- vor 5 Monaten
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KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:30Musik
01:00Frau Klug, Sie sind nicht die erste alleinerziehende Mutter in diesem Dezernat
01:04Und so wie ich das sehe, sind Sie ja wohl offensichtlich jetzt Dauergast im Hotel Mama
01:10Das sind doch paradiesische Zustände verglichen mit all den anderen Frauen, die es zu was gebracht haben
01:16Soll ich Ihnen mal was sagen?
01:18Musik
01:20Ich hole mir mal einen Kaffee, kann ich Ihnen einen mitbringen?
01:41Nein, danke, ich brauche keinen
01:43Ich gehe abends früh ins Bett, damit ich für den Dienst frisch und ausgeruht bin
01:48Und dann schnappe ich mir die Akten
01:51Denn bei uns kommen die Fälle leider nicht von selbst zur Tür hereinspaziert
01:54Musik
01:56Musik
01:57Ich möchte einen Diebstahl anzeigen und außerdem...
02:23Moment, Moment, was wurde denn gestohlen?
02:25Mein Herz
02:27Bitte?
02:28Mein Herz wurde gestohlen
02:30Haben Sie was getrunken?
02:33Bitte?
02:34Natürlich nicht
02:34Herzpatienten, die sich nicht an die Auflagen halten, bekommen kein Spendeorgan
02:38Und wenn ich kein Spendeorgan bekomme, dann werde ich sterben
02:42Und deswegen möchte ich auch einen Mord anzeigen
02:44Und wer ist denn das Opfer?
02:47Na, ich natürlich
02:47Dr. Norbert Brenner
02:49Hören Sie
02:50Ich wurde bestohlen
02:52Betrogen
02:53Verraten
02:54Sie müssen mir helfen
02:55Bitte
02:55Wo kann ich warten?
03:00Da bitte
03:01Danke
03:04Ich bin echt müde und ich brauche das jetzt ganz dringend
03:19Also könntest du bitte ausnahmsweise mal keine Zicken machen?
03:22Verdammtes Blechteil
03:28Okay
03:32Willst du es auf die harte Tour?
03:35Bitte sehr
03:36Lass mich raten
03:39Elli war putzmunter und hat dich die ganze Nacht wachgehalten, richtig?
03:43Wie hast du es früher nur ausgehalten?
03:45Erstens
03:46Kriegt man Kinder nur, wenn man auch dazu bereit ist
03:50Bitte Mama, ich habe gerade schon eine Standpauke bekommen
03:52Und zweitens
03:55Niemals aufgeben
04:00Und drittens
04:05Nutze jede Gelegenheit, um dich abzulenken
04:10Und da habe ich genau den richtigen Fall für dich
04:13Kapitalverbrechen?
04:16Nein, nur ein Irrer
04:18Aber ein ziemlich gut aussehender
04:19Und er trägt nur ein OP-Hemd
04:21Ich weiß nicht, ob das was für uns im Betrug ist
04:23Bist du da sicher?
04:26Oh, süß
04:28Schick den mal rüber zu mir
04:30Sie müssen Herr Dr. Brenner sein, richtig?
04:37Ja, ich bin Julia Klug vom Betrugsdezernat
04:39Ich würde Sie gern wegen Ihrer Anzeige sprechen
04:41Hallo
04:42Ich hätte nicht das Gefühl, dass die Kollegin von der Wache
04:45Mich sonderlich ernst genommen hätte
04:46Bitte sehr
04:49Danke
04:50Entschuldigen Sie mein Erscheinungsbild, aber
04:54Ich müsste einfach raus aus dieser Klinik
04:56Was ist denn genau passiert?
05:01Ich warte jetzt seit über sieben Monaten
05:03Auf ein Herz, das niemals kommt
05:05Und daran wird sich erst etwas ändern
05:07Wenn ich tot bin, dann bin ich mir ganz sicher
05:09Ihre Beschuldigungen klingen schon ein bisschen abenteuerlich
05:14Das müssen Sie doch zugeben, oder?
05:16Abenteuerlich
05:17Ich war ganz oben auf der Warteliste
05:23Das nächste passende Herz sollte mir implantiert werden
05:26Und dann
05:26Minuten vor der OP
05:32Gibt es angeblich Komplikationen
05:34Und ein anderer bekommt mein Herz
05:36Was denn für Komplikationen?
05:38Ein Virusinfekt
05:39Aber hat mir die Immunologe noch letzte Woche versichert
05:42Dass mein Immunsystem topfit ist
05:44Im Grunde bin ich kerngesund
05:46Bis auf mein Herz
05:48Hallo
05:57Guten Tag
06:00Ach, guten Tag
06:03Entschuldigung, ich habe Sie gar nicht gehört
06:06Was haben Sie denn auf dem Herzen?
06:11Herzen?
06:12Ja, ich suche den jungen Mann, dem Sie sein Herz geklaut haben
06:16Mein Name ist Glaube
06:19Und das ist meine Frau
06:19Wenn das der gleiche Mann ist, dem Sie auch die Hose geklaut haben
06:22Dann kann ich Ihnen weiterhelfen
06:24Wissen Sie, wie viel Überwindung es kostet
06:27Seine letzte Hoffnung bei der Polizei anzuzeigen?
06:30Meine Pumpe hier, die macht es nicht mehr lange
06:31Wenn nicht bald was passiert
06:33Dann gibt es mich nicht mehr
06:35Herr Doktorchen
06:40Was machst du denn für Sachen?
06:43Man geht doch nicht im Hemm spazieren
06:45Na gut, dass du mich wenigstens angerufen hast
06:47Tja, wir hätten ihn ja sonst gar nicht gefunden
06:49Schau mal, was wir dir mitgebracht haben
06:52Das ist übrigens Herr Laube, mein Leidensgenosse
06:54Ihn Sie auch im letzten Moment vom OP-Tisch geschubst haben
06:57Jetzt bitte, Irmchen, bitte wein nicht
07:02Wird schon alles gut werden
07:04Wir können ja nicht immer nur Pech haben
07:06Was meinen Sie?
07:09Können Sie uns helfen?
07:10Ich werde mir diese Klinik auf jeden Fall mal anschauen
07:16Nein!
07:19Nein?
07:20Nein!
07:23Frau Klug, ich will Ihnen ja nicht sagen, was Sie zu tun oder was Sie zu lassen haben
07:26Schließlich sind Sie ja eine Elite-Polizistin
07:29Suchen Sie sich Ihre Fälle ruhig selber aus
07:32Aber erwarten Sie nicht von mir, dass ich Sie in Schutz nehme, wenn es in die Hose geht
07:35Wo ist denn jetzt das Problem?
07:38Wir haben doch einen ganz konkreten Anfangsverdacht
07:40Konkret?
07:42Nur weil ein Transplantationskandidat, der verzweifelt ist, Verschwörungsfantasien hat?
07:46Verzweifelt ja, Verschwörungsfantasien nein
07:48Denn es gibt noch andere Opfer, wir brauchen einfach nur deren Akten
07:51Kann doch nicht so schwierig sein
07:52Nein?
07:55Okay, dann besorgen wir uns einfach ruckzucken, Herausgabebeschluss
07:57Genau
07:59Wo soll ich unterschreiben?
08:02Am besten auf dem Anmeldeformular der Polizeischule
08:04Und nochmal ganz von vorne anfangen
08:06Frau Klug, Herausgabebeschlüsse von Krankenakten dauern Monat
08:13Herr Sonntag
08:15Diese Menschen haben vielleicht nur noch Tage zu leben
08:19Ja, dann müssen wir uns ja auch um Herausgabebeschluss nicht kümmern
08:22Boah, sind Sie zynisch
08:25Nee, ich bin Realist
08:28Und Polizeibeamter
08:30Wir sprechen uns wieder, wenn Sie eines von beidem sind
08:34Ja, ich bin ganz schön
08:35Ja, ich bin sehr süß
08:36Ich bin sehr süß
08:36Ja, ich bin sehr süß
08:38Ich bin sehr süß
08:40Ich bin sehr süß
08:41Wie stellen Sie sich das eigentlich vor?
09:07Wir können doch nicht einfach die Krankenakten an jeden x-beliebigen rausgeben, der danach fragt.
09:12Hallo, Kripo, Betrugsdezernat?
09:14Hallo, Krankenhaus, Schweigepflicht?
09:18Ich kann die Akten auch beschlagnahmen lassen.
09:21Verschwinden Sie endlich.
09:22Oder wollen Sie mich als nächstes mit Ihrer Dienstwaffe bedrohen?
09:25Führen Sie mich bloß nicht in Versuchung.
09:31Die Aktenhauser Max und Schelling, Brigitte, möglichst heute noch.
09:37Kellner Martin, Patzka, Anneliese, Laube, Horst und wenn es geht, heute noch.
09:57Na bitte, geht doch.
09:58Dankeschön.
10:04Engel, Schwigge.
10:07Sie sind doch bestimmt die neue AIP-Lehrerin.
10:11Dann ist los, mitkommen.
10:13Zuschauen, lernen.
10:14Herr Professor, Sie sind doch völlig fehl am Platz.
10:19Puh, Schweigen gehabt.
10:48Hallo, wo soll es denn hingehen?
10:53Kein Problem, ich bin Polizistin, ich will einfach nur raus.
10:56Klar bist du Polizistin, Schätzchen.
10:58Und ich bin der Kaiser von China.
11:00Seid ihr irre, oder was?
11:02Ey, jetzt mal ganz ruhig.
11:03Du willst doch mit dem hier keine Bekanntschaft machen, oder?
11:06Das würde ich nicht tun.
11:07Ach ja, sonst was.
11:08Sonst was?
11:28Ich kann das erklären.
11:29Sie haben sich als Ärztin ausgegeben.
11:33Sie sind in die Geschlossene eingebrochen.
11:34Sie haben zwei Pfleger niedergestreckt.
11:36Ich wollte Beweißmaterial sichern.
11:38Okay, das mit den Pflegern war Pech.
11:42Hatte Ihnen Ihr Vorgesetzter nicht gesagt, dass keiner Ihrer Alleingänge mehr geduldet würde?
11:46Ich hatte einen Anfangsverdacht.
11:47Ach ja?
11:47Aufgrund von was?
11:50Einem verstörten Todkranken, der hinter jedem weißen Kittel eine Verschwörung vermutet?
11:57Manchmal muss man eben auch auf seine Nase vertrauen.
12:00Meine Nase sagt mir, dass uns das Krankenhaus seine Anwälte auf den Hals hetzen wird.
12:06Die Klinik von Professor Reimann ist eine der Besten im ganzen Land.
12:10Das heißt doch noch lange nicht, dass da alles mit rechten Dingen zugeht.
12:13Ich sage Ihnen jetzt, was Sie tun.
12:15Sie gehen da hin und entschuldigen sich.
12:17Und zwar in aller Form.
12:19In aller Form heißt, dass Sie exakt das tun, was Ihnen Herr Sonntag sagt.
12:25Ist das klar?
12:27Klar.
12:30Entschuldigung.
12:31Entschuldigen Sie sich nicht bei mir.
12:34Entschuldigen Sie sich bei Professor Reimann.
12:37Und Sie gehen mit.
12:40Danke.
12:47Sie werden drei und fünf nur am äußersten Notfall einsetzen.
12:49Hörste, die müssen eigentlich zur Inspektion.
12:51Jeden Morgen bei Schichtwechsel.
12:53Die Ausrüstung komplett checken.
12:55Einsatzberichte werden unverzüglich abgestempelt.
12:57Jürgen, du hast gerade mal drei Tage Urlaub.
13:00Wir kommen schon zurecht.
13:02Unverzüglich abgestempelt vom Dienstältesten der Schicht.
13:07So, das war's.
13:09Hier ausdrucken, kopieren, aufhängen.
13:11Ja.
13:11Drei Tage reichen, um aus einer vorbildlichen Polizeistation einen Zirkus zu machen.
13:18Du solltest die Arbeit einfach mal vergessen und dich erholen.
13:21Das mach ich doch.
13:23Drei Tage, alles nach Plan.
13:25Tag eins, lockeres Warm-up.
13:27Haushalt, Einkauf, Kleinigkeiten.
13:29Tag zwei, sichten und verrichten.
13:32Reparaturen aller Art.
13:33Und Elli?
13:35Elli?
13:36Er ist praktisch im Plan mit drin.
13:39Die pass ich quasi nebenbei auf.
13:41Alles kein Problem.
13:45Und Tag drei?
13:48Einbock gewisser Extras im Garten.
13:58Ich dachte da an eine Hollywood-Schaukel.
14:01Wind und Sicht geschützt aufgestellt.
14:04Und wenn du dann nach Hause kommst?
14:06Fläschchen Sekt.
14:08Entspannung.
14:08Und ich freue mich aufs Schaukel.
14:13Tschüss.
14:15Tschüss.
14:15Tschüss, Jürgen.
14:16Mach's gut.
14:17Tschüss, Jürgen.
14:17Tschüss.
14:18Musik.
14:37Musik.
14:37Musik.
14:38Musik.
14:40Musik.
14:40Die Regeln für da drin sind ganz einfach. Sie machen einfach genau das, was ich Ihnen sage, okay?
14:56Ja.
14:59Aber vorher müssen Sie noch einen Blick hier drauf werfen.
15:01Wir sind noch nicht da drin. Hier gelten Ihre Regeln noch nicht.
15:04Gestern im Krankenhaus, bevor die mich geschnappt haben, da habe ich die Akten noch schnell vorher gefilmt.
15:12Oh mein Gott.
15:14Was denn? Ist doch mir egal.
15:16Und ob es das ist?
15:18Okay, dann überspringen wir diesen Teil.
15:28Jetzt gucken Sie doch mal hier drauf. Ich habe die ganze Nacht dran gearbeitet.
15:32Also, alle vier Patienten sind wegen lächerlicher Infektionen quasi vom OP-Tisch weg zurück auf die Warteliste gesetzt worden.
15:39Haben Sie das denn schon wieder hier?
15:41BKA.
15:41BKA?
15:43Ich kenne mal wen und der ist auf die Datensäufer der Krankenkassen gegangen.
15:46Und das ist nicht illegal, bevor Sie jetzt wieder damit kommen. Die dürfen das nämlich.
15:49Also, die Rückstufungsquote in dieser Klinik ist um 36,5 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt.
15:56Mehr als ein Drittel, hm? Das ist allerdings nicht normal.
16:00Wirklich?
16:00Sie sind nicht die Einzige, die sich letzte Nacht mit Transplantationen beschäftigt hat, Frau Klug.
16:06Vielleicht hätten Sie ja doch den richtigen Riecher, hm?
16:09Na also.
16:12Das ist dann mit Professor Reimann...
16:13Mit Professor Reimann rede nur ich.
16:15Sie machen nur den Mund auf, wenn Sie ausdrücklich dazu aufgefordert werden.
16:19Von mir.
16:20Aber...
16:21Nein, wie so, hier ist alles in Ordnung.
16:35Quatsch.
16:36Kinder müssen schreien.
16:37Jan, es ist gesund.
16:38Nein, nein, alles noch plant.
16:40Ja, ja, hab alles im Griff.
16:42Ja, ja.
16:43Tschüss.
16:44Tschüss.
16:44Na, meine Süße.
16:50Soll der Opel dir mal was sagen?
16:53Ja?
16:54Ja?
16:54Komm mal mit dem Hopi mit.
16:57Komm mal mit dem Hopi mit.
16:59Schaukel bauen, ne?
17:11Guck mal, Lelli.
17:13Guck mal.
17:17Der Opel macht doch nur Spaß.
17:19Hm?
17:20Süße.
17:21Opel macht nur Spaß.
17:23Das ist eine wunderbare Klinik mit einer außergewöhnlichen Atmosphäre, Herr Professor.
17:27Stimmt.
17:28Und vielen Dank, dass Sie so kurzfristig Zeit für uns haben.
17:32Nun, die Entschuldigung einer so attraktiven jungen Dame werde ich mir nicht hingehen lassen.
17:36Auch wenn sie ausgerechnet bei mir Doktor spielen wollte.
17:39Ja, das ist einer der Gründe, warum wir hier sind.
17:42Frau Klug würde sich gerne bei Ihnen entschuldigen.
17:45Das möchte sie doch, oder?
17:47Ich möchte mich für mein Verhalten entschuldigen.
17:50Und sie möchte sich bedanken.
17:52Ernsthaft bedanken.
17:53Und ich möchte mich dafür bedanken, dass Sie keine Anzeige erstattet haben.
17:58Und auch keine Dienstaufsichtsbeschwerde.
18:00Ja, jeder kann hier mal Fehler machen, oder?
18:03Wir nicht.
18:03Wenn wir Fehler machen, sterben Menschen.
18:05Also erlauben wir uns keine.
18:06Apropos Menschen retten.
18:07Ich muss mich auf meine OP vorbereiten.
18:09Sie haben doch sicher von der Anzeige Ihres Patienten gehört.
18:29Doktor Brenner.
18:30Ja, ja.
18:32So was passiert täglich.
18:34Enttäuschte Patienten reagieren oft ein wenig über.
18:36Ja, das haben wir uns auch gedacht.
18:41Deswegen haben wir den Fall auch nur routinemäßig vom Computer überprüfen lassen.
18:46Naja, und dann hat dieser Computer etwas Merkwürdiges ausgespuckt.
18:50Die Rückstufungsquote bei Transplantationen ist bei Ihrer Klinik um fast 40 Prozent höher als üblich.
18:57Wie gesagt, eine Routine-Sache.
19:11Haben Sie Medizin studiert?
19:15Ich?
19:15Nein.
19:17Haben Sie Medizin studiert?
19:20Darf ich antworten?
19:21Ja, bitte.
19:23Nein.
19:23Wissen Sie, was wir hier machen?
19:28Wir versuchen, den Tod zu betrügen.
19:31Und glauben Sie mir, der Tod ist ein gemeiner, gieriger Gegner.
19:35Aber wir überlisten ihn.
19:37Jeden Tag.
19:37Und da kommen Sie mir mit einem Stück Papier.
19:40Ja, aber die Statistik...
19:41Ich versuche hier täglich, Leben zu retten.
19:44Haben Sie schon einmal ein Leben gerettet?
19:49Nein.
19:49Tja, wenn es sonst nichts gibt.
19:54Meine Zeit ist kostbar.
19:56Ja, dann entschuldigen Sie bitte die Unannehmlichkeiten, Herr Professor.
19:59Hm, schon gut.
20:05Tja, so schnell kann es gehen mit dem Abstieg, Junges Fräulein, was?
20:09Wie bitte?
20:10Naja, gestern noch die angehende Ärztin gespielt und heute doch nur Polizistin.
20:16Was heißt denn hier nur Polizistin?
20:20Ah, ich bitte Sie.
20:22Eine Ärztin.
20:23Eine Ärztin, die wirklich studiert hat.
20:26Das ist doch wohl etwas anderes als nur Polizei.
20:31Bitte, jetzt seien Sie nicht gleich beleidigt.
20:33Jetzt hören Sie mir mal gut zu.
20:39Sie kleiner, arroganter, bornierter, dummer, aufgeblasener Medizinerarsch.
20:45Dumm habe ich nicht gesagt.
20:47Wissen Sie was?
20:49Dumm war, dass Sie überhaupt den Mund aufgemacht haben.
20:52Ich warte aber mal einen Punkt.
20:54Herr Sonntag hat nur das Dezernat verteidigt.
20:55Und zwar sehr tapfer und sehr heldenhaft.
20:57Schluss jetzt, verdammt!
20:59Was?
21:00Hören Sie gefälligst auf, mich zu verteidigen!
21:02Dann tun Sie es doch selber!
21:03Will ich ja, wenn Sie nur endlich einmal die Klappe halten würden!
21:07Ruhe!
21:08Alle, beide!
21:12Klug, Sie gehen raus.
21:13Und zwar sofort.
21:23Mann!
21:24Sie wollten, Frau Klug, doch loswerden, haben Sie gesagt.
21:34Ja, nicht direkt, aber...
21:38Kleiner Augenblick bei ihm.
21:39Ah, Frau Klug, Sie können jetzt gehen.
21:58Oder suchen Sie hier draußen irgendetwas?
22:00Ihr Rückgrat?
22:02Nein, das müssen Sie da dran verloren haben.
22:05Wiedersehen.
22:06So, meine Liebe.
22:12Jetzt isst du erst mal einen glücklichen Obstsalat.
22:15Danke.
22:17Dann komm, möchtest du noch einen orangenen Satz?
22:19Siehst so aus, als brüchst du heute doppelte Vitamine.
22:24Du bist die Beste.
22:25Hier stecken Sie, Frau Klug.
22:36Ich hab Pause.
22:38Sie dürfen mich erst in zehn Minuten wieder beschimpfen.
22:43Ich brauch alle Unterlagen zu dem Fall.
22:46Auch die Krankenakten, die Sie abgefilmt haben.
22:47Die, die man nie, nie, nie benutzen darf?
22:52Die, die man nie, nie, nie benutzen darf.
22:55Außer, wenn man sich vom Feinherrn-Professor nie wieder ans Bein pinkeln lassen will.
23:01Muss ich das verstehen?
23:02Müssen Sie nicht.
23:04Können Sie nicht.
23:05Gewöhnen Sie sich dran.
23:06So, die zweite Kiste.
23:18So, die zweite Kiste.
23:18So, die zweite Kiste.
23:48Ich hab mir mal die letzten 20 Transplantationspatienten vorgenommen
24:04und mit denen verglichen, die leer ausgegangen sind.
24:07Was denn verglichen?
24:08Na, ihr Einkommen.
24:09Anhand der Steuererklärung der letzten Jahre.
24:12Haben Sie mir nicht beigebracht, dass man dafür einen Gerichtsbeschluss braucht?
24:15Haben Sie mir nicht beigebracht, dass es auch anders geht?
24:18Stimmt.
24:19Man ruft beim Finanzamt an und dann kommen die vier wichtigen Begriffe.
24:22Internationaler Terrorismus, Anschlag, Ringfahndung, höchste Geheimhaltung.
24:26Denn kein Finanzbeamter will, dass wegen Ihnen das Kanzleramt in die Luft fliegt.
24:29Genau.
24:30Also, zum Punkt.
24:32Diejenigen, die viel Geld haben,
24:34haben auch ganz zufällig als erstes ein neues Herz bekommen.
24:38Klingt, als hätte da jemand Schicksal gespielt, was?
24:42Wir brauchen einen Köder.
24:45Danke, dass Sie noch mehr kommen konnten.
24:50Wir müssen aber gleich zurück in die Klinik.
24:51Die Oberschwester hat uns nur eine halbe Stunde geholfen.
24:52Ja, die Schlimme als des Teufels Großmutter.
24:55Ein echter Drache.
24:57Oh ja, das kann ich bestätigen.
25:00Bitte.
25:01Und dabei tun wir im Krankenhaus ja nichts anderes als warten.
25:04Und das ist eigentlich auch das Schlimmste.
25:09Jedes Telefonkingeln kann die Erlösung sein.
25:11Tja, man wartet.
25:12Stunden, Tage, Wochen, Monate.
25:14Man wartet.
25:16Man wartet.
25:16Man wartet.
25:19Und wenn dann endlich ein Herz kommt?
25:22Das ist eine Art Neugeburt.
25:27Sie waren also kurz vor der OP.
25:29Und weiter?
25:30Ich bin aus der Narkose erwacht und denke doch,
25:33Hallo, ich fühle mich ja prima.
25:36Aber es ist auch kein Wunder.
25:37Ich bin ja gar nicht operiert worden.
25:40Gab es eine Erklärung?
25:42Es hat eine Infektionskrankheit gehabt.
25:44Das ist mein Quatsch.
25:47Wir vermuten, dass Geld bei dieser Sache eine Rolle spielt.
25:52Aber wir können es nicht beweisen.
25:55Wir bräuchten jemanden.
25:56Einen Patienten, der sich an den möglichen Täter herammacht.
26:00Mach ich sofort.
26:01Geht nicht.
26:05Ihre Flucht kommt vor Gericht nicht gut.
26:08Man könnte argumentieren, dass sie...
26:11Wir haben da eigentlich an jemand anderen gedacht.
26:17Ich?
26:21Ja.
26:23Geld gegen Herz.
26:27Und dann?
26:27Dann könnten wir die bösen Jungs verhaften.
26:31Haben Sie schon einen Verdacht?
26:33Wir glauben, dass es Professor Reimann ist.
26:39Tja.
26:41Ich muss mir das überlegen.
26:42Ich muss das mit meiner Frau besprechen.
26:45Natürlich.
26:46Aber Sie wissen, dass...
26:47Wissen wir.
26:48Als Todeskandidaten wissen wir, dass jede Sekunde zählt.
26:51Ja.
26:51Wir haben doch heute in einer Stunde mehr geschafft, als gestern den ganzen Tag.
27:05Hä, Elli?
27:09Elli?
27:15Elli, die Süße.
27:17Was sollst du doch nicht in die Sonne krabbeln?
27:21Hä?
27:22Kleine.
27:23Du.
27:24Sag mal.
27:26Du bist ja ganz heiß.
27:28Hä?
27:30Hast du Fieber?
27:31Hm?
27:32Oder hast du einen Hitschlag?
27:34Oh, warte.
27:36Warte.
27:37Hat der Opa gemacht?
27:38Ja, der Opa macht, ja?
27:40Der Opa macht schon.
27:42Ganz ruhig, meine Sie.
27:44Ja, ganz.
27:45Hallo?
27:46Hier ist Jürgen.
27:50Das klären wir intern, ja, meine Kleine?
27:53Ja?
27:54Ganz ruhig, keine Angst.
28:03Ja?
28:05Ja, hallo, Patrick.
28:05Hier ist Papa.
28:06Wir haben einen Code 376.
28:10376?
28:13Freilaufende Tiere auf der Autobahn?
28:14Nein, verdammt.
28:15Freilaufende Tiere auf der Autobahn ist 375.
28:18376 ist ein notwendiges Kauter von hier zur Wache.
28:21Und sag dem Arzt, der soll sich bereithalten.
28:23Hörst du?
28:23Ich bin in fünf Minuten da.
28:24Ja.
28:25Ja.
28:25Ja.
28:25Ja.
28:36Frau Kluck?
28:51Ja?
28:52Wie können Sie es nur wagen?
28:54Was?
28:54Ich verbiete Ihnen, meinem Mann solche Flausen in den Kopf zu setzen.
28:59Frau Lohrbe.
29:00Ich will, dass mein Mann lebt.
29:02Und dafür braucht er ein neues Herz.
29:04Und dafür brauchen wir Professor Reimann.
29:06Sie müssen verstehen, dass...
29:07Lassen Sie meinen Mann in Ruhe.
29:09Ich verbiete es.
29:10Haben Sie mich verstanden?
29:12Lassen Sie ihn in Ruhe.
29:16Mist.
29:20Mist, Mist, Mist.
29:21Ich bin in Ruhe.
29:48Ich bin in Ruhe.
29:51Ist der Arzt da?
30:00Was ist denn passiert?
30:03Mäuschen.
30:05Komm mal zur Oma.
30:06Komm mal zur Oma.
30:08Ja.
30:11Fieber.
30:12Ist das alles?
30:1438,5.
30:16Das ist völlig normal bei kleinen Kindern.
30:19Wenn es normal ist, warum nennt man es dann Fieber?
30:21Wisst ihr was?
30:23Ich nehme jetzt Elli.
30:24Ihr beide lasst euch untersuchen.
30:26Das scheint mir nötiger zu sein.
30:27Dann bringt er sie wieder nach Hause.
30:29Eine Chance haben wir noch.
30:56Hoffen wir nur, dass Brenner mitspielt.
31:00Es muss einfach klappen mit ihm.
31:03Wissen Sie was?
31:04Sie sind einfach zu gefühlsbetont.
31:06Das ist ihr Problem.
31:09Am besten ist, ich spreche mit Brenner.
31:10In Ordnung?
31:11Kann ich Ihnen helfen?
31:23Ich warte schon.
31:25Äh, ja.
31:27Kriminalpolizei.
31:27Sonntag.
31:29Könnten Sie uns vielleicht sagen, wo Herr Dr. Brenner liegt?
31:32Tut mir leid.
31:35Die Ärzte kämpfen gerade um sein Leben.
31:37Er ist ins Koma gefallen.
31:39Sein schwaches Herz.
31:39Was?
31:42Sie schon wieder?
31:44Und diesmal mit Verstärkung?
31:47Wie ist der denn?
31:48Ich meine, was ist denn passiert?
31:53Vielleicht redet sie ja eher mit Ihnen.
31:55Mhm.
31:57Sagen Sie, könnten wir uns vielleicht irgendwo in Ruhe unterhalten?
32:02Ich weiß, dass es gegen die Regeln ist.
32:07Oh.
32:08Dankeschön.
32:10Aber wir von der Polizei versuchen auch täglich, hilflosen Menschen zu helfen.
32:14Genau wie Sie.
32:14Sie haben einen Knochenjob.
32:25Darum beneide ich Sie nicht.
32:27Ich bewundere Sie dafür.
32:30Wenn Sie uns nur ein oder zwei Informationen geben könnten.
32:34Das bleibt unter uns.
32:35Sozusagen zwischen unterbezahltem Bullen und unterbezahlter Oberschwester.
32:44Kennen Sie ihn denn?
32:46Den Herrn Dr. Brenner?
32:49Nicht wirklich.
32:51Ein richtiger Mann war das.
32:53Und höflich.
32:56Hoffentlich überlebt er das.
32:58Wenn er nur früher ein Spenderherz gefunden hätte.
33:01Hatte er nicht eine Infektion, die er eine OP verhindert hat?
33:04Und Infektion?
33:06Ja.
33:08Davon weiß ich nichts.
33:18Ja, stimmt es.
33:23Die haben mich eben angerufen.
33:26Hier aus der Klinik.
33:27Dem Doktor soll es schlecht gehen.
33:29Sehr schlecht sogar.
33:30Es tut mir wirklich leid.
33:31Ich weiß, das ist jetzt der falsche Zeitpunkt, aber...
33:37Sie sind jetzt der Einzige, den wir noch haben.
33:43Hier ist meine Nummer.
33:44Ich bin total geschafft.
34:10Krankenhäuser machen mich immer völlig fertig.
34:15Dann haben wir ja das erste Mal eine Gemeinsamkeit.
34:19Kommen Sie, ich fahre Sie nach Hause.
34:21Ich bin total nicht fertig.
34:22Ich bin total sicher.
34:22Nein.
34:22Musik
34:52Sie sind zu spät
35:13Ich habe eine Entschuldigung
35:15Dafür gibt es keine Entschuldigung
35:16Hätten Sie schon in der Schule lernen können
35:18Guten Morgen
35:23Guten Tag, Herr Lauer
35:25Ich habe mir das überlegt
35:28Laut OP-Plan ist Reimann in der Klinik
35:33Gibt es eigentlich irgendein Schriftstück, was Sie nicht fotografiert haben?
35:37Tatsächlich hat ein Anruf bei der Oberschwester gereicht
35:39Brenners Kummer hat sie wohl nachdenklich gemacht
35:43Immerhin lebt er noch
35:46Noch
35:48Ob er jemals wieder aufwachen wird?
35:51Verkneifen Sie sich den Gedanken, okay?
35:53Wir müssen uns voll konzentrieren, wenn wir Reimann überführen wollen
35:56Wir werden ihn überführen
35:57Diesen Arsch
35:59Ich habe doch gerade gesagt
36:01Ja, schon gut
36:01Können wir endlich anfangen?
36:04Und nicht vergessen
36:05Laubes Bedingung war, dass seine Frau von all dem nichts erfährt
36:09Oh, das wird kein Problem sein
36:10Sie sagen ja ohnehin nie jemandem, was Sie vorhaben
36:13Schön, dass wir endlich mal einer Meinung sind
36:16Und jetzt müssen wir nur noch ein bisschen Glück haben
36:19Und hoffen, dass Reimann tatsächlich ein Herz verkaufen will
36:22Letzte Chancen, Rückzieher zu machen
36:33Sind Sie sicher, dass Sie das tun wollen?
36:36Ja
36:36Wenn ich damit verhindern kann, dass es einem anderen genauso ergeht wie dem armen Dr. Brenner
36:42Das können Sie, Herr Laube
36:45Das verspreche ich Ihnen
36:46Sie können sich jetzt wieder anziehen
36:52Und wenn ich an die Scheibe klopfe, bitte kurz sprechen, ja?
36:56Zur Kontrolle
36:57Laube geht ein ganz schön großes Risiko ein
37:07Wir auch
37:08Na ja
37:10Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass Reimann den Braten riecht
37:12Und Sie mal wieder eine Standpauke von der Chefin bekommen
37:15Morituri de salutant
37:251A-Empfang
37:45Keine Angst, du schmeißt dir noch eine Bierkomme
37:47Auch mal beißen?
37:52Bitte nicht
37:53Sie sollten gesünder essen
37:58Dann werden Sie auch ausgeglichener
38:00Guten Tag, Herr Laube
38:04Kommen Sie, Herr Laube, kommen Sie
38:08Ich danke Ihnen sehr, Herr Professor, dass Sie sich die Zeit für mich nehmen
38:12Aber ich bitte Sie
38:13Ich wollte Sie ohnehin
38:15Um es mit einem Wort zu sagen
38:17Ich möchte mit Ihnen über meine Chance sprechen
38:20Da machen Sie sich mal keine Sorgen
38:23Oh doch, Herr Professor, die mache ich mir
38:26Und ich bitte Ihnen
38:28Ich bin zu allem bereit
38:30Mein ganzes Geld für ein neues Herz
38:33Alles, was ich habe
38:35Und ich besitze im Moment exakt
38:38Das ist alles nicht nötig, Herr Laube
38:40Wissen Sie, was das ist?
38:47Wir haben ein passendes Spenderorgan
38:50Für Sie
38:52Was?
38:54Was?
38:55Ich habe es gerade erst erfahren
38:57Wirklich?
39:01Ein Herz für mich?
39:05Und die Unverträglichkeiten?
39:07Das sieht alles sehr gut aus
39:10Ihr neues Leben beginnt, Herr Laube
39:12Noch heute
39:14Das ist ja nie
39:15Ich weiß, Herr Laube
39:19Ich weiß
39:21Tausend Dank
39:24Herr Professor
39:25Tausend, tausend Dank
39:27So ein Mist, verdammter
39:29Wieso?
39:32Laube kriegt ein Herz
39:33Ja, aber wir kriegen Reimann nicht
39:35Tja, dann müssen wir den Fall wohl abschließen
39:43Das wäre so ungefähr das Dümmste, was man tun könnte
39:45Aber ich dachte
39:47Hier geht es um illegal gehandelte Organe
39:49Schon vergessen?
39:50Naja, Herr Laube
39:51Herr und Frau Laube
39:53Haben ein gemeinsames Anlagekonto
39:56Jetzt habe ich mir mal ein bisschen genauer angeguckt
39:59Wie? Ohne Gerichtsbeschluss?
40:06Ich habe einfach die Zauberwörter benutzt
40:08Internationaler Terrorismus?
40:10Nein
40:10Bitte, bitte
40:12Hat auch geklappt
40:13Trotzdem illegal
40:14Ist aber höflicher
40:16Und jetzt passen Sie auf
40:18Die Laubes besaßen genau 78.432 Euro
40:23Bis gestern
40:26Da hat nämlich jemand 75.000 Euro abgehoben
40:30Nein
40:38Doch
40:40Offensichtlich hat Herr Laube doch noch etwas
40:43Ziemlich Wertvolles angeschafft
40:45Tja
40:47Wird schon schief gehen, was?
40:50Vielen Dank, Schwester
40:51Jetzt ist es aber
40:54Ich glaube, es ist besser, wenn ich das mache
40:59Okay
41:01Oh, hallo
41:03Tja, in einer Stunde geht es los
41:06Wünschen Sie mir Glück
41:08Da wäre nur noch eine Kleinigkeit
41:10Hat das nicht Zeit bis nachher?
41:16Bitte gehen Sie
41:16Komm schon, Herr Hübchen
41:18Sie will mir doch nur viel Glück wünschen
41:20Und davon kann ich im Moment nicht genug kriegen
41:23Vielleicht wäre es besser, wenn Ihre Frau draußen wartet
41:26Als immer
41:28Ich habe doch keine Geheimnisse von meiner Frau
41:30Also schön, Herr Laube
41:32Wir haben die Belege
41:3575.000 Euro von Ihrem Konto
41:39Sie haben sich ein Herz gekauft, oder?
41:45Was reden Sie denn da für einen Quatsch?
41:47Herr Laube
41:48Das wäre ja schon ein ziemlich großer Zufall
41:50Was geht hier vor?
41:57Ja, sind Sie denn wahnsinnig?
42:00Einen Herzpatienten, kurz für der OP, dermaßen aufzuregen?
42:03Was immer Sie da drinnen getrieben haben
42:05Sie werden sich dafür verantworten müssen
42:06Dafür sorge ich
42:07Über Verantwortung wollte ich gerade mit Ihnen sprechen
42:09Ich habe keine Zeit für solch einen Unsinn
42:11Sie werden in Zukunft noch sehr viel mehr Zeit haben, Herr Professor Dr. Weimann
42:14Das verspreche ich Ihnen
42:16Sie werden sich nämlich verantworten müssen
42:18Wegen illegalem Organhandel
42:20Was erlauben Sie sich?
42:23Bitte, sparen Sie sich die Nummer fürs Gericht, ja?
42:25Vielleicht können Sie ja dort jemanden damit beeindrucken
42:27Das sind 75.000
42:34Ja, wissen Sie, was das für ein Geld ist?
42:38Das ist die Altersvorsorge von meinem Ämmchen
42:40Ja, glauben Sie denn, ich wäre so ein Schweinehund
42:43Der hat die Zukunft seiner Frau aufs Spiel setzt
42:45Und das in meinem Zustand
42:48Ich
42:49Ich
42:49Ich
42:51Bitte
42:52Jetzt sag du auch was
42:53Ich
42:55Oh
42:55Ich
42:58Horst, ich
43:00Ich wollte doch nur das Beste für dich
43:04Und die haben mich doch erst auf die Idee gebracht
43:08Wollen Sie mich jetzt
43:13Festnehmen
43:15Mit dem allergrößten Vergnügen
43:18Dann haben Sie doch bitte die Größe und warten Sie die OP ab
43:22Dieser Patient hat ein Anrecht darauf, dass der beste Arzt des Hauses den Eingriff vornimmt
43:27Und der bin immer noch ich
43:29Bitte
43:30Er will nicht mehr operiert werden
43:35Was?
43:39Ich will das Herz nicht mehr
43:41Herr Laube
43:42Nein
43:42Ich
43:43Ich will nicht ein Herz
43:45Das eigentlich
43:47Irgendeinem anderen armen Teufel zusteht
43:50Und ich will auch nicht, dass jemand anderes
43:53Monatelang wartet und dann
43:56Aufwacht aus der Narkose
43:58Ohne neues Herz
44:00Bitte seien Sie doch vernünftig
44:02In einer Stunde müssen wir operieren
44:05Diese Organe sind nicht unbeschränkt haltbar
44:07Und in der kurzen Zeit finde ich keinen geeigneten Empfänger mehr
44:11Ich will es nicht mehr
44:13Ich will es nicht mehr
44:13Es würde mir aus nichts nützen
44:15Weil ich könnte gar nicht leben
44:17Mit so einem Unrecht
44:19Das ist doch Wahnsinn
44:21Das kostbarste Organ, das die Menschheit kennt
44:24Und wegen Ihnen landet es jetzt auf dem Müll
44:27Oh nein, Herr Professor
44:30Sie haben es auf den Müll geworfen
44:32In dem Augenblick, in dem Sie Geld dafür genommen haben
44:36Haben Sie das Herz auf die Müll geworfen
45:06Und Frau Laube?
45:12Folgeständig
45:13Ihr Anwalt versucht irgendwas mit
45:14Entschuldigen im Notstand
45:15Und es würde mich wundern, wenn sie mehr als verwahrt wird
45:18Und das Geld bekommt sie auch wieder
45:19Und Professor Reimann?
45:22Volles Programm
45:23Minimum Totschlag
45:25In was weiß ich wie für Fällen
45:26Vielleicht sogar Mord aus Hartgier
45:29Je nachdem, ob das Geld direkt in die Klinik
45:32Oder in seine eigene Tasche geflossen ist
45:33Zum Glück geht das Brenner besser
45:39Sonst hätte er den auch noch auf dem Gewissen
45:42Haben wir das Richtige getan?
45:47Voll und ganz
45:48Hundertprozentig
45:50Wir haben da draußen schon zu viele, die sich für Götter halten
45:54Und im Grunde genommen nichts weiter als Verbrecher sind
45:57Ehrlich
46:01Es war das Richtige
46:04So, da hält dich erstmal wach
46:23Bis du endlich ins Bett fallen kannst
46:25Wenn Elli mich dann schlafen lässt
46:27Glaubst du, sie wird auch mal Polizistin?
46:37Nicht, wenn ich es verhindern kann
46:38Sonnen?
46:42Sonnen, Strand
46:43Die kleine Pension
46:45Pass auf, Britta
46:48Kein Kind der Welt sollte weiter als fünf Minuten entfernt vom Meer leben, oder?
46:56Und ihre Mütter auch nicht
46:58Und ihre Mütter auch nicht
47:01Und ihre Mütter auch nicht
47:04Als sie in Ordnung
47:05sitting
47:26Bis zum nächsten Mal.
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