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Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Alfred Vohrer /
#krimiserie #derrick #zdf

Kategorie

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TV
Transkript
00:00Musik
00:30Musik
01:00Hier hätten wir noch zwei Abende geben können.
01:24Viel zu kleiner Saal.
01:26Die Olympia hätte man mieten sollen.
01:28Und voll gekriegt.
01:28Wie war das Publikum?
01:30Dämliche Frage, das hörste doch.
01:31Geht schon seit zehn Minuten so.
01:33So ein Riesenerfolg.
01:34Ach du, dass hier ja keine Mädchen reinkommen.
01:36Schmeiß sie raus.
01:37Wie kann ich die rausschmeißen?
01:39Das ist deine Sache.
01:39Die haben in der Garderobe nichts zu suchen.
01:41Aber er sagt doch...
01:42Was er sagt, spielt doch keine Rolle.
01:43Du weißt doch, Mädchen sind ein schwacher Punkt bei ihm.
01:45Und draußen sind Fotografen.
01:46Er zieht sich hier immer gleich aus, oder?
01:48Ja, weil er klatschnass ist.
01:49Ja, aber das gibt die Bilder, die wir nicht brauchen können.
01:51Ich stehe da hinten im Zug.
02:20Sag mal, hast du dich für fünf fertig verstanden?
02:22Kannst du dir jetzt keine Erkältung leisten?
02:24Was soll ich denn machen?
02:25Ich kann sie doch nicht enttäuschen.
02:27Meine Garderobe hatte nichts zu suchen.
02:28Okay, okay.
02:30Ach, ihr seid arm war das.
02:31Irre.
02:33Hast du gesehen, wie die mitgegangen sind?
02:34Nach fünf Minuten wusste ich, jetzt habe ich sie.
02:37Jetzt fressen sie dir aus der Hand.
02:39Eine Stimmung war das.
02:40So, war ein Gefühl wie Weihnachten.
02:44Es war, es war, weißt du, wie ein Pulsschlag.
02:48Meiner und der von 2000 Leuten.
02:51Ja, du warst klasse.
02:53Nein, die Leute waren klasse.
02:55Ach, ich habe sie angebetet.
02:58Gib mir mal was zu trinken.
03:01Ja, ich habe sie angebetet.
03:04Ich hätte runtergehen mögen, um jeden an meine Brust zu ziehen.
03:09Aber ich glaube, das war es, was die Stimmung ausgemacht hat.
03:14Brust.
03:14Und trink nicht zu viel.
03:18Du musst immer damit rechnen, dass die Journalisten anquatschen.
03:20Und die stört es, wenn du eine Fahne hast.
03:22Du stehst doch mit jeder Kleinigkeit in der Zeitung.
03:24Ach.
03:24Schreit endlich ein.
03:41Hübschen.
03:42Ja, ist ja gut.
03:44Hübschen, hübschen.
03:46Komm, komm, komm.
03:48Komm, seid bei Lünken und geht.
03:51Hübschen, hübschen.
03:53Hübschen.
03:54Harry, Harry, Harry, Harry.
04:11Berückter geht's wohl nicht.
04:13Die hauen einen Glatt in den Sand.
04:19Sieht nach einem großen Erfolg aus.
04:20Ich sage dir, ein Riesending war das.
04:22Die Leute sind kopfgestanden.
04:23Ich brauchte nur ein neues Lied anzufangen.
04:26Zwei, drei Töne, ein Wort nur.
04:28Und dann ging's los, du.
04:29Ein Applaus, dass die Halle bebte.
04:31Die kannten jeden Ton, jeden Ton kannten die.
04:34Weißt du, was das heißt?
04:35Ich hab's geschafft, heißt das.
04:37Was willst du mehr?
04:38Mehr will ich nicht.
04:39Erfolg macht glücklich.
04:40Guten Tag, mein Mann.
04:59Guten Tag.
04:59Guten Tag.
04:59Guten Tag.
05:00Oh, guten Abend, Herr Jürgen.
05:02Ganz großer Erfolg gewesen.
05:03Ich hab's schon gehört.
05:04Ja, oder?
05:05Haben Sie mir einen Tisch reserviert im Restaurant?
05:06Ja, ja, für elf Uhr, wie Sie es gewünscht haben.
05:09Schlüssel, ja?
05:09Ja, bitte.
05:10Ach, der Schlüssel ist noch da.
05:12Wir sind ja nichts abgegeben worden.
05:13Das kann schon sein.
05:14Wollen Sie sagen, Herr Jürgen?
05:15Herr Jürgen, Sir?
05:16Can you reckon on the nice last night?
05:18Oui.
05:23Oh, das ist doch Harriet Jung.
05:24Na, komm.
05:25Na, komm.
05:25Na, komm.
05:54Hey, hallo.
06:16Hallo.
06:19Was machen Sie denn da?
06:21Was machen Sie denn da?
06:51Hallo?
07:00Hallo, Portier.
07:01Wer ist da?
07:02Ach, Herr Jürgen.
07:03Ich versuche, Herrn Heckel zu erreichen.
07:05Mein Manager, aber er meldet sich nicht.
07:07Meldet sich nicht?
07:07Moment, bitte.
07:10Ja, der Schlüssel ist hier.
07:11Herr Heckel ist nicht auf seinem Zimmer.
07:12Ja, aber er muss doch im Hotel sein.
07:14Vielleicht ist er unwunderbar.
07:15Ich brauche ihn sofort.
07:16Ich kann ihn ja ausrufen lassen, durch einen Pagen.
07:19Ja, ist gut.
07:20Ist alles in Ordnung, Herr Jürgen?
07:24Ha.
07:27Barsche!
07:27Oskar?
07:33Herr Heckel hat sich leider nicht gemeldet.
07:50Wo ist denn mein Fahrer, Herr Grasser?
07:52Haben Sie den gesehen?
07:53Er soll den Heckel suchen.
07:54Unter allen Umständen, ich kann keine Sekunde länger warten.
07:57Herr Grasser?
07:57Moment, bitte.
07:59Ja, der ist auch nicht auf seinem Zimmer.
08:00Der Schlüssel...
08:02Ja.
08:03Will ich fahren lassen.
08:05Moment, Herr Jürgen.
08:06Hier ist ein Journalist, der sagt, er ist mit ihm verabredet, ob er raufkommen kann.
08:11Nein, nein, das geht jetzt nicht.
08:13Auf keinen Fall.
08:14Sagen Sie ihm, es täte mir leid, aber es ginge jetzt nicht.
08:17Es tut ihm leid, Herr Rott.
08:18Ich hätte ja selbst über die mitreden können.
08:20Was hat er denn für eine Nummer?
08:211104.
08:22Aber er ist gleich im Restaurant, hat er mich für 11 Uhr einen Tisch bestellt.
08:25Was jetzt?
08:25Bis zum nächsten Mal.
08:55Das war's für heute.
09:25Das war's für heute.
09:55Good evening, Mr. Dürgen. May I help you?
09:58Oh, no. Thank you.
09:59Good night.
10:00Good night.
10:25Allo?
10:32Allo, it's you.
10:32What are you doing with the girl there, Diogo?
10:58Is she...
11:00...wohnmächtig?
11:02I don't know what's going on.
11:04She was in my room.
11:06I found her so, as she is here.
11:10Is she...
11:10Is she dead?
11:13I told you.
11:14I found her so, as she is here.
11:16Yes!
11:29Good morning.
11:30Good morning.
11:30Das hat sich 1104.
11:32Ah, danke.
11:36Harry, darfst du nabend, Doktor?
11:38Nabend, es handelt sich um eine glatte Wunde in der Herzgegen.
11:41Könnte eine Messerstichverletzung sein.
11:44Tatverdächtig ist Harry Dugan.
11:46Sagt dir der Name was?
11:47Schlagersecker.
11:48Ja, komm.
11:49Er hat die Tote aus seinem Zimmer hierher geschafft
11:51und wurde dabei erwischt, ausgerechnet von einem Reporter.
11:54Der hat ihn dabei fotografiert.
11:55Wo ist der Reporter?
11:57Der war schon weg, als ich kam.
11:58Zum Poitier sagt er noch, schauen Sie mal morgen in die Zeitung.
12:00Es gibt eine Riesensensation.
12:03Ich sage Ihnen doch, ich habe sie gefunden in meinem Bett.
12:06Sie war tot.
12:07Ich habe keine Ahnung, wie das Mädchen in mein Zimmer gekommen ist.
12:09Ich weiß es nicht.
12:10Ich habe nur gesehen, dass sie tot ist.
12:12Was sollte ich machen?
12:12Ich wusste nicht, was ich machen sollte.
12:14Dann habe ich versucht, meinen Manager zu erreichen,
12:15aber ich habe ihn nicht erwischt.
12:17Und dann habe ich gedacht, ich schaffe sie raus.
12:18Nur, dass sie irgendwie rauskommt hier.
12:22Blut.
12:23Sieht so aus, könnte die Tatwaffe sein.
12:25Das Messer ist.
12:26Es lag auf dem Boden.
12:27Ich habe es aufgehoben.
12:28Dann sind ja auch Ihre Fingerabdrücke drauf.
12:30Liebsten Kollegen von der Spurensicherung.
12:32Stefan?
12:32Ja?
12:33Es lag auf der Kommode.
12:36Das Mädchen heißt Marianne Golds.
12:38Geburt 1960.
12:39Golds, Marianne Golds.
12:40Ich habe den Namen noch nie gehört.
12:42Ich schwöre es Ihnen.
12:43Ich habe das Mädchen in meinem Leben noch nicht gesehen.
12:44Glauben Sie mir.
12:45Ich bringe niemanden um.
12:46Ich bin kein Mörder.
12:47Nun beruhigen Sie sich erst mal.
12:48Setzen Sie sich hin.
12:52Sie haben also heute Abend ein Konzert gegeben?
12:55Ja.
12:56Sind Sie nach dem Konzert gleich hierher ins Hotel gefahren?
12:59Ja.
12:59Wann sind Sie denn hier angekommen?
13:01So kurz vor elf.
13:03Waren Sie allein?
13:04Ja, der Fahrer hat mich hier gefahren.
13:05Allein.
13:06Den können Sie fragen.
13:07Sie können auch übrigens den Portier fragen.
13:09Der hat mich gesehen.
13:10Ich wollte den Schlüssel haben und...
13:11Und?
13:16Der Schlüssel war nicht da.
13:18War nicht da?
13:19Nein, unten war er nicht.
13:21Ich bin dann rauf.
13:22Oben stand alles offen.
13:24Und der Schlüssel steckte da, wo er jetzt steckt.
13:25Außen.
13:27Jemand hat vergessen, den Schlüssel abzugeben.
13:30Wollen Sie sagen, Sie haben vergessen, ihn abzugeben?
13:32Nein, wieso ich...
13:34In meinem Zimmer ist immer eine Menge los.
13:35Es sind jede Menge Leute da.
13:36Mein Garderbier, der Manager, die Musiker, die ganze Truppe.
13:39Ich kann mich nicht um den Schlüssel kümmern.
13:42Jemand schließt zu und gibt den Schlüssel ab.
13:44Und jetzt ist er mal stecken geblieben.
13:45Das hat ein Mädchen ausgenutzt und ist rein und hat sich einfach in mein Bett gelegt.
13:50Kommt das öfter vor?
13:51Die stellen alles Mögliche an.
13:52Ich habe schon die tollsten Sachen erlebt.
13:54Manchmal benehmen sie sich wie die Verrückten.
13:56Fragen Sie mal Häckl oder meinen Garderbier oder den Fahrer.
13:58Herr Häckl, bitte kommen Sie.
14:14Sag mal, was machst du eigentlich für eine Scheiße, Harry?
14:17Du hättest sofort die Polizei holen sollen.
14:19Sofort!
14:20Sehen, was los ist und dann ran ans Telefon.
14:21Das ist doch das Erste.
14:22Aber das wollte ich ja.
14:24Ich dachte, ich spreche erst mit dir.
14:25Ich habe dich überall gesucht.
14:26Gesucht, gesucht, Mensch.
14:27Du schaffst nicht selber so viel Grips.
14:29Jetzt bist du drin.
14:31Du hast das Blödeste gemacht, was du tun konntest.
14:34Wir sind im Eimer.
14:35Und zwar total.
14:36Aber ich habe das Mädchen nicht umgebracht.
14:38Ja, natürlich nicht.
14:41Oder glaubt das vielleicht hier jemand?
14:47Glauben Sie das etwa im Ernst?
14:49Beweisen Sie mir das Gegenteil.
14:53Harry hat Mädchen gerne.
14:54Warum nicht?
14:56Sind seine treuesten Anhänger.
14:57Sie lieben ihn.
14:58Er liebt Sie.
15:00Aber er bringt Sie doch nicht um.
15:01Ja, bitte.
15:20Sind Sie Frau Golds?
15:22Ja.
15:23Die Mutter von Marianne Golds?
15:25Ich komme von der Kriminalpolizei.
15:27Ist es was mit Marianne?
15:31Kann ich mal reinkommen?
15:43Ich habe keine gute Nachricht für Sie.
15:48Marianne.
15:48Ist etwas zugestoßen?
15:53Ja.
16:07Was?
16:10Was ist der denn zugestoßen?
16:13Sie ist tot, Frau Golds.
16:16Sie ist ermordet worden.
16:25Ermordet?
16:26Sie wurde in einem Hotel aufgefunden.
16:30Der Tatverdächtig ist ein gewisser Harry Dugan.
16:34Ein Sänger.
16:34Ich bin ein Sänger.
17:04Das ist doch Ihre Tochter.
17:09Ja.
17:12Das ist Marianne.
17:18Ich will da nicht rein. Ich lasse mich nicht einsperren.
17:21Ich habe das mit dir nicht umgewacht. Ich bin doch kein Mörder.
17:33Das ist ja Wahnsinn.
17:34Das ist ja absoluter Wahnsinn.
17:45Und ich sage Ihnen, dass Sie einen Fehler machen.
17:47Einen Riesenfehler machen Sie.
17:49Und das ist eine Sache hier, da dürfen Sie keinen machen.
17:50Ich würde mir Mühe geben.
17:51Sie machen sich ja keinen Begriff, wie prominent Harry die Jugend ist.
17:53Ich mache mir einen, aber nun ist er aufgrund eines richterlichen Haftbefehls in Untersuchungshaft genommen.
17:57Sagen Sie mal, verstehen Sie eigentlich, nicht?
17:59In seinem Apartment ist ein Mädchen erstochen worden.
18:01Das Messer zeigt seine Fingerabdrücke.
18:03Er wird aber erwischt, wie er die Tode wegschaffen wird.
18:05Wollen Sie mir mal sagen, welche Möglichkeiten uns da noch bleiben?
18:10Komm mal her. Komm mal her.
18:12Erzähl mal, wie die Mädchen hinter Ihnen her sind, was Sie alles anstellen, um Ihnen zu sehen, Ihnen anzufassen.
18:16Wissen Sie, was Fans sind? Das Wort ist doch wohl nichts Neues für Sie.
18:19Nein, wir leben ja auch nicht hinter dem Mond.
18:22Erzähl mal, wie Sie durchs Fenster gestiegen sind. Durchs Fenster. Sie sind plötzlich im Zimmer in der Garderobe.
18:26Komm mal her. Komm mal her.
18:27Erzähl mal, wie Sie manchmal so vor dem Wagen stehen, dass du nicht fahren kannst.
18:30Ich saß selber mal mit drin. So eine Blonde springt plötzlich vor.
18:33Ist plötzlich vor dem Wagen, riskiert Ihr Leben.
18:35Und warum? Bloß, dass er Sie anfasst.
18:37Stimmt's oder erzähl ich Quatsch?
18:38Ja, ja, so war das.
18:39Das ist ein Phänomen.
18:40Wir werden alles berücksichtigen. Nicht nur, was gegen ihn spricht.
18:44Aber es spricht nun mal eine Menge gegen ihn.
18:47Er hat ausgesagt, er kennt das Mädchen nicht. Kennen Sie es?
18:50Da sehen Sie sich das Bild an.
18:52Ja, ich sehe es mir an.
18:54Nee, ist mir völlig unbekannt.
18:57Ist Ihnen das Mädchen bekannt?
19:00Nein.
19:00Sind Sie unsicher?
19:01Ich bin nicht unsicher. Ich kenne die nicht.
19:04Und Sie?
19:06Was denn, was denn, was ist denn?
19:08Na ja, es kommt mir so vor, als hätte ich die schon mal gesehen.
19:11Harry?
19:16Ach, die ist das.
19:19Na und? Was heißt das?
19:21Ich habe doch gesagt, es ist eine von denen, denen alles egal ist.
19:25Hier, gucken Sie sich, dass das Gesicht mal an ist.
19:27Wie Sie Harry anstrahlt. Ist doch völlig verklärt.
19:35Ist noch was?
19:38Nein, danke. Sie können gehen.
19:52Frau Golds, kommen Sie bitte.
19:54Stefan, das ist die Mutter von Marianne.
20:07Mein Beileid, Frau Golds.
20:08Bitte nehmen Sie Platz.
20:09Hört doch mal zu.
20:25Hört doch mal zu.
20:26Es ist gut, dass ihr da seid.
20:28Was hier passiert, das ist eine Schweinerei.
20:30Hier wird ein Mann in die Pfanne gehauen, der vollkommen unschuldig ist.
20:33Ich gebe dir zu, das ist eine Riesengeschichte für euch.
20:35Und ich will sie euch auch nicht nehmen.
20:36Aber es bleibt auch eine irre Geschichte, wenn ihr die Sache mal umdreht.
20:39Nämlich so, dass er unschuldig ist.
20:41Dann kriegt die Geschichte nämlich noch einen Dreh mehr.
20:44Dann kommt sie noch besser an.
20:45Also, ihr kriegt neue Fotos von mir und dann könnt ihr darunter schreiben,
20:48dieser Mann, ein Mörder.
20:50Die Fotos haben wir schon.
20:55Sie sagte,
20:57Mama, ich liebe ihn.
21:00Ich liebe ihn nun einmal.
21:02Ich denke jeden Tag an ihn.
21:05Jede Nacht.
21:06Sie kaufte alle Platten von ihm.
21:08Es gibt wohl keine, die sie nicht hatte.
21:11Und sie spielte sie ununterbrochen.
21:13Ich sagte, Kind, musst du denn immer diese Musik hören?
21:17Du machst dich noch ganz krank.
21:19Und sie meinte,
21:21Mama, wenn das krank ist,
21:25dann bin ich gern krank.
21:29Frau Golds, das Plakat hier,
21:34das ist doch nach einem Foto gemacht worden, nicht wahr?
21:37Ja, das war ein Konzert vor einem Jahr hier in München.
21:43Sie ist in jedes Konzert gegangen.
21:45Sie ist bis nach Nürnberg gefahren,
21:48nach Frankfurt und auch weiter.
21:51Vor etwa einem halben Jahr
21:54hat sie dann dieses Plakat entdeckt,
21:57zufällig in einer Plattenhandlung.
21:59Es muss sie getroffen haben wie ein Blitz.
22:05Mama!
22:06Mama!
22:12Siehst du mich, Mama?
22:13Siehst du mich?
22:14Das bin ich, Mama, ich!
22:16Kind, du spinnst.
22:17Sie haben das Foto genommen,
22:18auf dem er mir die Hand gibt, Mama.
22:20Stell dir das vor, mir!
22:23Von dem Tag an
22:25war sie völlig verändert.
22:28Dieses Plakat,
22:29das war wie ein Traum,
22:31der wirklichkeit geworden ist.
22:34Von da ab war sie so gut wie krank.
22:36Hat ihre Tochter irgendeine Verbindung zu Dugen?
22:42Ihn geschrieben vielleicht?
22:44Ja, geschrieben hat sie,
22:46mehrmals sogar.
22:47Sie hat ihm geschrieben,
22:49das Mädchen auf dem Plakat.
22:51Das bin ich.
22:53Hat er geantwortet?
22:55Ja.
22:57Er hat geschrieben, Mama,
22:58er hat geschrieben!
22:59Wer?
23:00Harry!
23:00Harry!
23:00Frau Goldz,
23:10wissen Sie vielleicht,
23:12was Dugen ihrer Tochter geschrieben hat?
23:15Nein,
23:16das weiß ich nicht.
23:18Ich nehme an,
23:19er hat ja ein Bild geschickt
23:21mit Unterschrift.
23:21Sie hat ihm den Brief nicht gezeigt?
23:23Nein,
23:24sie macht ein Geheimnis daraus.
23:26Wissen Sie,
23:27wo sie den Brief aufbewahren könnte?
23:29Irgendwo in ihrem Zimmer.
23:32Ich weiß nicht, wo.
23:53Hier ist er.
23:55Harry Dune.
23:56Mit Maschine geschrieben.
23:57Liebe Marianne,
23:59du bist also das nette Mädchen
24:00auf dem Plakat.
24:02Ich erinnere mich noch genau,
24:03als wir überlegen,
24:04welches Foto wir für das Plakat nehmen.
24:06Da sagte ich,
24:07wir nehmen das da
24:07mit dem bezaubernden Mädchen darauf.
24:10Wenn ich mal wieder
24:11ein Konzert in München gebe,
24:12dann melde dich.
24:13Die Freikarte kriegst du persönlich von mir.
24:16Herzlich grüß dich.
24:18Unterschrift Harry Dugen.
24:20Dann melde dich.
24:23Freikarte kriegst du persönlich von mir.
24:24Hat sie sich die Freikarte geholt?
24:29Ja.
24:31Wer war denn?
24:32Und von wem hat sie die Karte bekommen?
24:34Wir haben nämlich keine bei ihr gefunden.
24:37Sie sagte nur,
24:38als sie aus dem Betrieb nach Hause kam,
24:41dass sie sich freut auf den Abend.
24:43Unheimlich freut.
24:46Könnte irgendjemand wissen,
24:47ob ihre Tochter die Karte bekommen hat?
24:49Ich meine persönlich bekommen hat.
24:52Er hat sie keine Freundinnen.
24:54Freundinnen?
24:55Ich weiß nicht.
24:57Wo hat sie gearbeitet?
24:58In einer Kartonagenfabrik.
25:01Dürfen wir den Brief mitnehmen?
25:04Bitte.
25:04Guck mal ran.
25:22Hier, seht euch das mal an.
25:25Glauben Sie denn,
25:26vielleicht den Brief hat Jugend geschrieben?
25:28Ist das nicht seine Unterschrift?
25:29Ja, solche Briefe darf er unterschreiben,
25:31aber sonst hat er nicht das Geringste damit zu tun.
25:33Die diktiere ich oder er oder Krasa.
25:36Das sind ja Berge von Post,
25:37die er jeden Tag kriegt.
25:38Die sieht er gar nicht.
25:39Na, hat einer von euch den Brief geschrieben?
25:41Ja, ich war das.
25:43Na also bitte, er war das.
25:44Na, also schön, Sie waren es, ne?
25:46Ja.
25:47Der Brief ist sehr, sehr herzlich.
25:50Sie schrieb, sie sah auf dem Plakat drauf.
25:52Da habe ich sie mir angesehen.
25:53Irgendwie dachte ich,
25:54sie verdient eine nette Antwort.
25:55Sehr richtig.
25:57Außerdem könnte sie ja Persönlichkeitsrechte geltend machen.
26:00Für eine Freikarte ist das erledigt.
26:02Na ja, die Freikarte hat sie die Freikarte auch bekommen.
26:06Wirklich persönlich bekommen.
26:07Von Harry?
26:09Der war gestern den ganzen Tag nicht eine Minute allein.
26:11Aber sie muss versucht haben, ihn zu sprechen.
26:13Bei mir jedenfalls nicht.
26:15Bei euch?
26:16Bei mir auch nicht.
26:17Du, Ingo?
26:19Na ja, die Sache ist so.
26:21Die Mädchen versuchen eben irgendwie an ihn ranzukommen, nicht?
26:24Manche kommen einfach ins Hotel.
26:26Ganz Käse fahren mit dem Fahrstuhl nach oben.
26:28Mann, da steht man ja richtig Posten.
26:30Erinnern Sie sich an Marianne Golds?
26:33Ich versuch's ja, aber da kommt nichts.
26:39Vielleicht war sie hier im Büro.
26:45Wilke!
26:46Ja?
26:49Sehen Sie sich mal das Plakat an.
26:51Das Mädchen da, der Harry die Hand gibt.
26:53Haben Sie die vielleicht gestern gesehen?
26:55Ich, ich wollte es Ihnen schon sagen.
26:57Die war gestern hier.
26:58Was, hier?
27:00Hier im Büro?
27:01Ja, sie wollte unbedingt Harry sprechen.
27:03Und da hab ich sie ins Hotel geschickt.
27:04Ins Hotel geschickt?
27:06Sag mal, sind Sie wahnsinnig?
27:07Sie hat mir einen Brief gezeigt, den Harry ihr geschrieben hat.
27:10Mensch, Wilke, Sie wissen doch ganz genau, dass Harry solche Briefe nicht schreibt!
27:13Ach, entschuldigen Sie bitte.
27:15Wann war das Mädchen hier?
27:16Mittags, so gegen halb eins.
27:18Sie waren alle nicht da.
27:20Ich wusste nicht, dass ich etwas falsch war.
27:21Und Sie ist da von hier aus direkt ins Hotel gegangen?
27:23Ja, Sie sagte, Sie geht gleich dahin.
27:25Das wär's schon, ich danke Ihnen.
27:26Bitte.
27:27Die waren nicht im Hotel, ich beschwöre es.
27:29Ich hätte Sie doch sehen müssen.
27:31Mittags.
27:32Wir haben zusammen gegessen, Harry und ich, auf seinem Zimmer.
27:35Wir haben die ganze Tournee besprochen, die jetzt im Eimer ist.
27:37Sie war nicht im Hotel.
27:39Sie muss da gewesen sein.
27:41Jedenfalls hat sie zu ihrer Mutter gesagt, dass sie sich unheimlich freut auf den Abend.
27:44Das war nachmittags, als sie von der Arbeit nach Hause kamen.
27:47Ja, wann soll er Sie denn getroffen haben?
27:48Wann denn?
27:49Was sagst du?
27:50Du, Ingo, wieso zuckst du die Schultern?
27:53Weil die eine Menge Fantasie haben.
27:55Ich hatte mal einen Wagen und hab's gar nicht gemerkt.
27:57Die lag hinter mir auf dem Boden, hinter meinem Sitz.
28:00Harry stieg ein und sagte keinen Ton.
28:01Wieso sagt er keinen Ton?
28:03Weil es ihm so gefiel.
28:04Und wenn ihm was gefällt, dann sagt er keinen Ton.
28:07Weißt du, dass du ihn reinreißt, wenn du so ein Blödsinn daherredest?
28:10Okay, okay.
28:13Ich sag ja nichts mehr.
28:14Ich hätte sie gerne mal allein gesprochen.
28:39Was das sein muss, aber nicht auf die Straße.
28:44Steigen Sie ein.
28:45Was soll denn das bedeuten?
29:06Das weiß ich dann nicht.
29:12Schießen Sie los.
29:15Halten Sie es für möglich, dass Marianne Goz gestern Mittag Harit-Jugend getroffen hat?
29:20Sagen wir mal so, mal aus meiner Erfahrung, ja.
29:23Wenn die sich was in den Kopf gesetzt haben, dann schaffen die es auch.
29:26Ich weiß nicht wie, aber die schaffen das immer.
29:28Mit links machen die das.
29:28Ich habe mal vor seiner Tür Posten gestanden.
29:31Ich habe aufgepasst wie ein Luchs.
29:33Ich hatte einen auf dem Kieker.
29:34Ich wusste, die will rein.
29:35Die will schnur gerade in sein Bett.
29:36Und was soll ich Ihnen sagen?
29:37Sagen Sie es.
29:38Sie war bereits drin.
29:40Ich weiß nicht wie.
29:41Ich habe es nie herausbekommen.
29:43Und ihm war es recht so?
29:45Ob es ihm recht war.
29:48Es war ein sehr schönes Mädchen.
29:50Und da Nein zu sagen, das wäre eine Leistung gewesen.
29:52Und so stark ist er nun auch wieder nicht.
29:54Ich meine, niemand, der ihm da einen Vorwurf machen kann.
29:57Wo kann ich Sie raussetzen?
29:59Hier.
30:22Wenn sie eine Freundin hatte, dann war es Fräulein Höfer.
30:26Mit der war sie immer zusammen.
30:27Wenigstens in der Mittagspause.
30:41Fräulein Höfer, die Herren wollen zu Ihnen.
30:43Guten Tag.
30:44Guten Tag.
30:46Polizei?
30:46Ja, haben Sie uns erwartet?
30:48Steht ja in allen Zeitungen.
30:49Wo können wir miteinander reden?
30:51Am besten ist, wir gehen nach draußen.
30:52Dankeschön.
30:53Bisschen laut hier.
30:55Diese Sache mit Harry Dugan, das war ein Tick, den sie hatte.
30:59Ich habe drüber gelacht.
31:01Wir alle haben drüber gelacht.
31:02Wir haben gesagt, die fängt sich schon wieder.
31:05Aber als sie dann auf dem Plakat drauf war, da war es ganz aus.
31:11Aufgrund hat sie mir leid getan.
31:13Wieso leid getan?
31:14Ja, ein bisschen spinnen ist ja ganz schön.
31:16Aber was die tat...
31:17War nicht normal, meinen Sie?
31:18Ja, das meine ich.
31:19Gestern war das Konzert.
31:21Hat sie mit Ihnen darüber gesprochen?
31:23Ja, sie hat gesagt, dass sie hingeht, dass sie eine Karte bekommt.
31:26Vom großen Meister persönlich.
31:28Ja.
31:29Was war nun gestern Mittag?
31:31Da ist sie los, in der Mittagspause.
31:33Wann ist die?
31:34Von zwölf bis eins.
31:36Kurz nach zwölf ist sie gegangen.
31:38Und wann ist sie zurückgekommen?
31:40Ungefähr um halb drei.
31:42Was hat sie Ihnen erzählt?
31:43Dass er der Größte ist.
31:47Dass er unheimlich nett ist.
31:48Also hat sie ihn gesehen?
31:49Sie hat mit ihm persönlich gesprochen?
31:51Ja.
31:52Sagen wir mal so.
31:53Ich hatte zumindest den Eindruck, vernünftig reden konnte man ja nicht mit ihr.
31:57Sie war wie ein Trance.
31:59Sie hat sie nicht erzählt, dass sie ihn gesprochen hat.
32:02Nein.
32:04Sie hat nur gesagt, ich bin mit ihm zusammen heute Abend.
32:08Und daran erinnern Sie sich genau?
32:09Ja.
32:10Es muss doch irgendwas los gewesen sein.
32:11Ich meine, sie war über die Mittagspause zweieinhalb Stunden unterwegs.
32:15Sie hat da nichts erwähnt, erzählt.
32:17Nein.
32:19Obwohl sie mir sonst eigentlich alles sagt.
32:23Vielleicht hat sie Konrad was erzählt.
32:25Wer ist denn das?
32:27Die Firma hier heißt Peis und Sohn.
32:29Der Sohn ist er, Konrad Peis.
32:31Er ist ihr Freund.
32:33Und meinen Sie, sie könnte sonst einfach so bis um halb drei wegbleiben?
32:38Ihr Freund, sagen Sie.
32:39Was hat denn der gesagt zu ihrem Tick mit Harry Duk?
32:41Der hat auch gesagt, sie spinnt.
32:43Der hat das auch nicht ernst genommen, wie wir alle.
32:45Ja, und seine Beziehung zu ihr, die sehr herzlich, sehr eng.
32:48Ja.
32:49Was, ja?
32:51Naja, sie waren immer zusammen, aber ich glaube, das ging mir von ihm aus.
32:56Und von ihr?
32:58Das weiß ich nicht.
32:59In jedem Fall war es für ihn die Sache.
33:02Wo ist denn dieser Konrad Peis?
33:05Ja, normalerweise ist er im Büro.
33:06Heute habe ich ihn aber noch nicht gesehen.
33:09Kriminalpolizei?
33:10Was wollen die denn?
33:12Haben Sie es gesagt?
33:12Sie müssen doch sagen, weswegen Sie kommen.
33:14Sie haben nichts gesagt.
33:17Wenn Sie nichts sagen, brauche ich es ja nichts zu empfangen.
33:20Vielleicht wollten Sie es nur mir nicht sagen, aber die kommen sicher wegen der Golds.
33:24Golds, Golds, wenn ich den Namen schon höre, also dann holen Sie sie rein.
33:27Wir denken vielleicht, wer weiß was, wenn man Sie warten lässt.
33:33Bitte.
33:34Danke.
33:36Guten Tag.
33:38Guten Tag, meine Herren.
33:39Was ist gut?
33:40Peis ist mein Name.
33:41Derrick, Herr Klein, wir hätten gerne Ihren Sohn gesprochen, Herr Peis.
33:45Mein Sohn?
33:46Ja.
33:47Ja, der ist, äh, mein Sohn ist heute gar nicht im Betrieb.
33:50Der fühlte sich heute Morgen nicht wohl.
33:52Ich habe schon den Betriebsarzt zu ihm geschickt.
33:54Bitte nehmen Sie doch Platz.
33:55Danke.
34:00Darf ich fragen, weswegen Sie kommen?
34:02Wir kommen im Zusammenhang mit der Mordsache Golds.
34:04Sie wissen sicher davon.
34:07Ja, ich weiß so viel davon, wie eben in der Zeitung steht.
34:11Und dass es sich um eine Angehörige meines Betriebes handelt.
34:14Ihr Sohn ist mit Marianne Golds befreundet gewesen.
34:17Befreundet?
34:18Mein Sohn?
34:20Wer das sagt, sieht das völlig falsch.
34:23Sie arbeitet in der Abteilung, die meinen Sohn leitet.
34:27Von einer engeren Beziehung kann überhaupt keine Rede sein.
34:29Und wer etwas anderes behauptet, wird von mir zur Rede gestellt.
34:33Und zwar persönlich.
34:34Werde mit einem Anwalt gegen ihn vorgehen.
34:37Sie würden deswegen einen Anwalt bemühen?
34:39Ja.
34:40Ja, das würde ich tun.
34:41Kann nicht zulassen, dass mein Sohn in die Sache hineingezogen wird.
34:45Jeder Spekulation ist ja Tür und Tor geöffnet.
34:47Ja, was für eine Spekulation meinen Sie?
34:49Dass er was damit zu tun hat.
34:51Er hat nichts damit zu tun.
34:54Seine Beziehungen zu dem Mädchen waren ganz oberflächlich.
34:57Und außerdem war mein Sohn gestern Abend mit dem Lagerverwalter im Magazin von 6 Uhr bis 12 Uhr nachts.
35:01Bitte, ich sage das nur, um gleich den wildesten Spekulationen zu begegnen.
35:05Was fehlt denn Ihrem Sohn?
35:07Fieber.
35:09Sein Hals.
35:10Seine Brust.
35:11Er hat Schwierigkeiten beim Atem.
35:13Er liegt im Bett.
35:14Ich weiß nicht, ob er im Bett liegt.
35:16Ich habe ihm gesagt, er soll sich ins Bett legen.
35:19Sie wollen sich ja den Lagerverwalter sprechen.
35:20Dann erübrigt sich ja alles andere.
35:22Ja, besten Dank, aber...
35:24Sie werden eine zuverlässige Auskunft von ihm erhalten.
35:26Der Mann arbeitet seit 20 Jahren in meinem Betrieb.
35:31Der Schrader soll mal raufkommen.
35:34Hören Sie, ich brauche nicht Ihren Lagerverwalter.
35:37Ich brauche Ihren Sohn.
35:38Ja, die sind gerade drin bei Pice Junior.
35:45Nein, nichts Neues.
35:47Kommen Sie, wir setzen uns da hinten hin.
35:50Na, krank sind Sie jedenfalls nicht.
35:52Nein, ich bin nicht krank.
35:53Er hat das gesagt, mein Vater.
35:55Ja.
35:56Bitte.
35:57Danke.
35:57Mir fehlt nichts.
36:02Die Schnauzefall.
36:04Ziemlich fertig.
36:07Deswegen.
36:13Auch sagen Sie,
36:15der Leugner sagt aber es nicht,
36:17er streitet das ab.
36:18Ja, er streitet es ab.
36:20Ja, aber als Foto, ich meine.
36:22Hier steht es doch.
36:24Ein Reporter, den erwischt zufällig,
36:25wie er es aus seinem Zimmer schaffen wollte.
36:27Das ist doch ein Originalfoto, oder?
36:30Ja, das ist es.
36:32Sie wissen natürlich längst,
36:33dass Marianne Golds mein Mädchen ist,
36:34meine Freundin.
36:35Ja, das wissen wir.
36:37Sie war so richtig, ernsthaft.
36:42Sie hatte diesen
36:43verdammten Tick mit diesem Sänger
36:45einfach vernagelt.
36:49Irgendetwas stimmte da nicht.
36:52Sobald dieser Name fiel,
36:54Harry Dugan,
36:55setzte alles bei ihr aus.
36:57waren sie einfach nicht mehr normal.
37:00Ständig diese Platten,
37:01diese Stimme.
37:03Du bist krank,
37:04habe ich gesagt.
37:04Der Mann ist deine Krankheit.
37:07Wer weiß, wo du noch endest,
37:08wenn du nicht endlich
37:09damit Schluss machst.
37:10Es geht uns um den gestrigen Tag.
37:13Marianne ist mittags losgegangen.
37:15Ja, sich die Freikarte besorgen.
37:16Um halb drei kamen sie zurück.
37:18Haben Sie sie danach gesehen?
37:21Ja.
37:25Sie kam wie ein Engel.
37:29Sie schwebte.
37:31War völlig weg.
37:31Nur die Flügel haben noch gefehlt.
37:36Ich sagte,
37:37was ist dir denn passiert?
37:38Sie sitzt heute Abend
37:39in der ersten Reihe.
37:41Sie sagte,
37:41nein, ich
37:42gehe nicht ins Konzert.
37:44Ich bin bei ihm im Hotel.
37:46Ich warte auf ihn,
37:47bis er kommt.
37:48Bis er kommt?
37:50Dann begreifen Sie nichts.
37:51Sie wollte sagen,
37:52wenn er aus dem Konzert kommt,
37:53dann bin ich schon da,
37:55in seinem Zimmer.
37:56Ja, hat sie denn Harry Dugan gesehen,
37:58mit ihm gesprochen?
38:00Wann, wo und wie?
38:01Glauben Sie,
38:02ich hätte das noch genauer wissen wollen?
38:05Ich habe es zuerst einmal nicht geglaubt.
38:07Ich habe gesagt,
38:07du spinnst.
38:09Ich habe es einfach nicht ernst genommen.
38:13Aber dann rief sie mich an,
38:14abends hier an,
38:15zu Hause an.
38:17Triumphierend.
38:19Sie sagte,
38:20weißt du,
38:20von wo aus ich anrufe?
38:22Aus seinem Zimmer.
38:23Ich bin in seinem Zimmer.
38:26Wann war das?
38:28Wann das war?
38:30Gegen neun?
38:31Ich denke,
38:32Sie sind im Magazin gewesen,
38:34mit dem Lagerverwalter.
38:36Wer mit ihm gesprochen?
38:38Er sagt,
38:39Sie seien beiden gewesen,
38:40bis gegen zwölf.
38:42Wissen Sie,
38:43dieser Lagerverwalter
38:44ist schon ziemlich lang bei uns.
38:45Freund von meinem Vater.
38:46Tut ihm jeden gefallen.
38:47Was wollte Ihr Vater?
38:49Wollte er Ihnen
38:50ein Alibi verschaffen?
38:52Ja, natürlich wollte er das.
38:54Die Zeitung hat doch
38:55in der Bombe heute Morgen.
38:57Wie reagierte Ihr Vater
38:59auf die Bombe?
39:01Er sagte,
39:02wenn die Polizei rauskriegt,
39:03dass die Goldstein Mädchen ist,
39:06wenn die hören,
39:06dass sie dich angerufen hat,
39:07aus dem Hotel,
39:08um neun,
39:09während das Konzert
39:09nach dem Morgen gegangen ist,
39:11das Erste,
39:11was die dann denken,
39:12ist,
39:14ob du nicht gleich hin bist,
39:15rein ins Hotel,
39:16um sie da rauszuholen,
39:19hat mein Vater recht.
39:20Dann würden Sie so denken.
39:23Ja, wir würden es
39:24nicht ausschließen.
39:26Sind Sie denn hin?
39:28Ins Hotel?
39:30Nein.
39:30Was haben Sie denn gemacht,
39:32nach diesem Anruf?
39:34Nichts.
39:35Ich habe mir einen angesoffen.
39:37Sie sind im Haus geblieben?
39:40Ja.
39:41Einen Zeugen dafür
39:41haben Sie offenbar nicht.
39:42Nein.
39:47Was meinen Vater
39:48mehr in Sorge versetzt,
39:49ist es mich.
39:51Kann ich ein Foto
39:52von Ihnen bekommen?
39:53Ein Foto?
39:56Wozu brauchen Sie
39:57ein Foto von mir?
39:58Können Sie sich
39:59an diesen Mann erinnern?
40:00Er könnte nach der Zimmernummer
40:01von Harry Dugend
40:02gefragt haben.
40:04Gestern zwischen neun
40:05und halb elf.
40:06Tut mir leid.
40:07Nicht, dass ich wüsste.
40:08Bei wem könnte man sonst noch
40:10nach einer Zimmernummer fragen?
40:11Ja, eigentlich nur hier
40:12am Empfang.
40:13Kann ich das Foto behalten?
40:14Ich könnte meine Kollegen
40:15verhalten.
40:15Naja, aber ich brauch's dann.
40:25Wollen Sie zu mir?
40:26Gibt's was Neues?
40:28Was Neues könnte nur sein,
40:29dass Sie den Mörder haben
40:30und es ist nicht Harry Dugend.
40:32Mann, haben Sie eine Ahnung,
40:33was los ist?
40:33Ich komme nicht mehr
40:34weg vom Telefon.
40:35Die Presse spielt verrückt,
40:36die Agenturen spielen verrückt.
40:38Dieses verdammte Foto
40:39ist offenbar ein Weltknüller.
40:40Bitte gehen Sie doch beiseite,
40:41ja?
40:41Lassen Sie mich noch in Ruhe,
40:44bitte.
40:46Sehen Sie, sehen Sie das?
40:48Sogar seine Koffer
40:49sind noch interessant.
40:51Es scheint ja nur noch
40:51dieses eine Thema zu geben.
40:53Keinen Schritt kann ich tun,
40:54ohne dass nicht so ein Journalist
40:55auf mich zuschießt.
40:56Fragen, Fragen,
40:57hat er gestanden,
40:58was macht er,
40:58was sagt er,
40:59wie fühlt er sich?
41:00Wie fühlt er sich,
41:01wenn ich sowas schon höre?
41:04Wie fühlt er sich denn?
41:04Was sagt er,
41:06was macht er?
41:08Ich kann ihm da leider
41:09nicht viel Neues bieten.
41:11In der Zelle,
41:12da geht er doch ein.
41:14Wissen Sie,
41:14der ist wie ein Kanarienvogel,
41:16der muss singen,
41:17der lebt vom Singen.
41:18Ohne Singen
41:19ist er tot.
41:22Kennen Sie diesen Mann?
41:24Wer ist denn das?
41:25Was bedeutet das?
41:27Haben Sie vielleicht
41:27einen Verdacht?
41:28Haben Sie diesen Mann
41:29irgendwo schon mal gesehen?
41:30Ja, wer ist denn das?
41:31Beantworten Sie doch erstmal
41:32die Frage meines Kollegen.
41:34Gesehen, gesehen, gesehen.
41:37Können Sie mir
41:38nicht ein bisschen helfen?
41:39Sie kennen also nicht?
41:41Es tut mir leid.
41:43Ich hole mir die anderen.
41:44Ja.
41:45Können wir irgendwo
41:45ungestört miteinander sprechen?
41:47Da hinten in der roten Bar,
41:48die ist um diese Zeit
41:49meistens leer.
41:50Ja, was ist denn
41:51mit dem Foto?
41:52Unbekannt.
41:57Kenne ich nicht.
41:58Wer soll denn das sein?
42:00Hören Sie,
42:00wenn Sie gegen irgendjemand
42:01einen Verdacht haben,
42:02dann sollte ich das auch wissen.
42:03So schnell wie möglich wissen.
42:05Weil es um eine Menge Geld geht,
42:06um Existenzen.
42:08Bring es bitte
42:09dem Portier zurück, Harry, ja?
42:10Vielen Dank.
42:11Also, unsere Ermittlungen
42:12haben Folgendes ergeben.
42:14Marianne Golz...
42:15Marianne Golz ist gestern Mittag
42:19zwischen halb eins
42:20und zwei Uhr
42:21hier im Hotel gewesen.
42:22Und hier im Hotel
42:23hat sie in Verabredung
42:24mit Harit Jugend
42:24für den Abend getroffen.
42:25Etwa in der Art,
42:26dass sie in seinem Hotelzimmer
42:28auf ihn warten soll,
42:29bis er vom Konzert zurückkommt.
42:31Ja, wer soll denn
42:32diese Verabredung getroffen haben?
42:33Auf keinen Fall, Harry.
42:34Vielleicht einer von Ihnen.
42:37Von uns?
42:38Von uns dreien hier?
42:40Wie kommen Sie denn darauf?
42:42Da jemand muss
42:43die Verabredung getroffen haben.
42:45Marianne Golz hat
42:45in ihrem Betrieb
42:46vor Zeugen ausgesagt,
42:47dass sie zwar nicht
42:48ins Konzert geht,
42:49aber dafür im Zimmer
42:49von Harit Jugend
42:50auf ihn warten darf.
42:52Und derjenige,
42:53der die Verabredung getroffen hat,
42:55der hat auch dafür gesorgt,
42:56dass der Schlüssel
42:56nicht abgegeben wurde.
42:58Dass das Zimmer offen war.
43:00Und einer von uns
43:01soll das gewesen sein?
43:03Ja, wenn es
43:03Harit Jugend
43:04nicht selber war,
43:06dann muss es
43:06einer von Ihnen gewesen sein.
43:07Waren Sie es?
43:11Nein, ich war es nicht.
43:13Sie?
43:16Nein.
43:17Und Sie?
43:18Nein.
43:19Kann die sich das
43:19nicht selber ausgedacht haben?
43:21Nein, denn sie konnte
43:23nicht wissen,
43:23dass der Schlüssel
43:24nicht abgegeben wird.
43:25Glauben Sie denn,
43:26der ist aus diesem Grund
43:27nicht abgegeben worden?
43:29Kann ich Sie mal
43:30einen Augenblick sprechen.
43:31Allein.
43:31Gerne.
43:34Was soll denn das?
43:35Gibt es hier Geheimnisse?
43:37Vielleicht.
43:38Ich glaube,
43:38ich sollte Ihnen
43:39in diesem Zusammenhang
43:40etwas sagen.
43:40Tun Sie es.
43:42Ja, dass Harry
43:42ab und zu ein Mädchen einlädt,
43:44das wissen Sie ja bereits.
43:45Und aus diesem Grund
43:46wird seine Tür
43:46ab und zu offengelassen.
43:48Verstehen Sie?
43:49Bewusst offengelassen.
43:50Damit man ungehindert rein kann.
43:52Und wer hat Sie
43:52gestern offengelassen?
43:55Na, wer organisiert
43:56denn hier alles?
43:58Was wird denn da geredet?
44:01Kommen Sie bitte
44:02mit ins Präsidium.
44:03Was ist denn los?
44:04Warum denn?
44:06Was hast du denn
44:07da erzählt?
44:07Da kommen Sie.
44:21Ja, komm doch mal,
44:22was ist denn schon dabei?
44:23Er ist Junggeselle,
44:24andauernd unterwegs,
44:25ständig unter Dampf.
44:26Wissen Sie,
44:27was das ist,
44:27eine Tournee?
44:28Das ist eine Riesenanstrengung,
44:29Dauerstress,
44:30Hektik von morgens bis amends.
44:31Na ja,
44:33und das ist auch der Grund,
44:34warum ich ihm manchmal
44:34behilflich bin.
44:36Wenn ich merke,
44:37was ein Mädchen,
44:38für die interessiert er sich,
44:39die gefällt ihm.
44:41Ist doch alles logisch,
44:41dass ich nichts dagegen habe.
44:43Wo steht denn,
44:44dass er nicht auch
44:45mein Erlebnis haben darf?
44:46Aber von gestern
44:50weiß ich nichts.
44:53Ich habe das Mädchen
44:54nicht gesehen,
44:54nicht mit ihr gesprochen.
44:57Ich habe gestern
44:57an sowas überhaupt
44:58nicht gedacht.
45:00Wenn Harry
45:01da was getan hat,
45:03wovon ich nichts weiß,
45:05dann, äh,
45:08dann ist das seine Sache.
45:09Was schreibt denn
45:36in die Zeitung?
45:37Ich darf Ihnen
45:39keine Informationen geben.
45:42Nicht mal sagen,
45:43was die Zeitungen schreiben?
45:45Bei denen sind
45:46Sie unten durch.
45:49Glauben die denn,
45:50dass ich es war?
45:52Fragen Sie mich
45:53doch nicht sowas.
45:55Ich darf mich
45:56jetzt Ihnen nicht unterhalten.
45:58Nicht darüber.
46:00Ich will eine
46:01Pressekonferenz haben.
46:03Ich will selber
46:03dazu Stellung nehmen.
46:05Das kann man mir
46:06nicht verweigern.
46:07Grüß Gott.
46:10Schanze,
46:11erst.
46:14Kommen Sie bitte.
46:22Guten Tag,
46:23Herr Dugend.
46:26Glauben Sie mir,
46:28ich bin kein Mörder.
46:29Warum werde ich
46:29wie einer behandeln?
46:30Ich bin unschuldig.
46:31Wenn Sie unschuldig sind,
46:33so werden wir
46:33das feststellen.
46:35Vorerst
46:36spricht leider
46:36alles gegen Sie.
46:37Bitte setzen Sie sich.
46:41Ja, ich weiß.
46:43Diese Zelle
46:43macht mich noch
46:44ganz verrückt.
46:45Kein Auge
46:46habe ich zugetan.
46:46Ich gehe immer
46:47auf und ab
46:47und denke nach
46:48und denke ununterbrochen nach.
46:51Ich weiß ja,
46:51dass alles gegen mich
46:52spricht,
46:52aber
46:52was ist mit dem Mädchen?
46:54Wie kam sie in mein Zimmer?
46:56Hat man das
46:57nicht feststellen können?
46:57Nein,
46:59bis jetzt nicht.
47:01Aber haben Sie nicht
47:02öfter mal ein Mädchen
47:03in Ihrem Zimmer vorgefunden,
47:04wenn sie aus einem
47:05Konzert kam?
47:06Wieder was das
47:07gegen mich spricht.
47:10Könnten Sie sich
47:11vorstellen,
47:12dass irgendjemand
47:13daran interessiert ist,
47:14Ihnen diesen Mord
47:15anzuhängen?
47:18Wer sollte das sein?
47:21Einer von drei Leuten.
47:23Ihr Manager
47:24Heckel,
47:24Ihr Garderobier
47:25Orkel
47:26oder Ihr Fahrer
47:26Grasser.
47:27Einer von Ihnen
47:28muss mit Marianne
47:29Goiz gesprochen haben.
47:32Sie bestellt haben.
47:34Ihr gesagt haben,
47:35dass sie hinaufgehen
47:36soll,
47:36dass das Zimmer
47:36offen steht.
47:39Einer von diesen
47:40dreien?
47:42Ja.
47:44Es könnte
47:45nur einer sein,
47:47wenn überhaupt
47:47einer von diesen
47:48dreien in Frage
47:48kommt.
47:49Wer könnte es
47:50sein?
47:51Ich will
47:52ihm nicht
47:53Unrecht tun.
47:54Es ist
47:54allenfalls
47:55eine Vermutung.
47:57Wer?
47:59Ingo Grasser.
48:02Warum der?
48:03Das ist eine alte
48:04Geschichte.
48:05Ich habe da sicher
48:06einen Fehler gemacht.
48:07Erzählen Sie mal.
48:09Er hat mal ein Mädchen
48:10gehabt.
48:11Und der hat das ja
48:11gehangen.
48:12Ich habe das erst
48:12später gemerkt.
48:14Wissen Sie,
48:14die Mädchen tun alles,
48:15um irgendwie reinzukommen
48:16in unseren Kreis.
48:17Irgendwie dabei zu sein.
48:18Das machen sie dann
48:19auf Umwegen.
48:21In diesem Fall
48:22über mein Fahrer,
48:23Grasser.
48:26Ich habe das dann
48:26auch später erst
48:27begriffen.
48:29Was war mit dem
48:30Mädchen?
48:33Ich habe es ihm
48:34weggenommen.
48:36Kann sein,
48:36dass er mir das
48:37nie verziehen hat.
48:38Grasser?
48:42Hat die Geschichte
48:43mit seinem Mädchen
48:43damals.
48:44Aber die wollte
48:45doch zu Harry.
48:46Die wollte das.
48:47Die hatte es doch
48:48darauf angelegt.
48:49Ingo Grasser
48:50war für die doch
48:50nur eine Zwischenstation.
48:51Weiter gar nichts.
48:52Sie meinen,
48:59dass Ingo
49:00eine Möglichkeit
49:02gesucht hat,
49:03Harry das
49:04heimzuzahlen?
49:05Ich meine gar nichts.
49:09Wissen Sie,
49:10wo Grasser
49:10gestern Abend war?
49:12Er bringt
49:12Harry abends
49:13zum Konzert,
49:14dann hat er frei.
49:15Er wird erst
49:16wieder gebraucht,
49:16wenn das Konzert
49:17aus ist.
49:19Grasser kam
49:19in letzter Minute.
49:21War ganz außer Atem.
49:23Das Konzert
49:23war schon fast
49:23zu Ende.
49:25Ich hatte schon Angst,
49:26weil ich einen Koffer
49:27brauchte.
49:27Welchen Koffer?
49:28Harry wechselt
49:29auch immer den Anzug
49:29nach jedem Konzert.
49:31Und Ingo
49:31bringt ihn.
49:33Ich leg ihn immer raus,
49:34dass Ingo ihn einpackt.
49:34Also war Grasser
49:35gestern Abend
49:36im Hotel.
49:36Und nicht nur im Hotel,
49:38sondern auch im Zimmer
49:39von Harry Duggen.
49:41Warum haben Sie
49:41das nicht früher gesagt?
49:43Weil
49:43auf den Gedanken
49:46bin ich noch
49:46gar nicht gekommen.
49:48Wirklich nicht?
49:52Tag.
50:11Tag.
50:13Man hat mir
50:14im Büro gesagt,
50:15dass Sie hier unten sind.
50:16Na, wie schön.
50:17Dann am Wetter.
50:18Der glänzt ja wie neu.
50:20Ich gebe den Wagen
50:21so zurück,
50:21wie ich ihn übernommen habe.
50:22Glänzend.
50:23Sie haben gekündigt?
50:25Man hat mir gekündigt.
50:26Kennen Sie Elvira Schöne?
50:36Ich habe ihn
50:37bereits von ihr erzählt.
50:39Sie mir?
50:41Ja.
50:43Ich habe Ihnen doch gesagt,
50:44dass ich mal
50:44vor seiner Türposten gestanden
50:46und aufgepasst habe
50:48wie ein Luchs,
50:49weil ich einen
50:49auf dem Kieker hatte,
50:50von der ich wusste,
50:51die will rein.
50:52Die will partout
50:53in sein Bett.
50:54und dass ich schon
50:56lange drin war.
50:58Das war
50:59Elvira Schöne.
51:00Ihre Freundin?
51:04Ja.
51:06Das war sie.
51:07Und seitdem
51:08hassen Sie Harry Duggen.
51:13Sagen wir mal so.
51:15Ich mag ihn nicht besonders.
51:17Und ich weine ihm
51:18keine Tränen nach.
51:19Sie waren gestern Abend
51:26im Hotel.
51:30Ich habe gegessen.
51:32Im Restaurant.
51:33Ja.
51:34Und dann sind Sie
51:34raufgegangen
51:35in Jugendzimmer,
51:37um den Anzug einzupacken,
51:38den der Garderobier
51:39herausgelegt hat.
51:40Ja.
51:42Und?
51:43Sie waren also
51:44in seinem Zimmer,
51:46in dem sich
51:47Marianne Goltz
51:48entweder schon
51:49aufhielt
51:49oder die Sie
51:50mit hinaufgenommen
51:51haben.
51:55Da haben Sie
51:55nichts dazu zu sagen.
51:59Was ich dazu sage,
52:02muss ich mir
52:03erst überlegen.
52:05Und das
52:06erlauben Sie mir doch.
52:08Hoffentlich.
52:09Na dann,
52:10überlegen Sie mal.
52:11Ja,
52:17der Rick?
52:18Der Hotelportier
52:19hat angerufen.
52:20Ein Paar
52:20hat Konrad Peiß
52:21auf dem Foto erkannt.
52:23Ja,
52:24Peiß war
52:24am Mordabend
52:25im Hotel.
52:29Ja.
52:31So, bitte.
52:32Danke.
52:37Guten Abend,
52:37Herr Peiß.
52:38Haben Sie Zeit,
52:39mitzukommen?
52:40Wohin soll ich
52:41mitkommen?
52:41In das Hotel,
52:42wo Marianne Goltz
52:43ermordet wurde.
52:49Ja,
52:50das ist der Herr.
52:51Er hat mich
52:52nach der Zimmernummer
52:53von Herrn Dugend
52:53gefragt.
52:54Und ich habe es
52:54ihm gesagt.
52:55Kein Zweifel,
52:56du irrst dich nicht.
52:58Nein.
53:00Danke,
53:00Sie können gehen.
53:01Komm.
53:02Geben Sie es zu,
53:03waren Sie hier.
53:04Haben Sie von dem
53:05Jungen die
53:05Zimmernummer bekommen?
53:09Ich gebe gar nichts zu.
53:10Gut,
53:11dann gehe ich mal
53:11davon aus,
53:12dass Sie die
53:12Nummer bekommen haben.
53:13Sie gingen zum Lift.
53:15Also gut,
53:15gehen wir.
53:15Kommen Sie.
53:16Ich kann mir vorstellen,
53:30dass Sie sehr
53:30aufgeregt waren,
53:32sehr wütend.
53:34Immerhin hatte
53:34Marianne sie ja
53:35von seinem Zimmer aus
53:36angerufen.
53:36Wie sagten Sie?
53:40Ihre Stimme klang
53:41eigenartig,
53:42fast feierlich.
53:43Weißt du,
53:44von wo aus
53:44ich anrufe?
53:45Aus seinem Zimmer.
53:48Ich bin in seinem Zimmer.
53:50Ich warte auf ihn.
53:58Ja, hier geht's lang.
54:00Park mit 11.04,
54:01das kennen Sie doch.
54:02Ja, kommen Sie.
54:02Sie wollten sehen,
54:09ob sie tatsächlich
54:09in seinem Zimmer ist.
54:11Und wenn sie da ist,
54:12wollten Sie sie rausholen.
54:20Machen Sie auf.
54:22Der Schlüssel steckt hier.
54:22Gehen Sie rein.
54:40So, und was jetzt passiert ist,
54:42das wissen Sie besser als ich.
54:44War sie hier in diesem Raum?
54:47Hat sie hier gesessen?
54:47Oder in der Bar?
54:52Oder war sie im Schlafzimmer?
54:58Sie war im Schlafzimmer,
54:59nicht wahr?
55:00Kommen Sie.
55:06Sie war hier,
55:07nicht wahr?
55:13Und dann war da etwas,
55:15womit Sie nicht gerechnet hatten.
55:16Sie lag im Bett.
55:18Ausgezogen.
55:20Als wir Ihnen
55:21den Kurzschluss gegeben.
55:22Sie haben das Messer geholt
55:26und Sie getötet.
55:27Und dann haben Sie
55:28die Tote zugedeckt
55:29und sind rausgegangen.
55:32Also tun Sie das.
55:34Gehen Sie raus.
55:35Und als Sie das Schlafzimmer verließen,
55:51stand da Grasser,
55:52der den Anzug holen wollte.
55:55Sie standen sich so gegenüber wie jetzt.
56:00Grasser war der Mann,
56:01den Marianne mittags getroffen hatte,
56:02der gesagt hatte,
56:03kommen Sie abends.
56:05Gehen Sie einfach in sein Zimmer,
56:06es ist offen.
56:09Jetzt sah er plötzlich,
56:10was passiert war.
56:12Sie erzählten ihm,
56:13Sie erklärten ihm
56:15und da sagte Grasser zu Ihnen?
56:20Was sagten Sie?
56:22Ich sagte,
56:24hauen Sie ab, Mensch.
56:26Na los, weg hier.
56:28Von mir erfährt niemand etwas.
56:29Das war Ihre Rache
56:30an Harry Dugan.
56:31Tut mir leid.
56:46Kommen Sie.
56:47Born to be wild.
56:55Born to be wild.
56:58ENDE
57:10Musik
57:40Musik
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58:18Musik
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