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Hauptkommissar Kress - Rolf Schimpf (+ 22. März 2025)
Drehbuch - Günter Gräwert nach einer Idee von Adolf Schröder /
Regie - Günter Gräwert /
#krimiserie #alte #kommissar #kress #zdf

Kategorie

📺
TV
Transkript
00:00Untertitelung. BR 2018
00:30Untertitelung. BR 2018
00:59Untertitelung. BR 2018
01:01Seit gestern Mittag. Ohne Unterbrechung.
01:11Eine verdammte Unverschämtheit ist das.
01:18Mir kommt es unheimlich vor.
01:20Untertitelung. BR 2018
01:22Untertitelung. BR 2018
01:24Untertitelung. BR 2018
01:26Untertitelung. BR 2018
01:30Untertitelung. BR 2018
01:32Untertitelung. BR 2018
01:34Untertitelung. BR 2018
01:38Untertitelung. BR 2018
01:40Untertitelung. BR 2018
01:42Untertitelung. BR 2018
01:44Untertitelung. BR 2018
02:14Untertitelung. BR 2018
02:16Untertitelung. BR 2018
02:18Untertitelung. BR 2018
02:20Untertitelung. BR 2018
02:22Untertitelung. BR 2018
02:24Untertitelung. BR 2018
02:26Untertitelung. BR 2018
02:28Untertitelung. BR 2018
02:30Ich hole die Polizei.
03:00Ich hole die Polizei.
03:30Wärmann, das geht Sie nichts an.
03:44Das weiß ich nicht und wenn ich es wüsste, würde ich es Ihnen auch nicht sagen.
03:50Ein wie alle mal, lassen Sie Barbara aus dem Spiel.
03:56Woher wissen Sie das?
03:59Hallo?
04:00Hallo?
04:05Und das geht schon seit 24 Stunden so?
04:07Ja.
04:07Das ist doch nicht normal, das müssen Sie doch zugeben.
04:11Und der Herr...
04:13Bertram. Rainer Bertram.
04:16Wohnt der ganz allein da?
04:17Ja.
04:19Sagen Sie, können Sie ihn näher?
04:21Nein.
04:22Wir grüßen uns, wenn wir uns im Treppenhaus treffen.
04:24Und weiter wissen Sie nichts über ihn?
04:29Ich glaube, er arbeitet in einer Bank.
04:32Ich sehe ihn morgens immer weggehen.
04:34Wir legen auch keinen Wert darauf, ihn näher zu kennen.
04:36Haben Sie ihn gestern zur Arbeit gehen sehen?
04:39Gestern?
04:39Ich glaube, gestern nicht.
04:44Na ja, wir schauen mal nach.
04:45Wir holen Schlösser.
04:46Okay.
04:56Ja?
04:57Ich bin's.
04:59Hm.
05:02Gut, dass du da bist.
05:03Du weißt, dass ich dich nicht mehr in meiner Wohnung haben will.
05:05Ich muss mit dir sprechen. Es ist etwas passiert.
05:08Ach.
05:10Ah.
05:29Danke.
05:33Tommy.
05:33It's not the way to end the time
05:37Time of all there's use as mine
05:43You left me and I don't know why
05:50Bye
06:03Woher weißt du das?
06:17Von Jens?
06:19Er hat angerufen.
06:21Hat nach dir gefragt.
06:23Hab ihm natürlich keine Auskunft gegeben.
06:25Darauf hat er gesagt, Rainer hat Selbstmord begangen
06:27und dann hat er sofort aufgelegt.
06:32Das glaub ich nicht.
06:34Ich glaube dir nicht und Jens auch nicht.
06:38Aber warum soll denn Jens so etwas sagen, wenn es nicht stimmt?
06:42Rainer hatte schließlich Gründe.
06:44Welche?
06:45Die weißt du doch wirklich besser als ich.
06:47Du bist es doch, die darunter zu leiden hatte.
06:51Leiden?
06:53Wie du das sagst.
07:00Vorher weißt du immer, wie ich fühle, hm?
07:02Nur weil du mein Bruder bist?
07:20Ja.
07:22Weil ich dein Bruder bin.
07:24Du benimmst dich aber so, als ob du mein Vater wärst.
07:26Wohin willst du?
07:34Zu Rainer.
07:36Glaubst du mir nicht?
07:38Rainer ist tot.
07:39Wohin willst du?
07:57Wie ist das?
07:57Ich hab' ...
08:24Sag' mal, Werner, ich versteh' nicht ganz bald,
08:27ganz, warum du uns geholt hast. Das sieht doch alles nach einer Selbsttötung aus. Fast alles.
08:32An diesem Glas sind keine Fingerabdrücke. Was ist das für ein Glas? Aus diesem Glas hat der Tote
08:37getrunken. Den Schnaps. Und daran waren auch die Tabletten aufgelöst. Und da sind keine
08:43Fingerabdrücke dran? Nein, überhaupt keine. Deswegen ließ ich ja anrufen. Gerd, weißt du
08:50schon, wer der Tote ist? Da ist Rainer Bertram, 30 Jahre alt, Bankkaufmann. Seine Eltern sind
08:54anscheinend sehr angesehene Leute. Vater Professor für Volkswirtschaft, Mutter Journalist.
08:59Und sein Umgang? Bekannte Freundinnen, Freunde. Was ich weiß, habe ich vom Meldeamt über
09:03seine Freundinnen, wissen die natürlich nicht. Das ist auch gut so. Gerd, benachrichtige
09:07du bitte die Eltern. Ich bleib hier. Was soll ich denen denn sagen? Danke. Nur, dass
09:14ihr Sohn allem Anschein nach Selbstmord begangen hat.
09:24Ich war´d in den letzten Jahrenなく.
09:48Einer wusste nicht, was er wollte.
10:11Er hat dich unglücklich gemacht.
10:15Er war ein Feigling.
10:16Du hast doch nie was von Menschen verstanden.
10:20Es gibt Grenzen, die man nicht überschreiten darf.
10:23Und die bestimmst du, weißt du?
10:25Ich frage mich, was du überhaupt in Reinhardt Wohnung willst. Sicher ist die Polizei da.
10:42Grüezi.
10:43Grüezi.
10:43Grüezi.
10:46Ich habe gerade mit Jörn Heinz gesprochen.
10:52Ja?
10:52Er hat eine interessante Beobachtung gemacht.
10:54Und?
10:54Ja, bevor er mit der Polizei telefoniert hat, ist der junge Mann die Treppe runtergelaufen.
10:59Er kann nur aus dieser Wohnung gekommen sein.
11:01Könnte er ihn beschreiben?
11:02Ja.
11:03Und er hat die Nummer des Wagens notiert, mit der der Mann wegfuhr.
11:06Dann lass dir mal den Halter durchgeben.
11:08Okay.
11:09Okay.
11:09Jens.
11:29Jens Hilbert, Lass sich feststellen. Ja, gib mir mal die Telefonnummer durch, bitte.
11:39Mit dem Bauauftrag, das wir neulich besprochen haben, sollen wir das halten?
11:49Ja, das muss ich mir überlegen, ich weiß nicht, ob das so günstig ist für mich, aber
11:52ich hole schon mein Geld. Gehen Sie mal in Kassen, kommen Sie bitte wieder zurück.
11:56Können Sie sich ausweisen, bitte?
12:18Der Tote wurde aufgefunden durch eine Funkstreifenbesatzung des Reviers 13,
12:22die Gerufen wohnen von Nachbarn des Toten namens Heinzen wegen ruhestörenden Lärms,
12:28verursacht durch einen Blattenspieler...
12:31Genau. In der Wohnung von Gilbert meldet sich niemand. Und das macht doch keiner auf.
12:35Und das macht doch keiner auf.
12:36Woher warst du denn das?
12:37Wir haben eine Funkstreife vorbeigeschickt. Um eine Fahndung rauszulassen, brauche ich ja
12:41deine Einwilligung.
12:42Die hast du.
12:43Die hast du.
12:50In so einem Haus kann man doch gar nicht mehr wohnen.
12:51Da muss man sich ja schämen.
12:53Wenn man sich das vorstellt.
12:55Die Gerufen wohnen von Nachbarn des Toten namens Heinzen wegen ruhestörenden Lärms,
13:01verursacht durch einen Blattenspieler...
13:0410.000 Mark? Wie möchten Sie es denn? Gemischt?
13:07Ja.
13:08Ja.
13:16...
13:22...
13:235, 1, 5, 2, 5, 3, 5, 4, 5, 5, 5, 6, 5, 7, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 8.
13:531, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 9000.
13:595, 1, 5, 2, 5, 3, 5, 4, 5, 5, 6, 5, 7, 5, 8, 5, 9, 5, 10, 1000.
14:08So, bitteschön.
14:10Sie kommen also wegen meines Sohnes.
14:13Was gibt es?
14:16In welcher homosexuellen Kneipe haben Sie ihn aufgegriffen?
14:21Wieso, warum fragen Sie das?
14:22Ja, ich hatte keine Verbindung mehr zu meinem Sohn.
14:27Seit einem halben Jahr nicht mehr.
14:30Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Ihr Sohn tot ist.
14:41Allem Anschein nach war es Selbstmord.
14:45Das sieht ihm ähnlich.
14:49Wann ist das passiert?
14:50Er muss gestern die Tabletten eingenommen haben.
14:52Wann exakt der Tod eingetreten ist, wissen wir noch nicht.
14:56Ich werde mich um alles kümmern.
14:59Sie nehmen die Nachricht sehr ruhig auf.
15:03Gibt es denn ein Motiv für den Selbstmord Ihres Sohnes?
15:05Ich sagte schon, ich hatte keinen Kontakt mehr zu ihm.
15:09Ich nehme an, dafür gibt es einen Grund.
15:12Geht Sie das etwas an?
15:14Von welcher Abteilung sind Sie?
15:15Die Mordkommission.
15:26Mordkommission.
15:29Der Selbstmord ist nicht eindeutig.
15:32Wer ist Ihr Vorgesetzter?
15:35Ich werde veranlassen, dass diese Untersuchungen sofort ein Ende haben.
15:38Wann haben Sie Ihren Sohn zum letzten Mal gesehen?
15:41Ein richtiges Verhör.
15:42Ja, nur eine Frage.
15:45Mein Mann war gestern bei ihm.
15:46Er brauchte die Unterschrift meines Sohnes für irgendeine Bescheinigung.
15:51Ist das nicht so, Albert?
15:54Aber worum geht es eigentlich?
15:59Was ist mit Rainer?
16:03Wer sind Sie?
16:05Rainer hat sich umgebracht.
16:08Er ist tot.
16:16Ja.
16:20Das ist deine Schuld.
16:23Deine Schuld.
16:24Abzuwarten wir auf den gegenwärtigen Zeitpunkt das Ergebnis der Produktion sowie die Erkenntnis
16:30der Spurensicherung.
16:33Moment, bitte.
16:35Sind Sie Herr Kress?
16:36Ja.
16:36Der Herr hat mir gesagt, dass Sie die Untersuchung leiten.
16:39Stimmt.
16:40Dann muss ich Sie dringend sprechen.
16:41Wer sind Sie?
16:43Ich heiße Barbara Wehrmann.
16:44Ich bin die Freundin.
16:45Wessen Freundin?
16:47Die Freundin von Rainer.
16:48Von dem Toten.
16:51Moment mal, woher wissen Sie denn, was hier passiert ist?
16:54Ich habe einen Anruf bekommen.
16:55Und wer sind Sie bitte?
16:56Ich bin der Bruder.
16:58Und wer hat Sie angerufen?
17:00Bekannter.
17:01Wie heißt der?
17:02Jens Gilbert.
17:03Gilbert.
17:05Gilbert.
17:05Ich hau schon mal ab, okay?
17:07Okay.
17:08Ein Freund von Ihnen?
17:10Nein, ganz bestimmt nicht.
17:13Was hat er Ihnen gesagt?
17:16Nur, dass Rainer Bertram Selbstmord begangen hat und er hat es erfordert.
17:20Nein, niemals.
17:21Rainer hätte niemals Selbstmord begangen.
17:23Darf ich ihn bitte sehen?
17:23Nein, das geht jetzt nicht.
17:25Aber ich würde mich gerne ausführlicher mit Ihnen unterhalten.
17:27Am besten, Sie begleiten mich ins Präsidium, ja?
17:30Einverstanden?
17:30Kommen Sie.
17:33Ich bin im Präsidium.
17:34Ich möchte mit Ihrer Schwester allein sprechen.
18:02Warten Sie bitte draußen, falls Sie warten wollen.
18:06Die Sache betrifft mich doch auch.
18:08Inwiefern?
18:09Ich bin schließlich der Bruder.
18:11Ja, ja, trotzdem muss ich Sie bitten, draußen zu warten.
18:17Setzen Sie sich vor dem Mann.
18:19Moment, ich komme gleich wieder.
18:21Was Neues?
18:28Viele Fingerspuren.
18:30Fremde und die des Toten.
18:32Überall in der Wohnung, aber auf dem Glas.
18:35Aber auf dem Glas keine.
18:37Was sagt die Autopsie?
18:39Eindeutige Arzneimittelvergiftung.
18:41Der Arzt schließt nicht aus,
18:43dass ihm die Flüssigkeit mit den Tabletten gegen seinen Willen eingeflößt wurde.
18:46Keinesfalls hat der Tote die Flasche mit dem Weinbrand leer getrunken.
18:52Wieso ist dann die Flasche leer?
18:54Weißt du, wie viel vorher drin war?
18:57Besorgt Fingerabdrücke von seinen Eltern, von seinen Freunden und so weiter und so weiter.
19:01Wir müssen unbedingt rauskriegen, wer alles in der Wohnung war.
19:04Sie können nicht weiterfahren.
19:05Sie werden von der Münchner Polizei gesucht.
19:08Besucht ich? Warum denn?
19:09Die Kollegen von der Mordkommission möchten Sie vernehmen.
19:13Mordkommission? Warum?
19:15Es geht um eine wichtige Aussage im Zusammenhang mit einem Mord.
19:20Mit einem Mord.
19:25Ja, fahren Sie bitte Ihren Wagen zum Parkplatz.
19:27Wie lange kennen Sie Herrn Bertram schon?
19:40Das ist doch egal.
19:42Wie soll er es gemacht haben?
19:43Ich meine, wie soll er sich umgebracht haben?
19:47Anscheinend hat er Alkohol getrunken und Tabletten genommen.
19:50Starke Schlaftabellen.
19:51Rainer hat nie Alkohol getrunken und Tabletten hat er gehasst.
19:55Er hat es nicht selbst getan.
19:57Gibt es einen Abschiedsbrief?
20:01Nein.
20:02Wenn es kein Selbstmord war, was dann?
20:05Ein Unglücksfall?
20:06Nein.
20:08Dann bleibt nur Tod durch Verschulden eines anderen.
20:12Also Mord.
20:15Er hat es nicht selbst getan.
20:19Gibt es Ihrer Meinung nach ein Motiv für einen Mord?
20:25Ich weiß es nicht.
20:26Warte, lass mich noch raus.
20:29Das mag ich.
20:31Am Vormittag Feierabend und dann noch bedienen lassen auch.
20:36Nur keine Neid.
20:38Sie können doch sicher bei der Polizei in München abrufen, um die Angelegenheit zu klären.
20:42Ja, da gehen Sie schon einmal rüber zu meinen Kollegen.
20:45Was war Herr Bertram für ein Mensch?
21:13War er depressiv.
21:16Kann man sagen, dass er labil war?
21:19Willenschwach?
21:20Ich habe ihn geliebt.
21:22Ich hatte Sie gebeten, draußen zu warten.
21:29Ich muss mit Ihnen sprechen.
21:33Ich bin sicher, dass meine Schwester Ihnen gar nicht alles erzählt hat.
21:36Sie spricht nie darüber.
21:38Hat sie Ihnen denn erzählt, dass Rainer homosexuell ist?
21:41Dass er Sie ständig betrogen hat?
21:43In den Dreck gezogen?
21:44Ja, aber der ist doch zu dir.
21:46Ja, du hast doch mit ihm gekriegt.
21:47Ja, sage ich aber dann.
21:48Ja, der ist abkaut.
21:50Da steht er doch.
21:51Hallo?
21:53Der ist ab nach Österreich.
21:54Sauerei.
21:55Du, ich ruf die Kollegen drüben an.
21:56Mach nicht.
22:03Er hatte mit Jens Gilbert ein Verhältnis.
22:06Und du hast das mit angesehen.
22:08Hat es deswegen Streit zwischen Ihnen gegeben?
22:11Ja.
22:13Ich habe ihm gesagt, was ich von ihm halte.
22:15Ja, was haben Sie zu ihm gesagt?
22:16Ich habe ihm gesagt, er soll die Hände von meiner Schwester lassen.
22:19Und Sie?
22:21Wollten Sie das auch, dass er die Hände von Ihnen lässt?
22:24Nein.
22:27Wie hat er sich Ihre Zukunft vorgestellt?
22:29Ich meine, wie sollte es weitergehen?
22:32Er wusste es nicht.
22:34Ich meine, wir wussten es beide nicht.
22:37Er konnte sich nicht entscheiden.
22:40Der hat doch genommen, was er kriegen konnte.
22:41Der hatte sich schon längst entschieden.
22:45Ich konnte es einfach nicht ertragen,
22:46dass meine Schwester hinter diesem Schwulen nur noch herrief.
22:50Wann haben Sie Rainer Bertram zum letzten Mal gesehen?
22:54Letzte Woche.
22:56Und wo waren Sie gestern?
22:58Gegen Mittag?
23:00Zur Mordzeit.
23:02Da war ich zu Hause.
23:03Ich habe gearbeitet in meiner Wohnung.
23:06Es tut mir leid.
23:07Ich habe keine Zeugen.
23:10Und Sie, Freund Wehrmann?
23:13Ich war gestern Vormittag bei ihm.
23:16Was, Sie waren bei ihm?
23:17Ja, einfach krank und nicht bei der Arbeit.
23:23Gut.
23:25Sie können gehen.
23:28Beide.
23:28Dames und Herren,
23:31zuerst haben wir die Grenze nach Deutschland gepassiert
23:34und wir sind nun in der Provinzie Beyer.
23:37Beyer ist eine der zehn Provinzies von Deutschland,
23:42der saarlöchste.
23:43Und ich kann Ihnen belohnen...
23:44Entschuldigung.
23:44Oh, Wucht.
23:45Entschuldigung.
23:46Ich bin ziemlich sicher im falschen Bus.
23:48Ach, du liebe Zeit.
23:50Ja, ich bin nicht happy,
23:51wie es schön ist.
23:52Warum wollen Sie eigentlich unbedingt Herrn Kress sprechen?
23:54Es geht schließlich um den Tod meines einzigen Sohnes.
24:00Wir wissen ja noch gar nicht,
24:01ob das wirklich ein Fall für den Mordkommission ist.
24:04Warum betonen Sie das immer wieder?
24:09Kennen Sie denn jemanden,
24:10der ein Motiv haben könnte?
24:11Ja.
24:13Ja.
24:31Ja.
24:41Kann ich dich denn einfach allein lassen?
24:49Aber natürlich. Warum denn nicht?
24:53Glaubst du wirklich, dass ihn jemand umgebracht hat?
24:56Ich habe jetzt keine Lust mehr darüber zu reden.
24:59Vor allen Dingen nicht mit dir.
25:00Glaubst du vielleicht, ich war es?
25:02Du?
25:09Wenn du könntest, was du willst.
25:12Dann schon.
25:14Aber das hast du noch nie gekonnt.
25:15Ach ja, wirklich.
25:18Ich bin jedenfalls nicht sehr traurig, dass er tot ist.
25:23Hoffentlich vergisst du ihn.
25:25Schnell.
25:27Und gründlich.
25:29Das werde ich nie tun.
25:33Weil ich ein Kind von ihm erwarte. Und jetzt geh.
25:39Du, Jan?
25:40Ich bin's. Ich.
25:45Hör zu.
25:47Ich komme zu dir.
25:51Nein, ich bin nicht in der Stadt.
25:54Gut.
25:54Du bist jedenfalls zu Hause.
25:57Ich brauche was.
25:59Jaya hat dir doch mal was hinterlegt.
26:00So was brauche ich.
26:01Komplett.
26:02Frau Bertram, Sie sind mit der Tonbandprotokollierung unseres Gesprächs einverstanden.
26:07Ja.
26:12Wie ich Ihrem Mitarbeiter schon sagte, war mein Mann gestern Vormittag bei meinem Sohn.
26:19Angeblich wegen einer Unterschrift.
26:20Das ist nicht wahr.
26:23Und was ist die Wahrheit?
26:26Das kann Ihnen mein Mann sagen.
26:28Wissen Sie, dass mein Sohn begonnen hatte, homosexuelle Beziehungen einzugehen?
26:32Ja.
26:32Woher?
26:35Von Erich Wehrmann.
26:37Mein Sohn hat sehr unter seiner Veranlagung gelitten.
26:42Er hatte eine Freundin.
26:48Ich schätze Barbara Wehrmann sehr.
26:53Und?
26:55Hat er sich entschieden?
26:58Gibt es überhaupt die Möglichkeit einer Entscheidung?
27:01Ich weiß es nicht.
27:02Ich suche nach einem Motiv.
27:05Jede Entscheidung von ihm.
27:06Wie auch immer.
27:07Könnte ein Motiv sein.
27:10Vielleicht haben Sie recht.
27:12Zumindest meinem Mann gegenüber hat er sich entschieden verhalten.
27:14Sie müssen wissen, dass mein Mann jeden Kontakt zu ihm abgebrochen hat, als er von seiner Homosexualität erfuhr.
27:21Aber gestern ist er bei ihm gewesen.
27:23Ja.
27:25An dem Tag, als er starb.
27:30Verdächtigen Sie Ihren Mann?
27:32Das habe ich nicht gesagt.
27:35Ja, ja.
27:36Wissen Sie, warum Ihr Mann bei Ihrem Sohn war gestern?
27:41Kennen Sie Jens Gilbert?
27:42Noch nicht.
27:43Ich werde ihn gleich vernehmen.
27:44Ist das der Freund von Ihrem Sohn?
27:47Ja.
27:47Und er hat meinen Sohn überredet, in einer Fernsehdiskussion über seine Probleme zu reden.
27:55Das hat mein Mann erfahren.
27:57Ja.
27:58Ist das alles?
28:00Da sprechen Sie mit ihm darüber.
28:03Kannst du mal einen Moment kommen, Leon?
28:04Guten Tag.
28:07Entschuldigen Sie mich bitte für einen Moment.
28:08Ja.
28:14Jens Gilbert ist am Grenzübergang nach Salzburg aufgetaucht.
28:19Wer hat das denn herbringen?
28:20Er hat unter Zurücklassung seines Kraftfahrzeugs das Weite gesucht.
28:24Wie kann denn sowas passieren?
28:26Durch eine unglückliche Verkettung widriger Umstände, sagte man mir am Telefon.
28:31Reicht dir das?
28:32Ja, das reicht.
28:36Sammelfakten über ihn, Arbeitsplatz, Wohnung, gutes Foto brauche ich auch.
28:40Achtung auf, Lassbüste.
28:49Der zugeglichen Bündnis in der Gälder.
28:51Bitte Achtung auf, Lassbüste.
28:53Also, ich muss zuerst mal mit dem Vater von Rainer Gerdram sprechen.
29:12Glaubst du wirklich, dass das ein Motiv sein kann?
29:14Angst vor der Fernsehdiskussion?
29:16Das kommt auf den Mann an.
29:18Jedenfalls nach der Sendung wüsste alle Welt, dass er einen homosexuellen Sohn hat.
29:22Selbst bei extrem engen moralischen Grundsätzen immer noch besser als Tod.
29:26Zumal der sittenstrenge Vater dann auch noch zum Mörder werden muss.
29:31Aber wenn der Mord nicht aufgeklärt wird oder sogar als Selbstschüttung durchgeht,
29:35dann bleibt auch die Homosexualität verborgen, das ist mir schon klar.
29:38Nur der Preis.
29:40Der Preis, den der Vater zahlt.
29:42Ach, Gerd, du weißt doch, wie engstirnig und intolerant Menschen sein können.
29:47Dankeschön.
29:49So gesehen haben die anderen auch Motive.
29:51Der Bruder von der Wehrmann hat den Toten gehasst, weil er glaubte,
29:55dass der seine Schwester erniedrigt und in den Dreck zieht.
29:58Danke.
29:59Danke.
30:03Barbara Wehrmann hatte vielleicht Angst, verlassen zu werden.
30:05Jens Gilbert hatte vielleicht auch Angst, verlassen zu werden.
30:09Oder er wollte sich rächen, weil er schon verlassen worden war.
30:12Ich meine, das sind doch alles mögliche Motive.
30:15Ja, ja, so ist es.
30:16Gilbert ist sogar getürmt über die Grenze.
30:18Fast schon ein Geständnis.
30:19Was mir gar nicht passt, Gerd, ist, dass er die Wohnung von seinem Freund Bertram
30:24erst so lange nach dessen Tod verlassen hat.
30:28Erst am nächsten Morgen.
30:31Vielleicht war er wiedergekommen.
30:33Hat er was vergessen?
30:34Irgendwas, das ihn hätte verraten können.
30:37Vielleicht.
30:38Ja, vielleicht, vielleicht, vielleicht.
30:40Jedenfalls sollten wir uns zunächst mal um die Fakten kümmern.
30:43Woher kommen die Tabletten, die den Tod verursacht haben?
30:47Die gibt's nicht einfach so.
30:48Die sind, die sind verschreibungspflichtig.
30:50Also, versuch rauszufinden, woher und so weiter.
30:53Dann, äh, überprüft die Alibis.
30:55Alle haben ein Motiv, mehr oder weniger.
30:58Aber wer könnte das größte Interesse haben?
31:00Ja, wer, wer geht so weit, den anderen dafür umzubringen?
31:06Und wenn's doch Selbstmord war?
31:07Ach ja.
31:08Ja, also, also, ich hätte nicht in seiner Haut stecken mögen.
31:11Ich geh jetzt zusammenfassen.
31:13Tut mir leid.
31:15Ich sehe keine Veranlassung, Auskünfte über Angestellte zu geben.
31:18Es handelt sich um keine private Angelegenheit, Herr Breymen.
31:21Kriminalpolizei.
31:35Ja.
31:38Ich glaube zwar nicht, dass ich Ihnen eine große Hilfe sein kann.
31:43Manchmal sind wir auch mit Kleinigkeiten zufrieden.
31:45Herr Gilbert war heute nicht im Geschäft.
31:47Nein, er hat Urlaub.
31:49Seit wann?
31:49Seit ein paar Tagen.
31:52Er hat mich, äh, aber das ist schon Wochen her, um einen längeren Urlaub gebeten.
31:57Wo er erfahren wollte, hat er nicht gesagt.
31:59Nein.
32:00Aber da fällt mir ein, er erzählte mir etwas über eine Fernsehdiskussion, bei der er dabei sein wollte.
32:06Ich glaube, am 5.
32:08Dann müsste er eigentlich noch da sein.
32:10Ist er leider nicht.
32:19Es handelt sich also tatsächlich um eine offizielle Untersuchung?
32:44Danke.
32:46Ja.
32:46Dann werden Sie ja nichts dagegen haben, dass ich, bevor ich etwas sage, einen Anwalt konsultiere.
32:51Auf die Möglichkeit wollte ich Sie gerade aufmerksam machen.
32:54Ich bin gekommen, weil Ihre Frau mich im Präsidium besucht hat.
32:58Meine Frau war bei Ihnen?
33:03Ja, sie hat eine Aussage gemacht, die Sie betrifft.
33:06Was meine Frau in Bezug auf mich zu sagen hat, ist nicht von Belang.
33:10Sie hat gesagt, dass Sie den wahren Grund für den Besuch bei Ihrem Sohn verschwiegen haben.
33:15Stimmt das?
33:15Das geht nur mich und meinen Sohn etwas an.
33:19Das ist ein Irrtum.
33:20Ihr Sohn ist keines natürlichen Todes gestorben.
33:23Sie haben ein halbes Jahr lang keinen Kontakt zu ihm gehabt.
33:26Warum der Besuch gestern?
33:28Ich denke, meine Frau hat das zu Protokoll gegeben.
33:30Ich hätte es gerne von Ihnen gehört.
33:33Darüber rede ich nicht.
33:34Das kann ich Ihnen leider nicht ersparen.
33:36Ihr Sohn wollte an einer Fernsehdiskussion teilnehmen, in der er sich zu seiner Homosexualität bekennen wollte.
33:42Hätte es Ihnen geschadet, wenn bekannt geworden wäre, dass Ihr Sohn homosexuell ist?
33:48Geschadet!
33:50Geschadet!
33:50Das ist wohl kaum das richtige Wort.
33:54Geschämt hätte ich mich.
33:57Hätte niemanden mehr in die Augen sehen können.
34:00In einer Hochschule, da lauert man doch nur auf solche Sensationen.
34:04Für mich ist das keine Lappalie.
34:07Nichts Alltägliches.
34:08Und wenn man mich tausendmal für altmodisch hält.
34:10Mein Sohn, mein Waschlappen, mein Schwächling.
34:18Dass er aber seine Neigung auch noch vor einem Millionenpublikum bereitreten wollte, das zeigt von einer Schamlosigkeit.
34:29Nun kann er ja an dieser Diskussion nicht mehr teilnehmen.
34:32Was wollen Sie damit andeuten?
34:38Wie ist das Gespräch mit Ihrem Sohn ausgegangen?
34:42Gespräch?
34:43Mit ihm konnte man nicht sprechen.
34:45Meine Frau hat ihn auch noch unterstützt.
34:47Der arme Junge.
34:49Er leidet.
34:50Herr Gott, noch mal, wir müssen alle unseren inneren Schweinehund überwinden.
34:53Aber heutzutage wird...
34:54Geredet, geredet, geredet, geredet, egal mit wem.
34:57Vielleicht war es wichtig für Ihren Sohn.
34:59Ach, wichtig, wichtig.
35:00Was ist wichtig für mich?
35:02Könnte er nicht auch einmal daran denken?
35:05Sie haben also versucht, Ihren Sohn von dieser Diskussion abzuhalten.
35:12Haben Sie ihn gedroht?
35:13Womit?
35:19Sie überschreiten Ihre Kompetenzen.
35:22Meinen Sie?
35:23Ja.
35:29Ja.
35:34Ist für Sie.
35:40Danke.
35:42Chris?
35:42Ich wollte dir nur sagen,
35:44Gilbert ist mit einem Reisebus in Richtung München gefahren.
35:48Aha.
35:50Ja, das wollte ich dir nur sagen.
35:51Die Richtung spielt wahrscheinlich keine Rolle.
35:54Der hat ihn nur zur Flucht benutzt.
35:56Wohin?
35:58Zur Wehrmann.
36:00Ja.
36:01Ja, gut, bis gleich.
36:03Will der Leo zu dir?
36:04Ja.
36:07Alles über den Gilbert hat auf einer Briefmarke Platz.
36:09Da fällt mir ein.
36:12Hast du die Adresse von Erich Wehrmann?
36:14Klar.
36:14Isabelastraße.
36:17Isabelastraße 23.
36:20Wieso 23?
36:22Ja, 23 oder nicht 23?
36:27Nein, 28.
36:29Schade.
36:30Wieso schade?
36:31Wieso nicht schade?
36:33Weil Jens Schilbert bis vor 14 Tagen in der Isabelastraße gewohnt hat.
36:37Und als ich das notierte, der fiel mir ein, dass Erich Wehrmann auch was von der Isabelastraße gesagt hatte.
36:43Ach so.
36:44Und da dachtest du, wenn die beiden schon in derselben Straße wohnen, was liegt da näher als die Vermutung, dass sie auch den Mord gemeinsam begangen haben?
36:52Nichts ist so dämlich, als dass es nicht passieren kann, du Gerd.
36:56Wie meinst du das jetzt?
36:58Wenn Rainer Bertram sich entschlossen hätte, sich endgültig von Gilbert zu trennen, mit Barbara Wehrmann zusammenzuleben, dann?
37:08Dann hätten beide ihn gehasst.
37:12So sehr wehr man den Gilbert auch verabscheut.
37:14Ja, jetzt hole ich mal Leo ab.
37:25Hast du das Geld?
37:44Was hast du denn überhaupt vor?
37:50Das geht dir nichts an.
37:51Wieso nicht?
37:53Wenn du Scheiße baust.
37:55Und die erfahren, von wem die Waffe ist.
38:00Hey, hey, langsam.
38:02So war das nicht gemeint.
38:04Gewehr.
38:04Gewehr.
38:04Gewehr.
38:14Du brauchst das Ding nicht auszupacken.
38:23Es ist okay, nagelneu.
38:25Du bist das, Montel.
38:26Komm, schieß dann.
38:35Okay.
38:38Da.
38:40Monizio.
38:44Wenn du das Ding wieder bis Montag zurückbringst, merkt das kein Mensch.
38:54Da.
38:55Wenn das macht, dass du wegkommst.
38:59Bitte.
39:01Ja, danke.
39:04Einen Moment, bitte.
39:05Ja.
39:05Kann ich Ihnen was anbieten?
39:15Nee, nee, danke.
39:15Ich hab's eilig.
39:16Wollen Sie wenigstens Platz nehmen?
39:17Es geht um Jens Schilbert.
39:19Kennen Sie ihn?
39:20Ja.
39:22Was ist das für ein Mensch?
39:24Mein Gott, das kann ich gar nicht in zwei Sätzen schildern.
39:27Hat der Rainer Bertram geliebt?
39:30Wenn Männer Männer lieben können, ja.
39:36War er eifersüchtig auf Sie?
39:38Schon, aber er ist sehr selbstsicher.
39:41Sie nehmen also nicht an, dass er Sie hasst?
39:46Nein.
39:47Ich würde sagen, auf seine Art hat er Mitleid mit mir.
39:53Und Sie?
39:54Ich habe Jens nie gehasst.
39:56Und ich hasse ihn auch jetzt nicht.
40:00Sehen Sie.
40:03Das ist alles so anders.
40:06Wenn er eine Frau wäre, dann, dann ja.
40:12Aber mein Bruder, der hat Jens gehasst.
40:17Von Anfang an.
40:18Und Jens ihn auch.
40:20Sind die beiden schon mal aufeinander losgegangen?
40:23Nein, nicht so viel ich weiß.
40:26Mein Bruder hat Rainer sehr oft angegriffen.
40:28Und Jens war da nicht zu bremsen.
40:31Ja, ich glaube auch, dass Jens gewalttätig sein könnte.
40:35Entschuldigen Sie.
40:53Gerd, gut, dass du kommst. Wir müssen sofort weg.
41:03Entschuldigen Sie bitte unseren platzlichen Aufbruch.
41:05Äh, Wiedersehen.
41:07Ja.
41:07Komm.
41:07Ja, ich gehe.
41:08Zu Wermann, Gerd.
41:17Fest nicht.
41:18Hey, weißt du, den kürzesten Weg?
41:20Ja, zehn Minuten.
41:21Ich lasse schon mal feststellen, ob er zu Hause ist.
41:23Ich lasse schon mal feststellen, ob er zu Hause ist.
41:53Wehrmann.
42:06Wehrmann.
42:07Wehrmann.
42:09Hallo?
42:09Hey, wir sind zu Hause.
42:20Gut, danke, Ende.
42:22Was hat ein Henry über Jules Baird rausgebracht?
42:24Pass auf, Henry.
42:49Kümmer dich um Barbara Wehrmann, ja?
42:51Gut.
42:53Ich gehe mit dir essen und du zahlst.
42:56Ach so, beschatten.
42:59Nicht nur das, aufpassen sollst du auch auf sie.
43:02Nee, wenn sie nicht zu Hause ist, weiß ich auch nicht wo.
43:06Musst du eben probieren.
43:08Gut.
43:09Und ihr steht bei Wehrmann vor der Tür.
43:12Gut.
43:13Melden über Zentrale.
43:14Herrmann wohnt im zweiten Stock.
43:35Da, wo das helle Fenster ist.
43:37Er scheint allein zu sein.
43:38Jedenfalls habe ich keine Stimmen gehört.
43:39Gut.
43:42Und, was vermutest du, dass es nun geschieht?
43:46Ja, vermuten.
43:47Nachgedacht habe ich.
43:49Nimm mal an, Gerd, der Jules Baird wollte seinen Freund besuchen.
43:55Aus welchem Grund auch immer.
43:57Findet ihn tot auf dem Bett.
43:58Er nimmt an, Rainer Bertram hat sich umgebracht, rennt aus dem Haus, fährt einfach weg.
44:04An der Grenze wird er aufgehalten von den Beamten dort.
44:08Er fährt jetzt zum ersten Mal was von dem Mord.
44:11Haut ab.
44:12Ja, aber wenn er der Mörder ist, dann wird er genauso fliegen.
44:15Sicher.
44:16Aber auch wenn er es nicht ist, gibt es einen Grund.
44:19Welchen?
44:21Er will seinen Freund rächen.
44:23Ich weiß, das klingt dramatisch, aber...
44:25Abgesehen davon setzt es ja voraus, dass er den Mörder kennt.
44:29Oder zu kennen glaubt.
44:32Also, wenn wir jetzt einen Mord verhindern, dann könnte es durchaus sein, dass wir dadurch den anderen Mord aufklären.
44:38Na, eins von beiden würde mir schon reichen.
44:41Du, ich muss mir das Foto von dem Jules Baird nochmal genauer anschauen.
44:44Bitte.
44:44Bitte.
44:55Wenn man jemanden bestimmten erwartet, sind ihm plötzlich alle möglichen Leute eigentlich.
45:13Ja, ich muss mir das Foto von dem Jules Baird nochmal machen.
45:4323.
45:59Na, dann ist es das, wo der Jules Baird mal gewohnt hat.
46:03Da konnte ihm der Baird-Mann ja fast ins Zimmer spucken.
46:05Gerd, der Mann, der eben mit dem Taxi gekommen ist.
46:14Was ist mit dem?
46:16Das lange Paket.
46:18Und das Fenster gegenüber.
46:20Schnee, Gerd!
46:21Gerd, ich bin der Baird-Mann.
46:33Gerd, ich bin der Baird-Mann.
46:33Gerd, ich bin der Baird-Mann.
46:45Gerd, ich bin der Baird-Mann.
46:46Das war's.
47:16Das war's.
47:46Das war's.
48:16Das war's.
48:24Sind Sie Jens Schilbert?
48:26Ja.
48:28Kriminalpolizei. Sie sind vorläufig festgenommen.
48:38Setzen Sie sich.
48:39Ersetzen Sie sich.
48:56Bitte.
48:57Herr Schilbert, Sie sind mit der Tonbandprotokollierung Ihre Vernehmung einverstanden?
49:04Ja.
49:05Gerd, sei nett, Kochkaffee.
49:07Warum wollten Sie Erich Wehrmann erschießen?
49:15Wollte ich das?
49:17Sie waren an einem Fenster im Haus gegenüber. Das können wir beweisen.
49:22Von dort aus kann man genau in Erich Wehrmanns Zimmer schauen.
49:25Und Ihr Gewehr hat ein Zielfernrohr.
49:28Aber Sie können mir nicht beweisen, dass ich Erich Wehrmann erschießen wollte.
49:33Das wissen Sie.
49:34Haben Sie eine entsprechende Waffenbesitzkarte?
49:37Nein.
49:40Haben Sie einen Schlüssel für Rainer Bertrams Wohnung?
49:42Ja.
49:44Sie wurden gestern gesehen, als Sie diese Wohnung verließen.
49:49Waren Sie bei ihm, als er gestorben ist?
49:51Als ich kam, war er schon tot.
49:56Was wollten Sie dort?
49:59Mit ihm reden.
50:01Wir hatten noch viel zu besprechen.
50:03Was hatten Sie denn zu besprechen?
50:06Ich habe 10.000 Mark gespart und wir wollten zusammen eine Reise machen.
50:09Weg.
50:11So lange wie möglich.
50:13Wusste Fräulein Wehrmann davon?
50:15Rainer wollte es ihr sagen.
50:16Als Sie Rainer Bertram tot auf seinem Bett fanden,
50:25haben Sie da sofort an Selbstmord gedacht?
50:28Ja.
50:31Durch den Gedanken an einen Mord hat mich erst die Polizei gebracht.
50:34Hatte Ihr Freund denn Grund, sich umzubringen?
50:37Er wusste nicht mehr, wie es weitergehen sollte.
50:39Wegen Ihnen und seiner Freundin?
50:40Und wegen seines Vaters.
50:44Ich glaube, er liebte seinen Vater.
50:46Aber er hatte sich doch entschieden.
50:49Er wollte mit Ihnen wegfahren.
50:51Entschiedener ist, wenn es immer so einfach wäre.
50:54Schließlich kriegt sie ja ein Kind von ihm.
50:57Sind Sie sicher?
51:00Wussten Sie es nicht?
51:03Gerd, versuch doch mal, Henry zu erreichen.
51:12Warum gerade Erich Wehrmann?
51:14Wenn ihn einer umgebracht hat, dann er.
51:20Rainer und ich, wir waren für ihn der letzte Dreck.
51:23Er hat Rainer oft bedroht.
51:26Mich auch.
51:27Was genau hat er gesagt?
51:32Wenn du meine Schwester nicht in Ruhe lässt,
51:33dann bringe ich dich um.
51:35Hat er zu Rainer gesagt.
51:36Ja.
51:41Mhm.
51:44Ja.
51:49Aha.
51:51Wo ist sie?
51:53Bei ihm in der Wohnung?
51:56Sie hat die Tabletten besorgt.
51:58Bist du da sicher?
51:58Ja, gut.
52:02Ich sag's Ihnen.
52:03Bis gleich.
52:16Guten Abend.
52:17Wir haben Sie gesucht.
52:20Warum?
52:21Weil Sie uns einiges verschwiegen haben.
52:23Es tut mir leid, dass ich das Siegel kaputt gemacht habe.
52:26Ich wollte das Zimmer nochmal sehen.
52:28Und das mit dem Siegel ist nicht so schlimm.
52:30Was habe ich Ihnen denn verschwiegen?
52:33Dass Ihr Freund die Tabletten von Ihnen bekommen hat.
52:35So war es doch, oder?
52:37Ja.
52:39Rainer hat sehr schlecht geschlafen in der letzten Zeit.
52:41Warum ist er nicht zum Arzt gegangen?
52:42Sie haben Rainer nicht gekannt.
52:47Das klingt nicht sehr überzeugend.
52:49Was denken Sie denn?
52:50Dass Sie ihm die Tabletten besorgt haben,
52:52damit er Selbstmord begehen kann.
52:55Warum sollte ich denn so etwas tun?
53:01Das können nur Sie mir sagen.
53:04Rainer Bertram wollte mit seinem Freund wegfahren.
53:08Für eine lange Zeit.
53:09Wussten Sie davon?
53:10Ja.
53:12Die bekommen ein Kind von ihm.
53:14Das ist nicht wahr.
53:15Ich kann veranlassen,
53:17dass Sie ärztlich untersucht werden.
53:19Das ist doch nicht nötig.
53:23Also gut, sagen Sie mir einfach,
53:25was Sie an diesem Vormittag hier getan haben.
53:29Als ich kam, bat er mich um die Tabletten.
53:33Weil er die ganze Nacht nicht geschlafen hatte.
53:37Er wollte, dass ich ihm zwei Tabletten
53:38in den Weinbrand auflöse.
53:40Und den Weinbrand haben Sie mitgebracht?
53:42Ja.
54:03In so einem Glas
54:04habe ich ihm zwei Tabletten aufgelöst.
54:08Er ist dann sehr schnell müde geworden.
54:12Und was haben Sie gemacht?
54:19Ich bin dann nach Hause gegangen.
54:22Warum haben Sie das Glas abgewischt?
54:24Habe ich das getan?
54:27Da waren ja keine Fingerabdrücke dran.
54:29Und warum haben Sie den Weinbrand weggeschüttet?
54:32Die Flasche war leer,
54:33obwohl Rainer Bertram nach Ihren Worten
54:35nur ein Glas davon getrunken hatte.
54:38Warum sollte ich so etwas getan haben?
54:40Um einen Selbstmord vorzutäuschen.
54:43Alkohol und Tabletten, das übliche Bild.
54:45Was war ein Fehler, das Glas abzuwischen?
54:50Es war so, wie ich es Ihnen gesagt habe.
54:52Mit dem Weinbrand und den Tabletten.
54:53Als er dann halb betäubt auf dem Bett gelegen ist,
55:02da habe ich die restlichen Tabletten aufgelöst.
55:05Alle.
55:06Bin zu ihm gegangen,
55:09habe ihm den Arm um die Schulter gelegt
55:11und sie ihm eingeflößt.
55:14Dann haben Sie das Glas abgewischt,
55:16Weinbrand weggekippt,
55:17um alles zu einem Selbstmord zu arrangieren.
55:19Warum haben Sie einen Plattenspieler angelassen?
55:24Damit er gefunden wird.
55:26Ich glaube eher, um die Tat Zeit zu verschleiern.
55:29Sie waren immerhin noch in seiner Wohnung, als er starb.
55:33Und wenn jemand pausenlos
55:35ein und dieselbe Platte laufen lässt,
55:37dann geht das einem nach einiger Zeit
55:39erheblich auf die Nerven,
55:40aber man hält ihn nicht für tot,
55:41jedenfalls zunächst nicht.
55:44Rainer Bertram hat Ihnen gesagt,
55:46dass er für längere Zeit verreisen wird.
55:49Ja.
55:54Sie wollten ihn davon abhalten,
55:57haben ihm erklärt,
55:59dass ein Kind von ihm erwarten.
56:02Ja.
56:05Er wollte sich endgültig von mir trennen.
56:11Endgültig.
56:12Gerd,
56:15sag mit dem Büro Bescheid.
56:18Herr Wehrmann kann nach Hause gehen.
56:20Machst du das bitte für mich.
56:23Und warum haben Sie von Anfang an behauptet,
56:26es wäre kein Selbstmord?
56:28Obwohl wir doch gerade das glauben sollten.
56:31Ich weiß nicht.
56:32Ich...
56:32mal zugegeben,
56:35nicht das schlechteste Mittel,
56:35sich unverdächtig zu machen.
56:38Nein.
56:40Deswegen nicht.
56:41Ich brachte es plötzlich nicht fertig,
56:55ihm Unrecht zu tun.
56:58Rainer hatte sich entschieden.
57:01Und so furchtbar diese Entscheidung für mich war,
57:05er war entschlossen,
57:06seinen Weg zu gehen.
57:07Und ich brachte es nicht über mich,
57:13nach all dem, was ich getan habe,
57:17ihm auch noch die Schuld an seinem Tod zu geben.
57:29Sie sind vorläufig festgenommen.
57:30Kommen Sie bitte.
57:34Kommen Sie bitte.
57:37Kommen Sie bitte.
58:07Kommen Sie bitte.
58:37Kommen Sie bitte.
58:39Kommen Sie bitte.
59:07Kommen Sie bitte.
59:09Kommen Sie bitte.
59:10Kommen Sie bitte.
59:12Kommen Sie bitte.
59:13Kommen Sie bitte.
59:14Kommen Sie bitte.
59:16Kommen Sie bitte.
59:18Kommen Sie bitte.
59:20Kommen Sie bitte.
59:21Kommen Sie bitte.
59:22Kommen Sie bitte.
59:24Kommen Sie bitte.
59:26Kommen Sie bitte.
59:27Kommen Sie bitte.
59:28Kommen Sie bitte.
59:30Kommen Sie bitte.
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