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  • vor 4 Monaten
Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Helmuth Ashley

Kategorie

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TV
Transkript
00:00Untertitelung des ZDF, 2020
00:30Untertitelung des ZDF, 2020
01:00Untertitelung des ZDF, 2020
01:30Untertitelung des ZDF, 2020
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02:29Untertitelung des ZDF, 2020
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08:38Untertitelung des ZDF, 2020
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10:29Das war's.
10:59Das war's.
11:29Das war's.
11:30Das war's.
11:31Das war's.
11:32Das war's.
11:33Das war's.
11:34Das war's.
11:35Das war's.
11:36Das war's.
11:37Das war's.
11:38Das war's.
11:39Das war's.
11:40Das war's.
11:41Das war's.
11:42Das war's.
11:43Das war's.
11:44Das war's.
11:45Das war's.
11:46Das war's.
11:47Das war's.
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11:49Das war's.
11:50Das war's.
11:51Das war's.
11:52Das war's.
11:53Das war's.
11:54Das war's.
11:55Das war's.
11:56Das war's.
11:57Das war's.
11:58Das war's.
11:59Das war's.
12:00Das war's.
12:01Das war's.
12:02Das war's.
12:03Das war's.
12:04Das war's.
12:05Das war's.
12:06Das war's.
12:07Vor hacks.
12:09Lara.
12:10Guten Morgen.
12:11Erstmalso.
12:12Nehmen wir mal an.
12:16Er hat Kraft da drin.
12:17Er wird verletzt.
12:19Er schleppt sich zu seinem Wagen und setzt sich rein.
12:23Auf die Beifahrerseite.
12:24Das müssen wir so sehen.
12:25Er kommt normal aus dem Lokal raus, ist ziemlich angeschlagen,
12:28sich kaum aufm Bein halten und will sich halt irgendwo hinsetzen.
12:31Na gut, da sitzt nun auf der Beifahrerseite.
12:34Und steckt den Schlüssel ins Zündschluss.
12:36Es gibt doch gar keinen Sinn.
12:39Moment mal.
12:42Schau dir mal den Fahrersitz an.
12:47Der ist bis an den hinteren Anschlag zurückgeschoben.
12:49Vielleicht hat er ein zweiter drin gesessen.
12:51Und der hat den Schlüssel stecken lassen.
12:53So gibt es wieder einen Sinn.
12:55Ihr könnt die Leiche dann wegschaffen.
12:57Komm, wir gehen mal rein.
13:06Ich kriege einen Kaffee. Ganz stark. Und schnell.
13:11Mach einen Kaffee.
13:13Kennt jemand den Toten da draußen?
13:16Die brauchen Sie nicht zu fragen.
13:18Verstehen Sie kaum Deutsch.
13:20Sind alle Italiener.
13:21Im Wagen auch.
13:24Sind Sie der Besitzer?
13:25Nein. Ich bin der Geschäftsführer.
13:29Aha.
13:30Haben Sie den Toten gesehen?
13:32Ja, von hier haben wir die angerufen.
13:34Natürlich habe ich ihn mir dann auch angeschaut.
13:37Aber ich kenne den Mann nicht.
13:39Und wenn Sie wissen wollen, ob der Mann hier hat verkehrt,
13:42dann muss ich Ihnen sagen, dass ich den Mann überhaupt nicht kenne.
13:46Heute Nacht war gar nichts los.
13:49Keine Streit und keine Schlägerei.
13:51Absolut nichts.
13:52Das wollen Sie wahrscheinlich wissen.
13:55Probieren wir es.
13:55Ja, das ist gut.
13:57Es war eine sehr friedliche Nacht.
13:59Das war nicht immer so.
14:01Immer nicht, nein.
14:02Ja, ab und zu gibt es schon ein bisschen Messerstechereien, oder was?
14:05Weil es Hitzköpfe sind und so eine Ding in die Tasche tragen
14:09und nicht nur zum Brot schneiden.
14:12Ähm, ist der, der Mann erstochen worden?
14:17Ja.
14:18Hm.
14:20Aber hier ist gar nichts los gewesen.
14:22Absolut gut.
14:23Wie weit seid ihr?
14:32Wir sind fertig.
14:34Am Lenkrad und am Schaltnüppel keine brauchbaren Spuren.
14:36Offensichtlich abgewischt.
14:38Wir nehmen das Fahrzeug mit.
14:39Wiedersehen.
14:40Wiedersehen.
14:42So, ich rasiere mich mal und ziehe mich um.
14:44So viel Zeit muss sein.
14:46Und dann sehen wir uns mal die Werkstatt an,
14:47wo der Italiener gearbeitet hat.
14:49Hallo, Roms.
15:02Na, Gangria.
15:04Hey.
15:07Ja, was ist denn los?
15:08Was soll denn los sein?
15:10Aha.
15:11Was ist los?
15:12Du bist bestimmt sauer.
15:14Wieso denn?
15:15Wegen gestern.
15:16Wieso wegen gestern?
15:17Du weißt doch sicher schon, dass ich mit Mario weg war.
15:20Mit Mario?
15:21Du?
15:22Ich denke, du warst bei deiner Tante.
15:24Hat er es dir noch nicht gesagt.
15:25Wer denn?
15:26Mario.
15:28Er wollte es dir gleich heute Morgen sagen.
15:31Hat er dich nicht angerufen?
15:32Nein.
15:33Du warst mit Mario weg?
15:35Gestern?
15:36Wo denn?
15:36Wir waren am Spitzing, Skifahrer.
15:40Ich verstehe gar nicht, warum er dich nicht angerufen hat.
15:42Was hätte er mir denn sagen sollen?
15:43Wir haben uns befreundet.
15:46Mario und ich.
15:48Das wollte er dir sagen.
15:50Damit du nicht gleich sauer bist.
15:53Es ging nämlich von mir aus.
15:55Das ist mir doch egal.
15:57Du kannst doch machen, was du willst.
15:58Das weiß ich, dass ich das kann.
16:00Aber er wollte nicht unfair sein.
16:02Immerhin bist du sein Freund.
16:05Ich muss in die Klasse.
16:06Ich muss in die Klasse.
16:06Ich muss in die Klasse.
16:13Das kann man sich gar nicht vorstellen, dass der Mario tot sein soll.
16:17Ja, ist da stochen worden.
16:18Ach Gott, noch einmal.
16:19Ich habe mich schon gewundert.
16:20Er ist heute in der Früh nicht zur Arbeit gekommen.
16:22Und gestern am Abend nicht nach Hause, sagt sein Kollege.
16:25Die wohnen zusammen.
16:26Ist der Kollege hier?
16:27Ja, der arbeitet hier auf der Bühne.
16:30Enrico.
16:33Enrico.
16:33Ja?
16:33Herr Mario ist tot.
16:37Wir hören Sie ihn von der Kriminalkolizei.
16:38Was haben Sie gesagt?
16:40Tot?
16:41Was ist passiert?
16:43Und ich hätte kein Auto mit seinem Auto?
16:45Nee, nicht mit seinem Auto.
16:46Er ist ermordet worden.
16:48Ermordet?
16:49Madonna mia ist Mordo.
16:52Ja, wir haben ihn in seinem Wagen gefunden vor dem Pinocchio.
16:55Kennen Sie das Lokal?
16:56Ja, das kenne ich.
16:57Sie waren mit Mario gefreundet?
16:59Ja, wir wohnen zusammen.
17:00Wie heißen Sie?
17:01Enrico Guani.
17:02Können Sie die Wohnung sogar mal ansehen?
17:04Kann Herr Guani uns begleiten?
17:06Ja, selbstverständlich.
17:07Danke schön.
17:07Ich stehe dich um und gehe mit.
17:08Ja.
17:09Er muss auch noch den Toten identifizieren.
17:11Ja, ich verstehe.
17:12Herrgott, tut mir der Kerl leid.
17:14Das war mein fleißigster Mann und mein ruhigster.
17:17Wie ist das möglich?
17:18Er hat mit niemandem Streit gehabt.
17:19Mit niemandem.
17:22Sie wohnen also zu dritt hier?
17:24Ja.
17:29Einer ist in Urlaub gefahren.
17:31Wir wissen nicht, ob er wiederkommt.
17:33Er muss vielleicht zum Militär.
17:34Ist er auch Italiener?
17:36Si.
17:36Ja, Signore.
17:37Wo ist Marios Bett?
17:40Dieses hier.
17:42Und seinen Schrank?
17:44Da.
17:44Dann sind Sie gestern nach Hause gekommen.
17:54Es war elf.
17:55Ich glaube, es war elf.
17:56Mario war nicht da.
17:57Auch heute Morgen, er war nicht da.
17:59Aber ich war nicht, nicht besorgt, weil er schläft ab und zu bei seinem Freund.
18:05Die haben eine große Wohnung.
18:07Wie heißen diese Freund?
18:09Wegmann.
18:09Das ist er mit einer Schulfreundin.
18:32Wegmann?
18:34Wer ist da?
18:36Kriminalpolizei.
18:37Ja, Herr Wegmann, wir wollten von Ihnen wissen, ob Sie einen Mario Mafalgi, Mafalgi, ja?
18:43Ob Sie den kennen?
18:45Ja, das ist ein Freund meines Sohnes.
18:49Nein, gestern war er nicht hier.
18:53Mein Sohn, ja, der ist in der Schule, der ist der Schüler.
18:57Was meinen Sie?
18:58Ja, in der Humboldtschule.
19:00Weswegen fragen Sie, ist was mit meinem Sohn?
19:02Was?
19:07Um Gottes Willen.
19:11Nein, er hat ihn den ganzen Tag nicht gesehen.
19:14Ich weiß es, weil ich ihn noch gefragt habe, warum Mario sich nicht meldet.
19:19Er ist ja sonst jeden Sonntag da.
19:21Aber er sagte, er wüsste es nicht.
19:26Wo wurde er ermordet?
19:28Entsetzlich.
19:32Ja, schön ist das nicht.
19:35Also, vielen Dank, Herr Wegmann.
19:37Die Obduktion ist erst am Nachmittag.
19:39Der junge Wegmann geht in die Humboldtschule.
19:41Na ja, so ist das Mädchen, die auftaucht.
19:43Fahren wir hin.
19:54Horst!
19:54Sie haben schon angerufen.
20:01Sie wissen, dass du mit Mario befreundet bist.
20:02Ja, und was wissen Sie noch?
20:04Ich weiß nicht, ich glaube nichts.
20:06Sie wollten wissen, ob Mario gestern bei uns war.
20:08Und ich sagte, nein, wir haben ihn den ganzen Tag nicht gesehen.
20:11Ich nehme an, dass Sie jetzt herkommen.
20:13Wie meinst du herkommen?
20:14Hier, her in die Schule.
20:15Sie wollen dich sprechen.
20:16Mich sprechen?
20:17Ja, das ist doch ganz natürlich.
20:18Das ist doch gar nichts Besonderes.
20:19Vater, ich kann das nicht.
20:20Ich kann das nicht.
20:21Deswegen bin ich doch hier.
20:22Du sagst, dass ich hier war und dass ich dir gesagt habe, was mit Mario passiert ist.
20:26Da kannst du so traurig, so verzweifelt und aufgeregt sein, wie du willst.
20:29Es ist sogar richtig, dass du das bist, weil dein Freund tot ist.
20:33Hast du schon mit Andrea gesprochen?
20:35Ja, heute Morgen ganz kurz.
20:36Ob ich schon wüsste, fragte sie.
20:37Ob du was wüsstest?
20:38Ja, dass sie gestern mit Mario weg gewesen sei.
20:41Mario wollte mich heute früh anrufen und es mir sagen.
20:43Und was hast du geantwortet?
20:44Ich habe gesagt, nein, ich wüsste nicht.
20:46Wegmann, du sollst ins Konferenzzimmer kommen.
20:48Lass ihn nicht warten.
20:49Geh.
20:51Unmöglich, das kann nicht stimmen.
20:54Wir waren doch weg gestern.
20:54Wir sind doch abends erst zurückgekommen.
20:57Er hat mich nach Hause gebracht.
20:58Da war es doch schon 10 Uhr nach 10.
21:00Und er hat gesagt, er geht sofort schlafen.
21:03Das kann nicht er sein.
21:04Das ist ein Missverständnis.
21:07Das ist ein Missverständnis.
21:09Es tut mir leid.
21:11Guten Tag, ich bin Horst Wegmann.
21:12Wir sind von der Kriminalpolizei.
21:15Mario ist tot.
21:16Ist er das?
21:19Na, kommen Sie nur.
21:24Ist er da tot?
21:26Ja.
21:27Die Fotos wurden heute früh gemacht, kurz nach 6.
21:30Haben Sie gewusst, dass Mario tot ist?
21:32Mein Vater war in der Pause da und hat es mir gesagt.
21:35Haben Sie Mario gestern gesehen?
21:37Nein, er war mit Andrea weg.
21:38Sie hat mir heute Morgen erzählt, dass ich mit ihm unterwegs war.
21:43Wir waren den ganzen Sonntag zusammen.
21:46Wir sind mit seinem Wagen rausgefahren.
21:48Und er ist abends nach Hause gekommen.
21:49Wann ungefähr?
21:50Gegen 10.
21:52Er hat mich nach Hause gebracht und dort haben wir uns verabschiedet.
21:56Er hat mir nicht gesagt, dass er noch weggehen würde.
21:59Wo ist das da?
22:00Wo steht der Wagen da?
22:01Das ist vor dem Pinocchio, ein italienisches Lokal.
22:04Kennen Sie es?
22:05Ja, ich habe davon gehört.
22:08Aber da ist er bestimmt nicht gewesen.
22:10Das ist ganz unmöglich.
22:11Ganz unmöglich?
22:13Was sollte er denn da tun?
22:15Nein, er hat gesagt, ich fahre nach Hause.
22:19Und das hat er getan.
22:21Ganz bestimmt.
22:23Sag du, geht er in solche Lokale?
22:25Nein, das glaube ich auch nicht.
22:28Früher vielleicht, aber jetzt schon lange nicht mehr.
22:29Ja, wieso jetzt nicht mehr?
22:32Weil er nicht mehr allein war.
22:34Er ist da hingegangen, solange er allein war.
22:37Und weil er Italiener war.
22:39Und seit er Sie beide kennt, geht er nicht mehr hin.
22:42Nein, ich glaube nicht.
22:44Ich weiß es nicht.
22:46Wenigstens nicht genau.
22:48Wo haben Sie denn den Mario kennengelernt?
22:51Er hat meinen Wagen repariert.
22:53Wir haben uns in der Werkstatt kennengelernt.
22:54Und angefreundet.
22:56Ja.
22:58Er war mein bester Freund.
22:59Sie haben also die Sonntage immer gemeinsam verbracht.
23:12Sie, Andrea und Mario.
23:14Ja.
23:15Und warum gestern nicht?
23:17Weil...
23:18Daran war ich schuld.
23:20Ich hatte zu Mario gesagt, dass ich mit ihm allein sein wollte.
23:23Was haben Sie gestern gemacht?
23:26Ich war zu Hause.
23:27Auch am Abend?
23:28Ich war den ganzen Tag zu Hause.
23:30Den ganzen Sonntag allein zu Hause?
23:32Nein, mit meinem Vater.
23:33Na, wie ist es gelaufen?
23:43Gut, ganz gut.
23:45Haben Sie keinen Verdacht geschöpft?
23:46Nein, ich glaube nicht.
23:48Haben Sie dich gefragt, wo du abends gewesen bist?
23:50Ja.
23:50Ich habe gesagt, ich war zu Hause den ganzen Abend.
23:53Mit dir.
23:54Das durfte ich doch sagen.
23:54Ja, ja, ja.
23:55Komm, setz dich rein.
24:06Wurde konkret über die genaue Zeit gesprochen?
24:09Nein.
24:09Das ist ein schwacher Punkt.
24:12Ich war ja gestern Abend bei deiner Mutter, weil sie wieder mehr Geld haben wollte.
24:16Ich muss sie informieren, damit sie mir nicht in meine Aussage läuft.
24:21Verstehst du?
24:21Ich muss es ihr sagen.
24:23Denn ich war bis um halb zehn Uhr Abend bei ihr.
24:26Die Frage ist nur, ob das richtig ist.
24:30Als Frau hat sie nicht viel getaugt.
24:32Jetzt wollen wir sehen, was ihr als Mutter wert ist.
24:39Guten Tag, Helga.
24:57Was ist los?
24:59Du bist hier?
25:01Und du hast es so wichtig gemacht.
25:03Ja, setz dich erst mal.
25:04Willst du was trinken?
25:05Nein, nein, nein.
25:05Ich habe überhaupt gar keine Zeit.
25:06Ich bin zum Essen eingeladen.
25:09Hat das was mit dem Jungen zu tun?
25:13Ja, es betrifft Horst.
25:16Also gut.
25:18Fünf Minuten.
25:20Fünf Minuten sind etwas wenig.
25:22Der Junge hat gestern Nacht einen Menschen getötet.
25:27Was heißt das?
25:29Soll das ein Witz sein?
25:31Nein.
25:32Das ist die Wahrheit.
25:36Seinen italienischen Freund aus Eifersucht.
25:39Er hat ihm einen Schraubenzieher in die Brust gestoßen.
25:46Nimmst du dir jetzt doch wenigstens zehn Minuten Zeit.
25:56Nimm deiner Mutter das Ding ab.
26:00Was ist passiert?
26:01Willst du jetzt noch etwas trinken?
26:07Ja, bitte.
26:11Bring Sie einen Kräuter, Frau Schulz.
26:13Ist gut.
26:16Danke, Frau Schulz.
26:17Schön, schön.
26:18Mama.
26:25Mama.
26:38Gibt es Zeugen?
26:39Nein.
26:44Sie haben den Jungen schon gefragt, wo er gestern Abend gewesen sei.
26:49Er hat gesagt, dass er den ganzen Abend zu Hause war.
26:53Mit mir zusammen.
26:55Aber das stimmt doch nicht.
26:57Ich habe dem Jungen erlaubt, das zu sagen.
27:01Aber du warst doch bei mir.
27:04Ist dir klar, was du machst?
27:07Ja.
27:09Das ist eine falsche Aussage.
27:12Ich weiß.
27:13Ich möchte nur dem Jungen einige Jahre Gefängnis ersparen.
27:16Hast du deine Aussage schon gemacht?
27:24Nein, noch nicht.
27:28Man könnte auch mich fragen.
27:32Weswegen, glaubst du, habe ich dich gebeten, herzukommen?
27:37Wieso? Was heißt das?
27:39Was verlangst du von mir?
27:42Am besten wäre es, du würdest sagen,
27:44dass wir beide gestern Abend mit ihm zu Hause waren.
27:47Dann hätte er zwei Zeugen.
27:51Zwei Zeugen.
27:54Zwei Zeugen.
27:59Und wenn es rauskommt?
28:00Ach, was soll denn da rauskommen?
28:05Ich habe den Toten vor ein Lokal gefahren.
28:08Da ist immer was los.
28:11Andauernd Schlägereien.
28:12Für die Polizei ist das ein klarer Fall.
28:15Die werden uns höchstens Routinefragen stellen.
28:17Aber die Antwort muss natürlich überzeugend sein.
28:22Ich muss jetzt wissen, woran ich mit dir bin.
28:27Zeugst du für den Jungen?
28:29Natürlich zeuge ich für ihn.
28:31Aber gerne tust du es nicht, was?
28:33Wie kann ich sowas gerne tun?
28:35Ich bin auf eine so entsetzliche Sache einfach nicht gefasst gewesen.
28:38Aus Eifersucht.
28:44Das habe ich ihm auch schon gesagt.
28:45Wenn der Partner betrügt, ist es ja keine Tragödie.
28:48Dann lässt man ihn laufen.
28:49So wie ich dich habe laufen lassen.
28:52Siehst du da einen Zusammenhang?
28:53Also, was soll ich sagen?
29:00Dass du bei mir zu Hause warst, dass du deinen geschiedenen Mann besucht hast, um deinen Sohn zu sehen.
29:04Das ist ja dein gutes Recht.
29:06Und das würde auch erklären, warum er an diesem Sonntag zu Hause geblieben ist.
29:09Du verlangst sehr viel von mir, Richard.
29:15Ach was, die Sache ist ganz ungefährlich.
29:20Also, hier haben Sie sich verabschiedet und er wollte dann sofort nach Hause?
29:23Ja, sofort.
29:23Und das hat er ganz bestimmt getan.
29:25Da kommt mein Vater.
29:26Na nun, Andrea, bist du nicht in der Schule?
29:31Papi, die Herren sind von der Kriminalpolizei.
29:33Guten Tag, Herr Kollege.
29:34Es ist etwas Schreckliches passiert.
29:37Was denn?
29:38Mario ist gestern Nacht ermordet worden.
29:43Würden Sie bitte reinkommen.
29:44Danke.
29:44Danke.
29:56Das ist ja entsetzlich.
29:59Ein so netter, so höflicher junger Mann.
30:03Die drei waren unzertrennlich.
30:06Und Andrea war so glücklich gestern Abend, als sie nach Hause kam.
30:10Entschuldigen Sie, ich höre erst jetzt, dass meine Tochter mit Mario allein den Sonntag verbracht hat.
30:16Wieso ist denn der Horst nicht dabei gewesen?
30:18Weil ich allein sein wollte mit Mario.
30:22Ich wollte nicht, dass Horst immer dabei ist.
30:24Ich dachte immer, dass du mit Wegmann befreundet bist.
30:29Auch, aber nicht so.
30:38Dann muss ich Ihnen etwas sagen, was vielleicht wichtig für Sie ist.
30:41Als ich gestern Abend nach Hause kam, es war so gegen neun, es war doch neun.
30:46Ja, du bist um neun gekommen.
30:50Mir schien, dass ich den Wagen von dem jungen Wegmann hier in einer Seitenstraße gesehen habe.
30:54Na ja, ich bin nicht ganz sicher, nicht absolut sicher, ich kann mich auch irren.
31:04Ich weiß nur, dass ich dachte, ach, dann ist Andrea ja auch schon zu Hause.
31:07Das habe ich dann später vergessen.
31:10Aber, das kann jetzt natürlich wichtig sein.
31:14Ja, ja, ist möglich.
31:16Wegen eines Mädchens.
31:21Du liebe Zeit.
31:23Das kannst du nicht verstehen.
31:25Warum eigentlich nicht?
31:26Gefühle, Emotionen, denen man rücksichtslos nachgibt, das ist doch dein Gebiet.
31:30Auf dem Gebiet bist du doch zu Hause.
31:33Aber ich habe noch niemanden umgebracht.
31:34Auch nicht mit dem Gedanken gespielt.
31:43Nicht einmal das, mein Lieber.
31:51Verstehst du denn so da?
31:53Er ist völlig grau im Gesicht.
31:55Ich würde ihn sofort für den Täter halten.
31:57Du bist gut, er hat doch die ganze Nacht nicht geschlafen.
32:00Ich übrigens auch nicht.
32:01Also, setz Wasser auf.
32:10Ich will einen Kaffee.
32:12Ja, du kennst dich ja noch aus in der Küche.
32:18Komm, setz Wasser auf.
32:26Was rennst du denn dauernd hin und her?
32:28Weil ich aufgeregt bin.
32:31Ich möchte nur wissen, warum ich aus Schwierigkeiten nicht herauskomme.
32:40Ich werde sie einfach nicht los.
32:47Was soll ich sagen, wenn die Polizei kommt?
32:49Ich bin gespannt, welcher Text der einfällt.
32:52Also gut, ich war hier.
32:53Von wann ab?
32:55Von sieben Uhr ab.
32:56Ab sieben Uhr stand er vor Ihrem Haus.
32:58Schon gut.
33:00Horst!
33:00Wo bleibst du denn?
33:03Wegen eines Mädchens.
33:06Kenn ich die nicht?
33:06Das war doch so eine magere.
33:08Komisch.
33:09Ich sehe sie immer vor mir, als ob sie Turnschuhe an hätte.
33:11War das etwa eine Turnerin?
33:14Ach so, ja.
33:14Ich habe sie mal in einem Handballspiel gesehen, bei euch in der Schule.
33:22Du hättest ihm von vornherein sagen müssen, dass man Frauen nicht so wichtig nimmt.
33:27Du warst offenbar kein Vorbild für ihn.
33:29Ja, von Vorbildern wollen wir doch nicht reden.
33:31Dazu hast du keinen Grund.
33:32Warum nicht?
33:32Niemand kann mir vorwerfen, dass ich meine Pflicht nicht getan habe.
33:37Ich habe dem Jungen gegenüber nichts versäumt.
33:40Es besteht kein Anlass, jetzt darüber zu sprechen.
33:42Es ist der falsche Augenblick.
33:43Wenn du so anfängst, für mich ist jeder Augenblick richtig.
33:45Es geht um gestern Abend.
33:47Nur darum, dass du sagst, du warst hier.
33:50Ich habe doch gesagt, ich sage es.
33:52Na also.
33:55Also gestern Abend um sieben Uhr.
33:58Ja.
33:59Aber wann bin ich denn weggegangen?
34:01Um Mitternacht.
34:03In Ordnung, ich mache das.
34:06Aber schiebe mir nichts in die Schuhe.
34:09Was ich dem Jungen schuldig war, das habe ich ihm gegeben.
34:11Du siehst doch nach, was das Wasser macht.
34:14Erwartest du jemanden?
34:16Nein.
34:17Kann das die Polizei sein?
34:18Ja, ich weiß es nicht.
34:20Dann geh doch an die Tür.
34:23Richard.
34:24Also.
34:26Von sieben bis zwölf Uhr gestern Abend.
34:28Davon sprechen wir doch die ganze Zeit.
34:30Mein Gott, ich renne in mein Unglück.
34:31Mach doch schon auf.
34:37Du siehst totenbleich aus.
34:38Na trink doch etwas.
34:42Du siehst ja zum Umfallen aus.
34:46Darf ich Sie bitten?
34:49Herr Derek, Herr Klein, meine Frau.
34:52Guten Tag.
34:53Meine geschiedene Frau, um korrekt zu sein.
34:54Die Kriminalpolizei, meine Liebe, die Herren kommen wegen dieser schrecklichen Sache mit Mario.
34:59Bitte nehmen Sie doch Platz, sein Geset.
35:01Das ist mein Sohn.
35:02Guten Tag.
35:03Guten Tag.
35:05Sie sind Versicherungskaufmann, Herr Wegmann, nicht wahr?
35:08Ja.
35:08Wann beginnt so Ihre Bürozeit morgens?
35:12Um neun.
35:13Wir haben heute Morgen gegen zehn Jahre angerufen und Sie waren noch zu Hause.
35:17Warum?
35:19Warum?
35:20Ja, ich muss nicht unbedingt um neun Uhr da sein wie alle anderen.
35:22Ich kann durchaus später kommen.
35:24Ja, Sie sind also später ins Büro gegangen.
35:25Ja.
35:26Warum?
35:27Weil, ja aus gar keinem besonderen Grund.
35:31Bitte setzen Sie sich doch.
35:32Danke.
35:36Aber Sie waren heute im Büro.
35:38Ja.
35:39Wie lange geht so Ihre Bürozeit?
35:41Bis fünf.
35:44Es ist drei.
35:46Und Sie sind schon wieder zu Hause.
35:48Warum?
35:49Ja, hören Sie mal, was sind das für Fragen?
35:51Ist es heute ein besonderer Tag für Sie?
35:53Warum soll das ein besonderer Tag sein?
35:55Ja, vielleicht, äh, vielleicht, weil der Freund Ihres Sohnes ermordet wurde.
36:00Nein.
36:02Das, das heißt natürlich irgendwie, ja, aber das wusste ich doch heute Morgen noch gar nicht.
36:08Nein, ich, ähm, ja, Montagmorgen arbeite ich immer ein wenig zu Hause.
36:12Ich ordne alles, weil ich hier einfach mehr Ruhe habe.
36:14Und deswegen war ich hier, als Sie heute Morgen angerufen haben.
36:17Sprechen wir mal von gestern Abend.
36:19Ja, aber das ist doch alle schon gesagt worden.
36:21Ihr Sohn war also hier, von wann bis wann?
36:23Ja, welche Zeit wäre denn interessant für Sie?
36:26Ja, acht Uhr, neun Uhr, zehn Uhr Uhr.
36:28Ja, ja, da waren wir hier, hier in diesem Zimmer.
36:30Mein Sohn, meine Frau und ich.
36:32Sie auch?
36:33Das haben Sie doch gerade eben gehört.
36:35Mhm.
36:37Sie sind geschieden?
36:38Ja, seit einem Jahr.
36:40Und Sie wohnen nicht hier?
36:42Nein.
36:44Was stellen Sie sich vor?
36:45Ja, aber gestern Abend waren Sie doch hier.
36:47Ja, ich war hier von sieben bis zwölf.
36:51Was ist denn mit meinem Café?
36:52Ja.
36:54Möchten Sie auch etwas trinken?
36:55Nein, danke.
36:56Warum waren Sie hier?
36:57Bis zum Abend.
36:59Ich besuche meinen Mann ab und zu wegen meines Sohnes.
37:03Ich hoffe, dass Sie nichts Besonderes daran finden.
37:05Ihr Junge war die ganze Zeit hier.
37:09Habe ich das nicht eben gerade gesagt?
37:11Das war es doch, was ich sagte, ne?
37:12Er war nicht außer Haus, so eine Stunde oder eine halbe.
37:15Ich weiß nicht, was Sie wollen.
37:19Ich war gestern Abend hier von sieben bis zwölf.
37:22Und mein Sohn war dabei.
37:23Ach, danke, mein Café.
37:24Gib her.
37:27Setz dich hin.
37:35Ihr Sohn, Frau Wegmann, ist gestern Abend gegen neun vor dem Haus von Andrea Königer gesehen worden.
37:39Ja, das ist doch nicht möglich.
37:45Wer hat gesagt, dass er ihn gesehen hat?
37:46Herr Königer kam gestern Abend gegen neun Uhr nach Hause und hat den Wagen Ihres Sohnes gesehen.
37:51Den Wagen meines Sohnes?
37:53Ja, das hört sich schon anders an.
37:54Es ist ein Wagen gesehen worden.
37:57Ja, mein Sohn hat einen VW.
37:59Herr Königer hat also einen VW gesehen.
38:01Oder wie soll ich das verstehen?
38:02Ist er hingegangen?
38:03Hat meinen Sohn begrüßt?
38:05Ja, bitte beantworten Sie mir mal diese Frage.
38:07Nein, das hat er nicht.
38:08Hat er also nicht.
38:09Er hat einen VW gesehen und hat gesagt, ach, das ist sicher der Wagen von Wegmann.
38:13Ja, so war's.
38:15Er sagte, dass er glaubt, den Wagen Ihres Sohnes gesehen zu haben.
38:19Aber Sie haben gesagt, er hat ihn gesehen.
38:22Warum tun Sie das?
38:23Dürfen Sie das?
38:25Nein.
38:26Entschuldigen Sie bitte.
38:28Lassen Sie mich jetzt trotzdem mal mit Ihrem Sohn sprechen.
38:36Horst.
38:40Waren Sie gestern Abend gegen neun vor dem Haus von Andrea Königer?
38:44Warum fragen Sie den Jungen?
38:46Halten Sie nichts von meiner Zeugenaussage?
38:47Ich habe Ihnen gesagt, er war hier.
38:49Und meine Frau hat es Ihnen auch gesagt.
38:51In Ordnung.
38:52So, und jetzt lassen Sie ihn mal antworten.
38:54Also.
38:57Nein, ich war nicht vor dem Haus von Andrea.
38:59Gestern Abend.
39:00Sie haben nicht auf Andrea gewartet?
39:02Nein.
39:04Andrea ist Ihre Freundin, nicht?
39:06Ja.
39:06Lieben Sie Andrea, entschuldigen Sie bitte.
39:09Ich meine, ist es mehr als eine Jugendfreundschaft.
39:13Also hören Sie mal, in dem Alter ist jede Beziehung zu einem Mädchen alles zugleich.
39:17Liebe und Freundschaft und was weiß ich alles.
39:19Ja, warum dramatisieren Sie das?
39:22Wie waren seine Beziehungen zu Andrea?
39:24Was weiß ich von seinen Schulfreundinnen?
39:26Ich habe nur den Eindruck, der Inspektor wird irgendeine Liebesgeschichte mit Andrea daraus machen.
39:30Ja.
39:31Ich denke, dass Ihr Sohn eifersüchtig gewesen ist.
39:34Da habe ich es nicht gesagt.
39:35Er macht eine Geschichte sich zurecht.
39:37Der arme, verlassene Junge, den man nicht mitgenommen hat auf einen Sonntagsausflug.
39:41Ist das Ihre Vermutung?
39:42Ja.
39:42Das ist ein Irrtum, das ist absolut falsch.
39:45Oder warst du eifersüchtig?
39:47Nein.
39:47Na, da hören Sie es.
39:49Ja, mit Eifersucht kenne ich mich aus.
39:50Die Gelegenheit dazu habe ich ja auch gehabt.
39:52Bitte entschuldige, aber ich will nur sagen, dass ich nicht unempfindlich bin.
39:55Was redest du denn jetzt davon?
39:57Ich will damit nur sagen, dass ich die Anzeichen kenne und dass ich sie bei meinem Sohn nicht bemerkt habe.
40:03Oder hat sich das Mädchen um den Verstand oder um den Schlaf gebracht?
40:07Nein.
40:08Na also.
40:09Ihre Vermutung ist absolut abwegig.
40:11Außerdem, mein Sohn war zu Hause gestern Abend.
40:15Was Sie mir unterschreiben werden.
40:17Bitte, sofort.
40:23Setzen Sie Ihr Protokoll nur auf?
40:25Wollen Sie eine Schreibmaschine?
40:26Nein.
40:28Werden Sie heute zu Hause bleiben?
40:30Wenn Sie es wünschen?
40:31Was ist mit dir?
40:32Ich möchte endlich zum Essen kommen.
40:34Du weißt ja, dass ich verabredet bin.
40:35Du kannst hier essen.
40:36Sieh im Kühlschrank nach.
40:38Es ist genug da.
40:38Feine Familie, ne?
40:50Und voller Harmonie.
40:52Mama ist schon wieder da und alle sitzen separat.
40:55Die schirmen den Jungen ab.
40:57Der Motiv hat er ja.
40:58Eifersucht.
40:59Vater und Mutter geben ihm ein Alibi.
41:01Dagegen kommt man kaum an.
41:02Jetzt sind Sie fort.
41:13Es ist doch alles gut gegangen.
41:14Gut gegangen.
41:15Du sagst gut gegangen.
41:17Um Haaresbreite...
41:17Wieso um Haaresbreite?
41:19Die haben es versucht.
41:19Die haben versucht, uns reinzulegen.
41:21Das ist Ihr gutes Recht.
41:22Es ist Ihnen aber nicht gelungen.
41:23Die kommen wieder.
41:24Ich sage Ihnen, das Schwierigste ist überstanden.
41:26Nur du, du, du, du warst zu stumm.
41:29Horst!
41:30Du hättest empört sein müssen.
41:31Die Leute haben dir etwas Ungeheuerliches zugetraut.
41:33Da muss man doch reagieren.
41:34Lass ihn in Ruhe.
41:36Es muss sich mir in einer solchen Situation ja nicht so viel einfallen wie dir.
41:42Wann bei uns die Bürozeit anfängt, ja, das ist nicht schlecht.
41:46Da sieht man, wie man aufpassen muss, woran man denken muss.
41:51Im Grunde genommen wissen die genau Bescheid.
41:53Eifersucht.
41:58Tja, das Wort ist gefallen.
42:01Warum hast du gesagt, dass du etwas davon verstehst?
42:04Du warst doch nie eifersüchtig.
42:07Müssen wir uns jetzt darüber unterhalten?
42:12Ich würde es gerne wissen.
42:14Wozu?
42:16Weil ich mich noch nachträglich drüber freuen würde.
42:19Aber dir war ja immer ganz egal, was auch immer ich tat.
42:28Warum wollen diese Leute eigentlich wiederkommen?
42:31Mein Protokoll müssen sie ja machen.
42:33Ich möchte nicht unterschreiben.
42:35Möchte nicht unterschreiben, glaubst du?
42:36Ich möchte!
42:38Komm, geh in die Küche, mach ein paar Brote.
42:40Ich habe ja auch Hunger.
42:40Es ist gut gegangen, das kannst du mir glauben.
42:53Ich bin lange genug Kaufmann.
42:55Ich habe manche Verhandlungen hinter mich gebracht.
42:58Ich habe es immer gewusst, wenn die Gegenseite keine guten Argumente hatte.
43:02Ich rieche es förmlich, wie viel Pulver die auf der Pfanne haben.
43:05Und die haben nicht viel.
43:06Wir kommen durch, wenn wir die Nerven nicht verlieren.
43:13Und du verlierst sie doch nicht.
43:18Nein, Vater.
43:22Deine Mutter verliert sie viel eher.
43:25Man ist nie sicher, was sie tut.
43:28Ich bin gespannt, ob sie unterschreibt.
43:30Aber schließlich ist es ein Unterschied, ob man seinen Mann in die Pfanne haut
43:35oder seinen Sohn.
43:40Das war's doch.
43:43Deswegen habe ich doch gesagt, ich will mal alleine weg mit Mario.
43:47Weil Horst immer dabei war.
43:49Ich war mit ihm befreundet, aber mit ihm war das eben mehr.
43:54Und er war so schrecklich eifersüchtig.
43:59Auf jeden.
44:01Auch auf Mario?
44:03Bis dahin nicht, weil...
44:05Bis dahin hat er keinen Grund, oder was?
44:08Ich war doch gestern zum ersten Mal mit Mario weg.
44:12Alleine weg.
44:14Entschuldigen Sie, wenn ich mich einmische.
44:16Ich habe meiner Tochter gesagt,
44:18der Horst hatte ich ja völlig im Beschlag.
44:20Der war ja mehr bei uns zu Hause als bei seinem Vater.
44:22Ich habe noch zu meiner Frau gesagt,
44:26der Junge ist doch völlig vernarrt in Andrea.
44:28Freundschaften sind doch immer sehr impulsiv in dem Alter.
44:31Mehr oder weniger.
44:33Mehr oder weniger, ja.
44:35Sie hatten also den Eindruck,
44:37dass Horst Wegmann ihrer Tochter
44:38ein ungewöhnlich starkes Gefühl entgegenmachte.
44:44Ja, ja.
44:46Und mit etwas Sorge.
44:49Gibt's denn irgendwelche Beispiele für seine Eifersucht?
44:52Ja, sehr viele.
44:54Ja, ist er irgendwann mal auf jemanden losgegangen?
44:56Nein, so weit ging er nicht.
44:59Er war dann zwar immer...
45:00immer furchtbar verzweifelt,
45:02aber jemand mit einem Messer erstechen...
45:05Mario wurde nicht mit einem Messer erstochen.
45:08Er wurde mit einem langen, dünnen Gegenstand erstochen.
45:11Wir haben inzwischen einen Obduktionsbefund,
45:13wahrscheinlich einen...
45:14einen Schraubenzieher oder eine Ahle.
45:17Einen Schraubenzieher?
45:19Mario hatte immer einen im Wagen.
45:22Wissen Sie, manchmal hat die rechte Tür geklemmt.
45:25Wir haben den ganzen Wagen auf den Kopf gestellt.
45:27Wir haben gar keinen Schraubenzieher gefunden.
45:30Könnten Sie uns den Schraubenzieher beschreiben?
45:32Ja, ich glaub schon.
45:50Glaubst du wirklich, dass die nochmal kommen?
45:52Was haben Sie ja gesagt.
45:55Hol deiner Mutter mal den Aschenbecher.
46:04Wie lange brauchen die eigentlich zu seinem Protokoll?
46:08Ich diktiere sowas in zwei Minuten.
46:10Die eben nicht, die lassen sich Zeit.
46:13Was ihnen nicht viel hilft.
46:14Natürlich überlegen die, wie sie uns reinlegen können.
46:18Aber das können sie nicht.
46:26Willst du noch einen Kaffee?
46:29Nein, lieber was zu trinken.
46:32Doch nichts zu trinken.
46:33Du musst deinen Verstand zusammenhalten.
46:35Von dem hältst du doch nichts, ob ich trinke oder nicht.
46:37Was musst du schon wieder streiten.
46:39Ich weiß doch, wie du bist, wenn du trinkst.
46:42Ja, wie denn? Wie bin ich denn?
46:44Unkontrolliert.
46:45Das ist doch lächerlich.
46:46Weil dein Gefühl mit dir durchgeht.
46:49Ich denke, das hab ich nicht.
46:50Natürlich hast du eins.
46:51Du hast es nur nicht unter Kontrolle.
46:52Genauso wie der Junge, der hat es auch nicht unter Kontrolle.
46:54Lass ihn.
46:55Ich lass ihn, ja.
46:57Du siehst ja, was ich für ihn tue.
47:00Hol deiner Mutter einen Konjak, aber einen kleinen.
47:05Danke. Sehr großzügig.
47:09Ich frage mich nur, ob du dir alles genau überlegt hast.
47:15Habe ich.
47:16Die Sache hat keinen schwachen Punkt.
47:19Es sei denn, du bist einer.
47:26Wenn du willst, dass ich gehe, sprich nur so weiter.
47:31Das ist eben dein Fehler.
47:33Dass du etwas sagst und nicht weißt, dass du einen damit aus dem Hause treibst.
47:36Habe ich dich aus dem Haus getrieben?
47:38Immerhin habe ich so reagiert, wie du es nicht erwartet hast.
47:42Also machst du Fehler.
47:44Und das wird auch einer sein.
47:48Geh du an die Türe, Horst.
47:49Sie sollen nicht auf den Gedanken kommen, dass wir dich verstecken.
47:51Räum ab.
47:52Aha, da kommen Sie ja heute doch noch.
48:01Ja.
48:03Wir haben noch mal mit Andrea Königer gesprochen.
48:06Ja, aber das Mädchen weiß doch gar nichts.
48:08Ja, sie sagt, dass sie sehr eng mit ihrem Sohn befreundet war.
48:11Was heißt eng befreundet?
48:12Ja, ja, ja.
48:13Und dass er fast krankhaft eifersüchtig ist.
48:16Ach, darauf wollen Sie wieder hinaus.
48:18Ja, sicher, Mann.
48:18Ja, bitte, bitte.
48:19Nicht, dass Sie wieder sagen, ich antworte für meinen Sohn.
48:22Horst.
48:25Als Andrea Ihnen sagte,
48:27Sie könne den Sonntag nicht mit Ihnen verbringen,
48:29Sie müsse zu Ihrer Tante,
48:30waren Sie dann nicht sofort misstrauisch.
48:31Haben Sie ihr das geglaubt?
48:32Haben Sie ihr das wirklich geglaubt?
48:39Nein.
48:40Warum nicht?
48:41Er hat Nein gesagt.
48:45Sie haben es also für eine Ausrede gehalten, ja?
48:48Ja, ich...
48:50Ich habe es ihr nicht geglaubt.
48:54Warst du darüber unglücklich, verzweifelt?
48:56Darauf will man nämlich hinaus.
48:58Wollen Sie mich nicht mal reden lassen?
49:00Aber Sie legen dem Jungen doch Fuß an.
49:01Nein, nur was sagst du dazu?
49:02Bemerkst du das nicht auch?
49:04Natürlich bemerke ich es.
49:06Wollen Sie uns nicht mehr mit Ihrem Sohn allein lassen?
49:09Oder sollen wir ihn mitnehmen?
49:10Schon gut, wie Sie wollen.
49:11Gehen wir also raus.
49:12Bitte.
49:14Komm.
49:26Findest du das gut?
49:29Nein.
49:31Du wirst sehen, die sperren uns alle nochmal ein.
49:36Komm.
49:37Jetzt setzen wir uns beide mal hin.
49:48Wollen Sie uns nicht jetzt die Wahrheit sagen?
49:51Was passiert ist?
49:53Wie es passiert ist?
49:54Wir sind überzeugt, dass Sie der Täter sind.
49:59Dass Sie gestern Abend vor dem Haus von Andrea gewartet haben,
50:03um zu sehen, mit wem sie den Sonntag verbracht hat.
50:06Ja, und dann kam Andrea mit Mario, den Sie für Ihren Freund gehalten haben.
50:10Sie...
50:11Sie haben völlig den Kopf verloren, gewartet, bis Andrea im Haus war.
50:15Dann sind Sie hingegangen zu Mario,
50:17und dann sind Sie hingegangen zu Mario,
50:18hatten einen Streit und haben ihn erstochen.
50:24Und zwar damit.
50:32Nein.
50:33Nein.
50:34Nein!
50:35Ich war es nicht!
50:37Die machen den Jungen ja fertig, das kann man ja nicht zulassen!
50:40Warum sagen Sie uns nicht endlich die Wahrheit?
50:43Hören Sie!
50:44Jetzt muss ich aber ganz energisch protestieren.
50:45Was Sie gegen den Jungen da anwenden, sind ja Foltermethoden.
50:48Die Art und Weise...
50:52Ja, wie...
50:54Wie kommt denn der Schraubenzieher her?
50:58Hast...
50:58Hast du den Schraubenzieher?
51:01Was ist mit diesem Schraubenzieher?
51:05Na, sagen Sie es.
51:07Was ist mit dem Schraubenzieher?
51:09Sie kennen ihn.
51:10Nein, den kenne ich nicht.
51:12Was heißt das, Sie kennen ihn nicht?
51:13Sie wissen genau, dass es die Mordwaffe ist.
51:15Wieso Mordwaffe?
51:16Die Tat wurde mit einem Schraubenzieher begangen, da liegt er.
51:20Und Sie erkennen ihn.
51:22Warum soll ich nicht Sie für den Mord erhalten?
51:24Mich?
51:25Der Schraubenzieher lag im Wagen des Italieners.
51:27Der Täter hat ihn spontan ergriffen.
51:28Spontan sind auch Sie je zornig, unbeherrscht.
51:31Vielleicht haben Sie auf den Italiener gewartet.
51:33Sind Sie mit ihm im Streit geraten?
51:34Haben Sie den jungen Mann getötet?
51:36Sie sind ja verrückt, es geht aber Ihre Fantasie mit Ihnen durch.
51:38Sie haben sich in den Wagen gesetzt und den Toten vor das Lokal gefahren.
51:41Das ist doch verrückt, verrückt!
51:42So kaltblütig könnte Ihr Sohn gar nicht sein.
51:44Hören Sie mal zu, hören Sie zu.
51:45Der Fahrersitz war zurückgestellt.
51:48Wie für einen großen Menschen.
51:50Sie haben nur vergessen, ihn wieder vorzusetzen.
51:52Na, groß sind Sie.
51:54Also kommen Sie.
51:55Kommen Sie mit.
51:55Wohin soll ich mitkommen?
51:57Ich werde Sie in den Mordwagen setzen.
51:59Dann werden wir ganz schnell feststellen, dass Sie es waren, der den Wagen gefahren hat.
52:02Sie kommen auch mit.
52:03Nein.
52:05Mein Vater war es nicht.
52:06Ich war es.
52:08Du Idiot, du.
52:12Wie kannst du das zugeben?
52:13Jetzt halten Sie den Mund.
52:17Sie beide haben die ganze Zeit nur an sich gedacht.
52:23Der Junge kann einem leid tun.
52:24Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
52:40Musik
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