- vor 1 Tag
Kategorie
🎈
SpaßTranskript
00:09Untertitelung. BR 2018
00:44Untertitelung. BR 2018
01:24Guten Morgen, Frau Briggs. Frühstück ist gleich soweit.
01:27Hallo. Meine Freundin ist nicht hier.
01:30Ich habe Frau Kaufmann heute früh noch nicht gesehen.
01:33In ihren Simmel sie auch nicht.
01:35Möchten Sie Kaffee oder Tee?
01:37Kaffee bitte. Schwarz. Und ein kattes Glas Wasser.
01:41Aber erst schaue ich mal draußen nach Susi.
01:48Entschuldige, ich habe verschlafen.
01:50Kein Problem. Ich habe schon alles fertig.
01:53Ja.
01:53Leg dich doch heute noch ein bisschen hin.
01:55Ja. Aber ich helfe dir erst mal.
02:00Susi?
02:03Susi?
02:14Oh, mein Gott.
02:16Oh, mein Gott.
02:43Ja, ich bin zu spät. Meine Schuld. Tut mir leid. Ich lade dich auch zum Essen ein.
02:46Und die Getränke gehen diesmal auch auf deine Rechnung.
02:48Ja. Bringst du mich auf den neuesten Stand?
02:50Die Tote ist Susi Kaufmann. 60 Jahre alt. Ist erst gestern hier in der Pension Singer abgestiegen.
02:56Kanadische Touristin, aber in Lübeck geboren.
02:58Wann ist das Ganze passiert?
03:00Todeszeitpunkt etwa gestern Nacht, 23 bis 4 Uhr morgens.
03:04Unfall? Ich meine, er ist doch nachts hier ziemlich düster.
03:06Ja, unwahrscheinlich. Strahl hat schon Hinweise auf Fremdeinwirkung.
03:10Moin, Strahl.
03:10Moin.
03:11Wie sieht sie aus?
03:13Sie hat punktförmige Einblutung in der Bindehaut.
03:16Das heißt was?
03:17Kann sein, dass sie gar nicht ertrunken ist.
03:19Hängt davon ab, ob sie Wasser in der Lunge hat oder nicht.
03:22Und wann wissen wir das genau?
03:24Jetzt hier an Ort und Stelle jedenfalls nicht.
03:27Was ist denn das da?
03:30Sind das Schleifspuren?
03:32Ja, das ist durchaus möglich. Schau mal, jemand könnte sie vom Gartenpavillon hierher geschleift haben zum Wasser.
03:38Um es wie ein Unfall aussehen zu lassen.
03:40Was ist mit Handtasche, Portemonnaie, Handy?
03:43Bisher haben wir nichts gefunden.
03:45Sie trug auch keinen Schmuck. Keine Uhr, nur diesen Ehering.
03:50Den trägt sie bestimmt schon seit Jahren. Der sitzt fest.
03:53Raubmord? Das Gelände ist doch sicher leicht zugänglich.
03:56Jungs, haben wir den Graben schon abgefischt?
03:58Nein.
04:00Dann würde ich sagen, anbaden.
04:04Moin.
04:06Ich finde, es ist ja mein Name, das ist mein Kollege Lars Englund.
04:08Ja. Thomas Singer, mir gehört die Pension.
04:11Ah, Sie haben das Opfer heute Morgen aus dem Wasser gezogen, stimmt's?
04:14Ja. Leider konnte ich nichts mehr tun.
04:17Wer ist das?
04:19Frau Briggs.
04:21Sie hat ihre Freundin gefunden.
04:22Danke.
04:23Danke.
04:29Moin, Frau Briggs.
04:31Ich riebe wohl Lübeck.
04:33Das, äh, muss ein schlimmer Schock für Sie gewesen sein.
04:37Könnten Sie uns trotzdem ein paar Fragen beantworten?
04:40Ich weiß nicht.
04:42Darf ich?
04:44Danke sehr.
04:48Ich weiß, es ist ein bisschen früh.
04:51Nicht so.
04:52Wann haben Sie Ihre Freundin das letzte Mal gesehen?
04:55Gestern Abend.
04:57Wir haben im Garten noch ein Töhn genommen.
05:01Ich bin gegen zehn reingegangen.
05:04Der lange Flug.
05:05Und dann ist viel rumlaufen in der Stadt.
05:10Susi wollte noch bleiben.
05:12Was haben Sie und Frau Kaufmann tagsüber gemacht?
05:15Susi hat mir einen Nachmittag gezeigt, wo sie vorgewohnt hat.
05:18Und natürlich haben wir einige Sehenswürdigkeiten angeschaut.
05:22Und Sie waren den ganzen Tag zusammen?
05:24Nein.
05:26Am Vormittag hat sie jemanden besucht, während ich hier ausgepackt habe.
05:30Wen hat sie besucht?
05:32Weiß ich nicht.
05:34Sie wollte nicht darüber sprechen, aber...
05:36Ich glaube, es war eine Frau.
05:39Und wie kommen Sie darauf?
05:41Äh, sie hat extra ein Parfüm in Dutifree Shop gekauft.
05:46Das hat sie zu den Treffen mitgenommen.
05:51Oh Gott.
05:56Haben Sie noch andere Gäste?
05:57Zurzeit nicht.
05:58Erst nächste Woche wieder.
06:00Es ist keine Saison und wir liegen ja auch nicht ganz so zentral.
06:02Aber die Türen, die werden hier nachts auch abgeschlossen, oder?
06:05Natürlich.
06:05Wir haben angenommen, Frau Briggs und Frau Kaufmann wären um zehn auf ihre Zimmer gegangen.
06:10Um Mitternacht hat meine Frau wie üblich alle Türen abgeschlossen und dann sind wir ins Bett.
06:14Und wo ist Ihre Frau jetzt?
06:16Die hat sich hingelegt.
06:18Die Sache hat ihr ganz schön zugesetzt.
06:19Wir müssen trotzdem auch mit ihr reden.
06:21Vielleicht hat sie ja etwas gehört oder gesehen.
06:23Sofort?
06:24Sie hätte mir gesagt, wenn ihr was aufgefallen wäre.
06:27Wir halten es kurz, versprochen.
06:36Schatz, bist du wach?
06:38Wir sind zwei Kriminalbeamte, die nicht sprechen möchten.
06:45Moment.
06:56Ja?
06:59Herr Kiesewetter, Herr Englund.
07:02Tut es leid, aber wir stören Sie nicht lange.
07:05Nur eine Frage.
07:05Haben Sie Frau Kaufmann gestern Nacht 22 Uhr noch gesehen?
07:10Ich bin Frau Kaufmann gar nicht begegnet.
07:13Sie hat bei meinem Mann eingecheckt und dann war sie den ganzen Tag außer Haus.
07:18Und gestern Abend?
07:20Gestern Abend, da bin ich gegen neun vom Fitnessstudio gekommen und habe nur gehört, wie sich die Damen draußen unterhalten
07:29haben.
07:30Ja, und dann ab zehn wurde es still, ne?
07:32Und später in der Nacht? Gab es da irgendwas Auffälliges?
07:36Nein, nichts.
07:38Es war alles wie immer.
07:41Gut, danke. Das war es dann schon.
07:43Danke.
07:49Eine Sache noch.
07:51Ich wollte es vorhin nicht erwähnen, weil es Frau Briggs unangenehm sein könnte.
07:55Aber die beiden Damen hatten einiges mehr als nur einen Schlummertrunk.
07:59Wie kommen Sie darauf?
08:00Heute Morgen lagen in unserem Altglas zwei leere Flaschen Sekt und diverse von diesen kleinen Schnapsfläschchen.
08:06Außerdem haben die beiden sich lautstark gestritten.
08:09Worum ging es in dem Streit?
08:11Geld, Schulden. Aber genau das weiß ich nicht.
08:15Okay. Gut zu wissen. Danke.
08:18Danke.
08:33Ja. Vielen Dank. Tschüss.
08:37Der Ehemann der Toten wird morgen aus Kanada einfliegen.
08:40Wie lange war die Frau nicht mehr in Lübeck?
08:41Also er sagt seit 1995 nicht mehr.
08:44Die Kaufmanns sind damals nach Vancouver ausgewandert und haben dort eine Maklerfirma für deutsche Kundschaft gegründet,
08:49die MSK Canadian Luxury Estates.
08:52Haben die noch Freunde oder Familie hier?
08:54Also er sagt nein, niemanden. Alle Kontakte abgebrochen.
08:56Ach, das ist aber seltsam.
08:57Die Befreundin, diese Edna Brix, die hat uns erzählt, dass unser Opfer hier in Lübeck noch jemanden besuchen wollte.
09:03Vermutlich eine Frau. Hat sogar ein Geschenk mitgebracht.
09:06Das ist wirklich komisch. Warum sollte sie lügen?
09:08Diese MSK Luxury Estates, das ist nicht einfach so eine Maklerklitsche.
09:12Das ist ein richtig fettes Unternehmen mit Filialen in ganz Kanada.
09:16Das heißt, unser Opfer war ziemlich vermögend.
09:18Hatte womöglich eine Menge Bargeld dabei. Kreditkarten.
09:21Vielleicht wurde sie ausgespäht?
09:23Ja, das könnte sein.
09:25Jemand beobachtet sie in der Stadt, bekommt mit, dass sie eine reiche Touristin ist,
09:29folgt ihr zur Pension und nutzt seine Chance.
09:31Das ist doch gut möglich.
09:34Also ihre Handtasche wurde bis jetzt nicht gefunden.
09:36Echt? So schnell?
09:38Okay.
09:40Frau Jensen, wie wäre es mit deinem Ausflug in die Rechtsmedizin?
09:42Gern.
09:52Die Frau war gesund.
09:54Keine Anzeichen für ein Herz- oder Kreislaufleiden oder sonstige chronische Krankheiten.
09:59Zum Zeitpunkt des Todes hatte sie allerdings 1,52 Promille im Blut.
10:03Wasser in der Lunge?
10:04Nein, wie vermutet.
10:06Sie war schon tot, als man sie in den Graben verbrachte.
10:09Exitus durch weiche Bedeckung.
10:12Sie wurde mit einem Kissen oder sowas erstickt?
10:14Eher mit einem Kleidungsstück.
10:15Wir konnten mikrobiologische Faserspuren in ihrem Rachen sichern.
10:20Gelb.
10:22Kaschmir, Mohair, Angora, sowas.
10:24Ein gelber Schal?
10:25Oder ein Pulli.
10:27Es befand sich aber nichts dergleichen in ihrem Reisegepäck.
10:29Wann ist sie gestorben?
10:31Vor Mitternacht.
10:33Zwischen 20 und 0 Uhr.
10:34Okay.
10:35Um 22 Uhr wurde sie das letzte Mal lebend gesehen.
10:37Dann habt ihr ein Zeitfenster von ca. 2 Stunden.
10:40Das ist doch recht präzise.
10:43Muss man nicht ziemlich viel Kraft aufwenden, um eine Frau auf diese Art zu ersticken?
10:47In diesem Fall nicht.
10:48Sie war ja viel zu betrunken, um sich effektiv zu wehren.
10:51Man muss nur lange genug zudrücken.
10:53Wie lange?
10:544, 5 Minuten sollten es schon sein, um sicher zu gehen.
10:59So kaltschnäuzig muss man erst mal sein.
11:01Ja.
11:02Na ja, was soll ich sagen?
11:04Dann müsste ich halt nochmal ins Wasser.
11:07Ja, gelb.
11:09Wie?
11:09Was für ein gelb?
11:10Gelb eben.
11:12Unsere Tatwaffe genau.
11:14Herr Rekord nochmal, ich kann doch auch nichts daran ändern.
11:17Also gut, bis später.
11:20Was ist los?
11:21Sind die Kollegen bockig?
11:22Na ja, Wasser da im Graben, das stinkt wie die Peste und ist arschkalt.
11:25Das Beste wird sein, wir fahren selber nochmal vorbei, um die Kollegen zu motivieren.
11:28Ja, sowieso, weil unsere Hypothese, Unfall ist definitiv vom Tisch.
11:32Gut, aber für Raubmord kommt fast jeder Kriminell in Lübeck infrage.
11:35Also, wovon wir an?
11:37Wie wäre es mit der großen Unbekannten, die die Tote gestern Nachmittag getroffen hat?
11:48Eine Mütze oder ein Schal, das kann alles Mögliche sein.
11:50Hauptsache gelb.
11:52Ich bin mir sicher, das Ding liegt irgendwo rum.
11:58Sagen Sie, hat Frau Kaufmann bei ihrem Stadtbummel irgendwas Teures gekauft?
12:03So, sie ging sehr gerne shoppen.
12:06Also gestern auch?
12:07Da war sie für ihre Verhältnisse eher bescheiden.
12:11Hat in einer Boutique nur etwa 2000 Euro ausgegeben.
12:16Vielleicht wurde sie an der Kasse beobachtet.
12:19Hat sie bar bezahlt?
12:20Ja.
12:22Ist Ihnen vielleicht jemand gefolgt?
12:24Ich weiß nicht.
12:25Mir ist niemand aufgefallen.
12:27Was genau hat sie denn gekauft?
12:29Ein paar Blusen und einen dicken Schal, weil er kalt war.
12:35War der Schal zufällig gelb?
12:37Ja.
12:39Aber woher wissen Sie das?
12:40Finn, kommst du mal bitte?
12:43Ich bin gleich zurück.
12:51Das ist definitiv Ihre Handtasche.
12:55Schau mal hier.
12:56Das Foto.
12:58Welche Ihrer Enkelin?
12:59Das ist ein altes Foto.
13:00Ein Alokpapier.
13:02Könnte auch die Tochter sein.
13:04Und hier.
13:05Jede Menge Kohle.
13:06Sie hätte sich der Täter nicht entgehen lassen.
13:08Und das ja auch nicht.
13:10Unsere Raubmordtheorie löst sich gerade in Luft auf.
13:12Ich schätze, wir müssen völlig neu denken.
13:22Ist das wirklich nötig?
13:24Müssen Sie hier alles auf den Kopf stellen?
13:27Ich meine, es ist doch draußen passiert.
13:29Und ich denke, es liegt in Ihrem eigenen Interesse, dass auch der geringste Verdacht ausgeräumt wird.
13:34Ach, gegen uns.
13:36Ist doch absurd.
13:37Die Polizisten machen nur Ihre Arbeit.
13:39Es ist einfach ein bisschen viel für uns gerade.
13:42Geht es Ihnen denn besser?
13:43Ja, danke.
13:45Also, Sie haben uns heute Morgen erzählt, dass Frau Briggs und Frau Kaufmann sich gestern Abend gestritten haben.
13:50Richtig, wie gesagt, die beiden hatten eindeutig zu viel getrunken.
13:53Und es ging um Geld.
13:54Und um irgendwelche Schulden.
13:55Na ja, ich habe die Spülmaschine ausgeräumt und nicht so drauf geachtet.
13:58Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es um Geld ging.
14:01Das hast du doch auch gehört, oder?
14:03Ja, ja.
14:04Sie waren sehr aufgebracht.
14:07Ich wollte mir nur etwas zum Trinken holen.
14:10Ich will nichts stören.
14:11Einen Augenblick, Frau Briggs.
14:13Ich habe nur eine kurze Frage.
14:15Haben Sie sich gestern mit Susi Kaufmann gestritten?
14:18Gestritten?
14:19Ging es dabei um Geld?
14:20Nein, wieso?
14:23Mir ist nicht gut.
14:25Wenn Sie mich bitte entschuldigen.
14:26Äh, Moment mal, wir würden uns gerne auf Ihrem Zimmer rumsehen.
14:34Sie glauben nicht im Ernst, dass ich etwas mit dem Tod von Susi zu tun habe?
14:40Ich bekomme noch keine Probleme, wenn Sie ohne Untersuchungsbeschluss das Zimmer einer meiner Gäste untersuchen.
14:45Wir ermitteln hier einen Mordfall, Herr Singer.
14:47Ja, natürlich.
14:49Und was den Durchsuchungsbeschluss angeht, den liefern wir nach.
14:53Keine Sorge.
14:55Nein, die nicht.
14:56Ich verbitte Ihnen, die Tasche zu öffnen.
14:58Gut, dann nehmen wir Sie und die Tasche mit aufs Revier
15:01und warten dort in aller Seelenruhe auf den Durchsuchungsbeschluss.
15:04Wenn Ihnen das lieber ist.
15:11Das sind alles nur Geschenke für Freunde in Kanada.
15:14Ich trinke nur gelegentlich.
15:16Wissen Sie, Ihr Alkoholkonsum ist uns ziemlich egal, Frau Briggs.
15:26Der gehört Susi.
15:28Den hatte sie gestern Abend mit draußen gehabt.
15:31Was macht er in meiner Tasche?
15:35Sie dürfen mich nicht hier festhalten.
15:38Ich bin kanadische Staatsbürgerin.
15:39Frau Briggs, Sie können sich gerne später in Ihrer Botschaft beschweren.
15:44Warum haben Sie den Schal Ihrer Freundin versteckt?
15:46Ich habe keine Ahnung, wie der in mein Gepäck gekommen ist.
15:50Was hat er überhaupt mit Susis Tod zu tun?
15:52Ihre Freundin wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit diesem Schal erstickt.
15:58Aber dann muss es mir jemanden den Schal untergeschoben haben.
16:03Ich schwöre Ihnen.
16:05Was machen Sie beruflich?
16:07Ich bin, ich war Susis persönliche Assistentin.
16:11Das ist sicher kein leichter Job.
16:13Nein.
16:14Susi könnte ziemlich launisch sein.
16:17Launisch?
16:18Wir haben Zeugen dafür, dass Sie und Frau Kaufmann gestern Abend gestritten haben.
16:22Worum ging es bei diesem Streit?
16:24Na ja, Sie hat mir Geld geliehen.
16:28Peanuts für Ihre Verhältnisse.
16:31Einen Kredit über 200.000 Dollar.
16:34Damit ich mir eine Wohnung kaufen kann.
16:37Und?
16:39Ja, sie hat verlangt, dass ich ihr alles in der Hand die nächsten drei Monate zurückzahle.
16:46Und warum?
16:47Angeblich, weil sie sich selbst in finanziellen Schwierigkeiten steckt.
16:51Was natürlich ein Quatsch ist.
16:54Susi liebt Macht spielen.
16:57Sie hat es genossen, Leute, die von ihr abhängig sind, zu demütigen.
17:04Cheers auf meine alte Heimat.
17:07Prost.
17:16Aber nur noch den einen.
17:19Wenn es für dich okay ist, würde ich gerne bald ins Bett gehen.
17:24Ach was.
17:24Du kannst doch sonst nicht genug von deinem Zeugs kriegen.
17:28Ich bin müde, Susi.
17:30War ein langer Tag.
17:33Was?
17:33Ich bin frisch und munter.
17:35Du wirst allmählich alt, meine Liebe.
17:38Ich bin immer noch fünf Jahre jünger auszupfen.
17:48Aber du hast recht, Entschuldigung.
17:51Ich leiste dir gerne noch Gesellschaft.
17:58Ist das die Strickjacke, die du dir heute gekauft hast?
18:01Ja, genau das Richtige für hier, warm und kuschelig.
18:05Ja, ganz schön teuer.
18:07Ach, es war doch runtergesetzt.
18:09Man muss sich was leisten, oder?
18:13Dein Schal war auch nicht gerade billig.
18:21Ich habe ja auch keine Schulden bei dir.
18:25Tut mir leid, dass ich ein wenig in Rückstand bin.
18:28Du hast deine Raten seit vier Monaten nicht mehr gezahlt.
18:33Im nächsten Monat will ich dir was geben.
18:35Laut Vertrag ist jetzt die Gesamtsumme zur sofortigen Rückzahlung fällig.
18:40Ja, wie soll ich das machen, Susi?
18:43Tut mir leid.
18:45Ich muss selbst ein paar Läufer stopfen.
18:47Was?
18:48Ja, verkauf deine Wohnung einfach wieder.
18:51Das ist nicht in Ernst, oder?
18:53Ich bin nicht zu scherzen aufgelegt heute Abend, Edna.
18:58You're joking, right?
19:00I mean, was soll ich dann machen?
19:02Wie soll ich ihn?
19:03Wenn ich die Wohnung verkaufe, sitze ich auf der Straße.
19:06Das ist nicht mein Problem.
19:08Was?
19:09Wer eine schlechte Zahlungsmoral hat, muss mit den Folgen leben.
19:15So eine Behandlung habe ich nicht verdient.
19:18Tag und Nacht war ich für sie da.
19:20Und dann?
19:22Was geschah dann?
19:23Sie wurde immer gemeiner.
19:24Hat nicht aufgehört, mich zu beleidigen.
19:27Und da kam sie auf die Idee, ihr den Mund zu stopfen?
19:30Nein!
19:31Sie war betrunken!
19:33Es war sinnlos, mit ihr weiter zu diskutieren.
19:36Also bin ich lieber aufs Zimmer gegangen.
19:39Das behaupten Sie.
19:40Aber dieser Schal, der war in Ihrem Gepäck.
19:42Das hat jemand bei mir hineingeschmuggelt, als ich geschlafen habe.
19:49Frau Briggs, Sie haben doch dann sicher nichts dagegen, wenn wir jetzt eine DNA-Probe von Ihnen nehmen.
20:00Edna Briggs rastet aus, als Ihre Chefin von jetzt auf gleich den Kredit zurückverlangt.
20:04Und sie war Susi Kaufmanns Launen völlig ausgeliefert.
20:07Und da staut sich Wut an.
20:09Und dann drückt sie den Schal auf Mund und Nase, bis Frau Kaufmann endlich still ist.
20:13Fünf lange Minuten.
20:15Und kapiert erst dann, was sie getan hat.
20:17Sie schleppt die Leiche in den Graben, wirft die Handtasche ins Wasser und hofft, dass das als Raubwort durchgeht.
20:23Aber erst mal eine blöde Frage.
20:24Wieso wirft sie den Schal nicht auch mit ins Wasser?
20:28Runtergefallen.
20:28Und erst als sie in ihr Zimmer zurück will, fällt ihr der Schal auf.
20:32Konfus und betrunken, wie sie ist, nimmt sie das Teil und versteckt es in ihrer Tasche.
20:36Also der Faser und DNA abgleich läuft.
20:38Wenn sie es war, finden wir Spuren.
20:40Okay, morgen früh wissen wir mehr.
20:42So lange behalten wir Edna Briggs hier.
20:44Schönen Feierabend euch.
20:47Einen Moment, Sportsfreund.
20:50Du weißt schon, dass du mir noch was schuldest, oder?
20:51Och komm, das war ein langer Tag.
20:53Lass uns das Abendessen nachholen.
20:54Nein, diesmal lass ich dich nicht vom Haken.
20:56Ich kenne deine Taktik.
20:57Was denn für eine Taktik?
20:58Du zögelst es hinaus und hinaus, bis ich es vergessen habe.
21:01Was für ein Quatsch, du siehst schon Gespenster.
21:02Wir gehen jetzt schön zu Tackenberg und essen lecker Hummer.
21:05Hummer?
21:05Sag mal, brennt dir der Helm?
21:06Es war außerdem nicht ausgemacht, dass du bestimmst, wo wir hingehen.
21:09Ich habe schon reserviert.
21:10Och, Lars, du bist echt gnadenlos.
21:12Hummer, Hummer, lecker Hummer.
21:29Guten Morgen.
21:31Herr Kaufer?
21:32Ja.
21:34Guten Morgen.
21:35Kiesel, bitte, meine Dame.
21:36Warten Sie schon lange?
21:37Der Flieger ist um 5.20 Uhr gelandet.
21:40Ich bin sofort hierher gekommen.
21:44Wo ist meine Frau jetzt?
21:45In der Rechtsmedizin.
21:46Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen.
21:48Ich möchte Sie gerne sehen.
21:50Ja, sicher.
21:51Haben Sie hier in Deutschland jemanden, der Ihnen beistehen kann?
21:54Freunde, Familie, Ihre Tochter vielleicht?
21:56Meine Tochter?
21:58Ja, wir haben in der Tasche Ihrer Frau ein Foto gefunden.
22:02Das ist unsere Lena.
22:04Sie wäre heute 26 Jahre alt.
22:07Wir haben Sie verloren.
22:09Beim Badeunfall.
22:11Das tut mir sehr leid.
22:14Das ist schon über 20 Jahre her.
22:17Ich möchte jetzt gerne meine Frau sehen.
22:19Ja.
22:19Sie können Ihr Gepäck ruhig hier lassen.
22:21Kommen Sie.
22:30Ach, meine Susi.
22:35Gute Reise.
22:42Danke.
22:42Okay, ich warte dann draußen.
22:50Ja, das ist schon hart, wenn man niemanden mehr hat.
22:53Keine Verwandtschaft?
22:54Offenbar nicht.
22:55Die beiden hatten eine Tochter, aber die ist als Kind schon tödlich verunglückt.
22:59Du meinst Adoptivtochter?
23:00Wieso?
23:01Bei der Obduktion habe ich festgestellt, dass die Frau am Aschermann-Syndrom litt.
23:05Angeborene Verwachsung in der Gebärmutter.
23:08Sie war unfruchtbar.
23:11Moin.
23:11Moin, Lars.
23:13Und?
23:13Fall gelöst oder fangen wir noch mal von vorne an?
23:16Der Abgleich mit der gelben Faser und der DNA der Freunde müsste längst hier sein.
23:24Die Tote wurde tatsächlich mit ihrem gelben Schal erstickt.
23:27Von ihrer Freundin?
23:28Dieser Edna Briggs?
23:29Nein, kein Match.
23:31Sie hat den Schal nicht angerührt.
23:33So ein Mist.
23:34Wir müssen sie sofort gehen lassen, sonst kriegen wir Ärger mit den Kanadiern.
23:38Keine andere DNA, Haut oder Schweißspuren?
23:43Äh, Fehlanzeige.
23:47Nur ein paar auffällige Sporen von der Pflanze Erika.
23:50Ja, dieses Gewächs mit den kleinen Liederkügelchen.
23:52Ja, genau die.
23:53Okay, danke.
23:59Moin.
24:00Hey.
24:01Wir mussten die Freundin der Toten gehen lassen und es gab kein Match mit dem DNA-Abgleich.
24:05Und jetzt?
24:07Zumindest weiß ich jetzt, wohin Susi Kaufmann am Morgen für ihren Tod gefahren ist.
24:10Mhm, zu irgendeiner Frau.
24:12Richtig.
24:12Und die wohnt irgendwo am Heideplatz in Bunte Kuh.
24:14Da ist Susi Kaufmann zumindest mit dem Taxi von der Pension aus hingefahren.
24:17Ist das eine Hausnummer?
24:18Oder einen Namen?
24:20Fehlanzeige.
24:22Was stinkt da so?
24:24Das ist das Brackwasser aus dem Graben vom Tatort.
24:29Schade drum.
24:30Die hat bestimmt mal ein Vermögen gekostet.
24:32Und was war drin?
24:34Alles, was Frau so meint, mit sich rumschleppen zu müssen.
24:36Aha.
24:40Was ist das?
24:41Ein Brief?
24:42Mhm.
24:44Ja, ist leider alles verwaschen.
24:47Hier.
24:48Das ist der Umschlag dazu.
24:53Und Susi Kaufmann.
24:55134 Hardwick Avenue, Vancouver, BC, Kanada.
24:59Ist da ein Absender drauf?
25:01Ja.
25:04Rosenstraße, 23 A, Lübeck.
25:08Warte mal.
25:10Das ist am Heideplatz in Bunte Kuh.
25:13Das heißt, Susi Kaufmann ist zu der Frau gefahren, die ihr diesen Brief geschrieben hat.
25:17Du oder ich?
25:19Ach, war du.
25:20Ich halte hier die Stellung.
25:26Schatz, bringst du die Laken auf Zimmer 3?
25:34Wie kannst du nur so tun, als da nichts passiert?
25:38Das ist das Beste, was wir in unserer Situation tun können.
25:41Thomas?
25:43Warum hast du den Schal in die Tasche von Frau Briggs gepackt?
25:51Ich wollte einfach von uns ablenken.
25:53Damit er nur unschuldig ins Gefängnis geht.
25:56Das wird sie schon nicht.
25:57Die Polizei wird keine Spuren von ihr am Schal finden.
26:01Dann ganz schnell auf uns kommen.
26:02Wir haben den Schal nicht angefasst.
26:04Und vor allem, wir haben kein Motiv.
26:06Diese ganze Verschleierung macht doch gar keinen Sinn.
26:09Ich lasse mir unser Leben nicht kaputt machen von niemandem.
26:13Die werden den Täter nicht finden und irgendwann aufgeben.
26:16Und in ein paar Wochen kommt jetzt alles nur für ein böser Traum vor.
26:19Okay.
26:31Ah, Frau Briggs.
26:33Hat die Polizei Sie gehen lassen, ja?
26:35Die haben eine ganze Nacht gebraucht, um festzustellen, dass ich unschuldig bin.
26:39Absurd.
26:40Ich müsste in einer Zelle übernachten.
26:42Diese Erfahrung wünsche ich wirklich keinem.
26:45Das glaube ich Ihnen aufs Wort.
26:46Machen Sie mir bitte die Rechnung fertig.
26:49Sie fliegen heute zurück?
26:51Ich müsste noch in Libet bleiben.
26:53Aber hier, das schaffe ich nicht.
26:56Alleine Vorstellung.
26:58Ja, natürlich.
27:00Die Situation ist für uns alle nicht einfach.
27:06Bitte schön.
27:07Danke.
27:17Wie kommen Sie hier?
27:18Werden Sie nicht mehr aufhalten?
27:21Ich möchte so schnell wie möglich ins Hotel.
27:23KTU hat angerufen.
27:25Wissen Sie denn schon, wo Sie wohnen werden?
27:27Eine Kollegin von uns könnte sonst...
27:29In einem Grand Rabe.
27:31Ah ja, bitte.
27:33Und der Inhalt des Briefes ist absolut nicht rekonstruierbar.
27:37Sie sagen, Sie haben alles versucht?
27:39Was ist mit dem Poststempel?
27:40Wissen wir wenigstens, wann Uta Behrendt diesen Brief abgeschickt hat?
27:43Vor vier Monaten in Lübeck.
27:44Das ist eine Weile her.
27:46Tom spricht gerade mit ihr.
27:47Und vielleicht weiß ja der Ehemann der Toten, was in dem Brief stand.
27:50Okay, danke.
27:52Sagt Ihnen der Name Uta Behrendt was?
27:55Warum fragen Sie?
27:56Wir haben in der Tasche Ihrer Frau einen Brief gefunden.
28:00Und dieser Brief ist an Ihren Wohnort in Kanada adressiert.
28:05Offenbar hat Ihre Frau diese Uta Behrendt am Morgen vor ihrem Tod aufgesucht.
28:13Hat Uta Behrendt etwas mit dem Tod von Susi zu tun?
28:17Herr Kaufmann, wer ist Uta Behrendt?
28:22Die Großmutter unserer Tochter Lena.
28:28Wir hatten Lena damals adoptiert.
28:32Weil Ihre Frau keine Kinder bekommen konnte?
28:38Als Uta Behrendt unsere Haushälterin war, hat ihre Tochter Eike das Kind bekommen.
28:45Eike war 15, der Vater unbekannt.
28:50Also hat Uta Behrendt ihre Tochter überredet, das Kind zur Adoption freizugeben.
28:55Und wir hatten anfangs auch nichts dagegen, dass Eike Lena manchmal besucht.
29:02Also eine offene Adoption?
29:07Was hat das mit dem Brief auf sich?
29:09Ich muss Ihnen ehrlich sagen, ich weiß nichts von diesem Brief und mir ist völlig unklar,
29:16wie Uta Behrendt unsere Adresse herausgefunden hat.
29:19Moment, Sie sagten doch gerade eben noch, Sie hatten eine offene Adoption.
29:23Eike hat uns nicht mehr in Ruhe gelassen.
29:25Sie hat uns quasi gestalkt.
29:27Das war auch nicht gut für Lena.
29:30Sind Sie deswegen nach Kanada ausgewandert?
29:33Ja.
29:36Heißt das, dass die leibliche Mutter Eike überhaupt keine Ahnung hat, dass ihre Tochter gestorben ist?
29:43Nein.
29:45Ich wüsste nicht, woher.
29:52Ich habe mal irgendwo gelesen, dass Frauen, besonders Junge, die ihr Kind abgegeben haben,
29:56später oft massive psychische Probleme bekommen.
29:59Naja, wahrscheinlich, weil sie sich erst später über die Tragweite ihrer Entscheidung bewusst werden.
30:02Nicht zu wissen, was mit dem eigenen Kind los ist, das muss der Horror sein.
30:07Ich meine, man will doch wissen, wie es ihm geht, auch wenn man nicht dafür sorgen kann, oder?
30:10Und genau diese Möglichkeit haben die Kaufmanns der jungen Frau mit ihrer Auswanderung genommen.
30:14Aber warum ausgerechnet jetzt dieser Brief?
30:17Wieso versucht Susi Kaufmann nach all den Jahren Kontakt zu der Mutter der jungen Frau aufzunehmen?
30:21Susi Kaufmann kam zu spät.
30:23Uta Behrendt ist vor drei Monaten gestorben an Krebs.
30:26Ich habe nur ihre Nachbarin angetroffen.
30:27Was ist mit der Tochter von Uta Behrendt, also der Mutter von Lena?
30:30Die ist schon für 25 Jahre ausgezogen.
30:32Hat mit ihrer Mutter gebrochen.
30:34Vielleicht, weil sie von ihr zu der Abgabe des Babys gedrängt wurde.
30:37Gut möglich.
30:39Die Nachbarin sagt, Uta Behrendt habe völlig vereinsamt gelebt und es bitter bereut,
30:43keine Enkelkinder gehabt zu haben.
30:44Vielleicht deshalb der Brief.
30:46Vielleicht wollte sie am Ende ihres Lebens endlich Kontakt mit ihrer Enkelin aufnehmen.
30:50Also so einen Brief zu erhalten, ne, von einer Sterbenden.
30:53Das muss doch selbst so eine taffe Frau wie Susi Kaufmann berührt haben.
30:57Das heißt, sie fliegt nach Deutschland, um der sterbenden Frau die Wahrheit zu sagen.
31:00Sich, ja, von der Seele zu reden, dass Lena gar nicht mehr lebt.
31:04Aber sie kommt zu spät.
31:06Vielleicht ist sie stattdessen auf Alke Behrendt getroffen.
31:09Die Mutter der kleinen Lena.
31:10Und hat sich ihr anvertraut.
31:12Und hat damit die Tragödie ausgelöst?
31:14Alke Behrendt habe ich bislang nicht ausfindig machen können.
31:16Na ja, die ist wahrscheinlich mittlerweile verheiratet und hat einen anderen Namen.
31:20Das kann sein, ja.
31:21Ich recherchiere das mal, aber das wird dauern.
31:24Vielleicht gibt es einen anderen Weg, sie zu finden.
31:26Die Nachbarin sagte, Uta Behrendts Tochter habe sie das erste Mal bei der Beerdigung gesehen.
31:30Vielleicht hat sie mit ihrer Mutter gebrochen und geht aber trotzdem ab und an zum Grab.
31:33Und dort kennt sie jemand.
31:42Die haben es ja alle hinter sich.
31:45Das sagst du.
31:46Ja, weißt du, was uns auf der anderen Seite erwartet?
31:49Nö.
31:50Also.
31:53Moin.
31:54Moin.
31:56Moin.
31:57Wir suchen das Grab von Uta Behrendt.
32:01Uta Behrendt?
32:04Die liegt gleich da drüben.
32:06Wir versuchen, ihre Tochter zu finden.
32:08Eike.
32:09Kenn ich nicht.
32:10Kenn nur die Toten.
32:12Also, sie ist ungefähr 40.
32:14Der Tod ihrer Mutter ist noch nicht so lange her.
32:16Na, das will nichts heißen.
32:18Die meisten kommen nur zur Beerdigung hierher und dann nie wieder.
32:22Aber sie haben Glück.
32:24Es war tatsächlich eine junge Frau am Grab.
32:27Wann?
32:30Vorgestern.
32:31Ich kann mich nur daran erinnern, weil es so ein Geschrei gab.
32:34Und das mitten auf dem Friedhof.
32:35Was denn für ein Geschrei?
32:37Na, ich hab da, ich hab da drüben Mittag gemacht.
32:40Und die junge Frau, kann sein, dass sie die Tochter ist, hat Uta Behrends grad neu gepflanzt.
33:01Frau Kaufmann?
33:05Wo ist Lena?
33:08Ist Lena auch hier?
33:12Bleiben Sie stehen!
33:15Wo ist meine Tochter?
33:17Meine Tochter!
33:19Ich hab ein Recht darauf, sie zu sehen!
33:27Und was geschah dann?
33:29Dann kam die junge Frau wieder zurück zum Grab.
33:34Das ist das Grab?
33:35Ja.
33:39Und die Frau hat die Dame nicht mehr verfolgt?
33:41Na, wie denn?
33:42Die andere ist doch mit dem Taxi weg!
33:48Finn!
33:49Komm mal bitte!
33:51Danke, sie haben uns sehr geholfen.
33:56schon mal hier!
34:00Erika!
34:02Genau wie an dem Schal, mit dem Susi Kaufmann erwürgt worden ist.
34:05Dann ist unsere Tote schon hier ihrer Mörderin begegnet.
34:11Ich frage mich nur, wie die Mörderin Susi Kaufmann in der Pension ausfindig machen konnte.
34:15Die ist schließlich kilometerweit von ihr entfernt.
34:21Ich mache mir solche Vorwürfe.
34:24Wäre ich noch mit Susi draußen im Garten geblieben, da wäre das alles nicht so.
34:30Ich weiß nicht.
34:33Edna, hör auf dich zu quälen.
34:35Es ist nicht deine Schuld.
34:37Ja, trotzdem.
34:38Wir waren vorgestern noch gemeinsam shoppen und haben gelacht.
34:42Es war alles so normal und lustig und ich kann es kaum glauben.
34:47Edna, bitte.
34:49Ich bin ein wenig erschöpft.
34:50Oh ja, natürlich.
34:52Tut mir leid.
34:52Ich quassle hier die Hörn-Ohr ab.
34:55Dabei bist du derjenige, der das alles...
34:57Gib mir einfach den Namen der Pension und wir sehen uns später.
35:01Du willst nicht etwa dorthin fahren?
35:04Dann tue dir das bitte nicht an, Manfred.
35:07Ich möchte wissen, wo meine Frau ums Leben gekommen ist, Edna.
35:11Henn sie uns singen.
35:13Drössel weg eins.
35:14Alles klar.
35:17Wir sprechen uns später.
35:22Singer.
35:40Das mit dem Friedhof, das war eine gute Idee.
35:42Ja, Eike Behrendt war vorgestern Mittag dort und auch Susi Kaufmann.
35:46Moment, aber der Mord geschah doch erst vorgestern Nacht.
35:48Und vor allem nicht auf dem Friedhof, sondern in der Pension.
35:50Und genau das macht im Augenblick noch keinen Sinn.
35:52Denn Eike Behrendt hat die Opfer offenbar nicht verfolgt.
35:55Das musste sie auch nicht.
35:55Eike Behrendt hat vor acht Jahren geheiratet und heißt jetzt Singer.
35:59Sie betreibt die Pension, in der Susi Kaufmann abgestiegen ist.
36:02Sie gibt es aber gar nicht.
36:10Thomas!
36:12Thomas!
36:13Was ist denn jetzt schon wieder?
36:14Da draußen, da...
36:16Da ist der Kaufmann.
36:20Ich wollte gerade rausgehen, um zu filmen und da...
36:22Und du bist sicher, dass er es ist?
36:23Ja.
36:24Hat er dich auch gesehen?
36:25Nein.
36:27Also gut.
36:28Du bleibst schön hier oben und ich wimmel ihn ab.
36:30Ja.
36:37Hallo!
36:41Schönen guten Tag.
36:42Was kann ich für Sie tun?
36:45Wir nehmen momentan leider keine Gäste auf.
36:48Nein, äh...
36:49Mein Name ist, äh...
36:50Manfred Kaufmann.
36:53Meine Frau Susi.
36:56Natürlich, Herr Kaufmann.
36:57Mein Beileid.
36:59Die Polizei hat die Sachen Ihrer Frau schon mitgenommen.
37:03Könnte ich Frau Singer sprechen?
37:05Meine Frau ist leider nicht da.
37:06Sie ist in der Stadt.
37:07Einige Besorgungen machen.
37:09Gut, dann warte ich auf Sie.
37:12Das kann noch eine Weile dauern.
37:13Vielleicht kann ich Ihnen weiterhelfen?
37:15Nein.
37:17Ich warte lieber.
37:20Könnte ich einen Tee bekommen?
37:22Einen Tee natürlich.
37:23Kommt gleich.
37:24Ja, nehmen Sie doch bitte Platz.
37:36Warum geht er nicht?
37:37Er will ich sehen.
37:39Ich habe ihm gesagt, dass du nicht da bist.
37:41Er weiß es.
37:43Der kriegt gleich einen Tee und dann wird er schon wieder gehen.
37:45Er weiß bestimmt, wer ich bin.
37:47Woher denn?
37:48Du hast einen anderen Nachnamen, du siehst anders aus.
37:50Und er kann überhaupt nicht wissen, was passiert ist.
37:52Thomas, ich halte das nicht mehr länger aus.
37:57Lass uns zur Polizei gehen und alles sagen.
37:59Und dann?
38:00Willst du den Rest deines Lebens im Gefängnis verbringen?
38:03Eike.
38:11Was willst du dir die Polizei sagen?
38:15Was hast du getan?
38:17Nichts.
38:19Ich habe gar nichts getan.
38:22Aber Sie, Sie haben mir mein Kind weggenommen.
38:29Sie haben es umgebracht.
38:31Das war ein Unfall.
38:33Nein.
38:35Sie hätten besser auf Lena aufpassen müssen.
38:39Ich habe die ganzen Jahre nach ihr gesucht.
38:43Gehofft, dass ich sie irgendwann wieder sehe.
38:46Dabei ist sie längst.
38:50Thomas.
38:51Du passt drauf und dran, ihm alles zu gestehen.
38:55Ich fahre sofort zur Polizei.
38:56Eike.
38:57Bleib stehen.
38:59Eike.
38:59Mach mich.
39:01Eike.
39:02Du hast mir nicht.
39:03Du hast mir was.
39:04Was?
39:04Nein.
39:06Ich höre nicht zu.
39:07Lass uns die Kaufen und unser Leben ruinieren.
39:09So haben Sie nichts getan.
39:17Lass mich raus.
39:19Erst wenn du wieder vernünftig bist.
39:22Ich will dich doch nur vor dir selbst schützen.
39:24Du machst alles nur noch schlimmer.
39:28Du musst dich erst beruhigen, hörst du?
39:30Dann komme ich wieder.
39:37Thomas.
39:40Thomas.
39:43Thomas.
39:44Thomas.
39:45Thomas.
39:46Thomas.
39:47Thomas.
39:47Thomas.
39:47Thomas.
39:49Thomas.
39:49Thomas.
39:50Thomas.
39:52Thomas.
39:54Thomas.
39:55Thomas.
39:55Thomas.
39:55Thomas.
39:55Thomas.
39:56Thomas.
39:57Thomas.
39:57Thomas.
39:59Thomas.
40:08UNTERTITELUNG
40:32Wir gehen nach oben
40:36Wir müssen mit Ihrer Frau sprechen
40:37Tut mir leid, die ist nicht da
40:38Wo ist sie denn?
40:39Die ist gerade in die Stadt gefahren
40:40Letzte Besorgung machen
40:41Wir wollen ein paar Tage wegfahren
40:42Gut, dann reden wir mit Ihnen
40:44Das ist gerade ungünstig
40:45Wann ist Ihre Frau vorgestern Abend nach Hause gekommen?
40:47Gegen neun, aber das haben wir doch bereits gesagt
40:53Ich sag dir doch mal, Heike ist nicht da
40:55Ich nehme an, Sie wissen, dass Ihre Frau mit 15 ein Kind bekommen hat
40:57Das von Susi Kaufmann und ihrem Mann adoptiert worden ist
41:00Ich versteh nicht, was
41:01Herr Singer, es deutet alles darauf hin, dass Ihre Frau in der Mordnacht mit Susi Kaufmann in Streit geraten ist
41:06Nein, das hätte ich doch mitbekommen
41:15Herr Kaufmann
41:16So, Herr Singer, jetzt ist Schluss mit den Spielchen
41:17Wo ist Ihre Frau?
41:19Ich nicht
41:20Alles in Ordnung, Herr
41:23Hören Sie auf, mich zu verarschen
41:25Wo ist sie?
41:28Komm sie
41:41Komm sie
41:42Komm sie, Hören Sie die Augen hoch
41:43Komm sie
42:00Kann ich mit ihr reden?
42:01Ja klar
42:06Erzählen Sie uns, was passiert ist
42:13Ich habe jahrelang versucht, die Kaufmanns ausfindig zu machen
42:18Und vorgestern
42:21Da stand Frau Kaufmann plötzlich vor mir
42:23Du musst nichts sagen, Mareike
42:27Thomas
42:32Das war auf dem Friedhof, richtig?
42:35Ja
42:39Meine Mutter ist vor drei Monaten gestorben
42:43Und kurz vor ihrem Tod im Krankenhaus, da hat sie mir gesagt, dass sie die Adresse der Kaufmanns über einen
42:48Suchaufruf im Internet rausgefunden hat
42:51Und dann hat ihre Mutter Susi Kaufmann einen Brief geschrieben
42:55Ja
42:58Aber es kam nie eine Antwort
43:01Bis zuletzt
43:04Aber als Sie nach Hause gekommen sind, da saß Frau Kaufmann bei Ihnen im Garten
43:09Ja
43:13Ich konnte es nicht glauben, sie war es
43:17Was?
43:18Und als Frau Brix dann ins Bett gegangen ist, sind Sie zu Frau Kaufmann raus in den Garten
43:22Ich wollte doch wissen, was mit meiner Lena ist
43:30Guten Abend Frau Kaufmann
43:32Oh, hallo
43:34Ist Zeit reinzugehen, oder?
43:40Moment
43:43Eike?
43:45Bitte sagen Sie mir
43:48Wo meine Tochter ist
43:54Bitte
43:56Wo ist Lena?
44:00Sie müssen mir das sagen
44:02Ich warte seit über 20 Jahren
44:07Geht's ihr gut?
44:13Ich bin extra hierher gekommen
44:16Weil ich es euch endlich sagen wollte
44:21Was?
44:23Was wollen Sie sagen?
44:28Es ist so lange her
44:29Was ist lang her?
44:35Lena ist in unseren Pool gefallen
44:37Lena ist in unseren Pool gefallen
45:03Kein Mensch kann rund um die Uhr auf ein derart lebhaftes Kleinkind aufpassen
45:10Ein Sack Flöhe hüten ist einfacher
45:18Sie haben sie allein gelassen
45:23Sie war ganz allein
45:32Dann habe ich ihr den Schal ins Gesicht gedrückt
45:43Also ich verstehe immer noch nicht, wieso damals niemand sonst bemerkt hat, dass die Kleine in den Pool gefallen ist
45:46Die muss doch geschrien haben
45:47Nee, das ist genau die Gefahr bei Kindern unter 5 Jahren
45:50Die atmen im Wasser ein und gehen einfach runter
45:53Also wenn ich Kinder habe
45:54Ich werde die größte Glucke aller Zeiten sein
45:57Moment mal
45:58Ist irgendwas in Planung?
46:02Also im Moment bin ich zu 100% Bulle
46:05Ich denke, das können wir von uns allen behaupten
46:10Schleppte
46:22birer
46:44und
46:45sie
46:46gerät
Kommentare