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Die letzte Folge mit Rechtsanwalt Dr. Renz - Günter Strack /
Privatdetektiv Matula - Claus Theo Gärtner /
Drehbuch - Karl Heinz Willschrei /
Regie - Michael Mackenroth /
#krimiserie #fall #zwei #zdf
Privatdetektiv Matula - Claus Theo Gärtner /
Drehbuch - Karl Heinz Willschrei /
Regie - Michael Mackenroth /
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TVTranskript
00:00:00Untertitelung. BR 2018
00:00:30Untertitelung. BR 2018
00:01:00Herr Zeuge, erzählen Sie uns, was am Abend des 19. bzw. in der Nacht des 20.11. passierte.
00:01:16Ich holte die Angeklagten gegen 0 Uhr in der Wohnung Walter Schröder ab.
00:01:22Sie hatten einen Stoffsack bei sich, darin waren Waffen und eine Gesichtsmaske.
00:01:26Ich fuhr den Wagen und Cäsar, das heißt Walter Schröder, saß neben mir, die anderen im Fond.
00:01:31Wir fuhren zum Casino auf den Parkplatz, hielten dort an einer dunklen Ecke.
00:01:38Die Angeklagten zogen sich die Masken über das Gesicht, nahmen die Waffe in die Hand und gingen sich im Schatten des Gebäudes haltend ins Casino.
00:01:46Nach 15 Minuten kamen Sie aus dem hinteren Kellerausgang hervorgestürmt, liefen zum Wagen und ich fuhr den Wagen zur Wohnung Cäsars.
00:01:57War jemand als Rätelsführer zu erkennen? Gab jemand Befehle?
00:02:02Nicht direkt. Es war ja alles besprochen, aber jeder wusste, dass Cäsar der Chef ist.
00:02:07Befragen an den Zeugen, Herr Staatsanwalt?
00:02:13Keine.
00:02:16Herr Verteidiger?
00:02:18Ja.
00:02:19Woher, Herr Zeuge, hatte Cäsar die Baupläne des überfallenen Spielcasinos?
00:02:24Die genauen Zeichnungen aller Ein- und Ausgänge, aller Zimmer und Hinterzimmer, aller Kellerräume und Zufahrtswege?
00:02:31Das weiß ich nicht.
00:02:32Der Angeklagte behauptet, Sie hätten sie ihm gegeben.
00:02:35Das ist nicht wahr.
00:02:38Er hat sie mir gegeben.
00:02:40Er hat gesagt...
00:02:40Sie haben nicht das Wort Angeklagter.
00:02:44Haben Sie ihm nicht die Pläne gegeben und gesagt, sinngemäß oder vielleicht auch wörtlich, wäre das nicht was?
00:02:50Willst du das nicht machen?
00:02:52Genauer wollen wir das nicht machen.
00:02:55Ich kenne mich im Casino aus, ich war da mal Groupier, ich garantiere für den Erfolg.
00:03:00Das habe ich nicht gesagt und ich habe ihm auch die Pläne nicht gegeben.
00:03:04Wir werden die Angeklagten...
00:03:06Ich will nicht zu diesem Punkt hören.
00:03:07Klar, dass die das jetzt sagen.
00:03:09Thomas Rache.
00:03:10Herr Zeuge, ist die Polizei im Besitz besagter Pläne?
00:03:15Das weiß ich nicht.
00:03:17Aber ich weiß es.
00:03:18Sie ist im Besitz dieser Pläne, weil sie das Spielcasino beim Einbau der Sicherheitsanlagen beraten hat.
00:03:24Das war mir nicht bekannt.
00:03:28Merkwürdig.
00:03:29Wo Sie sich doch sonst so genau zu informieren pflegen.
00:03:32Herr Vorsitzender, ich protestiere.
00:03:35Der Zeuge Zander ist Polizeibeamt, er ist Undercover Agent.
00:03:38Er hat viele Monate gebraucht, um das Vertrauen dieser Verbrecher zu erwerben.
00:03:42Und das ist bekannt?
00:03:43Die Verteidigung bestand gegen jede Vernunft darauf, den Zeugen vor Gericht zu zerren und damit seine Identität preiszugeben.
00:03:51Jetzt versucht der Verteidiger sogar, den Zeugen als Agent Provokateur hinzustellen.
00:03:55Sie haben mich durchschaut.
00:03:56Und genau das will ich.
00:03:59Ich will vor diesem Gericht zeigen, obwohl es eigentlich bekannt ist, ich will noch einmal darlegen, was ein sogenannter Undercover Agent tut.
00:04:10Er ist Polizist.
00:04:12Er schleicht sich in Verbrecherkreise ein.
00:04:14Er gewinnt das Vertrauen dieser Leute.
00:04:16Wie macht er das?
00:04:18Indem er an ihren Verbrechen teilnimmt.
00:04:20Zum Beispiel das Fluchtauto fährt.
00:04:23Wie sonst.
00:04:24Aber ich gehe noch weiter.
00:04:25Ein Undercover Agent hat sich eingeschlichen.
00:04:30Damit ist viel, damit ist aber auch wenig erreicht.
00:04:34Verbrecher begehen nicht unausgesetzt Verbrechen.
00:04:37Was also liegt näher, als sie zu einer Tat zu bewegen, einer vorzuschlagen.
00:04:42Sie zu einer Tat, ja, da haben wir das Wort, zu provozieren.
00:04:48Das hohes Gericht ist die Mentalität des Agent Provokateur.
00:04:52Und dass der Zeuge eine solche Mentalität hatte und hat, das werde ich schlüssig darlegen.
00:05:01Die Angeklagten Walter Schröder, Hubert Neuser, Olaf Sund und Karl Hufschmidt sind schuldig eines gemeinschaftlich begangenen Verbrechens des schweren Raubes.
00:05:12Der Angeklagte Walter Schröder wird verurteilt zu sechs Jahren Haft.
00:05:16Sie sind eine Null, Dr. Renz.
00:05:18Die Angeklagten Sund und Hufschmidt werden verurteilt zu jeweils vier Jahren Haft.
00:05:23Da nicht mit Sicherheit auszuschließen ist, dass der letzte Raubüberfall der sogenannten Cäsar-Bande von einem Undercover Agent der Polizei angestiftet worden ist.
00:05:33Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:06:03Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:06:33Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:07:03Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:07:33Das ist doch eine Freude, ha ha ha ha, geht's dir wohl?
00:07:55Ja, wie lange haben wir uns nicht gesehen, ha?
00:07:57Eine Ewigkeit!
00:07:59Warum willst du was trinken?
00:08:01Nee, lasst doch doch jetzt mit Stoff! Ausdeck dir meine neue Maschine!
00:08:04Entschuldigt, alter Freund von mir, wir haben ziemlich nicht gesehen, wir gleich wieder da.
00:08:08Kleine Frau?
00:08:22Eine stark und gefährlich?
00:08:28Was nehmen Sie?
00:08:29Na, was sehen wir übrig lassen?
00:08:31Na, nehme ich das da!
00:08:41Darf ich Ihnen was geben?
00:08:43Sie nimmt nicht so'n Fremd.
00:08:45Wer hat denn das?
00:08:46Gut, die Wette geht. Wenn sie was nimmt, geben wir nachher was essen.
00:08:50Umber, du bist ein böses, böses Tier.
00:08:51Umber, du bist ein böses, böses Tier.
00:09:03Was will er denn?
00:09:04Ich weiß es nicht, Herr Doktor Frank.
00:09:18Das wäre aber das erste Mal, Sie wissen doch immer alles.
00:09:19Dr. Norden hat sich den Entwurf für Ihren Sozietätsvertrag geben lassen.
00:09:21Ach, mal wieder.
00:09:22Wollen Sie denn, dass ich als Sozius in die Kanzlei einsteige?
00:09:31Ich schon, aber ich glaube kaum, dass es auf meine Meinung ankommt.
00:09:44Kommen Sie, lieber Kollege.
00:09:45Herr Frank, Sie wissen, ich halte Sie für einen der fähigsten Juristen, die je in dieser Kanzlei
00:10:03gearbeitet haben und deshalb ist es nur natürlich, dass wir die Partner dieser Sozietät Ihnen angeboten haben, unser Teilhaber zu werden.
00:10:17Das ist mein Wunsch seit fast zwei Jahren.
00:10:26Sagen Sie, das ist doch noch der alte Entwurf.
00:10:29Nein, nein, nein, nein. Das ist der dritte Entwurf. Und wir sind Ihren Vorstellungen sehr entgegengekommen.
00:10:40Sie sind allenfalls in Nuancen kompromissbereit. Sie und Ihre Partner haben weit überzogene Pensionsansprüche, für die ich einstehen soll. Und das kann ich nicht akzeptieren. Definitiv.
00:10:52Das kann nicht Ihr letztes Wort sein.
00:10:54Wir haben oft genug darüber gesprochen und mir fällt nichts anderes mehr dazu ein, als nein.
00:11:01Tja, ich kann es nur bedauern, aber meine Partner und ich sind nicht in der Lage, Ihnen andere Bedingungen zu offerieren.
00:11:08Es steht Ihnen natürlich frei, als Angestellter bei uns zu bleiben.
00:11:14Nein, nein, das, das, das möchte ich nicht.
00:11:16Das möchte ich nicht.
00:11:17Das möchte ich nicht.
00:11:19Musik
00:11:49Musik
00:12:19Musik
00:12:49Musik
00:13:19Musik
00:13:21Guten Tag, ich heiße Julia. Ich bin die Tochter von Anna Susko Walsh.
00:13:30Anna?
00:13:33Wie geht es ihr?
00:13:36Aber kommen Sie doch erst mal rein.
00:13:40Danke.
00:13:41Danke schön.
00:13:43Musik
00:13:47Bitte nehmen Sie doch Platz.
00:13:49Darf ich Ihnen etwas anbieten?
00:13:51Ich habe gerade Wein getrunken.
00:13:53Wenn Sie ein Glas mögen.
00:13:55Ja, gerne.
00:14:07So.
00:14:08Danke.
00:14:11Ja, dann zum Wohl.
00:14:13Wie geht es Anna?
00:14:25Sie ist tot.
00:14:28Tot?
00:14:31Wir, wir haben in Niederbrook gelebt. Das ist ein Dorf in Schleswig-Holstein.
00:14:37Meine Mutter war mit Walter Schmid verheiratet. Aber das ist nicht mein Vater.
00:14:42Ja, die beiden, ich meine mein Stiefvater und meine Mutter waren nicht glücklich.
00:14:48Was heißt nicht glücklich? Sie haben sich nur gestritten. Es war unglaublich.
00:14:52Vor drei Wochen hat sich meine Mutter umgebracht. Mit Schlaftabletten.
00:14:57Das hier ist Ihr Abschiedsbrief.
00:14:58Sie können ihn ruhig lesen. Ich meine, ich möchte gern, dass Sie ihn lesen. Sie schreibt darin, wenn ich in Schwierigkeiten wäre, dann soll ich, dann kann ich mich an Sie wenden.
00:15:09Ja, natürlich können Sie das. Ich bin nicht in Schwierigkeiten. Ich wollte Sie nur gern mal kennenlernen.
00:15:21Das ist sehr freundlich. Ich will jetzt hier nach Frankfurt ziehen. Ich bin Datenverarbeiterin. Ich suche mir hier gerade eine Wohnung. Das heißt, ich habe sogar schon eine in Aussicht. Ja, und eine Arbeit finde ich bestimmt. Dann will ich hier leben. In Niederbrook, das ging nicht mehr.
00:15:36Ja, und da dachte ich mir, ich sage Ihnen guten Tag und frage Sie, ob ich meine Koffer hier abstellen kann. Ich muss dann nämlich morgen nach Zürich. Da treffe ich eine Freundin, die will mir die Schlüssel für ihre Wohnung geben, die sie hier hat. Die Freundin geht nämlich jetzt nach Zürich und die Wohnung hier wird frei.
00:16:04Ja, da bin ich.
00:16:09Natürlich können Sie Ihre Koffer hier lassen. Das trifft sich ja ausgezeichnet, dass Sie nach Zürich müssen. Was für ein Zufall. Ich muss nämlich auch nach Zürich. Ich treffe dort einen Immobilienmakler. Tja, dann fahren wir also morgen zusammen nach Zürich.
00:16:24Toll, ja, super. Ja, wann soll ich denn da morgen kommen? Wann fahren wir los?
00:16:29Sie brauchen nicht zu kommen, weil ich Sie nämlich gar nicht erst gehen lasse.
00:16:34Ich habe ein Gästezimmer hier, und dann werden Sie schlafen.
00:16:38Sehr nett. Dankeschön.
00:16:39Ich habe einen Gäste.
00:16:42Ich habe einen Gäste, aber ich möchte das Meer, und dann bin ich.
00:16:44Ich möchte das Meer, ich möchte das Meer.
00:16:49Ich möchte das Meer.
00:16:54Der Meer, die montagnen, ich mag sehr das Meer.
00:17:06Du bist normal. Sei gegrüßt.
00:17:13Was ist denn hier los?
00:17:16Bist du auf deiner alten Tage noch nicht da gehen?
00:17:18Du wirst dich rumlangen.
00:17:21Ah, ich verstehe.
00:17:24Du hast hier für einen Urlaub im Haus in der Toskana gemütet, hm?
00:17:27Schön. Falsch. Hab eins gekauft.
00:17:30Wozu? Wozu? Wozu kauft man ein Haus, um drin zu leben?
00:17:33Naja, in Ferien.
00:17:35Nein, ständig.
00:17:37Bist du verrückt?
00:17:38Ich hoffe nicht.
00:17:42Und wie kommt das? So plötzlich?
00:17:44Ich liebe Bücher, aber ich habe seit 20 Jahren kaum etwas anderes als Prozessakten gelesen.
00:17:58Ich interessiere mich für die Etrusker.
00:18:00Ich möchte die göttliche Komödie im Original lesen.
00:18:04Ich war als Student in Florenz, Siena, Luca, Volterra, San Cimignano, Pisa.
00:18:10Ich fand, es war die schönste Landschaft der Welt.
00:18:14Und ich war nie wieder da.
00:18:16Midlife-Crisis?
00:18:17Ob man meinen Alter noch als Midlife bezeichnen kann, weiß ich nicht.
00:18:21Aber vom Crisis kann überhaupt keine Rede sein.
00:18:28Und wann soll dieser Wechsel stattfinden?
00:18:30Bald.
00:18:32Aber sag mir, was führt dich am Heiligen Sonntag hierher?
00:18:35Eigentlich wollte ich mit dir über den Fall Cäsar noch mal reden.
00:18:38Toskana.
00:18:41Ich wollte dich fragen, ob du mir die Prozessakten besorgen kannst.
00:18:45Du weißt, dass ich das nicht kann.
00:18:47Nicht darfst. Du kannst schon.
00:18:49Wozu?
00:18:51Ich weiß, der Fall ist abgeschlossen.
00:18:53Cäsar und seine Bande sind verurteilt und du hast sogar ein verdammt gutes Urteil für sie rausgeschlagen.
00:18:58Für den Juristen ist damit die Sache vorbei.
00:19:02Aber es gibt einen Schönheitsfehler.
00:19:04Ich weiß.
00:19:05Es fehlen mehr als 20 Millionen aus der Beute.
00:19:09Und wer sie wieder beschafft, bekommt 10% davon.
00:19:1210% von 20 Millionen. Kannst du das im Kopf?
00:19:17Für so ein bescheidenes Häuschen wird es wahrscheinlich reichen.
00:19:20Wahrscheinlich.
00:19:22Ernsthaft?
00:19:24Irgendwo muss das Geld doch sein.
00:19:26Und du glaubst, du findest das Versteck durch das Studium der Prozessakten heraus?
00:19:31Na ja.
00:19:32Durch irgendeinen Hinweis, dass sie irgendwas nicht bemerkt haben
00:19:34oder nicht richtig interpretiert haben.
00:19:36Aha.
00:19:38Außerdem beschadde ich seit Tagen Zander.
00:19:40Ich bin überzeugt, dass er auch hinter dem Geld her ist.
00:19:43Und nicht nur der 10% Belohnung wegen.
00:19:46Zander ist Polizist.
00:19:48Er ist 200%iger Polizist.
00:19:50Er kämpft wie ein Berserker gegen das Böse.
00:19:52Du glaubst also nicht, dass er hinter dem Geld her ist?
00:19:55Das weiß ich nicht.
00:19:57Aber ich glaube nicht, dass er es unterschlagen wird.
00:20:00Gut, egal.
00:20:02Er soll mich nur zu der Beute führen.
00:20:04Ich schnapp's ihm vor der Nase weg und kassier die Belohnung.
00:20:07Das ist alles, was mich interessiert.
00:20:09Ich drück dir die Dornen.
00:20:11Aber pass auf, Zander ist gefährlich.
00:20:14Oh, Entschuldigung, ich wollte nicht stören.
00:20:18Das ist Josef Matula.
00:20:20Das ist Julia.
00:20:22Hallo.
00:20:24Ja, ich wollte nur fragen, ob ich mir was zu trinken holen kann.
00:20:26Oh, natürlich.
00:20:28Die Küche ist da.
00:20:30Danke.
00:20:31Ich verstehe nicht ganz.
00:20:35Was verstehst du nicht ganz?
00:20:37Du?
00:20:39Das Mädchen?
00:20:41Ein Haus in der Toskane?
00:20:43Ach, das ist kein Unsinn.
00:20:45Das Mädchen ist...
00:20:47Ist vielleicht ein klein wenig zu jung.
00:20:50Aber das ist ein Fehler, der jeden Tag kleiner wird.
00:20:53Tschau, mein Lieber. Ich will dich nicht länger stören.
00:20:56Hör zu, Josef.
00:20:58Josef.
00:20:59Wiedersehen.
00:21:01Hör zu, Josef.
00:21:03Schönen Abend noch.
00:21:13Am nächsten Sonntag könnten wir nach Diebsenbahn fahren.
00:21:16Zum Sandbahnbahn.
00:21:18Und hinterher gehen wir schick essen.
00:21:21Vielleicht in den Goppel nach Isbad.
00:21:24Und dann ins Charlie.
00:21:26Wie fitzt denn das?
00:21:29Hey!
00:21:30Was?
00:21:31Entschuldige, ich hab nicht zugehört.
00:21:33Ist ja gut.
00:21:34Lass mich auf Pläne machen, du hörst nicht mal zu.
00:21:36Entschuldige, kannst du noch mal planen? Ich bin jetzt auch ganz froh.
00:21:39Nein.
00:21:41Was hast du denn?
00:21:42Ich bin bis jetzt als Rechtsanwalt in einer großen Kanzlei angestellt und jetzt hat man mir einen Vertrag als Sozius angeboten, den ich indiskutabel finde und darum habe ich gekündigt.
00:21:53Was heißt, du bist arbeitslos?
00:21:55Ja.
00:21:57Oder ich suche mir eine andere Kanzlei oder ich mache mich selbstständig.
00:22:01Aber du wirst dein eigener Chef, das ist doch super!
00:22:03Das weiß ich eben nicht. Das ist erstmal ein finanzielles Risiko.
00:22:08Ach, das ist doch nicht das Entscheidende.
00:22:09Was dann?
00:22:16Ich bin Jurist. Ich bin mit Leib und Seele Jurist.
00:22:20Ich liebe oder hasse meinen Fall. Das ist jedes Mal wieder so.
00:22:23Ich gewinne oder verliere. Manchmal vergleiche ich mich auch.
00:22:27Aber ich bin immer ein Einzelkämpfer.
00:22:31Das kann ich gut verstehen.
00:22:34Gut, so eine große Kanzlei nimmt einem Anwalt auch eine Menge Arbeit ab.
00:22:38Der Sekretariat, der Bürochef, die Kollegen, die einen vertreten können.
00:22:42Einen gewissen Apparat brauche ich schon, damit mir die eigentliche Arbeit Spaß macht.
00:22:47Aber das alles jetzt selbst in die Hand nehmen? Als Arbeitgeber? Ich weiß nicht.
00:22:51Du wärst zumindest dein eigener Chef. Und du würdest wahrscheinlich eine Menge Geld verdienen.
00:22:55Siehste, da bin ich mir auch nicht so sicher, dass mir das Spaß macht.
00:22:59Geld alleine macht zwar nicht glücklich, aber es beruhigt sich.
00:23:04Sehr schön.
00:23:21Hallo, wie geht's dir, mein Schatz?
00:23:32Oh, danke der Nachfrage. Ausgezeichnet.
00:23:35Wir waren zusammen bei einem Motocross-Rennen. Kann es sein, dass wir uns da verloren haben?
00:23:39Es kann sein, dass du mich dort verloren hast, ja.
00:23:41Na ja, jetzt habe ich dich ja wiedergefunden. Gehen wir?
00:23:45Ja, ich gehe. Und zwar in dieses Haus dort. Wohin du gehst, weiß ich nicht.
00:23:50Was willst du denn in dem schönen Haus dort?
00:23:53Das geht dich überhaupt nichts an. Aber wenn du Lust hast, kannst du dir mal raten.
00:23:57Mensch, ärgere dich nicht spielen vielleicht? Oder fang den Hut? Oder kann der noch was anderes?
00:24:01Jetzt ist aber gut, ja. Och, finde ich aber gar nicht.
00:24:05Ich würde Ihnen, Mensch, ärgere dich nicht empfehlen.
00:24:09Es bildet eine wichtige Charaktereigenschaft aus. Verlieren können.
00:24:14Komisch. Diese Eigenschaft habe ich noch nie gebraucht.
00:24:18Es gibt für alles ein erstes Mal.
00:24:24Viel Spaß noch.
00:24:31Los.
00:24:35Los.
00:24:36Los.
00:24:58Los.
00:25:00Zitzen.
00:25:30Guten Abend, entschuldigen Sie bitte die späte Störung.
00:25:36Julia, schon zurück? Dann hätten Sie auch mit mir fahren können.
00:25:41Ja, es ging alles schneller als gedacht und ich wusste nicht, wo ich sie erreichen kann.
00:25:45Ich wollte nur meine Koffer abholen.
00:25:47Kommen Sie rein.
00:25:48Danke.
00:25:48Da hatten Sie aber Glück, dass Sie gleich einen passenden Zug gekriegt haben.
00:26:01Ja, meine Freundin hatte keine Zeit für mich.
00:26:03Sie hat mir einfach den Frankfurter Wohnungsschlüssel in die Hand gekriegt und da bin ich wieder.
00:26:08Ich wollte nur meine Koffer abholen.
00:26:10Noch einen Koffer?
00:26:12Ach so, nee, nee, das sind die Sachen meiner Freundin, die habe ich aus Zürich mitgebracht.
00:26:16Ja, und jetzt geht's auf Arbeitssuche.
00:26:18Ja, aber ohne Hektik.
00:26:23Meine Mutter hat mir ein bisschen Geld hinterlassen, das heißt, ich muss nicht morgen was finden.
00:26:27Haben Sie vielleicht ein Foto von Ihrer Mutter?
00:26:30Ich habe sie mit 20, 22 gekannt.
00:26:33Ich wüsste gern, wie sie später ausgesehen hat.
00:26:36Ja, ich habe ein Foto.
00:26:37Das ist in einem von meinen Koffern. Soll ich es mal holen?
00:26:39Ja, das wäre schön.
00:26:41Guck's.
00:26:48Guten Abend.
00:26:53Guten Abend.
00:26:55Kriminalpolizei.
00:26:56Darf ich Ihren Ausweis sehen?
00:26:59Bitte.
00:27:00Was führt Sie zu mir?
00:27:07Wir suchen eine Regina Schultes.
00:27:09Tut mir leid, dein Name ist mir nicht bekannt.
00:27:12Wir haben Sie eben in dieses Haus gehen sehen.
00:27:15Das muss ein Irrtum sein.
00:27:17Davon möchte ich mich gerne selbst überzeugen.
00:27:18Nein, Sie müssen mir schon glauben.
00:27:23Öffnen Sie, Herr Dr. Renz.
00:27:25Wir wissen, dass die Person in diesem Haus ist.
00:27:28Öffnen Sie, Herr Dr. Renz.
00:27:29Julia?
00:27:33Julia?
00:27:34Öffnen Sie, oder wir brechen die Tür auf.
00:27:36Haben Sie einen Durchsuchungsbefehl?
00:27:48Sie wissen, dass wir zur Festnahme einer verdächtigen Person,
00:27:51die sich in einem Haus befindet, keinen brauchen.
00:27:53Haben Sie einen Haftbefehl?
00:27:56Ja.
00:28:06Kommen Sie rein.
00:28:19Können Sie die gesuchte Person herbringen,
00:28:21oder müssen wir sie im Haus suchen?
00:28:24Jetzt sagen Sie mir erst mal, worum es sich handelt.
00:28:27Es handelt sich um die Festnahme einer Person,
00:28:28gegen die ein richterlicher Haftbefehl vorliegt.
00:28:31Namens Regina Schultes?
00:28:32Ja.
00:28:33Gut.
00:28:34Sehen wir uns die fragliche Person an.
00:28:36Was wollen die?
00:28:52Heißen Sie Regina Schultes?
00:28:54Ja, ich heiße Regina, das weißt du doch.
00:28:58Es ist die gesuchte Person.
00:29:01Stehen Sie auf und ziehen Sie sich an.
00:29:02Ey, das dürfen die nicht, das kannst du nicht zulassen.
00:29:06Können Sie mir sagen,
00:29:28was Regina Schultes in Ihrem Haus zu tun hat?
00:29:30Herr Doktor Renz, das haben Sie doch gesehen.
00:29:34Ich habe Sie in Ihrem Bett gesehen.
00:29:36Eben.
00:29:38Und Sie behaupten, nicht über die wahre Identität der Regina Schultes informiert gewesen zu sein?
00:29:43Wem gehören diese Koffer da?
00:29:51Wenn Sie gesehen haben, wie mein Gast ins Haus gekommen ist, dann wissen Sie das doch.
00:29:56Sie ist mit einem Koffer gekommen.
00:29:59Nicht mit dreien.
00:30:01Ach.
00:30:02Sie observieren sie erst seit heute.
00:30:04Nicht schon seit längerem.
00:30:06Dann haben Sie sie ja auch nicht mit den anderen beiden Koffern kommen sehen.
00:30:09Wissen Sie, was sich in diesen Koffern befindet?
00:30:13Öffnen Sie sie.
00:30:15Dann sehen wir es.
00:30:29Hübsch.
00:30:30Ich nehme an, Sie wissen, wo das Zeug herkommt.
00:30:34Sie nicht.
00:30:35Darf ich raten?
00:30:37Bitte?
00:30:38Aus Cäsars Raubüberfällen.
00:30:41Wie Sie das nur erraten haben.
00:30:47Was ist passiert?
00:30:48Sie kam aus dem Badezimmer, wo sie sich angezogen hat.
00:30:53Ich wollte ihr keine Handschellen anlegen.
00:30:55Einer Frau.
00:30:56Sie hat mir mit dieser Dusche hier, die sie abgeschraubt hat, auf den Kopf geschlagen.
00:31:00Und wo ist sie jetzt?
00:31:02Ich war kurz ohnmächtig.
00:31:05Sie ist weg.
00:31:06Rufen Sie die Zentrale an.
00:31:10Herr Dr. Lenz?
00:31:12Sie sind vorläufig festgenommen.
00:31:14Rufen Sie sind vorläufig festgenommen.
00:31:44Rufen Sie sind vorläufig festgenommen.
00:32:11Was willst du von mir?
00:32:21Och, ich mag dich.
00:32:25Du bist schon den ganzen Tag hinter mir her. Warum?
00:32:28Zufall. Ich habe die gleichen Wege.
00:32:32Es könnte einen Weg geben, von dem du nicht wieder zurückkommst.
00:32:37Den haben wir alle irgendwann.
00:32:41Das war's.
00:33:11Das war's.
00:33:41Was suchst du?
00:33:59Zählst du aus Geld?
00:34:02So kriegst du's nicht.
00:34:04Ja, du es schon erst.
00:34:05Na klar.
00:34:08Da ist es, Kistenreis.
00:34:11Du musst das nur suchen, Schnüffner.
00:34:16Da ist es, Kistenreis.
00:34:45Ich stellte sich als die Tochter einer alten Freundin vor und bat, ihre Koffer bei mir unterstellen zu können, bis sie in Frankfurt eine Wohnung gefunden habe.
00:34:54Sie haben diese ihre angebliche Identität nicht nachgeprüft.
00:34:58Sie gab mir einen Brief ihrer Mutter.
00:35:01Ja, haben Sie nicht versucht, mit dieser Mutter Kontakt aufzunehmen, zu telefonieren?
00:35:07Es war angeblich der Abschiedsbrief einer Selbstmörderin.
00:35:13Gut, Herr Dr. Renz.
00:35:14Sie fuhren am nächsten Morgen zusammen mit Regina Schultes nach Zürich.
00:35:19Ich hatte dort geschäftlich zu tun und sie sagte, sie hätte da ebenfalls was zu erledigen, also nahm ich sie mit.
00:35:25Was hatten Sie in Zürich zu tun?
00:35:27Das, Herr Dietz, geht Sie absolut nichts an.
00:35:35In den Koffern der Regina Schultes befand sich Diebesbeute aus den Raubzügen des Walter Schröder, genannt Cäsar.
00:35:44Das ist inzwischen verifiziert worden?
00:35:47Ja.
00:35:47Sie haben diesen Cäsar als Strafverteidiger vor Gericht vertreten?
00:35:55Ja.
00:35:59Entschuldigen Sie bitte, ich habe Zahnschmerzen.
00:36:02Die Staatsanwaltschaft unterstellt jetzt der Dr. Renz, dass Sie mit Ihrem Mandanten Cäsar darin übereinkamen,
00:36:09die Beute aus seinen verschiedenen Einbruchdiebstählen und Raubüberfällen in Sicherheit zu bringen,
00:36:13beziehungsweise zu veräußern, beweist die in Ihrem Haus gefundenen Beuteanteile,
00:36:19dass Sie darüber hinaus den Hauptteil der Beute, mehr als 20 Millionen an Bargeld, die nie zum Vorschein kamen,
00:36:26für Cäsar in Verwahrung genommen haben und dass Ihre Reise nach Zürich eventuell mit der Verschiebung dieses Geldes zusammenhängt.
00:36:32Ist das richtig, Herr Staatsanwalt?
00:36:34Ja, der Verdacht besteht.
00:36:36Herr Dietzi, sind Sie sich der Tragweite dieser Anschuldigung bewusst?
00:36:45Ja.
00:36:47Sie fußt neben den beigebrachten Beweisen darauf, dass die im Haus des Herrn Dr. Renz,
00:36:52im Bett des Herrn Dr. Renz festgenommene Regina Schultes,
00:36:55die Vertraute und Geliebte des besagten Walter Schröder war.
00:36:59Die Behauptung des Herrn Dr. Renz, dass er davon nichts wusste
00:37:02und dass sich diese Person unter einer anderen Identität eingeschlichen hat,
00:37:07klingt für mich unglaubwürdig.
00:37:11Wenn die Staatsanwaltschaft wusste, dass Regina Schultes eine Komplizin von Cäsar war,
00:37:17wenn die Schultes von der Polizei observiert wurde,
00:37:20warum hat man sie da nicht festgenommen?
00:37:22Warum ist sie da nicht mit dem Rest der Cäsarbande vor Gericht gestellt worden?
00:37:26Erstens, weil es nicht strafbar ist, die Geliebte eines Gangsters zu sein
00:37:30und zweitens, weil wir glaubten, über diese Person durch ihre Observierung an die Beute heranzukommen.
00:37:36Und das scheint uns nun ja auch gelungen zu sein.
00:37:40Herr Dr. Renz, wie erklären Sie sich und uns diese Vorfälle?
00:37:46Es handelt sich um ein Komplott, um eine Intrige, mit dem Zweck, mich zu diffamieren.
00:37:52Sie hat sich unter falscher Identität in mein Haus, in mein Vertrauen geschlichen,
00:37:58hat ihre Beute bei mir abgestellt, möglicherweise sogar wissend, dass sie observiert wurde.
00:38:07Ich folge Ihnen in der Erklärung dieser Vorfälle.
00:38:10Es ergeht also folgender Beschluss.
00:38:13Das Haftbegehren der Staatsanwaltschaft gegen Rechtsanwalt Dr. Renz wird abgelehnt.
00:38:17Tja, wenn das so ist, dann kann ich mich ja entfernen. Guten Tag.
00:38:34Seien Sie auf der Hut, Renz.
00:38:37Keine Angst.
00:38:39Wenn ich Sie der Beschuldigte wäre,
00:38:41wenn ich Ihr Wort und Ihre mehr als 30-jährige Tätigkeit im Dienste der Rechtspflege
00:38:46gegen die Beweismittel stimmten,
00:38:48dann wäre mein Beschluss anders ausgefallen.
00:38:53Ich dachte, Justitia füllt Ihr Urteil ohne Ansehen der Person,
00:38:57mit verbundenen Augen.
00:39:01Ich glaube vielmehr, dass es sehr heller und wacher Augen bedarf,
00:39:05um die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden.
00:39:08Aber gerade deswegen, seien Sie auf der Hut.
00:39:16Guten Morgen.
00:39:23Was machen Sie denn hier?
00:39:25Ich verarzte Sie.
00:39:28Danke.
00:39:30Wird Sie denn so zugerichtet?
00:39:33Ihr Freund.
00:39:35Oder besser Ihr Komplize.
00:39:37Na?
00:39:39Ihr Kopf hat wohl doch mehr abbekommen,
00:39:40als man ausländisch sieht.
00:39:41Wie haben Sie mich hier drin eigentlich gefunden?
00:39:46Mein Hund.
00:39:47Der ist hier reingelaufen und hat angefangen zu heulen.
00:39:51So sehe ich wahrscheinlich aus.
00:39:52Wie?
00:39:54Zum Heulen.
00:39:56Geht's?
00:39:57Ja, geht's schon.
00:39:58Das kommt davon, wenn man auf Schlägereien aus ist.
00:40:17Bin ich das?
00:40:19Na, Sie hätten auch vorgestern schon beinahe eine gehabt.
00:40:21Kann nicht weit entfernt von hier.
00:40:23Aber dann haben Sie sich anders besonnen.
00:40:24Warum eigentlich?
00:40:27Angst.
00:40:27Angst.
00:40:28Ich hab plötzlich Angst gekriegt.
00:40:32Zander, hm?
00:40:34Sie haben plötzlich Zander gesehen und mussten ihn verfolgen.
00:40:38Also doch, sei Komplize.
00:40:40Ach, Komplize.
00:40:41Ich kenn das Wort nur im Zusammenhang mit Verbrechern,
00:40:44aber Zander ist doch Polizist.
00:40:46Hat er Sie zusammengeschlagen?
00:40:48Das wissen Sie doch.
00:40:50Ich weiß noch viel mehr.
00:40:53Zander hat eine Schlüsselrolle im Prozess gegen Cäsar gespielt
00:40:55und Cäsar hält eine Beute von 20 Millionen versteckt.
00:40:58Zander und Sie sind hinter dem Geld her.
00:41:01Ich bin auf die Belohnung aus.
00:41:03Nein.
00:41:04Ich denke, Zander auch.
00:41:06Sie wissen das alles und haben absolut mit der Sache nichts zu tun?
00:41:09Richtig.
00:41:10Ich bin Rechtsanwalt und schon deshalb an spektakulären Prozessen interessiert.
00:41:15Und dann lese ich Zeitung und ein bisschen denken kann ich auch.
00:41:19Nicht schlecht gedacht.
00:41:21Wollen Sie noch mehr wissen?
00:41:23Immer.
00:41:24Dr. Renz hat Cäsar verteidigt.
00:41:27Renz arbeitet häufig mit einem Privatdetektiv zusammen.
00:41:29Den Namen hab ich vergessen.
00:41:30Dieser Detektiv, das sind Sie.
00:41:35Mit dem Namen kann ich Ihnen nur aushelfen.
00:41:38Matula.
00:41:39Josef Matula.
00:41:42Wenn Sie wirklich so gut sind, wie Renz glaubt,
00:41:44dann wissen Sie sicher auch meinen Namen.
00:41:46Frank.
00:41:49Dr. Rainer Frank.
00:41:52Danke, Anna.
00:41:55Schön, Dich wiedergefunden zu haben.
00:41:58Heute Abend trinken wir eine besonders gute Flasche Wein miteinander.
00:42:00Wie in alten Freiburger Zeiten.
00:42:03Bis später, Anna.
00:42:04Auf Wiedersehen.
00:42:07Die kleine Anna.
00:42:10Hat sie eine Tochter?
00:42:10Nein.
00:42:13Aber woher wussten die, dass es Anna gibt?
00:42:17Dass wir mal
00:42:17eng befreundet waren.
00:42:20Sie haben auch herausgefunden,
00:42:21dass du nach Zürich wolltest.
00:42:23Über mein Büro.
00:42:25Helga?
00:42:26Ja.
00:42:27Jemand hat angerufen und wollte einen Termin.
00:42:29Helga hat gesagt,
00:42:30dass in nächster Zeit nichts frei ist.
00:42:33Der Mann hat gedrängt.
00:42:34Da hat sie aufgezählt.
00:42:36Am Montag fährt er Renz nach Zürich und so weiter.
00:42:38Helga, unser Plappermäulchen.
00:42:40Das war nie ein Geheimnis, wo ich hingehe.
00:42:43Warum sollte sie diesmal eines draus machen?
00:42:45Das war nie ein Geheimnis, wo ich runter réfleid.
00:42:46Das war nie ein Geheimnis.
00:42:47Oh, ja.
00:42:48Das war ein Geheimnis.
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00:44:18Dieter Renz.
00:44:21Das kann doch nicht wahr sein.
00:44:23Doch.
00:44:24Das ist wahr.
00:44:26Anna.
00:44:28Komm rein.
00:44:48Und diesen wunderbaren Tropfen kultivierst du hier?
00:44:53Mein Mann war Winzer mit Leib und Seele.
00:44:56Ich führte das Weingut weiter, so gut ich ihm kam.
00:45:00Die meisten Wernberger habe ich verpachtet.
00:45:02Aber zu einem guten Tropfen für einen alten Freund reicht es.
00:45:07Und sonst?
00:45:09Ach.
00:45:10Die Ansprüche werden geringer, wenn man älter wird.
00:45:13Du darfst nicht von Alter reden.
00:45:15Ach, du meinst, weil das dich auch zum Zählen zählt?
00:45:19Du darfst einfach nicht.
00:45:21Nicht so, wie du aussiehst.
00:45:25Ich überlege hin und her,
00:45:28wem ich von unserer Beziehung erzählt haben kann.
00:45:31Aber es fällt mir nichts und niemand ein.
00:45:34Da war dieser Anrufer vor 14 Tagen.
00:45:38Der Mann, der sich Manfred nannte.
00:45:40Und sagte, er wäre ein alter Studienfreund von uns.
00:45:45Und der mich fragte, ob ich wüsste, wo du bist und ob wir noch Kontakt hätten.
00:45:49Und ich sagte, nein.
00:45:52Sonst fällt mir nichts ein.
00:45:53Ja, das reicht doch schon.
00:45:55Darum ging es doch den Gangs dann.
00:45:58Herauszufinden, ob wir noch Kontakt hatten.
00:46:00Aber woher wussten die, dass wir mal eine sehr enge Beziehung gehabt haben?
00:46:10Du meinst, dass wir uns geliebt haben?
00:46:14Das weiß ich nicht.
00:46:15Spielt auch keine Rolle.
00:46:17Oder andersherum?
00:46:20Die ganze Freiburger Clique wusste es.
00:46:24Wenn nun jemand irgendwen aus dieser Clique kannte oder kennt, dann...
00:46:29Aber wichtig ist dieser Anruf vor 14 Tagen.
00:46:32Wie hat der Anrufer mich hier ausfindig gemacht?
00:46:35Ich hab dich doch auch gefunden.
00:46:37Stimmt.
00:46:40Nach einem Vierteljahrhundert.
00:46:41So hat diese leidige Affäre wenigstens noch ihr Gutes.
00:47:03Du wirst da rauskommen, nicht wahr?
00:47:05Sicher.
00:47:07Aber lass uns von was anderem reden.
00:47:09Lass uns von uns reden.
00:47:11Wenn du nicht mehr fahren willst, du kannst gerne übernachten.
00:47:18Wenn es dir keine Umstände macht?
00:47:20Überhaupt nicht.
00:47:22Und deinem Ruf nicht schade?
00:47:25Der ist über jeden Zweifel erhaben.
00:47:41Herr Dr. Renz?
00:47:50Ja?
00:47:52Sie sind festgenommen.
00:47:53Schon wieder?
00:47:54Sie kennen die Vorschrift.
00:47:55Bitte.
00:47:56Lass mich mal.
00:47:59Wenn Sie uns dann folgen wollen...
00:48:00Und wenn ich nicht will?
00:48:02Dann werden wir Sie, so leid es uns tut, dazu zwingen müssen.
00:48:05Na dann.
00:48:05Herr Dr. Renz, haben Sie gestern an der Tankstelle Hedderichstraße getankt?
00:48:21Richtig.
00:48:23Waren Sie auch im daneben liegenden Gasthof?
00:48:26Qualitäts-Eck.
00:48:26Ich war nicht im Qualitäts-Eck.
00:48:31Ich habe lediglich getankt und bin dann weitergefahren.
00:48:35Herr Dr. Renz, ich habe Sie gestern schon mal befragt.
00:48:40Es gab eine Menge Verdächtigung und es gab einiges Beweismaterial, das gegen Sie sprach.
00:48:44Ich habe trotzdem dem Haftbegehren des Staatsanwalts nicht entsprochen, weil mir Ihr Wort mehr
00:48:49wert war als alle sogenannte Evidenz.
00:48:53Ich frage Sie jetzt nochmal.
00:48:56Waren Sie gestern zwischen 18 Uhr und 18.30 Uhr in der Gaststätte Qualitäts-Eck?
00:49:02Nein.
00:49:02Nein.
00:49:14Sind Sie das?
00:49:21Wenn dieses Foto im Qualitäts-Eck aufgenommen worden ist, kann ich es nicht sein.
00:49:31Kennen Sie den zweiten Mann?
00:49:34Nicht persönlich, nur von Fotos.
00:49:37Es ist Tom Küppers.
00:49:38Er ist der einzige aus der Cäsar-Bande, der nicht gefasst worden ist.
00:49:42Sie haben ihn nie getroffen?
00:49:44Nein.
00:49:44Es könnte doch sein, dass Sie ihn in Ihrer Eigenschaft als Anwalt getroffen haben.
00:49:50Daraus wäre Ihnen doch kein Vorwurf zu machen.
00:49:52Ich habe ihn nicht getroffen.
00:49:57Aber ich habe eine Frage an den Kommissar Stark.
00:50:03Woher haben Sie dieses Foto?
00:50:05Man hat es mir zugeschickt.
00:50:07Anonym nehme ich an.
00:50:10Ja, aber es handelt sich doch offensichtlich um eine Intrige gegen mich.
00:50:14Ein plumpes Komplott.
00:50:17Woher zum Beispiel wollen Sie wissen, wann dieses Foto aufgenommen wurde?
00:50:20Darf ich?
00:50:23Eine anonym zugestellte Fotomontage, ist das alles?
00:50:32Nein, Herr Doktor Renz, das ist nicht alles.
00:50:35Dann komme ich wieder, wenn Herr Stark mir beigebracht hat.
00:50:39Herr Doktor Renz, es steht Ihnen nicht mehr frei, diesen Raum zu verlassen.
00:50:46Darf ich bitte einen Anwalt anrufen?
00:50:59Danke.
00:51:03Tag, Herr Frank.
00:51:05Tag, Herr Renz.
00:51:06Um mit der Tür gleich ins Haus zu fallen, ich möchte Sie bitten, mich zu verteidigen.
00:51:11Danke.
00:51:12Ich frage, was Sie in der Situation bringen, einen Verteidiger zu brauchen.
00:51:16Wie kommen Sie auf mich?
00:51:17Ja, mein Freund Matula war so begeistert von Ihnen.
00:51:20Sie werden wohl kaum den Rat des Herrn Matula bei der Wagen Ihres Anwaltes brauchen.
00:51:24Ach, ich vertraue oft seiner Nase.
00:51:27Außerdem haben ein paar unserer Kollegen, die ich kontaktiert habe, keine Zeit, Urlaub,
00:51:32Krankheit, Überbelastung.
00:51:34Und einige, die sich mir Port angeboten haben, gefiel mir nicht.
00:51:36Ja, das kenne ich, dass ich die, die ich will, nicht kriege und die, die sich anbieten, nicht will.
00:51:41Dann höre ich, dass Sie der Fall Cäsar interessiert hat.
00:51:44Ja.
00:51:45Und schließlich sind Sie mir als Gegner in guter Erinnerung.
00:51:49Hat Ihre Verhaftung mit dem Fall Cäsar zu tun?
00:51:53Ja, das glaube ich.
00:51:54Na, dann erzählen Sie mal.
00:51:56Oder um genau zu sein, schreiben Sie mir erst mal die Vollmacht.
00:52:01Das hätte ich glatt vergessen.
00:52:03Aber der Staatsanwalt spinnt.
00:52:04Er behauptet, er hätte Zeugen dafür, dass ich gestern in einer Kneipe gewesen bin.
00:52:18Die Nummer zwei.
00:52:34Es war die Nummer zwei.
00:52:49Die zwei. Da bin ich ganz sicher.
00:52:55Der Zweier.
00:53:01Die zwei.
00:53:02Herr Dr. Hems.
00:53:20Sie sind verhaftet.
00:53:22Ich möchte, dass Sie sich drei der Zeugen vorknöpfen.
00:53:37Ich nehme die anderen.
00:53:39Ich habe Ihnen Namen und Adressen aufgeschrieben.
00:53:41Alles unbescholtene Bürger.
00:53:47Nichts, was Sie zunächst verbindet.
00:53:48Außer eben dieser gleichlautenden Aussage, Renz mit einem Verbrecher im Qualitäts-Eck gesehen zu haben.
00:53:54Das war eine Möglichkeit, nicht wahr?
00:53:57Entweder jemand hat diese Leute aus irgendeinem Wunde in der Hand.
00:54:01Oder jemand hat sie gestoppt.
00:54:03Ja, jedenfalls können Sie nicht alle fünf irre.
00:54:07Und Renz sieht ja weiß gar nicht so aus, als wäre er leicht zu verwechseln.
00:54:13Ja, eben.
00:54:15Renz sieht im Fall Cäsar die Ursache für seine Schwierigkeiten, für die Intrige.
00:54:19Ja, das glaube ich auch.
00:54:20Er meint, entweder ist Cäsar mit der Art, wie Renz ihn verteidigt hat und mit dem Urteil nicht zufrieden und will sich jetzt rächen, oder...
00:54:26Er ist mit sechs Jahren glänzend davon gekommen.
00:54:29Das sehen man dann oft nicht ein.
00:54:32Zweite Möglichkeit.
00:54:35Jemand will das Geld.
00:54:3720 Millionen.
00:54:40Er glaubt, Renz hat die.
00:54:43Er will Renz in die Enge treiben, um sie ihm abzujagen.
00:54:47Und wer könnte das sein?
00:54:52Gute Frage.
00:55:11Danke.
00:55:14Wiedersehen.
00:55:17Guten Tag, meine Damen.
00:55:18Danke.
00:55:19Bitte.
00:55:22Guten Tag.
00:55:23Guten Tag.
00:55:23Guten Tag.
00:55:23Guten Tag.
00:55:47Kann ich Ihnen helfen?
00:55:54Wir kennen uns, nicht wahr?
00:55:56Was im Qualitäts-Eck gestern, Sie wissen doch.
00:55:59Ja, ja.
00:56:00Wir waren im Qualitäts-Eck, ja.
00:56:02Mitten an einem Werktag haben Sie Ihr Geschäft da dicht gemacht?
00:56:04Ach, dienstags nehmen wir uns einen halben Tag frei.
00:56:06An diesem Tag ist hier sowieso nichts los.
00:56:08Unser Schwiegersohn, der hilft uns ein wenig aus.
00:56:09Aber warum wollen Sie das wissen?
00:56:13Sagen Sie, dieser Rotwein ist sehr preiswert.
00:56:164,85 Mark.
00:56:17Ist er auch gut?
00:56:18Ja, ich trinke ihn selbst.
00:56:20Und warum steht er 5,20 Mark?
00:56:23Das ist doch nicht möglich.
00:56:264,85 Mark in der Werbung und 5,20 Mark auf dem Etikett?
00:56:29Sie wissen doch, dass Sie damit gegen die Preisauszeichnungsverordnung verstoßen.
00:56:34Ja, ich bitte Sie.
00:56:35Das muss ein Irrtum sein.
00:56:37Das ist aber ein saftiges Bußgeld fällig.
00:56:40Was ist denn?
00:56:42Und Sie, Frau Mayer, Sie haben den Mann, ich meine den Mann aus dem Qualitäts-Eck, auch genau wiedererkannt?
00:56:47Ja, sicher.
00:56:48Aber was geht Sie das eigentlich an?
00:56:50Oh, das ist eine gute Frage.
00:56:52Ich bin nicht von der Gewerbeaufsicht, also geben mich Ihre merkwürdigen Preisschilder nichts an.
00:56:56Ich bin nicht von der Polizei, also geht mich auch Ihre merkwürdige Aussage nichts an.
00:57:01Ich bin nur ein schlichter Rechtsanwalt und als solcher würde ich...
00:57:04Ja, Gott, was wollen Sie eigentlich von uns?
00:57:05Wir haben Ihnen doch nichts getan.
00:57:08Ich will wissen, wieso Sie diesen Mann, die Nummer 2 in der Reihe, wiedererkannt haben.
00:57:12Er hat Ihnen doch auch nichts getan.
00:57:13Wenn er es doch war.
00:57:21Da rein.
00:57:26Tag, Herr Zandler.
00:57:27Tag, Herr Rechtsanwalt.
00:57:29Ich komme zu Ihnen in der Angelegenheit, Dr. Renz.
00:57:32Renz?
00:57:34Was für eine Angelegenheit?
00:57:36Sie meinen doch den Rechtsanwalt Renz?
00:57:37Ja.
00:57:39Wieso brauchen Rechtsanwalt eine Rechtsanwalt?
00:57:41Herr Dr. Renz befindet sich in Untersuchungshaft.
00:57:47Wieso?
00:57:47Die Staatsanwaltschaft wirft in Kollaboration mit Cäsar vor.
00:57:52Juristisch heißt sowas Begünstigung und Hehlerei.
00:57:55Der Rechtsanwalt?
00:57:57Das glaube ich nicht.
00:58:00Gut, es gibt noch kein Urteil.
00:58:02Bislang geht es lediglich um den Vorwurf.
00:58:05Gut.
00:58:06Und was haben Sie dann zu mir?
00:58:07Weil Sie den Fall Cäsar besser kennen als irgendjemand sonst.
00:58:12Weil Sie, selbstverständlich in Ihrer Funktion als verdeckt arbeitender Polizist zur Bande von Cäsar gehört haben.
00:58:17Und?
00:58:23Ich tue mich etwas schwer mit Renz' Verteidigung.
00:58:26Ich kann mich nicht nur und ich mag mich nicht nur auf das verlassen, was mein Mandant mir sagt.
00:58:32Bleibt das, was wir hier miteinander bereden unter uns?
00:58:35Meinen Sie es wünschen?
00:58:37Ich habe das Gefühl, dass mein Mandant nicht volles Vertrauen zu mir hat.
00:58:41Dass er mir nicht alles sagt.
00:58:44Dazu kann ich nichts sagen.
00:58:45Nein, dazu nichts.
00:58:47Aber Sie können mir sagen, ob Ihres Wissens oder Ihrer Meinung nach Cäsar und Renz sich schon kannten, ehe Cäsar Renz zu seinem Verteidiger machte.
00:58:54Sicher kannten Sie sich.
00:58:56Renz hat ihn doch schon mal verteidigt.
00:58:58Ah ja.
00:58:59Und jenseits dieser sozusagen geschäftlichen Beziehung hatten Sie auch gesellschaftlich Kontakt zueinander.
00:59:05Ja, waren Sie befreundet?
00:59:08Ein Rechtsanwalt und ein Gangster?
00:59:10Ja, selbst wenn, dann hätten Sie es sicherlich in der Öffentlichkeit gezeigt, ne?
00:59:14Nein, nicht in der Öffentlichkeit.
00:59:17Aber Sie, Herr Zander, wissen Sie nicht mehr als die Öffentlichkeit?
00:59:21Tut mir leid, Herr Rechtsanwalt, ich kann Ihnen nicht helfen.
00:59:24Der Renz hat mich, das wissen Sie vielleicht nicht, bei der Verhandlung gegen Cäsar derart bösartig behandelt,
00:59:30dass alles, was ich gegen ihn sagen würde, wie Rache aussieht.
00:59:32Und dazu bin ich mir einfach ein bisschen zu schade.
00:59:35Gut.
00:59:35Reden wir über was anderes.
00:59:39Es gab da ein Mädchen in Cäsars Bande, eine Regina, Regina Schultes.
00:59:43Erinnern Sie sich an die?
00:59:45Es gab so viele Mädels im Umfeld von Cäsar.
00:59:48Regina, sehr jung, so 19, 20 Jahre, lange dunkle Haare.
00:59:51Ah, Micky, seine Brat.
00:59:53Kannte Renz die?
00:59:56Möglich.
00:59:57Kann es sein, dass Cäsar sie ihm zugeschoben, vermittelt, geschenkt hat?
01:00:01Cäsar hat sowas gerne gemacht, schließlich hat er als Zuhälter angefangen.
01:00:06Hat er Ihnen auch Mädchen zugeschoben?
01:00:08Na klar.
01:00:11Aber nicht diese Regina, hm?
01:00:14Nicht mein Typ.
01:00:16Sie war ja auch seine Braut, nicht wahr?
01:00:18Mhm.
01:00:20Haben Sie eine Idee, wo ich diese Regina finden könnte?
01:00:23Na, recht so, weil Sie machen sich zu viel Mühe.
01:00:26Wenn die Micky für die Verhandlung vom Renz wichtig ist, dann wird die Polizei sie schon beibringen.
01:00:31Sie sollten mehr Vertrauen zur Polizei haben, wirklich.
01:00:35Ich nehme an, Sie kommen, um deinen Hund abzuholen.
01:01:03Komm rein.
01:01:16Klar, ist klar, du bist sauer, weil ich so spät komme.
01:01:19Aber im Gegenteil.
01:01:21Ich strahle, weil du überhaupt kommst.
01:01:26Cleo, sei lieb.
01:01:27Ich habe dir erklärt, dass ich momentan in einer prekären Situation bin.
01:01:31Jetzt kommt auch noch der Fall Renz dazu.
01:01:33Das ist eine schwierige und kitzlige Sache.
01:01:36Komm, wenn wir da durch sind...
01:01:37Wir müssen da überhaupt nicht durch.
01:01:39Du musst.
01:01:40Und wenn du da durch bist, dann kannst du mich meinetwegen mal wieder anrufen.
01:01:49Und wenn ich dann Zeit habe, dann können wir uns vielleicht mal wieder sehen.
01:01:55Cleo, jetzt hör mir mal zu.
01:01:57Nein.
01:01:58Jetzt hörst du mir mal zu.
01:02:00Ich habe einen sehr netten und charmanten Mann stehen gelassen und bin mit dir davon gefahren,
01:02:05weil er sich andauernd mehr für andere Sachen interessiert hat als für mich.
01:02:08Und jetzt merke ich, dass bei dir ganz genau das Gleiche anfängt.
01:02:12Und deswegen nimmst du jetzt deinen Hund und gehst.
01:02:15Mit deinem Hund kannst du das machen.
01:02:17Mit mir nicht.
01:02:17Tschau.
01:02:30So, Umba.
01:02:33Die Erde hat uns wieder.
01:02:36Das Leben auf der Couch ist vorbei.
01:02:40Komm.
01:02:47Das Leben auf der Couch ist vorbei.
01:03:17Hallo.
01:03:32Wie geht es dir?
01:03:36Vielleicht sollten wir uns mal wieder treffen.
01:03:38Mhm.
01:03:40Na, sag doch am besten mal Janine.
01:03:41Die liegt gerade neben mir.
01:03:42Vielleicht kannst du mit dir alles weitere besprechen.
01:03:44Hm?
01:03:47Hallo.
01:03:49Hier ist Janine.
01:03:50Wer ist da?
01:03:51Hallo?
01:03:54Aufgelegt.
01:03:54Nun bleiben Sie doch noch einen Moment sitzen.
01:04:08Das sind mir auch keine Kundschaft.
01:04:10Wann haben Sie übrigens Feierabend?
01:04:12Warum wollen Sie das wissen?
01:04:14Ich könnte Sie nach Hause bringen.
01:04:16Wozu?
01:04:18Na, dass Ihnen nichts passiert.
01:04:19Vielleicht möchte ich, dass mir was passiert.
01:04:22Auch das ließe sich einrichten.
01:04:25Jetzt ist aber gut.
01:04:27Eine Frage noch.
01:04:29Wissen Sie, dass Sie vor Gericht Ihre Aussage,
01:04:31ich meine, dass diese beiden Männer hier an diesem Tisch gesessen haben,
01:04:34dass Sie diese Aussage vor Gericht beeilen müssen?
01:04:36Das haben Sie mir schon auf der Polizei gesagt.
01:04:39Aber das macht mir nichts aus.
01:04:40Was ich gesehen habe, habe ich gesehen.
01:04:42Und wenn man Sie fragt, was Ihnen sonst noch an dem Mann aufgefallen ist,
01:04:45den Dicken meine ich, was sagen Sie dann?
01:04:48Grauer Anzug, helles Hemd, Krawatte, Farbe weiß ich nicht mehr genau,
01:04:53und dass er ein Bier und eine Bockwurst bestellt hat.
01:04:56Mit Senf oder ohne Senf?
01:04:58Senf ist bei uns immer dabei.
01:05:00Und dass er mit dem fränkischen Akzent gesprochen hat.
01:05:02Mit fränkischem Akzent?
01:05:06Das haben Sie herausgehört, obwohl Sie nur ein paar Worte mit ihm gewechselt haben.
01:05:09Mann, ich bin in Franken aufgewachsen.
01:05:12Wenn Sie mir ein Franke Grüß Gott sagt, dann weiß ich, wo der herkommt.
01:05:32Mann, ich bin in Franken aufgewachsen.
01:06:02Ich hoffe, Sie bringen Renz hierher.
01:06:09Ich werde mir alle Mühe geben, das zu verhindern.
01:06:13Seine Chancen stehen nicht sonderlich gut.
01:06:18Herr Schröder, ich würde gerne...
01:06:19Sagen Sie Cäsar zu mir.
01:06:23Ist mir lieber...
01:06:27Wie Sie wollen.
01:06:29Und was kann ich für Sie tun?
01:06:30Wer ist Regina Schultes?
01:06:38Sie war meine Geliebte.
01:06:43Ich habe in den letzten Tagen viel über sie nachgedacht.
01:06:47Ah ja?
01:06:48Ich bin sicher, dass sie es war, die mich ans Messer geliefert hat.
01:06:52War es nicht Sander?
01:06:53Allein hättet ihr das niemals geschafft.
01:06:59Könnten Sie etwas deutlicher werden?
01:07:02Könnte ich, ja.
01:07:05Will ich aber nicht.
01:07:10Ich auch nicht.
01:07:11Sie wollen Micky haben, nicht?
01:07:32Ja.
01:07:40Und Sie vor Gericht bringen.
01:07:43Mhm.
01:07:47Damit Ihre Aussage Renz entlastet.
01:07:51Ja.
01:07:51Ja.
01:07:51Sie bringen mich da in eine schwierige Situation.
01:08:02Einerseits möchte ich Renz nicht helfen, im Gegenteil.
01:08:07Andererseits möchte ich, dass Micky bestraft wird.
01:08:12Haben Sie einen guten Mann, der Sie schnappen könnte?
01:08:14Ja.
01:08:15Ja.
01:08:18Wenn.
01:08:20Ein Privatdetektiv.
01:08:21Matula.
01:08:23Josef Matula.
01:08:28Herr Zeuge, Sie sind Hauptkommissar?
01:08:31Ja.
01:08:33Wie lange sind Sie schon im Polizeidienst?
01:08:3615 Jahre.
01:08:38Und Sie gelten als ein fähiger Polizist?
01:08:39Das, ähm, ich habe das nicht zu beurteilen.
01:08:45Doch, doch, ich habe mich erkundigt.
01:08:47Bei Ihren Kollegen, bei Ihren Vorgesetzten.
01:08:49Sie gelten als ein sehr fähiger Polizeibeamter.
01:08:51Was sich ja auch schon darin ausdrückt,
01:08:53dass Sie es mit relativ jungen Jahren zum Hauptkommissar gebracht haben.
01:08:56Was soll das, Herr Verteidiger?
01:08:59Ich habe das Recht, den Zeugen zu befragen.
01:09:01Ja.
01:09:01Aber Sie befragen ihn nicht.
01:09:03Sie stellen Dinge fest, die klar sind.
01:09:05Die Fragen kommen gleich.
01:09:09Was, Herr Zeuge, tun Sie, wenn Sie eine Person festnehmen wollen?
01:09:14Eine Person, die sich in einem Haus, sagen wir, in einer Villa befindet.
01:09:18Sie haben, so wie Sie uns das eben schilderten,
01:09:20diese Person zusammen mit zwei anderen Beamten verfolgt.
01:09:23Sie haben gesehen, wie die Person in das Haus hineingegangen ist
01:09:25und jetzt wollen Sie sie in dem Haus festnehmen.
01:09:28Was tun Sie als erstes?
01:09:31Ich sehe mir das Haus genau an.
01:09:33Richtig.
01:09:34Und worauf haben Sie ein besonderes Augenmerk?
01:09:36Auf mögliche Fluchtwege.
01:09:40Richtig.
01:09:41Und wenn dieses Haus zum Beispiel zwei Ein- bzw. Ausgänge hat,
01:09:45wo würden Sie die beiden Beamten, die bei Ihnen sind, postieren?
01:09:48Ich weiß, worauf der Verteidiger hinaus will.
01:09:51Bitte beantworten Sie die an Sie gestellten Fragen.
01:09:54Bei der versuchten Verhaftung war ich mit beiden Beamten vor dem Haupteingang,
01:09:57aber ich hatte...
01:09:57Ich frage nicht, was Sie getan haben.
01:09:59Ich frage Sie, was taktisch richtig wäre.
01:10:02Wo würden Sie die beiden Beamten postieren?
01:10:04Sie fähiger Hauptkommissar.
01:10:06Also so geht das nicht.
01:10:07Doch, Herr Staatsanwalt, so und nur so geht es.
01:10:11Es geht um das Recht, die Freiheit und, falls Sie wissen, was das ist,
01:10:15um die Ehre eines unbescholtenen Bürgers.
01:10:18Und der Anwalt dieses Bürgers stellt dem Zeugen eine Frage.
01:10:23Und der Zeuge wird diese Frage beantworten.
01:10:26Also, noch einmal, Zeugestach, wo stellt ein fähiger Polizeibeamter vor einem Haus,
01:10:34das zwei Ausgänge hat, seine Beamten auf?
01:10:37Bitte, Herr Angeklagter, mäßigen Sie sich.
01:10:41Oh, entschuldigen Sie bitte.
01:10:44Beantworten Sie die Frage.
01:10:51Normalerweise postiere ich die Beamten vor den beiden Ausgängen.
01:10:54Und warum haben Sie das nicht so gemacht, als Sie vorhatten, Regina Schultes zu verhaften?
01:11:00Weil ich nicht annahm, dass die Person fliehen würde.
01:11:03Weil ich annehmen durfte, dass sie sich dort aufhält, wo wir sie später auch gefunden haben.
01:11:07Im Bett des Angeklagten.
01:11:08Hm, Sie durften das annehmen.
01:11:12Aber warum durften Sie das annehmen?
01:11:14Weil sie Ihnen gesagt hat, dass sie sich dorthin begeben würde, in das Bett des Angeklagten?
01:11:17Natürlich hat sie mir das nicht gesagt.
01:11:19Aber warum durften Sie es dann annehmen?
01:11:21Es war erst 22.20 Uhr.
01:11:23Das ist keine Zeit, zu der man notwendigerweise schon im Bett ist.
01:11:29Sie war aber im Bett.
01:11:30Richtig, Sie war im Bett.
01:11:32Und Sie wussten es.
01:11:34Ich zum Beispiel, ich wusste es nicht.
01:11:36Angeklagter, wenn Sie noch einmal unterbrechen werden,
01:11:38und ich ging Sie eine Ordnungsstrafe verhängen.
01:11:43Nun gut.
01:11:46Ihre polizeiliche Taktik war bis dahin zwar etwas ungewöhnlich,
01:11:50aber dank Ihrer hellseherischen Fähigkeiten letztlich erfolgreich.
01:11:55Leider konnten Sie nicht voraussehen,
01:11:56dass die flüchtige Person Ihren Kollegen den Polizeimeister Stein
01:11:59mit einer Handbrause niederschlägt.
01:12:03Oder doch?
01:12:08Die Freundschaft.
01:12:15Was?
01:12:15Vergessen Sie die Freundschaft nicht.
01:12:18Zander hat den Staat.
01:12:19Ja, da ist noch ein Umstand,
01:12:21zu dem ich den Zeugenstaat befragen möchte.
01:12:24Bitte.
01:12:25Herr Zeuge,
01:12:26wie ist Ihr Verhältnis zu Hauptkommissar Zander?
01:12:28Er ist ein Kollege.
01:12:33Sie kennen ihn gut?
01:12:35Ja.
01:12:37Sie sind mit ihm befreundet?
01:12:39Wie man das unter Kollegen so ist?
01:12:41Sie sind mit ihm im selben Kegelclub?
01:12:44Ja.
01:12:45Sie waren zusammen auf der Polizeischule?
01:12:48Ja.
01:12:48Sie sind also seit 15 Jahren miteinander befreundet.
01:12:55Wie ich schon sagte.
01:12:57Sie waren mehrmals gemeinsam im Urlaub.
01:12:59Vor drei Jahren in Österreich,
01:13:00vor zwei Jahren in Holland,
01:13:01letztes Jahr in Spanien.
01:13:03Was hat das mit dieser Verhandlung zu tun?
01:13:05Herr Zeuge,
01:13:06Sie sollen hier keine Fragen stellen,
01:13:07Sie sollen Fragen beantworten.
01:13:09Ja,
01:13:11ich war mit meinem Kollegen Zander
01:13:12zusammen im Urlaub.
01:13:14Und?
01:13:16Herr Hauptkommissar Stark,
01:13:19warum haben Sie Regina Schultes
01:13:20überhaupt beobachtet?
01:13:23Nun,
01:13:24Regina Schultes war die Geliebte von Cäsar,
01:13:27ich meine von Walter Schröder.
01:13:28Und ich glaubte,
01:13:29sie könne mich zu seiner Beute führen.
01:13:32Und wie kamen Sie auf diesen Zusammenhang?
01:13:33Waren Sie denn mit dem Fall Cäsar betraut?
01:13:37Nein,
01:13:38eigentlich nicht.
01:13:39Mein Kollege Zander,
01:13:40der diesen Fall aufgeklärt hat,
01:13:42machte mich auf die Schultes aufmerksam.
01:13:43Warum hat er Sie nicht selbst beschattet?
01:13:46Sie kannte ihn.
01:13:47Da ist es etwas schwierig.
01:13:50Warum haben Sie sie nicht gleich festgenommen,
01:13:51beim ersten Mal,
01:13:52als Sie mit zwei Koffern
01:13:53in das Haus von Dr. Renz ging?
01:13:57Ich wollte sehen,
01:13:58was sie weitermacht.
01:13:59Sie fuhr ins Ausland.
01:14:01Warum haben Sie das nicht verhindert?
01:14:04Ich hatte nicht den Eindruck,
01:14:05dass es sich um eine Flucht handelte.
01:14:06Sondern?
01:14:07Um eine Geschäftsreise.
01:14:12Was gab Ihnen diesen Eindruck?
01:14:16Sie reisten ohne größeres Gepäck.
01:14:21War das der Grund?
01:14:23Oder war es nicht vielmehr so,
01:14:25dass Sie sich auf die Anordnungen
01:14:26Ihres Kollegen Zander verließen?
01:14:27Zander hat mir keine Anordnungen gegeben.
01:14:31Das kann er auch gar nicht.
01:14:32Sie haben aber über diese Angelegenheit,
01:14:34die Beziehung Regina Schultes,
01:14:35Dr. Renz mit Zander gesprochen.
01:14:37Ja.
01:14:38Er hat mich ja schließlich auf die Spur gesetzt.
01:14:46Danke, Herr Stark.
01:14:47Keine weiteren Fragen.
01:14:49Keine weiteren Fragen.
01:14:49Sie kommen wegen dem Futter nicht vor?
01:15:10Sie kommen wegen dem Futter nicht vor?
01:15:19Ja.
01:15:20Sie sagen, Sie kennen den Mann.
01:15:22Sind Sie ganz sicher?
01:15:24Aber ja doch.
01:15:25Hier, das ist er, wie er leibend lebt.
01:15:26Der Gast hat ein Bier und eine Bockwurst bestellt.
01:15:34Ist das richtig?
01:15:35Ja.
01:15:36Was hat er genau gesagt?
01:15:37Ich meine, wie hat er bestellt?
01:15:39Erinnern Sie sich daran?
01:15:42Hören Sie mal, bringen Sie mal ein Bier und eine Bockwurst, Fräulein.
01:15:46In diesem fränkischen Tonfall?
01:15:48Ja.
01:15:50Der Angeklagte ist Hesse.
01:15:52Er hat niemals in Franken gelebt.
01:15:54Er spricht Hochdeutsch und Hessisch.
01:15:56Das sind die beiden Mundarten, die er beherrscht.
01:15:58Kein Mensch hat den Rechtsanwalt Dr. Renz jemals fränkisch reden hören.
01:16:02Können Sie sich erklären, warum er das bei seiner Bestellung getan haben soll?
01:16:05Er hat aber fränkisch geredet.
01:16:07Und es ist der Angeklagte, der Mann, der da sitzt.
01:16:11Ich habe doch keine Tomaten auf den Augen.
01:16:15Oder war es der Mann?
01:16:16Fangen Sie mal, bringen Sie mir ein Bier und eine Bockwurst, Fräulein.
01:16:30Richtig.
01:16:30Richtig.
01:16:30Richtig.
01:16:30Vielen Dank.
01:17:00Vielen Dank.
01:17:30Vielen Dank.
01:18:00Vielen Dank.
01:18:31Aber vielleicht verzeiht er ihn, wenn Sie den Mann verraten, mit dem Sie ihn betrogen haben.
01:18:34Ich würde es jedenfalls versuchen. Das ist Ihre einzige Chance.
01:18:40Ja, ein Mädchen, also eine junge Frau, die ist zu mir gekommen und hat mir gesagt, wenn ich ihr zur Verfügung stehe, also wenn ich mache, was sie mir sagt, dann kriege ich da 4000 Mark.
01:19:01Und dann hat sie gesagt, da sei nichts Böses und nichts Strafbares dabei. Und das hätte ich ja nicht gemacht.
01:19:09Kannten Sie die Frau?
01:19:10Also, den Namen weiß ich natürlich nicht. Aber früher, vor etwa zwei Jahren, da ist sie öfter in meiner Gaststätte verkehrt.
01:19:19Ich glaube, Ihre Freunde nannten sie Micky.
01:19:31Gut. Fahren Sie fort.
01:19:33Also, die hat mich am 17. mitgenommen und wir sind mit dem Auto nach Frankfurt gefahren. Und dann ist da noch ein Mann zugestiegen.
01:19:41Einen Augenblick, bitte.
01:19:42Entschuldigung, Herr Vorsitzender, darf ich.
01:19:46Bitte.
01:19:48Herr Zeuge.
01:19:50War das dieser Mann?
01:19:53Ja, ja, der, der.
01:19:56Danke.
01:20:01Ja, der ist also eingestiegen und wir sind hinter einem Mercedes hergefahren.
01:20:06Und dann sind wir in eine Gaststätte gegangen, in das Qualitätseck.
01:20:09Ich. Der Mann da auf dem Foto und ich.
01:20:13Die Frau ist im Auto geblieben.
01:20:15Ja, und dann habe ich da, äh, Bier und eine Buckwurst bestellt bei dem.
01:20:21Bei dem Fräulein da.
01:20:23Wie sind Sie denn jetzt hierher gekommen?
01:20:26Bitte?
01:20:27Wer hat Sie zu dieser Verhandlung geschickt?
01:20:30Matula, heißt der Mann. Ich habe hier
01:20:32seine Visitenkarte.
01:20:34Ja, der hat also
01:20:39mein Foto,
01:20:42ich meine das Foto von Herrn Rechtsanwalt Dr. Renz,
01:20:45in die Würzburger Zeitungen setzen lassen.
01:20:47Wer kennt diesen Mann?
01:20:50Ja, und das haben wir die Fee gesehen,
01:20:52die mich kennen.
01:20:54Ja, da ist ja der Herr Matula.
01:20:57Und da die Frage
01:20:58mir abgeholt hat.
01:20:59Die Frau ist die Zeugin Regina Schultes.
01:21:07Sie ist freiwillig hier.
01:21:11Aber das kann sie am besten selbst erzählen.
01:21:19Was ich getan habe,
01:21:20habe ich für Heinz Zander getan.
01:21:23Ich denke nur noch an ihn.
01:21:25Ich kann nichts anderes mehr tun,
01:21:26als das, was er von mir verlangt.
01:21:27Ich habe sogar Cäsar verraten für ihn.
01:21:32Ich wusste nicht,
01:21:33dass Heinz ein Bulle war.
01:21:35Als ich dann dahinter kam,
01:21:38ich habe nicht nur den Mund gehalten,
01:21:40ich habe ihm auch noch geholfen.
01:21:44Hier steht der Rechtsanwalt Dr. Renz vor Gericht.
01:21:46In welcher Beziehung stehen Sie zu ihm?
01:21:51Heinz wollte,
01:21:52dass wir Renz fertig machen.
01:21:54Er
01:21:55Heinz ist nicht schlecht, wirklich.
01:22:01Es ist nur,
01:22:03er hasst Renz.
01:22:06Er sagt,
01:22:08Renz sei nicht besser als Cäsar und Genossen.
01:22:10Ja, er sei eigentlich noch schlimmer.
01:22:13Weil,
01:22:13weil er sich als Rechtsanwalt tarnt
01:22:16und so den Verbrechern hilft.
01:22:18Ja, und
01:22:20das wollten wir beweisen.
01:22:24Sie wollten das beweisen,
01:22:26was nicht den Tatsachen entspricht?
01:22:29Ja.
01:22:35Erst mit den Beutestücken von Cäsar,
01:22:36die ich in Renz Haus gebracht habe,
01:22:37und dann,
01:22:39als das nicht ausreichte,
01:22:40da ist mir Kramer eingefallen.
01:22:42der Renz so ähnlich sieht.
01:22:45Aber da Kramer ja hier ist,
01:22:46wissen Sie das doch alles.
01:22:48Ich war mein Leben lang ein guter Polizist.
01:22:52Es zeigt meine Akte,
01:22:53und das weiß jeder im Präsidium.
01:23:00Als Undercover Agent hatte ich Zugang zu Geld.
01:23:02für Geld,
01:23:05das keiner kontrollieren konnte.
01:23:08Und hat versucht, mich zu bestechen.
01:23:11Mehr als einmal.
01:23:14Ich habe niemals
01:23:16einen Pfennig veruntreut.
01:23:23Ich habe
01:23:24mein Leben eingesetzt,
01:23:29auch mehr als einmal.
01:23:30Und dann kommt dieser
01:23:33Rechtsanwalt.
01:23:39Er verletzt meine Ehre
01:23:40nur, damit eine Kreatur
01:23:41wie der Cäsar
01:23:42besser wegkommt.
01:23:46Michi hat das schon gesagt,
01:23:47so einer ist schlimmer
01:23:48als das Gesindel,
01:23:49das er verteidigt.
01:23:54Achtung,
01:23:55du gehst,
01:23:56Herr Halle,
01:23:57Reich Ebener,
01:23:59gebucht nach Berlin.
01:24:01Und das ist nun endgültig
01:24:02dein Abschied von Deutschland.
01:24:04Was heißt endgültig?
01:24:06Ich werde schon irgendwann mal wiederkommen.
01:24:08Und sei es nur,
01:24:08um Urlaub zu machen.
01:24:10Urlaub?
01:24:10Wovon?
01:24:11Vom Lesen
01:24:12und Schreiben
01:24:13und Kochen
01:24:13und Malen.
01:24:15Das kann sehr anstrengend sein.
01:24:16Ja.
01:24:18Was wird eigentlich
01:24:19aus Ihrer Kanzlei,
01:24:19Herr Renz?
01:24:21Sie werden es nicht glauben,
01:24:22aber wenn Sie nicht
01:24:23davon angefangen hätten,
01:24:25hätte ich es getan.
01:24:26Tja,
01:24:27was wird aus meiner Kanzlei?
01:24:29Haben Sie irgendeine Idee,
01:24:30Herr Frank?
01:24:32Kennen Sie,
01:24:32Herr Kollege,
01:24:33vielleicht einen
01:24:33jüngeren,
01:24:34fähigen Anwalt,
01:24:35der in meiner Klientel
01:24:36interessiert wäre?
01:24:38Ich kenne einen,
01:24:39der vor der Wahl steht,
01:24:40arbeitslos zu werden
01:24:40oder ins kalte Wasser
01:24:41zu springen.
01:24:42Ja,
01:24:42richtig.
01:24:43Mit der Kanzlei,
01:24:44Dr. Norden,
01:24:45haben Sie ja einige Probleme,
01:24:46habe ich gehört.
01:24:48Wie sähe das denn
01:24:48finanziell aus?
01:24:49Ach,
01:24:50da würde ich mir
01:24:50keine großen Sorgen machen.
01:24:52Wichtig ist,
01:24:53dass mir der Mann gefällt
01:24:54und noch wichtiger,
01:24:56dass er was kann.
01:24:58Das kann ich verstehen.
01:25:00Da wir von Geld reden,
01:25:02da fällt mir
01:25:03was ganz Peinliches ein.
01:25:04Sie haben mir noch
01:25:05immer nicht
01:25:05Ihre Rechnung geschickt.
01:25:07Ach,
01:25:08vielleicht können wir
01:25:09das ja anrechnen
01:25:10auf die Ablöse,
01:25:11die ich Ihnen zahlen muss.
01:25:12Ah,
01:25:12das ist eine gute Idee.
01:25:14Ja,
01:25:14und noch etwas.
01:25:17Ich habe öfter
01:25:18mit einem bestimmten
01:25:20Privatdetektiv
01:25:21zusammengearbeitet.
01:25:24Wenn man von
01:25:25einigen charakterlichen
01:25:26Schwächen absieht,
01:25:28bin ich sehr gut
01:25:29damit gefahren.
01:25:31Ich hatte auch
01:25:31neulich einen Fall,
01:25:32da war mir ein Detektiv
01:25:33von allen größten Nutzen.
01:25:39Also,
01:25:39wenn ihr weiter
01:25:40diesen Unsinn redet,
01:25:41ist der Flieger gleich weg.
01:25:42Ja.
01:25:48Das ist der Herr
01:26:03Matula.
01:26:04Ja.
01:26:05Und das ist
01:26:06der Doktor Frank.
01:26:08Und das ist
01:26:09Anna Suskowitsch.
01:26:10Ich freue mich.
01:26:11Ich habe Ihnen
01:26:11was mitgebracht.
01:26:13Die sind
01:26:14von meinem
01:26:15Weingut
01:26:15im Rheingau.
01:26:18Der zeichnet sich
01:26:18besonders
01:26:19durch sein
01:26:20Bouquet aus.
01:26:21Um ihn voll
01:26:22zu genießen,
01:26:23muss man
01:26:23einen guten
01:26:23Riecher.
01:26:27Ich spüre
01:26:27das.
01:26:29Danke.
01:26:31Und der
01:26:31geht über
01:26:32die Zunge.
01:26:34Löst sie,
01:26:35macht sie
01:26:36geschmeidig,
01:26:37auch scharf
01:26:38und unerbittlich
01:26:39oder
01:26:40zahlt
01:26:41und schmeichelt.
01:26:43Je nach
01:26:43Gelächter.
01:26:45Danke.
01:26:45Und
01:26:47soll ich
01:26:47den Tropfen
01:26:47mehr im
01:26:48Gerichtssaal
01:26:49oder
01:26:49mehr
01:26:49privat
01:26:49einsetzen?
01:26:51Dort,
01:26:51wo sie
01:26:51Sana
01:26:51am
01:26:52meisten
01:26:52bedürfen.
01:26:53Also,
01:26:54viel Spaß
01:26:55oder viel Erfolg,
01:26:57je nachdem.
01:26:58Jetzt müssen wir uns
01:26:58aber beeilen.
01:27:15Sie sind dran.
01:27:22Womit?
01:27:25Diesmal machen
01:27:25Sie sie an
01:27:26und ich spann
01:27:26sie Ihnen aus.
01:27:28Klingt fair.
01:27:28Vielen Dank.
01:27:29Danke.
01:27:30Danke.
01:27:31Das war's.
01:28:01Das war's.
01:28:31Das war's.
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