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  • vor 3 Wochen
Hauptkommissar Kress - Rolf Schimpf ( +22.03.2025)
Simonek - Rolf Becker ( +12.12.2025)
Drehbuch - Bruno Hampel /
Regie - Wolfgang Becker

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Transkript
00:00Untertitelung. BR 2018
00:30Bahnhof Bregenz. Der Schnellzug von Zürich über Bregenz nach Mönchengherrn, Brown-Wissigam.
00:44Guten Abend. Sie haben ein Plätzchen frei?
00:48Dankeschön.
00:50War der Zug versäumt. Meine Enkelkinder haben mich zur Bahn gebracht und die immer im letzten Moment.
00:58Gott sei Dank.
01:00Oh Gott. So. Kommen Sie von Zürich?
01:04Einer meiner Schwiegersöhne ist dort im Hotelfach tätig. Immer wenn ich...
01:10Nichts verstehen. Nichts verstehen.
01:12Ah, ich verstehe. Sie sind kein Deutscher, ne?
01:17Ähm, sind Sie Franzose?
01:21Engländer?
01:21Ich meine, dann können wir...
01:24Ähm...
01:25Parlez-vous Francais?
01:26Do you speak English?
01:30Ungar.
01:31Ich. Ungar.
01:33Ach, das kann ich nicht.
01:34Grüß Gott. Deutsche Zollkontrolle. Führen Sie meldepflichtige Waren mit?
01:41Ja, ich hab Pralinen zu melden. Schweizer Pralinen. Aber vier Kartons. Vier... Vier große Kartons.
01:49Danke, Frau Salzmann. Guten Appetit.
01:51Danke.
01:52Danke.
01:53Irgendwelche Zollpflichtigen Waren?
01:55Nein.
01:55Ist das Ihr gesamtes Gepäck?
01:59Ja.
02:00Darf ich bitte mal reinschauen?
02:16Was ist das?
02:17Das sind Stoffpuppen. Muster in der neuen Kollektion. Ich bin Handelsvertreter Züricher Strickmoden.
02:24Danke, Herr Köhler.
02:25Gute Reise und gute Geschäfte.
02:36Sie sind gar kein Ungar.
02:40Nein, ich bin wirklich kein Ungar. Ich bin nur ein bisschen sehr müde.
02:44Ich bin wirklich kein Ungar.
02:46Nein, der ist da.
02:48Ja, ich bin Martin.
02:49Wachstum
03:19Zähne
03:49Untertitelung. BR 2018
04:19Untertitelung. BR 2018
04:49Was soll denn das?
05:05Ich muss Sie sprechen.
05:06Mich? Und so?
05:08Nicht hier.
05:10Gehen wir ins Bahnhofsrestaurant.
05:12Ich denke nicht daran.
05:14Geben Sie jetzt endlich den Koffer hin.
05:15Danke.
05:26So, bitte sehr.
05:28Ein Kaffee.
05:30Ein Beaujolais.
05:30Wenn Sie noch etwas zu essen wünschen, dann...
05:32Danke.
05:36Sie wissen genau, dass wir nicht miteinander sprechen dürfen.
05:39Mit wem soll ich dann sprechen?
05:41Ich kenne doch nur Sie.
05:42Ich bin Kurier wie Sie. Für Reklamationen nicht zuständig.
05:49Wo drückt denn der Schuh?
05:53Moment, Ihr Honorar.
05:59Genau darum geht es.
06:01Für so ein Trinkgeld arbeite ich nicht länger.
06:04Sie wollen also das Gold nicht übergeben?
06:09Nein.
06:10Nicht eher, bis wir eine neue finanzielle Regelung getroffen haben.
06:16Ein gefährliches Spiel.
06:19Ich habe keine Angst.
06:28Herr Ober.
06:29Hören Sie, Herr Köhler.
06:41Was ist denn hier los?
06:44Das ist eine schirrischweine Reine.
06:46Wer zahlt mir denn das?
06:48Verkuhige Sie sich.
06:49Sie kriegen ihr Geld.
06:50Aus wie grob ihr an.
06:54Du feier die Gesellschaft.
06:55Ja.
07:23Peter.
07:23Ich bin gerade zur Tür rein.
07:28Ich war am Bahnhof.
07:30Ja.
07:31Ich habe es nicht anders erwartet.
07:34Komm jetzt sofort nach Hause, sonst wird alles noch schlimmer.
07:37Wahrscheinlich...
07:40Ja, kommt schon.
07:53Ja.
08:23So benimmt sich eine Geistesklinke.
08:34Ich bin gesund.
08:36Ich wollte dir nur zeigen, dass ich deine Lügereien durchschaut habe.
08:38In Zukunft kannst du dir die Mühe sparen.
08:41Welche Mühe?
08:42Immer neue Märchen zu erfinden.
08:46Zieh doch das Hemd endlich aus.
08:53Kommst du dazu, mir nachzuspüren?
09:04Hast du kein Vertrauen zu mir?
09:06Nein.
09:07Geht doch schon lange so.
09:09Hast du mich gefüllt?
09:10Ich sage dir das noch einmal.
09:11Du bildest dir das alles ein.
09:13Deine Fantasie ist mit dir durchgegangen.
09:16Du siehst Gespenster, weiter nichts.
09:19Ich habe ganz andere Sorgen.
09:20Ja, was denn für Wälder?
09:21Verwenden mal die Wahrheit.
09:24Was meinst du damit?
09:26Ich sage die Wahrheit.
09:28Wie oft soll ich dir das noch sagen?
09:32Ich habe noch mit eigenen Augen zu sehen.
09:34Ich bin für blind.
09:36Ich werde nicht behelfen von dir.
09:38Ich schwöre es dir, Helma.
09:39Ich habe privat mit dieser Frau überhaupt nichts zu tun.
09:42Du musst uns für ganz schön blöd halten.
09:44Uns?
09:44Ja, uns.
09:45Ich schließe unseren Sohn mit ein.
09:47Wo ist er eigentlich?
09:49Bei seinem Freund, Martin.
09:51Martin.
09:52Martin.
09:53Ich höre immer nur Martin.
09:56Elektriker.
09:57Strippenzieher.
09:59Warum hat er keinen Freund, mit dem er auf gleicher Ebene arbeiten und diskutieren kann?
10:03Warum muss er immer unter sein Niveau gehen?
10:07Was ist daran so lächerlich?
10:08Sag es ihm doch endlich, Mama.
10:10Was heißt das?
10:11Sag es ihm endlich.
10:13Das soll heißen, so wie du uns seit acht Monaten belügst.
10:15So belügen wir dich.
10:19Seit wenigen Wochen.
10:21Du bist arbeitslos, tust aber krampfhaft so, als wäre alles in Ordnung.
10:24Ich habe die Schule geschmissen, ich scheiße aufs Abitur.
10:27Ich tue aber auch so, als wäre alles in Ordnung.
10:28Du siehst also, wir haben uns gegenseitig überhaupt nichts vorzuwerfen.
10:38Das ist für dich.
10:57Ja, Köhler?
10:58Ja?
10:58Ja, ich komme.
11:04Ich muss noch mal weg.
11:06Jetzt noch, mitten in der Nacht, wohin?
11:08Erzähl ich dir morgen.
11:09Und wie lange?
11:11Ich beeile mich.
11:14Wir können schon schlafen gehen.
11:15Es wird alles in Ordnung kommen.
11:19Soll ich ihm nachgehen?
11:23Nein, bleib.
11:28Ich bin, ich bin, ich bin, ich bin, ich bin.
11:58Ich bin, ich bin, ich bin, ich bin.
12:28UNTERTITELUNG
12:58UNTERTITELUNG
13:13UNTERTITELUNG
13:20Na du Komiker? Was ist denn los mit dir?
13:24Dann zeig mal her, was du hast!
13:28Rocco? Rocco, komm her. Komm her, hier.
13:36Was hast du denn da? Geh mal hin.
13:37Ihr Hund? Ja. Respekt, der ist aber gut erzogen.
13:42Der hat doch irgendwas. Der will was.
14:02Spieltrieb. Wie alt ist er? Dreieinhalb.
14:06Trotzdem, der hat was. Der will uns was zeigen.
14:12Ich schau mal nach.
14:34Res? Ja, Henry, morgen. Was gibt's?
14:38Weiß Gerd Heimann schon Bescheid?
14:45Ihr seid beide wo? Wie heißt das?
14:50Nein, weil der Fundort einer Leiche und der Tatort bekanntlich nicht immer identisch sind.
14:56Okay, ich nehme den Tatort zurück und sage stattdessen, Fundort einer männlichen Leiche, Todesursache vermutlich durch inneres Verbluten nach Bauchschuss.
15:06Wer ihn gefunden hat? Zwei Jogger und ein Schäferhund.
15:12Wissen Sie denn schon, wer der Tod ist?
15:13Leider nein. Er hat nicht das kleinste Stück Papier bei sich gehabt.
15:16Dafür aber was anderes. Auch nicht zu verachten.
15:18Ja, und? Gold.
15:21Pures Gold für fast eine Viertelmillion.
15:23Um den Bauch gebunden. Sechzehnhalb Kilobar.
15:25Sieht so aus, als hätte sie hier reingepflüchtet, wie ein angeschossenes Tier.
15:39Diesen Schuh hat der Hund heute Morgen apportiert.
15:43Und weil das Tier keine Ruhe geben wollte und das Gebüsch hier ständig umkreist hat, ist der Hundegesitzer schließlich hierher gelaufen.
15:49Es waren zwei, die den Toten entdeckt haben. Zwei Jogger.
15:52Werden die noch hier?
15:53Vor zehn Minuten abgefahren. Aber wir haben von denen alles Wissenswerte.
16:09Doktor, wie sieht's aus?
16:11Todeszeit Mitternacht plus minus 40 Minuten. Mehr nach der Obduktion. Ich ruf Sie dann an.
16:17Todesursache?
16:17Er ist innerlich verblutet. Deutliche Schmauchspuren an den Wundländern. Keine Ausschussoffen.
16:23Kaliber?
16:24Vermutlich 7,65. Die Kugel dürfte im Beckenknochen stecken.
16:28Gut, danke.
16:30Sind Sie Hauptkommissar Gress?
16:31Ja, was ist?
16:32Bei uns am Revier, da sitzt eine Frau Köhler. Sie vermisst ihren Ehemann.
16:36Sie sagt, er musste gestern von Mitternacht noch einmal weg, wollte aber bald wieder da sein.
16:40Wo ist die Frau?
16:41Bei uns, Inspektion 13.
16:42Ich habe hier noch ein Foto von ihm. Es ist nicht mehr ganz neu, aber...
16:49Sie sagen gar nichts.
16:56Frau Köhler, Sie vermissen Ihren Mann seit... seit wann genau?
17:00Seit gestern Nacht gegen elf. Er musste noch mal weg.
17:03Warum?
17:04Ein Anruf.
17:05Von wem?
17:07Das weiß ich nicht. Er tat so, als wäre es geschäftlich. Er wollte bald zurück sein.
17:14Wie bald?
17:15Das hat er nicht genau gesagt, nur dass er sich beeilen wollte. Geht schlafen, hat er gesagt.
17:19Geht schlafen?
17:19Ja, unser Sohn Peter war dabei. Er ist gerade 18 geworden und hat die Schule abgebrochen. Mein Mann wusste nichts davon, deshalb gab es Streit. Aber der Streit hatte kaum begonnen, da kam schon dieser Anruf für meinen Mann.
17:36Worüber hat er denn gesprochen? Hat er Namen genannt?
17:40Ich weiß es nicht. Das Telefon steht auf dem Korridor.
17:43Langes Gespräch.
17:45Nein, nur kurz. Und ein paar Minuten später ist er dann gegangen. Peter hat mich noch gefragt, ob er ihm nachgehen soll, aber ich habe ihn leider zurückgehalten.
17:58Wo ist Ihr Sohn jetzt?
18:00Im Kaufhaus. Er arbeitet dort seit vier Wochen als Verkäufer. Als Fachberater in der Computerabteilung.
18:10Eigentlich sollten es nur zwei Probemonate werden, aber dann haben Sie ihn vor Ablauf der ersten Woche unter festem Vertrag genommen.
18:18Computergenie, was?
18:19Ich glaube schon. Ich verstehe nichts davon.
18:25Herr Kommissar, Sie wissen doch was. Was ist passiert? Ein Verkehrsunfall oder...
18:33Ja. Frau Köhler heute Morgen im Englischen Garten. Zwei Jogger sind durch einen Hund veranlasst worden, ein Gebüsch zu durchsuchen.
18:45Sie haben einen Toten gefunden.
18:46Mhm.
18:46Untertitelung des ZDF, 2020
19:16Untertitelung des ZDF, 2020
19:46Untertitelung des ZDF, 2020
19:48Ich behalte ihn lieber so in Erinnerung, wie wir ihn...
19:51Er?
19:56Lebendig.
19:58Ich behalte meinen Vater lieber lebendig in Erinnerung.
20:01Haben Sie schon einen Verdacht?
20:09Noch nichts Konkretes. Nur Vermutungen.
20:14Über die müssen wir noch ausführlicher reden.
20:18Ja, hier?
20:20Nein.
20:21Mein Büro bei Ihnen zu Hause.
20:23Was Ihnen lieber ist?
20:27Was ist Ihnen lieber?
20:30Ich habe volles Verständnis dafür, wenn Sie Nein sagen, aber...
20:35Ich würde die Wohnung Ihres Vaters gerne kennenlernen.
20:38Bitte nehmen Sie Platz.
20:40Was sind das denn nun für Vermietungen?
20:45Ihr Vater war Kaufmann.
20:48Handelsvertreter.
20:49Mehr wissen wir leider noch nicht von seinem Berufsleben.
20:52War nun frei?
20:53Ich meine selbstständig oder...
20:55...wann Sie festgebunden?
21:00Mein Mann hatte die süddeutsche Alleinvertretung...
21:03...für eine Züricher Stricknotenfabrik seit 1966.
21:07Bis zum November vergangenen Jahres.
21:11Immerhin 20 Jahre.
21:12Was war danach?
21:13Die Firma in Zürich existiert nicht mehr.
21:16Mein Mann hat versucht, etwas Neues zu finden, aber ohne Erfolg.
21:20Ein Vertreter, der bald 50 wird.
21:23Ihr hat dann das verkraftet?
21:27Ich weiß es nicht.
21:28Er war immer verschlossen.
21:34Er hatte seinen Stolz.
21:37Er hat seine Niederlagen vor uns geheim halten wollen.
21:41Auch ohne Erfolg?
21:43Ja.
21:45Seit zwei Monaten weiß ich Bescheid.
21:48Er ist weiterhin regelmäßig nach Zürich gefahren.
21:51Er hat sogar Briefe und Berichte an diese Firma geschrieben, die es gar nicht mehr gibt.
21:55Aber seit einer Woche weiß ich, dass eine Frau dahinter steckt.
22:03Mama, gehört das hierher?
22:05Herr Kress, Ihre Vermutung.
22:07Da können wir die endlich auch erfahren.
22:09Mein Kollege war vor mir am Fundort.
22:12Er wird Ihnen erzählen, was Ihr Vater bei sich hatte.
22:16Unter seinem Pullover trug er ein Spezialgürtel, gefüllt mit Goldbahnen.
22:21Gesamtwert über 200.000.
22:23Unter diesem Gürtel dann die Schusswunde.
22:27Er ist in den Park gelaufen, kreuz und quer durch die Anlagen.
22:31Offensichtlich auf der Flucht vor irgendjemand.
22:32Schließlich hat er sich in einem Gebüsch versteckt.
22:37Gold!
22:39Ja, Frau Köhler.
22:4016 Barren und jeder wiegt einen Pfund.
22:44Fällt Ihnen dazu nicht sein?
22:47Hat der Mann nicht irgendwann mal mit Ihnen über Gold gesprochen?
22:50Nein, nie.
22:51Und dieser Gürtel?
22:54Ziemlich grobes Lein, Farbe grau-grün.
22:58Mit so Taschen.
23:00Nein, habe ich nie bei ihm gesehen.
23:02Nicht in der Wäsche, nicht im Koffer.
23:04Er fuhr nach Zürich wie all die Jahre zuvor.
23:07Wie oft?
23:08Drei, vier Mal im Monat.
23:10Vier mal 16 sind...
23:1364.
23:1564?
23:16Ach, ich verstehe.
23:17Sie wollen meinen Vater zum Goldschmuggler abstempeln.
23:22Naja, er kann sich ja leider nicht mehr wehren.
23:24Aber Herr Köhler, wir sind doch nicht von der Zollfahndung.
23:28Wir bemühen uns, den Mord an Ihrem Vater aufzuklären.
23:31Goldschmuggel?
23:32Das ist ausgeschlossen.
23:33Warum, Frau Köhler?
23:35Ein Mann, der so verschlossen war?
23:37Wie wollen Sie wissen, was in dem vorgegangen ist?
23:40Mein Vater war kein Selbstmörder.
23:41Und dieser Goldgürtel?
23:44Ja?
23:50Dieses Gold...
23:51Ja?
23:53Was ist damit?
23:57Dieses Gold ist für mich genauso rätselhaft wie für meine Mutter.
23:5915 Echte und ein Kuckucksei.
24:14Wieso?
24:15Messing.
24:16Messing vergoldet vielleicht noch einen Bleikern.
24:23Gute Arbeit.
24:24Optisch absolut identisch.
24:31Der herrscht schwerer.
24:34Es ist seltsam.
24:35Warum?
24:37Er kommt mir vor wie ein alter Bekannter.
24:41Ging's etwas deutlicher?
24:43Ja.
24:44Vor neun oder zehn Monaten ist unsere Betrugsabteilung ein großer Kugelung.
24:49Und da sind die heute noch stolz drauf.
24:50Mit Recht.
24:51In einem Hotel am Hauptbahnhof, da konnten die ein langgesuchtes Gaunerpärchen festnageln.
24:58Bei dem Versuch, falsche Goldbarren an einen Münchner Geschäftsmann zu verhökern.
25:04Nennwert anderthalb Millionen.
25:06In Wahrheit nur ein Haufen Messing.
25:08Das Zeug wanderte in unseren Asservatenraum.
25:12Etwas über einen Zentner.
25:14Darunter auch 30 Barren zu 500 Gramm.
25:18Genau wie diese Niete hier.
25:2315 Echte und ein Falscher.
25:26Der aussieht wie einer aus unserem Asservatenraum.
25:30Kurios.
25:31Hilft uns bloß nicht weiter.
25:33Gab's damals nicht eine Untersuchung, wer sich irgendjemand verzählt hat?
25:36Genau.
25:37Drei von den falschen Ottos fehlten eines Tages.
25:40Angeblich.
25:41Die Zählerei nahm kein Ende.
25:43Alles wegen drei Pfund Messing.
25:44Ja, und außerdem hatten wir Handwerker im Hause.
25:47Maler, Elektriker.
25:49Sind die damals auch vernommen worden?
25:51Ja, da gibt es sicher Protokolle.
25:54Der sieht aus wie einer von unseren, meint der Faber.
25:57Kann ich das genauer wissen?
25:59Und wie lange dauert das?
26:00Kein Problem, Chris.
26:01Ich ruf dich zurück in 20 Minuten.
26:03Henry?
26:04Ja?
26:05Versuch doch mal die Protokolle von damals aufzutreiben.
26:08Ich will wissen, wer diese Handwerker waren, die da vernommen worden sind.
26:11Grüß Gott, sind Sie hier, Kolbig?
26:23Ja, was gibt's?
26:24Arbeitet bei Ihnen ein Geselle, Martin Zonkel.
26:27Er gehört zur Firma, ja.
26:29Hat bei mir gelernt.
26:31Die selben Prüfung mit Auszeichnungen.
26:33Aber heute feiert er wieder mal krank.
26:37Wer sind Sie?
26:38Krippauer, Heimann.
26:39Ihre Firma hatte doch mal bei uns im Präsidium zu tun.
26:43Neue Leitungen verlegen im Asservatenraum.
26:46Damals gab's doch ein Problem.
26:47Gold aus Messing, ich erinnere mich.
26:50Sein hat immer noch kein Zehen.
26:51Ich hab nie gezählt, Herr Kolbig.
26:53Aber jetzt hab ich eine Frage.
26:55Mich brauchen Sie nicht zu fragen.
26:57Ich bin nicht dabei gewesen.
26:58Und der Martin, wie gesagt, der feiert wieder mal krank.
27:01Feiert?
27:01Mit der Test natürlich.
27:03Er macht kein nasskaltes Wetter.
27:05Ob nie mehr zu Hause, umfliegt sein Hobby.
27:06Okay.
27:09Tag, Herr Zogel.
27:30Sind Sie doch, ja?
27:31Machen Sie ein enttäuschtes Gesicht.
27:33Wen haben Sie denn erwartet?
27:35Wer sind Sie?
27:35Was wollen Sie denn von mir?
27:37Ihr Chef, der Herr Kolbig, hat uns gesagt, dass Sie krankgeschrieben sind.
27:40Ja, und?
27:41Wir sind von der Kripo.
27:42Mein Name ist Heimann.
27:44Das ist Herr Kress.
27:46Dürfen wir reinkommen?
27:48Ja, bitte.
27:51Was kann ich nun für Sie tun?
27:54Ach, Herr Zogel.
27:57Uns drückt immer noch dieses Messing-Problem von damals.
28:00Das ist früher, Sie erinnern sich.
28:03Messing?
28:03Ach, du lieber Himmel.
28:06Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
28:08Aber, na, das habe ich vergessen.
28:09Ich meine, an Einzelheiten kann ich mich da nicht mehr erinnern.
28:12Aber alles, was ich damals wusste, das habe ich ja ausführlich zu Protokoll gegeben.
28:15Stimmt.
28:16Ich habe es mir gerade noch mal genau durchgelesen.
28:18Naja, dann wissen Sie wahrscheinlich jetzt mehr als ich.
28:20Aber wie gesagt, das habe ich vergessen.
28:21Die ganze Geschichte, die liegt ja schon fast ein Jahr zurück, ne?
28:25Das ging um drei Pfund Messing, ja.
28:26Sagen Sie mal, haben Sie noch mehr so spannende Fälle zu lösen?
28:33Sind Sie ja ein richtiger Spaßvogel.
28:36Übrigens, die Kollegen von damals, die gehörten zum Betrugsdezernat.
28:39Wir beide sind nur für Mord zuständig.
28:43Mord?
28:44Wir sind also nicht nur wegen Messing hergekommen.
28:48Ach, apropos Messing.
28:51Hier habe ich so ein Ding.
28:54Sie sind ein Computerfan, Herr Zober.
28:56Ja, ja, ja.
28:58Darf ich da mal einen Blick reinwerfen?
29:01Teures Hobby.
29:03Aber auch faszinierend.
29:05Woher?
29:07Den hat ein unbekannter Toter bei sich gehabt, der an einem Bauchschuss verblutet ist.
29:12Letzte Nacht im Englischen Garten.
29:14Ein unbekannter?
29:17Anfangs, ja.
29:19Inzwischen ist es uns gelungen, ihn zu identifizieren.
29:22Sie wissen, wie er heißt?
29:24Warum fragen Sie?
29:26Haben Sie eine Vermutung?
29:29Nein, nein.
29:31Nur so.
29:32Ach, nur so.
29:34Der Name des Toten ist Gustav Köhler.
29:38Handlungsreisender in Strickmoden.
29:40Oder auch in Gold.
29:44Mein Gott.
29:52Toll ausgerüstet sind Sie.
29:54Ich schätze das Ganze auf 60, 70.000 mindestens.
30:00Das gehört mir nicht allein.
30:01Wen noch?
30:05Also, mein Freund.
30:07Wir wollten später mal eine Firma für Computer-Zubehör.
30:11Ich bin froh, dass Sie da sind.
30:37Sehr vernünftig von Ihnen.
30:40So, meine Herren, und jetzt wollen wir aufhören, kostbare Zeit zu verlieren mit Lügerei und Versteckspiel.
30:47Wer hat den Nutzen davon?
30:50Sie?
30:50Ja, also, die Sache war so, als ich da im Präsidium gearbeitet habe, da stand eine Kiste rum mit diesem Messinggelump.
30:58Da habe ich einfach mal reingegriffen.
31:00Wie viel?
31:01Oh, fünf Stück.
31:02Aber nur so zum Spaß.
31:04Naja, und dann wurden die Dinger vermisst und da gab es dann eine große Zählerei.
31:08Und da habe ich dann zwei heimlich wieder in die Kiste zurückgelegt.
31:11Ja, und da gab es dann wieder eine große Zählerei und dann Verhöre, Protokoll, aber dann wurde es auch wieder ruhig.
31:19Also, ein Diebstahl aus Übermut ohne bestimmte Absicht.
31:24Wussten Sie davon, Herr Köhler?
31:27Nein.
31:28Das heißt, ja.
31:30Aber erst Monate später.
31:33Da hat Martin mir von den drei Goldbarren erzählt.
31:36Auch gezeigt?
31:38Sicher, ja, auch gezeigt.
31:39Ja, ja, weiter.
31:52Als wir wussten, dass mein Vater uns belügt.
31:56Wer wir?
31:58Na, meine Mutter und ich.
32:01Ja, verstehen Sie nicht, mein Vater fuhr weiterhin nach Zürich und zurück.
32:06Stoffproben und Strickmuster im Aktenkoffer.
32:09Er gab auch immer pünktlich seine Haushaltskälte.
32:16Alles wie immer.
32:17Wo hätten Sie das hernehmen sollen?
32:19Eben.
32:21Meine Mutter glaubte, er hätte eine reiche Freundin in Zürich.
32:25Was haben Sie geglaubt?
32:26Ich wusste ja, dass er Gold schmuggelte.
32:37Durch Zufall bin ich eines Abends drauf gekommen.
32:41Sein Aktenkoffer war so schwer.
32:44Es war ja pures Gold drin.
32:45Sie haben also die Barren im Gürtel vertauscht.
32:49Wie oft?
32:50Wie viele?
32:52Gestern Abend zum dritten Mal.
32:55Immer nur einen.
32:56Verdammt nochmal, haben Sie nicht gewusst, was Sie da anstellen?
32:59Dass Sie Ihren Vater in Lebensgefahr bringen?
33:01Ich wollte, ich hätte das nie getan.
33:10Die echten Bahn?
33:12Verkauft.
33:14Ja, einmal am Bankschalter und einmal privat.
33:16Den von gestern, den habe ich noch.
33:17Moment.
33:18Ich soll mir ein Beispiel nehmen an meinem Sohn?
33:31Ja.
33:33Er hat uns alles gesagt, was er weiß.
33:35Und nur so kommen wir weiter, Frau Köhler.
33:38Oder wollen Sie, dass der Tod Ihres Mannes unaufgeklärt bleibt?
33:42Nein, natürlich nicht.
33:43Im Gegenteil.
33:43Aber ich wüsste nicht, was ich Ihnen noch erzählen sollte.
33:49Fangen wir mit dem Verdacht an, den Sie gegen Ihren Mann geäußert haben.
33:53Dass es da eine Frau geben soll.
33:56Ja, die gibt es.
33:58Dreimal habe ich die beiden gesehen.
34:01Einmal in einem Café.
34:05Und ein anderes Mal stieg sie in ein Taxi vor einem Hotel.
34:09Und das dritte Mal?
34:11Das war gestern.
34:11Gestern habe ich sie am Bahnhof gesehen.
34:13Sie kamen mit dem D-Zug aus Zürich.
34:18Die beiden haben Händchen gehalten und sind ins Bahnhofsrestaurant.
34:23Da bin ich explodiert.
34:26Ich habe ihm sein Glas Rotwein ins Gesicht geschüttet.
34:31Und weiter?
34:33Nichts weiter.
34:34Ich habe mich umgedreht und bin weg.
34:36Ohne Erklärung?
34:37Kein Wortwechsel?
34:39Da gab es nichts mehr zu erklären, Herr Kress.
34:41Schade.
34:43Sie haben sich täuschen lassen.
34:46Nach allem, was wir bisher wissen, ist diese Frau vermutlich die Kontaktperson für ihren Mann gewesen.
34:52Eben ein Mitglied in einem Goldschmuggelring.
34:57Können Sie uns die Frau beschreiben?
34:59Und hat sonst noch jemand den Streit beobachtet?
35:06Es war ziemlich leer.
35:09Aber auf jeden Fall der Ober.
35:12Ein älterer Mann mit Glatz und Brille.
35:15Sah aus wie eine Eule.
35:16Herr Kress, das ist für Sie.
35:17Wie alt schätzen Sie die Damen?
35:22Anfang 30.
35:24Allerdings stark geschminkt, da weiß man ja nie.
35:29Dann sagen Sie ihm doch bitte, er soll das Geschoss direkt ins Labor bringen.
35:33Ja?
35:33Ja, und auf das Resultat gleich warten.
35:36Danke.
35:36Vielen Dank, Frau Köhle.
35:39Ihre Beschreibung war besser als ein Foto.
35:41Der Kenner aus dem Bahnhofsrestaurant.
35:43Die Eule.
35:44Ja.
35:44Mal sehen, ob der uns weiterhelfen kann.
35:46Gut.
35:47Gerd, der Doktor hat das Geschoss gefunden.
35:49Kaliber 7,65.
35:51Na also.
35:52Wiedersehen.
35:53Moment, sagten Sie 7,65?
35:55Ja.
35:56Warum fragen Sie?
35:56Ja.
35:56Ja, mein Vater hat so eine.
36:03Was hat Ihr Vater?
36:04Er hat keinen Waffenschein, aber sein Onkel war Offizier im letzten Weltkrieg und der hat
36:06ihm so ein Ding vermacht.
36:08Wo bewahrt er die auf?
36:09Moment.
36:09Moment.
36:09Moment.
36:26Nichts zu finden?
36:28Nein.
36:29Wie sind Sie denn sicher, dass hier da oben ist?
36:35Mit dieser Schachtel hat Sie immer gelegen.
36:40Also Fehlanzeige.
36:43Scheiße.
36:45Sagen Sie, halten Sie es für möglich, dass ihn der Mörder mit seiner eigenen Waffe erschossen hat?
36:49Möglich ist alles, Herr Köhler.
36:52Mist.
36:53Lauter Mist.
36:54Scheiße, verdammt.
36:55So viel Pech auf einmal gibt's doch gar nicht.
36:58Seit vier Tagen rennen wir im Kreis rum.
37:01Deine Tipperei geht mir auch allmählich auf den Keks.
37:04Das bringt uns nicht weiter.
37:06Wo treibt sich Henry eigentlich die ganze Zeit rum?
37:08Der habe ich seit gestern nicht mehr gesehen.
37:11Er ist ständig unterwegs mit dem Ober.
37:12Was denn, Ober?
37:14Der aus dem Bahnhofsrecht.
37:16Sie suchen gemeinsam die unbekannte Frau, die Köhler am Bahnsteig abgeholt hat.
37:19Suchet, so werdet ihr finden.
37:21Henry hat sich mit der Zollfahndung in Verbindung gesetzt.
37:24Ü-Gruppe Goldschmuggel.
37:25Und die haben ihm eine Liste zusammengestellt von verdächtigen Personen.
37:28Tja, Herr Wendt, der nächste Laden.
37:38Die Goldecke sofort Bargeld.
37:41Gehen Sie da rüber, aber möglichst unauffällig.
37:43Einhundert, zweihundert, fünfzig, sechzig, siebzig.
37:59Dankeschön.
38:00Ich habe zu danken.
38:02Bis zum nächsten Mal.
38:04Auf Wiedersehen.
38:04Auf Wiedersehen.
38:05Auf Wiedersehen.
38:34Das ist er.
38:45Sind Sie sicher?
38:45Ganz sicher ist die Frau gewesen.
38:47Zwar anders gekleidet, aber sonst die Haare, der Mund, vor allem die Augen.
38:51Sie haben uns sehr geholfen.
38:52Prima.
38:52Soll ich sie nach Hause bringen?
38:53Nicht nötig.
38:54Die nächste Übereinhalte stelle ist nur zehn Schritte entfernt.
38:57Wiedersehen.
38:58Wiedersehen.
38:58Wenn ich dir doch sage, dass er mich erkannt hat.
39:01Auf den ersten Blick.
39:03Ich ihn doch auch.
39:06Nein, Wolf, nein.
39:07Wir müssen das abblasen.
39:09Kannst du denn nicht in Zürich anrufen?
39:12Carla, das ist unmöglich.
39:14Ich weiß ja nicht einmal, wo er heute startet.
39:16Wahrscheinlich ist er schon unterwegs.
39:18Du, wir tappen da in eine Falle.
39:20Du siehst Gespenster, Liebling.
39:21Hast Angst vor einem Kellner, der zufällig vor unserem Schaufenster steht.
39:24Das war kein Zufall.
39:26Nie und nimmer.
39:27Was denn sonst?
39:28Carla, wir müssen.
39:32Oder willst du Klaus in den Wolken hängen lassen?
39:34Der Kellner geht bestimmt zur Polizei.
39:35Wenn nicht heute, dann morgen.
39:37Eben.
39:38Und darum müssen wir uns beeilen.
39:40Wir müssen schneller sein als die Meute.
39:42Außerdem geht es diesmal nicht nur um acht Kilo.
39:44Vergiss das nicht.
39:46Carla?
39:47Hallo?
39:48Ja.
39:49Und was soll ich jetzt machen?
39:51Sperre den Laden zu, nimm dir ein Taxi und komm zum Friedensengel.
39:53Da picke ich dich auf.
39:55Bis gleich.
39:56Tschüss, mein Engel.
39:56Das ist das.
40:01Das ist das.
40:02Das ist das.
40:06So ist es.
40:15Mann, wenn das stimmt.
40:44Seine Goldader.
40:45Ja, natürlich freut ihn das.
40:49Er hat es auch nötig.
40:52Deprimiert ist überhaupt kein Ausdruck.
40:54Wer ist denn dran?
40:56Das ist nur Henry.
40:58Der Ober hat die Frau erkannt.
41:00Was?
41:02Sag das nochmal, Henry.
41:05Gratuliere, mein Goldjunge.
41:07Ja, das bringt uns weiter.
41:10Was? Nein, nur beschatten.
41:13Henry, aber mit aller Vorsicht.
41:14Ja, was ist los?
41:17Sie kommt raus und sperrt den Laden zu.
41:28Sie will über die Straße.
41:29Nein, sie bleibt stehen.
41:33Sie winkt ein Taxi an.
41:45Taxi hält.
41:45Ich bleib dran.
42:01Heimann.
42:03Ja?
42:03Ja, das hat er mir erzählt.
42:07Ich bin nach dem Laufenden.
42:09Moment, das schreibe ich mir mal eben auf.
42:13Das ist doch in der Nähe von Fürstenfeldbruck.
42:16Ja, ich kenne die Gegend.
42:18Ist die zuständige Polizei schon verständigt?
42:20Gut, wir nehmen die Einladung dankend an.
42:25Henrys Freunde von der Zollfahrendung, die erwarten heute irgendeine freudige Überraschung aus der Luft.
42:29Und dazu sind wir eingeladen.
42:31Ja.
42:32Bei Mammendorf, da könnten wir sie in einer Stunde treffen.
42:34Ja, worauf warten wir noch?
42:46Na bitte, da sind sie ja alle.
42:48Grüß Gott.
42:54Ist das der Mann von der Zollfahndung?
42:56Wahrscheinlich, ich kenne ihn ja auch nicht persönlich.
42:59Tag.
43:01Mein Name ist Teerplan, Zollfahndung.
43:02Grüß, Günther.
43:03Ja, die Chancen stehen recht gut, Herr Kress.
43:06Von allen Privatsflugbässen im Alpenvorland ist ja am besten geeignet.
43:09Geeignet?
43:09Für wen?
43:10Ja, eigentlich für alle.
43:11Für den Piloten und auch für uns.
43:13Ja, fahren wir, oder?
43:14Ja, ja.
43:15Mal los.
43:33Er müsste doch längst da sein.
43:43Jetzt warten wir schon eine Stunde.
43:45Na und?
43:49Es müsste doch irgendwas schiefgelaufen sein.
43:51Nicht mal gleich der Schlimmste an.
43:56Na bitte.
43:57Wo denn?
43:58Ja, nach links.
44:15Etwas höher.
44:16Endlich.
44:20Endlich.
44:21Oh, Gott.
44:51Mensch, Klaus, wo bleibst du?
44:53Hallo.
44:55Grüß dich.
44:56Grüß dich.
44:57Hallo.
44:57Hallo.
44:58Ich musste schlechtes Wetter umfliegen, da musst du immer mit rechnen.
45:01In Zürich bin ich mal knallblauem Himmel gestartet.
45:03Sonst alles klar?
45:04Ja, alles klar.
45:05Drei Koffer diesmal, jeweils 20 Kilo.
45:17Scheiße!
45:21Grüß dich, Herr Abel.
45:44Heute ohne Waldlauf?
45:45Wo ist denn der liebe Frau Bauer?
46:01Herr Simonek, würden Sie bitte aufmachen?
46:04Er ist nicht verschlossen.
46:05Zollfahndung, Herr Simonek.
46:16Wollen Sie eine Klärung abgeben?
46:18Ein bedauerlicher Irrtum, das Ganze.
46:20Ich bin Kaufmann, habe ein Geschäft.
46:21Handle mit Edelmetallen.
46:23Ja, Sie kaufen Gründe in der Schweiz mit reduzierter Mehrwertsteuer.
46:26Das macht pro Kilo ungefähr 3000 Mark Gewinn illegal.
46:29Abzüglich der Honorare für Ihre Schmuggler, die für Sie per Bahn, per Auto oder Flugzeug
46:35die Grenzen überwinden.
46:36Eine Behauptung, die sich noch heute in nichts auflösen wird.
46:39Kaum.
46:40Das Formular für die Umsatzsteuervorammeldung liegt ausgefüllt und unterschrieben auf meinem
46:43Münchner Schreibtisch.
46:44Trotzdem sind Sie vorläufig festgenommen.
46:46Das dürfen Sie nicht.
46:47Ich habe ein Geschäft und habe einen festen Wohnsitz.
46:49Es besteht keinerlei Fluchtgefahr.
46:52Das Einzige, was Sie dürfen, ist diese Koffer hier für mich aufbewahren.
46:56Gegen Quittung, selbstverständlich.
46:57Sonst nichts.
46:58Herr, wie war doch Ihr Name?
47:00Terplan.
47:01Zollfahndung.
47:02Sonderkommission.
47:03Das sind meine Kollegen von der Münchner Kripo.
47:06Ja, Herr Simonek.
47:07Festgenommen werden Sie von uns.
47:09Nicht von Zoll.
47:14Begründung?
47:17Mordverdacht.
47:25Also ein Familienbetrieb.
47:28Ein Terzett in Gold.
47:32Und das ist Ihre Stärke.
47:36Wenn nun fremde Helfer angeheuert werden müssen, schon gibt es Ärger.
47:42Oder sehe ich das falsch?
47:43Frau Simonek, im Bahnhofsrestaurant hatten Sie einen Streit mit Herrn Köhler knappe drei Stunden vor seinem Tod.
47:53Warum?
47:54War er unzufrieden?
47:57Wollte er mehr Gehalt?
47:58Er war nicht mein Angestellter.
48:01Also gut freier Mitarbeiter.
48:03Wollte er mehr Honorar?
48:05Tiefes Schweigen.
48:11Herr Abel, Sie wohnen im Haus Ihrer Schwester und Ihres Spargers am Südrand von München, direkt am Isarhochufer.
48:18Ein Paradies für Jogger.
48:19Trotzdem fahren Sie quer durch die Stadt bis zum Englischen Garten, um dort Frühsport zu machen.
48:26Warum so umständlich?
48:29Haben Sie etwas gesucht, was nachts schlecht zu finden war?
48:33Vielleicht den Toten im Gebüsch?
48:35Oder nur seinen Gürtel?
48:37Halt!
48:38Wir lassen uns nicht beleidigen.
48:39Das geht zu weit.
48:40Ihre eigene Schuld, Herr Simonek.
48:42Sagen Sie uns endlich die volle Wahrheit.
48:44Das ist immer noch die beste Methode, so ein lästiges Verhör zu beenden.
48:50Aber bitte, nehmen Sie doch wieder Platz.
48:55Also?
49:02Ja, wir hatten Streit im Bahnhofsrestaurant.
49:05Das Affentheater endete mit einer Rotweindusche.
49:08Ich ging dann ohne die Ware nach Hause und habe meinen Partnern berichtet.
49:11Wie haben die reagiert?
49:12Ich habe Köhler sofort angerufen.
49:16Es war sein Sohn am Telefon, danach er selbst.
49:19Er wollte, dass wir uns in Schwabing treffen.
49:23Aber kein Autor war ihm in der Nähe.
49:26Gut, habe ich gesagt.
49:29In etwa 20 Minuten werde ich da sein.
49:34Und dann...
49:35Hör doch auf mit der Qualmerei.
49:39Da kommt er.
49:42Guten Abend, Herr Köhler.
49:55Steigen Sie ein, hinten ist noch Platz.
49:58Die ganze Firma.
50:00Welche Ehre.
50:00Sie sind unzufrieden, Herr Köhler?
50:14Ja, das bin ich.
50:18Sie verdienen am Kilo 3000.
50:21Und mich speisen Sie ab mit 100 pro Kilo.
50:24Obwohl Sie wissen, dass ich die gefährlichste Arbeit leiste.
50:26Wie viel wollen Sie denn?
50:28Das Doppelte.
50:31Einverstanden.
50:33Beim nächsten Mal 200 pro Kilo.
50:35Nicht beim nächsten Mal.
50:37Heute?
50:38Auch gut.
50:40Wollen wir das gleich verrechnen?
50:42Verrechnen?
50:44Womit?
50:44Sie haben uns zweimal betrogen, Herr Köhler.
50:4915 Barren in Gold und einer in Messing.
50:52Zuerst habe ich unsere Freundin Zürich verdächtigt.
50:54Das ist inzwischen geklärt.
50:55Sie sind der Schlitzer.
50:57So und nun her mit dem Gürtel.
50:59Ich habe es doch gleich geahnt.
51:01Auf die krumme Tour.
51:03Aber nicht mit mir.
51:05Tun Sie das Ding weg.
51:08Wo ist der Schießt?
51:09Tun Sie das Ding weg.
51:10Wo ist der Schießt?
51:40Der Gürtel.
51:45Hinterher.
51:55So, jetzt kennen Sie die Wahrheit.
51:58Wir haben ihn fast drei Stunden lang gesucht.
52:01Auch gerufen.
52:03Keine Antwort.
52:04Nichts.
52:04So um drei Uhr in der Nacht waren wir dann zu Hause.
52:10Ich bin um viertel vor sechs wieder los als Jogger mit unserem Hund.
52:15Alles andere wissen Sie ja.
52:18Da war doch noch dieser zweite Jogger.
52:20Ein Dr. Küppers, Kinderarzt.
52:23Der hat mit Ihnen zusammen die Funkstreife geholt.
52:24Ja, das stimmt.
52:27Wenn dieser zweite Jogger nun nicht da gewesen wäre,
52:32wie hätten Sie sich da verhalten?
52:34Auch sofort die Polizei verständigt?
52:36Ich verstehe die Frage nicht.
52:40Ich verstehe die Frage sehr gut.
52:43Man hält uns hier unglaubwürdig.
52:45Warum so theatralisch, Herr Simonik?
52:47Ich habe nichts gegen Sie persönlich.
52:50Ich suche nur die Wahrheit.
52:51Das ist unser Beruf.
52:52Wir sind mit Ihrer Hilfe ein gutes Stück vorangekommen.
52:56Aber leider, leider sind noch viele Fragen offen.
53:00Wo ist die Pistole geblieben?
53:02Beim Toten war sie nicht.
53:05Wir haben den Park Meter für Meter abgesucht.
53:10Die Pistole.
53:12Die Pistole.
53:14Ja, die Pistole kann viele Fragen beantworten.
53:17In unserem Labor.
53:18Wenn Sie also wissen, wo wir Sie finden können.
53:25Beide waren im Park.
53:27Mein Mann und mein Bruder auf der Suche nach Köhler.
53:30Ich war allein im Auto.
53:32Und habe nach Zigaretten gesucht.
53:34Und sehe da plötzlich dieses schwarze Ding neben mir liegen.
53:39Dann bin ich raus aus dem Auto.
53:41Ich bin vorsichtig.
53:43An diesem Bügel, wo der Finger durch muss, hochgenommen.
53:46Und bin damit.
53:52Ja, Frau Simonik.
53:54Wohin?
53:56Wo haben Sie sie hingetan?
53:57Ich bin nichts.
53:58Wohin?
53:59Untertitelung des ZDF, 2020
54:29Untertitelung des ZDF, 2020
54:59Untertitelung des ZDF, 2020
55:29Untertitelung des ZDF, 2020
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56:59Untertitelung des ZDF, 2020
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