- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:00Musik
00:51Hi.
00:52Hallo.
00:54Ist er schon da?
00:55Nein.
00:57Ich glaube, er kommt bald.
00:58Egal, ich komme jetzt zu dir.
01:00Nein.
01:01Arthur.
01:02Nein, bitte komm nicht.
01:04Doch.
01:04Doch.
01:05Arthur.
01:06Ich lege jetzt auf.
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01:28Fahr du mal lieber.
01:30Wieso?
01:32Wegen einem Feuerabendbierchen?
01:33Es waren zwei.
01:37Tschüss, Harry.
01:39Tschüss.
02:03Da sitzt ein Kind im Auto.
02:04Und?
02:06Am Steuer.
02:08Hey.
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02:33Der sieht Ihnen aus wie ein Kind, der fährt auch wie ein Kind.
02:55Hey! Bist du verlässt? Wir sind von der Polizei. Kannst du aussteigen?
03:05Komm, ich helfe dir. Nein. Du brauchst keine Angst haben.
03:12Hier, du solltest ihn sichern. Quatsch, das ist doch noch ein Kind.
03:18Hast du was getrunken oder irgendwas eingenommen? Nein.
03:22Du hast doch bestimmt keinen Führerschein. Wie, wie heißt du?
03:25Jetzt lass doch mal, der muss zum Arzt. Wir bringen dich jetzt erstmal ins Krankenhaus.
03:29Kommen Sie mir nicht zu nah.
03:34Hey, ganz ruhig. Nimm die Waffe runter, Junge.
03:39Steig doch nicht zu irgendwelchen Bohlen ins Auto. Lassen Sie mich gehen oder ich drück ab.
03:42Du nimmst sofort die Kleider. Nein, runter damit!
03:47Finn?
04:10Ich könnte ja operieren denn jetzt schon zwei Stunden. Wie lange dauert das noch?
04:13Jetzt beruhig dich doch mal. Die Ärzte wissen schon, was sie tun.
04:17Was ist, wenn er stirbt?
04:18Es ist nicht deine Schuld, dass die Waffe losgegangen ist. Ich war doch dabei.
04:21Ja, wenn ich nicht eingegriffen hätte.
04:23Dann hätte er vielleicht dich oder mich oder uns beide erschossen.
04:29Er wird überleben. Wir konnten die Blutung stoppen und die Kugel entfernen.
04:33Gott sei Dank.
04:35Allerdings könnte das Rückenmark verletzt worden sein und wir können auch nicht absehen, welche Folgen das hat.
04:41Was heißt das?
04:42Im schlimmsten Fall Querschnittlähmung.
04:44Morgen wissen die mehr.
05:00Sie hätten den Jungen wie jeden anderen Verdächtigen als erstes durchsuchen müssen.
05:05Der wirkte auf uns wie ein Kind.
05:07Der subjektive Eindruck kann doch keine Rolle bei der üblichen Standardsicherung spielen.
05:13Sie hätten ihm Handschellen anlegen müssen.
05:16Herr England hat mich auch darauf hingewiesen, es war mein Fehler.
05:19Wir haben das auch kurz überlegt und uns dann wegen der scheinbaren Harmlosigkeit des Jungen anders entschieden.
05:26Ich konnte doch nicht wissen, dass der Junge eine Waffe zieht.
05:30Sie haben sich höchst unprofessionell verhalten, Herr Giesewetter.
05:35Wenn Sie ihn nach Vorschrift gesichert hätten, wäre von alledem nichts passiert.
05:39Es ist aber nicht allein die Schuld von Herrn Giesewetter.
05:42Sie waren aber nicht betrunken.
05:44Ich bitte Sie, Frau Dr. Zobel, ich hatte nach Dienstschluss zwei kleine Biere.
05:48Ich war absolut Herr meiner Sinne.
05:52Herr England, klären Sie bitte, was der Junge mit der Pistole wollte und wie er an Sie herangekommen ist.
05:56Klar, selbstverständlich.
05:59Und wie er an die 8.000 Euro gekommen ist, die wir in seinem Rucksack gefunden haben, sobald wir die
06:03Identität...
06:04Wir hat sich erstmal erledigt, Herr Giesewetter.
06:07Ich muss Sie bis auf Weiteres freistellen.
06:10Ihre Dienstmarke und Ihre Waffe händigen Sie direkt mir aus und danach gehen Sie umgehend nach Hause.
06:17Herr Giesewetter, Sie scheinen sich nicht über den Ernst Ihrer Lage im Klaren zu sein.
06:21Wenn das hier schief läuft, kann Ihr gestriges Verhalten den Job kosten.
06:38Wir wissen, wer der Junge ist.
06:40Sein Name ist Arthur Grün und er ist gerade mal 15 Jahre alt.
06:43Der Wagen ist auf grünen Unterhaltungsstätten LTD zugelassen.
06:47Geschäftsführer ist ein Hocke Grün.
06:48Das ist sein Vater und wir haben ihn auch informiert, dass er in so einem Krankenhaus liegt.
06:52Grün.
06:54Warum kommt mir der Name so bekannt vor?
06:55Weil er mehrere Nachtclubs im Landkreis besitzt. Erinnerst du dich, da gab's letztes Jahr diese Riesen-Razzia von der Sitte.
07:00Ja, richtiger Mafiosi. Hat überall seine Finger drin.
07:04In der Einzahl heißt das Mafioso.
07:06Ja, also, Grün ist schwer reich, schwer kriminell. Bisher konnte man ihm nichts nachweisen.
07:13Gibt's nichts Neues aus dem Krankenhaus?
07:16Nein, leider nicht.
07:20Finn, ich glaube, es ist langsam an der Zeit zu gehen, oder?
07:24Ja, verdammt.
07:26Wieso gehen? Wir fangen doch gerade erst an.
07:28Ich wurde von Frau Dr. Zobel freigestellt.
07:32Ja, aber sie hat noch keine andere Wahl als zu mir, um die Waffe wegzunehmen.
07:35Das ist doch totaler Mist.
07:37Ihr haltet mich trotzdem auf dem Laufenden, ja.
07:39Ja, klar.
07:40Du gehst jetzt erstmal nach Hause und hältst die Füße still.
07:49Guten Tag, ich würde gerne wissen, wie es Arthur Grün geht. Er müsste hier liegen.
07:52Sind Sie ein Familienangehöriger?
07:54Nein, mein Name ist Finn Kiesewetter, Kripo Lübeck.
07:58Bist du das Schwein, das mein Sohn angeschossen hat?
08:00Hey, nicht auf meiner Station.
08:01Los, raus hier. Sonst rufe ich den Sicherheitsdienst.
08:05Tag, Kripo Lübeck, England mein Name.
08:09Herr Grün nehme ich an.
08:11Okay, wir beruhigen uns jetzt erst alle mal, ja?
08:16Herr Grün, ich würde gerne mit Ihnen reden.
08:18Und zwar allein. Draußen, wenn's geht.
08:28Du solltest nicht hier sein, verdammt nochmal.
08:30Ich muss einfach wissen, wie es dem Jungen geht.
08:32Du musst gar nichts wissen.
08:39Der Kollege da hat die längste Zeit als Polizist gearbeitet. Dafür sorge ich.
08:43Fernseher, es tut uns wirklich leid, was geschehen ist.
08:46Aber Ihr Sohn hatte eine Schusswaffe dabei. Wir hatten gar keine andere Wahl.
08:49Keine andere Wahl. Das einzige, was meinem Sohn vorzuwerfen ist, ist Fahren ohne Führerschein.
08:53Wird man dafür jetzt erschossen?
08:54Ach, hat der nicht auch 8000 Euro geklaut?
08:588000 Euro, ja. Na und?
09:00Peanuts.
09:01Mein Sohn wollte mal eine Spritze unternehmen. Wollte mal richtig einen drauf machen.
09:05Das soll vorkommen bei Jungs in dem Alter.
09:08Nochmal. Arthur hatte eine Schusswaffe dabei. Und er hat gedroht, damit zwei Polizisten zu erschießen.
09:13Das behaupten Sie. Woher soll mein Sohn eine Schusswaffe haben?
09:16Hat er ihm die untergeschoben?
09:18Das ist eine miese Unterstellung.
09:22Ihr Sohn hat sich diese Schussverletzung selber beigebracht. Und jetzt geht es darum, herauszufinden, wie das passieren konnte.
09:28Ja, ganz einfach. Zwei Beamte hetzen ein Kind durch Heilblübeck, bis es einen Unfall baut und bringen es fast herum.
09:33Okay. Das macht ja so keinen Sinn. Wissen Sie was? Sie begleiten mich jetzt aufs Kommissariat. Und zwar allein. Ohne
09:39Ihre Gorillas.
09:41Ich werde jetzt meinen Anwalt anrufen. Der wird bei unserem Gespräch dabei sein.
09:44Kein Problem.
09:48Ja.
09:50Und du, du gehst jetzt einfach nach Hause, ja? Bitte.
09:58Okay.
10:14Hallo Jan.
10:17Finn, hast du dich im Stockwerk gehört?
10:19Nee, nee. Hast du einen Moment? Ich wollte dich nur kurz was fragen.
10:23Klar.
10:24Du hast doch letztes Jahr eine ganze Weile gegen Hauke Grün ermittelt.
10:28Hör mir auf. Das war die frustrierendste Aktion ever.
10:31Ja, ich weiß. Ihr konntet ihn nicht wegen Zwangsprostitution dran kriegen.
10:35Fünf Monate habe ich den observiert. Und als ich zum entscheidenden Schlag ausholen wollte, nichts. Kein einziges Mädchen ohne Gewerbeanmeldung.
10:41Ist im Zuge dessen auch Grüns Sohn beschattet worden?
10:46Der ist doch noch ein Kind.
10:47Naja, mittlerweile 15, also alt genug, um kriminell zu sein.
10:50Das ist ein kleiner Nerd, der auf dem Computer oder auf dem Klavier rumspielt, wenn er seine Nase nicht gerade
10:54in irgendwelche schlauen Bücher steckt.
10:56Das klingt ja eher nach einem intelligenten, sensiblen Jungen. Okay.
11:02Dank dir.
11:03Wenn ich darf.
11:10Wir haben die Pistole identifiziert.
11:13Ja. Die Sportwaffe, die Arthur mit sich führte, wurde vor sieben Jahren bei einem Raubüberfall in Lübeck-Schlutub erbeutet.
11:19Da war der Junge acht Jahre alt.
11:20Und seitdem ist diese Waffe nicht wieder in Erscheinung getreten. Nehme ich an.
11:24Ja, ne, das scheint erstmal eine Sackgasse zu sein.
11:29Was ist mit dem Geld, das er seinem Vater geklaut hat?
11:31Die Scheine sind sauber, Herrgott nun mal.
11:33Es liegt doch nahe, dass dem Vater die Waffe gehört. Egal woher er die hat.
11:37Grün hat seine Anschuldigung wiederholt, dass wir ihm die Waffe untergeschoben hätten.
11:41Völlig absurd.
11:42Haben Sie denn sonst was aus dem Typen rausgekriegt?
11:45Ja.
11:46Er kriegt doch Pflasterstein zu gereden.
11:49Ja.
11:50Gut, danke, ich geb's weiter.
11:53Krankenhaus. Arthur ist endlich wach.
12:01Ich darf nicht hier sein.
12:03Wenn Sie merken, dass ich weg...
12:06Ich kann nicht nur kurz sehen.
12:10Als ich...
12:11Als ich hörte, dass du...
12:18So dumm.
12:20So dumm.
12:22So dumm.
12:23Du konntest tot sein.
12:27Was hast du dir gedacht?
12:29Dass du kommst zu mir?
12:31Ich wollte...
12:32Ich wollte dich von da wegbringen.
12:35Als du vor ein paar Tagen plötzlich verschwunden warst, ich...
12:38Ich ertrag das nicht, dass...
12:40Dass er...
12:41Dass du...
12:45Ist jetzt so.
12:59Sag mal, hat man den Zieren gegriffen?
13:01Was zum Teufel machst du schon wieder hier?
13:03Darauf warten, dass mir mal irgendjemand sagt, wie es dem Jungen geht.
13:07Der Junge ist aufgeworfen ansprechbar.
13:09Wir dürfen kurz mit dem reden.
13:10Na gut.
13:10Hey.
13:11Wir dürfen kurz mit dem reden.
13:13Komm.
13:15Okay.
13:21Ich komm schon klar.
13:23Nein.
13:24Nein, du...
13:25Du musst nach Hause.
13:27Wir hätten jetzt schon fast zu Hause sein können.
13:32Ich muss jetzt zurück, okay?
13:35Ich komm morgen wieder.
13:38Ich hab Fahrrad jetzt.
13:41Woher?
13:43Psst.
13:44Geklaut.
13:47Damit ich dich kann besuchen.
13:52Hauptsache ist, dass du gesund.
13:54Okay?
13:56Alles ist gut, wenn du gesund.
14:15Kommen Sie bitte erst in sein nächstes Mal.
14:17Er ist aber immer noch sehr schwach und ich muss Sie daher bitten, Sie dürfen Arthur auf keinen Fall aufreden.
14:22Das wäre ausgesprochen kontraproduktiv in seinem jetzigen Zustand.
14:36Hey!
14:37Warten Sie!
14:39Hey!
14:42Musik
15:09Hey!
15:37Hör mal, du brauchst wirklich keine Angst vor uns haben.
15:40Von dir kann nichts passieren.
15:43Sag uns bitte einfach nur, wo du mit dem Wagen hin wolltest, ja?
15:53Dein Vater hat gemeint, du wolltest nur eine Spritztour machen.
15:57Das ist ja durchaus möglich, aber warum mit einer Waffe?
16:09Arthur, woher hattest du die Pistole?
16:13Befand sich die Pistole bei dir zu Hause?
16:17Hattest du die seinem Vater weggenommen?
16:19Nein, der hatte nichts damit zu tun.
16:22Woher dann?
16:24Ich hab die am Bahnhof gekauft, von so einem Penner.
16:31Gut.
16:34Lassen wir das einfach mal so stehen.
16:37Was hattest du damit vor?
16:39Nichts.
16:41Ich kann nicht mehr.
16:42Ich hab Schmerzen.
16:43Wir sind gleich fertig, Herr Doktor.
16:45Warum hast du uns mit der Waffe bedroht?
16:48Der Aufprall.
16:49Ich war durcheinander.
16:52Ich hatte Angst.
16:54Vor wem?
16:55Vor deinem Vater?
16:56Wolltest du von zu Hause weglaufen?
16:59Hattest du Angst vor uns?
17:00Wir haben dir gesagt, dass wir Polizisten sind.
17:03Ich wusste doch nicht, ob das stimmt.
17:05Es reicht jetzt.
17:07Bitte gehen Sie.
17:13Gute Besserung.
17:23Was für eine Tasche haben Sie die?
17:26Von einer Frau, die auf Arthur Station war und wegrannte, als ich sie ansprach.
17:30Hier, checken Sie mal die Nummer.
17:32Sie meinen, sie trifft sich heimlich mit ihm?
17:34Das ist vielleicht seine Freunde.
17:36Wohl kaum.
17:37Die ist um einiges älter als er.
17:39Ja, also ich war mit 14 unsterblich in meine Biologielehrerin verknallt.
17:44Erzählen Sie mir die Geschichte bitte irgendwann anders, Schröter.
17:48Die Nummer ist von Arthur Grün.
17:50Hattest du recht, danke.
17:52Was soll ich in England sagen?
17:54Ich rede mit ihm.
17:55Hauptsache, er kriegt nicht mit, dass ich hier war.
18:00Wieso muss ich eigentlich ständig an dieses eine Märchen denken?
18:02Wie heißt das noch?
18:04Hase und Igel.
18:09Arthur.
18:10Ich bin's.
18:14Ich weiß, dass du wach bist.
18:19Ich hab mit Dr. Heidkamp gesprochen.
18:22Die Befunde lassen hoffen.
18:25Offenbar hast du es wieder geschafft, dich umzubringen.
18:28Noch als Rollifahrer zu enden.
18:32So.
18:34Und jetzt will ich wissen, was der Scheiß sollte, Arthur.
18:41Heulen hilft nicht.
18:47Wie konntest du sie einfach so wegschicken?
18:54Mein Sohn weint nicht wegen irgendeiner Nutte, bloß weil sie einen geilen Arsch hat und auf einem Klavier rumklimpern kann.
19:01Ist das klar?
19:05Ich hab dich was gefragt, Arthur.
19:08Ist das klar?
19:11Ja.
19:21Ab sofort wird sich einiges ändern.
19:23Ich hab dein Flügel abholen lassen und sämtliche Noten.
19:29Was?
19:30Dieses ständige Geschwätz, von dem ich will Pianist werden, hab ich mir viel zu lange angehört.
19:35Für wen hab ich dieses Geschäft aufgebaut?
19:38Hm?
19:40Glaubst du ernsthaft, ich lass dich einfach machen, was du willst.
19:50Na also, hast du mit der Polizei geredet?
19:56Ich hab ihnen nichts gesagt.
19:58Ehrlich, Vater.
20:03Der Grün bleibt dabei?
20:04Der unterstellt mir immer noch, dass ich Arthur die Waffe untergeschoben habe.
20:08Wenn der das öffentlich macht.
20:09Arthur hat doch zugegeben, dass er die Waffe mit sich geführt hat.
20:12Unter Medikamenteneinfluss.
20:13Das kann er jederzeit wieder leugnen.
20:15Also ich vermute, er hat die Waffe von einem dieser Hongs, mit denen er sich umgibt.
20:19Ja gut, aber wenn die regulär bei Grün angestellt sind, dann krieg ich deren Namen raus?
20:22Und wenn dann einer von denen in den Akten vom Raubüberfall 2012 auftaucht?
20:27Das ist eine gute Idee.
20:28Machen Sie das.
20:30Jetzt zu der jungen Frau, die vor dir weggelaufen ist.
20:32Ich würde gerne eine Phantomzeichnung von ihr anfertigen lassen.
20:34Tsch!
20:35Um sie wem zu zeigen? Arthur?
20:37Der wird sowieso nichts sagen.
20:38Ich dachte, der Herr an Jan Weber.
20:41Der Weber oben von der Sitte?
20:44Ja, er und sein Team haben doch Grün monatelang observiert.
20:47Du meinst, der könnte sie wiedererkennen?
20:49Ja.
20:49Und vielleicht weiß sie ja, was Arthur vorhatte.
20:52Ohne eine Antwort auf diese Frage kommen wir doch kein Stück weiter.
20:56Und was ist mit dem Schlüssel?
20:57Ein ganz normaler Schlüssel, davon gibt's Millionen.
20:59Und wenn der zu Grüns Haus passt?
21:01Und wie willst du das rausfinden?
21:02Indem wir es ausprobieren.
21:03Auf gar keinen Fall.
21:04Viel zu riskant.
21:05Und zwar jetzt.
21:06Grün wird noch im Krankenhaus sein.
21:08Lars, das geht hier um meine berufliche Existenz.
21:10Das hat mir die Zobel deutlich klar gemacht.
21:12Wenn wir nicht rausbekommen, was Arthur und sein Vater verbergen, dann kann ich einpacken.
21:17Aber du bleibst hier.
21:18Ich geh mit Nina.
21:21Gib mir einen Schlüssel.
21:23Wir machen es so oder gar nicht.
21:43Pass nicht.
21:45Vielleicht gibt's einen Nebeneingang.
21:47Ich seh keinen.
21:49Die bleibt bestimmt ne Garage.
21:59Erste Stunde Polizeischule, Frau Weiß. Haus Friedensbruch.
22:03Ja und zweite Stunde Polizeischule, wo kein Kläger, kein Richter.
22:23Ich ruf dich zurück.
22:27Ist denn hier das?
22:30Ach, Herr Grün.
22:33Hier sind Sie.
22:35Guten Tag.
22:37Was machen Sie hier?
22:38Sie haben auf unser Klopfen nicht reagiert.
22:41Und dann haben wir gesehen, dass Ihre Garagentür halb offen stand.
22:45Haben wir gedacht, Sie wären vielleicht hier.
22:50Das kann nicht sein.
22:52Das Tor schließt vollautomatisch.
22:55Keine Ahnung.
22:56Ich bin kein Elektriker.
22:59Was wollen Sie von mir?
23:00Ich brauche noch den Kfz-Schein von Ihrem verunfallten Wagen.
23:03Warum das denn?
23:05Die KTU braucht den für den abschließenden Untersuchungsbericht.
23:16So, und jetzt verlassen Sie mein Grundstück.
23:19Sofort.
23:20Natürlich.
23:21Schönen Tag.
23:22Kommen Sie, kommen Sie.
23:35Das ist doch verdammt knapp.
23:38Hat nicht viel gefehlt und Grün hätte uns in seinem Haus erwischt.
23:40Also passt der Schlüssel?
23:41Zur Garage, ja.
23:43Das ist die Frau aus dem Krankenhaus.
23:45Kommst du mit zu Weber?
23:46Na klar.
23:47Sie können mir auch eins geben, Schritte und ich können uns in Grüns Nachbarschaft anhören.
23:50Sie müssen dringend rausbekommen, in welcher Beziehung sie zu Grün steht.
23:55Sagt mir nichts.
23:57Jetzt guck doch bitte mal genauer hin.
23:59Ey Finn, bitte.
24:00Diese jungen Bulgarinnen sehen alle gleich aus.
24:04Woher wissen Sie denn, dass sie eine Bulgarin ist?
24:07Oder Ungarin, Ukrainerin, was weiß ich.
24:09Aber ihr müsst doch eine Menge Fotomaterial haben von der Observierung.
24:14Finn, ganz ehrlich, ich möchte da nicht mit reingezogen werden.
24:18Hä?
24:19Wo rein?
24:20Ich weiß inzwischen Bescheid.
24:21Du hättest mir sagen müssen, dass du freigestellt bist.
24:24Hey, hey, hey, ganz ruhig.
24:26Giesewetter ist überhaupt nicht hier.
24:28Sie reden offiziell nur mit mir.
24:32Das tut mir leid, Herr Englin.
24:33Ich kann und will das nicht riskieren.
24:35Vielen Dank, Jan.
24:37Komm Lars, wir verschwenden hier offenbar unsere Zeit.
24:40Darf ich?
24:46Ja, Bulgarin.
24:47Wie kommt er denn darauf, dass sie Bulgarin ist, wenn er sie angeblich noch nie gesehen hat?
24:51Ich bin mir sicher, der weiß genau, wer sie ist.
24:53Aber aus welchem Grund sollte Weber haben, uns zu belügen?
24:55Keine Ahnung.
24:57Wir müssen irgendeinen anderen Weg finden, um an die Fotos und das Material von der Observierung ranzukommen.
25:03Das könnte höchstens die Zobel für uns hinkriegen.
25:07Hey, habt ihr was rausgefunden?
25:09Ja, der Gemüsehändler eine Straße weiter hat sie erkannt.
25:12Der Laden heißt Burad Market.
25:13Allerdings wusste er nur ihren Vornamen und der ist Luba.
25:16Sie hat ein paar Monate bei den Grüns gewohnt,
25:19hat die Einkäufe erledigt, hat sauber gemacht und so.
25:21Und hat mit Arthur Klavier geübt, hat sie Burad erzählt.
25:25Er hat sie allerdings seit ein paar Tagen nicht mehr in der Gegend gesehen.
25:28Moin.
25:31Störe ich etwa?
25:35Sollten Sie nicht bis fünf bei Gericht sein?
25:40Grün hat sich beschwert.
25:42Sie hat einen Hausfriedensbruch begangen.
25:44Und gerade hat mich H.P.K. Weber um einen dringenden Rückruf gebeten.
25:48War ja klar.
25:49Wieso ist Herr Giesewetter eigentlich immer noch hier?
25:52Habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt?
25:54Ich gehe ja schon.
25:55Nein, Sie bleiben.
25:57Und erklär mir auf der Stelle, was Sie hier machen.
26:07Und jetzt wollen Sie, dass ich Ihnen die Observierungsakten von der Sitte besorge.
26:11Wäre das möglich?
26:14Werner war damals ermittelnder Staatsanwalt.
26:17Und die geplatzte Razzio war für ihn ein echtes Schlag ins Gesicht.
26:20Glauben Sie, er würde uns die Unterlagen trotzdem zur Verfügung stellen?
26:24Ich kann ihn fragen.
26:26Es wird uns wirklich weiterhelfen.
26:28Respekt, vielen Dank.
26:29Ich hoffe, ich werde es nicht bereuen.
26:30Aber wenn es der Sache dient...
26:32Entschuldigung.
26:33Wann könnten wir denn ungefähr damit rechnen, dass...
26:36In einer Stunde in meinem Büro.
26:38Hoffentlich mit dem Material.
26:40Von Dr. Zobel könnte ich vielleicht dabei sein.
26:45Immerhin ist er der einzige, der Sie gesehen hat.
27:00Hier, ich habe sie.
27:03Das ist sie doch auch.
27:05Sieht nicht sehr nach Hausmädchen aus.
27:07Allerdings nicht.
27:08Luba Petko war aus Dorbritsch.
27:1021 Jahre alt.
27:12Das heißt, die haben damals sogar die Personalien festgestellt.
27:15Wieso hat uns Weber davon nichts gesagt?
27:17Werner glaubte bis heute, dass irgendjemand Grün vor der Razzio gewarnt hat.
27:21Jemand, der genau Bescheid wusste.
27:23Einer aus unseren Reihen.
27:25Wäre eine naheliegende Erklärung.
27:27Weber, sage ich doch.
27:29Weber kann es eigentlich nicht gewesen sein.
27:31Wieso nicht?
27:32Weil es damals eine interne Untersuchung gab.
27:34Und sämtliche Ermittler, natürlich auch Weber, wurden ohne ihr Wissen gründlich überprüft.
27:38Und da war nichts.
27:39Vielleicht hat Grün den ja in der Hand.
27:41Dafür gab es keinerlei Indizien.
27:43Aber was ist jetzt mit Grüns Sohn?
27:44Wie passt der in die ganze Sache rein?
27:47Finden Sie das junge Mädchen und fragen Sie sie.
27:49Also wenn Weber sie kennt, dann kennt er sicher auch ihren Aufenthaltsort.
27:54Das könnte natürlich auch der Grund sein, warum Weber jetzt gerade sie anruft.
27:59Er will, dass Sie Finn und mich ruhig stellen.
28:02Deswegen spitzt er sie an.
28:05Dann geben wir dem Kollegen eine Chance.
28:10Verbinden Sie mich bitte mit dem Büro von Habegger Weber.
28:13Danke.
28:16Herr Zubelchen, Sie wollten mich sprechen.
28:20Ja, Herr Gieserwetter wurde freigestellt.
28:24Er wollte Einsicht in die geschlossenen Akten?
28:27Nein, das geht natürlich nicht.
28:33Ich werde mit dem Sprechenden, er wird Sie nicht mehr belästigen.
28:36Sagen Sie, ging es dabei um eine Ljuba oder Luba Petkova?
28:41Hallo, sind Sie noch dran?
28:45Nein, Herr Englern hat den Namen erwähnt.
28:48Das denke ich auch.
28:50Wiederher.
28:53Er war total geschockt, dass er den Namen gehört hat.
28:57Er hat absolut nicht damit gerechnet, dass Sie schon Ihre Identität herausgefunden haben.
29:00So viel zu seiner Chance.
29:03Und wenn er den Aufenthaltsort von ihr kennt, dann wird er so schnell wie möglich mit ihr reden wollen.
29:08Er hat bald Feierabend.
29:11Ich nehme an, das ist keine offizielle Beweisung.
29:14Sie bringen mir Beweise und ich werde handeln, Herr Englern.
29:20Was ist mit mir?
29:21Was Sie privat machen.
29:23Geht mich nichts an.
29:42Du sollst mich nicht anrufen.
29:45Was läuft denn für eine Scheiße mit Arthur? Das ist gefährlich. Ich kann mir nicht leisten, dass dein Sohn das
29:48alles gefährdet.
29:49Reg dich ab. Ich habe mit Arthur gesprochen, das ist alles geklärt.
29:53Toll, super. Kannst du mir das garantieren? Bring deinen kleinen Hosenscheißer unter Kontrolle.
29:57Arthur ist mein Sohn. Er weiß genau, was passiert, wenn er mich spurt. Punkt.
30:03Nur deine kleine Nutte, um die kümmere ich mich.
30:06Ich weiß nicht.
30:08Ich weiß nicht.
30:20Aber unterstütze mich auf die Reibe dann auf die Seite zu ruhigen.
30:28Dann wird deine Scheiße unter needing Leger auf die Weise.
30:36Z statewide um so weit zu
30:46Das war's.
31:36Was ist das?
31:37Ein ziemlich gutes Versteck, würde ich sagen.
31:40Wollen wir rein?
31:41Selbst wenn wir Weber jetzt mit Luberta erwischen, kann er sich immer noch rausholen.
31:57Ich habe es verstanden.
32:03Ich habe es verstanden.
32:05Schöne!
32:41Fuck.
33:03Vor Luba Petkova?
33:06Können Sie sich ausweisen?
33:19Wir sind uns heute Morgen schon mal begegnet.
33:22Erinnern Sie sich?
33:25Was wollten Sie bei Arthur Grün?
33:29Hab nur besucht.
33:31Sie haben bei seinem Vater als Haushältin gearbeitet, stimmt's?
33:36Als was arbeiten Sie jetzt?
33:39Gar nix. Ich wohne hier, seit ich bin nicht mehr bei Grün.
33:45Warum hat Herr Grün Sie nicht weiterhin in seinem Haushalt beschäftigt?
33:49Weiß nicht.
33:52Arthur hat vielleicht verliebt in mich und sein Vater das nicht wollte.
34:00Und dieses verliebt sein, beruht das auf Gegenseitigkeit?
34:04Er ist wie ein kleiner Bruder.
34:07Aber ich mag ihn sehr.
34:10Und deswegen hat Grün Sie weggeschickt.
34:14In welchem Verhältnis steht Sie zu Herrn Weber?
34:18Weber?
34:20Kenne ich nicht.
34:21Ach komm, Sie aber doch gerade noch hier.
34:26War er das?
34:29Ich nicht verstehen.
34:31Warum hat er Sie geschlagen?
34:35Ich nicht verstehen.
34:38Frau Pitkova, wir müssen Sie bitten, mit uns zu kommen, ja?
34:42Bitte.
35:00Wer kommt ihr denn her?
35:02Das würde ich jetzt aber auch gerne mal von dir wissen, Jan.
35:04Ich hab nach eurem letzten Besuch nochmal nachgedacht.
35:06Und da fiel mir ein, dass Grün noch diese gottverlassene Hütte hier besitzt.
35:09Was du nicht sagst.
35:10Ich bin privat hergekommen, aus reiner Neugier, um euch zu helfen.
35:14Aber da ich persönlich mich lieber an die Vorschriften halte...
35:17Sie wollen uns doch jetzt nicht erzählen, dass...
35:19Als ich sah, dass die junge Dame tatsächlich hier ist,
35:21habe ich entschieden, zuerst die Streife zu informieren
35:23und dann ganz offiziell mit Verstärkung zurückzukommen.
35:28Kennen Sie diesen Mann?
35:34Nein.
35:36Sie sehen das erste Mal gerade.
35:54Ja?
35:56Moin.
35:57Morgen.
35:59Also, wir haben Frau Pitkova die ganze Nacht befragt.
36:02Sie bleibt bei Ihrer Aussage.
36:05Sie weiß angeblich nichts über Arthurs Amok-Fahrt,
36:07geschweige denn über die Geschäfte seines Vaters.
36:09Sie hat Todesangst.
36:12Vor Weber genauso wie vor Grün.
36:15Außerdem ist oder war sie heroinabhängig.
36:19Sie behauptet zwar, clean zu sein
36:20und die Einstiche in ihrem Arm sind doch etwas älter,
36:22aber sicher bin ich mir nicht.
36:24Ach ja, sie behauptet niemals, als Prostituierte gearbeitet zu haben.
36:28Trotz der eindeutigen Fotos.
36:29Laut Ihrer Aussage hat sie drei Jahre für Grün als Aushilfskennerin gearbeitet,
36:33die letzten Monate als Haushaltshilfe.
36:36Ansonsten bestätigt sie Webers Version.
36:38Sie kennt ihn nicht und hat ihn nie zuvor gesehen.
36:41Im Gegensatz zu mir.
36:44Weber hat mich gerade aufgesucht.
36:46Ach.
36:47Weshalb?
36:49Er beteuert, dass er Ihnen nur helfen wollte,
36:51um wie leid es ihm tut, dass er zunächst unkooperativ war.
36:54Oh, das ist ja richtig rührend.
36:55Ich glaube ihm auch kein Wort, aber mir sind die Hände gebunden.
36:58Also, lassen Sie sich was einfallen und zwar schnell.
37:01Ach, das heißt, Fynn, ich meine,
37:03Herr Kiesewetter ist offiziell wieder dabei.
37:09Noch ist nicht durchgesickert,
37:10dass Sie bei dem Einsatz alkoholisiert waren.
37:12Wenn das publik wird, dann...
37:16Gut, was machen wir mit Frau Petkova?
37:19Wir müssen sie gehen lassen.
37:22Wenn sie weglaufen wollte, hätte sie das schon längst getan.
37:24und wo sollte sie auch hin?
37:25Ja, aber wir können Sie doch nicht zu diesem Arschloch zurückgehen lassen.
37:29Meinen Sie Weber oder Grün?
37:35Ja, natürlich.
37:38Das ist es.
37:43Grün hat Weber bestochen.
37:45Ach.
37:46Und womit, wenn ich fragen darf?
37:47Wenn wir eins wissen, dann, dass Grün mit Sex handelt.
37:50Warum nicht gegen Insiderinformationen?
37:53Sie meinen, Weber kriegt Freikarten fürs Bordell
37:55und er zählt dafür Grün, wenn es brenzlig führen werden könnte?
37:58Das wäre, weiß Gott, nicht der erste Deal dieser Art.
38:01Gott, das ist widerlich.
38:03Okay.
38:04Und Arthur wusste davon?
38:05Ja, irgendwann ist er dahinter gekommen.
38:07Oder Luba hat es ihm erzählt.
38:10Und als Grün merkt, dass Arthur sich ebenfalls in Luba verliebt hat,
38:13schickt er sie in diese gottverlassene Hütte?
38:15Ja, weil Luba Weber gehört und nicht seinem Sohn.
38:17Das macht doch jetzt alles Sinn.
38:18Arthur war auf dem Weg zu Luba, als wir ihn geschnappt haben.
38:20Er nimmt die Waffe mit und...
38:22Um sie notfalls aus seiner Gewalt zu befreien.
38:26Arthur muss Weber doch abgrundtief hassen,
38:27weil er das Mädchen, das er liebt, wie eine Leibeigene hält.
38:31Was, wenn Arthur doch redet?
38:33Dann ist Weber sowas von geliefert.
38:35Naja, schon, aber...
38:36Weber würde sich niemals an Grüns Sohn vergreifen.
38:39Das käme einem Todesurteil gleich.
38:41Ja, aber nur, wenn es Grün rausbekommt.
38:43Und wir wissen inzwischen, wie unberechenbar und gerissen Weber agiert.
38:46Naja, aber er ist ja nicht irgendwo allein da draußen.
38:48Arthur liegt im Krankenhaus.
38:49Ja, wie auf dem Präsentierteller.
38:52Naja, ich könnte einen Beamten vor seiner Tür postieren.
38:55Nee, das reicht nicht.
38:57Ich kann nicht nochmal riskieren, dass dem Jungen irgendwas zustößt.
38:59Finn, jetzt warte doch mal!
39:17Arthur, wach auf! Wir müssen weg!
39:21Ich fahre bis in den Rollstuhl.
39:24Was?
39:25Was?
39:26Luf mal, was machst du?
39:28Das ist zu früh.
39:29Wir müssen verstecken.
39:32Komm!
39:33Warum?
39:34Was?
39:37Warum?
39:41Die Polizei hat mich verhört.
39:44Weber war auch da.
39:46Ich habe nichts gesagt, aber er war so böse.
39:48Du weißt, wie er ist und was er macht.
40:03Weber!
40:07Fragen Sie es nicht, hier was zu tun.
40:10Mein Vater, der...
40:11Dein Vater?
40:13Mein Vater ist, Weber, scheißegal.
40:17Die Visite kommt jede Minute.
40:21Die war vor einer Viertelstunde hier.
40:23Und die Klingel ist ein bisschen zu weit weg für dich.
40:35Dummer Junge.
40:40Luba!
40:41Wenn ihr schon Romy und Julia spielen wollt.
40:48Dann macht's bitte richtig.
40:50Nein!
41:01Und das?
41:05Das bedeutet Doppelsebstenort.
41:08Dann kommen Sie nicht durch!
41:10Luba ist seit Monaten klingelt.
41:12Und ich...
41:14Schau mal, was von Rückfall du hast?
41:16Lubas Leben ist sowieso komplett verfuscht.
41:19Hast Sie besorgt also Hero?
41:21Und setzt euch beiden den goldenen Schuss.
41:24Warum sollte sie das tun?
41:26Vielleicht um sich an deinen Vater zu rechnen?
41:30Wusstest du, dass er sie höchstpersönlich zugeritten hat?
41:33Oder du hast sie gebeten, dich mit in den Tod zu nehmen, weil sie so ein Weicher wie dich niemals
41:38reinlassen hat?
41:38Luba!
41:39Weg von dem jungen Weber!
41:40Hinn hoch!
41:41Lassen Sie die Spritze fallen sofort!
41:43Schau mal an die Wand!
41:44Das ist alles ein Missverständnis!
41:45Hände auf den Rücken!
41:46Der macht einen Riesenfehler, Jungs!
41:48Halten Sie den Mund!
41:49Sie bekommen noch früh genug die Gelegenheit zu reden!
41:52Bring sie auf die Intensiv!
41:54Er hat dir was gespritzt.
41:56Ich glaube Heroin.
41:58Dir auch?
41:59Nein, ich bin nur gefallen.
42:02Hey!
42:03Ich gehe aufs Kommissarillat!
42:04Ja, ich komme noch.
42:06Ja, ist okay.
42:08Ich kümmere mich jetzt um deine Freundin.
42:10Wir tun unser Möglichstes, versprochen, ja?
42:17Luba ist ein Junkie.
42:19Sie hat mich angefleert, ihr den Stoff zu besorgen und dem Jungen habe ich doch nichts getan.
42:22Weil wir noch rechtzeitig angekommen sind.
42:25Sie waren gerade dabei, dem Jungen eine tödliche Dosis Heroin zu spritzen.
42:29Verdammt nochmal!
42:30Können Sie das beweisen?
42:31Warum sollte ich das überhaupt tun?
42:33Ganz einfach.
42:35Weil außer Luba nur Arthur wusste, dass Sie von Grün bestochen worden sind.
42:39Sie konnten es sich gar nicht leisten, dass er nochmal mit uns redet.
42:43Das stimmt nicht.
42:44Sie leugnen, Grün Insider-Informationen gegeben zu haben?
42:50Nein.
42:52Aber ich sah keine andere Möglichkeit.
42:54Aha.
42:55Grün hat von meiner geplanten Razzia Wind bekommen.
42:57Von wem weiß ich nicht.
42:59Er hat mir drei Totschläge auf den Hals gehetzt, die mich gefoltert und mir mit dem Tod gedroht haben,
43:02wenn ich in Zukunft nicht für Grün arbeite.
43:05Ich verstehe, jetzt sind Sie das Opfer.
43:09Es war ein Fehler.
43:11Ich hätte nicht nachgeben sollen.
43:13Aber ich hatte Angst um mein Leben.
43:15Habe ich immer noch.
43:16Wissen Sie was?
43:17Wenn es Menschen gibt, die ich noch mehr verachte als Grün,
43:21dann sind das Typen wie Sie.
43:23Sie verlogen es, korruptes Stück Scheiß.
43:25Herr Engel.
43:26Herr Engel.
43:33Wird sie sterben?
43:36Sie ist ein taffes Mädchen.
43:38Sie wird überleben.
43:44Ich habe versucht, sie vor ihm zu retten, aber ich habe versagt.
43:49Hey, es ist nicht deine Schuld.
43:52Er wird dafür bestraft werden, was Herr Luban dir angetan hat.
43:56Soll ich deinen Vater anrufen?
43:57Nein, nein.
43:59Der ist mindestens so ein Schwein wie Weber.
44:02Ich kann nicht mehr zu ihm.
44:05Ich bitte, ich will ihn nie wieder sehen.
44:06Das musst du nicht, wenn du nicht willst.
44:09Danke.
44:12Möchtest du jetzt vielleicht mit mir reden?
44:20Ich bin ja bereit, als Kronzeuge gegen Grün auszusagen.
44:22Aber Sie müssen mir auch ein bisschen entgegenkommen, Frau Dr. Zobel.
44:25Ich will einen fairen Prozess.
44:30Kommt ihr bitte mal.
44:39Also, was gibt's?
44:41Ich habe gute Nachrichten.
44:43Erstens, die Dosis, die Weber-Luba initiiert hat, war nicht letal.
44:47Gott sei Dank.
44:48Zweitens, Arthur ist bereit, vollumfänglich auszusagen.
44:52Auch vor Gericht.
44:54Und wenn er eine Drückziehe macht?
44:57Es geht ja nicht nur um Weber, es geht ja auch um seinen Vater.
45:00Arthur hat von Weber erfahren, dass Luba auch von seinem Vater vergewaltigt wurde.
45:04Bevor er sie an ihn weitergab.
45:06Was?
45:07Ach du Scheiße.
45:10Und als er dann noch erfahren hat, dass Grün Luba an Weber verkauft hat,
45:14da hat er angefangen, belastendes Material gegen ihn zu sammeln.
45:17Heißt was?
45:18Er hat unter anderem den Rechner von seinem Vater gehackt
45:21und sämtliche Daten auf einen USB-Stick kopiert.
45:25Tja, und wo ist dieser Stick jetzt?
45:26Er hat ihn clevererweise im Heizungskeller seiner Schule versteckt,
45:30wo ich ihn gerade geholt habe.
45:33Arthur meint, da sind genug Informationen drauf,
45:35um ihm den Anblick seines Vaters für viele, viele Jahre zu ersparen.
45:40Damit hat Weber keine Möglichkeit mehr,
45:42die Staatsanwaltschaft zu einem Deal zu zwingen.
45:45Richtig.
45:47Der paule Zahn ist endgültig gezogen.
45:55Wo sind Sie denn gewesen?
45:58Haben Sie nicht gesagt, dass es Sie nichts angeht,
46:00was ich privat mache?
46:02Auch wieder wahr.
46:05Was ist der Flughafen?
46:07Ja, Arthur und ich haben Luba verabschiedet.
46:08Sie ist jetzt im Flieger nach Warner.
46:12Und die Familie?
46:13Ja, die sind überglücklich,
46:14dass die verlorene Tochter wieder nach Hause kommt.
46:19Jedenfalls hat sie eine Chance auf ein neues Leben.
46:21Jetzt, wo sie Grün und Weber
46:22hoffentlich für lange Zeit wegsperren.
46:25Ich tue immer mein Bestes.
46:27Wer weiß, vielleicht kommt ja Luba
46:29eines Tages nach Deutschland zurück.
46:30Das ist natürlich Arthus größte Hoffnung.
46:33Ich meine, wenn der Erwachsene so groß ist,
46:34ist ja der Altersunterschied zwischen den beiden nun doch nicht.
46:37Natürlich nicht, du alter Romantiker.
46:41Ja, die erste große Liebe, die vergisst man nie.
46:43Man kann auch vor allem Kollege Schröter ein Lied von singen.
46:46Ich sage nur Biolehrerin, ha?
46:48Frau Dr. Meier.
46:51Ich frage mich, was die heute machen.
47:08Ich frage mich, was die erste große Herausforderung.
47:22Ich frage mich, was sie verbunden haben.
47:31Vielen Dank.
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