- vor 6 Minuten
Tief in den abgelegenen Regionen Papua-Neuguineas geht ein Wissenschaftler einer verstörenden Frage nach: Wird Kannibalismus dort tatsächlich noch praktiziert – und wenn ja, welche Gründe stehen dahinter?
Gemeinsam mit lokalen Informanten und Forschern begibt er sich in entlegene Gebiete, in denen alte Traditionen und mündliche Überlieferungen bis heute weitergegeben werden. Dabei stellt sich eine entscheidende Frage: Wenn Nahrungsknappheit nicht der Auslöser ist, warum sollte ein solches Ritual überhaupt fortbestehen?
Die Spurensuche führt zu alten Vorstellungen über Tod, Spiritualität, Macht und die Beziehung zwischen Lebenden und Verstorbenen. Auch ein Blick nach Europa zeigt, dass Kannibalismus in historischen Hungersnöten teilweise als extremer Tabubruch überliefert ist – allerdings unter völlig anderen Bedingungen.
Zwischen wissenschaftlicher Forschung, lokalen Erzählungen und jahrhundertealten Überlieferungen versucht das Team herauszufinden, was hinter den Berichten wirklich steckt. **Ist Kannibalismus in Papua-Neuguinea noch Realität – oder leben hier vor allem die Geschichten einer längst vergangenen Zeit weiter?**
Gemeinsam mit lokalen Informanten und Forschern begibt er sich in entlegene Gebiete, in denen alte Traditionen und mündliche Überlieferungen bis heute weitergegeben werden. Dabei stellt sich eine entscheidende Frage: Wenn Nahrungsknappheit nicht der Auslöser ist, warum sollte ein solches Ritual überhaupt fortbestehen?
Die Spurensuche führt zu alten Vorstellungen über Tod, Spiritualität, Macht und die Beziehung zwischen Lebenden und Verstorbenen. Auch ein Blick nach Europa zeigt, dass Kannibalismus in historischen Hungersnöten teilweise als extremer Tabubruch überliefert ist – allerdings unter völlig anderen Bedingungen.
Zwischen wissenschaftlicher Forschung, lokalen Erzählungen und jahrhundertealten Überlieferungen versucht das Team herauszufinden, was hinter den Berichten wirklich steckt. **Ist Kannibalismus in Papua-Neuguinea noch Realität – oder leben hier vor allem die Geschichten einer längst vergangenen Zeit weiter?**
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TVTranskript
00:03Kannibalismus gehört zu den wenigen noch existierenden Tabus.
00:08Doch was würde Menschen dazu bringen, andere zu töten und zu essen?
00:15Mein Name ist Pierce Gibbon. Ich bin Schriftsteller und Forscher.
00:21Ich werde mich tief in den Dschungel Papua-Neu-Guineas begeben, um das herauszufinden.
00:27Um der Wahrheit auf den Grund zu gehen, werde ich mich mit Kannibalen unterhalten.
00:33Es gibt hier also noch Menschen, die andere Menschen gegessen haben?
00:37Ja! Ich möchte wissen, wen sie getötet haben und warum.
00:42Haben sie wegen des Fleisches jemanden gejagt und getötet?
00:45Wir erfahren, wie Menschen geschlachtet und gegessen wurden.
00:49Mit sowas wurden Menschen zerteilt.
00:53Und wir finden heraus, ob es heute noch Kannibalismus gibt.
00:58Zwei Männer haben sie getötet.
01:00Die Biami.
01:02Ja.
01:03In diesem Jahr.
01:05In diesem Jahr.
01:17Kannibalismus hat es nicht nur im tiefen Dschungel und auf einsamen Inseln gegeben, sondern auch in England.
01:24Ich bin in Gough's Cave in der Nähe der Ortschaft Sheddar.
01:28Hier finden sich Beweise, dass es Kannibalismus früher an vielen Orten der Welt gab.
01:361987 wurden hier 14.000 Jahre alte Tierknochen gefunden.
01:41Wie zu erwarten, sind an den Knochen Spuren zu entdecken, die darauf hindeuten, dass Fleisch für den menschlichen Verzehr abgetrennt
01:48wurde.
01:49Die Forscher waren allerdings erstaunt, hier auch Knochen von Menschen zu finden, die die gleichen Spuren aufwiesen.
01:57Das hier ist die Nachbildung eines von vielen Schädelknochen, die es hier gab.
02:02Man hat das Fleisch dieser Menschen hier in der Höhle gegessen.
02:10Ich möchte mich auf die Suche nach noch lebenden Kannibalen machen.
02:14Dafür reise ich ans andere Ende der Welt.
02:23Die jüngsten Berichte von Kannibalismus führen zu den Stämmen in Neuginea.
02:32Die Insel vor der Nordküste Australiens zählt zu den am wenigsten erforschten Gebieten der Erde.
02:40Ich will zunächst nach Papua-Neuginea, das den Osten der Insel einnimmt.
02:58Papua-Neuginea gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.
03:01Die Kriminalitätsrate ist besonders in den Städten sehr hoch.
03:06Die kulturelle Vielfalt ist immens.
03:09Mehr als 800 Sprachen werden auf der Inselhälfte gesprochen.
03:16Ich möchte ins Landesinnere reisen und indigene Stämme aufsuchen, die Kannibalismus praktiziert haben.
03:23Doch zuerst muss ich mehr über die Geschichte des Landes erfahren.
03:32Mitte des 20. Jahrhunderts stand Papua-Neuginea unter australischer Herrschaft.
03:39Australische Patrouillen, angeführt von sogenannten Kiaps, erkundeten das Landesinnere.
03:45Sie stießen auf Orte, an denen die Zeit stehen geblieben war.
03:49In den Berichten war von Menschen die Rede, die noch wie in der Steinzeit lebten.
03:56Und von Kannibalen.
04:03Diese Berichte werden bis heute in den Nationalarchiven aufbewahrt.
04:08Hoffentlich helfen sie mir bei meiner Suche nach den Orten, an denen es Kannibalismus gab.
04:17Neben der Errichtung von Außenposten in den entlegenen Gebieten, hatten die Kiaps die Order, grauenhafte Verbrechen zu verfolgen.
04:25Dies ist ein Bericht eines drei Tage dauernden Einsatzes im Westen des Landes.
04:29Es wurden Nachforschungen zu Ermordungen und Kannibalismus angestellt.
04:34Interessant, hier steht, die Gründe für den Kannibalismus scheinen eine abstoßende Form der Beleidigung des Opfers zu sein.
04:44Die meisten Berichte über Kannibalismus kamen von den Außenposten in der westlichen Provinz.
04:49Ich werde mich also dorthin aufmachen.
04:55Meine Reise führt mich fast 800 Kilometer weit in den Regenwald Papua-Neuguineas.
05:03Dichter Dschungel und viele Berge haben dafür gesorgt, dass die dort lebenden Stämme weitgehend isoliert geblieben sind.
05:11Zwischen den 1940ern und 1960ern wurden provisorische Flugplätze gebaut, um die Fortbewegung in der Wildnis zu ermöglichen.
05:21Die Grenzstadt Kyunga ist mein erster Stopp.
05:25Hier werde ich mich noch einmal mit Vorräten eindecken, bevor ich mich tiefer in den Dschungel begebe.
05:34Es wird natürlich keine Läden geben, also müssen wir alles Notwendige mitnehmen.
05:39Wasser, Nahrung, Kameras und Akkus, sogar einen Generator.
05:43Jetzt müssen wir nur noch alles ins Flugzeug kriegen.
05:51Das Gebiet östlich von Kyunga gehört zu den äußersten, in denen die australischen Patrouillen waren.
05:59Aufgrund von Stammeskriegen und Kannibalismus war es bis 1969 Sperrgebiet.
06:08Bis heute gibt es einige Gegenden in Papua-Neuguinea, in die man besser nicht reisen sollte.
06:16Doch es gibt einen Flugplatz in einem relativ friedlichen Gebiet, in dem es in der Vergangenheit angeblich Kannibalismus gab.
06:30Vor der Errichtung des Flugplatzes von Honenabi, vor etwa 40 Jahren, war die Gegend von der Außenwelt abgeschnitten.
06:39Für einen Fremden wie mich fühlt es sich immer noch sehr abgeschieden an.
06:43Das nächste Telefon ist drei Tage Fußmarsch entfernt.
06:49Im nahegelegenen Dorf, so Diobi hoffe ich, einen Dolmetscher zu finden.
06:56Hallo.
06:57Hallo.
06:58Hallo.
06:59Wer ist Benni?
07:01Das bin ich.
07:02Benni.
07:03Ich habe gehört, Sie sprechen Englisch?
07:06Ja.
07:06Das ist gut. Kann ich ein paar Tage hierbleiben?
07:10Ja.
07:11Wirklich?
07:12Ja.
07:12Haben Sie vielen Dank.
07:16Benni gehört zu einer Gruppe von Bibelübersetzern und erklärt sich bereit, mir zu helfen.
07:25Die Bewohner von So Diobi und den umliegenden Dörfern heißen Samo.
07:32Sie haben weder Strom noch fließend Wasser.
07:35Stattdessen leben sie von dem, was ihnen der Dschungel gibt.
07:42Die Samo kommen mit einer sehr geringen Menge an Nahrung aus.
07:47In einem nahegelegenen Sumpf zeigen sie mir, wie sie ihr Grundnahrungsmittel, Sago, aus dem Sago-Baum gewinnen.
07:54Hoffentlich erfahre ich auch etwas über Kannibalismus in dieser Region.
08:00Ich möchte gern etwas zu einem heiklen Thema erfahren.
08:03Es geht um die alten Zeiten, um Kannibalismus.
08:07Kann ich die Leute danach fragen?
08:12Ja, klar.
08:13Ist das in Ordnung?
08:14Ja.
08:15Ich weiß, es ist ein schwieriges Thema, aber mich würde interessieren, ob es so etwas noch gibt.
08:21Heute sicher nicht mehr, aber früher schon.
08:25In diesem Dorf?
08:26In allen Dörfern.
08:28In allen Dörfern?
08:29In allen.
08:30Hier.
08:30Hier.
08:32Es gibt hier also noch Menschen, die andere Menschen gegessen haben?
08:36Ja.
08:38Okay.
08:39Meinen Sie, ich kann mit den Leuten darüber reden?
08:42Das geht schon.
08:43Wirklich?
08:44Ja.
08:48Kannibalismus scheint zum Glück kein Tabuthema zu sein.
08:54Benni bringt mich zu den Dorfältesten.
08:56Das ist mein erstes Treffen mit Leuten, die mit Kannibalismus zu tun hatten.
09:03Vor allem interessiert es mich, ob Kannibalismus praktiziert wurde, um zu überleben, oder ob er eine Art Ritual dahinter steckte.
09:15Es wurde mal eine Frau getötet.
09:19Da war ich noch ganz klein.
09:23Man zerteilte sie mit einem Bambusmesser.
09:29Das Fleisch schmeckte anders als Schwein oder Kasuar.
09:34Ich mochte es nicht, also aß ich nicht weiter davon.
09:40Die Geschichte schockiert mich.
09:43Ich möchte wissen, weshalb die Frau überhaupt getötet wurde.
09:51Die Frau war eine Hexe.
09:54Darum wurde sie umgebracht.
10:01Der Glaube an Hexerei und böse Geister ist bei den Samo tief verwurzelt.
10:07Früher töteten und verspeisten sie Männer und Frauen, die ihrer Meinung nach mit magischen Mächten in Verbindung standen.
10:13Ein weiteres Motiv war Rache.
10:22Irgendwann gab es mal eine Frau, die mit ihrer Freundin zusammen schlecht über ihren kranken Ehemann redete.
10:32Der sagte, sollte ich sterben, dann tötet ihr meine Frau und ihre Freundin zur Vergeltung.
10:46Ich half dabei, die Frauen umzubringen.
10:52Über einem Feuer senkten wir ihre Haare ab, wie bei einem Schwein.
10:57Dann aßen wir sie.
11:05Berichte von der Ermordung und dem Verzehr von Frauen hört man nicht jeden Tag.
11:12Und hat es ihm geschmeckt?
11:15Ich fand das Fleisch gut und habe alles aufgegessen.
11:27Die Unterhaltung mit den Männern war interessant.
11:29Sie haben Menschen nicht aus rituellen Gründen gegessen oder weil sie sonst verhungert wären.
11:34Es geschah aus Rache.
11:36Ein Problem musste bereinigt werden.
11:39Und wenn sie schon tot sind, warum sollte man sie nicht auch gleich essen?
11:46Mich interessiert der Zusammenhang zwischen Kannibalismus und Hexenverfolgung.
11:51Ich möchte wissen, was im Dschungel Papua Nuo Gineas diesbezüglich vor sich geht.
12:04Früher verspeisten die Samo Menschen, die sie für Hexen hielten.
12:10Damit erweiterten sie ihren begrenzten Speiseplan.
12:16Auch heute noch mangelt es hier an Fleisch.
12:21Benni lädt mich zum Mittagessen ein.
12:26Während das Fleisch gart, versuche ich etwas über den Hexenglauben der Samo herauszufinden.
12:32Ich möchte wissen, ob es ihn heute noch gibt und welche Verbindung zum Kannibalismus besteht.
12:39Sie glauben also nicht an Geister?
12:42Nein.
12:44Auch der Rest des Dorfes nicht?
12:46Nein, wir glauben nicht an Geister.
12:49Aber gibt es den Glauben noch irgendwo hier in der Gegend?
12:53Ja, sowas gibt es noch, aber nicht hier.
12:57Nicht in diesem Dorf.
13:03Nein.
13:04Aber bei den Kwombi.
13:07Und bei den Kusubi, den Kestabi und vielleicht sogar den Biami.
13:16Das alles gibt es also noch.
13:19Ich möchte mehr über den Glauben der Biami an Hexerei erfahren.
13:24Man sagt mir, dass ein Stammesältester am Dorfrand lebt, der mir vermutlich weiterhelfen kann.
13:30Hallo, sind Sie Dafu?
13:33Darf ich raufkommen?
13:37Dafu ist einer der Pfeilmacher in Sudiobi.
13:40Er weiß eine Menge über die Nachbarstämme.
13:45Man sagt, die Biami seien harte Kämpfer und gute Krieger.
13:49Stimmt das?
13:50Ja, das stimmt.
13:52Früher töteten sie viele Menschen in Kämpfen.
13:55Die Zeit halten sie und aßen sie auf.
13:59Wenn sie heute jemanden umbringen, werfen sie ihn einfach ins Wasser.
14:06Die Biami töten also noch immer Menschen?
14:09Sie töten Menschen.
14:11Heute noch.
14:192010 haben die Biami zwei Männer getötet.
14:23Sie werfen sie ins Wasser.
14:29Das war 2010?
14:30Ja.
14:34Sie haben sie aber nicht gegessen, nur ins Wasser geworfen.
14:37Sie haben sie nicht gegessen.
14:39Sie essen also nicht mehr, aber töten noch.
14:41Ja.
14:44Ich erschaudere bei der Vorstellung, dass im tiefen, unbekannten Dschungel von Papua-Neuguinea
14:49noch immer Menschen aufgrund von Aberglaube umgebracht werden.
14:55Und wenn heute noch angebliche Hexen verfolgt werden, kann es doch auch sein, dass es noch
15:00immer Kannibalismus gibt.
15:03Trotz meiner Beunruhigung möchte ich die berüchtigten Biami kennenlernen und ihr Verhältnis
15:08zum Kannibalismus ergründen.
15:12Der Ort Mogulu liegt im Herzen des Biami-Territoriums.
15:16Dort soll es einen Flugplatz geben, auf dem man landen kann.
15:19Das ist mein nächstes Ziel.
15:27Die Biami töteten und aßen Menschen also aus Aberglauben.
15:32Mir ist aber auch zu Ohren gekommen, dass sie bei der Nahrungssuche auf Menschenjagd
15:36gingen.
15:38Das machte sie zum meist gefürchteten Stamm der westlichen Provinz.
15:44Ich lande auf dem Flugplatz Mogulu im Herzen des Biami-Gebietes.
15:56Ich will mich mit früheren Kannibalen treffen und sie fragen, ob es heute noch Kannibalismus
16:01gibt.
16:06Aber ich möchte sicher gehen, dass ich den Einheimischen mit meinen Fragen nicht
16:09zu nahe trete.
16:13Spricht irgendwer von euch ein bisschen Englisch?
16:18Dieser Mann.
16:19Hallo, wie geht's?
16:21Hallo, ich heiße Bobby.
16:23Ich würde gerne ein paar Fragen zu dieser Gegend und den Einheimischen stellen.
16:28Gern, jederzeit.
16:30Ja.
16:31Gehören alle Menschen hier zum Stamm der Biami?
16:34Ja.
16:34Ich habe gehört, die Biami seien zähe Kämpfer und gute Krieger.
16:41Ist das wahr?
16:43Ja.
16:45Die Biami haben Menschen gejagt.
16:48Richtig.
16:50Können Sie mir etwas darüber erzählen?
16:52Was ging hier vor sich?
16:54Wir erlegten sie mit dem Speer und brachten sie nach Hause.
17:00Dort garten, zerteilten und aßen wir sie.
17:05Ich bin erstaunt über die Offenheit der Einheimischen.
17:15Er war dabei.
17:17Er hat es probiert.
17:19Er hat es gegessen.
17:23Er hat Menschenfleisch gekostet.
17:25Ja, aber er war nicht mit auf der Jagd.
17:27Also die Jäger kamen mit Fleisch zurück und dann wurde davon gegessen?
17:31Ja.
17:34Es wurde also Menschenfleisch verteilt?
17:36Ja.
17:37Ich verstehe.
17:39Aber heute nicht mehr.
17:41Nein, heute nicht mehr.
17:42Gut zu wissen.
17:46Die Ankunft der Chiaps und christlichen Missionare in den 1960ern hatte einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensweise der Biami.
17:56Das Töten und Verzehren von Menschen wurde unter Gefängnisstrafe gestellt.
18:02Viele traditionelle Bräuche wurden als unhygienisch eingestuft.
18:07Dazu gehörte auch die Podestbestattung, bei der die Toten vor bösen Erdgeistern bewahrt werden sollten.
18:14Es gibt sogar einen Missionar, der heute noch viel Zeit in diesem Gebiet verbringt.
18:21Tom Howey und seine Frau Solomi leben seit fast 40 Jahren mit den Biami.
18:28Ich möchte wissen, was an den Gerüchten über die Vorliebe der Biami für Menschenfleisch dran ist.
18:35Stimmt es, dass die Biami auf Menschenjagd ging, weil sie Appetit auf Menschenfleisch hatten?
18:42Ja, das stimmt.
18:44Sie gingen aber immer mitten in der Nacht auf die Jagd.
18:51Es waren nicht nur die Männer.
18:53Alle, auch die Frauen und Kinder, aßen mit.
18:59Es sind die Biami heute noch Menschen?
19:03Nein, ich glaube nicht.
19:05Das letzte Mal wurde 1993 von Kannibalismus berichtet.
19:11Zumindest, wenn man offiziellen Angaben glauben möchte.
19:14Ja.
19:16Sie scheinen nicht überzeugt zu sein, dass Kannibalismus nicht mehr existiert.
19:22Glauben Sie, dass es da draußen noch irgendwo Kannibalen gibt?
19:26Ich denke, ja.
19:30Es wurden im Allgemeinen viele Menschen getötet.
19:32Heute sicher auch noch.
19:35Nur das Menschenfressen scheint nachgelassen zu haben.
19:42Von den Einheimischen möchte ich mehr über die Kannibalenjagden erfahren.
19:47Deshalb besuche ich Biegelei, einen der letzten großen Biami-Krieger.
19:54Als junger Mann führte Biegelei Angriffe auf Dörfer an, in denen sich Menschen versteckten, die sich angeblich der Hexerei verschrieben
20:01hatten.
20:03Als ich jung war, passierte es öfter, dass Menschen sich gegenseitig töteten und aßen.
20:12Im Langhaus hielt dann einer das Opfer fest, ein anderer tötete es.
20:20Dann wurde die Beute aufgeteilt.
20:28So ließ ich die Beute leichter durchs Dorf tragen.
20:31Klar, ein halber Körper ist leichter als ein ganzer Körper.
20:36Was haben Sie zu Ihren Männern gesagt, bevor es in den Kampf ging?
20:42Vor dem Kampf sangen wir traditionelle Lieder.
20:49Der Hauptsänger sagte uns, wo sich der Hexenmensch aufhielt.
20:54Und wer war dieser Hauptsänger?
20:58Das war Tidikawa.
21:00Er bestimmte, wen wir töten sollten.
21:05Er war derjenige, der das Opfer bestimmte.
21:10Also derjenige, der den anderen Männern sagte, wen sie fangen sollten, war der Hauptsänger.
21:14Und er hieß wie?
21:16Tidikawa.
21:17Tidikawa.
21:23In dieser seltenen Aufnahme sieht man die Biami bei einem Gesangsritus, durch den sie in Kontakt mit der Geisterwelt treten.
21:31Der Hauptsänger lokalisiert den angeblichen Hexer und ordnet dessen Verspeisung an.
21:42Offenbar gibt es hier immer noch einen solchen Hauptsänger.
21:44Sein Name ist Tidikawa und er lebt genau dort.
21:49Ich mache mich auf zu einem Dorf im Dschungel.
21:52Dort will ich den Mann namens Tidikawa treffen.
21:57Von Mogulu aus geht es über unwegsames Gelände Richtung Südosten.
22:03In Papua-Neuguinea gibt es Krokodile, aber man versichert mir, dass sie in dieser Gegend selten sind.
22:12Der Dschungel beheimatet einige der giftigsten Tiere der Welt.
22:19Diese 15 Zentimeter große Riesenradnetzspinne ist nicht nur harmlos, sondern sogar essbar.
22:26Die kann man essen.
22:28Schon mal probiert?
22:29Ja, sie schmecken gut.
22:30Wirklich?
22:36Auf ihren Erkundungsmärschen in den 1960ern waren die australischen Patrouillen oft wochenlang unterwegs.
22:44Sie wurden von Einheimischen begleitet, die die Vorräte trugen.
22:51In kannibalen Gebieten ging es nur sehr stockend voran.
22:54Die Träger weigerten sich weiterzugehen, denn sie hatten Angst vor Angriffen aus dem Hinterhalt.
23:04Eine Dschungelwanderung bei durchschnittlichen 32 Grad Celsius und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit bedeutet eine enorme Kraftanstrengung.
23:17Wir sind nur einen halben Tag unterwegs.
23:20Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es für die Kiabs war, Tage oder Wochen lang am Stück zu marschieren.
23:25Zudem mussten sie ständig auf Angriffe gefasst sein.
23:30Und es gab allen Grund zur Furcht.
23:33Auf den Pfaden zwischen den Dörfern kam es nicht selten zu Angriffen.
23:42Dieser Ruf wird kurz vor der Ankunft in einem Dorf ausgestoßen.
23:45So wissen die Einwohner, dass Gäste im Anmarsch sind und in Frieden kommen.
23:53Ich erreiche eines der entlegensten Dörfer der Welt.
23:57Ich bin nervös, denn ich weiß nicht, wie man auf mich reagieren wird.
24:19Als wir den Hügel heraufkamen, hatte ich ein bisschen Angst.
24:22Aber gerade habe ich erfahren, dass das Willkommensgrüße sind.
24:25Sie freuen sich, uns zu sehen.
24:29Man bringt mich zum Langhaus, wo ich hoffentlich endlich Tidikawa kennenlerne.
24:36Können wir einfach reingehen?
24:38Natürlich.
24:51Ein toller Empfang.
24:53Damit hatte ich nicht gerechnet.
24:58Hallo.
25:01Sind Sie Tidikawa?
25:03Ja.
25:05Schön, Sie kennenzulernen.
25:09Die Krieger haben sich in einer Reihe aufgestellt.
25:12Ich fühle mich wie ein Würdenträger auf Auslandsbesuch.
25:19Tragen Sie so etwas immer oder nur heute?
25:22Oder nur heute?
25:31Sie möchten Besuchern ihre Kultur präsentieren.
25:35Sie stellen uns ihre Kultur vor.
25:39Sagen Sie ihm, ich möchte mich für diesen unglaublichen Empfang bedanken.
25:47Endlich habe ich Tidikawa, den letzten Hauptsänger der Biami, kennengelernt.
25:52Ich möchte mich mit ihm über Kannibalismus unterhalten.
25:57Tidikawa, wie zerteilt man einen Menschen?
26:12Die Nacht hat sich über das Dorf Nagadai gelegt.
26:17Ich möchte von den Biami noch mehr über ihre Vergangenheit und den Kannibalismus erfahren.
26:22Doch an diesem Abend genieße ich erst einmal die Feierlichkeiten.
26:33Initiationstänze waren einst wichtiger Bestandteil der Biami-Kultur.
26:37Heute werden diese Tänze nur noch aufgeführt, um nicht in Vergessenheit zu geraten.
26:45Der Typ mit dem brennenden Rohr wird lustiger Mann genannt.
26:49Seine Aufgabe ist es, die Tänzer mit brennendem Baumsaff zu beträufeln und sie damit zum Lachen zu bringen.
27:05Am Morgen möchte ich herausfinden, wie die Biami ihre Opfer zubereiteten und verspeisten.
27:22Von Nagadais Dorfältesten will ich wissen, ob es noch Erinnerungen an die Menschenjagden gibt.
27:29Aus Anlass meines Besuchs ist jedoch erst ein Festmahl geplant.
27:33Sämtliche Bewohner sind mit den Vorbereitungen beschäftigt.
27:39Ich bin sehr bewegt, als ich erfahre, dass sie extra für mich eines ihrer kostbaren Schweine schlachten wollen.
27:54Sie haben sich für ein Schwein entschieden.
27:57Die Wahl ist auf dieses arme Tier gefallen.
28:01Es wird mit kleinen Häppchen abgelenkt. Das ist dann wohl sein Henkersmal.
28:28Jetzt versammeln sich alle um das Tier.
28:31Oft gibt es hier kein Fleisch. Deshalb ist das was Besonderes.
28:36Die Hunde machen sich schon über das Blut her.
28:50Tidikawa, der Hauptsänger des Stammes, hat die Ehre, das Schwein zu schlachten.
29:02Ich bin beeindruckt, mit welcher Leichtigkeit er das Schwein mit ganz einfachen Buschwerkzeugen zerlegt.
29:16Ich fühle mich verpflichtet, bei den Vorbereitungen zu helfen. Schließlich möchte ich ja mitessen.
29:24Tidikawa, darf ich das auch mal ausprobieren?
29:32Früher benutzten die Biammi diese Bambusmesser, um Menschen zu zerteilen.
29:39Ganz durch?
29:41Ich habe noch nie ein Bambusmesser benutzt. Es ist ziemlich scharf.
29:53Die Innereien sind noch sehr warm und es riecht nach totem Schwein.
30:01Und wir brauchen ein neues Messer.
30:04Diese Bambusmesser schneiden nur für eine gewisse Zeit.
30:10Eine neue Klingel, vielen Dank.
30:13Er hat nur einen Streifen abgetrennt und schon ist das Messer wieder scharf.
30:19Das hier unten, ist das gut?
30:21Okay, und dieses Stück hier auch?
30:28Ganz schön blutig und stinkig.
30:31Man stelle sich vor, man hätte hier einen Menschen vor sich.
30:39Da muss man das Gehirn abschalten, aber irgendwann gewöhnt man sich wohl daran.
30:43Kommt auf den Hunger an.
30:45Hier unten?
30:52Tidikawa, wie zerteilt man einen Menschen?
31:02Nachdem wir jemanden getötet hatten, schnitten wir ihm zuerst den Bauch auf.
31:10Die Innereien quollen heraus.
31:13Dann teilten wir ihn in zwei Hälften.
31:18Damals hatten wir noch keine Macheten.
31:20Also trennten wir die Gliedmaßen mit Steinexten ab.
31:25Lässt sich Menschenfleisch leicht mit Bambus zerteilen?
31:28Geht es schwerer oder genauso wie beim Schwein?
31:30Es schneidet sich genau wie Schwein.
31:35Das Schlachten eines Menschen hätte also nicht viel anders ausgesehen.
31:38Es sind die gleichen Messer und die Konsistenz des Fleisches ist ähnlich.
31:50Die Art der Zubereitung hat sich bei den Biami seit Jahrhunderten nicht verändert.
32:03Das habe ich gerade einem Schwein entnommen.
32:05Früher hätte man sowas aus einem Menschen herausgeschnitten.
32:17Sie bereiten das Schweinefleisch genauso zu wie früher Menschenfleisch.
32:23Zuerst kommen die Gliedmaßen auf das Feuer.
32:30Jetzt wird das Fleisch erstmal scharf angebraten, damit der Saft drin bleibt.
32:34Außerdem werden mit dem Feuer alle Haare vom Rest des Tieres abgesenkt.
32:46Die Männer kümmern sich ums Fleisch, die Frauen ums Gemüse.
32:50Süßkartoffeln und Jamswurzeln.
32:56Die Biami verwenden einen speziellen Ofen namens Mumu.
33:01Zuerst werden glühend heiße Steine in eine Grube gelegt.
33:05Das Gemüse und das angebratene Fleisch kommen auf die Steine.
33:21Noch ist das hier eine Art Schweinefleisch-Sauna, aber in einer halben Stunde wird das Essen fertig sein.
33:27Ich freue mich drauf.
33:35Das Teilen von Nahrung mit anderen Dörfern, sei es Menschen oder Schweinefleisch, war schon immer ein wichtiges Mittel, um Bündnisse
33:43zu stärken.
33:49Ich habe ein besonders gutes Stück bekommen, noch dazu als erster.
33:54Ich fühle mich sehr geehrt.
34:04Sehr gut.
34:06Ich habe es mir verdient.
34:09Zuerst habe ich geholfen, das Schwein zu zerlegen, dann habe ich mir beim Bau des Ofens die Finger verbrannt.
34:14Das ist mein Lohn.
34:16Das ist ein wunderschönes Stück Fleisch, wirklich was Besonderes.
34:20Und es schmeckt unbeschreiblich gut.
34:28Ein Schwein ist wertvoll und nichts wird verschenkt.
34:34Der Zeitpunkt scheint günstig, um mehr über den Kannibalismus zu erfahren.
34:44Die Jüngeren haben nie Menschenfleisch gegessen, nur wir Ältesten.
34:53Haben Sie schon ein neues Menschenfleisch gekostet?
34:56Ja, einmal.
34:59Schmeckte es so gut wie Schwein?
35:01Es schmeckte ähnlich.
35:05Als kleiner Junge habe ich Menschenfleisch gegessen, ohne es zu wissen.
35:10Erst als ich älter war, erzählten meine Eltern es mir.
35:18Ich habe einen Mann und eine Frau gegessen.
35:25Er hat also einen Mann gegessen.
35:27Einen Mann und eine Frau.
35:29Und eine Frau.
35:30Schmeckt man da einen Unterschied?
35:33Sie schmecken gleich.
35:35Hat jemand schon mal einen Weißen gegessen?
35:38Weiße haben wir nie gegessen.
35:40Es gab hier keine.
35:43Sie haben nie einen Weißen gesehen, also konnten sie auch keinen essen.
35:47Das leuchtet ein.
35:51Ich habe bereits herausgefunden, dass es bei anderen Stämmen in Papua-Neuguinea Kannibalismus gab, um Hexen auszulöschen.
35:58Mich würde interessieren, ob die Biyami aus denselben Gründen töteten.
36:04Darf ich fragen, warum ihr Menschen verspeist habt?
36:08Bewohner des Nachbardorfes stahlen eine unserer Frauen, um sie zu essen.
36:13Aus Rache taten wir das Gleiche.
36:19Und warum wurde dieser Mann gegessen?
36:22Wir töteten ihn, weil er mit Hexerei zu tun hatte.
36:25Er kam heimlich und brachte einen von uns um.
36:29Also töteten und aßen wir ihn.
36:34Hexerei also?
36:35Ja.
36:39Aber wurden früher auch Menschen gejagt und getötet, nur um an ihr Fleisch zu kommen?
36:48Wir würden einen Menschen nie seines Fleisches wegen jagen.
36:51Nur aus Rache oder wenn er mit Hexerei zu tun hat.
36:57Das heißt entweder aus Rache oder wegen Zauberei.
37:00Jemand hat jemand anderen auf dem Gewissen, also muss er auch sterben.
37:04So ist es.
37:05Aber nie aus Hunger.
37:16Die Behauptung, die Biami würden Menschen nur ihres Fleisches wegen verspeisen, mag hier niemand bestätigen.
37:24Ich frage mich, ob Kannibalismus als eine Art Grenzüberschreitung angesehen wird.
37:30Etwas, mit dem diese Generation nicht in Verbindung gebracht werden möchte.
37:37Merkwürdigerweise sehe ich den Kannibalismus nach wenigen Wochen hier fast schon als etwas Normales an.
37:44Wäre ich in dieser Kultur aufgewachsen, hätte ich sowas sicher auch gemacht.
37:52Wenn man Hunger hat und sowieso Fleisch verzehrt, warum nicht auch Menschenfleisch?
38:00Andererseits hängt für mich das Zerteilen von Menschenkörpern immer mit Psychopathen-Killern zusammen.
38:06So ist es nun mal in meiner Kultur.
38:12Sowas könnte ich sicher nie tun.
38:22Mit der Ankunft christlicher Missionare gab es immer weniger Kannibalismus bei den Biami.
38:34Es ist kurz nach sechs Uhr morgens und der Pastor hat soeben in sein Horn geblasen.
38:39Für die meisten Dorfbewohner ist es das Zeichen, um zur Kirche zu gehen.
38:55Ursprünglich drehte sich der Glaube der Biami um die Verehrung der Ahnengeister.
39:01Heute sind mehr als 90 Prozent der Bevölkerung Papua-Neugineas Christen.
39:17Es ist irgendwie seltsam, diesem christlichen Gottesdienst beizuwohnen,
39:22wenn man dieselben Leute gerade erst in traditioneller Kriegsbemalung und mit Pfeil und Bogen gesehen hat.
39:30Sehr merkwürdig.
39:35Christlichen Missionaren wird oft vorgeworfen, sie würden kulturelle Identitäten zerstören.
39:41Auch hier wird der Einfluss deutlich.
39:45Auch Pfarrer Davai ist irgendwann zum Christentum konvertiert.
39:48Ich frage ihn, wie wichtig diese Religion für die Biami ist.
39:54Als die Missionare kamen, beichtete ich alles. Ich hörte sogar auf, Menschenfleisch zu essen.
40:02Was würde Ihrer Meinung nach aus diesem Dorf werden, sollte das Christentum verschwinden?
40:09Wenn ich aufhöre zu predigen, fangen die Menschen wieder an, sich zu bekriegen und zu essen.
40:15Es würde wieder schwarze Magie geben.
40:23Unglaublich. Der Mann, der gerade den Gottesdienst abhielt, hat früher Menschen gegessen.
40:30Was für eine Entwicklung. Heute ist er Priester.
40:33Und er ist davon überzeugt, dass ohne sein christliches Wirken all das Gute verschwinden und das Schlechte zurückkehren würde.
40:52Auch die Biami selbst sehen ihre Vergangenheit zum Teil als eine dunkle Zeit, in der die Menschen Angst vor Hexen
40:59haben mussten.
41:05Mithilfe von Gesängen machte der Hauptsänger einen angeblichen Zauberer ausfindig, der dann getötet und verspeist wurde.
41:19Die Ankunft der christlichen Missionare mag zwar den Kannibalismus eingedämmt haben, nicht aber die Verfolgung und Ermordung angeblicher Zauberer.
41:32Bevor ich Nagadai verlasse, will ich wissen, ob Tidikawa böse Magier noch immer erkennen kann.
41:41Doch als ich zu ihm komme, erfahre ich, dass er an Malaria erkrankt ist.
41:53Er sieht gar nicht gut aus, er hat ziemlich hohes Fieber.
42:00Wie geht es ihm?
42:09Er hat die ganze Nacht geschwitzt und nicht besonders viel geschlafen, möchte aber trotzdem herauskommen und uns von den Gesangsrieten
42:16erzählen.
42:21Zuerst frage ich ihn, wie er Zauberer ausfindig machte, die daraufhin gegessen wurden.
42:32Können Sie mir beschreiben, was mit Ihnen während der Gesänge passierte?
42:39Beim Singen erschien mir der Geist eines Mädchens.
42:42Sie führte mich zu einem kranken Menschen.
42:46Wir sangen, um diesen Kranken zu heilen.
42:49Wenn er starb, führte mich das Geistermädchen zum bösen Zauberer, der die Krankheit verursacht hatte.
42:59War das Singen und Teilen mit dem Eintreffen der Missionare schwieriger geworden, oder was änderte sich?
43:10Die Missionare verboten uns das Singen.
43:14Aber ich machte trotzdem weiter.
43:21Irgendwann nahm niemand mehr an den Gesangsrieten teil und Tidikawa verlor die Verbindung zur Geisterwelt.
43:28Wann haben Sie das Geistermädchen zum letzten Mal gesehen?
43:34Der Geist des Mädchens verließ mich vor zehn Jahren.
43:41Sie ist für immer fort.
43:43Ihr Name war Sogeme.
43:50Tidikawa kann keine bösen Zauberer mehr finden.
43:54Mich interessiert, ob er denkt, dass die Biyami jemals wieder zum Kannibalismus zurückkehren.
44:02Noch immer gibt es viele Zauberer.
44:05Vielleicht kehren die Biyami irgendwann wieder zu alten Traditionen zurück.
44:10Wer weiß?
44:18Vielen Dank. Schlafen Sie gut.
44:22Trotz der immer noch existierenden Angst vor Hexerei scheint der Kannibalismus in den Gegenden, die ich besucht habe, schon lange
44:29der Vergangenheit anzugehören.
44:32Es gibt noch viele andere Stämme im tiefen Dschungel von Papua-Neuguinea.
44:37Doch deren Geheimnisse müssen auf anderen Reisen ergründet werden.
44:53Geheimnis
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