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Kommissar Keller - Erik Ode /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Theodor Grädler
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Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Theodor Grädler
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TVTranskript
00:00Untertitelung des ZDF, 2020
00:30Untertitelung des ZDF, 2020
01:00Untertitelung des ZDF, 2020
01:29Untertitelung des ZDF, 2020
01:59Untertitelung des ZDF, 2020
02:29Untertitelung des ZDF, 2020
02:59Untertitelung des ZDF, 2020
03:29Untertitelung des ZDF, 2020
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04:29Untertitelung des ZDF, 2020
04:59Untertitelung des ZDF, 2020
05:29Untertitelung des ZDF, 2020
05:59Ist er nicht da?
06:08Nein, er ist nicht da.
06:10Vielleicht ist er auf den See raus. Er hat ein Boot.
06:14Darf ich fragen, wie Sie heißen?
06:18Mein Name ist Benz. Ich versorge hier die Grundstücke.
06:21Und seit wann sind Sie hier?
06:23Seit wann?
06:23Ich meine, wann sind Sie heute Morgen gekommen?
06:26Ich weiß nicht. Ich habe keine Uhr.
06:28Haben Sie zufällig Schüsse gehört?
06:31Schüsse?
06:31Das muss doch geknallt haben, vier oder fünf Mal.
06:34Geknallt? Das sind halt hier öfter.
06:35Das sind die Diesenjäger, die kommen vom Fürstenfeldbruck rüber.
06:39Ich meine Pistolenschüsse.
06:40Pistolenschüsse?
06:41Haben Sie nichts gehört?
06:43Nein.
06:45Der Herr Rauda ist heute Morgen erschossen worden, hier auf seinem Steg.
06:47Was?
06:49Aber Sie haben nichts gehört und nichts gesehen?
06:52Nein.
06:53Danke.
06:54Ja, danke, das reicht.
07:02Der Mann ist Automobilhändler und er ist verheiratet.
07:06Dann kümmern wir uns mal um seine Frau.
07:08Guten Tag.
07:21Frau Rauda?
07:22Nein.
07:25Kriminalpolizei.
07:26Können wir bitte Frau Rauda sprechen?
07:28Frau Rauda ist meine Schwester.
07:30Was wollen Sie?
07:32Ja, ist Frau Rauda nicht da.
07:33Meine Schwester ist im Garten.
07:35Ist was mit meinem Schwager?
07:36Warum fragen Sie danach?
07:40Weil er nicht da ist.
07:41Er ist jeden Montagmorgen spätestens um neun Uhr da.
07:44Er verbringt sein Wochenende immer am Starnberger See.
07:46Wir fragen uns, ob ihm etwas zugestoßen ist.
07:49Schon zwei Uhr.
07:52Was ist das für Unglück?
07:53Ihr Schwager ist heute Morgen ermordet worden.
07:58Was?
07:58Was sagen Sie da?
08:05Er wurde auf dem Steg seines Bootshauses am Starnberger See erschossen.
08:09Was sagen Sie um Himmels Willen?
08:11Wer?
08:14Wer hat ihn erschossen?
08:16Das wissen wir noch nicht.
08:17Man hat ihn in sein Boot gelegt und hat das Boot dann treiben lassen.
08:21Sie sprechen von Rauda.
08:23Von meinem Schwager Gerhard Rauda.
08:25Wir sprechen von diesem Mann.
08:32Ja, das ist er.
08:35Moment, was machen wir da?
08:38Meine Schwester ist im Garten.
08:39Sie...
08:39Sie hat mich gegen zwölf Uhr angerufen.
08:42Sie hat gesagt, Gerhard ist nicht nach Hause gekommen.
08:44Sie...
08:44Sie hatte Angst.
08:46Ja, bitte, kommen Sie herein.
08:58Anne!
09:02Bitte warten Sie.
09:04Ich sag's Ihnen.
09:08Das war nicht sein Wagen.
09:09Ich kenne seinen Wagen.
09:12Wer ist da gekommen?
09:12Zwei Männer von der Kriminalpolizei.
09:22Es ist ihm etwas zugestoßen.
09:23Sie wollen mit ihr sprechen?
09:39Ja.
09:41Ich hole Wasser und deine Tablette.
09:42Warten Sie.
09:48Bitte warten Sie.
09:49Bitte warten Sie.
09:53Es tut uns sehr leid, Frau Rauda, dass Sie Ihnen eine so schreckliche Nachricht überbringen müssen.
10:09Auf dem Steg?
10:10Ja.
10:11Heute Morgen?
10:12Ja, heute Morgen.
10:14Wann?
10:15Wahrscheinlich gegen neun Uhr.
10:17Gegen neun?
10:18Sagt der Arzt.
10:19Wissen Sie nicht, wer es getan hat?
10:25Jemand hat vier oder fünfmal auf ihn geschossen.
10:28Wir wissen noch nicht, wer.
10:31Vier oder fünfmal.
10:37Aber das muss man doch gehört haben.
10:39Oder gesehen.
10:42Sie sagen, auf dem Steg, den sieht man doch.
10:45Der ist doch weiterhin zu sehen.
10:48Jedenfalls gibt es keinen Zeugen.
10:49Ich habe keinen Zeugen.
10:55Große Gott.
10:57Er ist tot.
11:03Er ist tot.
11:04Bitte gehen Sie.
11:16Sie können jetzt nicht mit ihr sprechen.
11:19Ich werde Ihre Fragen beantworten.
11:28Bitte.
11:30Danke.
11:30Was für Fragen haben Sie?
11:35Seit wann besitzt Herr Rauda dieses Bootshaus?
11:40Seit 20 Jahren.
11:42Er verbringt das Wochenende dort.
11:45Jedes Wochenende.
11:47Mit seiner Frau?
11:48Manchmal mit seiner Frau.
11:50Aber nicht immer mit seiner Frau.
11:52Nein.
11:54Auch dieses Wochenende hat er nicht mit seiner Frau dort verbracht?
11:58Nein.
12:00Nach unseren Feststellungen war er nämlich nicht alleine.
12:05Allein ist er nie.
12:06Ich glaube nicht, dass er auch nur einmal in seinem Leben in diesem Haus allein gewesen ist.
12:12Es war eine Frau bei ihm.
12:13Wenn jemand das Wochenende mit ihm in diesem Haus verbringt, dann ist es immer eine Frau.
12:22Es kommt uns darauf an, festzustellen, wer in der vergangenen Nacht dort geschlafen, im See gebadet, gefrühstückt hat.
12:29Sie wissen es nicht?
12:31Nein.
12:33Aber wir haben einen Bademantel gefunden.
12:35Schwarz?
12:38Quergestreift?
12:40Lila?
12:42Ja.
12:43Und ein Bikini, der noch nicht trocken war.
12:45Lila?
12:46Ja, war Lila.
12:47Wissen Sie, wem diese Kleidungsstücke gehören?
12:50Wann, sagten Sie, hat man ihn erschossen?
12:52Um neun?
12:53Ja, so ungefähr.
12:54Ja.
12:57Dann hat sie nichts damit zu tun.
12:59Spätestens um sieben muss sie losfahren, damit sie rechtzeitig nach Hause kommt.
13:04Um wen handelt es sich denn?
13:06Es ist...
13:11Ich nehme an, dass sie es ist.
13:15Seit einem Jahr verbringt sie das Wochenende draußen.
13:19Eine Frau Keruth.
13:22Die Frau eines Zahnarztes.
13:25Sie wohnen nicht weit von hier.
13:27Sie kennen diese Frau?
13:29Ja, ich kenne sie.
13:31Und auch Ihre Schwester kennt diese Frau?
13:34Ja, sie auch.
13:36Um welche Beziehung zwischen Ihrem Schwager und dieser Frau Keruth handelt es sich?
13:40Haben Sie ein Verhältnis?
13:42Mein Schwager kennt nur solche...
13:46...Beziehungen.
13:47Ich...
13:51Ich...
13:52Ich rufe Sie an.
13:59Wem bist du anrufen?
14:01Sie war doch da.
14:02Sie war doch sicher draußen.
14:03Brigitte, das solltest du...
14:04Kann ich Frau Keruth sprechen?
14:07Hier ist Rauda.
14:10Kannst du mir etwas zu trinken bringen?
14:12Mein Hals ist wie...
14:13Erika?
14:14Erika?
14:15Brigitte ist hier.
14:18Ja, guten Tag.
14:20Warst du draußen, Erika?
14:21Nein, er ist nicht da.
14:26Er ist nicht gekommen.
14:28Aber...
14:29Die Polizei ist hier.
14:33Sie sagen...
14:35...Gerd ist erschossen worden.
14:39Heute Morgen um neun sei er draußen auf dem Bootsteg erschossen worden.
14:42Wann bist du heute Morgen weg?
14:46Ja, Sie sagen es.
14:49Sie sind doch hergekommen, um es mir zu sagen.
14:53Sie haben ihn in einem Ruderboot gefunden.
14:57Wann bist du weg?
15:03Gegen sieben ist sie weg.
15:05Sie geht immer um sieben, weil...
15:11Sie muss ja die Kinder in die Schule schicken.
15:15Frau Keruth?
15:17Grabert Kriminalpolizei.
15:19Wir kommen sofort zu Ihnen.
15:29Polizei?
15:30Ja, guten Tag.
15:31Guten Tag, Frau Keruth.
15:32Guten Tag.
15:33Ist es wahr?
15:37Erschossen?
15:38Ja.
15:39Heute Morgen auf dem Bootsteg?
15:43Bitte kommen Sie herein.
15:44Ich habe gleich nochmal zurückgerufen.
15:47Frau Rauder hat mir erzählt, was Sie festgestellt haben.
15:51Vier, fünf Schüsse, die man auf ihn abgegeben hat?
15:58Wer kann es getan haben?
16:01Die ganze Zeit frage ich mich, wer etwas so Entsetzliches tun konnte.
16:07Sie wissen nicht, wer es war?
16:08Noch nicht.
16:09Keinen Anhaltspunkt?
16:11Nein, wir fangen erst an zu ermitteln.
16:15Bitte nehmen Sie doch Platz.
16:16Danke.
16:18Möchten Sie etwas trinken?
16:20Vielen Dank.
16:20Vielen Dank.
16:21Bitte.
16:21Zur Sache, Frau Keruth.
16:26Sie waren dieses Wochenende draußen am See?
16:29Ja.
16:30Der schwarze Bademantel, den wir gefunden haben?
16:32Ja, das ist meiner.
16:34Der lila Bikini?
16:35Meine.
16:37Wir haben doch noch gebadet heute Morgen.
16:39Ja, offensichtlich gebadet und gefrühstückt, denn es stand Geschirr auf dem Tisch.
16:44Ja, Montagmorgens habe ich keine Zeit mehr aufzuräumen, weil ich weg muss.
16:48Zigaretten?
16:49Danke.
16:51Wann sind Sie gegangen?
16:53Kurz vor sieben.
16:55Ich fahre immer kurz vor sieben.
16:57Sie haben Ihren eigenen Wagen?
16:58Ja.
17:00Kurz vor sieben, also...
17:01Er hat mich doch noch zum Wagen gebracht.
17:04Sie fuhren dann ab und er ging zurück ins Haus.
17:07Ja, wie gesagt, Montagmorgens bringt er alles in Ordnung.
17:12Er bleibt ungefähr zwei Stunden, bis er dann auch losfährt.
17:18Ist Ihnen irgendetwas aufgefallen heute Morgen?
17:23Nein, nichts.
17:24Sie haben auch keinerlei Vermutung, was denn...
17:27Nirgendwo ein denkbares Motiv?
17:30Nein.
17:32Herr Rauda, wie war er?
17:35Ja, ich meine heute Morgen.
17:37Und wie immer.
17:40Vergnügt, gut aufgelegt.
17:43Das Wetter war fabelhaft.
17:44Wir waren auf dem See.
17:47Haben gefischt.
17:49Es war ein...
17:50...ein besonders schönes...
17:53...harmonisches Wochenende.
17:55Das ist mein Mann.
17:59Guten Tag.
18:00Die Herren von der Polizei.
18:01Ja, ein Patient hat gerade abgesagt.
18:03Ich habe einen Moment Zeit.
18:06Weiß man schon mehr?
18:07Sie wissen, worum es sich handelt?
18:10Ja, ja, meine Frau hat mir erzählt.
18:11Sie kam gleich rein zu mir, als sie hörte, was da passiert ist.
18:14Man hat ihn erschossen.
18:18Kannten Sie Herrn Rauda?
18:21Aber ja.
18:23Wir sind lange, lange befreundet.
18:24Ich kenne ihn seit Jahren.
18:27Ach, bitte, behalten Sie doch Platz.
18:29Darf ich Sie etwas fragen, Dr. Kerlund?
18:31Ja, natürlich.
18:34Was für eine Beziehung besteht zwischen Ihrer Frau und Herrn Rauda?
18:39Diese Frage hatte ich natürlich erwartet.
18:42Ich habe gleich gesagt, Sie werden danach fragen.
18:45Rauchen Sie?
18:45Ist Ihnen die Frage unangenehm?
18:46Aber nein, nein.
18:49Sie sind befreundet.
18:52Sie sind sehr gut befreundet.
18:54Sie verbringen fast jedes Wochenende miteinander.
18:57Wenn das Wetter danach ist, sind wir...
18:59...waren wir fast immer auf dem See.
19:03Befreundet, sagen Sie.
19:04Ja, seit einem Jahr.
19:06Ist es ein...
19:07...eine intime Beziehung?
19:10Natürlich ist es das.
19:12Ist das richtig?
19:14Ja, das ist richtig.
19:17Sie lieben also Herrn Rauda?
19:18Das hören Sie doch.
19:19Sie sagt es ja.
19:21Seit einem Jahr.
19:23Sie kam gleich rein, Sie mir in die Praxis.
19:25Was Sie sonst nie tut, Sie...
19:27...konten kaum sprechen.
19:29Sie flüsterte nur.
19:31Gerhard ist tot.
19:33Das war ein schrecklicher Augenblick für Sie.
19:34Ja, das war's.
19:36Hallo.
19:37Bleib draußen, Arno.
19:38Was ist denn los?
19:39Bitte bringt den Jungen raus, Erik.
19:41Komm, ich mach dir was zu essen.
19:42Hast du Hunger?
19:43Ist doch nichts.
19:43Entschuldigen Sie mich bitte.
19:45Mein Sohn Arno, er kommt aus der Schule.
19:48Meine Herren, wollen wir nicht hinausgehen auf die Terrasse?
19:50Gerne.
19:51Bitte schön.
19:51Ich sehe es.
19:53Wundert Sie etwas, dass ich dieses Verhältnis zwischen meiner Frau und Rauda so toleriert habe?
20:00Ist das so?
20:01Sagen wir, es ist ungewöhnlich.
20:03Ungewöhnlich?
20:04So sehe ich das nicht.
20:05Es mag sein, dass es ungewöhnlich ist, vom bürgerlichen Standpunkt aus, aber unter Menschen von einiger Bildung und Intelligenz kann man das nicht ungewöhnlich nennen.
20:14Sie waren also einverstanden mit dieser Beziehung?
20:16Sie sind beides großartige Menschen.
20:19Meine Frau sowohl wie auch Rauda.
20:22Ja, ich könnte mir vorstellen, dass Sie jetzt nach dramatischen Dingen suchen, nach aufgebrachten Gefühlen oder so.
20:29Die gibt es nicht.
20:31Dass meine Frau die Wochenenden mit unserem Freund Rauda verbrachte, das war für mich normal.
20:38Was zu trinken, meine Herren? Vielleicht der Cognac?
20:39Ich nicht, danke schön.
20:40Danke.
20:41Bitte nehmen Sie doch das.
20:42Danke.
20:44Ja.
20:45Wann, Herr Dr. Kerroth, ist Ihre Frau heute nach Hause gekommen?
20:51Wenn Sie, ich habe meiner Frau gleich gesagt, Sie werden wissen wollen, wann du nach Hause gekommen bist.
20:55Der erste Verdacht wird auf dich fallen.
20:58Da hat sie mich angestarrt wie ein Kind.
21:00Ja, jetzt fragen Sie tatsächlich danach.
21:04Sie kam gegen halb acht.
21:07Sie kommt am Montagmorgen immer gegen halb acht.
21:10Eine klare Aussage.
21:12Ja.
21:13Dr. Kerroth.
21:15Ja.
21:16Der nächste Patient.
21:17Er soll warten, Frau L. Collins.
21:19Oder wiederkommen.
21:20Ja, ist besser wiederkommen.
21:21Ich kann jetzt nicht.
21:22Es handelt Sie um Polizei.
21:23Ja, ist gut, Docter.
21:24Ach, Frau L. Collins?
21:25Ja.
21:26Wann kam meine Frau heute früh?
21:29Ich meine, wann haben Sie sie gesehen?
21:31Das war...
21:32...gegen halb acht.
21:34Danke, Frau L. Collins.
21:36Und nehmen Sie Verena mit hinaus.
21:38Ja.
21:38Komm.
21:39Komm, Tag.
21:40Tag.
21:42Es ist meine Tochter.
21:44Wissen Sie, ich möchte nicht, dass die Kinder...
21:46Sie verstehen, ja?
21:48Wie meinen Sie das?
21:49Nun, die Kinder wissen nicht, wo Ihre Mutter das Wochenende verbringt.
21:53Aber die Kinder kennen Rauda.
21:56Ja, aber selbstverständlich.
21:58Er hat Ihnen zum Beispiel Segeln beigebracht.
22:00Sie sind immer sehr gerne...
22:02Sie waren immer sehr gerne bei ihm am See.
22:04Nur wissen Sie nicht, dass auch Ihre Mutter sehr gerne draußen gewesen ist, zum Wochenende?
22:11Ich war fast sicher, dass Sie die gewöhnlichen, die üblichen moralischen Ansichten teilen würden.
22:17Aber darüber zu urteilen ist sicherlich nicht Ihre Aufgabe, mein Herr.
22:20Natürlich nicht.
22:21Tja, ich glaube, das war's fürs Erste.
22:23Bitte schön.
22:24Auf Wiedersehen, Dr. Kerroth.
22:26Auf Wiedersehen.
22:27Auf Wiedersehen, Dr. Collins.
22:32Was sagen Sie, Herr Doktor?
22:33Ja.
22:34Könnte ich vielleicht noch mal Ihre Sprechstundenhilfe sehen?
22:37Ja, natürlich.
22:39Bitte.
22:40Frau Collins.
22:42Bitte, komm.
22:46Sagen Sie, Frau Collins, wann haben Sie Frau Kerroth heute Morgen gesehen?
22:51Ich...
22:51Ich sah Frau Kerroth, als ich die Haustür aufschloss.
22:55Ja, wohnen Sie denn hier im Haus?
22:57Ja, Frau Collins hat ein Zimmer hier im Haus.
23:00Im ersten Stock.
23:01Ach so.
23:02Also, Sie schlossen die Tür auf und?
23:05Sie war gerade mit dem Wagen vorgefahren und stieg aus.
23:11Ist Ihnen an Frau Kerroth irgendwas aufgefallen?
23:13War sie vielleicht bedrückt?
23:16Nicht im Geringsten.
23:17Sie war gut gelaunt.
23:20Sie kommt immer gut gelaunt von Sternberg zurück.
23:22Wo ist sie denn jetzt?
23:27Sie hat sich hingelegt.
23:28Sie hat sich ganz plötzlich nicht wohlgefühlt.
23:31Ich habe ihr eine Tablette gegeben.
23:33Ja, der Schock kommt jetzt.
23:36Jetzt kommt er erst.
23:37Darf mich um Sie kümmern.
23:38Entschuldigung.
23:39Einen Moment, Doktor.
23:40Ja?
23:42Wo waren Sie eigentlich heute Morgen?
23:46Ich?
23:46Doktor Kerroth frühstückte gerade.
23:49Ich frühstückte?
23:50Als Ihre Frau kam.
23:53Ja.
23:53Ja, da frühstückte ich.
23:55Und dann?
23:56Dann kam er zu mir in die Praxis.
24:00Danke, das wär's.
24:03Wiedersehen.
24:04Wiedersehen, meine Herren.
24:05Was hältst denn du davon?
24:11Ungewöhnliche Verhältnisse.
24:12Ob die heute noch ungewöhnlich sind?
24:14Das sind doch von der Polizei.
24:16Das sehe ich doch am Funkgerät.
24:18Was denn los?
24:19Lass dir das von deinem Vater sagen.
24:25Sag mal, kennst du Herrn Rauder?
24:27Ja, natürlich.
24:30Ach ja, er hat dir Segeln beigebracht, hat dein Vater gesagt.
24:32Ja, als er noch ein Segelboot hatte.
24:34Ja, jetzt hat er ein Motorboot.
24:36Weißt du was?
24:38Er ist ermordet worden heute früh.
24:40Was?
24:42Ja, jemand hat auf ihn geschossen.
24:44Am Starnberger See auf seinem Boot steg.
24:47Arno, komm sofort herein.
24:51Was suchst du denn hier draußen?
24:52Los, geh rein.
24:53Ich geh ja schon.
24:57Haben Sie ihm was gesagt?
24:58Was Sie meinen, habe ich ihm nicht gesagt.
25:01Aber, was Sie ihm verschweigen wollen, das wird er morgen in der Zeitung lesen.
25:05Zeitung?
25:06Wieso denn?
25:07Muss man doch keine Namen nennen.
25:09Ich glaube, da kommt noch ein Problem auf Sie zu, Doktor Wiedersohn.
25:12Und das alles halten diese Leute für normal?
25:29Doktor Kerruth sagt, Sie seien gebildete, intelligente Leute, die die gewöhnlichen, wie sagt er?
25:38Die üblichen Ansichten.
25:40Richtig, ja.
25:42Die die üblichen Ansichten über bürgerliche Moralbegriffe nicht teilten.
25:45Und teilte er Sie wirklich nicht?
25:50Auf mich wirkte er ehrlich.
25:52Es sah so aus, als glaubte er das, was er sagte.
25:55Sie glauben immer alle, wie stark Sie sind.
25:58Aber Sie sind es nicht.
26:01Hat der Mann einen Alibi?
26:03Er hat seine Frau in Empfang genommen heute Morgen und dann ist er in seiner Praxis.
26:07Und was ist mit Frau Rau da?
26:10Sie sagt, Sie sei zu Hause gewesen.
26:14War sie es?
26:15Ihr Alibi haben wir noch nicht überprüft.
26:18Robert, Harry, ihr müsst noch mal zum Starnberger See.
26:21Irgendjemand muss die Schüsse gehört haben.
26:23Und wir weiter.
26:24Wir werden uns erlauben, Frau Rau da einen kleinen Besuch abzustatten.
26:30Frau Rau da, ich möchte mir gerne eine Vorstellung von Ihrem Mann machen.
26:36Soll ich ihn beschreiben?
26:39Kann man das, Anna?
26:42Kann man diesen Mann beschreiben?
26:43Versuch's.
26:51Er war, wie man sich einen Mann wünscht.
26:54Intelligent, voller Fantasie, voller Gefühl.
26:57Zartgefühl.
27:01Wenn man sagt, er habe Charme, so trifft das nicht die Sache nicht genau.
27:06Aber er hatte ihn.
27:09Unbewusst.
27:11Verbessere mich, wenn ich etwas Falsches sage.
27:15Sage ich etwas Falsches?
27:16Nein.
27:17Ist alles richtig, was du sagst.
27:22Seine Anwesenheit war wohltuend.
27:27Seine bloße Anwesenheit machte eine Frau glücklicher.
27:31Ich war es.
27:34Alle Frauen, die ihm begegneten, waren es.
27:38Sie lieben Ihren Mann?
27:39Ja, natürlich.
27:43Aber er hat sie doch betrogen und das haben Sie hingenommen?
27:46Ja.
27:47Es hat Ihnen nichts ausgemacht.
27:49Nein.
27:51Er sagte selber, Brigitte, die Leute werden sagen, ich betrüge dich, aber...
27:56ich betrüge dich nicht.
27:58Es ändert nichts an meinem Gefühl für dich.
28:00Nicht das Geringste.
28:01Warum sollte ich nur einen Menschen lieben?
28:03Ich habe das verstanden.
28:10Ich war einverstanden damit.
28:14Es ist eine Sache, die Sie mir glauben müssen.
28:20Frau Rauder, wo waren Sie heute Morgen um neun?
28:26Haben Sie verstanden, Frau Rauder?
28:30Ja, ich habe verstanden.
28:31Ich war hier.
28:35Ich habe gewartet.
28:36Ich habe auf die Uhr geschaut.
28:38Gewartet, dass er kam.
28:41Aber er kam hier nicht.
28:43Kann jemand bestätigen, dass Sie heute Morgen um neun hier waren?
28:51Bestätigen?
28:59Gibt es einen Zeugen, Frau Rauder?
29:01Einen Zeugen?
29:06Hat dich jemand gesehen?
29:08Oder hat dich jemand angerufen?
29:11Nein.
29:12Frau Rauder,
29:14besitzen Sie eine Pistole?
29:17Eine Pistole?
29:19Ich habe keine Pistole.
29:22Mein Mann hat eine Pistole.
29:25Sie ist oben.
29:25Die hat er in seinem Schreibtisch.
29:31Sie muss hier sein.
29:43Sie ist nicht mehr da?
29:46Nein.
29:46Frau Rauder,
29:54waren Sie heute Morgen am Starnberger See?
29:58Nein.
29:59Haben Sie einen eigenen Wagen?
30:03Ja.
30:03Ja, wir sind gerade auf dem Weg.
30:19Ob ein roter R6 gesehen worden ist?
30:22Ja, ja, in Ordnung, Chef.
30:24Ende.
30:25Die Rauder hat kein Alibi
30:27und fährt einen roten R6.
30:30Wann fährst du denn nicht?
30:31Ist da nicht der Junge von Dr. Kerroth dabei?
30:33Nein.
30:39Lassen Sie mich einfach.
30:44Ha-ha!
30:51Ha-ha!
30:55Ha-ha!
30:56Ha-ha!
30:58Ha-ha!
30:59Was ist? Mach das Weidekommen.
31:11Willst du dich mal umsehen da?
31:12Wir sollen weg.
31:14Ja, du kannst mit reinkommen.
31:15Ist schon gut, Herr Blüm.
31:17Was suchen die denn da?
31:18Wir suchen die Schusswaffe.
31:20Legt die denn da drin?
31:21Ja, wir nehmen an, dass der Mörder sie ins Wasser geworfen hat.
31:23Du kennst das Grundstück, ja?
31:25Ja, natürlich.
31:26Wir waren in Cain hier.
31:28Ich geh mal rein.
31:29Bleib doch hier, Arno.
31:30Sag doch, ich darf rein.
31:31Ja, ja, komm.
31:33So, du verschwindet endlich.
31:36Bitte.
31:45Was willst du mit dem Jungen, Robert?
31:47Von ihm erfahren wir vielleicht mehr als von seinen Eltern.
31:50Der Junge weiß nicht, dass seine Mutter hier gewesen ist.
31:53Es ist nicht unsere Sache, ihm das beizubringen.
31:55Das tue ich auch nicht.
31:56Wo ist denn das Ruderboot?
31:57Das Boot? Warum?
31:59Es liegt sonst immer hier.
32:00Der Fisch doch mit dem Boot.
32:02Schwimmen geht ja und Fischen morgens.
32:05Deswegen liegt es da immer.
32:06Bist du mal mitgegangen zum Fischen und Schwimmen?
32:08Ja, früher.
32:11Ja, komm mit.
32:11Du sagst, du hast die Ferien hier verbracht.
32:18Ja, früher.
32:19Ja, früher.
32:19Ja, früher.
32:19Ja, früher.
32:20Wieso früher, jetzt nicht mehr?
32:21Nein.
32:22Warum nicht?
32:24Wir haben uns nicht mehr eingeladen.
32:26Wieso, habt ihr euch gestritten?
32:27Gestritten?
32:29Oder die Eltern, ich meine.
32:30Haben die Eltern, haben die Eltern sich gestritten?
32:31Weil er allein sein wollte hier.
32:33Wegen der Frauen.
32:34Da war er verrückter Frau.
32:37Da waren auch noch andauernd Frauen.
32:39Bei denen ist er schwimmen gegangen und Fischen und...
32:43Frauen.
32:44Wir sind mal mit dem Boot vorbeigefahren.
32:47Wollten anlegen.
32:48Die Kammer rausgeschlossen hat, gerufen, los, weg.
32:50Wollte nicht, dass sie anlegten.
32:52Weil jemand da war.
32:53Weil jemand da war.
32:55Ich hab gesehen, wer da war.
32:58Frau Reite war da.
33:00Die Frau Reite, aha.
33:01Wer ist das?
33:02Von seiner Frau, die Schwester.
33:04Ach, die kennen wir ja.
33:06Die war hier?
33:07Wir haben's gesehen, weil wir hingeschwommen sind.
33:09Spaß.
33:10Getaucht sind wir und dann hochgeklettert.
33:13Und da haben wir sie gesehen durch das Fenster.
33:15Die Frau Reite?
33:17Ja.
33:18Ja, das ist seine Schwägerin.
33:20Warum soll die nicht hier gewesen sein?
33:21Sie war nackt und sie lag im Bett.
33:26Nun sind wir weg.
33:28Wer wir, wer war denn noch dabei?
33:30Meine Schwester und die anderen alle.
33:33Hat man euch gesehen?
33:35Nein.
33:36Ich sag ihr, wir sind weg.
33:38Ins Wasser und weg.
33:40Ich geh mal telefonieren.
33:41Ja, tu das.
33:42Und was will er machen?
33:44Was du uns gesagt hast, ist sehr wichtig für uns.
33:48Mit wem will er denn telefonieren?
33:50Was ist?
33:51Nichts.
33:52Wir werden uns verschwinden.
33:53So, Herr Junge, das wäre jetzt das Erste.
33:54Wir lassen auf jeden Fall was.
33:55Guten Tag, Herr Benz.
33:56Herr Benz!
33:57Warum laufst du denn weg?
33:58Kennst du den Mann?
33:59Das ist Herr Benz, der ist Klavierlehrer.
34:00Ich hab mal Klavierunterricht bei ihm gehabt.
34:02Was?
34:03Ich denke, der ist Gärtner.
34:04Ist der nicht Gärtner.
34:05Ist der nicht Gärtner, Klavierlehrer ist der.
34:06Nur jetzt kann er nicht mehr, weil er Gichten in den Fingern hat.
34:07Und da hält er eben die Grundstücke in Ordnung.
34:08Ja, die Schwester von der Frau Rauder war ebenfalls hier.
34:11Übers Wochenende nehme ich an.
34:12Danke, Herr Harry.
34:13Frau Rauder.
34:14Frau Rauder.
34:15Frau Rauder.
34:16Frau Rauder.
34:17In welchem Wochenende ist das?
34:18Das ist Herr Benz, der ist Klavierlehrer.
34:19Ich hab mal Klavierunterricht bei ihm gehabt.
34:20Was?
34:21Ich denke, der ist Gärtner.
34:22Ist der nicht Gärtner, Klavierlehrer ist der.
34:23Nur jetzt kann er nicht mehr, weil er Gichten in den Fingern hat.
34:25Und da hält er eben die Grundstücke in Ordnung.
34:28Ja, die Schwester von der Frau Rauder war ebenfalls hier.
34:31Übers Wochenende nehme ich an.
34:34Danke, Herr Harry.
34:38Frau Rauder.
34:43Sie sind in der zweiten Seite.
34:46In welchem Verhältnis standen Sie zu Ihrem Schwager?
34:52Warum fragen Sie danach?
34:54Haben Sie auch das Wochenende manchmal am See verwacht?
35:02Ja.
35:04Meine Schwester weiß es.
35:06Nichts, was hinter Ihrem Rücken geschehen ist.
35:08Sie müssen sich von Ihren üblichen Vorstellungen trennen.
35:12Wir haben über alles offen gesprochen.
35:16Stimmt doch, nicht?
35:18Ja, sie hat recht.
35:19Sie war einige Male draußen.
35:21Aber das liegt lange zurück.
35:23Wie lange liegt das zurück?
35:26Ein Jahr.
35:28Es war im vorigen Sommer.
35:31Und meine Schwester hat es jedes Mal gewusst.
35:34Oder nicht?
35:36Ich sage ja, ich habe es gewusst.
35:39Woher wissen Sie das überhaupt?
35:40Es hat doch niemand außer uns gewusst.
35:49Sieben Wochen.
35:54Es war eine sehr schöne Zeit.
35:58Sie hat mein Verhältnis zu meiner Schwester nicht im Mindesten getrübt.
36:01Ich mache schon mal.
36:08Ach, Sie sind hier?
36:09Bitte, kommen Sie rein.
36:11Ja, wir wollten nur...
36:12Ist Sie da?
36:13Wie geht es Ihnen?
36:14Ich wollte Sie sehen, mit ihr sprechen.
36:16Kann man Sie sprechen?
36:21Brigitte.
36:24Ich wollte dir sagen, wie schrecklich ich das alles finde.
36:29Wie entsetzlich traurig ich bin.
36:30Ich hoffe, dieses Bild zeigt Ihnen genug.
36:39Suchen Sie einen Mörder, wo Sie wollen, aber nicht hier.
36:42Nicht unter uns.
36:48Wo wollen Sie denn hin, Herr Benz?
36:51Was wollen Sie denn von mir?
36:52Ich habe Ihnen heute Mittag doch schon gesagt.
36:54Ich weiß nichts.
36:55Ich habe nichts gehört.
36:57Hier knallt es auf, da höre ich gar nicht hin.
36:59Da hätte man ja viel zu tun, wenn man immer hinhören wollte, wenn es knallt.
37:03Sie haben also was gehört?
37:04Verstehen Sie nicht Deutsch?
37:06Ich habe nichts gehört, gar nichts.
37:08Lassen Sie mich gehen.
37:09Sie haben doch nichts zu befürchten, Herr Benz.
37:11Warum sind Sie so aufgeregt?
37:12Weil Sie hin, sagen wir hierher laufen.
37:14Ich sage Ihnen nichts.
37:15Ich kann Ihnen nichts sagen.
37:17Ich weiß nichts.
37:20Ja, dann such den Mann doch auf.
37:21Habt ihr die Adresse?
37:24Von wem?
37:26Vom jungen Kerl.
37:29Was macht denn der da?
37:31Neugierig, Chef.
37:33Ja.
37:34Er war mit vier oder fünf Schülern da.
37:36Und mit seiner Schwester.
37:37Robert hat ihn da mit reingenommen ins Haus und wahrscheinlich den Bademantel seiner Mutter erkannt.
37:43Achso.
37:45Nein, Herr Kerl ist nicht mehr da.
37:47Ich schicke Walter ihn.
37:49Danke, Herr Witt.
37:53Der junge Kerl war draußen im Haus am See.
37:56Arno?
37:57Ja.
37:59Mein Mann mochte ihn.
38:00Er hat ihn immer eingeladen in den Fährchen zum Segeln.
38:03Beide Kinder.
38:04Sie haben sich sehr wohl gefühlt da.
38:06Was wollte er draußen?
38:08Weiß er, dass seine Mutter manchmal das Wochenende draußen verbracht hat?
38:12Nein, natürlich nicht.
38:13Wir haben verabredet, gemeinsam verabredet, dass die Kinder es nicht erfahren.
38:19Weiß er es denn jetzt?
38:20Rausgefahren?
38:35Was wollten Sie denn dort?
38:39Arno hat meinen Bademantel hängen sehen.
38:42Deinen Bademantel?
38:43Ja, gleich neben der Tür habe ich ihn hingehängt.
38:46Und er kennt meinen Bademantel.
38:48Hat er nicht gesagt, dass er ihn erkannt hat?
38:51Er muss ihn erkannt haben.
38:53Er kennt ihn genau.
38:55Jetzt weiß er, dass ich dort war.
38:57Ja, dann weiß er es eben.
39:00Ich denke, das ist eine Sache, Erika, die man erklären kann.
39:04Das kannst du ihm nicht erklären.
39:07Warum denn nicht?
39:08Der Junge ist doch nicht dumm.
39:10Wir haben ihn doch schließlich erzogen, alle Dinge richtig zu sehen.
39:14Ja, ich meine, einem richtigen Verhältnis zu sehen.
39:16Aber das mit Raude haben wir ihm nicht gesagt.
39:26Was glaubt er denn, wo Sie waren?
39:29Sonntags.
39:33Wir haben ihm gesagt, dass ich zu meinen Eltern fahre.
39:37Wir haben alles Mögliche gesagt.
39:40Ach, der Junge hat ja nie gefragt.
39:46Er lebt sehr selbstständig, müssen Sie wissen.
39:50Beide Kinder.
39:52Wir fragen Sie ja auch nicht, wie Sie Ihre Zeit verbringen.
39:56Ich meine,
39:58niemand in dieser Familie
39:59sollte sich irgendwie kontrolliert vorkommen.
40:04Erika,
40:06wir hätten Sie ihm sagen sollen.
40:08Ja, gleich sagen, ganz offen.
40:11Ich meine, das hätte man doch
40:12vernünftig, begreifbar erklären können, oder?
40:15Das weiß ich nicht.
40:16Warum denn nicht?
40:19Er hat dich einmal mit Monika gesehen.
40:22Monika?
40:23Als du morgens aus ihrem Zimmer kamst.
40:26Da hat er mich gesehen?
40:28Ja.
40:28Und der Junge kam zu mir und fragte,
40:30was macht denn Vater im Zimmer von Fräulein Collins?
40:33Moment.
40:35Das ist doch Ihre Sprechstundenhilfe.
40:36Ja.
40:37Er hat ein Verhältnis mit ihr.
40:39Wieso hat er mich denn gesehen?
40:41Das weiß ich nicht.
40:43Er sagte nur,
40:43wo schläft Vater denn eigentlich?
40:47Das hast du mir nie gesagt.
40:50Unter einem Dach mit deinen Kindern.
40:52Fast Tür an Tür mit ihnen.
40:54Aber Erika,
40:56wir haben doch darüber gesprochen.
40:58Ganz offen gesprochen.
41:00Ich hab dir gesagt,
41:01was mich,
41:01was mich mit Monika verbindet.
41:03Und du hast gesagt,
41:04du hast nichts dagegen.
41:05Natürlich hatte ich was dagegen.
41:06Ich habe immer etwas dagegen gehabt.
41:08So schön war der Gedanke,
41:09nicht zu wissen,
41:10dass mein Mann eine Tür weiter
41:11die Nacht mit einer anderen Frau verbringt.
41:13Na und?
41:15Hattest du denn die Sache mit Rauda?
41:17Damals die schon begonnen?
41:17Was soll ich denn dazu sagen?
41:18Ach, das war dir doch gleichgültig.
41:20Gleichgültig?
41:21Mir?
41:21Nicht?
41:25Nein.
41:27Es war mir nicht gleichgültig.
41:30Es ist mir niemals gleichgültig gewesen.
41:33Bis heute nicht.
41:37Und der Gedanke,
41:38dass man den Mann
41:39in einem Ruderboot gefunden hat,
41:42in dem er langsam
41:43über den See trieb.
41:46Der Gedanke tut mir wohl.
41:50Gerhard.
42:02Das werden die Kinder sein.
42:04Gehen.
42:06Gerhard.
42:08Oder kannst du deine Kinder
42:09nicht mehr ins Gesicht sehen?
42:13Warum kommt ihr jetzt erst nach Hause?
42:26Kaum, denn zu spät.
42:29Nein, nein.
42:30Wo seid ihr denn gewesen?
42:33Rumgefahren.
42:35Ist noch jemand da
42:36von der Polizei?
42:37Ja.
42:39Was sollen denn hier?
42:41Der geht sicher gleich.
42:43Wollt ihr was essen?
42:46Was schaust du mich so an?
42:58Was haben Sie gesagt?
43:00Haben Sie gesagt,
43:01was Sie waren?
43:02Nein.
43:04Was waren Sie denn jetzt?
43:06Rauf sind sie.
43:07Rauf.
43:09Hat er denn nichts gefragt,
43:10der Junge?
43:12Nein.
43:13Ich weiß doch nichts.
43:17Sie sind Klavierlehrer,
43:18Herr Benz.
43:20Ja.
43:21Geben Sie noch Stunden?
43:22Nein.
43:23Nein, ich gebe keine mehr.
43:25Ich habe keine Schüler mehr.
43:26Es kommen keine mehr.
43:28Sie kommen nicht mehr,
43:29seitdem der Rauder erzählt,
43:30ich hätte ge...
43:31Herr Rauder?
43:33Ja.
43:34Ich habe dem kleinen
43:35Kerl hier Unterricht gegeben.
43:37Eines Tages kam Rauder mit rauf
43:39und sagte,
43:40spielen Sie doch mal was, Benz.
43:42Ich sagte,
43:43warum soll ich was spielen?
43:44Herr Rauder,
43:46er sagte,
43:46es hört sich nicht mehr gut an,
43:48was Sie spielen.
43:49Zeigen Sie doch mal Ihre Finger.
43:51Da musste ich ihm
43:52meine Finger vorzeigen.
43:54Er sagte,
43:55Sie haben ja Gicht,
43:55das sind ja Gichtknoten,
43:57mit den Fingern können Sie ja nicht mehr spielen.
43:59Überall erzählte der Mann,
44:01mit dem Benz ist es aus,
44:02das ist ein Klavierlehrer,
44:03der nicht mehr Klavier spielen kann.
44:05Der hat mich auf dem Gewissen,
44:07der Mann.
44:08Seitdem kommen keine Schüler mehr,
44:10seitdem muss ich Laub sammeln.
44:13Laub und Äste und Steine.
44:16Das habe ich ihm auch gesagt,
44:17wenn er kam, samstags.
44:19Sie!
44:21Sie haben mich auf dem Gewissen,
44:22wissen Sie,
44:23dass Sie mich auf dem Gewissen haben?
44:24Jetzt nehmen Sie sich zusammen, Benz.
44:26Das kann der nicht dafür,
44:26dass Sie Gicht haben.
44:27Sie sind schuld,
44:28dass ich keine Schüler mehr habe.
44:30Warum kommen die denn nicht mehr?
44:31Weil Sie gesagt haben,
44:33der Mann kann nicht mehr Klavier spielen.
44:35Menschenskind, Benz,
44:36was habe denn ich damit zu tun?
44:37Jawohl, das haben Sie gesagt.
44:39Der Mann kann nicht mehr Klavier spielen.
44:41Das können Sie doch auch nicht.
44:44Sie haben mich auf dem Gewissen.
44:45Sie!
44:46Sie!
44:49Glauben Sie,
44:49das hat ihm was ausgemacht?
44:52Das war dem völlig egal.
44:54Dem war alles egal.
44:55Ich habe auch gesehen,
44:57mit wem er da kam.
44:59Das hat ihn nicht im Geringsten geniert.
45:01Ich habe es dann auch dem Juden gesagt.
45:03Weißt du,
45:04was deine Mutter macht?
45:05Was haben Sie gesagt?
45:06Sie haben dem Jungen gesagt das?
45:08Ja.
45:09Ja, ja.
45:10Weil er gerade vorbeikam.
45:14Zufällig.
45:15Arno!
45:17Was machst du denn hier?
45:19Willst du deine Mutter besuchen?
45:21Ist die hier?
45:23Ach, da kriege der Wagen.
45:24Marina Mutter ist hier.
45:25Da gehen wir mal rein.
45:27Da musst du heute Nacht klingeln.
45:28Da hast du mehr davon.
45:30Aber da lassen die dich nicht rein.
45:31Was meinen Sie damit?
45:49Sie haben es ihm also gesagt,
45:50dass seine Mutter
45:51ein Verhältnis mit Rauda hat?
45:53Ich habe ihm doch gesagt,
45:54was ich gesagt habe.
45:55Ja.
45:56Ist er denn wiedergekommen?
45:58Das weiß ich doch nicht.
45:59Nein.
46:01Ja, ist gut, Harry.
46:05Danke.
46:08Ich würde gerne noch mal
46:09Ihren Sohn sprechen.
46:20Arno?
46:22Bitte.
46:28Warum gehst du nicht ins Bett, Verena?
46:30Geh in dein Zimmer.
46:39Ich habe noch eine Frage an dich.
46:43Der Herr Benz hat dir gesagt,
46:45dass deine Mutter bei Rauda sei.
46:48Und du solltest da mal nachts kommen
46:50und nachsehen.
46:51Erinnerst du dich?
46:56Ja.
46:58Und?
46:59Bist du nachts wiedergekommen?
47:01Ja.
47:03Ich bin hingeschwommen.
47:06Nachts.
47:06vonor relyst du für etwas
47:09aufz coisa по支 Setcal darin zu haben.
47:22Und du hast es ihn?
47:23Wo ist dein Liebes?
47:24Ja.
47:24Ernerst du meinst
47:25hast du gerät?
47:25Also ist es sie für ein Trailer.
47:28Ich bin...
47:28dass mein Suh bewonia
47:30daher.
47:31Das einer modern sehr bewegt hat.
47:31Ne Interview ist deep.
47:32trying.
47:32zuboom- Purmelzuiçãoan,
47:32und hat er wihten gebaut.
47:34Beide.
47:34Ja, was hast du denn ge...
47:57Wann...
47:59Wann war denn das?
48:04Was hast du denn gesehen?
48:07Arno!
48:11Arno...
48:14Du hast doch nicht die Nerven verloren.
48:17Na, das glaube ich nicht.
48:20Warum denn auch Arno?
48:23Ich meine, ich weiß zwar nicht, was du da...
48:27was du da gesehen hast, aber...
48:29wenn du mich gefragt hättest, wenn du...
48:31wenn du zu mir gekommen wärst, dann...
48:34mein Gott, da hätten wir doch über alles reden können.
48:37Arno...
48:39Warum siehst du mich nicht an?
48:44Ja.
48:46Äh, ja, ich bin gerade hereingekommen.
48:50Der Junge meinst du?
48:55Hm...
48:56Ja, Rauder hat eine Pistole bei sich zu Hause im Schreibtisch.
48:59Der Junge verkehrt da, und warum soll er nicht wissen,
49:02dass Rauder eine Pistole im Schreibtisch hat?
49:05Er könnte sie an sich genommen haben.
49:12Frag doch mal, ob der Junge heute Morgen...
49:15in der Schule war.
49:19Ja, ich bleibe noch hier.
49:21Wie siehst du denn aus, Chef?
49:35Du siehst doch, wie es aussieht.
49:38Da glauben die Leute, wer weiß, wie modern sie sind,
49:40wenn sie ein paar Lebensregeln missachten.
49:42Nur weil sie altmodisch ihnen erscheinen, oder überholt.
49:46Die machen sich alle was vor.
49:49Sie selber halten das nicht aus, und...
49:52schon gar nicht die Kinder.
50:03Warst du heute Morgen in der Schule, Arno?
50:09Warum fragen sie denn das?
50:11Natürlich war er in der Schule.
50:13Du warst auch in der Schule, Arno, nicht wahr?
50:16Nein.
50:20Wieso nein?
50:21Du bist doch heute Morgen aus dem Haus mit Verena
50:23und in die Schule gefahren.
50:25Die ersten beiden Stunden sind ausgefallen.
50:28Ausgefallen? Wieso denn ausgefallen?
50:31Weiß nicht.
50:41Arno!
50:43Was hast du gemacht?
50:44Wir sind...
50:47rumgefahren.
50:49Wie? Wer ist denn das?
50:51Ein paar von uns.
50:53Wir sind immer zusammen.
50:55Wir waren in einer alten Ziegelei.
51:01Arno!
51:05Arno!
51:06Woher hattest du denn eine Pistole?
51:14Aus dem Schreibtisch von Herrn Rauder.
51:17Ja.
51:19Die habe ich rausgenommen.
51:21Ja.
51:23Warum denn, Arno?
51:26Ihr seid dann an den See gefahren.
51:29Ja.
51:30Du wusstest, es war Montag.
51:33Du wusstest, dass deine Mutter bei Rauder gewesen war.
51:36Ja.
51:38Du hast gesehen, dass der Wagen deiner Mutter nicht mehr da war.
51:41Ja.
51:42Arno!
51:43Was willst denn du hier?
51:52Ist sie schon weg?
51:54Der Wagen steht doch nicht mehr da.
51:56Der Wagen steht doch nicht mehr da.
52:01Einen Tag, Herr Rauder.
52:05Einen Tag?
52:07Was macht ihr denn hier?
52:13Wo kommt ihr her?
52:15Ihr habt keine Schule.
52:17Ach, ihr habt keine Schule.
52:20Kommt doch mit.
52:22Ich wollte gerade raus zum Fischen.
52:25Kommt, ich nehme euch mit.
52:36Wenn ihr Zeit habt.
52:39Wenn ihr keine Schule habt.
52:41Kommt.
52:43Gibst du mir mal die Ruder.
52:56Du hast deine Pistole in der Tasche.
52:59Was machst denn du mit deiner Pistole?
53:02Warum bringst du denn die mit hierher?
53:07Kriege ich jetzt eine Antwort?
53:09Was wolltest du mit der Pistole?
53:11Wie kann ich das jetzt?
53:13Wie kann ich das jetzt?
53:15Lassen Sie ihn los!
53:32Ihr Divenant stet.
53:33Wie kann ich das denn tun?
53:48wie kann ich das hier sehen?
53:49Warum nano er sich um alle elf,
53:50wie man mit dem Pausle?
53:52Wann dir?
53:53Vielen Dank.
54:23Vielen Dank.
54:53Vielen Dank.
55:23Vielen Dank.
55:53Vielen Dank.
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