- vor 13 Minuten
## đœ UFOs, MOTHMAN & DIE MYSTERIĂSEN FĂDEN â DREI RĂTSEL, EINE SPUR
Eine ungewöhnliche Reise zu drei FĂ€llen, die bis heute fĂŒr Spekulationen sorgen.
In **GonzĂĄlez, Argentinien**, berichten Zeugen von einer auĂergewöhnlichen **UFO-Massensichtung**. Zahlreiche Menschen wollen gleichzeitig unbekannte Objekte am Himmel beobachtet haben. Was wurde tatsĂ€chlich gesehen â und lĂ€sst sich das Ereignis mit bekannten Flugzeugen, Satelliten oder atmosphĂ€rischen Erscheinungen erklĂ€ren?
Weiter geht es nach **Point Pleasant, West Virginia** â dem legendĂ€ren Schauplatz der Mothman-Sichtungen. Jahrzehnte nach den berĂŒhmten Ereignissen rund um die Silver Bridge tauchen immer wieder neue Berichte ĂŒber eine geheimnisvolle, geflĂŒgelte Gestalt mit leuchtend roten Augen auf. Handelt es sich um einen modernen Mythos, Fehlinterpretungen oder steckt hinter den Beobachtungen etwas Unbekanntes?
Und schlieĂlich geht es um ein besonders rĂ€tselhaftes medizinisches PhĂ€nomen: **Morgellons**. Betroffene berichten von ungewöhnlichen Hautempfindungen und faden- oder faserartigen Materialien, die aus HautlĂ€sionen hervortreten sollen. Die medizinische Einordnung ist bis heute umstritten; Untersuchungen kommen zu unterschiedlichen ErklĂ€rungen, wĂ€hrend die Beschwerden der Betroffenen real und teilweise sehr belastend sind. ([Cleveland Clinic][1])
**Drei Geschichten â drei ungelöste Fragen:**
đž Was geschah ĂŒber Argentinien?
đïž Was steckt hinter den neuen Mothman-Berichten?
𧏠Und was hat es mit den mysteriösen Fasern bei Morgellons auf sich?
**Mythen, Augenzeugenberichte, wissenschaftliche ErklÀrungsversuche und die offenen Fragen dahinter.**
Eine ungewöhnliche Reise zu drei FĂ€llen, die bis heute fĂŒr Spekulationen sorgen.
In **GonzĂĄlez, Argentinien**, berichten Zeugen von einer auĂergewöhnlichen **UFO-Massensichtung**. Zahlreiche Menschen wollen gleichzeitig unbekannte Objekte am Himmel beobachtet haben. Was wurde tatsĂ€chlich gesehen â und lĂ€sst sich das Ereignis mit bekannten Flugzeugen, Satelliten oder atmosphĂ€rischen Erscheinungen erklĂ€ren?
Weiter geht es nach **Point Pleasant, West Virginia** â dem legendĂ€ren Schauplatz der Mothman-Sichtungen. Jahrzehnte nach den berĂŒhmten Ereignissen rund um die Silver Bridge tauchen immer wieder neue Berichte ĂŒber eine geheimnisvolle, geflĂŒgelte Gestalt mit leuchtend roten Augen auf. Handelt es sich um einen modernen Mythos, Fehlinterpretungen oder steckt hinter den Beobachtungen etwas Unbekanntes?
Und schlieĂlich geht es um ein besonders rĂ€tselhaftes medizinisches PhĂ€nomen: **Morgellons**. Betroffene berichten von ungewöhnlichen Hautempfindungen und faden- oder faserartigen Materialien, die aus HautlĂ€sionen hervortreten sollen. Die medizinische Einordnung ist bis heute umstritten; Untersuchungen kommen zu unterschiedlichen ErklĂ€rungen, wĂ€hrend die Beschwerden der Betroffenen real und teilweise sehr belastend sind. ([Cleveland Clinic][1])
**Drei Geschichten â drei ungelöste Fragen:**
đž Was geschah ĂŒber Argentinien?
đïž Was steckt hinter den neuen Mothman-Berichten?
𧏠Und was hat es mit den mysteriösen Fasern bei Morgellons auf sich?
**Mythen, Augenzeugenberichte, wissenschaftliche ErklÀrungsversuche und die offenen Fragen dahinter.**
Kategorie
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TVTranskript
00:03Oh mein Gott!
00:08Augen und Zunge rausgerissen, aber nirgends Blut.
00:12Wer macht sowas?
00:14Wir brauchen Antworten.
00:17Unglaublich. Es war noch gröĂer.
00:20Meine Arme brannten.
00:22Hab sowas noch nie gesehen.
00:24Es löste sich in Luft auf.
00:26Es kam nicht von der Erde.
00:30Wissen Sie, was es ist? Ich nicht.
00:32In dieser Folge zu sehen, in Argentinien schwören 30 Augenzeugen, ein UFO-Gesicht zu haben.
00:40Kann es sein, dass dies im Urwald abgestĂŒrzt ist?
00:47Ist es denkbar, dass ein mystisches Wesen Katastrophen ankĂŒndigt?
00:55Die BrĂŒcke stĂŒrzte ein.
00:57Was steckt hinter einer unbekannten Krankheit, die Menschen ĂŒberall auf der Welt befĂ€llt?
01:03Es ist wie in einem Science-Fiction-Horror-Film.
01:23Im Nordwesten Argentiniens tĂŒrmen sich die mĂ€chtigen Anden auf.
01:29Am Rande der Gebirgskette liegt der kleine Ort Joaquin-Victor-Gonzalez, Hauptstadt der Provinz Salta.
01:38Es ist nur eine winzige Stadt, in der man keinen Urlaub machen wĂŒrde.
01:42Schlichte Leute, schlichte HĂ€user. Ein einfaches Leben.
01:51Doch eines Nachts wurde die Ruhe der Kleinstadt und ihre Einwohner durch ein merkwĂŒrdiges Ereignis empfindlich gestört.
02:01Kurz nach Mitternacht.
02:03Nach einem Essen mit Freunden ging ich nach Hause. Plötzlich entdeckte ich am Himmel dieses Objekt, das in etwa so
02:09lang wie ein LKW war.
02:15Ich war auf dem Weg zum Haus meiner Mutter, als ich ein groĂes, helles Licht am Himmel sah.
02:21Ich hatte keine Ahnung, was das war.
02:27Es war zwischen diesen beiden Laternenmasten und war ungefĂ€hr so groĂ.
02:40Doch es gab noch mehr Augenzeugen. 30 Menschen schildern ĂŒbereinstimmend, ein schwebendes, helles Objekt gesehen zu haben.
02:48Die Berichte stimmen gröĂtenteils ĂŒberein. Eine sogenannte Massensichtung.
02:57Es war leuchtend, lang und zigarrenförmig.
03:08Ich sah ein Objekt in Zigarrenform, das ein glĂŒhendes Licht ausstrahlte, das ab und an zu blinken schien.
03:19Laut Bericht der Augenzeugen soll das GebĂ€ude hell geleuchtet haben und in 300 Metern Höhe ĂŒber der Stadt geschwebt sein.
03:2615 Minuten nach der ersten Sichtung sei es Richtung SĂŒden geflogen und dann verschwunden.
03:36Plötzlich gab es einen Stromausfall.
03:41Alles war pechschwarz. Man konnte nur noch Stimmen hören und das Ding war weg.
03:48Erst Stunden spÀter, am nÀchsten Morgen, funktionierte die Stromversorgung wieder.
03:57Keiner konnte erklÀren, warum der Strom ausgefallen war.
04:02Wir dachten, dieses sonderbare fliegende Etwas hÀtte die ElektrizitÀt im Ort gestört.
04:09Navarro zufolge war das Flugobjekt verantwortlich fĂŒr die Störung.
04:13Der Journalist Daniel Barbosa wandte sich an die Stromgesellschaft.
04:19Der Ingenieur hatte keine Antwort und sagte mir, um ehrlich zu sein,
04:24wir können den technischen Fehler, der den Stromausfall ausgelöst hat, nicht ausfindig machen.
04:34Die Regierung konnte den verunsicherten Augenzeugen keine ErklÀrung zu den gesichteten Objekten geben.
04:41Und auch der Stromausfall blieb ungelöst.
04:46Daher zogen die Einwohner ihre eigenen SchlĂŒsse.
04:51Mein erster Gedanke war, ein UFO.
04:54Doch das kann nicht sein, ich glaube nicht an sowas.
04:58Doch dann sprach ich mit meinem Vater.
05:03Daniels Vater, Toni Galvano, glaubt, es könne eine Verbindung zu einem bizarren Ereignis geben,
05:08das sich 14 Jahre zuvor in dieser Gegend abgespielt hat.
05:17Es war ein schöner Tag. Plötzlich hörten wir zwei schwere Explosionen.
05:26Sekunden spÀter bebte die Erde.
05:34Zuerst dachte Galvano, es könne nur eine ErklĂ€rung geben fĂŒr die Explosionen und das Beben.
05:39Einen Flugzeugabsturz.
05:43Er rief sofort die Polizei.
05:47Unser Polizeichef sagte mir, dass kein Flugzeug vermisst wĂŒrde.
05:52Auch die KrankenhĂ€user, das MilitĂ€r und andere Rettungsdienste lieĂen mitteilen, es gĂ€be keine Anzeichen auf ein UnglĂŒck.
06:02Doch vielen Einheimischen erschien dies wenig glaubhaft.
06:06Es war etwas seltsames geschehen.
06:09Auch wenn es offiziell abgestritten wurde, Galvano war ĂŒberzeugt, dass sich in der Umgebung ein Absturz ereignet hatte.
06:17Daher wurde er selbst aktiv.
06:20Wir wollten das abgestĂŒrzte Objekt finden. Vielleicht gab es ja Ăberlebende.
06:28Galvano organisierte eine Suchaktion.
06:31AngefĂŒhrt von Pic le Pacheo sollten Einheimische die Absturzstelle ausmachen.
06:37Ich ĂŒbernahm die Leitung, weil ich die Umgebung gut kenne.
06:41Doch drauĂen in der Wildnis sollte man auf alles gefasst sein.
06:46WĂ€hrend der Suchtrupp zu FuĂ ins Vorgebirge aufbrach, observierte der Pilot Galvano die Gegend vom Flugzeug aus.
06:56Zehn Tage lang untersuchten sie eine FlĂ€che von 100 Quadratkilometern und fanden dabei keine Anzeichen auf ein abgestĂŒrztes Flugzeug.
07:07Es gab keinerlei Spuren. Nichts.
07:13Toni Galvano war sicher etwas zu finden und suchte weiter.
07:21Am elften Tag entdeckte ich aus dem Flugzeug plötzlich einen riesigen Streifen auf der Erde.
07:27Eine Schneise, etwa zwei Kilometer lang und rund 600 Meter breit.
07:31Alles war platt gewalzt.
07:33Als ich das sah, rief ich laut, Bingo.
07:40Laut Galvano befand sich dort ein gigantisches Feld, auf dem sÀmtliche BÀume umgemÀht worden waren.
07:51Er konnte keine TrĂŒmmer erkennen.
07:56Auf einmal verlor er die Kontrolle ĂŒber sein Flugzeug.
07:59Meine Maschine ging runter.
08:03FĂŒr den Piloten fĂŒhlte es sich an, als wĂŒrde ihn eine unsichtbare Kraft nach unten ziehen.
08:09Ich wollte durchstarten, aber das Flugzeug reagierte nicht.
08:14Der Flieger drohte an den Bergen zu zerschellen.
08:18Ich habe 30 Jahre Flugerfahrung.
08:20Es gibt keine ErklĂ€rung, warum ich plötzlich keine Luft mehr unter den FlĂŒgeln zu haben schien.
08:26Ich musste auf der Schneise notlanden.
08:36Galvano landete unsanft.
08:38Dieses nie zuvor ausgestrahlte Filmmaterial, das zehn Tage spÀter entstand, zeigt die mysteriöse Schneise, die er gefunden hatte.
08:48Es gab keine Wrackteile oder sonstige Anzeichen eines Absturzes, nur viele abgeknickte BÀume, die wirkten, als wÀren sie bei einer
08:55Explosion weggesprengt worden.
08:59Der Pilot wunderte sich zudem ĂŒber seltsamen weiĂen Staub, mit dem die gesamte Schneise bedeckt war.
09:09Es wirkte wie Metall, das zu Staub geworden war, vielleicht Aluminium. Fast das gesamte GelÀnde war davon bedeckt.
09:20Kein Flugzeug der Welt wÀre in der Lage, eine solch riesige Schneise zu hinterlassen.
09:29Zudem waren nirgends TrĂŒmmerteile zu finden.
09:34Irgendeine fremde Kraft hatte alles ausradiert. BĂ€ume, BĂŒsche, alles.
09:42FĂŒr Galvano ist es ausgeschlossen, dass ein Flugzeug diesen Schaden angerichtet haben könnte.
09:48Realistischer scheint ihm eine Verbindung zu dem zigarrenförmigen Objekt, das 14 Jahre spÀter entdeckt wurde.
09:55Ich weiĂ nicht, was es war.
10:00Als SachverstĂ€ndiger fĂŒr FlugzeugunglĂŒcke untersucht Miguel Cafaro seit 25 Jahren Absturzstellen.
10:07Er weiĂ genau, worauf zu achten ist.
10:11Man findet immer Wrackteile. Die FlĂŒgel, RĂ€der oder den Motor.
10:18Ich schlieĂe einen Flugzeugabsturz aus, weil es nicht einen Beweis dafĂŒr gab.
10:26Nach seinem rĂ€tselhaften Fund kehrte Toni Galvano aufgewĂŒhlt zum Basislager zurĂŒck.
10:34Zwei Explosionen hatten die Stadt erschĂŒttert. Doch offenbar war kein Flugzeug dafĂŒr verantwortlich.
10:43Dort oben in den Bergen war eine riesige Schneise und auch weiĂer Staub. Aber sonst konnten wir nichts finden.
10:53Das MaĂ der Zerstörung und der mysteriöse Staubteppich veranlassten Galvano, eine auĂerirdische ErklĂ€rung in Betracht zu ziehen.
11:06Einige Leute glauben mir, andere nennen mich einen Irren.
11:10Doch ich bin sicher, es war ein gigantisches, unbekanntes Luftfahrzeug, das sich selbst zerstörte und dabei einfach dematerialisierte.
11:23Die VorfÀlle locken Journalisten in den kleinen Ort.
11:30Eine von ihnen ist die Reporterin und Kriegsberichterstatterin Marta Wiesbicki vom Chente-Magazin in Buenos Aires.
11:39Anfangs ist Wiesbicki noch skeptisch.
11:44Mein Chef gab mir den Auftrag, eine Story zu verfassen.
11:47UFO-Absturz in der Provinz Salta.
11:50Ich sagte ihm, ich glaube nicht an solch einen Unfug und will darĂŒber nicht schreiben.
11:57Doch dann siegt die Neugier und die Journalistin will der Sache auf den Grund gehen.
12:03Bei ihrer Recherche wendet sich Wiesbicki an Forscher des Nationalen Meteorologischen Instituts.
12:09Dort scheint man eine plausible ErklÀrung zu haben.
12:13Ich sprach mit einem Techniker des Meteorologischen Instituts.
12:16Dieser sagte, es wÀre ein Wetterballon gewesen. Ein Ballon, um Winde und Temperaturen zu messen.
12:23Wetterballons fliegen bis zu 20 Kilometer hoch.
12:26Sobald die erforderlichen Messungen durchgefĂŒhrt sind, zerplatzen die Ballons.
12:35Und fallen runter auf die Erde.
12:37Der Techniker lieĂ keine weiteren Fragen zu. Nach zwei Minuten war die Sache fĂŒr ihn geklĂ€rt.
12:44Wiesbicki glaubt nicht daran, es mit einem abgestĂŒrzten Wetterballon zu tun zu haben.
12:48Denn diese platzen in der Luft, sie explodieren nicht.
12:52Doch die Zeugen in Joaquin Victor GonzĂĄlez vernahmen laute Detonationen.
12:58Ein Reporter der Tageszeitung in Salta erzÀhlte mir, Leute im Umkreis von 300 Kilometern hÀtten es gesehen.
13:05Es hÀtte eine Explosion gegeben, die ein Erdbeben ausgelöst hat.
13:08Da sagte ich mir, das kann kein Wetterballon gewesen sein.
13:12Die Journalistin möchte jemanden sprechen, der die Explosionen am Himmel tatsÀchlich gesehen hat.
13:18Daher interviewt sie Augenzeugen. Unter anderem den ehemaligen Polizisten Pedro Salazar.
13:24Plötzlich sah ich eine riesige Explosion, gefolgt von einem roten Feuerball.
13:31Das Objekt fiel sehr schnell und hinterlieĂ einen weiĂen Schweif.
13:39Wiesbicki glaubt nicht an die UFO-Theorie. Sie sucht nach einer wissenschaftlichen ErklÀrung.
13:46Sie sprachen von einem Feuerball und Explosionen. Das klang fĂŒr mich nach einem Meteoriten.
13:54Die Journalistin befragte den Geologen Ricardo Alonso zu der Möglichkeit eines Meteoriteneinschlags.
14:04In den Anden hat man schon viele Krater von MeteoriteneinschlÀgen gefunden.
14:14Haben die Augenzeugen in Wahrheit einen Meteoritenabsturz gesehen?
14:22Wenn ein Teil eines Meteoriten in unsere AtmosphĂ€re eintaucht, verglĂŒht er zumeist und sieht dabei aus wie ein Feuerball.
14:34Matta Wiesbicki meint der Lösung nĂ€her zu kommen. Die Augenzeugenberichte sprechen fĂŒr die Meteoritentheorie.
14:41Auch das Beben, das der Explosion folgte, stĂŒtzt diese, glaubt der Geologe Jorge Aneza.
14:50Metallische Meteoriten sind bekannt dafĂŒr, beim Aufschlag Beben auszulösen und groĂen Schaden anzurichten.
15:00Diese Meteoriten können auch metallischen Staub hinterlassen.
15:05Handelt es sich bei dem weiĂen Staub, den man in den Bergen fand, demnach um Ăberreste eines metallischen Meteoriten?
15:13Wiesbicki entschied, die einzige Möglichkeit, diese Frage zu beantworten, ist, eine Probe des Pulvers analysieren zu lassen.
15:22DafĂŒr musste ich hoch in die Berge.
15:30Es sah dort so aus, als hĂ€tte ein monströser Traktor alles umgepflĂŒckt.
15:35Die Vegetation war zerstört und selbst die Felsen waren zertrĂŒmmert.
15:44Ich fand einen groĂen Stein, der wie ein Kuchen in der Mitte durchgeschnitten war.
15:54Die Journalistin ist verblĂŒfft von diesen EindrĂŒcken und immer noch sicher, es mit einem Meteoriteneinschlag zu tun zu haben.
16:00Dann lĂ€sst sie den weiĂen Staub untersuchen.
16:06Wir konnten kein Metall darin finden. Meteoriten bestehen hÀufig zumindest zu einem Teil aus Metall.
16:13Doch wir konnten nichts nachweisen. Alles, was wir analysieren konnten, war pulverisiertes Gestein.
16:18Wir fanden jedoch nicht heraus, woher dieses stammte.
16:25Die Analyse scheint gegen die Meteoritentheorie zu sprechen.
16:31Wiesbicki kehrte ins Dorf zurĂŒck.
16:33Vor Ort wurden ihr bemerkenswerte Bilder gezeigt, die die Einwohner gemacht hatten.
16:39Es gab da zwei Fotos.
16:41Das eine entstand bei Nacht und zeigt ein Feuerring auf dem Berg mit einem Feuerschweif.
16:52Der brennende Ring ist laut der Journalistin exakt dort zu sehen, wo sie die gigantische Schneise aufgesucht hatte.
16:59Das zweite Foto wurde wenige Minuten zuvor geschossen und ist ebenfalls interessant.
17:07Das andere Bild brachte mich zum Nachdenken.
17:10Es zeigt ein Objekt, das in der Luft explodiert, und einen qualmenden Ring.
17:21Und eine qualmende Spirale Richtung Erde. Das war kein Meteorit.
17:28Wiesbicki ist ĂŒberzeugt, dass die wissenschaftlichen ErklĂ€rungsversuche damit ausgeschöpft waren und nur noch eine Schlussfolgerung bleibt.
17:38Ich bin sicher, dass es kein Wetterballon war. Und auch kein Meteorit.
17:49Und kein Flugzeug. Also was war es? Es scheint sich um ein UFO zu handeln.
17:58Antonio Soleta, der ehemalige BĂŒrgermeister der Provinz Salta, glaubt, dass UFOs von den Anden regelrecht angezogen werden.
18:10Ich habe herausgefunden, dass es hier riesige unterirdische Uranvorkommen gibt. Sie kommen sicher deswegen.
18:21Soleta meint, das silber-weiĂe Metall Uran könnte den UFOs als pulverförmiger Treibstoff dienen.
18:31Vielleicht ist das Uran ihr Kraftstoff. Es muss eines dieser groĂen Raumschiffe gewesen sein, das 1995 hier abstĂŒrzte.
18:42Viele der Einheimischen glauben, dass 1995 ein auĂerirdisches Raumschiff abgestĂŒrzt ist und dass das zigarrenförmige Objekt, das 2009 beobachtet wurde,
18:53ebenfalls eines war.
18:55Demnach wÀre 14 Jahre nach dem Crash ein weiteres UFO aufgetaucht.
19:01Es gab nie eine offizielle ErklĂ€rung fĂŒr die Explosionen im Jahr 1995 und die seltsame Schneise in den Werken.
19:09Der Absturz eines Flugzeuges oder der eines Wetterballons wurden ausgeschlossen.
19:13Es handelte sich auch nicht um einen Meteoriteneinschlag.
19:17Es wurde nicht geklĂ€rt, was ĂŒber 30 Augenzeugen 2009 am Himmel gesehen hatten.
19:23Die argentinische Luftwaffe hat auf Nachfrage keine AuskĂŒnfte zu den Sichtungen erteilt.
19:34Ich wollte einen FlĂŒgel oder so finden. Irgendetwas, auf dem NASA oder was Russisches geschrieben stand.
19:41Dann hÀtte ich sagen können, Leute, es gibt keine UFOs.
19:47Aber ich habe nichts gefunden.
19:50Die Fotos und Interviews mit Einheimischen hinterlieĂen nichts als Fragen.
19:54Was geschah in Salta?
20:00Was auch immer dahinter steckt, dieses RÀtsel bleibt ungeklÀrt.
20:15Am Ufer des Ohio Rivers, nahe der Grenze zwischen West Virginia und Ohio, liegt die Stadt Point Pleasant.
20:27Einst kam es an diesem Ort zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen amerikanischen Ureinwohnern und europÀischen Siedlern.
20:36Und seit 50 Jahren kursiert in der Stadt die Legende von einer furchteinflöĂenden Kreatur.
20:46John Hypes ist Krankenpfleger.
20:49Eines Abends im MĂ€rz 2009 beobachten Hypes und seine Frau auf dem Heimweg etwas Seltsames.
20:58Dieses Erlebnis beschÀftigt John Hypes bis heute.
21:02Es war gegen 22 Uhr, als wir, wie so hĂ€ufig, diese StraĂe entlang fuhren.
21:07Wir achteten auf Rehe, weil es hier oft zu WildunfÀllen kommt.
21:14Meine Frau entdeckte etwas vor uns auf der BrĂŒcke. Ich bremste ab, weil es nicht reagierte.
21:21Als sie nÀher kommen, bewegt sich das Objekt immer noch nicht.
21:27Sie halten es fĂŒr ein verletztes Reh oder einen streunenden Hund.
21:32Dann erhebt es sich.
21:35Mir war klar, es musste etwas Ungewöhnliches sein. Es war groà wie ein Mann.
21:48Ich weiĂ sicher, dass es gröĂer als so war. Der Rumpf war zwischen 1,85 Meter und 2 Metern hoch.
22:01Dann entfaltete es seine FlĂŒgel. Und plötzlich sprang es von der BrĂŒcke.
22:13Auch Hypes Frau ist ĂŒberzeugt, eine schaurige, zwei Meter groĂe Kreatur erblickt zu haben. Und er leidet einen schweren Schock.
22:22Meine Frau hat niemals so geschrien wie in dieser Nacht.
22:28Bis heute leidet sie und spricht nie darĂŒber.
22:33Hypes und seine Frau fahren schnell davon.
22:42Ich weiĂ nicht, was es war. Und ich blieb auch nicht dort, um zu schauen.
22:48Dies ist nicht das erste Mal, dass in Point Pleasant von einer solchen Kreatur berichtet wurde.
22:53Schon im Jahr 1966 soll ein Àhnliches Geschöpf gesichtet worden sein.
23:01Zwei junge Paare fuhren durch ein verlassenes Industriegebiet in Point Pleasant.
23:05Sie behaupten, eine gruselige, geflĂŒgelte Kreatur sei ihnen damals gefolgt.
23:14Sie riefen die Polizei.
23:19Eine Frau aus der Gruppe, Linda Scarberry, lieferte eine detaillierte Beschreibung und fertigte eine Skizze an.
23:27Das Geschöpf wurde rasch bekannt als Mothman.
23:32Faye DeWitt lebt ebenfalls in Point Pleasant und kennt die zwei Paare.
23:36Die Berichte vom Mothman verfolgte sie mit Skepsis.
23:39Sie glaubte, ein verkleideter Mann hÀtte sich einen makabren Spaà erlaubt.
23:45Ich dachte, es wĂ€re ein Halloween-KostĂŒm.
23:48Am folgenden Abend wollen Faye DeWitt und ihr Bruder den angeblichen Mothman auffinden und enttarnen.
23:57Mein Bruder und ich fuhren ins Industriegebiet und wollten das Ding ausfindig machen, das Linda und die anderen am Tag
24:04zuvor gesehen hatten.
24:10Um zu beweisen, dass alles Quatsch ist.
24:14Doch die beiden erwartet ein schockierender Abend.
24:20Mein Bruder schaute dort raus und ich fragte, was ist da?
24:23Und er sagte dann, schau nicht hin, da ist etwas neben dem Auto.
24:31Doch ich guckte hin, da war es.
24:38Ich sah fast nur Augen, weil sie so groĂ und leuchtend waren.
24:45Und seltsam rot.
24:48Ich wollte nur noch weg.
24:54Faye DeWitt berichtet, dass das Geschöpf sie verfolgte.
24:59Bis in eine Sackgasse.
25:01Oh mein Gott, Faye, wo ist er?
25:07Wo ist es?
25:08WeiĂ nicht.
25:14Das Ding sprang auf die Motorhaube.
25:19Es sah meinen Bruder an, dann mich.
25:22Und nun?
25:27Minutenlang war es wie versteinert.
25:36Dann sprang es auf ein fĂŒnfstöckiges GebĂ€ude, einfach oben rauf.
25:43Mein Bruder stieg aus und warf Steine nach ihm.
25:50Ein Stein traf es fast am Bein.
25:53Das war der Moment, wo es die FlĂŒgel öffnete.
25:55Genau so.
26:01Dann flog es in die Dunkelheit und wir haben es nicht mehr gesehen.
26:09Faye DeWitt und ihr Bruder sind sich sicher, das konnte kein Halloween-Streich gewesen sein.
26:16Ich weiĂ nicht, was es war.
26:19Aber ich weiĂ bestimmt, dass kein Mensch in einem KostĂŒm sich so verhĂ€lt.
26:27Einige Forscher sind der Ansicht, es handle sich um eine sogenannte Massenillusion.
26:35Doch John Hypes widerspricht.
26:38Beide, er und seine Frau, arbeiten in der Psychiatrie und kennen das PhÀnomen der Illusion von medizinischer Seite.
26:47Es gibt keine gemeinsamen Illusionen.
26:50Halluzinationen kann man nicht teilen.
26:56Meine Frau bestÀtigt ja, dass meine Wahrnehmung richtig war.
26:59Eine Massenillusion scheide John Hypes zufolge aus.
27:03Denn mittlerweile haben ĂŒber 100 Augenzeugen, die keine Verbindung zueinander haben, die seltsame Kreatur beschrieben.
27:12Nach den Berichten ĂŒber den angeblichen Mothman kommen viele Schaulustige nach Point Pleasant, um die Kreatur zu erspĂ€hen.
27:19Die Gestalt wird vermarktet, GeschÀftsleute schlagen aus ihr Kapital.
27:24Jeff Wamsley jagt dieser Legende schon seit seiner Schulzeit hinterher.
27:32Es wurde fĂŒr die Leute eine Art Tradition, im Gewerbegebiet nach dem Ding zu suchen, teilweise mit Gewehren.
27:41Wie die Jagd auf Frankenstein.
27:45Ăber 100 Menschen wollen die Kreatur im Laufe der Zeit gesehen haben. Sie alle beschrieben sie Ă€hnlich.
27:54Die ĂŒbliche Beschreibung ist, 1,80 Meter bis 2,10 Meter groĂ, dunkelgraue Farbe.
28:04Der Kopf eingezogen wie ein Vogel.
28:10Die Leute erwÀhnen immer die roten Augen, fast hypnotisch.
28:18Und dann die FlĂŒgel. Man spricht von zweieinhalb bis dreieinhalb Metern Spannweite.
28:30Der einheimische Tom Urie will der Kreatur sogar am Tag begegnet sein.
28:37Ich war auf dem Weg nach Clarksburg, das 250 Kilometer entfernt ist.
28:42Ich fuhr morgens um halb acht los. Plötzlich sah ich etwas aus dem Augenwinkel.
28:51Ich dachte erst, es wĂ€re ein Helikopter. Dann schaute ich und sah zwei FlĂŒgel. Es war riesig, vielleicht viereinhalb Meter
28:59Spannweite.
29:00Ich dachte, das muss dieser Mothman sein.
29:06Urie sagt, die Kreatur umkreiste seinen Wagen.
29:11Er flog gegen den Uhrzeigersinn und kam immer weiter runter.
29:17Ich wusste nicht, was dieses Ding vorhat.
29:20Darum beschleunigte ich den Wagen auf 120 kmh.
29:29Es flog dann Richtung Fluss.
29:34Tom Urie wendete sich an die Polizei.
29:38Es war schwarz mit einigen braunen Fehlern.
29:41Es hatte einen groĂen Körper und ungefĂ€hr viereinhalb Meter Spannweite.
29:49Ich sagte, das war Mothman.
29:56Man glaubt mir nicht, aber ich habe ihn gesehen.
30:02Die Polizei reagierte skeptisch.
30:04Man suchte zwar nach Mothman, doch man fand ihn nicht.
30:07Man ging davon aus, Urie und andere hĂ€tten wohl einen groĂen Vogel gesehen.
30:17Wir wissen, ein Vogel, der der Beschreibung am nÀchsten kommt, ist der Streifenkauz.
30:23Ich habe diese Eulenart schon gesehen.
30:25Eine auĂergewöhnliche Kreatur.
30:30Die Gegend, in der man den Mothman gesehen haben will, gehört zum Verbreitungsgebiet dieser Eule.
30:39Könnten es Eulen gewesen sein? Ich wette ja.
30:44Doch der Streifenkauz wird nur etwa 60 cm groĂ mit 1,30 m Spannweite.
30:50Selbst der gröĂte Kauz ist nur 80 cm groĂ und hat 1,40 m Spannweite.
30:55Kein Vogel ist auch nur annÀhernd so mÀchtig, wie der Mottenmensch laut Augenzeugenberichten sein soll.
31:08Das Ding, das ich gesehen habe, war ĂŒber zwei Meter groĂ.
31:12Ich habe niemals in meinem Leben einen Vogel gesehen, der ansatzweise so riesig war wie dieses Etwas.
31:22Wenn es kein Vogel gewesen sein kann, was haben die Augenzeugen dann gesehen?
31:30Die Sichtungen des Mothman in den 1960er Jahren endeten abrupt, als in Point Pleasant eine Tragödie geschah.
31:40Am 15. Dezember 1967 stĂŒrzte die Silver Bridge ein, die die Stadt mit dem anderen Ufer des Ohio Rivers verbannt.
31:51Die Bergungsarbeiten nach dem Einsturz der Silver Bridge laufen weiter auf Hochtouren.
31:56Bei dem UnglĂŒck stĂŒrzten 50 Fahrzeuge in die reiĂenden Fluten des Ohio Rivers.
32:00Die Katastrophe geschah wĂ€hrend des abendlichen StoĂverkehrs.
32:0646 Menschen starrten an diesem Tag. Und Mothman wurde plötzlich nicht mehr gesichtet.
32:16Doch im Vorfeld anderer Katastrophen auf der Welt wollen Zeugen ihn gesehen haben.
32:23Tschernobyl, Ukraine, 1986.
32:28Arbeiter behaupten, Tage vor dem Supergau in dem Kernkraftwerk ein Geschöpf mit FlĂŒgeln und leuchtenden Augen beobachtet zu haben.
32:38Chihuahua, Mexiko, 2009.
32:41Vor dem Ausbruch der Schweinegrippe wurde laut Augenzeugen eine dunkle, geflĂŒgelte Kreatur gesehen.
32:49Fukushima, Japan, 2011.
32:52Kurz bevor das Kernkraftwerk von einem verheerenden Tsunami zerstört wurde, wollen Zeugen ebenfalls ein seltsames Geschöpf mit FlĂŒgeln erspĂ€ht haben.
33:02Ist es möglich, dass eine Verbindung zwischen diesen Katastrophen und der Sichtung von Mothman besteht?
33:08Oder sollte dieser gar erscheinen, um vor einem bevorstehenden UnglĂŒck zu warnen?
33:13Faye DeWitt hatte GlĂŒck und befand sich 1967 nicht auf der Silver Bridge, als sie einstĂŒrzte.
33:21Normalerweise fuhren wir jeden Freitag um 18 Uhr drĂŒber.
33:25Doch an diesem Tag hatte ich das GefĂŒhl, etwas Schreckliches wĂŒrde passieren. Und wir unterlieĂen es.
33:32Sonst wĂ€ren wir auf der BrĂŒcke gewesen. Da gibt es kein Wenn und Aber.
33:42Es wirkt makaber, dass John Hypes und seine Frau Mothman ausgerechnet auf einer BrĂŒcke gesichtet haben wollen.
33:52Kann es sein, dass er weiteres UnglĂŒck ĂŒber die Stadt bringen wollte? Oder kam er, um vor einer nahenden Katastrophe
33:58zu warnen?
34:00Seit seiner Beobachtung wartet John Hypes, dass etwas geschieht.
34:07Ich habe immer gehört, Mothman sei ein Bote. Und dass er die Leute warnen will, bevor etwas passiert.
34:19Sollte es diese mystische Kreatur tatsÀchlich geben? Die Existenz des legendÀren Mottenmenschen bleibt bis heute ungeklÀrt.
34:44Ăberall auf der Welt scheinen Menschen von einer neuen, besorgniserregenden Krankheit befallen zu werden.
34:50Darf ich Ihren Arm sehen?
34:53Die Krankenschwester Cindy Casey glaubt, am Morgellons-Syndrom erkrankt zu sein.
34:58Die ersten Symptome des chronischen Leidens tauchten vor 15 Jahren auf.
35:03Es war schrecklich. Ich bekam Ausschlag im Gesicht und auf der Kopfhaut.
35:10Bald breitete sich der Ausschlag ĂŒber ihren gesamten Körper aus. Doch das war noch nicht alles.
35:18Ich hatte all diese Wunden am Körper und bemerkte dann seltsame FÀden, die dort rauskamen.
35:24Diese Fasern konnte man aus der Haut ziehen.
35:30Sehr beÀngstigend.
35:34Als Allgemeinmediziner nicht helfen konnten, wandte sich Cindy Casey an den Dermatologen Dr. Peter Mayne.
35:42Schauen Sie, ĂŒberall Fasern.
35:45Es juckt unertrÀglich.
35:50FĂŒhlt sich an, als ob etwas rauskriechen will.
35:55Verstörend. Es gibt immer mehr Patienten mit solchen Symptomen.
36:01Mehr als 20.000 Menschen auf der Welt klagen ĂŒber Ă€hnliche Krankheitsanzeichen.
36:09Wunden am ganzen Körper.
36:13Chronische MĂŒdigkeit.
36:15Und seltsame FĂ€den, die aus der Haut herauszuwachsen scheinen.
36:22Im Jahr 2002 benannte die Mutter eines Betroffenen die Krankheit Morgelons nach einem französischen Dorf, in der die Symptome erstmalig
36:30auftraten.
36:32Auch wenn es wirkt, als ob mehr und mehr Menschen darunter leiden, tut sich die Wissenschaft schwer damit, Morgelons als
36:38Krankheit anzuerkennen.
36:39Der Psychiater Professor Peter Lepping teilt diese EinschÀtzung.
36:44Er behandelte einige Morgelons-Patienten und denkt, diese hĂ€tten sich ihre Wunden selbst zugefĂŒgt.
36:51Die meisten Verletzungen waren Kratzwunden. Und man kratzt sich, weil etwas juckt.
36:57Manchmal kratzen sich Menschen unbewusst im Schlaf. Und wenn sie aufwachen, denken sie, sie hÀtten eine Infektion.
37:05Professor Lepping ist ĂŒberzeugt, dass Morgelons auf eine psychische Erkrankung hinweist.
37:12Ich denke, Morgelons ist Teil einer Wahnvorstellung, bei der Menschen glauben, von etwas befallen worden zu sein.
37:20Dass ihr Leiden als bloĂe SinnestĂ€uschung eingestuft wird, empört Betroffene wie Cindy Casey.
37:27Ich habe als Krankenschwester immer mit Ărzten zusammengearbeitet, die mir vertrauen.
37:32Jetzt weià ich nicht, was schlimmer ist, unter dieser Krankheit zu leiden oder zu hören, dass sich das alles nur
37:37in meinem Kopf abspielt.
37:41Wenn es sich tatsÀchlich um Wahnvorstellungen handelt, was hat es dann mit den FÀden auf sich, die die Betroffenen sich
37:47aus ihrer Haut ziehen?
37:51Im Jahr 2008 bemerkte auch Tina Ingressia diese seltsamen Fasern an sich.
37:58Aus meiner Zunge kamen FĂ€den, die alles andere als mikroskopisch waren.
38:04Einige waren lang, andere waren ineinander verschlungen.
38:10Es ist wie ein Science-Fiction-Horrorfilm.
38:13Die FĂ€den, die aus offenen Wunden wachsen, geben RĂ€tsel auf.
38:18Es ist eine Befreiung, sie rauszuziehen. Ansonsten ist es kaum auszuhalten.
38:27Der Professor fĂŒr Pharmakologie, Randy Wymore, untersuchte die FĂ€den, um das PhĂ€nomen zu ergrĂŒnden.
38:34Durch die Analyse der Fasern wollte ich das RÀtsel lösen.
38:38Wenn wir wissen, woraus sie bestehen, finden wir auch heraus, wo sie herkommen.
38:43Viele Mediziner sind der Ansicht, dass die FĂ€den nichts anderes sind als Textilfasern, die in Wunden eingeschlossen sind.
38:54Um dieser These auf den Grund zu gehen, untersuchte Professor Wymore Fasern von 20 Morgelons-Patienten.
39:01Um sie zu analysieren, glich er sie mit einer gerichtsmedizinischen Datenbank ab, in der alle bekannten Materialien gespeichert sind.
39:11Diese Datenbank kennt 1200 Fasern, die in der Textilbranche genutzt werden.
39:17Das Ergebnis der Analyse ĂŒberrascht.
39:20Schockierend. Die Fasern waren dort unbekannt.
39:24Die mysteriösen Fasern scheinen nicht in bekannten Textilien aufzutreten. Sie stammen nicht von Kleidung, Teppichen oder Mobiliar.
39:33Wir wissen nicht, woraus sie bestehen.
39:37Die Mikrobiologin Marianne Middelveen ist ĂŒberzeugt, der Körper selbst produziert diese Fasern.
39:45Am Ende einiger Fasern sieht man, dass diese aus dem Gewebe wuchern. Ich bin sicher, dass sie vom menschlichen Gewebe
39:52gebildet werden.
39:54Wenn diese Behauptung stimmt, mĂŒssten die FĂ€den aus organischen Stoffen bestehen.
40:02Organisches Gewebe wird zu Gas, wenn man es bei einer bestimmten Temperatur erhitzt.
40:06Also haben wir die Fasern einer Hitze von 650 bis 760 Grad ausgesetzt.
40:13Wir wollten ermitteln, bei welcher Temperatur sie gasförmig werden und diesen Wert mit einer Datenbank abgleichen, in der 100.000
40:20Stoffe verzeichnet sind.
40:22Doch selbst bei einer Temperatur von 760 Grad verbrannten die Fasern nicht.
40:31Sie waren sehr hitzeresistent.
40:34Das Ergebnis ĂŒberrascht. Die Fasern halten nicht nur extremer Hitzestand, sie können zudem keinem der 100.000 erfassten organischen Stoffe
40:43zugeordnet werden.
40:45Am Ende blieben blaue Fasern.
40:49Einer weiteren Theorie zufolge werden die FÀden von unbekannten Bakterien hervorgerufen, die den Körper befallen.
40:58Diese Bakterien könnten einer Spezies angehören, die noch nicht untersucht wurde.
41:03Oder es handelt sich um ein neues Bakterium.
41:07Einige gehen sogar so weit zu behaupten, diese Bakterien kÀmen nicht von der Erde.
41:13Eine Theorie ist, sie kÀmen aus dem Weltall.
41:18Die Idee, dass auĂerirdische Bakterien Menschen befallen, klingt fĂŒr die meisten absurd.
41:28Jedes Jahr dringen tausende Meteoriten in unsere AtmosphÀre ein.
41:33Könnten wirklich Bakterien auf diesen Himmelskörpern zu uns gelangen?
41:39Ich untersuche seit 15 Jahren Meteoriten.
41:43In vielen von ihnen finden sich erkennbare Ăberreste von Bakterien.
41:49Wenn abgestorbene Bakterien hierher gelangen, könnten dann auch lebendige Erreger unseren Planeten erreichen?
41:58Es ist durchaus denkbar, dass stÀndig lebende Organismen in die AtmosphÀre eindringen.
42:04Wenn sie die Erde intakt und vital erreichen, könnten sie hier existieren.
42:13Ist es möglich, dass auĂerirdische Bakterien Menschen befallen und die Morgelons auslösen?
42:23Professor Lepping glaubt nicht, dass Bakterien diese hervorrufen.
42:27Denn Morgelons FÀlle treten rein zufÀllig auf, wÀhrend bakterielle Erkrankungen sich nach gewissen Mustern verbreiten.
42:35Solche Infektionen brechen nach Àhnlicher Art und Weise aus.
42:39Sie beginnen an einem bestimmten Punkt und verbreiten sich systematisch in einer Population.
42:44So etwas geschieht hier nicht.
42:50Morgelons FĂ€lle treten spontan auf.
42:52Zudem ist die Krankheit nicht ansteckend.
42:54Eine bakterielle Infektion schlieĂt Professor Lepping daher aus.
42:58Ich glaube nicht, dass Bakterien verantwortlich sind. Morgelons ist keine ĂŒbertragbare Erkrankung.
43:05Die Krankheit lÀsst viele Fragen offen.
43:08Cindy Casey hofft, dass das RÀtsel in naher Zukunft gelöst wird und ihr Leiden gelindert werden kann.
43:14Das kann so nicht weitergehen. Diese Erkrankung hat schon das Leben so vieler Menschen zerstört.
43:22Ob es sich um Wahnvorstellungen handelt oder unbekannte Bakterien damit zu tun haben?
43:28Die Mediziner sind ratlos. Die Morgelonskrankheit bleibt bis heute ungeklÀrt.
43:35Untertitelung des ZDF fĂŒr funk, 2017