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  • vor 19 Stunden
Die Rosenheim-Cops (160) Staffel 9 Folge 6 - Das Fenster zum Tod
Die Rosenheim-Cops (160) Staffel 9 Folge 6 - Das Fenster zum Tod
Die Rosenheim-Cops (160) Staffel 9 Folge 6 - Das Fenster zum Tod
Die Rosenheim-Cops (160) Staffel 9 Folge 6 - Das Fenster zum Tod

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Kurzfilme
Transkript
00:01Oh, nichts passiert.
00:04Bessch, wollen Sie zu mir?
00:06Nein.
00:07Schaut.
00:10Ach, super.
00:11Ja.
00:12Auch, klasse.
00:13Toll.
00:14Alles mal, eine tolle Figur sind wir.
00:16Ja, 80er.
00:17Schönen Abend noch.
00:18Ja, genau.
00:19Genau.
00:20Wow, Bessch.
00:22Kann ich nur zurückgeben.
00:23Danke.
00:24Dann sind wir jetzt quasi vollzählig.
00:26Ja, wer steht da jetzt erstens auf dem Rallista?
00:27Die sind schon drei Wuchttrumme.
00:30Sebastian Gang.
00:31Oh, der schöne Wastl.
00:33Für was haben die sich denn so aufbrexelt?
00:35Die gehen zum Fensterln.
00:37Okay.
00:37Fensterln?
00:38Ist das normalerweise nicht Männer so?
00:40Normalerweise schon.
00:41Die Emanzipation macht von nichts halt.
00:43Steigen wir jetzt wieder gut.
00:45Nach oben.
00:47Die haben sich dieses Frauenfensterln im Stadtrat einfallen lassen.
00:51Für einen guten Zweck, nicht für die Gäste.
00:53Die besuchten Herren sollen den kraxelnden Damen einen Obolus entrichten.
00:57Der hat dann wiederum sozialen Zwecken zugutekommt.
01:00Ich glaube, da werde ich heute Nacht einmal meine Fenster offen lassen.
01:03Das geht so.
01:04Ich habe ein Geldbeutel auch, gell?
01:05Einfach ordnen.
01:06Alle drei gut einschalten.
01:07Herr Oetziger, geben Sie mir bitte die Lappe.
01:09Ich leg's dann der Frau Wuchtel.
01:10Der Frau Stockl.
01:11Büro.
01:14Apropos Fenstern.
01:16Ja.
01:19Schst, leise.
01:21Da ist sie, in der Mitten, oder?
01:23Ich glaube.
01:24Mitte.
01:25Alles klar.
01:25Leise, leise, leise.
01:29Vorsicht.
01:32Sehr.
01:36Aufsteigen.
01:37Jawohl.
01:39Geht's?
01:40Ja.
01:49So, ein bisschen weiter links.
01:52Links, links.
01:54So, passt.
01:58Wer geht jetzt als erstes?
02:00Ich würde sagen, ich.
02:02Wie soll's dies?
02:03Weil ich am günstigsten stehe.
02:06Unsere Stunde kommt auch noch.
02:10Ich bin ja gespannt, ob die überhaupt nicht durchpasst.
02:13Die ist doch nur dick.
02:15Aber aufpassen muss.
02:24Was ist?
02:26Frau Ortmann!
02:27Herr Ortmann!
02:31Könnten Sie bitte den Herrn Opa anrufen?
02:33Ich glaube, der schöne Vastel ist tot.
02:37Wie jetzt dies?
02:39Frau Ortmann!
02:41Ich komme!
02:45So.
02:47Einmal Kevin, das Frauenheil.
02:51Wohl bekommst.
02:56Warm und ohne Schaum.
02:59Und das nennen die Elin der Bier.
03:01Jetzt probier's heute erst einmal.
03:04Ja.
03:05Wann kommt denn der Lind?
03:06Einmal war er schon da,
03:07wie der Krotograf, der sich im Stau steht.
03:09Wieso?
03:10Was ist die Hinsicht da?
03:12Schmarrn.
03:12Ich hab nur gedacht,
03:13das wäre ein netter Empfang hier.
03:18Mal, was gibt's?
03:20Wo?
03:21Ich würde nicht sagen,
03:22ich bin gleich da.
03:22Bitte.
03:23Ich muss los.
03:24Tja.
03:25Jetzt komme ich leider nicht in den Genuss.
03:26Kein Problem.
03:27Ich heb das auf.
03:28Für später.
03:28Ja, freilich.
03:29Bitte.
03:30Bitte.
03:31Bitte.
04:02Wie geht's?
04:03Habt ihr den Toten gekannt?
04:05Der schöne Wastl.
04:06Der schöne Wastl?
04:07Sebastian Gange, Antiquitätenhändler.
04:10Bitte.
04:11Ich hab ihn gestern auf einer Verkaufsmesse kennengelernt.
04:14Soll ich dann ein bisschen ins Reden kommen?
04:16Ja, der war total begeistert von der Idee mit dem Fenster.
04:18Ich hab ihn auf unsere Listen gesetzt.
04:22Allerdings...
04:22Ja, was?
04:23Er hat dort offenbar einen Streit mit jemandem gehabt.
04:26Über was?
04:27Ich hab's bloß so gestikulieren gesehen,
04:29von weiter weg.
04:29Und mit wem er gestritten hat?
04:31Ein Kunde, glaube ich.
04:32Gesehen hab ich den schon mal,
04:35aber...
04:36Herr Hofer,
04:37der Name fällt Ihnen schon wieder ein.
04:38Ja, hoffentlich.
04:39Also, Sie könnten auch ein bisschen sensibler mit uns Zeugen umgehen.
04:42Was ist denn schon wieder?
04:43Stockl, Schleuchte.
04:44Was?
04:46Wir arbeiten.
04:47Arbeiten, arbeiten.
04:48Wenn wir die Leiche nicht gefunden hätten,
04:50dann wüsstet ihr von gar nichts.
04:51Stockl, du hast recht für immer.
04:53Aber Leiche ist Leiche und Schnaps ist Schnaps.
04:55Einen Schnaps könnte ich jetzt auch gut vertragen.
04:57Ich bin dabei.
04:58Das Fensterl ist mir eh vergangen.
05:00Aber lasst euer Handy an,
05:02falls ich noch Fragen hab.
05:03Mama!
05:04Michi!
05:05Ja?
05:06Ja, Schatz, komm.
05:12Grüß Gott, Herr Doktor.
05:13Oh, hallo, Herr Hofer.
05:16Ziemlich eindeutiger Befund.
05:18Ein Stich ins Herz.
05:19Er muss sofort tot gewesen sein.
05:21Wie lange ist das ungefähr hier?
05:22Ein, eineinhalb, maximal zwei Stunden.
05:24Also gegen 19, 19, 30.
05:29Heute drei Meter waren sie gegen 20 Uhr hier.
05:32Ist das ein Briefwassel?
05:33Hm, ein nobles Stück.
05:35Ich schätze mal Biedermeier.
05:37Meinen Bericht bekommen sie dann morgen im Laufe des Tages.
05:40Morgen jetzt?
05:41Na, heute schock ich es nicht hin.
05:42Okay.
05:43Zu besser.
05:56Okay.
06:19Darmenschuh.
06:22Und, können wir jetzt reinkommen?
06:24Freilich.
06:27Gleich wieder ein Hemdkast, die Altmann.
06:30Na ja.
06:31Ja, und starr wie der Ötzi.
06:33Ja, so ein Toter, der kann schon erschrecken.
06:36Entschuldigung bitte, wenn man bei der Polizei arbeitet, dann muss man schon ein bisschen Schneid zeigen.
06:40Aber sie arbeitet doch eigentlich mehr hinter den Kulissen.
06:44Trotzdem, schaut sie mal, wer da kommt.
06:46Der Herr Lind.
06:48Wahnsinn.
06:49Mein.
06:50Der Herr Lind.
06:52Gut, schauen Sie aus.
06:53Ja, das macht die Seeluft, ha?
06:55Und die Liebe.
06:57Das macht die Freude, euch wiederzusehen.
07:00Mei.
07:00Ein Charmeur.
07:01Ja, bei der Schule.
07:02Grüß dich, mein Freund.
07:03Servus.
07:04Was für ein Empfang.
07:05Im Dirndl.
07:07Fett bloß in der Hofer in der Lederhose.
07:08Der ist wahrscheinlich noch im Stall, oder?
07:10Äh, na, na, ein neuer Mordfall.
07:12Mit einer Leiche, die wir gefunden haben.
07:15Die Frau Ortmann, um genau zu sein.
07:17Ihre Patricia.
07:18Meine Patricia.
07:20Meine, deine.
07:21Jetzt trinken wir erst einmal den Shampoos zur Begrüßung.
07:23Peter, Simone, Margot, Carmen.
07:26Das ist ja auch die drei Stunden andere.
07:28Stefanie.
07:31Das ist ja gar nicht mehr Dame-Bekanntschaften gehabt, als der Dorn.
07:35Du bist neidisch.
07:38Seid ihr fertig im Haus?
07:39Jawohl.
07:40Die Sachen von Belang sind bei der KTU, und das ist das Klumpf am Geschäft.
07:47Der hat einen Partner gehabt.
07:48Ja.
07:49Habt ihr den angerufen?
07:50Ja.
07:50Habt ihr den erreicht?
07:51Nein.
07:53Anrufbeantworter und Mobilbox.
07:54Na gut, dann probieren wir es mal nochmal.
07:56Dann machen wir Schluss für heute.
07:58Gute Nacht, Michi.
08:00Gute Nacht, Kobinian.
08:05Herr Lind, Hamburg wäre mir auf Dauer viel zu flach.
08:08Ja, das ist schon flach, aber...
08:10Also mit unserer hiesigen Hügellandschaft ist das natürlich nicht zu vergleichen, gell?
08:19Brüderlein!
08:19Ja, Schwesterlein.
08:20Schön, dass es euch gut geht.
08:22Und schön, dass Sie mir gleich zur Seite gesprungen sind in unserem neuen Fall, Herr Lind.
08:26Äh, bin ich doch.
08:28Ich hab hier die Hauptzeugen befragt.
08:29Ja.
08:30Schön, Sie zu sehen, Herr Hofer.
08:31Ebenso.
08:32Gibt's denn noch was anderes zu trinken, außer Shampoos?
08:34Nein.
08:35Ach, du, dein Braunel von vorhin.
08:38Ja.
08:39Weißt was, Ignaz?
08:40Du machst jetzt deinen Privatkühlschrank auf und gibst mal Weißbier.
08:44Oder so.
08:45Genau.
08:47Zum Wohl.
08:48Zum Wohl.
09:11Grüß Gott.
09:12Grüß Gott.
09:14Schauen Sie sich ruhig um.
09:15Ich bin gleich für Sie da.
09:16Herr Münziger?
09:18Ja?
09:19Hofer, es geht bei Rosenheim.
09:21Das ist mein Kollege Lind.
09:23Ja, wir haben leider eine traurige Nachricht für Sie.
09:26Ihr Partner, Herr Gange, ist gestern Abend tot aufgefunden worden.
09:30Nein.
09:31Zu Hause.
09:32Er wurde ermordet.
09:36Wir waren bis zum späten Nachmittag hier beschäftigt.
09:38Mit Ausladen.
09:39Wir haben zusammen einen Stand auf der Traunsteiner Antiqua gehabt.
09:42Wer hat denn das getan?
09:44Das versuchen wir gerade rauszufinden.
09:47Wissen Sie, ob Herr Gange welche Feinde hat?
09:50Feinde?
09:53Nein.
09:55Es gab da wohl auf der Antiqua einen Streit zwischen ihm und einem Besucher, Frau Rester.
10:03Davon weiß ich nichts.
10:04Wir sind aber auch nicht beide permanent am Stand gewesen.
10:08Es kann sein, dass ich zwischenzeitlich mal einem Kunden beim Einladen geholfen habe.
10:12Also er hat auch nicht erzählt von einem Streit?
10:14Nein.
10:16Und Sie haben ihn gestern Nachmittag zum letzten Mal gesehen?
10:19Ja, er ist so gegen 17 Uhr gegangen.
10:21Also nach einem wichtigen Termin.
10:23Keine Ahnung mit wem.
10:25Ich habe dann hier noch bis 10.30 Uhr hier weitergearbeitet.
10:30Haben Sie irgendwelche Mitarbeiter, die das bezeugen können?
10:32Nein.
10:35Herr Gott, sag.
10:37Glaubst du, dass Kobinien muss vielleicht einmal die Zeit da abstehen?
10:40Kannst du es hinkehrt?
10:58Glaubst du, dass es nicht mehr ist?
11:01Ich bin so einiger Töne.
11:04Ich bin so einiger Töne.
11:05Ich bin so einiger Töne.
11:05Ich bin so einiger Töne.
11:24Krippe Rosenheim, Apparat Hofer, Stockl, grüß Gott.
11:26Ah, Frau Stockl, guten Morgen.
11:27Marie Hofer hier.
11:28Sagen Sie, mein Bruder, ist der da?
11:30Nein, der ist nicht da.
11:32Passen Sie auf, ganz wichtig.
11:33Sagen Sie ihm doch, bitte schön, dass mir eingefallen ist,
11:35mit wem der Gangl auf der Messe gestritten hat.
11:37Der Mann heißt Franz Zeidler.
11:42Franz Zeidler, ja?
11:43Der stellt diese Kragenstäbchen her.
11:48Kragenstäbchen?
11:48Ja, Sie wissen schon, zum Stabilisieren von Blusen und Hemdkriegen.
11:52Verstehen Sie?
11:53Aha, Kragenstäbchen.
11:56Wiederhören.
11:56Danke, Wiederschauen.
12:06Herr Münzinger, ich habe mir das Adressbuch Ihres Partners angeschaut.
12:10Der hat ja ungewöhnlich viele Damenbekanntschaften gehabt.
12:14Ja, er war schon recht beliebt, das ist richtig.
12:18Könntest du da ein Motiv legen?
12:21Er hatte sich vor einiger Zeit mit einer Kundin eingelassen.
12:24Die ganze Angelegenheit war etwas, etwas unrühmlich.
12:29Inwiefern?
12:31Ich fürchte, dass er Sie nur dazu benutzt hatte, um an Ihren Nachlass ranzukommen.
12:36Sie hatte einen großen Stil geerbt.
12:38Der einzige Spross an der traditionsreichen industriellen Familie.
12:41Da haben sich Wertgegenstände und Mobiliar aus Jahrhunderten angesammelt.
12:45Auf die hat es mein Partner abgesehen.
12:47Und das ist der Teile wohl sauber aufgestoßen.
12:50Er war wohl etwas zu offensichtlich.
12:52Wie heißt die Dame?
12:54Kauf.
12:55Evelyn Kauf.
13:02Ja?
13:05Guten Morgen, Frau Stocke.
13:06Guten Morgen, Frau Ortmann.
13:07Wie geht es Ihnen denn?
13:09Schon wieder ganz gut.
13:10Ja, Sie schauen auch schon um Längen besser aus.
13:13Um Längen?
13:14Sie hätten sich gestern einmal sehen sollen.
13:16Die Frau Dr. Kern hat zu mir im Vertrauen gesagt, dass sie erst gar nicht gewusst hat, wer die Leiche
13:19ist.
13:20Ja, dann kann ich ja von Glück reden, dass ich nicht auf Ihrem Seziertisch gelandet bin.
13:23Ja.
13:23Willst du einen Kaffee?
13:24Ich wollte eigentlich auch nur wissen, ob es etwas Neues gibt bezüglich des Mörders.
13:27Nein.
13:28Aber die beiden Herren sind fleißig unterwegs.
13:30Der Herr Hofer.
13:33Und der Herr Lind.
13:35Ja, der ist ja auch wieder da.
13:37Lenden schaut er aus.
13:38Das machen die wohlgeordneten Verhältnisse, in denen er jetzt lebt.
13:42Schön für ihn.
13:43Wenn Sie mich fragen, die Roloff tut ihm richtig gut.
13:48Ich hätte nicht gedacht, dass sie das Reden macht.
13:51Wenn die Herren was rausfinden, dann sagen Sie mir bitte Bescheid, ja?
13:55Selbstverständlich, gern.
14:04Frau Kauf?
14:05Ja?
14:06Entschuldigung, das Tor war offen.
14:09Hauptkommissar Lind, Kripo Rosenheim.
14:10Das ist mein Kollege, Herr Hofer.
14:12Grüß Gott, Mordkommission.
14:14Mordkommission?
14:15Ja.
14:16Es geht um Sebastian Gangl.
14:18Wir würden Ihnen gerne ein paar Fragen stellen.
14:22Bitte.
14:26Sie waren mit Herrn Gangl zusammen, vor einiger Zeit?
14:31Schwer vorzustellen?
14:34Einer wie Sebastian Gangl, der an jedem Finger zehn superschlanke Models hat und eine wie ich.
14:39Es ist nicht besonders schwer, Ihre Gedanken zu erraten.
14:41Gut, da täuschen Sie sich aber, Frau Kauf.
14:44Also Sie sind doch durchaus eine adjektive Frage.
14:47Danke.
14:48Aber der Herr Gangl hat Ihre Gefühle missbraucht.
14:51Das ist nicht schön, das ist bitter, aber es kommt leider immer wieder vor.
14:55Ja, und Sie haben ihm Ihren Nachlass verkauft?
14:59Ein Großteil davon.
15:01Schöne, wertvolle Stücke.
15:04Ganze Ensembles.
15:06Es gab etliche Interessenten, aber ihm habe ich den Zuschlag gegeben.
15:10Als der Deal dann über die Bühne war, hat er mich fallen lassen.
15:13Keine Erklärung, keine Entschuldigung, nichts.
15:15Aber Sie scheinen ja sowieso schon alles zu wissen.
15:19Das war eine schwere Demütigung für Sie, oder?
15:23Sie haben ihn gehasst dafür?
15:26Ja.
15:28Wann haben Sie ihn zum letzten Mal gesehen?
15:30Als er sich aus dem Staub gemacht hat.
15:32Wann war das?
15:33Am Montag werden es drei Monate.
15:36Und wo waren Sie gestern Abend, zwischen 19 und 19.30 Uhr?
15:39Hier.
15:41Ich bin ganz den Tag nie aus dem Haus gegangen.
15:43Leben Sie alleine hier?
15:46Ohne Partner, ohne Personal.
15:58Sie mich verbittert, die Dame.
15:59Und sie macht keinen Hehl draus.
16:01Was sie aber nicht entlastet.
16:03Allerdings.
16:04Ach, da seid ihr.
16:05Ich komme gerade von der KTU.
16:07Und?
16:08Ja, also Fingerabdrücke auf der Tatwaffe-Fehlanzeige,
16:11weil der Brieföffner ist ganz blank poliert worden.
16:14Also hinten am Griff, weil vorne, also klinge nicht.
16:18Ja.
16:18Sonst irgendwelche Spuren?
16:21Fingerabdrücke auf dem Fensterbretel.
16:22Wahrscheinlich von der Frau Ortmann.
16:24Ich habe sie schon zum Erkennungsdienst geschickt, wegen dem Abgleich.
16:26Frau Ortmann.
16:27Die Fingerabdrücke.
16:28Da kommt sie.
16:30Und Frau Ortmann.
16:32Positiv.
16:32Na, wieso?
16:33Hallo Christian.
16:34Hallo Patricia.
16:36Ja, da bin ich wieder.
16:38Schön.
16:40War sicher ein Schock für dich, die Leiche zu finden oder was?
16:45Einer von vielen Schocks in meinem Leben.
16:48Ja, gut.
16:51Dann versuchen wir mal, den Fall so rasch wie möglich aufzuklären.
16:54Klar, gutes Gelingen.
16:57Und noch eine Dame, die verbittert ist.
17:00Herr Michi, was ist denn mit dem Messenblattl, das beim Karnel auf dem Teppich gefunden worden ist?
17:04Ja, das ist interessant.
17:06Da haben Sie gesagt, das ist wahrscheinlich der Pfennigabsatz von einem Damen-Schuh.
17:10Jetzt weiß ich nicht mehr, wie man jetzt sagt, weil wir haben ja keine Pfennige mehr.
17:13Vielleicht ist ja der Schuh von der Frau Ortmann.
17:14Ja, sollten wir Sie mal fragen.
17:16Genau.
17:18Herr Lindh, lass uns, ich mach das schon, gell?
17:21Frau Ortmann!
17:22Er macht mich schon.
17:25Alter, Herr Hansen.
17:28Und, gibt's Neuigkeiten?
17:30Ja, der Herr Hansen hat gerade geemailt.
17:33Er nimmt gerade Kurs auf die Karibik.
17:35Seine Yacht liegt auf Platz zwei.
17:37Bei der Hochsee-Regata.
17:38Schön.
17:40Hoffentlich kommt er nicht in das Sturmtief, das angesagt worden ist.
17:43So allein und schutzlos auf hoher See.
17:45Ja, ganz allein mit 20-Mann-Besatzung.
17:49Sonst Neuigkeiten?
17:51Ja.
17:58Wie ist das?
18:02Das ist der, mit dem der Gangl auf der Messe gestritten hat, wo ich Schwester nicht mehr
18:06gewusst hat, wie er heißt.
18:07Ja, und wie heißt der jetzt?
18:08Franz Zeitler.
18:10Und er ist Kragenstaberl-Fabrikant.
18:14Kragenstaberl?
18:14Ja, das sind diese weißen Plastikdinger, die man in den Kragen reinschiebt, damit er
18:18nicht so geschlampert runterhängt.
18:20Nicht so wie beim Herrn Hofer allerweil.
18:21Was?
18:22Hallo?
18:24Jedenfalls ist ihrer Schwester wieder eingefallen, woher sie ihn kennt.
18:27Und zwar von der Freibad-Eröffnung.
18:28Da war er einer der Sponsoren.
18:31Ich hab die Telefonnummer herausgefunden und hab ihn hierher bestellt.
18:34Auf eigene Initiative?
18:36Natürlich auf eigene Initiative.
18:38Oder so ihn wieder heimschicken.
18:40Na, jetzt war er schon mit raus.
18:42Sie haben ihm aber nicht erzählt, worum es geht.
18:44Ich bin doch keine Anfängerin.
18:46Natürlich nicht.
18:47Ich bin doch selbst in den Fall involviert.
18:50Klar.
18:51Kriegen wir vielleicht trotzdem noch einen Kaffee?
18:53Zucker involviert.
18:55Na gut.
19:01Herr Zeidler, Hauptkommissar Lindt, das ist mein Kollege, Herr Hofer.
19:07Grüß Gott.
19:07Nehmen Sie doch Platz, bitte.
19:09Herr Zeidler.
19:12Herr Zeidler, Sie waren vorgestern auf der Antiqua in Trammstein.
19:17Ja.
19:19Sie sind dort bei der Auseinandersetzung mit einem der Aussteller gesehen worden.
19:23Sebastian Gangl.
19:25Ja.
19:27Worum ging's da?
19:28Eine Spieluhr.
19:30Ein antikes Stück, das ich vor einiger Zeit an Gangl und Münzinger verkauft habe.
19:34Laut einem Gutachten der beiden war es leider keine Original-Lochmann-Spieluhr.
19:39Deshalb fiel der Preis entsprechend niedrig aus.
19:41Und darüber haben Sie sich im Nachhinein geärgert.
19:44Ja, allerdings.
19:46Denn was sehe ich bei Gangl und Münzinger auf der Messe?
19:49Meine Spieluhr, die angeblich keine Original-Lochmann-Spieluhr ist,
19:53jetzt aber doch deklariert als Lockmann zu einem Preis von 15.000 Euro.
19:57Klingt erst mal viel.
19:59Das ist das, was Sie wert ist.
20:01Mir haben Sie nur die Hälfte bezahlt.
20:04Sind Sie sicher, dass das dieselbe Uhr ist?
20:07Spieluhr.
20:08Entschuldigung.
20:08Ja, ich bin sicher.
20:11Sie war lange genug in meinem Besitz.
20:14Aber jetzt frage ich Sie.
20:16Eins von beiden kann doch da nicht stimmen.
20:20Entschuldigung, das Gutachten oder die Etikettierung.
20:22Sie wollen also andeuten, dass es sich da um Betrug handelt.
20:27Andeuten.
20:28Ich bin felsenfest überzeugt davon.
20:31Nicht, dass wir uns falsch verstehen.
20:32Es geht mir hier nicht ums Geld.
20:34Es geht mir ums Prinzip.
20:35Geschäft, Vertrauen, diese Dinge.
20:37Wenn da auch nur das Geringste krumm läuft,
20:39dann habe ich wirklich Mühe, mich zu beherrschen.
20:43Gestern Abend hatten Sie da auch Mühe, sich zu beherrschen.
20:46Was war da?
20:47Da wurde Herr Gangl in seinem Haus ermordet.
20:50Ermordet.
20:51Richtig.
20:52So, so.
20:53Es geht hier nur um eine Zeugenaussage.
20:55Das haben Sie doch gesagt, oder?
20:57Zucker.
20:58Und jetzt bin ich plötzlich zu einem Mordverdächtigen geworden.
21:04Es sei denn, Sie haben ein Alibi für die Zeit zwischen 19.00 Uhr und 19.30 Uhr.
21:07Nein, habe ich nicht.
21:09Aber ich habe den Gangl auch nicht umgebracht.
21:13Das kann sein, Herr Zeitler.
21:15Aber dass Sie ein Motiv haben und auch den nötigen Zorn für die Tat,
21:19das liegt auf der Hand.
21:20Sie gehen es bitte vor in Zimmer 38 und lassen sich die Fingerabdrücke nehmen.
21:24Und dann können Sie einstweilen nach Hause gehen.
21:26Aber Sie halten sich zu unserer Verfügung, ja?
21:32Bitte sehr, Herr Zeitler.
21:38Mein Gott, Herr Lind.
21:40Haben Sie gesehen, wie der mich angeschaut hat?
21:42Und der Tonfall.
21:44Es könnte einem Angst und Bang werden.
21:46Seit wann haben Sie so schwache Nerven?
21:49Ich?
21:50Nein, aber ich muss ja nicht mehr was sagen.
21:53Für mich kommt der durchaus als Mörder in Frage.
21:57Ja.
21:58Ich würde sagen, wir schauen bei den Münzen ja vorbei.
22:00Vielleicht weiß der, was über die Spielwoll.
22:03Wie ist das, Frau Stockl?
22:05Die Kragen hängt Schlampe drunter.
22:16Herr Zeitler hat uns eine Spieluhr aus dieser Ära verkauft.
22:19Das ist richtig.
22:22Das war definitiv kein Lochmein-Exemplar.
22:25Haben Sie das Gutachten erstellt?
22:28Nein, das hat mein Partner, Herr Gangel, gemacht, soweit ich mich entsinne.
22:32Aber er irrte sich nie.
22:35Der Herr Zeitler war sich aber sehr sicher,
22:37dass er sich bei der auf der Messe angebotten Lochmann-Spieluhr
22:41um die gehandelt hat, die er sich veräußert hat.
22:43Da muss ich Herrn Zeitler schlichtweg getäuscht haben.
22:47Weder können wir uns falsche Gutachten leisten,
22:49noch dass wir unsere Ware falsch auspreisen.
22:53Ja, das lässt sich ja prüfen.
22:54Können wir die Uhr mal sehen?
22:55Ja, natürlich.
23:05Da ist sie nicht.
23:08Das würde bedeuten, dass sie dort verkauft worden ist.
23:11Von mir zwar nicht, aber denkbar wär's.
23:14Ja, aber dann müsste ja wenigstens eine Quittung existieren, oder?
23:17Also, bitte.
23:26Da finde ich keine Quittung.
23:28Schade.
23:29Kann sein, dass Herr Gangel die Uhr mit nach Hause genommen hat.
23:32Das wäre zwar ungewöhnlich, aber ausschließen möchte ich nicht.
23:35Gibt es ein Foto von der Spieluhr?
23:38Ja, bestimmt irgendwo.
23:49Vielleicht schauen Sie mal am Computer.
23:50Ich meine, Sie werden die Dinge doch bestimmt im Internet veröffentlichen.
23:53Oh ja, das ist richtig.
23:55Okay.
24:01Da ist sie.
24:03Schön.
24:04Hätten Sie die Freundlichkeit und würden uns das ausdrucken, bitte?
24:08Ja.
24:08Gut.
24:24Ein schöner Fleck von Erde, was?
24:26Durchaus.
24:29Sie haben ihn.
24:30Genau.
24:33Genau.
24:54Bei Ihnen.
24:57Keine Spur von einer Spieluhr.
24:59Unten auch nicht.
25:01Aber das heißt ja nicht, dass ich nicht auch hier war.
25:03Sie meinen, der Mörder hat sie mitgenommen.
25:05Kann schon sein.
25:08Frag mich, ob die Spiele überhaupt eine Rolle spielt.
25:12Und wegen dem Pfennig-Absatz, da habe ich die Frau Ortmann gefragt, ob der vielleicht von
25:16ihrem Schuh ist.
25:17Und da ist gleich heimgefahren und hat nachgeschaut.
25:19Und?
25:20Nein.
25:20Und wenn Sie denn vorher in der Delegation da war zum Fenstern?
25:23Fenstern, ja.
25:24Da müsste meine Schwester Bescheid wissen, wer alles an der Fensteraktion teilgenommen hat.
25:28Die werde ich einmal fragen.
25:29Vielleicht ist das ja gar nicht nötig.
25:31Ist dieser Absatz schon wieder bei der KTU?
25:33Nein, der ist nur bei der Stockel, bei Frau Stockel.
25:35Das ist gut, die brauche ich nämlich.
25:36Stockel!
25:37Was haben Sie denn vor?
25:38Abwarten.
25:43Bitte.
25:45Sind das alle Ihre Schuhe?
25:47Reichen doch.
25:50Ja.
25:51Gut.
26:18Kennen Sie das Teil hier, Frau Koff?
26:22Das stammt vom Absatz Ihres Schuhs.
26:24Wir haben es im Haus des Opfers gefunden.
26:28Wir haben mit der Dame gesprochen, die bei Herrn Gaglern sauber macht.
26:32Also sprich mit der Putzfrau.
26:33Sie war zum letzten Mal vor zwei Tagen bei ihm, am Tag seines Todes zwischen zwölf und 15 Uhr.
26:39Sie meint, ihr wäre dieses Metallstück aufgefallen.
26:41Also können Sie es erst dann auch dort verloren haben.
26:46Ja, ich war da.
26:50Wann?
26:52Am späten Nachmittag, gegen halb sechs, hat mich vor ein paar Tagen angerufen, wollte mich sehen, sich entschuldigen für seinen
27:01schlechten Stil.
27:03Da bin ich zu ihm.
27:05Warum?
27:06Weil Sie ihn immer noch liebten?
27:09Nein, weil ich sehen wollte, wie er sich abmüht.
27:14Und? Hat es Ihre Rache gelöst, die Befriedigt?
27:19Hat sich überhaupt nicht abgemüht.
27:23Altglatt.
27:24Hat einfach sein Programm abgespult.
27:26Sein Lächeln in Szene gesetzt, den Kavalier gegeben.
27:30Ist mir dann ziemlich schnell klar geworden, dass er sich überhaupt nicht bei mir entschuldigen wollte.
27:35Saga?
27:38Er wollte mich einwickeln.
27:42Nach und nach hat er die Katze aus dem Sack gelassen.
27:45Er war ein Käufer an der Hand, der hochinteressiert sei an den Möbeln, die noch in meinem Besitz sind.
27:50Und der bereit ist, eine hohe Summe dafür zu zahlen.
27:53Er wollte schlicht und einfach an den Rest meines Erbes heran.
27:56Das war für Sie eine Art Déjà-vu-Erlebnis.
27:59Das war noch schlimmer als beim ersten Mal.
28:04Als...
28:05Als so offensichtlich war, so demütigend.
28:13Haben Sie Herrn Gangl umgebracht?
28:16Nein.
28:17Das habe ich nicht getan.
28:22Ja.
28:23Kein Verkauf.
28:26Es spricht leider eine ganze Menge gegen Sie.
28:29Wir werden Sie wohl oder übel dem Haftwichter vorführen müssen.
28:33Ich habe das nicht getan.
28:35Dann haben Sie auch nichts zu befürchten.
28:36Genau.
28:38Komm jetzt bitte.
28:42Meines Erachtens ist die Akten...
28:43Ah, meine Herren, wie schaut es aus.
28:45Das ist eine Lösung des Falles, bald in Sicht.
28:47So ist es.
28:48Ja, wunderbar.
28:49Ja, weil meines Erachtens die Akten...
28:51Ja.
28:51Da bin ich mir nicht so sicher.
28:53Wieso?
28:54Geistert Ihnen die Spiele in den Kopf?
28:57Ich finde es nur seltsam, dass dieses Streitobjekt zu mir nichts verschwindet.
29:00Da haben Sie schon recht.
29:06Mechie.
29:07Jawohl.
29:08Ich sagte vom Herrn Zeidler ein Bild von seiner Spieluhr und das dazugehörige Gutachten
29:13vom Herrn Gangl.
29:14Ja, das kann ich schon machen.
29:16Wo wohnt der Zeidler?
29:17In Traunstein.
29:19Kabinian, nein.
29:19Ich habe gestern so viele Überstunden gemacht.
29:21Die Stockl ist auch schon weg.
29:23Dann bestellen Sie den Zeidler eben für morgen her.
29:24Der kann die Sachen ja auch mitbringen.
29:26Ja, das kann ich machen.
29:27Siehst, das ist halt der Kollege.
29:28Wenn ich was gesagt habe...
29:35Herr Zeidler, tut's gut.
29:38Der Reischl hat einen Haufen alten Sachen zu Hause.
29:41Alte Sachen?
29:43Ja, Antiquitäten.
29:44Könnte das sein, dass er das eine oder andere Stück bei Münzinger und Gangl gekauft hat?
29:48Oder auch verkauft hat?
29:50Was ich meine, dass er gewisse Informationen hat zu deren Geschäftspraktiken?
29:53Genau.
29:54Fragen kostet nichts.
29:56Schauen wir mal.
30:00Zeidler kommt morgen in der Frühschönen Feierabend.
30:02Ebenfalls.
30:03Die Tür.
30:04Hallo.
30:08Wer hat denn den Reischl?
30:11Grüß Gott, Herr Reischl.
30:12Hofer hier.
30:13Herr Hofer, was verschafft mir die Ehre?
30:17Wissen Sie, wer gerade da ist?
30:19Nein.
30:20Der Herr Lind.
30:21Na.
30:21Doch.
30:22Hallo, Herr Reischl.
30:23Herr Lind, das ist aber eine Überraschung.
30:24Der Herr Lind würde sich gern einladen, Wiedersinn feiern.
30:28Ein Glas von Champagner ins Times Square.
30:30Jederzeit.
30:30Äh, wann?
30:32Na, jetzt dann gleich, wenn's passt.
30:33Kein Problem.
30:34Bin schon unterwegs.
30:35Super.
30:36Also, wir sehen uns.
30:40Sie sind mir ein Schlitz.
30:41Oder laden andere Leute ein und ich darf zahlen?
30:42Nein.
30:43Fragen kostet eben doch ein bisschen was.
31:02Und wie schaut's aus, beziehungstechnisch?
31:05Ja, alles in bester Ordnung.
31:07Oder meinen Sie uns zwei?
31:09Nein, wir müssen ja nicht beieinander sitzen, Herr Reischl.
31:11Wir arbeiten, da waren Sie am Fall.
31:13Sagt Ihnen die Antikitätenhandlung Gangl und Münzinger was?
31:16Gangl und Münzinger, ja klar.
31:19Aber ich hab mit den beiden keine guten Erfahrungen gemacht.
31:22Inwiefern?
31:23Ich hab da mal was schätzen lassen, aber für meine Begriffe haben die die Schätzung viel zu niedrig angesetzt.
31:29Wir sind uns auch nicht handelseinig geworden.
31:31Schätzen lassen heißt, Sie haben noch Gutachten anwertigen lassen.
31:34Genau.
31:36Haben Sie eine Gutachten noch?
31:37Ja, selbstverständlich.
31:38Ich hab sogar ein Gegengutachten erstellen lassen, weil es klingt um eine Truhe aus dem Rokoko.
31:44Ich glaube, die Gutachten müssen.
31:47Ja, freilich, die sind wahrscheinlich in meinem Büro.
31:50Würde es Ihnen morgen auch noch reichen?
31:52Na ja, sicher.
31:53Wie schaut's aus?
31:55Backen oder Flaschen?
31:56Also, ich für meinen Teil.
31:58Aber ich für meinen Teil auch.
32:00Ich meine, so jung kommen wir ja nie wieder zusammen, oder?
32:03Ich spreche ein wahres Wort gelassen aus, Herr Reischl.
32:05Prost.
32:05Nur dazu, wenn es der Linn zahlt.
32:08Auf, den edlen Spender.
32:11Mach auf das Ding da.
32:15Was?
32:16So viel?
32:17Verlegst du ihn wieder.
32:19Ja.
32:19Ja.
32:21Da kann man nix machen.
32:23Na genau.
32:24Dank dir schön trotzdem.
32:25Zeig dir.
32:26Mei, mei, mei.
32:27Wie stehen wir jetzt da?
32:29Wie ist das denn los, Schwester?
32:30Herz, was schaffst du genannt?
32:31Ach, weil die anderen Frauen alle ihren Hafer Geld kassiert haben beim Fenster und bloß
32:34mir nicht.
32:35Mei.
32:36Hat sich leider dein falsches Fenster gefinstert.
32:39Was redest du denn da?
32:41Ach so, ein Krampf.
32:42Als ob wir uns das ausgesucht hätten, dass da da ein Toder umeinander liegt.
32:44Glaubst du das?
32:46Apropos, bevor du einen Schmarrn daherrätst.
32:47Was ist denn jetzt mit dem Zeitler?
32:49Ist der jetzt der Täter?
32:50Glaub möglich.
32:51Warum?
32:52Warum, warum, warum?
32:54Weil du den Tipp ja im Prinzip von mir hast.
32:56Und ich meine, ist da nicht vielleicht sowas wie eine kleine Belohnung drin?
33:00Für Hinweise zur Ergreifung des Täters.
33:02Na genau.
33:03Warum nicht?
33:03Dann dürft man wenigstens auf diese Weise ein bisschen Geld beisteuern.
33:06Das steht mir nicht ganz so blöd da.
33:08Das ist eher schwarz, Marie.
33:11Wie schwarz?
33:11Was heißt das jetzt?
33:13Dass es wohl eher keine Belohnung geben wird.
33:17Ich werde mich mal erkundigen.
33:19Ja, das machst du.
33:21Vielen Dank für deine Hilfe, Bruderherz.
33:24Marie!
33:28Geht's weg!
33:32Eine Belohnung für ihren Hinweis auf den Täter?
33:35Das muss ja auch nicht viel sein.
33:38Ein paar hundert Euro.
33:40Und das Ganze reichen wir dann als Erlös von unserem Fenstern ein.
33:45Ja, dann, Frau Ottmann, stehen wir wenigstens nicht ganz so blöd da.
33:48Die anderen Frauen haben nämlich ordentlich was erkraxelt.
33:51Eine Belohnung.
33:52Ja, das müsste natürlich über einen Achtziger laufen.
33:54Ach, geht er doch bestimmt nichts dagegen.
33:56Ist doch für einen kurzen Zweck, hm?
33:59Und der Zeitler müsste definitiv der Täter sein.
34:03Ist er.
34:04Das gebe ich Ihnen schriftlich.
34:05Ist er.
34:09Schönen guten Morgen, Herr Lynch.
34:10Guten Morgen, Herr Wofa.
34:13Na, was haben Sie da?
34:15Ach, das sind die Gutachten von Reichelskommode.
34:18Ja, ganz interessant.
34:19Das von Gangl und Münzinger liegt tatsächlich um ein Drittel niedriger als die Schätzung des anderen Gutachters.
34:25Tja, fragt sich, ob diese Niedrigschätzungen Methode haben.
34:29Könnte sein.
34:30Na, auf jeden Fall mir gut, dass wir diesen hinten haben.
34:32Ja, hat mich auch eine Stange Geld gekostet.
34:34Sie meinen die Rechnung in Times Square?
34:36Geben Sie es doch dort, Mann.
34:38Ach, damit ich wieder der Buhmann bin.
34:39Das sind's doch sowieso bei Ihnen.
34:40Gut, Scherzkeks.
34:52Frau Stockel?
34:55Frau Stockel?
35:01Der Zeitler.
35:03Der Herr würde gerne zu den Kommissaren.
35:05Dann soll ich umgehe.
35:07Dankeschön.
35:11Ach, jetzt sind Sie hier ganz blass um die Nase.
35:13Mich hat Sie wirklich für Abgeblüter gehalten, Frau Stockel.
35:22Das ist die Spieluhr, die Sie den Herrn Münzinger und Gangl verkauft haben.
35:26Richtig.
35:28Mit dem ersten Blick würde ich sagen, sehen die identisch aus.
35:33Die sehen nicht identisch aus, die sind identisch.
35:36Dann wäre das Gutachten aber falsch.
35:38Das sage ich doch.
35:39Ach, das ist seltsam bei dem Gutachten.
35:43Auf dem Deckblatt steht Gangl und Münzinger.
35:46Unterschrieben hat doch nur der Herr Münzinger.
35:48Das ist mir nicht aufgefallen.
35:50Da habe ich ja dann offenbar den Falschen beschuldigt.
35:54Und vielleicht sogar den Falschen ermordet.
35:57Ermordet, ermordet.
35:58Ich habe Gangl nicht ermordet.
36:00Warum hätte ich das denn tun sollen?
36:02Vielleicht um die Spieluhr wiederzuholen.
36:04Unsinn.
36:06Wenn ich das getan hätte, dann müsste ich Sie ja noch haben.
36:09Sie können bei mir gerne alles auf den Kopf stellen.
36:11Was wir auch tun werden, Herr Zeitler.
36:14Das Gutachten von Reischl ist auch nur mit Münzinger unterschrieben.
36:17Das ist ja, Herr.
36:20Herr Zeitler, wenn Sie mal bitte kurz bei der Frau Stockel drüben warten würden.
36:31Herr Münzinger hat uns doch erzählt, dass Herr Gangl das Gutachten für die Spieluhr gemacht hätte, ja?
36:35Mhm.
36:36Warum hat er es dann unterschrieben?
36:42Hm.
36:43Ich kann mir schon vorstellen, dass das Alleingänge von ihm waren.
36:45Er erstellt falsche Gutachten, damit er einen niedrigen Einkaufspreis bekommt
36:49und verkauft dann die Sachen im gemeinsamen Geschäft zu marktüblichen Preisen.
36:53Und die Differenz, ja, die steckt er sich selbst ein.
36:56Mhm.
36:57Und durch die Vorwürfe, die der Zeitler fälschlicherweise dem Gangl gemacht hat,
37:02ist der Gangl darauf gekommen.
37:03Damit hätte Münzinger ein Motiv.
37:05Verdecken seiner Straftaten.
37:07Wie beweisen wir ihm das?
37:09Hm.
37:10Er muss die Rechnung gefälscht haben.
37:12Aber wenn, dann hätte er Sie bestimmt schon verschwinden lassen.
37:16Die Spieluhr.
37:17Wenn er der Täter war, dann hat er die bestimmt mitgenommen,
37:20um sie aus dem Verkehr zu ziehen.
37:22Damit es ihn nicht belastet, oder?
37:24Na klar.
37:25Mit der Zeitler nicht beweisen kann, dass es doch seine Uhr ist.
37:28Ich meine, das ist ein kostbares Stück.
37:30Können Sie sich vorstellen, dass der Münzinger das einfach so wegschmeißt?
37:35Nicht wirklich.
37:37Hm.
37:38Theoretisch könnten wir ihn damit überführen,
37:39aber praktisch müssten wir sie erst mal finden.
37:43Ich habe eine Idee.
37:45Der hat eine Idee.
37:48Herr Zeigler.
37:50Warte mal.
37:51Ihr Spieluhr, der hat doch mit Sicherheit eine bestimmte Melodie abgespielt.
37:55Ja.
37:56Ein ungarischer Tanz, der Fünfte.
37:58Brahms.
37:59Ja.
37:59Was machen Sie jetzt mit Brahms?
38:01Das erkläre ich Ihnen nachher.
38:06Michi, pass mal auf.
38:07Du hältst dich jetzt bereit, ja?
38:09Und wenn ich dich nachher anrufe, dann rufst du mich zwei Minuten später wieder an, okay?
38:13Gut.
38:14Bis gleich.
38:16Auf geht's.
38:18Auf Wiederschauen.
38:21Sie glauben, dass Herr Zeigler meinen Partner ermordet hat?
38:25Wir vermuten, dass es ihm nur um die Spieluhr ging.
38:28Und wenn wir die bei ihm gefunden haben, dann ist er überführt.
38:30Denn eines ist sicher.
38:32Wer die Spieluhr hat, das ist auch der Melde.
38:34Wir lassen gerade seine Wohnung durchsuchen.
38:38Entschuldigung.
38:40Michi, was gibt's?
38:42Echt?
38:43Das wäre super.
38:45Die Kollegen haben gerade die Spieluhr erfunden.
38:47Bist du dir sicher, dass es auch die richtige ist?
38:50Gut, ich frage einmal.
38:51Herr Münzinger, die Melodie, die da abgespielt wird, ist das zufällig einer der ungarischen Tänze?
38:58Brahms.
38:59Richtig.
38:59Und zwar der Fünfte.
39:01Ja, das könnte passen.
39:04Na prima.
39:05Michi, das passt.
39:06Ich danke dir, gell?
39:07Für dich.
39:07Ja, sieht so aus, als ob Sie das gute Stück bald wiederhaben.
39:12Und das freut uns.
39:13Na, Wiederschauen.
39:14Machen Sie es gut?
39:15Ja, Wiederschauen.
39:42Na, Wiederschauen.
39:53Sebastian, also Herr Gangl, hat mich gleich nach seinem Streit mit Zeidler zur Rede gestellt.
40:00Und es wurde ja ziemlich schnell klar, dass es da für mich wenig zu leugnen gab.
40:03Er wusste, dass ich das falsche Gutachten ausgestellt hatte.
40:08Und danach hat er die Spiele mit nach Hause genommen?
40:10Ja, als Beweis gegen mich.
40:14Was wollte der Herr Gangl von Ihnen?
40:17Herr Gangl wollte, dass ich den Erlös von Zeidlers Spielruhe in vollem Umfang wieder zurückerstatte.
40:23Andernfalls hätte er mich angezeigt.
40:24So. Und dieses Geld sollte an die geprellten Kunden zurückgezahlt werden.
40:29Ach, die Leute waren doch scheißegal. Er wollte, dass das Geld zurück in die Geschäftskasse kommt.
40:34Eine ganz billige Erpressung war das.
40:36Ja. Die sich jetzt teuer zu stehen kommt.
40:39Allerdings.
40:40Herr Münzinger, Sie sind vorläufig festgenommen, wegen des dringenden Tatvertrags, Sebastian Gangl ermordet zu haben.
40:45Michi, abhören.
40:46Also, Herr Achtziger meint, Belohnungen für Hinweise auf Täter werden nur dann ausgelobt, wenn alle ermittlungstechnischen Möglichkeiten erschöpft sind.
40:53Und was heißt das jetzt auf Deutsch?
40:56Zu dem Zeitpunkt, als Frau Hofer den Hinweis gegeben hat, waren noch nicht alle Möglichkeiten erschöpft.
41:00Mit anderen Worten, Frau Stocke, ich habe zu früh den Mund aufgemacht.
41:03Ja, kann man so sagen.
41:04Das ist doch unglaublich. Da ruft man, wo es geht, und geht dann zum Schluss hier aus.
41:08Ja.
41:08Entschuldigung, die Damen.
41:09Doch.
41:11So, die Zweite.
41:13Steh mich, ich mir ab.
41:16Du, äh, Christian?
41:19Ja, Berührungsängste überwunden.
41:21Äh, hatte ich je welche?
41:22Gestern auf dem Gang.
41:23Achso, ja, überwunden. Sag mal, was ist denn mit dem?
41:26Das ist ihm.
41:27Münzinger, das ist der Partner von Herrn Gangl, der hat gerade den Mord gestanden.
41:31Wirklich?
41:32Ja, wirklich.
41:34Und der Zeitler?
41:36Unschuldig.
41:37Ja, dann wären wir so oder so leer ausgegangen.
41:40Tja, Ladies, dann müssen wir uns halt im nächsten Jahr beim Fenstern doppelt anstrengen.
41:45Tja.
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