainer Kaufmann war schwul.
36:06Das hab ich noch nie wo gelesen.
36:08Was? Na, Wormer?
36:10Der hat eigentlich ganz normal ausgeschaut.
36:13Also der Rainer hat ein Verhältnis mit einem Mann gehabt.
36:15Na, und er wollte nicht, dass seine Freundin das weiß.
36:17Na gut, das verstehe. Das würde ich auch nicht wollen, dass das wär was.
36:20Aber vielleicht hat er's ihr ja gesagt, nur sie hat's uns nicht erzählt.
36:23Wobei, im Restaurant hat offenbar auch niemand davon gewusst.
36:26Vielleicht wollte er auch sein Liebhaber nicht, dass es rauskommt.
36:28Der Liebhaber? Wer soll das wieder sein?
36:30Schaut so aus, als hättest du gestern eine romantische Verabredung mit einem Homosexuellen gehabt.
36:34Sag ich.
36:37Angenommen, jemand hätte sich Zugang zur Spitalsapotheke verschaffen können.
36:40Woher weiß der, welches Mittel er nehmen muss?
36:42Also man muss schon was für den Medikamenten verstehen, um ein Mittel zu finden, das mit
36:45so einer großen Sicherheit tödlich ist.
36:47Mhm.
36:48Maja.
36:49Ja?
36:49Du fährst ins Krankenhaus und schaust dir an, wann genau das Muskelrelaxanz weggekommen ist.
36:53Okay.
36:53Und, Fralicek, ich will von allen, die auch nur irgendwie im Umkreis vom Rainer Kaufmann
36:57waren, wissen, ob sie was mit Medizin zu tun gehabt haben.
37:00Also abgebrochenes Medizinstudium, Taufpartinnen, die Ärztinnen sind oder mit einem Arzt verheiratet,
37:05Cousins zweiten Gratis, keine Freude haben, die Apothekerin ist also das volle Programm.
37:11Ja, und du?
37:15Hermzanger.
37:17Gratuliere, gratuliere.
37:18Gratuliere, endlich dürfen Sie selber kochen.
37:21Müssen nicht Post-its schreiben und Zwiebel schneiden, gell?
37:24Was wollen Sie von mir?
37:26Vor drei Monaten hat er Sie zu seinem Assistenten in der Show gemacht.
37:29Und heute...
37:31beerben Sie ihn als sein Nachfolger.
37:33In Memoriam Rainer Kaufmann.
37:37Beeindruckende Karriere.
37:39Rainer will, dass ich das hier übernehme.
37:42Er wird auch nicht wieder lebendig, wenn ich es nicht mache.
37:45Aber sein Tod kommt Ihnen nicht ungelegen.
37:47Ich war sein Assistent.
37:50Warum sollte ich nicht sein Nachfolger werden?
37:53Warum verdächtigen Sie mich?
37:55Weil ich schwarz bin?
37:56Wenn ich Sie verdächtigen würde, dann weil Sie ein Motiv haben.
38:01Ich gehörte Ihnen.
38:02Haben wir in Rainers Badezimmer gefunden.
38:05Sie hatten ein Verhältnis mit ihm.
38:07Ist doch richtig.
38:08Oder?
38:14Warum wollte er niemandem davon erzählen?
38:15Hat er sich geschämt?
38:18Rainer, der hätte das am liebsten in der Zeitung annonciert.
38:22Was hat Ihnen davon abgehalten?
38:24Ich bin schon schwarz.
38:25Ich kann nicht auch noch schwul sein.
38:27Wissen Sie, wie mein Leben abläuft?
38:30Wenn in der U-Bahn mein Handy klingelt,
38:32schauen mich alle an, weil sie mich Vendiler halten.
38:34Wenn ich in der Nacht Schritte hinter mir höre,
38:36wechsle ich die Straßenseite.
38:37Und jetzt werden Sie Fernsehkoch.
38:40Rainer wollte schon die ganze Zeit,
38:42dass wir die Sendung gemeinsam machen.
38:45Black and White hätte sie heißen sollen.
38:48Er will, dass ich das jetzt mache.
38:49Das weiß ich.
38:50Und Joe?
38:52Naja, die beiden waren schon sehr lange befreundet.
38:54Joe war nicht sehr erfreut,
38:55dass Rainer auf einmal eigene Pläne hatte.
38:56Aber jetzt ist er unglaublich toll.
38:58Er hat mir angeboten,
38:59die Partei für mich abzuschließen.
39:01Der Tod von Rainer hat er es näher gebracht.
39:04Ah, da bist du.
39:05Wir suchen dich schon überall.
39:06Kommst du bitte?
39:11Viel Glück.
39:19Der Einbruch in die Spitalsapotheke
39:20war nicht an dem Abend,
39:22an dem die Micha Weber da war,
39:23sondern am Abend vor der Sendung,
39:24also vor dem Mord.
39:26So, hier ist die Liste,
39:27die du unbedingt haben wolltest.
39:29Und jetzt schau mal.
39:34Okay, wir fahren zur Rehberger.
39:39Frau Dr. Rehberger, gratuliere.
39:41Da ist Ihnen ja die ganz große Liebe
39:43über den Weg gelaufen.
39:44Naja, ein Mann, der solche Rosen schenkt?
39:46Einer von den Kellnern hat mir erzählt,
39:47dass Sie frisch verliebt sind
39:49und dass Sie sich deswegen
39:49nicht mehr mit ihm treffen wollen.
39:51Sie sollen ihm gesagt haben,
39:52Moment,
39:53dass Sie nicht mehr geglaubt haben,
39:54dass Ihnen so etwas noch einmal passiert
39:56und dass Sie für ihn, diesem Mann,
39:58alles tun würden, Frau Doktor.
40:00Ja, vielen Dank für Ihre Ekelgünsche.
40:02Aber wenn Sie jetzt nichts dagegen haben,
40:04würde ich ganz gern,
40:05ich habe nämlich einen 24 Stunden Dienst hinter mir.
40:07Wie das?
40:08Ja, natürlich.
40:09Ich hätte nur noch eine ganz kleine Bitte.
40:14Ich komme einfach nicht weiter.
40:18Ich glaube, ich weiß jetzt, wer es war,
40:19aber ich weiß nicht,
40:20wie er an dieses Mittel herangekommen ist,
40:24dieses...
40:25Muskelreloxanz?
40:27Muskelreloxanz.
40:28Ja, genau.
40:30Sie kennen das?
40:31Die Micha hat mir erzählt,
40:32dass Sie es in Ihrer Handtasche gefunden haben.
40:35Ja, natürlich.
40:37Mich wundert nur,
40:38dass ich sich den Namen gemerkt habe.
40:41Witzig, ich kann mich gar nicht erinnern,
40:42dass ich das Ihr gegenüber überhaupt erwähnt habe.
40:44Das müssen Sie wohl sein,
40:45Sie hätten es mir ja gar nicht erzählen können.
40:48Ja, allerdings.
40:50Und als Sohn von einem Apotheker
40:51merkt man sich sowas ja auch leichter.
40:54Ganz genau.
40:57Haben Sie eigentlich gewusst,
40:58dass der Rainer ein Verhältnis mit dem Nathan hatte?
41:06Der Rainer war doch nicht schwul.
41:08Wir waren so lange befreundet,
41:09das hätte ich doch wissen müssen.
41:11Nathan Mzanger war schon seit einigen Monaten
41:13der Geliebte von Rainer Kaufmann.
41:16Ja, wir gehen davon aus,
41:17dass er ihren Partner benutzen wollte.
41:18Er wollte Sie und ihn auseinanderbringen.
41:20Niemand hätte Rainer und mich auseinanderbringen können.
41:23Ja, das habe ich auch gedacht.
41:24Und deshalb glauben wir,
41:25dass Herr Mzanger sich einen anderen Weg suchen musste,
41:27um Karriere zu machen.
41:29Er war derjenige, der Rainer den Pen gebracht hat
41:32und er war wohl auch derjenige,
41:34der ihm das tödliche Muskelrelaxanz hineingespritzt hat.
41:37Das Einzige, was wir noch nicht wissen,
41:39ist, wie er sich dieses Mittel verschaffen konnte.
41:45Ja?
41:48Ich weiß gar nicht,
41:49ob ich Ihnen das wirklich sagen soll.
41:51Es ist nur eine Vermutung
41:52und wahrscheinlich eben Blödsinn.
41:54Sie müssen es nicht bewerten, nur erzählen.
41:56Na ja, der Rainer hatte diese Ärztin,
41:59diese Dr. Rehberger.
42:00Ja, ich erinnere mich,
42:02das ist doch die Dame,
42:03die Sie mit Schokoladenmus gefüttert haben, oder?
42:06Und die war,
42:06die war immer sehr kontaktfreudig.
42:09Also die hatte immer wieder Kontakt
42:11zu unseren Mitarbeitern.
42:13Ich weiß nicht ganz genau,
42:14worauf Sie hinaus wollen.
42:18Diese Dr. Rehberger ist eine von diesen
42:21einsamen, frustrierten Schabraken,
42:23die in unser Lokal kommen,
42:24um sich von unseren Kellnern durchflügeln zu lassen.
42:27Gegen ein kleines Entgelt, natürlich.
42:29Und?
42:31Der Nathan und die Rehberger.
42:34Sie will Sex,
42:35er das Muskelrelaxanz.
42:38Okay.
42:40Ich verstehe.
42:42Ich glaube, das passt jetzt.
42:53Ist er der Mann,
42:54der einen am Tag vor dem Mord
42:55die Rosen ins Spital gebracht hat?
42:58Und hätte er die Zeit gehabt,
43:00sich das Mittel aus der Spitalsapotheke zu besorgen?
43:02Was soll denn das alles?
43:03Was soll denn der Blödsinn?
43:05Sie waren der Geliebte von Frau Dr. Rehberger.
43:07Einige Nachbarn haben Sie eindeutig identifiziert
43:08als den Mann,
43:09der in letzter Zeit öfter über Nacht geblieben ist.
43:11Ich habe Frau Dr. Rehberger gebeten,
43:13sich mal anzuhören,
43:14was ich so über Sie denken
43:14und sich dann zu entscheiden,
43:15ob sie weiter für Sie lügen möchte.
43:17Meiner hat mich auszahlen wollen.
43:20Der wollte nach Amerika,
43:21aber ohne mich,
43:22obwohl ich ihm das alles ermöglicht habe.
43:24Wir haben immer alles gemeinsam gemacht.
43:26Wir hatten gemeinsame Pläne und...
43:31Das war's für heute.
43:57Ja, super!
44:03Wie schaut's denn da aus?
44:05Spinne ich jetzt, oder? Du hast doch gestern...
44:08Der Papa hat gesagt, wir sollen alles so hinrollen, wie es gestern war.
44:11Sonst sagst du, er möchte sich in dein Leben heim.
44:16Ich fass es nicht.
44:19Kann ich mitspielen?
44:20Ja, aber nur, wenn du mir nachher den ganzen Fall erzählst.
44:24Obwohl, der Papa hat uns ja schon alles erzählt.
44:26Was? Ist das denn jetzt?
44:28Nein, Mama, das war doch nur ein Scherz.
44:31Das ist genau so ein richtiges Spiel für dich.
44:40Und tschüss.
44:42Tschau, Papi.
44:56Unde so haben wir...
45:00Untertitelung des ZDF, 2020
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