- vor 1 Woche
Abenteuer, Antike ,Mythologie
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00:06Die schwarzen Höcker kamen richtig weit raus.
00:09Das war wie eine Fressorgie.
00:13Es kann nicht sein, dass 12, 1300 Zeugen in diesem See etwas gesehen haben und nichts dran ist.
00:29British Columbia.
00:31Der Bundesstaat im Westen Kanadas hat eine eindrucksvolle Pazifikküste, imposante Flüsse und einladende Seen.
00:40Doch wann immer sich Touristen oder Einheimische auf dem Wasser vergnügen, laufen sie Gefahr, zwei der ältesten Mysterien der Provinz
00:48hautnah zu begegnen.
00:50Dem Catboro-Saurus und dem Ogopogo.
00:56Beide Kreaturen sind fester Bestandteil der Folklore in West-Kanada und wurden bereits von den Ureinwohnern beschrieben.
01:05Für einige jedoch stecken mehr als nur Legenden hinter den Seeungeheuern.
01:09So auch für Bill Stesiek, der am Okanagan See lebt.
01:18Bill ist eigentlich Makler, widmet aber jede freie Minute seiner vor 30 Jahren entstandenen Leidenschaft.
01:25Damals erblickte er das Ungeheuer des Sees mit eigenen Augen.
01:30Das war im Oktober 1978. Damals habe ich noch auf der Westseite des Sees gewohnt.
01:36Eines Morgens auf dem Weg zur Arbeit komme ich gerade über die Brücke und schaue so nach rechts.
01:41Da sehe ich drei Höcker im Wasser, die auf die Stadt Kelowna zuhalten.
01:45Ich nichts wie raus aus dem Auto. Das stand mitten auf der Straße und hat den ganzen Verkehr aufgehalten.
01:50Aber egal. Ich habe allen Zeichen gemacht. Sie sollen sich das ansehen. Das war ein Anblick.
01:59Dieser Tag verändert Bills Leben.
02:03Er schwört den unbestreitbaren Beweis zu erbringen, dass die mysteriösen Seeungeheuer British Columbians tatsächlich existieren
02:11und das Ganze mit wissenschaftlicher Gründlichkeit anzugehen.
02:17Bis dahin hatte noch niemand wissenschaftliche Untersuchungen angestellt.
02:21Also haben wir im Jahr 2000 über 50 Leute zusammengestellt und drei Wochen nach dem Ogopogo gesucht.
02:28Das war fantastisch und seitdem machen wir das alle ein, zwei Jahre.
02:36Der Okanagan See ist einer der größten der Gegend und besitzt die beachtliche Oberfläche von 350 Quadratkilometern.
02:45Also jede Menge Platz zum Verstecken.
02:47Trotzdem, so scheint es, taucht dieses mysteriöse Wesen regelmäßig aus der Tiefe auf und wird dabei nicht selten beobachtet.
02:57Die Zahl der gemeldeten Ogopogo-Sichtungen ist vergleichbar mit der von Nessie, dem Seeungeheuer von Loch Ness in Schottland.
03:06Aber Bill ist überzeugt, den Ogopogo sehen ist das eine, es zugeben etwas ganz anderes.
03:161999 haben wir nach dem Zufallsprinzip 1000 Einwohnern rund um den Okanagan See eine Frage gestellt.
03:23Wenn Sie irgendetwas im See gesehen hätten, sich aber nicht sicher sind, was es war, würden Sie es melden?
03:31Das Ergebnis? 90% würden es nicht tun.
03:34Schaut man sich jetzt mal die letzten 100 Jahre an, dann gab es rund 1200 gemeldete Sichtungen.
03:41Wenn das aber lediglich 10% ausmacht, Jungs, dann rechnet das mal aus.
03:47Ihr macht das das, was Sie sagen.
03:55Zum Glück für Bill, aber gibt es einige, die so fest davon überzeugt sind, den Ogopogo gesehen zu haben, dass
04:02sie es melden.
04:03Steve Lavely gehört dazu.
04:08Ein Bootsausflug mit Freunden vor zwei Jahren wird sein Schlüsselerlebnis.
04:13Beim Schwimmen im See merken die Männer plötzlich, dass sie nicht allein sind.
04:20Da waren auf einmal so komische Wellen und ich mache noch einen Scherz und rufe zu den anderen,
04:24Achtung Leute, da ist ein Ogopogo.
04:27Die haben sofort hingeschaut.
04:28Aber was war das?
04:30Vorne dran sah es aus wie ein V und dahinter waren drei große Höcker.
04:34Und das Ganze hat sich nicht gerade durchs Wasser bewegt, sondern immer im Zickzack.
04:44Wir nichts wie zurück ins Boot und wollten versuchen, näher heranzukommen.
04:48Am Ende sind wir ihm bis in so eine kleine Bucht gefolgt.
04:51Und da waren dann plötzlich noch drei oder vier solcher Wellendinger und alle im Zickzack durch die Bucht.
04:58Die meisten Augenzeugenberichte weisen einige Gemeinsamkeiten auf.
05:07Typischerweise wird von drei oder auch zwei Höckern gesprochen, manchmal sogar von einem Kopf.
05:12In der Regel wird der Ogopogo aus einiger Entfernung gesichtet und praktisch immer von der Seite.
05:23Bill erfährt von einer Sichtung, die sich erst vor kurzem ereignet hat und informiert seinen Partner, Lan Melnick.
05:32Lan, wie geht's?
05:34Hast du schon von dieser neuen Ogopogo-Sichtung gehört?
05:37Das ist ein Ding, oder?
05:39Ich habe einen Plan.
05:40Bist du heute Nachmittag da?
05:42Klasse, bis später.
05:46Lan Melnick ist Besitzer einer Tauchschule.
05:49Sein Können und seine Ausrüstung sind von unschätzbarem Wert für das Team.
05:54Genau wie Bill hat auch Lan Grund genug, an die Existenz des Ogopogo zu glauben.
05:59Hey, Lan!
06:01Hey, how are you doing?
06:03Hey, did you hear what you doing?
06:05Ich habe den Ogopogo nicht mit eigenen Augen gesehen.
06:10Aber unten im Wasser hatte ich schon ein unheimliches Gefühl, beobachtet zu werden.
06:16So habe ich mich Bills Sucher angeschlossen.
06:23Lerns Unternehmen bietet professionelle Tauchdienste in ganz Westkanada an.
06:29Er stellt die gesamte Tauch-unterwasser-Fotografie- und Videoausrüstung zur Verfügung.
06:34Seine ausgebildeten und erfahrenen Taucher teilen Lerns und Bills Leidenschaft für die Suche nach Ogopogo.
06:44Ich habe mir überlegt, wir fahren raus und checken die Stelle, an der es zur Sichtung kam.
06:49Wir machen Sonarpeilungen bis zur Klapperschlangeninsel,
06:52sehen uns die Unterwasserhüllen an, wie wir es schon lange vorhatten,
06:55und Squally Point gleich mit.
06:59Jawohl.
07:01Die Planung steht.
07:03Bill und Lern sind entschlossen, endlich den Beweis für die Existenz des Ogopogo zu erbringen.
07:12Wir packen gerade die ganze Ausrüstung zusammen, die wir für die Suche nach dem Ogopogo brauchen.
07:17Sonar, GPS.
07:19Und dann warten wir noch auf meinen Kumpel Wayne mit dem Schlauchboot.
07:23Und nicht zu vergessen, die Taucher.
07:25Wird ein aufregender Tag.
07:29Der Okanagan-See ist vier Kilometer breit und beeindruckende 135 Kilometer lang.
07:36In diesem riesigen Gewässer etwas so Flüchtiges wie den Ogopogo auszumachen, ist eine echte Herausforderung.
07:45Der Okanagan-See ist einer der tiefsten in British Columbia, wenn nicht in ganz Nordamerika.
07:50An einigen Stellen geht es bis zum Grund 300 Meter runter.
07:56Unter solchen Bedingungen ist die Suche nach dem Ogopogo nur mit dem besten Equipment möglich.
08:01Und dem besten Team.
08:03Jay Sinclair gehört dazu.
08:07Ich bin sowas wie das Mädchen für alles.
08:10Wenn es irgendetwas zu fahren, zu warten oder zu reparieren gibt, dann bin ich der Richtige.
08:16Demnächst kann ich auch als Hilfstaucher mit runtergehen.
08:18Mal sehen, ob wir diesen Ogopogo stellen können.
08:26Außerdem dabei ist Wayne Calloway mit seinem Schlauchboot.
08:29Schnell und leicht manövrierbar.
08:35Ich will den Ogopogo sehen und ein Bild von ihm machen.
08:39Aber wenn überhaupt, taucht er immer nur kurz auf und zieht schnell durchs Wasser.
08:45Mit meinem Boot können wir ihn verfolgen.
08:48Irgendwo ist er.
08:54Das Team ist komplett und bricht zu der Stelle auf, an der es zur jüngsten Sichtung kam.
09:01Wir fahren raus nach Squally Point.
09:03Die Ecke ist berüchtigt dafür, dass sich der Ogopogo dort gerne rumtreibt.
09:12Legenden der Ureinwohner zufolge hat der Ogopogo nahe Squally Point seine Höhle.
09:18In der Sprache der Eingeborenen heißt das Ungeheuer Naitaka, Seeschlange.
09:23Der Legende nach ist es ein von Dämonen besessener Mann, der einen anderen namens Old Kunikun umbrachte.
09:30Die Strafe der Götter war grausam.
09:33Sie verwandelten ihn in eine riesige Wasserschlange, die dazu verdammt war, für immer in dem See zu leben, der nach
09:39seinem Opfer benannt wurde.
09:44Den Ureinwohnern gilt es als heiliges Wesen.
09:46Wenn sie früher auf den See hinaus fuhren, hatten sie Opfergaben dabei, um das Ungeheuer zu besänftigen.
09:54Seinen jetzigen Namen erhält die Kreatur erst im 20. Jahrhundert.
10:01In den 30er Jahren ist der Ogopogo zu einiger Berühmtheit gelangt.
10:06Ogopogo ist nicht indianischen Ursprungs. Er stammt aus einem Varieté. Es gibt sogar ein Ogopogo-Lied.
10:17Am Squally Point angekommen, bereitet sich das Team auf den ersten Tauchgang vor.
10:23Das wird ziemlich aufregend hier. Diese Höhle hat sich meines Wissens noch nie jemand angesehen.
10:32Bill, hol deine Ausrüstung. Du gehst ins Wasser.
10:35Alles klar.
10:39Taucher können die Höhle zunächst lokalisieren.
10:42Findet sich ein Beweis, dass sie bewohnt war oder ist, kann man dann die unmittelbare Umgebung untersuchen.
10:51Diese Höhle hier liegt wie tief? Sechs, neun Meter? Schicken wir die Jungs da mal rein und dann sehen wir
10:56weiter.
10:57Ja, gut.
10:59Okay, prima. Los geht's.
11:03Die Tauchbedingungen am Squally Point sind gefährlich und unberechenbar.
11:06Unberechenbar. Nur die erfahrensten Taucher, Craig Smalley und Neil Close, werden es deshalb wagen.
11:17Das Wetter kann jederzeit umschlagen und dann ändern sich auch die Tauchbedingungen innerhalb von Minuten.
11:23Die speziellen Wärmeanzüge bedeuten zusätzliches Gewicht und Bewegungseinschränkung für die Taucher.
11:32In Höhlen zu tauchen ist gefährlich. Die aufsteigenden Luftblasen unserer Gasflaschen könnten Gestein lösen, das dann auf uns fallen kann.
11:44Neil und Craig steigen in die kalten Tiefen des Okanagan-Sees hinab. Das mutmaßliche Revier des Seeungeheuers.
11:53Und ständig fragt man sich, was mache ich, wenn ich so einem Vieh tatsächlich begegne?
11:57Es schießen einem so kleine Fragen durch den Kopf wie, bin ich der Erste, der gefressen wird? Bin ich der
12:02Erste, der...
12:04Verschluckt wird?
12:05Es berührt. Aber genau das lässt einen immer weitermachen. Es ist wie...
12:11Genau das ist es, was den Adrenalinrausch ausmacht. Es ist...
12:15Heißhunger.
12:16Heißhunger, genau.
12:20Was den Okopogo angeht, denke ich, dass wir Spuren im tieferen Wasser finden können.
12:31Durch unsere Untersuchungen wissen wir, dass es vorwiegend am Grund lebt.
12:35Und die Beschreibungen seiner Zähne lassen darauf schließen, dass es sich um ein Raubtier handelt.
12:46Die Taucher untersuchen das Gebiet, in dem das Team den Okopogo vermutet, sehr genau.
12:51Zurück an der Oberfläche erstatten sie Bill Bericht.
12:57Na, wie war's da unten, Jungs?
12:59Gut.
13:00Sehr gut.
13:01Habt ihr den Eingang zur Höhle gefunden?
13:03Wir haben keinen Höhleneingang gefunden. Er könnte allerdings verschüttet worden sein.
13:09Jedenfalls ist da nichts für irgendetwas dieser Größe.
13:12Vielleicht eingebrochen.
13:14Ja, vielleicht auch eingebrochen.
13:16Im Laufe der Jahre gab's hier jede Menge Erdrutsche.
13:20Am Grund liegt haufenweise Geröll.
13:27Das Team streicht Swally Point von seiner Liste und macht sich auf, den nächsten Platz unter die Lupe zu nehmen.
13:33Immer auf der Suche nach Beweisen für den mysteriösen Ogopogo im Oganagan-See.
13:40Die Suche geht rund um die Klapperschlangeninsel weiter.
13:45Hier wurde der Ogopogo seit jeher vermutet.
13:48Und der Ort bietet auch die perfekte Umgebung für einen großen Wasserbewohner.
13:54Das Wasser hier ist tief und fischreich.
13:57Es ist bekannt, dass der Ogopogo zwar an die Oberfläche kommt, aber er ist scheu und verschwindet sofort, wenn Boote
14:03oder Taucher in der Nähe sind.
14:05Er bevorzugt also Stellen, an denen er tief abtauchen kann, so wie hier.
14:09Nirgendwo sonst, im Oganagan-See, findet er gleichzeitig so viel Schutz und Nahrung.
14:20Das Team nähert sich einer Unterwasser-, Fels- und Höhlenformation.
14:25Neil und Craig gehen zum zweiten Mal heute ins Wasser.
14:31Und diese Höhlen hier, Neil, was denkst du, wie tief sind die wohl?
14:37Die liegen schätze ich zwischen 35 Metern Tiefe.
14:44Bob Cook, technischer Assistent, macht Kamera und Licht bereit.
14:49Mit dieser Ausrüstung will das Team dokumentieren, was es unter Wasser findet.
14:56Brian Melnick richtet indes den Überwachungsmonitor ein.
15:01Den setzen wir oft ein.
15:05Heute sehen wir uns mal ein paar Stellen an, an denen sich der Ogopogo rumtreiben könnte.
15:14Der Seegrund bei der Klapperschlangeninsel ist tückischer als bei Squally Point.
15:19Aus Sicherheitsgründen setzt Neil Close für die Erkundung einen Tauchanzug mit festem Helm und Sauerstoffversorgung vom Boot aus ein.
15:29Das ist ein redundantes System mit zweifacher Luftversorgung.
15:34Der Taucher steht außerdem in ständiger Sprechverbindung zur Oberfläche.
15:39Wir können ihm also jederzeit alles runterschicken, was er braucht, egal ob Werkzeug oder Hilfe.
15:49Erneut taucht Neil Close ins Wasser und beginnt seinen Abstieg in die Tiefen des Okanagan Sees.
15:59Höhlen tauchen kann extrem gefährlich sein.
16:02Kommt ein Taucher im Inneren einer Unterwasserhöhle in Schwierigkeiten,
16:06kann ihm die Enge zum Verhängnis werden.
16:15An Bord überwachen Teammitglieder über Funk und Video genauestens jeden Fortschritt des Tauchers.
16:23Der perfekte Ort, um Ogopogo zu suchen.
16:28Dunkel und westlich der Klapperschlangeninsel, seinem überlieferten Versteck.
16:48Die Taucher finden die Felsformation und beginnen ihre Suche nach dem Höhleneingang.
17:03Man hört ihm die Anstrengung an, weil es so steil ist.
17:07Sie versuchen seitlich ihr Gleichgewicht zu halten.
17:10Sie müssen sich immer wieder wie von einer Wand abstoßen.
17:13Gar nicht so einfach.
17:18Die Erkundung einer Unterwasserfelsformation mit festem Helm hat viel vom Klettern in den Bergen.
17:24Einschließlich Absturzrisiko.
17:29Würde ich abstürzen und in die Tiefe sinken, dann würde mir wohl alles Mögliche durch den Kopf schießen.
17:34Aber gleichzeitig würde ich um mein Leben kämpfen.
17:37Meine Gewichtsgürtel abwerfen, versuchen Auftrieb zu bekommen, Luft in den Anzug zu leiten.
17:42Auf jeden Fall versuchen, mich an einem Vorsprung festzuhalten.
17:46Den Felsen wieder hinauf zu klettern.
17:48Zurück an die Oberfläche.
17:57Die Taucher entdecken einen Eingang.
18:02Das sieht wie eine Höhle aus.
18:04Wie eine Höhle, sagst du?
18:06Genau.
18:07Bist du jetzt am Eingang?
18:09Ich bin direkt davor.
18:17Es ist schon aufregend, nach solchen Höhlen zu suchen.
18:23Man würde aber nie einfach direkt vor den Eingang schwimmen.
18:26Erstmal vorsichtig ranpirschen und schauen, ob die Luft rein ist.
18:33Man kann nie wissen, was da ist.
18:36Und dann fängt man an, sich langsam vorzuarbeiten.
18:38Man spürt das Adrenalin, wie ein Kind auf Entdeckungstour.
18:46Die Höhlen im eiskalten Wasser sind durchkämmt.
18:49Zeit, an die Oberfläche zurückzukehren.
18:55Okay, wir sollten Neil wohl schnellstens aufholen.
18:58Ja, ihm geht die Luft aus.
18:59Die Zeit läuft ihm davon.
19:02Okay, Neil.
19:03Komm jetzt drauf, Kumpel.
19:04Das wär gut.
19:07Die Taucher können bestätigen, dass die Höhlen eine ideale Rückzugsmöglichkeit für den Ogopogo wären.
19:13Doch wieder einmal gibt es keinen zwingenden Beweis dafür, dass sie es sind.
19:19Gut gemacht, Jungs.
19:20Zwar leider kein Ogopogo, aber trotzdem.
19:23Leider kein Ogopogo.
19:24Aber was nicht heißt, dass es keinen gibt.
19:26Ja, wir wissen ja, dass er da ist.
19:28Nur eben nicht in dieser Höhle.
19:30Nicht in dieser Höhle.
19:31Trotzdem, nochmals vielen Dank, Jungs.
19:34Obwohl das Team den Ogopogo am Tag 1 seiner Suche nicht gefunden hat, ist es keineswegs entmutigt.
19:41Denn jeder Anlauf liefert ihnen neue Erkenntnisse.
19:47Der nächste Tag.
19:49Bill entschließt sich, die Suchmethode zu ändern, um einen weit größeren Bereich abzudecken.
19:55Das Team wird Sonar einsetzen, um das legendäre Seeungeheuer zu orten.
20:02Bisher hat hier noch nie jemand mit Sonar gearbeitet.
20:05Dieses Equipment hier ist für unsere Zwecke am besten geeignet.
20:09Sonar lügt nicht.
20:10Das Signal geht raus, wird reflektiert und ergibt ein Bild auf dem Monitor.
20:15Baumstämme treiben nicht 60 Meter unter der Oberfläche.
20:23Sonar ist eine zuverlässige Methode zur Ortung großer Wasserbewohner wie dem Ogopogo.
20:29Leise, unaufdringlich und kaum in der Lage, eine so scheue Kreatur zu verscheuchen.
20:37Mit von der Partie ist heute auch Wade Koenig.
20:41Am Anfang und am Ende der Saison kommt es verstärkt zu Sichtungen.
20:44Das Wasser ist dann flacher und Wellen und anderes sind besser zu erkennen.
20:49Aber im Grunde gibt es zu jeder Jahreszeit Meldungen.
20:54Viele Skeptiker glauben, dass hinter Ogopogo-Sichtungen nicht mehr als außergewöhnliche Wellenformationen stecken.
21:02Steve Garrity war ein solcher Skeptiker.
21:04Bis vor zwei Jahren.
21:08Es war an Thanksgiving, am 11. Oktober 2004.
21:12Ich war mit dem Hund unterwegs.
21:14Und als ich so auf den See schaue, sehe ich merkwürdige Wellenbewegungen und denke noch,
21:18hier kommt es bestimmt oft zu angeblichen Ogopogo-Sichtungen.
21:22Aber kaum habe ich zu Ende gedacht, kommen zwei Objekte aus dem Wasser, ziemlich schwarz,
21:27und das vordere von beiden hatte viele schwarze Höcker.
21:31Ich dachte zuerst, das muss ein Scherz sein.
21:36Steve klettert höher hinauf, um besser sehen zu können.
21:41Und da habe ich noch eins gesehen, an der gleichen Stelle.
21:44Es hat sich deutlich bewegt.
21:46Die Höcker kamen richtig aus dem Wasser raus.
21:48Und seit dem Punkt bin ich selbst überzeugt, ich habe diese Kreatur gesehen.
21:57Die Stelle, an der Steve Garrity den Ogopogo erblickt hat, wird häufig als Sichtungsort angegeben.
22:04Ebenso wie die nähere Umgebung.
22:05Genau hier werden Bill und sein Team ihre Suche deshalb fortsetzen.
22:10Nicht weit von der Stelle, an der Bill den Ogopogo das erste Mal sah, meldet das Sonar etwas.
22:21Hier war gerade noch knapp unterhalb der Alarmschwelle.
22:25Ich lese noch 40 Meter, 34 Meter, was hast du gesagt?
22:30450.
22:32450 hier?
22:37Alles sieht nach einem richtigen Messwert aus.
22:40Trotzdem, Bill will die Sonar-Anzeige durch Taucher überprüfen lassen.
22:45Die Taucher halten Ausschau danach, was die Sonarmessung erklären könnte.
22:5040 Meter unter Wasser bei denkbar schlechter Sicht.
22:53Hier könnte sich jeder dunkle Schatten als Ogopogo entpuppen.
22:57Nur wenige Meter entfernt, lauernd.
23:02Vor ein paar Jahren sind wir mal in 20 Meter Tiefe getaucht.
23:06Plötzlich hatte ich dieses ungute Gefühl, beobachtet zu werden.
23:10Ich habe mich umgedreht und durch das Wasser gestarrt.
23:14Da war diese schwarze Silhouette.
23:17Seitdem werde ich das Gefühl nicht mehr los, dass da irgendetwas ist.
23:31Nachdem sie das gesamte Areal durchsucht haben, kehren die Taucher zum Boot zurück.
23:36In Ogopogo haben sie nicht entdeckt.
23:39Aber auch nichts anderes, das die Messung des Sonars verursacht haben könnte.
23:45Bill wird die Sonarmessungen genauer untersuchen.
23:48Hält das Team den Beweis für die Existenz des Ogopogo bereits in den Händen?
23:53Mit einer Sonarmessung und neuen Erkenntnissen über das Unterwasserhöhlen-System beendet das Team seine Expedition am Okanagan-See.
24:02Doch British Columbia hat weit mehr als nur ein Seeungeheuer zu bieten.
24:07Ein weiteres ist angeblich vor der Küste von Vancouver zu Hause.
24:11Und dieses könnte sich als weitaus gefährlicher herausstellen.
24:16Seit mehr als 100 Jahren kommt es in den Gewässern vor der kanadischen Pazifikküste immer wieder zu Sichtungen einer Riesenseeschlange,
24:24die sich scheinbar jedem Zugriff entzieht.
24:26Dem Cadborough-Saurus.
24:31Bill und Lann interessieren sich für uralte Überlieferungen über mysteriöse Meeresbewohner.
24:37Waren sie die Vorfahren des Cadborough-Saurus?
24:40Bemerkenswerte Steinritzungen der Ureinwohner, sogenannte Petroglyphen, könnten weiteren Aufschluss bringen.
24:47Sie treffen sich mit Trisha Blandt, Mitarbeiterin in einem regionalen Naturpark.
24:54Sie sehen uns heute also ein paar Petroglyphen an?
24:57Ja, wir nehmen den Truck.
24:59Ich kann Sie dort auch einem Angehörigen des Stammes der New Chopper vorstellen.
25:04Fantastisch, ich freue mich drauf.
25:08Wir sind auf dem Weg zu uralten Steinritzungen indianischen Ursprungs, ganz nah am Meer.
25:14Wir fahren so weit wie möglich ran, aber ab da sind es noch zehn recht unbequeme Minuten zu Fuß.
25:19Was wir dort finden, wird uns hoffentlich helfen, ein paar Zusammenhänge zu den Überlieferungen der Eingeborenen herzustellen.
25:26Schätze, das wird ziemlich interessant.
25:32Der Petroglyphen-Park erstreckt sich über zwei Hektar entlang der Küste und ist Anziehungspunkt für tausende von Touristen.
25:40Einige der beeindruckenden Steinritzungen sind der offenen See zugewandt.
25:47Ein einheimischer Führer erwartet Bill und Len. Er wird sie das letzte Stück des Weges führen.
25:57Willkommen!
25:59Ich bin Häuptling New Chopper und heiße euch auf unserem Land willkommen.
26:13Hier war ein Land des Überflusses. Es war reich an Fisch.
26:20Heute gehen wir zu den Bildern, die meine Ahnen vor 500 Jahren hinterlassen haben und uns zeigen, dass sie im
26:28Einklang mit der Natur lebten.
26:31Ich heiße euch alle willkommen.
26:35Wir danken Ihnen.
26:40Jedes Interesse für die Vergangenheit ist ein Segen, denn in unserer Vergangenheit können wir unsere Zukunft erkennen.
26:46Die Vergangenheit sagt uns, wer wir sind.
26:51Wie bei den meisten indigenen Völkern ist das Wissen um die Wichtigkeit eines ausgewogenen Verhältnisses zur Natur tief verwurzelt.
27:00Die in Stein geritzte Darstellung weist einige frappierende Übereinstimmungen mit Augenzeugenberichten auf, die Cadborosaurus oder Caddy beschreiben.
27:11Pferdeähnliches Gesicht, keine sichtbaren Ohren, Schnurrhaare und 20 Zentimeter lange Reißzähne.
27:20Meine Vorfahren haben diese Kreatur hier in Stein gezeichnet, um uns zu mahnen, beim Fischen Maß zu halten.
27:27Besuchern sollte es eine Warnung sein, dass sie dieses Wesen töten könnte, wenn sie zu gierig würden.
27:33Denn Gleichgewicht und Harmonie sind wichtig.
27:38Wissen Sie, Häufling, genau das interessiert uns.
27:42Dieses Bild hier, das etwa 300 bis 400 Jahre alt ist, könnte eine Seeschlange darstellen, oder?
27:48Vielleicht sogar Caddy, der in den Gewässern hier draußen lebt.
27:51Das wäre möglich.
27:55Häufling Nutschapa hat guten Grund zu glauben, dass Caddy in den umliegenden Gewässern lebt.
28:00Ihm ist der geheimnisvolle Cadborosaurus bereits mehr als einmal zu Gesicht gekommen.
28:06Das war meist, wenn das Wetter umschlug, wenn die See richtig rau wurde.
28:11Dann erhob sich eine Kreatur aus dem Wasser, fünf, sechs, vielleicht zehn Meter hoch.
28:18Ich habe sie ein paar Mal gesehen, aber ich war noch sehr jung und hatte nicht den Mut, genauer hinzusehen.
28:25Eine bessere Beschreibung habe ich deshalb nicht.
28:28Aber ob da etwas ist?
28:31Mehr als nur wahrscheinlich.
28:38Häufling Nutschapa ist nicht der Einzige, der von einer Begegnung mit Caddy zu erzählen weiß.
28:44Krisha Bland überrascht Bill und Lan mit einer Geschichte ihrer Mutter.
28:50Seit ich ein kleines Mädchen war, erinnere ich mich daran, was sie erzählt hat.
28:55Sie selbst, ihre ältere Schwester und ihr jüngerer Bruder spielten in ihrem alten Ruderboot auf dem Wasser vor der Stadt
29:00Victoria.
29:01Und genau wie man es immer hört, hat sie von einer Art Seeschlange gesprochen,
29:05von wellenförmigen Bewegungen im Meer und davon, dass es immer wieder auf- und abgetaucht ist.
29:12Wie weit entfernt war das?
29:14Gar nicht weit, keine 50 Meter.
29:17Haben Sie Details erkennen können? Kopf oder Höcker vielleicht? Wie sah der Kopf denn aus?
29:22Naja, wie ein Drache vielleicht oder ein Seelöwe, irgendwas dazwischen.
29:28Das Vieh war einfach riesig. Sie waren alle Kinder, aber ich erinnere mich genau, dass sie von einem riesigen Sehungeheuer
29:35gesprochen haben.
29:37Natürlich hatten sie von klein auf von diesen Geschichten hier aus der Gegend gehört.
29:44Die Erzählung ihrer Mutter hat Trishas Meinung zum Cadburosaurus nachhaltig geprägt.
29:50Ich bin absolut überzeugt, dass Caddy existiert. Ohne jeden Zweifel.
30:01Die Beschreibungen, die Häuptling Nujapa und Trisha Bland liefern, stimmen nicht nur mit anderen Augenzeugenberichten überein.
30:09Auch die Ähnlichkeiten zwischen Caddy und Ogopogo sind verblüffend.
30:16Wir haben hier wirklich Interessantes über diese Meereskreatur Caddy erfahren, die hier zu Hause ist.
30:23Sie scheint große Ähnlichkeit mit dem Ogopogo zu haben, der bei uns im Okanagansee lebt.
30:30Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass beide schon häufig gesichtet wurden.
30:36Und dem Häuptling glaube ich jedes Wort.
30:45Bill und Lan planen eine Expedition zur Erkundung der Gewässer vor der Küste Victorias.
30:54Sie müssen Chris sein. Ich bin Bill und das ist Lan.
30:58Lan, freut mich. Chris Roper.
31:01Heute fahren wir also raus. Das hier ist das ROV, oder?
31:05Ja, ein LBV. Little Bantic Vehicle. Das wird uns tolle Bilder liefern.
31:13Bill und Lan haben Chris Roper samt seiner hochspezialisierten Ausrüstung engagiert.
31:19Er hat nicht nur ein ROV, ein ferngesteuertes Unterwassergerät mit Kamera, sondern auch ein Boot mit Radar, Sonar und GPS.
31:29Chris ist der richtige Mann für dieses Vorhaben. Sein ROV hat sich schon oft bewährt.
31:38Wir stellen diese ROVs oft für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung.
31:42Marinelabore zum Beispiel.
31:44Im kommerziellen Bereich geht es meist um Boote oder anderes von Wert im Wasser.
31:49Bootseigner zum Beispiel untersuchen damit ihre Wasserfahrzeuge.
31:53Sicherheit ist auch ein Aspekt.
31:55Die Wasserschutzpolizei setzt ROVs ein, um Landungsbrücken und Docks zu inspizieren, bevor Kreuzfahrtschiffe einlaufen.
32:05Am besten stellt man sie sich als Unterwasserhelikopter mit Kamera vor.
32:09So ein ROV kann sich vor und zurück bewegen und auf der Stelle schweben, eben wie ein Helikopter, nur unter
32:14Wasser.
32:18Nach einem kurzen Test begibt sich das Team auf die offene See hinaus.
32:23Wir sind aufgeregt. Wir verlassen jetzt Victoria. Bestens ausgerüstet und einsatzbereit.
32:29Es geht rüber zur Catboro Bucht nördlich von hier. Dort kam es durch Studenten zur bisher letzten Sichtung von Caddy.
32:35Wir fahren genau in diesen Bereich und lassen dort das ROV tauchen.
32:38Ich bin gespannt, was wir finden.
32:45Sorgfältig bereitet die Crew das ROV vor. Dann kann die Suche beginnen.
32:52Erst vom Schiff weg. Dann lasse ich es nach unten steigen. Es geht jetzt runter.
33:07Okay, wir sind jetzt auf dem Grund. Wir sind unten. 14,6 Meter.
33:14Nettes Bild.
33:18Viele Strömungen da unten.
33:22Der Grund der Catboro Bay.
33:25Ziemlich viel Schlamm da unten.
33:26Solange wir kein Gestein finden, werden wir wohl nicht viel Leben sehen.
33:30Ein paar kleine Fische vielleicht, aber...
33:36Wir wissen, dass sich Caddy, genau wie Ogopogo im Okanagansee, vorwiegend in Grundnähe aufhält.
33:42Es ist also wichtig, dass wir uns speziell auf dem Grund genau umsehen.
33:47Und hier soll Caddy schon oft gesichtet worden sein.
33:50Ich sage nicht, dass Caddy um die Ecke lauert, aber möglich wär's.
33:55Möglich wär's. Genau hier ist er zuletzt gesehen worden.
34:01Bei der Suche auf dem Meeresgrund bietet das ROV viele Vorteile gegenüber anderen Methoden.
34:10Das ROV kannst du 10, 12 Stunden dort unten lassen.
34:17Ganz anders als Taucher.
34:20Denen geht die Luft aus.
34:21Sie frieren und werden müde.
34:24Das ROV treibt dagegen geräuschlos und liefert Bilder.
34:30Welche Kreatur wir auch immer aufspüren, sie wird nicht gleich vom Lärm vertrieben.
34:37Das ferngesteuerte Gerät sucht den Grund weitere 30 Minuten ab.
34:42Da kommt es zu Schwierigkeiten.
34:47Wir haben gerade ein paar Probleme mit dem ROV.
34:50Die Gezeitenströmung zieht uns zur Küste.
34:53Wir werden etwas weiter rausfahren, zu einer Sandbank.
34:56Die fällt 35, 40 Meter steil ab und das würden wir ganz gerne als nächstes auskundschaften.
35:07Das Team setzt die Suche an einer tieferen Stelle der Bucht fort.
35:13Ein paar Nachjustierungen an der Kamera und wieder geht das ROV auf Tauchstation.
35:19Liegt hier Caddys Reich?
35:23Jetzt lassen wir das ROV wieder runter auf den Grund.
35:26Wir wollen das alles hier genauer untersuchen und vielleicht finden wir auch ein paar Höhlen, in die wir reinschauen können.
35:35Dank seiner leistungsstarken Schubdüsen ist das ROV schnell am Grund.
35:45Angesichts der Weite des Ozeans sind Enttäuschungen bei der Suche nach Caddy kein Wunder für Chris Roper.
35:54Gerade erst wurden an Land wieder neue Lebewesen entdeckt, von denen bis dahin keiner wusste.
35:59Bedenkt man, dass die Landmasse nur 21 Prozent der Erdoberfläche ausmacht und 79 Prozent unter Wasser liegen,
36:06dann sind die Chancen locker dreimal so hoch etwas im Meer, statt an Land zu finden, das wir noch nicht
36:11kannten.
36:16Kaum Strömung hier unten. Da ist eine Krabbe. Da.
36:22Wir sind hier draußen auf einer Sandbank. Da gibt es eine Abbruchkante von 30 Metern.
36:27Die wollen wir finden und ihr folgen. Wir werden auch nach Höhlen in der Stallwand suchen.
36:32Ein Großteil der 300 Caddy-Sichtungen hat hier in diesem Gebiet stattgefunden.
36:37Wahrscheinlich hat er hier also seinen Unterschlupf. Und den suchen wir.
36:44Der perfekte Lebensraum könnte ein Grund für die Häufung der Sichtungen sein.
36:49Dieses Gebiet scheint wie geschaffen für Caddy.
36:55Dieses Revier hier wäre einfach die ideale Umgebung für etwas wie Caddy.
37:01Reich an Nahrung, viele Schlupfwinkel und für einen Räuber wie ihn jede Menge Beute.
37:08Definitiv.
37:11Jede Menge Fische, Robben, Seelöwen.
37:15Sehen Sie, jede Menge Plankton, viele Nährstoffe. Hier wimmelt es von Leben.
37:23Und viele Verstecke.
37:25Oh ja, viele Höhlen.
37:28Wir sind auf jeden Fall im richtigen Gebiet. Genau hier ist Caddy schon des Öfteren gesichtet worden.
37:33Das sollte also ziemlich interessant werden.
37:40Nach Stunden erfolgloser Suche erregt plötzlich etwas Ominöses die Aufmerksamkeit des Teams.
37:50Was war das?
37:51Es gibt die Kamera etwas nach oben.
37:53Da war so ein Schatten in der rechten Ecke.
37:55Egal was es war.
37:57Wir haben es auf jeden Fall auf Band.
37:59Was war das?
38:05Das große, mysteriöse, schwimmende Objekt, das Bill ins Auge gefallen war, entpuppt sich bei näherer Untersuchung als Teil einer Pflanze.
38:14Doch dann macht das Team eine wahrhaftig ungewöhnliche Entdeckung.
38:21Bill, hier habe ich was. Das sieht wie eine Futterstelle aus.
38:27Hier sind massenhaft offene Muscheln.
38:30Venusmuscheln und was da sonst noch alles liegt.
38:32Jedenfalls haufenweise aufgebrochene Muscheln.
38:39Welche Arten von Räubern gibt es in diesem Gebiet, Dave?
38:43Der pazifische Riesen-Oktopus, der größte Oktopus der Welt, lebt hier.
38:48Die fressen mit Vorliebe jede Menge Schalentiere.
38:51Aber das hier, das sind wirklich extrem viele.
38:54Mehr als ein Oktopus fressen würde.
38:56Das ist nicht mehr normal.
39:04Da war diese große Venusmuschel.
39:08Die war offen und leer.
39:11Wir haben uns das mal genauer angeschaut.
39:14Ringsum sah es aus wie nach einem regelrechten Fressrausch.
39:18Überall zerbrochene Muscheln.
39:19Und hier soll Caddy schon oft gesichtet worden sein.
39:23War das vielleicht sein Fressplatz?
39:25Was frisst Caddy eigentlich?
39:28Wer weiß das schon?
39:34Das war ziemlich aufregend.
39:37Wir haben eine Stelle gefunden, die definitiv nach dem Fressplatz eines Räubers aussieht.
39:42Und zwar genau da, wo es bisher zu den meisten Sichtungen gekommen ist.
39:46Gut möglich, dass wir Caddys Revier lokalisiert haben.
39:59Das Team packt zusammen.
40:01Für diesmal beenden sie die Suche nach Seeungeheuern.
40:05Allerdings nicht ohne ein paar beeindruckende Ergebnisse.
40:13Aus all dem schließen wir, dass Caddy und Ogopogo artverwandt sind.
40:20Vor Jahren, als der Penticton-See noch bestand und mit ihm möglicherweise eine Verbindung zum Meer,
40:27könnte ein Artgenosse Caddys dem Zug der Lachse gefolgt und so bis ins Okanagan, Columbia und Fraserbecken gelangt sein.
40:38Als die Verbindung zum Meer irgendwann verschwand, war er dort gefangen und wurde zu unserem Ogopogo, einem Vetter von Caddy.
40:52Das Team bleibt optimistisch und wird die Suche nicht aufgeben.
40:58Wir haben neue Technologien entwickelt, die wir dieses Jahr zum Einsatz bringen werden.
41:07Eine vollkommen neue Art der Suche.
41:10Wir erhoffen uns eindeutige Ergebnisse davon.
41:14Ich denke, unser Team wird dasjenige sein, das den schlüssigen Nachweis liefert.
41:21Sollte das Team den Beweis für die Existenz dieser Kreaturen finden, wäre das eine wissenschaftliche Sensation.
41:32Die Wissenschaft wird ihre Ansichten in Bezug auf Süßwasserseen in Nordamerika revidieren müssen.
41:37Ich meine, weltweit werden ständig neue Arten entdeckt.
41:41Ich halte es nicht für unrealistisch, dass auch in diesem See etwas ist, das uns noch unbekannt ist.
41:50Für einen wahren Forscher ist der Weg das Ziel.
41:54Und Bill will da keine Ausnahme sein.
41:56Er bleibt seinem Ziel treu.
42:00Das ist einfach etwas, was mich wirklich interessiert.
42:04Wir wollen beweisen, dass diese bislang unentdeckten Wasserbewohner existieren.
42:08Es ist an der Zeit dafür.
42:10Und ich denke, es ist Zeit.
42:24Und ich denke, es ist Zeit.
42:46Und ich denke, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!