- vor 3 Wochen
Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Helmut Käutner
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Helmut Käutner
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TVTranskript
00:00Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:30So, jetzt kommt der gemütliche Teil
00:32Sind die Musiker schon da?
00:41Grüß dich an der Paulus
00:42Na, war das eine schöne Idee nach München zu fahren?
00:46Trink nicht so viel, du bist ja ganz erhitzt
00:48Ja, darum trink ich, ja
00:49Ja, Oma, hier kommt auch noch was her
00:51Warum rührt ihr euch nicht?
00:52Herr Bub, was hast du denn?
00:53Ich war ganz hingerissen von deinem Gesang, super
00:55Er sagt bloß, es hat dir nicht gefallen
00:58Du ärgert Papa nicht, ich fand es war großartig
01:00Du bist großartig, du hast ja eine richtige sexy Stimme
01:04Sag bloß, du hast mich rausgehört
01:07Ich hab sie rausgehört, sehr sexy
01:09Ja, man soll aber niemand raushören aus dem Chor
01:12Na, ich hoffe, dass ihr euch jetzt mal in den Schweiß bringt
01:16Was?
01:23Entschuldigung
01:23Entschuldigung
01:24Ja, bitte, bitte
01:24Ja, was raus
01:25Hier ist einer von der Presse
01:27Das ist ein Reporter
01:27Ui, Presse
01:29Es ist etwas, was rausgehört
01:42Und er ist ein Mal von
01:48Und er gibt es Einmal von
01:48Aussehen
01:49Und Advisor
01:50Dann geht es mit
01:52Fl Franco
01:53Und
01:54Ja, es drückt sich was aus im Gesang, meine ich, nicht?
02:04Ein Gefühl, eine Überzeugung, eine Lebensanschauung.
02:09Lebensanschauung?
02:09Ja, eine positive Lebensanschauung, natürlich.
02:11Es gibt ja auch noch...
02:12Roman Sinter, lass dich ruhig nieder, den bösen Menschen haben.
02:15Ja, das kennt er, das kennt er.
02:17Nein, ich meine, es ist eine Art Freude am Leben, nicht?
02:20Ein positives Lebensgefühl.
02:22Bring es uns mal sechs klaren.
02:24Und auf unser Stiftungsfest wollen wir uns einen genehmigen Halleluja.
02:3575 Jahre, das ist ein Wunder.
02:40So feiern wir, wissen Sie, was das heißt?
02:42Das heißt nämlich, sag mal, hallo, wann wurden wir denn gegründet?
02:471899.
02:49Und das von seinem Großvater, okay, hier raus, ich muss mal eine frische Luft machen.
02:53Das wär's.
02:55Positives Lebensgefühl, mein Lieber.
02:56Das musst du mal sehen, was für eine Laune der Papa ist.
03:25Ja, ja, ich seh's ja.
03:27Er dreht wiederum euch durch heute.
03:28Ja, ich seh's ja, ich seh's ja.
03:40Er raus, denke ich.
03:41Der fraction NE-
03:43Vielen Dank.
04:13Hier klebt alles. Ich muss mich umziehen. In fünf Minuten. Ich lasse die Tür auf.
04:33Ach, du bist eine Kanone, August. Eine Vitalität, das du...
04:38Ach, du bist ein Netzer.
04:42Warte mal.
04:44Das ist zu bekommender Seher. Die singen doch.
04:48Das kommt von draußen. Das ist schulgewein.
04:51Kommt von draußen raus.
04:53Hey! Seid denn ihr das?
05:05Die singen doch.
05:12Die singen ja.
05:22Ho, ho!
05:32Ui!
05:38Mensch, Irene, siehst du toll aus.
05:40Herr Barök!
05:42Oh, siehst du fabelhaft aus.
05:44Hab ich die Tür aufgelassen?
05:46Ja, die hast du aufgelassen, aber man kann sie ja zumachen.
05:50So, jetzt ist sie zu.
05:52Jetzt ist sie sogar abgeschlossen.
05:54Bitte, Herr Barök, machen sie wieder auf.
05:56Ja, wieso? Du wolltest sie doch zu machen.
05:58Jetzt ist sie zu.
06:00Guck doch nicht so erschrocken, Mädchen.
06:02Gäbst meinen Kuss nicht verschwinden, bitte.
06:04Herr Barök!
06:05Den Kuss krieg ich doch.
06:06Den hab ich verdient.
06:08Aber auf die Wange. Und dann gehen sie raus.
06:10Auf die Wange. Hör mal, seit wann küsst man Mädchen auf die Wange?
06:16Lassen Sie mich los, Herr Barök!
06:18Wär dich doch nicht. Das hat doch keinen Zweck. Ich bin doch stärker als du.
06:21Sie sollen mich loslassen.
06:22Erst will ich den Kuss haben.
06:24Doch nicht auf die Wange. Den nehm ich mal schon.
06:27Ich schrei, wenn sie mich nicht loslassen.
06:29Gott, Mädchen, halt still.
06:31Aber kriegt ja doch, was ich will.
06:33Ich will.
06:50Die Helle macht doch die Tür an.
06:52Auf!
06:54Ich weiß doch, dass du...
06:56Die Helle, was ist denn los? Ich hör dich doch.
06:58Oh!
07:01Bist du nicht allein?
07:02Technische Musik
07:22Gerebbe!
07:23Sag doch was!
07:53Irina, was ist denn?
07:59Was ist denn?
08:01Irina!
08:03Was ist denn?
08:05Irina!
08:33Irina!
08:43Menschen gibt's, die stehen da draußen in der Kälte und singen.
08:47Alles, das musst du verbieten, sonst sind die ja morgen alle heiser.
08:50Was wird denn dann aus unserem Konzert, ne?
08:59Hören Sie, rufen Sie die Polizei.
09:03Was?
09:04Warte.
09:12Irina ist tot.
09:18Was?
09:33Was?
09:34Was?
09:35Was?
09:36Was?
09:37Was?
09:38Was?
09:39Was?
09:40Was?
09:41Gesangsverein haben wir aus Augsburg.
09:42Es ist auch noch Schnee heute.
09:43Gesangverein?
09:44Ja.
09:45Gesangverein?
09:46Ja.
09:47Wie viele Leute?
09:48Er hat Bayern gespielt.
09:49Verloren.
09:50Herr Schmeling schafft vor, man auch nicht mehr.
09:52Das ist Herr Barth, der Präsident vom Gesangverein.
09:55Sagt man doch Präsident, nicht?
09:57Ich bin Vorsitzender, ich bin der Vereinsvorsitzende.
09:59Hauptinspektor Derrick.
10:00Oberinspektor.
10:01Herr Klein tut sich ein bisschen schwer mit Titeln.
10:03Das ist Herr Broll.
10:04Guten Abend Herr Broll.
10:05Tja, das ist ja nun ein trauriges Ende Ihrer Feier.
10:07Ja.
10:08Sie kommen aus Augsburg, ja?
10:09Ja.
10:10Wo ist die Tote?
10:11Herr Barth, würden Sie bitte mitkommen?
10:20Sie brauchen mich?
10:21Vielleicht.
10:33Guten Abend Doktor.
10:34Guten Abend.
10:35Ihr Zimmer?
10:36Mhm.
10:37Sie ist raufgegangen, wollte sich umziehen.
10:39Sexuell missbraucht?
10:40Nein.
10:41Warum umziehen?
10:42Sie hat getanzt und hat sie gesagt, mir klebt alles am Leib, ich gehe rauf und ziehe was
10:45anderes an.
10:46Ja.
10:47Man hat ihr Mund und Nase zugehalten, aber das Gedick ist gebrochen.
11:05Wie alt ist sie?
11:06Ich weiß nicht genau.
11:07Herr Barth?
11:08Herr Barth?
11:09Herr Barth?
11:10Ja bitte.
11:11Wie alt ist sie denn?
11:14Ich weiß nicht.
11:16Sie ist eine Freundin von meiner Tochter, meine Tochter ist 22.
11:20Ich glaube, Irene war ein bisschen älter.
11:23Dann sahen wir die Tür offen und naja, man guckt ja unwillkürlich rein, nicht wahr?
11:28Und da sahen wir denn das, äh, da.
11:30Was sahen Sie das denn das?
11:32Naja, dass da irgendwas passiert war.
11:34Was war denn passiert?
11:35Erzählen Sie doch mal.
11:36Also ich habe einen Mann gesehen, der auf dem Boden kniete und sich über jemand gebeugt
11:42hatte.
11:43Ich dachte noch, wer ist denn das und was macht denn der da?
11:46Was heißt denn das, was macht denn der da?
11:48Naja, also in der ersten Sekunde nicht wahr, weil er kehrt uns doch den Rücken zu und
11:53da wussten wir doch noch, da konnten wir die ganze Szene ja noch gar nicht richtig begreifen
11:58und wir dachten alle im ersten Moment nur, was macht der da mit dem Mädchen?
12:02Dann drehte er sich um und da sahen wir, dass es Helmut war, der Sohn von Bartz.
12:06Dann stand da auf, war sowas von bleich und dann hat er uns völlig entgeistert angesehen.
12:13Dann kam er raus, ich dachte noch, was ist denn bloß mit dem?
12:16Er konnte sich kaum auf dem Bein halten.
12:18Und dann sagte er, sie ist tot, sie steht nicht auf, sie ist tot.
12:25Sagen sie ihr, dass sie aufstehen soll.
12:28Nackt wie sie war.
12:32Ja, dann hat er dann wie reingegangen, ich meine, ich verstehe ja ein bisschen was von
12:36erster Hilfe und so, dass die tot war, dass da nichts mehr zu machen war, das habe ich
12:39gleich gesehen.
12:40Ich sagte noch, Junge, die ist tot, die kriegt keiner mehr lebendig.
12:46Ja.
12:47Na ja, und da ist er dann ab.
12:49Was ist er?
12:50Ab, weg, weggelaufen.
12:51Ach so.
12:52Wieso weggelaufen?
12:53Er ist die Treppe runtergelaufen.
12:54Das ist ein ganz falscher Ausdruck, ist er nicht weggelaufen, er hat mich gesucht,
12:58hat mich ja auch gefunden, unten am Empfang.
13:01Und dann hat er gesagt, Papa, die Irene ist tot.
13:05Und das kann man doch nicht sagen, er ist weggelaufen.
13:07Aber er ist weggelaufen.
13:08Ja, aber August, ich gebe doch nur meinen ganz persönlichen Eindruck wieder.
13:10Wo ist der Sohn, Herr Barth?
13:11Im Zimmer.
13:12Mama, da ist doch noch im Zimmer.
13:15Ja, liegt auf seinem Bett, er hat einen Nervenzusammenbruch.
13:17Das ist ja kein Wunder, wenn man in ein Zimmer kommt und sieht so was.
13:24Ihr Zimmer ist da.
13:26Ja, Herr Oberkurser, danke.
13:34Hier ist Polizei, Helmut.
13:36Na gut, komm Bub, dreh dich mal rum, wenn ich was frage.
13:39Na gut, hast du nicht gehört, was ich gesagt habe?
13:41Sollst du nicht so darlegen?
13:42Steh auf!
13:43Sollst du mal Fragebeantworte?
13:45Das habe ich doch schon.
13:46Na dann beantworte sie mir nochmal.
13:52Er kam rauf und klopfte an die Tür und sagte, Irene, mach doch mal auf.
13:57Die Tür war abgeschlossen, gell?
14:00Ja, sie war abgeschlossen.
14:03Aber das Merkwürdige war, sie hat nicht geantwortet.
14:07Sie war im Zimmer, ich habe Geräusche gehört, aber sie hat nicht geantwortet.
14:13Ja, weil sie ja zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich bereits tot war, gell?
14:18Aber der, aber der Mörder war noch in ihrem Zimmer.
14:23Er war noch im Zimmer.
14:26Die Tür war abgeschlossen und nachher war sie offen.
14:29Ich habe Schritte gehört, ich habe gehört, wie der Mörder weglief, die Treppe runter.
14:32Warum ist vorhin ein Äppler raufgegangen?
14:38Sie wollte sich umziehen.
14:40Sie sagte mir, kleb doch, es ist mir heiß, ich gehe mich umziehen.
14:43Und warum sind Sie raufgegangen?
14:49Ich bin ihr entgegen gegangen, ich wollte sie abholen.
14:51Hatten Sie eine besondere Beziehung zu dem Mädchen?
14:58Was heißt besondere Beziehung?
15:00Unsere Familien sind befreundet, sie war die Freundin meiner Tochter.
15:04Sie war öfter bei uns zu Hause, fast jeden Tag.
15:06Waren Sie mit ihr befreundet?
15:08Ja, das war ich.
15:10Eng?
15:11Ich meine, sehr gut befreundet?
15:15Ja.
15:16Ich verstehe nicht, was das für eine Rolle spielen soll.
15:19Er kommt da rauf und klopft an die Tür und kriegt keine Antwort.
15:22Er macht eine klare Aussage.
15:23Ich verstehe nicht, warum Sie nach seiner Beziehung zu den Mädchen fragen.
15:25Was hat das damit zu tun?
15:28Sie sind ja völlig erschöpft.
15:31Das ist doch kein Wunder.
15:33Wir sind alle völlig erschöpft.
15:35Schauen Sie mich an.
15:37Ich zitter auch.
15:40Da bist du ja, August.
15:42August Eppler ist am Apparat.
15:43Häppler!
15:44Aber er muss es doch wissen, August.
15:47Sag du, sie mich kann nicht sagen.
15:48Nein, nein, nein!
15:51Herr Oberinspektor, können Sie ihm das nicht sagen?
15:53Es ist doch eine Sache von der Polizei.
15:55Ja, schon, aber es ist doch eine Familie befreundet.
15:57Machen Sie das bitte.
15:58August, der würde es nie verstehen, wenn du ihm nicht Bescheid sagst.
16:01Bitte gehen Sie in die Kabine.
16:03Komm, August, gehen Sie.
16:05Moment bitte, gleich.
16:13Werner?
16:14Hier ist August.
16:15Es ist was passiert.
16:16Irene ist tot.
16:17Sie ist tot.
16:18Sie ist ermordet worden.
16:19Sie ist ermordet worden.
16:20Ich bin nicht in der Lage, dir Einzelheiten zu sagen.
16:23Setz den Wagen, komm her.
16:24Komm, komm sofort her.
16:25Komm sofort her.
16:26Komm sofort her.
16:27Komm sofort her.
16:28Komm sofort her.
16:29Komm sofort her.
16:30Komm sofort her.
16:31Ich bin nicht in der Lage, dir Einzelheiten zu sagen,
16:39setz dich in den Wagen, komm her, komm sofort her.
16:43Komm sofort her.
16:57Kann man noch was trinken hier?
17:00Hey, August, was hat er denn gesagt?
17:04Ich weiß nicht. Ich weiß nicht, ich hab nicht zugehört.
17:20Ihr wisst alle, was passiert ist?
17:23Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen
17:26und wir werden alle gebeten, nicht schlafen zu gehen,
17:29sondern uns zur Verfügung zu halten.
17:32August, wie soll man den Verhalten?
17:35Setz dich hin, bleibt sitzen.
17:37Bleibt alle sitzen.
17:38Wo bringen die Sie hin?
18:04Wir müssen Sie doch mitnehmen nach Hause.
18:07Gehen Sie bitte hinunter in den Saal.
18:08Sie bleiben hier, ja?
18:09Sie sehen doch, er kann sich kaum auf den Beinen ran.
18:11Na ja, sehe ich.
18:17Der einzige Zugang?
18:19Hier über diese Treppe.
18:21Es gibt keine Feuertreppe, kein Vordach, kein Balkon.
18:23Fenster waren oben verschlossen.
18:24Der Mörder muss also die Treppe heraufgekommen sein.
18:28Ja, hier entlang, dann über den Vorplatz.
18:30Was ist mit den Angestellten?
18:31Ja, dann kamen nur die Kellner in Frage,
18:32aber hier oben wurde keiner gesehen
18:33und unten wurde keiner vermisst.
18:35Es waren nur Gäste hier oben gewesen.
18:37Als Täter kommt demnach nur einer von den Gästen in Frage.
18:40Irene Eppler hat zu Ihnen gesagt,
18:41du bist heiß, ich gehe jetzt rauf.
18:43Ja.
18:44Sie sind hier nachgegangen, wann?
18:45Wie viel Zeit verging?
18:48Fünf Minuten vielleicht.
18:49Sie haben immer noch nicht gesagt,
18:50warum Sie hier nachgegangen sind.
18:52Ich bin hier nicht nachgegangen.
18:55Wir waren oben verabredet.
18:57Sie kamen also die Treppe herauf,
18:59begegnete Ihnen jemand, hat Sie jemanden gesehen?
19:01Nein, niemand.
19:03Und der Vorplatz hier, der war leer?
19:06Ja, der war leer.
19:07Nichts gesehen, nichts gehört?
19:08Nichts, nein.
19:10Na, dann zeigen Sie uns mal, was passiert ist.
19:13Machen Sie es uns vor.
19:16Was soll ich vormachen?
19:17Na, da ist die Tür, gehen Sie hin.
19:19Ja, zeigen Sie uns, was Sie gemacht haben.
19:20Ich habe geklopft, ich habe ihr gesagt,
19:22ich habe geklopft.
19:23Ja, dann tun Sie es doch.
19:32Ich habe gesagt, Irene, bist du noch da?
19:35Bist du fertig, Irene?
19:38Irene, warum antwortest du mich?
19:40Was ist denn, Irene?
19:41Ich höre dich doch.
19:42Ja.
19:43Bist du nicht allein?
19:45Irene.
19:50Irene, was ist denn?
19:56Mach doch auf.
19:58Das ist das Zimmer meiner Schwester.
19:59Ich habe gedacht, die Zwischentür ist vielleicht offen,
20:01aber sie war nicht offen.
20:02Und plötzlich habe ich draußen Schritte gehört
20:06und ich bin gleich rausgegangen,
20:07um zu sehen, wer da ist.
20:09Er ist doch ganz schön im Trab.
20:10Was wollte die noch von dir, Bub?
20:18Dann war die Tür offen.
20:20Gleich gesehen, wo sie offen war.
20:22Wissen Sie, wie weit sie offen war?
20:24Ja.
20:25So weit war ich.
20:27Und dann habe ich sie am Boden liegen sehen.
20:30Ja, und der war weg, dessen Schritte Sie gehört haben.
20:33Sie haben nichts mehr von ihm gesehen.
20:35Nein, nichts mehr.
20:36Neun Schatten auf der Treppe.
20:40Sie haben doch Schritte gehört.
20:42Ja, wenn er es doch sagt.
20:43Er sagt doch, er hat jemand gehört
20:45und ich denke, er wird recht gehabt,
20:46aber daran zweifeln Sie doch nicht.
20:48Es gibt doch keinen Grund daran zu zweifeln.
20:49Er sagt, er hat Schritte gehört
20:50und es waren die Schritte des Mörders.
20:53Der Mörder war noch im Zimmer,
20:54hört das Geklopfer an der Verbindungstier,
20:55denkt er doch raus.
20:56Denkt nichts wie raus.
20:57Einzige Möglichkeit, raus ist weg.
20:59Ist doch etwas, was Sie dem Bub glauben müssen.
21:03Er sagt die Wahrheit.
21:06Sie haben noch mal mit ihm gesprochen
21:19und sich die Situation erklären lassen,
21:23weil er hat ja den Mörder beinahe gesehen.
21:27Er hat ja Schritte gehört, nicht?
21:29Der Mann, der ist die Treppe runtergelaufen.
21:32Und das hat er gehört.
21:34Das ist eine Aussage, an der er nicht zu zweifeln ist.
21:36Was auch niemand tut.
21:40Ich finde gar keinen Grund,
21:42ihn in dieser Weise anzustarren, ne?
21:44Wieso, August? Wieso?
21:46Na, ich sehe es doch.
21:47Die lassen ja nicht aus den Augen.
21:49Und sie in August?
21:52Geh runter ins Saal.
21:54Die Polizei wünscht, dass wir uns da versammeln.
21:56Und ihr auch.
21:57Aber ihr spielt keine besondere Rolle.
22:02Das will ich nicht sagen.
22:04Dein Sohn sagt, er hat den Mörder gehört.
22:07Weit weg waren wir auch nicht.
22:09Was ist denn los?
22:16Was schadet ihr den Bub so an?
22:18Hier sind wir.
22:32Aber August, wir starren ihn doch gar nicht an.
22:36Wir sind gerade völlig erschüttert.
22:39Erschüttert und niedergeschlagen.
22:40Komm.
22:42Setz dich hin.
22:42Sitzt du nicht so da,
22:49heb doch den Kopf hoch.
22:52Was hältst du von dem Jungen, Ari?
22:54Ich sehe kein Motiv,
22:56wenn ihr es nicht.
22:57Und zweitens die offene Tür.
22:58Motiv.
22:59Motiv kann es schon geben.
23:00Wir kennen es nur noch nicht.
23:02Ja, die offene Tür.
23:03Man bringt ja niemanden bei offener Tür um.
23:05Hat er getrunken?
23:06Er sagt, drei Glas Wein,
23:07ein paar Schnäpse.
23:08Vielleicht hat er nicht gesehen,
23:09dass die Tür offen stand.
23:10Der hat den nicht betrunken?
23:11Alle waren betrunken.
23:12Der Scheik hat sie nüchtern gemacht,
23:14aber besoffen waren die alle.
23:17Aber es sind keine guten Zeugen.
23:20Das werden wir ja sehen.
23:25Wir haben Grund zu der Annahme,
23:27dass der Mörder hier unter uns ist.
23:32Wir wollen versuchen,
23:33die Ereignisse zu rekonstruieren.
23:35Was vielleicht möglich ist,
23:36wenn Sie alle helfen,
23:37versuchen, sich zu erinnern.
23:38Und wenn Sie einverstanden sind,
23:41natürlich.
23:42Ja, selbstverständlich.
23:43Was meinen Sie mit rekonstruieren?
23:45Es gibt einen ziemlich markanten Punkt
23:47im zeitlichen Ablauf.
23:48Irina Eppler hat doch getanzt.
23:50Ja.
23:50Wo?
23:50Wo hat sie getanzt?
23:51Da.
23:52Ich denke,
23:53dass jeder noch von Ihnen weiß,
23:54wo er gestanden oder gesessen hat.
23:56Bitte nehmen Sie diese Plätze noch mal ein.
23:57Wollen Sie uns dabei helfen, Herr Wagner?
23:59Ja, selbstverständlich.
24:00Also ihr habt ja gehört,
24:01tanzt sich da,
24:02wo jeder gestanden hat.
24:03Stellt euch da wieder hin.
24:04und wer gesessen hat,
24:05der setzt sich wieder hin.
24:07Vielleicht erinnern Sie sich auch noch,
24:09wer neben Ihnen stand oder saß,
24:10das wäre wichtig.
24:17Es kommt doch nichts dabei raus.
24:19Erster Versuch einer aus.
24:20Aber nicht zuverletzt.
24:21Vielleicht nicht,
24:22aber der Mörder wird gezwungen,
24:23irgendwas zu tun.
24:25Harry.
24:26Ja, was macht denn ihr da?
24:28Ihr wart doch gar nicht dabei.
24:30Die haben draußen gesungen,
24:32im Garten.
24:32Ja, die waren nicht da.
24:33So, dann gehen Sie mal beiseite.
24:38Sie haben hier gestanden?
24:40Ja.
24:41Und wo waren Sie?
24:42Ja, die hat doch mitgetanzt.
24:44Das war doch die große Nummer.
24:45Ja, kann ich die Musik noch mal hören?
24:48Die habe ich weggeschickt, die Band.
24:50Die haben ja gespielt.
24:50Ja, das war so eine südamerikanische Nummer,
24:53die die Irene getanzt hat.
24:54So spanisch, wissen Sie?
24:54So, ho, ho.
24:55Das hat die gekonnt.
24:56Das hat die wirklich gekonnt.
24:58Und wir haben geklatscht.
24:59Und August, der Herr Barkmann,
25:01der hat dann mitgemacht.
25:01So aus Spaß, wissen Sie?
25:03Na, der hat nicht richtig mitgetanzt.
25:04Der hat dann nur so etwas aufgeführt.
25:09So.
25:10Na ja.
25:12Das Ganze war ja nur ein Jux.
25:14Wir waren halt ausgelassen.
25:15Und die Stimmung, möchte ich mal sagen,
25:17die hat ja einen gewissen Höhepunkt erreicht.
25:19Und dann, dann habe ich der Irene
25:20den Schal weggenommen.
25:21Könnte ich meine Serviette haben?
25:22Ja, danke.
25:25Und dann habe ich den Schal so genommen von der Irene
25:27und habe ihn so ausgebreitet.
25:29Und dann habe ich gesagt,
25:30Ole, Toro, komm, Toro, Toro.
25:32Und dann ist der, der August, der, der, der,
25:35der Herr Park auf mich zugestürzt wie ein Stier,
25:38ist der auf mich zugestürzt.
25:40Und dann hat auch die Irene zu tanzen aufgehört.
25:43Und wir, wir haben alle gelacht, geklatscht.
25:50Fräulein Eppler ist dann an den Tisch zurückgegangen.
25:52Ja.
25:52Wo war das?
25:53Hier.
25:53Ja.
26:05Sieh dir mal den Burschen an.
26:07Sie haben hier gesessen, ja?
26:08Ja, hier.
26:09Irene Eppler kam an den Tisch zurück.
26:11Ja, sie kam zurück.
26:12Dann, äh, sagte sie, ähm...
26:14Er klebt alles.
26:15Ich geh rauf und ich umziehe.
26:17Sonst nichts?
26:18Nein.
26:19Und ging dann sofort?
26:21Ja.
26:22Ging jemand mit ihr?
26:23Nein.
26:24Oder ist dir jemand nachgegangen?
26:25Nein.
26:26Aber du bist ja doch nachgegangen.
26:27Ja, ja, ich.
26:30Ich habe ihr ja gesagt, dass ich ihr dann nachgegangen bin.
26:32Ist doch die Frage, ob sonst noch jemand rausgegangen ist.
26:34Ich habe niemand sonst gesehen.
26:36Ja, dann hast du mich nicht gesehen.
26:37Ich bin ja auch rausgegangen.
26:38Das heißt, August und ich, der war ja klatschnass.
26:40Ja.
26:40Ja, für mich klebt ja auch alles am Leibe.
26:43Und der war wie aus dem Wasser gezogen.
26:44Dann sind wir in den Waschraum gegangen.
26:45Da haben wir niemanden sonst gesehen.
26:46Aber gehört haben wir, die, die da draußen gesungen haben.
26:49Und dann sind wir ja auch noch rausgegangen.
26:50Menschenskind habe ich zu August zu Herrn Wack gesagt.
26:53Die, die werden ja heiser in der Luft da draußen.
26:54Die, äh, die Kapelle.
26:56Die Kapelle, hat die auch eine Pause gemacht?
26:57Ja, die Kapelle hat doch eine Pause gemacht.
26:59Aber sie ist im Saal geblieben.
27:01Ja, ja, das habe ich ja gecheckt.
27:02Ja.
27:02Na, äh, Sie haben draußen gesungen.
27:05Ja, im, äh, Garten dran.
27:07Ja, dann gehen Sie bitte da rüber.
27:09Wir werden jetzt versuchen, diejenigen unter Ihnen auszuscheiben,
27:12die für die Tat nicht in Frage kommen können,
27:14von denen wir wissen, wo Sie waren während der Tatzeit
27:16und die Zeugen dafür haben.
27:18Sie waren im Waschraum, sagten Sie?
27:19Ja, August und ich.
27:20Das heißt, Herr Wack und ich, wir konnten ja kaum noch japsen.
27:23Natürlich, dann gehen Sie bitte auch da rüber.
27:24Ja, komm, August.
27:25Sie fallen auch weg.
27:27Mit Ihren Frauen.
27:29Jeder, der einen Zeugen dafür hat,
27:31dass er diesen Raum nicht verlassen hat,
27:33der geht jetzt bitte da rüber.
27:45Jetzt sind wir besorgen, das Ganze.
27:46Genau, da muss ich einen Zeugen suchen.
27:51Ja, gehen wir auch.
27:55Was hat denn das zu bedeuten?
27:57Was bezwecken Sie denn damit?
27:58Das ist doch ziemlich klar.
28:00Hier zeugt einer für den anderen.
28:02Und es ist einer übrig geblieben, der keinen Zeugen hat.
28:05Na, du hast es doch gesehen.
28:06Ja.
28:08So.
28:10So habe ich ihn gesehen.
28:12Mach das doch mal, was du eben gezeigt hast.
28:16Das Mädchen ist doch gar nicht erwürgt worden.
28:18Du kannst doch den Bub gar nicht so gesehen haben,
28:20wie du eben gezeigt hast.
28:22Ich hoffe, Sie wissen,
28:23was von dieser Demonstration zur Halde ist.
28:26Hier hat jeder seinen Zeugen.
28:27Was sind denn das für Zeugen?
28:28Die waren doch alle besoffen.
28:29Ha, der Mörder lacht doch nur da drüber.
28:31Nicht ganz was sagen.
28:32Das weißt du.
28:38Tja.
28:40Glauben die denn,
28:41dass ich sie umgebracht habe?
28:43Ach, die sind doch verrückt.
28:44Die wissen ja nicht, was sie reden und was sie tun.
28:45Die werden schon wieder zur Vernunft kommen.
28:47Das geht gegen den Jungen, August.
28:49Du hast doch gesehen,
28:50was der da mit den Händen vorgeführt hat.
28:51Das Mädchen ist doch gar nicht erwürgt worden.
28:54Setz dich wieder hin, Bub.
28:56Du hast nichts zu befürchten.
28:57Ganz bestimmt nicht.
29:01Vielleicht war es doch der Junge.
29:03Denk mal an deine eigenen Worte.
29:04Das Motiv, offene Tür.
29:07Dann müssen wir jeden Einzelnen von denen
29:09aus seinen Zeugen fragen,
29:10sehen, wie gut die Zeugen sind.
29:11Oder?
29:12Ja.
29:12Ja.
29:12Bitte würden Sie Ihre Plätze wieder einnehmen.
29:18Ich möchte mit jedem von Ihnen sprechen.
29:19Wollen Sie mir dabei helfen, Herr Barck?
29:47Ja, selbstverständlich.
29:48Wer von uns sollte in Frage kommen?
29:51Sag uns das doch mal.
29:53Ja, wer soll denn in Frage kommen?
29:58Sie, wie lange geht denn das los?
29:59Für hin und her?
30:00Schon halb drei.
30:01Ja, für mich auch.
30:02Sie auch, bitte.
30:03Ja.
30:03Man muss doch mal die Situation sehen, so wie sie gewesen ist.
30:11Wir haben gesungen, wir haben getrunken, wir haben getanzt.
30:14Wir waren vergnügt, wir waren ausgelassen.
30:17Und wir waren, das kann man wohl sagen, wir waren nicht mehr ganz Herr unserer selbst.
30:22Dann tanzt die Irene da, ein schönes Mädchen, tanzt allein, produziert sich, zeigt sich, so wie sie gewachsen ist.
30:32Ist doch ganz klar, dass sie Wünsche hervorruft bei Leuten, die über den Durst getrunken haben.
30:36Oh, deswegen brauchen wir sie doch nicht als Verbrecher zu bezeichnen, ne?
30:41Es kommt doch hier jeder in Frage.
30:43Wer das getan hat, das könnte doch jeder von uns getan haben.
30:45Ja, bist du denn des Teufels?
30:48Nein, ich sag nur, dass hier jeder in Frage kommt und nicht nur der Bub, weil er sie gefunden hat.
30:52Entschuldigen Sie bitte.
31:03Ja, ja.
31:07Ja, hier haben wir gestanden.
31:08Ja, und alle, alle habt ihr hier gestanden.
31:11Denn das ist es doch, worauf es ankommt, dass jeder sagen kann, dass keiner zwischendurch weggegangen ist.
31:15Das ist es doch, nicht wahr?
31:16Also Sie haben alle hier gestanden und haben gesungen. Warum haben Sie denn gesungen?
31:18Warum? Warum?
31:19Die singen doch, wo Sie gehen und stehen.
31:21Ja, wissen Sie, dass das Mordzimmer genau über Ihnen ist?
31:24Ja, was ist das?
31:24Das ist heftig.
31:25Ja, haben Sie denn gar nichts gehört?
31:26Das können Sie doch gar nicht.
31:27Wie laut haben Sie denn gesungen?
31:28Ach, geschmettert haben die.
31:30Und ich sage noch, Menschenskinder, seid ihr denn noch gescheit bei der kalten Luft?
31:33Ja, ich denke, Sie waren im Waschraum.
31:35Ja, da habe ich es ja gehört und da sage ich noch zu August, zu Herrn Barg, wo kommen das her?
31:40Die singen vielleicht draußen und...
31:41Dann sind Sie rausgegangen und haben nachgesehen.
31:43Ja, ja.
31:44Und der Barg auch?
31:45Nein, nein, der, der blieb im Waschraum.
31:51Oh, du, das ist doch Äppler.
32:08August, August, der Äppler ist da.
32:19Man hat den Mörder noch nicht gefunden.
32:38Nein, Werner.
32:43Man glaubt, dass er hier im Saal ist.
32:46Werner, da ist Polizei.
32:47Im Saal.
32:53Der Mörder.
32:56Sitzt hier irgendwo.
33:00Steht hier irgendwo.
33:05Wem hat sie denn etwas getan?
33:10Wem hat sie denn etwas getan?
33:13Sie hat doch keinem etwas getan!
33:17Wer hat sie umgebracht?
33:21Hast du es?
33:24Du!
33:26Du!
33:26Du!
33:28Wer hat sie umgebracht?
33:30Wer?
33:31Hast du es?
33:32Herr Hans!
33:33Nein!
33:33Wer?
33:34Ich bin von Augsburg hergefahren wie ein Verrückter.
33:49Ich weiß gar nicht wie.
33:52Und während der ganzen Zeit fragte ich mich,
33:55habe ich das richtig verstanden?
33:57Man kann doch nicht einfach anrufen und sagen, die Irene ist tot.
34:01Setz dich in deinen Wagen und komm her.
34:04Warum hast du nicht mehr erklärt, nicht mehr gesagt?
34:08Warum hast du aufgelegt?
34:11Werner, ich war nicht in der Lage.
34:15Nicht in der Lage.
34:19Du sagtest, lass die Irene mitfahren.
34:22Die Kinder wollen es.
34:23Sie will es auch.
34:24Lass sie mitfahren.
34:26Ja, da habe ich dann Ja gesagt.
34:30Warum habt ihr nicht auf sie aufgepasst?
34:33Sieh dir den Jungen an.
34:35So, so hat er über ihr gelegen.
34:36Warum hast du nicht auf sie aufgepasst?
34:43Wo ist sie gestorben?
34:45Oben in ihrem Zimmer.
34:47Sie hat getanzt und wollte sich umziehen.
34:53In ihrem Zimmer.
34:55Zeig mir das Zimmer.
34:57Werner, hier ist der Oberinspektor Derrick von der Mordkommission.
35:01Er kann dir alles erklären.
35:04Darf man da rauf gehen?
35:05Ja, ja.
35:06Komm, zeig mir den Platz.
35:08Werner, ich kann das nicht.
35:10Bitte, lass jemand anders mit dir gehen.
35:12Nein.
35:14Nein, ich...
35:15Ich wüsste nicht, ob ich nicht vielleicht den Mörder mit ihm aufnehme.
35:19Komm.
35:21Komm.
35:26Pass auf, Herr.
35:28Die Mörder muss jetzt ganz schön an die Nieren gegangen sein.
35:30Ja, hoffen Sie.
35:36Hier wurde sie gefunden.
35:43Ja.
35:43Ja, aber hier.
35:51Das ist also geblieben.
35:55Eine Keilezeichnung auf dem Boden eines Hotelzimmers.
35:58Nein, das ist das ...
36:00Nein, Gott.
36:03Warum kommst du nicht rein?
36:16Ne?
36:16Da?
36:29Nichts.
36:30Ich hab mir alle angesehen.
36:33Ich komm nicht weiter.
36:34Ich auch nicht.
36:39Ob man hier noch was zu trinken kriegt.
36:46Sagen Sie, wie lange das dauert noch?
37:01Wann sicken Personal im Bett?
37:03Wir haben zehn nach drei Uhr am Morgen.
37:05Ich weiß, wie spät es ist.
37:06Aber bitte, wir alle müssen früh auf morgen wieder arbeiten.
37:08Allerdings waren ich nicht.
37:09Ich kann morgen den ganzen Tag ausschlafen.
37:12Entschuldigung.
37:12Entschuldigung.
37:16Es gibt für mich nur einen, der sich ungewöhnlich verhält.
37:25Barg?
37:26Ja.
37:27Er ist aufgeregt.
37:28Verstört.
37:29Fast exaltiert.
37:30Das stimmt, ja.
37:32Aber es geht um seinen Sohn.
37:34Das ist seine Angst.
37:35Ist er noch oben?
37:37Ja.
37:38Er hat einen Beinkrampf.
37:39Er weint?
37:40Mhm.
37:40Das sind Freunde.
37:43Offenbar sehr gute sogar.
37:44Es trifft ja auch auf ihn zu, was er da selber gesagt hat.
37:49Er sagt, jeder von uns kommt in Frage.
37:53Er beschreibt die Situation sehr gut.
37:54Die allgemeine Ausgelassenheit, die ja bei ihm besonders groß war.
37:58Sein Tanz?
37:59Ja.
38:00Hat mit ihr getanzt.
38:03Die beiden.
38:04Allein.
38:09Alter, geiler Bock.
38:10Entschuldige, Werner, wenn ich meine Fassung bin, bitte gehe alleine runter.
38:24Ich komme nach, wenn ich kann.
38:26Nimm dich doch zusammen, Gustl.
38:32Was soll ich denn sagen?
38:34Ich brauche dich.
38:35Ich brauche dich.
38:35Ich brauche dich.
38:40Sie haben gesagt, seid ihr denn noch gescheit zu singen in der Kälte in der Nacht?
38:51Ja, ja.
38:52Worum es eigentlich geht, sind Sie sofort zurückgegangen in den Waschwald?
38:55Ja, sofort zurückgegangen.
38:56Ich bin nicht sofort zurückgegangen.
38:57Was bin ich nicht?
38:57Du hast gesagt, die zweite Stimme ist falsch und hast dann mitgesungen.
39:00Was, ich habe mitgesungen?
39:01Ja, du hast dich hingestellt und hast mitgesungen.
39:02Was habt ihr denn gesungen?
39:03Ja, dich, du schöner Wald.
39:05Wer?
39:05Du?
39:05Ja, wie lange ist er denn hier geblieben und hat mitgesungen?
39:09Oh, nicht lang.
39:10Fünf Minuten.
39:11Und dann sind Sie sofort zurück in den Waschraum zu Herrn Bark?
39:14Ja.
39:14Und der war noch da?
39:15Ja, das habe ich Ihnen doch gesagt, dass der nicht mehr japsen konnte.
39:18Sagen Sie mal, warum fragen Sie mich denn das alles?
39:20Wir wollten es nur noch mehr wissen.
39:22Wir wollten es nur noch mehr wissen.
39:35Er hat also fünf Minuten Zeit gehabt.
39:43Ja, fünf Minuten, ja.
39:44Ist er raufgegangen in Ihr Zimmer, hat das Mädchen überrascht, als er sich umzog, hat
39:49die Tür hinter sich abgesperrt und sein Glück versucht.
39:52Besoffen, wie er war.
39:53Aufgekratzt, nicht mehr Herr seiner selbst.
39:56Sondern die Worte hat er doch selber benutzt.
39:59Er hat doch gesagt, wir waren alle nicht mehr Herr unserer selbst.
40:02Hat er schon seine eigene Verteidigungsrede gehalten.
40:04Ja, das Mädchen hat sich gewehrt, wollte um Hilfe rufen.
40:07Hat ihren Mund zugehalten?
40:08Vor der Tür stand sein Sohn.
40:09Der auf keinen Fall wissen sollte...
40:11Sag mal, Stefan, es muss ja eine teuflische Situation gewesen sein.
40:15Er musste das Mädchen daran hindern, sich bemerkbar zu machen und...
40:17und hat es dabei umgebracht.
40:19Ja.
40:23Was machen wir jetzt?
40:26Ziemlich miesen Eindruck.
40:30Komm.
40:34Ich habe auf dich gewartet.
40:43Ich kann jetzt nicht allein in den Saal gehen.
40:49Gehen wir.
40:50Wie sieht's denn aus?
41:00Darf man fragen?
41:01Darf man fragen, was zur Sprache gekommen ist?
41:04Hat man ihm denn nicht gesagt, was ich mit meinen eigenen Augen gesehen habe?
41:08Was hast du denn mit deinen eigenen Augen gesehen?
41:10Ich habe Helmut Barth gesehen, wie er sich über sich gebeugt hatte.
41:16Die Hände...
41:18So.
41:20Hat man dir das nicht gesagt?
41:23Ja, das hat man mir gesagt.
41:26Ich weiß, wie dir zumute gewesen sein muss.
41:28Sie können jetzt alle auf Ihre Zimmer gehen.
41:30Sie können sich schlafen legen.
41:50Sie können auch schlafen gehen.
41:52Weil Sie am Ende sind mit Ihrem Latein.
41:54Gute Nacht.
41:55Wollt ihr nicht auch schlafen gehen?
42:03Wir müssen noch ein Zimmer für Werner besorgen.
42:05Ich will mal sehen...
42:06Na, bleib ruhig hier.
42:07Ich gehe noch nicht schlafen.
42:08Aber du bist doch völlig erschöpft und müde.
42:11Ich bin nicht müde.
42:12Aber ihr seid müde.
42:13Bitte geht rauf, geht schlafen.
42:15Nehmt Werner mit ins Zimmer.
42:17Kommen Sie mal.
42:18Warum haben Sie alle weggeschickt?
42:33Brauchen Sie sie nicht mehr?
42:36Nein.
42:36Nein.
42:39Aber Sie suchen noch jemanden, dem Sie den Mord auf den Kopf zusagen können?
42:44Na ja, schon.
42:44Aber wir sind auf sein Geständnis angewiesen.
42:49Weil es keine Zeugen gibt?
42:51Weil es keine Zeugen gibt, ja.
42:52Also hat es keinen Sinn, dem Mann den Mord auf den Kopf zuzusagen?
42:57Keinen Sinn, nein.
43:00Weil er es leugnen würde?
43:01Müsste.
43:02Müsste.
43:02Leugnen müsste.
43:03Wieso müsste?
43:04Er kann ja gar nicht anders.
43:06Er muss an seine Familie denken.
43:07An Äpplern.
43:12Ich bin sogar davon überzeugt, dass er sich eher die Zunge herausreißen, als sein Geständnis
43:16ablegen würde.
43:19Der Mann ist immer noch der Meinung, dass es für ihn einen Weg zurück gibt.
43:26Verstehen Sie mich?
43:28Einen Weg zurück in den Alltag, in die Normalität.
43:30Wenn es ihm nur gelingt, zu schweigen.
43:37Meint er.
43:39Und Sie meinen, dass es diesen Weg in die Normalität nicht mehr gibt?
43:43Nein.
43:43Ich will Ihnen mal die Situation des Mannes erklären.
43:50Er wollte Irene Äppler gar nicht umbringen.
43:53Das Ganze war nämlich an, ein Zusammentreffen unglücklicher Umstände.
43:56Der Mann war wie alle hier betrunken.
43:58Gut gelaunt, ein bisschen außer sich.
44:00Ich weiß nicht, wie er in das Zimmer des Mädchens kam.
44:02Vielleicht war es Zufall, vielleicht ist er ja nachgegangen.
44:05Jedenfalls versuchte er sein Glück bei ihr.
44:09Wogegen ja gar nichts einzuwenden ist.
44:11Nur sein Angebot muss sehr eindeutig gewesen sein.
44:14Denn als Helmut Bark an die Tür klopfte die Verschlossung,
44:18war davon der Mann gar keinen anderen Ausweg,
44:19als das Mädchen daran zu hindern, sich bemerkbar zu machen.
44:23Das muss er tun.
44:25Denn er hätte sich in der peinlichsten Weise bloßgestellt.
44:29Und aus dem Grund hielt er dem Mädchen Mund und Nase zu.
44:34Sie hat sich gewehrt.
44:36Vielleicht wurde sie ohnmächtig, viel zu Boden und...
44:41und brach sich das Knick.
44:44Ja, sie war tot.
44:46Ehe er überhaupt bemerkte, was eigentlich geschehen war.
44:51Das Knick gebrochen?
44:53Ja.
44:53Ich denke nicht, dass es ein vorsätzlicher Mord war.
45:00Sondern so etwas wie...
45:01Wie soll ich sagen?
45:05Wie ein unglücklicher Zufall.
45:07Sehen Sie, und das ist das Schlimme daran.
45:18Wieso das Schlimme?
45:19Weil es dem Mann ermöglicht, die Sache wie ein Unglücksfall anzusehen.
45:21Er wollte es ja nicht.
45:23Es tut ihm entsetzlich leid.
45:24Es gelingt ihm, die Tote zu sehen wie...
45:29Ja, wie...
45:30Wie das Opfer eines Verkehrsunfalls.
45:33Als habe er selbst nur so viel damit zu tun, wie der Fahrer eines Autos, der mal einen kleinen Fehler gemacht hat und...
45:38Sie meinen, so denkt der Mann.
45:40Ja, so denkt er.
45:42Er hält sich nicht für einen Mörder.
45:43Obwohl es ist, und dass es ist, das wird ihm mit jeder Stunde, die vergeht, immer klarer werden.
45:51Ja, dann will ich auch mal raufgehen.
45:54Na ja, Sie haben ja auch eine Menge hinter sich.
45:56Gute Nacht.
45:57Gute Nacht.
45:58Die wünsche ich Ihnen.
46:05Sagen Sie mal...
46:07Warum sagen Sie mir eigentlich nicht, dass Sie mich für den Mörder halten?
46:11Würden Sie es denn zugeben?
46:13Warum lassen wir ihn gehen?
46:32Nein, er wird sich zugeben.
46:33Er kann es ja gar nicht.
46:35Soll er seinem Sohn sagen, ich habe das Mädchen umgebracht, das du liebst,
46:38seinem Freund Eppler, ich habe deine Tochter getötet?
46:40Was ist mit seiner Frau, seiner eigenen Tochter, mit all den Leuten, die hier sind?
46:42Er kann es nicht.
46:44Nicht jetzt.
46:46Für ein Geständnis, Harry, ist der Mann noch zu verzweifelt.
46:52Er ist für das Beste, wenn Herr Erbler hier schläft.
46:54Er ist für das Beste, wenn er hier schläft.
46:57Er ist für das Beste, wenn Herr Erbler hier schläft.
47:21Mama hat mein Zimmer und ich schläft bei Inge, sie hat ein Sofa im Zimmer.
47:24Ja.
47:28Man kann ihn jetzt nicht allein lassen.
47:29Man kann ihn nicht allein lassen, ey.
47:31Auch wenn er hier schläft.
47:37Gehen Sie sich aufs Sofa.
47:38Ja.
47:46Danke.
47:53Leg dich auf, Schlafenvater.
48:08Gute Nacht.
48:18Sie war so jung und voller Lebensfreude.
48:22So lustig.
48:38Können wir doch irgendwas tun?
48:50Nein.
48:52Warum sitzen wir dann noch hier?
48:54Er hält es nicht aus.
48:56Nicht eine ganze Nacht lang.
48:58Das könnte ich mir nicht vorstellen.
49:01Es muss jemand hier sein, wenn es so weit ist.
49:03Ich warte hier.
49:04Komm, Harry.
49:06Leg du dich in den Kopf.
49:08Wir hätten ihn doch vernehmen sollen.
49:10Nein.
49:12Weißt du, es gibt Menschen, denen kann man die Tür aufmachen, aber...
49:16Kommen?
49:18Kommen müssen die schon von allein.
49:29Warum legst du dich nicht auch hin?
49:32Gleich, Werner.
49:34Ich kann nicht schlafen.
49:35Ich will nicht schlafen.
49:37Ich auch nicht, Werner.
49:39Ich sehe sie andauernd vor mir.
49:41Als ich wegfuhr, fragte ich sie, seit wann interessierst du dich für Gesang?
49:45Da lachte sie und sagte, ich glaube, wir werden viel Spaß haben.
49:51Versuch doch zu schlafen, Werner. Es ist ja schon morgen.
49:53Warum gehst du nicht aufschlafen?
49:55Warum gehst du nicht aufschlafen?
49:57Ein paar Minuten, Werner.
50:03Ich bin gleich wieder da.
50:04Ich bin gleich wieder da.
50:05Ich bin gleich wieder da.
50:34Ich bin gleich wieder da.
50:37Ich bin gleich wieder da.
50:43Undrin Runmä��자.
50:46Vielen Dank.
51:16Herr Dark?
51:35Ja?
51:38Ich will nur ein paar Schritte in die frische Luft.
51:43Erkälten Sie sich nicht. Es ist kalt draußen.
51:46Ja?
51:47Ja?
51:48Ja?
51:49Untertitelung. BR 2018
52:19Untertitelung des ZDF, 2020
52:49Die ZDF, 2020
53:19Die ZDF, 2020
53:49Wenn Sie da runterspringen, schaffen Sie das, was Sie angerichtet haben, nicht aus der Welt
53:55Glauben Sie mir, Herr Berg, das ist kein Ausweg
53:58Es gibt keinen anderen Ausweg
54:00Ich habe nichts davon, ob Sie da runterspringen oder nicht
54:03Es gibt nur Schirereien, so oder so
54:05Ich sage Ihnen ganz objektiv
54:09Sie sind dem Mädchen etwas schuldig
54:12Ihr Geständnis
54:14Aber nicht Ihren Tod
54:16Kommen Sie, Herr Berg
54:21Ich sage Ihnen sehr viel, sehr gut
54:27Ich sage Ihnen, Herr Berg
54:32Musik
55:02Musik
55:32Musik
56:02Musik
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