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  • vor 20 Stunden

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🎈
Spaß
Transkript
00:07Musik
00:30Polizeilicher Notruf Wiesbaden, hallo?
00:33Hallo?
00:35Hallo?
00:38Wer ist denn da bitte?
01:16So, bitteschön.
01:17Danke sehr.
01:18Oh, wir haben ja gar nicht probiert.
01:19Wie bitte?
01:20Die Cantuccini, selbst gemacht.
01:22Ja, verlocken, aber ich muss noch ein bisschen aufpassen mit Süßigkeiten.
01:24Kann ich Sie etwas fragen?
01:25Ja, natürlich.
01:26Die Mandeln!
01:28Für die...
01:29... die...
01:29... die Cantuccini, selbst gemacht.
01:30Cantuccini!
01:32Die bekomme ich jedes Jahr von einem sehr guten Freund aus der Toskana.
01:36Bio, allerbeste Ware.
01:38Ah. Aber?
01:40Ohne einen Ton zu sagen, hat er den Preis dieses Jahr einfach verdoppelt.
01:43Ah.
01:44Haben Sie ihn gefragt, warum er das gemacht hat?
01:45Ich habe mich nicht getraut.
01:47Vielleicht steckt mein Freund ja in finanziellen Schwierigkeiten.
01:49Entschuldigung.
01:49Oh.
01:51Ahnen ist ja eine Überraschung. Guten Morgen!
01:55Was ist passiert?
01:56Du musst kommen. Sofort.
02:01Bernd, bitte.
02:10Felle ich den Nachrichten?
02:12Ich würde ja. Danke.
02:13Das tut mir leid.
02:16Herr Schiller, Ihr Geschäftsfreund.
02:18Rufen Sie ihn an. Reden Sie mit ihm.
02:20Reden ist immer gut.
02:40Wir machen die Kampfer.
02:40Ich bin jetzt!
02:40Wir werden hier auf kahdeln.
02:40Wir kommen in Kampfer.
02:40Second, dass wir die Kampfer ist.
02:43Wir gehen?
02:45Wir kommen.
02:57Wir kommen in Kampfer.
03:04Hagen?
03:13Hagen?
03:15Hagen?
03:28Hagen?
03:29Hier.
03:40Hagen.
03:43Hagen, ich bin's.
03:50Ich hätte Natalie...
03:52Ich hätte sie einfach nicht allein lassen dürfen.
03:57Hast du schon die Polizei verständigt?
04:01Gut, lass mich das schnell machen.
04:03Gibst du mir noch einen Augenblick?
04:05Bitte.
04:16Ich war im Wochenendhaus.
04:18Hab mich auf einen Prozess vorbereitet.
04:23Heute Morgen wollte ich sie dann überraschen und...
04:29Bring mich von hier weg, ja?
04:31Bitte.
04:33Gut.
04:34Ich ruf nur schnell die Polizei.
04:45Ich komm gleich morgen.
04:47Morgen, Bernd.
04:48Hagen?
04:49Hagen.
04:49Sie wurde in der Wohnung von Hagen Freitag offensichtlich von Einbrechern überrascht.
04:55Hagen Freitag?
04:57Der Oberstaatsanwalt aus Frankfurt.
04:59Der ist doch dein Freund.
05:02Er hat die Leiche gefunden.
05:04Okay.
05:05Und in welcher Verbindung steht er zum Opfer?
05:07Sie wollten ihn zwei Wochen heiraten.
05:09Oh.
05:11Schau mal.
05:12Das ist eine Liste der Versicherung.
05:14Da sind alle Wertsachen drauf, die gestohlen wurden.
05:17Schmuck.
05:18Hohan.
05:20Ein Schachspiel.
05:22Ja, aus dem 16. Jahrhundert.
05:24Das hat mal Süleimer in den Brechtigen gehört.
05:27Das klingt wertvoll.
05:28Ich würde gerne mit Hagen Freitag...
05:30Äh, Kerstin.
05:31Könntest du das vielleicht später machen?
05:33Ich würde ihn gerne erst zu seiner Tochter fahren.
05:35Kleiner Freundschaftssitz.
05:37Okay für dich?
05:39Na ja, gut.
05:40Danke.
05:49Grüß dich.
05:50Hi.
05:52Das Tatmesser?
05:53Mhm.
05:54Fingerabdrücke?
05:55Leider nein.
05:55Die Täter hatten Handschuhe an.
05:57Die Täter?
05:58Es waren drei.
05:59Zwei mit Latexhandschuhen und einer mit Leder.
06:02Und wie sind die drei hier reingekommen?
06:04Keine Einbruchspuren.
06:07Mit dem Schlüssel?
06:08Wir haben Latexabrieb daran gefunden.
06:10Könnte sein.
06:12Gut.
06:18Grüß dich, Judith.
06:20Hallo, Kerstin.
06:21Na?
06:22Kannst du schon was sagen?
06:23Nur, dass sie erstochen wurde.
06:24Der Menge des Blutes nachzuurteilen ging der Stich mitten ins Herz.
06:28Sie muss sofort tot gewesen sein.
06:31Hm.
06:31Und wann war das ungefähr?
06:32Gestern Nacht.
06:33Irgendwann zwischen 10 und Mitternacht.
06:36Sieht so aus, als sei sie gerade nach Hause gekommen.
06:40Oder als wollte sie gerade weg?
06:44Übernimmst du den Fall?
06:48Ich kann dir das nicht versprechen.
06:51Aber ich rede nur mit der Behördenleitung, ja?
06:53Danke.
06:59Schon gut.
07:00Jetzt nichts sagen, bitte.
07:01Lass es.
07:03Ich hab dir das Zimmer neben Greta hergerichtet.
07:11Hallo, Sandra.
07:12Hallo.
07:15Ich hab seine Verlobte nie besonders gemocht.
07:18Das, das nimmt er mir übel.
07:20Er wollte aber unbedingt zu dir.
07:22Ja.
07:24Ich hab von Anfang an gewusst, dass sie ihn eines Tages verlässt.
07:28Allerdings nicht so.
07:29Ich glaube, er hat sie wirklich geliebt.
07:31Also, sie hat ihn aus dem schwarzen Loch nach Mamas Tod rausgeholt.
07:34Aber ob man das unbedingt Liebe nennen muss.
07:38Kümmerst du dich um ihn?
07:40Das hab ich doch immer gemacht.
07:44Ich will wirklich nur sein Bestes.
07:50Danke.
07:52Gerne.
07:55Christina, habt ihr eigentlich ihr Handy gefunden?
07:57Nein.
08:00Ich frag mich, warum sie ihre Handtasche hier abgelegt hat.
08:03Sie wohnt doch hier.
08:04Ja, aber wenn ich gezwungen werde, Einbrecher in meine Wohnung zu lassen,
08:09dann lege ich doch meine Handtasche hier nicht so hin, wie immer.
08:12Vielleicht hat sie die Einbrecher ja freiwillig reingelassen.
08:15Ja, vielleicht kannte sie die Täter.
08:19Ah.
08:27Ja?
08:28Hi, Max. Na, wie geht's dem Zahn?
08:30Dem geht's gut. Der ist mich los.
08:33Oh.
08:33Oh.
08:33Du, das ist echt die Hölle. Ehrlich.
08:35Du Armer.
08:37Sag mal, kannst du auf dem Weg zur Apotheke noch was überprüfen?
08:43Marion, das hab ich doch gar nicht gesagt.
08:45Hör mal.
08:46Ich krieg dich doch nicht so auf.
08:47Ich komm heute Abend und dann reden wir irgendwo über alles.
08:52Marion, hast du aufgelegen?
08:56Ja.
09:06Entschuldigung.
09:06Ja.
09:08Die Frau haben Sie schon mal gesehen?
09:11Mann, sehen Sie scheiße aus.
09:14Hat sie sie verlassen, ne?
09:15Äh, ne, ich bin von der Polizei.
09:17Ja, das sind genau die Berufe. Ich hab da mal eine Statistik gelesen. Polizisten, Taxifahrer,
09:22Leute mit ungewöhnlichen Arbeitszeiten.
09:23Ja, ja, ja. Ich wurde nicht verlassen.
09:25Ne?
09:26Wohnen Sie in der Gotha-Straße?
09:27Nee.
09:28Dann hat sie einen anderen. Willkommen im Club.
09:30Das heißt, Sie haben Sie gestern in die Gotha-Straße gefahren?
09:33Jetzt machen Sie mich aber nicht dafür verantwortlich, dass Ihre Frau Sie betrügt.
09:36Wo haben Sie sie abgeholt?
09:37Der Mensch, der hat irgendwo am Straßenrand gestanden und gewungen.
09:40Am Straßenrand? Geht's vielleicht ein bisschen konkreter.
09:43Hinten am Londini.
09:44Das ist eine Top-Lade.
09:47Ja, zum Aufreißen.
09:50Und in der Gotha-Straße, hat da irgendjemand auf Sie gewartet?
09:53Wer soll denn auf Sie gewartet haben?
09:55Drei Männer.
09:58Drei Männer.
10:00Sie arme Sau.
10:16Der Justizminister macht mächtig Druck. Der Fall muss so schnell wie möglich aufgeklärt werden.
10:20Das sind wir Hagen Freitag schuldig.
10:21Guten Tag, Herr Doktor von Hesen.
10:23Ja, also, Sie müssen den Fall übernehmen, Reuter.
10:26Sie wissen, dass Hagen Freitag und mich eine langjährige Freundschaft verbindet?
10:30Trotzdem, Sie sind mein bester Mann.
10:32Man könnte mir vorhalten, ich würde nicht objektiv genug an die Sache herangehen.
10:35Wegen einer möglichen Befangenheit müssen Sie sich gar keine Gedanken machen.
10:39Warum?
10:39Laut Bericht der Spunsicherung deutet alles darauf hin, dass es sich bei den Einbrechern um die sogenannten Rüdesheimer handelt.
10:45Kennen Sie die?
10:46Ja, vom Hirnsack.
10:48Die tanzen uns seit fast zehn Jahren auf der Nase herum.
10:51Durch den Mord handelt es sich jetzt um ein Kapitalverbrechen.
10:53Es war Zeit, dass denen das Handwerk gelegt wird.
10:56Und wer wäre dafür prädestinierter als Sie?
10:59Sie haben keinen anderen gefunden.
11:01Dann ist alles bestens.
11:03Also, an die Arbeit.
11:04Herr Doktor von Hesen, könnte es sein, dass die werten Kollegen Angst haben,
11:08im Falle eines Misserfolgs ihrer Karriere zu schaden?
11:12Sagen wir es so, die Aufmerksamkeit des Justizministers schichtet sie ein.
11:18Da sind wir beide aus ganz anderem Holz geschnitzt.
11:21Ich werde Sie bei Gelegenheit daran erinnern.
11:23Ja.
11:35Grüß dich, Bernd.
11:36Na?
11:36Wir kommen an Bord.
11:39Von Hesen war gerade hier.
11:40Ich glaube, da will vor allem eins Ruhe in seinem Laden.
11:43Ich freue mich trotzdem.
11:45Wo seid ihr?
11:46Wir stehen vor dem Londini.
11:47Natalie Kremt muss gestern Abend hier gewesen sein.
11:50Ah ja, das passt.
11:51Sie hat da gearbeitet.
11:53Du weißt, wem das Restaurant gehört?
11:55Ah, okay.
11:57Dann weiß ich Bescheid.
11:58Danke dir.
12:00Mein Vater hat hier mal seinen Geburtstag gefeiert.
12:02Das war echt Weltklasse.
12:03Das hieß damals noch die Traube.
12:05Das hatte auch einen anderen Besitzer.
12:06Der hieß...
12:07Du wirst nicht glauben, wer jetzt der Besitzer ist.
12:09Na, er hier.
12:12Ist das der Sohn vom Freitag?
12:13Ja.
12:19Gestern hatten wir Ruhetag, aber ich kann gerne mal den Chef fragen.
12:22Das wär nett.
12:22Kein Problem.
12:23Einen Moment bitte.
12:27Guck dir das an.
12:29Das ist doch ein absoluter Traum hier.
12:32Wann stehst du denn du auf Schickimicki, hm?
12:34Das ist kein Schickimicki, das ist Kunst.
12:38Oh, da kommt der Künstler.
12:41Guten Tag. Sie möchten einen Tisch?
12:43Ach, was für eine Verschwendung. Ich komme gerade vom Zahnarzt.
12:47Nein, wir sind beruflich hier.
12:49Hauptkommissarin Klar, mein Kollege Fischer.
12:51Mhm.
12:52Es geht um Nathalie Krempp. Die arbeitet doch hier.
12:55Ja, im Service. Was ist mit ihr?
12:57War sie gestern Abend da?
12:59Ja. Wir haben die Speisekarte für kommende Woche besprochen. Warum?
13:03War da noch jemand dabei?
13:04Nein.
13:06Was ist denn jetzt mit Nathalie?
13:08Wie lange war sie denn da?
13:11Viertel nach 8.30 Uhr und sowas.
13:13Und wo ist sie dann hin?
13:14Das weiß ich leider nicht.
13:17Merkwürdig.
13:18Wieso?
13:19Fährt ihr Servicepersonal immer mit dem Taxi nach Hause?
13:23Was?
13:24Können Sie mir jetzt endlich sagen, worum es hier eigentlich geht?
13:26Nathalie Krempp wurde gestern Abend getötet.
13:29Was?
13:31Und das sagen Sie mir erst jetzt?
13:34Mein Vater weiß das schon.
13:36Ja.
13:39Nathalie Kremps Tod scheint Ihnen ja sehr nah zu gehen.
13:44Und Sie haben die ganze Zeit schon so einen merkwürdigen Unterton.
13:46Wo waren Sie eigentlich noch gestern Abend?
13:49Ich war hier.
13:50Allein?
13:52Ja.
13:52Und gegen halb zwölf bin ich noch auf dem Absacker in die Stadt.
13:54Warum?
13:55Gibt's da...
13:57Danke, Herr Freitag.
13:58Das reicht uns bis hierhin.
14:02Schönen Tag noch.
14:07Auf den hast du dich ja ganz schön eingeschossen.
14:09Also seit wann bespricht ein Spitzenkoch seine Speisekarte mit der Bedienung?
14:13Und dann auch noch unter vier Augen.
14:16Wie?
14:16Sir, das ist ja...
14:17Das ist ja quasi Teil der Show, verstehst du?
14:20Ja, ja.
14:21Du denkst, der Sohn hatte was mit der Freundin vom Vaterland.
14:32Und?
14:33Bernd.
14:34Es gibt konkrete Hinweise auf eine professionelle Einbrecherbande.
14:38Die Röte ist einmal.
14:39Ja, ja.
14:40Ich weiß.
14:40Ja.
14:40Und Sie haben sogar wieder Ihre Signatur hinterlassen.
14:43Die Signatur.
14:44Richtig.
14:44Na, wo steht sie diesmal?
14:45Hier.
14:46Hinter der Heizung.
14:50Ja, das hätte natürlich jeder schreiben können.
14:52Theoretisch schon.
14:54Aber dass Sie Ihre Signatur immer sorgfältig verstecken,
14:57so als wollten Sie mit der Spusi ein Spielchen spielen,
15:00das kam nie an die Presse.
15:02Alles passt.
15:03Fast.
15:04Seit vier Jahren arbeiten die nur noch zu zweit.
15:07Na gut, aber diesmal haben wir es offensichtlich wieder mit Dreitätern zu tun.
15:10Mhm.
15:12Sag mal, was ist mit dem Mord?
15:13Also, soweit ich mich erinnere, hat die Bande noch niemals Gewalt ausgeübt.
15:17Vielleicht haben Sie Nathalie Kremp gezielt getötet wegen ihrem früheren Beruf.
15:21Und der wäre?
15:23Privatdetektivin.
15:24Nathalie Kremp's Handy ist im Londini eingeloggt.
15:26Durchgehend seit gestern Abend 18 Uhr.
15:28Ich gehe mal davon aus, sie hat das da liegen lassen.
15:29Hat sie noch mal telefoniert, bevor sie ins Taxi gestiegen ist?
15:32Nö.
15:33Ich hätte darauf wetten können.
15:35Warum?
15:36Die geschätzte Kollegin ist der Meinung,
15:38dass Moritz Freitag und Nathalie Kremp eine Affäre miteinander hatten.
15:42Das ist höchstunwahrscheinlich.
15:43Also, glaubt man den Medien ist er ein ziemlicher Frauenheld.
15:46Und Sie genau sein Typ.
15:49Kerstin, wie auch immer.
15:51Moritz würde seinem Vater niemals die Frau erspannen.
15:54Niemals.
15:55Na jedenfalls ging der letzte Anruf um 5 vor 7 raus.
15:58An Hasco Läubel.
16:00An wen?
16:00Na ja, Hasco Läubel, das ist er, der Vorbesitzer vom Londini, als das noch Traube hieß.
16:04Ja, richtig.
16:06Aber wieso hat Nathalie Kremp Kontakt zu ihm?
16:09Weiß ich nicht.
16:10Jedenfalls haben die regelmäßig miteinander telefoniert.
16:12Mindestens ein-, zweimal die Woche.
16:16Na gut.
16:18Unser Herr Läubel hatte regelmäßig Kontakt mit der Polizei.
16:21Warum?
16:22Kokain.
16:23War aber alles Eigenbedarf.
16:24Vor zwei Jahren hat er dann sein Restaurant angezündet.
16:27Ein warmer Abriss.
16:28Wohl die Versicherung bescheißen, ist erwischt worden und direkt in den Bau gewandert.
16:32Und genau dann hat Moritz Freitag die Traube gepachtet und als Londini neu aufgemacht.
16:36Aber während der Gerichtsverhandlung hat Läubel die ganze Zeit behauptet, er sei reingelegt worden.
16:41Von wem?
16:41Von deinem Lieblingskoch, Herrn Freitag.
16:44Ja, das sag ich doch.
16:45Hallo?
16:46Hasko Läubel?
16:48Ja?
16:49Kripo Wiesbaden, wir müssten mal mit Ihnen sprechen.
16:51Ja.
17:08Gastin?
17:13Koch des Jahres.
17:17Ich komm schon.
17:18Gut, dass Sie hier sind.
17:19Bitte.
17:20Kaffee?
17:21Nein, danke.
17:23Ich weiß nämlich, wer Nathalie offen gewissen hat.
17:27Ach ja?
17:29Es kann nur Moritz Freitag gewesen sein.
17:31Was macht's denn da so sicher?
17:33Nathalie war hinter ihm her in meinem Auftrag.
17:36Sie sollte ihm endlich die Maske von seiner verlogenen Visage reißen.
17:40Gestern Abend war sie hier und hat gemeint, sie sei so kurz davor.
17:44Wann war denn das genau?
17:45So gegen neun.
17:47Und jetzt ist sie tot.
17:50Da muss man nur eins und eins zusammenzählen.
17:52Ja gut, also geht's ein bisschen konkreter.
17:58Sie war eigentlich gar keine Bedienung, sondern undercover.
18:02Privatdetektivin, ja, das wissen wir.
18:03Anfang des Jahres hatte ich sie engagiert, hat mich eine Stange Geld gekostet.
18:07Woher haben Sie das Geld?
18:08Geliehen.
18:09Aber das war's mir wert.
18:10Ich brauchte endlich Beweise.
18:12Wofür?
18:13Wofür?
18:14Dass Moritz das Feuer gelegt hat und nicht ich?
18:18Ich hab' ein Foto von ihm, zusammen mit dem Oberhaupt eines Frankfurter Clans.
18:26Keine fünf Tage später stand die Traube in Flammen.
18:30Also Sie behaupten, Moritz Freitag hätte die Brandstiftung in Auftrag gegeben.
18:34Klar, der wollte sich den Pachtvertrag unter den Nagel reißen.
18:36Was denn sonst?
18:37Er hat nichts ausgelassen, um mich schlecht zu machen.
18:41Ah, Sie meinen das Kokain.
18:43Das hat er Ihnen bestimmt auch untergejubelt.
18:46Hat Natalie noch erwähnt, ob sie was gefunden hat?
18:49Nein, hat sie nicht.
18:50Und was spielt das auch für eine Rolle?
18:51Er hat sie umgebracht, das reicht doch wohl.
18:55Warte mal, ich mach das.
18:59Kümmerst du dich noch um die letzten Reservierungen?
19:01Alles klar.
19:04Moritz.
19:05Trauriger Anlass für ein Wiedersehen.
19:08Möchtest du vielleicht was essen?
19:10Danke, nein.
19:11Kein Problem, ich kann ja was Kleines zusammenstellen.
19:12Die von dir aber verkeh ich nicht.
19:15Moritz, ich bin wegen Nathalies Handy hier.
19:17Sie muss es hier irgendwo liegen lassen haben.
19:19Okay, ich lass gleich danach suchen.
19:22Vielleicht ein Glas Wein?
19:23Auch nicht daran.
19:25Tom?
19:26Ja?
19:26Magst du mal hinten kurz nach Nathalies Handy suchen?
19:29Selbstverständlich.
19:31Moritz Haskell-Heubel und Natalie, was gab es da für eine Verbindung?
19:37Wieso fragst du nur nach dem?
19:39Ist dir die Frage unangenehm?
19:41Äh, nö, Quatsch.
19:42Aber der hat Natalie auf mich angesetzt.
19:45Ja, sie sollte Beweise finden, um mir diese Brandstiftung in die Schuhe zu schieben.
19:51Seit wann wusstest du davon?
19:53Bei ihrer Bewerbung hat sie es natürlich verschwiegen.
19:55Aber als es dann gefunkt hat zwischen ihr und Papa, da hat sie alles gebeichtet.
20:01Teil unserer Familie zu werden, war ihr wichtiger.
20:05Das ist ein halbes Jahr her, hm?
20:08Ja, so ungefähr.
20:10Warum hat sie dann hier noch gearbeitet?
20:13Na, das hat ihr gefallen.
20:15Und sie war auch echt eine Bereicherung.
20:17Ja, das lag im Büro.
20:20Okay, danke dir.
20:24Ja, meinst du, sie wäre noch am Leben, wenn sie es dabei gehabt hätte?
20:31Schwierige Frage, Moritz.
20:34Ich glaube nicht.
20:37Ja, geht aufs Haus.
20:39Dank dir.
20:43Mach's gut.
20:44Du auch.
20:50Ich finde es komisch, dass die immer noch regelmäßig telefoniert haben, obwohl sie gar nicht mehr für ihn gearbeitet hat.
20:56Deswegen schaue ich mich jetzt mal ein bisschen in der Wohnung um.
20:58Ja, ja, mach mal.
20:59Ich bin an dem Empfangschef vom Londini dran.
21:02Da sind so ein paar komische SMS.
21:04Das soll der mir mal erklären.
21:06Warte mal.
21:07Das ist echt tragisch.
21:09In Freitagswagen liegen wunderschöne Rosen.
21:12Die waren bestimmt für Nathalie Krempp.
21:15Na ja.
21:16Selten Romantiker.
21:18Ja, nur leider hat sie die Rosen nie bekommen.
21:20Bis später.
21:49Hallo, Kerstin.
21:51Ernst.
21:53Was machst du denn hier?
21:56Nathalie Krempp hat sich bei ihrer Bewerbung für das Londini wirklich alle Mühe gegeben.
22:01Lebenslauf für sie hat Zeugnisse gefälscht.
22:03Sie wollte diesen Job unbedingt haben.
22:06Klar.
22:06Der Vorbesitzer Läubel, der hat sie ja auch dafür bezahlt.
22:10Moritz behauptet, sie habe seinem Vater vor einem halben Jahr alles gebeichtet.
22:14Trotzdem hat ihr Läubel weiterhin Geld überwiesen.
22:16Schau mal.
22:19Ein doppeltes Spiel von ihr?
22:21Ich weiß es nicht.
22:22Ich weiß nur, dass Hagens Tochter ja niemals über den Weg getraut hat.
22:27Und wenn dann Läubels Behauptung was dran ist?
22:30Läubel, ja.
22:32Begnadeter Koch.
22:34Lausiger Geschäftsmann.
22:35Dann kamen Drogen dazu.
22:36Die falschen Freunde.
22:38Es sprach damals schon alles dafür, dass er sich mit diesem Brand sanieren wollte.
22:41Aber?
22:42Na ja, es war bekannt, dass Moritz schon längere Zeit ein Auge auf dieses Restaurant geworfen hatte.
22:47Verständlich.
22:48Sehr repräsentative Immobilien.
22:49Einser Lage, sowas ist wichtig für ein Restaurant.
22:53Also Moritz hat sich zunehmend Hoffnung gemacht, als Läubel immer mehr in Schwierigkeiten geraten ist.
22:58Und dann ist er ungeduldig geworden.
23:00Du aber, das ist damals eine sehr genaue Untersuchstörung.
23:04Ja, das Urteil gegen Läubel ist absolut wasserdichter.
23:07Da gibt es keinen Zweifel.
23:15Herr Derichs!
23:17Fischer von vorhin, Kripo Wiesbaden.
23:19Ja, das ist jetzt ganz schlecht. Ich habe Pause.
23:21Herrlich.
23:21Ich habe ein, zwei Fragen.
23:22Wir haben auf Nathalie Krems Handy ein paar interessante Nachrichten gefunden.
23:26Ja, und?
23:27Was habe ich damit zu tun?
23:30Wann sind Sie verliebt?
23:31So ein Quatsch.
23:33Ehrlich?
23:33Also hier liest sich das ein bisschen anders.
23:36Ein, zwei Drinks, dann vielleicht mehr...
23:40Oder die hier ist auch richtig schön.
23:42Unsere Zweisamkeit wird...
23:43Müssten wir das jetzt hier klären?
23:44Natürlich nicht.
23:46Wir können auch direkt aufs Kommissariat.
23:47Gut.
23:47Dann jetzt.
23:48Ich fahre Ihnen hinterher.
23:49Wunderbar.
24:02Was Neues?
24:03Unfall Freitag?
24:04Herr Dr. Van Niesen.
24:05Wie schön, dass Sie vorbeischauen.
24:08Und?
24:10Geht's voran?
24:12Sie meinen das Tötungsdelikt Nathalie Krems?
24:14Ach komm Sie Reuter, was denn sonst?
24:15Ja, wir machen da ganz gute Fortschritte.
24:20Haben Sie die Rüdesheimer identifiziert?
24:23Die Rüdesheimer?
24:26Mir ist da zwar etwas aufgefallen, aber...
24:28Nein, nein.
24:29Ich glaube nicht, dass die Rüdesheimer in den Fall involviert sind.
24:33Ach nein?
24:34Sie kennen das doch sicher auch.
24:35Man schaut sich die Akt noch mal genauer an und dann entdeckt man plötzlich im Umfeld interessante Zusammenhänge.
24:42Driften Sie nicht zu weit ab.
24:44Fokussieren Reuter.
24:45Fokussieren.
24:50Fokussieren.
24:52Mach ich doch.
24:53Fokussieren.
25:06Fokussieren.
25:09Fokussieren.
25:11Hey Sandra.
25:12Na?
25:13Ist Papa da?
25:14Er hat sich gerade hingelegt, ja.
25:17Wenn er jetzt eins wirklich nicht kann, dann ist es schlafen. Glaub mir.
25:21Moritz, bitte.
25:23Er braucht jetzt wirklich Ruhe.
25:27Jetzt hast du ihn ja endlich unter deinen Fittich.
25:32Wem habe ich das zu verdanken?
25:50Warum bist du so nervös?
25:52Ich bin nicht nervös.
25:55Was war das gerade für eine Nummer da vom Londini?
25:59Ich konnte vor dem Moritz nichts sagen.
26:01Weil du in Nathalie Krem verliebt warst.
26:03Weil du sie gestalkt hast.
26:05Alter, ich bin doch kein Perverser.
26:09Aber deine ständigen Flirtversuche, die sind schon ein bisschen krank, oder?
26:14Du weißt ja nicht, was du verpasst.
26:16Heute gibt es bei mir lebendes Buffet.
26:20Klingt wirklich lecker.
26:23Sie haben keine Ahnung.
26:24Ehrlich.
26:25Du holst hier einen Korb nach dem anderen ab.
26:28Dein letztes Gewinsel per SMS, das hat die nicht mal mehr beantwortet.
26:31Weil sie ihr Handy vergessen hat.
26:33Weil sie nicht konnte, weil du sie längst getötet hast.
26:35Alter, was ist das für eine Scheiße?
26:38Mann.
26:44Ich wurde dafür bezahlt.
26:48Du bist der Auftragskiller.
26:50Dass ich sie ins Bett bekomme.
26:55Wir hätten davon profitiert.
26:58Ja.
26:59Dann gucken Sie doch mal auf mein Konto.
27:02Dann wissen Sie es.
27:06Es hat geklingelt.
27:11Was ist denn alles alleine?
27:16Hallo Bernd.
27:17Was haben wir?
27:17Komm rein, Papa ist im Wohnzimmer.
27:19Ah ja, gleich hier.
27:22Ich muss schnell wieder hoch.
27:23Gretes in der Wartewanne.
27:24Hängst du dich auf, ja?
27:24Ja, ja, klar.
27:25Mama.
27:26Mama.
27:26Bring dein Buch mit.
27:29Äh.
27:30Ist das das hier?
27:32Ja.
27:32Danke.
27:33Danke.
27:41Papa.
27:42Hm?
27:43Du bist dran.
27:45Entschuldige.
27:46Ich war woanders in Gedanken.
27:52Ah, hier ist Bitscha.
27:53Bernd.
27:55Gibst du uns ein paar Minuten?
27:57Ja, klar.
28:00Bitte.
28:01Ich hab dir eine Flasche Wein mitgebracht.
28:03Habt ihr schon eine Spur?
28:05Hagen, laufende Ermittlungen.
28:07Ich darf dir nichts anderes.
28:08Weißt du doch.
28:09Warum schenkst du mir so einen teuren Wein?
28:12Der kostet doch mindestens 600 Euro.
28:15Das hast du ja gut gemerkt.
28:17Wieso gemerkt?
28:20Weißt du, was mich wundert?
28:22Die Rüdesheimer, die haben ja ihre Einbrüche immer, ja, perfekt geplant.
28:26Darum haben wir sie auch nie erwischt.
28:28Aber diesmal lassen sie sich überraschen und begehen auch noch einen Mord.
28:33Das passt doch überhaupt nicht zu ihrem Tatmuster.
28:36Und noch etwas ist merkwürdig.
28:37Sie haben doch dann irgendwann nur noch zu zweit gearbeitet.
28:40Aber ausgerechnet dieses Mal sind sie wieder zu dritt unterwegs.
28:43Ist doch komisch, hm?
28:45Also wer weiß schon, was solche Verbrecher antreibt.
28:48Ja.
28:50Wer weiß das schon.
28:54Erinnerst du dich daran, wann sie das letzte Mal zu dritt gearbeitet haben?
28:58Nein.
28:59Ich habe mal in die Ermittlungsakten geschaut.
29:01Das ist genau vier Jahre her.
29:06Weißt du noch, wie wir deinen 60. Geburtstag gefeiert haben?
29:10Genau da war es.
29:11Da haben wir diesen Wein getrunken.
29:13Zu diesem besonderen Anlass trinken wir mal was Anständiges, hast du gesagt.
29:16Ja, aber man wird ja nur einmal 60.
29:19Und das ist auch schon wieder vier Jahre her.
29:22Ja. Und?
29:25Kurz vor deinem 60. Geburtstag haben die Rüdesheimer fünf Kissen von genau diesem Jahrgang erbeutet.
29:31Und das war auch das letzte Mal, dass sie zu dritt zusammengearbeitet haben.
29:36Bitte, ich weiß jetzt beim besten Willen nicht, worauf du hinaus willst.
29:39Du hattest damals Akteneinsicht.
29:41Da erkanntest du diesen Wein.
29:43Und du wolltest unbedingt etwas Tolles trinken zu diesem besonderen Anlass.
29:48Bitte, Bernd, was soll das alles?
29:51Und die geheimen Signaturen, die die Rüdesheimer immer am Tatort hinterlassen haben.
29:56An die hast du dich auch erinnert?
29:59Welche Signaturen? Sag mal, bist du jetzt vollkommen verrückt geworden?
30:01Warum hast du mich heute Morgen angerufen?
30:03Du hast doch gesehen, wie es mir ging.
30:04Du brauchtest also einen Freund.
30:05Ganz genau.
30:06Oder brauchtest du jemanden, der so vertrauensselig ist, dass er dein Gepäck nicht kontrolliert?
30:12Opa! Opa!
30:14Hallo, Prinzessin.
30:15Kleta wollte dir guten Nachts sagen.
30:17Opa, läst du mir was vor?
30:20Mäusi.
30:21Och, bitte.
30:23Aber gerne, mein Schatz.
30:25Du entschuldigst mich?
30:28Na dann.
30:29Ich mach hoch, ja?
30:30Ja, komm, ich mach hoch.
30:34Weißt du was?
30:36Habt ihr gestritten?
30:38Nein.
30:39Warum fragst du?
30:52Ich komm gleich, mein Schatz.
31:07Weißt du eigentlich, dass Nathalie nicht wirklich aufgehört hat, für Läubel zu arbeiten?
31:11Ach, das glaube ich nicht.
31:14Er hat dir ja bis zuletzt regelmäßig Geld überwiesen.
31:18Wenn er so blöd ist und keine Ergebnisse fordert?
31:22Moritz, wo warst du gestern Abend?
31:24Ich dachte, das sei hier ein privater Besuch.
31:26Das dachte ich auch.
31:28Bernd, ich hab dir und die Kommissaren alles gesagt, klar?
31:37Ich möchte jetzt bitte, dass du gehst.
31:40Und dein Wein nimmst du auch wieder mit.
31:46Warum, du wolltest, dass ich den Fall übernehme?
31:48Nein, ich wollte, dass du Nathalies Tod aufklärst.
31:51Und nicht, dass du hier mit haltlosen Anschuldigungen um dich wirfst.
31:57Warum hätten wir eh was antun sollen? Warum? Sag's mir.
32:00Wir haben sie geliebt.
32:02Sie gehörte zu unserer Familie.
32:06Weißt du überhaupt noch, was das bedeutet?
32:23Frau Stein?
32:24Ja?
32:25Hauptkommissarin Klai, mein Kollege Fischer.
32:28Ach, Sie wollen zu Herrn Reuter?
32:29Nein, wir wollen zu Ihnen.
32:32Wieso denn zu mir?
32:34Frau Stein, wir haben mit Tom Derichs gesprochen.
32:37Sie wissen, wen ich meine.
32:39Ja?
32:40Der Empfangschef von Moritz.
32:42Er behauptet, Sie haben ihm 10.000 Euro angeboten für den Fall,
32:46dass es ihm gelingt, Nathalie Kremt zu verführen.
32:49Also, das ist doch...
32:51Ein Vorschuss von 5.000 Euro haben Sie ihm bereits bezahlt.
32:55Das geht aus den Kontodaten hervor.
32:57Das ist ein Kredit für eine Ausbildung.
33:00Sandra.
33:00Eine Ausbildung.
33:02Sandra.
33:04Ich glaube, das hat wenig Sinn.
33:07Komm, sag uns die Wahrheit.
33:22Also, das reicht jetzt. Ich gehe jetzt da rein.
33:24Das machen Sie ganz sicher nicht.
33:25Ich lasse mir doch von Ihnen in meinem eigenen Haus nichts verbieten.
33:28Sollen wir Ihre Tochter lieber mit aus dem Revier nehmen?
33:31Wir sehen das lieber.
33:37Ich konnte einfach nicht glauben, dass diese Frau es ernst meint mit Papa.
33:41Und ein weiteres Unglück, nachdem Mama gestorben ist,
33:43das hätte er einfach nicht verkraftet.
33:48Sie war doch nur unter seinem Geld her.
33:50Ich wollte ihn nur vorbeschützen.
33:51Deswegen hat er sich dann von mir distanziert.
33:53Aber wenigstens hat er sie überprüft.
33:58Ihr Vater hat sie überprüft?
34:02Sandra?
34:04Hm?
34:06Du hast gerade gesagt, Hagen hätte Nathalie überbracht.
34:09Ja, ja, genau.
34:10Und herausgefunden, dass sie eine Privatdetektivin ist
34:14und dass sie sich bei Moritz eingeschlichen hat,
34:16um irgendwelche Beweise zu finden, die es überhaupt gar nicht gibt, ja.
34:20Das klang bei Moritz aber ein bisschen anders.
34:22Aber selbst das hat meinem Vater nicht die Augen geöffnet.
34:28Und da dachte ich, ich schlag sie mit ihren eigenen Waffen.
34:33Wusstest du, Moritz, von deinem Deal mit dir recht?
34:38Sandra, ja oder nein?
34:41Nein, das war ganz allein meine Idee.
34:43Aber Papa darf das nicht erfahren.
34:46Bernd.
34:49Bitte, Papa redet sonst nie wieder mit mir.
34:56Ich kann nicht schlafen.
34:59Ich komme, mein Schatz.
35:00Moment mal.
35:02Hi.
35:03Wie heißt du nun?
35:05Greta?
35:06Ich bin der Max.
35:07Darf ich mal sehen, was du tolles in der Hand hast?
35:10Ui, das ist aber schön.
35:13Wo hast du das gefunden?
35:14Bei meinem Opa.
35:15Ehrlich?
35:16Zeigst du mir auch, wo?
35:18Das dürfen Sie nicht.
35:20Herr Hagen.
35:21Das darf er.
35:25Ist alles da.
35:26Laptops, Schmuck, Uhren, Schachspiel.
35:32Man sollte halt nie die Neugier von Kindern unterschätzen.
35:35Ist der Laptop von Nathalie Krembauch dabei?
35:37Äh, ja.
35:38Moment mal.
35:41Das müsste der hier sein.
36:00Hagen, hör doch mal auf mit diesem Schmierentheater.
36:02Ich bin dein Freund.
36:04Red mit mir.
36:07Ich habe eher den Eindruck, du möchtest mir was anhängen.
36:16Schade, dass du das so siehst.
36:28Das heißt, alles, was wir über diesen Tatort wissen, können wir eigentlich vergessen.
36:32Ja, also die Rüdesheimer waren es schon mal nicht.
36:35Diesen ganzen Einbruch hat es nie gegeben.
36:37Hm.
36:38Bleibt nur das Opfer und das Messer.
36:41Ein kaltblütiger Mord.
36:43Wahrscheinlich hattest du recht.
36:44Womit?
36:45Sie kannte ihren Mörder.
36:47Ja.
36:47Ich tippe ja auf den alten Freitag.
36:50Mord aus Leidenschaft.
36:51Warum sonst macht er so einen Aufriss?
36:54Um jemanden zu schützen?
36:56Ich habe ihn zum Verhör einbestellt.
36:58Dann kann er uns das ja gern nochmal im Detail erklären.
37:00Und was soll das Verhör bringen, Ihrer Meinung nach?
37:04Das ist doch klares Lehrbuch.
37:06Mächtiger alter Mann tötet blutjunge Geliebte.
37:09Also ganz einfach ist die Sache sicher nicht, Fischer.
37:12Herr Reuter, der hat einen Einbruch am Tatort fingiert.
37:17Wir nageln den im Verhör fest und Sie übergeben ihn dem Haftrichter
37:20mit einem roten Schleifchen um Halt.
37:22Soll ich Ihnen mal sagen, was passiert?
37:24Er wird in Begleitung eines Anwalts kommen
37:25und von seinem Aussageverbeigerungsrecht gebraucht machen.
37:28Und dann?
37:29Spaziert er hier raus?
37:31Kerstin?
37:31Ja?
37:32Kommst du mal bitte?
37:35Fischer, wir können ihm bislang nur nachweisen,
37:38dass eine Straftat vorgetauscht hat.
37:39Die interessante Frage in diesem Zusammenhang ist aber,
37:41warum hat er das getan?
37:43Um einen Mord zu vertuschen!
37:45Wer hat den Mord begangen?
37:47Hagen Freitag ist erst vormittags aus seinem Wochenendhaus
37:49nach Wiesbaden zurückgekehrt.
37:51Ja, das sagt er.
37:53Schicken Sie nach Hause, wenn er kommt.
37:55Okay?
38:01Was ist mit seiner Salibi?
38:03Sie hat an dem Abend mehrere Telefonate geführt,
38:06unter anderem mit ihrem Bruder.
38:07Dann ist sie gegen halb elf ins Bett gegangen.
38:09Da gibt es natürlich keine Zeugen,
38:11aber sie wird ja wohl kaum ihre kleine Tochter
38:12alleine gelassen haben.
38:14Übrigens, Freitag ist da.
38:16Mit Anwalt oder ohne?
38:17Mit.
38:19Ich schicke ihn nach Hause und dann überprüfe ich nochmal diese Salibi.
38:24Das heißt bisher überhaupt nichts.
38:28Noch was.
38:30Läubel hat uns angelogen.
38:44Guten Tag, Herr Läubel.
38:47Setzen Sie sich.
38:51Sie haben uns gestern angelogen.
38:55Nathalie Krempp hat Ihnen am Nachmittag vor Ihrem Tod Geld überwiesen.
39:01Das müsste mittlerweile auf Ihrem Konto sein.
39:05Das ist exakt die Summe,
39:08die Sie ihr für Ihre Ermittlung bezahlt haben.
39:11Das kann ja eigentlich nur eins bedeuten,
39:13dass sie den Auftrag zurückgegeben hat, oder, Herr Läubel?
39:18Sie hat gesagt, da ist nichts
39:20und sie sei nicht länger bereit, weiterzusuchen.
39:23Und wieso haben Sie uns dann angelogen?
39:25Ich hab gedacht,
39:26wenn ich den Verdacht auf Moritz lenke,
39:28dann würden Sie da nochmal nachgraben.
39:31Sie wollten uns benutzen.
39:32Für Ihren warmen Abriss.
39:34Ich war das nicht.
39:36Außerdem, anders kommt man ja nicht zu seinem Recht.
39:40Diese Rückzahlung,
39:41die muss Sie ja so richtig geärgert haben.
39:45Was hätte ich denn machen sollen?
39:47Sie hat es wirklich ernst gemeint mit dem alten Freitag.
39:50Deswegen wollte sie dem Sohn ja nicht in den Rücken fallen.
39:53Hat sie Ihnen das so gesagt?
39:55Genauso?
39:56Ja, ja, hat sie!
39:59Ich hab das Restaurant nicht angezündet.
40:02Es muss Moritz gewesen sein.
40:04Es geht gar nicht anders.
40:06Einen Moment.
40:15Glaubst du ihm?
40:16Sie wollte Moritz nicht in den Rücken fallen.
40:19Ich meine, so was sagt man doch nur,
40:20wenn man was in der Hand hat gegen jemanden.
40:27Herr Fischer, was gibt's?
40:28Ich stelle hier vor, freitags Wochenendhaus.
40:30Weit und breit keine Nachbarn.
40:32Aber das hätte ich Ihnen auch sagen können.
40:33Ja, das heißt aber, der hat kein Alibi.
40:35Der hätte zur Tatzeit in Wiesbaden sein können.
40:38Ja, das ist theoretisch möglich,
40:40aber wir haben keine Hinweise darauf.
40:42Deswegen brauchen wir auch so schnell wie möglich die Handydaten.
40:45Das ist bei einem Oberschlossanwalt nicht so einfach aus,
40:47dann würde er sofort ziemlich hohe Wellen schlagen.
40:49Also, im Moment möchte ich das noch nicht riskieren.
40:52Danke, Fischer.
40:56Fuck!
41:22Hi, ich bin's.
41:23Du wegen den Blumen.
41:24Du meinst die Rosen in Freitags Wagen?
41:26Ja, genau.
41:27War da irgendwas drangeheftet?
41:28So eine, weiß nicht, eine Visitenkarte oder sowas?
41:30Vom Blumenladen?
41:32Ja.
41:33Warte, ich guck mal.
41:41Gersin?
41:41Moment.
41:44Ah.
41:48Okay.
41:52Tatsächlich.
41:54Blumenspitzel.
41:55Warum hat der alte Romantiker diesen Riesenstrauß nicht mit reingenommen,
41:59wenn er seine Geliebte doch überraschen wollte?
42:01Stimmt, das ist merkwürdig.
42:14Wo ist er?
42:16In der Terrasse.
42:25Wie war's bei der Polizei?
42:27Peinlich.
42:28Für die Polizei.
42:30Aber Bernd wird's rausfinden.
42:33Er kann gar nicht anders.
42:36Du hättest ihn nicht kontaktieren dürfen.
42:41Du bist mir etwas schuldig, Moritz.
42:44Aber wenn wir zusammenhalten und keinen Fehler machen,
42:48wird auch ein Bernd Reuter kapitulieren.
42:54Was soll ich tun?
43:05Reuter, das dauert mir alles zu lang.
43:07Der Justizminister erwartet Ergebnisse.
43:11Das hab ich Ihnen gesagt.
43:12Also wenn Sie das nicht schaffen, dann...
43:14Dann was?
43:15...muss ich den Fall selbst übernehmen.
43:17Na, Herr Dr. von Esen.
43:20Ich würde sagen, das sollten Sie nicht tun.
43:22Heute sind Sie jetzt sehr vorsichtig.
43:25Was meint man wohl damit, wenn man sagt,
43:27man möchte jemandem nicht in den Rücken fallen?
43:31Ich glaube, diese Formulierung benutzt man,
43:33wenn man verhindern will,
43:34dass ein Geheimnis an die Öffentlichkeit gelangt.
43:37Was war das hier?
43:38Unser Opfer, Nathalie Krempp,
43:41hatte so ein Geheimnis.
43:43Ja, das wird sie uns wohl nicht mehr verraten können.
43:46Das ist richtig,
43:47aber sie hätte auch nicht darüber geredet,
43:48als sie noch lebte.
43:50Sie stand hinter ihrer Familie,
43:51hier hinter der Familie von Haken, Freitag.
43:54Was wollen Sie denn mit dem alten Fall?
43:56Die Strafe für die Brandstiftung ist längst verbüßt.
43:59Ich hab gemerkt,
44:00der alte Fall interessiert mich auch gar nicht so sehr.
44:02Was mich interessiert,
44:04ist das eigentliche Verfahren.
44:07Weil vom Ausgang des Verfahrens
44:09haben zwei Männer profitiert.
44:10Moritz Freitag hat sein Restaurant bekommen
44:13und der Oberstaatsanwalt,
44:15der das Verfahren zur Verurteilung geführt hat,
44:18der wurde befördert.
44:20Und dieser Oberstaatsanwalt,
44:21das waren doch Sie.
44:23Richtig.
44:26Sie verrannt sich dann was, Reuter.
44:29Das ist völlig absurd.
44:36Und?
44:38Die Blumenhändlerin hat Haken Freitag wiedererkannt.
44:41Die hat ihm kurz vor Ladenschluss
44:42noch diesen prächtigen Strauß Rosen verkauft.
44:44Gegen acht?
44:45Ja.
44:45Also hat Haken Freitag kein Alibi.
44:47Ja, das sag ich ja die ganze Zeit.
44:49Der hat Reuter von hinten bis vorne angelogen.
44:51Der hat den Einbruch fingiert.
44:52Seine Verlobte liegt tot in seiner Wohnung.
44:54Und wen ruft er an?
44:55Nicht die Polizei.
44:57Reuter.
44:58Okay, aber ich mein,
45:00was ist sein Motiv?
45:01Ja, das soll er uns jetzt mal erklären.
45:11Harter Tag.
45:14Sieht man mir das an?
45:16Wenn man Sie ein bisschen kennt.
45:19Ich werde halt nicht gern benutzt.
45:22Vor allem nicht von einem Freund.
45:27Ich habe übrigens mit meinem Geschäftsfreund gesprochen.
45:30Hab mich endlich überwunden.
45:31Stellen Sie sich vor,
45:32es war alles ein riesengroßes Missverständnis.
45:34Er hat den Preis für Pistazien berechnet
45:36und nicht für Mandeln.
45:37Das war alles.
45:39Na also, freut mich für Sie.
45:41Es geht aber leider nicht immer so gut aus.
45:45Na, reden Sie mit Ihrem Freund.
45:47Haben Sie mir doch auch geraten.
45:59Ja, und?
46:01Es gab eine Zeugenhaussage,
46:02die Moritz schwer belastet hat in der Brandsache.
46:06Der ermittelnde Oberstaatsanwalt
46:08hat diese Spur aber nicht weiter verfolgt.
46:11Merkwürdig, oder?
46:15Ich frage mich,
46:16warum hat er die Spur nicht weiter verfolgt?
46:21Wurde er vielleicht belohnt?
46:24Mit dem Posten des Behördenleiters
46:26hier in Wiesbaden?
46:31Wie lange kennen wir uns jetzt schon?
46:32Lange, ich wünsche mir nichtsinniger,
46:34als dass ich mich irren würde.
46:35Aber der Tod von Nathalie
46:37hat etwas zu tun mit dem Brand in der Traube.
46:41Und ich kann nichts anderes tun,
46:43als dieser Sache noch einmal
46:44auf den Grund zu geben.
46:47Red mit mir.
46:51Was hätte ich denn tun sollen?
46:53Er ist doch mein Sohn, Herrgott.
46:55Noch mal, ich musste ihn doch irgendwie beschützen.
46:58Moritz ist ungeduldig, aufbrausend.
47:00Ja, alles.
47:01Aber er ist doch kein schlechter Mensch.
47:05All das würde dich deinen Job kosten.
47:08Wer hat dir diesen Mist erzählt?
47:10Hier, die Koksneise?
47:11Der Koch?
47:15Kurz vor ihrem Tod hat Nathalie das Geld,
47:17das ihr Läube für den Auftrag überwiesen hatte,
47:21zurücküberwiesen.
47:34Nathalie hatte sich für dich entschieden
47:36und darum wollte sie Moritz nicht in den Rücken fallen.
47:43Bitte sag mir, dass das nicht wahr ist.
47:48Warum hast du mich angelogen?
47:49Warum hast du mir nicht gesagt,
47:50dass du am Tatabend schon in Wiesbaden warst?
47:52Du warst nicht erst am nächsten Morgen?
47:55Hagen, red mit mir!
47:58Ich möchte bitte ein Geständnis ablegen.
48:02Wir hatten ein paar Tage keinen Kontakt.
48:05Ich bin kein großer Telefonierer.
48:07Vor allem nicht, wenn ich arbeite und mich konzentrieren muss.
48:12Deshalb dachte ich,
48:13dass ich früher nach Hause war und sie überraschen.
48:16Als ich dann in die Stadt kam,
48:18habe ich sie aus einem Taxi steigen sehen.
48:27Sie ist über die Straße gelaufen
48:29und hat in einem Hauseingang geklingelt.
48:32Eigentlich hat sie mir nie einen Grund gegeben,
48:34eifersüchtig zu sein.
48:36Aber trotzdem bin ich das Gefühl nie ganz losgeworden.
48:40Jedenfalls bin ich ihr nachgegangen.
48:51Als ich dann Läubels Namen gesehen habe,
48:58erst vor ein paar Tagen habe ich ihr die Wahrheit
48:59über den Brand im Londini erzählt.
49:02Das Zeichen unserer Liebe und meines Vertrauens.
49:08Aber als ich kapiert habe, dass sie zu Läubel geht,
49:11da war ich mir sicher, dass sie mich verraten würde.
49:14Und mit mir nur ein schmutziges Spiel gespielt hat,
49:16genauso wie es Sandra immer gesagt hat.
49:18Ach, ich Idiot.
49:23Als sie dann schließlich kam,
49:26habe ich sofort zugestochen.
49:28Warum haben sie nicht mit ihr gesprochen?
49:30Bernd!
49:32Bernd!
49:34Moritz Freitag will ein Geständnis ablegen.
49:46Keine Ahnung, was mein Vater dir erzählt hat,
49:48aber er lügt.
49:49Ich war's.
49:50Ich habe Nathalie getötet.
49:56Als Papa sehen musste,
49:57wie sie zu Läubel gegangen ist,
49:59da ist er zu mir gekommen ins Londini
50:01und hat mir alles erzählt.
50:04Dass er ihr dummerweise
50:06alles gebeichtet hätte.
50:10Er war so verzweifelt.
50:13Ich habe versucht, ihn zu beruhigen
50:16und ihn erst wieder gehen lassen,
50:17als er mir versprochen hat,
50:18eine Nacht drüber zu schlafen.
50:19und erst dann Nathalie zur Rede zu stellen.
50:24Aber
50:25als er dann weg war,
50:28bin ich immer wütender geworden.
50:31Wir haben ihr verziehen.
50:33Wir haben sie in die Familie aufgenommen.
50:35Wir haben ihr vertraut.
50:36Und was macht sie?
50:37Sie hat nichts Besseres zu tun,
50:38als uns zu verraten.
50:43Irgendwann
50:44habe ich es einfach nicht mehr ausgehalten
50:45und bin zu ihr gefahren
50:47und habe da auf sie gewartet.
50:50In der Wohnung?
50:52Mhm.
51:02Wie bist du denn da reingekommen, Moritz?
51:05Ich, ähm,
51:08ich habe einen Schlüssel.
51:09Hier.
51:12Aber als sie dann kam,
51:15hat sie behauptet,
51:16sie sei bei irgendeiner Freundin gewesen
51:18und da
51:18bin ich durchgedreht.
51:23Und
51:23plötzlich lag da dieses Messer
51:26auf dem Tisch
51:28und ich
51:31gehe nach Hause, Moritz.
51:35Bitte.
51:44Das haben die beiden abgesprochen.
51:47Habe ich was verpasst?
51:49Ich sage, holen Sie
51:50Doktor von Hesen ab.
51:53Wie jetzt den von Hesen,
51:54den Behördenleiter?
51:55Ja, der Erbsrichter
51:56hat meinem Antrag stattgegeben.
51:59Herr von Hesen
51:59wird sich für sein Verhalten
52:00verantworten müssen.
52:03Das ist ja ein wilder Tag.
52:12Kerstin,
52:14tu es mir einen Gefallen, bitte.
52:17Ja.
52:29Das hast du gefallen ausgedacht.
52:32Zwei Geständnisse,
52:34zwei Mörder.
52:36Und keiner von beiden
52:38kann verurteilt werden.
52:39Dem doch, was du willst.
52:47Seit wann hat Moritz
52:48eigentlich einen Schlüssel
52:49für deine Wohnung?
52:57Du bist nicht zu Moritz gefahren.
52:58Das habe ich auch nie behauptet.
52:59Du bist zu Sandra gefahren.
53:12Das bist du noch lange nicht.
53:15Sag mir, ernstlich,
53:16als du bist sechs.
53:20Eins, zwei, drei.
53:24Spazier.
53:24Du musst noch dein Zimmer aufräumen.
53:26Och, Mama.
53:28Doch, lass.
53:30Abmarschen.
53:32Und Sandra,
53:34du hättest doch einmal
53:35einen Schlüssel für Hagens Wohnung.
53:37Ja.
53:39Darf ich den bitte mal sehen?
53:41Klar.
53:50Sandra?
53:52Ist das der hier?
53:55Dein Vater und dein Bruder
53:56haben im Kommissariat gerade
53:58ein ganz großes Theater abgeliefert.
54:02Chapeau.
54:08Warum sollte Hagen eigentlich
54:10zu Moritz fahren?
54:12Moritz hätte ihm doch noch
54:13Vorwürfe gemacht.
54:16Du hättest deinen Vater
54:17doch sehr viel besser trösten können,
54:19obwohl du Nathalie
54:20niemals über den Weg getraut hast.
54:26Ich lag im Bett
54:27und er hat es geklingelt.
54:34Papa.
54:37So habe ich ihn erst einmal gesehen,
54:39als er von Mamas Tod erfahren hat.
54:45Warum habe ich noch nicht
54:46auf dich gehört?
54:50Doch,
54:50krass ich nur so
54:52an jemandem Taschen.
54:54Warum hast du euch nicht verliehen?
54:56Warum tut denn
54:57den Stuhl ist?
54:59Ich bin für dich da.
55:02Das weißt du, oder?
55:06Und zusammen
55:07stehen wir das durch.
55:10Irgendwann ist er dann
55:11eingeschlafen und dann
55:15bin ich los.
55:18Dein Kind war nicht allein,
55:19also konntest du
55:20zu seiner Wohnung fahren.
55:22Aber sie war nicht da.
55:24Also habe ich gewartet.
55:28Und je länger
55:29ich gewartet habe,
55:30desto mehr
55:31ist mir klar geworden,
55:32wie sehr
55:32sie meinen Vater
55:34verletzt hat
55:34und dass er wegen ihr
55:36alles verlieren würde.
55:38Alles.
55:39Die ganze Familie.
55:41Dass sie uns
55:42komplett zerstören würde.
55:44Das konnte ich
55:45doch nicht zulassen.
55:49Und als sie dann kam,
55:58was machst du denn hier?
56:18Ich musste das doch tun.
56:20Für uns,
56:22für unsere Familie.
56:23Wir halten zusammen.
56:26immer.
56:33Nein, Salaam.
56:37Mit so viel Lügen
56:41funktioniert das nicht.
56:45Nie, Maat.
57:01So einen korrupten Typen
57:03wie den von Hesen
57:03einbuchten.
57:05Deswegen,
57:06deswegen bist du bei der
57:06Polizei.
57:07Verstehst du?
57:08Ja, aber sowas,
57:09eine Mörderin
57:10und ein Brandstifter,
57:12ich meine,
57:12zusammen haben die
57:12die ganze Familie
57:13zerstört.
57:15Kinder können einen
57:16ruinieren.
57:17Das sagt nur jemand,
57:18der keine hat.
57:29Für meine Kinder
57:30würde ich alles tun.
57:34Ja.
57:36Für beide
57:37hast du sogar
57:38deine Grundsätze verraten.
57:47Unsere Freundschaft,
57:51die wird mir fehlen.
58:07Ja, Hagen.
58:10Ja.
58:12Ja.
58:41Untertitelung des ZDF, 2020
58:43ZDF, 2020
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