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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:03Du hast es geschafft.
00:10Das heißt, du bist dabei?
00:11Na klar bin ich dabei, Mann. Ohne meine Filmmusik bist du komplett aufgeschmissen.
00:15Mann, ich freue mich so, dass dir meine Regiearbeit gefällt.
00:19Ja, ich habe gerade die Kalkulation für den Film bekommen.
00:22Der wird einfach zu teuer.
00:24Ich würde dir die nötigen Millionen geben.
00:26Aber ich weiß gerade selber nicht, wie es mit meinem Job weitergeht.
00:30Ach Mensch. Schatz, entschuldige bitte.
00:33Ey, ich habe ganz vergessen, dass du gleich auf deinen neuen Chef triffst.
00:36Da. Das ist mein neuer Chef.
00:42Ach was.
00:44Na, wenn das kein Zufall ist. Die schöne Stimme aus dem Park.
00:48Der neue Chef von Conny.
00:50Ich bin Gregor.
00:52Lena.
00:54Was hast du denn vor?
00:56Livemusik.
00:58Anspruchsvolle, ruhige Musik zum Erlächsen.
01:00Dann stell mich doch als Sängerin ein.
01:02Ja, das ist gut.
01:04Vielleicht kannst du den ja auch gleich am Eröffnungsabend singen.
01:08Ja, ich will am Eröffnungsabend singen.
01:12Das gibt's ja nicht.
01:15Es gibt Anhaltspunkte, die darauf hindeuten, dass ihre Mutter nicht Opfer eines Unfalls mit Fahrerflucht wurde.
01:21Sondern?
01:21Ich fürchte...
01:25Sie wurde ermordet.
01:31Ja, das ist gut.
02:05Das heißt, meine Mutter ist nicht an den Folgen eines Unfalls gestorben?
02:08Meiner Einschätzung nach nicht.
02:10Aber Frank hat doch zugegeben, sie angefahren zu haben. Er wurde sogar dafür verurteilt.
02:13Ich weiß, das klingt absurd. Es ist auch vorerst nur eine Vermutung.
02:18Vielleicht sollte ich erst mal mit einem Rechtsmediziner reden.
02:20Nein, nein, nein. Bitte sagen Sie mir alles, was Sie rausgefunden haben.
02:24Aber ich sehe doch, wie nah es Ihnen geht.
02:26Ja, aber es geht hier doch nicht um mich. Es geht hier um meine Mutter.
02:28Sie ist das Opfer und ich muss herausfinden, wie sie gestorben ist.
02:33Also gut.
02:35Ich bin die Akte durchgegangen und habe mir noch mal die Fotos angesehen,
02:38die der Polizeifotograf damals am Unfallort von ihrer Mutter gemacht hat.
02:42Auf den Bildern hat sie kleine rote Punkte in den Augen.
02:45Und das bedeutet?
02:46Das könnte auf sogenannte pittichiale Blutungen hindeuten.
02:50Verletzungen, die garantiert nicht durch einen Unfall entstehen,
02:53sondern nur, wenn man erwürgt wird.
02:59Lenas Vater soll meine Mutter ermordet haben.
03:05Dankeschön!
03:09Herr Darmt, Lena Sander mit ihrem Song Love of my Life aus dem Tom-Lorenz-Film Jonas und Marie.
03:17Und jetzt euch allen noch einen schönen Abend.
03:21Du warst großartig!
03:22Danke!
03:23Ich bin so stolz auf dich, mein Schatz.
03:25Wo sind deine Autogrammkarten?
03:26Die kommen noch.
03:28Darf ich euch auf einen Drink einladen?
03:30Bitte sei mir nicht böse, aber ich bin so neugierig auf das Drehbuch für Toms Film.
03:34Und ich muss dringend ins Bett.
03:36Okay.
03:37Ich begleite euch.
03:38Ja, so.
03:40Lena, du warst unglaublich.
03:42Mit dem Song wirst du alle begeistern.
03:45Du hast den Zuschlag für die Öffnungsfeier.
03:48Lena?
03:51Warum wartest du noch?
03:55Du weißt, wo du mich findest.
03:56Mhm.
04:00Was ist los? Hast du es dir anders überlegt?
04:03Er hat gesagt, dein Song.
04:05Es ist aber nicht nur mein Song.
04:07Ich kann mir nicht vorstellen, dass David was dagegen hat, dass du Love of my Life ohne ihn singst.
04:11Das wäre total albern.
04:13Ja, aber ich sollte es ihm wenigstens sagen.
04:15Unbedingt.
04:15Das ist ein guter Grund, ihn wiederzusehen.
04:17Ich brauche keinen Grund, um ihn wiederzusehen.
04:20Du liebst ihn doch noch.
04:21Mach dir nichts vor.
04:23Ach, Conny, es ist so viel passiert.
04:28Das muss nicht heißen, dass Frank Sander ihre Mutter erwürgt hat.
04:31Und wer sonst hätte es tun sollen?
04:32Das weiß ich nicht.
04:33Ich weiß ja noch nicht mal, ob meine Vermutung richtig ist.
04:35Schließlich bin ich keine Pathologin.
04:40Ihnen geht Tony Weiss nicht aus dem Kopf.
04:41Wir waren so nah an ihm dran.
04:43Ja, wenn Lena Sander ihn vor Gericht nicht geschützt hätte.
04:45Ich bin mir sicher, sie hätte ihn nicht geschützt, wenn sie gewusst hätte, dass er ein Mörder ist.
04:48Nein, aber vielleicht hat es ihr Vater gewusst.
04:50Und der deckt Weiss mit seiner Aussage, sonst wandert der für Jahre ins Gefängnis.
04:54Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Frank ein Mord deckt.
04:57Sie konnten sich bis vor kurzem auch nicht vorstellen, dass Frank Sander beteiligt war am Tod ihrer Mutter und das
05:01über zwei Jahre verschwiegen hat.
05:02Und was ist, wenn wir uns irren?
05:04Irgendwer hat es getan.
05:05Die erste Frage ist, wer.
05:07Die zweite Frage, warum.
05:09Oft führt uns die Frage nach dem Motiv direkt zum Täter.
05:12Und wie soll ich das meiner Großmutter beibringen?
05:15Und meinem Vater?
05:17Bevor es keine Beweise gibt, hat es überhaupt gar keinen Sinn, alle Beteiligten in Aufruhr zu versetzen.
05:23Was ist denn mit diesem Pathologen, von dem Sie letztens gesprochen haben?
05:26Professor Dr. Reinders.
05:28Ja.
05:28Er leitet das Rechtsmedizinische Institut hier in Köln.
05:31Ihn hätte ich als nächstes sowieso zur Rate gezogen.
05:34Und dieser Mann ist imstande, nur anhand von Fotos zu einer Aussage zu kommen?
05:38Davon gehe ich aus.
05:39Und was ist, wenn er zu demselben Ergebnis kommt wie Sie?
05:41Dann wird der Staatsanwalt mit höchster Wahrscheinlichkeit den Fall neu aufrollen.
05:50Wie schnell können Sie diesen Mann erreichen?
06:07Na?
06:09Gut geschlafen?
06:10Geht so.
06:11Toni, ich bräuchte ein zweites Kissen für meinen Bauch.
06:14Kein Problem.
06:19Sag mal, wie sieht es hier eigentlich aus?
06:23Warum?
06:25Was hast du erwartet?
06:26Das ist ein Männerhaushalt.
06:28Ja, ich bin eben anderes gewöhnt.
06:31Weißt du was?
06:32Gib mir doch die Nummer von deiner Putzfrau.
06:35Putzfrau?
06:36Für das wenig Aufräumen und Putzen, da gebe ich kein Geld aus.
06:43Mein Engel.
06:46Wenn es dir nicht gefällt, kannst du auch gerne selber anfassen.
06:51Ich muss jetzt in die Werkstatt.
06:53Tschüss.
07:14Isabel, ich bin's.
07:16Du sag mal, hast du heute schon was vor?
07:20Ja, ich weiß doch, dass du das magst.
07:24Ach ja, Mini vermisst dich sehr.
07:26Und ich dich auch.
07:28Ja, aber du hast doch noch Fritz.
07:29Na, bin ich mir nicht mehr so sicher.
07:32Wieso?
07:34Ach, Fritz ist an den Bodensee gefahren, um mit seiner Ex-Frau zu sprechen.
07:38Seine Ex-Frau?
07:40Ich dachte, die sei tot.
07:41Ja, aber angeblich hat es dann noch eine andere gegeben.
07:44Eine Ursula von Bergfeld.
07:46Die ist doch wirklich vor einiger Zeit vor unserer Tür gestanden und hat behauptet, die Ex-Frau von Fritz zu
07:52sein.
07:52Der Punkt ist nur, Fritz hat diese Frau noch nie in seinem Leben gesehen.
07:56Eine Betrügerin.
07:57Ja, aber sie hat eine Heiratsurkunde präsentiert und die sah verdammt echt aus.
08:03Aber sie ist nicht echt.
08:04Natürlich nicht.
08:05Fritz wird doch wohl am besten wissen, mit wem er mal verheiratet war und mit wem nicht.
08:11Also, er kennt diese Ursula von Bergfeld definitiv nichts.
08:16Das hat er jedenfalls gesagt.
08:18Das heißt, du glaubst ihm nicht?
08:19Naja, ich war schon ein bisschen überrascht.
08:22Zumal die Dame auch noch behauptet hat, Fritz hätte sie um ihr gesamtes Vermögen gebracht.
08:27Das ist schon eigenartig.
08:29Warum tut denn jemand sowas?
08:31Keine Ahnung.
08:33Jedenfalls ist Fritz jetzt an den Bodensee gefahren, um das aufzuklären.
08:37Aber er hat noch nicht einmal angerufen.
08:38Angerufen, obwohl er es mir versprochen hat.
08:42Amelie, wenn dich jemand liebt, dann ist das Fritz.
08:44Er kommt garantiert zurück.
08:46Ich hätte mal lieber besser meine eigenen Ratschläge befolgen sollen.
08:51Du meinst, du hättest auf deine Gefühle hören sollen, statt auf diese falsche Urkunde.
08:55Zum Beispiel?
08:58Das Drehbuch ist fantastisch, Tom.
09:00Ich habe mich sofort hingesetzt und ein paar Skizzen angefertigt.
09:03Hier.
09:04Wow.
09:06Ey, du hast wirklich ein kreatives Gespür.
09:08Das ist ganz toll.
09:10Wirklich.
09:10Großes Talent.
09:11Moment.
09:13Also ich glaube, für den Tipp muss ich mich bei Conny mit einem Essen bedanken.
09:17Ach so, bist du also auf mich gekommen.
09:18Na, dann müssen wir sie gemeinsam zum Essen einladen.
09:21Komm, setz dich.
09:22Wie gehen wir denn jetzt weiter vor?
09:24Also, ich werde dir erzählen, was ich mir so vorstelle.
09:26Wie die Farben, wie die Stimmung des Films sein sollen und natürlich die Charaktere.
09:30Und daraufhin stimmen wir dann die Kostüme ab.
09:32Die Finanzierung steht also?
09:33Ja, so sicher wie das Happy End für unser Liebespaar.
09:40Zeig mir noch ein paar Entwürfe.
09:42Schau mal.
09:44Wenn der Druck von außen zu groß wird, dann verwandeln sie sich auf den Angst und Befürchtungen.
09:50Und dann verliert die Liebe ihre Kraft.
09:56Redest du jetzt von Fritz und dir oder von David und mir?
10:00Lena, du hast in den letzten Monaten einen großen Druckstand halten müssen.
10:05Die ganzen Anschuldigungen gegen deinen Vater und gegen dich.
10:10Aber letztlich hat das alles nur Macht über dich, wenn du es zulässt.
10:15Das, was mein Vater getan hat, das ist doch real.
10:20Ich werde dich nie dafür verantwortlich machen, was dein Vater getan hat.
10:25Und auch nicht deine Mutter oder deinen Bruder.
10:27Und ich bin sicher, David sieht das genauso.
10:31Jetzt kommt es eigentlich nur noch darauf an, ob du dich selber freisprechen kannst.
10:36Das würde ich gerne.
10:38Aber es ist nicht so einfach.
10:41Mach's dir doch nicht so schwer.
10:43Geh die Dinge leichter an.
10:45Und schau mal bei David vorbei.
10:48Das wolltest du doch, oder?
10:52Bin ich so leicht zu durchschauen?
10:54Na ja, also leichter als diese Ursula von Bergfeld, ganz bestimmt.
11:10Micha, ich werde nicht ohne dich gehen.
11:12Solange mein Vater im Krankenhaus ist, bleibe ich hier. Das haben wir doch schon besprochen.
11:16Aber allein schaffe ich das nicht. Mit dem Kind, den ganzen Kopf und allem drum und dran.
11:19Darum sage ich ja, dass ich mit Emma nachkomme.
11:21Jetzt hört aber mal auf.
11:22Ich verliere meinen Platz, wenn ich morgen nicht pünktlich erscheine.
11:25Da stehen Dutzende auf der Warteliste.
11:26Eben, und deswegen sage ich ja, dass du ihn meinetwegen auch nicht aufgibst.
11:29Micha, ich glaube nicht, dass dein Vater so ein Opfer von dir erwartet.
11:34Für mich ist das kein Opfer. Ich will einfach nur für Papa da sein.
11:36Aber Lena und ich, wir sind doch auch noch da.
11:39Und glaub mir, wenn Jasmins und deine berufliche Zukunft gesichert ist,
11:42dann hilft das deinem Vater mehr als jeder Krankenbesuch.
11:47Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder.
11:49Ich auch.
11:52Hallo, ich...
11:54Ich wusste gar nicht, dass du...
12:01Und, wie geht's deinem Vater?
12:03Besser, danke.
12:07Das freut mich.
12:11David, ich...
12:13Ja.
12:18Ich bin gestern im Tango aufgetreten.
12:20Ja, ich weiß.
12:21Tom hat mich gerade zufällig in dem Moment angerufen, als du gerade gesungen hast.
12:25Das klang schön.
12:28Das Tango hat einen neuen Besitzer.
12:29Er plant regelmäßig Live-Auftritte.
12:32Das heißt, du willst da jetzt öfter auftreten?
12:34Zumindest zur Eröffnung.
12:36Gestern war so eine Art Probe.
12:37Das ist eine gute Übung, wenn man Sängerin werden will, also Live-Auftritte.
12:40Ja, das will ich.
12:44Ist es okay für dich, wenn ich unser Lied singe?
12:49Lena, was willst denn du hören?
12:51Dass es mir das Herz bricht, wenn du unser Lied alleine singst?
12:54Ja, das tut es.
12:56Aber ich will dir ja nicht auch noch in deiner Karriere im Weg stehen.
12:59Weiß ja, wie wichtig sie dir ist.
13:04Tut mir auch leid, dass ich so kurz angebunden bin, aber ich will noch in die Stadt.
13:07Willst du mit?
13:09Ich bin mit dem Ratte.
13:10Okay.
13:13Dann drücke ich dir die Daumen für deinen Auftritt.
13:19Danke, David.
13:38Kann es sein, dass eine Tat, die eigentlich gewirkt hat wie ein Unfall, in Wirklichkeit ein Mord war?
13:46Möglich wäre es.
13:47Unsere Rechtsmediziner sagen immer, wenn für jeden Toten, dem fälschlicherweise ein natürlicher Tod bescheinigt wurde, ein Licht brennen würde,
13:54dann wäre der Friedhof taghell erleuchtet.
13:59Und Sie meinen, dass das Ganze könnte man auch von Unfällen sagen?
14:03Na ja, also eine Obduktion wird ja im Allgemeinen nur dann durchgeführt, wenn es Zweifel an der Todesursache gibt.
14:09Aber an einem Unfallort, an dem alles darauf hindeutet, dass das Opfer auch durch den Unfall zu Tode kam.
14:16Ja, da würde natürlich kein Notarzt auf die Idee kommen, von einem Verbrechen auszugehen.
14:20So ist es.
14:22Glauben Sie denn, Ihre Mutter wurde ermordet?
14:27Was wäre, wenn?
14:29Dann sollte ich Sie jetzt wohl besser mit einem Kollegen von der Mordkommission verbinden.
14:33Nein, Herr Evers.
14:36Niemand kennt diesen Fall besser als Sie.
14:40Ich will Ihre Einschätzung dazu.
14:42Rein theoretisch.
14:43Okay, wie soll Sie denn zu Tode gekommen sein?
14:45Rein theoretisch.
14:47Durch...
14:50Erwürgen.
14:53Okay.
14:55Wie schätzen Sie den Tathergang ein?
14:58Also rein theoretisch.
15:00Toni hat den Wagen gestohlen.
15:02Ihre Mutter hat ihn dabei ertappt.
15:05Er wollte Sie als Zeugin ausschalten und gab Gas, als sie sich ihm in den Weg stellen wollte.
15:10Leider war sie nicht sofort tot.
15:13Er ist ausgestiegen, hat sie erwürgt und das Armband mitgenommen.
15:23Und welche Rolle würde Frank in diesem Fall spielen?
15:27Das frage ich mich auch.
15:32Hast ein schlechtes Gewissen, weil er nach München zieht.
15:35Kannst du Gedanken lesen?
15:37Na ja, schließlich kenne ich dich ja ein paar Jahre.
15:42München ist eine Chance für euch.
15:47Ja, Jasmin kann Ihre Ausbildung fortsetzen und trotzdem könnt ihr eure Schule fertig machen.
15:53Ich weiß.
15:55Jasmin will heute schon los, weil morgen ihre Ausbildung anfängt.
15:59Und du würdest noch bleiben?
16:00Ja, ich will euch nicht alleine lassen, ja.
16:02Du hast dich entschieden.
16:03Du musst jetzt an dich denken.
16:04Das ist ein wichtiger Schritt für euch.
16:06Ich bin froh, dass ihr bei Jasmins Onkel wohnen könnt.
16:09Sonst würde das ja mit der Kleine immer überhaupt nicht funktionieren.
16:13Das ist ja nicht traurig.
16:15Ich weiß, es ist immer schwierig, wenn man das erste Mal von zu Hause auszieht.
16:19Aber wenn man es dann geschafft hat, dann ist man stolz.
16:24Was ist mit Mama?
16:28Pia ist eine starke Frau.
16:31Die kommt ohne uns beide zurecht.
16:33Und außerdem hat Jasmus Lena.
16:36Hey, sieht fast so aus, als ob du mich loswerden willst.
16:40Natürlich hätte ich euch drei gern um mich herum.
16:43Aber es hat sich jetzt anders ergeben.
16:45Und München ist ja nicht aus der Welt.
16:49Pia wird euch besuchen.
16:50Wir kommen dich auch besuchen.
16:51Ganz oft.
16:52Unbedingt.
16:54Will ihr schließlich meine kleine Enkeltochter aufwachsen sehen?
16:59Und jetzt seht erst mal zu, dass ihr euch in München zurechtfindet.
17:03Micha.
17:07Du hast jetzt eine Familie.
17:08Das ist eine große Verantwortung.
17:11Wenn du ein Rad brauchst, ich bin immer für dich da.
17:14Okay.
17:21Aha.
17:22Das ist also dein neues Zuhause.
17:24Schöne Ptis hier.
17:25Oh.
17:26Oh, danke schön.
17:29Du brauchst mir aber gar nichts vormachen.
17:31Ich weiß, das ist ein ziemlicher Abstieg.
17:33Aber solange ich kein Geld habe, bin ich froh, dass ich überhaupt irgendwo wohnen kann.
17:37Du hast übrigens was im Schloss vergessen.
17:39Ah, prima.
17:40Kannst du direkt ins Badezimmer stellen.
17:41Gleich da vorne.
17:44Ja, ich mach dir in der Zwischenzeit dann Kaffee.
17:50Sag mal, wundert sich eigentlich niemand, dass ich nicht mehr im Schloss wohne?
17:54Ganz ehrlich?
17:55Nein.
17:56Auch Amelie nicht?
17:58Nö.
17:59Die ist gerade mit ihren eigenen Problemen beschäftigt.
18:01Und Raphael?
18:03Verschon mich mit dem.
18:05Ich bin froh, dass ich diese zwei blöd Männer los bin.
18:07Ähm, Tassen sind davon.
18:11Sag mal, weißt Toni eigentlich inzwischen, dass es sein Kind ist?
18:14Nein.
18:14Wieso sagst du es ihm nicht?
18:15Ich meine, jetzt, wo du mit ihm zusammenlebst.
18:17Ich will mich nicht an Toni binden.
18:19So einfach ist das.
18:21Ah.
18:25Warte.
18:26Ich hole schon den Lappen.
18:33Du, wenn du schon mal dabei bist, kannst du da hinten vielleicht auch noch wischen?
18:37Ich glaube, hier muss mehr gewischt werden als nur der Tisch.
18:40Ja, ich weiß.
18:42Aber ich kann mich kaum noch bewegen.
18:45Ich kann mir nicht mal mehr die Beine rasieren.
18:47Geschweige denn, die Wohnung aufräumen oder sauber machen.
18:50Ja, und Toni hat dafür momentan auch keine Zeit.
18:52Stell dir vor, er hat nicht mal eine Putzfrau.
18:54Und da hast du dir gedacht, da rufe ich doch mal meine Schwester an.
18:57Ja.
18:59Och komm, bitte Isabel.
19:00Kein Problem.
19:01Kostet 15 Euro die Stunde.
19:04Ja, entschuldige bitte.
19:05Das ist der branchenübliche Stundenlohn.
19:08Oder ihr putzt eure Bude selbst.
19:24Hey, Lena.
19:26Hey.
19:27Hey.
19:28Wollte gerade zu dir ins Tango.
19:30Ja, ich wollte mich auch bei dir melden.
19:32Du hast ja bei der Probe schon großen Eindruck gemacht.
19:35Auf, auf, auf meine Gäste.
19:38Das freut mich.
19:40Lena, hör zu.
19:43Ich möchte dich ja nicht drängen, aber ich könnte mit dir am Eröffnungsabend ein halbes Vermögen machen.
19:50Das heißt, du möchtest deinen Gewinn mit mir teilen?
19:54Das heißt, du wirst singen?
19:56Du weißt, dass ich kein abendfüllendes Repertoire habe.
19:58Ach.
19:59Für den Anfang wird es reichen.
20:01Für den Anfang?
20:04Na ja, ich dachte, du willst eine Solo-Karriere starten.
20:06Oder habe ich dich da falsch verstanden?
20:08Nein, ich will singen.
20:09Gut.
20:10Dann schicke ich dir zum Fotografen.
20:12Wieso?
20:13Na, wieso?
20:16Für ein Plakat.
20:17Ich muss doch Werbung mit dir machen.
20:20Das klingt wie eine Investition in die Zukunft.
20:24Wer weiß.
20:26Vielleicht lohnt sie sich ja auch für uns beide.
20:37So einfach kommst du mir nicht, Herr Frank.
20:40Mensch, Frank.
20:44Komm schon, setz dich.
20:45So oft bekomme ich auch nicht Besuch.
20:49Ich habe gedacht, du schläfst.
20:51Vergiss es.
20:53Da unten kommt hier jemand rein.
20:55Das geht um sechs schon los.
20:58Und Frank, ich kann es nur noch mal sagen.
21:02Mir tut es echt leid, dass ich dich reingezogen habe.
21:05Und jetzt musst du den Preis dafür bezahlen.
21:08Tja.
21:09Und deshalb bezahlst du jetzt auch einen Preis.
21:14Du lässt zukünftig die Finger von den Autos fremder Leute.
21:21Das habe ich nur gemacht, weil...
21:23Naja.
21:25Weil die Autoschieber war nicht, der dich unter Druck gesetzt hat.
21:30Deshalb habe ich auch dich gehalten.
21:33Ich weiß.
21:35Und...
21:36Weil ich Julia von Ahrensberg angefahren habe und nicht du.
21:40Das hätte aber niemand erfahren.
21:41Das hätte ich nie jemandem erzählt.
21:43Du wolltest dich stellen.
21:44Ich hätte mich viel früher stellen sollen.
21:46Gleich nach dem Unfall.
21:50Man kann der Wahrheit nicht ankommen.
21:53Sie holt einen immer ein.
21:56Toni.
21:57Luca ist das Wichtigste für dich.
21:59Du musst ihn schützen.
22:00Vor allem vor dieser Autoschieberbande.
22:02Ja.
22:06Versprichst du mir das?
22:09Ja oder nein?
22:10Ja.
22:12Ja.
22:12Unsere Söhne werden schneller erwachsen, als wir das denken.
22:17Du meinst Micha?
22:22Benjamin.
22:25Ist zum Glück zu klein, um alles mitzubekommen, aber...
22:30Und Micha?
22:33Micha zieht nach München.
22:37Er wird mir fehlen.
22:39So, und jetzt zeigst du mir mal, was du mitgebracht hast.
22:44Hier.
22:46Hat Luca für dich gemalt.
23:00Und, warst du bei Papa?
23:02Ja.
23:03Ja.
23:11Ich hab das Gefühl, Papa ist ein neuer Mensch.
23:14Ich hab mit ihm über München gesprochen.
23:17Aha.
23:18Du weißt ja, dass ich euch nicht im Stich lassen will.
23:21Du brauchst weder Papas noch meine Erlaubnis, um nach München zu fahren.
23:25Du bist jetzt erwachsen und lebst dein eigenes Leben.
23:27Und wenn du Hilfe brauchst, dann sind wir immer für dich da.
23:30Papa hat recht.
23:32Du bist wirklich eine starke Frau.
23:36Hat er das gesagt?
23:38Ja, und dass du uns Männer gar nicht brauchst.
23:40Das würde ich jetzt aber so nicht unterschreiben.
23:42Aber eins ist klar.
23:44Jasmin und Emma brauchen dich jetzt mehr als ich.
23:47Okay, dann fahr ich heute noch.
23:50Ja.
23:53Na, Sie machen sich ja schon Gedanken über die Auflösung.
23:55Aber ich kann an gar nichts anderes mehr denken.
23:57Die erste Szene zum Beispiel, die würde ich mit einem Kran erarbeiten.
24:00Eine totale, die sich langsam...
24:02Perfekt.
24:03Je deutlicher Sie Ihre Vision vor Augen haben, umso eher können wir die Geldgeber überzeugen.
24:08Überzeugen?
24:08Aber ich dachte, Sie hatten schon konkrete Quellen an der Hand.
24:11Ja, natürlich.
24:12Ich habe eine Förderung beantragt.
24:13Und von einem Schweizer Investor liegt eine Absichtserklärung vor.
24:19Hier.
24:19Er will den Löwenanteil übernehmen.
24:22Eine Absichtserklärung ist ja schön und gut, aber...
24:25Im Zweifelsfall, da ist das genauso viel wert, wie das Papier, auf dem es steht.
24:29Ach, keine Sorge.
24:29Ich warte stündlich auf die Zusage.
24:31Und außerdem bin ich selbst weiterhin Vorleistung gegangen, mit Werbemaßnahmen.
24:34Ja, Werbung ist gut.
24:36Ja, wer die dicken Fische fangen will, muss sie gut füttern.
24:39Ja, das würden Sie ja alles nicht tun...
24:41...wenn ich nicht selbst an das Projekt glauben würde.
24:43Genau.
24:45Haben Sie schon was gegessen?
24:46Ich lade Sie ein.
24:48Gern.
24:56Toni?
24:58Toni?
24:58Toni, bist du da?
24:59Ja?
25:41Suchst du das Haushalt, Geldmerlinge?
25:47Hallo.
25:51Habe ich dich geweckt?
25:53Alle denken, ich schlafe den ganzen Tag.
25:56Dabei bekomme ich heute ständig Besuch.
25:58Soll ich wieder gehen?
25:59Nein, ich freue mich doch.
26:02Micha sagt, es geht dir gut?
26:04Ja, den Umständen entsprechend.
26:09Sind Sie schon abgereist?
26:12Sie packen noch, danke.
26:17Du nimmst es mir doch nicht übel, dass ich ihm zugeredet habe, nach München zu gehen.
26:22Nein, ich habe ihm doch genau dasselbe gesagt, aber deine Zustimmung war ihm besonders wichtig.
26:26Mein Verhältnis zu ihm hat sich völlig verändert.
26:31Er ist viel verständnisvoller als früher, nicht mehr der Hitzkopf, der Türen schmeißt.
26:36Emma hat ihm gut getan.
26:38Wenn man Verantwortung für ein kleines Kind hat, dann muss man lernen, sich zusammenzunehmen.
26:42Schade.
26:44Ich wäre gern dabei gewesen, wenn Sie abreisen.
26:47Ich werde ein paar Fotos machen.
26:49Erzählst du mir, wie es um Michael München geht, auch wenn ich in der Haftanstalt bin?
26:55Aber natürlich.
26:57Es ist doch wichtig, dass ihr beide in Kontakt bleibt.
27:00Er ist und bleibt dein Sohn.
27:02Daran wird sich nie etwas ändern.
27:10Wirklich, ich habe nur Kleingeld gesucht.
27:14Kleingeld?
27:15Ja, für, für Orangensaft.
27:18Wie viel kostet denn ein Liter Orangensaft?
27:20Was?
27:22Ein Liter Orangensaft.
27:23Was kostet der?
27:25Der billige oder der teure?
27:28Du warst noch nie einkaufen.
27:31Da ist schon was her.
27:33Du hast noch nie geputzt.
27:36Hör mal.
27:41Also gut, ich wollte dir die Putzfrau bezahlen.
27:45Was?
27:47Du hast eine Putzfrau bestellt?
27:51Mann, Toni, ich weiß, dass ich gesagt habe, dass ich es selber mache.
27:54Aber ich bin hochschwanger.
27:57Vanessa, wenn ich mir eine Putzfrau leisten könnte, dann hätte ich eine.
28:00Ich habe einen kleinen Sohn zu versorgen.
28:02Und es ist mir wichtiger als eine blitzeblanke Wohnung.
28:05Du hast mich aber nicht hier behalten, damit ich dir deine Sachen hinterher räume, oder?
28:17Ich habe dich hier behalten, weil mir was an dir liegt.
28:22Und ganz egal, ob das mein Kind ist oder nicht.
28:29Übrigens.
28:30Aber was ist das?
28:321,08 Euro.
28:34Dann, Toni.
28:35Können wir vielleicht, sagen wir mal den für 2,99 Euro nehmen?
28:42Verstehe.
28:50Mann, oh Mann.
28:52Und ich mache mir nur Sorgen darüber, wie ich meinen Film finanziert kriege.
28:55Sorry, David.
28:57Bislang ist es ja nur ein Verdacht.
28:59Aber du vertraust Katharina.
29:01Ja, sie ist gut in dem, was sie tut.
29:02Sie macht einen guten Job.
29:04Was erhoffst du dir eigentlich insgeheim?
29:06Dass es stimmt oder dass alles nur ein Irrtum ist?
29:08Ich weiß es nicht.
29:11Einerseits würde ich mir natürlich niemals wünschen, dass das irgendjemand sowas meiner Mutter hätte antun können.
29:16Aber andererseits willst du endlich wissen, wer es war.
29:20Ja.
29:21Und ich will, dass dieser Mensch gefunden wird und zur Rechenschaft gezogen wird.
29:25Weißt du, was ich mich schon die ganze Zeit frage?
29:28Welche Rolle Lenas Vater eigentlich in diesem Szenario spielt.
29:32Ich meine, offenbar sagt er nur die halbe Wahrheit.
29:34Ja, das sehe ich ganz genauso.
29:36Und selbst wenn Toni der Mörder meiner Mutter ist, dann steckt da Frank mit drin.
29:41Ich meine, er hat ihn gedeckt.
29:43Allerdings.
29:43Und es hieße, dass er mindestens zwei Jahre ins Gefängnis muss, wegen Beihilfe zum Mord.
29:48Arme Lena.
29:51Ja.
29:52Das würde dann für immer zwischen uns stehen.
29:58Sie war vorhin da.
30:00Und?
30:02Sie hat ein schlechtes Gewissen, weil sie gestern im Tango Lauf auf mal live ohne mich gesungen hat.
30:07Das ist ja unser Lied und so weiter.
30:09Dabei freue ich mich doch, wenn sie Erfolg hat und Auftritte und sowas.
30:13Und was noch?
30:15Ja, was soll ich ihr sagen?
30:17Soll ich ihr sagen, hey Lena, komm, lass uns alles vergessen, lass uns nochmal von vorne anfangen.
30:21Ach ja, und wo wir gerade dabei sind, kannst du deinen Vater bitte fragen, ob er einen Mord deckt?
30:25Wenn es überhaupt ein Mord war.
30:28Ja, wenn.
30:31David, die Hoffnung stirbt zuletzt.
30:34Wow.
30:35Du, das habe ich früher auch schon immer den Mädchen ins Poesiealbum geschrieben.
30:40Herzchen dran, Pfeil durch, Blutstropfen.
30:43Du hast diesen Mädels tatsächlich in ihr Poesiealbum geschrieben?
30:46Ja, weil es klug klang, lebenserfahren.
30:49So.
30:50Wow.
30:52Ja, wow.
31:20Ja, wow.
31:28Bin ich dir vielleicht nur begegnet, damit du diese Melodie in mir hörst?
31:36Soll also gar kein Paar aus uns werden, David?
32:13Hast du dich mit Jansen getroffen?
32:15Oh ja, und er sagt, er hätte ein paar dicke Fische an der Angel.
32:18Weißt du das schriftlich?
32:19Ja, die wollen den Hauptanteil übernehmen. Und das ist erst der Anfang, sagt Jansen.
32:24Er steht einfach voll hinter dem Projekt. Wirklich, das spüre ich.
32:27Also ich habe ein richtig gutes Gefühl.
32:29Na dann?
32:30Ich finde apropos, dass wir ruhig mehr Kontraste einarbeiten könnten.
32:34Und die Rüschen vielleicht in unterschiedliche Farben setzen.
32:37Ja, aber das wäre nicht original.
32:40Aber originell.
32:42Stimmt.
32:44Tom, du kannst dir gar nicht vorstellen, wie viel mir dieser Auftrag bedeutet.
32:48Doch, doch, das kann ich. Das ist sicherlich keine einfache Situation, deinem Mann.
32:54Nein.
32:55Lena und Micha sind doch für dich da.
32:58Lena schon. Aber Micha zieht heute mit Jasmin und Emma nach München um.
33:03Was? Heute schon?
33:04Ja.
33:07Wir alle haben jetzt neue Ziele in unserem Leben.
33:10Und deshalb ist das Glas für mich auch nicht halb leer, sondern halb voll.
33:13Ja.
33:14Tom, diese Arbeit an diesem Projekt ist wirklich eine Herausforderung für mich.
33:18Und wer weiß, vielleicht ergeben sich ja ganz neue Perspektiven.
33:21Stimmt. Moment. Entschuldigung.
33:25Lorenz?
33:29Herr Jansen, was heißt das konkret?
33:39Verstehe.
33:41Ja, danke.
33:45Der Investor ist abgesprungen.
33:53Das heißt es, es gibt keinen Film?
33:58Nein, vorerst nicht.
34:01Und damit leider auch kein Auftrag für dich, Pia.
34:07Ja.
34:10Ich dachte schon, du willst dich still und heimlich verkümmern.
34:13Obwohl, ich kann es dir verstehen, dass du sauer auf mich bist.
34:15Warum? Weil sie dich wieder verhaftet haben?
34:22Das war nichts, glaub mir.
34:24Ewas hat mich auf dem Kieker.
34:26Ich weiß auch nicht, was ich dem Typen getan habe.
34:32Kannst du dich auch erinnern, als du zum ersten Mal mit mir aufgetaucht bist?
34:35Da warst du nicht viel älter als Luca, Jesus.
34:38Mit deinem kleinen Spielzeugauto, weißt du noch?
34:41Ja, ja, ja. Der rote Sportflitzer, den Lena mir geschenkt hat.
34:43Genau.
34:44Den hast du wieder hingekriegt.
34:46Du hast zu Lena gehört.
34:47Und damit auch zu meiner Familie.
34:50Hallo, ich bin nicht die Einzige, die nach München fährt.
34:52Das sind auch deine Klamotten.
34:54Ich muss.
34:55Ja, ja.
34:57Alles klar.
35:01Vergiss mich nicht.
35:03Keine Sorge.
35:03Du bist doch der einzige große Bruder, den ich hab.
35:08Gut, dann kannst du gleich die Koffer ans Auto tragen.
35:24Raphael.
35:24Ich habe dich gar nicht bemerkt.
35:27Und hat sich Fritz inzwischen gemeldet?
35:31Nein, leider noch nicht.
35:36Sag mal, wo ist Vanessa eigentlich?
35:39Irre ich mich oder habe ich sie in der letzten Zeit gar nicht mehr gesehen?
35:43Wo ist sie denn? Habt ihr euch gestritten?
35:45Nein, überhaupt nicht.
35:46Sie ist in den Schwarzwald gereist, um sich eine Klinik anzusehen.
35:51Eine Geburtsklinik.
36:10Wow.
36:13Ich wollte dir eigentlich dabei helfen.
36:21Aber das hast du nicht alleine gemacht.
36:29Ich entdecke ungeahnte Fähigkeiten in dir.
36:32Das nächste Mal bist du dran.
36:36Abgemacht.
36:38Soll ich dir eine Badewanne verlaufen lassen?
36:42Oder dich massieren?
36:44Du könntest mich küssen.
36:54Meinst du so?
36:59Ja, schon ganz gut.
37:04Oder so.
37:14Vielleicht so?
37:26So.
37:27Hallo, wir machen ein Foto.
37:29Riff mal ein bisschen zusammen.
37:30Noch näher.
37:31Und?
37:32Komm.
37:36Pia, kannst du ein bisschen lächeln?
37:39Jetzt.
37:41Drei, zwei, eins und cheese.
37:44Komm, ein letztes.
37:45Mit Taxi.
37:46Und?
37:47Jetzt.
37:51Ich schick's dann gleich an Frank, ja?
37:53Ach Kinder.
37:54Wieso werdet ihr bloß so schnell erwachsen?
37:56Mach's gut, Tante Lina.
37:58Nenn mich nicht immer Tante.
38:03Andreas?
38:03Siehst du, ihn nennst du auch nicht Onkel.
38:05Pass gut auf euch auf.
38:06Du auch auf Papa.
38:07Sei nicht so streng mit ihm.
38:09Irgendeiner muss doch streng mit ihm sein.
38:11Wird schon alles gut werden.
38:12Bis zehn.
38:14Ich hoffe für dich und Papa auch.
38:19Kleiner Bruder.
38:20Große Schwester.
38:22Versprich mir, dass du glücklich bist.
38:24Und was ist mit dir?
38:26Ich geb mir Mühe.
38:28Komm, uns bald besuchen.
38:29Ja, ganz bestimmt.
38:31Spätestens zum Oktoberfest.
38:34Michael, wir müssen los.
38:35Sonst verpassen wir doch den Zug.
38:37Hört mal und nicht vergessen, ja?
38:38Ja, wir rufen an.
38:44So.
39:01Meldet euch, ja?
39:08Jetzt sind wir beide ganz allein.
39:33Entschuldigung.
39:34Frau Kovac hat mir gesagt, dass ich Sie hier finde.
39:38Kein Problem.
39:40Professor Reinders hat sich die Fotos angesehen.
39:43Und ich wollte Ihnen das Ergebnis nicht am Telefon mitteilen.
39:46Das klingt nach einer schlechten Nachricht.
39:49Setzen Sie sich doch.
39:56Ich hatte mit meiner Vermutung recht.
39:58Die Einblutungen weisen eindeutig darauf hin,
40:01dass Ihre Mutter erwürgt worden ist.
40:03Es tut mir leid.
40:07Und wie geht es jetzt weiter?
40:10Das ist Ihre Entscheidung.
40:12Ja.
40:13Ich war heute Vormittag schon mal bei Peter Evers.
40:16Und er hat mir gesagt, dass er sich auch vorstellen könnte,
40:18dass es Toni Weiß war.
40:20Also haben Sie bereits Anzeige erstattet?
40:22Nein, nein, nein.
40:22Ich habe ihn nur nach einer persönlichen Einschätzung gebeten.
40:25Ganz inoffiziell.
40:28Und er geht davon aus, dass Toni ihre Mutter als Zeugin aus dem Weg räumen wollte,
40:31weil sie nach dem Unfall nicht gleich tot war.
40:33Ja.
40:34Und er hat nicht abgestritten, dass Frank ihn schützen könnte.
40:38Oder dass Frank Sander sich selber schützt, indem er eine geringere Straftat gesteht.
40:43Fahrerflucht mit Todesfolge, das zieht eine mildere Strafe nach sich als ein vorsätzlicher Mord.
40:47Wir können diese Möglichkeit nicht außer Acht lassen.
40:49Frank hat sich vor ein Auto geworfen, um mir das Leben zu retten.
40:53Er wäre dabei fast gestorben.
40:54Das ist nicht unbedingt ein Widerspruch.
40:56Er versucht damit, seine Schuld wieder gut zu machen.
40:59Dass er Toni Weiß deckt, ja.
41:01Und meinetwegen hat er auch diesen Unfall verschuldet.
41:03Aber dass Frank Sander aus dem Auto steigt, um meine Mutter zu...
41:08Entschuldigung, aber das kann ich mir nicht vorstellen.
41:10Ich behaupte nicht, dass es so war.
41:11Aber das sind die Überlegungen, die der Staatsanwalt anstellen wird,
41:14wenn es zu einem erneuten Prozess kommt.
41:15Das wird mir Lena niemals verzeihen.
41:18Niemals.
41:20Ich fürchte, sie werden sich entscheiden müssen.
41:23Entweder sie erstatten erneut Anzeige und klären den Mord an ihrer Mutter auf,
41:27oder sie lassen es ruhen.
41:29Aus Rücksicht auf die Frau, die sie lieben.
41:37Es könnte sein, dass meine Mutter nicht an den Folgen des Unfalls gestorben ist.
41:41Und das will ich wissen.
41:42Wegen ihr und auch wegen uns.
41:45Es geht darum, ob ich der Vater deines Kindes bin.
41:47Und wenn ich es bin, dann habe ich ein Recht, es zu erfahren.
41:49Tschö.
41:51Der war ja nett.
41:53Mega nett sogar.
41:54Das ist ganz schön anstrengend, die ganze Zeit in die Kamera zu lächeln.
41:59Ups.
41:59So, hoppla.
42:00Entschuldige bitte.
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