- vor 2 Monaten
Hauptkommissar Köster - Siegfried Lowitz /
Drehbuch - Detlef Müller /
Regie - Zbynek Brynych
Drehbuch - Detlef Müller /
Regie - Zbynek Brynych
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01:18Wenn es geht, dass Sie sich mit mir treffen?
01:22Ja, möglichst sehr bald.
01:25Ich bin ja Mondstraße.
01:27Ein Stückchen weiter ist ein Lokal, Vossstraße.
01:31In einer Stunde.
01:48Magdalena!
01:50Was soll denn das?
01:56Magdalena!
01:58Was soll denn das?
02:00Oh, Entschuldigung, ich dachte nicht.
02:10Andreas!
02:13Hey!
02:16Philly!
02:17Du bist an mir vorbeigerannt und hast mich nicht gesehen.
02:20Bist du meinetwegen gekommen?
02:22Was denkst denn du?
02:25Ich habe gedacht, Magdalena holt mich ab, aber sie ist nicht zu Hause.
02:27Ich habe gerade angerufen.
02:30So ein kleiner Kuss.
02:43Herzlichen Glückwunsch.
02:46Ach, danke.
02:48Was ist denn das für ein Gefühl, wenn man nicht mehr in die Schule muss?
02:51Toll.
02:53Gestern haben wir ein Feuer gemacht.
02:55Hefte, Bücher, alles verbrannt.
02:57Am liebsten hätte ich das Ganze in der Naht angestimmt.
03:01Und morgen fährst du mit Magdalena nach Paris.
03:04Ja, wie Geschenk. Ich freue mich.
03:06Das ist ein Passagio libero.
03:10Grazie, eh?
03:11Grazie.
03:13Du, Mäki.
03:15Danke, Herr Doktor.
03:17Danke, Herr Doktor.
03:18Danke, Herr Doktor.
03:19Danke, danke, Herr Doktor.
03:21Danke, Herr Doktor.
03:22Danke, Herr Doktor.
03:26Ja, und du, Herr Doktor.
03:28Ja, komm.
03:30Danke, Herr Doktor.
03:32Danke, Herr Doktor.
03:34Danke, Herr Doktor.
03:36Sie sind sehr liebenswürdig, Frau Doktor.
03:41Ich habe mir schon eine Kleinigkeit bestellt.
03:44Ich darf Sie einladen?
03:46Vielen Dank.
03:47Also, was haben Sie auf dem Herzen?
03:51Ich möchte mich noch mal entschuldigen, dass...
03:54Das ist doch nicht nötig.
03:56Es wäre mir auch ganz lieb, wenn niemand erfahren würde, dass Sie sich hier mit mir treffen.
04:03Brauchen Sie sich gar keine Sorgen zu machen.
04:08Uferzau.
04:10Was darf es denn sein, Frau Doktor?
04:12Einen Kaffee und dasselbe noch einmal.
04:15Vielen Dank.
04:16Ach so.
04:17Schießen Sie los.
04:19Sie sind immer so nett zu uns, Frau Doktor.
04:21Und da habe ich mir gedacht, ich darf es nicht für mich behalten.
04:24Was?
04:26Was?
04:27Was dürfen Sie nicht für sich behalten?
04:28Dr. Hina ist weggefahren.
04:29Kann ich nachher noch mal vorbeikommen?
04:30Ich habe es für dich.
04:31Ich habe es für dich.
04:32Klar.
04:33Kannst du heute Abend kommen?
04:34Kannst du heute Abend kommen?
04:35Können wir zusammen essen?
04:36Mhm.
04:37Du.
04:38Du.
04:39Werden wir uns denn öfter sehen, wenn du wieder da bist?
04:40Ja.
04:41Du.
04:42Ich habe das.
04:43Ich habe es für dich.
04:44Ich habe es für dich.
04:45Kannst du heute Abend kommen?
04:46Können wir zusammen essen.
04:47Mhm.
04:48Du.
04:49Werden wir uns denn öfter sehen, wenn du wieder da bist?
04:50Bestimmt.
04:51Kann ich nachher noch mal vorbeikommen?
04:55Ich habe was für dich.
04:58Klar, kannst du heute Abend kommen, können wir zusammen essen.
05:03Du, werden wir uns denn öfter sehen, wenn du wieder da bist?
05:09Bestimmt.
05:10Du? Fand ich schön, dass du mich aufgeholt hast.
05:24Okay.
05:25Wann hat denn die Sache angefangen?
05:42Vor ein paar Wochen. Genaues weiß ich nicht.
05:46Und wer ist daran beteiligt?
05:50Ich möchte keinen Namen nennen, das müssen Sie verstehen.
05:55Wie haben Sie denn davon erfahren?
05:58Die anderen haben mich gefragt, ob ich mitmachen will.
06:01Und Sie? Was haben Sie geantwortet?
06:05Ich könnte sowas nicht tun, nach all dem Guten, was Sie für uns getan haben.
06:08Ja, ist schon gut.
06:11Haben Sie irgendwelche Beweise?
06:20Bitte sehr.
06:25Da unten.
06:27Darf ich das behalten?
06:29Ich habe es für Sie mitgebracht.
06:31Was werden Sie jetzt tun? Gehen Sie zur Polizei?
06:33Ich weiß noch nicht.
06:34Ich möchte niemanden in die Pfanne hauen.
06:35Ich will nur zeigen, auf welcher Seite ich stehe.
06:37Wenn mal wieder was zur Verteilung kommt, denken Sie doch sicher an mich.
06:38Natürlich.
06:39Oh!
06:40Oh!
06:41Oh!
06:42Oh!
06:43Oh!
06:44Oh!
06:45Oh!
06:46Oh!
06:47Oh!
06:48Oh!
06:50Wenn mal wieder was zur Verteilung kommt müssen, denken Sie sicher an mich.
06:51Ich will nur zeigen, auf welcher Seite ich stehe.
06:55Wenn mal wieder was zur Verteilung kommt, denken Sie doch sicher an mich.
06:59Natürlich.
07:21Herr Wessling, Telefon. Ja, komm her.
07:44Danke.
07:51Hallo, Vater. Hier ist Andreas. Ich wollte mich bedanken.
07:59Ja, die ist toll.
08:02Naja, es geht so. Notendurchschnitt 2,5.
08:06Nee, ich muss noch mal hin. Wettzeug holen und sowas.
08:10Aber erst nach der Reise.
08:13Du, warte mal. Ich glaube, Magdalena ist gekommen.
08:16Ich rufe wieder an, wenn wir zurück sind, ja?
08:22Ja, klar. Und nochmals vielen Dank. Tschüss.
08:33Magdalena.
08:34Magdalena.
08:37Andreas.
08:39Guten Tag.
08:41Ich dachte schon, dir wäre was passiert.
08:43Lass doch kurz was von dir entkommen.
08:45Ja. Na, ich musste noch mal weg. Tut mir leid.
08:50Na ja, macht ja nichts.
08:51Na, wie war der letzte Schultag?
09:06Schrecklich wie immer.
09:08Ach.
09:10Ach du übertreibst doch wieder mal.
09:13Ha? Du hast doch wunderbar gehabt.
09:17Du?
09:19Du siehst toll aus.
09:24Danke.
09:26Hast du gewusst, was im Vaters Bäckchen ist?
09:27Ja, natürlich.
09:29Er hat dir angerufen und gefragt, was du dir wünschst.
09:32Mensch.
09:34Guck dir das an.
09:36Ja.
09:37Damit drehe ich einen Reisefilm.
09:39Mit dir in der Hauptrolle.
09:40Magdalena in Paris.
09:42Hier sehen wir sie in einem kleinen entzückenden Café auf den Champs Elysees.
09:46Und da steigt sie die Treppen zum Omatre rauf.
09:49Du, Andreas.
09:50Und da musst du dir nicht unbedingt malen lassen.
09:52Von so einem Straßenmalen.
09:53Andreas, jetzt hör mir mal zu.
09:55Ja.
09:57Ich hab vorhin einen Mann getroffen.
10:01Aus der Siedlung.
10:03In der Schweidnitzer Straße.
10:10Das ist nichts.
10:11Ich hab vorhin gebrochen.
10:24Ich hab vorhin gebrochen.
10:25Schenkt du dir manchmal auch was?
10:29Darauf kommt es nicht an.
10:31Ich glaube doch.
10:36Es macht mir einfach Spaß.
10:39Ich habe ja nichts dagegen.
10:55Hallo?
11:04Störe ich?
11:06Komm rein.
11:07Geht aus dem Weg!
11:37Arsch, Mann, du verdammt.
11:42Komm, man hat mal Zunge.
11:47Was ist denn?
11:48Ich geb einen für dich aus.
12:07Das hat aber ziemlich lang gedauert.
12:22Dann wird sich davon noch was ansehen dürfen, oder?
12:27Und der Rest vom Geld?
12:35Das ist doch nicht alles.
12:37Der Fusel ist teurer geworden.
12:46Den Laufjungen spielen und dann auch angemotzt werden.
12:58Steh auf.
13:00Das ist mein Platz.
13:02Setz dich aufs Bett.
13:03Ja, das stinkt aus.
13:06Ja, das stinkt aus.
13:08Ja, das stinkt aus.
13:12Ja, sehr komisch.
13:23Ja, das stinkt aus.
13:32Ja, sehr komisch.
13:34Ja, das stinkt aus.
13:36Ja, das stinkt aus.
13:37Ja, das stinkt aus.
13:40Ja, das stinkt aus.
13:40Ja, das stinkt aus.
13:41Du sollst ausmachen!
13:42Dreck-Sack!
13:57Dr. Lina!
14:01Herzlichen Glückwunsch!
14:06Ja, zum Abitur, meine ich.
14:09Danke.
14:10Ist Tilly noch bei dir?
14:12Die ist weggegangen.
14:14Habt ihr euch gezahlt?
14:15Nein, nein, die besucht nur eine Freundin.
14:17Dann wünsche ich dir eine gute Reise.
14:19Grüß, Paris!
14:20Danke.
14:21Komm, Fritzi, komm!
14:22Na komm, nach Paris!
14:23Ach, Herr Kowald!
14:25Ja?
14:26Tilly hat mir erzählt, sie hätten neue Jazzplatten.
14:35King Oliver und Fletcher Henderson.
14:37Kann ich mir die mal anhören?
14:39Heute Abend noch?
14:40Magdalene kommt sowieso nicht so früh nach Hause.
14:42Einverstanden!
14:43Komm, Fritzi, komm!
14:44Nein!
14:45Bis nachher!
14:46Bis nachher!
14:49Was ist mit Liebmann los?
14:56Was soll sein?
14:57Ich hab gehört, er hat sich mit alten Kumpeln getroffen.
15:02Seine Sache.
15:06Das ist es nicht!
15:09Wenn einer von euch Mist baut, dann heißt das nicht, das war der oder der.
15:11Dann heißt das, das sind die aus der Siedlung, die sind und bleiben asozial und kriminell.
15:15Ach so!
15:16Magdalena!
15:19Magdalena!
15:27Was hast du denn?
15:29Magdalena!
15:30Magdalena!
15:31Magdalena!
15:39Magdalena!
15:40Magdalena!
15:50Macalena!
16:04Macalena!
16:13Hast du Macalena gesehen?
16:16Ich war im Tümpel.
16:19Regenwürmer.
16:20Ja, da bist du besoffen?
16:28Macalena! Macalena!
16:32Hast du sie hier nicht gesehen?
16:37Der Wagen ist beschädigt.
16:46Herr Lüster, verrückt.
16:48Der Wagen ist beschädigt.
16:52Der Wagen ist beschädigt.
16:54Der Wagen ist beschädigt.
16:56Der Wagen ist beschädigt.
16:58Der Wagen ist beschädigt.
17:00Der Wagen ist beschädigt.
17:01Der Wagen ist beschädigt.
17:02Der Wagen ist beschädigt.
17:04Der Wagen ist beschädigt.
17:05Der Wagen ist beschädigt.
17:06Der Wagen ist beschädigt.
17:07Der Wagen ist beschädigt.
17:08Der Wagen ist beschädigt.
17:09Der Wagen ist beschädigt.
17:10Der Wagen ist beschädigt.
17:11Der Wagen ist beschädigt.
17:12Der Wagen ist beschädigt.
17:13Der Wagen ist beschädigt.
17:14Der Wagen ist beschädigt.
17:15Tag, Vater.
17:18Tag, Andreas.
17:22Na, hat sie sich schon gemeldet?
17:24Immer noch nicht.
17:26Wann geht euer Zug?
17:27In zwei Stunden.
17:28Hat sie nicht gesagt, wo sie hin wollte?
17:31Sie hat nur erzählt, dass sie Ärger hätte und noch mal weg muss.
17:39Warst du den ganzen Abend zu Hause?
17:42Als ich weg war, bin ich noch zu Tillis Vater gegangen.
17:45Wir haben das Platten angehört.
17:47So um zwölf Uhr bald wieder hier.
17:50Vielleicht hat sie gerade in der Zeit hier angerufen.
17:54Aber er hätte sie doch noch mal angerufen.
17:56Spätestens heute früh.
17:57Sie hat doch noch nie mehr in ihre Koffer gepackt.
18:01Sag mal, hat sie mit dir irgendwann darüber gesprochen?
18:06Ob sie einen Freund hat?
18:08Sie hat keinen.
18:10Sie will auch keinen.
18:12Ich sage,
18:13Ich sehe und spreche sie zu selten.
18:20Vielleicht solltest du die Polizei anrufen.
18:21Ich sehe, ich sehe die Polizei anrufen.
18:22Ich sehe.
18:24Ich sehe, ich sehe.
18:25Ich sehe.
18:26Ich sehe, ich sehe.
18:28Sie hat keine.
18:28Ich sehe.
18:30Ich sehe.
18:30Ich sehe.
18:31Das war's für heute.
19:01Oberföhring, Leichenfund, 10.34 Uhr, mehrere Verletzungen, K1 bereits verständigt.
19:11Ende.
19:20Guten Appetit.
19:21Dankeschön.
19:22Wir sind gerade fertig.
19:23Mann oder Frau?
19:24Eine Frau, Mitte 40.
19:26Wie lange lag sie im Wasser?
19:2712 bis 14 Stunden.
19:31Wer hat sie entdeckt?
19:32Der Schleusenmeister.
19:34Sie trieb unmittelbar vorm Wehr.
19:35Irgendwelche Anhaltspunkte zur Person?
19:37Keine Papiere dabei.
19:38Und die Verletzungen?
19:39Mit Sicherheit durch Gewalteinwirkung.
19:41Herr Wessling?
19:42Ja?
19:43Herr Scott Heimann, Kriminalpolizei.
19:45Sie haben doch heute Morgen eine Vermisstenanzeige gemacht.
19:48Das war ich.
19:50Ach so.
19:55Bitte.
20:01Mutter Lena.
20:21Wer ist denn die Totin?
20:25Meine Frau.
20:26Meine geschiedene Frau.
20:28Seine Mutter.
20:29War es ein Unfall?
20:33Nein.
20:33Das war mit ziemlicher Sicherheit ein Mord.
20:38Ich will weg.
20:38Bitte.
20:41Bleiben Sie noch einen Moment.
20:53Sie ist durch zwei Messerstüche in den Rücken getötet worden.
20:56Und dann wurde sie in die Isar geworfen.
20:59Wer hat es getan?
21:01Wir werden es zornig rausfinden.
21:03Verzeihen Sie, ich habe mich nicht vorgestellt.
21:04Köster, Mordkommission.
21:06Gut.
21:15Bis zum Abend, kurz vor acht.
21:17Ich sah, wie der Wagen vorfuhr und wie Magdalena ausstieg.
21:21Magdalena?
21:22Frau Dr. Wessling.
21:23Ja, weiter.
21:25Dann ging sie da runter und bog dann links ein.
21:28Ja, und?
21:29Ja, dann war sie plötzlich wie vom Erdboden verschwunden.
21:31Ich habe sie nicht wiedergesehen.
21:33Der Wagen stand unberührt an dieser Stelle.
21:35Ja.
21:36Hat er die Beschädigung schon, als Frau Dr. Wessling hier eintraf?
21:38Ja, ich habe sie gleich entdeckt.
21:40Warum haben Sie die Polizei erst heute Mittag verständigt?
21:42Wissen Sie, wenn auf diesem Gelände Polizei eintrifft, dann gibt das Unruhe.
21:46Die Bewohner reagieren ausgesprochen gereizt.
21:48Was sind das für Leute, die hier wohnen?
21:50Obdachlose.
21:51Vorbestrafte.
21:52Leute, die kein Dach im Kopf haben.
21:53Was haben Sie denn für eine Funktion hier?
21:57Wie?
21:57Ich bin Sozialarbeiter.
21:59Das heißt, Mädchen für alles.
22:01Welche Rolle spielte Frau Dr. Wessling?
22:03Magdalena war Psychologin.
22:05Sie hatte einen Sozialplan entwickelt.
22:08Zur Eingliederung nicht sesshafter.
22:10Sie hat sehr viel für diese Leute getan.
22:12Dass sie gestern Abend hierher kam, hatte was mit ihrer Tätigkeit zu tun?
22:17Sonst hat sie mal angerufen, bevor sie kam.
22:19Gestern hat sie das nicht getan.
22:20Nein, sie kam völlig überraschend.
22:21Du hast was vergessen, Bosse.
22:25Du musst dem Polypen erzählen, dass du was aus dem Wagen genommen hast.
22:29Stimmt das?
22:33Ach, Entschuldigung.
22:34Ja, das habe ich vollkommen vergessen.
22:35Magdalena hatte vergessen, den Wagen abzuschließen.
22:38Ja, Handtasche lag auf dem Beifahrersitz.
22:40Die habe ich an mich genommen.
22:41Ja, ich möchte sie gerne haben.
22:45Ja, bitte.
22:50Vielen Dank.
22:51Das ist meine Pflicht.
22:57Krankheit, Invalidität und zerrüttete familiäre Verhältnisse.
23:05Wie sieht Ihr Sozialplan im Einzelnen aus, Frau Dr. Wissler?
23:07Wir werden kleine Betreuungsgruppen bilden und in persönlichen Gesprächen die Nöte und Probleme jedes Einzelnen erfragen.
23:20Es geht nämlich darum, diese Menschen aus ihrer Isolation herauszuführen.
23:26Ihnen das Gefühl der Minderwertigkeit zu nehmen und die Angst vor einer Umwelt, der sie sich nicht gewachsen fühlen.
23:36Ihre Arbeitsgemeinschaft hat einen Namen.
23:38Ja, äh, Projektgruppe Nicht-Sesshaftenhilfe.
23:45Vielleicht nennen Sie den Zuschauern, die die gute Sache mit einer Spende unterstützen wollen, noch die Kontonummer Ihrer Gruppe.
23:50Gerne.
23:52Es ist die Nummer 7644 bei der Süddeutschen Vereinsbank in München.
24:00Wir danken Ihnen, Frau Dr. Wessling.
24:01Ich danke Ihnen auch.
24:02Wann ist denn die Sendung gelaufen?
24:08Vor einem Jahr, im Regionalprogramm.
24:13Am Abend fährt sie zu ihren Schützlingen.
24:17Am Morgen wird sie ermordet aus dem Wasser gezogen.
24:21Habt Ihr die Alibis überprüft?
24:23Ja.
24:24Der Junge hat einen Nachbarn besucht, gleich nachdem seine Mutter das Haus verlassen hat.
24:27Bis Mitternacht ist er dort geblieben.
24:29Und von 19 Uhr bis 1 Uhr nachts hat der geschiedene Ehemann mit Geschäftsfreunden so einen Schwabingbummel gemacht.
24:38Warum hat sie ihre Handtasche im unverschlossenen Wagen gelassen?
24:44Naja, vielleicht wollte sie ihren Schützlingen in der Siedlung beweisen, dass sie Vertrauen zu ihnen hat.
24:49Also, ich möchte, dass das Iserufer am Wehrober Föhring 50 Meter rauf, 50 Meter runter nochmal genau abgesucht wird.
24:56Vielleicht finden wir doch den Platz, wo sie ins Wasser geworfen wurde.
24:59Andreas?
25:04Bist doch wahnsinnig!
25:22So muss es gewesen sein.
25:29Sie hat sich umgedreht.
25:32Und dann ist ihr das Messer von hinten in den Rücken.
25:35Das darfst du nicht machen.
25:37Ich muss mir immer wieder vorstellen, was sie gedacht hat, als sie spürte, dass sie gleich tot sein würde.
25:43Hör auf, dich so zu quälen. Bitte.
25:46Bitte.
25:47Das soll auf der Todesanzeige stehen. Pass mal auf.
26:04Meine geliebte Mutter, darunter mein Name. Kein anderer. Ich bin der Einzige, der sie geliebt hat.
26:11Aber man liebt nicht nur ein einziges Mal.
26:14Man trifft immer wieder Menschen, die man gerne hat.
26:18Nein!
26:22Ich will alles für dich tun.
26:26Ich will so sein, wie du mich haben willst.
26:34Du bist lieb.
26:36Ich weiß, aber...
26:38Du hast Angst, dass ich dich enttäuschen könnte.
26:41Genauso wie Magdalena dich immer wieder enttäuscht hat.
26:44Du weißt ja gar nicht, was das ist.
26:48Lieben und geliebt werden.
26:51Quatsch.
26:56Andreas.
26:56Wenn ihr fertig seid, kommt ihr zu mir ins Büro.
27:17Ich kann nicht aufstehen.
27:20Na gut, dann bleibst du liegen.
27:21Was ist denn los?
27:22Wir kriegen Besuch.
27:26Kripo.
27:32Also, alles klar, ne?
27:33Ich denke, das sind ja alles ganz arme Leute.
27:50Jeder, der einen Bahn hat, hat ihn auch bezahlt.
27:52Da haben sie auch wieder recht.
27:53Herr Meister, alles alleine waschen heute?
27:56Jawohl, Herr Kappkommissar.
27:57Woher wissen Sie denn das schon wieder?
28:07Guten Tag, Kindchen.
28:14Scheiß, Kollege!
28:15Herr Kappkommissar, Magdalena hat hauptsächlich mit dieser Gruppe gearbeitet.
28:29Mit einigem Erfolg, glaube ich.
28:31Sie hat hier wirkliche Freunde gehabt.
28:35Ja.
28:35Hat jemand von Ihnen, Frau Dr. Wessling, am Freitagabend hier in der Siedlung gesehen?
28:45Freitagabend.
28:49Niemand?
28:52Das ist schade.
28:56Frau Dr. Wessling muss einen Grund gehabt haben, weswegen Sie am Freitagabend hier
29:01so spät und unangemeldet hergekommen ist.
29:07Der Grund könnte in einem Gespräch gelegen haben, das sie am Nachmittag geführt hat.
29:11Sie hat ihrem Sohn gesagt, sie hätte sich mit einem Mann unterhalten.
29:14Hier in der Siedlung.
29:17Können Sie mir helfen, den Mann zu finden?
29:21Das Gespräch muss zwischen 17 Uhr und 17.30 Uhr stattgefunden haben.
29:25Frau Dr. Wessling soll dann sehr deprimiert herausgekommen sein.
29:36Vielleicht war es der Grund, dass sie ermordet wurde, weil sie in diesem Gespräch etwas erfahren hat,
29:41das sie nach Meinung ihres Mörders nicht hätte wissen dürfen.
29:47Sie wollen nicht mit mir reden, nicht? Sie haben was gegen Bullen.
29:49Na ja, das ist ja ganz gut, aber ich suche einen Mann, der eine Frau erstochen hat
29:54und die Frau, die war doch sehr gut zu Ihnen, nicht?
29:57Die hat es doch sehr gut mit Ihnen gemeint, oder?
30:01Sie müssen nur anders suchen.
30:04Wir suchen überall da, wo das Leben endet und die Spur des Täters beginnt.
30:10Klar?
30:10Sagen Sie mal, Herr Bosse, wie viele Fahrzeuge gibt es denn hier in dem Quartier?
30:26Fünf oder sechs. Viele Männer gehen regelmäßig zur Arbeit. Einige verdienen ganz anständig.
30:32Haben Sie ja auch einen Wagen?
30:34Ja.
30:40Er hängt hier unten an den Ästen.
30:55Ach ja.
30:58Er passt natürlich genau zu Ihrem Mantel.
31:01Daneben führen Schleifspuren von der Straße zum Wasser runter.
31:05Und dann haben wir noch was entdeckt, was Sie sicher interessieren würde.
31:08Kommen Sie mal.
31:10Hier muss ein Wagen gegengefahren sein, beim Wenden zum Beispiel.
31:28Das sind auch Lackspuren.
31:29Ja, und da unten liegen Glassplitter von einem Brems- oder Winkli.
31:34Lackspuren und Glassplitter stammen von Frau Dr. Wesslings Wagen.
31:38Wisst ihr, was das heißt?
31:41Dass die Leiche von Frau Dr. Wessling an der Stelle ins Wasser geworfen wurde.
31:45Und dass der Mörder die Tote in ihrem eigenen Wagen an die Isar gefahren hat.
31:50Das kann aber doch nicht stimmen.
31:52Denn als Frau Dr. Wessling in die Siedlung kam, da war der Wagen doch schon beschädigt.
31:58Hol mal die Fotos.
31:59Also irgendwas passt da nicht zusammen.
32:09Nochmal von vorn.
32:12Frau Dr. Wessling steigt in der Siedlung aus ihrem beschädigten Wagen.
32:16Ja.
32:17Das heißt?
32:18Das heißt?
32:20Bevor sie in die Siedlung gefahren ist, müsste sie dann eigentlich an der Isar gewesen sein.
32:29Richtig.
32:29Da, wo der Wagen beschädigt wurde?
32:31In der Siedlung bleibt der Wagen genau an der Stelle stehen, wo Frau Dr. Wessling ihn verlassen hat.
32:36Das beweisen die Reifenspuren auf den Fotos.
32:39Er wird auch hinterher von niemandem mehr benutzt.
32:40Das heißt, der Leichnam von Frau Dr. Wessling kann nicht in ihren eigenen Wagen, er muss in einem anderen zur Isar gebracht worden sein.
32:50An der Isar wirft der Täter die Leiche genau an der Stelle ins Wasser, wo die Lebende ein bis zwei Stunden vorher gewesen ist und ihren Wagen beschädigt hat.
33:00Das ist aber doch eine ganz merkwürdige Geschichte, was?
33:10Ich hatte schon mal draußen geklingelt.
33:22Das habe ich nicht gehört.
33:23Die Musik ist mal etwas laut.
33:25Darf ich reinkochen?
33:26Ja.
33:27Es ist kalt.
33:30Herbst.
33:31Darf ich im Moment einen Mandel ausziehen?
33:33Natürlich.
33:36Na, lassen Sie nur.
33:37Ich lege ihn da hin.
33:37Ich gehe ja gleich wieder.
33:40Erwarten Sie einen Gast?
33:44Nein, das ist der Platz, an dem meine Mutter immer gesessen wird.
33:47Ach, das finde ich aber schön, dass Sie so an Ihre Mutter denken.
33:52Was wollen Sie?
33:53Darf ich mich einen Augenblick setzen?
33:56Ja, bitte.
33:57Wissen Sie, ich muss mich nochmal mit Ihnen über Ihre Mutter unterhalten.
34:01Wir sind mit unseren Ermittlungen in eine Sackgasse.
34:05Was heißt das?
34:05Wir wissen genau, wer es nicht war, aber wir haben keine Ahnung, wer es war.
34:14Und was wollen Sie da von mir wissen?
34:17Hat Ihnen Ihre Mutter manchmal von der Arbeit in der Siedlung erzählt?
34:22Ich war nicht oft hier, nur an den Ferien und zu Weihnachten.
34:29Ich habe hier mit der Neid gelebt.
34:31Als Sie am Freitagabend da rausfuhr, in die Siedlung, was hat Sie da gesagt?
34:36Ähm, wir haben uns über die Reise unterhalten, was wir alles unternehmen wollten.
34:44Ich war nämlich noch nie mit Magdalena alleine verreist.
34:48Aber Sie hat doch von einem Mann gesprochen, den Sie am Freitag Nachmittag getroffen hat.
34:53Das habe ich Ihnen doch schon erzählt.
34:54Ja, aber was hat sie da gesagt?
34:58Können Sie sich doch genau an jedes Wort erinnern?
35:00Sie sagte, sie sei schrecklich enttäuscht und hätte nie gedacht, so hintergangen zu werden.
35:09Sie wollte mit der Arbeit aufhören.
35:11Das haben Sie damals aber nicht erzählt.
35:14Das ist mir eingefallen.
35:15Sie wollte schon lange aufhören.
35:24Und sich nur noch um mich kümmern.
35:26Ich sollte hier studieren und wir wollten hier zusammen wohnen und alles zusammen unternehmen.
35:30Das Theater gehen und Ausflüge machen.
35:33Wie alt waren Sie, als Ihre Eltern sich getrennt haben?
35:36Sechs.
35:37Haben Sie eine Freundin?
35:39Ja, ich habe eine Freundin.
35:42Aber was geht Sie das an?
35:43Ja, natürlich.
35:44Das ist aber eine dumme Frage.
35:47Darf ich mir mal den Kalender angucken?
35:51Ja, bitte.
36:02Ist das immer die Handschrift Ihrer Mutter?
36:04Ja, ich glaube.
36:05Das müsste sie sein.
36:08Ja.
36:0817 Uhr am Hausburger Platz.
36:10Das ist eine Eintragung vom Freitag auf dem Kalenderblatt Ihres Todestages.
36:16Polizei, Polizei!
36:17Polizei!
36:17Grüß Gott!
36:41Wir haben heute zuerst Sie.
36:46Ich habe nur eine Frage.
36:49Kennen Sie die Frau?
36:54Kenn ich nicht.
36:56Vielleicht schauen Sie sich das Foto mal ein bisschen genauer an.
36:58Die Frau könnte am letzten Freitag hier gewesen sein.
37:02Wer sind Sie denn eigentlich?
37:03Frau Dr. Westling.
37:18Sie ist da hinten in der Ecke gesessen.
37:21Alleine oder in Begleitung?
37:25Mit einem Mann.
37:27Dann legen Sie mal Ihren Lappen beiseite und beschreiben Sie den Mann.
37:29Fahrrad und steifes Bein.
37:33Das ist Wolleck.
37:35Jakob Wolleck.
37:37Was ist denn das für ein Mensch?
37:39Was wissen Sie denn so von dem?
37:41Ein Tippel- und Wermutbruder.
37:44Seit frühester Jugend auf der Walze.
37:46Länger als drei Tage hat er das nirgends ausgehalten.
37:50Dass er bei uns fast ein halbes Jahr war,
37:53das ist Magdalenas Verdienst gewesen.
37:55Sie sagten, er war.
37:56Ist er nicht mehr da?
37:58Nee.
38:01Heute Morgen hat er sich von mir verabschiedet.
38:05Er meinte, es wäre Zeit, weiterzuziehen.
38:08Wissen Sie, dass er sich am Freitagnachmittag
38:10mit Frau Dr. Westling getroffen hat?
38:14Nein.
38:15Nein?
38:16Kann ich mal das Zimmer sehen, wo er gewohnt hat?
38:18Ja, aber da werden Sie nicht viel von haben.
38:20Seine drei Habseligkeiten hat er mitgenommen.
38:21Das macht nichts.
38:22Zeigen Sie, was wir machen.
38:23Ich gehe mal vor.
38:23Sie mit Speck.
38:47Hä?
38:53Guten Tag, die Herren.
38:59Grüß Gott.
39:00Herr Köster möchte wissen, wo Wolleck geschlagen hat.
39:04So hinten.
39:05Lassen Sie sich stören, die Herren.
39:07Liebmann will in unser Zimmer ziehen.
39:20Hab nichts dagegen.
39:23Sie hat sich ins Klo verirrt.
39:26Hat Ihnen der Herr Wolle gesagt, wo er hin wollte?
39:28Kein Wolleck.
39:29Wahrscheinlich wusste er das selber noch nicht.
39:31Das ist meistens so.
39:32Ist er freiwillig gegangen von selbst, oder hat ihm jemand gesagt, es wäre wohl gut, wenn er ein bisschen verduften würde?
39:40Wenn ich seine Tierhandlung verkaufe, kriege ich fünf Mark.
39:43Ich habe Sie was gefragt.
39:50Er ist freiwillig gegangen.
39:52Er hatte die Nase voll von der ganzen Sozialsuppe, dem Wohlfahrtsgetuhe.
39:58Komm, komm, komm.
39:59Alles Scheiße hier.
40:00Na gut.
40:06Wir werden Herrn Wolleck suchen.
40:30Wir werden Herrn Wolleck suchen.
41:00Das darf nicht sein.
41:01Weg!
41:05Andreas!
41:06Weck!
41:06Raus!
41:07Andreas!
41:07Raus!
41:08Andreas!
41:09Ihr habt ihn wieder genommen.
41:11Wir haben ihn Meu Fack viele Menschen
41:13mir verschwiegendeine Okeylefruit.
41:14Komm, lieber Mann!
41:16Mit History!
41:20Und
41:30Ja, ja, Köster. Aber was haben Sie mir denn nun Schönes zu erzählen?
41:38Schönes nie, Herr Müllinger. Leider nur furchtbar.
41:41Ach!
41:42Aber darf ich noch mal die Fernsehauszeichnung mit Frau Dr. Wessling sehen?
41:46Ja, wenn es unbedingt sein muss.
41:53Und die Angst vor einer Umwelt, der Sie sich nicht gewachsen fühlt.
41:58Ihre Arbeitsgemeinschaft hat einen Namen.
42:02Ja, Projektgruppe Nicht-Sesshaftenhilfe.
42:07Vielleicht nennen Sie den Zuschauern, die die gute Sache mit einer Spende unterstützen wollen, noch die Kontonummer Ihrer Gruppe.
42:13Gerne. Es ist die Nummer 7644 bei der Süddeutschen Vereinsbank in München.
42:22Wir danken Ihnen, Frau Dr. Wessling.
42:24Ich danke Ihnen auch.
42:28Na, Köster?
42:33Frau Dr. Wessling nannte die Kontonummer 7644 bei der Süddeutschen Vereinsbank in München.
42:41Aber auf dem Briefbogen der Projektgruppe, da steht die Kontonummer 86421 bei der Vereinigten Kreditbank in Augsburg.
42:50Das Konto wird bei uns geführt, aber nicht unter der Bezeichnung Projektgruppe Nicht-Sesshaftenhilfe.
43:02Sondern?
43:03Unter dem Namen Liebmann.
43:06Theodor Liebmann.
43:08Einen Liebmann gibt es in der Obdachlosen-Siedlung.
43:11Sind Einzahlungen auf das Konto vorgenommen worden?
43:13Ein- und Auszahlungen.
43:15Können die Einzahlungen unter der Bezeichnung Projektgruppe Nicht-Sesshaftenhilfe erfolgt sein?
43:21Der Computer registriert nur die Nummer. Die Bezeichnung wird nicht berücksichtigt.
43:26An was für Einzahlungen hatten Sie gedacht?
43:28Ein Frau Dr. Wessling hat um Spenden für diese Projektgruppe gebeten.
43:32Und was wird aus dem Haus?
43:35Das würden wir erst mal vermieten.
43:37Und dann?
43:38Verkaufen.
43:39Und Magdalena Sachen?
43:42Was wird aus den Möbeln und den Büchern?
43:44Bücher kannst du selbstverständlich mitbringen.
43:47Und der Rest wandert auf die Müllkippe oder was?
43:49Andreas, auf dem Haus hier liegt eine Hypothek. Die muss abgezahlt werden.
43:54Ich kann Geld verdienen.
43:55Magdalena ist tot.
43:57Du kannst sie mit deinem Schmerz nicht wieder lebendig machen.
44:00Ach, das verschießt du nicht.
44:04Du hast sie doch immer abgelehnt.
44:07Die hat sie nie was bedeutet.
44:08Du hast sie im Stich gelassen.
44:12Ich hatte bei Magdalena Verständnis gesucht und etwas Zuneigung.
44:17Beides konnte sie nicht geben.
44:21Magdalena war immer für jeden da.
44:24Für Arme, für Alte, für Kranke, für alle.
44:31Und wann war sie für dich da?
44:34Du, ich erlaube nicht, dass du hier so redest.
44:36Das ist Magdalenas Haus.
44:38Sie hat es nach der Scheidung von mir bekommen.
44:40Und jetzt gehört es mir!
44:43Bitte geh jetzt.
44:46Geh doch bitte.
44:47Ich werde mir immer Vorwürfe machen, dass ich dich damals nicht zu mir genommen habe.
45:02Aber ich hatte einen Vertrag mit einer Firma.
45:08Ich hatte mich verpflichtet, ins Ausland zu gehen.
45:10Ich konnte nicht mehr zurück, als Magdalena damals nach der Scheidung zu mir gesagt hat,
45:15wenn du willst, kannst du den Jungen haben.
45:18Das ist nicht wahr.
45:20Das hat sie nicht gesagt.
45:22Du lügst!
45:22Ich freue mich.
45:24Ich freue mich.
45:40Papa.
45:41Ja, sind alle da?
45:53Den Umschlag haben wir unter der Matratze dieses Herrn gefunden.
45:58Ich weiß nicht, wie der da hinkommen ist.
46:00Ist doch klar.
46:04Der Herr hat sich in regelmäßigen Abständen die Schreibmaschine aus dem Büro geliehen.
46:08Ich habe Bewerbungsschreiben getippt. Das wird man doch wohl dürfen.
46:14Das ist Herr Liebmann.
46:18Herr Liebmann, auf Ihren Namen läuft das Konto bei der Vereinigten Kreditbank in Augsburg.
46:27Wer außer Ihnen und den beiden Herren hier war denn noch an der Sache beteiligt?
46:31Wo haben Sie die Briefbogen drucken lassen?
46:34So was macht die Druckerei.
46:36Was sind Sie denn für ein Landsmann?
46:41Tscheche.
46:46Sie haben die Briefe mit den Spendenbitten getippt.
46:49An wen haben Sie geschickt?
46:51Pfarrer, Ärzte, reiche Leute.
46:55Und wie viel Geld ist eingegangen?
46:57Es hat sich kaum gelohnt.
46:58Die Leute sind nicht so spendabel.
47:01Warum hat Herr Wolleck die Sache verraten?
47:04Er hat gedacht, dass wir ihn betrügen.
47:07Was habt ihr mit ihm gemacht?
47:09Wir haben gesagt, dass er verschwinden soll.
47:12Er ist noch Nürnberg.
47:15Am Freitagabend ist Frau Dr. Wessling hier gewesen.
47:18Von da ab ist sie verschwunden.
47:21Als wir sie wiedergefunden haben, war sie tot.
47:25Jetzt erzählen Sie, was mit ihr passiert ist.
47:28Wir wissen nichts.
47:30Wir haben mit dem Mord nichts zu tun.
47:32Also gut, Sie und Sie und Sie sind vorläufig festgenommen.
47:38Bitte.
47:43Wir wissen nichts.
47:45Wir haben mit dem Mord nichts zu tun.
47:46Ich glaube, dass er die Wahrheit sagt.
47:49Vielleicht.
47:50Vielleicht auch nicht.
47:54Über Tote sollte man eigentlich nur Gutes.
47:58Die Mord du ist Nils Nisibene.
48:00Aber wie war sie wirklich?
48:02Ihre Aktivitäten zum Wohle der Menschheit
48:05ließen ihr keine Zeit
48:06für die Nöte und Kümmernisse der Menschen neben ihr.
48:11Sie war klug, energisch.
48:17Sie sah das Elend in der Welt,
48:18sah auf Abhilfe.
48:20Sie organisierte Hilfskomitees für Verfolgte.
48:23Unterschrieb Aufrufe für Unterdrückte.
48:26Die Sache der Menschheit war ihre Sache.
48:28Den einzelnen kleinen Menschen
48:29hat sie dabei übersehen,
48:32aber zu unbedeutend,
48:33um von ihr bemerkt zu werden.
48:35Und wie war sie zu dem Jungen?
48:38Sie wollte kein Kind.
48:42Als der Junge kam,
48:43hat sie entsetzlich gelitten.
48:44Als er dann größer wurde,
48:47hat sie sich mehr so wie eine Art mütterliche Freundin,
48:53Kameradin gesehen.
48:54Er durfte sie nicht Mutter.
48:56Er musste sie Magdalene handeln.
48:59Und weil er schwierig war,
49:01Zeit kostete,
49:02Zeit, die der Sache der Menschheit verloren ging,
49:04steckte sie ihn in ein Internat.
49:06Aber er hat sie geliebt.
49:11Er hat sie bewundert.
49:13Angebetet.
49:14Wie man eine unerreichbare Geliebte anbetet.
49:16So, bitte warte da auf der Straße, ja.
49:33Ich hab den Wagen gehört.
49:35Ich hab geglaubt.
49:36Ja, hier sind die Wagenschlüssel.
49:38Wir brauchen sie nicht mehr.
49:39Okay.
49:40Darf ich einen Moment reinkommen?
49:42Ja.
49:42Ach, Sie haben Besuch.
49:51Das ist meine Freundin.
49:53Ja, ich weiß.
49:55Mein Name ist Köster.
49:56Guten Tag.
49:59Guten Tag.
50:01Sind Sie mit Ihren Ermittlungen weitergekommen?
50:04Ich bin ganz zuversichtlich.
50:06Wir haben auch noch mal die Alibü überprüft.
50:08Das stimmt.
50:10Als Frau Dr. Wessling in der Siedlung ankam,
50:12da waren Sie bei dem Vater der jungen Dame.
50:15Und als Ihre Mutter ins Wasser geworfen wurde,
50:17da waren Sie immer noch da.
50:19Sie sind auch zwischendurch nicht weggegangen.
50:22Ich hab auch noch mal überprüft,
50:24ob Sie, Frau Dr. Wessling, nachgefahren sein könnten.
50:27Aber wieso?
50:28Was sollte ich für einen Grund?
50:29Nein, Sie sind es nicht.
50:30Sie haben keinen eigenen Wagen.
50:31Der Wagen ihres Vaters stand in der Garage.
50:34Und ein Taxi ist an dem Abend nicht in die Siedlung gekommen.
50:38Ihre Mutter war eine ungewöhnliche Frau.
50:40Ich hab mir immer überlegt,
50:42wie es zu dem Mord gekommen sein könnte.
50:45Und einen Raubüberfall haben wir nie geglaubt.
50:47Die Tote trug ihren Schmuck, als sie gefunden wurde.
50:50Die einzige Möglichkeit ist,
50:52dass dem Mord ein Streit vorausging.
50:54Warum erzählen Sie uns das alles?
50:56Ich nehme an, dass Sie interessiert.
50:59Ein Streit, der das Gegenüber von Frau Dr. Wessling
51:02so in Angst und Verzweiflung versetzte,
51:05dass sie Beherrschung verlor.
51:06Was glauben Sie,
51:11hat der Mörder
51:12ihre Mutter gedacht,
51:14als die Tote plötzlich auf der Erde lag?
51:20Lassen Sie ihn doch in Ruhe.
51:22Was hat er gedacht?
51:25Was hat er getan?
51:28Hat er geschrien, Magdalena?
51:30Hat er gefühlt,
51:32ob ihr Herz noch schlägt?
51:34Was hat er mit dem Messer gemacht?
51:37Hören Sie auf.
51:39Wo hat er plötzlich ein Auto her?
51:41Wie hat er die Tote in das Auto gebracht?
51:43Bitte.
51:44Haben Sie Angst?
51:47Auf woher haben Sie Angst?
51:48Sie sind gemein!
51:50Ja, ich weiß.
51:50Andreas!
52:01Feiner!
52:04Andreas!
52:05Sie bleiben mir!
52:20Er tut mir so furchtbar leid.
52:29Ja.
52:31Mir auch.
52:35Er hat nie Liebe und Geborgenheit kennengelernt.
52:40Er hat nie irgendjemanden gehabt,
52:43zu dem er einfach kommen konnte.
52:45Wenn seine Mitschüler
52:53am Wochenende nach Hause gefahren sind,
52:57dann musste er meistens im Internat bleiben,
53:00weil Magdalena keine Zeit hatte.
53:09Vor zwei Monaten
53:11hat er seinen 19. Geburtstag gefeiert.
53:15Bei mir und meinen Eltern.
53:20Magdalena war auf irgendeinem Kongress.
53:39A91 statt auswärts sperren.
53:42Macht schnell, ich glaube, der wird jungen.
53:44Kann ich jetzt nach Hause?
53:47Was war am Freitagabend,
53:48bevor Frau Dr. Wessling in die Siedlung fuhr?
53:52Es soll gewesen sein.
53:54Was hat sie ihm da angetan?
53:57Nichts.
53:58Ich weiß nicht.
54:03Ja, ist gut.
54:04Sie können gehen.
54:04Ziehen Sie den Mantel an.
54:18Der gehört mir nicht.
54:19Ziehen Sie ihn an.
54:21Wieso?
54:22Ziehen Sie ihn an.
54:23Binden Sie den Schal um.
54:34Was wollen Sie von...
54:35Binden Sie ihn um.
54:36Trennen Sie sich um.
54:52Frau Dr. Wessling hatte Ihre Figur.
55:01In der Dunkelheit
55:02musste sie jeder für Magdalena halten,
55:05wenn sie mit ihrem Wagen ankam.
55:06Magdalena.
55:30Wir wollten uns zusammen nach Paris fahren.
55:36Nur Magdalena und ich, drei Wochen.
55:39Das habe ich mir so toll vorgestellt.
55:40Ich habe mich so gefreut.
55:42Dann ist sie nach Hause gekommen.
55:44Sie konnte nicht mitfahren,
55:45weil...
55:47diese verdammte Siedlung.
55:50Ich sollte allein fahren,
55:51weil sie irgendeinen Mann treffen wollte.
55:55Da...
55:56habe ich...
55:59das Messer.
56:05Das Messer lag noch auf dem Tisch.
56:07Ich habe...
56:08Warum...
56:08Warum ist sie denn...
56:11Wir wollten doch nach Paris fahren.
56:14Nur Magdalena und ich.
56:15Etwas später kam dann Ihre Freundin
56:19und sagte Ihnen,
56:20was Sie machen sollten.
56:21Dann trugen Sie die Tote in den Wagen
56:23und Ihre Freundin zog den Mantel
56:26ihrer Mutter an
56:28und den Schal.
56:30Und dann fuhr sie zur Isar,
56:32schleppte die Tote ins Wasser
56:33und dann fuhr sie in die Siedlung.
56:37Lies den Wagen stehen,
56:39verschwand in der Dunkelheit.
56:41Jeder, der sie gesehen hatte,
56:42musste denken,
56:43dass es ihre Mutter war.
56:45weil sie mit ihrem Wagen an kann.
56:51Ich wünsche Ihnen,
56:53dass Sie...
56:54verständnisvolle Richter finden.
56:57Ja.
56:59Ich wünsche Ihnen,
57:02dass Sie die Tote aus dem Wagen an
57:07und dass sie in denne Hingen,
57:08dass sie in den Hingen an
57:11einen schickern,
57:12dass sie in den Hingen an
57:12und die Tote in den Hingen an
57:15und die Tote in die Tote in Hanfors.
57:16Und dann Sie nicht mehr so,
57:17dass sie in den Hingen an
57:18und die Tote in die Tote in die Tote
57:20in den Hingen an
57:21Untertitelung. BR 2018
57:51Untertitelung. BR 2018
58:21Untertitelung. BR 2018
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