- vor 2 Tagen
Die Rosenheim-Cops (593) Staffel 25 Folge 15 - Zwei Koffer aus Berlin
Die Rosenheim-Cops (593) Staffel 25 Folge 15 - Zwei Koffer aus Berlin
Die Rosenheim-Cops (593) Staffel 25 Folge 15 - Zwei Koffer aus Berlin
Die Rosenheim-Cops (593) Staffel 25 Folge 15 - Zwei Koffer aus Berlin
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KurzfilmeTranskript
00:00Und Frau Hofer, haben Sie jetzt schon alles beieinander
00:02für Ihre Ausstellung Rosenheim, Bria, Bria, was?
00:05Bria-San, also schon langsam könnten Sie sich
00:07vor dem Namen unserer französischen Partnerstadt schon merken.
00:11Jedenfalls wird die Ausstellung heute Abend
00:12mit einem feierlichen Konzert in der Stadthalle eröffnet.
00:15Das Kammerorchester aus Bria-San ist schon angereist.
00:18Nachdem muss ich nur noch den Soloklarinetisten vom Bahnhof abholen.
00:21Verstehe ich, der Herr Solist reist natürlich nicht
00:24mit dem gewöhnlichen Orchester.
00:26Das wäre auch gar nicht möglich gewesen,
00:27weil der Christian Menzel Rosenheimer ist.
00:30Genau darum geht es ja, Herr Stadler,
00:31die beiden Partnerstädte künstlerisch zu vereinen.
00:34Was denken Sie?
00:35Aber wenn das ein hiesiger ist,
00:37warum müssen Sie dann vom Bahnhof abholen?
00:38Weil der Herr Menzel mittlerweile in Berlin Karriere gemacht hat.
00:41Aber weil er mich noch aus seiner Rosenheimer Zeit kennt,
00:44hat er sofort zugesagt.
00:45Ja, Heimatverbundenheit ist einfach großartig.
00:48Ja, Sie sagen, stellen Sie Ihnen vor,
00:50die geht bei dem sogar so weit,
00:52dass er weltweit immer nur in seinen Haferlschuhen auftritt.
00:56Angeblich geben die Bodenhaftung.
00:58Ehrlich?
00:59Also der Mann gefällt mir.
01:00Das trifft sich gut,
01:01der wird nämlich eine Nacht hier auf dem Hof verbringen.
01:04Was?
01:05Kann sich der kein Hotel leisten?
01:07Der könnte sich sogar ein Fünf-Sterne-Hotel leisten,
01:10aber er wollte lieber auf dem Hof wohnen.
01:12Mei, so ist das halt mit der Heimatverbundenheit.
01:18Hofer?
01:19Frau Hofer, von Strelwitz hier.
01:21Frau von Strelwitz.
01:23Mei, jetzt hätte ich mich fast zu unserem Termin verspätet.
01:26Ich kann es kaum erwarten,
01:28mit Ihnen die Skulptur vom Antoine du Mons zu begutachten.
01:31Ja, da bin ich auch schon sehr gespannt.
01:34Und ich bin ja quasi unterwegs, gell?
01:37Bis gleich, Frau von Strelwitz.
01:39Super, bis gleich.
01:44Herrschaftszeiten, den Termin habe ich total verschwitzt.
01:46Wo müssen Sie denn jetzt hin?
01:48Die Frau von Strelwitz betreibt eine Stiftung,
01:50die Künstlertalente fördert.
01:51Gerade wohnt der Bildhauer Antoine de Mons aus Priasson bei ihr,
01:54der für die Ausstellung eine Skulptur beisteuern soll.
01:58Schau an, scheinbar ist das jetzt gerade Mode,
02:00dass man die Künstler bei sich privat eingewartiert hat.
02:03Krampf, in dem Fall ist es so gewollt,
02:05die Stiftung Öl speziell auf Artists in Residence ausgerichtet.
02:08Artists in wie viel?
02:09Ich habe keine Zeit, Herr Stadler.
02:10Räumen Sie bitte schön ab.
02:12Ja.
02:12Danke.
02:14So, schauen wir mal.
02:16Da haben wir es schon.
02:18Artists in Residence.
02:23Ah, grüß Gott, Frau von Strelwitz.
02:26Frau Hofer, endlich.
02:28Also, das Künstleratelier mit eigener Wohnung
02:31ist bei uns direkt auf dem Grundstück.
02:33Das ist so schön.
02:33Hinten ist die Villa.
02:35Kommen Sie mit.
02:35Ja, ich bin ja schon sowas von gespannt auf die fertige Skulptur.
02:40Ich auch.
02:42Der Antoine hat bis zuletzt daran gearbeitet.
02:45Ich habe sie selber noch gar nicht zu Gesicht bekommen.
02:47Verstehe, ein Künstler, der sich nicht gerne in die Karten schauen lässt.
02:51Naja, die Skizze von der Skulptur habe ich schon gesehen.
02:54Den erschließt sich da für Modell gestanden.
02:56Okay.
02:57Sie meinen, Sie sind die Vorlage für die Skulptur?
03:01Mhm.
03:03Nackert.
03:04Aber natürlich alles ganz modern und verfremdet.
03:08Jetzt schauen wir es uns nochmal an.
03:09Ach, da ist die Tür offen.
03:11Antoine, bonjour, Madame Hofer est là.
03:15Bonjour.
03:18Oh Gottes Willen.
03:22Oh Gott.
03:23Und von Wumantande?
03:27Hörst du mich?
03:29Oh Gott.
03:40Servus.
03:42Bin ich ja doch richtig bei der Frau Hofer?
03:44Ja, aber Frau Hofer ist jetzt gerade nicht da und ich bin quasi nur der Mieter.
03:48Ach, Sie auch?
03:49Ja, dann darf ich mich als ein neuer Mitbewohner vorstellen.
03:51Christian Menzel.
03:52Ah, dann sind Sie der Klarinettist.
03:55Aber Frau Hofer will Sie doch eigentlich vom Bahnhof abbringen.
03:57Ich habe im Zug früher allbestimmt mir ein Taxi genommen.
03:59Aha.
04:00Wenn Sie so freundlich wären, mir mein Zimmer zu zeigen.
04:03Was?
04:03Ich?
04:04Ja, ich weiß ja gar nicht, was Frau Hofer für ein Zimmer für Sie vorgesehen hat.
04:09Wollen Sie es nicht einfach anrufen?
04:11Könnten Sie das für mich machen?
04:12Ich bin etwas erschöpft von der Reise.
04:21Kein Vergleich zu dem, was Sie in Berlin als Brezen verkaufen.
04:25Mit so einem Kaffee da zurecht.
04:33Morgen, Frau Stockel, was gibt es denn?
04:35Guten Morgen, Herr Stadler.
04:36Herr Stadler, es gab wieder Laich und auch gerade die Frau Hofer hat es gefunden.
04:40Ja, um Gottes willen.
04:42Die Arme, gell?
04:42Ja, also die Frau Beck und der Herr Mohr sind schon unterwegs.
04:45Ja, und wohin unterwegs?
04:47Also, bei dem Toten handelt es sich um einen gewissen Antoine de Mont, der ist Bildhauer.
04:51Und gewohnt hat er bei einer Frau von Strellwitz im Kastanienweg Nummer 3.
04:56Gut, dann fahre ich jetzt da hin. Vielen Dank, Frau Stockel, wiederhören.
04:59Ja, machen Sie das. Bis später.
05:02Ja, das tut mir leid. Ich muss jetzt los.
05:05Und bei der Frau Hofer wird es auch ein bisschen später werden.
05:09Ach, morgen.
05:10Morgen.
05:10Morgen.
05:13Wunderschönen guten Morgen, Frau Grashecker. Entschuldigung, der Zug hat die Verspätung.
05:16Hallo, Frau Lange. Ich habe schon gemeint, aus Ihrem Kurztrip ist ein Langtrip geworden.
05:21Naja, drei Tage Berlin reichen wirklich. Aber dafür habe ich Ihnen was typisch Berlinerisches mitgebracht.
05:26Ach, das ist aber nett.
05:29Und?
05:30Wollen Sie Ihren Koffer nicht lieber daheim aufmachen?
05:34Ja, ich wäre schon froh, wenn ich ihn überhaupt aufmachen könnte.
05:37Ach, haben Sie den Zahlencode vergessen?
05:40Nein.
05:41Diesen Koffer hat mir meine liebe Patentante Erna geschenkt und deswegen habe ich immer Ihren Geburtstag als Code.
05:47Und die hat am 12.03. Geburtstag.
05:50Oder am 3.12.
05:56Wollen Sie vielleicht Ihre Patentante anrufen? Die werde ja Ihren Geburtstag wissen.
06:00Das ist ja voll peinlich. Also man redet die immer so viel.
06:03Hm, wachbar.
06:06Morgen.
06:08Morgen.
06:10Morgen.
06:11Morgen.
06:13Herr Stadler, wie schön Sie zu sehen.
06:15Frau Beck, die Freude ist ganz meinerseits. Jetzt ohne Brille.
06:19Mhm.
06:20Gut.
06:20Guten Morgen.
06:22Frau Beck ist wieder da.
06:24Herr Moor, hallo.
06:25Irgendwas ist anders bei Ihnen. Ich weiß genau. Neue Frisur. Super.
06:30Fast.
06:32Na, nix. Die Brille.
06:35Kontaktlinsen.
06:36Ja gut, dann würde ich sagen, Herr Moor, wo sind wir?
06:38Also wir haben wir leicht. Das ist der Herr Antoine Dumont.
06:41Der ist gefunden worden da hinten in einem Künstlerartellier. Also das ist so ein Zubauf.
06:46Und hier hat er auch gewohnt?
06:48Ja, seit drei Wochen, weil eigentlich ist er gebürtig aus Briandjean.
06:52Herr Moor, da sagt man Briandjean.
06:55Echt, ja?
06:56Ja, das ist die französische Partnerstadt von Rosenheim. Ganz einfach zu merken.
07:00Denken Sie an den französischen Weichkäse. Briandjean.
07:04So geht's.
07:07Der Herr Dumont ist also ein Bildhauer gewesen.
07:10Und er war hier als Artist in Residenz. Aber du weißt ja nicht, was das heißt.
07:14Kann ich auch helfen?
07:16Also ein Artist in Residenz ist ein Künstler, der für eine bestimmte Zeit in einem kreativen Umfeld kostenlos leben und
07:24arbeiten darf.
07:26Gewunden hat ihn die Frau Hofer. Und die Frau Hofer wartet durch ihn da fängt.
07:31Frau Hofer, alles gut bei Ihnen?
07:34Passt schon, danke.
07:36Aber die Frau von Strellwitz ist ganz schön durch den Wind. Die hat sich ins Haus zurückgezogen.
07:40Das ist die Dame von der Stiftung, mit der Sie heute noch früher telefoniert haben.
07:43Genau. Wir wollten uns gemeinsam die fertige Skulptur vom Antoine Dumont anschauen.
07:48Und ja, weil die Tür zum Künstleratelier offen gestanden ist, sind wir heute reingegangen und ja, da haben wir ihn
07:54gefunden.
07:55Fällt Ihnen denn sonst noch irgendwas ein, das interessant für uns sein könnte?
07:59Ich habe den Herrn Dumont gar nicht gekannt. Aber eine Sache war doch interessant.
08:05Die Frau von Strellwitz hat mir erzählt, dass sie für seine Skulpturmodell gestanden ist. Pudelnackert.
08:12Ja gut, und deine Saison schauen wir uns das Ganze mal an.
08:15Herr Stadler, wenn Sie mich jetzt hier nicht mehr brauchen, ich müsste doch dringend zum Bahnhof.
08:19Ah, Herrschaft, Gott sei Dank sagen Sie das, Frau Hofer, das hätte ich jetzt bald vergessen.
08:22Den Weg kennen Sie sich spannend. Der Herr Menzel hockt bereits bei Ihnen, Bredelbrot, auf dem Hof und fordert unsere
08:27Brezen zusammen.
08:28Ich verstehe nicht.
08:29Der hat halt einfach einen Zug eher erwischt. Und unter uns, Geduld ist nicht seine größte Stärke.
08:35Oh, mei, mei, dann fahre ich jetzt am besten gleich mal zum Hof, gell?
08:38Wiederschauen beinand. Tschüss.
08:44Guten Morgen.
08:46Morgen.
08:46Morgen.
08:47Morgen.
08:48Morgen, Frau Dimas.
08:50Keine Brille mehr?
08:52Finde ich gut.
08:55Also, eine gute Nachricht hätte ich schon mal. Die Tatwaffe ist mit ziemlicher Sicherheit das hier.
09:00Uh, wie schwer ist es ein Teil, so ein Trupp?
09:03Wesentlich leichter als Marmor zum Beispiel. Es handelt sich um Travertin. Das ist ein grobporiger Kalkstein und es befinden sich
09:11Splitter davon an der Wunde.
09:14Grobporig, dann sieht es wahrscheinlich schlecht aus mit Fingerabdrücken.
09:17Ja, schon. Ah, das ist das Handy von dem Toten, ist aber durch einen PIN gesichert.
09:21Gut, dann geht das bitte sofort zur Auswertung in die KTU, gell?
09:25Mach mal.
09:26Wie schaut es aus mit persönlichen Gegenständen, Brieftasche, Ausweis?
09:29Haben wir jetzt noch nichts gefunden?
09:31Na gut, einen Ausweis werdet ihr ja doch dabei haben. Ja, bitte weitersuchen.
09:35Ja, Herr Stadler, mach mal.
09:37Falls euch der Tatzeitpunkt interessiert.
09:40Gerne.
09:40Den kann ich auf gestern Nacht zwischen 22 und 23 Uhr eingrenzen. Alles weitere nach der Obduktion. Ich werde dann
09:47fertig.
09:48Danke, Elena.
09:49Bitte.
09:51Bitteschön.
09:53Äh, Herr Stadler?
09:55Ja.
09:55Was soll das sein?
09:58Vielleicht ist es noch nicht ganz fertig oder modern.
10:02Aha.
10:06Ich sage Miriam Bescheid, dass sie uns gleich alles über Antoine de Mont raussucht.
10:10Gut, gut.
10:11Ja, der Herr Mohr.
10:13Herr Stadler, stellen Sie Ihnen vor, also mit den Nachbarn ist nichts.
10:16Aber oben da bei dem Waldrand, müssen Sie sich vorstellen, da ist so ein Zaun und in dem Zaun drin
10:21ist ein Gartentierl.
10:22Und das war nicht zugesperrt.
10:24Aha.
10:25Also hätte praktisch jeder auf dieses Grundstück kommen können.
10:28Ja, ich meine, so Anwesend ist, muss man das sichern.
10:31Aha, da wäre jetzt gleich die Frau von Stirlwitz fragen, mit der müssen wir ja sowieso noch reden.
10:34Aha.
10:35Und ich gucke schauen, was im Jenseits nichts gibt. Jenseits vom Gartentierl.
10:40Ja, bis später.
10:41Ja, bis später.
10:44Mei.
10:45Da sind Sie ja endlich, Frau Hofer.
10:47Grüß Sie, Herr Menzel. Tut mir leid, dass ich Sie so lange habe warten lassen.
10:51Soll ich Ihnen dann gleich Ihr Zimmer zeigen? Dann können Sie Ihren Koffer dort aufmachen.
10:54Ich kann meinen Koffer gar nicht aufmachen.
10:56Oh. Ähm.
10:58Sind Sie sicher, dass Sie den richtigen Zahlencode eingegeben haben?
11:01Hm?
11:02Sie haben doch bestimmt eine Eselsbrücke. Ihr Geburtsdatum vielleicht.
11:05Frau Hofer, ich habe den Koffer erst kürzlich gekauft.
11:07Extra einen Code gewählt, der mit nichts in Zusammenhang zu bringen ist.
11:10Und wenn ich den nicht aufkriege, kann ich heute Abend nicht auftreten.
11:13Jetzt sagen Sie bloß, da ist Ihre Klarinette drin.
11:15Schlimmer.
11:16Meine Haarfallschule.
11:20Das ist ein Dermassner-Schock. Wer macht denn sowas?
11:24Ja, das wollen wir jetzt herausfinden.
11:26Sagen Sie mal, dieses Gartendier da oben, also am Waldrand, ist das immer auf?
11:31Ach, da ist das Schloss schon ewig kaputt.
11:34Unser Gärtner, der Herr Baumscher hat gesagt, dass er es repariert, aber...
11:38Wieso glauben Sie, dass der Mörder von da reingekommen ist?
11:41Na ja, sagen wir mal, ist es möglich.
11:44Was können Sie uns denn über Antoine Dumont sagen?
11:48Also, er war drei Wochen da.
11:50Eine klassische Künstlerseele.
11:52Kein Mann der großen Worte.
11:54Er konnte auch nur gebrochen Deutsch.
11:56Mit diesem wunderschönen französischen Akzent.
12:01Und ursprünglich stammte er ja aus Brie Assau.
12:05Aus Brie Assau, ja.
12:06Da hat er mit seiner Frau gelebt.
12:08Aber die hatte keinen Sinn für seine künstlerische Begabung.
12:11Im Gegensatz zu Ihnen?
12:14Meine Stiftung ist spezialisiert auf Artists in residence.
12:17Ich lehne die meisten Bewerber ab, aber bei Antoine Dumont habe ich sofort erkannt, das ist ein Rohdiamant, der nur
12:25noch geschliffen werden muss.
12:27Aha.
12:28Und dieses Schleifen, das sollte da drüben im Künstleratelier stattfinden.
12:33Ja, da konnte er sich so schön entfalten.
12:35Er sollte zu der Ausstellung für die Städtepartnerschaft Rosenheim-Priasson eine Skulptur beitragen.
12:42Für die Sie Modell gestanden sind.
12:44Ich habe auch erst gedacht, ich?
12:46Aber das waren nur ein paar Skizzen.
12:49Die endgültige Arbeit an der Skulptur, die sollte ich heute sehen, aber naja.
12:54Hatte Herr Dumont noch Kontakt zu jemand anderem hier?
12:56Nein, er war eh in meinem Atelier.
13:00Wie finanziert sich die Stiftung von Ihrem Geld?
13:04Ja, das Anwesen gehört ja eh mir.
13:06Und da mache ich natürlich noch Fundraising.
13:08Aber der größte Gönner, das ist mein Mann, der Philipp.
13:11Der ist ein internationaler Kunsthändler.
13:14Sehr erfolgreich.
13:16Kannte Ihr Mann, Herrn Dumont?
13:18Ach, flüchtig.
13:19Er ist ja so viel unterwegs.
13:21Er ist erst gestern Abend wieder von einer dreitägigen Geschäftsreise aus Dubai zurückgekommen.
13:27Wann genau?
13:29Spät.
13:29Ganz genau weiß ich es nicht.
13:31Ich war selber bis Mitternacht auf einer Charity.
13:34Also haben Sie vom Mords nichts mitbekommen?
13:36Nein.
13:38Also mit Ihrem Mann müssten wir unbedingt auch noch sprechen, kja?
13:41Der ist schon wieder so früh los heute.
13:43Termine, Termine, Termine.
13:44Aber ich kann Ihnen seine Visitenkarte geben.
13:46Ja, gerne.
13:53So, jetzt habe ich mit den Nachbarn geredet.
13:56Also mit den Nachbarn oben, da war ja nichts.
13:57Jetzt habe ich mit den Nachbarn unten auch geredet.
13:59Und da ist auch nichts.
14:01Gut, Herr Mordern, reden Sie als nächstes mit dem Gärtner.
14:04Der hat angeblich davon gewusst, dass das Gartentierl, also dass da das Schloss kaputt war.
14:10Der hat das gewusst.
14:11Und dann bestellen Sie uns bitte Philipp von Strelwitz ein.
14:14Hier ist seine Nummer.
14:15Und wir schauen, was Frau Stockl für uns hat.
14:17Ja, also einmal Gärtner und einmal Strelwitz komplett.
14:20Genau.
14:21Ja.
14:22Was sind das für ein Gärtner?
14:28Ja, du, ich muss jetzt dann auch mal wieder, gert?
14:31Natürlich komme ich dich zu deinem Geburtstag besuchen, Tantchen.
14:34Ja, deswegen habe ich doch angerufen.
14:36Bussi!
14:37Eine halbe Stunde Telefonat für drei Zahlen.
14:40Ich habe doch gesagt, wenn meine Patentante einmal anfängt zu reden.
14:44Aber dafür kriegen Sie jetzt endlich Ihr Mitprengsel.
14:48Da freue ich mich drauf.
14:51Wann geht denn das immer noch nicht?
14:53Als Sinn verreist du?
14:55Ja, äh, ich komme gerade aus Berlin zurück.
14:58Berlin, aha.
15:00Sag mal, weißt du, wie man ein Zahlenschloss knackt?
15:03Freilich, mit einer Beißzanger.
15:06Also das war vielleicht eine Odyssee,
15:08bis sich da jemand im Rathaus von Priasson gefunden hat,
15:11der sich mit mir unterhalten hat können.
15:13Hast du trotzdem was rausgefunden?
15:15Also insgesamt sind zwei Antoine Dumonts in Priasson gemeldet.
15:19Der eine ist 92 Jahre alt und lebt im Seniorenheim.
15:24Und der andere ist 19.
15:26Ja, da kommt ja keiner von beiden in Frage.
15:29Sicher?
15:30Ja.
15:33Ja, um Gottes Willen, wer wird denn da operiert?
15:35Ah, mein Koffer.
15:37Aber so probiert es nicht mit der Denks, mit der Zahlenkombi.
15:40Das versucht die Frau Lange schon seit einer Stunde, Herr Mohr.
15:44Entschuldigung, däuche ich dir mal bitte.
16:05Bitte sehr.
16:10Ha, verrückt.
16:12Respekt.
16:14Dankeschön.
16:15Sehr gerne.
16:16Ja, deine Zange brauche ich dann nicht mehr.
16:18Na kurz, sehr Dank.
16:20Und Sie kriegen jetzt Ihr Mitbringsel.
16:21Da bin ich gespannt.
16:23Ja.
16:24So.
16:26Äh.
16:30Was machen Sie denn mit Haarfenschön in Berlin, Frau Lange?
16:34Frau Kassecker, das ist nicht lustig.
16:36Das ist nicht mein Koffer.
16:40Na ja, dann habe ich noch mit dem Gärtner geredet,
16:42mit dem Florian Bamscherer.
16:43Und der hat gesagt, er ist noch nicht dazu gekommen, dass er dieses Gartentier repariert.
16:48Haben Sie Philipp von Strelwitz erreicht?
16:50Mein Gott, ja.
16:51Den habe ich einbestellt.
16:52Hat er gesagt, er hat leider keine Zeit.
16:54Er hat wichtige Geschäftstermine.
16:56Dann habe ich gesagt, dann werden Sie die ihm verschieben.
16:58Und was soll ich sagen?
16:59Verschoben hat er es.
17:00So, pass auf, ich habe gerade mit der Spuse telefoniert und die haben gesagt,
17:04dass sie unter dem Bett von unserem Opfer einen Schließfachschlüssel gefunden haben.
17:08Aha.
17:08Und zu welchem Schließfach gehört dieser Schließfachschlüssel?
17:12Herr Stadler, das konnten Sie mir leider nicht sagen.
17:14Ich schaue mir noch mal an.
17:16Ich habe so viele Schließfachschlüssel gesehen, vielleicht gehen ja.
17:19Gerne.
17:21Und Herr Stadler, bevor Sie fragen.
17:22Nein, den richtigen Antoine Dumont habe ich noch nicht gefunden.
17:25Das kann Sie nur um Stundenhandeln.
17:29Das ist so eine Frechheit, mir einen defekten Koffer zu verkaufen.
17:33Ich werde mich im Laden beschweren.
17:45Was ist das denn?
17:49Currywurst?
17:50Im Glas.
17:52Wie niveaulos.
17:57Außerdem trage ich keine Röcke.
17:59Das ist nicht mein Koffer.
18:01Logisch.
18:02Deswegen hat da der Code nicht gestimmt.
18:04Ja, am Bahnhof gibt es einen Schalter für Fundsachen.
18:06Am besten, wir fahren da gleich hin, geben diesen Koffer dort ab
18:09und hoffen, dass Ihre Haar abgeben worden ist.
18:11Unmöglich, dass einfach jemand mein Koffer mitnimmt?
18:13Hauptsache, wir finden bis heute Abend Ihre Haarvollschule.
18:20Ha, das sind das Autogrammkarten.
18:23Kennen Sie den?
18:24Geben Sie mal her.
18:27Den habe ich noch nie gesehen.
18:29Die Unterschrift können Sie auch nicht hinziffern, oder?
18:33Scheinbar irgendein Promi.
18:35Hm.
18:37Vielleicht frage ich mal im Haus rum, ob den jemand kennt.
18:40Das ist eine gute Idee und bei der Gelegenheit verteilen Sie gleich die Post, Frau Lange.
18:45Der andere Wagen.
18:54Ich habe Herrn Dumont noch mal kurz die Hand geschüttelt.
18:57Die Stiftung ist das Steckenpferd meiner Frau.
18:59Aber als Förderer dieser Stiftung dürfte es Sie doch auch interessieren, wer da im Atelier residiert.
19:05Zumal Sie selbst Kunsthändler sind.
19:08Das kann man doch gar nicht vergleichen.
19:10Die Kunstobjekte, mit denen ich handele, haben das Niveau auch in Museen ausgestellt zu werden.
19:16Meine Frau unterstützt mittellose Künstler, die keinen Erfolg haben.
19:19Und ich greife eben finanziell etwas unter die Arme.
19:22Ihre Frau hat uns erzählt, dass Sie erst gestern von einer Geschäftsreise aus Dubai zurückgekommen sind.
19:27Wann waren Sie zu Hause?
19:29So gegen 22 Uhr.
19:32Meine Frau wollte zwar, dass ich noch auf ihre Fundraising-Veranstaltung schaue, aber ich war zu erledigt und bin direkt
19:39schlafen gegangen.
19:41Und da ist Ihnen nichts auffällig, da haben Sie nichts mitbekommen, ob der Herr Dumont vielleicht einen Besuch gehabt hat
19:46oder so.
19:48Ach, wissen Sie, was diese Künstler privat so treiben, das interessiert mich relativ wenig.
19:54Ich führe ein sehr stressiges Leben und brauche wenigstens zu Hause meine Ruhe.
20:02Wissen Sie zufälligerweise, wer das ist?
20:05Das? Keine Ahnung.
20:07Boah, das ist halt in der Post?
20:08Nee, in meinem Koffer. Also in dem Koffer, von dem ich dachte, es wäre mein Koffer.
20:12Entschuldigung, welcher Koffer?
20:14Naja, ich bin doch heute aus dem Kurztrip von Berlin zurückgekommen.
20:17Und irgendwie hatte irgendjemand im Zug den gleichen Koffer wie ich und den haben wir irgendwie vertauscht.
20:22Ah, verstehe. Und in dem falschen Koffer war quasi das Autogramm?
20:25Ja, und Haarfallschuh.
20:27Haarfallschuh?
20:29Das ist es.
20:30Michi?
20:31Kennst du den?
20:34Na. Muss man ihn kennen.
20:36Ich kenne ihn nicht. Berühmter Schauspieler ist es also auch keiner. Und berühmter Sänger auch nicht.
20:42Also ich kenne ihn nicht.
20:45Mal, wir geben es mal einfach den Post.
20:48Rätsel gelöst. Der Schlüssel gehört zu einem Schließfach im Gewerbegebiet bei der Autobahnausfahrt Groß-Karolinefeld.
20:55Und das haben Sie am Schlüssel erkannt?
20:56Ja, freilich. Warum? Die Schließfächer dort sind alle orange. Und die Schlüssel auch. Also nicht der ganze Schlüssel, sondern immer
21:04nur dieses Plastikkapperl oben. Die sind orange.
21:06Beeindruckend. Aber uns würde jetzt primär der Inhalt interessieren.
21:11Ist alles schon in der KTU.
21:12Ja, aber was ist in der KTU?
21:15Ja, passt auf. Man geht zu diesem Schließfach. Man macht es auf. Da liegt oben erst einmal so ein Bündel
21:22mit Geldschämen. 80.000 Euro. Und unter die 80.000 Euro, da liegt ein USB-Stick. Der ist verschlüsselt.
21:29Das dauert also noch mit der Auswertung?
21:32Mindestens bis morgen in der Früh. Aber unter dem USB-Stick, da ist noch etwas. Und das hat mich interessiert.
21:38Ein Ausweis. Und den habe ich abfotografiert.
21:43Anton Berger geboren in Krems an der Donau. Das ist doch der Tote.
21:48Das ist ziemlich eindeutig, unser Tote.
21:51Antoine Dumont hieß Anton Berger.
21:53Aus Österreich. Äh, Niederösterreich.
21:56Und hat sich unter falscher Identität bei Frau von Strelwitz eingenistet.
22:00Ein Bedrücker.
22:01Wer gibt dem 80.000 Euro?
22:06Ach, entschuldigt's. Aber ich habe immer noch keinen Antoine Dumont ausfindig machen können.
22:11Allerdings, ich habe hier die Handy-Auswertung. Die SIM-Karte ist aus Österreich ausgestellt auf einen Anton Berger.
22:18Ja, Frau Stuckel, dann haben wir eine gute Nachricht für Sie.
22:22So wie es ausschaut, heißt unser Tote nicht Antoine Dumont, sondern wirklich Anton Berger.
22:27Und ist auch nicht aus Briasson, sondern aus Krems an der Donau.
22:31Und ich telefoniere mir die Fingerbund mit Briasson.
22:34Frau Stuckel, das haben wir jetzt auch nicht schmecken können.
22:36Wir wissen allerdings immer noch nicht, was er gemacht hat, bevor er sich bei Frau von Strelwitz unter falschem Namen
22:41eingenistet hat.
22:42Julia, das recherchiere ich gerne, weil mit Österreich zu telefonieren ist für mich einfacher als mit Frankreich.
22:48Also, wie zu erwarten, keine Kontakte nach Briasson. Der hat sein Handy sowieso ziemlich wenig benutzt.
22:55Aber hier, die Nummer hier, die hat er in letzter Zeit ziemlich oft gewählt.
23:00Haben wir gleich.
23:07Beate Baumers, Fotografin, wohnhaft in Hosenheim, quasi ums Eck.
23:11Ums Eck, dann soll es möglichst schnell herkommen.
23:15Servus beieinander.
23:16Frau Hofer, grüße Sie.
23:18Herr Stadler, hätten Sie einen Moment.
23:24Und Frau Hofer, ist Ihnen noch was zu unserem Tod reingefallen?
23:27Nein, leider nicht. Es geht um unseren Gast, den Christian Menzel.
23:31Ihr Gast, Frau Hofer, Ihr Gast.
23:34Jedenfalls hat der im Zug blöderweise den falschen Koffer erwischt.
23:38Wir waren gerade schon am Bahnhof, aber da ist sein richtiger Koffer leider nicht abgegeben worden.
23:42Der wird schon wieder auftauchen.
23:44Bloß in dem Koffer waren seine Haferlschuhe.
23:46Und ohne die spielt der Herr Menzel heute Abend das Konzert nicht. Verstehen wir uns?
23:51Heißt das, dass der stattdessen den ganzen Ort bei uns auf den Hof hockt?
23:54Es sei denn, Sie könnten uns weiterhelfen.
23:56Wissen Sie, in Rosenheim vielleicht einen Schuster, der Haferlschuhe anfertigt?
24:01In Rosenheim gibt es so Trachtengeschäfte, wir sind am Meer.
24:04Ja, ja, schon, aber das müssen ganz spezielle Haferlschuhe sein.
24:07Mit Schifferlspitze.
24:09Standard.
24:10Zwiegenäht.
24:11Auch Standard.
24:11Und ohne den tiefen Ausschnitt am Knöchel, darf er aber mit gepolstertem Schaft ran,
24:17weil der Herr Menzel einen guten Halt gebraucht, wenn er auf der Bühne steht.
24:20Ja, dann sind das keine Haferlschuhe, dann sind das zwigst meiner Bergschuhe.
24:25Bergschuhe?
24:26Mei, vielleicht gibt es so etwas im Spargeschäft.
24:29Ich rufe den Menzel gleich mal an.
24:31Vielen Dank, Herr Stadler.
24:33So wie gleichkind, dass das in Hans Wurscht ist.
24:36Ihnen auch. Wiederhören.
24:38Herr Stadler, es gibt News zum Herrn Berger.
24:41Er war nicht verheiratet und Kinder hat auch keine gehabt.
24:44Moment einmal, die Frau von Strelwitz hat uns da gesagt, dass er eine Frau hat.
24:48Passt zu seiner erfundenen Biografie.
24:50Der Künstler, der seinem Alltagsleben entfliehen muss, um seine Bildhauerkünste voll zu entfalten.
24:54Ja, das erklärt auch, warum die Skulptur so ausschaut, als hätte ich gemacht.
24:59Ja, Herr Stadler, aber im Gegensatz zu Ihnen war der Steinmetz.
25:04Allerdings für Grabsteine.
25:06Das heißt, er hat das handwerkliche Geschick gehabt. Schlau.
25:08Aber handwerklich ist das Geschäft überhaupt nicht gut gelaufen.
25:11Ich habe gerade mit der Bank telefoniert und die haben gesagt, dass das Konto bis zum Anschlag überzogen war.
25:18Ja, Frau Grasegger?
25:21Ja, gut, richtig aus.
25:23Die Frau Bommers wäre jetzt da.
25:26Frau Bommers, es geht um den Bildhauer Antoine Dumont.
25:29Der wurde heute Morgen erschlagen aufgefunden.
25:32Oh, krass.
25:34Sie haben ja in letzter Zeit öfter mit ihm telefoniert, zuletzt vor drei Tagen.
25:39Ja, da ging es um Terminabsprachen.
25:45Ich fotografiere für Frau von Strelwitz ihre Artist in Residence bei der Arbeit.
25:51Sie lässt daraus Broschüren drucken und verteilt sie an die Sponsoren.
25:56Ach so, damit die dann wissen, was mit ihren Fördergeldern passiert ist.
26:01Genau, richtig. Und aus diesem Grund war ich ein paar Mal im Künstleratelier und habe Antoine Dumont bei der Arbeit
26:09fotografiert.
26:10Selbiger hieß allerdings weder Dumont noch war er aus Brionçon.
26:15Wie meinen Sie das?
26:16Bei dem Toten handelt es sich um einen gewissen Anton Berger aus Österreich, der sich offensichtlich unter falsche Identität bei
26:25der Frau von Strelwitz eingenistet hat.
26:27Das kann nicht sein. Er hatte doch einen sehr starken französischen Akzent.
26:32Den kann man ebenso faken wie seinen Namen und seinen Geburtsort.
26:35Ist Ihnen denn nicht aufgefallen, dass er von einer österreichischen Nummer anruft?
26:39Ah, stimmt. Ja, seine Nummer war immer unterdrückt.
26:44Verstehe. Sie waren ja ein paar Mal, wie Sie sagen, bei ihm im Künstleratelier. Können Sie uns da was zu
26:51ihm sagen?
26:52Ja, er war ziemlich wortkarg. Aber seit meiner Arbeit dort vor drei Tagen fertig war, habe ich ihn nicht mehr
27:01gesehen.
27:02Gut, Frau Bommers, der Vollständigkeit halber, wo waren Sie denn gestern zwischen 22 und 23 Uhr?
27:09Zu Hause.
27:10Zu Hause?
27:11Alleine.
27:12Allein.
27:14Und, Frau Hofer, wie geht's Ihnen nach der Aufregung?
27:18Ehrlich gesagt, habe ich noch gar keine Zeit gehabt, mich das zu fragen.
27:21Ui, Frau Stockel, sind Sie da ein Fan?
27:23Kennen Sie den?
27:25Freilich, das ist der Christian Menzel.
27:27Muss man den kennen?
27:29Ein Klarinettist, der heute Abend mit dem Kammerorchester von Briasson auftreten sollt.
27:34Aber, ja, daraus wird wahrscheinlich nichts werden.
27:36Stellen Sie euch vor, der Herr Menzel hat im Zug den falschen Koffer erwischt.
27:40Frau Hofer, und, ist der Herr Menzel jetzt fündig geworden?
27:43Leider nicht. Übrigens, den Vorschlag mit dem Sportgeschäft hat er direkt abgelehnt und in den Trachtenläden, da gab es anscheinend
27:51nichts nach seinem exquisiten Geschmack.
27:53Der ist jetzt gerade auf dem Weg hierher.
27:55Was da her? Was will er denn da?
27:57Ja, dass ihn wieder auf den Hof war, wo er den ganzen Abend verbringen wird, statt sein Konzert zu spielen,
28:03glaubst du das?
28:04Alles bloß wegen dieser extra Wurscht-Haferlschuhe.
28:07Genau.
28:08Was für Haferlschuhe.
28:10Im Koffer vom Herrn Menzel waren seine Haferlschuhe und ohne die tritt er nicht auf.
28:16Ich weiß, wo die Haferlschuhe vom Herrn Menzel sind.
28:23Grüß Gott. Ist die Frau Hofer hier?
28:26Grüß Gott.
28:29Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor.
28:32Christian Menzel. Sie haben mich bestimmt schon in einem Konzert erlebt.
28:37Sind das zufälligerweise Sie?
28:39Und Sie sind wohl einer meiner vielen Fans.
28:45Gehören die zufälligerweise Ihnen?
28:48Ja, aber...
28:49Sie beide haben Ihre Koffer im Zug verwechselt.
28:52Dann haben Sie meinen Koffer mitgenommen.
28:55Haben Sie meinen Koffer mitgenommen?
28:56Meine Frau Lange, wenn wir geahnt hätten, dass das Ihre ist, wir haben den Koffer gerade vorhin bei den Fundsachen
29:01am Bahnhof abgeben.
29:02Schnickschnack. Ich muss jetzt jedenfalls sofort meine Klarinette holen.
29:05Schließlich spiele ich heute Abend ein Konzert.
29:08Halt, vergessen Sie Ihren Koffer nicht.
29:14Mei.
29:19Ja, die sind lustig.
29:21Wie komme ich jetzt an meinen Koffer?
29:23Also heute auf jeden Fall nimmer.
29:24Der Schalter am Bahnhof macht um vier Uhr zu.
29:28Fantastisch.
29:29Aber morgen?
29:31Na ja, und dann habe ich noch mit dem Hausmeister geredet, mit dem Harry Zwick.
29:34Und der hat gesagt, dass diese Fundraising-Veranstaltung von der Strelwitz bis um Mitternacht gedauert hat.
29:39Ja, dann hat es ein Alibi.
29:42Vorausgesetzt, ich war bis zum Schluss dabei.
29:44Es war so, also der offizielle Teil war bis 22 Uhr und danach hat es noch gegeben, gemütliches Beisammel sein
29:50mit Schnittchen.
29:51Wollen Sie sich vielleicht die Gästeliste geben lassen und sich da ein bisschen durchtelefonieren?
29:55Herr Freule, gleich morgen in der Früh.
29:58Ach, Herr Stadler, schöne Grüße von der Frau Hofer.
30:01Die Haarfallschuhe sitzen wieder an den rechtmäßigen Füßen.
30:06Die Hauptsache ist, dass die rechtmäßigen Füße heute Abend nicht auf dem Hof sitzen.
30:10Habe ich was verpasst?
30:11Ah.
30:13Ja, wenn keiner was verpasst hat, ein bisschen feierabend.
30:17So.
30:27Also dieser Kühlschrank, ein Trauerspiel.
30:38Wo sind wir denn da?
30:42Aha.
30:43Berliner Currywurst.
30:46Ich frage mich nicht.
31:04Morgen.
31:06Wieso ist denn das leer?
31:07Bin ich.
31:09Ich muss gleich los, die Arbeit ruft.
31:11Könnten Sie mich mitnehmen und am Bahnhof absetzen?
31:13Ja, das mache ich doch sehr gerne.
31:15Dann mal los.
31:16Ja, und Ihr Koffer?
31:18Ich reise doch nicht ab.
31:19Ich muss noch was erledigen.
31:22Aha.
31:23Aha.
31:27Morgen.
31:28Morgen.
31:30Hoffentlich haben Sie ein bisschen was Aufheiterndes für mich.
31:35Den Obduktionsbericht?
31:37Ja, das ist genau das, was ich jetzt brauche.
31:39Immerhin wissen wir jetzt mit Sicherheit, dass die Tat, wofür diese Travattin Steinblock war.
31:44Nein, nein, Sie meinen die moderne Skulptur von dem, wie hat die Frau von Stilbitz gesagt?
31:50Ähm, Rodiamanten Antoine Dumont.
31:53Genau die.
31:53Allerdings konnten wegen der Grobporigkeit keine Fingerabdrücke festgestellt werden.
31:58Mhm.
32:00Auf dem USB-Stick von dem Schließfachs sind so schöne Pudeln drauf.
32:06Schaut zurück.
32:09Frau von Stilbitz hatte ein Verhältnis mit Antoine Dumont.
32:13Das versteht Sie also unter Artist in Residenz.
32:17Aber warum waren die Bilder im Besitz von Herrn Dumont, also Herrn Berger?
32:21Zusammen mit 80.000 Euro im Bar.
32:24Das ist mit gewaltig nach Erpressung.
32:26Da könnte uns Frau von Stilbitz bestimmt mehr dazu sagen.
32:29Wie weit sind Sie denn mit Ihrem Alibi?
32:31Naja, mit ein paar Gästen habe ich schon geredet, aber da hat mir ja die niemand sagen können, wann sie
32:35von der Rabatte weg ist.
32:39Herr Menzel, das war wirklich ein wunderbares Konzert gestern Abend.
32:44Alle waren total begeistert.
32:45Aber sagen Sie, wo kommen Sie jetzt her?
32:48Der Herr Stadler hat mich zum Bahnhof gefahren, damit ich den Koffer abhole von dieser Frau Lange.
32:52Mei, wie hilfsbereit von Ihnen.
32:55Am besten, wir bringen der Frau Lange den Koffer vorbei, wenn ich sie zu ihm Zug fahre.
32:58Wann geht der eigentlich?
33:00Ich habe ein Ticket ohne Zugbindung.
33:02Aha.
33:02Ah, Kaffee?
33:04Gerne.
33:09Der Antoine Dumont hat in Wirklichkeit Anton Berger geheißen, war Österreicher aus Krems an der Donau.
33:15Was? Das gibt es doch gar nicht.
33:18Der hat sich online bei mir beworben, das hat alles total echt ausgeschaut.
33:22Da war sogar das Diplom von der Kunstakademie von Briasson dabei.
33:26Tja, das war wohl alles gefälscht.
33:29Aber da wäre noch etwas.
33:35Ja, der Antoine und ich sind uns ein bisschen näher gekommen, als er die Skizzen von mir gemacht hat.
33:41Die Fotos waren im Besitz von Anton Berger.
33:44Ja, seine Ehefrau ist notorisch eifersüchtig und hat anscheinend von Briasson aus einen Rosenheimer Privatdetektiv engagiert,
33:52der ihn hier beschatten sollte. Das muss man sich mal vorstellen.
33:55Das ist ja die nächste Lüge. Der Anton Berger war nie verheiratet.
34:03Also der Antoine hat behauptet, dass dieser Privatdetektiv zu ihm gesagt hätte, für 100.000 Euro vernichtet er die Fotos.
34:09Ansonsten zeigt er sie seiner Ehefrau und meinem Philipp.
34:13Also hat er sie mit den Fotos erpresst.
34:18Das kann man wahrscheinlich so sagen, ja.
34:22Ja, ich wollte meine Ehe nicht riskieren. Also habe ich dem Antoine aus der Stiftungskasse 100.000 Euro gegeben.
34:28Und er wollte sich um die Geldübergabe kümmern.
34:31Wie hat der Detektiv geheißen?
34:33Das hat mir der Antoine nicht verraten.
34:36Aber vor zwei Tagen hat er zu mir gesagt, dass die Geldübergabe geklappt hat und wir nichts mehr zu befürchten
34:41hätten.
34:42Ja, das lassen wir jetzt einfach so stehen.
34:44Dennoch, wenn ihr Mann von der Affäre irgendwas mitgekriegt hat, hat er ein Motiv?
34:50Na, wenn der Philipp was geahnt hätte, der wäre zu mir gekommen, ganz sicher.
34:55Gut, falls wir noch Fragen haben, wir melden uns bei Ihnen.
35:00Ah, sind das die Broschüren mit der Homestory über Antoine de Mont?
35:04Ja, die sind heute Morgen fertig geworden und jetzt kann ich sie gleich wieder einstampfen lassen.
35:08Es ist hinten und vorne eine Katastrophe.
35:11Darf ich?
35:11Ja.
35:13Auf Wiedersehen.
35:14Wiedersehen.
35:15Wiederschauen.
35:21Also, dieser Anton Berger hat Faustik hinter die Ohren gehabt.
35:24Selbst die Geschichte mit dem Privatdetektiven hat er erfunden.
35:28Er fängt eine Affäre mit seiner Mäzenin an, legt ihr anschließend Fotos vor, behauptet, er wird erpresst und dann streicht
35:33er das Geld selbst ein.
35:34Das waren bestimmt die 80.000 Euro Bargeld, die wir in dem Schließfach gefunden haben.
35:38Ja, aber erst 24.000.
35:39Was weiß ich, vielleicht war das Provision für das Foto, weil irgendwer muss ja das Foto gemacht haben, von außen.
35:46Beate Bommers.
35:48Ah, mit der hat er öfters telefoniert.
35:50Ja, die soll uns ja morgen gleich nochmal einbestellen.
35:52Unbedingt.
35:55Guten Morgen.
35:57Morgen.
35:58Hier kommt Ihr Koffer.
35:59Endlich.
36:01Äh.
36:01Das Schloss ist ja aufgebrochen.
36:03Dann passen Sie eben nächstes Mal besser drauf auf.
36:05Ihr Ernst?
36:06Äh.
36:08Gut.
36:09Jedenfalls bekommen Sie jetzt endlich Ihr Mitbrensel.
36:11Das ist schön.
36:13Sie werden Augen machen.
36:14Ui.
36:16Ui.
36:17Eine Currywurst.
36:18Ja, eine echte Berliner Currywurst.
36:22Aber das ist ja leer.
36:23Haben Sie das etwa aufgegessen?
36:26So, was für eine unverschämte Unterstellung.
36:28Ich lasse mir hier nichts anhängen.
36:31Und deswegen kaufe ich Ihnen jetzt direkt ein Currywürstenglas nach.
36:34Aber Ihr Zug?
36:35Dann nehme ich eben den Nächsten.
36:38Also wegen mir müssen Sie nichts nachkaufen.
36:41Ich habe mich trotzdem sehr gefreut, Frau Ney.
36:44Ja, weil ich dachte, Sie mögen Würste und so.
36:47Ja, sehr.
36:51Folgendes.
36:52Das Alibie von der Frau von Strelbitz hat sich bestätigt.
36:55Sie war wirklich bei diesem Fundraising-Event mit mehreren Menschen im Gespräch.
36:59Und das bis weit nur Mitternacht.
37:01Dann kommen wir jetzt von der Lüste der verdähtigen Streicher.
37:03Genau.
37:04Und die Frau Bommers seht Ihr auch dabei.
37:06Sehr gut, Ihr Mauer.
37:08Frau Bommers, bitte.
37:09Ja.
37:11Hi.
37:12Hallo.
37:14Bitte.
37:18Frau Bommers, Sie haben diese Fotos gemacht, richtig?
37:22Ja.
37:23Wie gesagt, Frau von Strelbitz hatte mich mit der Homestory beauftragt.
37:27Und mit dieser Art von Homestory hat sich der Herr Berger beauftragt, hm?
37:32Ja.
37:34Als ich ihn im Atelier fotografiert habe, hat er mir einen nun etwas ungewöhnlichen Auftrag gegeben.
37:44Er sagt Bescheid, wann Frau von Strelbitz bei ihm Modell steht und ich soll die beiden heimlich durch das Fenster
37:52fotografieren.
37:52Na ja, aber diese Veranstaltung geht ja offensichtlich über das normale Modellstehen hinaus, hm?
37:58Ja, das habe ich aber erst mal im Fotografieren gecheckt.
38:02Sie haben die Fotos trotzdem gemacht und an Herrn Berger weitergegeben.
38:06Er hat mir dafür 20.000 Euro angeboten.
38:10Angeblich für ein Kunstprojekt.
38:12In Wirklichkeit hat er die Frau von Strelbitz damit erpresst.
38:15Er wollte 100.000 Euro von ihr haben.
38:18Das wusste ich nicht.
38:19Und wenn Sie es doch wussten und mehr vom Geld wollten?
38:22Es kam zum Streit und Sie haben zugeschlagen.
38:24Nein, äh, Entschuldigung.
38:26Okay, vor drei Tagen habe ich Herrn Dumont, ähm, nee, wie heißt er nochmal?
38:31Berger.
38:31Berger, Dankeschön.
38:32Herrn Berger, die Fotos auf einem Stick übergeben und dafür die 20.000 Euro bekommen.
38:38Und das war das letzte Mal, dass ich ihn gesehen habe.
38:41Sie müssen mir glauben, ich habe damit überhaupt gar nichts zu tun.
38:47Also in diesem schlecht sortierten Supermarkt gab es weit und breit keine Currywürstchen.
38:51Ich werde zu überleben.
38:53Und ich fahre Sie jetzt endlich zu im Zug, gell?
38:55Nichts da.
38:56Ich lasse das nicht auf mir sitzen.
38:58Und deswegen lade ich Sie heute Abend alle zum Currywurstessen ein.
39:01Und zwar nicht dieses Zeug aus dem Glas, sondern frische.
39:04Schade, dass Sie heute Abend längst wieder in Berlin sind.
39:07Mein nächstes Konzert ist erst in drei Tagen.
39:09Ich kann also noch zwei Nächte auf Ihrem Hof bleiben.
39:12Und wir gehen jetzt Zutaten für eine frische Currysoße einkaufen.
39:15Die kochen wir dann gemeinsam bei Ihnen.
39:18Sie wollen ein Currywurstessen auf meinem Hof veranstalten?
39:22Wo sonst? Bis später.
39:26Herr Stadler, schauen Sie mal.
39:30Moment.
39:31So, jetzt.
39:34Das ist ja der Dings.
39:35Ganz genau.
39:36Der Bildhauer Antoine Dumont mit seiner fertiggestellten Skulptur für die Ausstellung der Partnerstätte Rosenheim-Brianson.
39:43Was? Das ist die Skulptur für die Ausstellung?
39:46Ja?
39:46Unser Tatwaffen hat ja ganz anders ausgeschaut.
39:48Ja?
39:49Da bleibt doch die Frage, wo diese Skulptur hier abgeblieben ist, ne?
39:53Also im Künstler-Atelier war es jedenfalls nicht.
39:57Ja, Frau Strelwitz, wir haben Erkundigungen eingezogen. Und zwar über Ihre Geschäftsreise nach Dubai.
40:04Sie haben dort einem reichen Kunstsammler eine Frauenskulptur aus Travatin im Wert von einer Viertelmillion verkauft.
40:10Mhm. Und zwar vom aufstrebenden Künstler und Bildhauer Antoine Dumont aus Brianson.
40:17Antoine Dumont aus Brianson hatte mir die Skulptur angeboten. Und mir versichert, er werde bis zur Ausstellungseröffnung eine neue herstellen.
40:25Meine Frau sollte nichts davon erfahren.
40:27Mhm.
40:27Genauso wenig, wie Sie erfahren sollten, dass Ihre Frau eine Affäre mit dem Herrn Dumont hat.
40:34Hä?
40:36Und wenn schon.
40:38Der Dumont war nicht der erste Künstler, dem sich einen Hals wirft.
40:42Aber der erste Künstler, auf dessen gefälschte Biografie samt Kunstdiplom Sie hereingefallen sind.
40:49Wenn der Käufer dahinter gekommen wäre, dass dieses Werk in Wirklichkeit vom Steinmetz Anton Berger aus Krems an der Donau
40:56stammt,
40:56dann hätte das Ihren Ruf als internationalen Kunsthändler ruiniert.
41:02Entschuldigung für was?
41:06Als Sie vorgestern aus Dubai zurückgekommen sind, haben Sie Herrn Dumont doch sicherlich vom erfolgreichen Verkauf berichtet.
41:13Wie viel hat er verlangt, dass er sich nicht bloßstellt?
41:19Die Hälfte des Kaufpreises
41:22sah von Anfang an sein Plan, mich zu erpressen.
41:25Aber es ginge nicht um Geld, sondern um meine Existenz.
41:28Und vielleicht auch darum, dass man nicht alles mit mir machen kann.
41:33Herr von Strelbitz, Sie sind trotzdem vorläufig festgenommen, weil Sie im dringenden Tatverdacht stehen,
41:38Herrn Anton Berger aus Krems an der Donau getötet zu haben.
41:41Herr Mohr, bitte abführen.
41:42Jawohl.
41:43Herr von Strelbitz, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
41:52Oh, Herr Stadler.
41:59Mhm.
42:01Äh, nur dass Sie Bescheid wissen, der Herr Menzel...
42:04Ist hier jetzt endlich weg?
42:05Na, der wird noch zwei weitere Nächte auf dem Hof verbringen.
42:09Na, pfiert die Gott.
42:10Dann haben Sie jetzt ja auch einen Artist in Residence.
42:14Aber dafür gibt es heute Abend Currywurst.
42:16Na, nicht schon wieder.
42:18Ach, Sie haben die Currywurst aus dem Glas zusammen gegessen?
42:21Ja, nein, es war ja nichts Gescheites da.
42:22Ja, nein, es war ja nichts Gescheites.
42:22Ja, nein, es war ja nichts Gescheites.
42:23Ja, nein, es war ja nichts Gescheites.
42:23Ja, nein, es war ja nichts Gescheites.
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