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  • vor 12 Minuten
Nach dem Mord an dem jungen Rumänen Janko Mircescu führt die Spur der Polizei zum Industriellen Westeritz und seiner Familie. Der einflussreiche Geschäftsmann steht Wolff bei den Ermittlungen im Wege und erreicht sogar dessen zeitweilige Suspendierung. (Text: Premiere)

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Transkript
00:08Musik
00:40Musik
01:04Hallo
01:06Er ist seit mindestens zwei Tagen tot
01:09Er ist genaueres nach der Obduktion
01:13Er ist etwa Anfang 20
01:16Slawischer Typ
01:17Ist vor seinem Tod schwer misshandelt worden
01:20Platz wohnt in dem Gesicht
01:22Ein Ohr ist eingerissen
01:25Genaueres
01:26Nach der Obduktion
01:29Die Todesursache ist ein Schuss in die Brust
01:31Dazu kommt einer in den unteren Bauch
01:33Nähe des Schambeins
01:36Genaueres?
01:47Tja
01:49Keinerlei Papiere
01:50Alle Taschen leer
01:51Also im Moment nicht zu identifizieren
01:53Das war teure Basketballschuhe
02:00Der Kornfahrer sagt, die Ratten waren schon braun
02:02Du lieber Gott
02:05Von Regenstaub zu Staub
02:09Halt mal Landen
02:10Was ist denn los?
02:11Fahr zurück
02:12Musik
02:17Musik
02:18Musik
02:18Musik
02:18Musik
02:20Musik
02:21Musik
02:23Musik
02:23Musik
02:24Musik
02:25Musik
02:28Musik
02:29Musik
02:35Musik
02:36Was ist denn los?
02:37Musik
02:37Hast du nicht seine Schuhe gesehen?
02:39Musik
02:39Musik
02:40Musik
02:41Musik
02:42Musik
02:43Musik
02:44Musik
02:44Musik
02:47Musik
02:48Musik
02:49Musik
02:53Musik
02:55Musik
03:05Hallo?
03:06Musik
03:07Musik
03:13Hat jemand gewohnt hier?
03:15Vielleicht einer mit Basketballschuhen.
03:18Ich sag den Jungs Bescheid.
03:21Ja.
03:24Was habt ihr im Wohnwagen gefunden?
03:26Jede Menge Fingerabdrücke von dem Toten.
03:28Und noch von einer anderen Person.
03:30Kleinere Fingerabdrücke.
03:31Wahrscheinlich von einer Frau, weil da stand jede Menge Toilettenkram von einer Frau rum.
03:34Wo ist der?
03:35Noch im Labor.
03:37Aber?
03:37Die hat das für Sie.
03:46Die hat das für Sie.
04:21Die haben sind von der Polizei.
04:23Die haben uns seine traurigen Nachricht gebracht.
04:27Der Mirko ist tot.
04:28Das sieht ja echt frisch durch aus.
04:32Was ist Ihnen denn passiert?
04:35Wann habt ihr Mirko zum letzten Mal gesehen?
04:38Am Montag beim Training.
04:41Hat ihn danach noch jemand gesehen?
04:43Nein.
04:45Hat er irgendwas Ungewöhnliches gesagt oder getan?
04:50Nein.
04:51Ich war nicht gut davon.
04:52Ich war nicht.
04:52Ja.
04:52Ja.
04:53Ja.
04:54Ja.
04:54Habt ihr ihn heute nicht beim Training vermisst?
04:56Ja.
04:57Schon.
04:58Ich hatte mir auch Freude genommen, ihm die Leviten zu lesen.
05:01Ja.
05:02Was wisst ihr von ihm?
05:04Herkunft.
05:05Herkunft, Familie, Beruf.
05:09Ja.
05:10Ich weiß auch nichts über ihn.
05:13Er hat ja nie über was anderes geredet als Basketball.
05:16Aber Sie kannten ihn besser als die anderen.
05:20Naja, ich hab ihn manchmal in meinem Auto mitgenommen, zum Savini-Platz.
05:24Von da ist er dann mit der S-Bahn weiter.
05:26Vorhin weiß ich auch nicht.
05:29Wie ist er überhaupt zu euch gekommen?
05:31Er kam nach einem Spiel.
05:33So vor einem halben Jahr war das zu mir.
05:36Ich bin der Kapitän.
05:39Er hat gefragt, ob er mal mit uns trainieren kann.
05:41Ich hatte erst keinen Bock auf ihn.
05:42Und er war irgendwie, naja, sah irgendwie so schmächtig aus.
05:47Na ja, und da hat er gesagt,
05:50einmal, lass mich nur einmal mit euch trainieren.
05:52Dann kannst du mich ja wieder wegschicken.
05:54Na ja, dann hab ich gesagt, also gut, komm.
06:00Und dann haben wir alle unser blaues Wunder erlebt.
06:02Er war so schnell und treffsicher.
06:05Und dann hat er zweimal mit uns trainiert und war in der Mannschaft.
06:09Und keiner von euch hat sich mit ihm angefreundet?
06:11Er wollte ja nicht.
06:13Er ließ niemanden an sich ran.
06:15In welcher Nationalität war er?
06:17Rumäne.
06:18Janko Mircescu.
06:21Ich werde ihn nicht identifizieren.
06:24Ich will ihn nicht tot sehen.
06:27Ich will nicht.
06:32Sie können mich nicht zwingen.
06:35Er hat nicht bei Ihnen gewohnt?
06:37Nein.
06:40Er wollte allein sein.
06:44Er hat sich einen Wohnwagen oder sowas gesucht.
06:50Wann haben Sie ihn zum letzten Mal gesehen?
06:57Vorige Woche.
06:59Mittwoch oder Donnerstag.
07:02Mittwoch.
07:03Er kam einmal die Woche vorbei,
07:06brachte seine schmutzige Wäsche
07:08und nahm sich frisch mit.
07:12Und da hat er nie was von sich erzählt?
07:18In der letzten Zeit,
07:20seit einem halben Jahr,
07:23dass sie ihn in eine Basketballmannschaft aufgenommen haben,
07:28dass er das spielt und so gut ist,
07:31da war er sehr stolz darauf.
07:32Aber sie haben ihm auch Geld dafür gegeben.
07:37Er hat mir jedenfalls welches gebracht.
07:41Aber ich darf dafür nicht reden,
07:43weil sie Amateure sind.
07:46Aber jetzt ist es ja egal.
07:49Sie haben ihm auch Anzüge geschenkt.
07:53Drei sehr gute Anzüge.
07:57Aber sie waren ihm zu weit.
08:00Und ich habe ihm Enge gemacht.
08:06Gibt es auch einen Vater?
08:14Wir sind vor zwölf Jahren nach Deutschland gekommen.
08:18Aber es hat nicht lange gedauert,
08:21bis sein Vater verschwunden ist.
08:24Auf nie mehr Wiedersehen.
08:26Hat Jan Kohn nichts von einem Mädchen erzählt?
08:30Nein.
08:32Aber ich habe gewusst,
08:33dass er eins hat.
08:35Ungefähr seit einem Monat.
08:38Ja.
08:40Er war sehr glücklich
08:41über sein Basketballspiel
08:44und über das Mädchen.
08:46Kann ich mir die Anzüge einmal ansehen?
08:48Da hängen sie.
08:55Darf ich die Anzüge mitnehmen?
08:58Ich bringe sie zurück.
09:01Aber zu.
09:13Sie haben ein aufrichtiges Mitgefühl.
09:19Er war ein guter Junge.
09:21Das müssen Sie wissen.
09:22Er war ein guter Junge.
09:24Aber natürlich kenne ich diesen Anzug.
09:27Den habe ich vor gut einem Jahr
09:28dem jungen Westeritz gemacht.
09:29Tom heißt er.
09:30Und die anderen beiden für seinen Vater.
09:33Den Herrn Konsul Friedrich Westeritz.
09:36Danke, das war's schon.
09:37Oh, halt.
09:38Halt, halt, halt.
09:39Entschuldigen Sie bitte.
09:40Darf ich es Ihnen richtig einpacken?
09:41Bitte.
09:46Ist denn Herr Westeritz etwas passiert?
09:49Nein.
09:50Aber einem Ihrer Bekannten.
09:57Ein nettes Häuschen.
09:59Mit ein paar Schoßhündchen.
10:02Ja, bitte?
10:04Ja, Ihr Hauptkommissar Wolf
10:06und Kommissar Sawatzky, Kriminalpolizei.
10:09Wir möchten gern mit Friedrich Westeritz sprechen.
10:11Tut mir leid.
10:14Entschuldigen Sie, was tut Ihnen leid?
10:16Ist er nicht da oder ist er nicht zu sprechen?
10:18Herr Westeritz ist nicht da.
10:22Können wir dann mit Herrn Westeritz Junior sprechen?
10:24Mit Thomas Westeritz?
10:26Tut mir leid.
10:28Wann wird denn einer der Herren zu sprechen sein?
10:30Machen Sie bitte telefonisch einen Termin.
10:33So ist das bei feinen Leuten.
10:35Richten Sie Herrn Westeritz aus, er möge doch bitte anrufen.
10:37Hauptkommissar Wolf, Kriminalkolizei.
10:41Morddezernat.
10:57Können wir Ihnen helfen?
10:59Ja, Sie könnten uns zum Beispiel dieses Tor hier aufmachen.
11:01Was wollen Sie von den Bewohnern?
11:04Wir möchten gern einige Fragen an Sie stellen.
11:06Wie es Ihnen geht, ob Sie gut geschlafen haben, wie die Geschäfte laufen.
11:09Irgendwie so.
11:10Machen Sie mal, dass Sie weiterkommen.
11:12Moment, dazu sind Sie nicht berechtigt.
11:15Es ist unser bürgerliches Recht, da stehen zu dürfen, wo wir wollen.
11:19Ist das Ihr Auto?
11:22Ja.
11:24Hier ist Parkverbot.
11:28Mann.
11:30Da wundert man sich, dass die Polizei bei den Bürgern nicht beliebt ist.
11:34Werden Sie mal nicht unverschämt, ja?
11:36Sind Sie gut in Sport?
11:38In Körperertüchtigung?
11:39Ihr macht sowas doch bei der Polizei, nicht?
11:41Was werden Sie gleich merken, dass wir sowas machen?
11:44Oh, fein.
11:45Wie wäre es mit einer Runde unter Kollegen?
11:49Dann würden Sie sich mal ausweisen, bitte.
11:55Oh, Entschuldigung.
11:58Kollege, war natürlich nicht so gemeint.
12:00Was macht ihr eigentlich hier?
12:02Wir sind zum Schutz dieser Straße abgestellt.
12:04Zum Schutz dieser Straße?
12:05Ja, wohnt viel Prominenz hier.
12:07Politische, wirtschaftliche.
12:09Eine Menge passieren.
12:11Terrorismus und so weiter.
12:12Vor allem und so weiter.
12:14Wir tun nur unsere Pflicht.
12:16Würden wir auch gerne,
12:17aber man lässt uns nicht.
12:19Komm, Maske.
12:20Schönen Tag auch.
12:23Wolf,
12:24warum stellen Sie sich eigentlich blöder,
12:26entschuldigen Sie bitte, als Sie sind?
12:28Sie wissen genauso gut wie ich,
12:29dass Sie keinen Vorführungsbescheid
12:31gegen Herrn Westeritz bekommen können.
12:32Diese Westeritz sind die einzige Spur, die wir haben.
12:34Eine Spur?
12:35Was heißt eine Spur?
12:36Der junge Westeritz
12:37hat Janko Mircescu gekannt.
12:39Aber von dem Alten wissen Sie das noch nicht einmal mit Sicherheit.
12:42Das ist alles, was Sie haben.
12:43Ja, das ist alles.
12:44Dabei verdächtigen Sie die Westeritz noch nicht einmal.
12:47Es ärgert Sie nur,
12:48dass diese Herrschaften Ihnen nicht so zur Verfügung stehen,
12:50wie Sie es wünschen.
12:51Nein, es ärgert mich die Ungleichheit dabei, Doktor.
12:54Jeden anderen Normalsterblichen hätten wir längst einvernommen.
12:56Ja, Sie hätten ihn einvernommen.
12:58Aber warum?
12:59Weil Sie sich das Recht dazu anlassen.
13:02Sie hätten jeden anderen übertölpelt.
13:06Kriminalpolizei, Mordkommission.
13:07Sie hätten ihn intimidiert.
13:10Was?
13:11Ja, wohl, intimidiert.
13:13Von Temor, die Furcht.
13:15Sie hätten jedem anderen Angst eingejagt.
13:17Und weil Ihnen das bei Westeritz nicht gelingt,
13:19sind Sie wütend und verlangen einen Vorführungsbescheid.
13:22Dabei kennen Sie die Spielregeln ganz genau.
13:24Sie haben ihn schriftlich zu laden,
13:26und wenn er nicht erscheint,
13:28wenn er unentschuldigt nicht erscheint,
13:30dann können Sie ihn vorführen lassen.
13:31Ich kann eine Vorführung verlangen,
13:33wenn ein dringender Tatverdacht besteht.
13:34Ja, wenn ein dringender Tatverdacht besteht.
13:37Aber der ist ja nicht gegeben.
13:38Also haben Sie ihn schriftlich zu laden
13:40oder telefonisch mit ihm einen Termin zu vereinbaren.
13:42Auch wenn Ihnen das nicht passt.
13:44Sie Demokrat.
13:49Ist es eigentlich wirklich so,
13:50dass Sie reiche Leute nicht ausstehen können?
13:53Nee, ich glaub nicht.
13:56Was ist es dann?
13:59Vielleicht ist es so was Primitives wie Neid.
14:03Ich finde auch, dass ich viel zu wenig Geld
14:05für meine unendlich differenzierte
14:07und staatserhaltende Arbeit bekomme, Wolf.
14:09Verglichen mit solchen Leuten jedenfalls.
14:14Vielleicht ist es auch ganz was anderes, Doktor.
14:16Sie hätten sehen sollen,
14:17wie man den Jungen zugerechnet hat.
14:19Mann, Wolf.
14:21Aber aller Wahrscheinlichkeit nach
14:22doch nicht die Herren Westeritz.
14:26Ich habe auch schon sehr feine Leute,
14:27gewalttätig werden sehen.
14:29Passen Sie auf sich auf, Wolf.
14:31Sie bewegen sich auf sehr dünnem Eis.
14:35Ich habe ihn in seinem Büro angerufen.
14:36Der Herr Konsul ist nicht da.
14:38Ich habe ihn im Haus angerufen.
14:40Der Herr Konsul ist nicht da.
14:42Platz, irgendwo muss der Konsul doch stecken.
14:44Hält dich nicht auf.
14:45Du hast doch die Vorladung rausgeschickt.
14:47Ja, aber erst für übermorgen.
14:50Wenn nicht darauf reagiert, kannst du...
14:52Ich lasse nicht so sehr, wir warten.
14:56Irgendwo muss der Karl doch stecken.
14:59Ja, hier, Hauptkommissar Wolf.
15:01Dann könnte ich vielleicht
15:02Herrn Friedrich Westeritz sprechen.
15:05Polizei?
15:06Worum geht es denn?
15:07Darf ich fragen, wer Sie sind?
15:10Silvia Westeritz, die Tochter.
15:12Ja, es geht um einen Mordfall.
15:14Um den Mord an Janko Mercesco.
15:17Tut mir leid, mein Vater ist nicht da.
15:19Und Ihr Bruder auch nicht?
15:21Nein, leider.
15:23Könnten Sie mir vielleicht sagen,
15:25wann ich einen der beiden erreichen kann?
15:27Morgen früh vielleicht.
15:28Entschuldigen Sie.
15:29Fred, ich möchte, dass Sie mich zum Friseur fahren.
15:32Ich habe seit Giacomo um 16 Uhr einen Termin.
15:35Tja, tut mir leid, Herr Kommissar,
15:36dass ich Ihnen nicht helfen kann.
15:37Wie gesagt, versuchen Sie es morgen.
15:39Oder vielleicht heute Nachmittag.
15:43Ratzki!
15:45Was hältst du davon?
15:47Was soll ich davon halten?
15:50Ich glaube nicht, dass Sie mit dem Chauffeur geredet hat.
15:53Mit wem denn sonst?
15:54Mit mir.
15:55Sie hat mir gesagt, dass sie zum Friseur geht.
15:59Sie hat sich dann mit mir verabredet.
16:01Du spinnst doch, Wolf.
16:03Ja, jetzt
16:05an der
16:56Untertitelung des ZDF, 2020
17:18Untertitelung des ZDF, 2020
17:57Untertitelung des ZDF, 2020
18:16Untertitelung des ZDF, 2020
18:53Untertitelung des ZDF, 2020
19:10Untertitelung des ZDF, 2020
19:22Danke. Tschüss.
19:25Wo gehst du alleine?
19:27Zu dem Vater von dem jungen Mädchen.
19:30Du solltest Sawatzky mitnehmen.
19:31Ja?
19:32Ja, sonst sieht dein anderes Auge genauso aus.
19:35Ich sollte mich überhaupt nicht mit jungen Mädchen einlassen.
19:39Zunächst möchte ich Ihnen sagen, dass mich das gestrige Geschehen sehr befremdet hat.
19:45Und zwar in mancherlei Hinsicht.
19:47Ich mag es nicht, dass sich meine Angestellten mit Polizeiorganen prügeln.
19:51Ich habe also meinem Chauffeur, der auch mein Leibwächter ist,
19:54befohlen, sich bei Ihnen zu entschuldigen
19:55und die möglichen Konsequenzen seines Verhaltens auf sich zu nehmen.
19:59Er hat sich geweigert und daraufhin habe ich ihn entlassen.
20:03Wo ist er jetzt?
20:05Das weiß ich nicht.
20:07Sein Name ist Fried Schapler.
20:09Geboren in Pressburg, deutscher Staatsbürger.
20:13Dann müssen Sie ja jetzt selbst Auto fahren.
20:16Dann haben Sie, wie ich annehme,
20:18einige Fragen zu Janko Mircescu, nicht?
20:21Das wissen Sie.
20:23Und das haben Sie doch meine Angestellten und meiner Tochter gesagt.
20:26Mircescu hat im Berliner Basketballclub,
20:29den mein Sohn patronisiert und in dem er auch Kapitän ist, gespielt.
20:33Mein Sohn unterstützte den mittellosen Mircescu
20:36mit Geldzuwindungen und kleinen Geschenken
20:38und dann habe ich ihn auf die Bitte meines Sohnes hin
20:43als Gärtner angestellt.
20:45Wann war das?
20:46Am 8. Mai.
20:48Er wohnt im kleinen Gesindhaus hinten im Garten.
20:51Aber das hat Ihnen doch sicher meine Tochter alles gesagt, nicht?
20:56Ja.
20:59Ich habe Mircescu kaum gekannt.
21:01Ich habe ihn bei seiner Einstellung gesehen,
21:03dann habe ich ihn manchmal im Garten arbeiten sehen und gegrüßt,
21:08aber mehr kann ich Ihnen zu diesem Mann gar nicht sagen.
21:12Was haben Sie am 5. dieses Monats gemacht?
21:15Warum ist das von Bedeutung?
21:17Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde Janko Mircescu am Abend dieses Tages ermordet.
21:21Ja, ich müsste meinem Terminkalender nachsehen, nicht?
21:23Tun Sie das doch bitte.
21:25Den führt meine Sekretärin, die ist im Büro.
21:29Da Ihr Sohn offenbar der Einzige ist, der Janko Mircescu gekannt hat,
21:33möchte ich gern mit ihm sprechen.
21:35Der segelt auf der Ostsee.
21:37Wann kommt er zurück?
21:39Keine Ahnung.
21:40Dann möchte ich gern mit Ihrer Tochter sprechen.
21:43Wozu?
21:44Da Sie Janko Mircescu kaum gekannt haben und Ihr Sohn nicht verfügbar ist,
21:47möchte ich Ihre Tochter fragen, was sie von Janko Mircescu weiß.
21:50Nichts.
21:52Nicht mehr als ich.
21:53Da hatte ich gestern aber einen ganz anderen Eindruck.
21:56Meine Tochter ist krank.
21:58Sie ist seit dem Suizid Ihrer Mutter in psychiatrische Behandlung.
22:01Herr Westeritz, ich bestehe darauf, mit Ihrer Tochter zu reden.
22:05Sie scheinen mich nicht zu verstehen.
22:10Ihr Arzt hat untersagt, dass sie irgendwelche Filme sieht
22:14oder irgendwelche Bücher liest, die mit Gewalt zu tun haben.
22:18Umso mehr muss ich untersagen, dass sie mit wirklicher Gewalt,
22:23mit wirklichem Verbrechen konfrontiert wird.
22:25Dann werde ich mit dem Arzt reden.
22:27Sagen Sie mir seinen Namen und seine Anschrift.
22:31Entschuldige die Störung, Papst.
22:33Aber ich möchte dich bitten, einen Tierarzt zu rufen.
22:35Cäsar ist krank.
22:36Er erbricht sich.
22:37Ich werde nach ihm sehen.
22:39Entschuldigen Sie, Fräulein Sylvia.
22:40Ich möchte Ihnen gern einige Fragen stellen.
22:42Ich habe es Ihnen doch untersagt.
22:43Ja, bitte.
22:45Wie gut kannten Sie Janko Mircescu?
22:47Herr Wolf!
22:49Lass mich bitte antworten, Papa.
22:51Ich habe öfter mit ihm im Garten geplaudert.
22:54Er konnte sehr hübsche Geschichten erzählen.
22:56Er hat gesungen bei der Arbeit.
22:58Schöne rumänische Lieder.
23:01Haben Sie Janko jemals außerhalb dieses Hauses gesehen?
23:06Nein, doch.
23:09Mein Bruder und Janko sind einmal zusammen zum Training gefahren.
23:12Und da haben sie mich ein Stück mitgenommen.
23:22Wer ist der jetzt?
23:24Ja, Christian, was gibt's?
23:31Möchten Sie?
23:32Nein, danke.
23:33Ich auch nicht.
23:34Nein, du auch nicht.
23:44Janko konnte lustige Geschichten erzählen.
23:46Vom Leben in seinem Wohnwagen.
23:52Es gab da Ratten.
23:54Er hat ihnen ein Labyrinth gebaut und ans Ende des Labyrinths Essensreste gelegt.
23:59Ratten sind sehr intelligent, hat er gesagt.
24:03Und er wollte ihre Sprache lernen.
24:05Und sich mit ihnen unterhalten.
24:09Wollen Sie nicht doch rauchen?
24:13Also gut.
24:14Alles gut.
24:17Nun, Herr Kommissar.
24:20Haben Sie sich ausreichend genug mit meiner Tochter unterhalten?
24:23Ja.
24:24Ich danke Ihnen.
24:26Wenn Ihr Sohn wieder da ist, soll er sich bei mir melden.
24:29Haben Sie eine Karte?
24:34Ja.
24:37Die Kleine will uns etwas sagen.
24:39Aber sie kann es uns oder sie darf es uns nicht sagen,
24:42weil sie ihrem Vater oder ihrem Bruder oder beiden schadet.
24:47Du kannst sie nicht zwingen, gegen ihre Familie auszusagen.
24:50Das weiß ich doch, Watzky.
24:51Aber sie will es uns sagen.
24:52Warum tut sie es dann nicht?
24:54Sie will gezwungen werden.
24:55Und gerade das kannst du nicht.
24:58Wir sehen uns im Kreis.
25:01Bingo!
25:02Kannst du nicht Deutsch reden?
25:04Die Fingerabdrücke auf diesem Feuerzeug
25:06sind identisch mit denen, die wir im Wohnwagen gefunden haben.
25:10Und wo hast du das Feuerzeug her?
25:12Von Sylvia Westeritz.
25:14Sie hat es dir gegeben?
25:17Nicht direkt.
25:22Ja, Wolf?
25:26Ja?
25:30Gut, ich komme.
25:34Ich muss zum Chef.
25:37Guten Tag.
25:39Guten Tag.
25:41Herr Präsident.
25:42Nehmen Sie doch Platz, Herr Wolf.
25:44Danke.
25:45Hier ist soeben durch eine Anwaltskanzlei
25:49sowie durch einen persönlichen Anruf des Betroffenen
25:52eine sehr ernstzunehmende Beschwerde über Sie vorgetragen worden.
25:55Ich kann Ihnen diese Angelegenheit erklären, Herr Präsident.
25:58Man sagte mir, Sie haben ein minderjähriges Mädchen
26:00bis in einen Friseursalon verfolgt
26:02und dort zu verhören versucht.
26:04Das Mädchen, Sylvia Westeritz,
26:06hatte mir zu verstehen gegeben,
26:07dass sie zum Friseur geht, wohin,
26:09und dass sie dort mit mir sprechen möchte.
26:12In welcher Form hat sie Sie das wissen lassen?
26:14In einem Telefonat.
26:17Andeutungsweise.
26:18Ich hatte den Eindruck,
26:19dass sie nicht offen sprechen konnte.
26:22Ich muss Ihnen nicht sagen, Herr Hauptkommissar,
26:24dass solche Einvernahmen von zwei Polizeibeamten
26:26gemeinsam durchgeführt werden müssen.
26:28Herr Präsident,
26:29wenn ich Ihnen die komplexe Sachlage schildere,
26:31werden Sie verstehen,
26:32dass mein Verhalten durchaus sinnvoll war.
26:34Es geht hier nicht darum, was sinnvoll ist,
26:36sondern was in den Dienstverschriften steht.
26:37Oder nicht?
26:39Man teilte mir weiter mit,
26:40dass eine Begleitperson des Mädchens...
26:42Der Chauffeur.
26:43...eine Begleitperson des Mädchens
26:44sie aufgefordert hat, das Kind in Ruhe zu lassen.
26:47Sie haben daraufhin mit dieser Person
26:49eine Schlägerei angefangen.
26:50Ich habe nicht angefangen.
26:52Ja, jedenfalls ist es zu einer Schlägerei gekommen.
26:54Ja.
26:56Wie man sieht.
27:01Sie haben dann heute Morgen
27:02den Vater des Mädchens Herrn Friedrich Westeritz
27:04in der Mordsache Janko Meccescu einvernommen.
27:06Ja.
27:08Als das Mädchen die Tochter Silvia
27:09zufällig im Zimmer kam,
27:10haben sie erneut versucht, sie zu verhören.
27:13Obgleich der Vater Ihnen das mit Hinweis
27:14auf psychische Störungen des Kindes
27:16ausdrücklich untersagt hat.
27:17Silvia Westeritz ist in den Raum gekommen,
27:19weil sie mir etwas sagen wollte.
27:20Sie ist nur zu dem Zweck reingekommen.
27:22Und was ist das,
27:23was das Mädchen Ihnen hat sagen wollen?
27:25Der Herr Präsident hat es eben schon gesagt.
27:27Der Vater des Mädchens
27:28hat die Aussage verhindert.
27:29Sie wissen also nicht,
27:30was das Mädchen Ihnen angeblich sagen wollte?
27:32Nein, aber ich weiß seit fünf Minuten
27:34etwas anderes.
27:35Etwas für die Aufklärung des Mordes
27:37sehr wichtiges.
27:39Silvia Westeritz hat sich in dem Wohnwagen
27:41von Janko Meccescu aufgehalten.
27:42Das kann ich anhand von Fingerabdrücken beweisen.
27:43Ich fürchte, diese Fingerabdrücke
27:46befinden sich auf einem Feuerzeug.
27:49Ja.
27:50Sie haben dieses goldene Feuerzeug
27:52aus dem Haus des Konsul Westeritz entwendet.
27:56Sie haben es ohne sein Wissen mitgenommen.
27:59Das erfüllt den Tatbestand des Diebstahls,
28:01Herr Hauptkommissar.
28:03Silvia Westeritz hat mir dieses Feuerzeug zugespielt,
28:06damit ich Ihre Anwesenheit
28:07in dem Wohnwagen beweisen kann.
28:09Herr Wolf, wo sind wir denn?
28:10Wenn Sie ein für Ihre Ermittlungen
28:12wichtiges Beweisstück an sich bringen wollen,
28:13dann haben Sie jedes Richter zu.
28:15Dann können Sie es notfalls beschlagnahmen,
28:16dem Besitzer eine Quittung darüber ausstellen.
28:18Herrgott, nochmal muss ich denn
28:19das einem meiner fähigsten Beamten erklären.
28:22Was ist denn in Sie gefahren, Wolf?
28:24Sie können ja nicht ein Wertgegenstand,
28:26die Anwälte sprechen von 900 Mark,
28:28heimlich an sich nehmen, in die Tasche stecken.
28:32Herr Präsident,
28:33ich muss Ihnen den ganzen Fall schildern.
28:35Ich werde mich eingehend damit beschäftigen.
28:38Für den Moment kann ich Ihnen nur sagen,
28:40dass eine Dienstaufsichtsbeschwerde
28:42und eine Anzeige wegen Diebstahl
28:43gegen Sie vorliegen.
28:45Ich muss beides ernst nehmen.
28:48Ich muss Sie deshalb vorläufig
28:49vom Dienst suspendieren.
28:51Ich muss Sie ferner bitten,
28:53die Ermittlungen im Mordfall
28:54Janko Miocesko
28:55und einen Kollegen abzugeben,
28:56den ich noch benennen werde.
28:59Ich bedauere es aufrichtig,
29:01Herr Hauptkommissar Wolf,
29:02dass mich Ihr Verhalten
29:02zu solchen Schritten zwingt.
29:06Ich bedauere es auch.
29:13Er hat nicht mit Ihnen geredet.
29:16Er ist vom Chef sofort nach Hause gegangen.
29:19Oder vielleicht auch nicht nach Hause gegangen,
29:21ich weiß es nicht.
29:25Sollen wir ihn anrufen?
29:27Ich nicht.
29:28Sind Sie beleidigt,
29:28weil er nicht mit Ihnen geredet hat?
29:30Ach, überhaupt nicht.
29:32Ich würde sowas auch alleine verdauen wollen.
29:36Aha.
29:40Westeritz kommt übrigens morgen in mein Büro.
29:43Weshalb?
29:44Um eine abschließende Aussage zu machen.
29:47Vielleicht ein Geständnis, Doktor?
29:49So klang das gar nicht.
29:56Du fragst mich,
29:57was ich machen würde,
29:58wenn ich an Silber Stelle wäre.
30:00Ja.
30:03Was kommt darauf an,
30:04ob Sie Janko geliebt hat?
30:05Wirklich geliebt hat?
30:07Das wissen wir eben nicht.
30:10Wahrscheinlich weiß sie das selber nicht.
30:13Das könnte sein.
30:16Wenn ich ihn wirklich geliebt hätte
30:18und du wärst schuld an seinem Tod.
30:21Ich würde dich eintun, Alter.
30:28Können wir dann?
30:29Bitte.
30:34Die Vorgeschichte haben sowohl mein Sohn Thomas
30:38als auch ich selbst,
30:40dem Polizeiwamten Wolf,
30:42schon geschildert.
30:44Janko Mircescu wurde mit meinem Sohn
30:47durch das Basketballspiel bekannt.
30:50Mein Sohn nahm ihn in seiner Mannschaft
30:52und ich nahm Mircescu,
30:54um ihn zu unterstützen als Gärtner
30:56in mein Haus.
30:59Es gelang Mircescu hinter meinem Rücken,
31:01das Interesse meiner Tochter Silvia zu wecken
31:04und als mein Sohn und ich geschäftlich unterwegs waren,
31:07verstand es Mircescu,
31:09sich das Mädchen gefügig zu machen
31:13und es zu verführen.
31:16Ich muss dazu anmerken,
31:18dass Silvia
31:19durch den Tod ihrer Mutter
31:21einen Schock erlitten hat.
31:22Sie ist deswegen in therapeutischer Behandlung.
31:24Bei wem?
31:27Bei Professor Dr. Ritter.
31:34Mircescu brachte es fertig,
31:36Silvia dazu zu überreden,
31:37mit ihm zu fliehen.
31:39Um diese Flucht zu finanzieren,
31:41musste Silvia
31:43einen Brief an die Schweizer Bank schreiben,
31:45wo sie ein erhebliches Vermögen besitzt,
31:47aus der Erbschaft ihrer Mutter,
31:49über das sie selbstständig verfügt.
31:52Hier ist die Kopie des Briefes
31:55an das Schweizer Kreditinstitut,
31:58hier die Abbuchung
31:59über 300.000 Schweizer Franken
32:00und hier die Gutschrift
32:02auf einem Berliner Konto,
32:04das Mircescu
32:05zu diesem Zweck eingerichtet hat.
32:08Ist das Geld noch dort?
32:10Es ist vorgestern angekommen,
32:11das heißt also nach dem Tod von
32:14Mircescu.
32:16Ist das alles so richtig,
32:17Frau Lansilja?
32:20Ja.
32:22Sie haben die Überweisung
32:24freiwillig veranlasst
32:26oder hat Janko Sie dazu gezwungen?
32:30Nein.
32:32Als mein Sohn und ich
32:34von der Reise zurückkamen,
32:36war Silvia verschwunden,
32:38ebenso Mircescu.
32:41Wir zählten eins und eins zusammen
32:43und begannen sie zu suchen.
32:46Janko hatte mir gegenüber erwähnt,
32:47dass er, bevor er zu uns zog,
32:49in einem Campingwagen wohnte.
32:51Außerdem
32:53habe ich ihn ein paar Mal
32:54zur S-Bahn gebracht,
32:55wusste, dass er die Linie 12
32:56benutzte.
32:59Naja, der Chauffeur und ich
33:00haben dann mit dem Wagen
33:01die Umgebung aller Stationen
33:02dieser S-Bahn-Linie abgesucht.
33:05Ja, am zweiten Abend haben wir sie dann gefunden.
33:38Das heißt, ich habe neben dem Wohnwagen
33:39zu dritt, der Chauffeur Chappler,
33:40mein Vater und ich
33:41in den Wohnwagen eingedrungen.
33:44Als ich meine Tochter mitnehmen wollte,
33:46gewerdete sich Mircescu wie ein Tier.
33:49Er sprang mich an.
33:51Er war sehr schnell.
33:52Und ich hatte es nur der Kraft meines Chauffeurs zu verdanken,
33:55dass ich nicht ernster verletzt wurde.
33:57Mein Vater führte Silvia dann hinaus
33:59und es kam zu einer Schlägerei
34:02zwischen dem Chauffeur und Janko.
34:03Sie hielten sich raus.
34:05Ich kam in dem engen Wagen
34:07gar nicht dazu einzugreifen.
34:09Und Sie ließen sich einfach wegführen?
34:14Janko war sehr gemein.
34:17Er trat dem Chauffeur
34:18mit solcher Kraft in die Hoden,
34:20dass dieser kampfunfähig war.
34:23Dann wollte er hinter Silvia her,
34:25aber ich habe ihn aufgehalten.
34:27Er spürte mir gegenüber etwas
34:29wie Dankbarkeit.
34:32Wie
34:34Kameradschaft.
34:35Jedenfalls hat er mich nicht angegriffen
34:37und ich konnte ihn beruhigen.
34:38Erstaunlich.
34:41Als wir, der Chauffeur und ich,
34:43aus dem Wagen kamen,
34:45waren Silvia und mein Vater schon weg.
34:47Ich habe dann unseren Wagen gefahren.
34:49Der Chauffeur war dazu nicht mehr fähig.
34:52Er hielt sich nur den Unterleib
34:55und fluchte und
34:57drohte immer wieder,
35:00ich bringe ihn um.
35:02Ja, ich bringe diese Sau um.
35:05Ich habe dann bis in die frühen
35:07Morgenstunden mit meiner Tochter geredet.
35:10Ich bin auf mein Zimmer gegangen
35:12und habe getrunken.
35:16Das Ganze hat mich ziemlich fertig gemacht.
35:20Janko war mein Freund.
35:22Silvia ist meine Schwester.
35:25Ich fand das alles widerlich
35:27und habe getrunken.
35:30So gegen elf habe ich dann gehört,
35:32wie unser Wagen eingelassen wurde.
35:34Bin dann zum Fenster gegangen
35:36und habe den Chauffeur noch einmal wegfahren sehen.
35:39Sie nehmen an,
35:40er ist noch mal zum Wohnwagen gefahren
35:42und hat sich für die dritte
35:43den Unterleib gerecht.
35:44Wir nehmen gar nichts an.
35:47Wir geben hier zu Protokoll,
35:49was wir wissen,
35:50was wir gesehen und gehört haben.
35:52Schlüsse daraus zu ziehen
35:54ist nicht unsere Sache.
35:56Hatte der Chauffeur,
35:58Chapler war sein Name,
35:59Ja.
36:04Hatte er eine Waffe?
36:05Ja.
36:06Ich hatte ihn als Chauffeur
36:08und als Leibwächter angestellt.
36:10Und bei dem Einstellungsgespräch
36:12war es eine Bedingung,
36:13dass er eine Waffe trug
36:14und damit umgehen konnte.
36:15Hatte er einen Waffenschein?
36:16Ich bin davon ausgegangen.
36:18Aber Sie haben ihn sich nicht zeigen lassen?
36:20Nein.
36:23Ihr Vater sagt zwar,
36:24dass Sie nur aussagen wollen,
36:25was Sie gesehen und gehört haben
36:27und dass Sie keine Schlüsse ziehen wollen.
36:29Aber so sind wir Menschen
36:30nun mal nicht gebaut.
36:32Wir haben ein Gehirn
36:33und das zieht Schlüsse,
36:34ob wir wollen oder nicht.
36:37Ich verstehe Sie nicht.
36:38Dann werde ich Ihnen helfen.
36:40Sie haben gesehen,
36:41wie dem Chauffeur
36:42in den Unterleib getreten worden ist.
36:44Sie haben gehört,
36:45wie auf der Heimfahrt
36:46Morddrohungen ausstieß.
36:48Und Sie haben ihn anschließend
36:50noch einmal wegfahren hören.
36:52Richtig?
36:53Ja.
36:55Dann kam Herr Hauptkommissar Wolf
36:56und hat Ihnen gesagt,
36:57dass Janko Mircescu
36:59ermordet worden war.
37:00Haben Sie da keine Schlüsse gezogen?
37:02War es Ihnen möglich,
37:03da keine Schlüsse zu ziehen?
37:05Ja, natürlich ist mir das
37:06durch den Kopf gegangen.
37:08Was?
37:11Dass es Fred getan haben könnte.
37:13Und Sie haben ihn nicht
37:14zur Rede gestellt?
37:16Nein.
37:17Und Sie haben Hauptkommissar Wolf
37:19auch nichts von Ihrem Verdacht
37:21wissen lassen?
37:22Ich habe Ihnen noch gesagt,
37:23dass wir nicht wollten,
37:24dass diese Beziehung
37:25zwischen Mircescu
37:26und meiner Tochter
37:26publik wird.
37:28Immerhin war Janko
37:29Ihr Freund,
37:30Ihr Kamerad.
37:31Wollten Sie nicht,
37:32dass ein Mörder gefasst war?
37:33Herr Staatsanwalt,
37:35wir haben eingesehen,
37:36dass gewisse Tatbestände
37:38zu verheimlichen
37:39ein Fehler waren.
37:40Deshalb sind wir ja hier
37:41und machen unsere Aussagen.
37:43Ja.
37:43Ja, richtig.
37:45Sie haben ja sehr viel ausgesagt.
37:46Sie und Ihr Sohn.
37:49Ich bedauere nur,
37:50dass wir nicht mehr
37:50von Ihrer Tochter gehört haben.
37:52Sie ist ja schließlich
37:53die Haut betroffen.
37:54Wieso?
37:56Ihr Geliebter ist ermordet worden.
37:59Er war nicht Ihr Geliebter.
38:01Er war ein Schwein,
38:04der ein Kind missbraucht hat.
38:06Und es ist ihm geschehen,
38:07was er verdient hat.
38:09Das zu beurteilen
38:10ist doch wohl eher Ihre Sache,
38:12nicht?
38:15Möchten Sie nicht
38:16vielleicht auch etwas sagen,
38:17Sylvia?
38:31Gut.
38:33Ich werde jetzt
38:33dieses Gespräch abschreiben lassen
38:35und Ihnen die Abschrift zuschicken.
38:37Ich bitte Sie,
38:38falls alles korrekt ist,
38:40die Aussage zu unterschreiben
38:41und mir den Schriftsatz
38:43zurückzuschicken.
38:45Ich bitte Sie alle drei
38:46um eine Unterschrift.
38:49Und natürlich möchte ich Ihnen danken,
38:50dass Sie gekommen sind.
39:00Der Jako hatte die Nummer auch.
39:07Danke.
39:09Danke.
39:09Danke.
39:12Danke.
39:22Was ist denn hier los?
39:25Ich sehe mir Jankos Schrank an.
39:27Genauer gesagt,
39:27seinen Inhalt.
39:31Warum?
39:33Weil es immer noch
39:34einen Mord aufzuklären gibt.
39:37Aber wir haben doch
39:38unsere Aussagen gemacht
39:39vor dem Staatsanwalt.
39:41Ich brauche aber keine Aussage.
39:42Ich brauche den Mörder.
39:46Aber es ist doch klar,
39:48wer es getan hat.
39:49Ja?
39:50Ich kenne mich nicht.
39:53Kennen Sie dieses Amulet?
39:56Ja.
39:58Er trug es bei jedem Spiel.
40:01Unterm Trikot.
40:03Sie hatten ihn gern.
40:06Ja.
40:10Aber er hätte die Finger
40:11von meiner Schwester lassen sollen.
40:13Sie wussten es doch.
40:15Warum haben Sie es ihm
40:16nicht früher verboten?
40:19Er hätte nicht versuchen dürfen,
40:20mit ihr zu fliehen.
40:22Und das hat Ihren Vater
40:23zur Weißblut gebracht,
40:24nicht wahr?
40:29Geben Sie mir das Amulett.
40:31Nein, das ist ein Beweissstück.
40:34Wofür?
41:00Ich möchte gerne Silvia Westeritz sprechen.
41:03Wer sind Sie?
41:04Eine Freundin von ihr.
41:06Wir sind mal in die gleiche Schule gegangen.
41:08Silvia ist nicht zu sprechen.
41:09Sie ist krank.
41:14Wer bist du?
41:15Janko Schwester.
41:17Du lügst.
41:17Janko hatte keine Schwester.
41:20Die Tochter von den Bullen.
41:23Was willst du?
41:29Dir das hier zurückgeben.
41:40Und das will ich dir zurückgeben.
41:43Sein Trikot.
41:47Warum tust du das?
41:50Ich will meinem Vater helfen.
41:52Er ist in der Scheiße.
41:58Meinst du meiner nicht?
42:00Sie haben ihn nicht mal beerdigt.
42:03Sie haben ihn einfach
42:04im Dreck liegen lassen.
42:25Hull ab!
42:43Sie haben ihn nicht mal beerdigt.
42:49Sie haben ihn nicht mal beerdigt.
42:53Sie haben ihn nicht mal beerdigt.
42:55Sie haben ihn nicht mal beerdigt.
43:03Silvia, mach auf.
43:07Mach auf, Silvia.
43:09Ich weiß, dass du da drinnen bist.
43:13Mach auf, Silvia.
43:18Silvia!
43:23WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
44:06GmbH im Auftrag des WDR
44:20WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
44:29WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
44:40WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
44:42WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
45:12WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
45:14WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
45:19WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
45:20WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
45:25WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
45:54WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
45:58WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
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45:59WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
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46:04WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
46:06WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
46:06Vielen Dank.

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