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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
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00:20Das ist abgesperrt, siehst du es nicht?
00:22Ja, danke Lieb, ich bin von der Mordkommission.
00:23Ja, und ich bin der Herr Polizeipräsident.
00:25Dienstausaus bitte.
00:27Dieses, was der ist, das wüsste ich auch gern.
00:29Halt!
00:30Herr Kollege, wenn Sie sich unbedingt profilieren wollen,
00:33dann bringen Sie der Frau Chefinspektor einen Kaffee,
00:35aber geschwind.
00:36Morgen.
00:37Wer ist der?
00:40Frischgefangter, Polizeischule, was der ist.
00:43Erster Stock, bitteschön.
00:45Rudolf Sommerbauer, 51 Jahre alt,
00:48er ist der Besitzer von diesem Wochenendhaus
00:50verheiratet,
00:52zwei erwachsene Kinder, Eigentümer
00:54der Firma Summerprint,
00:55das ist eine Druckerei,
00:57die für verschiedene österreichische Zeitungen arbeitet.
01:01Also ein letaler Stich mit einem Küchenmesser
01:02in die Herzgegend,
01:04Tatzeit gestern, ich würde sagen zwischen
01:0620 und 22 Uhr plus minus.
01:08Und Kampf- oder Abwehrspuren?
01:11Er hat auf jeden Fall die Brust vor der Tat entblößt
01:15und nach den Fingerabdrücken am Messer
01:17und der Position der Hände.
01:18Schaut ganz nach Suizid aus.
01:20Kann ich bitte fertig sprechen, bevor Ihr Schlüsse zieht?
01:23Ja?
01:23Danke.
01:25Ja, also schaut nach Suizid aus.
01:28Sag ich ja.
01:30Ja, allerdings fehlen die obligaten Zauderstiche.
01:33Entschuldigung.
01:34Danke.
01:37Und, Herr Kollege, haben wir schon gelernt?
01:40Zauderstiche?
01:41Ja, das sind Stiche, die sich der Selbstmörder vor der Tat
01:44selbst zufügt, weil er zaudert.
01:47Also sich nicht traut, gleich richtig zuzustechen.
01:50Kompliment.
01:51Guter Nachwuchs.
01:52Muss man im Auge behalten.
01:53Also, um wieder zum Thema zurückzukommen,
01:56die fehlenden Zauderstiche sprechen natürlich wieder gegen den Suizid.
01:59Was ist los? Warum bist du so gereizt?
02:01Was soll los sein? Nix ist los.
02:05Hast du schon was gehört wegen die Kinder?
02:07Die sind seit eineinhalb Stunden weg, Stefan.
02:10Bitte, sei doch froh.
02:11Wenn man nix hört, dann ist alles in Ordnung.
02:15Der Einstichwinkel des Messers beträgt ungefähr 40 Grad zur Körpermitte hin.
02:19Die Klinge in ca. 3 cm breit und 2 cm Stoff.
02:24Die Schneide.
02:28Die rechte Hand liegt knapp unterhalb der Einstichstelle mit der Handfläche nach hinten auf der Brust.
02:34Würdest du dir ein Küchenmesser in die Brust stecken?
02:37Also, ich würde mir gar nix irgendwo hinstecken.
02:41Guten Tag.
02:43Guten Tag.
02:44Ja, bitte.
02:46Markus Sommerbauer.
02:49Ich bin der Sohn.
02:53Die Nachbarn haben mich verständigt.
02:55Ranecek.
02:56Mein Beileid.
02:59Herr Sommerbauer, ich hätte gleich eine Frage.
03:02Hätte Ihr Vater einen Grund gehabt, sich das Leben zu nehmen?
03:10Ich weiß nicht mehr.
03:11Ich war in letzter Zeit ein bisschen distanziert, aber...
03:18Haben Sie viel Kontakt zu Ihrem Vater gehabt?
03:20Ich bin Marketingchef von unserer Firma.
03:23Tja, Stefan.
03:24Deine Suizid-These, die wackelt.
03:27Meine These?
03:28Wieso?
03:29Ja.
03:29Die Kollegen haben hinten beim Fenster Einbruchsspuren sichergestellt.
03:33Vielleicht hat er sich ausgesperrt.
03:36Herr Sommerbauer, kommen Sie mit.
03:40Da wir ein Gewaltverbrechen jetzt nicht mehr ausschließen können, muss ich Sie leider fragen, wo Sie gestern zwischen 20 und
03:4522 Uhr waren.
03:46Bei einer Veranstaltung, die unsere Firma sponsert.
03:49Und die wäre?
03:50Die Premiere von 3 nach 30 im Kabarettisch.
03:54Kann das jemand bezeugen?
03:55Ja, ja.
03:56Meine Marketingassistentin, die Frau Felder zum Beispiel.
03:59Sie können aber auch auf Kabarettisch.at gehen.
04:01Die haben die Fotos vielleicht schon online von der Premiere.
04:04War nämlich die ganze Zeit auf der Bühne.
04:06Was ist denn Kabarettist?
04:08Nein, nein.
04:09Ich habe in der Band gespielt.
04:11Also mit dem Keyboard.
04:14Nicht besonders gut, aber ich mache das schon sehr lang, deswegen sponsert unsere Firma auch das Ganze.
04:20Das ist ein gutes Alibi. Kabarettisch.at.
04:25Ja, also dann, vielen Dank.
04:27Ja.
04:28Wiederschauen.
04:29Danke.
04:30Wiederschauen.
04:31Wiederschauen.
04:36Also legen wir los. Einer fährt in die Firma, der andere zur Witwe.
04:39Also ich war die letzten drei Male der Witwe in Tröster, ja?
04:42Na gut.
04:46Nicht schon wieder.
04:47Also ausnahmsweise. Sehr interessanter bei der Frau.
05:36Ja, Frau Sommerbauer.
05:45Warum haben Sie mich denn nicht reingelassen?
05:46Wollen Sie auch hören?
05:48Na danke.
05:49Wissen Sie, ich wollte vermeiden, Ihnen die trauernde Witwe vorspielen zu müssen.
05:54Aha.
05:55Mein Bub hat mich schon unterrichtet.
05:58In unserer Ehe war nicht mehr alles eitel worden.
06:01Wir haben uns nicht mehr mögen, aber deswegen muss ich ihn ja nicht gleich umbringen.
06:06Obwohl, Scherz.
06:09Na hoffentlich.
06:11Wo waren Sie denn gestern zwischen 20 und 22 Uhr?
06:13Ich habe fern gesehen. Allein.
06:16Sonntagabend war ich nichts Gescheites.
06:17Nebenbei habe ich mir die Nägel gemacht.
06:20Ja, Frau Sommerbauer, auch wenn Sie mir Ihre perfekten Nagel so schön zeigen und den Film in- und auswendig
06:24kennen,
06:24das ist leider kein wirklich gutes Alibi.
06:27Sehen Sie, das habe ich mir gedacht.
06:30War das üblich, dass Ihr Mann allein im Wochenendhaus war?
06:34Er hat mir nicht gesagt, wann er wo ist.
06:39Und irgendwann einmal habe ich auch aufgehört, danach zu fragen.
06:42Wer ist denn das da neben dem Markus?
06:44Das ist die Iris, meine Tochter.
06:49Die habe ich schon mal ein Mail geschickt. Ich weiß nicht, ob sie es gelesen hat. Wollen Sie den Platz
06:53nehmen? Ein Mail geschickt?
06:55Die Iris ist vor vier Jahren nach Amsterdam gezogen.
06:59Ich habe sie seitdem nicht mehr gesehen.
07:03Wir kommunizieren per Mail. Sie will das so.
07:08Nach Amsterdam? Was macht sie denn da?
07:12Das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht so genau.
07:15Sie wollte damals so weit weg wie möglich. Das hat vor allem mit meinem Mann zu tun.
07:19Zwischen den beiden war es ja wahnsinnig schwierig.
07:21Und seine Beziehung zu Markus, war die besser?
07:23Aber das gleiche in grün.
07:26Da hat sie auch immer wieder Spannungen gegeben.
07:29Der arme Bub hat ja gedacht, wenn er in die Firma einsteigt, wird das alles besser.
07:34Weit gefehlt. Weit gefehlt. Hätte ich ihm gleich sagen können.
07:38Stefan, ich bin gleich da.
07:40Ja, ich bin ja so gut wie fertig.
07:44Ja, der Messestich war tödlich. Ansonsten war kein gesund.
07:48Alkohol im Blut, aber nicht übermäßig.
07:51Und es gibt auch keine Anzeichen auf eine Kampfhandlung.
07:55Und? Sonst noch?
07:56Ja, nichts Auffälliges.
07:59Textilfasern auf den Augenbrauen, die habe ich sichergestellt und ins Labor geschickt.
08:02Ja, und auf dem Messe griff man auch nur seine Fingerabdrücke.
08:08So, und das ist jetzt alles?
08:10Und das hättest man nicht am Telefon sagen können.
08:13Also, um ehrlich zu sein, ich wollte die Handynummer von den Grasingers.
08:16Weil die Kinder haben sich bis jetzt immer noch nicht gemeldet.
08:18Stefan, bitte. Mach dich nicht lächerlich.
08:22Die Kinder sind noch nicht einmal einen halben Tag weg.
08:24Außerdem sind sie in Kritzendorf und nicht in der Bronx.
08:27Du, wir haben die Kinder jemanden anvertraut, der in seiner Freizeit als Grasit der Zauberclown auftritt.
08:32Hast du was gegen Zauberer?
08:34Nein, aber gegen Clowns. Ich kann nichts dafür. Ich war in meiner Kindheit schon misstrauisch, was Clowns betrifft.
08:41Es ist erstaunlich, dass wir so normale Kinder haben.
08:43Du willst mich nicht verstehen.
08:45Stefan, die Grasingers, die passen auf unsere eigenen Kinder sicher noch besser auf als auf die ihren.
08:52Und bei denen sind sie schon so vorsichtig, dass man die Krise kriegt.
08:55Das ist ein Nebenerwerbsclown.
08:57Du kriegst die Nummer nicht. Und aus.
09:00Danke. Danke, dass du mich immer wieder daran erinnerst, dass die Scheidung das absolut Beste für uns war.
09:05Na schau. Dann sind wir ja alle froh. Papa.
09:11Kannst du bitte abheben?
09:19Ja, halten wir es ins Ohr. Ja?
09:21Hallo, Papa.
09:22Hallo, Jan.
09:23Jan.
09:25Ja.
09:26Seid ihr gut angekommen?
09:28Ja.
09:28Na super.
09:30Und wie ist das Wetter bei euch?
09:31Wie bei uns vermutlich. Zwölf Kilometer entfernt.
09:34Ja.
09:36Ja.
09:37Na geh.
09:39Ja?
09:42Okay.
09:42Ja, danke, mach ich.
09:45Hallo?
09:45Ja.
09:46Hallo, Jan, mein Süßer.
09:48Hallo.
09:48Du gibst der Kati auch ein ganz dickes Bussi von mir, ja?
09:51Ja.
09:51Und grüß mir den Grasi.
09:53Ja.
09:53Du rufst den Papa bitte ungefähr alle 10 Minuten an. Der freut sich so wahnsinnig.
09:56Noch nicht auflegen.
09:58Was habt ihr denn gemacht bis jetzt, hm?
10:00Scheiße.
10:01Papa.
10:02Ja, ich bin noch da.
10:03Was ist passiert?
10:04Du bist ja wie wenn dir das Handy ins Klo gefallen hat.
10:06Ich müsste ein bisschen lauter sprechen.
10:35Ich müsste ein bisschen lauter sprechen.
10:37Ja.
10:37Die ganzen Mitarbeiter auch.
10:38Was für ein toller Chef und so charmant und nett und mit alle hat er sich so gut verstanden.
10:42Ja.
10:43Ja, aber dann hat mir eine Sekretärin, die mir einen wunderbaren Zwetschgenflug serviert hat, erzählt,
10:50dass er in letzter Zeit mit dem Leiter der Drucktechnik einen gewissen Herrn Drexler im Dienst gelegen ist.
10:55Aha.
10:56Und wieso?
10:57Keine Ahnung, aber das wird er uns hoffentlich gleich selber erzählen.
11:02Entlassen hat er mich ja nicht können auf die Schnelle.
11:04Ich bin auch Betriebsrat.
11:06Also hat ihn der Firma gegen mich intrigiert.
11:08Was hat er gemacht?
11:09Der Mopping.
11:10Der eigene Chef.
11:11Das muss man sich mal vorstellen.
11:13Also wenn zum Beispiel irgendwas nicht funktioniert hat, dann hat er gesagt, der Drexler war's.
11:17Oder bei der Weihnachtsfeier.
11:18Da haben die einen Sketch einstudiert.
11:19Wissen Sie, was da die Pointe war?
11:21Der Drexler war's, der Drexler war's.
11:22Und wie dann gesagt hat der Sommerbauer, dass die Dietrich geht, weil sie ein Kind kriegt.
11:27Dann haben sie es im Chor gesagt.
11:28Der Drexler war's, der Drexler war's.
11:31Und dann?
11:33Na ja, die haben sich alle wesentlich reingesträgert und plötzlich hat es wirklich so ausgehört,
11:36als ob ich der Kindsvater wäre.
11:37Ja.
11:38Und meine Frau, die hat das nicht ausgehalten.
11:40Die ist aufgestanden, hat mir vor alle Leute eine gelöscht und dann ist sie gegangen.
11:43Entschuldigung.
11:47Wo waren Sie denn gestern zwischen 20 und 22 Uhr?
11:52Waren Sie auch?
11:53Oh nein, nein, danke.
11:54Ja, sehr genauer Zeitpunkt.
11:57Obwohl es war so, ich war mit drei Kollegen was trinken.
12:00Wir haben uns kurz vorher auch getroffen und dann sind wir picken geblieben.
12:03Locker bis elf.
12:05Wer waren die Herrschaften?
12:07Der Peppi, der Joe und der Wassl.
12:09Und da haben die Herren auch Familiennamen?
12:12Wittendorfer, Bisch, Stindl.
12:14Gut, wir werden es überprüfen.
12:17Ja.
12:19Gibt es sonst noch was, das Sie unbedingt loswerden wollen?
12:22Okay, aber das haben Sie nicht von mir.
12:24Okay.
12:26Unser Herr Jurist, der Doktor Wollernick.
12:29Der hat in letzter Zeit öfter Wickel gehabt mit dem Chef.
12:32Und um was ist es da gegangen?
12:35Du, keine Ahnung, aber der Herr Doktor hat sein Büro oben im ersten Stock beim Wasserspender.
12:41Und wenn die gestritten haben, dann hat sich das bis da überkehrt.
12:44Du, das war vorher die Spurensicherung.
12:46Wir haben schwarze Farbspuren gefunden.
12:48Wo?
12:49Am Fenster im Wochenendhaus.
12:51Wo?
12:51Ja, grüß Sie.
12:53Grüß Sie.
12:53Möchten Sie noch einen Zwetschenfleck?
12:55Und Ihre Assistentin vielleicht auch?
12:58Äh, ja.
12:59Nein, danke, mein Chef ist im Moment eigentlich auf Diät.
13:02Danke.
13:03Also, weiter.
13:04Na ja, die sagen, das sind Spuren von Farben, die man eigentlich nur in einer Druckerei verwendet.
13:10Na, da greifen wir schon zum Telefon und schicken die Spurensicherung in die Druckerei.
13:13Na, schon gemacht.
13:15Wasserspender.
13:16Na, da sind wir ja schon.
13:26Hallo?
13:40Herr Doktor Wollernick?
13:45Alles in Ordnung?
13:50Ja.
13:52Bitte, was kann ich für Sie tun?
13:54Was für denn das eben?
13:56Powernapping.
13:57Das habe ich in Südkorea kennengelernt.
14:00Zweimal am Tag, zehn, zwölf Minuten.
14:02Da fühlt man sich wie neu geboren.
14:09Ja, herein.
14:12So.
14:16Ich bringe Ihnen nur was.
14:19Danke.
14:22Vorhin war Ihr Chef noch nicht auf Diät.
14:25Danke, Frau Müller.
14:29Ja, wie gesagt, Sie haben recht.
14:33Ich hatte in letzter Zeit tatsächlich wiederholt Diskussionen mit Herrn Sommerbauer.
14:37Worum ist es denn da gegangen?
14:38Internes Tagesgeschehen.
14:40Einfach so ganz gewöhnliche Dinge wie immer.
14:42Wie überall.
14:43Wie wird es denn jetzt mit der Firma weitergehen?
14:45Ja.
14:46Schwer zu sagen.
14:48Herr Sommerbauer hat ja für diesen traurigen Anlass keine rechtliche Vorsorge getroffen.
14:53Also werden, nehme ich mal an, Frau Sommerbauer und ihr Sohn Markus das Geschick der Firma in die Hand nehmen.
14:59Na, halten Sie es für möglich, dass jemand aus dieser, sagen wir, engeren Verwandtschaft etwas mit dem Mord zu tun
15:04haben könnte?
15:06Na ja, möglich ist viel.
15:08Aber wenn Sie mich so direkt fragen, meine Vermutungen, die gehen in eine ganz andere Richtung.
15:17Ja?
15:19Wissen Sie, äh, als Jurist bin ich ja immer bemüht, äh, wirklich nur fundierte Aussagen zu treffen.
15:25Also, bitte Sie, nehmen Sie das als rein private Spinnerei.
15:29Private Spinnerei, herrlich. Ich liebe private Spinnerei.
15:35Also, äh, jemand, der sich in der Vergangenheit immer wieder gegen Herrn Sommerbauer gestellt hat.
15:41Das war der Betriebsrat.
15:43Drechsler.
15:46Wenn man dem mal genau auf die Finger zu schauen, könnte nicht schaden.
15:50Ach, Sie werden lachen.
15:52Aber so was Ähnliches hat uns da Herr Drechsler gerade über Sie erzählt.
16:00Machen Sie sich doch am besten Ihr eigenes Bild.
16:13Ah, Drechsler, was is?
16:22Was is?
16:24Ja, sicher nicht.
16:25Alter, das ist ja nicht der Chef.
16:27So was kostet ein bissl mehr.
16:281.000 Euro.
16:29Für jeden, ne?
16:30Sollen Sie das jetzt teper tun, oder was?
16:32Ja, sicher nicht.
16:33Entweder du brennst, oder wir holen die Küverei.
16:35Na, das is nimmer nötig, die Herren.
16:38Also, was is da los, hm?
16:42Beschissen hat er uns.
16:43Halt die Gassen.
16:43Ruhig, ruhig.
16:45Bitte.
16:47Er hat uns heut in der Fuhr jeden 100 Euro versprochen.
16:51Wegen Alibi.
16:53Aber, wenn die leichter Chef ist?
16:54Aha, Ihr drei Worts also gehst dann gar nicht mit dem Herrn Drechsler unterwegs.
16:58Ist das richtig?
16:59Okay, die drei Herren kommen mit einer Verwarnung davon.
17:02Und jetzt ab. Aber Dalli.
17:04Und mit Ihnen müssen wir noch ein bissl reden, Herr Drechsler.
17:06Ohne meinen Anwaltsfrag, ich hab jetzt überhaupt nichts mehr.
17:08Brauchen wir einen.
17:09Gut, dann bringen wir Sie jetzt in eine ruhige Einzelzelle
17:11und Sie rufen dann morgen Ihren Anwalt an,
17:13bestellen ihn für morgen 9 Uhr ins Publissariat.
17:15Morgen.
17:16Warte kurz, schau dir das einmal an.
17:18Das ist das Handyvideo, das in der Summerprint kursiert ist.
17:21Ein Mitarbeiter hat es uns geschickt.
17:23Danke.
17:23Danke, bitte.
17:26Morgen, der Drechsler wäre jetzt da.
17:27Schau dir das einmal an.
17:33Hui.
17:35Ich glaub, da hören wir einmal in der Firma um.
17:39Ja, schnell.
17:42Entschuldigung.
17:43Entschuldigung.
17:43Ja, Entschuldigung.
17:43Ja, mach ich gleich.
17:44Ja, mach ich.
17:47Maja.
17:47Mhm.
17:48Du, ich hab den Rainer vom Einbruch zugeparkt.
17:51Mhm.
17:51Könntest du ihn vielleicht befreien?
17:52Bitte.
17:54Ausnahmsweise.
17:55Danke.
17:57Und?
17:58Hat der jetzt einen Anwalt dabei, der Drechsler?
18:00Er sagt, er braucht keinen.
18:02Ah, plötzlich.
18:06Ja.
18:07Danke, Herr Kollege.
18:09So, also jetzt brauchen Sie doch keinen Anwalt.
18:11Unschuldige brauchen keinen Anwalt, wir leben in einem Rechtsstaat.
18:14Das mit der Unschuld, das werden wir noch sehen.
18:16Also, was sagen Sie denn zu den gestrigen Vorfällen?
18:19Ich gebe zu, dass mein Alibi nicht ganz koscher war.
18:21Und ich stehe zu meinen Gefühlen gegenüber dem Herrn Sommerbauer.
18:24Ihre negativen Gefühle.
18:25Nur, um präzise zu bleiben.
18:26Genau.
18:27Das war kein Geheimnis in der Firma.
18:28Und deshalb habe ich gewusst, dass ich sofort der Hauptverdächtige bin.
18:31Also habe ich versucht, mir ein Alibi zu kaufen.
18:33Dass das ein bisschen bockert war, ist eine andere Geschichte.
18:36Entschuldigung, aber ich habe gerade von jemandem aus Ihrer Firma erfahren,
18:39dass sie vor kurzem ihre Frau verlassen hat.
18:41Stimmt das?
18:48Ja.
18:50Und unseren Buben hat es auch mitgenommen.
18:52Und dass Sie auch lauthals in der Firma verkündet haben,
18:55dass der Sommerbauer, ich zitiere,
18:56ihr Leben zerstört hat und dafür bezahlen wird.
19:00Sowas fällt bei uns unter Morddrohung.
19:02Ja, aber deshalb, kurz und fix, deshalb habe ich versucht,
19:05mir ein Alibi zu kaufen, weil ich allein daheim gewesen bin.
19:07Oder auch nicht.
19:08Sie können mir überhaupt nichts nachweisen.
19:10Und Sie haben nicht das Recht, mich ohne richterlichen Beschluss
19:12länger als 48 Stunden hier festzuhalten.
19:14Ich kenne mich da nämlich ein bisserl aus.
19:15Ja, aber diese 48 Stunden sind noch lange nicht um.
19:19Ich kenne mich da.
19:20Ich kenne mich da.
19:22Ich kenne mich da.
19:48Ja, eine Art Kräftemessen.
19:50Mein Vater wollte den Drechsler ohne große Abfindung loswerden
19:52und der Wolanik hat versucht, irgendein juristisches Schlupfloch zu finden.
19:55Aber der Drechsler als Betriebsrat ist natürlich mit allen Wassern gewaschen, nicht?
19:59Genau.
20:00Grüß Gott.
20:01Entschuldigung.
20:04Das sind die Unterlagen.
20:05Entschuldigen Sie, sind Sie die Marketingassistentin, die mit dem Herrn Sommerbau im Kabarett war?
20:10Ja.
20:11Beatrix Felder.
20:12Angelika Schnemmen.
20:13Chefinspektorin.
20:14Leiterin der Mordkommission.
20:15Bezirksinspektor Franicek.
20:17Grüß Gott.
20:18Grüß Gott.
20:18Sagen Sie, dieser Kabarettobend war der gut.
20:21Ich habe so viele gute Sachen drüber gelesen.
20:23Ja, der war sehr schön.
20:25Danke.
20:25Wissen Sie vielleicht noch, wie lange er läuft?
20:27Ich würde ihn so gern sehen.
20:28Grüß dich.
20:29Nein, ich weiß es leider nicht, aber wenn Sie Karten brauchen, melden Sie sich.
20:31Ich bin gerade in einer Besprechung.
20:33Ich melde mich später.
20:34Ja?
20:35Danke, das ist nett.
20:36Gerne.
20:37Tschüss.
20:38Wiederschauen.
20:39Wiederschauen.
20:40Herr Sommerbauer.
20:41Bitte.
20:42Sie verheimlichen mir aber nichts, oder?
20:45Nein.
20:46Wer war denn dran?
20:48Das war geschäftlich.
20:51Bitte ersparen Sie mir doch die Mühe, die Rückruftaste zu drücken.
20:56Das war die Iris.
20:57Meine Schwester.
20:58Aus Amsterdam?
20:59Ja.
21:00Schau, das ist interessant.
21:01Ich habe gar nicht gewusst, dass Amsterdam und Mödling die gleiche Vorwahl haben.
21:04Doch, schau.
21:07Ich habe vier Jahre meine Mutter nicht gesehen und ich habe ein bisschen Angst vor der Begegnung.
21:11Verstehen Sie?
21:12Und Sie haben vier Jahre lang nur per E-Mail kommuniziert?
21:14Haben nie telefoniert.
21:15Wieso?
21:16Na ja, mit meinem Vater wollte ich nie wieder sprechen und meine Mutter hat eh nur geheult
21:19am Telefon.
21:20Wo wohnen Sie eigentlich in Amsterdam?
21:21Ich war nämlich vor ein paar Jahren einmal dort.
21:23In der Jan van Gallenstraat.
21:24Welcher Bezirk ist das?
21:26Das ist der fünfte.
21:28Frau Sommerbauer, was ich mich vorhin schon im Gespräch mit Ihrem Bruder gefragt habe.
21:31Wie ist die Vorwahl von Amsterdam?
21:36Sie haben nie dort gelebt.
21:38Ist das richtig?
21:41Unsere Computerleute brauchen genau zehn Minuten, um festzustellen, in welchem Land der Provider steht,
21:44über den Sie sich ins Internet eingewählt haben, also?
21:50Seit ich denken kann, habe ich mit meinem Vater gestritten.
21:53Mit 19 bin ich ausgezogen, dann ein paar Jahre herumgereist und ja, dann habe ich die Geschichte mit Amsterdam erfunden,
21:58damit ich wieder unbehelligt in Österreich leben kann.
22:00Also Sie haben in Wien gelebt die letzten Jahre?
22:03In Mödling draußen.
22:05Ich habe da einen Job in einer Tierhandlung gekriegt.
22:07Und warum sind Sie ausgerechnet jetzt bei Ihrem Bruder aufgetaucht?
22:11Zu Markus habe ich den Kontakt ja gehalten.
22:13Wir haben uns ja immer wieder gesehen.
22:14So, und wo waren Sie jetzt am Sonntag wirklich?
22:16Zu Hause.
22:36Danke.
22:38Bitte.
22:41Und, gibst du dafür Zeugen?
22:43Nur meinen Hometrainer.
22:44Den Hometrainer.
22:47Kann ich jetzt gehen?
22:49In der Spitalsakte steht, dass Sie Ihren Vater vor vier Jahren zu Weihnachten mit einem Truthahnmesser verletzt haben.
23:01Er hat uns geschlagen, wie wir klein waren.
23:04Also ab und zu.
23:05Er hat da so eine cholerische Störung.
23:07Meine Mutter wollte sich eh scheiden lassen, aber er ist dann in so Therapien gegangen.
23:13Und?
23:14Hat das was gebracht?
23:15Ja, schon.
23:17Aber ganz geht sowas ja nie weg.
23:20Er ist dann immer wieder ausgerastet.
23:24Und vor vier Jahren zu Weihnachten?
23:28Da hat er mich wieder provoziert.
23:30Und ich habe schon so einen Hass auf ihn gehabt, dass ich plötzlich das Messer in der Hand gehabt habe.
23:34Aber Sie wissen schon, dass das angesichts der Tötung Ihres Vaters mit einem Messer ein bisschen seltsam aussieht, ja?
23:44Und?
23:45Das Alibi von Markus Sommerbauer und seiner Assistentin ist wasserdicht.
23:49Ich habe angerufen, die Pressekarten von der Beatrix sind an der Abendkasse um 1942 ausgedruckt und abgeholt worden.
23:55Und er war ja die ganze Zeit am Konzert hinterm Keyboard.
23:58Da habe ich sogar ein Foto davon.
24:01Und da ist ein Foto, wo die Beatrix neben ihm ist in der Pause.
24:05Und dann haben wir noch eins von der Premierenfeier.
24:08Da.
24:08Das war allerdings schon nach zehn.
24:10Ah ja, bevor ich es vergesse, die Spurensicherung hat versteckte Dateien im Sommerbau als Rechner gefunden.
24:14Ich hoffe nichts mit Tieren oder Kindern.
24:16Nein, überhaupt nicht.
24:17Das waren nur internationale Patentverträge für Falzapparate in Druckmaschinen.
24:21Ich habe sie da.
24:23Patentverträge für Falzapparate sind nur interessant, wenn sie versteckt sind, oder?
24:28Sommerbauer kommt ja aus dem Maschinenbau.
24:30Und er hat jetzt schon viele Jahre an diesen revolutionären Prototypen gearbeitet.
24:35Und jetzt stand er kurz davor, das Patent an einen indischen Multi zu verkaufen.
24:40Die wollten das Gerät für den gesamten ostasiatischen Raum bauen.
24:43Und warum die ganze heimliche Tour?
24:46Er wollte diesen Millionendeal diskret über eine Karibikinsel laufen lassen.
24:51Ja, schon, ja.
24:52Und parallel dazu wollte er seine Druckerei den Bach runtergehen lassen, damit er kein Vermögen mehr hat, und sich danach
24:58scheiden lassen.
25:00Kann man denn seine Firma ganz einfach unauffällig den Bach runtergehen lassen?
25:05Das ist leichter als Sie denken.
25:07Zwei, drei falsch kalkulierte Großaufträge, dann können Sie zusperren.
25:10Wir haben ja schon seit Jahren keine ordentlichen Gewinnspannen mehr in unserer Brauch.
25:14Und nach der Scheidung?
25:16Keine Ahnung.
25:18Ich denke, der wollte sich ins Ausland absetzen.
25:21Und seine Frau und die Kinder, haben die davon gewusst?
25:28Ich habe mich verpflichtet gefühlt, es seiner Frau zu sagen.
25:31Ich glaube aber nicht, dass sie es weitererzählt hat. Sie wollte das mit ihm selber ausmachen.
25:35Wollen Sie eindeuten, dass die Frau Sommerbauer was mit dem Mord zu tun haben könnte?
25:40Vielleicht.
25:43Aber bitte, ich habe mich ja ohnehin schon viel zu viel in diese Angelegenheit eingemischt.
25:46Wo waren Sie eigentlich am Sonntagabend?
25:54Das wundert mich, dass Sie mich das erst jetzt fragen.
25:56Und, wo waren Sie?
25:59Ich habe Yoga gemacht.
26:01Joigen.
26:02Meine Frau ist auf Kur.
26:04Und meine Zierfische, die sind nicht sonderlich gesprächig.
26:14Ich habe einen wahnsinnigen Schock gehabt.
26:16Ich erfahren habe, dass der Rudolf die Firma in den Sand setzen will.
26:19Haben Sie dem Markus und der Iris davon erzählt?
26:21Um Gottes Willen.
26:23Es wäre nur eskaliert.
26:24Na ja, genau, das haben Sie schon erzählt, dass sich die beiden nicht so gut mit ihm verstanden haben.
26:27Was Sie uns allerdings nicht erzählt haben, ist, dass es sich dabei nicht nur um verbale Auseinandersetzungen gehandelt hat.
26:33Hat er Sie auch geschlagen?
26:36Nein.
26:38Ich habe ihn nach diesen Vorfällen mit der Scheidung gedroht.
26:42Und er hat Therapien gemacht und es wurde auch wesentlich besser.
26:46Und wie haben Sie dann reagiert, als Sie von dem geplanten Konkurs erfahren haben?
26:49Na, ich habe ihn zur Rede gestellt.
26:52Bis zum Schluss war ich der Meinung, ich hätte ihm das mit dem Konkurs ausreden können, ob es tatsächlich stimmt.
26:59Das werde ich wohl nie mehr erfahren.
27:01Na klar ist die verdächtig.
27:04Die Ehe war nämlich zum Schein aufrecht und ihr Mann hat ein schreckliches Verhältnis mit ihren Kindern gehabt.
27:09Und dann will er Sie mitsamt der bankrotten Firma sitzen lassen
27:13und mit den Millionen für das Patent auswandern.
27:16Die wäre am Ende gewesen.
27:18Aber jetzt ist sie die Schöfin.
27:21Der Tod Ihres Mannes kommt mir schon mehr als gelegen, hm?
27:25Ja, aber der Iris auch.
27:26Ich meine, in der Kindheit misshandelt und dann gibt sie als lauter Hass auf ihren Vater vor, im Ausland zu
27:31leben, aber hallo.
27:35Und der Kindheit muss viel kaputt gegangen sein.
27:37Du, ich gehe dann. Ich muss mir das alles durch den Kopf gehen lassen.
27:40Und danke, Fritz. Tschüss.
27:41Tschüssi, tschau.
27:42Haha, jetzt machst du da.
27:44Ja.
27:44Hallo.
27:45Sie haben nichts vorgehabt.
27:47Sie haben mir gedacht, du hast vielleicht auch nichts vor und ein Jasmin denen.
27:50Oh ja, was dringendes.
27:52Aber vielleicht ist ja der Frau nicht schön und zwei.
27:54Du, und grüß mir die Kinder, wenn du was von ihnen hörst.
27:57Und den Clown natürlich auch.
27:58Gute Nacht.
28:11азывassembias.
28:12Ich esse.
28:13Apупå.
28:15Dougher, den Tag malet.
28:22Tag malet.
28:26Khier debate.
28:44Guten Morgen.
28:47Und, was gibt's?
28:49Wie locken wir jetzt die Sommerbau-Damen aus der Reserve?
28:53Neuigkeiten von der Iris?
28:55Nein, die Spurensicherung hat angerufen.
28:57Und die Farbspuren vom Tatort sind ident mit den Farben aus den Summerprint-Maschinen.
29:02Woher wisst du denn das?
29:04Verdacht bestätigt, nennt man sowas, Meier.
29:07Angeber.
29:09Und was heißt das jetzt?
29:11Der Drecksler-Wurst, der Drecksler-Wurst.
29:36So eine Scheiße!
29:39Planung ist das halbe Leben.
29:41Was?
29:42Komm, Chef.
29:50Fein, dass Sie gewartet haben.
29:51Jetzt können wir gemeinsam fahren.
29:58Also, fassen wir noch einmal zusammen.
30:00Sie haben kein Alibi.
30:01Sie hätten triftige Gründe, Ihren Chef ermordet zu haben.
30:03Sie haben mehrere Male gelogen.
30:04Außerdem haben Sie heute versucht, uns zu entkommen.
30:07Für den Unschuldigen sind das ein bisschen viel unglückliche Zufälle, oder?
30:12Ich habe mit dem Mord nichts zu tun.
30:15Sie sind aber durchs Fenster in das Wochenendhaus eingestiegen.
30:19Die Farbspuren, die wir am Fenster gefunden haben,
30:21die sind eindeutig aus den Druckmaschinen aus Ihrer Druckerei.
30:24Na?
30:25Also.
30:27Sie sind dran.
30:32Masche.
30:34Ja, ich bin ins Haus vom Sommerbauer eingestiegen.
30:37Na, bitteschön.
30:40Und dann?
30:41Bin ich durchs Haus geschlichen.
30:43Es war total still.
30:45Und da ist er dann gelegen.
30:46Wie war's? Da ist er dann gelegen.
30:48Na, tot. Erstochen. Auf der Couch ist er gelegen.
30:51Sie sind also ins Haus eingebrochen, haben ihn aber nicht umgebracht.
30:54Ja, ich weiß. Es klingt ein bisschen komisch.
30:56Ich wollte mir einen Denkzettel verpassen,
30:58aber offenbar ist mir irgendjemand zuvor gekommen.
31:01Vielleicht hat er sich selber angebracht. Haben Sie sich das schon mal überlegt?
31:05Mein Gottlieb,
31:05dass Sie uns bei unserem Job helfen wollen.
31:07Danke.
31:08Aber bleiben wir doch weiter dabei, dass es Mord war.
31:10Und so komisch es klingt, dass Sie nicht beteiligt waren.
31:13Wer war's denn da?
31:14Das hab ich Ihnen schon gesagt.
31:15Der Wollanik.
31:16Natürlich, der Wollanik. Und warum?
31:20Schauen Sie, der ist mit 10% an der Firma beteiligt.
31:23Tasche, ja.
31:25Wahrscheinlich war irgendwas mit der Firma.
31:27Und deshalb haben die die ganze Zeit miteinander gestritten.
31:29Er und der Sommerbauer.
31:31Und diese Messergeschichte, das war quasi Notwehr,
31:34um seine Schäfchen ins Trockene zu sperren.
31:35Bringen.
31:37Bringen, quasi.
31:41Also wir haben drei Hauptverdächtige.
31:43Die Iris.
31:44Wird nicht.
31:46Servus, Helmut.
31:48Die Iris, die Frau Sommerbauer und den Drexler.
31:51Ich glaub, der Drexler war's.
31:56Das stellt er doch selber, ein Lotus-Menü.
31:59Mir schmeckt aber nur die Kanäle.
32:02Jedenfalls die Geschichte vom Drexler,
32:04dass er einbricht.
32:05Und gerade der,
32:07den er sich vorknüpfen will,
32:09gerade umgebracht worden ist.
32:10Ich meine, die Geschichte kann er der Wasserpolizei erzählen.
32:12Und der Wollanik drängt sich auch immer mehr in den Vordergrund.
32:14Streitet die ganze Zeit mit dem Chef,
32:16bis an der Firma beteiligt, die den Bach runtergehen soll.
32:18Und das Alibi macht er mit seiner zirkische Yoga.
32:22Hallo, hallo, hallo.
32:23Hallo.
32:24Folgendes, ich hab mir das Messer noch einmal genauer angeschaut.
32:26Ein Wandanz-Oberl, bitte.
32:28Ja, bringe ich da.
32:28Was ist denn hier?
32:28Wolltest du nicht die Kinder abholen?
32:30Na, 18 Uhr treffen mit den Grasingers.
32:32Geht sich perfekt aus.
32:33Zuerst machst du alle mit deiner Klauneurose verrückt
32:35und dann lässt es warten.
32:36Bravo.
32:36Zuhören, bitte.
32:38Die Fingerabdrücke auf dem Messer
32:40stammen nämlich nicht nur eindeutig vom Opfer selbst,
32:42sondern sind auch so positioniert,
32:44dass die Funktionsstellung der Hände
32:45keinen anderen Schluss zulässt,
32:47als er hat sich selbst erstochen.
32:48Ja, bitte.
32:49Wir haben eine Zweitmeinung vom BKA Wiesbaden eingeholt.
32:52Ja, ich glaub's trotzdem nicht.
32:54Naja, aber die Aussage vom Drexler
32:56wird auch zu der Selbstmordtheorie passen.
32:59Alle um den herum haben ein Motiv.
33:00Nur der hat keins und bringt sich dann um.
33:04Herr Franschek, grüß Sie.
33:07Grüß Sie, Frau Müller.
33:10Die junge Kollegin in der Wachstube hat mich hergeschickt,
33:12weil ich gesagt hab, es ist urwichtig und streng vertraulich.
33:14Aha.
33:15Seit letzter Woche haben wir auch ein Telefon.
33:17Ja.
33:18Um was geht's denn, Frau Müller?
33:20Dürfen wir Ihre Assistenten da so einfach zuhören?
33:22Naja, das ist ja Teil unseres Jobs, liebe Frau Müller.
33:26Bitte.
33:26Ja, also was ich sagen wollte,
33:28der Herr Sommerbauer, also der Senior,
33:31der hat ja eine Freundin gehabt.
33:33Aha, wissen Sie zufälligerweise, wie die heißt?
33:35Hm.
33:35Entschuldigung, Chef.
33:36Nein.
33:38Ja, aber vielleicht, wie sie aussieht.
33:39Ja, woher denn? Ich hab doch die noch nie gesehen.
33:41Schauen Sie, es war so, ich hab rein zufällig natürlich ein Telefonat mit angehört,
33:45in dem der Sommerbauer total ausgerastet ist und gemeint hat,
33:48sie muss das Kind wegmachen lassen,
33:50weil sowas kann er gar nicht brauchen.
33:51Gar nicht brauchen?
33:53Ja.
33:53Ja, das hat er gesagt, aber in so einem Ton, versteht's?
33:56Das hat mir überhaupt nicht gefallen.
33:58Aber Sie haben keine Ahnung, wer diese Frau sein könnte.
34:01Nein, obwohl es ist einmal das Gerücht umgegangen,
34:03dass diese Beatrix Felder aus der Marketingabteilung seine Freundin ist,
34:07aber ich glaub, das ist ein Blödsinn.
34:09Und außerdem ist die eh viel zu jung.
34:11Ja, da kann man sich sehr täuschen.
34:15Ja.
34:17Ja, war's das?
34:18Ja, äh, ja, aber ich hab Ihnen ja noch eine kleine Stärkung mitgebracht.
34:22Ah, ah, ah, ah, vielen Dank.
34:24Hallo?
34:25Wissen Sie, aber es ist wegen der Diät schon.
34:26Sie tut sich eh so schwer.
34:28Außerdem müssen wir ja jetzt besprechen,
34:30wie wir mit diesen neuen Informationen umgehen werden.
34:32Aber vielen, vielen Dank.
34:34Danke.
34:34Wiederschauen.
34:35Wiederschauen.
34:36Wiederschauen.
34:37Auf Wiederschauen, danke.
34:41Was ist da bitte so komisch?
34:42Das war doch wichtig, oder?
34:44Und, was machen wir jetzt mit der wichtigen Information?
34:46Darüber nachdenken.
34:48Was du machen kannst, ist, ruf die Maja an.
34:50Die soll checken, ob da was dran ist an der Schwangerschaft von der Beatrix Felder.
34:52Vielleicht war da wirklich was mit einer Abtreibung oder so.
34:54Ärztliche Schweigepflicht.
34:55Was, Ermittlungen in einem Mordfall?
34:56Eben.
34:57Also, bringst du die Kinder bitte zu mir nach Hause?
34:59Ich komm dann.
34:59Und du?
35:00Ich fahr noch einmal zum Tatort.
35:04Und wer zahlt?
35:26Ich fahr noch einmal zum Tatort.
35:51So, dann müssen wir jetzt noch einmal fest durchmischen.
35:59Und ihr müsst Stopp sagen, ja?
36:12Stopp!
36:13Das, meine lieben Kinder, das ist die Big Dame.
36:24Wie machst du das?
36:26Zaubern muss man können.
36:28Wie geht das?
36:30Er wird nichts verraten.
36:32Hallo, meine Süße.
36:33Hallo, meine Frau.
36:35Hallo, hallo.
36:36So, der Papa verratet uns den Trick nicht.
36:38Okay.
36:39Wie war's denn bei den Grasingers?
36:41Es geht.
36:42Der Grasi hat uns alles verboten, was Spaß macht.
36:44Das ist super, klar.
36:46Alles war zu gefährlich.
36:53Bitte.
36:58Und, was hast du noch entdeckt in dem Wochenendhaus?
37:01Wenn du mir einen Gefallen tun willst, red mir nicht von der Arbeit.
37:05Machen wir uns einen gemütlichen Ex-Mann-Ex-Frau-Abend, okay?
37:08Okay.
37:09Aber nur, wenn du nicht nach fünf Minuten wieder wegrennst.
37:13Prost.
37:17Versteck den bitte.
37:21Simsalabim!
37:26Was war eigentlich mit der Faser von den Augenbrauen, die du ins Labor geschickt hast?
37:30Da bist du schon wieder am Arbeiten.
37:32Ja, es arbeitet.
37:33Also, was war damit?
37:35Ein Bericht muss dir am Schreibtisch liegen.
37:38Es war Seide.
37:40Wenn jemand im Wachzustand von vorn mit einem Messer attackiert wird,
37:43dann muss sich der doch reflexartig wehren, nicht?
37:45Dann muss es doch Kampf- oder Abwehrspuren geben, oder?
37:48Na, ist er anzunehmen.
37:50Außer man ist in der Sicht beeinträchtigt,
37:52weil man zum Beispiel Seide vor den Augen hat.
37:54Mhm.
37:55Okay, denken wir das einmal weiter.
37:57So wie der Sommerbauer angezogen war.
37:59Ja?
38:01Kann ich mir nur jemand die Augen verbunden haben,
38:04den er in seine Intimsphäre lässt.
38:06Ja?
38:07Na gut, aber da passt ja keiner von unseren Verdächtigen rein.
38:09Weder die Frau noch die Kinder.
38:11Schon gar nicht der Drechsler oder der Holler.
38:14Nur mit sehr viel Fantasie.
38:18Möglich wäre aber auch die schwangere Freundin,
38:20von der die Zwetschgenmaus erzählt hat,
38:22die Beatrix...
38:25Meier?
38:26Hast du schon was über die Beatrix-Felder rausgekriegt?
38:31Ja.
38:33Okay.
38:35Danke.
38:37Was ist?
38:39Hä?
38:40Die hat tatsächlich ein Kind verloren.
38:42Vermutlich durch eine Medikamentenvergiftung.
38:45Genaueres kriegen wir nur über einen richterlichen Bescheid raus.
38:48Könnte man durch eine Medikamentenvergiftung ein Kind verlieren?
38:52Bestimmt nicht irrtümlich.
38:54Wie?
38:55Naja, es muss einem mehr ein Abtreibungsbild ins Essen mischen.
38:59Und wenn man da zu viel erwischt,
39:01kann es gefährlich werden für die Frau.
39:03Was ist, wenn das der Beatrix wirklich passiert ist?
39:05Der Sommerbauer schiebt dir die Tabletten unter,
39:07sie verliert das Kind.
39:08Reicht sich an ihm.
39:10Na ja,
39:11deine Theorie funktioniert,
39:12wenn die Beatrix mit dem Sommerbauer zusammen war
39:16und der Sommerbauer der Vater war.
39:18Ganz genau.
39:19Aber die hat doch dieses
39:20Das ist das Kabarett-Alibi.
39:22Aber die Fotos sind von der Pause
39:24und von der Feier nach der Vorstellung.
39:27Denkbar wäre es, dass...
39:28Dass sie den zweiten Teil auslässt,
39:30um den Mord zu verüben.
39:32Und vielleicht war der Markus mit von der Partie.
39:35Na, der war ja den ganzen Abend
39:35mit seinem Keyboard auf der Bühne.
39:38Maja,
39:39du, check mir mal den momentanen Standort
39:41von der Beatrix Felder.
39:42Die Handynummer findest du im Online-Ordner.
39:45Danke.
39:46Papa.
39:47Du, wo hast denn du eigentlich
39:48den Autoschlüssel hingeschmissen?
39:55Erst, wenn du den Feuer
39:56eh schon im Alleingang gelöst hast,
39:57was muss mit deinen Wecken mitten in der Nacht?
39:59Na schau, was wäre ich denn ohne dich, Franicik?
40:03Ist die Flughafenpolizei schon informiert?
40:05Ja, die haben Computerprobleme.
40:07Die müssen alle geht's einzeln durchrufen.
40:08Das dauert natürlich.
40:09Ja, super.
40:10Ah, genau.
40:12Die Maja hat übrigens die Info vom Kabarett,
40:14die sofortige Veröffentlichung
40:16dieser Premierenfotos.
40:17Das war Bestandteil vom Sponsorenvertrag.
40:18Ah, ich glaube, ich brauche nicht raten.
40:20wer den ausgehandelt hat.
40:21Nein.
40:47Herr Sommerbauer,
40:49wo ist denn die Beatrix?
40:50Weg.
40:51Wohin?
40:51Moment.
40:53Ich weiß nicht, wo sie hin ist.
40:54Ich wollte es nicht wissen.
40:56Lasst mich nicht per Internet.
40:57Sie wissen aber schon,
40:58dass Sie mutwillig unsere Ermittlungen behindern, oder?
41:01Sie wäre es mir wert.
41:03Ich weiß nicht, wo sie hin ist,
41:04also kann ich auch nichts sagen.
41:05Und jetzt?
41:06Ja, schau mal zur Information.
41:07Vielleicht funktionieren ja die Computer schon wieder.
41:09Kann sein, dass Sie in einem Landeswetauslieferungsabkommen.
41:12Ja, wer es glaubt.
41:14Und?
41:14Warum sind Sie nicht mitgeflogen?
41:17Sie gelebt von dem Moment an,
41:18wo sie bei uns in der Firma angefangen hat.
41:21Hat Sie das erwidert?
41:22Nein.
41:24Sie hat sich in meinen Vater verknallt.
41:25Der hat wieder mal alles zerstört.
41:27Sie wird schwanger.
41:29Er will das Kind auf keinen Fall.
41:32Sie legt sich quer.
41:33Was war dann?
41:35Er hat die Tabletten ins Essen gemischt.
41:38Es war furchtbar, sie wäre fast verblutet.
41:40Und sie wollte, dass er dafür zahlt.
41:42Dann ist sie während des zweiten Kabarett-Aktes
41:44in das Wochenendhaus ihres Vaters gefahren.
41:49Sie hat behauptet,
41:50sie macht ein Spielchen mit ihm.
41:52Hat ihm die Augen verbunden,
41:54Handschuhe angezogen und...
41:55Ihn erstochen.
41:57Er will sich das Messer aus der Brust ziehen,
41:59deshalb sieht es auch wie Selbstmord aus.
42:01Und Sie haben von dem Ganzen nichts gewusst.
42:04Dass Sie ein Kind verloren hat,
42:05habe ich schon gewusst.
42:05Sie war ja lang genug im Krankenstand.
42:08Aber wie das Ganze abgelaufen ist,
42:09hat sie mir erst nachher erzählt.
42:12Sie war völlig fertig.
42:13Ich habe ihr geholfen.
42:18Sie war alles für mich.
42:20Und jetzt stehen Sie allein da.
42:22Steht da nicht.
42:38Entschuldigung.
42:39Sie ist für Kapstadt eingecheckt,
42:41aber nicht an Bord gegangen.
42:42Vielleicht erwischen wir...
42:47Ich gebe Ihnen nur Minuten.
42:49Gehe.
43:18Untertitelung des ZDF, 2020
43:32Untertitelung des ZDF, 2020
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