- vor 20 Stunden
Die Rosenheim-Cops (181) Staffel 9 Folge 27 - Der Schlüssel zum Tod
Die Rosenheim-Cops (181) Staffel 9 Folge 27 - Der Schlüssel zum Tod
Die Rosenheim-Cops (181) Staffel 9 Folge 27 - Der Schlüssel zum Tod
Die Rosenheim-Cops (181) Staffel 9 Folge 27 - Der Schlüssel zum Tod
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KurzfilmeTranskript
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00:32Servus Michi
00:33Deutche, Kominion
00:34Was machst du an meinem Schreibtisch?
00:38Frühstücken
00:38Von der Brezi
00:40Es heißt zum Frühstücken komm ich nicht be seit ich mein weg is
00:42Ja, das lässt uns noch sehr stark spüren. Wann kommt's denn wieder, die Frau Marie?
00:48Morgen Mittag.
00:50Schön. Da werden wir alle gemeinsam drei Kreuzzeichen schlagen, das glaubst du?
00:53Also schieß los, was gibt's? Nicht viel Zeit, ich bin mitten in der Stallarbeit.
01:01Stallarbeit?
01:02Ja, Stallarbeit, jetzt schieß ich dich los.
01:04Klingt aber ganz anders.
01:05Was?
01:06Nicht so gedämpft wie im Stall, mehr so wie im Freien oder frühstückst du
01:12neuerdings mit deinen Rindfüchern.
01:13Jetzt hab ich keinen Schmarrn, ich bin schnell vor die Tür gegangen, weil mir die kürzlaut sind.
01:17Sonst versteh ich den Genuschel überhaupt nicht. Also jetzt schieß ich endlich los.
01:20Einen Toten haben wir. Und zwar einen, den wir alle mit der Land sehr gut kennen.
01:24Und wer ist das?
01:25Ein Seidel-Alfred.
01:27Der vom Schlüsseldienst?
01:29Na, genau der. Liegt tot vor seinem Haus und keiner weiß genau warum.
01:33Weiß der Hansen schon Bescheid?
01:34Hansen ist unterwegs.
01:36Gut, dann mach ich mich auch auf den Weg.
01:37Und sperr deinen Stall gescheit zu, gell?
01:39Komm, du um deinen eigenen Kram her schaffst.
01:43So, ein Haufen, danke.
01:47Fertig.
01:53Eigentlich wollte ich gestern Abend meine Pflanzen umtopfen, aber da hat's so gesaut.
01:58Und dann hab ich das halt früh gemacht.
02:00Und dabei muss ich irgendwie...
02:03Wann waren die so ungefähr?
02:06Um sieben.
02:07Sieben.
02:08Das tut mir ja so leid.
02:10So ein netter Mann.
02:11und so höfig und...
02:14und ruhig.
02:20Die zogen mich auf dem Kissen.
02:25Der Blumdorf hat ihn definitiv nicht getötet.
02:28Der ist knapp neben seinem Kopf aufgeschlagen.
02:30Der Schädel hat weiter gehende Verletzungen.
02:32Gibt er sonst Hinweise auf Fremdeinwirkung?
02:36Auf den ersten Blick?
02:37Schwer zu sagen.
02:39Hm.
02:39Natürlich die Sturzverletzung.
02:41In welcher Etage hat er dann gewohnt?
02:42Ganz oben.
02:45Das reicht.
02:47Na ja.
02:48Unfall, Selbstmord, Mord.
02:50Weiß ich nicht.
02:51Wäre alles möglich, ne?
02:52Sehr richtig.
02:54Wie lange ist er denn schon tot?
02:56Oh, gestern Abend, zwischen 21 und 23 Uhr.
03:01Also von Michim Mohr habe ich ja gehört, dass Sie ihn kannten?
03:04Ja.
03:05Ihm gehört der Schlüsseldienst, mit dem das Kommissariat zusammenarbeitet.
03:09Er hat schon viele Türen zu Tatworten für uns geöffnet.
03:11Ich dachte immer, Sie machen das mit Ihren Kreditkarten.
03:13Ich denke, da hätten die Staatsanwälte was dagegen.
03:15Aber jetzt müssen Sie ja wohl, oder?
03:17Herr Seidel hat ja nicht ganz alleine gearbeitet.
03:21Da kommt ja so ein Angestellter.
03:24Wann, Frau Doktor?
03:25Heute Nachmittag.
03:26Super, danke.
03:27Ja, na tschüss.
03:28Wiederschauen.
03:31So, der Winke.
03:33Morgen.
03:35Der Chef.
03:37Der Wahnsinn, was ist denn passiert?
03:38Das wissen wir noch nicht genau.
03:39Ja.
03:40Am besten, Sie machen uns oben mal auf.
03:44Na, komm jetzt.
03:50Wann haben Sie Ihren Chef zum nächsten Mal gesehen?
03:53Na ja, gestern.
03:57Späten Nachmittag.
03:59Nach der Arbeit.
04:00Hat er da irgendwie anders auf Sie gewirkt als sonst?
04:03Wie anders?
04:04Ja, war er zum Beispiel deprimiert oder sowas?
04:08Ach so.
04:09Von wegen, von wegen, dass er sich selbst.
04:13Mhm.
04:16Ist dann speziell nicht, aber so einen, so einen leichten Amt zu, zur Melancholie.
04:27Ich glaube schon, dass er den Kopf hat.
04:29Gab's da einen Grund dafür?
04:31Na ja, eigentlich nicht.
04:37Aber von außen kannst du dir da immer schwer was sagen.
04:39Verheiratet war der Seidl ja nicht.
04:41Wissen Sie, ob er eine Freundin gehabt hat?
04:43Soweit ich weiß.
04:49So.
04:50Passt.
04:51Danke.
04:53Danke.
05:01Hm.
05:04Die Bierflasche ist noch halb voll.
05:07Sie meinen, das widerspricht der Selbstmordhypothese?
05:11Na ja, also ich würde es austreten, bevor ich mich umbringe.
05:23Also, der Seidl hat doch keine Schuhe angehabt?
05:26Nee, nur Socken, glaube ich.
05:27Irgendwie ist das doch komisch.
05:29Ich meine, gestern Abend hat es die ganze Zeit geregnet.
05:31Es war ziemlich nass.
05:32Dann ziehe ich doch Schuhe an, oder zumindest Hausschuhe, bevor ich da rausgehe.
05:37Oder würden Sie ohne Pantoffeln auf den Balkon latschen?
05:39Ich glaube, das würde ich nur machen, weil ich mich direkt hinunterstürzen würde.
05:42Denke ich.
05:43Das heißt, möglicherweise können wir den Unfall ausschließen.
05:47Also vielleicht doch selbst morgen.
05:49Oder morgen.
05:51Schauen wir mal meinen Balkon an.
05:53Machen Sie es.
06:14Danke.
06:15Frau Anberger.
06:17Ich habe mit der Pathologin geredet.
06:20Das ist die Ärztin.
06:21Und die hat mir gesagt, sie brauchen sich keine Vorwürfe zu machen.
06:24Der Herr Seidl ist schon seit gestern abends tot.
06:27Ja, dann bin ich nicht schuld an seinem Tod.
06:29Nein.
06:30Und muss nicht ins Gefängnis.
06:32Ich habe gar keine Rede.
06:34Nein.
06:35Ich meine, sie sind ein Schatz.
06:38Und ich habe mir gedacht, ich habe Schuld an dem Herrn Seidl, seinen Tod.
06:42Das hätte ich nicht verlebt.
06:44Das ist alles wunderbar.
06:45Aber jetzt was anderes für Herrn Becker.
06:48Gestern abends zwischen neun und elf ist Ihnen da etwas aufgefallen.
06:52Nicht denn das?
06:54Neun und elf?
07:24Schauen Sie mal Kollegen.
07:25Dieser Boxkampf, der da angezeigt wird, ist heute Morgen um vier Uhr dreißig ausgestrahlt worden.
07:31Den hat der Seidl aufgenommen.
07:33Interessant, oder?
07:34Interessant.
07:35Programmiert einer einen Boxkampf, der plant, sich vorher umzubringen?
07:38Eher nicht.
07:54Ah, Herr Achtziger.
07:56Spennt ja wieder der Kasten.
07:57Ich weiß nicht, jedenfalls.
07:58Tut sich nichts.
07:58Moment.
08:04Sie sind mal wieder Opfer von den Sparmaßnahmen der Frau Ortmann geworden.
08:07Wieso?
08:09Ja?
08:09Kein Papier?
08:10Frau Stockl, Sie werden mir doch wohl nicht weismachen wollen, dass Frau Ortmann das Drucker
08:14abgerationiert.
08:15So lange es keine Dumpingpreise für das Papier gibt, gibt sicherheitshalber erst einmal
08:19gar keins.
08:20Frau Stockl, wenn Sie nur was zum Sticheln haben.
08:24Herr Achtziger.
08:26Sie kriegen eins von mir.
08:31Und was gibt's umnächst?
08:33Unfall und Selbstmord können wir ausschließen, denke ich.
08:36Echt, oder?
08:37Echt.
08:38Michi, du fragst jetzt am besten die ganzen Anwohner, ob irgendjemand von denen gestern
08:42Abend zwischen 21 und 23 Uhr irgendwas gesehen oder gehört hat.
08:46Ja, mit der Frau Arnberger habe ich schon geredet, aber der ist nichts aufgefallen.
08:49Ich glaube, da wohnen noch mehr Leute im Haus, oder?
08:52Kannst recht tun.
08:54Herr Mohr, die Spusi kann jetzt in die Wohnung.
08:57Ich weiß nicht.
08:58Sonst noch was?
08:59Na ja.
09:00Sicher nicht.
09:00Dank für das nicht.
09:01Na ja, schon.
09:02Bitte, Robert.
09:02Servus Michi, servus.
09:05Herr Binke, sagen Sie mal, hat der Chef eigentlich Feinde gehabt?
09:09Feinde?
09:10Ja.
09:11Der Seidel?
09:12Nicht, dass ich wüsste.
09:13Gab's Probleme mit Kunden?
09:15Nein.
09:17Nein.
09:18Mit wem schon?
09:19Wir machen ja eine gute Arbeit.
09:20Ja, oder mit der Konkurrenz vielleicht.
09:22Konkurrenten?
09:27Doch.
09:28Der Neubauer Willi.
09:30Dem ist er neulich über Kreuzgaden.
09:33Weshalb?
09:34Der wollte ihm den Job bei euch wegschnappen.
09:36Bei uns?
09:37Genau, der muss sich irgend so ein Dumping-Angebot gemacht haben.
09:40Na und?
09:41Ja, weiß ich auch nicht.
09:42Ja, danke Herr Binke.
09:45Eine reine Routinefrage, wo waren Sie gestern Abend zwischen 9 und 11?
09:48Ja.
09:49Wo werde ich schon gewesen sein?
09:49Daheim war ich.
09:50Hab Fernsehen geschaut.
09:51Was lief da?
09:53Ein Krimi.
09:53ZDF.
09:55Alles klar.
09:56Ja, ich gehe davon aus, dass wir Sie weiterhin erreichen.
09:59Logisch.
10:00Wenn was ist.
10:02Wiederschauen.
10:03Wiederschauen.
10:06Dumping-Angebot.
10:07Und die Polizei, das ist doch mit Sicherheit über die Frau Ortmann gelaufen.
10:11Ja.
10:12Jede Wette.
10:13Dumping ist relativ.
10:15Aber es stimmt.
10:16Neubauer hat uns ein Angebot gemacht, das so gut war, dass es unbedingt in Erwägung gezogen werden musste.
10:21Musste?
10:21Das heißt, dass es vom Tisch ist?
10:23Ja.
10:23Leider.
10:24Herr Achtziger hat sein Veto hingelegt.
10:25Der Herr Achtziger?
10:26Echt?
10:27Warum?
10:28Weil es nicht angehe, dass langjährige Zuarbeiter der Polizei plötzlich brotlos gemacht würden,
10:32nur weil ein anderer ein paar Euro billiger ist.
10:36Ich finde das ehrlich gesagt nicht lustig.
10:38Tja, jeder lacht über was anderes, ne?
10:40Haben Sie dem Herrn Neubauer die Absage schon erteilt?
10:42Ja.
10:43Und wie hat der reagiert?
10:45Der Wiescher.
10:46Er war nicht gerade begeistert, als ich ihm gesagt habe, dass es für ihn kein Vorbeikommen an Alfred Seidel gibt.
10:50Moment, haben Sie das wortwörtlich so gesagt?
10:52Es gibt für ihn kein Vorbeikommen an Alfred Seidel?
10:55Ja.
10:56Alfred Seidel wurde, wie es aussieht, gestern Abend ermordet.
11:01Was?
11:01Ja.
11:03Und jetzt glauben Sie, dass ich dem Neubauer ein Motiv geliefert habe?
11:08Gut möglich.
11:10Sie haben vermutlich das Angebot von Herrn Neubauer noch?
11:13Ja.
11:20Gut, hoffentlich habe ich da nichts angerichtet.
11:23Mhm.
11:27Danke.
11:43Herr Neubauer?
11:45Ja?
11:45Das ist gut.
11:46Hofer, Kripp, Rosenheim.
11:47Das ist mein Kollege Hansen.
11:49Tag.
11:50Wir würden Ihnen gerne einige Fragen stellen.
11:52Sie haben sich unlängst bei der Rosenheimer Polizei als Aufsperrdienst beworben?
11:56Ach so, ja.
11:57Warum?
11:58Sie wissen, dass der Herr Seidel das seit Jahren für uns macht.
12:01Ja?
12:01Und Sie sind deshalb mit ihm einander geraten?
12:04Kann der geraten.
12:06Es hat ihm halt nicht gepasst, dass ich in Konkurrenz getreten bin zu ihm.
12:10Aber es hat ja sowieso nicht geklappt.
12:12Naja, vielleicht klappt es jetzt doch noch.
12:14Ah ja?
12:14Der Seidel steht uns leider nicht mehr zur Verfügung.
12:17Er ist letzte Nacht ins Leben gekommen.
12:20Der Seidel?
12:21Der Seidel, ja.
12:22Ist von seinem Balkon gestoßen worden.
12:24Was? Ermordet?
12:25Schau ganz aus.
12:29Aha.
12:30Verstehe.
12:32Konkurrenz.
12:34Die Zeiten sind zwar nicht gerade rosig,
12:37aber dass man gleich die Konkurrenz umbringt
12:40und dann noch dazu mal ausgerechnet, deren Job bei der Polizei zu kriegen,
12:43das wäre schon ziemlich dreist, oder?
12:44Das stimmt, ja.
12:45Ja, aber wirklich blöd.
12:47Ich habe Seidel nicht ermordet.
12:49Wo waren Sie gestern Abend zwischen 21 Uhr und 23 Uhr?
12:52Ach, wo war ich?
12:53Ich weiß gar nicht, wo der überhaupt wohnt, der Seidel.
12:55Macht nichts trotzdem.
12:56Wo waren Sie?
12:57Wegen Ihren Einsatz.
12:58Muss ich nachschauen.
12:59Bitte, ja.
13:12So.
13:14Ein kaputtes Schloss bei einem Herrn Schütz in Ried.
13:17Viertel nach neun.
13:19Können Sie das gerne nachprüfen.
13:21Das werden wir auch machen, Herr Ried.
13:27Ja, Michi.
13:29Was machst du an meinem Computer?
13:30Nix, ich check nur deine E-Mails.
13:33Was gehen dich meine E-Mails an?
13:35Herr Schmarrn.
13:36Immer was herschicken lassen und das tun wir jetzt ausdrucken.
13:41Aha.
13:42Und was ist das?
13:42Das ist eine Liste von den Telefonverbindungen von unserem Opfer.
13:46Ah.
13:47Interessant.
13:49Ah ja, du.
13:50Elfi-at-mürbdeig.de.
13:51Die hat ganz oft geschrieben.
13:53Du, Michi, jetzt schleichst du dich, gell?
14:01So.
14:03Na, Michi.
14:04Hast du an die Nachbarn vom Seidel gefragt?
14:07Aber sowas von Fehlanzeige.
14:09Die sind entweder vor dem Fernsehen gesessen oder geschlafen
14:12oder halt beides gleichzeitig.
14:13Schade.
14:14Was hat denn die Spuse rausgefunden?
14:16Dass es keine Einbruchsspuren am Schloss vom Seidel gibt.
14:19Ich sag's euch, der hat den Täter gekannt.
14:21Das ist nicht sicher.
14:22Zumindest hat er ihn selber reingelassen.
14:23Und da haben wir noch etwas.
14:25Fasserspuren von den Socken vom Seidel am ganzen Teppich.
14:28Und zwar besonders vom Sofa bis zum Balkon.
14:31Dann ist er dorthin geschleift worden.
14:33Ganz genau.
14:34Und Fasserspuren von seiner Hose am Geländertast.
14:38Und da irgendwelche anderen Spuren von irgendwelchen anderen Hosen?
14:40Äh, nein.
14:42Aber eine Liste von Telefonaten, die er geführt hat.
14:46Aber es sind nicht gar viele.
14:48Erika Bernauer? Erika Bernauer?
14:50Ja, die schon.
14:51Die hat in den vergangenen Tagen öfter angerufen.
14:53Bernauer?
14:54Es gibt ein großes Möbelhaus Bernauer drüben in Stephanskirchen.
14:57Vielleicht hat die was damit zu tun?
15:00Frau Stockel?
15:01Ja?
15:04Wir bräuchten die Adresse von einer gewissen Erika Bernauer.
15:08Erstens.
15:08Zweitens.
15:09Fragen Sie bei einem Florian Schütz in Ried nach, ob da gestern Abend ein Schloss ausgewechselt worden ist.
15:14Und zwar von einem gewissen Willi Neubauer.
15:16Bernauer Schütz Neubauer.
15:17Sonst noch was?
15:18Mit einem Kaffee noch ein Stück dort.
15:20Wohin darf ich servieren?
15:22Da drüben, bitte.
15:38Frau Bernauer?
15:40Ja?
15:41Hofer Krippe Rosenheims.
15:42Mein Kollege Hansen.
15:44Wir würden gern mit Ihnen sprechen.
15:47Pause.
15:55Ja, ich habe ein paar Mal mit Herrn Seidel telefoniert.
15:58Das stimmt.
15:59Weswegen?
16:00Oh, er hat mir vor einigen Wochen eine neue Schließanlage eingebaut.
16:04Hier im Haus.
16:04Gab es Probleme damit?
16:06Darf ich?
16:07Selbstverständlich.
16:08Nein, Probleme gab es nicht.
16:10Ich hatte nur ein paar Fragen zur Bedienung.
16:12Das ist alles.
16:13Warum haben Sie ihn nicht im Geschäft angerufen, sondern auf seinen Privatanschluss?
16:17Ja, weil er in seinem Geschäft schwer erreichbar ist.
16:23Hatten Sie privat Kontakt zu Herrn Seidel?
16:25Nein, nein, wir standen privat nicht in Kontakt.
16:29Trotzdem tut es mir sehr leid, was mit ihm passiert ist.
16:33Eine reine Routinefrage, Frau Bernauer.
16:35Wo waren Sie gestern Abend zwischen 21 Uhr und 53 Uhr?
16:39Na, da war ich hier.
16:41Kann ja Tennispartner das eventuell bezeugen.
16:43Mein Tennispartner ist mein Lehrer.
16:46Und zudem stehe ich ebenso wenig privaten Kontakt.
16:49Es gibt also niemanden, der das bezeugen kann?
16:53Nein.
16:57Ja, das habe ich notiert.
16:59Na, das war's.
17:00Danke, Herr Schütz.
17:01Wiederhören.
17:02Ja.
17:03Frau Stocke.
17:04Frau Ortmann.
17:07Gibt's schon Neuigkeiten?
17:09Bezüglich?
17:09Das war jetzt. Seidel.
17:11Aha.
17:12Das interessiert Sie.
17:14Ich bin ein wenig in Sorge.
17:16Dass ich jemanden auf dumme Gedanken gebracht haben könnte.
17:20Wieso, weshalb, warum?
17:23Ich habe das Angebot eines anderen Schlüsseldienstes geprüft, der günstiger war.
17:27Aber er hat den Kürzeren gegen Seidel gezogen.
17:30Verstehe.
17:30Und das andere war der Willi Neubauer.
17:33Ja.
17:34Und jetzt haben Sie Angst, dass der Neubauer den Seidel ums Eck gebracht hat, dass er den Job
17:38kriegt.
17:39So in etwa.
17:41Frau Ortmann.
17:42Das kriegen wir schon.
17:46Kripo-Rosenheil-Apparat Stocke.
17:48Grüß Gott.
17:49Ja, ich verbinde.
17:53Ja, 80er für Sie.
17:55Wiederhören.
17:59Jetzt sagen Sie mal, Frau Bernauer, sind Sie irgendwie verwandt mit dem Möbelhaus Bernauer?
18:03Ja, Franz, mein Mann war der Inhaber.
18:06Er ist leider vor ein paar Jahren gestorben und seitdem führe ich den Laden.
18:09Besser gesagt, er läuft von selbst.
18:11Ich hab gute Leute.
18:13Schön, wenn man sich auf die Leute lassen kann, gell.
18:16Sagen Sie mal, Frau Bernauer.
18:18Ja?
18:18Ist bei Ihnen eingebrochen worden?
18:20Krass.
18:21Nein, ein kleines Malheur.
18:22Ist mir beim Umtopfen passiert.
18:24Hm.
18:29Ich geh noch mal zum Hartl.
18:30Da brauchen Sie nicht weggehen.
18:32Das ist ein bisschen gescheitem Oberschein und dann mit einem mittelscharfen Senf, gell,
18:35oben und drunten einschmieren und Ski einbacken, gell.
18:38Tag, Herr Hartl.
18:39Martina.
18:40Ich hätte eine Bitter in Sie.
18:42Ja.
18:42Geil kümmere später.
18:43Da, für dich.
18:44Was kann ich für euch da?
18:46Folgendes.
18:47Könnten Sie sich mal die Villa von einer Frau Erika Bernauer ansehen?
18:50Hört schon, die Witte von den Möbelriesen.
18:52Uns würde brennend interessieren, ob da eingebrochen worden ist.
18:54Ja, kann ich schon machen.
18:56Wo ist denn die Villa?
18:57Im Kreuz.
18:58Ake.
18:59Wieso Ake?
19:00Weil da in der letzten Zeit öfter Einbracher waren es in der Gegend.
19:03Sehr schön, Herr.
19:05Aber Bernauer kann ich mich an keine Anzeige erinnern.
19:08Aber ich schaue schon nach, gell.
19:09Mach ich.
19:10Für dich ist es so gut, dass es schriftliche Aufzeichnungen gibt, gell.
19:13Danke.
19:19Ah, Herr Hofer.
19:20Herr Hansen.
19:21Haben Sie das Alibi vom Neubauer überprüft?
19:23Ja, selbstverständlich.
19:24Der war bis 21.30 Uhr in Ried.
19:26Sehr gut, Frau Stockl.
19:27Danke.
19:28Halb zehn.
19:29Da müssten wir den genauen Todeszeitpunkt wissen.
19:31Äh, der genaue Todeszeitpunkt war laut Frau Dr. Kern ziemlich exakt gegen 22 Uhr.
19:38Wie lange braucht man von Ried nach Rosenheim?
19:40Viertelstunde, 20 Minuten.
19:42Damit wäre Neubauers Alibi hinfällig.
19:44Allerdings.
19:46Was ist mit der Todesursache?
19:47Ja, das steht alles im Bericht.
19:49Und?
19:51Also, Todesursache war zweifelsfrei der Sturz.
19:53Er hat mehrere Frakturen und Verletzungen an inneren Organen.
19:58Gibt es auch Kampfverletzungen?
20:00Herr Hansen, lesen Sie es halt selber.
20:04Ist doch viel schöner, wenn Sie es uns erzählen, Frau Stockl.
20:06Also?
20:08Also, er hat einen Hämatom am Hinterkopf.
20:11Jemand hat ihn mit einem Schlag in den Nacken betäubt, bevor er ihn über den Balkon gestürzt hat.
20:15Wäre eine Frau in der Lage, diesen Mann zum Balkon zu schleppen und ihn dann übers Geländer zu boxieren?
20:19Wie schwer und wie groß war denn, Herr Seidl?
20:22Äh, 1,70 groß und 64 Kilo schwer.
20:27Na, wenn die Frau ein bisschen trainiert ist, kein Problem.
20:29Na? Oder, was meinen Sie, Frau Stockl?
20:33Also, ein bisschen was könntest du auch selber machen, gell?
20:37Ist gut, Frau Stockl. Danke.
20:39Bitte.
20:42Sie denken an die Frau Bernauer, oder?
20:44Na, warum nicht?
20:45Oder glauben Sie ihr, was sie uns alles aufgetischt hat?
20:48Nicht wirklich.
20:49Aber ich meine, wir sollten herausfinden, wie dringend der Neubauer den Job im Präsidium gebraucht hat.
20:54Sie glauben, dass es in seinem Geschäft nicht so gut läuft?
20:57Na, wäre doch möglich.
20:57Mhm.
21:02Hansen?
21:03Ach, Herr Hartl.
21:05Ja, das ging aber flott.
21:07Und?
21:09Ja.
21:10Interessant.
21:12Ja?
21:12Ja, gut, bis gleich.
21:15Herr Hartl vermutet, dass bei Frau Bernauer eingebrochen worden ist.
21:19Ich fange mal hin.
21:19Ja, das machen Sie.
21:21Ich werde mal schauen, was ich über die Finanzlage von Herrn Neubauer heraus finde.
21:24Machen Sie das.
21:26Jawohl.
21:26Sofort.
21:30Von der Machart her ist das gleiche wie bei den anderen Einbrüchen in der Gegend auch.
21:33Das ist recht primitiv.
21:35Die Scheibe ist mit dem Stein da eingeschlagen worden.
21:38Ist ein Glassplitter drauf?
21:40Mhm.
21:41Durch einen Ton oder Keramiktopf kann die Scheibe nicht zersplittert worden sein.
21:45Definitiv nicht.
21:47Danke.
21:49Schlussschuldigung.
21:52Frau Bernauer, Sie haben mich angelogen.
21:54Das sind eindeutig Einbruchsspuren.
21:57Warum haben Sie es nicht gemeldet?
21:59Ja, warum?
22:00Weil nichts gefehlt hat im Haus.
22:02Ist doch seltsam, dass sich jemand einbricht und nichts stiehlt.
22:04Tja.
22:05Tja.
22:07Sagen Sie mal, war das vor oder nach dem Einbau der Schließanlage?
22:11Kurz danach, glaube ich.
22:12Ach, haben Sie deshalb mehrmals mit dem Herrn Seidel telefoniert?
22:16Ja, genau.
22:17Sie glauben, dass es danach war, aber Sie sind sich sicher, dass Sie deshalb mit dem Herrn Seidel telefoniert haben?
22:22Also, wir würden da ganz gerne mal einen Blick in Ihr Haus werfen.
22:25Ähm.
22:26Wozu?
22:27Sind Sie dazu überhaupt befugt?
22:29Knirrige Frau.
22:30Gefahrenverzug.
22:32Bitte.
22:33Moment, Moment, Moment.
22:39Also, gehen wir es an.
22:41Ja.
22:42Wohl so leicht ist das gar nicht.
22:43Nach was suchen, wo wir gar nicht wissen, ob es da war.
22:45Ja, stimmt.
22:50Aber, ich denke mal, dass Ihr Laptop ganz interessant für uns wäre.
22:56Ah, super, danke.
22:59Ja, ich weiß, das müssen wir unbedingt mal wieder machen.
23:01Kann ich auch so.
23:02Donnerstag oder Freitag oder so.
23:04Ja, ist gut.
23:05Immer happy, gell?
23:06Viertig.
23:08Das war gerade der Lohmeier, mein Spesl von der Bank.
23:10Ja, klar.
23:11Der Neubauer scheint den Job bei uns ziemlich nötig gehabt zu haben.
23:14Geht's ihm so schlecht?
23:15Na ja.
23:16Der hat vor zwei Jahren weitere Schlüsseldienste aufgemacht, hat das Ganze mit Krediten finanziert
23:20und jetzt ist er mit den Rückzahlungen im Strudeln.
23:23Da bin ich immer gespannt, was er uns dazu zu sagen hat.
23:26Ich auch.
23:26Was haben Sie da Interessantes?
23:28Das ist der Laptop von Erika Bernauer.
23:31Bei ihr ist definitiv eingebrochen, laut ihrer Aussage jedoch nichts entwendet worden.
23:35Und das stimmt aber nicht, oder wie?
23:41Sehen Sie mal.
23:44Das sind Angebote von Internetseiten, die Frau Bernauer regelmäßig frequentiert hat.
23:48Offenbar hat sie ein reges Interesse an derartigen Figuren und Devotionalien.
23:52Aber bei sich zu Hause hat sie solche Gegenstände überhaupt nicht rumstehen.
23:56Stattdessen lauter leere Vitrinen, in denen solche Figuren wunderbar Platz hätten.
24:00Natascha, ja.
24:02Die Spusi hat bei ihr zu Hause einen winzigen, goldlegierten Holzsplitter gefunden,
24:06der ziemlich sicher von einem Barockengel stammt.
24:08Ein Experte untersucht das gerade für uns.
24:10Und warum denken Sie, hat die Bernauerin das nicht gemeldet?
24:13Naja, die Internetseiten, die sie besucht hat, sind reichlich dubios.
24:15Also gut möglich, dass es sich dabei um illegale Ware handelt.
24:19Der Hartl arbeitet da gerade dran.
24:21Na super.
24:25Frau Stockel, könnten Sie bitte versuchen, Robert Behnke, den Mitarbeiter von Seidel, zu erreichen?
24:30Mach ich. Was soll ich sagen?
24:32Wir bräuchten die Kundendaten der letzten etwa sechs Monate.
24:35Entweder bringt sie uns vorbei oder sagt, wann wir ihn in der Firma antreffen können.
24:41Selbstverständlich.
24:41Danke.
24:43Neubauer?
24:44Gerne.
24:45Gut.
24:49Herr Neubauer, wir haben Erkundigungen über Ihr Geschäft eingeholt.
24:53Aha.
24:54Ihre Filialen in Transtein und in Brehen laufen nicht besonders gut.
24:58Nein.
24:59Sie haben Probleme mit den Ratenzahlungen an die Bank, ne?
25:02Ja, habe ich.
25:03Entschuldigung?
25:04Ich habe eine ganze Menge an Problemen.
25:07Wenn du nämlich nicht genug verdienst, musst du Mitarbeiter entlassen.
25:10Dann kannst du dann Aufträge nicht fristgerecht ausführen.
25:13Dann verlierst du dann Kunden.
25:14Und dann macht dich die Bank fertig.
25:16Das ist der Kreislauf.
25:17Wenn Sie fest zu uns arbeiten hätten können, wären Sie wahrscheinlich gerettet gewesen.
25:22Ein Versuch wäre es wert gewesen.
25:24Wir haben hier Alibi überprüft, Herr Neubauer.
25:26Und das hat uns leider nicht zufriedengestellt.
25:28Was wollen Sie denn mit dem Alibi? Das ist mir völlig egal.
25:31Aber uns nicht.
25:31Ich habe mit dem Tod Seidels nichts zu tun.
25:44Herein.
25:45Ah, der Herr Benke.
25:47Jetzt haben Sie aber Glück, dass Sie uns doch erwischen.
25:49Die Frau Stocklack sagt, dass Sie die Kundenlisten vom Geschäft brauchen.
25:52Ah ja, genau.
25:55Bitte.
25:56Danke.
25:59Wir hatten ja relativ viele Aufträge in Kreuth.
26:02Kann sein.
26:03Der Chef hat da mal über Werbezettel verteilt.
26:05Da haben wir offenbar bei drauf reagiert.
26:07Da hat sich die ganze Serie von Einbrüchen gegeben.
26:09In Kreuth?
26:10Echt?
26:11Ist mir nicht bekannt.
26:13Als bei Frau Bernauer die neue Schließanlage eingebaut wurde.
26:16Bernauer.
26:18Bernauer.
26:19Ja.
26:21Hortensienweg 8a.
26:22Ach so, ein bisschen ein feinere.
26:24Ja.
26:25Kann mich erinnern.
26:26Haben Sie da bei ihr zufällig Devotionalien gesehen?
26:30Barock, Engel, Kirchenfiguren und dergleichen.
26:33Drinnen im Haus selber war ich eigentlich gar nicht.
26:35Ach so.
26:36Können wir den Ordner behalten?
26:37Mir gehört er auch nicht.
26:38Ist er am Chef seiner gewesen.
26:41Was wird eigentlich aus Ihnen?
26:44Also ich meine, hat es dir irgendwelche Vereinbarungen gegeben zwischen Ihnen und dem Herrn Seidel
26:48im Falle seines Ablebens?
26:50Wegen seinem Laden, dass ich den übernehme oder was?
26:52Genau.
26:53Ach.
26:54Ich werde mir jetzt eine Arbeit suchen müssen.
26:57Vielleicht sogar beim Neubauer.
26:58Falls der jetzt doch den Job falsch kriegt.
27:00Das werden wir dann sehen, ne?
27:03Gut, Herr Benke.
27:04Dann danke ich Ihnen.
27:05Sie können gehen.
27:06Wiederschauen.
27:07Wiederschauen.
27:08Wiederschein.
27:12Der Hartl soll die Kundenliste mit seinen Fällen abgleichen.
27:15Der macht schon den Verabend.
27:17Und für mich wird es auch Zeit.
27:18Die Marie kommt erst morgen aus Hamburg zurück.
27:21Und die Kühe haben Hunger.
27:26Hey, Servus.
27:28Hallo Joe.
27:29Habt ihr aber lang gemacht heute, he?
27:31Manchmal geht es nicht anders.
27:33Du stößt bestimmt auf große Anerkennung.
27:37Bei wem?
27:39Sie hat schon gefragt nach dir.
27:41Du bleibst.
27:44Frau Ortmann.
27:46Guten Abend.
27:47Guten Abend.
27:48Du bist doch bestimmt kein Zufall, dass Sie jetzt da sind.
27:51Nein.
27:51Ich wollte wissen, wie Sie in Ihrem Fall vorankommen.
27:53Und ich wollte nicht nochmal bei Frau Stockel nachfragen.
27:55Ah.
27:56Gibt es was Neues wegen Neubauer?
27:58Ja, er steht weiterhin auf der Liste unserer Verdächtigen.
28:02Ja, das habe ich befürchtet.
28:04Und die Liste ist nicht besonders lang.
28:08Wir haben nur noch zwei weitere Kandidaten im Visier.
28:10Ja?
28:11Ja.
28:13Beziehungsweise eigentlich drei.
28:16Genau genommen haben Sie ja auch ein Motiv.
28:19Was?
28:19Ja.
28:20Jetzt, wo Seidel nicht mehr lebt,
28:22ist ja der Weg frei für Ihren Wunschkandidaten Neubauer.
28:25Das würde doch bestens in Ihr Budgetprogramm einpassen.
28:28Wen wollen Sie eigentlich erheitern?
28:29Mich oder sich selbst?
28:31Beides gleichzeitig, das geht ja wohl nicht.
28:33Sie haben mich doch heute Morgen selbst darauf hingewiesen,
28:35dass wir beide nicht über dasselbe lachen.
28:37So.
28:39Da habe ich was für euch.
28:41Das wird die Laus, die euch zwei über den Leber gelaufen ist,
28:44ganz bestimmt nicht überleben.
28:56Jetzt macht es heute wieder eine super Stimmung, oder?
29:04Frühstückszeit.
29:05Quack, quack, quack, quack, quack, quack.
29:07Dann nehmt es euch selber.
29:12Michi, was gibt es?
29:13Ja, was gibt es denn?
29:13Hier gibt es Menschen.
29:14Und die wüssten gerne,
29:15wenn sie mit dir rechnen dürfen.
29:17Grüß Sie, Adl.
29:17Moin, moin.
29:19Ja, sag halt ungefähr.
29:21Na du, die können sehr bald mit mir rechnen.
29:23Ich bin nämlich schon unterwegs.
29:24Echt jetzt?
29:25Na freilich, wenn ich es dir sage.
29:26Ja, sagst du das schon stimmen.
29:28Gut, Henne, bis bald, servus.
29:30Ja, für dich.
29:32Guten Appetit, ihr Lieben.
29:33Er ist schon unterwegs, sagt er.
29:35Der soll jetzt sein Handy orten, dann wisst ihr es genau.
29:37Jetzt kann ich doch das Handy riechen, dass der noch auf dem Hof ist.
29:41Entschuldigung.
29:42Das sind die Kundendaten vom Seil.
29:44Vielleicht können Sie mir die Reinbrustliste abgleichen.
29:47Selbstverständlich, ja.
29:48Und was haben Sie rausgefunden?
29:51Zweierlei.
29:51Also zum einen, der goldene Holzsplitter,
29:54die wir im Haus von der Bernauhring gefunden haben,
29:56der stammt tatsächlich von einem Mordstromengel aus der Barockzeit.
29:59Dann wird dieser Mordsengel wohl auch in Ihrem Besitz gewesen sein.
30:01Und nicht bloß der.
30:02Ein paar von den Sachen, die als Angebot auf Ihrem Laptop drauf waren,
30:05auch.
30:05Übrigens allesamt gemeldete Raubkunst aus diversen bayerischen Kirchen.
30:09Hm.
30:10Hellerware.
30:11Ja.
30:11Und wenn es bloß ein paar von den Sachen gekauft hat,
30:13dann ist ganz klar, warum sie den Diebstahl nicht gemeldet hat,
30:16weil sie sonst die Aufmerksamkeit auf ihre Schuld lenken wird.
30:18Ja.
30:19Ist nur die Frage, ob das auch etwas mit unserem Fall Seidel zu tun hat.
30:23Hm.
30:24Ja, ich habe da ein paar Figuren erstanden, das gebe ich zu.
30:28Wissen Sie, ich habe schon von klein auf ein Faible dafür.
30:30Und na ja, vielleicht war es auch ein wenig der Reiz des Verbotenen.
30:34Hat der Seidel diese Figuren bemerkt,
30:36als er bei ihnen die Schließanlage erneuert hat?
30:41Hat er oder hat er nicht?
30:42Ich weiß es nicht.
30:45Vielleicht hat er sie ja gesehen und vermutet,
30:46dass es sich dabei um illegale Ware handelt.
30:49Hat er sie erpresst?
30:50Nein, das hat er nicht.
30:52Wie dem auch sei, Frau Bernauer, Sie kommen bitte mit aufs Präsidium.
30:56Herr Hansen, gehen Sie mal bitte her.
31:03Das Kellerfenster holen wir noch mal hochschaut.
31:05Und der Barockengel, um den es da gegangen ist,
31:07der hat da nie und nimmer durchgepasst.
31:09Ja, vielleicht durch eins der Fenster hier.
31:11Durch die ganzen Fenster kennt man nur rein,
31:13genauso wie durch die Tür mit einem Code.
31:15Sie meinen den Code zum entsichern der Schließanlage?
31:17So ist es.
31:18Also wenn Sie mich fragen,
31:19ist der Einbrecher der Prädel bald durch die Tür rein
31:21und auch wieder raus.
31:22Und hernach hat er erst das Fenster eingeschmissen,
31:24dass wie ein Bruch ausschaut.
31:25Und den Code hat natürlich auch der Seidl.
31:27sanft.
31:34Nein.
31:35Herr Wäld.
31:39Herr Warnberger, grüß Sie!
31:44Grüß Gott.
31:46Ja.
31:46Moa.
31:47Moa.
31:47Kümmer sich weiter.
31:53Wissen Sie schon, wer den Herrn Seigl vom Balkon schubst hat?
31:56Nein, das wissen wir leider noch nicht.
31:58Ja, mir ist da nämlich noch was eingefallen.
32:01Also, am Abend vor dem Herrn Seigl, sein Tod, da hab ich nämlich ein Auto gesehen, vorm
32:07Haus.
32:07Aha, ja.
32:09Ein Rutz.
32:13Ja, so ein Flitzer, oben offen.
32:20Können Sie bitte einen Kaffee haben?
32:22Ja, freilich, klar.
32:24Sagen Sie mal, Frau Amperger, haben Sie Ihr Kennzeichen gesehen?
32:29Nein, da hab ich nicht aufgepasst.
32:31Oder, da ist der Kaffee.
32:33Danke.
32:34Oder, ist da wieder gesessen in dem Auto?
32:37Nein.
32:41Wann war das?
32:438.
32:45Wissen Sie was, Frau Amperger?
32:46Gut.
32:46Können Sie mit?
32:47Ich zeige Ihnen jetzt ein paar rote Flitzer, die da oben offen sind.
32:51Können Sie mit?
32:52Ja.
32:53Wir können jetzt da los.
32:54Danke.
32:54Aber auch.
32:55Nehmen Sie mit.
32:56Dankeschön.
33:00Grüß Gott, Herr Hofer.
33:01Grüß Gott, Herr Achtziger.
33:02Kommen Sie jetzt erst?
33:04Sie sind lustig.
33:05Nein, nein.
33:05Ich war Händewaschen.
33:07Wie schaut's aus im Fallzeit?
33:09Schlimm, oder?
33:10Ja.
33:10Frau Ortmann.
33:12Machen Sie sich doch tatsächlich sagen, ob Sie nicht indirekter Anlass für diese Tat
33:15gewesen wäre.
33:16Dabei wären doch eigentlich Sie da schuldig, weil Sie wollten ja den Neubau nicht haben,
33:19gell?
33:20Herr Hofer.
33:21Erzählen Sie mir lieber was über den Fall wissen.
33:23Über den Fall?
33:25Ja, es schaut so aus, dass momentan das Verdachtsspektrum relativ breit gefächert ist.
33:30Herr Hofer, wir könnten dann weitermachen.
33:32Na dann.
33:33Es gibt nämlich Neuigkeiten.
33:34Dankeschön.
33:35Neuigkeiten.
33:36Herr Hofer, ich denke, das interessiert uns jetzt beide.
33:39Mhm.
33:46Frau Bernauer, dass Sie geraubte Kirchenfiguren bezogen haben, haben Sie bereits zugegeben?
33:51Ja.
33:52Und dass Sie auf eine Anzeige verzichtet haben, nachdem Sie ihn geraubt worden waren,
33:56das liegt ja nah.
33:57Aber Sie hatten eine Vermutung, wer Sie geraubt haben könnte.
34:02Alfred Seidel?
34:03Ja.
34:04Es konnte nur er gewesen sein.
34:06Er hatte kurz zuvor die Schließanlage bei Ihnen eingebaut.
34:08Und er hatte den Code, um Sie zu öffnen.
34:12Ja?
34:14Ja.
34:15Deswegen haben Sie noch angerufen.
34:17Und natürlich privat.
34:18Damit da nichts an die große Glocke kommt, ne?
34:21Mhm.
34:23Was wollten Sie von ihm?
34:24Dass er Ihnen die gestohlenen Figuren zurückgibt?
34:27Ja.
34:28Aber er hat's geleugnet.
34:29Er hätte die Figuren nicht.
34:30Ja, ja.
34:31Aber geglaubt haben Sie ihm nicht.
34:32Und deswegen haben Sie ihn immer wieder angerufen.
34:34Ja.
34:35Waren Sie auch bei ihm?
34:37Nein.
34:38Wieso?
34:49Ja.
34:56Ja.
34:56Ja.
34:59Ja.
35:00Also waren Sie bei ihm.
35:03Aber nicht bei ihm in seiner Wohnung.
35:06Ich habe ihn vor dem Haus abgepasst.
35:08Ich wollte einfach persönlich mit ihm reden.
35:11Also was haben Sie gemacht?
35:12Haben Sie versucht, ihn zu bestechen?
35:14Haben Sie ihn unter Druck gesetzt?
35:17Haben Sie ihn vom Balkon gestoßen?
35:18Ich?
35:19Sie sind verrückt.
35:20Sie konnten ihm nichts anhaben.
35:21Sie konnten sie nicht an die Polizei wenden.
35:23Sie waren ohnmächtig.
35:24Wütend.
35:24Haben Sie Herrn Seidel umgebracht?
35:26Ich?
35:27Nein.
35:30Helfen Sie mir.
35:31Ja.
35:33Ich denke, mit einem Anwalt ist Ihnen besser gehalten.
35:39Jetzt ist Ihr Verdachtsspektrum ohne Ihr Zutun ein bisschen länger geworden.
35:43Hm.
35:44Kein ganz erst.
35:45Na ja.
35:45Heute Nachmittag kommt ja Ihre Schwester aus Hamburg zurück.
35:48Haben Sie dann hoffentlich wieder ein bisschen mehr Zeit für uns.
35:51Wer wollt unbedingt, dass meine Schwester nach Hamburg geht?
35:54Das war doch.
35:56Bitte?
35:57Nix.
36:01Quitt?
36:01Mhm.
36:02Mal was anderes.
36:03Was denken Sie über Erika Bernauer?
36:05Ein Motiv hat sie.
36:06Das haben Sie gut herausgearbeitet.
36:08Und zumindest war sie mit Sicherheit in der Nähe des Tatortes.
36:11Aber der Hilferuf am Schluss, das war schon sehr massiv.
36:14Stimmt.
36:15Ich habe übrigens die Kundenlisten vom Seidel mit meinen Einbrüchen abgeglichen.
36:18Das waren insgesamt fünf und bei immerhin drei hat der Seidel die Schließanlage eingebaut.
36:22Also ob das ein Zufall ist?
36:24Ja, schwer zu sagen.
36:25Ja, aber andererseits traut sich das dem Seidel zu.
36:28Was ist denn bei den anderen Einbrüchen gestohlen worden?
36:30Also keine Kunstgegenstände, das ist das Übliche halt.
36:33Bargeld, Uhren, Schmuck und Elektronikartikel so.
36:36Mhm.
36:37Passt das zum Seidel?
36:38Eigentlich nicht.
36:39Und bei ihm zu Hause ist ja auch nichts gefunden worden.
36:41Ja, vielleicht sollte man dann doch wo anderes suchen.
36:43Oder besser gesagt bei jemand anders.
36:45Ja.
36:46Ich suche mir einen Platz zum Arbeiten.
36:47Ja.
36:48Guten Appetit.
36:52Herr Rhein.
36:57Grüß Gott, Frau Ortmann.
36:59Was wollen Sie?
37:02Ich wollte mal nachfragen wegen meines Angebots.
37:05Wie bitte?
37:05Ja, ich weiß, das klingt ein wenig seltsam, aber...
37:09Ja, Sie müssen ja einen neuen Schließdienst beschäftigen und...
37:15Ich könnte die Arbeit wirklich gut gebrauchen.
37:18Herr Neubauer, Sie sind einer der Hauptverdächtigen im Mordfall Seidel.
37:21Ja, das ist mir klar, aber...
37:26Glauben Sie, ich wäre hier, wenn ich den Mord tatsächlich begangen hätte?
37:36Ah, Frau Bofa!
37:38Hallo!
37:39Seid Sie wieder zurück aus Hamburg?
37:40Ja, gerade im Moment angekommen.
37:42Grüß Sie einer.
37:43Sagen Sie mal, ist mein Bruder da?
37:45Der war gerade da und schwupp ist er wieder weg.
37:47Was hätten Sie denn gebraucht?
37:48Ja, blöd.
37:49Äh, unten steht das Taxi und ich habe nicht genug Geld dabei.
37:52Das ist jetzt saudumm, weil ich war halt auch noch nicht auf der Bank, sonst hätte ich sie ja quasi
37:55auslösen können.
37:56Ja, solange die Ermittlungen nicht abgeschlossen sind, kann ich Ihnen da gar nichts sagen.
38:00Aber Sie denken an mich.
38:01Allerdings.
38:02Hallo, Frau Ortmann.
38:04Bitteschön.
38:05Bitteschön.
38:06Bitteschön.
38:06Frau Hofer, wieder da.
38:08Ja, Sie.
38:09Die Frau Hofer hat einen Engpass.
38:11Unten steht das Taxi und das müsste bezahlt werden, sie hat aber kein Geld dabei.
38:14Äh, ein bisschen was schon.
38:16Ja, ich erledige das.
38:17Mei, super.
38:18Sie kriegen es natürlich wieder.
38:22Hat sie was?
38:22Hauptsache sie gezahlt, oder?
38:24Ist der der 80er da?
38:25Der ist in seinem Büro.
38:27Wiederschauen?
38:27Wiederschauen.
38:29Also, super ist angekommen unsere Bramsrede.
38:32Was habe ich Ihnen gesagt?
38:34Wir haben aber auch viel Arbeit reingesteckt.
38:36Das kann man wohl sagen.
38:38Ach ja.
38:39Und wer glaubens, dass im Publikum gesessen ist?
38:42Lass es mich raten.
38:44Herr Lind und Frau Roloff?
38:47Ja.
38:48Ach, haben Sie die beiden engagiert?
38:51Ich habe Ihnen Einladungskarten geschickt, damit Sie ein bisschen Unterstützung haben.
38:55Wenn Sie selber schon nicht hingehen.
39:03Ah, und?
39:04Volltreffer.
39:05Sie haben recht gehabt.
39:07Der ist ziemlich groß im Original.
39:08Der hätte unmöglich durchs Kellerfenster gepasst.
39:10Wundert mich nicht.
39:11Ist ja der heilige Korbinian.
39:13Gell?
39:16Und der Täter?
39:17Sie müssen schon mit mich hier hinten sein.
39:22So, Robert.
39:24Setz dir doch her.
39:31Herr Bienke.
39:34Diese Kunstgebungsstände aus der Sammlung von Frau Bernauer haben wir im Keller in
39:37das Haus des Siegel bestellt.
39:38Hm.
39:39Kann ich schlecht was dagegen sagen.
39:41In einigen anderen Häusern, in der Nachbarschaft von Frau Bernauer wurden ebenfalls Einbrüche
39:47verliebt.
39:47Ich weiß.
39:48Aber damit habe ich nichts zu tun.
39:51Das war ich nicht.
39:53Ich habe bloß in der Zeitung davon gelesen.
39:55Und dann sind Sie auf die Idee gekommen, das gleiche wie bei der Frau Berna Hauptsitz sind?
40:00Ja.
40:01Dort haben Sie zuvor mit Ihrem Chef Alfred Seidel eine neue Sicherheitsanlage installiert.
40:06Ja.
40:07Sie kamen in den Kot für die Schließanlage und haben sich so begreift, Zutritt zu Ihrem
40:11Hausverschaft.
40:11Ja.
40:12Und die Einbruchspuren haben Sie anschließend figiert.
40:15Hm.
40:16Sie haben Frau Bernauer sehr gezielt bestohlen.
40:19Dass die Figuren da nicht ganz sauber waren, das hat man immer gleich denkt.
40:23Normal steht so etwas in der Kirche und nicht im Wohnzimmer.
40:26Schaust du halt dann im Internet nach und dann weißt das genau.
40:29Da haben Sie gedacht, wenn das Heelerware ist, dann kann die Frau Bernauer den Einbruch schlecht
40:33sagen sein übernehmen.
40:34Hm.
40:35Hm.
40:36Wie ist Ihnen der Herr Seidel eigentlich auf die Schliche gekommen?
40:38Naja.
40:40Weil die Frau Bernauer Ihnen angegangen ist, von wegen ob er hinter dem Einbruch steckt
40:43bei ihr.
40:45Da hat er gewusst, dass er es nicht war.
40:47Und da hat er dann vollgerichtig auf Sie getippt?
40:49Ja.
40:52Naja.
40:52Er hat mich natürlich gefragt, ob ich die anderen Einbrüche gemacht habe.
40:55Aber das war ja nicht der Fall.
40:57Aber er hat Sie nicht geglaubt?
40:59Na sowieso nicht.
41:00Er hat gesagt, ich soll die Sachen wieder zurückgeben.
41:03Ich frage Sie bloß wie, wenn ich es nicht habe.
41:06Dann hat er obendrein von mir verlangt, dass ich mich selbst anzeige.
41:08Sonst hätte er es getan.
41:10Ja.
41:12Das war natürlich der Horror.
41:14Die Vorstellung ins Gefängnis.
41:19Also bin ich halt nochmal zu ihm hin.
41:22Nur um mit ihm zu reden.
41:24Die war so strikt.
41:27Er war so stur.
41:30Nichts zu machen.
41:33Und dann habe ich halt irgendwie rot gesehen.
41:36Rot gesehen, aber trotzdem kühl genügt geblieben, um den Mord an Ihrem Chef als Selbstmord zu tagen.
41:40Herr Benke, Sie sind vorhin nicht festgenommen, wegen des Tränen und dem Tatvertrags
41:43der Mord zu haben.
41:45Welche Apfel?
41:46Robert.
41:47Entschuldigung.
41:48Herr Benke, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
41:55Tja, Herr Hartl.
41:57Den Herrn werden Sie uns überlassen müssen.
41:59Dann suche ich halt weiter.
42:01Ich habe eh nichts Besseres vor.
42:04Tja.
42:06Mit der Firma Seidl ist es vorbei.
42:08Da wird sich das Präsidium doch wirklich einen neuen Schlüsseldienst suchen müssen.
42:12Ach, das wird die Frau Ortmann freuen.
42:14Bestimmt.
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