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Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Theodor Grädler
#kommissar #zdf

Kategorie

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TV
Transkript
00:00Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:30Sind Sie fertig, meine Liebe?
00:32Ja, ja, ich bin fertig. Nur, da ist noch eine Schwierigkeit.
00:37Ja, höre ich da den Hund bellen?
00:40Ja, ja, ja, das will ich ja gerade sagen. Meine Nachbarin kann den Hund nun doch nicht nehmen. Ihr Mann ist dagegen, sagt sie.
00:52Hallo?
00:53Ja?
00:54Es tut mir so leid, aber ich weiß jetzt nicht, was ich machen soll. Kann man den Hund nicht doch, nicht wirklich mitnehmen?
01:05Aber meine Liebe, ich sagte Ihnen doch, dass das nicht geht.
01:10Ja, ja, ich weiß, aber...
01:12Sind Sie sonst fertig? Können Sie hier runterkommen?
01:16Ja, doch, doch, sonst ist alles fertig. Nur...
01:20Wenn Sie einen Augenblick warten wollen, die Koffer sind so schwer.
01:25Der Sohn meiner Nachbarin will mir behilflich sein, Sie hinunterzubringen. Einen Augenblick, bitte.
01:30Frau Doberg?
01:31Ja?
01:32Lassen Sie die Koffer. Die können wir ja später holen.
01:37Ja. Soll ich dann jetzt ohne Koffer, meinen Sie?
01:42Naja, wir müssen doch erst das Problem mit dem Hund lösen.
01:45Liegt es bei Ihnen?
01:48Ja, das wird meine Nachbarin sein.
01:50Sie denken doch an unsere Atmachung.
01:53Ja, ja, ich komme dann gleich runter.
01:58Na, ist es soweit, Frau Doberg?
02:00Ja, ja, es ist alles gepackt.
02:03Gut, dann gehe ich und hole jetzt den Gerd rüber.
02:05Nein, nein, ich...
02:07Die Koffer hole ich dann später, weil ich muss ja erst den Hund...
02:11Ach Gott, ja.
02:13Ich verstehe.
02:15Und es tut mir wirklich leid, dass mein Mann so dagegen ist, aber er will nun mal keinen Hund in der Wohnung haben.
02:21Wo bringen Sie den Bärle denn nun hin?
02:23Ja, ich weiß noch nicht genau.
02:25Kommen Sie doch einmal her.
02:27Ja, natürlich, die Koffer holen.
02:29Ja, und wann fliegen Sie?
02:31Ja, es wird ziemlich knapp.
02:34Noch etwas.
02:34Frau Doberg, mein Mann sagt, wir haben aber gar keine Adresse von Ihnen.
02:40Adresse?
02:41Na ja, wenn noch irgendetwas ist.
02:42Ich meine, wenn jetzt noch irgendetwas kommt für Sie.
02:47Es kann ja gar nichts kommen.
02:48Es ist alles erledigt.
02:49Die Wohnung ist gekündigt.
02:52Die Miete gezahlt.
02:53Die Möbel verkauft.
02:54Es kann eigentlich gar nichts kommen.
02:55Nein, ich schreibe Ihnen meine Adresse.
02:58Oh.
03:00Ich hoffe, Sie wissen, was Sie tun, Frau Doberg.
03:05Wie meinen Sie das?
03:08Also Madeira, das ist bestimmt ein wunderschöner Ort, um sein Leben zu verbringen.
03:13Nein, aber haben Sie sich das alles ganz reiflich überlegt?
03:18Ja, das habe ich.
03:20Und was soll ich denn hier noch in dieser Stadt?
03:22Also Sie fahren nicht allein.
03:24Aber mit wem fahren Sie denn nun eigentlich?
03:27Also mein Mann meint, das sollte man vielleicht doch wissen.
03:30Warum?
03:34Ein Bekannter von mir.
03:36Ein sehr guter Bekannter.
03:38Er wartet unten auf Sie.
03:40Ja, ja.
03:41Entschuldigen Sie bitte, Frau Bernd.
03:42Ich muss jetzt wirklich gehen.
03:44Wir sehen uns ja nachher noch einmal.
03:49Komm.
03:50Komm.
03:51Komm.
03:51Ist es soweit?
03:58Nein, nein.
03:59Sie bringt den Hund erst weg.
04:01Ja, und die Koffer?
04:01Die stehen noch da.
04:02Die holt Sie später.
04:04Aber ich weiß nicht, warum Sie so ein Geheimnis daraus macht.
04:09Ein Bekannter holt Sie ab.
04:12Warum kommt der Mann nicht rauf?
04:16Ich schreibe mir die Wagenummer auf.
04:20Nein, es geht nicht.
04:21Leider nicht wegen der Bestimmungen.
04:24Die haben dort auf der Insel sehr strenge Quarantänebestimmungen.
04:27Ja?
04:28Wir werden den Hund leider in ein Tierheim bringen müssen.
04:33In ein Tierheim?
04:34Ja.
04:35Es bleibt uns ja gar nichts anderes übrig, meine Lieber.
04:38Wir müssen dringend zum Flugplatz.
04:39Wir können ja deswegen nicht den Flug verpassen.
04:43Nein, nein, aber wir werden ihn in ein Heim bringen
04:45und sehen, dass wir ihn dann später doch irgendwann wieder zu uns nehmen können.
04:49Oh ja, das wäre wunderbar, Herr Bubach.
04:52Ich habe schon solche Gewissensbisse gemacht wegen...
04:54Aber das begreife ich ja, das begreife ich ja so gut.
04:57Nein, wenn wir erst einmal in Madeira sind,
05:00dann werden wir uns nach den Bestimmungen erkundigen
05:02und alle Antragsformulare ausfüllen.
05:05Aber in der Zwischenzeit muss er eben leider in einem Tierheim bleiben.
05:08Ja, wenn es nur für kurze Zeit ist.
05:20Ich glaube doch, es ist besser, wenn ich den Hund wegbringe.
05:24Ich möchte Ihnen den Abschied ersparen.
05:26Sehr lieb von Ihnen, Herr Bubach.
05:28Die ganze Zeit fürchte ich mich schon vor diesem Augenblick.
05:30Komm, Bärli, geh schon mit Herrchen.
05:34Es wird nicht lang dauern, dann bist du wieder vor mir.
05:37So, bitte komm, Bärli.
05:39Da nehmen Sie die Leine.
05:40Und schnell, bitte.
05:42Bitte gehen Sie schnell.
05:42Ich gehe sofort wieder zurück.
05:52Kaputt.
05:53Kaputt.
06:23so meine liebe alles in ordnung die leute haben ja versichert dass es dem hund an nichts fehlen
06:46wird haben sie den leuten die sachlage erklärt dass berlin nur kurze zeit dort sein wird ja
06:51ja die wissen genau bescheid ich glaube aber wir müssen uns jetzt beeilen ich schlage vor
06:55wir holen jetzt zuerst einmal meine koffer und dann auf dem rückweg die ihren
07:00ich habe immer geglaubt sie wohnen in der stadt nein die stadtwohnung habe ich auch aufgegeben das ist
07:27mein wochenend haus und das will ich auch behalten das möchte ich meiner nichte vererben ja habe ich
07:34ihnen nie von meiner nicht erzählen sie lebt in münchen und ist studentin medizin so
07:43ich habe niemanden mehr was sie doch nun nicht mehr sagen dürfen
07:48meine liebe ich finde wir müssen etwas trinken ja auf auf unsere reise
07:56ich habe niemanden mehr was sie doch nun nicht mehr sagen dürfen meine liebe ich finde wir müssen etwas
08:02trinken ja auf auf unsere reise und auf unser gemeinsames leben ich fürchte ich kriege gar nichts runter doch ein glas champagner bestimmt
08:11vielleicht sind sie so lieb und holen die gläser und stellen sie auf den tisch
08:18ja
08:35ja
08:37ja
08:43Wirklich sehr gemütlich, hübsch, so nah am Wald.
08:58Ja, und so einsam.
09:01Nicht einmal am Sonntag kommen die Spaziergänger bis hierher.
09:04So, wenn ich bitten dürfte.
09:10Danke.
09:11Ich bin's echt gar nicht mehr gewöhnt.
09:15Ab und zu ein Glas Rotwein.
09:18Augenblick.
09:25Musik ist ja ganz romantisch.
09:33Frau Agnes, auf Ihr Wohl.
09:41The name des Golf Clay
09:44A des Reflets d'argent
09:49La mer
09:51Des Reflets changant
09:54Sous la pluie
09:57La mer
09:58La mer, au ciel d'été, confond ses blancs moutons, avec les anges si pures.
10:13La mer, bergère d'art, infinie, que, vous voyez, près des étangs, ces grandes eaux mouillées.
10:31Vous voyez, des doigts de blanc, et ces maisons rouillées, la mer, des abercés, le nom du Golpe-Claire, et d'une chanson d'amour.
10:58La mer, à bercer mon cœur, pour la vie de ta mer.
11:11Qu'on va danser, le nom du Golpe-Claire, à des reflets, nous avons dans la mer.
11:28Le Golpe-Claire
11:30Le Golpe-Claire
11:32Le Golpe-Claire
11:36Le Golpe-Claire
11:38Le Golpe-Claire
11:40Le Golpe-Claire
11:42Spannende Musik
12:12Musik
12:42Musik
12:53Musik
13:01UNTERTITELUNG
13:31Ja, Bärle!
13:33Du bist doch der Bärle!
13:36Ja, wie kommst denn du hierher?
13:38Frau Dornberg!
13:41Ja, bitte!
13:43Frau Dornberg!
13:48Was ist denn los?
13:50Wo kommt denn der Hund her?
13:51Keine Ahnung.
13:52Aber da muss jemand in der Wohnung sein, denn eben war Licht.
13:58Jetzt ist es raus.
14:01Haben wir keinen Schlüssel?
14:02Nein, mir nicht, aber der Hausmeister hat einen.
14:05Gehst du mal runter?
14:06Ja, nehm, du den Hund weg.
14:07Ja!
14:08Endlich, komm!
14:09Komm mit zu mir her!
14:10Komm!
14:11Komm, komm, komm, komm!
14:12Komm hier mit!
14:13Komm!
14:14So ist es schön!
14:31Einen Schlüssel hat sie noch.
14:32Ich wollte sie mir noch trinken.
14:33Aber sie ist schon nicht gekommen.
14:34Sie ist zwischen zwei und drei Uhr nachmittags weggefahren.
14:35Guten Abend, Herr Saalbach.
14:36Guten Abend.
14:37Denken Sie nur, der Hund ist plötzlich wieder da.
14:38Und außerdem war Licht in der Wohnung, sagt meine Mutter.
14:39Ja, und das habe ich gesehen.
14:40Ganz deutlich.
14:41Ich geh mit rein.
14:42Ich geh mit rein.
14:43Ja.
14:44Ich geh mit rein.
14:45Ja.
14:46Gert?
14:47Gert?
14:48Hier ist niemand!
14:49Gert?
14:50Hier ist niemand!
14:51Gert!
14:55Gert!
14:56Hier ist niemand!
15:00Gert!
15:01Gert?
15:02Hier ist niemand!
15:05Gert!
15:07Oh, der ist sicher!
15:08Gert!
15:11Ja.
15:12Gert!
15:13Ja!
15:15Gert!
15:16Er ist einfach verbreitet!
15:18Gerd!
15:20Ja?
15:21Diese Koffer, die standen nicht hier.
15:24Ich war doch hier, als sie ging.
15:26Als sie den Hund wegbrachte, da standen diese Koffer in dem Zimmer.
15:29Nicht da!
15:31Also diese Koffer, die hat jemand holen wollen.
15:34Und das war nicht Frau Dommer.
15:48Das ist der gleiche Wagen?
15:59Der von heute Nachmittag.
16:18apiere
16:20Musik
16:22Musik
16:27Musik
16:57Wer ist denn da?
17:16Claire!
17:19Ach, Claire!
17:21Komm rein!
17:24So!
17:25Guten Abend, Omikor.
17:27Guten Abend.
17:28Ich war heute Abend schon mal da.
17:30Wo bist du denn gewesen?
17:31Ich war unterwegs.
17:33Ach so.
17:34So, kommst du in den Mantel aus, komm rein, hast du gegessen, getrunken.
17:37Kann ich dir was machen?
17:38Nein, nein, danke.
17:39Ich komme eigentlich nur, weil ich wissen wollte, wo du warst.
17:42Sonst bist du doch abends um acht immer zu Hause.
17:44Na, ich war draußen.
17:46Im Haus?
17:47Ja.
17:47Was hast du denn gemacht?
17:49Ich habe im Garten gearbeitet.
17:55Wodka, guck.
17:56Wie immer.
17:57Du siehst schlecht aus.
18:00So?
18:01Ja.
18:03Oh, ich bin vielleicht ein bisschen müde.
18:04Schau doch auf.
18:20Schon gut, komm rein.
18:21Ich habe mir gedacht, dass Sie dich schicken würden.
18:24Machen Sie sich Sorgen im Büro, wo ich bleibe?
18:26Wir können eben keine leeren Schuhe sehen.
18:27Machen Sie Kaffee?
18:30Immer noch Frau Domenberg?
18:32Immer noch Frau Domenberg, ja.
18:34Die dritte Frau in einem halben Jahr, die spurlos verschwindet.
18:37Nachdem sie alles aufgelöst, alles aufgegeben hat, um auf Madeira in einem angenehmen Klima,
18:43einen angenehmen Lebensabend zu verbringen.
18:44Das sind alles Frauen, die allein stehen, die niemanden haben, der danach fragt, wo sie letzten Endes bleiben.
18:50Bringt es denn was, wenn du das Foto andauernd ansiehst?
18:52Ich sehe mir das Foto ein, weil sie sieht hilflos aus.
18:58Aber die Hilflosigkeit ist es eigentlich gar nicht.
19:00Es ist für mich die Tatsache, dass hilflose Leute gleich so viel Vertrauen haben.
19:04Vertrauen ist die Waffe der Hilflosen und zugleich die Schlinge, an der sie aufgehängt werden.
19:09Zunächst ist sie doch nur vermisst.
19:10Nein, sie ist tot.
19:11Ich bin überzeugt davon.
19:13Sie ist beraubt und ermordet worden.
19:15Ach, deswegen kommst du nicht mehr ins Büro.
19:16Ich will den Mann, der das getan hat.
19:19Und dazu muss ich nicht im Büro sein.
19:22Alles klar.
19:23Was ist denn hier klar?
19:25Ich soll dir sagen, tu was du willst, aber tu was.
19:27Naja.
19:29Ich habe mir überlegt, wie hat die Frau so ihre Stunden und Tage verbracht?
19:32Bei älteren Menschen spielt ja die Gewohnheit eine große Rolle.
19:35Sie stehen fast immer um die gleiche Zeit auf, sie haben feste Programme.
19:40Vormittags geht sie mit dem Hund spazieren, ebenso nachmittags.
19:43Die Frage ist, wo hat sie ihren Mörder kennengelernt, an welchem Ort, bei welcher Gelegenheit.
19:46Das hast du alles schon untersucht.
19:48Seit Tagen tue ich nichts anderes.
19:49Frau Dornberg besuchte immer bestimmte Anlagen.
19:54Ihre Nachbarn erzählte mir, sie war geradezu narrisch auf Kaffee und Kuchen.
19:58Ich habe das Kaffee gefunden, in dem sie jeden Nachmittag gesessen hat.
20:01Man erinnerte sich an den Hund.
20:03So, und jetzt sitze ich da jeden Nachmittag, trinke Kaffee und esse Kuchen.
20:08Weil du annimmst, dass sie dort ihrem Mörder begegnet ist.
20:11Ja.
20:11Du glaubst, der verkehrt noch da?
20:13Ja.
20:14Frau, willst du denn den erkennen?
20:17Ich.
20:25Das ist der Hund von der Frau?
20:27Ja.
20:29So, komm her.
20:31Der hat eine feinere Nase als ich.
20:33Sag mal, hier verbringst du deinen Nachmittag?
20:57Na ja, komm, setz dich, Kleiner.
21:01Guten Tag, bitte, was darfst du sein?
21:03Wie immer, ja?
21:05Ja, für mich das Gleiche.
21:06Komm.
21:06Richtig, das ist ja.
21:07Also, hier sind ja Jahrhunderte versammelt.
21:13Man kann es auch anders sehen.
21:15Hier sind nette kleine Vermögen versammelt.
21:16Ausreichende Pensionen, eine Menge Erspartes.
21:18Also, hier hat nun Frau Dornberg jeden Nachmittag gesessen.
21:24Stell sie dir mal vor.
21:25Hier, dort, an dem Tisch oder dem.
21:28Eine nette ältere Dame mit 30.000 Mark auf der Bank
21:30und eine Menge ungebrauchter Fantasie.
21:36Punschstorte.
21:38Und niemand erinnert sich, mit wem Frau Dornberg zusammen am Tisch gesessen hat?
21:42Jeder hat man hier mit jedem zusammen an einem Tisch gesessen.
21:44Das weißt du voll ja, dass man sich keinen freien Tisch aussuchen kann.
21:48Was erwartest du denn?
22:09Hä? Wieso?
22:10Dass er bellt oder dass er mit dem Schwanz wedelt?
22:11Dass er beißt.
22:13Schau ihn, bitte.
22:16Ah, du komm her, Kleine.
22:17Entschuldigen Sie bitte, wenn der Hund Sie belästigt hat.
22:20Er hat mich nicht belästigt.
22:23Er scheint Sie sehr gut zu kennen.
22:26Ja, das mag sein.
22:28Ich füttere ihn zuweilen mit einem Restkuchen.
22:32Das ist Ihr Hund.
22:33Nein, nein.
22:34Er gehört einer älteren Dame.
22:35Nicht wahr, das wollte ich doch sagen.
22:36Ich habe ihn immer in Gesellschaft einer älteren Dame gesehen.
22:39Darf ich mich einen Augenblick zu Ihnen setzen?
22:43Ja, bitte.
22:44Danke.
22:44Mein Name ist Derrick.
22:49Bubach.
22:49Pardon, wie war der Name?
22:51Bubach.
22:53Kennen Sie Frau Dombäck, Herr Bubach?
22:55Frau Winn?
22:56Ja, so heißt die Dame, der der Hund.
22:59Haben Sie nie miteinander gesprochen?
23:01Doch, doch, doch.
23:02Hin und wieder über den Hund, ja.
23:04Aber nicht, dass ich den Namen kenne.
23:07Sind Sie öfter hier?
23:09Zuweilen.
23:10Und Sie erinnern Sie an Frau Dombäck?
23:12Ja, wenn es die Dame ist, der der Hund gehört.
23:17Sagen Sie, war Sie allein hier?
23:21Ich suche einen Mann, der Frau Dombäck gut gekannt haben muss.
23:25Ja, da kann ich Ihnen leider nicht helfen.
23:29Ach, bitte nehmen Sie doch den Hund jetzt weg.
23:30Oh, entschuldigen Sie.
23:33Aber er scheint Sie wirklich gut zu kennen.
23:35Ja, ich sagte Ihnen ja.
23:36Ich habe ihn ab und zu gefüttert.
23:38Sie haben ihm Kuchen gegeben.
23:40Ja, ich habe ihm Kuchen gegeben.
23:43Herr Bubach, ich glaube, ich bin Ihnen an Erklärung schuldig.
23:47Frau Dombäck ist seit Wochen verschwunden.
23:52Verschwunden?
23:54Spurlos.
23:56Wie kann man denn spurlos verschwinden?
23:59Sie hat ihre Wohnung gekündigt, sie hat ihre Möbel verkauft,
24:02sie hat ihre Gelder abgehoben, sie hat alles aufgegeben.
24:04Sie wollte nach Madeira.
24:08Madeira?
24:09Die Insel Madeira?
24:11Ja, die Insel Madeira.
24:12Aber sie ist niemals dort angekommen.
24:15Wahrscheinlich, weil sie niemals abgeflogen ist.
24:19Woher wissen Sie denn, dass sie nach Madeira wollte?
24:21Ihre Nachbarin.
24:23Sie hat es ihrer Nachbarin erzählt.
24:24Sagen Sie.
24:29Ja.
24:31Sie fragen nach Frau Thunberg.
24:35Sie haben Ihren Hund.
24:36Wer sind denn Sie?
24:37Ihr Neffe.
24:39Ach, Ihr Neffe.
24:41Ja.
24:43Hoffentlich habe ich Sie mit meinen Fragen nicht allzu sehr belästigt.
24:45Aber ganz und gar nicht.
24:46Ich danke Ihnen.
24:54Na?
24:57Was macht er?
24:59Er zahlt.
25:02Das ist gut, danke schön.
25:04Dankeschön.
25:04Dankeschön.
25:04Ich freue mich sehr, dass Sie am Dienstag zum Bridge zu mir kommen.
25:23Die Gräfin Freiberg ist auch da, also lassen Sie mich nicht im Stich.
25:27Warum ist denn der Hund auf ihn zugelaufen?
25:29Na ja.
25:29Er sagte, er hat ihn ab und zu mit Kuchen gefüttert.
25:35Das ist doch eine Erklärung.
25:37Keine gute.
25:38Der hat ihn.
25:39Der frisst keinen Kuchen.
25:41Nein.
25:44Herr Buber, wollten Sie weggehen?
25:46Ja, liebe Frau Peters, es tut mir schrecklich leid, aber ich habe leider eine dringende Verabredung.
25:52Wir beide waren doch verabredet.
25:54Ja, ich weiß, ich weiß, aber es geht leider wirklich nicht.
25:57Lieber Buber, Sie können jetzt nicht weggehen.
25:59Sie haben ja so viel über Madeira erzählt.
26:01Ich kriege es überhaupt nicht mehr aus dem Kopf.
26:02Das freut mich ungeheuer, aber leider im Augenblick ist es wirklich unmöglich.
26:06Buber, ich weiß ganz genau, was Sie denken, die denken.
26:08Ich kann das nicht finanzieren, nicht?
26:09Aber nein.
26:10Aber ja, ich kann sofort 200.000 Mark flüssig machen.
26:25Na?
26:27War er mit eigenem Wagen da?
26:28Ja.
26:29Er ist mit einer älteren Dame weggefahren.
26:31Ach, das Schönste ist das Klima.
26:34Eine Luft, weich, sanft.
26:36Ich möchte aber sagen, zärtlich wie Champagne.
26:39Den ganzen Winter über kann man draußen sitzen.
26:41Ja, in unserem Alter, ich möchte sagen, in meinem Alter gibt es überhaupt nur eine Art, das Leben zu verlängern.
26:50Und das ist, indem man den Winter überspringt.
26:54Und die Blüten im Frühling?
26:56Und das Meer, das Blaue, das Blaue, das Meer, das Blaue, das Meer, und Sie ziehen wirklich dorthin?
27:07Ja, ich habe mich ganz ernsthaft entschlossen.
27:09Ja?
27:10Eine Wohnung oder ein kleines Haus.
27:13Das ist nicht weit vom Meer.
27:16Eigentlich gibt es nur ein Problem.
27:18Welches?
27:19Das ist die Einsamkeit.
27:23Ich kenne dort niemanden.
27:24Das Alleinsein ist gar nicht so einfach.
27:28Ich weiß, das war auch.
27:29Ich meine, ich habe natürlich ein paar Bekannte, ich habe auch ein paar Verwandte, aber mit denen verbindet mich gar nichts.
27:35Ja, das kenne ich.
27:36Wissen Sie, was ich an Ihnen so nett finde?
27:39Sie sind so zauberhaft zurückhaltend.
27:42Also, lieber Herr Bubar, ich möchte nicht aufdringlich sein, aber haben Sie schon mal, ich meine, haben Sie schon mal daran gedacht?
27:53Ja, was denn meine Liebe?
27:54Ja, das ist eine so tolle Situation.
27:57Also bitte, haben Sie schon mal daran gedacht, wenn wir gemeinsam?
28:01Gemeinsam?
28:01Ja, ich meine, wenn wir beide zusammen nachher, bitte, aber wir wollen nicht vom Geld reden, ja?
28:08Die 200.000 Mark sind ja da.
28:10Wenn Sie interessiert sind, dann bringe ich Ihnen beim nächsten Mal ein paar Prospekte mit, wenn Sie wirklich interessiert sind.
28:20Ja?
28:21Ich bin interessiert.
28:24Wirklich.
28:31Guten Tag, Onkel Paul.
28:43Wie kommt denn der Hund hierher?
28:45Du, da warten zwei Herren auf dich, er wollte gerade klingeln, als sie kamen.
28:48Ihm gehört der Hund.
28:49Die Herren sind von der Polizei, die wollen nicht irgendwas fragen.
28:52Hast du einen neuen Wagen?
28:55Ja, der alte gefiel mir nicht mehr.
28:58Lass uns rein.
28:59Ich mache von innen auf.
29:00Alles gut.
29:04Was?
29:06Verdammte Töne.
29:08
29:30Ja warum macht er denn nicht auf?
29:32Entschuldigung, aber ich musste erst ein wenig Ordnung vom Männern.
29:35Wieso? Du hast doch immer Ordnung.
29:39Mein Onkel lebt allein, aber seine Ordnung ist nicht zu betreffen.
29:42Doffen wir ja reinkommen, Herr Buber?
29:44Ja, bitte.
29:48Danke.
29:52Wenn Sie gestanden, dann gehe ich vor.
29:54Bitte, ja.
29:58Bitte nehmen Sie doch den Buben da rein.
30:00Komm her, Dicker, komm.
30:04So.
30:05Komm mal vor.
30:09Sie sind von der Polizei?
30:11Ja, das ist Inspektor Klein.
30:12Guten Tag.
30:13Guten Tag, aber Sie sagten doch, Sie wären der Neffe von der Frau, wie heißt sie doch?
30:16Domburg.
30:18Domburg, ja, richtig.
30:19Weißt du, Claire, es hatten Sie...
30:20Ja, ich habe schon gehört, eine Frau, die du gekannt hast, ist schwules Verschwinden.
30:24Man nimmt an, dass sie umgebracht worden ist.
30:26Ach, das weißt du alles schon?
30:27Ja.
30:28Ja, ich gehe mal vor hin.
30:32Nehmen Sie Platz.
30:33Kann ich Ihnen etwas zu trinken anbieten?
30:36Nein, nein, nein, danke.
30:37Danke sehr, Freunde.
30:39Ruhig.
30:40Ich denke ganz ruhig.
30:41Komm her.
30:42Ich glaube, der Hund muss hinaus.
30:44Kann ich ihn vielleicht in den Garten führen?
30:46Nein, nein, nein, nein.
30:47Der wird sich schon beruhigen.
30:48Ja?
30:49Es tut mir sehr leid, dass wir Sie noch einmal verlästigen müssen.
30:53Ja, ich kann Ihnen ja leider nichts anderes sagen.
30:56Die Frau Domburg...
30:59Domburg, ja.
31:00...fiel mir auf, weil sie diesen Hund bei sich hat.
31:02Das ist ja ein ganz besonderes liebes Tier, nicht?
31:05Ja, und wir wollten ganz gern erfahren, mit wem diese Frau näher bekannt war.
31:10Wir wollten Sie bitten, noch einmal in aller Ruhe nachzudenken.
31:13Mit wem sie im Café zusammengesessen hat, mit wem sie gekommen ist oder wieder weggegangen ist.
31:18Darüber brauche ich gar nicht nachzudenken, das weiß ich nicht.
31:20Ich habe mich immer nur mit dem Hund beschäftigt.
31:22Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine bessere Auskunft geben kann.
31:26Ruhig, ruhig.
31:27Dass die Frau umgebracht worden ist, das ist nur eine Annahme, nicht?
31:30Ja, ja, ja.
31:32Sie hat die Wohnung aufgegeben, Ihre Möbel verkauft und Ihr Konto gelöscht.
31:36Mit dieser Frau sind bare 30.000 Mark verschwunden.
31:41Ja, wenn sie alles aufgegeben hat, wohin wollte sie dann?
31:45Nach Madeira.
31:47Warum nach Madeira?
31:50Ich nehme an, der Mann, den wir suchen, der hat ihr da ein angenehmes Leben versprochen.
31:56In einem angenehmen Klima.
31:57Ja, ich kann Ihnen leider nicht helfen.
32:01Ja, das wollten wir nur noch einmal wissen.
32:05Leben Sie hier mit Ihrem Onkel zusammen?
32:07Nein, ich habe eine eigene Wohnung ganz in der Nähe.
32:09Danke.
32:18Bevor wir gehen, Herr Bubach, was ist in diesem Zimmer? Katzen?
32:22Ich habe keine Katzen.
32:23Würden Sie mir erlauben, dass ich dem Hund die Tür doch mal öffne?
32:26Das ist mein Schlafzimmer.
32:26Man lässt sich nicht beruhigen, Sie sehen ja selbst.
32:29Darf ich?
32:30Das ist allerdings ungewöhnlich.
32:32Bitte.
32:44Ist der Hund schon mal hier gewesen?
32:46Ja, niemals.
32:48Warum benimmt er sich dann so?
32:49Das weiß ich doch nicht.
32:50Na, hat er seine Neugier befriedigt?
32:54Ja, ja.
32:54Ist leider nicht auf seine Kosten gekommen.
32:58Wär's doch schon.
32:59Wenn wir noch Fragen haben sollten, wir wissen ja nun, wo Sie wohnen.
33:03Wiederschauen.
33:04Wiederschauen.
33:05Ich begleite Sie hinaus.
33:13Na, komm, komm.
33:16Sie sagten, Sie wohnen nicht weit von hier.
33:18Ja, gleich da drüben, Nummer 25.
33:20Ah ja.
33:20Wie heißen Sie denn eigentlich?
33:22Henkel.
33:22Claire Henkel.
33:23Meine Mutter ist die Schwester von Herrn Bubach.
33:25Was machen Sie denn?
33:26Ich studiere Medizin.
33:27Hier an der Uni?
33:29Ja, ja.
33:29Ja.
33:30Ja, das wär's dann auch schon.
33:32Wiedersehen.
33:34Hopp.
33:35Das war.
33:36Hast du Ihre Adresse?
33:37Hm.
33:49Das ist doch unglaublich.
33:51Das war doch wie ein Überfall.
33:53Und was haben Sie letzten Endes gefragt?
33:55Nichts, was ich nicht schon gesagt hätte.
33:57Ach, Sie haben dich sehr erschreckt, was?
33:59Nein, nein, ich überlege noch.
34:00Was überlegst du denn?
34:02Dass tatsächlich jemand eine Frau veranlassen kann, alles aufzugeben.
34:05Und dass eine solche Frau möglicherweise ihrem Mörder folgt.
34:07Man hat keine Spur von ihr.
34:09Nein, offenbar nicht.
34:11Du hast doch die Frau gekannt.
34:12Was für ein Mensch war sie?
34:13So gut habe ich sie noch nicht gekannt.
34:15War sie so gut, glaube ich?
34:16Das weiß ich doch nicht.
34:18Ja, und dann Madeira.
34:20Madeira war doch ein Traum von dir.
34:23Madeira?
34:24Na ja, ich habe doch die Prospekte dort liegen sehen.
34:28Hier habe ich sie gesehen.
34:29Gewichter!
34:37Entschuldige.
34:38Aber diese Leute haben mich so furchtbar nervös gemacht.
34:40Und dieser schreckliche Hund.
34:42Komm, bleib doch ein bisschen hier.
34:43Soll ich dir Kaffee machen?
34:46Oder was zu trinken?
34:48Komm, setz dich.
34:50Nein, nein, ich komme nur, weil du hast mir Geld überwiesen.
34:53Ich sehe da plötzlich auf meinem Kontoauszug, ist da...
34:56Kann ich dir nicht auch ab und zu mal etwas Geld überweisen?
34:59Du tust so viel für mich.
35:00Du bezahlst das Studium, die Wohnung, mein ganzes Leben.
35:04Ich habe gute Geschäfte gemacht.
35:05An der Börse?
35:06Tja, an der Börse.
35:08Du, man kann ja immer noch eine ganze Menge Geld verdienen.
35:10Das ist gar keine geheimwissenschaftliche Leute, mal sagen.
35:13Man muss eine Zeit haben, sich mit den Aktien zu beschäftigen.
35:17Ja, und die Zeit hier habe ich ja.
35:20Was leist du?
35:21Das ist doch merkwürdig.
35:22Da verschwindet eine alte Dame mit 30.000 Mark.
35:25Und sie will nach Madeira.
35:27Na und?
35:28Na, überleg doch mal.
35:29Du kennst die Frau.
35:30Es sieht sogar aus, als ob der Hund dich kennt.
35:32Als ob er schon mal hier gewesen ist.
35:34Außerdem erzählst du auch Andauern von Madeira,
35:36von dem angenehmen Klima und so weiter.
35:38Außerdem hast du plötzlich Geld.
35:43Was willst du damit sagen?
35:47Entschuldige, Onkel Paul.
35:48Es war kein guter Witz, ich weiß.
35:51Entschuldige.
35:52Du bist wirklich nicht der Mann, der jemanden umbringt.
35:56Ist schon gut, Schöber.
35:57Du bist mir böse. Ich sieh's dir an.
36:00Nein, ich bin jetzt ein bisschen müde plötzlich.
36:03Ich glaube, ich werde dich besser hinlegen.
36:09So.
36:11Naja, also dann mach's gut.
36:13Ja.
36:13Du findest ja den Weg, nicht?
36:14Ja, ich besuch dich morgen.
36:16Ja.
36:16Tschüss.
36:16Du findest ja den Weg.
36:29UNTERTITELUNG
36:59UNTERTITELUNG
37:19– Ich rufe Gott von Henkel! – Ich rufe Gott, ist was passiert?
37:23– Äh, nein, nein, haben Sie im Moment Zeit, ich muss mit Ihnen reden, bitte.
37:26Bitte?
37:32Das ist die Frau.
37:36Welchen Beruf hat denn Ihr Onkel?
37:39Er war Redakteur einer botanischen Zeitschrift.
37:43Aber er schrieb Bücher.
37:45Fachbücher über Farne.
37:46Ach, über Farne?
37:48Ja, so eine Art Standardwerk über Farne.
37:52Wie sind denn seine finanziellen Verhältnisse?
37:54Sehr gut.
37:57Sehr gut.
37:59Er hat sein Geld angelegt.
38:00In Papieren.
38:02Er versteht eine Menge von Börsengeschäften.
38:05Von Aktien.
38:08Er kauft und verkauft.
38:10Hat Ihr Onkel vor zwei oder drei Wochen ein größeres Geschäft gemacht?
38:15Was bezwecken Sie mit solch einer Frage?
38:19Wann ist die Frau verschwunden?
38:20Vor drei Wochen.
38:21Das heißt also, Sie verdächtigen meinen Onkel?
38:27Die Frau ist verschwunden?
38:29Mit ihr 30.000 Mark?
38:31Sie fragen, ob zu diesem Zeitpunkt mein Onkel ein gutes Geschäft gemacht hat?
38:35Der Zusammenhang ist ja wohl kaum zu übersehen.
38:37Ich verberge ihn ja nicht.
38:39Mein Onkel ist kein Mörder.
38:42Ich kenne ihn.
38:43Es gibt keinen Menschen, den ich so gut kenne wie ihn.
38:48Meine Eltern sind gestorben.
38:50Mein Onkel ist für mich wie Vater und Mutter in eins.
38:55Wie ich lebe, dass ich studiere, das alles verdanke ich ihm.
38:59Seiner Großzügigkeit, seiner Liebe, seiner Fürsorge.
39:03Er ist der gütigste Mensch, den ich kenne.
39:08Sie haben nicht das Recht zu bezweifeln, was ich sage.
39:11Ich habe ja nur gefragt, ob er vor drei Wochen ein großes Geschäft gemacht hat.
39:17Hatte er denn irgendwie größere Ausgaben?
39:20Ich weiß es nicht.
39:21Den Wagen, den er fährt, der ist neu.
39:23Ja, das stimmt.
39:25Wie lange hat er ihn?
39:27Etwa zwei Wochen.
39:30Aber einen neuen Wagen kann er sich immer leisten, zu jeder Zeit.
39:33Da muss er nicht auf besondere Geschäfte warten.
39:35Hat der Onkel jemals von Madeira gesprochen?
39:41Ist jeder, der von Madeira spricht, ein Mörder?
39:45Das sieht ja wunderbar aus.
39:47Swimmingpool ist da.
39:49Und alle die Dinge, die für die Gesundheit immer wichtiger werden.
39:53Bäder, Massagen.
39:56Hier, hier sind die Spazierwege eingezeichnet.
40:00An Zypressen, Orangen, Olivenhäinen vorbei.
40:05Und immer der Blick aufs Meer.
40:07Meine Lust, dort hinzuziehen, wird immer größer.
40:10Kein Nebel, keine Nässe, keine Kälte wie bei uns.
40:14Wunderbar.
40:15Ja.
40:16Wir müssen uns nur entscheiden.
40:19Und zwar schnell.
40:21Vor Saisonbeginn.
40:23Ah ja?
40:24Ja.
40:30Ja, Claire.
40:31Hast du keine Vorlesung heute?
40:32Nein.
40:33Wieder ausgefallen?
40:34Streik vielleicht?
40:35Nein, niemand streikt.
40:36Ach so.
40:43Komm mal rein.
40:44Ich freue mich wirklich, wenn du mich besuchen kommst.
40:49Warst du auf der Bank?
40:51Auf der Börse?
40:52Nein.
40:53Du musstest nicht glauben, ob ich war den ganzen Nachmittag im Englischen Garten.
40:57Du, ich bin gerade dabei, diesen herrlichen Park für mich wieder zu entdecken.
41:02Der hat ja so schöne Plätze und Parkwege.
41:06Ach, aber ich muss mir die Schuhe ausziehen.
41:09Ich werde von den Füßen wehen.
41:12Ulla.
41:13Siehst du?
41:15Daran zeigt sich, dass mir eine Haushälterin fehlt.
41:19Hast du eigentlich Angst vor dem Alter?
41:24Ja.
41:24Aber das brauchst du doch nicht.
41:27Meinst du?
41:29Ist doch selbstverständlich, dass ich später für dich da bin, genauso wie du jetzt für mich sorgst.
41:35Aber wenn ich für dich jetzt etwas sorge, dann tue ich das nicht aus egoistischen Gründen,
41:41sondern weil ich dich liebe.
41:48Entschuldige, Onkel.
41:49Was soll ich denn entschuldigen?
41:50Einer der Polizisten war heute noch mal da.
41:55Was wollte er denn?
41:57Er hat gefragt, ob du in den letzten zwei oder drei Wochen gute Geschäfte gemacht hast.
42:03Ach so.
42:03Wahrscheinlich wegen der 30.000 Mark der Frau Domburg.
42:11Ja, ich glaube, daran haben sie gedacht.
42:14Ja, aber weißt du klar, ich habe auch gute Geschäfte gemacht.
42:17Nämlich so gute, dass ich dich eigentlich fragen wollte, ob du nicht mit mir eine Reise machen willst.
42:23Danke.
42:34Sie wussten, dass du einen neuen Wagen hast.
42:38Ich habe gesagt, dass du dir immer einen neuen Wagen leisten kannst.
42:42Dann musst du nicht auf besondere Geschäfte warten.
42:44Das ist gut, das ist deine gute Antwort.
42:48Und hast du auch gesagt, dass ich an der Börse gespielt habe?
42:52Ja.
42:54Das ist gut.
42:56Und mehr hatten die nicht zu bieten?
42:58Polizisten.
43:00Denken sich immer gleich Romane aus, nur wenn man sich ein neues Auto kauft.
43:03Du hast mir einmal gesagt, es sei schade, dass ich so wenig Respekt vor Geld habe.
43:07Ja, das habe ich einmal gesagt.
43:10Warum sprichst du gerade jetzt davon?
43:12Weil ich mir nicht vorstellen kann, dass man jemanden umbringt, nur um mehr Geld zu besitzen.
43:18Na, vielleicht hat der Mörder Schulden.
43:22Oder?
43:23Oder?
43:26Vielleicht will er seine Träume realisieren.
43:28Ja, ich setze jetzt das Café-Wasser auf.
43:51Weißt du, ich überlege immer noch ganz ernsthaft, ob ich mich...
43:55Wo bist du denn?
43:55Ach so, ob ich mich nicht beschweren und Rechtfertigung verlangen soll.
44:01Schließlich hat er mich doch für einen Mörder gehalten.
44:04Und hält mich immer noch dafür.
44:06Dafür?
44:08Ich habe eine Frage, Onkel.
44:11Ja?
44:13Ich habe dich wegfahren sehen gestern.
44:16Ich war noch auf der Straße.
44:17Du kamst aus dem Haus mit einem Päckchen.
44:19Du hattest irgendwas in Zeitungspapier eingewickelt.
44:22Was war das?
44:24In Zeitungspapier?
44:24In Zeitungspapier?
44:25Ja.
44:26Und du bist so eilig weggefahren, dass du nicht einmal die Garage zugemacht hast.
44:31Wann war denn das?
44:33Gestern Nachmittag.
44:34Gestern Nachmittag?
44:36Ein so großes Päckchen.
44:38In Zeitungspapier.
44:41Das waren Zeitungen.
44:43Die Zugehfrau wirft sie nie weg, weil sie immer glaubt, ich möchte sie noch lesen.
44:46Machst du mal auf?
44:53Ja.
44:54Ich bin Frau Peters.
45:10Ich hätte sehr gerne mit Bubach gesprochen.
45:12Ja, bitte kommen Sie rein.
45:14Bitte.
45:15Danke.
45:15Verzeihen Sie.
45:18Herr Bubach, bitte entschuldigen Sie.
45:19Ich hoffe, ich störe Sie nicht.
45:21Ach, Sie sind das...
45:23Ja.
45:23Das ist meine Nichte, Frau Peters.
45:25Ah ja?
45:27Herr Bubach, ich bin nur gekommen, ich wollte es einfach nicht aufschieben.
45:31Ich wollte Ihnen sagen, ich habe mich entschlossen.
45:33Ich gehe mit nach Madeira.
45:38Wissen Sie, Ihr Onkel hat mir so fabelhafte Prospekte gezeigt von Madeira.
45:42Und wir haben seit Tagen darüber gesprochen, wie wunderbar es sein müsste, doch zu leben.
45:48Die Landschaft und das Klima und das Meer.
45:52Ich muss gehen.
45:55Ich habe noch zu arbeiten.
45:58Ich melde mich wieder auf.
46:00Auf Wiedersehen, Onkel Paul.
46:03Aber Claire...
46:06Habe ich einen Fehler gemacht?
46:10Na ja, der Zeitpunkt war vielleicht nicht ganz richtig gewählt.
46:15Wegen Ihrer Nichte?
46:16Ja, die möchte natürlich nicht, dass ich nach Madeira ziehe.
46:19Ich habe Ihnen ja von ihr erzählt, das ist meine einzige Anverwandte.
46:22Nein.
46:23Nein, Sie haben nie von ihr erzählt.
46:24Was, ich habe nie von ihr erzählt?
46:25Nein.
46:26Ach, aber doch, natürlich, das ist doch meine Nichte.
46:28Und die studiert Medizin.
46:29Ich finanziere das Studium und da schaut sie halt jeden Tag einmal hier vorbei, wenn auch nur ein paar Minuten.
46:35Und sie würde sich sehr allein fühlen, wenn sie...
46:38Ja, natürlich, wenn ich nach Madeira ziehe.
46:40Ja, das habe ich gesehen.
46:41Sie war ja ganz verstört.
46:42Nicht wahr?
46:43Nicht wahr?
46:43Ja.
46:44Ja, so ein liebes Mädchen.
46:46Und jetzt wollen Sie nicht mehr fort von hier?
46:50Doch, das lässt sich ja nun nicht mehr rückgängig machen.
46:53Na, Gott sei Dank.
46:55Wissen Sie, ich habe nämlich etwas ganz Blödsinniges gemacht.
46:59Ja, was denn?
46:59Ich habe schon mal 100.000 Mark von der Bank abgehoben.
47:02Nur, um Ihnen zu zeigen, dass ich es habe.
47:04Ach.
47:05Wissen Sie, ich habe immer das Gefühl gehabt, Sie trauen mir nicht ganz.
47:08Doch, natürlich.
47:10Nein, nein, Sie haben immer nur gedacht, die redet so viel, aber Sie meinen es nicht.
47:13Nein, nein, nein, nein, nein, das habe ich nie gedacht.
47:15Wirklich?
47:16Wirklich.
47:16Wie sind Sie denn eigentlich hergekommen?
47:18Wieso mit dem Taxi?
47:19Na, wissen Sie was?
47:20Dann trage ich Sie jetzt nach Hause.
47:22Nein, Herr Wobach.
47:22Nein, das ist nicht nur...
47:23Natürlich, das lasse ich mir nicht nehmen.
47:26Und auf dem Weg zeige ich Ihnen mein Wochenendhaus.
47:29Wunderbar.
47:38Sie wieder?
47:39Was gibt es Neues?
47:40Was wollen Sie von mir?
47:42Wenn Sie einen Augenblick Zeit hätten.
47:45Ja, bitte.
47:53Guten Tag, das ist nett, dass Sie gekommen sind.
47:57Bitte setzen Sie sich.
47:59Kaffee?
48:00Ja, bitte.
48:01Harry?
48:06Es geht Ihnen nicht gut, was?
48:12Wir haben das Bankkonto Ihres Onkels überprüft.
48:15Dürfen Sie das?
48:16Ja.
48:17Bei Verdacht auf Verbrechen dürfen wir das.
48:19Ihr Onkel hat vor drei Wochen eine Einzahlung gemacht, bar.
48:22Ja, in Höhe von 15.000 Mark.
48:24Und den Wagen, den er sich gekauft hat,
48:26den hat er ebenfalls bar bezahlt.
48:29Und?
48:31Ja.
48:33Wenn Ihr Onkel Geschäfte an der Börse macht,
48:35dann macht er sie nicht über seine Bank.
48:37Was dem Schluss nahe liegt,
48:38der macht gar keine Geschäfte an der Börse.
48:42Können Sie das so genau sagen?
48:44Nein, nein, nein.
48:45Nicht hundertprozentig natürlich.
48:52Was wissen Sie, Frau?
48:59Kommen Sie darauf, dass ich was weiß?
49:02Sie sind unruhig und besorgt.
49:05Ich bin nicht unruhig.
49:10Wissen Sie, Ihr Onkel ist öfter hier in diesem Café.
49:13Wir haben ihn hier gesehen und mit ihm gesprochen.
49:14Als er gestern rausging, da bin ich ihm nachgegangen
49:17und da ist er in einen Wagen eingestiegen.
49:20Warum erzählen Sie mir das?
49:22Ja, er ist nicht allein in seinen Wagen eingestiegen.
49:24Er traf vor dem Café eine Dame.
49:26Ältere Dame natürlich.
49:28Und diese Dame suchen wir.
49:32Sie halten ihn also für einen Mörder,
49:35der Ihnen
49:35dieser Frau sein nächstes Opfer sucht.
49:37Haben Sie mir noch etwas zu sagen?
49:44Nein.
49:47Ich möchte jetzt gehen.
49:49Wenn Sie erlauben.
49:50Es tut mir leid,
49:51dass wir Ihre Unruhe jetzt noch vergrößert haben,
49:54Frau Leinne Enkel.
49:55Harry?
50:07Ja.
50:09Er gleich.
50:21Ich weiß nicht,
50:28oma.
50:28Ach, Claire, du bist es.
50:46Unkel Paul, ich muss...
50:47Komm rein.
50:48Ich freue mich, dass du da bist.
50:51Wir haben ja nämlich Nüppelschutz zuhoben gemacht,
50:52ob die Erzählung in der Polizei
50:54deine Fantasie nicht noch ein wenig zu sehr in Anspruch genommen hat.
50:58Du magst du mit mir essen?
50:59Ich habe eine Ente anzubieten.
51:01Du magst doch Ente so gern.
51:02Nein, danke, Unkel Paul, aber ich habe keinen Hunger.
51:04Ach, du hast keinen Hunger?
51:06Nein, nicht den geringsten.
51:10Erlaubst du mir, ganz offen zu sein?
51:12Ich habe es selbstverständlich.
51:16Ich kann kaum noch schlafen.
51:19Mir geht alles im Kopf herum.
51:21Und da fiel mir plötzlich etwas auf.
51:24Ja, was denn?
51:24Du hast dir Frau Peters Prospekte von Madeira gezeigt.
51:31Hast du dieser Frau das Angebot gemacht,
51:33mit dir nach Madeira zu ziehen?
51:35Soll sie alles verkaufen?
51:37Auflösen?
51:39Ihre Gelder abheben?
51:40Ja, das habe ich getan.
51:47Weißt du, mir ist ja die Geschichte mit dieser Frau Domburg
51:50auch nicht aus dem Kopf gegangen.
51:53Und ich habe mich gefragt,
51:55kann eine Frau
51:56so vertrauensvoll,
51:59so leichtgläubig sein?
52:01Ist es denn überhaupt möglich,
52:03dass man eine solche Frau
52:05aus ihrem Leben,
52:06aus ihrem wohlbehüteten Leben
52:08herausreißt?
52:10Ich wollte das herausfinden,
52:12verstehst du?
52:13Ausprobieren.
52:15Ich habe doch diese Prospekte
52:17von Madeira.
52:19Nun, die habe ich in die Tasche gesteckt
52:21und bin in den englischen Garten gegangen,
52:24auf der Suche nach einer
52:25alleinstehenden Frau.
52:27Und plötzlich sah ich sie.
52:30Sie saß auf einer Bank.
52:32Ich sprach sie an.
52:34Ein Experiment?
52:36Ja, genau.
52:36Siehst du,
52:37das ist das richtige Wort.
52:38Es war ein Experiment.
52:42Wann hast du dieses Experiment gemacht?
52:47Wann?
52:48Du konntest es doch erst machen,
52:49nachdem du von der Sache
52:50überhaupt gehört hattest.
52:51Also frühestens vorgestern.
52:56Ja, das ist richtig.
52:57Aber Frau Peters sagte doch gestern,
52:59seit Tagen erzählt mir
53:01ihr Onkel von Madeira.
53:03Seit Tagen, sagte sie.
53:05Das würde doch heißen,
53:07du hast mit ihr schon
53:08über Madeira gesprochen,
53:10bevor du überhaupt
53:10von der Polizei erfahren hast,
53:12dass Frau Domburg
53:13genau auf dieselbe Weise
53:15überredet worden ist,
53:17ihre Wohnung aufzugeben,
53:19ihre Möbel zu verkaufen
53:20und ihr Geld abzuheben.
53:27Onkel Paul.
53:28Ja?
53:29Wo ist diese Frau?
53:31Ich muss mit ihr sprechen.
53:34Ach, du möchtest mit ihr sprechen?
53:35Ja.
53:37Oder ich muss der Kriminalpolizei
53:39sagen, was ich weiß.
53:41Entschuldige, aber...
53:42Aber...
53:43Du brauchst dich doch nicht
53:45zu entschuldigen.
53:47Sogar keine Ursache.
53:49Also gut.
53:52Hast du Zeit?
53:53Ja, natürlich habe ich Zeit.
53:55Also gut, dann fahren wir hin.
53:56Wohin?
53:57Sie ist in meinem Wochenendhaus.
53:59Im Wochenendhaus?
54:01Ja, ich habe es ihr gestern gezeigt.
54:03Gestern?
54:03Ja, gestern Nachmittag.
54:04Es hat ihr so gut gefallen,
54:05dass sie mich gebeten hat,
54:06ob sie nicht ein paar Tage
54:07dort bleiben könnte.
54:09Und ich habe ihr gesagt,
54:10natürlich bitte,
54:11der Kühlschrank ist voll,
54:13verhungern kann man nicht.
54:15Ja.
54:16Also fahren wir.
54:17Hm?
54:17Hm?
54:17Hm?
54:17Hm?
54:17Hm?
54:17Hm?
54:17Hm?
54:19Hm?
54:19Hm?
54:21Hm?
54:22Hm?
54:23Hm?
54:24Hm?
54:25Hm?
54:26Hm?
54:27Kein Licht.
54:30Vielleicht schläft sie.
54:42Abgeschlossen.
54:43Wo ist sie?
55:05Ich weiß es nicht.
55:08Du weißt es nicht?
55:10Nein.
55:11Doch vielleicht hat sie Angst bekommen
55:12und ist weggegangen.
55:14Weißt du, es gibt ja viele Leute,
55:15die lieben die Einsamkeit,
55:16die Ruhe, den Wald
55:17und dann kriegen sie plötzlich Angst
55:19vor der Stille.
55:24Schade.
55:26Jetzt kannst du nicht mit ihr sprechen.
55:30Was siehst du mich so an?
55:32Wo ist sie, Onkel Paul?
55:34Ich hab dir doch gesagt, das weiß ich nicht.
55:36Ich, ich seh noch mal draußen nach.
55:37Ich, ich seh noch mal draußen nach.
55:39Nein, wozu?
55:40Ich seh noch mal draußen nach.
55:40Ich seh noch mal draußen nach.
55:41Nein, wozu?
55:42Ich seh noch mal draußen nach.
55:42Nein, wozu?
55:43Onkel Paul.
55:44Onkel Paul.
55:45Ja, Claire.
55:46Du, du hast...
55:47Deine Fantasie geht ja mit dir durch.
55:51Komm, setz dich.
55:53Ich mach Musik
55:54und hol uns was zu trinken.
56:02Magst du ein Glas Champagner?
56:04Nein, ich will kein Champagner.
56:06So.
56:08Da war ich.
56:15Ich brauch eins.
56:18Du.
56:29Das ist nicht spulos an mir vorübergegangen.
56:36Ich bin müde.
56:39Sehr müde.
56:42Aber nach einem Schluck Sekt wird alles wieder in Ordnung sein.
56:47Komm, komm, komm, triff ein Glas mit mir, mit deinem alten Onkel.
57:17Wo kommen Sie denn her?
57:41Wir waren immer in Ihrer Nähe.
57:42Was ist passiert?
57:44Ich glaube, Sie hätten recht.
57:47Lone des Golfe-Clairs
57:51A des Reflets d'argent
57:55La mer
57:57A des Reflets d'argent
58:00D'un plus
58:02Untertitelung des ZDF, 2020
58:32Untertitelung des ZDF, 2020
59:02Untertitelung des ZDF, 2020
59:32Untertitelung des ZDF, 2020
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