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Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Wolfgang Becker
#kommissar #zdf

Kategorie

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Transkript
00:00Vielen Dank.
00:30Vielen Dank.
01:00Ja, kam gerade durch für eine Minute.
01:11Nee, habe ich schon alles veranlasst.
01:13Also du kommst gleich zum Tatort.
01:14Gut, dann sehen wir uns da.
01:16Hat er schon geschlafen?
01:17Der war ganz schön sauer.
01:18Moment.
01:30Sie heißt Rosemarie Kramer, Hausangestellte, wohnt in diesem Haus da.
01:56Ein Zimmer bei den Leuten, bei denen sie angestellt ist.
01:58Eine Familie Lechner.
01:59Noch was?
02:00Das Ganze ist passiert, als sie nach Hause kam.
02:02Kurz vorher war sie noch in einer Diskothek.
02:03Zeugen?
02:04Ja, Augenzeugen keine.
02:06Aber die Frau Lechner hat sich schreien gehört.
02:07Ich war in meinem Arbeitszimmer.
02:11Ich habe Akten durchgearbeitet.
02:13Ich bin Anwalt.
02:15Und dann ist meine Frau plötzlich hereingestürmt und sagte, draußen auf der Straße schreit jemand.
02:20Und ich bin hinausgelaufen und habe sie gefunden.
02:27Das war unmittelbar, nachdem Ihre Frau die Schreie ging?
02:30Ja, ja, sofort danach.
02:31Haben Sie Schritte gehört?
02:33Nein.
02:33Vielleicht jemanden gesehen, der weglief oder mit dem Auto wegfuhr?
02:37Nein, es war totenstill.
02:39Als ich hinkam, sah ich, dass es für jede Hilfe zu spät war.
02:45Ich bin zurück ins Haus und habe die Polizei angerufen.
02:51Kann ich Ihre Frau sprechen?
02:53Weiß nicht.
02:56Ich fürchte, nein.
02:59Sie hat einen schweren Schock.
03:02Der Arzt ist bei ihr.
03:05Bitte wollen Sie sich nicht setzen, meine Herren.
03:07Es wäre so wichtig, genau zu wissen, was sie gehört hat.
03:12Ja.
03:14Das muss der Arzt entscheiden.
03:18Begreifen Sie, sie hat einen Todesschreit gehört.
03:20Meine Frau ist sehr sensibel, sehr emotionell.
03:25Er mochte das Mädchen.
03:27Rosi war so etwas wie ihr Kind.
03:30Nein.
03:30Sie selber hat keine Kinder.
03:33Ich möchte, dass Sie begreifen, dass da ein besonderes Verhältnis bestand.
03:39Seit wann ist das Mädchen bei Ihnen angestellt?
03:42Seit zwei Jahren.
03:43Und sie wohnt hier im Hause, nicht?
03:44Ja, im ersten Stock.
03:45Du hast ja ein sehr hübsches Mädchen.
03:47Ja.
03:47Du hast doch sicher eine Menge Freunde gehabt, oder?
03:50Ja.
03:50Aber ich glaube, sie war nicht der Typ, der sich da besonders viel daraus gemacht hätte.
03:55Sie war in einer Diskothek heute Abend.
03:58Ja.
04:00Hat sie gesagt, wohin sie geht?
04:02Sie hat mit meiner Frau gesprochen.
04:04Sie hat ihr zugeraten, auszugehen, tanzen zu gehen.
04:09Jemand, der Sie abgeholt hat?
04:10Ja.
04:11Ein junger Mann.
04:12Sohn eines Kollegen von mir.
04:14Werner Schrantz.
04:15Wenn man ein Mädchen zum Tanzen abholt, dann bringt man es ja für gewöhnlich auch wieder nach Hause.
04:19Ja.
04:21Ich habe auch gleich angerufen, aber er war noch nicht nach Hause gekommen.
04:24Man schickt ihn her, sobald er auftaucht.
04:26Wohnt sonst noch jemand hier im Hause?
04:28Meine Mutter, eine Frau von 70 Jahren.
04:30Und unsere Hausdame, Frau Schweig.
04:32Meine Mutter schläft.
04:36Ihre Zimmer gehen zum Garten hinaus.
04:38Sie hat nichts gesehen, nichts gehört, wie Frau Schweig sagt, die wir geweckt haben.
04:42Wo ist die Hausdame?
04:44Bei meiner Frau, mit dem Arzt.
04:48Wie geht es meiner Frau?
04:51Ein schwerer, tiefgehender Schock.
04:52Ich habe ihr ein starkes Beruhigungsmittel geben müssen.
04:54Jetzt schläft sie.
04:55Die Herren sind von der Polizei.
04:57Wenn Sie Frau Lechner sprechen wollen, unmöglich.
04:59Sie kann nicht von morgen früh vernahmen werden.
05:00Hat sie irgendetwas gesagt, was uns helfen könnte?
05:05Nein.
05:07Sie hat nur den Schrei gehört und gleich gewusst.
05:11Da stirbt jemand.
05:13Hm.
05:15Ja, es ist gut, Doktor.
05:16Danke.
05:17Ich danke Ihnen, Herr Doktor.
05:19Also schlafen lassen, bis Sie von selbst opferen.
05:24Sie sind die Hausdame der Mutter von Dr. Lechner?
05:28Der Frau Sanitätsrat, ja.
05:30Ja, ich kann nichts sagen.
05:36Denn ich habe nichts gehört.
05:39Ich war schon in meinem Zimmer.
05:40Ich habe das Zimmer neben der Frau Sanitätsrat.
05:43Plötzlich kommt Doktor Lechner herauf und sagt,
05:46mit der Rosi sei etwas,
05:49sie läge auf der Straße.
05:50Er ist auch hergerufen worden.
06:09Ja, gerade für eine Minute.
06:11Ich kam gerade nach Hause.
06:11Herr Storren.
06:21Wer hat Ihnen das getan?
06:24Wir sollen reinkommen.
06:25Kommen wir an.
06:26Ich weiß, ich bin schuld.
06:31Aber sie wollte sich nicht nach Hause bringen lassen.
06:35Ich sagte, bleib doch noch.
06:38Aber sie wollte nicht.
06:39Sie wollte weg.
06:40Und nicht mit mir.
06:42Sie sagte, ich will nicht, dass du mich nach Hause bringst.
06:45Ich bin ihr dann auch nachgegangen
06:46und konnte sehen, wie sie in einen Wagen einstieg.
06:48In was für einen Wagen?
06:50Ich weiß nicht.
06:51Ich weiß nicht, wie der Wagen gehörte.
06:54Ein Mann ist um den Wagen herumgelaufen,
06:56hat die Tür zugemacht,
06:58dann fuhr der Wagen ab.
06:59Haben Sie sich zufällig das Kennzeichen gemerkt?
07:01Nein.
07:03Es war ein Münchner Wagen, das M.
07:04Das habe ich noch erkannt.
07:05Könnten Sie den Mann beschreiben?
07:07Tja, der war mittelgroß, kräftig
07:12und trug eine graue Jacke.
07:14Darf ich weiter beschreiben?
07:15Er trug keine Krawatte, sondern eine Fliege,
07:16so bunt kariert.
07:17Und er war blond, fast rötlich.
07:19Ja, richtig.
07:20Er hat mich auch angesprochen,
07:21ob er mich nach Hause bringen darf.
07:23Er war richtig aufdringlich.
07:24Er ist mir sogar nachgegangen.
07:25Was sagen Sie denn dazu?
07:27Das sind ja ganz brauchbare Anhaltspunkte.
07:29Bist du sicher, dass er in den Wagen eingestiegen ist?
07:31Ja.
07:34Also, sind wir ja ein ganz schönes Stück weit.
07:36Er ist bei mir am Tisch.
07:38Etwas untersetzt, blond mit rötlichen Haaren.
07:40Haben Sie mit ihm gesprochen?
07:42Ja, er sagt, er sei Vertreter
07:43und er fährt diese Strecke jeden Samstag,
07:45wenn er von der Arbeit nach Hause kommt.
07:46Und er hat auch schon öfter da gesehen,
07:48die netten Mädchen.
07:50Der Mann stand auf Mädchen, das sah man.
07:51Aber er macht auch keinen Hehl daraus.
07:54Ach Gott, er hat ja die Rosi gesehen.
07:57Er sagte noch, schauen Sie mal die Hübsche da.
08:00Ihr wolltet gerade tanzen gehen.
08:02Ihr standet nur auf der Tanzfläche
08:03und habt miteinander gesprochen.
08:06Er ist gar nicht lange hier gewesen.
08:07Er sagte noch, tanzen sei nicht seine Sache
08:08und sein Revier sei vor dem Lokal.
08:10Ich lachte noch und sagte, naja, dann mal los.
08:15Könnten Sie mitkommen ins Präsidium?
08:16Haben Sie Zeit?
08:17Ja, jetzt stimmt, dass die Unterbrechen jedenfalls...
08:19Er hatte noch nicht so eine starke Platze.
08:21Vielleicht legen Sie noch ein paar Haare dazu.
08:22Das ist ja unwahrscheinlich.
08:24Genau das ist es.
08:25Stimmt genau, ja.
08:26Haben Sie noch irgendein Schema für die Haare,
08:27dass man was versuchten können?
08:29Können wir schon machen, ja.
08:32Exakt, das ist er.
08:33Sie haben ja auch sehr gut beschrieben.
08:34Diese Schwein.
08:35Also besten Dank jedenfalls.
08:36Sie haben uns sehr geholfen.
08:38Bitte kann ich Sie noch einmal sprechen, ja?
08:42Gerne.
08:49Sie haben das Mädchen geliebt, nicht wahr?
08:53Ja.
08:55Wollen Sie mir nicht sagen,
08:56was für einen Streit Sie miteinander gehabt haben?
09:01Nichts Besonderes.
09:02Nicht der Rede wert.
09:04Mhm.
09:05Ja, dann fahren Sie jetzt nach Hause.
09:07Ja, danke.
09:10So, meine Damen und Herren,
09:11nun sehen Sie einmal diesen Topf.
09:13Kommen Sie ruhig her, meine Herrschaften.
09:14Sie sehen sich mal diesen Topf an.
09:16Sie fragen sich,
09:17wie sich jeder hier fragen wird,
09:18wie den sauber kriegen.
09:20So was sehen und Albträume kriegen,
09:22das ist eins.
09:23Eine Stunde scheuern.
09:24Wirdsamt.
09:25Mit scharfen Laugen.
09:27Der Schweiß rinnt Ihnen herunter.
09:29Die Topfen sauber werden.
09:30Blank müssen die Töpfe sein,
09:32der ordentlichen Hausfrau.
09:33Drin spiegeln muss man sich können.
09:36Wer will sich in diesem Topf jemals spiegeln?
09:39Glauben Sie nicht?
09:40Soll ich es Ihnen zeigen?
09:41Zehn Minuten?
09:41Was weiß ich bei der Herrschaften?
09:42Zehn Minuten dauert das?
09:45Zehn Minuten?
09:46Fünf Minuten würden Sie doch schon für ein Wunder halten.
09:48Ich sage Ihnen eines.
09:50Es werden keine fünf Minuten sein,
09:52keine vier, keine drei.
09:53Nein, in einer Minute
09:54habe ich diesen Topf
09:56mit diesem neuen Wundermittel
09:57so weit,
09:58dass Sie sich vor diesem Topf
10:00rasieren können.
10:02Wie vor einem Spiegel.
10:04Glauben Sie nicht?
10:04Wer nimmt den Betten an?
10:06Ah, da haben wir jemanden.
10:07Was setzen Sie?
10:09Ich setze das Doppelte dagegen.
10:10Was sage ich das Doppelte?
10:11Das Zehnfache.
10:13Kommen Sie, meine Damen,
10:14kommen Sie.
10:15Hier haben wir einen Mutigen.
10:17Jemand, der das Risiko liebt.
10:19Sie Mörder.
10:20Was?
10:34Was haben Sie gesagt?
10:36Ich habe gesagt, Sie Mörder.
10:37Wie kommen Sie denn darauf?
10:39Was meinen Sie denn damit?
10:50Ich habe doch niemanden mitgenommen.
10:57Wie komme ich denn dazu?
10:58Ich nehme niemals jemanden mit.
10:59Das ist eine Regel bei mir.
11:00Anhalter.
11:01Kommt nicht in Frage.
11:02Ich bin doch schon mal
11:03in Schwierigkeiten gekommen,
11:04aber die Erfahrung hat mir genügt.
11:05Die habe ich einmal gemacht.
11:06Mir war nicht nötig.
11:07Wollen Sie sagen,
11:08Sie haben auch nicht
11:09diese Diskothek besucht?
11:11Diskothek?
11:12Was für Diskothek?
11:13Nein, ich war in Hersching am Samstag.
11:16Da habe ich meinen Stand gehabt
11:17und da habe ich nach Hause gefahren.
11:19Haben nicht gehalten.
11:20Nein, warum soll ich denn gehalten haben?
11:22Ach so.
11:24Sie meinen auf dem Nachhauseweg?
11:25Ja, zum Beispiel.
11:26Ja, da habe ich ein Bier getrunken,
11:27aber wo?
11:29Ja, wissen Sie,
11:30ich habe den Kopf immer voller Gedanken.
11:32Das ist ein schwieriger Beruf,
11:32den ich habe.
11:34Reden, reden.
11:35Immer muss einem was Neues einfallen.
11:37Ich, ich, ich memoriere.
11:42Sie sollten mich mal im Wagen hören.
11:43So meine Reden, die Pointen.
11:45Auf die kommt es ja an.
11:46Eine Rede ohne Pointe,
11:47da können Sie sich mit begraben lassen.
11:48Jede fünfte Sekunde muss eine Pointe kommen.
11:50Eine, die ankommt.
11:52Sie haben also ein Bier getrunken?
11:54Habe ich gesagt, Sie haben ein Bier getrunken?
11:55Ja, das haben Sie gesagt.
11:57Nur noch nicht wo.
11:59Ich weiß nicht wo.
12:00Sie hören mir überhaupt nicht zu.
12:02Ich weiß wo.
12:03Wo, irgendwo, wo Licht war.
12:05Ja, und Musik und Tanz und wo es hübsche Mädchen gab, nicht?
12:07Jetzt versuchen Sie mir aber etwas zu unterstellen,
12:09weil es hier Ihnen in den Kram passt.
12:11Das sind Sie doch, oder nicht?
12:13Sie sind nämlich gesehen worden,
12:15von mehreren Leuten,
12:17die Sie ganz genau beschrieben haben.
12:19Ihre Fliege da,
12:20die ist ziemlich auffällig.
12:21Absolut, die einzige auf der Welt.
12:23Die habe ich in einem Kaufhaus gekauft.
12:24Da waren hunderte davon da im Ausverkauf.
12:27Die lässt sich leicht zeichnen,
12:28aber das Gesicht,
12:29das haben Sie doch erfunden.
12:31Das ist nicht mein Gesicht.
12:33Ich erkenne mich da nicht.
12:35Also wenn Sie mich fragen,
12:36ich bin das nicht.
12:37Und ich sollte ja mein Gesicht erkennen.
12:39Jeden Morgen sehe ich das ja an meinem Gesicht,
12:41wenn ich mich rasiere.
12:42Aber wissen Sie, Herr Steinbring,
12:44wir haben ja nicht nur die Zeichnung da.
12:46Wir haben auch Zeugen.
12:47Sie schweinen Sie,
12:53ein junges Mädchen umzubringen.
12:54Was?
12:55Was will der Mann?
12:56Wer ist das?
12:56Sie wollen sagen,
12:57dass Sie mich gar nicht kennen?
12:58Ja, das will ich sagen.
12:58Ich kenne Sie nicht.
12:59Sie haben bei mir am Tisch gesessen.
13:01Wir haben uns zusammen unterhalten.
13:02Sie haben vielleicht Grund,
13:03es zu vergessen.
13:03Ich nicht.
13:04Das ist der Mann,
13:05der die Rosi gesehen hat
13:05und gesagt hat,
13:06sie sei ein hübsches Mädchen
13:07und auch gesagt hat,
13:08mein Revier ist vor dem Lokalfall.
13:09Was, was, was?
13:10Ich schwöre es, vor Gott,
13:12wenn es darauf ankommt.
13:12Was müssen Sie da gleich
13:13immer in die Hand hochheben?
13:14Vor Gott.
13:16Vielleicht habe ich Sie gesehen.
13:17Vielleicht habe ich ja mit Ihnen
13:18an einem Tisch gesessen.
13:19Tut mir leid,
13:19wenn wir Sie mir nicht
13:20im Gedächtnis geblieben sind.
13:21Da müssen Sie doch nicht
13:22gleich immer die Hand hochheben.
13:23Vor Gott.
13:24Ist das also wichtig?
13:25Sie geben also zu,
13:26dass Sie in der Diskothek waren.
13:27Hä?
13:28Was nennen Sie in der Diskothek?
13:29Das ist doch ein ganz promitiver Schuppen.
13:30Ich kenne auch eine Diskothek.
13:32Ich weiß auch, wie die aussieht.
13:33Sie waren also da.
13:34Ja, habe ich ja gesagt,
13:35haben Sie ja gehört.
13:36Nein,
13:37ich muss ja erst mal wissen,
13:39um welche Orte es sich handelt.
13:41Und an mich können Sie sich nicht erinnern.
13:42Mann,
13:43haben Sie eine Ahnung,
13:44wie viele Gesichter ich jeden Tag sehe.
13:46Ich bin umgeben von Gesichtern.
13:47Und Ihre soll ich behalten?
13:49Der Mann hat da vielleicht Nerven.
13:51Aber jetzt frage ich Sie mal im Ernst.
13:52Bin ich ein Mörder,
13:53nur weil ich mit diesem Mann
13:54an einem Tisch gesessen
13:55und mir getrunken habe?
13:56Na,
13:57steht aber auf schwachen Beinen.
13:59Ist doch kein Argument.
14:00Und auf Argumente,
14:01das müssen Sie,
14:01das müssen Sie doch zugeben.
14:02Da verstehe ich mich.
14:03Sonst wäre ich in meinem Beruf
14:04eine Niete.
14:09Erkennen Sie diesen Mann wieder?
14:11Ja,
14:11das ist er.
14:12Wer bin ich?
14:13Warum fragen Sie denn
14:15dieses Mädchen hier?
14:16Die Frage ist doch nicht präzise.
14:18Sie können es auch präzise haben.
14:20Ist das der Mann,
14:21der Sie vor der Diskotheke
14:22angesprochen hat,
14:22der Sie nach Hause bringen wollte
14:23und der gesagt hat,
14:24da steht mein Wagen?
14:26Ja,
14:26das ist der Mann.
14:27Ja,
14:27das ist er.
14:29Ist doch nicht verboten,
14:29ein Mädchen zu fragen,
14:30ob man Sie nach Hause begleiten darf.
14:31Also gefragt haben Sie, ja.
14:32Aber daraus können Sie mir
14:33doch keinen Strick drehen.
14:34Das ist doch,
14:34das ist doch reine Höflichkeit.
14:36Ich komme raus,
14:38sehe das Mädchen,
14:38alleine,
14:39nachts,
14:39ohne Begleitung.
14:40Und da haben Sie ihr angeboten,
14:41Sie nach Hause zu bringen.
14:43Ganz selbstlos.
14:44Und geht,
14:44das Gegenteil
14:45müssen Sie mir erst beweisen.
14:46Ach,
14:46wir sind schon so weit.
14:47Wie weit?
14:48Sie waren doch auf Abenteuer aus,
14:49wollten Mädchen auffressen,
14:50deswegen standen Sie doch vom Lokal,
14:51um eine günstige Gelegenheit abzuwarten.
14:53Und?
14:54Ist doch nicht verboten.
14:55Und dann kam die Rosi raus.
14:57Rosi,
14:57Rosi,
14:58ich weiß gar nicht,
14:59wovon Sie reden.
15:02Nehmen Sie die Bilder ruhig in die Hand.
15:03Muss ich mir das alles anziehen?
15:08Ja,
15:08das müssen Sie.
15:10Sehen Sie sich die Fotos an.
15:12Jedes.
15:14Was soll ich da sagen?
15:19Was erwarten Sie jetzt von mir?
15:21Dass ich in Tränen ausbreche?
15:24Mir tut das Mädchen leid.
15:26Mir tut jeder leid,
15:27der tot ist.
15:28Einen Toten kann man nichts verkaufen.
15:29Nichts für mich.
15:30Das Mädchen ist in Ihren Wagen gestiegen.
15:32In meinen Wagen.
15:34Wollen Sie wieder sagen,
15:35das muss erst mal bewiesen werden?
15:36Ja,
15:36was denken Sie denn?
15:38Danke.
15:40Ihr seid ja vor allem ganz falschen Dampfer,
15:41ich schwöre euch.
15:42Ich kann auch sagen,
15:43bei Gott,
15:43wenn euch daran liegt.
15:45Die Hand hochheben kann ich auch.
15:49Dieser junge Mann
15:49hat die Rosi in ihren Wagen einsteigen sehen.
15:52In meinen Wagen?
15:53Ja,
15:53in Ihren Wagen.
15:55Ist Ihnen klar,
15:55was Sie da sagen?
15:56Ja.
15:57Ich war mir erst nicht ganz sicher,
15:58ob ich Sie wiedererkennen würde.
16:00Jetzt bin ich sicher.
16:01Sie waren das.
16:03In Ihren Wagen ist sie eingestiegen.
16:04Sie sind doch um den Wagen herumgelaufen.
16:06Haben die Tür aufgemacht,
16:08dann zugemacht.
16:08Das macht man ja so.
16:09Erst die Tür auf
16:10und dann wieder zu.
16:11Und?
16:12Was Sie,
16:12was Sie jetzt damit bewiesen?
16:14Dass Sie es gewesen sind,
16:15Herr Rosi Kramer,
16:17die Sie hier
16:18nach Hause gefahren haben.
16:21Na, bin ich fair?
16:22Und jetzt sind Sie dran.
16:23Womit bin ich dran?
16:24Mit Ihrem Geständnis,
16:25dass Sie dieses Mädchen umgebracht haben.
16:27Mann.
16:28Du musst ja mal lachen.
16:30Entschuldigen Sie,
16:30wenn ich so einen Ausdruck gebrauch habe.
16:32Ich kann ja wohl ehrlich sagen,
16:33wonach mir zumute ist.
16:34Ja,
16:35die ist in meinen Wagen eingestiegen,
16:36aber an der nächsten Ecke wieder aus.
16:38Na,
16:39was sagen Sie jetzt?
16:40Das gefällt Ihnen gar nicht,
16:41was?
16:41An der nächsten Ecke wieder ausgestiegen?
16:43Sie lügen.
16:43Ich bin dem Wagen nachgerannt.
16:45Sie hat an der nächsten Ecke
16:46nicht angehalten.
16:47Ja,
16:47dann war es die übernächste,
16:48wenn ich sage,
16:48die nächste Ecke.
16:49Dann muss man das nicht so genau nehmen.
16:51Ach,
16:51wollen Sie uns erklären,
16:52dass wir alles nicht so wörtlich zu nehmen haben,
16:53oder wie?
16:54Nein,
16:54das war die übernächste
16:55oder die Ecke danach.
16:57Ich habe da nicht gezählt.
16:58Ich habe dem Mädchen gesagt,
17:00was ich mir vorstelle
17:00vom weiteren Verlauf des Abends.
17:03Und das hat ihr nicht gefallen.
17:06Und da ist sie ausgestiegen.
17:07Da habe ich angehalten,
17:08da ist sie ausgestiegen.
17:09und dann habe ich es noch gesagt,
17:12Vogelscheuche.
17:24Also hier war das.
17:25Hier ist sie ausgestiegen.
17:27Ich glaube,
17:27ja.
17:28Ach,
17:28Sie sind sich nicht sicher?
17:30Das war doch Nacht.
17:31Ich habe da nicht geschaut,
17:32in welcher Straße ich bin.
17:34Aber ungefähr hier war das.
17:35Ja,
17:35Sie verlangen mir gleich,
17:36dass ich die Hand hochhebe.
17:37Tut mir das gar nicht nicht.
17:38Es muss Ihnen genügen,
17:39wenn ich Ihnen sage,
17:41hier ungefähr,
17:41hier.
17:42Das Mädchen hätte noch
17:43100 Meter gehabt,
17:44bis nach Hause.
17:45Das sind Sie hier,
17:45die hierher haben,
17:46auf Sie eingeredet
17:47und sind tätlich geworden,
17:48oder nicht?
17:49Tut mir leid,
17:49aber das kann ich nicht gehen.
17:50Also gut,
17:50Sie haben Sie hier aussteigen lassen,
17:52fein.
17:52Was haben Sie gemacht?
17:53Ich bin weg wie der Blitz.
17:55Weg wie der Blitz?
17:56Ja,
17:56weil ich nur gut gehabt habe,
17:57auf mich.
17:58Nicht,
17:58dass Sie mich wieder falsch verstehen.
18:00Dann gehen wir doch mal.
18:01Wohin?
18:02Geradeaus,
18:02die Straße runter.
18:04Vielleicht kommt die Erinnerung doch noch.
18:06Was für Erinnerungen?
18:07Aber bitte,
18:08wie Sie wollen.
18:10Also mir macht Ihnen nichts aus.
18:12In meinem Beruf,
18:12da brauche ich meinen Kopf
18:13und meine Beine.
18:15Also ich gebe es Ihnen,
18:15soweit Sie wollen.
18:17Aber was das Ganze bedeuten soll,
18:19das ist mir unbekannt.
18:21Kommt Ihnen das nicht bekannt vor hier?
18:24Ne,
18:24tut mir leid,
18:24ich bedauere.
18:26Sind Sie nicht hier hinter dem
18:26Mädchen hergerannt,
18:27hier auf dieser Straße?
18:28Also ich mache Ihnen einen Vorschlag.
18:29Ich mache Sie zum Teilhaber,
18:31ja?
18:31Fantasie haben Sie nämlich.
18:32Ich,
18:33hinterhergerannt,
18:34bin doch nicht der Typ,
18:35bin der Typ,
18:35der überfliegt fragt.
18:36Wenn nicht,
18:37Pech gehabt,
18:37nicht schon wo.
18:38Aber hinterher renne ich doch nicht.
18:41Wann bleiben wir denn stehen hier?
18:45War das hier?
18:47Ja,
18:48hier.
18:51Glauben Sie,
18:52jetzt kommt der Engel herunter
18:53und macht mir den Mund auf?
18:54Ich habe das Mädchen nicht umgebracht.
18:56Das habe ich nicht im Programm.
18:57Guten Tag,
19:02Herr Derick.
19:03Guten Tag,
19:03Dr. Lechner.
19:09Wie ist dieser Mann?
19:15Der Vertreter.
19:16Sie haben ihn.
19:17Naja,
19:17es ist Herr Steinbrink.
19:19Er legt ein Geständnis an?
19:20Nein,
19:20er bestreitet die Tat.
19:21Und was machen Sie hier?
19:22So eine Art Lokaltermin?
19:24Herr Steinbrink
19:25hat zugegeben,
19:26dass er Rosi
19:26vor der Diskothek
19:27angesprochen hat.
19:28Sie ist in seinen Wagen gestiegen.
19:30Aber er behauptet,
19:31sie sei etwa 100 Meter
19:32von hier,
19:33sei sie wieder ausgestiegen.
19:34Er ist weitergefahren.
19:36Mit dem Mord
19:37habe er nichts zu tun,
19:38sagt er.
19:38So.
19:40Mit dem Mord
19:40nichts zu tun.
19:42Haben Sie im Moment Zeit?
19:42Wollen Sie mit reinkommen?
19:43Gerne.
19:44Kommen Sie,
19:44bringen Sie den Mann doch gleich mit.
19:45Harry,
19:46bring ihn mit.
19:48Wie lange
19:49verheuern Sie ihn schon?
19:50Seit heute Morgen schon.
19:53Wer ist denn der Mann?
19:54Das ist Dr. Lechner,
19:55der Arbeitgeber von der Toten.
19:56Sie sind hier in diesem Haus gewohnt.
19:59Mit Worm soll ich da mit reingehen?
20:01Ja,
20:01was gefällt Ihnen nicht daran?
20:03Ich meine,
20:03wenn Sie unschuldig sind,
20:04haben Sie doch nichts zu befürchten.
20:05Das ist ein Argument,
20:06ich sehe ich ein, ja.
20:08Meine Frau soll in Ihrem Zimmer bleiben.
20:10Wo ist meine Mutter?
20:10Im Garten.
20:11Soll im Garten bleiben.
20:13Hier, bitte.
20:14Nehmen Sie Platz,
20:14meine Herren.
20:15Nehmen Sie Platz.
20:15Herzlichen Dank.
20:17Noch einen Moment, bitte.
20:20Entschuldigen Sie mich.
20:26Der wohnt vielleicht.
20:28Wo ist denn der Mann?
20:30Anwalt,
20:30oder?
20:31Die sind geschult.
20:33Die wissen, was sie reden.
20:35Merkt man doch gleich,
20:36an der Sprache und so.
20:39Abland auch.
20:40Ja, schon mehr ein Park.
20:43Meine Achtung.
20:45Unser einer und so einer.
20:48Was ist der Unterschied
20:49zwischen Pfennig und Marc?
21:04So.
21:05Jetzt bin ich soweit.
21:10Vertreter sind Sie.
21:12Ja.
21:14Was vertreten Sie denn?
21:15Ein Poliermittel.
21:17So, ein Poliermittel.
21:19Wie machen Sie denn das?
21:21Bitte setzen Sie sich doch.
21:24Fahren Sie herum zu den Geschäften?
21:26Nein, ich bin selbstständig.
21:28Ich habe einen Stand.
21:30Tisch.
21:32Und das haben Sie alles bei sich?
21:34Im Kofferraum, ja.
21:36Was ist denn das für ein Tisch?
21:37Klapptisch.
21:38Ein Klapptisch,
21:39der in den Kofferraum passt.
21:40Ja.
21:41Ich brauche ja nicht viel.
21:43Das Wichtigste ist das,
21:44das Demonstrationsobjekt.
21:50Ein total verschmierter Kochtopf.
21:52Tja.
21:53Wo wohnen Sie denn?
21:54In München,
21:55in der Heiterhausenack.
21:56Sind Sie verheiratet?
21:57Ja.
21:57Haben Sie Kinder?
21:59Nein, Kinder habe ich nicht.
22:00Warum nicht?
22:04Na, das darf ich Ihnen doch fragen.
22:05Sie haben doch nichts dagegen,
22:06dass ich Sie das frage.
22:08Warum nicht?
22:09Ich fragte, warum haben Sie keine Kinder?
22:12Ja, es hat sich nicht so ergeben.
22:14Meine Frau mag Kinder nicht.
22:17So.
22:19Ihre Frau mag Kinder nicht.
22:21Es lässt auf ein gestörtes Verhältnis schließen.
22:25Ist nicht alles in Ordnung zwischen Ihnen und Ihrer Frau?
22:27Wie meinen Sie das?
22:33Sie müssen nicht darauf antworten, wenn Sie nicht wollen.
22:36Naja, es ist nicht so, wie es sein sollte.
22:39So ist es nicht.
22:40Sind Sie die ganze Woche unterwegs?
22:42Ja, die ganze Woche.
22:42Sie übernachten auch unterwegs?
22:44Ja, sechsmal die Woche.
22:45Sechsmal die Woche.
22:46Und die siebende Nacht, Sie schlafen Sie zu Hause?
22:50Ja.
22:51Und zu Hause erwartet Sie ein gestörtes Verhältnis.
22:55Wie meinen Sie?
22:57Ich gebrauche Ihre Worte.
22:59Ja, aber...
23:00Ist doch ganz klar, dass Sie die anderen sechs Nächte...
23:06Ist doch klar, dass Sie sich da schadlos halten.
23:10Ist doch logisch.
23:12Ein Mann, der zu Hause mit seiner Frau nicht glücklich ist,
23:14der sucht sich sein Glück außer Haus.
23:16Ist ein wichtiger Punkt, den man berücksichtigen muss.
23:19Wahrscheinlich werden wir da Überraschungen erleben.
23:22Also, Herr Steinbring...
23:23Stopp, Doktor. Stopp.
23:25Sie wollten mit ihm reden, aber Sie verhören ihn.
23:27Das dürfen Sie nicht.
23:28Betrachten Sie mich als Anwalt...
23:31Als Anwalt einer Toten.
23:33Eines Mädchens, das hier in diesem Hause gelebt hat.
23:37Mhm.
23:37Ich wollte mir einen Überblick verschaffen, einen Eindruck.
23:40Und den habe ich jetzt
23:40und ich werde mich in die Ermittlungen einschalten,
23:43wogegen Sie nichts haben können.
23:44Das ist Ihnen unbenommen.
23:46Hinweise nehme ich, von wo Sie auch kommen.
23:48Dazu bin ich verpflichtet.
23:49Freut mich, dass Ihnen das klar ist.
23:52Lassen Sie den Mann doch mal rausbringen.
23:54Harry, bringe Herrn Steinbring bitte zum Wagen.
23:58Ja.
24:00Was, was soll das denn jetzt?
24:06Er leugnet.
24:07Das ist der Typ, der ihm erleugnet.
24:09Aber Sie werden den Mann schon so weit kriegen.
24:12Also, ich freue mich, dass wir miteinander bekannt geworden sind.
24:17Es war abredet, dass ich Ihnen behilflich sein werde.
24:20Warum engagiert er sich so?
24:24Es war sein Hausmädchen.
24:26Seit zwei Jahren.
24:27Ja, ja.
24:29Er hält Steinbring für den Täter.
24:31Das ist ein gutes Recht.
24:34Aber er hat das erst gar nicht in Zweifel gestellt.
24:35Von Anfang an ging er darauf los,
24:37das ist der Mann, wir haben ihn.
24:39Ein Anwalt, der mir helfen will.
24:47Der mir nicht helfen will, die Wahrheit herauszufinden, um die geht es ihm gar nicht.
24:50Der will mir helfen, Steinbring zu überführen.
24:52Aber den Mann werden Sie so weit kriegen.
24:56Hat er gesagt.
24:58Herr Derrick.
25:00Guten Tag, Herr Staatsanwalt.
25:01Da ruft mich eben Dr. Lechner an, der Anwalt.
25:04Sie waren doch bei ihm.
25:05Ah, ja, ja.
25:06Er hat mir seinen Eindruck über den Fall Steinbring mitgeteilt.
25:10Herr Fein, und was sagt er?
25:11Dass er Steinbring für den Täter hält.
25:13Vorläufig sagt Steinbring noch nein.
25:17Herr Derrick, ich möchte keine Indizien-Sache.
25:22Bringen Sie mir das Geständnis.
25:23Ja, ich werde mich bemühen, Herr Staatsanwalt.
25:31Hat den Staatsanwalt angerufen.
25:43Hey, wie macht ihr denn eure Töpfe sauber?
25:47Wie seht ihr denn aus, Mensch?
25:49So ein Töpfe, wo es aussieht, ist, was sich darin spiegelt.
25:51Der stolzte Hausfrau.
25:52Halt doch, da glaubt ihr, Mensch.
25:53Was liegt denn da dafür? Wasser, was?
25:55Nichts an Wasser, direkt Handtücher.
25:57Das ist ja wahr.
25:58Das weiß ich mir nicht, Handmann.
26:01Was ist denn das für einer?
26:03Der hat ein Mädchen umgebracht.
26:05Der hat saubere Töpfe geladen.
26:06Der ist ein Herr, der will nicht sprechen.
26:28Da ist ein Polizeibeamter.
26:29Hat er gesagt, was er will?
26:30Nein, nein.
26:31Guten Abend, Freund, Meis.
26:36Entschuldigen Sie bitte, ich störe Sie.
26:38Das macht nichts.
26:39Ich habe bei Ihnen zu Hause angerufen.
26:40Da hat man mir gesagt, Sie spielen hier Volleyball.
26:42Ist das Ihre Klasse?
26:43Ja, die meisten sind immer in der Klasse.
26:45Warum?
26:47Hat der Mann gestanden?
26:48Der Vertreter, meiner.
26:49Er hat gestanden, dass er Hose in seinem Wagen mitgenommen hat.
26:53Und dann sagt er aus, er habe sie etwa 100 Meter vor der Villa Lechner wieder abgesetzt.
26:57Glauben Sie ihm das?
26:58Ja, wissen Sie, der Fall, der ist jetzt in einem Stadium, wo ich alles für möglich
27:02halte, dass er lügt, dass er nicht lügt, fast nicht.
27:06Soll ich mich anziehen und mitkommen?
27:07Nein, das ist nicht nötig.
27:08Ich möchte nur einen Moment mit Ihnen sprechen.
27:11Sagen Sie, die Rosi, die war doch Ihre Freundin, eine sehr gute Freundin?
27:15Ja.
27:15Sie wissen doch, wo Sie wohnt.
27:16Waren Sie mal dort?
27:17Im Haus von Dr. Lechner?
27:18Ja.
27:19Sicher, öfter.
27:20Aha, dann kennen Sie doch Dr. Lechner.
27:22Ja.
27:22Hat die Rosi mal irgendetwas erzählt über diesen Mann, über diese Familie?
27:27Hat sie sich dort wohlgefühlt?
27:31Wollen Sie, setzen wir uns.
27:33Verstehen Sie, ich frage aus gar keinen besonderen Grunde.
27:36Ich möchte mich nur ein wenig mit Ihnen unterhalten.
27:39Aber warum mit mir?
27:40Ich weiß nichts von den Leuten, mit denen ich es da zu tun habe.
27:44Sie kennen sie besser.
27:45Das ist der einzige Grund.
27:47Was wollen Sie wissen?
27:50Also, ich sage es Ihnen ganz ehrlich, ich komme nicht klar.
27:54Ich komme nicht klar mit Dr. Lechner.
27:57Es tut mir leid.
27:58Hopp!
28:00Hat es wehgetan?
28:01Ja.
28:05Bitte sehen Sie mich an.
28:06Ist irgendetwas zu sagen über diesen Mann?
28:12Es tut mir wirklich leid.
28:14Nein, nein, nein.
28:15Da ist doch was.
28:17Also, was ist los mit Ihnen?
28:19Kommen Sie raus mit der Sprache.
28:22Sie war seine Freundin.
28:25Was?
28:25Die Rosi, die war die Freundin von Dr. Lechner?
28:28Ja.
28:28Was denn, wollen Sie sagen, seine Geliebte?
28:30Ja.
28:32Ich denke, der Freund der Rosi, das war dieser Werner Schanz.
28:35Ja, deswegen hatten sie ja immer Streit.
28:39Hat die Rosi Ihnen das erzählt, das mit Dr. Lechner?
28:42Er war doch ganz offen.
28:44Er ist mit ihr ins Theater gegangen, ins Konzert, zum Essen.
28:47Weggefahren über das Wochenende nach Salzburg, nach Wien.
28:50Und seine Frau, Frau Lechner, die hat es gewusst?
28:52Ja.
28:53Und das Mädchen nicht rausgeworfen?
28:55Nein.
28:59Grüß dich, ja, Servus.
29:00Sag mal, wo warst du denn?
29:02Ich habe dich gestern Abend angerufen, aber du warst nicht zu Hause.
29:04Na, Tonhallen.
29:06Was warst du?
29:06Na, keine Angst.
29:07Hab nicht getont.
29:09Ich hatte eine ganz gute Idee gestern Abend.
29:12Herr Derrick.
29:13Ja.
29:14Gut, dass ich Sie sehe.
29:16Guten Morgen, Dr. Lechner.
29:17Guten Morgen, Morgen.
29:18Morgen.
29:19Ich war gerade im Präsidium und dachte, ich komme mal schnell vorbei und versetze Sie in gute Laune.
29:26Wie wollen Sie das machen?
29:26Ja, Sie werden sich wundern.
29:28Ich habe mein Büro in den Trab gesetzt in Sachen Steinbrink.
29:31Ich selber habe aber seine Frau angerufen, dann habe ich meinen Sozius, Dr. Munk, vorbeigeschickt
29:34und der hat sich die Orte geben lassen, die Steinbrink in letzter Zeit ausgesucht hat.
29:40Äh, Lasthäuser, Pensionen, in denen er übernachtet hat.
29:43Lauter Aussagen.
29:45Kellner, Zimmermädchen, Portier.
29:47Lauter telefonische Aussagen natürlich, wie Sie vom Band abgeschrieben haben.
29:50Da haben Sie aber eine Riesenarbeit gemacht.
29:52Ja, das kann man wohl sagen an die Ausgaben.
29:56Nö, darauf kommt es doch gar nicht an, auf den Erfolg kommt es an.
30:00Lesen Sie sich das mal durch, was dieser Mann für einen Ruf hat.
30:03Einen ganz miserablen Ruf hat er, was Frauen angeht.
30:06Na, ich zeige Ihnen mal was.
30:07Das war in Murnau.
30:09Da sagt ein Dienstmädchen, na, wo habe ich es denn?
30:12Ich habe es doch...
30:13Ach ja, da ist es.
30:15Also die Aussage eines Dienstmädchen, äh, Zimmermädchens.
30:18Na, was das angeht...
30:20Äh, Dr. Munk fragte natürlich ganz gezielt.
30:23Auf mich ist er auch losgegangen, hat mich aufs Zimmer bestellt.
30:27Ich dachte, er will noch irgendetwas, aber er stellte sich an die Tür und schloss sie ab.
30:31Er sagte, na, weil Sie hierbleiben werden.
30:33Ich sagte, spinnen Sie, aber er ließ mich nicht vorbei, hielt mich fest mit Gewalt fest,
30:37drückte mich gegen die Wand, dass mir fast die Luft wegging.
30:39Ich dachte, was will der Mann?
30:40Will der mich umbringen?
30:42Hielt mich mit...
30:42Naja, und so weiter, und so weiter.
30:44Sie werden sich das ja alles selber durchlesen, das geht stundenlang so weiter.
30:47Der Mann war völlig haltlos, was diesen bestimmten Punkt angeht.
30:50Er hatte keine Kontrolle los, ich stand immer kurz vor einer Gewalttat.
30:52Ja, da kann ich ja nur Danke sagen.
30:55Ja, bitte, bitte.
30:56Sie werden sich ja den Mann noch mal vorführen lassen, dann zeigen Sie ihm das,
30:59dann halten Sie ihm das vor und...
31:01und der wird weich werden.
31:03Ja, ich muss jetzt los.
31:04Äh, Moment bitte, Doktor.
31:06Sagen Sie, wo kann ich Sie erreichen, wenn ich noch eine Rückfrage habe?
31:08Im Büro, ich bin den ganzen Tag im Büro.
31:11Oh, ich warte auf Ihren Anruf.
31:12Machen wir es.
31:14Besten Dank.
31:15Ja, gern geschehen.
31:17Auf Wiedersehen.
31:17Auf Wiedersehen.
31:18Auf Wiedersehen.
31:18Wieder schauen, er sagt er.
31:22Also jetzt bin ich sprachlos.
31:24Spannt er sein ganzes Büro ein?
31:25Schickt seine Leute aus, lässt telefonieren, nimmt alles auf Band auf?
31:29Ja, er ist sehr interessiert.
31:31Ja, wieso? Warum macht er das?
31:35Er war der Liebhaber seiner Hausangestellten.
31:38Was?
31:39Ja, das war's, was ich gestern erfahren habe.
31:42Doktor Lechner ist in seinem Büro.
31:46Ist doch eine fabelhafte Gelegenheit, seine Familie aufzusuchen.
31:52Guten Tag, Frau Schweig.
31:53Guten Tag.
31:55Herr Doktor Lechner ist in seinem Büro.
31:57Wir möchten gerne Frau Lechner sprechen.
32:00Ja, ich weiß nicht.
32:01Der Arzt hat aber gesagt...
32:02Er hat keine Einwände, wir haben mit ihm gesprochen.
32:05Bitte?
32:06Danke sehr.
32:06Danke.
32:06Guten Tag.
32:11Die Mutter von Doktor Lechner, vermute ich.
32:13Sie vermuten richtig.
32:14Die Herren sind von der Polizei.
32:16Ich denke, das sieht man.
32:18Ach, das sieht man.
32:19Woran?
32:20An der Art, wie Sie hereinkommen.
32:22Und wie kommen wir herein?
32:23Oh, es mag Ihnen nicht auffallen, junge Mann, aber man sieht es, dass Sie das Recht haben, hereinzukommen.
32:29Im Übrigen habe ich Ihren Besuch erwartet.
32:32Wieso haben Sie uns erwartet?
32:34Sie werden mit meiner Schwiegertochter sprechen wollen.
32:37Sie hat den Schrei auf der Straße gehört und darüber ist sie noch nicht vernommen worden.
32:42Richtig, ja.
32:43Können wir bitte mit Ihrer Schwiegertochter sprechen?
32:48Holen Sie sie her.
32:57Meine Schwiegertochter ist sehr labil, sehr weich, sehr ängstlich.
33:02Nehmen Sie bitte Rücksicht darauf.
33:05Das würden wir sicher tun.
33:07Seit wann ist Ihr Sohn verheiratet?
33:09Seit 17 Jahren.
33:11Die Ehe ist kinderlos geblieben, nicht wahr?
33:13Spielt diese Tatsache eine Rolle für Sie?
33:16Ja, entschuldigen Sie.
33:19Wenn Sie mit meiner Schwiegertochter sprechen, bitte nicht darüber.
33:23Warum nicht darüber?
33:28Eine Frau, die Ihrem Mann keine Kinder schenken kann.
33:32Bleibt Ihr Leben lang voller Schuldgefühle.
33:37Die haben Sie zu dem gemacht, was sie ist.
33:51Das sind die Herren von der Polizei, Agnes.
33:54Erzähle Ihnen, was du weißt über den Schrei auf der Straße.
33:59Ja, aber ich habe doch schon gesagt...
34:02Sprich lauter.
34:04Komm näher.
34:13Ich meine...
34:15Ich habe doch schon gesagt, dass ich...
34:17dass ich nur diesen Schrei gehört habe.
34:20Nicht sonst.
34:22Nein.
34:22Sie haben kein Auto gehört, das plötzlich wegfuhr, sehr schnell wegfuhr.
34:30Aber warum siehst du mich an?
34:33Beantworte die Frage.
34:38Nein.
34:38Sonst habe ich nichts gehört.
34:49Wir mussten uns natürlich nach den Freundschaften erkundigen,
34:52die Ihre Hausangestellte gehabt hat.
34:54Dabei haben wir festgestellt, Frau Lechner, dass Ihr Mann der Geliebte der Rose gewesen ist.
35:08Ich habe Sie gebeten, Rücksicht zu nehmen.
35:12Warum tun Sie es nicht?
35:13Frau Lechner, ich habe Ihre Schwiegertochter ein paar Fragen zu stellen.
35:16Die Antworten darauf mögen ihr schwerfallen.
35:18Vor allem mag es Ihr schwerfallen, diese Antworten in Ihrem Beisein zu geben.
35:23Ich kann Sie mitnehmen aufs Präsidium.
35:27Mitnehmen?
35:29Nein.
35:30Nein, nein.
35:32Bitte stellen Sie Ihre Fragen hier.
35:34Es tut mir leid, wenn ich mich da eingemischt habe.
35:42Ihr Mann, Frau Lechner, hat eine Beziehung zu Ihrer Hausangestellten.
35:45War Ihnen das bekannt?
35:47Es war ihr bekannt.
35:50Aber ist dies nicht eine Sache, die nur in die Familie gehört?
35:56Ja, wir haben eine Tragödie in dieser Familie.
35:59Ein Mann hält sich eine Geliebte.
36:01Seine Frau muss schweigen.
36:04Will schweigen.
36:05Will alles erdulden.
36:06Ich sprach zu Ihnen über Ihre Schuldgefühle.
36:10Aber können Sie mir vielleicht erklären,
36:12was dieser Fall mit Ihrem polizeilichen Problem zu tun hat?
36:17Sehen Sie das nicht?
36:18Nein, das sehe ich nicht.
36:20Ihre Schwiegertochter kommt als Täter in Frage.
36:26Als Täter?
36:30Eine Mörderin?
36:31Unsere Agnes?
36:35Ja, haben Sie da noch Ihre Sinne beisammen?
36:40Diese Frau ist unfähig, einer Fliege ein Leid anzutun.
36:46Und was soll sie getan haben?
36:48Draußen mit einem Messer in der Hand gewartet.
36:51Ach, stellen Sie sich das vor, Frau Schweig.
36:55Unsere Agnes.
36:56Diese Frau mit einem Messer in der Hand.
37:13Mit einem Küchenmesser womöglich.
37:15Ich habe von der Möglichkeit gesprochen,
37:23so weit entfernt sie sein mag.
37:25Aber die Rosi war doch ein Problem hier in diesem Hause.
37:27Das stimmt doch nicht, wahr?
37:29Und in diesem Zusammenhang und eine Frage an Sie.
37:33Ihre Schwiegertochter, die mag zu schwach und zu ängstlich gewesen sein,
37:37das Mädchen zu entlassen.
37:39Warum haben Sie es nicht getan?
37:40Ich?
37:42Ich habe es getan.
37:44Zweimal.
37:46Ich habe ihr eigenhändig die Koffer gepackt und vor das Haus gestellt.
37:50Aber mein Sohn hat ihr die Koffer zurück ins Haus getragen.
37:55Sie können sicher sein, dass ich ihm meinen Standpunkt klar gemacht habe.
37:59Ich habe ihm gesagt, dass er sich da etwas ganz Unglaubliches leistet.
38:03Dass sein Verhalten unmöglich ist gegen seine Erziehung, gegen seinen Stand.
38:07Ich habe ihm gesagt, dass er sich langsam zugrunde richtet.
38:12Er hat nicht auf Sie gehört.
38:13Nein, bedauerlicherweise nein.
38:14Bitte, kann ich mit Ihrem Sohn telefonieren?
38:17Wieso?
38:18Er wartet auf meinen Anruf.
38:21Bitte?
38:22Harry, bitte.
38:23Ja, guten Tag.
38:36Ich hätte gern Dr. Lechner gesprochen.
38:38Ja, danke.
38:39Ich stelle ihn durch.
38:40Geben Sie ab, bitte.
38:43Ja, wer ist dort?
38:44Ha, der Rick.
38:46Na, haben Sie den Mann weichgekriegt?
38:50Wie?
38:50Wo sind Sie?
38:54Was machen Sie in meiner Wohnung?
38:55Ich wollte noch Ihre Frau vernehmen.
38:58Wozu denn das?
38:58Was ich sagen kann, haben Sie von mir ja schon gehört.
39:01Ich finde das nicht korrekt, Herr Derrick, dass Sie ohne einen Ton zu sagen...
39:05Wir sind dabei rausgekommen.
39:11Na, sehen Sie.
39:12Habe ich Ihnen doch gleich gesagt.
39:16Sagen Sie, Herr Derrick, ist meine Mutter da?
39:19Kann ich sie mal haben?
39:20Frau Lechner, Ihr Sohn möchte mit Ihnen sprechen.
39:33Ja.
39:40Ja.
39:44Nein.
39:44Ist die Vernehmung beendet?
39:53Ja.
39:54Frau Schweig?
39:56Ja, bitte.
39:57Bitte bringen Sie die Herren hinaus.
40:06Frau Schweig, ich erwarte Sie in einer Stunde im Büro der Mordpromission.
40:09Mich?
40:11Mich?
40:12Sie.
40:17Also ich verstehe überhaupt nichts mehr.
40:19Du musst mir schon ein bisschen was erklären.
40:20Was tut sie?
40:21Steht immer noch in der Tür.
40:22Das ist doch fein.
40:25Da ist eine Menge Foul in der Familie.
40:28Die Ehefrau wird nichts sagen, die Mutter wird nichts sagen.
40:33Reden wird nur jemand, der nicht zur Familie gehört.
40:40Der letzten Endes die eigene Haut retten will.
40:42Die Stunde ist längst vorbei.
41:03Ist es Ihnen schwergefallen, herzukommen?
41:05Ja, weil, naja, ich werde zumindest meine Stellung verlieren.
41:13Ich bin nicht mehr jung und meine Stellung war angenehm.
41:17Aber dass ich auf der Straße liegen werde, das muss Ihnen ja egal sein.
41:21Ähm, warum fürchten Sie Ihre Stellung zu verlieren?
41:26Stellen Sie Ihr Tonband schon an, damit ich nicht alles zweimal sagen muss.
41:31Möchten Sie rauchen?
41:32Nein, danke.
41:35Das kommt ja heraus.
41:48Das muss ja herauskommen.
41:50Die ganze Sache ist einfach zu, zu absurd.
41:57Wir waren nämlich nicht zu Hause, als das passierte.
42:01Die Diakonissen hatten einen Unterhaltungsabend gegeben.
42:04Die Gemeindeschwester hat uns eingeladen.
42:06Es waren hundert Leute da.
42:08Hundert Leute, die gesehen haben, dass wir nicht zu Hause waren.
42:12Der Abend hat ziemlich lange gedauert und wir sind dann schließlich zu Fuß nach Hause gegangen.
42:17Wir unterhielten uns noch über den gelungenen Abend, als wir plötzlich einen Schrei hörten.
42:22Nein, gehen Sie nicht hier.
42:32Aber komm, Neuer, soll ein alter Mensch Angst haben vor dem Tudel.
42:37Der Mörder stand am Straßenrand und zitterte vor Aufregung.
42:56Wer war's?
42:57Ich habe ihn mitgebracht.
43:02Ich habe ihn mitgebracht.
43:32Schröder.
43:33Ich nehme an, das war noch nicht alles.
43:54Nein.
43:56Was hast du getan?
44:02Hast du den Verstand verloren?
44:04Ist da jemand?
44:09Meine Frau, komm, komm, komm, lass weg.
44:11Lauf weg.
44:12Lauf weg.
44:13Lauf.
44:13Mama!
44:34Mir blieb der Atem stehen, als ich begriff, dass Dr. Lechner die Situation missverstand.
44:43Er war der festen Überzeugung, seine Mutter hätte das Mädchen umgebracht.
44:49Zu oft hatte sie gesagt, schick das Mädchen weg.
44:52Zwei Mal hat die alte Dame die Koffer des Mädchens vor die Tür gesetzt, Drohungen ausgestoßen.
44:59Er missverstand die Situation.
45:02Ich hätte die Situation auch missverstanden.
45:05Was tat er?
45:07Er nahm seine Mutter sofort das Messer ab.
45:10Und?
45:11Ich weiß nicht, wo er es gelassen hat.
45:14Und ging mit uns hinein.
45:16Er war in einer schrecklichen Aufregung.
45:19Es ist etwas Furchtbares passiert.
45:21Geh in dein Zimmer, Agnes.
45:23Ja, geh sofort, hörst du nicht!
45:29Sie sagen kein Wort, Frau Speichel.
45:30Ich verstehe Sie nicht.
45:32Sie hören, was ich sage.
45:34Kein Wort.
45:35Sie haben den Jungen mal nie gesehen.
45:37Haben Sie verstanden?
45:38Aber?
45:38Überlassen Sie das meinem Sohn.
45:43Kein Wort zu Agnes.
45:45Sie darf nichts davon erfahren.
45:48Und wie steht es mit Ihnen, Frau Schweig?
45:51Sie werden uns und sich selbst doch nicht in Schwierigkeiten bringen wollen.
45:54Und die hätten Sie, die hätten Sie ganz bestimmt.
45:56Die würden sich überhaupt nicht vermeiden lassen.
45:58Bitte verstehen Sie mich richtig.
46:00Ich möchte Ihnen einen Vorschlag machen.
46:02Ich muss jetzt gleich die Polizei anrufen.
46:04Meine Mutter hat nichts gesehen.
46:06Nichts gehört.
46:07Sie hat geschlafen.
46:09Sie waren ebenfalls in Ihrem Zimmer.
46:10Sie haben nichts gesehen, nichts gehört.
46:11Sie wissen nicht, was draußen passiert ist.
46:13Glauben Sie mir, es ist das Beste für Sie.
46:17Es ist die einzige Art, davonzukommen.
46:19Unbeteiligt zu sein.
46:20Vollkommen unbeteiligt zu sein.
46:22Und aus diesem Grund.
46:24Sie haben geschlafen.
46:29Warum hat denn Frau Lechner Ihrem Sohn nicht gesagt,
46:31was sich wirklich zugetragen hat?
46:34Sie sagte,
46:36soll sich der Junge sein Leben vernichten
46:39wegen eines Mädchens, das nichts taugt.
46:43Danke.
46:55Harry, fahr doch bitte Frau Schweig nach Hause.
47:07Warum?
47:10Warum haben Sie es getan?
47:13Weil das Mädchen nichts mehr von Ihnen wissen wollte?
47:25Sie wussten weshalb?
47:31Wegen Doktor Lechner.
47:34Sie hat einen Streit und
47:36sie hat gesagt, dass sie
47:38allein nach Hause geht.
47:42Dann sah ich, wie sie zu einem
47:44wildfremden Mann ins Auto einstellt.
47:46Ich lege hinterher.
47:57Wie irre.
47:58Hinterher.
47:59Ich kann nicht mehr aufhören,
48:00hinterher zu laufen.
48:011,2,1,2,1,2,1,2,1,2,1,2,5,0,5,0.
48:14Ein leichtes Auto da stehen, mitten auf der Straße.
48:31Der Rosi steck aus.
48:32Der Mann steck auch aus.
48:35Hohle Scheute!
48:44Da habe ich gerufen, Rosi, der Streit ging noch weiter.
48:55Ich habe dir gesagt, du sollst mich in Ruhe lassen.
48:57Und dann habe ich plötzlich das Messer rausgezogen.
49:11Nimm alles auf.
49:14Herr Derrick, komm doch mal vorbei.
49:41Mein Dr. Munk hat noch Material gefunden über Steinbrink.
49:54Er hat gestanden?
49:57Der?
49:58Der Vertreter?
50:02Nicht der Vertreter, der Mörder.
50:05Der Mörder?
50:07Sein Geständnis wird gerade aufgenommen.
50:22Werner?
50:26Ich dachte...
50:27Ich weiß, was Sie dachten.
50:36Mein Bericht über Sie, Dr. Lechner, geht morgen an den Staatsanwalt.
50:40Das ist ein Schalter.
50:40Ich weiß, was Sie aber noch nicht nehmen.
50:43Ich weiß, was Sie sich über die Gädie-Jäsen-Derrick verholt mich.
50:45Ich weiß, was Sie sind...
50:46Du musst.
50:47Ich weiß, was Sie sind...
50:49Ich weiß, was Sie sind...
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