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  • vor 2 Monaten
Als Dharmas Eltern Larrys alte Radiosende-Ausrüstung vorbeibringen, dauert es nicht lange, bis auch Greg vom Radiofieber gepackt wird und sich heimlich als Discjockey und Moderator versucht. Schließlich entdeckt Dharma auf alten Tonbändern ein Lied, das Larry als junger Mann aufgenommen hat und versucht nun, ihren Vater zu einem Comeback zu überreden. Inzwischen treibt Ed Kitty mit seinem hässlich orangen Kunstfaser-Trainingsanzug aus den Siebzigern zur Verzweiflung.

Kategorie

😹
Spaß
Transkript
00:00Äh, ja.
00:03Ey, Matrose, weißt du, was das hier ist?
00:07Ich nehme an, dass das ein Piratensender ist.
00:10Das Ey, Matrose hat dir wohl geholfen, ne?
00:14Ey, Greg, weißt du, was das hier ist?
00:18Ich habe keine Ahnung.
00:20Das ist ein kompletter 2-Watt-Radiosender.
00:23Ja, wir dachten, dass Dharma, während sie sich erholt, etwas damit herumspielen kann.
00:27Das Ding hat mir geholfen im Sommer 82, da konnte ich nicht aus dem Haus.
00:32Weißt du das noch, Dharma?
00:34Natürlich, die Luft war zu dick und der Boden war zu weich.
00:37Oh, natürlich, 82.
00:41Hey, wollen wir zwei eine Radiosendung machen?
00:43Wir wären dann D-Star und der G-Man, die zwei DJs, die immer gut drauf sind.
00:48Nein, danke, Dharma.
00:49Oh, auf diese Weise versaust du unseren Hörern den ganzen Rocktober, G-Man.
00:54Wisst ihr eigentlich, dass das gegen das Gesetz verstößt?
00:56Man braucht eine Lizenz, um sowas zu machen.
00:58Ach, aber das ist doch hier bloß ein Hobby-Sender, Greg.
01:02Aber Dharma, falls Sie dich doch erwischen, keine Panik und versuch nicht, den Sender runterzuspülen.
01:08Also, zuerst einmal war das eine illegale Paybox.
01:12Und ich wollte das Ding verstecken über der Toilette.
01:15Da ist es reingefallen.
01:17Und als es trocken war, haben wir 400 Kanäle gehabt.
01:19Und ihr hört heute Radio Dharma.
01:38Nur Dharma und sonst nichts.
01:39Jede Stunde, 60 Minuten hört ihr hier nichts außer Dharma.
01:41Radio Dharma.
01:50Morgen, Greg.
01:51Morgen, Marci.
01:52Ich bin die verrückte Assistentin.
01:56Ja, das sehe ich.
01:57Denkt ihr denn wirklich, dass einer zuhört?
01:58Oh ja, uns hören viele Menschen zu.
02:00Weißt du was?
02:00Uns empfängt man sogar noch beim Supermarkt.
02:02Da hat sie recht.
02:05Hier ist der Follow-Rap, Follow-Rock, Supermusiksender.
02:07Hier gibt's Wetternachrichten, Verkehrsnachrichten und natürlich ständig neue Musik, Musik, Musik, Musik, Musik.
02:14Ich brauche erst mal einen Kaffee, Kaffee, Kaffee.
02:17Also gut.
02:18Und weiter geht es mit der Preisfrage.
02:20Hättet ihr lieber Schläge auf den von einem?
02:22Oder lieber einen...
02:25...auf euren...
02:26Also, unsere Nummer ist 85723...
02:33Oh!
02:33Dharma, der erste Anrufer!
02:35Der erste Anrufer!
02:39Wir sind auf Sendung.
02:40Bitte stellen Sie Ihr Radio leiser.
02:42Hallo, ich bin Dave.
02:43Ich liebe eure Show.
02:44Ich höre sie seit ewigen Zeiten, aber ruf zum ersten Mal an.
02:46Was?
02:47Könnt ihr was von Springsteen spielen?
02:49Och, weißt du was, Dave, das würde ich wirklich gern.
02:51Aber wir haben nur ein Tonbandgerät, also ist unsere Auswahl etwas eingeschränkt.
02:54Abby singt da mal Kinderlieder vor.
02:58Och, das ist ja scharf!
03:01Ein Band von meinem Vater mit seiner Band.
03:02Ich wusste nicht, dass es davon einen Mitschnitt gibt.
03:05Funkstille, Funkstille, Schneller, Schneller, Schneller, Schneller, Schneller, Schneller!
03:08Okay, okay.
03:09Und die Moody Blues, aufgenommen vom Radio, August 1972.
03:13Wow, 72.
03:15Damals war doch noch Peter Frampton bei den Moody Blues.
03:16Los, spiel's mal!
03:17Äh, es kommt gleich, Dave.
03:18Peter Frampton war niemals bei den Moody Blues.
03:20Doch, natürlich!
03:22Äh, äh...
03:23Du bist doch wahnsinnig!
03:24Ähm, die Meinung meines Ehemannes Greg ist nicht unbedingt die unseres Senders, des Managements oder meiner verrückten Assistentin.
03:32Okay, äh, 1972, Muddy Blue, Seven Sojourn. Kein Peter Frampton und ich hab die CD hier.
03:39Die CD wird dir nicht weiterhelfen. Als sie die rausgebracht haben, könnten sie seinen Namen nicht drucken. Das hatte was mit dem Vertrag zu tun.
03:43Ach, das ist doch wirklich bescheuert, du...
03:46Oh, Greg, wir sind doch auf Sendung.
03:50Na schön, das ist ja ein wirklich aufregendes Thema heute, Frampton. Oder kein Frampton?
03:54Ich will von euch hören. Hier sind die Muddy Blues.
03:59Der große gelbe Bus fährt durch die Stadt, durch die Stadt, durch die Stadt. Kommt auch mal, singt mit. Der große gelbe Bus fährt durch die...
04:07Greg, wir sollten gehen, wenn wir 18 Löcher schaffen wollen.
04:10Moment. Ja, 72 Muddy Blues. Kein Frampton.
04:15Also, was sagt man dazu?
04:18Hey, warte, was ist das? Warte.
04:22Oh, wow. Das gehört nicht mehr.
04:23Nein, das gehört mir. Ich hab den schon seit 20 Jahren gesucht, weißt du. Sowas gibt's heute nicht mehr.
04:31Das ist ja wirklich bedauernswert.
04:33Sieh dir das an, der war die ganze Zeit in der Kiste zusammengerollt. Nicht eine Falte.
04:38Hier.
04:38Wühl die Kiste mal richtig durch. Da müssten noch ein paar orangefarbene Wildlederschuhe sein.
04:47Oh.
04:50Was ist denn bloß in deine Mutter gefahren?
04:52Das weiß ich auch nicht.
04:58Hey.
04:58Hey.
05:01Hör dir das an.
05:02Gone Lightfoot?
05:08Nein.
05:10Das ist mein Vater.
05:12Ist das ein Witz?
05:13Nein.
05:14Der ist gut.
05:15Ich weiß, das ist doch unser meistgewünschter Song.
05:17Wirklich?
05:18Einer hat angerufen und gesagt, spiel's nochmal.
05:25Das ist wirklich gut.
05:27Weißt du, Larry hat oft gesagt, er war ein ziemlich guter Musiker, aber ich wusste nicht, ob das wirklich so war.
05:31Ich meine, er hat auch gesagt, er war das erste sprechende Baby und hat einem Affen beigebracht, wie man angelt.
05:35Wir hatten wirklich eine sehr unterschiedliche Kindheit.
05:40Nein, ehrlich, der war echt ein guter Musiker.
05:43Wieso hat er denn aufgehört?
05:45Du weißt, wie sowas ist.
05:46Man arbeitet, macht Karriere.
05:50Nein, das war's sicher nicht.
05:52Nein, wahrscheinlich.
06:00Edward, wo gehst du denn hin?
06:02Oh, Bob Ganderson verkauft vielleicht sein Boot.
06:04Ich wollte's mir mal ansehen.
06:06Und du findest, dass wir uns so präsentieren sollten in der Öffentlichkeit in sowas?
06:14Wir fühlen uns sehr wohl in sowas.
06:18Oh, Edward Montgomery, wenn ich zulassen würde, dass du Dinge tust, nur weil du dich wohlfühlst,
06:24dann würdest du wahrscheinlich den ganzen Tag in so einem Sessel verbringen vor einem riesigen Fernseher
06:28und würdest Bier aus der Dose trinken.
06:30Na gut, wenn ich mich umziehe, kann ich dann so einen Fernseher kaufen.
06:34Oh, nein, natürlich nicht.
06:36Na gut, ich grüß Bob Ganderson von dir.
06:40Ach, übrigens, ich hab heute keine Unterhose an.
06:43Und das ist ein wunderschönes Gefühl.
06:44Hallo?
06:55Äh, nein, der Radiosender ist aus.
06:58Weil meine Frau zur Krankengymnastik musste.
07:03Doch, die können den Sender ausschalten, wenn sie wollen, weil es kein richtiger Radiosender ist.
07:08Wie Sie wollen, schreiben Sie einen Brief.
07:10Ich werde keine Platte auflegen.
07:12Ach, ähm, wissen Sie was?
07:14Ich werde doch eine Platte auflegen.
07:23Äh, äh, okay.
07:25Ähm.
07:25Hier sind die Moody Blues mit ihrem Album Seventh Sojourn auf echtem Vinyl.
07:33Und darauf war nicht Mr. Peter Frampton.
07:37Etwas, was jeder weiß, der Ahnung von Musik hat.
07:40Und wer sich jetzt angesprochen fühlt, schuldet mir eine Entschuldigung.
07:43Hallo?
07:50Oh, ähm, danke schön, Ma'am.
07:52Äh, würden Sie das nochmal für unsere Hörer sagen?
07:55Warten Sie.
08:00Äh, Sie sind auf Sendung.
08:01Okay, ich wollte nur sagen, ich hab gestern zugehört.
08:04Und ich fand das gut, wie Sie mit dem Typen umgegangen sind.
08:07Oh, also er, ähm, wusste nicht, wovon er redet.
08:10Wissen Sie, wir brauchen nämlich Leute wie Sie, die dafür sorgen, dass solche Leute mundtot gemacht werden.
08:17Also, äh, also ich bin hier ganz allein, aber ich tue, was ich kann.
08:20Das sind doch alles bekiffte Spinner.
08:22Elvis lebt.
08:23Zigaretten erzeugen Lungenkrebs.
08:26Außerirdische sind auf der Erde gelandet.
08:28Warten Sie, eine Sekunde.
08:29Ich, ähm, soweit ich weiß, wissen wir alle, dass Zigaretten Lungenkrebs erzeugen.
08:33Das sagen Sie.
08:37Ja, und tausende von Ärzten.
08:39Ärzte, die Schmiergelder von der Kaugummi-Industrie bekommen.
08:49Warten Sie.
08:50Äh, oder auch nicht.
08:53Hallo?
08:54Die war ja völlig durchgedreht, oder?
08:57Ja, ganz schön eigenartig.
08:58Soll ich Ihnen sagen, was eine echte Verschwörung ist?
09:00Die Baseball-Industrie, die präparieren die Bälle, damit die Spieler mehr Home-Runs bekommen.
09:04Wieso sollten Sie das tun?
09:05Wahrscheinlich haben Sie bessere Spieler.
09:07Das sind dieselben Spieler, aber die kriegen jetzt mehr Home-Runs.
09:10Gucken Sie sich mal die Statistik an.
09:16Das ist eine interessante Frage.
09:18Wir reden über Baseball.
09:20Was ist mit dem Ball?
09:21Was denken Sie?
09:22Rufen Sie an?
09:24Und während wir warten, sind hier die Muddy Blues.
09:26Die sind übrigens Engländer und sicher keine Baseball-Fans.
09:28Aber Sie mögen sicher Rounders.
09:30Das englische Spiel, von dem sich Baseball entwickelt hat.
09:34Oh wow, das Lied fand ich früher echt toll.
09:47Wer ist denn das?
09:49Du singst das, Larry.
09:52Wow, ja.
09:55Hey Harry, hör dir das an.
09:58Dein alter Vater hat das geschrieben.
10:00Sag mal, Larry, bist du denn je aufgetreten?
10:02Standst du mal auf der Bühne und hast geschrien,
10:04Hallo San Francisco!
10:06Ich hab höchstens geschrien, Hallo Shapiro Bar Mitzvah!
10:10Oh Mann, das Tollste war eine 26-minütige Version von Havanna Gila.
10:17Das war schwer aufzuhören.
10:20Du hättest deinen Vater damals sehen sollen, Dama.
10:22Er ist so gern aufgetreten.
10:24Er war so heiß, dass er fast rauchte.
10:27Einen Joint.
10:29Und damals haben das alle gemacht.
10:32Und wieso hast du aufgehört?
10:33Mit der Musik.
10:35Lass mich dir mal was über das Musikgeschäft erklären, Dama.
10:38Da erreichst du nur was, wenn du bereit bist, deine Seele an die Bonzen zu verkaufen.
10:42Für eine Tüte Zauberbohnen, einen Handschlag und ein One-Way-Ticket für den Zug, der nach nirgendwo fährt.
10:52Abby, wieso hat er aufgehört?
10:54Ach, na ja, er fing gerade an und er wusste, er müsste auf Tour gehen und du warst unterwegs.
11:01Er hat das meinetwegen aufgegeben?
11:03Nein, er hat damit für dich aufgehört.
11:08Das ist doch nicht besser, das ist nicht besser.
11:15Der Trainingsanzug, Gregory.
11:18Och, der hässliche, orangefarbene Trainingsanzug.
11:21Du warst doch da, als er ihn gefunden hat.
11:23Und er trägt dieses schreckliche Ding nun ständig.
11:26Wow.
11:28Also Leute, was meint ihr denn?
11:29Ist Dad jetzt wahnsinnig oder sollte meine Mutter etwas abchillen?
11:31Ruft mich an.
11:32Was für Leute? Mit wem redest du da, Gregory?
11:36Entschuldige Mutter, es ist kurz vor zwei, ich muss aufhören.
11:39Zeit für, so wie ich es sehe, mit Greg Montgomery.
11:42Wir sind in San Francisco, Leute, und es regnet hier ab und zu mal.
11:46Die Fernsehsender sollten aufhören, ihre Meteorologen rauszuschicken.
11:49Wir wissen, wie Regen aussieht.
11:50Sagt uns nur, dass es regnet.
11:53Und macht es von eurem Schreibtisch aus und nicht aus der Action-Sturm-Hauptzentrale.
12:01Und vergesst nicht, Leute.
12:03Wir haben noch fast alles vor uns.
12:05Also sollten wir vorsichtig sein mit dem Begriff der Sturm des Jahrhunderts.
12:10Denkt darüber nach, während Mr. Leo Sayer makes you feel like dancing.
12:15Nicht schlecht.
12:24Dankeschön.
12:25Hey, sieh dir das an.
12:28Jeden Montagabend ist Amateurstunde bei Buster McFarstery.
12:32Oh, sehr gut.
12:33Ich werde das erwähnen bei Unterwegs mit Greg Montgomery.
12:38Nein, ich finde, das wäre ideal für ein kleines Vater-Tochter-Essen mit Larry.
12:42Auf einmal packe ich seine Gitarre aus und dann Bing Bang Boom ist er wieder im Musikgeschäft.
12:49Wie genau soll denn das funktionieren?
12:51Ich habe keine Ahnung.
12:52Deswegen sagte ich ja Bing Bang Boom und nichts Genaues.
12:58Wow, das war gut.
13:00Bitte verrat Abby nicht, dass das Fleisch war.
13:03Das war ein Aubergine, Larry.
13:06Oh Mann, ich hätte heute Fleisch essen können.
13:08Hey, weißt du was, jetzt fängt gleich die Amateurstunde hier an.
13:12Cool.
13:13Ich sehe hier keinen einzigen Nachtisch, der mit Fleisch isst.
13:17Ich habe dich angemeldet.
13:19Um hier zu singen?
13:20Ja.
13:21Ich finde, dass du auf die Bühne zurück solltest, deine Lieder singen, wie du es früher gemacht hast.
13:25Hey, warte.
13:26Ich habe doch noch nicht mal meine Gitarre.
13:28Die ist im Auto.
13:29Ich hole sie.
13:29Nein, hör auf, warte.
13:32Sieh dir mal die Leute hier an.
13:33Die wollen nichts von einem alten Kerl hören wie mir.
13:35Larry, das ist Amateurstunde. Hier will niemand irgendjemandem zuhören.
13:43Entschuldige. Rock on.
13:47Dame, ich werde nichts singen. Ich bin nicht vorbereitet.
13:51Mir ist schwindelig von der Aubergine.
13:53Na gut, schön.
13:54Du übst etwas und dann kommst du nächste Woche wieder.
13:56Und nach ein paar Montagen wirst du...
13:58Dame, ich werde hier nichts spielen. Nicht nur heute. Niemals.
14:01Was? Wieso?
14:03Warum sollte ich das?
14:04Aber Larry, du liebst Musik. Du wärst bestimmt toll.
14:08Früher vielleicht, aber...
14:09Na komm schon.
14:11Dame, hör jetzt auf.
14:14Wieso?
14:15Ganz einfach. Ich bin der Vater. Und ich will das so.
14:22Ich bin der Vater und ich will das so?
14:26Hör mal, Larry, das soll doch ein Witz sein.
14:28Dame, ich bin 52 Jahre alt. Und es gibt andere Dinge in meinem Leben, die jetzt wichtig sind.
14:33Okay, gut. Larry, gut. Du hast deine Ausreden. Du hast wie immer deine Ausreden.
14:37Aber weißt du was? Mich kannst du nicht als Ausrede benutzen.
14:40Komm mit, Marcy.
14:41Dame.
14:42Dame.
14:43Dame.
14:43Und nun die Auflösung unseres juristischen Rätsels von gestern.
14:57Welche Tat gilt als Verbrechen, Verstoß und als Delikt?
14:59Die Antwort lautet natürlich Veruntreuung.
15:01Und dieser Schrei bedeutet, dass wir Schluss machen müssen mit Greggs Juraplausch.
15:09Und nun Seite 3 der Rockoper Quadrophenia.
15:15Was ist passiert?
15:16Ihr Vater wollte nicht auftreten und dann haben die zwei sich mitten im Restaurant gestritten
15:20und deswegen habe ich auch leider nicht mein Lied spielen können.
15:22Mein Vater hat etwas aufgegeben, was er wirklich konnte und ich will, dass er wieder anfängt,
15:29aber er will einfach nicht.
15:30Dame, machst du das wirklich nur für ihn? Ich glaube eher, dass du das für dich tust.
15:34Lass die Radiostimme, wenn du mit mir redest.
15:37Entschuldigung.
15:39Hör zu. Du hast keinen Grund, dich schuldig zu fühlen.
15:41Vielleicht hat er deinetwegen aufgehört, aber es ist nicht deine Schuld.
15:44Wir können uns doch nicht wünschen, wann wir geboren werden.
15:47Natürlich können wir uns wünschen, wann wir geboren werden.
15:52Ich hätte wissen sollen, dass sie sowas sagt.
15:55Ja.
15:56Weißt du, dass der Sender ausgestöpselt ist?
16:02Was?
16:03Wir haben ihn wohl nicht wieder reingestöpselt, nachdem wir das Heizkissen benutzt haben.
16:08Marcy, wann war das?
16:10Ach, gestern.
16:18Das heißt, den ganzen Tag habe ich hier also mit mir selbst geredet.
16:22Aber Greg, du hattest Spaß. Ist das nicht das Allerwichtigste?
16:26Nein, Marcy.
16:27Denn eigentlich war es wie früher, als ich in meinem Zimmer gesessen habe und in meine Bürste geredet habe für Radio-Greg.
16:36Früher habe ich immer so getan, als ob meine Eltern noch verheiratet wären und dass wir zusammen arbeiten würden.
16:42Und zwar als Privatdetektive.
16:44Danke schön, Marcy.
16:51Irgendwie fühle ich mich jetzt sogar etwas besser.
16:58Hey.
17:00Oh.
17:01Hey.
17:03Ich habe hier deine Gitarre.
17:05Aha.
17:07Danke.
17:07Hör zu, Larry. Es tut mir wirklich leid, was da passiert ist. Ich hätte dich niemals einen Versager nennen sollen.
17:17Du hast mich doch gar nicht einen Versager genannt.
17:20Nicht direkt, aber was ich über die Ausreden gesagt habe, hätte ich nicht sagen sollen.
17:24Okay, aber du hast mich nicht einen Versager genannt.
17:26Doch, allerdings, Larry. Ich meine, es ist das Gleiche. Jemand, der mal Ausreden hat, ist ein Versager.
17:30Also, das finde ich ganz schön massiv da.
17:31Ja, und ich hätte es nicht sagen sollen.
17:33Im Restaurant ist dir das vielleicht rausgerutscht, aber musst du hierher kommen und nochmal davon anfangen?
17:42Was ich damit sagen will, ist, wenn du deine Musikkarriere aufgegeben hast, weil ich geboren wurde,
17:46dann ist das etwas, worauf ich stolz sein sollte.
17:49Ich meine, wie viele Kinder haben einen Vater, der so etwas aufgeben würde?
17:56Dame, ich will dir mal was zeigen.
18:03Werter Mr. Finkelstein, wir haben das Demoband von Ihnen erhalten.
18:13Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir keine Verwendung dafür haben.
18:17Eine Absage?
18:19Eine von vielen.
18:21Nicht geeignet, nicht interessiert.
18:25Plättereien sind etwas anderes als Plattenfirmen.
18:26Die meisten haben gedacht, ich habe die Musik deinetwegen aufgegeben.
18:37Und das war leichter, sie in dem Glauben zu lassen, als ihnen erklären zu müssen, was wirklich los war.
18:42Du wärst also auf Tour gegangen, wenn jemandem deine Musik gefallen hätte?
18:46Oh ja, ohne zu überlegen.
18:48Aber dann wäre ich fast nie zu Hause gewesen und hätte deine Kindheit verpasst.
18:57Ja.
18:58So war die Geschichte.
19:00Ich war nicht gut genug.
19:02Nein, Larry, nur weil du eine Kiste mit Absagebriefen hast, kannst du das nicht sagen.
19:06Ich habe fünf.
19:07Also, ich fand dein Lied jedenfalls toll.
19:16Du bist deiner Zeit voraus gewesen.
19:18Weißt du, genau das haben sie auch über meine Sprühsoßen gesagt.
19:21Ich habe eine kleine Frau von San Francisco-Lite.
19:51Er hat Platten gespielt und über Jura geredet.
20:11Er hatte wirklich Spaß, nicht wahr, Schatz?
20:13Nein, hatte ich nicht.
20:14Oh, das sagt er jetzt, aber er fand's gut.
20:17Red mal mit deiner Radiostimme.
20:18Können wir bitte damit aufhören?
20:20Gut, schön sanft.
20:23Ich finde, wenn ein Mann etwas findet, was ihm Freude macht, ist das unheimlich gut für ihn.
20:27Noch ein Glas rein?
20:28Ja.
20:31Oh, Entschuldigung.
20:33Nein, nein, nein, kein Problem.
20:34Der Anzug ist 100% synthetig, das perrt einfach nur ab.
20:38Ach, ist der Teflon beschichtet?
20:40Oh, pass auf. Und das ist rote Beete.
20:43Jetzt reicht's wirklich.
20:44Edward, ich habe alles getan, was ich konnte.
20:47Ich habe zu dir gehalten durch dick und dünn.
20:49Ich habe auf meine Träume verzichtet, um mich um dich zu kümmern.
20:52Ich habe die Erniedrigungen und die Schmerzen einer Geburt ertragen, damit dein Sohn auf die Welt kommt.
20:57Was für eine Erniedrigung?
20:59Fragen werden am Ende gestellt.
21:00Aber ich verbringe nicht einen Tag länger an der fleckabweisenden Seite eines Mannes,
21:06der sich so kleiden will wie ein Rentner, der im Urlaub ist.
21:09Dad, meinst du nicht, dass es besser wäre, den Anzug zu vergessen?
21:16Junge, ich kenne deine Mutter. Irgendwann wird sie sich daran gewöhnen.
21:22Wahrscheinlich.
21:22Und dann ziehe ich ihn aus.
21:24Und dann ziehe ich ihn aus.
21:25Und dann ziehe ich ihn aus.
21:26Und dann ziehe ich ihn aus.
21:27Und dann ziehe ich ihn aus.
21:28Und dann ziehe ich ihn aus.
21:29Und dann ziehe ich ihn aus.
21:30Und dann ziehe ich ihn aus.
21:31Und dann ziehe ich ihn aus.
21:32Und dann ziehe ich ihn aus.
21:33Und dann ziehe ich ihn aus.
21:34Und dann ziehe ich ihn aus.
21:35Und dann ziehe ich ihn aus.
21:36Und dann ziehe ihn aus.
21:37Und dann ziehe ihn aus.
21:38Und dann ziehe ihn aus.
21:39Und dann ziehe ihn aus.
21:40Und dann ziehe ihn aus.
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