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  • vor 8 Stunden
Die Rosenheim-Cops (166) Staffel 9 Folge 12 - Irren ist mörderisch
Die Rosenheim-Cops (166) Staffel 9 Folge 12 - Irren ist mörderisch
Die Rosenheim-Cops (166) Staffel 9 Folge 12 - Irren ist mörderisch
Die Rosenheim-Cops (166) Staffel 9 Folge 12 - Irren ist mörderisch
Die Rosenheim-Cops (166) Staffel 9 Folge 12 - Irren ist mörderisch

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Kurzfilme
Transkript
00:18Es gibt Menschen, die ihr mein Talent zu packen.
00:21Sag mal, wie soll ich denn da vorbeikommen?
00:23Hey, Burkhard!
00:26Burkhard!
00:27Sag mal, hältst du da ein Micke hin oder was?
00:31Ach, du große Gott!
00:42Auweia!
00:46Ja?
00:48Guten Morgen, Frau Stocke!
00:50Guten Morgen, Frau Ortmann!
00:52Die Herren sind noch nicht da?
00:54Nein!
00:55Und wissen Sie was? Ich genieße die Ruhe am Morgen!
01:00Die kriege ich am allermeisten weg!
01:04Schauen Sie, geht schon los!
01:10Kipper Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott!
01:11Hier ist der Ferdinand Reischl!
01:13Ja, der Herr Reischl!
01:15Grüße Sie, das ist ja eine Überraschung!
01:16Ich hätte da eine Leiche zu melden!
01:18Ja, aber Herr Reischl, wir machen bei uns hier reden über sowas keine Witze!
01:22Das ist keine Witze, hier ist wirklich einer Tod!
01:23Ach so, ja!
01:24Und wo ist das?
01:26Frau Pinian!
01:28Was ist denn schon wieder?
01:33Geweide!
01:35Glaubst du das?
01:36Da, das hast du wieder umeinander liegen lassen!
01:38Die Frau Stockel!
01:39Danke, Schüßte, Herr!
01:40Ja!
01:42Frau Stockel, was ist?
01:44Es ist gerade sehr ungünstig!
01:47Ja, ich weiß schon!
01:49Also, wo ist es?
01:54Sag einmal, warum bist du denn so aufgebrezelt?
01:56Ich müsste es da eigentlich am besten wissen!
01:59Heuer ist doch die Präsidiumskonferenz der Bayerischen Landespolizei!
02:02Und was hat das mit dir zu tun?
02:04Zu Ehren der Polizeipräsidenten von Bayern hat der Bürgermeister zum Empfang geladen!
02:08Ja, und heute Abend gibt es ein Fest!
02:10Das ist ja schön!
02:11Nur schade, dass du da leider nicht hingehen kannst!
02:14Wieso nicht?
02:15Weil du heute Abend Stahldienst hast!
02:17Jetzt hör auf!
02:19Das mit heute Abend haben wir doch schon hundertmal besprochen, glaubst du das?
02:21Einen Schmarrn haben wir, da kann ich mich nicht daran erinnern!
02:23Dein Problem!
02:24Ich muss los, ich habe einen Empfang!
02:25Ja, an mir haben wir Leich!
02:26Erzähl mir was Neues!
02:28Wegen heute Abend reden wir nochmal!
02:29Du wirst nicht, was es da noch zu reden gibt!
02:31Du machst den Stahl!
02:40Ich meine, ich hätte auch vorbeifahren können, gell?
02:42Da wäre ich sehr enttäuscht gewesen, Herr Reischel!
02:44Ah, Herr Linz!
02:46Herr Linz, wenn Sie brauchen, ich habe...
02:47Ich bin gleich bei Ihnen, Herr Reischel, Moment!
02:49Herr Linz, folge ich das!
02:50Ja, also der Herr Reischel wollte heute Morgen in die Stadt fahren und da ist er da vorbeigekommen!
02:54Und da hat er das Auto stehen gesehen und da ist ihm irgendetwas komisch vorgekommen!
02:57Da ist er hingegangen und schaut selber!
02:59Grüß Gott, Herr Linz!
03:00Grüß Gott, Herr Doktor!
03:02Guten Morgen!
03:03Und, wie schaut's aus?
03:04Er wurde mit drei Kugeln regelrecht hingerichtet, alle drei im Brustbereich.
03:08Er muss sofort tot gewesen sein.
03:10Können Sie was über den Todeszeitpunkt sagen?
03:12Es muss gestern Abend passiert sein, aber genaueres nach der Obduktion.
03:15Danke, Frau Doktor!
03:17Und ist das der Herr Riedl, der Anwalt, der hier wohnt?
03:20Nein!
03:21Nein, das ist er nicht!
03:23Das ist zwar das Auto von Herrn Riedl und das Haus von Herrn Riedl und das ist auch der Assistent
03:28von Herrn Riedl,
03:29aber ich weiß leider nicht, wie er heißt.
03:31Aha!
03:32Schaut's einmal, die Scheiben sind alle verdunkelt, vorn wie hinten.
03:34Da spiegelt man sich total drin.
03:36Der Täter hätte gar nicht sehen können, wer da drin sitzt.
03:38Das heißt, er muss da annehmen, dass es der Riedl ist?
03:40Ja.
03:40Ja, und wo ist er dann?
03:42Das weiß ich nicht.
03:43Dann kümmern Sie sich doch bitte drum, ja?
03:44Jawohl!
03:46Was ist denn hier los?
03:48Da ist er gesperrt.
03:50Halt bleiben stehen, da können Sie nicht durch.
03:51Darf ich bitte in mein Haus?
03:52Äh, das ist der Herr Riedl.
03:54Hallo, Burkhardt.
03:55Ja, servus, Ferdinand.
03:57Aha, passt schon, können wir es mal weiter an Dr. Riedl?
04:00Oh Gott, was ist denn hier passiert?
04:02Das ist Röpthofer, ich bin Rosenheim, das ist mein Kollege Lind.
04:05Können Sie bestätigen, dass das Ihr Assistent ist?
04:14Das ist mein Assistent, Heiko Klein.
04:19Bitte.
04:21Ich komme gerade aus München, in der Jahreshauptversammlung der Stein AG.
04:25Warum sind Sie nicht mit dem Auto gefallen?
04:27Ja, das haben mir Ihre lieben Kollegen abgeschläppt.
04:31Offensichtlich stand ich im Halteverbot, keine Ahnung.
04:33Naja, so konnte ich die Bahn nehmen, bitte setzen Sie sich.
04:36Danke.
04:38Warum ist der Herr Klein in Ihrem Wagen süßlich?
04:41Weil ich ihn darum gebeten habe, das Auto bei der Polizei abzuholen.
04:44Aber in der Regel fahren schon Sie selbst Ihren Wagen?
04:46Ja, selbstverständlich.
04:47So weit ist ja noch nicht.
04:49Warum sind Sie heute erst zurückgekommen?
04:52Nach einer solchen Aktionärsversammlung ist es üblich, dass man hinterher noch ein bisschen feiert.
04:58Die Stein AG ist eine wichtige Mandantin, da musste ich Präsenz zeigen.
05:02Da habe ich mir lieber gleich ein Zimmer genommen.
05:05Folgendes, Herr Wiedl.
05:08Wir müssen davon ausgehen, dass der Anschlag eigentlich Ihnen gegeben hat.
05:14Sie meinen, dass der eigentlich mich umbringen wollte?
05:18Genau.
05:19Ihr Wagen hat dunkle Scheiben.
05:20Der Täter hat gar nicht sehen können, wer da drinnen ist.
05:23Und da es sich um Ihr Auto handelt, würde er wahrscheinlich nicht gedacht haben, dass Sie drun sitzen.
05:28Ich gucke aber, das kann ich jetzt wirklich noch nicht glauben.
05:34Haben Sie irgendwelche Feinde, denen Sie das zutrauen würden?
05:37Ja, sicherlich.
05:40Gibt es Leute, die mich nicht mögen.
05:42Das bringt der Beruf des Anwalts halt so mit sich.
05:45Aber dass die mich dann gleich umbringen wollen, na.
05:47Ja, trotzdem.
05:50Besser, wir teilen Ihnen einige Beamte zu, die für die Sicherheit verantwortlich sind, bis der Fall geklärt ist.
05:57Meinst du, dass das nötig ist?
05:59Wir wollen zumindest kein Risiko eingehen.
06:00Ja.
06:02Na gut.
06:03Danke.
06:05Vielen Dank.
06:05Herr Riedl, wissen Sie was über Angehörige von Herrn Klein, also Verwandte, Freundinnen oder sowas?
06:13Ja, die Frau Schäfer.
06:15Das ist seine Freundin.
06:17Haben Sie vielleicht eine Nummer von ihm?
06:18Ja, sicher.
06:23Frau Schäfer, wir müssten Ihnen einige Fragen stellen.
06:26Wäre das jetzt möglich?
06:31Ihr Lebensgefährte, der Heiko Klein, war der persönliche Assistent von Dr. Riedl, ja?
06:37Ja.
06:38Hat er irgendwas erzählt über Schwierigkeiten in der Kanzlei?
06:42Hat er persönliche Feinde gehabt?
06:46Nein, überhaupt nicht.
06:48Am Anfang war er super happy gewesen, den Job in der Kanzlei bekommen zu haben.
06:54Und dann?
06:57Ja, ich habe gesagt, es ist Ihnen da mit der Zeit schon auf die Nerven gegangen.
07:00Als er da als ausgebildeter Jurist alles machen musste.
07:04Was meinen Sie da?
07:06Er musste sich auch immer mehr um die Privatangelegenheiten von Dr. Riedl kümmern.
07:11Wir denken eigentlich, dass der Anschlag Herrn Riedl galt.
07:15Hat Ihr Freund mal irgendwas erzählt, dass sein Chef Schwierigkeiten mit jemandem hatte?
07:20Nein.
07:21Also zum Beispiel mit aufgebrachten Mandanten oder Drohungen von Prozessgegnern oder von Kollegen sogar, irgend sowas.
07:29Nein.
07:31Heiko hat mir nur erzählt, dass die andere Anwältin, die auch für den Dr. Riedl arbeitet, sich selbstständig machen wollte.
07:39Welche andere Anwältin?
07:42Isabel Mahler heißt sie.
07:44Und warum wollte die bei ihm aussteigen? Wissen Sie das?
07:48Anscheinend kam sie wohl mit der Art vom Riedl nicht zurecht.
07:51Und seit der Geburt ihres Kindes gab es wohl öfters zu Streit, da reinzuschniehen.
07:56Kann ich blieb jahrzehnt, sogar mal geoffheigt.
07:59Ja, schön.
08:02Wissen Sie was darüber, wie konkret die Pläne von dieser Frau Mahler sind?
08:09Soweit ich weiß, hat sie schon Büroräume gemietet.
08:12Und Ihr Freund? Der Heiko, wollte der mit dir mitgehen?
08:18Wir haben schon darüber nachgedacht.
08:27Entschuldigung.
08:31Ich kann Ihnen Ihre Nummer aufschreiben, wenn Sie wollen.
08:34Sagen Sie, diese Akten sind das Sachen, an denen Herr Klein gerade gearbeitet hat?
08:38Ja.
08:39Dürften wir die vielleicht mitnehmen?
08:41Ja, gerne.
08:43Nicht gerade üppig, was Sie bis jetzt über den Riedl haben.
08:46Ja.
08:47Vielleicht hat das sich ja in der Vergangenheit einmal mit jemandem überworfen, das ist ihm gar nicht mehr präsent.
08:51Soll vorkommen bei Anwälten.
08:53Ja, wir sollten mal seine letzten Fälle schicken.
08:55Wir?
08:56Das heißt ich.
08:58Oder etwa Sie.
09:00Vielleicht die Frau Stockl?
09:01Ach so.
09:02Das bringen Sie ja aber bei.
09:04Okay.
09:08Grüß Gott, Frau Stockl.
09:09Grüß Gott, Herr Hofer.
09:10Können Sie bitte bei der Staatsanwaltschaft anrufen und die Prozessakten der Fälle anfordern, an denen der Dr. Riedl beteiligt war?
09:18Ja, suchen Sie da was Spezielles?
09:20Genau genommen in irgendeinem Prozess, bei dem er sich so derartig in die Nesseln gesetzt hat, dass ihn jemand dafür
09:25umbringen will.
09:26Woher soll ich wissen, wo er sich in die Nesseln gesetzt hat?
09:29Jetzt lassen Sie erst einmal die Akten kommen, dann schauen wir mal.
09:32Dann sehen wir schon.
09:34Ähm, Frau Stockl?
09:35Ja?
09:37Ja.
09:39Ja.
10:07Dann sehen Sie der Kanzlei Riedl, ja? Hier ist die Adresse.
10:10Im Waldweg ist ein silbernes Auto gestanden.
10:15Leider hat sich der Herr Wenger die Automarke auch nicht gemerkt.
10:18Dann sollten wir auf jeden Fall das Waldstück durchsuchen lassen.
10:20Habe ich schon veranlasst.
10:22Super, Mö.
10:23So, die Frau Mahler kommt in einer halben Stunde.
10:26Danke, Frau Stockl.
10:27Ach ja, und die Frau Dr. Kern hat angerufen, sie wäre auch soweit.
10:30Danke, Frau Stockl.
10:31Und vorher soll es noch zum 80er kommen, gell?
10:34Ja, meine Herren, Sie wissen ja, dass wir im Moment die bayerischen Polizeipräsidenten in Rosenheim zu Gast haben.
10:41Jetzt können Sie sich denken, dass der Mordfall Kleintagesgespräch ist.
10:45Jetzt sollten wir natürlich den Fall schon gelöst haben.
10:48Ja, wie schaut es denn aus? Haben wir schon was?
10:51Ja, wir gehen im Augenblick davon aus, dass der Mordanschlag eigentlich dem Anwalt Dr. Riedl geworden hat.
10:56Ach so, wie das?
10:57Na ja, der hat getünnte Scheiben, also hat der Täter nicht erkennen können, wer da am Steuer gesessen ist.
11:02Das heißt, er musste davon ausgehen, dass es der Riedl war.
11:05Na ja, das ist ja schon was. Halten Sie mich auf jeden Fall auf dem Laufenden.
11:08Notfalls sprechen Sie mal auf die Mailbox.
11:09Machen wir.
11:11Ach, Herr Lind, noch auf ein Wort. Herr Hofer, danke.
11:17Ja?
11:18Ah, Herr Hofer, das sind die Gerichtsakten vom Riedl. Kannst du mir vielleicht helfen?
11:23Schwerlich.
11:25Äh, ja. Und da können wir uns auch dann gleich zu arbeiten anfangen, gell?
11:28Ja.
11:29Ja, außer geht's schon viel leichter.
11:32Das ist ja toll für Herrn Hansen.
11:33Ja, aber übermorgen ist er bereits wieder hier.
11:37So, das heißt, meine Zeit hier läuft ab.
11:41So leid's mir tut, aber...
11:43Ja, vielleicht brauchen wir Sie ja bald wieder.
11:45Sie wissen, Sie sind immer gern bei uns gesehen.
11:48Freut mich, danke.
11:50Herr Achtzinger, tun Sie mir bitte den Gefallen und hängen Sie es nicht so an die große Glocke, ja?
11:54Ich will keine Abschiedszeremonie oder sowas.
11:57Ja, verstehe. Kein Problem.
11:59Herr Doktor?
12:00Oh, hallo, wo ist denn Ihr Kollege?
12:02Ich dachte, er wäre hier.
12:03Nein.
12:04Ja, auch gut.
12:07Also, wie bereits vermutet, ist er an den Folgen der drei Einschüsse im oberen Brustbereich gestorben.
12:13Zwei Projektile durchschlugen den Körper und sind im Auto stecken geblieben.
12:17Offenbar wollte da jemand auf eine Nummer sicher gehen.
12:20Sie wurden so deformiert, dass es keinerlei Hinweise gab, außer, dass es eine 9 Millimeter war.
12:25Hm, schade.
12:27Das dritte Projektil...
12:29...hab ich im Körper sichern können.
12:32Hm.
12:33Wenn Sie die Waffe finden, können Sie damit eindeutig ballistisch identifiziert werden.
12:36Das ist doch schon was.
12:38Können Sie was zum Todeszeitpunkt sagen?
12:40Oh.
12:41Ich gehe davon aus, dass er...
12:44...elf Stunden dort gelegen hat.
12:46Elf Stunden?
12:55Hm, hm.
12:55Hier sind Sie.
12:56Bei der Arbeit.
12:58Was sagt die Frau Doktor?
13:00Wir haben ein verwertbares Projektil und ein Todeszeitpunkt um 20.30 Uhr.
13:04Das war es auch schon.
13:05Na ja, immerhin.
13:07Ich habe hier was gefunden.
13:09Ja?
13:10Pass uns auf.
13:10Der Doktor Riedl hat vor zwei Jahren einen gewissen Marco Neumann in einem Konkursverfahren vertreten.
13:16Der Neumann musste dann am Ende wegen Konkursverschleppung für ein Jahr in den Bau.
13:20Interessant daran ist, dass es zwischen dem Neumann und dem Riedl überhaupt nicht funktioniert hat.
13:52Wieso?
13:54Ich habe hier eine Woche erst eine Woche aus der Haft entlassen.
13:56Der arbeitet jetzt in einem Natursteingroßhandel in der Bruno Gimpel-Allehen.
14:00Sehr gut.
14:01Und diesen Herrn Neumann, den möchte ich mir jetzt mal anschauen.
14:04Kommen Sie mit?
14:05Nein, die Frau Mahler kommt gleich.
14:07Und außerdem wollte ich mir nochmal die Akten vornehmen, die wir von Klein mitgenommen haben.
14:10Ich finde es schön, dass ich nicht der Einzige bin, der hier Akten studiert.
14:15Sonst können Sie mir sagen, wo der Herr Neumann ist.
14:18Ja, das ist der Neue. Der steht da hinten.
14:20Super, danke.
14:21Bitte.
14:22Servus.
14:25So, Frau Mahler.
14:27Sehr.
14:30Darf ich Ihnen irgendwas anbieten? Kaffee, Wasser?
14:32Verstehen Sie mich bitte nicht falsch.
14:34Aber ich wäre froh, wenn wir das hier so schnell wie möglich hinter uns bringen.
14:38Ja, das ist ganz in meinem Sinne. Dann nehmen Sie doch Platz, bitte.
14:43Sie sind Anwältin in der Kanzlei von Dr. Riedl, ja?
14:47Ja.
14:49Wir gehen davon aus, dass der Täter eigentlich Herrn Riedl ermorden wollte.
14:55Fällt Ihnen irgendjemand ein, der einen Grund hätte, Ihren Schiff umzubringen?
14:59Er ist Anwalt.
15:00Da kommt praktisch jeder in Frage, gegen den er in den letzten 30 Jahren prozessiert hat.
15:07Wie ist Ihr Verhältnis zu Dr. Riedl?
15:10Wir haben gehört, dass Sie die Kanzlei verlassen wollen.
15:13Wie kommen Sie denn darauf?
15:16Sie haben angeblich schon Büroräume gemietet.
15:18Ich weiß nicht, woher Sie diese Informationen haben.
15:21Durch Frau Schäfer. Sie hat uns erzählt, dass Sie Herrn Klein gefragt hätten, ob er mitkommen will.
15:26Ach, das?
15:27Ja.
15:28Ja.
15:30Ich habe mal mit dem Gedanken gespielt, ihn dann aber sehr schnell wieder verworfen.
15:34Ich habe Herrn Dr. Riedl seit einem Jahr nicht mehr gesehen.
15:37Wir wissen, wo Sie letztes Jahr waren.
15:39Was wir nicht wissen, ist, was Sie gestern Abend gemacht haben.
15:42Ah, da kommen die direkt zu mir. Wollt mich wieder einbuchten, gerade wo ich raus bin.
15:47Sagen Sie einfach, was Sie gestern Abend gemacht haben.
15:50Ich war hier, ich habe gearbeitet.
15:52So, hier.
15:54Das ist ja schön. Da gibt es bestimmt eine Menge Leute, die Sie gesehen haben und das bezeugen können.
15:59Okay, okay.
16:01Ich war zu Hause allein.
16:03Na, also.
16:05Gab es einen bestimmten Grund, warum Sie sich von Dr. Riedl trennen wollten?
16:10Es war einfach dieser verführerische Gedanke, mein eigener Chef zu sein.
16:15Und Sie hätten genügend Mandanten gehabt, um sich selbstständig zu machen.
16:18Hören Sie, der ein oder andere Klient hätte sicherlich die Kanzlei gewechselt.
16:23Warum haben Sie sich denn umentschieden und sind bei ihm geblieben?
16:26Herr Lind, ich weiß nicht genau, was...
16:31Wegen meinem Kind.
16:33Ich bin vor drei Monaten Mutter geworden.
16:36Und ich habe mich für die Sicherheit entschieden.
16:38Verstehe.
16:41Und jetzt muss ich Sie fragen, wo Sie gestern zwischen 20 und 22 Uhr war.
16:46Bei meinem Baby. Zu Hause.
16:50Ihr Mann kann das bestätigen?
16:51Nein, das kann er nicht.
16:53Er kommt erst in zwei Wochen wieder. Er ist auf Geschäftsreise.
16:56Ja, dann haben wir es schon hinter uns gebracht.
17:02Warum hat eigentlich der Herr Riedl damals sein Mandat niedergelegt?
17:05Im Gerichtsprotokoll steht, dass Sie ihn dafür verantwortlich machen, dass Sie den Prozess verloren haben.
17:09Hören Sie doch auf, das ist der Schnee von gestern.
17:11Die Firma ist weg.
17:13Du hast vorbei, das Leben geht weiter. Was geht Sie das überhaupt an?
17:16Es geht darum, dass Sie Ihr Motiv haben.
17:19Was genau werfen Sie dem Herr Riedl vor?
17:22Ich konnte mir das Präsidium nehmen, wenn Ihnen das lieber ist.
17:27Naja, aus meiner Sicht hätte er die Firma retten können vor Gericht, wenn er sich ein bisschen mehr angestrengt hätte.
17:31Aber deswegen bringe ich doch keinen um.
17:33Auch nicht, wenn Sie alles verlieren und ins Gefängnis müssen?
17:37Hören Sie, dass ich die Firma verloren habe, das hat verschiedene Gründe.
17:40Und die meisten habe ich mir selber zuzuschreiben.
17:43Jetzt entschuldigen Sie mich bitte, ich muss weiterarbeiten.
17:59Was haben wir denn da?
18:04Das Paternity Test?
18:08Äh, Frau Stockel?
18:09Ja?
18:10Versuchen Sie doch bitte mal, einen Hofer zu erreichen.
18:13Ach, ja.
18:20Herr Link, wie war das Gespräch mit der Frau Mahler?
18:22Naja, sie versucht den Streit mit Riedl natürlich runterzuspielen.
18:25Angeblich will sie gar keine eigene Kanzlei aufmachen.
18:27Interessant.
18:28Hm, ich glaube das nicht ganz.
18:30Frau Stockel überprüft gerade alle Rosenheimer Makler, vielleicht ist ja an der Geschichte doch irgendwas dran.
18:35Gute Idee.
18:36Herr Hofer, weswegen ich eigentlich anrufe?
18:38Moment.
18:39Ich habe gerade was sehr Interessantes entdeckt, und zwar in den Unterlagen, die wir von Kleinen mitgenommen haben.
18:44So, was denn?
18:45Einen positiven Vaterschaftstest, der in Holland gemacht wurde.
18:48Unser Herr Riedl scheint Vater eines Kindes zu sein, nur leider steht weder der Name der Mutter noch der des
18:54Kindes drauf.
18:55Da, schau her. Wir sollten mit ihm reden.
18:57Das tun wir. Wir sehen uns da, okay?
19:00Alles gut.
19:01Ja, bis gleich.
19:01Bis gleich. Servus.
19:06Ja, es gibt auch Unterhaltsforderungen gegen mich, und ich wollte rausfinden, ob die berechtigt sind.
19:14Ich muss Sie aber bitten, diese Angelegenheit streng vertraulich zu behandeln, ja?
19:18Ja, und warum lagen diese Unterlagen bei Ihrem Assistenten?
19:23Äh, ich hatte Heiko gebeten, sich diskret um diese Sache zu kümmern.
19:28Wollte natürlich nicht, dass dieser Vorgang einfach offen in der Kanzlei rumliegt und jede Sekretärin darin lesen kann.
19:34Und wer ist die Mutter des Kindes?
19:36Nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich glaube, das ist meine Privatsache.
19:39Ich kann Ihnen aber versichern, dass der Mörder nicht aus dieser Ecke kommt.
19:42Das würden wir schon gern selbst entscheiden, Dr. Riedl.
19:49Ich werde Ihnen den Namen dieser Frau nicht nennen.
19:54Tut mir leid.
19:58Auch recht.
20:00Dann finden wir den eben selber raus.
20:02Wiederschauen.
20:03Aber die Ehre.
20:05Warum sagt der Riedl nicht, wer die Mutter ist?
20:09Gentleman genießt und schweigt.
20:10Obwohl auf ihn geschossen worden ist.
20:12Also ich meine, wenn da ein gehörnter Ehemann im Spiel ist und damit ein Mordmotiv vorhanden ist,
20:17also das wäre doch zu seinem eigenen Schutz, wenn er es den Namen nennen würde.
20:20Du hast recht.
20:21Ja, wir sehen uns im Büro.
20:23Ja.
20:27Der Reischl scheint ihn ja gut zu kennen.
20:28Fragen wir den doch mal.
20:29Das machen wir.
20:31Er sagt doch mal, seid ihr immer noch da.
20:33Die Stockle sind auch schon weg.
20:34Die hat doch eh gleich Zeit.
20:36Aber wir gehen auch gleich.
20:37Wie schaut es mit dem Waldstück aus?
20:40Nichts gescheit.
20:40Wir haben alles durchsucht.
20:42Aber keine auffälligen Spuren, keine Fundstücke, rein gar nichts.
20:45Und der Händler?
20:46Da ist es wiederum ganz anders.
20:48Jede Menge Reifenspuren, aber wieder so viele, dass man nichts damit anfangen kann.
20:52Nicht gerade sehr ergiebig.
20:53Hallo Herr Reischl, hier ist Christian Lind.
20:55Herr Lind, grüß Gott.
20:57Ich würde Sie gerne zum Frühstück einladen morgen.
21:00Einladen?
21:00Na ja, also, das lasse ich mir nicht zweimal sagen.
21:03Wie wäre es um neun im Times Square?
21:07Ja, alles klar.
21:08Das passt.
21:09Bis morgen.
21:10Ciao.
21:12Also morgen früh um neun im Times Square.
21:14Na, das passt nicht.
21:15Da kommt der Härtl.
21:16Darf ich mich weiter leiden, Herr Reischl?
21:18Wunderbare Idee.
21:20Wenn ich ja nichts mehr habe, ich muss los.
21:21Meine Kühe warten auf mich.
21:25Dann haben Sie auch irgendwelche Tiere, die auf Sie warten.
21:27Nein.
21:28Und kurz mit.
21:40Sag einmal, du bist ja immer noch am Wurschteln.
21:42Na, was bleibt mir anders übrig, wenn du mich im Stich lässt?
21:45Greifen wir mit an.
21:50Und?
21:50Wie war dann dein Empfang?
21:53Anstrengend.
21:54Mei, du Arme, du tust mir leid.
21:56Die halten einen ganz schön auf Trab, die Herren Polizeipräsidenten.
21:59Du hast mir nicht gesagt, du hast den 80er auch gesehen.
22:02Aha.
22:03Aber ein bisschen komisch war er.
22:04Wieso?
22:05Na ja, ich hab ihn gefragt, wann denn eigentlich der Lind geht.
22:08Weil die sechs Wochen sind noch rum und der Hansen müsste jetzt wieder kommen.
22:11Ist schon wieder so weit.
22:12Freilich, die Regatta ist doch vorbei.
22:14Übrigens hat der Hansen sogar den vierten Platz gemacht.
22:17Das tust du schon wieder alles weiß.
22:18Du musst doch mal ins Internet schauen, da kannst du alles nachlesen.
22:21Was hat er gesagt, der 80er?
22:22Nichts, was hat er gesagt.
22:24Komisch rumgeredet hat er.
22:26Ich mein, das ist doch wohl kein Geheimnis, wann der Lind geht, oder?
22:29Eigentlich nicht.
22:37Morgen.
22:38Hey.
22:39Servus.
22:41Was magst denn du?
22:42Kommst zum Verabschieden?
22:43Was kommst denn darauf?
22:44Ich hab mit dem Sven telefoniert.
22:46Sven Hansen?
22:47Ja, ja, weiß schon.
22:48Der kommt ja wohl morgen wieder.
22:50Aber tu mir den Gefallen und behalte es für dich.
22:55Du bist einfach so ein Stoffel.
22:57Ja?
22:58Da muss man nur ein Abschiedsfest machen.
22:59Mit einem ordentlichen Shampoos.
23:01Fürs Erste reicht mein Espresso.
23:03Was tust du denn überhaupt?
23:04Da warst du keine Arbeit.
23:05Doch, ich warte auf Herrn Reischl.
23:07Ah, servus Herr Reischl.
23:08Guten Morgen, Herr Lümpf.
23:09Guten Morgen.
23:10Herr Kasparer wird es doch so nett.
23:12Und ja, ein Glas Champagne hätte ich ganz gern.
23:14Sehr gern.
23:16Ja, um den Kreisler wieder in Schwung zu bringen.
23:17Verstehen Sie, ich war heute Nacht beim Ball der bayerischen Landespolizei.
23:22Genau genommen war ich noch gar nicht im Bett.
23:24Bei der Landespolizei.
23:25Aha, da feiert man also bis in den frühen Morgen.
23:27Ach, Papperlapapp.
23:29Die meisten, die gehen ja schon mitternacht ins Bett.
23:31Verstehen Sie, aber nicht ein Vierterland-Reischl.
23:33Das ist ein Steher.
23:33Ja, ja.
23:34Man muss die Feste einfach feiern, wie sie fallen.
23:37Oder, Herr Kasparer, sagen Sie?
23:38Also mir braucht es jetzt nicht dazu.
23:40Ach, gib mir einen Kaffee.
23:47Heute bist du schon da?
23:49Guten Morgen, Benant.
23:50Guten Morgen.
23:51Guten Morgen.
23:52Du wolltest doch was über den Fall Neumann hören, oder?
23:54Ja, ja.
23:55Möchtest du es jetzt vor allem, wie das mit der Konkursverschleppung abgelaufen ist?
23:59Ja.
24:01Also der Herr Neumann, der hat sich mit seiner Spedition einfach ein bisschen verkalkuliert
24:04und ein bisschen zu spät die Reißleine gezogen.
24:06Und wir haben die Bank dann einen Haaren zuhörteratrutsch.
24:09Hm, verstehe.
24:11Da wäre jetzt am Anfang gar nicht so schlecht ausgeschaut für ihn.
24:13Inwiefern?
24:14Das hat geheißen, die Bank wollte ihm nochmal mit dem Kredit aushelfen.
24:18Das heißt, der wäre gar nicht ins Gefängnis gekommen?
24:21Ja, wahrscheinlich bloß Konventionalstrafe oder sowas.
24:24Auf jeden Fall haben sie sich das anders überlegt und er mit dem Kredit verweigert.
24:28Warum?
24:30Das weiß ich nicht.
24:31Aber für ihn war es halt der Untergang.
24:33Der hat ja nicht bloß ins Gefängnis müssen, der hat ja alles verloren.
24:36Seine ganze Firma, sein Haus, alles.
24:39Und sein Anwalt, der Dr. Riedl, der hat sich wieder aus dem Verfahren zurückgezogen, oder wie?
24:46Angeblich wegen Mangel der Kooperationsbereitschaft seines Mandanten.
24:51Der Neumann hat das natürlich anders gesehen.
24:53Der hat gesagt, dass der Riedl ihren falsch beraten hat.
24:57Da wundert es mich nicht, dass das eine Wut auf den Riedl hat.
25:00Ja, du, aber wenn es weiter nichts ist, ich habe noch nichts Gescheites gefrühstückt.
25:04Du hast recht.
25:06Und dank dir recht schön, gell?
25:08Ja, du hast schon recht.
25:09Einen guten Appetit.
25:10Bitte.
25:12Servus.
25:16Wissen Sie schon, wann der Linn wieder nach Hamburg geht?
25:19Ja, übermorgen.
25:20Ähm, Hansen, seine Segelregatta ist ja auch beendet.
25:24So, wer wissen Sie es?
25:25Von ihm selber.
25:26Er hat mir eine E-Mail geschrieben, wir haben Dienstplan.
25:28Mhm.
25:29Morgen, Ben Hans.
25:30Morgen.
25:30Morgen.
25:31Weißt du schon, dass der Linn übermorgen schon wieder nach Hamburg geht?
25:34Na, freilich.
25:35Der Stockler hat es mir erzählt.
25:36Mhm.
25:37Habt ihr euch schon was überlegt?
25:39Ja.
25:40Mein, Herr Hofall, ich würde lieben gern was organisieren, aber Sie wissen ja selber, wie
25:43er ist.
25:43Er mag keine Feierlichkeiten.
25:45Ja, schon, aber so ein kleines Abschiedspräsent wäre ja schon nett.
25:48Ja, fragt sich bloß was für uns.
25:51Morgen.
25:53Störe ich?
25:54Nein, gar nicht, Frau Ortmann.
25:56Wir haben ja gerade nachgedacht, was wir mit dem Herrn Linn schien zum Abschied.
26:00Ach ja, der geht ja schon übermorgen.
26:02Hm.
26:03Vielleicht haben Sie ja eine Idee, was ihm gefallen könnte.
26:06In letzter Zeit scheint er sich ja wahnsinnig für Kunst zu interessieren.
26:09Aber ansonsten, tut mir leid.
26:13Obwohl, doch.
26:15Langweilig und Stilo soll es sein, dann könnte es ihm gefallen.
26:21Wie hast du dich gemeint?
26:22Egal, Michi.
26:24Du hast die Idee gehabt, also kümmerst du dich drüben, gell?
26:26Echt?
26:27Ja.
26:29So, Kaffee tut schon gut, gell?
26:30Mhm.
26:31Sicher kenne ich den Gädel.
26:32Ich meine, er ist immerhin mein Nachbar.
26:34Da bleibt sowas nicht aus.
26:36Und ist Ihnen mal jemand aufgefallen?
26:38Vielleicht eine Dame, die öfter zu Besuch war?
26:42Hoppala, Herr Linn.
26:43Eine Dame?
26:44Das ist aber eine pikante Frage, die Sie mir da stellen.
26:46Ich weiß gar nicht, ob ich Ihnen das so ohne weiteres erzählen darf.
26:49Ich glaube, in dem Falle dürfen Sie schon.
26:52Möglicherweise retten Sie ihm sogar damit das Leben.
26:55Ach, jetzt verstehe ich.
26:57Sie glauben immer noch, dass dem Riedel der anschaut, galt.
27:00Mhm.
27:03Noch mal zu meiner Frage.
27:04Hab schon verstanden.
27:06Es gab eine Dame, die bei ihm sozusagen immer...
27:09Ein- und ausgegangen ist?
27:11Ja.
27:12Es war sogar eine Mitarbeiterin von ihm.
27:15Eine Mitarbeiterin?
27:17Aber nicht so völlig Frau Mahler.
27:19Doch, doch.
27:20Isabel Mahler.
27:23Ihren Mann, den kenne ich flüchtig.
27:24Der ist bei mir Mitglied im Golfclub.
27:26Er ist Auslandskorrespondent.
27:29Und kann es nicht sein, dass Sie ihn nur beruflich besucht hat?
27:32Das kann ich schlecht beurteilen.
27:33Wissen Sie, ich war nicht dabei.
27:35Aber ich frage mich nur, warum steht dann die ganze Nacht Ihr Auto vor seinem Haus?
27:40Wie lange geht das schon?
27:43Ich würde sagen, das hat so vor einem Jahr angefangen.
27:47Vor einem Jahr?
27:48Aha.
27:48Eine Affäre, der Riedel und die Mahler.
27:51Oh, vor circa einem Jahr.
27:53Vor drei Monaten hat sie ihr Kind bekommen.
27:55Ein seltsamer Zufall.
27:57Jeder wette, dass Riedel der Vater ist.
28:00Und wenn der Ehegat nicht auf den Wind bekommen hat, dann hätte er ein sauberes Motiv.
28:04Nur, dass er zur Tatzeit in Indonesien war als Auslandskorrespondent.
28:07Das habe ich schon überprüft.
28:09Nein, interessant finde ich die Tatsache, dass der Riedel selbst diesen Vaterschaftstest in Auftrag gegeben hat.
28:15Wieso?
28:16Wenn der plötzlich erfahren hat, dass er Vater sein soll?
28:19Das wäre ein Grund, ja.
28:21Aber die andere Möglichkeit ist die, dass er was gegen Frau Mahler in der Hand gehabt hätte.
28:25Und ich glaube, er hat sie erpresst.
28:28Wenn ihr Mann von der Affäre Wind bekommen hätte, wäre es vielleicht ausgewiesen mit der Ehe.
28:32Ich muss euch zumindest erklären, warum der Riedel nichts für die Mutter sagen wird.
28:36Und warum Frau Mahler sich entschieden hat, in seiner Kanzlei zu bleiben.
28:40Das heißt, es war also doch kein Missverständnis, dass sie sich selbstständig machen wollte.
28:44Sie hat gelogen.
28:45Sie hatte tatsächlich schon Büroräume angemietet, wie Frau Stockl herausgefunden hat.
28:50Tatsche.
28:52Und 3000 Euro Provisionszeit.
28:55Um dann gleich wieder zu kündigen.
28:58So gesehen kann ich das recht dann mit der Prätschung.
29:01Und sie hat ein Motiv.
29:02Ja.
29:04Ich soll versucht haben, den Riedel zu erschießen.
29:07Meine Herren, jetzt wird es absurd.
29:08Frau Mahler, Sie haben vor sechs Wochen Büroräume angemietet, um eine Kanzlei zu eröffnen.
29:13Diese Räume haben Sie dann wieder gekündigt. Warum?
29:16Herr Lind, ich habe Ihnen doch schon gesagt, dass das nicht stimmt.
29:19Was meinen Sie, warum wir Ihnen nicht glauben?
29:21Frau Mahler, ich frage Sie noch mal.
29:25Warum?
29:29Riedel wollte Sie nicht gehen lassen, stimmt's?
29:31Deswegen hat er Sie erpresst.
29:34Womit soll er mich denn erpressen?
29:38Damit, dass er der Vater Ihres Kindes ist.
29:43Wir wissen, dass Sie eine Affäre hatten.
29:50Bitte.
29:57Mein Mann darf das nicht erfahren.
29:58Ich lasse ihn in dem Glauben, dass er der Vater des Kindes sein würde.
30:04Das haben wir uns gedacht.
30:06Und genau deswegen wollten Sie Riedel loswerden.
30:09Das ist nicht wahr.
30:11Wie hat der Herr Riefel auf das Kind reagiert?
30:17Das Kind ist ihm egal.
30:19Hauptsache, er muss nicht zahlen.
30:22Aber mich wollte er halten.
30:24Weil er Angst hatte, dass ich ihm seine wichtigsten Klienten nehme.
30:28Und um das zu verhindern, hat er gedroht, alles Ihrem Mann zu erzählen.
30:30Deswegen wollten Sie ihn umbringen.
30:31Nur haben Sie leider den Falschen erschossen.
30:37Ich weiß, das ergibt für Sie jetzt ein logisches Bild.
30:41Aber ich war das nicht.
30:45Entschuldigung, die Stauung gibst du mir.
30:47Nein, du, nicht jetzt.
30:48Ah, das ist ja was.
30:49Das ist ja was.
30:55Danke, Müsse.
31:00Ja, Frau Malle.
31:01Wir wollen Ihnen einstweilen glauben.
31:04Sie können jetzt gehen.
31:12Witteschön.
31:24Jetzt bin ich aber echt neugierig.
31:26Sie hat ein Motiv, sie hat kein Alibi und wir lassen sie einfach laufen.
31:28Wir haben die Tatwaffe gefunden.
31:30Und jetzt raten Sie mal, auf wen die ausgestellt ist.
31:32Ja?
31:32Marco Neumann.
31:33Unser freundlicher Spenditeur.
31:35Quatsch.
31:35Nein.
31:37Laut Aktenvermerkert hat er die vor einem Jahr als Gestohlen gemeldet.
31:40Gestohlen, na klar.
31:41Hab ich mir auch gedacht, er muss die irgendwo versteckt haben, bevor er ins Gefängnis
31:45gegangen ist.
31:46Wo genau hat sie die Waffe gefunden?
31:48Nein, wir haben die eigentlich gar nicht gefunden.
31:49Es hat eine Dame gefunden mit dem Hund beim Spazierengehen.
31:52Wo?
31:53Ja, auf dem Gehweg von Riedl sein Haus in Gebüsch ins Gelegen.
31:57Da hat sich der Neumann aber nicht viel Mühe gegeben, seine Waffe zu verstecken.
32:01Ja, mein.
32:01Er wollte es loswerden, hat er es weggeschmissen.
32:03Fragen wir ihn am besten persönlich.
32:07Aber das ist nicht ganz einfach.
32:08Da kommst du am besten mit mir hin.
32:10Ja, aber ich wollte doch etwas besorgen.
32:12Das kannst du dann nachher noch machen.
32:14Ja, Herr.
32:15Was?
32:16Er braucht etwas für seine Mutter, die hat Geburtstag.
32:18Oh.
32:19Glaube ich.
32:20Namensdag.
32:21Bitte.
32:23Pferdeich.
32:31Was wollen Sie denn schon wieder hier?
32:33Wir hätten gerne, dass Sie uns begleiten, Herr Neumann.
32:35Warum?
32:36Das sagen wir Ihnen dann unterwegs.
32:38Solange ich weiß, worum es geht, fahre ich nirgendwo hin.
32:41Sie stehen unter Verdacht, Heiko Klein ermordet zu haben.
32:44Herr Mordet, ich habe doch niemanden ermordet.
32:46Dann können Sie ja bedenkenlos, wie das mitkommen.
32:48Ja, und dann sind Sie sich ruckzuck wieder im Gefängnis.
32:50Nein, nein, da müssen Sie mir schon Handscheine anlegen.
32:51Kein Problem.
32:52Geh mal.
32:55Bitte sehr.
33:03Kennen Sie die?
33:07Herr Neumann.
33:10Was heißt, ihr kennt mich?
33:11Ja, ich hatte mal so eine.
33:14Herr Neumann, das ist Ihre Waffe.
33:16Mit dieser Waffe ist Heiko Klein erschossen worden.
33:18Aber nicht von mir.
33:19Meine wurde gestohlen und das habe ich auch gemeldet.
33:21Melden lässt sie vor.
33:24Wo haben Sie die Waffe aufbewahrt damals?
33:27Im Büro in meinem Tresor.
33:28Wer hat da alles Zugang dazu?
33:30Nach dem Konkurs praktisch jedermann.
33:34Ich habe diesen Heiko Klein nicht ermordet.
33:36Ich kannte ihn ja noch nicht mal.
33:38Ihnen ging es ja auch nicht um Klein, sondern um Riedel, dem Sie im Gerichtssaal gedroht haben.
33:42Ja, ist das ein Wunder.
33:43Er schließt die Schuld daran, dass ich ins Gefängnis gekommen bin.
33:45Weil er Sie schlecht beraten hat, oder was?
33:47Das auch, ja.
33:48Aber er hat mich verkauft, dieser saubere Herr Anwalt.
33:54Erzähl uns ruhig weiter.
34:02Es gab da einen Herrn Berger in meiner Bank, der mir einen Kredit zugesagt hatte.
34:07Was Sie gerettet hätte?
34:09Ja.
34:11Und am nächsten Tag hieß es plötzlich, es gibt kein Geld. Aus, Ende, Schluss.
34:15Und dann habe ich erfahren, dass ich Berger mit Riedel des Öfteren getroffen hat.
34:19Hinter Ihrem Rücken?
34:21Ja.
34:24Einige Tage später hat dann Riedel sein Mandat niedergelegt.
34:28Sie können sich vorstellen, in welchem Interesse das war.
34:31Ganz sicher nicht in meinem.
34:33Ja, warum erzählen Sie das erst jetzt?
34:36Na, aber das können Sie sich doch wohl denken.
34:39Jetzt sind es noch verdächtiger als vorher.
34:41Ich habe niemanden umgebracht.
34:44Und ich sage Ihnen auch warum.
34:47Dieser Burkhard Riedel ist es gar nicht wert, dass ich für den nochmal ins Gefängnis gehen würde.
34:51Ja, zumindest gehen Sie in den nächsten 48 Stunden dahin.
35:00Also wenn die Geschichte von Herrn Neumann stimmt, dann ist der Riedel ein ganz schön Kripperhund.
35:04Das hat Frau Mahler ja auch schon behauptet. Vielleicht ist was dran.
35:07Ja, aber würde das so weit gehen, dass er einen Kunden ins Gefängnis bringt, um ein Geschäft zu machen?
35:14Wenn die Spedition von Herrn Neumann damals versteigert wurde, dann müsste es sich doch herausfinden lassen, was es dir geworden
35:19ist.
35:20Allerdings.
35:21Und ich weiß ja schon, wie ihr uns da helfen könnt.
35:28Grüß dich, mitzuhören.
35:29Hallo, koppeln.
35:31Grüß dich, Herkel.
35:33Servus.
35:35Na, nicht einmal da hat man vor euch sein, oder?
35:40So, ein Fitnessteller.
35:41Danke.
35:42Und guten Tag.
35:43Grüß dich.
35:44Und, wollt ihr auch was?
35:45Na, danke, mitzuhören, ihr Gehirn gleich wieder.
35:48Na, dann halt nicht.
35:49Jetzt noch mal zum Fall Neumann. Wissen Sie vielleicht, was aus der Spedition geworden ist?
35:54Die Spedition vom Neumann gehört jetzt einer Immobilienfirma, Rosenbau.
35:58Die haben ein paar Plätze rausgemacht, die ist vermieden.
36:01Rosenbau, das gibt jetzt gar nichts.
36:03Müsst du doch ein bisschen recherchieren.
36:05Laut Handelsregister ist der Geschäftsführer ein gewisser Berger Franz.
36:09Ist der Banker von Neumann nicht auch Berger?
36:11An den Dienst.
36:12Ja, die sind schon interessant, wem da was gehört.
36:15Nicht so geheimnisvoll, Herr Hartl.
36:19Wisst ihr, ich habe halt meine Fühler ausgestreckt und herausgefunden,
36:22dass der Riedler still ein Teilhaber von der Rosenbau ist.
36:25Aha, schau an.
36:26Ja, schön.
36:27Also doch.
36:28Fragst du mich nicht, wo ich das herhabe, gell?
36:30Und woher weißt du das?
36:32Hat uns schon sehr geholfen, mein Kollege. Danke.
36:34Danke.
36:35Einen guten Appetit, gell. Genieß es.
36:37Danke.
36:38Bitte.
36:40Danke.
36:43Hoffentlich war es mir eine Frau, das zu schätzen.
36:51Doch was essen sollen im Rosenbray.
36:56Dann hat der Neumann vielleicht doch die Wahrheit gesagt, hm?
37:00Riedl und Berger haben sich einfach sein Grundstück unter den Nagel gerissen.
37:04Und wenn der Riedl so die Dinge abzieht, dann wundern wir nicht, dass dem jemand einen kragen will.
37:08Der verliert doch seine Zulassung, wenn das rauskommt.
37:10Minderstens. Der ist komplett ruiniert.
37:13Womit er ein Motiv hätte.
37:14Der Riedl.
37:17Wenn wir uns die ganze Zeit getäuscht haben?
37:20Und der Anschlag halt eben nicht dem Riedl, sondern wirklich dem Klein?
37:24Er schafft.
37:25Der kann halt uns recht haben.
37:27Der Klein als Riedls Assistent kann ja durchaus rausgefunden haben, was sein Chef so treibt.
37:31Der Riedl hätte einen Grund, den Klein loszuwerden.
37:34Als Käufer der Spedition hatte er Zugang zum Büro und damit zur Tatwaffe.
37:38Darum haben wir die so leicht gefunden.
37:40Der wollte, dass wir die finden.
37:41Um den Verdacht auf Neumann zu lenken, natürlich.
37:43So schaut's aus.
37:45Er fragt sich nur, wie wir ihm das beweisen wollen.
37:48Ich brauch keinen Klicks.
37:49Guten Tag.
37:54Ich hab's.
37:55Das Geschenk für Lind.
37:57Er hat eine super Idee gehabt.
37:59Da willst du schauen.
37:59Da drin ist's.
38:03Nee, das ist nicht der Ernst.
38:05Wieso?
38:05Ist doch wunderbar.
38:06Ja, genau wie die Artmann gesagt hat.
38:09Langweilig, altbacken und stilos.
38:12Also, ich find's super.
38:20Das Problem ist nur, dass wir keinen Beweis haben.
38:22Lass es mich rekapitulieren, bitte.
38:25Also, der Riedl hat am Mordtag den Klein losgeschickt, seinen abgeschleppten Wagen abzuholen.
38:31Genau, und er selbst ist mit dem Zug nach München gefahren, wo er auf dem Fest war, von der Stein
38:34AG.
38:34Was wir natürlich überprüft haben.
38:36Er ist dort zu verschiedenen Zeiten gesehen, wann zum letzten Mal gegen 23 Uhr.
38:40Naja, auf so einem Fest, da kann man schon eine Zeit lang verschwinden, ohne dass das groß aufhält.
38:44Ja, theoretisch schon, ja.
38:46Na, stellt sich also die Frage, wie er in so kurzer Zeit von München nach Rosenheim und zurückgekommen ist.
38:52Ja, kommt rein.
39:03Grüß Gott, die Herren.
39:04Kommt's nur rein.
39:06Und, gibt's schon was Neues?
39:08Ja, das kann man wohl so sagen.
39:11Herr Riedl, Sie sind vor allem festgenommen, wegen des Tränen und dem Tatvertrags halt nur kleine Morde zu haben.
39:17Ich hab mich wohl verhört.
39:18Nein, das haben Sie nicht. Ich kann's ja noch mal wiederholen, wenn's wollen.
39:21Na, ich glaube, Sie bringen was ganz Grundlegendes durcheinander. Der Anschlag galt ja wohl mir.
39:27Ja, das haben Sie clever eingefädelt. Ebenso wie ja alle, wie in München.
39:32Sehen Sie? Sie sagen's ja selbst, ich war in München.
39:34Waren Sie auch. Nur nicht den ganzen Abend.
39:36Ach, und das können Sie beweisen.
39:40Was ist das?
39:41Ein Mietvertrag über einen Wagen, den Sie vor drei Tagen gemietet haben.
39:46Und mit dem Sie von dem Fest der Steinergehen München nach Rosenheim gefahren sind.
39:51Wo Sie den Herrn Klein erschossen haben.
39:56Und dann sind Sie wieder zurückgefahren nach München, um die Adelbe zu halten.
40:04Das sind ja abenteuerliche Unterstellungen.
40:07Wollen Sie bestreiten, dass Sie den Wagen gemietet haben?
40:09Nein, das will ich überhaupt nicht bestreiten. Bloß es beweist nichts.
40:12Mein Wagen wurde abgeschleppt und ich hab mir einen Mietwagen genommen. Punkt.
40:15Ja, Punkt. Der Punkt ist, dass Sie den Wagen gemietet haben, bevor die Ihre abgeschleppt worden ist.
40:22Wollen Sie nochmal reinschauen?
40:25Laut Mietvertrag haben Sie den Wagen um 17.55 Uhr ausgeliehen.
40:30Ihr eigener Wagen wurde aber erst um 22.15 Uhr abgeschleppt.
40:34Das heißt, Sie konnten noch gar nicht wissen, dass Sie einen Wagen brauchen werden.
40:37Sie haben Ihren Wagen absichtlich für eine Einfall geparkt.
40:41Weil Sie damit gerechnet haben, dass es abgeschleppt wird.
40:43Und dann Ihren Assistenten den Wagen abholen lassen, um ihn darin zu erschießen.
40:47Alle werden denken, dass der Anschlag Ihnen gegolten hat und wer verdächtigt schon ein armes Opfer gibt.
40:53Behauptungen. Mutmaßungen. Vor Gericht kommen Sie doch damit nie durch.
40:56Na ja, vielleicht kommen wir damit durch. Schauen Sie mal her.
41:02Das ist der Bericht von einem sichergestellten Mietwagen.
41:05Da steht drin, dass sich auf dem Beifahrersitz Schmauchspuren befinden.
41:09Und diese Schmauchspuren sind ident mit denen auf der Tatwaffe.
41:13Tja, Sie hätten nach den Todesschüssen die Waffe nicht auf dem Beifahrersitz ablegen dürfen.
41:19Blöder Fehler.
41:21Herr Klein hat die Sache mit Neumann rausgefunden, nicht wahr?
41:28Ja. Er wollte mich anzeigen.
41:31Sie haben damals dem Neumann die Waffe geklaut.
41:34Im Gefängnis hat er Sie ja nicht mehr gebraucht.
41:36Aber Sie konnten Sie brauchen, um den Verdacht auf ihn zu lenken.
41:42Herr Dr. Edl, wissen Sie was?
41:43Kommen Sie mit, wir machen jetzt eine kleine Spazierfahrt.
41:47Kabine, ich habe dir etwas in das Auto hineingelegt.
41:54Kommen Sie mit.
41:58Kommen Sie mit.
41:58So, wir wissen ja, dass Sie keine großen Abschiede mögen.
42:01Drum machen wir es kurz.
42:03Und ich habe noch was von den Kollegen.
42:05Bitte sehr, damit Sie uns im Flachland den Gans vergessen.
42:08Was, ich habe noch nicht?
42:15Sie.
42:16Sie.
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