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KurzfilmeTranskript
00:00Du bist unsere Liebe, Pfarrer. Ich will dich nie wieder sehen.
00:11Papa! Frank!
00:12Eigentlich müsste ich jetzt da liegen.
00:16Wenn er mich nicht in letzter Sekunde von der Straße gezogen hätte.
00:21Vielleicht wollte er etwas gut machen.
00:24Lena, ich hätte niemals gewollt, dass dein Vater für mich sein Leben riskiert.
00:29Erst recht nicht, um irgendwas gut zu machen.
00:32Nicht so stürmisch, junger Mann.
00:33Du kannst wieder sehen?
00:38Ja, ich kann wieder sehen. Aber das muss unser Geheimnis bleiben, okay?
00:41Das Finanzamt macht mir Druck.
00:43Und wenn ich meine Schuld nicht so schnell wie möglich bezahle, dann fänden wir alles, was ich zum Leben brauche.
00:48Aber das können die doch nicht machen.
00:49Ich habe keine Ahnung, wie ich so schnell zu Geld kommen soll.
00:52Außer ich mache nochmal ein Auto klar.
01:01Und nicht bewegen!
01:07Meinst du, du kannst mir irgendwann verzeihen?
01:10Es gibt nichts, das ich dir verzeihen müsste.
01:12Du hast einen besseren Mann verdient.
01:14Das rät doch nicht so einen Unsinn.
01:18Frank!
01:20Frank!
01:21Frank!
01:22Ich hole Dr. Schmelting.
01:23Frank!
01:25Frank!
01:55Untertitelung des ZDF, 2020
02:14Untertitelung des ZDF, 2020
02:54Untertitelung des ZDF, 2020
03:24Untertitelung des ZDF, 2020
03:25Du machst dir doch keinen Vorwurf
03:28Frank liegt im Krankenhaus, weil er mir das Leben gerettet hat
03:31Und gleichzeitig ist er verurteilt worden, weil er den Tod meiner Mutter verschuldet hat
03:36Das ist einfach eigenartig
03:37Ich müsste ihn eigentlich hassen
03:40Aber das tust du doch nicht
03:42Nein
03:45Im Moment verspüre ich nur Dankbarkeit
03:53Was machen die denn bloß mit Papa?
03:55Operieren die ihn nochmal?
04:25Untertitelung des ZDF, 2020
04:52Ich hab noch mal mit Dr. Schmelting gesprochen.
04:54In einer halben Stunde wird Frank wieder auf sein Zimmer verlegt und ihr dürft zu ihm.
04:59Allerdings ist er dann noch nicht wieder bei Bewusstsein.
05:05Vielleicht sollten wir alle die Nacht zu Hause verbringen.
05:07Auf keinen Fall.
05:08Ich bleib hier.
05:09Ich auch.
05:11Aber ihr seid doch schon den ganzen Tag hier im Krankenhaus.
05:13Und für Frank können wir im Moment nichts tun.
05:17Warum braucht Frank eine neue Herzklappe?
05:19Die Sanitäter mussten noch im Rettungswagen den Herzbeutel punktieren.
05:22Dabei sind Bakterien eingedrungen.
05:25Die Herzklappe hat sich entzündet.
05:28Wie viel Zeit hat Papa denn noch ohne OP?
05:30Es ist schwer zu sagen.
05:33Sollten wir uns nicht wenigstens in die Cafeteria setzen.
05:36Ihr habt kaum was gegessen.
05:39Ich krieg eh nichts runter.
05:42Schatz, du könntest mir einen Kaffee mitbringen, ha?
05:47Okay.
05:54Diese Ungewissheit macht mich völlig verrückt.
05:56Mama.
05:57Hier sitzen zu müssen und zu warten, das macht mich verrückt.
06:01Meinst du, wir können Onkel Andreas anrufen?
06:07Andreas?
06:09Ja, er ist Herzchirurg.
06:11Ja, ich weiß, ein sehr, sehr guter sogar.
06:14Aber wir haben seit Jahren keinen Kontakt.
06:16Na und, er ist Papas Bruder.
06:18Ja.
06:19Und die beiden sind völlig zerstritten.
06:21Was spielt denn das jetzt für eine Rolle?
06:24Wir können doch nicht weiter hier sitzen und warten, bis es zu spät ist.
06:28Vielleicht kann er uns helfen.
06:32Ja.
06:43Guten Abend.
06:45Lena Sander hier.
06:46Ich brauche eine Nummer in Marburg oder Umgebung.
06:50Der Name ist Dr. Andreas Sander.
06:58Weißt du, Fritz, ich würde so gern einfach irgendwas für Lenas Vater tun.
07:05Oder wenigstens Lena beistehen.
07:08Aber ich fürchte, sie will mich gar nicht sehen.
07:11Warum nicht?
07:12Ihr seid euch nah, trotz alledem.
07:14Weil sie mir die Schuld gibt.
07:15Aber das stimmt doch nicht, David.
07:18Dafür gibt's keinen Grund.
07:19Lenas Vater hat sich dazwischengeworfen, um dich zu retten.
07:22Natürlich macht Lena sich Sorgen um ihren Vater.
07:25Aber sie weiß ganz genau, dass du nicht dafür verantwortlich bist.
07:28Aber du weißt ja, dass meine Anwältin Lena im Gericht vorgeworfen hat,
07:33sie hätte die ganze Zeit Bescheid gewusst vom Unfall ihres Vaters.
07:36Und ihr Mitwisserschaft unterstellt.
07:39Genau.
07:40Aber das war nicht abgesprochen.
07:43Lena denkt jetzt natürlich, dass das auch meine Meinung ist.
07:48Das stimmt nicht.
07:49Natürlich nicht.
07:51Lena hätte sowas nie geheim halten können.
07:53Sie hat es mir gesagt.
07:54Dafür ist sie viel zu aufrichtig.
07:56Sprich mit ihr.
07:57Sag ihr, was du auf dem Herzen hast.
08:00In jeder Beziehung gibt es Probleme.
08:02Aber die kann man lösen.
08:04Das Wichtigste ist, miteinander zu reden.
08:07Es ist nie zu spät, um für seine eigene Liebe zu kämpfen.
08:13Sieh dir deine Großmama und mich an.
08:17Hm?
08:36Das Wichtigste ist, äh.
08:48Gibt's schon was Neues von Frank?
08:51Seit gestern nichts Neues.
08:55Aber was anderes gibt es nicht.
08:56Wir sind kein Drei-Sterne-Restaurant.
08:58Ja, ist ja besser als gar nichts.
09:00Sagen Sie mal, wann komm ich eigentlich raus?
09:03Oh, das kann dauern.
09:04Auf jeder Reihe stehen bis zu fünf Jahre.
09:08Ich hab mit dem gestohlenen Wagen nichts zu tun.
09:10Das hab ich in meiner Vernehmung noch klar und deutlich gesagt.
09:13Und wenn Sie lügen?
09:14Sie wär nicht der erste Mensch, der die Wahrheit verschweigt, um seinen Kopf zu retten.
09:17Herr Evers, ich weiß, dass Sie mir nicht glauben.
09:20Der Kunde wollte mir den Wagen verkaufen.
09:22Ich hab da gleich gemerkt, dass was nicht stimmt.
09:24Aber da standen Sie ja schon mit Ihrem Blaulicht.
09:26Und wohin ist dieser angebliche Kunde denn abgehauen?
09:29Woher soll ich denn das wissen?
09:30Wenn Sie ihm hinterhergegangen wären, statt mich festzunehmen,
09:33dann wären Sie jetzt mit Ihren Ermittlungen schon viel weiter.
09:34Sie glauben doch nicht im Ernst, dass Ihnen irgendjemand diese Geschichte abnimmt.
09:37Dazu stehen Sie viel zu lange auf unserer Liste.
09:40Verdacht auf Autodiebstahl.
09:42Verdacht der Hehlerei.
09:43Sie lackieren gestohlene Wagen um,
09:45statten Sie mit gefälschten Papieren aus,
09:47um Sie dann nach Osteuropa weiter zu verschieben.
09:52Der gestohlene Wagen beweist überhaupt nichts.
09:55Sie werden nicht einen Fingerabdruck von mir an dem Auto finden.
09:59Was kann ich denn dafür, wenn ein Krimineller mir den Wagen verkaufen will?
10:04Freuen Sie sich nicht zu früh.
10:06Nach Ihrem angeblichen Kunden wird noch Gefahren.
10:08Der erzählt uns sicher eine ganz andere Version Ihres Treffens.
10:11Dann lügt er.
10:13Ich bin unschuldig.
10:15Das werden wir ja sehen.
10:28Hat er Fieber, Linda?
10:3039,3.
10:31Die Infektion am Herzen?
10:33Ja, aber das ist nichts Ungewöhnliches in solchen Fällen.
10:38Ich bin...
10:40Ich bin gleich wieder da.
10:45Ich gehe schon.
11:04Ich kann doch nicht schon wieder vor Micha heulen.
11:09Er hängt so an seinem Vater.
11:36Wenn ich Frank da so liegen sehe, an all den Apparaten.
11:39So hilflos.
11:42Ausgerechnet er, der immer so stark und energiegeladen war.
11:46Und jetzt...
11:49...kommen gerade so viele Erinnerungen hoch.
11:56Ich weiß noch genau, wie er damals zu mir kam.
11:59Gleich nach Lenas Geburt.
12:01Er hat...
12:03Er hat sie so zärtlich in seine Arme genommen.
12:06Und er sah so glücklich aus in dem Moment.
12:08Und ich war es auch.
12:14Ich muss jetzt stark sein für die Kinder.
12:17Das bist du doch, Pia.
12:21Linda.
12:22Linda.
12:25Ich bin so froh, dass du bei uns bist.
12:28Danke dir.
12:32Danke dir.
12:36Papa schafft es nicht.
12:38Habe ich recht?
12:40Unsinn.
12:41Papa ist ein Kämpfer.
12:42Lena, jetzt halt mich nicht für dumm.
12:44Ich habe doch gehört, was Linda und die Ärzte gesagt haben.
12:47Erinnerst du dich noch an Andreas?
12:50Papas Bruder.
12:51Der Arzt.
12:53Ja, was ist mit ihm?
12:54Ich habe ihn angerufen.
12:56Er ist auf dem Weg hierher.
12:58Er wird Papa operieren.
13:13Die Chefin höchstpersönlich.
13:16Muss ich Ihnen jetzt auch nochmal bestätigen,
13:17dass ich den Wagen weder gestohlen habe,
13:19noch verkaufen wollte.
13:20Das können Sie sich sparen.
13:22Haben Sie den Dieb geschnappt?
13:23Nein, das haben wir noch nicht.
13:26Was ist denn los?
13:28Ich habe gerade mit dem Haftrichter gesprochen.
13:30Sie können gehen.
13:34Sehen Sie?
13:35Ich bin unschuldig.
13:37Aber wieso denn?
13:38Herr Weiß hat einen festen Arbeitsplatz,
13:40einen festen Wohnsitz
13:40und er kümmert sich regelmäßig um seinen Sohn.
13:43Der Richter sieht keine Fluchtgefahr.
13:45Habe ich doch gesagt.
13:47Das gibt es doch nie je.
13:48Wir können nichts tun.
13:51Schönen Tag noch.
13:58Ja?
14:01David?
14:02Wolltest du nicht zu Lena ins Krankenhaus?
14:05Ja, ich bin gerade auf dem Sprung.
14:08Kannst du Gedanken lesen?
14:10Nein, aber Fritz hat mir
14:11von eurer nächtlichen Begegnung erzählt.
14:14Ja, wir haben keine Geheimnisse voreinander.
14:19Ich bin so froh,
14:21dass dir nichts passiert ist.
14:23Du könntest jetzt auch
14:24im Krankenhaus liegen.
14:25Oder noch schlimmer.
14:27Ja, das könnte ich.
14:30Wie schnell sich doch
14:31von einem Moment auf den anderen
14:33alles ändern kann.
14:35Wovon sprichst du?
14:37Naja,
14:38wenn ich zum Beispiel
14:39auf einmal nicht mehr da bin,
14:41darüber muss ich schon
14:42den ganzen Morgen nachdenken.
14:43Darüber denkst du nach?
14:45Das solltest du aber nicht.
14:47Du bist noch äußerst fit.
14:49Ja, das sagst du jetzt.
14:51Aber was wird dann
14:53zum Beispiel aus Fritz?
14:55Wenn du mal nicht mehr bist.
14:57Ja.
14:59Weißt du,
14:59er fühlt sich hier zu Hause.
15:01Das Schloss,
15:03der Park,
15:04das erinnert ihn
15:06an seine Jugendzeit.
15:07Das ist einfach hier
15:09sein Zuhause.
15:10Ja, aber es ist doch klar,
15:11dass er hier bleiben kann.
15:12Also für mich sowieso
15:13und für Raphael mittlerweile auch.
15:15Ja, wahrscheinlich hast du recht.
15:17Aber es wäre nicht
15:18das erste Mal,
15:19dass es bei einem
15:20so großen Vermögen
15:21wie die Mainz
15:22zu Streitereien kommt.
15:23Aber das wird nicht passieren.
15:25Außerdem lebst du noch
15:26mindestens 20 Jahre.
15:28Ich danke dir
15:29für deinen Optimismus.
15:31Es geht mir ja auch gut.
15:32Trotzdem,
15:33in meinem Alter
15:34sollte man sich
15:35mit dieser Frage
15:36auseinandersetzen.
15:37Na, natürlich.
15:38Aber man darf auch
15:39nicht zu pessimistisch sein.
15:41Wir werden hier noch
15:42eine ganze Zeit
15:43zusammen glücklich leben.
15:45Ach,
15:46das hoffe ich.
15:51Ach,
15:51Toll.
15:56Nimm's doch nicht
15:57so persönlich.
15:58Tu ich nicht.
15:59Es ist natürlich kein
15:59Privatduell
16:00zwischen dir und weiß
16:01und mir.
16:06Irgendwas Neues
16:06aus dem Krankenhaus?
16:07Franks Zustand
16:08ist unverändert ernst.
16:10Er ist zäh,
16:11er wird es schaffen.
16:13Ja, bestimmt.
16:14Was er für
16:15David von Ahrensberg
16:16getan hat,
16:16das würde auch
16:17nicht jeder tun.
16:20Außerdem glaube ich
16:20nach wie vor,
16:21dass er seinen Freund
16:22Toni Weiß
16:22im Prozess
16:23auch geschützt hat.
16:24Was hast du eigentlich
16:25gegen ihn?
16:26Was meinst du denn damit?
16:27Na, ist ja offensichtlich,
16:28dass du ihn nicht
16:28ausstehen kannst.
16:29Sieht man mir das
16:30so stark an?
16:31Ehrlich?
16:32Ja.
16:34Du hast recht.
16:36Es gibt Leute,
16:37für die gelten
16:38Recht und Gesetz nicht.
16:39Sie setzen sich
16:39über alles hinweg
16:40und fühlen sich
16:41unverwundbar.
16:41Das macht mich wahnsinnig.
16:42Ja, das kann ich verstehen,
16:44aber Toni Weiß
16:45hat er bisher
16:45einfach nur Glück.
16:46Und irgendwann
16:47macht er den
16:48entscheidenden Fehler.
16:50Und dann haben wir ihn.
16:51Ja.
16:53Einen Trumpf
16:53haben wir noch im Ärmel.
16:55Du meinst
16:56den anonymen Anrufer,
16:57der ihn angezeigt hat?
16:58Offenbar hat er auch
16:59was gegen ihn
17:00und er weiß mehr als wir.
17:03Du hast recht.
17:04Lange wird Toni Weiß
17:05nicht mehr frei rumlaufen.
17:26Toni, wenn du nach deiner Nacht
17:27in der Zelle
17:28Ausgleich brauchst,
17:28dann geh doch
17:29im Park spazieren.
17:31Falls dir das nicht
17:31ganz klar ist,
17:32Vanessa,
17:32die Nacht in der Zelle
17:33habe ich dir zu verdanken.
17:34Mir?
17:35Habe ich etwa
17:36den Wagen gestohlen?
17:37Nein.
17:38Aber Raphael
17:39hat mich angezeigt,
17:40um sich bei mir zu rächen,
17:41weil ich ihm das Geld
17:42abgenommen habe.
17:42Und zwar für dich.
17:44Ach komm, Toni,
17:45so ganz uneigennützig
17:46war die ganze Sache
17:47doch nicht.
17:48Immerhin hast du
17:4830.000 Euro unterschlagen
17:50und unsere Abmachung war,
17:51dass ich die Hälfte
17:51davon bekomme.
17:52Leider habe ich das Geld
17:53bisher noch nicht gesehen.
17:54Also erzähl mir nicht,
17:55dass ich an einem
17:56Schlamassel schuld bin.
17:59Aber wie kommst du überhaupt
18:00darauf, dass Raphael
18:00dich an die Polizei
18:01verraten hat?
18:03Ich wüsste nicht,
18:04wer sonst.
18:05Ja, aber Raphael
18:06weiß doch gar nichts
18:06von deinem Autodiebstahl.
18:08Trotzdem bin ich mir sicher,
18:09dass er hinter der Anzeige
18:09steckt.
18:13Was machst du denn hier?
18:14Er weiß und ich,
18:15wir hatten etwas
18:15Geschäftliches zu besprechen.
18:17Aha.
18:18Ja.
18:19Also, Ihren Wagen
18:20können Sie dann
18:21diese Tage abholen.
18:22Vielen Dank.
18:23Machst du einen Moment.
18:33Die Ärzte hoffen,
18:34dass mein Vater
18:34in den nächsten Stunden
18:35aufwacht.
18:36Endlich.
18:37Und wann operieren
18:38sie ihn wieder?
18:39Sobald es geht.
18:41Erinnerst du dich
18:42noch an Onkel Andreas?
18:43Klar.
18:44Wie könnte man
18:44den vergessen?
18:45Warum?
18:46Er kommt gleich.
18:48Er ist mittlerweile
18:49ein anerkannter
18:49Herzspezialist.
18:50Er wird meinen Vater
18:51operieren.
18:52Das freut mich für euch.
18:53Soll ich rüberkommen?
18:54Nein, das ist lieb von dir.
18:55Vielleicht später.
18:57Mach's gut.
18:58Ich denke an dich.
19:00Ciao.
19:10Hallo.
19:15Wie geht's deinem Vater?
19:16Nicht so gut.
19:19Wir hoffen, dass er es schafft.
19:24Ich weiß, was du sagen willst.
19:27Kann ich irgendwas tun?
19:48Ich will wieder rein.
19:52Klar.
20:09Tut mir leid, mehr konnte ich nicht auftreiben.
20:12Da ich nicht sagen konnte, wofür, wollte mir keiner was leihen.
20:14Außer Herr Schobert.
20:16Ja, schon gut.
20:17Das war ja immerhin etwas.
20:18Hast du wieder ein Auto geklaut?
20:20Nein.
20:21Ich hab's mir anders überlegt.
20:23Ich wollte's nicht riskieren.
20:26Und wie willst du den Rest der Schulden jetzt bezahlen?
20:29Ich will hoffen, dass ich einen Zahlungsaufschub bekommen vom Finanzamt und meinen anderen
20:32Gläubigern auch.
20:33Und wenn nicht?
20:35Ich hab alles wieder im Griff.
20:36Mach dir keine Sorgen.
20:37Das sagst du jedes Mal.
20:39Ich höre, wir haben Besuch.
20:40Herr von Ahrensbeck, das ist nur Herr Weiß.
20:42Was heißt denn hier nur?
20:44Guten Tag, Herr Weiß.
20:46Na, was machen die Geschäfte?
20:47Sie könnten nicht besser laufen.
20:49Das freut mich für Sie.
20:51Werden Sie so reizen und bringen mir einen Kaffee ins Kaminzimmer?
20:54Sehr wohl.
21:03Haben Sie gestern die Polizei angerufen?
21:06Ach, wissen Sie, ich bin Tag ein Tag aus mit so vielen Menschen im Gespräch.
21:09Haben Sie oder haben Sie nicht?
21:11Wenn Sie mich so direkt fragen, ja.
21:14Ich hatte ein kurzes, aber nettes Gespräch mit Herrn Evers.
21:17Sie wollen mich ins Gefängnis bringen?
21:19Na, Sie haben sich doch aus der Affäre gezogen.
21:22Warum machen Sie das?
21:23Ich hab gedacht, wir wollen uns gegenseitig in Ruhe lassen.
21:26Natürlich, mir liegt ja auch an einem guten Verhältnis zu Ihnen.
21:28Aber als ich gestern Frau Kovac telefonieren hörte, da konnte ich einfach nicht widerstehen.
21:33Und ich finde, ich habe etwas zu schnell auf das Geld verzichtet, das Sie mir so rüde abgenommen haben.
21:38Sie erinnern sich?
21:39Es war nicht Ihr Geld.
21:41Es hat Vanessa gehört.
21:42Das spielt keine Rolle.
21:43Ich habe mich ziemlich über Sie geärgert und ich habe mich remangiert.
21:46Damit sind wir quitt.
21:47Sie hatten Ihren Spaß, ich hatte meinen.
21:50Und wissen Sie, was ich besonders komisch finde?
21:52Frau Kovac hat mich gestern um Geld gebeten.
21:55Das ist doch bestimmt für Sie.
21:56Ihnen steht das Wasser bis zum Hals, stimmt's?
21:59Mir steht was ganz anderes bis zum Hals.
22:00Das wird schon wieder, Herr Weiß.
22:03Einen schönen Tag noch.
22:25Andreas kommt bestimmt bald.
22:29Hoffentlich.
22:39David war hier.
22:42Ja.
22:47Was ist mit euch beiden?
22:50Ich weiß es nicht.
22:53Ich weiß überhaupt nichts mehr.
22:59Aber es war schön, dass er mich in den Arm genommen hat.
23:02Das ist doch gut.
23:07Mama, es ist einfach so viel passiert.
23:10Ich habe Angst, dass es immer zwischen uns stehen wird.
23:13Du meinst, weil Frank für den Tod von Davids Mutter verantwortlich ist?
23:18Papa liegt jetzt hier.
23:20Weil er Schuldgefühle hatte und deswegen David gerettet hat.
23:26David hat keine Schuld daran.
23:28Nein, natürlich nicht.
23:34Aber das Wichtigste ist jetzt sowieso, dass Papa wieder gesund wird.
23:38Ja, das wird er.
23:39Ganz bestimmt.
23:42Daran müssen wir einfach glauben.
23:48Oh Mann, diese Drehbücher hältst du keine zehn Seiten aus.
23:52Immer dieselben Stoffe.
23:53Willst du mir stattdessen vielleicht ein bisschen helfen?
23:56Nee, sorry.
23:59Außerdem hast du mir hoch und heilig versprochen, dein Chaos selber zu beseitigen.
24:04War eine Schnappsi, die mich aufgerechnet mit Aufräumen abzulenken.
24:07Ich will auch mal was anderes drehen.
24:09Ich weiß, dass ich das kann.
24:10Nur mein Produzent traut mir das nicht zu.
24:13Was?
24:14Mein Produzent, der traut mir das nicht zu.
24:16Wer?
24:20Mein Produzent traut mir das nicht zu.
24:22Du bist ein guter Regisseur.
24:24Du kannst alles machen.
24:25Weißt du, ich will eine romantische Komödie oder sowas drehen.
24:29Mit aller Liebe zum Arthouse-Film.
24:31Aber ich möchte Millionen von Menschen ansprechen.
24:35Ich dachte, du willst anspruchsvolle Filme machen.
24:38Conny, nichts ist anspruchsvoller und schwieriger als eine gute Unterhaltung.
24:42Also wenn die Zuschauer die Zeit vergessen.
24:44Wenn sie gebannt von der ersten bis zur letzten Minute da sind.
24:48Das ist Oscar-reifes Kino.
24:52Und was ist damit?
24:55Das ist, das ist irgendwas.
25:00Das ist...
25:05Ja, damit ist was.
25:12Danke, dass Sie sich Zeit genommen haben.
25:15Wie geht es Frank Sander?
25:17Nicht so gut.
25:18Sein Zustand ist immer noch kritisch.
25:21Das macht mir die Sache nicht gerade leichter.
25:23Die Frage ist, wie gehen wir jetzt nach seiner Verurteilung weiter vor?
25:27Sie sind also noch immer der Meinung, dass Tony Weiss in den Unfall verwickelt war?
25:30Absolut.
25:31Für mich gibt es zu viele Ungereimtheiten.
25:33Das deutet darauf hin, dass Frank Sander nicht die ganze Wahrheit gesagt hat.
25:36Ja, das glaube ich ja auch.
25:37Am Ende könnte eine Mitschuld von Tony Weiss Frank Sander entlasten und das wäre doch auch in Ihrem Sinne.
25:43Allerdings.
25:44Ich kann es Ihnen aber nicht versprechen.
25:46Aber ein Versuch ist es doch wert.
25:48David, Sie sind nicht verantwortlich für das, was passiert ist.
25:51Ich weiß, aber ich würde so gern irgendwas für Frank tun oder ihm einfach nur meine Dankbarkeit zeigen.
25:56Das ist wirklich keine einfache Situation.
25:59Und was ist mit Lena?
26:02Das können Sie sich doch vorstellen, oder?
26:04Aber sie ist doch nicht schuld.
26:10Ich wollte mit Ihnen sowieso noch über was ganz anderes sprechen.
26:13Über meine Großmutter.
26:14Also im Namen meiner Großmutter.
26:16Haben Sie noch ein bisschen Zeit?
26:18Eigentlich habe ich noch einen anderen Termin, aber den könnte ich verschieben.
26:21Um was geht es denn?
26:23Es geht um meine Großmutter.
26:24Also sie...
26:25Es geht um etwas, das ihr sehr wichtig ist.
26:28Seid ihr euch wirklich sicher, dass es eine gute Idee war, ausgerechnet ihn herzubitten?
26:31Was hätten wir denn tun sollen?
26:33Frank und Andreas sind seit Jahren zerstritten.
26:35Haben sich ewig nicht gesehen.
26:37Wenn Frank wach wird und Andreas steht vor ihm, regt er sich bestimmt auf.
26:41Ihr wisst doch, was für Stürköpfe die beiden sind.
26:44Immerhin hat Onkel Andreas heute Nacht direkt zugesagt.
26:47Trotzdem.
26:48Frank will seit damals nichts mehr mit seinem Bruder zu tun haben.
26:52Ich war auch wütend auf Andreas.
26:53Ihr Vater wurde krank.
26:55Frank hat ihn gepflegt und Andreas ist kein einziges Mal aus Amerika gekommen.
26:58Ich kenne die alten Geschichten.
27:00Aber es ist nicht völlig unwichtig?
27:02Es geht um Papas Leben.
27:04Ja.
27:05Da hast du recht.
27:07Aber du weißt auch, dein Vater hat sich geschworen, dass er nie wieder was mit seinem Bruder zu tun haben
27:11will.
27:13Papa ist aufgewacht.
27:17Papa, wie fühlst du dich?
27:21Das ist ein richtiger Volksauflauf.
27:26Zu viel schlafen macht etwas müde.
27:31Wie geht's, David?
27:33Komm ich rechtzeitig?
27:37Ja.
27:38Mach dir keine Sorgen.
27:42Was guckt ihr denn zu?
27:51Frank, du musst noch mal operiert werden.
27:57Damit ist bewiesen, dass ich kein Herz aus Stein habe.
28:05Ja, wenn es sein muss, dann bringe ich schnell hinter mich.
28:14Wie so schnell wie möglich, wieder mit meiner süßen Enkeltochter spielen.
28:22Aber die Operation ist nicht ganz einfach.
28:26Hm.
28:27Gut.
28:29Deshalb wird dich jemand von außerhalb operieren.
28:34Ja.
28:35Was ist?
28:38Es, ähm, es handelt sich um Andreas.
28:43Andreas soll mich operieren.
28:51Hat Ihnen David erzählt, worum es geht?
28:54In Ansätzen, ja.
28:55Danke schön.
28:55Bitte schön.
28:58Ich würde gerne die Voraussetzungen dafür schaffen,
29:01dass mein Mann Fritz weiter hier auf Schloss Ahrensberg leben kann,
29:05wenn ich vor ihm sterben sollte.
29:08Das ist juristisch überhaupt kein Problem.
29:10Es gibt auch verschiedene Möglichkeiten.
29:11Welche denn?
29:13Sie könnten Ihrem Mann einen Teil des Schlosses vererben, zum Beispiel.
29:17Nein, das kommt nicht in Frage.
29:18Das Schloss wird einmal mein Sohn Raphael erben.
29:21Eine zweite Möglichkeit wäre,
29:23Ihrem Mann testamentarisch ein lebenslanges Wohnrecht
29:26hier auf dem Schloss einzuräumen.
29:27Ja.
29:28Das ist genau das, was ich mir vorstelle.
29:31Wissen Sie, Fritz und ich haben erst vor kurzem geheiratet.
29:35Aber wir kennen uns schon sehr lange.
29:37Und das Schloss und der Park bedeuten ihm genauso viel wie mir.
29:41Ich fühle mich einfach wohler,
29:42wenn ich weiß, dass er auch nach meinem Tod weiter hier leben kann.
29:46Wenn er das möchte.
29:47Das sehe ich ganz genauso.
29:49Wenn Sie mir den Namen und die entsprechenden Daten geben,
29:51dann bereite ich die Verfügung sehr gerne für Sie vor.
29:53Wunderbar, ich danke Ihnen.
29:56Scheint ja doch ganz spannend zu sein, dein Historienfilm.
30:00Oh ja, das ist mal eine originelle Geschichte.
30:03Conny, also ich kann die Szenen schon förmlich vor Auge sehen.
30:06Da ist dieser tapfige Galan,
30:08der den fiesen Nebenbuhler in die Flucht schlägt.
30:11Du erbärmlicher Wurm, nimm das!
30:13Und auch diesen Hieb er gebühre dir!
30:18Stelle er sich!
30:22Seht da!
30:23Selbst mit den Beinen ist er tatsächlich schneller als mit seinem Degen.
30:29Doch ihr...
30:32Seid ihr unverletzt, Milady?
30:35Ihr habt mich gerettet.
30:37Für diese Tat eigens hat das Schicksal mich auserkoren.
30:41Vor euch seht ihr den glücklichsten Mann auf der ganzen Welt, Milady.
30:45Bitte nennt mich nicht so.
30:46Ich bin nur ein einfaches Mensch.
30:49Für mich seid ihr eine Königin, wahrhaftig, zerbrechlich, wie eine Knospe zart.
30:54Bis ich euch traf, wusste ich von der Liebe nichts.
30:58Wovor fürchtet ihr euch?
31:00Für euch nehme ich es mit einem Herr der Teufel auf.
31:02Mit einer Armee von Bastarden.
31:04Mein Vater!
31:05Er kann hier in den Augenblick kommen.
31:07Er würde es niemals dulden, dass ich mich mit dem Fremden mahle.
31:09Meine Gebieterin zeigt Gnade dem entbrannten Herzen.
31:14Diese Bitte, die müsst ihr mir gewähren.
31:16Dass nur ein einzig Mal meine Lippen die Ehren zart berühren.
31:24So lebet wohl.
31:26Bitte bleibt!
31:33Und ihr Vater?
31:34Ach, jetzt vergiss den Mann, das ist das Rehbuch.
31:52Mini, mini, mini.
31:53Ja, mini.
31:54Komm, komm.
31:55Warte, wir spazieren.
31:57Ja, mini hat mir im Park geholfen.
32:00Ich hatte das Gefühl, vor dem Frühling
32:02muss ich noch einige Sträucher beschneiden.
32:05Mini hat ganz aufgeregt und begeistert
32:08mit den abgesägten Ästen herumgespielt.
32:11Oder waren es zwei klein?
32:14Ich habe vorhin mit Davids Anwältin gesprochen.
32:17Gibt es ein Problem?
32:18Es ging um eine Verfügung für meinen Todesfall.
32:22Du musst keinen Schrecken haben, es geht mit Blenden.
32:25Ja, das hoffe ich doch sehr.
32:28Weißt du, der Fall Sander,
32:30der hat mich zum Nachdenken gebracht,
32:32wie schnell auf einmal plötzlich alles vorbei sein kann.
32:34Ich möchte einfach Vorkehrungen treffen,
32:37damit du unseren Park auch weiter genießen kannst,
32:40wenn es mich einmal nicht mehr gibt.
32:41Ich habe dir ein Wohnrecht auf Schloss Ahrensberg
32:46auf Lebenszeit einrichten lassen.
32:50Aber, Amelie, das musst du nicht.
32:55Aber du bist mein Mann und ich liebe dich.
33:00Amelie, du musst mich nicht absichern.
33:04Ich habe mein ganzes Leben für mich selber sorgen können.
33:08Das weiß ich doch, Fritz.
33:10Aber ich möchte, dass dieser Ort hier dein Zuhause ist.
33:15So wie er auch für mich mein Zuhause ist.
33:21Danke.
33:42Hallo, Linda.
33:43Wie geht es meiner Lieblingskrankenschwester?
33:45Wieso?
33:46Woher weißt du, dass ich es bin?
33:48Intuition, meine Liebe.
33:49Wo bist du?
33:51Noch im Krankenhaus.
33:53Ja, hier auf dem Schloss wartet auch ein Patient
33:55sehnsüchtig auf deine Fürsorge.
33:57Deswegen rufe ich an, Raphael.
33:58Es tut mir wahnsinnig leid,
33:59aber ich kann heute unmöglich zu dir kommen.
34:02Ja, was soll ich denn nur ohne dich tun?
34:04Raphael, bitte.
34:05Franks Leben hängt immer noch am seidenen Faden.
34:07Ich will meine Schwester jetzt nicht allein lassen.
34:09Zumindest nicht bis nach der OP.
34:12Das hatte ich ganz vergessen.
34:14Tut mir leid, dass ich das nicht so einfach vergessen kann.
34:19Entschuldige.
34:19Ja, dann wünsche ich euch, dass alles gut geht.
34:23Danke.
34:24Und Linda?
34:26Melde dich.
34:28Ich liebe dich nämlich.
34:30Ich liebe dich auch.
34:37Wo ist eigentlich Lena?
34:38Sie wollte doch nur einen Kaffee holen.
34:39Vielleicht braucht es ja einfach nur ein paar Schritte.
34:41Ja, sagen Sie beide Vorträge ab.
34:43Das soll Professor Marx übernehmen.
34:45Ich melde mich, sobald ich hier genaueres weiß.
34:47Ja, danke.
34:51Hallo, Andreas.
34:52Pia.
34:53Pia, Linda, schön, euch wiederzusehen.
35:03Nur die Umstände könnten etwas erfreulicher sein.
35:08Andreas, ich bin dir so dankbar, dass du sofort gekommen bist.
35:12Selbstverständlich.
35:13Wie geht's Frank?
35:13Weiß er, dass ich ihn operiere?
35:14Er war natürlich überrascht.
35:16Gesagt hat er nichts, aber ich denke, er akzeptiert es.
35:19Gut.
35:20Dann wird er mit den Jahren vielleicht vernünftig.
35:24Tja, lasst uns keine Zeit verlieren.
35:26Ich hab gleich ein Treffen mit Dr. Schmelding, um mir einen Überblick über Franks Situation zu verschaffen.
35:31Ich hab gleich ein Treffen mit Dr. Schmelding, um mir einen Treffen mit Dr. Schmelding, um mir einen Treffen zu
35:57verarbeiten.
36:09Es war so schön in Davids Arm.
36:12Ich vermisse ihn sehr.
36:20Ständig muss ich an Papa denken.
36:22Und wie er um sein Leben kämpft und daran, was er getan hat.
36:27Wegen Papa lebt Davids Mutter nicht mehr.
36:29Das kann ich einfach nicht vergessen.
36:31Es ist immer in meinem Kopf.
36:33Ich glaube, auch David denkt daran, wenn wir uns sehen.
36:36Ach, David.
36:37Wenn wir es nur schaffen könnten.
36:40Lena, du warst mir vorhin so nah.
36:43Ich hätte dich ewig im Arm halten können.
36:55Du hast gesagt, du willst alles vergessen, was geschehen ist.
36:58Dass du in mir nicht nur die Tochter des Mannes siehst, der schuld ist am Tod seiner Mutter.
37:03Aber kannst du das?
37:06Ich wünschte, wir könnten alles hinter uns lassen, Lena.
37:10Ich wünschte, wir könnten ganz neu anfangen, ohne immer wieder daran erinnert zu werden, was passiert ist.
37:17David, ich glaube nicht, dass wir das jemals vergessen können.
37:20Wenn du mich anschaust, wirst du daran denken.
37:22Es gibt keine Unbefangenheit mehr zwischen uns.
37:26Haben wir noch eine Zukunft?
37:28Ich wünsche es mir so sehr, aber ich glaube nicht.
37:31Ach, David.
37:58Lange her, dass wir uns gesehen haben.
38:00Zehn Jahre, drei Monate in Vaters Grab.
38:04Wie fühlst du dich?
38:06Ging mir schon besser.
38:08Hast du seine Krankenhärkte?
38:1839, drei Stunden am frühen Morgen, deutlich nach links verschobenes Blutbild.
38:22CHP-Wert 103.
38:24Vermutlich Streptokokken mit hoher Virulenz.
38:27Kein Wunder, dass du dich so schlapp fühlst.
38:30Ich hätte nicht später kommen dürfen.
38:33Heißt das, Frank muss sofort operiert werden?
38:36Normalerweise ist das Einsetzen einer künstlichen Herzklappe eine Routineoperation.
38:40Aber unter diesen Umständen, gut, dass Sie da sind.
38:44Sie haben viel Erfahrung mit solchen Operationen.
38:46Vielen Dank für Ihr Vertrauen. Wir schaffen das schon.
38:51Bei mir bist du in guten Händen.
39:18Ja, guten Tag. Mein Name ist Raphael von Ahrensberg.
39:22Spreche ich mit Frau Ulla Hellwig?
39:25Nein, nein, wir kennen uns noch nicht.
39:28Aber ich würde Ihnen gerne einen Auftrag anbieten.
39:31Einen sehr reizvollen Auftrag.
39:35Ich denke, das sollten wir lieber persönlich besprechen.
39:38Hätten Sie denn heute Nachmittag Zeit für ein Treffen im Stadtpark?
39:43Ja, das passt mir gut.
39:46Kein Problem. Ich erkenne Sie.
39:50Ja, auf Wiederhören.
39:58Eine Tage hier auf dem Schloss gehen zu Ende.
40:01Vater.
40:17Lena, wo warst du denn so lange?
40:19Ich brauchte ein bisschen frische Luft.
40:23Andreas bereitet Frank gerade auf die OP vor.
40:26Ein Glück.
40:28Wer hat Papa reagiert?
40:30Nicht sehr begeistert.
40:32Andreas scheint aber zu wissen, was er tut.
40:35Wenn Frank von jemandem erfolgreich operiert werden kann, dann von ihm.
40:39Hoffen wir es.
40:42Das hat Papa alles dir zu verdanken.
40:44Deine Idee, Andreas anzurufen, war seine Rettung.
40:48Verdammt, Frank. Du bist immer noch genauso verbot wie damals.
40:51Du sagst genau der Richtige.
40:53Du bist immer noch der gleiche überhebliche Halbgott in Weiß, der nie einen Fehler macht.
40:57Und du bist immer noch der gleiche Moralapostel.
41:01Ich konnte damals nicht jeden Nachmittag bei Vater vorbeischauen.
41:05Hatte ich etwa keinen Job.
41:06Und zwei Kinder.
41:08Und ich hatte diesen Job in den USA, den ich nicht einfach aufgeben konnte.
41:11Und ich glaube nicht, dass das im Vaters Interesse gewesen wäre.
41:14Nein.
41:15Du warst ja immer der Vorzeigesohn, der Karriere macht.
41:19Und als Arzt hat man natürlich keine Zeit, sich um den armen, kranken Vater zu kümmern.
41:23Und das können andere tun.
41:25Ich habe das gerne gemacht.
41:26Aber weißt du, wie sehr er sich gewünscht hat, dich noch einmal zu sehen, bevor er stirbt.
41:30Aber du warst ja nie da.
41:32Frank, bitte beruhige dich.
41:34Du hast immer nur an dich und an deine Karriere gedacht.
41:36Und weswegen meinst du, bin ich jetzt hier?
41:38Was weiß ich, weil du ein schlechtes Gewissen hast.
41:41Papa, bitte.
41:42Das muss ich mir wirklich nicht länger anheben.
41:43Dann fahr doch zurück nach Marburg.
41:45Und zu einem arroganten Egoisten wie dir lasse ich mich sowieso nicht operieren.
41:56Vielleicht ist er verzweifelt, weil er schuld ist am Tod meiner Mutter.
41:58Und will sich jetzt mit dieser Weigerung irgendwie selbst bestrafen.
42:01Du meinst, er will sterben?
42:03Du hast versucht, mir ein Kind anzuhängen, das nicht von mir ist.
42:08Nimm's.
42:13Sag mal, wie kommt Gabis Schlüsselbund in deine Tasche?
42:15Ich weiß es nicht.
42:16Isabel.
42:19Isabel, was ist denn los?
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