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  • vor 1 Tag

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:00Musik
00:42Musik
01:00Verehrte Trauergäste, liebe Familie Harmsen,
01:04niemand kann es Ihrem geliebten Mann und Vater zum Vorwurf machen,
01:10dass er Gott ein Leben zurückgab,
01:13das er in den letzten Jahren als unerträglich empfunden hatte.
01:17Musik
01:24Was war die denn hier?
01:26Ich mach das.
01:27Dieser einst so starke und bewunderte Mann,
01:30dieser geniale Erfinder und erfolgreiche Unternehmer,
01:34sah keinen anderen Weg mehr aus seinem Leiden.
01:38Es tut mir leid, aber Sie wissen, dass meine Familie Sie nicht hier haben will.
01:41Also bitte gehen Sie.
01:42So nahm er sich das Leben.
01:43Das ist eine Lüge.
01:45Was soll das? Hauen Sie ab!
01:47Ulrich Harmsen wurde ermordet und sein Mörder sitzt hier.
01:52Jetzt schmeiß diese Irre raus.
01:54Raus hier!
01:56Er darf nicht eingeäschert werden!
01:58Jemand muss diesen Wahnsinn stoppen!
02:01Ich frage Sie aber, was ist das?
02:07Es tut mir leid, es tut mir leid.
02:10Entschuldigung.
02:12Es tut mir leid.
02:22Entschuldigung.
02:23Ich muss einen Mord melden.
02:26Sie müssen sich beeilen.
02:27Der Leichnam soll gleich verbrannt werden.
02:30Okay.
02:32Okay.
02:33Okay.
02:35Okay.
02:36Okay.
02:47Hier!
02:48Hier!
02:49Hier!
02:53Die Trauerfeuer ist schon vorbei.
02:55Ulrich Harmsen soll jetzt eingeäschert werden.
02:57Frau Sanftrieder, Sie haben uns angerufen.
02:59Ja.
02:59Kommen Sie.
03:00Sie müssen sich beeilen.
03:01Frau Sanftrieder, Sie warten hier.
03:04Wir sprechen später.
03:06Okay.
03:07Wir haben nur die Anschuldigung dieser Frau.
03:09Wenn wir jetzt die Beerdigung eines der wichtigsten Industriellen von Lübeck sprengen, dann...
03:12Wenn wir nichts tun, lösen sich alle eventuellen Beweise den Rauch auf.
03:26Kripo Lübeck, stoppen Sie die Verbrennung.
03:28Was ist denn hier los, wenn ich fragen darf?
03:29Wir haben den dringenden Verdacht, dass es um ein Gewaltverbrechen geht.
03:32Guten Tag.
03:33Es tut mir sehr leid.
03:34Kripo Lübeck, wir werden das hier jetzt abbrechen.
03:36Uns liegen Hinweise auf ein Gewaltverbrechen vor.
03:38Was erlauben Sie sich?
03:40Sie glauben doch nicht, dieser Irre...
03:41Mein Mann war sterbenskrank.
03:43Er wollte sterben.
03:43Verstehen Sie?
03:44Mein Mann hat Suizid begangen.
03:47Frau Hansen, es tut mir sehr leid, aber ich bin sicher, der Vorgang wird sich aufklären.
03:59So, Frau Sanftrieder, wir haben das jetzt abgebrochen.
04:06Das war in letzter Sekunde.
04:08Danke, dass Sie so schnell gehandelt haben.
04:10Aber Sie wissen schon, was Sie da ins Rollen bringen, nicht wahr?
04:13Wie können Sie sich so sicher sein, dass Herr Hansen ermordet worden ist?
04:17Also, weil nach Angaben seiner Familie wollte er nach einer schweren Krankheit...
04:20Suizidbeginn, ich weiß.
04:21Ich arbeite für die Sterbehilfeorganisation Ausweg.
04:25Herr Hansen hat schon vor Monaten Kontakt zu uns aufgenommen.
04:28Er hatte ALS im Endstadium.
04:31Sie sind seine Sterbehelferin?
04:34Das heißt, er wollte tatsächlich sterben?
04:36Nein.
04:37Wenn er wirklich hätte sterben wollen, wäre ich bei ihm gewesen.
04:41Jemand hat seine Suizidpläne lediglich ausgenutzt.
04:45Aha.
04:46Und wer außer Ihnen wusste noch von seinen Plänen?
04:50Seine Frau, seine Kinder.
04:52Aber Suizid war für ihn kein Thema mehr.
04:54Er wollte nicht mehr sterben.
04:56Und wie können Sie sich da so sicher sein?
05:02Das hier ist das Medikament, das ich für seinen Suizid besorgt habe.
05:10Ja, fehlt keine einzige Tablette.
05:12Heben.
05:14Wo haben Sie die hier?
05:15Die hat er in seinem Zimmer versteckt.
05:17Ich habe sie geholt, als die Familie schon bei der Trauerfeier war.
05:22Und was ist das für ein Mittel?
05:24Ein Narkotikum.
05:25Was ermöglicht einen sanften
05:28Übergang?
05:31Wenn er wirklich hätte sterben wollen,
05:34warum dann nicht damit?
05:38Ulrich Harmsen,
05:40berühmter Erfinder von Schiffsnavigationssystemen,
05:43ein echter Selfmade-Unternehmer,
05:45hat aus dem Nichts
05:46ein Imperium aufgebaut.
05:48Und jetzt ist er tot.
05:49Und uns interessiert, warum?
05:51Er wurde ermordet.
05:53Klarer Fall von Fremdeinwirkung.
05:56Ach.
05:58So, und wieso konnte der Arzt, der diesen Totenschein ausgestellt hat,
06:01das nicht erkennen?
06:03Ich will dem Kollegen ja nichts vorwerfen.
06:05Man findet meistens nur das, wonach man sucht.
06:07Und hier deutete ja alles auf einen Suizid hin.
06:10Das hat sich der Täter zunutze gemacht.
06:12Okay.
06:13Wie ist der Täter vorgegangen?
06:14Das Opfer starb definitiv nicht
06:17durch das Narkotikum der Sterbehilferin.
06:20Der Herzstillstand wurde stattdessen
06:22durch eine extreme Überdosierung von Beta-Blockern ausgelöst.
06:25Beta-Blocker sind ganz normale Blutdruckämmer.
06:28Und die wurden ihm verschrieben?
06:30Laut Krankenakte nein.
06:31Außerdem, es gibt Hinweise auf eine nicht freiwillige Einnahme.
06:35Ich habe eine massive Quetschung des Kehlkopfdeckels gefunden.
06:40Du meinst, die tödliche Dosis wurde ihm gewaltsam verabreicht?
06:44Ja, das Medikament wurde vorher in Wasser aufgelöst
06:46und ihm dann vermutlich durch einen Trichter zugeführt.
06:52Er wurde also zum Schlucken gezwungen.
06:54Ganz schön brutal.
06:56Womit er sich nicht gewährt?
06:58Harmsen litt an ALS,
06:59sammeltrufe Literalsklerose,
07:01einer tödlich verlaufenden Krankheit.
07:03Dabei kommt es zu einer kontinuierlich aufsteigenden Lähmung.
07:06Er war im Endstadium, aber er konnte noch die Arme bewegen.
07:09Ich habe an beiden Oberarmen auf der Höhe des Bizeps Hämatome gefunden.
07:15Das heißt, er wurde fixiert.
07:17Ja, könnte ein Riemen, aber auch ein Gürtel gewesen sein.
07:20Du hast Endstadium gesagt.
07:22Wie lange hätte Harmsen normalerweise noch zu leben gehabt?
07:24Höchstens sechs Monate.
07:25Ich vermute aber drei bis vier.
07:29Also, wieso gibt sich immer die Mühe, jemanden umzubringen,
07:32der sowieso schon so gut wie tot ist?
07:35Das solltet ihr die Leute fragen,
07:36die sich vorher um ihn gekümmert haben.
07:57Eva, Eva, Eva!
08:01Muss ich dir wieder sagen, was du zu tun hast?
08:15Alexander!
08:17Isabel!
08:18Hallo!
08:22Was ist denn los, Mama?
08:23Was los ist?
08:25Diese unverschämte Frau erdreistet sich zu behaupten,
08:27dass euer Vater ermordet wurde.
08:29Aber Mutter, das ist doch Blödsinn.
08:30Ja, natürlich ist das Blödsinn.
08:32Aber ich lasse nicht zu,
08:33dass wir länger von ihr in den Schmutz gezogen werden.
08:35Ich rede mit unseren Anwälten.
08:37Die sollen eine Unterlassungsklage gegen diese Frau erwirken.
08:39Ja, und ich werde mit Hartmann sprechen.
08:41Mit dem Innenminister?
08:43Ja.
08:43Gute Idee.
08:44Der hat sicher genug Einfluss,
08:45um diesem Spuk ein Ende zu setzen.
08:47Genau.
08:48Gut, also, wenn ihr meint.
08:50Ich muss zurück nach Berlin.
08:51Die Situation dort ist extrem angespannt.
08:54Ach, und hier etwa nicht?
08:58Mutter, du hast doch Alexander.
08:59Ich kann hier doch eh nichts ausrichten.
09:02Isabel!
09:03Wir müssen zusammenhalten.
09:06Früher oder später wird die Polizei jemanden von uns verdächtigen.
09:09Ja.
09:11Es tut mir leid.
09:20Ich habe hier die halbe Landesregierung am Telefon.
09:23Die Harmsons machen ja einen Riesenwirbel.
09:25Ja, wir könnten auch einen Riesenwirbel veranstalten.
09:27Harmson wurde nachweislich ermordet.
09:29Zweifelsfrei.
09:30Ja.
09:32Okay, dann kümmere ich mich um die Politik
09:34und halte Ihnen den Rücken frei.
09:36Wie ist denn der Stand der Ermittlungen?
09:38Fakt ist, hier wurde ein Mord als Selbstmord getarnt.
09:41Das heißt, wir suchen jemanden,
09:42der von den Selbstmordplänen Harmsons wusste.
09:44Genau.
09:45In der Regel geht man mit sowas ja sehr diskret um.
09:48Von Frau Sandstrier wissen wir,
09:49dass nur die Familie darüber informiert war.
09:51Ja, und Samtrieder selbst natürlich.
09:53Ja, aber die Sterbehelferin können wir doch als Verdächtige ausschließen.
09:56Sie hat uns doch überhaupt erst auf den Mord gebracht.
09:58Aber sie ist für uns eine wichtige Zeugin.
10:00Schließlich war sie oft Gast im Haus der Harmsons.
10:02Und ich denke,
10:03sie könnte uns einen tieferen Einblick in die Familie verschaffen.
10:07Frau Sandstrier,
10:08wie oft haben Sie Ulrich Harmson in den letzten Monaten besucht?
10:11Oft.
10:12Sehr oft.
10:13Manchmal sogar jeden Tag.
10:15Wir müssen herausfinden,
10:16ob der Hilfesuchende im Vorbesitz seiner geistigen Kräfte ist.
10:19Dazu führen wir lange und ausführliche Gespräche.
10:22Also, wenn jemand Sterbehilfe wünscht,
10:24was gibt es da zum Besprechen?
10:27Glauben Sie,
10:27ich bin ein Pizzalieferant,
10:28der das Gift vorbeibringt?
10:30Nein, nein, natürlich nicht.
10:32Ich glaube,
10:32was mein Kollege meinte,
10:33ist,
10:35welche Gespräche Sie geführt haben.
10:38Darf ich Sie fragen,
10:39wie Sie sterben wollen?
10:40Selbstbestimmt und sanft?
10:42Oder
10:43unnötig leidend?
10:44Ausgeliefert an die Gerätemedizin
10:46mit schleichendem ganzen Körper?
10:47Sie haben doch in diesen Gesprächen
10:49sicherlich die Familie besser kennengelernt
10:51und ihr Verhältnis zueinander.
10:52Nicht wirklich.
10:54Seine Tochter lebt in Berlin,
10:55sein Sohn arbeitet in der Firma
10:57und seine Frau kam mich nicht ausstehen
10:59und ging mir aus dem Weg.
11:00Ja.
11:01Und warum?
11:02Sie ist eine wie jemand der Gegnerin
11:04der Sterbehilfe.
11:05Dann haben Sie die beiden
11:06sicher darüber gestritten.
11:08Sicher?
11:09Aber Ulrich ließ sich da nicht reinreden.
11:12Gab es irgendwelche anderen Konflikte?
11:15Innerhalb der Familie?
11:18Ja.
11:19Und ich bin sicher,
11:19dass ich der Auslöser dafür war.
11:21Das müssen Sie uns genau erklären.
11:24Ulrich hat mich frühmorgens
11:25zu sich bestellt.
11:27Ich bin über die Terrasse gegangen,
11:29um seiner Frau aus dem Weg zu gehen.
11:33Alles in Ordnung?
11:35Mhm.
11:36Was gibt's denn so Dringendes?
11:40Ich muss dir etwas sagen.
11:45Du bist die schlechteste Sterbehelferin,
11:48die es gibt.
11:51Wie meinst du das?
11:55Ich will nicht mehr frühzeitig sterben.
12:00Und daran bist du schuld.
12:05Es klingt nicht so erschrocken.
12:11In unseren Gesprächen
12:12ist mir klar geworden,
12:14dass ich mich nicht so einfach
12:16davonstehlen kann.
12:19Ich wollte dich auf keinen Fall
12:20in eine Richtung drängen.
12:23Dafür bin ich auch dankbar.
12:27Komm mal her.
12:36Du hast mir die Angst genommen
12:38vor dem Tod,
12:41aber genauso auch
12:42vor dem Leben.
12:44In meiner undürdigen Situation.
12:49Und du hast mir gesagt,
12:54dass man jetzt seine Ruhe finden kann,
12:56wenn man alles geregelt hat.
12:59Die wenige Zeit,
13:00die mir jetzt noch verbleibt,
13:03werde ich nutzen,
13:04um genau das zu tun.
13:06Wie meinst du das?
13:13Es geht um meine
13:14Familie.
13:18Mit meiner Tochter
13:19werde ich
13:19beginnen.
13:23Ich werde sie
13:24von ihrer Lebenshypothek
13:26befreien.
13:30Was heißt das?
13:31Er wollte seine Tochter
13:32von einer schweren Hypothek befreien?
13:34Er war sich sicher,
13:35dass sein Reichtum
13:36für Isabel
13:36eine große Belastung war.
13:39Reichtum als Belastung?
13:41Für Ulrich war klar,
13:42dass Geld
13:42bequem macht
13:43und unselbstständig.
13:45Er ist zu der Einsicht gekommen,
13:46dass Isabel
13:47mit all ihrer
13:47finanziellen Sicherheit
13:48nie dazu gezwungen war,
13:50ihr Potenzial zu entfalten
13:51und ihren Weg zu gehen.
13:52Das wollte er jetzt ändern.
13:54Also er wollte sie praktisch
13:55aus dem berühmten
13:56goldenen Käfig werfen?
13:57Das wird sie wohl
13:58nicht begeistert haben.
14:00Ich bin letzte Woche
14:01zufällig dazugestoßen,
14:02als sie ihn in ihrer Wut
14:03fast aus dem Rollstuhl geworfen hat.
14:06Ulrich wollte nicht
14:07darüber reden,
14:07aber es war sehr heftig.
14:11Ich weiß nicht,
14:12was passiert wäre,
14:12wenn ich nicht
14:13dazugekommen wäre.
14:18Wir haben Isabel Harmsen
14:19gecheckt.
14:20Aber ich glaube,
14:20um die Frau
14:21wirklich zu verstehen,
14:22müssen wir beim Vater anfangen.
14:23Ulrich Harmsen,
14:25Chef und Gründer
14:26der Nautical Tech Lübeck.
14:27Die bauen Navigationssysteme
14:29für die Großschifffahrt.
14:30Weltweit anerkannt.
14:31Harmsen war Multimillionär,
14:33kommt aus einfachsten Verhältnissen
14:35und hat als Elektroingenieur angefangen.
14:38Also so eine richtige
14:39Selfmade-Karriere.
14:40Ja.
14:40Unsere Frau Eva hat
14:41ja im Studium kennengelernt.
14:42Sie war eine sehr talentierte
14:43Ingenieurin,
14:44hat dann aber nur die Kinder
14:45großgezogen und
14:46naja,
14:47bis zuletzt den Mann gepflegt.
14:48Wie sagt man so schön,
14:49hinter jedem starken Mann
14:50steht eine starke Frau?
14:52Ja.
14:53Ihr Sohn Alexander
14:54war jedenfalls keine große Stütze.
14:56Er wohnt in Lübeck
14:58und hat vor einem Jahr
14:58die kommissarische Leitung
15:00der Firma übernommen
15:01und versucht,
15:02in die großen Fußstapfen
15:03seines Vaters zu treten.
15:04Die Entscheidung
15:05hat aber auf jeden Fall
15:06der Alter getroffen.
15:08Isabel spielt
15:08in dem Unternehmen
15:09überhaupt keine Rolle.
15:10Sie hat nach dem Vater
15:11die bunteste Biografie,
15:12ist nach dem Abi
15:13direkt nach Berlin
15:13und führt da so eine
15:14Art internationales Künstlerhaus,
15:16ein Sozialprojekt.
15:17Das ist ein ganz interessantes
15:19Flüchtlingsprojekt.
15:20Sie unterstützt Künstler,
15:21die ihre Heimat verlassen mussten,
15:23mit Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten.
15:25Genau.
15:26Und sie hat dafür extra
15:27ein riesengroßes Haus
15:28mit Atelier angemietet.
15:29Also von wegen
15:30goldener Käfig.
15:31Dafür gibt sie das Geld
15:32ihres Vaters aus.
15:33Ich glaube aber auch,
15:34ohne diese Unterstützung
15:35wäre es nicht gegangen,
15:36das Projekt mit 15.000 Euro
15:38im Monat subventioniert.
15:3915.000?
15:40Ja.
15:41Die wurden vor drei Wochen
15:42eingestellt
15:42und seitdem steht sie
15:44kurz vor der Pleite.
15:45Ach nee.
15:47Also wenn das kein Motiv ist.
15:49Also du meinst,
15:50ihr Vater zerstört ihr
15:51das Herzensprojekt
15:52und sie tötet ihn im Affekt?
15:54Natürlich.
15:54Stell dir vor,
15:55du bräuchtest Geld
15:56für dein Lebenswerk.
15:58Dann wäre ein stelles Erbe
15:59doch die perfekte Rettung gewesen.
16:02Ja gut,
16:02das wäre zumindest
16:03eine Antwort auf die Frage,
16:04warum man ein Sterbenskranken umbringt.
16:08Ich rufe mir jetzt ein Taxi.
16:10Wie kannst du Mama
16:11jetzt allein lassen?
16:12Ist dir dein
16:12Scheiß-Künstler-Projekt
16:13wirklich wichtiger?
16:14Weißt du.
16:20Ja?
16:21Wir haben Sinn.
16:21Dürfen wir kurz reinkommen?
16:24Bitte.
16:31Wollen Sie verreisen?
16:32Ja.
16:33Ich muss zurück nach Berlin.
16:34Ich habe dringende Verpflichtungen.
16:36Oh, das tut mir leid,
16:37aber wir müssen Sie bitten,
16:38hier bei uns in Lübeck zu bleiben.
16:39Wieso?
16:40Die Obduktion hat eindeutig ergeben,
16:42dass Ihr Vater ermordet wurde.
16:44Nein.
16:46Nein, das kann nicht sein.
16:47Das ist doch völlig absurd.
16:48Mein Vater war todkrank.
16:50Und wie überhaupt?
16:52Der Arzt hat eindeutig festgestellt,
16:54dass es keine Fremdeinwirkungen gab.
16:57Verdächtigen Sie uns?
16:59Sie als Angehörige
17:00sind natürlich wichtige Zeugen für uns.
17:03Richtig.
17:03Und um den Tathergang
17:05rekonstruieren zu können,
17:07müssen wir Ihnen allen
17:08ein paar Fragen stellen.
17:09Reine Routine.
17:10Ihr Mann ist um 21 Uhr verstorben,
17:12Frau Harmsen.
17:13Wo sind Sie denn
17:14zum Tatzeitpunkt gewesen?
17:16Im Theater.
17:17Bei der Premiere von Wolzeck.
17:20Wir haben,
17:20also ich habe ein Abo.
17:22Eigentlich war es kein Problem,
17:24Ulrich für ein paar Stunden
17:25allein zu lassen.
17:26Oh Gott.
17:27Wenn ich gewusst hätte...
17:28Das ist schon gut, Mama.
17:30Das konnte doch kein Mensch ahnen.
17:31Herr Harmsen,
17:32wo waren Sie denn
17:33zum Tatzeitpunkt?
17:35Es war viel los.
17:36Ich war noch in der Firma.
17:38Bis Isabel mich angerufen hat.
17:40Irgendwann nach 23 Uhr.
17:43Ich habe ihn gefunden,
17:44als ich aus der Kneipe kam.
17:45Aus welcher?
17:47Aus der Ums Eck.
17:49Die...
17:50Ich weiß jetzt nicht,
17:51wie die heißt.
17:51Es wäre schon wichtig,
17:52sich genau zu erinnern,
17:53Frau Harmsen.
17:54Ja, die heißt,
17:55wie eben alle Kneipen hier heißen.
17:58Ankerklause.
18:01Gut.
18:02Dann zeigen Sie uns doch mal,
18:03wie Sie Ihren Vater
18:03vorgefunden haben.
18:05Natürlich.
18:08Die Tür stand wie immer offen.
18:09Er saß in seinem Stuhl,
18:11den Kopf gesenkt.
18:12Ich dachte fast,
18:13er schläft.
18:16Ist Ihnen sonst noch etwas
18:17aufgefallen?
18:18Ja.
18:19Da stand ein Glas,
18:20aus dem er das Zeug getrunken hat.
18:22Er hat es nicht getrunken.
18:24Das tödliche Mittel
18:25wurde ihm mit einem Trichter
18:26eingeflößt.
18:30Das ist schrecklich.
18:36Glauben Sie,
18:37ich hätte das getan?
18:38Wie würden Sie das Verhältnis
18:40zu Ihrem Vater beschreiben?
18:42Ich habe ihn zweimal im Jahr gesehen
18:43und wir haben uns
18:44nicht besonders gemocht.
18:45Aber er hat Sie monatlich
18:46mit 15.000 Euro unterstützt?
18:48Nein.
18:49Nicht mich.
18:50Mein Künstlerhaus.
18:51Und wie haben Sie sich gefühlt,
18:52als das Geld für Ihr
18:53Herzensprojekt gestrichen wurde?
18:55Beschissen.
18:57Er hat so vielen Menschen
18:57die Zukunft genommen.
18:59Wir wissen,
18:59dass Sie sich kurz vorm Tod
19:01mit Ihrem Vater
19:01genau darüber gestritten haben.
19:03Sie wissen das?
19:04Von dieser Frau Sanftreder, ja?
19:06Was ist an diesem Tag
19:07zwischen Ihnen
19:08und Ihrem Vater passiert?
19:10Er wollte mich unbedingt sehen.
19:11Ich hatte keine Ahnung warum.
19:15Ja?
19:20Hallo, Papa.
19:21Isabel.
19:27Wie geht es dir?
19:29Auch wenn dich die Antwort
19:30überraschen wird,
19:31das geht mir gut.
19:34Ausgesprochen gut sogar.
19:36Ja, das freut mich.
19:40Isabel.
19:42Ich habe eine wichtige Entscheidung getroffen,
19:46die dich betrifft.
19:47Ich weiß,
19:50ich bin dir kein guter Vater gewesen.
19:55Aber für die wenige Zeit,
19:57die mir noch bleibt,
19:59möchte ich das ändern.
20:01Wovon sprichst du?
20:04Für jeden Menschen ist es wichtig,
20:07zu lernen,
20:09dass er auf eigenen Füßen steht.
20:10Das ist mir in den Gesprächen
20:13mit Tanja Sanftreder
20:14immer klarer geworden.
20:17Ich habe diese Chance gehabt.
20:19Ich konnte aus dem Nichts
20:21mir etwas aufbauen.
20:27Am Ende eines Lebens
20:30zählt das viel.
20:32Und diese Gelegenheit
20:36sollst du nun auch bekommen.
20:39Ich weiß nicht genau,
20:41worauf du hinaus willst.
20:42Ich werde dir ab sofort
20:44jegliche Unterstützung streichen.
20:46Das setzt Kräfte in dir frei.
20:49Das kannst du doch nicht machen!
20:51Doch, das habe ich bereits.
20:53Und zwar unwiderruflich.
20:56Und ich möchte,
20:59dass du weißt,
21:00dass ich das aus Liebe tue.
21:04Weißt du, was das bedeutet?
21:05Ja, dass du nun die Chance hast,
21:09dir selber etwas aufzubauen.
21:10Das habe ich.
21:11Ich habe mir was aufgebaut.
21:13Mit meinem Geld?
21:16Das sind nicht nur
21:17irgendwelche Künstler.
21:18Das sind Flüchtlinge.
21:19Die sind auf mich angewiesen.
21:21Ich habe eine Verantwortung.
21:22Oh, du weißt noch gar nicht,
21:23was Verantwortung bedeutet.
21:25Für dich war das bis jetzt
21:27immer nur eine Spielwiese,
21:29die ich dir erschaffen habe.
21:30Du,
21:32du unerträglicher,
21:34böse,
21:35selbstgerechter,
21:35Rüppel!
21:43Glückwunsch!
21:45Das haben Sie ja hervorragend hinbekommen.
21:50Eines Tages wirst du mir dankbar sein!
21:53Isabel!
21:57Dankbar.
21:59Das hat er wirklich so gemeint.
22:01Die Menschen in meinem Künstlerhaus
22:03werden ein weiteres Mal vertrieben
22:05und dieses Mal
22:06von einem Despoten im Rollstuhl.
22:09Haben Sie beide
22:10über den Streit gesprochen?
22:11Nein.
22:13Ich bin gleich in die Kneipe.
22:15Hätte auch nichts gebracht.
22:17Meine Mutter konnte noch nie
22:18etwas ausrichten
22:19bei meinem Vater.
22:23Nehmen Sie eigentlich
22:24regelmäßig Medikamente?
22:26Nein.
22:27Also,
22:29nicht regelmäßig
22:30ab und an
22:31gegen meine Panikattacken.
22:33Ja.
22:33Wie heißt das Medikament?
22:35Bilaktan.
22:36Können wir das mal sehen?
22:38Ja,
22:39natürlich.
22:40Folgen Sie mir.
22:42Ja.
22:48Ich habe sie hier irgendwo.
22:52Belaktan.
22:52Also ein Beta-Blocker.
22:53Ja,
22:54aber ich finde sie momentan nicht.
22:55Wieso wollen Sie die überhaupt sehen?
22:57Ihr Vater wurde mit Beta-Blockern vergiftet.
23:04Ich denke,
23:05Sie sollten uns begleiten.
23:08Ich bin anstrengend.
23:10Ich denke,
23:24Schönen Sie mich in der Schule.
23:35dass Sie mich in der Schule
23:35Ich denke,
23:56was hättest du nicht einfach sterben können musstest du uns diese sterbehelferin ins haus
24:08die sind mich gerade dabei unsere ganze familie zu zerstören verstehst du das
24:20alles in ordnung mit dem redest du da mit niemanden mit niemanden
24:39alles klar danke so die spuse wird den tatort untersuchen aber ich glaube nicht dass sie
24:44nach einer woche noch was finden wir haben trotzdem ein stark indiz in lage die sanfträder
24:49hat alles völlig richtig beobachtet alles deutet auf isabelle hin ihr vater hat ihr
24:54mit seinem schockvermächtnis schon starkes motiv geliefert und dann die beta blocker
24:58ich traue die tat absolut zu ich war an ihrer stelle auch ausgeflippt
25:08und isabel bleibt bei ihrer version sie hat ihren vater tot aufgefunden als er aus der kneipe kam
25:13also wahrscheinlich die wahrheit sagen isabel war zum zeitpunkt der tat in der ankerklausel
25:18ich habe mit dem wirt gesprochen hat sie eindeutig identifiziert hat sie am 23 uhr schloss hat sie
25:24sich lautstark über die provinziellen öffnungszeiten beschwert aber momentan ist definitiv gegen 21 uhr gestorben
25:32wenn sie es nicht gewesen ist wer soll es dann gewesen sein dann bleibt nur noch sein sohn alexander
25:36oder seine frau aber die war zum tatzeitpunkt im theater bei der premiere von wolzek
25:42die ist so ausgefallen der hauptdarsteller hatte was an den stimmbändern
25:50sind sie sicher
25:53es gab eine spielplanänderung
26:00hat die uns belohnt weil du wolltest doch das halibier im theater
26:03ich habe der frau geglaubt ja es gab überhaupt keinen hinweis auf ein motiv
26:09warum sollte die ihren mann umbringen ich glaube ich habe hier was
26:12ist das der rechner von hamsen genau hier ist eine mail die hat ja eine stunde vor seinem tod geschrieben
26:19meine geliebte tanja ich habe eben mit eva geredet und ihr von uns erzählt sie versteht einfach nicht
26:23dass die trennung auch für sie das beste ist ich gebe ihr doch ihr leben zurück und sie heult nur
26:27still es ist unerträglich aber bald ist es vorbei ich werde die scheidung einreichen
26:31moment mal der hat sich in tanja sanftrieder seine sterbehelferin verliebt
26:37das ist ja der hammer jetzt weiß ich auch warum der nicht mehr sterben wollte
26:41ja dann kann ich auch gut verstehen dass sie nicht nur still geheult hat sondern ihn gleich
26:45umgebracht hat aus eifersucht
26:58hamsen
26:58dr biege hier hallo
26:59dr biege mein herzliches beileid frau hallo vielen dank
27:02haben sie meinen brief erhalten nein ich hatte heute noch keine gelegenheit die post zu öffnen
27:07ich wollte sie persönlich erreichen damit sie keinen schreck bekommen warum sollte ich keinen schreck bekommen
27:11das testament ich verstehe nicht ihr mann hat ein neues testament aufsetzen lassen was
27:16wird es heißen ein neues testament er hat sie und ihre familie enterbt mein mann hat was
27:21hallo
27:36ich fasse es nicht dieses mist stück
27:48ok ok also hamsen eröffnet seiner frau dass er sich von ihr scheiden lassen will die gerät in panik
27:55wartet bis ihre tochter aus dem haus ist besorgt sich deren wetter blocker löst sie auf und fesselt
28:01ihn an den rollstuhl und flößt ihm den tödlichen cocktail ein da muss ich einiges in ihr angestaut haben
28:06all die jahre hält sie mit dem rücken frei und dann sie lässt sich von ihrer nation nicht hinreißen nein
28:11sie
28:11bleibt planvoll und tat den mord
28:14als selbstmord
28:15also fakt ist sie hat uns belogen über das alibi sie hat ein motiv und sie hatte die gelegenheit zur
28:20tage
28:21haftbefehl
28:21ja
28:30gott sei dank sie haben nicht gehen lassen ich wusste dass sich das aufklärt wo ist mutter
28:45ja
28:45wir müssen mit ihrer mutter sprechen
28:49kommen sie rein
28:50ja
28:52ja
29:01ja
29:04ja
29:06ja
29:07ja
29:07ja
29:34Mama, die Polizei ist hier und wollt ihr noch mal ganz kurz...
29:40Sie wollte eigentlich nur ein paar Sachen wegräumen.
29:42Ihr Autoschlüssel ist weg.
29:44Wo könnte sie hingefahren sein?
29:46Keine Ahnung.
29:47Hören Sie, ich weiß, dass Sie Ihre Mutter schützen wollen, aber glauben Sie mir, Sie helfen ihr damit nicht.
29:51Ja, aber die war doch im Theater.
29:52Nein, das war sie nicht. Sie hat uns angelogen.
29:55Sie war auf jeden Fall nicht zu Hause.
29:57Wo war sie dann?
29:58Also wenn du irgendwas weißt, dann bitte sag's jetzt.
30:04Sie war bei einer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker.
30:17Frau Weiß, orten Sie Eva Harmsens Handy.
30:20Schnell.
30:21Wenn Ihre Mutter auftaucht, bitte melden Sie sich bei uns.
30:28Selbsthilfegruppe für Alkoholiker?
30:30Hättest du dir nicht irgendwas Besseres ausdenken können?
30:32Das hab ich mir noch nicht ausgedacht.
30:34Mama...
30:37Mama ist doch keine Alkoholikerin.
30:41Wo willst denn du das wissen?
30:43Du hast mich doch schon vor Jahren mit dem ganzen Scheiß hier allein gelassen.
30:47Es tut mir so leid, ich...
30:48Ach, leck mich doch.
30:58Was wollen Sie von mir?
31:00Sind Sie betrogen?
31:01Darauf hast du es doch die ganze Zeit abgesehen.
31:03Es ging dir immer nur um Geld.
31:06Das war sein ausdrücklicher Wille, das alles in die Organisation unserer Stiftung geht.
31:10Wenn du ganz zufällig den Vorsitz hast.
31:13Du bist an allem schuld.
31:14Du hast meinen Mann manipuliert.
31:17Niemand konnte ihn manipulieren.
31:18Das war alleine Ulrichs Entscheidung.
31:20Verruf, ihn Ulrich zu nennen.
31:22Das steht dir nicht zu.
31:25Hörst du?
31:26Hörst du?
31:27Ich war mein Leben lang für ihn da.
31:29Immer.
31:29Ich habe auf eine Karriere verzichtet.
31:31Habe die Kinder großgezogen.
31:33Habe ihn gepflegt.
31:34Ich habe mein Leben für ihn geopfert.
31:36Halt sie mir nun wirklich nicht vor.
31:38Das war alleine ihre Entscheidung.
31:40Was weißt du denn von mir?
31:41Was weißt du denn von mir?
31:42Hä?
31:43Du hast einem sterbenden Mann den Kopf verdreht.
31:46Du hast ihn ausgenommen.
31:48Ich...
31:48Ich habe ihn geliebt.
31:50Dein Hund, sein Herrchen.
31:51Bei mir war er glücklich.
31:52Dafür musste ich ihn nicht mal lieben.
31:55Sie sind ja verrückt.
31:57Ich rufe jetzt die Polizei.
32:00Ich bin noch nicht fertig.
32:01Hörst du?
32:02Ich bin noch nicht fertig.
32:04Hörst du?
32:28Okay.
32:30Wir haben Eva Harmsen geordnet.
32:31Sie ist in der Nähe von Sanfrieders Büro.
32:33Meinst du, sie will Ärger machen?
32:34Ja, wir müssen sie warten.
32:36Ich versuche sie anzurufen.
32:46Die geht nicht ran.
33:16Keiner da. Was ist das? Das Testament von Harmsen. Warum liegt das hier rum?
33:22Der vermacht sein gesamtes Firmen- und Familienvermögen einer Stiftung.
33:26Und weißt du, wer die Stiftungsbevollmächtigte ist? Tanja Sanftrieder.
33:31Die Sterbehelferin? Ja.
33:32Das heißt, Harmsen wollte sich nicht nur von seiner Frau scheiden lassen, der hat sie quasi enteignet.
33:38Meinst du, die Sterbehelferin hat das von Anfang an so geplant?
33:41Keine Ahnung. Aber Eva Harmsen muss hier gewesen sein. Vielleicht will sie sich genau dafür rächen.
33:45Ich versuch's nochmal, weil das Sanftrieder.
33:48Schröter, Gefahrenverzug. Leiten Sie sofort eine Ringverhandlung nach Eva Harmsen ein.
34:06Ja? Herr Englund, oh mein Gott. Sie will mich umbringen.
34:11Ich hab keine Ahnung, wo ich bin. Aber auf irgendeiner Landstraße. Ich bin einfach losgefahren.
34:15Bleiben Sie ganz ruhig. Bleiben Sie einfach ruhig und fahren Sie weiter.
34:18Bitte beeilen Sie sich.
34:20Also laut Ortung fährt Eva Harmsen gerade mit sehr hoher Geschwindigkeit auf der B-104 Richtung Launen.
34:25Tanja, hören Sie. Tanja, wir kennen jetzt Ihre Position. Halten Sie auf keinen Fall an. Hören Sie. Fahren Sie einfach
34:30weiter.
34:30Okay. Frau Weiß, wir brauchen eine Straßensperre vor Selbstdorf. Und zwar jetzt.
34:40Herr Englund, Sie müssen mir helfen.
34:42Fahren Sie weiter. Halten Sie nicht an. Wir kommen Ihnen zur Hilfe. Das verspreche ich Ihnen.
34:56Du bist, Chuck. Du hast alles kaputt gemacht.
35:00Was?
35:11Respekt. Du hast ja wieder toll hingekriegt.
35:14Halt endlich deine Klappe.
35:29Dad, look.
35:52Halt an, Halt an, Halt an!
35:58Hat jemand schon den Notarzt gerufen?
36:00Das DB ist unterwegs.
36:09Scheiße.
36:13Eine Minute früher.
36:15Dann wäre das nicht passiert.
36:29Das habe ich nicht gewollt.
36:32Was wollten Sie denn dann? Nur das Geld?
36:37Ich macht Ulrich wirklich.
36:40Die Stiftung war seine Idee.
36:43Er war der Meinung, dass ich verantwortungsvoll mit dem Geld umgehen würde.
36:49Der Polizeipsychologe sollte sich um Sie kümmern, bitte.
36:51Kommen Sie bitte mit.
36:55Ich denke, das bestätigt unseren Verdacht, dass Eva Harms in ihren Mann umgebracht hat.
36:59Ich weiß nicht. Offensichtlich hat sie erst heute von der Testamentsinnerung erfahren.
37:03Sonst wäre sie doch viel früher auf die Sanftrieder los.
37:23Was ist denn da?
37:29Gott gibt mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern
37:34kann.
37:34Und die Weisheit beides voneinander zu unterscheiden.
37:36Was ist das?
37:39Das Gebet einer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker.
37:42Weißt du das?
37:43Was hinten drauf steht.
37:46Treffpunkt jeden zweiten Dienstag.
37:49Dann war Frau Harms tatsächlich bei dem Treffen der Selbsthilfegruppe.
37:53Zur Tatzeit.
37:55Ja, aber wieso hat sie uns ein falsches Alibi gegeben?
37:58Ja, schon.
38:00Wirklich.
38:01Und wenn das stimmt, dann bleibt nur noch ein einziger aus der Familie übrig.
38:05Alexander.
38:06Alexander.
38:11Ja?
38:13Ich danke Ihnen.
38:19Mama ist tot.
38:22Was?
38:24Nein.
38:25Mit dem Auto.
38:27Sie ist völlig durchgedreht.
38:30Sie hat sich selbst...
38:33Was?
38:42Eva Harmsen war tatsächlich bei der Sitzung einer kirchlichen Selbsthilfegruppe für Alkoholiker.
38:46Und die sagen, dass sie aufgrund von familiären Belastungen in einer akuten Krise steckte und rückfallgefährdet war.
38:51Okay, haben wir neue Erkenntnisse zu Alexander?
38:54Die Kollegen haben die Bilder in der Überwachungskamera ausgewertet.
38:57Alexander Harmsen hat zur Tatzeit um 20 Uhr eilig die Firma verlassen.
39:02Das heißt, er hat bezüglich seines Alibis gelogen?
39:05Mhm.
39:05Und es wird noch interessanter.
39:07Wir haben sein Handy ausgewertet.
39:08Er machte sich auf den Weg, nachdem sein Vater ihn angerufen hatte.
39:11Hat er ihm da mitgeteilt, dass er entehrt wird?
39:15Danke.
39:17Und das reicht, um unserer Vernehmung zu halten.
39:54Die Polizei!
39:58Herr Harmsen, Sie sind verhaftet.
40:00Ich komm mit dir. Ich lass dich nicht allein.
40:02Kommen Sie.
40:19Ist alles in Ordnung, Helena?
40:22Alles gut.
40:24Ging mir noch nie besser.
40:28Also, nach unseren Erkenntnissen, Herr Harmsen, haben Sie Ihren Vater getötet.
40:33Und nach meiner Interpretation habe ich eine Familie erlöst.
40:39Jedenfalls habe ich das versucht.
40:42Ihr Vater wäre ohnehin in ein paar Monaten gestorben.
40:45Wieso konnten Sie nicht warten?
40:49Mein Vater konnte an einem Tag mehr erschaffen, aber eben auch mehr zerstören als jeder Mensch, den ich kenne.
40:59Das musste aufhören.
41:03Ihr Vater hat sie enterbt.
41:05Hat Sie das nicht wahnsinnig wütend gemacht?
41:09Herr Harmsen, wirklich alles okay.
41:15Geht schon.
41:18Also gut, was genau ist zwischen Ihnen und Ihrem Vater passiert?
41:25Mein Vater war in seiner Arroganz, wie immer, unübertrefflich.
41:35Vater.
41:37Ja.
41:39Alexander.
41:40Ich wollte mit dir reden.
41:43Ja.
41:46Ich habe eine weitreichende Entscheidung getroffen.
41:52Das werde ich überraschen, aber sie ist gut für euch.
41:55Und vor allem, sie ist unabänderlich.
41:59Ich habe eine weitreichende Entscheidung getroffen.
42:00Ich habe mein Testament geändert.
42:04Was?
42:05Warum?
42:06Das hatten wir doch alles schon besprochen.
42:08Moment.
42:13So.
42:17Ich habe entschieden, dass mein gesamtes Vermögen einer Stiftung überschrieben wird.
42:25Und den Vorsitz der Stiftung hat Frau Sandstrieder inne.
42:30Ich fass es nicht.
42:31Diese Schlange?
42:32Wie redest du von dieser Frau?
42:35Hat sie dich also doch mal verliebt?
42:35Nein, das hat sie nicht.
42:37Das war allein meine Entscheidung.
42:41Mein Vermögen steht euch im Wege, ein eigenes Leben anzufangen.
42:46Also gehört es in andere Hände.
42:48Und ich bin überzeugt, Frau Sandstrieder ist die Richtige, mit meinem Nachlass verantwortungsvoll umzugehen.
42:55Das ist jetzt nicht dein Ernst.
42:57Warum willst du nur unser Leben zerstören?
42:59Ich zerstöre gar nichts.
43:00Ganz im Gegenteil.
43:01Ich schenke euch zum ersten Mal die Gelegenheit, euer eigenes Leben anzufangen.
43:08Und solltest du dir Sorge machen, oh Mutter, ich überlasse ihr natürlich das Haus.
43:12Das Haus?
43:13Nach allem, was sie für nichts getan hat?
43:17Wegen dir ist sie zu Alkoholikerin geworden.
43:20Ach Alexander.
43:22Deine Mutter war schon immer eine schwache Persönlichkeit.
43:29Kein Wunder.
43:31Auch für sie gab es nie die Möglichkeit, sich zu entwickeln und zu entfalten.
43:36Genau wie für Isabelle und für dich.
43:38Du sagst das Ganze ab.
43:40Diesen ganzen Schwachsinn mit der Stiftung für diese Sterbehelferin.
43:43Mein Notar wird mir übermorgen die Neufassung zukommen lassen und damit ist dann alles geregelt.
43:52Ohne ein einziges Mal mit uns darüber zu sprechen.
43:54Wozu?
43:55Ach Alexander, du denkst zu kleingeistig.
44:02Diese Eigenschaft hätte dich übrigens auch als meinen Nachfolger völlig überfordert.
44:09Das werde ich nicht zulassen.
44:11Was willst du denn machen?
44:12Was denn?
44:16Du wirst mich irgendwann...
44:22Verstehen?
44:26Was hoffe ich wenigstens?
44:35Bitte.
44:44Und dann sind sie zurückgekommen.
44:53Ja.
44:56Ich bin...
45:00Zuerst in das Zimmer meiner Schwester.
45:04Um die Pillen zu suchen.
45:06Für die Beta-Blocker?
45:07Ja.
45:14Dann bin ich in die Küche.
45:17Hab sie fein zerstoßen und aufgelöst.
45:22Dann bin ich mit einem Trichter wieder zu ihm zurück.
45:29Das Requiem von Mozart.
45:31Du bist noch da.
45:34Wie passend.
45:39Was machst du?
45:42Deine Mutter kümmert sich doch um die Wäsche.
45:44Und deine Zukunft nicht mehr.
45:49Bist du immer geschnappt? Was machst du denn da?
45:52Ich tue das, was deine Tanja hätte tun sollen.
45:56Ich leiste Sterbehilfe.
46:10Herr Harmsen!
46:12Was hat er denn?
46:14Herr Harmsen!
46:15Wachen Sie auf!
46:16Herr Harmsen!
46:17Hey, Alexander!
46:19Was ist los mit ihm?
46:21Keine Atmung.
46:22Kein Puls.
46:24Ich hole den Delfi.
46:25Ich brauche den Defibrillator hier.
46:27Notfall!
46:28Alexander!
46:28Seien Sie hier?
46:29Sie können ihm überhaupt nicht helfen.
46:30Lassen Sie mich helfen!
46:31Ach ja, seid ihr vernünftig!
46:33Alexander!
46:44Weg!
46:44Erwärme!
46:51that
46:55Es ist der König!
47:13Der König
47:14und der König
47:14der Königated
47:14Gott straft nicht, Gott liebt.
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