- vor 4 Monaten
- #krimiserie
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- #zdf
Rechtsanwalt Dr. Renz - Günter Strack /
Privatdetektiv Matula - Claus Theo Gärtner /
Drehbuch - Karl Heinz Willschrei /
Regie - Michael Braun /
#krimiserie #fall #zwei #zdf
Privatdetektiv Matula - Claus Theo Gärtner /
Drehbuch - Karl Heinz Willschrei /
Regie - Michael Braun /
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TVTranskript
00:00Musik
00:30Musik
01:00Ach, die Schockenbögen mit Gänseleber?
01:12Lady Curson?
01:13Ich bin gespannt, was er als nächstes servieren wird.
01:16Der Anfang war jedenfalls vielversprechend.
01:19Ich habe mich soeben entschlossen, entschuldige Schatz, meine Schwiegermutter umzubringen.
01:24Wenn Renzen nur halb so gut verteidigt wie er kocht, komme ich mit ein paar Monaten wieder vorne.
01:28Wenn er in seinem Plädoyer so untertreibt wie in seiner Einladung, wird das Gericht die Tat gar nicht glauben.
01:34Was für eine Einladung? Ich habe keine Einladung gekriegt.
01:38Wieso bist du dann da?
01:39Vielleicht ist sie noch von gestern da.
01:42Leider nicht.
01:44Also was steht denn in der Einladung?
01:48Da man bekanntlich nicht arbeiten kann ohne zu essen, gebe ich mir die Ehre, euch am Sonnabendabend zu einem kleinen Imbiss einzuladen.
01:55Voila, der kleine Imbiss.
02:01Hansa, kannst du mir mal helfen bitte?
02:04Aber mit Vergnügen.
02:08Wer ist eigentlich dieser Mensch?
02:10Ich glaube, der hat mal gesessen.
02:12Nein.
02:13Renzen soll er gelegentlich mit einem Polizisten zusammenarbeiten.
02:17So, da ist er.
02:21Na komm.
02:21Ist das ein Salm?
02:25Ja, das ist ein Salm.
02:28So.
02:33Kommt noch jemand?
02:35Nein.
02:35Guckst du mal bitte?
02:37So.
02:38Die Flaschen weg und die Teller zu mir.
02:40Sind Sie der Rechtsanwalt?
02:51Nein.
02:54Ich muss den Rechtsanwalt sprechen.
02:57Sind Sie ein Mandant?
02:59Nee.
03:01Aber?
03:04Doch, ja.
03:05Dr. Renz hat Gäste, Sie kommen sehr ungelegen.
03:10Ich habe jemanden erschlagen.
03:15Guten Morgen.
03:16Guten Appetit.
03:19Guten Appetit.
03:20Was gibt's?
03:20Ein Mandant.
03:21Nein, nicht heute, nicht jetzt.
03:23Der ist hier verstört.
03:24Na, ich auch.
03:26Er sagt, er hat gerade jemanden erschlagen.
03:28Wo ist er?
03:29Auch ein Glas?
03:33Das hilft beim Reden.
03:39Also, was ist passiert?
03:45Wir haben uns erstretten.
03:47Wer ist wir?
03:50Wie heißen Sie?
03:52Armin Fest.
03:54Und die andere Person?
03:56Carola Senftleben.
03:57Zigarette?
04:00Nee, danke.
04:01Ich roche nicht.
04:04Nun erzählen Sie mal.
04:06Lassen Sie sich ruhig Zeit.
04:09Carola war meine Freundin.
04:11Meine Geliebte, wie man so sagt.
04:14Wir haben uns
04:15jeden Sonnabendnachmittag getroffen.
04:18Fast ein Jahr lang.
04:21Manchmal auch eine Woche abends.
04:24Sie waren nämlich verheiratet, müssen Sie wissen.
04:27Eigentlich haben wir ja nicht zusammengepasst.
04:32Sie hat dann geschäft, eine Kirschenerei.
04:35Überhaupt war es
04:35mehr so Schickeria.
04:38Aber wir haben
04:39wir gab es ja unheimlich lieb.
04:43mehr als...
04:44mehr als...
04:46mehr als...
04:48jemals hat sie mir dann gesagt, dass
04:51Schluss ist und
04:52dass ich blöd bin, primitiv
04:56und nur für eins zu gebrauchen bin.
05:01Und daraufhin haben Sie sie erschlagen?
05:03Nee, ich hab versucht mit ihr zu reden.
05:06Ich...
05:07ich hab sie gefragt...
05:10ich hab...
05:11ihr sagt, dass ich sie nicht verstehe.
05:12Und...
05:13ich weiß nicht mehr, was ich noch gesagt habe.
05:18Jedenfalls hab ich dann versucht, sie zu umarmen.
05:20Und da hat sie mir ins Gesicht geschlagen.
05:23Mit dem Handrücken.
05:25Und da bin ich ausgerastet.
05:29Und da hab ich ihr eine gelangt.
05:31Nur eine.
05:32Und da ist irgendeine Heizung geflogen.
05:37Ausgerutscht und irgendeine Heizung.
05:40Mit dem Hinterkopf.
05:42Wie ich dann gemerkt habe, dass sie nicht mehr aufsteht, bin ich zu ihr hin und...
05:50hab ich da überall das Blut gesehen.
05:53Und hab sie geschüttelt.
05:56Aber sie war tot.
05:57Haben Sie keinen Arzt gerufen?
05:59Sie ist tot.
06:01Ich hab zwei Stunden neben mir gehockt, sie ist tot.
06:05Wo wohnen Sie?
06:07Golanstraße 24.
06:09Geben Sie mir Ihre Schlüssel.
06:14Sie dich um.
06:16Welcher Stock?
06:18Badere.
06:19Und der Fisch?
06:24Und der Fisch?
06:26Und der Fisch?
06:28Und der Fisch?
06:30Mussig in die Nähe.
06:33Und der Fisch?
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07:48Sie können doch nicht einfach hier reinkommen und sagen, da liegt irgendwo eine Leiche und das ist alles, was wir sagen.
08:10Irgendwie muss die Person ja umgekommen sein.
08:13Wie, das werden Ihre Ermittlungen ergeben.
08:15Wo ist denn die Wohnung?
08:16Ohland, Straße 24.
08:20Und wer ist die Tote?
08:23Carola. Carola Senfleben.
08:27Also nicht Ihre Frau?
08:29Nein.
08:30Ihre Freundin?
08:31Herr Fest macht lediglich Aussagen zur Person.
08:34Ja, weshalb ist er denn hier?
08:35Da muss er irgendwas mit dem Tod dieser Frau zu tun haben, sonst wird er sich an die Stelle. Und das gleiche mit dem Anwalt.
08:40Herr Fest sagt ja nicht, dass er nichts mit dem Tod der Frau Senfleben zu tun hat. Er sagt überhaupt nichts.
08:44Und dazu hat er, wie Sie wissen, das Recht.
08:46Herr Hauptkommissar, können Sie mal runter in die Wache kommen?
08:51Ich glaube, dass da ein Mord passiert. Und der Täter ist hier und will nichts sagen.
08:55Hier, wischen Sie sich ab.
08:57Herr Dr. Renz, haben Sie was dagegen, wenn ich mich zu Ihnen setze?
09:10Warum sollte ich?
09:11Danke.
09:15Man sagt, Sie seien ein Felschmecker.
09:17Aber leider ein Vielbeschäftigter. Deswegen die Kantine.
09:19Warum haben Sie eigentlich für Herrn Fest keine Haftverschonung beantragt?
09:26Herrn Fest? Kennen Sie?
09:29Wollen Sie mich auf den Arm nehmen? Oder haben Sie meine Anklageschrift wirklich noch nicht gelesen?
09:33Ach, Sie vertreten die Anklage.
09:38Das ist immerhin ein Lichtblick.
09:40Ein Lichtblick? Wie darf ich das verstehen?
09:43Und ist das ein Kompliment an mich als Frau? Oder nehmen Sie mich als Gegner nicht ernst?
09:48Im Gegenteil.
09:50Das ist wie beim Tennis.
09:51Man wächst mit dem Gegner.
09:55Ich werde die Anklage sehr aufmerksam studieren.
10:01Na, was sagst du?
10:05Irgendwas stimmt nicht in der Anklageschrift.
10:07Die ganze Anklage ist falsch.
10:08Es darf nicht um Totschlag, es muss um Körperverletzung mit Todesfolge gehen.
10:12Ich meine nicht den juristischen Teil, ich meine die polizeilichen Ermittlungen.
10:16Sie haben was übersehen.
10:17Was?
10:19Ich weiß nicht.
10:19Ich weiß nur, dass was falsch ist.
10:23Dein berühmter Instinkt.
10:25Nein, etwas Konkretes.
10:27Etwas, was du am Tatort gesehen hast?
10:29Ja.
10:32Tatzeit 17 Uhr bis 17.30 Uhr.
10:34Blutergüsse auf beiden Gesichtshilfen.
10:36Schädelfraktur verursacht durch Aufprall auf einer Heizungsrippe.
10:40Blutalkeholt der Tod 0,3 Promille.
10:42Bei Fest zur Tatzeit 0,9 Promille.
10:45Im Zimmer Fingerabdrücke von Fest, der Senftleben und noch zwei Personen.
10:49Wahrscheinlich Freunde oder Bekannte von Fest.
10:53Psychologisches Gutachten.
10:55Aussage des Ehemannes.
10:58Fotos vom Tatort.
11:00Da.
11:01Sieh sie dir nochmal an.
11:030,3 und 0,9 Promille.
11:04Ein bisschen viel für eine halbe Flasche Wein.
11:06Dann muss er noch was anderes getrunken haben.
11:09Es war kein anderer Alkohol da.
11:12Dann muss er vorher was getrunken haben.
11:13Soll vorkommen.
11:14Es ist auch nicht der Wein.
11:17Es ist was anderes.
11:19Weiß nicht, was du hast.
11:21Es gefällt mir alles sehr gut.
11:25Die halbe Flasche.
11:27Wie viel?
11:29Ja.
11:31Haben Sie vorher, ich meine, bevor Frau Senftleben zu Ihnen kam, schon getrunken?
11:34Nein.
11:35Oder nachher, ehe Sie zu mir kamen?
11:37Nein.
11:37Das kann doch nicht stimmen.
11:40Der Blutalkohol bei Frau Senftleben betrug 0,3, bei Ihnen 0,9 Promille.
11:46Sie müssen also mehr getrunken haben.
11:51Herr Fest, diese Dinge sind wichtig.
11:54Ihre Zurechnungsfähigkeit und das heißt Ihre Schuldfähigkeit kann durch Alkohol wesentlich beeinträchtigt gewesen sein.
12:01Die 0,9 Promille, von denen die Anklage ausgeht, können sich erheblich steigern, wenn Sie zum Beispiel kurz vor dem Besuch von Frau Senftleben starken Alkohol, also Schnaps getrunken hätten.
12:14Also gut, ich habe ein paar Klare getrunken.
12:16Wo?
12:17Wo, bei mir?
12:18In Ihrer Wohnung, weil kein anderer Alkohol als die Flasche Wein.
12:25Nein, nicht.
12:25Sehen Sie, Herr Fest, das sind die Dinge, die Ihnen schaden können.
12:31Unwahrheiten, auch kleine Unstimmigkeiten, Widersprüche.
12:34Genau um das zu vermeiden, habe ich darauf bestanden, dass Sie keine Aussage machen, ehe wir nicht das Ermittlungsergebnis kennen und uns danach richten können.
12:40Und was passiert? Sie sagen Dinge, die unwahrscheinlich, wenn nicht unmöglich sind.
12:44Damit machen Sie den Vorteil, sich selbst gestellt zu haben und dem Prozess geständig zu sein, zu nicht.
12:48Da sehen Sie das ein.
12:50Was ist denn los mit Ihnen?
12:52Wollen Sie wieder mit der Strafe wegkommen oder nicht?
12:54Ja, klar, sicher.
12:55Also, wo haben Sie getrunken?
12:57In der Stadt, in einem Stehhausschrank.
12:59Aha.
13:02Aber wo mich keiner kennt.
13:04Wie viel?
13:06Drei Klare.
13:08Gut, drei oder vier Klare. Sie wissen nicht mehr, wie viel.
13:12Weiter. Nehmen Sie Pharmazeutika, Tabletten.
13:17Wenn Sie Appetitzügler, Fangardepot zum Beispiel, das nehme ich.
13:21Wenn Sie Fangardepot genommen hätten, das Mittel ist nicht rezeptpflichtig, dann hätte das die Wirkung des Alkohols erheblich verstärkt.
13:29Fangardepot, okay.
13:30Das ist okay. Sie müssen schon die Wahrheit sagen.
13:32Ja, manchmal nehme ich Kopfschmerztabletten.
13:36Sehr gut. Wie viel?
13:39Drei.
13:40Drei.
13:41Hm.
13:44Und jetzt wiederholen Sie nochmal die Ausdrücke, mit denen Frau Senftleben sie beleidigt und außer sich vor Wut und Schmerz gebracht hat.
13:52Ja, ich habe Carola unheimlich geliebt.
13:55Richtig.
13:57Damit fangen Sie morgen an.
14:13Wiedersehen.
14:14In diesem Zusammenhang möchte ich die grundsätzliche Unhaltbarkeit der Anklage darlegen.
14:27Sie lautet auf Totschlag.
14:29Zum Totschlag wäre es notwendig, dass der Angeklagte die Möglichkeit der tödlichen Folge seiner Handlung erkannt und in Kauf genommen hätte.
14:40Dies aber ist hier keineswegs der Fall.
14:41Der Angeklagte hat seine Geliebte mit der nicht einmal zur faustgeballten Hand geschlagen.
14:47Er hat ihr, das ist das deutsche Wort dafür, eine Ohrfeige gegeben.
14:53Das ist eine zwar verwerfliche, aber so übliche Handlung, dass es wohl kaum jemanden hier in diesem Gerichtssaal gibt,
14:58der sie sich nicht schon einmal hat zu Schulden kommen lassen.
15:02Die Frau Staatsanwältin nehme ich natürlich aus.
15:04Eine solche Ohrfeige also, die nicht nur leicht unterläuft, sondern die der Volksmund ebenso wie manche Ärzte anzuwenden rät,
15:14um hysterische Personen zur Besinnung zu bringen,
15:17eine solche Ohrfeige als kausal für den Tod der Geohrfeigten vorauszusehen,
15:23war dem Angeklagten schlechterdings unmöglich.
15:30Was er sich hat zu Schulden kommen lassen, war eine leichte Körperverletzung,
15:36die durch unglückliche Umstände zum Tode eines Menschen führte.
15:42Für diesen Sachverhalt gibt es einen gesetzlichen Terminus, er heißt Körperverletzung mit Todesfolge.
15:47Und so, und nur so kann die Anklage lauten.
15:57Angeklagter, würden Sie bitte vortreten.
15:59Wieso?
16:00Bitte kommen Sie hierher, an den Richtertisch.
16:09Eigentlich sieht er ganz in den Tag.
16:12Was sind Sie von Beruf?
16:15Kraftfahrer.
16:15Ist das eine schwere körperliche Arbeit?
16:20Manchmal schon, ja.
16:23Bei einer Panne oder so.
16:25Ja.
16:27Würden Sie bitte dem Gericht Ihre Hände zeigen?
16:35Strecken Sie die Arme aus.
16:41Schmal.
16:42Beinahe zierlich, würde ich sagen.
16:45Kann man im Ernst annehmen, dass durch eine einfache Ohrfeige von diesen Händen ein Mensch zu Tode kommt?
16:56Sind nicht mehrere härtere Schläge nötig, um einen erwachsenen Menschen so zu prügeln, dass er mit dem Kopf gegen die Heizungsrohre fällt?
17:08War es nicht also reine Brutalität, die schließlich zum Tode des Opfers geführt hat?
17:15Sie können sich wieder hinsetzen.
17:23Und Ihnen, Herr Verteidiger, darf ich noch sagen, dass es zwar den Terminus Körperverletzung mit Todesfolge gibt.
17:28Nicht aber und zwar aus jedermann einleuchtenden Gründen, den der leichten Körperverletzung mit Todesfolge.
17:36Denn so leicht, ich glaube, dazu müssen wir keinen Gutachter hören.
17:40So leicht stirbt ein gesunder Mensch nicht.
17:42Dazu ist schon erhebliche Gewaltanwendung notwendig.
17:47Die Anklage lautet nicht auf Körperverletzung mit Todesfolge, sondern auf Totschlag.
17:51Es ist ein Uhr. Wir machen jetzt Mittag und setzen die Verhandlung um 14.30 Uhr fort.
18:21Ist was?
18:42Ich hab ihn.
18:43Wen?
18:44Den Fehler. Den Fehler, den ich die ganze Zeit gesucht habe.
18:48Ja und?
18:49Der Aschenböcher war es.
18:50Was? Es waren zweierlei Kippen drin.
18:53In Fests Aschenböcher? In seinem Apartment?
18:55Ja, aber Fest raucht nicht.
18:57Ich hab ihm in deiner Wohnung eine Zigarette angeboten.
18:59Und er hat gesagt, ich rauche nicht. Erinnerst du dich?
19:02Ja. Ja, ja.
19:03Also müssen außer der Senfbläme und dem Fest noch jemand anders da gewesen sein.
19:07Jemand, den er uns verheimlicht.
19:09Aber warum?
19:09Ich weiß nicht.
19:11Er hat gelogen.
19:12Er hat die ganze Zeit bei dir damals nicht die Wahrheit gesagt.
19:15Hast du das nicht gemerkt?
19:17Nein.
19:17Nein. An dem Abend nicht.
19:20Aber im Untersuchungsgefängnis, bei unserer letzten Besprechung, da hatte ich plötzlich das Gefühl, dass er kein wahres Wort sagt.
19:29Tja, ich muss gehen.
19:30Wo willst du hin?
19:31Er bellt.
19:32Wer?
19:32Mein innerer Spürhund.
19:34Bin gespannt, was er apportiert.
19:35Herr Senfbläme, kannten Sie den Angeklagten?
19:41Nein, dazu bestand keine Veranlassung.
19:44Was meinen Sie damit?
19:45Dass er nicht mit mir ein Verhältnis hatte, sondern mit meiner Frau.
19:49Wussten Sie von der Existenz des Angeklagten?
19:53Ich wusste von der ständigen Existenz eines Liebhabers.
19:55Aber wer jeweils diese Rolle spielte, das hat mich nie interessiert.
20:00Ihre Ehe war also zerrüttet?
20:01Überhaupt nicht.
20:03In Ihrer wesentlichen Funktion, nämlich der der gegenseitigen Versorgung, war sie völlig intakt.
20:08Danke.
20:10Haben Anklage oder Verteidigung noch Fragen?
20:12Hat Ihre Frau je von Herrn Fest, wenn auch ohne seinen Namen zu nennen, gesprochen?
20:20Nein, geschmacklos war sie nie.
20:23Konnte Ihre Frau grob sein, verletzt, beleidigend?
20:27Welche Frau kam das nicht?
20:28War sie es häufig?
20:30Zu mir nicht.
20:32Haben Sie von Ihrem Recht, als Nebenkläger aufzutreten, keinen Gebrauch gemacht, weil Sie den Angeklagten verstehen?
20:39Herr Vorsitzender, das geht entschieden zu weit.
20:42Sie brauchen die letzte Frage des Verteidigers nicht zu beantworten.
20:50Nein, nein, ich tue es gern.
20:53Ich habe von einer Nebenklage abgesehen, weil das meine Frau nicht wieder lebendig machen würde.
20:59Die hier stattfindende Veranstaltung verstehe ich zwar in ihrer staatserhaltenden Funktion.
21:04Mir persönliche, doch ist sie völlig gleichgültig.
21:09Danke, Herr Senfleben.
21:12Wie lange sind Sie denn mit Armin festgefahren?
21:14So an die drei Jahre.
21:16Dann kennen Sie ihn doch sehr gut.
21:18Also meine, wie er sich räuspert, wie er isst, drängt, schnascht, lacht, das weiß ich.
21:24Aber was er denkt, was er für ein Mensch war, verdammt, jetzt rede ich schon von ihm, als wäre er tot.
21:30Also menschlich, gell?
21:32Da war er sehr verschlossen.
21:34Obwohl er ein Berliner war, war er überhaupt kein Großmaul.
21:37Damit will ich nicht sagen, dass er ein schlechter Mensch war im Griechen-Teil.
21:41Aber er lässt einfach niemanden in sich reingucken.
21:43Hatte er denn keine Freundin oder einen Freund, mit dem er etwas offener war?
21:47Ich habe ihn mal gefragt, ob er mit mir Freundschaft schließen will.
21:53So richtig, du bist ja schon.
21:55Und da hat er gesagt, ich habe schon einen Freund.
21:58Obwohl, der ist so im Sarerett kein Quatsch.
22:00Man kann doch mehr als einen Freund haben, das ist doch nicht wie eine Ehe.
22:04Und da haben die meisten auch mehr als eine, gell?
22:05Ja, aber so wie er das damals gesagt hat, da bin ich lieber ruhig gewesen.
22:13Haben Sie einen Freund mal gesehen?
22:16So ein oder zweimal hat ihn einer abgeholt.
22:18So ein hübscher, schwarzhaarischer Bursch.
22:21Aber bist du Freund von?
22:23Na, dass ihr jetzt denkt, der Armin war schwul, da ist nichts drin.
22:26So will ich nicht meine Hand ins Feuer.
22:28Na gut.
22:30Aber dass der Armin nie geraucht hat, dass ihm Zigaretten zuwider sind, das wissen Sie auch.
22:35Keine Zigarettenware.
22:37Damit hat er mich drei Jahre tyrannisiert.
23:02Der zweite Verhandlungstag ist eröffnet.
23:05Wir beginnen mit der Anhörung der Ermittlungsbeamten und des Gutachters Professor Weiden.
23:17Herr Vorsitzender, gestern Abend hat sich bei mir ein Zeuge gemeldet,
23:21dessen Aussage von so entscheidender Wichtigkeit ist, dass ich bitte, ihn als Ersten zu hören.
23:25Der Prozess wird in einem völlig anderen Licht erscheinen.
23:27Worüber soll der Zeuge aussagen?
23:28Durch diesen Zeugen kann bewiesen werden, dass das Opfer am Tag der Tat einen größeren Geldbetrag bei sich führte.
23:35Wo ist der Zeuge?
23:37Herr Wilke?
23:38Wilke Otto, geboren in Putzbach in Hessen, 52 Jahre alt, von Beruf Kaufmann, wohn nach Frankfurter Main, Wittelsbacher Allee 8a,
23:50mit dem Angeklagten nicht verwandt und nicht verschwächert.
23:52Ich ermahne Sie zur Wahrheit und weise Sie darauf hin, dass Sie damit rechnen müssen, Ihre Aussage zu beeiden.
23:58Wenn Sie falsch schwören, müssen Sie mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr rechnen.
24:02Auch falsche, uneidliche Aussage wird mit Freiheitsstrafe geahndet.
24:05Kannten Sie Frau Senftleben?
24:09Am 24.03. dieses Jahres war Carola Senftleben, also am Tag ihrer Ermordung, war Carola Senftleben bei mir in meinem Büro im Kaufhaus Gold.
24:18Sie nahmen von mir dort, gegen Quittung hier, bitte D-Mark 116.000 in Bar entgegen, das war am 14.30 Uhr.
24:25Und was hat das mit unserem Prozess zu tun?
24:28Dieses Geld ist weder in der Firma der Carola Senftleben noch in ihrem Haushalt aufgetaucht.
24:32Wir können dazu die Buchhalterin und den Ehemann befragen, notfalls unter Eid.
24:37Langsam, langsam. Ich nehme an, Sie haben die beiden Personen schon befragt.
24:41Ja, das habe ich.
24:43Gut, das Gericht wird das selbstverständlich noch einmal tun.
24:46Aber jetzt bleiben wir zunächst mal bei dem Zeugen Wilke.
24:49Herr Wilke, wieso hat Frau Senftleben einen so hohen Betrag in Bar bei Ihnen abgeholt?
24:54Frau Senftleben hatte einen Kirchnerbetrieb.
24:58Sie kaufte Pelze und ließ sie zu Jacken und Mänteln verarbeiten.
25:03In dieser Branche kommt es oft vor, dass Pelzhändler, ernamlich aus den Ostblockstaaten, Pelze zu äußerst günstigen Konditionen anbieten,
25:11aber Barzahlung verlangen, weil sie hier andere Ware einkaufen wollen.
25:15Und um einen solchen Fall handelt es sich?
25:17Ich habe Frau Senftleben nicht gefragt, aber ich nehme es an.
25:20Außerdem bat sie ja ein Bargeld und ich hatte gar keinen Grund, das hier zu verweigern.
25:23Weil das Kaufhaus ihr den Betrag von 116.000 Mark für an Sie geliefert Rauchwaren schuldete.
25:30So ist das, Herr Vorsitzender.
25:31Herr Vorsitzender, ich habe eine Frage an den Zeugen.
25:35Bitte?
25:37Herr Wilke, warum machen Sie diese Aussage erst heute?
25:40Weil ich mich zweieinhalb Monate in den Vereinigten Staaten aufgehalten habe,
25:43erst vorgestern zurückgekommen bin und erst gestern von Frau Senftlebens Ermordung erfahren habe.
25:48Dankeschön.
25:52Noch Fragen?
25:53Nein.
25:58Wird auf Vereidigung verzichtet?
26:00Ja.
26:02Dann ergeht Beschluss, Zeuge bleibt gemäß Paragraf 61, Ziffer 5, StPO unbeeidigt.
26:08Vielen Dank, Herr Zeuge. Sie sind entlassen.
26:10Dankeschön, Herr Vorsitzender. Dann darf ich also jetzt meine Auslagen entgegennehmen.
26:14Wiedersehen.
26:14Da wir von der dringenden Annahme ausgehen müssen, dass der Angeklagte die infrage stehenden 116.000 Mark an sich genommen hat...
26:27Wir müssen überhaupt nicht. Sie tun das. Sie und sonst niemand. Es gibt nicht die Spur eines Beweises.
26:33Herr Verteidiger, Sie haben nicht das Wort.
26:34Wir antragen auch nicht.
26:36Dann erteile ich es ihr hiermit.
26:37Da wir von der Annahme ausgehen müssen, dass der Angeklagte das Geld an sich gebracht hat, beantrage ich einen rechtlichen Hinweis, dass statt Totschlag auch Mord infrage kommt.
26:48Ich protestiere! Ich stelle Antrag auf Aussetzung der Verhandlung!
26:52Ich schließe mich dem Antrag der Verteidigung an.
26:54Es ergeht Beschluss, die Hauptverhandlung wird zum Zwecke neuer Ermittlungen ausgesetzt, neuer Termin von Amts wegen.
26:59Die Verhandlung ist geschlossen.
27:03Sie hatte kein Geld bei sich.
27:06Woher wissen Sie das?
27:08Haben Sie in Ihrer Handtaschen nachgesucht?
27:10Konnte jemand anders in Ihrer Wohnung?
27:13Könnte jemand das Geld genommen haben, während Sie bei mir waren?
27:18Wehen, Mitarbeiter? Dem habe ich ja meinen Schlüssel gegeben.
27:22Den können Sie ausschließen.
27:24Ja, das sagen Sie so.
27:25116.000 Mark, dafür traue ich keinem.
27:28Aber wenn ich Ihnen sage...
27:28Auch Ihnen nicht!
27:30Woher sollten Sie wissen, dass Sie nicht unter einer Decke stecken mit Ihrem Freund da?
27:33Herr Fest, wenn das Vertrauen zwischen Ihnen und mir erschüttert ist, dann...
27:37Lass mich einfach nicht als Dieb bezeichnen!
27:40Ich habe in deinem ganzen Leben noch niemand beklaut!
27:43Es geht der Anklage nicht um Diebstahl.
27:45Das wollen wir ganz klar aussprechen.
27:46Es geht ihr darum, Ihnen einen Raubmord anzuhängen.
27:51Und darauf steht lebenslänglich.
27:53So sieht die Sache aus.
27:55Und es würde Ihnen wenig helfen, meinen Mitarbeiter und mich zu beschuldigen.
27:58Entweder das Geld taucht auf, oder...
28:00Aber ich habe das Geld nicht.
28:04Ich habe es nicht mal gewusst.
28:08Wirklich nicht.
28:09Ich glaube Ihnen.
28:15Alles, was es zu fragen gibt, hat die Polizei bereits gefragt.
28:18Und das dreimal.
28:20Und jetzt kommen Sie.
28:21Wer sind Sie?
28:21Für wen arbeiten Sie?
28:22Was wollen Sie?
28:24Soll ich alle Fragen gleichzeitig beantworten, oder geht das auch nacheinander?
28:28Wissen Sie, was mir das Liebste wäre?
28:31Wenn Sie abziehen.
28:32Schade, ich hätte Ihnen so gerne eine Bitte erfüllt.
28:37Wo Sie doch so zuvorkommend sind.
28:40Also los, fragen Sie.
28:41Sie kennen die Fragen.
28:43Ja.
28:43Frau Senftleben hat am Samstag, am Tag ihrer Ermordung, gegen zwölf dieses Büro verlassen
28:49und ist bis 15 Uhr, als ich nach Hause ging, nicht zurückgekehrt.
28:52Nein, ich wusste nicht, dass sie Geld holen ging.
28:54Nein, ich bin bis 15 Uhr im Büro geblieben.
28:58Nein, ich...
29:00Warum schreiben Sie nicht mit?
29:03Die anderen haben alle mitgeschrieben.
29:07Ja, es gibt einen Zef in diesem Büro.
29:10Nein, ich habe keinen Schlüssel dazu.
29:12Habe ich etwas vergessen?
29:14Ja.
29:16Wann haben Sie erfahren, dass Ihre Chefin ermordet wurde?
29:18Am Sonntag hat mich jemand angerufen.
29:21War die Polizei hier im Büro und wann?
29:23Ja, Montagvormittag.
29:25Wurde da der Tresor geöffnet?
29:26Nein, bis dahin war von dem Geld noch nicht die Rede.
29:29Und jetzt ist von nichts anderem mehr die Rede.
29:32Seltsam, nicht?
29:35Meine Frau hat mir an ihrem Todestag keine 116.000 Mark oder sonst irgendeinen Betrag übergeben.
29:42Es ist auch nach ihrem Tod kein Geld auf unserem gemeinsamen Konto oder in unserem Haushalt aufgetaubt.
29:47Es ist mir nicht bekannt, dass meine Frau aus unserem gemeinsamen Konto und dem Firmenkonto noch ein drittes Bankkonto, Sparkonto oder Ähnliches gehabt hätte.
29:56Sonst noch was?
30:00Können Sie diese Aussage beeilen?
30:02Wenn sie dadurch glaubwürdiger wird.
30:04Wünschen Sie die religiöse Eidesformel?
30:06Nein.
30:08Dann stehen Sie auf und erheben die rechte Hand.
30:11Sie schwören, dass Sie nach bestem Wissen die reine Wahrheit gesagt und nichts verschwiegen haben.
30:15Ich schwöre es.
30:16Vielen Dank.
30:17Frau Bernds, wann wäre Ihrer Meinung nach das Fehlen des Geldes bemerkt worden, wenn sich der Zeuge Wilke nicht gemeldet hätte?
30:32Das weiß ich nicht.
30:34Wahrscheinlich, wenn Herr Senftleben die Auflösung der Firma beantragt hätte.
30:39Aber das hat er ja bis jetzt nicht.
30:40Wer hätte dann die Schlussabrechnung gemacht?
30:42Das weiß ich doch nicht.
30:43Nicht Sie? Als Buchhalterin der Firma?
30:46Ja, vielleicht.
30:48Vielleicht auch nicht.
30:50Ich danke Ihnen.
30:53Noch etwas.
30:55Haben Sie einen Schlüssel zum Safe?
31:00Nein, ich habe keinen Schlüssel zum Safe.
31:03Sind Sie bereit, Ihre Aussage zu beeilen?
31:06Dann stehen Sie auf und erheben die rechte Hand.
31:13Herr Riccardo sagt, Sie sind Privatdetektiv. Was kann ich für Sie tun?
31:40Eigentlich habe ich nur eine einzige Frage.
31:41Bitte.
31:42Danke. Aber Ihr Büro macht mich neugieriger.
31:46Was Sie von Beruf sein sollten?
31:48Was ich von Beruf bin.
31:52Was ist Ihr Beruf?
31:54Ich bin Anlageberater.
31:58Aber das Geld an das Geschäft Ihrer Frau interessiert Sie nicht sehr.
32:02Oder?
32:03Na ja.
32:05Aber Sie sagten, dass Sie ursprünglich was anderes fragen wollten.
32:08Ja.
32:09Hat oder hatte die Buchhalterin Ihrer Frau einen Schlüssel zum Büro-Safe?
32:15Sie arbeiten für den Verteidiger von einem Fest, nehme ich an, ne?
32:18Ja.
32:19Wenn ich Ihre Frage positiv beantworten würde, würde das von Vorteil für ein Fest sein.
32:25Unter Umständen.
32:26Und Sie erwarten, dass ich zugunsten des Mörders meiner Frau...
32:30Es war Totschlag.
32:31Es war leichte Körperverletzung.
32:33Ich weiß.
32:34Dass ich zugunsten des Mannes aussage, der meine Frau erschlagen hat.
32:38Ich hatte von Ihnen den Eindruck eines Mannes, dem daran liegt, dass die Wahrheit gefunden
32:44wird.
32:46Hatten Sie den Eindruck so?
32:49Die Wahrheit, na ja.
32:51Ich weiß, dass Sie zynisch sein können.
32:54Aber Sie sagten auch, dass es Ihnen nicht um Rache geht.
32:58Reden wir mal nicht von mir, reden wir von Ihnen.
33:00Warum kämpfen Sie um diesen Truppel?
33:04Für Geld?
33:05Da dürfte kaum welches sein.
33:07Wofür also?
33:10Ich war mal Polizist.
33:12Dann hat mich der Bruder meiner Freundin aufs Kreuz gelegt.
33:16Ich war unschuldig.
33:18Aber das half mir nichts.
33:20Nichts und niemand half mir.
33:22Auch die Kollegen nicht von der Polizei.
33:26Ich bekam eine Geldstrafe.
33:27Ich wurde verurteilt und später wollte man mir noch ein Disziplinarverfahren anhängen.
33:33Aber da hatte ich die Schnauze schon voll.
33:35Und ich wollte nicht mehr.
33:38Ich wollte kein Bulle mehr sein.
33:40Sondern das tun, was ich jetzt mache.
33:44Iris Berns hatte einen Schlüssel.
33:47Ich kann das beeilen.
33:49Wenn es dadurch glaubwürdiger wird.
33:57Haben Sie mir aufgelauert?
34:06Aufgelauert.
34:07Ich möchte gern ein Glas Wein mit Ihnen trinken.
34:12War heute früh bei Herrn Senfleben.
34:17Ich bin irgendwie in Ruhe.
34:19Herr Senfleben bedauert, dass er die Verhandlung gleich nach seiner Aussage verlassen musste.
34:22Er hätte gern gehört, wie Sie gesagt haben, Sie hätten keinen Safe-Schlüssel.
34:26Das hätte er ruhig hören können.
34:29Und warum haben Sie sich umgesehen, ehe Sie Ihre Aussage machten?
34:32Ich habe mich nicht umgesehen.
34:34Wie Sie meinen.
34:38Herr Senfleben ist zwar ein sehr vermögender Mann, aber er sieht nicht aus wie jemand,
34:41den 116.000 Mark, die ihm gehören, überhaupt nicht interessieren.
34:44Sie wissen doch, wer Sie genommen hat.
34:47Ja, wir wissen jetzt, dass zwei Sie genommen haben können.
34:50Fest oder Sie?
34:51Sie spinnen.
34:52Ja, ich hatte einen Schlüssel zum Safe, aber den habe ich lange, bevor Frau Senfleben ermordet wurde, zurückgegeben.
34:58Wie kommt es, dass er Senfleben den zweiten Schlüssel nirgendwo finden kann?
35:02Kann ich denn das wissen?
35:05Außerdem, selbst sein Geld in den Safe gewesen wäre.
35:08Wie sollte ich denn wissen, dass Frau Senfleben ermordet werden würde, nachdem ich das Büro verlassen habe?
35:12Nein, das wussten Sie erst seit Sonntag.
35:15Und da ging Ihnen auf, dass 116.000 Mark scheinbar herrenlos herumliegen.
35:18Und dass in dem Mörder ein potenzieller Dieb gegeben war.
35:23Und da sind Sie ins Büro gefahren und haben sich bedient.
35:27Sie haben meine blühende Fantasie.
35:29Ja, die habe ich.
35:31Und deswegen weiß ich auch, dass der Prozess anders ausgehen wird, als Sie sich das vorstellen.
35:35Und dass Sie nicht nur wegen Diebstahls, sondern wegen falscher, eindlicher Aussage sitzen werden.
35:41Sie können mir keine Angst machen.
35:44Wie?
35:44Wann sollte ich?
35:45Mir gehören die 116.000 nicht.
35:48Die gehören Herrn Senfleben.
35:51Aber vor dem scheinen Sie auch keine Angst zu haben.
35:53Oder?
35:54Ich stelle Antrag, Hauptkommissar Fritsch, den Leiter der Ermittlungen, noch einmal befragen zu dürfen.
36:05Es ist dem Gericht nämlich eine wichtige Tatsache entgangen.
36:08Wir haben dargelegt...
36:08Dem Gericht mag manches entgangen sein.
36:10Was ihm aber nicht entgangen ist, sind die schier unerschöpflichen Ausflüchte, Haken und Wendungen der Verteidigung.
36:16Ihnen können wir nur eines entgegenhalten.
36:18Fakten.
36:18Faktum 1.
36:20Der Angeklagte hat Carola Senfleben erschlagen und er gesteht das.
36:24Faktum 2.
36:26Frau Senfleben hatte im Moment ihrer Ermordung 116.000 Mark bei sich, die seitdem verschwunden sind.
36:32Daraus ergeben sich zwei Alternativen.
36:35Entweder der Angeklagte hat sein Opfer getötet, um an das Geld zu kommen,
36:39und das ganze Gerede von Liebe, Eifersucht und Trennung ist erfunden.
36:43Oder aber der Angeklagte hat sein Opfer wirklich im Affekt erschlagen
36:46und erst nach der Tat das Geld gefunden und versteckt.
36:51Gegen diese zweite Möglichkeit spricht allerdings die Tatsache,
36:53dass Carola Senfleben überhaupt zu dem Angeklagten gegangen ist.
36:57Wenn sie ihn leid war, wenn sie sich von ihm trennen wollte,
37:00warum ist sie da nicht einfach zu Hause geblieben?
37:01Warum hat sie ihm nicht am Telefon gesagt, dass Schluss ist?
37:04Warum sollte sie zu diesem Zweck allein und mit 116.000 Mark in der Tasche
37:09in die Wohnung eines Menschen gehen, den sie als unbeherrscht und gewalttätig kennen musste?
37:14Nein, Herr Verteidiger, uns sind keine Tatsachen entgangen.
37:18Sie liegen alle klar vor uns.
37:19Wir haben es mit einem halbtöckischen, brutalen Menschen zu tun.
37:24Ich bewundere Ihr Temperament, Frau Staatsanwältin,
37:27aber Ihr Plädoyer war erst für morgen vorgesehen.
37:30Bitte um Entschuldigung.
37:33Ich war es nicht.
37:36Bitte, was sagten Sie, Angeklagte?
37:38Ich war es nicht.
37:40Stehen Sie erst mal auf.
37:41Sie waren was nicht?
37:45Ich habe die Frau Senftleben ja nicht erkannt.
37:47Moment mal.
37:49Sie haben ein Geständnis abgelegt.
37:51Wollen Sie das jetzt etwa widerrufen?
37:52Ja, das habe ich alles gesagt, weil wir das so abgesprochen hatten.
37:58Wer ist wir?
38:00Ich habe einen Freund.
38:04Wirklich einen Freund.
38:06Wir kennen uns schon aus Berlin.
38:07Er war mit der Carola Senftleben befreundet.
38:11Und wie kam die Leiche dann in Ihre Wohnung?
38:13Die haben sich bei mir getroffen, jeden Sonnabendnachmittag.
38:17Da bin ich meistens weg und da haben sie sich bei mir getroffen.
38:20Weil mein Freund hat keine sturmfreie Bude.
38:24Und an dem Tag war ich beim Fußball.
38:27Frankfurt, Duisburg.
38:29Und wie ich nach Hause komme, da liegt die Senftleben tot auf der Erde.
38:32Und der Lutz war völlig fertig.
38:37Er wollte sich umbringen.
38:38Er hat Jura studiert und hat gesagt,
38:41das war jetzt alles umsonst.
38:44Ich kann nie mehr Jurist werden, nach dem, was ich getan habe.
38:48Und wollte sich umbringen.
38:51Aber ich habe versucht, ihn zu trösten.
38:52Und da es mir eingefallen wird, ist dann,
38:55werden wir sagen, ich war es.
38:57Sie behaupten, Sie haben freiwillig einen Mord auf sich genommen?
39:00Das war ja kein Mord, hat er gesagt.
39:02Er hat ja gesagt, er hat es aus Liebe oder aus Versehen umgebracht.
39:06Körperverletzung mit Todesfolge ist das, hat er gesagt.
39:08Genau wie der Herr Dr. Renz hoch sagt.
39:11Drei Jahre würde ich dafür kriegen.
39:13Und wenn ich mich gut führe, bin ich nach zwei in draußen.
39:17Ja, das wollte ich für ihn absitzen.
39:18Und warum haben Sie Ihren Entschluss jetzt geändert?
39:23Das wird mit dem Geld, hat er mir nicht gesagt.
39:25Drei Jahre, ja.
39:29Aber nicht lebenslänglich.
39:33Das wäre ja für immer.
39:39Wie heißt Ihr Freund?
39:44Lutz Segart, Novalesstraße 8, bei Fischer.
39:55Herr Hegert, Sie werden das als Jurastudent zwar wissen,
40:02aber ich muss Sie trotzdem belehren.
40:04Sie sind berechtigt, die Zeugenaussage zu verweigern,
40:06falls Sie sich durch Ihre Aussage selbst belasten würden.
40:09Ich weiß, ich möchte Aussagen.
40:11Dann schildern Sie uns bitte Ihr Verhältnis zu Armin fest.
40:14Wir sind Freunde seit unserer Jugend.
40:22Gute Freunde.
40:26Was soll ich mehr sagen?
40:28Und Sie haben auch hier in Frankfurt engen Kontakt miteinander gehabt?
40:30Wir haben uns zwei-, dreimal die Woche gesehen.
40:36Wir sind Bier trinken gegangen, ins Kino haben geredet.
40:41Wie das so ist.
40:43Waren Sie auch manchmal in Herrn Fests Wohnung?
40:46Ja, sicher.
40:48Hatten Sie einen Schlüssel?
40:50Nein.
40:52Kannten Sie Herrn Fests Freundin?
40:56Nein.
40:57Kannten Sie Carola Senftleben?
40:59Nein.
41:01Ihr Freund behauptet aber etwas anderes.
41:05Es tut mir leid.
41:06Ich habe diese Frau Senftleben nicht gekannt.
41:10Herr Fests sagt, sie sei nicht seine, sondern Ihre Geliebte gewesen.
41:15Das ist unrichtig.
41:17Ihr Freund sagt nicht, er habe Sie erschlagen, sondern Sie.
41:20Ich nehme an, Armin ist ein bisschen verwirrt und verzweifelt.
41:36Es steht mir nicht zu, das Gericht zu belehren, aber vielleicht wäre es doch besser, einen Arzt zurate zu ziehen.
41:44Sag die Wahrheit.
41:45Hey, sag die Wahrheit.
41:53Es tut mir leid, Armin, ich würde dir ja gerne helfen.
41:57Aber so geht es nicht.
41:59Herr Hegert, wo waren Sie am 24.03.?
42:02Ich weiß es nicht.
42:07Es war ein Samstag.
42:12Ich weiß es nicht mehr.
42:14Darf ich den Zeugen befragen?
42:15Bitte.
42:16Herr Hegert, wann haben Sie erfahren, dass Ihr Freund einen Menschen erschlagen hat?
42:21Das war an dem Montag danach.
42:26Ich habe es in der Zeitung gelesen.
42:30Und Sie wissen nicht, was Sie an diesem Wochenende, an diesem Samstag, der ja nicht irgendein Samstag war,
42:39der ja das Leben Ihres Freundes, Ihres besten Freundes einschneidend verändert hat,
42:45Sie wissen nicht, wo Sie da waren und was Sie getan haben?
42:48Nein, ich weiß es nicht.
42:57Haben Sie Ihren Freund während seiner Untersuchungshaft besucht?
43:02Nein.
43:03Warum nicht?
43:04Armin ist mir durch seine Tat fremd geworden.
43:15Rauchen Sie?
43:16Ja.
43:17Raucht er fest?
43:19Nein.
43:20Dürfte ich Ihre Zigaretten sehen?
43:28Bitte.
43:28Hauptkommissar Fritsch hat, wie er uns bestätigen wird, zweierlei Filter in dem Aschenbecher am Tatort gefunden,
43:39nämlich gelbliche und weiße.
43:42Frau Senftlieben rauchte Zigaretten mit gelblichem Filter.
43:45Herr Hegert raucht solche mit weißem.
43:48Wie erklären Sie uns das, Herr Hegert?
43:49Es ist nicht meine Aufgabe, das zu erklären.
43:53Darf ich es Ihnen erklären?
43:56Ich bin mit dem Zeuge zwar noch nicht fertig, aber bitte.
43:59Das Vorhandensein von zweierlei Filtern beweist a, dass Herr Fest nicht sehr ordentlich ist
44:04und den Aschenbecher nicht ausgeleert hat, in dem die Kippen eines anderen Besuchers waren.
44:08Und oder b, dass Frau Senftleben zweierlei Sorten Zigaretten bei sich hatte,
44:14wie das ja öfter vorkommt, zum Beispiel im Augenblick bei mir.
44:17Ich rauche für gewöhnlich diese Marke.
44:21Die Sorte gab es aber nicht bei uns hier in der Kantine im Automaten
44:24und deshalb habe ich diese gezogen und rauche nun beide durcheinander.
44:30Ich danke für die überaus plausible Erklärung.
44:34Herr Hegert, wo wohnen Sie?
44:36Novalesstraße 8.
44:37Ist es richtig, dass Sie dort zur Untermiete wohnen?
44:39Ja.
44:40Und dass Sie keinen Damenbesuch empfangen dürfen?
44:43Ja, das stimmt.
44:44Haben Sie je die Wohnung Ihres Freundes benutzt, um dort eine Frau zu treffen?
44:51Nein, nie.
44:52Du Schwein!
44:54Ich bitte den Angeklagten, keine Zwischenbemerkung und schon gar keine Beleidigung zu äußern.
44:58Andernfalls wird er aus dem Saal entfernt.
44:59Du gemein, der dreckige Schwein!
45:01Kraftmeister, entfernen Sie den Angeklagten aus dem Saal!
45:03Hat die Verteidigung noch weitere Fragen an den Zeugen Hegert?
45:10Nein.
45:20Herr Dr. Renz?
45:22Ach, Herr Hegert.
45:23Ich hatte noch eine Frage an Sie.
45:25Ich hoffe, Sie sind mir wegen meines Verhörs nicht böse, aber als Jurist...
45:28Als angehender Jurist kann ich nur hoffen, dass ich irgendwann einmal so gut werde wie Sie.
45:33Ich habe Ihrem Freund leider sehr wenig helfen können.
45:36Vielleicht können Sie mir helfen.
45:38Wobei?
45:39Ich würde ganz gerne verstehen, was in Armin so vorgegangen ist.
45:45Als er Sie beschuldigte?
45:48Ich war... bin sein einziger Freund, seit wir Kinder waren.
45:54Sie kennt sich doch mit Menschen aus.
45:56Ich meine, warum kann er das getan haben?
45:59Warum hat er mich beschuldigt?
46:01Vielleicht hat er geglaubt, Sie würden die Tat auf sich nehmen.
46:05Vielleicht hätte er ja dasselbe für Sie getan.
46:07Das ist doch absurd.
46:10Das gibt es doch.
46:12Dass jemand sein Leben für einen anderen opfert, oder?
46:37Wenn ich Sie strawberry anfragen, dann hallo ich mir.
46:38Ja, das gibt es Ihnen wieder dabei.
46:39Mit der Aunten in muss ich ganz wichtig.
46:40Ich habe meine unterm Regen.
46:40Ich habe viele kleine Konstanz.
46:41Ich habe viele Dinge.
46:45Ich habe ich mit Meu女神 in Deutschland gebracht.
46:46Sie sprach particäß in der condensiert.
47:00Ich möchte, dass es jemand sein hayster Pont ist.
47:02Untertitelung des ZDF, 2020
47:32Nein.
47:35Bin ich aber clever von Ihnen, das trotzdem noch zu essen?
47:40Wieso clever?
47:42Wo Sie es doch gar nicht mehr nötig haben.
47:48Bleiben Sie doch, Herr Hegel.
47:53Woher wissen Sie, wie ich heiße?
47:55Ist doch gut, dass bei Gericht die Personalien angegeben werden müssen.
48:02Ich habe Ihren Auftritt gesehen, ich muss sagen.
48:06Alle Achtung.
48:10Warum verfolgen Sie mich? Was wollen Sie von Ihnen?
48:13Ulandstraße 24, Apartment 11.
48:18Das ist die Wohnung von Armin Fest, ne?
48:19Und?
48:21Ich habe in Apartment 12 gewohnt.
48:23Aber ich bin dann gleich nach dem Mord ausgezogen.
48:26Das Haus ist mir zu hellhörig.
48:29Na, und?
48:30Ja, und dann habe ich immer noch die Stimmen gehört.
48:34Die Stimme der Frau
48:35und Ihre.
48:40Sie sind verrückt.
48:41Kann sein.
48:44Aber ich höre und sehe sehr gut.
48:47Und Sie habe ich auch oft gesehen mit der Dame.
48:50Samstags zum Beispiel.
48:53Ja, und dann war ich natürlich auch an allen Tagen bei dem Prozess.
48:57Und als es mit dem 116.000 Mark rauskam,
48:59habe ich auf Sie gewartet.
49:04Was wollen Sie?
49:06Gar nichts.
49:07Geld.
49:08Wenn Sie meinen.
49:10Wie viel?
49:12Ich bin kein Erpresser.
49:15Was dann?
49:16Ein armer Mann und Sie sind reich.
49:19Nicht mit mir, ich gehe zur Polizei.
49:22Ja, gehen wir.
49:28Wie viel?
49:31Na, wenn Sie mich so direkt fragen.
49:33Fünf?
49:35Tausend?
49:36Vielleicht.
49:38Für was?
49:39Ich weiß nicht.
49:41Ich vergesse sehr schnell.
49:45Soll ich das Geld hinbringen?
49:48Hier ist meine Adresse.
49:52Sie haben den Namen vergessen.
49:54Er ist unwichtig.
49:56Wichtig ist, dass Sie heute noch kommen.
49:58Bis 19 Uhr.
49:59Und jetzt noch mal dasselbe.
50:13Wo ist denn das Telefon?
50:15Ernst?
50:15Ich weiß, dass Sie mich nicht mögen.
50:24Aber das beruht sich auf Gegenseitigkeit.
50:26Was wollen Sie?
50:27Ich finde Sie zu hübsch, um Ihnen zu wünschen, was auf Sie zukommt.
50:30Zukommt?
50:32Ich habe vor ein paar Stunden Ernst selbstleben gesehen.
50:34In der Frankfurter Unterwelt.
50:36Mit Leuten, die nicht zimperlich sind.
50:38Machen Sie daraus, was Sie wollen.
50:55Sind Sie alle wegen mir da?
50:56Stimmen Sie sich nicht ein.
50:57Anschließende Behandlung, die Schauspielerin.
51:06Wiederholen, gell?
51:07Hörens.
51:21Ich habe eine Artikel.
51:23Tja.
51:33Ah!
51:37Hey, hey!
52:07So, let's go.
52:37So, let's go.
53:07So, let's go.
53:09So, let's go.
53:11So, let's go.
53:13So, let's go.
53:15So, let's go.
53:17So, let's go.
53:19So, let's go.
53:21So, let's go.
53:23So, let's go.
53:25So, let's go.
53:27So, let's go.
53:29So, let's go.
53:31So, let's go.
53:33So, let's go.
53:35So, let's go.
53:37So, let's go.
53:39So, let's go.
53:41So, let's go.
53:43So, let's go.
53:45So, let's go.
53:47So, let's go.
53:49So, let's go.
53:51So, let's go.
53:53So, let's go.
53:55So, let's go.
53:57So, let's go.
53:59So, let's go.
54:01So, let's go.
54:03So, let's go.
54:05So, let's go.
54:07So, let's go.
54:09So, let's go.
54:11So, let's go.
54:13So, let's go.
54:15So, let's go.
54:17So, let's go.
54:19So, let's go.
54:21So, let's go.
54:23So, let's go.
54:25So, let's go.
54:27So, let's go.
54:29So, let's go.
54:32Und wenn Hegart abhaut?
54:34Du wirst sehen, er kommt.
54:36Sag mal, warum kämpfst du eigentlich so verbissen für diesen armen Fest?
54:43Komisch, das hat mich heute schon mal jemand gefragt.
54:46Und was hast du ihm gesagt?
54:48Ich habe ihm eine Geschichte erzählt, die du schon kennst.
54:56Spiel mal eine Partie, gib mir lieber was zu trinken.
55:01Spiel mal eine Partie.
55:31Spiel mal eine Partie.
55:33Spiel mal eine Partie.
55:35Spiel mal eine Partie.
55:37Spiel mal eine Partie.
55:39Spiel mal eine Partie.
55:41Spiel mal eine Partie.
55:43Spiel mal eine Partie.
55:45Spiel mal eine Partie.
55:47Spiel mal eine Partie.
55:49Spiel mal eine Partie.
55:51Spiel mal eine Partie.
55:53Ist doch klar, dass ein intelligenter Mensch nicht auf sowas reinfällt.
55:58Was soll er denn machen?
56:00Riskieren, dass ich zur Polizei gehe?
56:02Du merkst ja, dass er es riskiert.
56:04Er sollte bis 19 Uhr hier sein.
56:06Wie lange willst du noch machen?
56:09Er braucht halt Zeit, das Geld aufzutreiben.
56:13Vielleicht hat er am Radio gehört, dass Armin abgehauen ist.
56:17Sehr Zufall.
56:19Du wirst sehen, er kommt.
56:21Was bist du nur für ein Traumtänzer.
56:23Ein Traumtänzer und ein Dickschädel.
56:26Matula bestimmt, was in der Welt so geschehen hat.
56:29Und Tatsachen haben in dieser Welt keinen Platz.
56:32Erstens.
56:34Wer nicht träumt, ist kein Realist.
56:36Zweitens. Er kommt.
56:38Drittens. Die Flasche ist leer.
56:40Viertens. Ich gehe.
56:46Na bitte. Was habe ich gesagt? Er kommt.
56:48Spitz die Ohren.
57:00Armin?
57:03Na gut, dass Sie da sind.
57:04Wo ist Dr. Renz?
57:06Warum fragen Sie?
57:08Das Fräulein im Büro hat gesagt, das Dr. Renz.
57:12Ich bin froh, dass Sie gekommen sind.
57:15Wir können wahrscheinlich noch heute Ihre Unschuld beweisen.
57:18Das glaube ich nicht.
57:20Herr Hegart wird hierher kommen und...
57:23Der kommt nicht.
57:25Warum sagen Sie das?
57:26Der ist tot.
57:30Werden Sie mich verteidigen?
57:31Werden Sie mich verteidigen?
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