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  • vor 20 Stunden

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🎈
Spaß
Transkript
00:00Du wirst nie mehr der Letzte sein.
00:06Einzig deine Angst steht dir im Weg.
00:09Du wirst nie mehr der Letzte sein. Einzig deine Angst steht dir im Weg.
00:17Aber deine Angst ist nicht echt.
00:20Ja.
00:24Sie spiegelt nur dein zweifelndes Selbst.
00:37Nichts hält dich auf.
00:39Nichts hält dich auf.
00:40Jetzt ist deine Zeit.
00:43Jetzt.
00:43Jetzt.
00:44Es ist dein Moment.
00:46Gehe.
00:47Erlebe deinen Erfolg.
00:51Das ist dein Ziel.
00:54Glaube an dich selbst und besiege deine Angst.
01:04Ich kümmer mich drum.
01:06Scheiß die Wandern. Der Neue ist erst gar nicht zum Dienst gekommen.
01:09Habe ich mitgekriegt. Und jetzt?
01:11Er liegt wahrscheinlich noch im Bett und pennt. Und bei uns brennt die Hütte.
01:14Den Typen feuer ich gleich wieder. Du kannst ja einen drauf lassen.
01:17Vor dem Feuer solltest du aber wissen, wo du Ersatz herkriegst.
01:19Also was jetzt?
01:26Lars ist doch gerade in der Therme, oder?
01:28Ja, aber da braucht er mindestens noch eine Stunde.
01:30Dann muss er sich ein bisschen bei. Dann kann er nachher in der Kita mitmachen.
01:33Ja, sag du es ihm.
01:41Siege deine Angst.
01:43Siege es nicht.
01:50Deinen Erfolg.
01:52Du bestimmst dein Schicksal.
01:55Du hast ein Ziel.
01:57Wir haben es dir.
01:59Hast du ihn erreicht?
02:00Ich probiere es gleich nochmal, ja?
02:01Gut, vielleicht meldet sie sich ja noch.
02:03Wie ich hier durch Halbwiesbaden geguckt bin.
02:06Okay.
02:08Greif und lebe deinen Erfolg.
02:11Greif und lebe deinen Erfolg.
02:42Ja?
02:44Ja?
02:45Geht nicht ran.
02:47Egal.
02:49Bin eh gleich da.
02:51Okay.
02:53Jetzt ist deine Zeit.
02:57Schieb deine Zukunft nicht auf.
03:00Greif und lebe deinen Erfolg.
03:03Geht nicht ran.
03:05Du hast dich nicht ran.
03:07Ja?
03:16Ja?
03:18Ja?
03:36Guten Morgen, Bernd.
03:38Morgen, danke.
03:39Das Opfer heißt Lars Brinkmann, 34,
03:42Angestellter einer Gebäudereinigungsfirma.
03:45Ist Frau Docker eigentlich schon da?
03:46Die Todesursache kannst du auch von mir haben.
03:48Ich höre.
03:50Chlorgasvergiftung durch Reinigungsmittel.
03:52So was kenne ich normalerweise nur als Haushaltsunfall.
03:56Und das hier ist keiner?
03:57Das ist definitiv keiner.
04:02Boah, bringt ganz schön in der Nase.
04:04Ja.
04:05Morgen, Frau Dr. Hängel.
04:07Morgen, Walter.
04:08Die Chlorkonzentration in der Luft ist nicht mehr gefährlich,
04:10aber Sie sollten sich trotzdem nicht zu lange davon aufhaken.
04:13Danke für die Fürsorge.
04:14Gerne.
04:17Gibt es hier Fenster in dem Raum?
04:18Nein, der einzige Ausgang ist diese Tür hier und die war von innen nicht zu öffnen.
04:22Warum nicht?
04:23Jemand hat die Madenschraube rausgedreht.
04:28Das heißt, man kann die Tür von außen öffnen, geht rein,
04:33machst die Tür hinter dir zu.
04:35Und wenn du wieder raus willst, dann hast du nur noch das hier in der Hand.
04:39Verstehe.
04:41Und wie kamst du zu dieser Chlorgasvergiftung?
04:43Das Opfer hat hier sauber gemacht und mit einem starken Essigreiniger den Brunnen bearbeitet.
04:49Sehen Sie hier?
04:53Ein kleiner, fensterloser, feuchter Raum.
04:56Da bildet sich schnell mal Schwarzschimmel.
04:58Und gegen den geht man am besten mit einem Chlorreiniger vor.
05:01Chlor und Essig, da gibt es Chlorgas.
05:04Das sollte also aussehen wie ein Arbeitsgefahr, ja?
05:06Hätte es auch, wenn die Tür nicht manipuliert gewesen wäre.
05:10Der Chlorreiniger war hier drin?
05:11Ja.
05:11Der Schlauch ist ab.
05:12Die KTU soll sich das mal ansehen, ja?
05:14Alles klar.
05:15Wer hat die Leiche gefunden, warum du das?
05:16Sein Chef, Robert Stein, wartet vorne am Foyer.
05:19Okay, ich red mal den.
05:25Herr Stein?
05:27Ja, guten Morgen, Freude, Herr Staatsanwaltschaft Fiesbaden.
05:29Sie haben Ihren Angestellten gefunden?
05:31Ja.
05:31Wann war das denn?
05:32Kostet nach fünf.
05:34Ihr Angestellter hat hier allein gearbeitet, richtig?
05:35Ja, jede Nacht von vier bis sieben.
05:37Was hatten Sie für einen Grund, so früh herzukommen?
05:39Wir hatten einen Engpass, personell.
05:41Ich wollte Lars anrufen, dass ihr ein bisschen schneller macht,
05:44aber er ging nicht ans Telefon.
05:45Ah ja.
05:46Wie sind Sie hier reingekommen?
05:47Ich habe einen Schlüssel für den Haupteingang.
05:49So, und als ich vor der Dusche stehe,
05:50da rieche ich plötzlich diesen Chlorgestank,
05:52sehe die Klinke von der Tür auf den Boden
05:54und dann bin ich rein, aber zu spät.
05:57Verstehe.
05:58Entschuldigen Sie, kann ich jetzt gehen?
06:00Wenn Lars jetzt auch noch rausfällt,
06:03wir haben echt Stress in der Firma.
06:05Ja, ja, klar.
06:06Danke Ihnen, Herr Stein, ja?
06:07Danke.
06:11Ach Mensch, der Lars.
06:12Der war ja nicht einfach nur ein Angestellter.
06:14Der war wie ein Freund.
06:16Lars war ja ja praktisch von Anfang an mit dabei.
06:19Kann es sein, dass er mit irgendwelchen Kunden Ärger hatte?
06:21Zum Beispiel mit dem Inhaber der Parktherme?
06:23Na ja, wir haben viele schwierige Kunden.
06:26Müssen Sie möglichst wenig bezahlen,
06:28aber dafür erwarten, dass man praktisch rund um die Uhr
06:30jeden Krümel wegfegt, den irgendjemand fallen lässt.
06:34In der Schelerstraße musst du heute Parkett versiegeln.
06:36Material habe ich dir schon hingebracht.
06:38Alles klar, mache ich.
06:40Wie ist eigentlich dieser Chlorreiniger in die Parktherme gekommen?
06:44Na ja, wir haben da immer einen Vorrat stehen.
06:46Müssen wir ja jede Woche mit ran.
06:50Also Luftfeuchtigkeit, schlechte Belüftung und so.
06:53Ja, das gibt ja schnell Schwarzschimmel, ne?
06:55Die kennen Sie aber auch.
06:56Ja, gerade erst gelernt.
06:58Wer außer Ihnen wusste eigentlich,
07:00dass Lars Brinkmann heute Morgen in der Parktherme gearbeitet hat?
07:03Kommen Sie mal mit.
07:10Sehen Sie, der Turnplan.
07:11Das ist das Herzstück unserer Firma.
07:13Na ja, das heißt, jeder, der hier vorbeigekommen ist,
07:17konnte wissen, wo Lars Brinkmann zu finden ist.
07:19Das ist der Sinn der Sache.
07:22Aber ich kann mir nicht vorstellen,
07:23dass jemand dem Lars was Böses will.
07:24Also der kam mit jedem gut zurecht.
07:29Ich habe mir mal ein Foto gemacht, oder?
07:33Seck mich am Arsch.
07:34Das gibt es doch nicht.
07:38Ach, scheiß die Wand an.
07:41Und das ist der Spinn von Lars Brinkmann?
07:43Ja.
07:44Wie, der war nicht immer so aus, oder?
07:45Nö, der hat jemand aufgebraucht.
07:47Wann waren Sie denn das letzte Mal in diesem Raum?
07:49Gestern Abend gegen acht, aber da war alles in Ordnung.
07:56Privatklamotten.
07:57Kein Portemonnaie.
07:59Kein Schlüssel.
08:02Da bringt mal ein Auto.
08:04Na, wo?
08:15Auto ist weg.
08:16Stand immer hier.
08:18Ist mir gar nicht aufgefallen.
08:20Und er selbst kann das Auto nicht benutzt haben.
08:22Nee, der ist ja mit unserem Firmenwagen zur Tame gefahren.
08:28Wir haben uns mal das Handy des Mordopfers angesehen.
08:31Hallo.
08:32Und?
08:33Da ist keine Speicherkarte drin.
08:35War denn mal eine drin?
08:35Ja, alle Apps auf dem Ding wollen auf eine SD-Karte zugreifen, die aber nicht mehr da ist.
08:40Vielleicht in der Wohnung?
08:42Hauptkommissarin klar?
08:44Ah, gut.
08:46Dann kommen wir.
08:48Der Wagen von Lars Brinkmann ist gefunden worden.
08:50Ein paar hundert Meter von der Firma entfernt.
08:57Das ist der Wart.
09:00Wow, da hat aber jemand Vorräte gebunkert.
09:04Steinrein.
09:05Hat der das alles geklaut?
09:07An seinem Schiff oder was?
09:09Na, dann fragen wir doch gleich mal beim Chef.
09:26Das gehört alles uns.
09:27Und was macht das in seinem Privatwagen?
09:30Der hat uns beklaut, die Arschmale.
09:31Was macht man denn mit dem ganzen Zeug?
09:33Weiterverkaufen?
09:34Geben Sie das mal ins Internet ein.
09:36Hier, 70 Euro, allein der Kalister.
09:39Da kommt gerade schon was zusammen, wenn man das alles vertickt.
09:42Das sind zusammen über 1000 Euro.
09:44Und wir haben dem echt genug bezahlt.
09:47Gut, danke, Herr Stein.
09:48Sie können fahren.
09:51Arschloch.
09:57Also, der Täter wusste, Leben kommt, bringt man aus der Therme nicht mehr raus.
10:02Er nutzt die Gelegenheit, fährt in die Firma, bricht den Spind auf und als er da nichts findet,
10:08nimmt er sich das Auto vor.
10:09Aber was sucht er da?
10:11Die Speicherkarte?
10:16Dieser Drecksköhler hat uns die ganze Zeit beklaut.
10:19Das weißt du doch gar nicht.
10:20So viel Material in seinem Privatwagen?
10:22Ja, vielleicht hat er da was gebunkert, falls er mal mit seinem eigenen Wagen zu irgendeiner Putzstelle muss.
10:28Sag mal, wieso verteidigst du ihn die ganze Zeit?
10:30Vielleicht, weil er sich nicht mehr selber verteidigen kann?
10:34Und außerdem hat er es nicht verdient, dass du so über ihn redest.
10:44Vielleicht hast du ja recht.
10:53Äh, das war die Bahnhofstraße, nicht die Oranien.
11:03Winter, Verschein.
11:04Ah, hallo.
11:05Vielleicht einen Moment, bitte.
11:12Wie kann ich helfen?
11:14Ganz schön, was los hier.
11:16Vier verschiedene Farben, ist das Zufall oder hat das irgendeine Bedeutung?
11:19Also die hellen sind für die Privathaushalte, die dunklen für das Gewerbe, grün ist für Staub und rot ist für
11:24sanitär.
11:25Sie wollen ja sicher auch nicht, dass ich mit dem gleichen Lappen zuerst ihr Klo putze und dann ihren Frühstückstisch
11:29abbrische, oder?
11:30Keine schöne Idee.
11:32Aber Sie sind ja sicher nicht gekommen, um sich über die Praxis der Gebäudereinigung zu informieren.
11:36Oh, ich lerne immer ganz gerne dazu.
11:38Ähm, sagen Sie, wie läuft das hier mit den Materialien?
11:41Hören sich die Mitarbeiter das selbst raus, oder teilen Sie das zu?
11:44Wie geht das?
11:45Sie reden von Lars, ne?
11:46Hat mir Robert gerade erzählt.
11:48Na, ich hätte mich schon gewundert, welche Menge er Ihnen klauen konnte.
11:50Das ganze Auto war doch voll.
11:51Ja, also wissen Sie, wir haben nicht die Zeit, unseren Mitarbeitern hinterherzurennen und zu schauen, was sie mit dem Material
11:56machen.
11:58Ich habe den Eindruck, Sie haben überhaupt keine Zeit, ne?
12:04Oh, Zeit, ja, Zeit, Zeit, Zeit.
12:07Mal für mich selber irgendwas für meine Haut tun, ist ja schon schön.
12:10Wann haben Sie denn das letzte Mal so richtig Urlaub gemacht mit dem Mann?
12:14Richtig Urlaub?
12:15Bevor wir uns selbstständig gemacht haben.
12:18Mehr als ein verlängertes Wochenende ist nicht mehr drin.
12:21Warum haben Sie sich nicht irgendeinen Stellvertreter aufgebaut?
12:23Jemand, der sich um alles kümmern kann, weil Sie nicht da sind?
12:25Wenn der einen Fehler macht, kann uns das die Existenz kosten.
12:28Ja, da muss man schon sehr viel Vertrauen haben.
12:32Hatten Sie zu Lars Bregmann Vertrauen?
12:34Ja, klar.
12:37Der war ja unser bester Mann.
12:39Das war ja ein Freund.
12:41Also haben wir jedenfalls gedacht.
12:42Ich muss mal weitermachen.
12:52Guten Tag.
12:54Guten Tag.
13:19Ah!
13:24Oh!
13:25Woah!
13:43Ah!
13:50Ah!
13:51Ah!
14:01Das war's für heute.
14:37Das war's für heute.
14:54Das war's für heute.
15:41Das war's für heute.
15:53Das war's für heute.
15:53Das ist ja ein Ding.
15:55So eine Art Gelegenheitsdiebstahl.
15:56Mit einer Knarre plus Schalldämpfer.
16:00Sie wussten also nicht, dass der Mann, auf den Sie schießen, ein Polizeibeamter ist.
16:04Er hat mich überrascht.
16:06Es war so eine Art Reflex.
16:08Ach.
16:09Und aus lauter Reflex haben Sie meinen Kollegen bis auf den Dachboden verfolgt und mehr
16:14als ein Magazin leer geschossen.
16:16Sie wollten töten.
16:17Wen?
16:19Lars Brinkmann?
16:20Ich kenn keinen Brinkmann.
16:30Der verarscht uns doch.
16:33Der blockt alles ab.
16:34Ja.
16:35So, verständlich.
16:35Wohnungseinbruch Diebstahl.
16:37In Tateinheit mit Verstoß gegen das Waffengesetz.
16:39Das bringt ihm vielleicht zehn Jahre.
16:41Mordversuch an Schubert.
16:43Das würde lebenslängig bedeuten.
16:45Mhm.
16:48Tja.
16:52Was machst du denn hier?
16:53Warum bist du nicht im Krankenhaus?
16:56Wie was?
16:57Wer geht schon wieder?
16:58Ja.
17:00In Untersuchungshaft für Wörter.
17:02Okay.
17:03Hat er was gesagt, das uns weiterbringt?
17:05Ich hätte dich da echt nicht alleine hinfahren lassen sollen.
17:07Blödsinn.
17:08Das hatten wir doch so abgesprochen.
17:09Ja.
17:10Was sagen denn die Ärzte?
17:12Dass ich hier echt Schwein hatte.
17:14Oberarm und Hand, beide Streifschüsse.
17:16Ein paar Schmerztabletten.
17:17Hier ein bisschen Salbe im Verband.
17:19Und das hier wurde mit zwei Stichen genäht.
17:21Und das da oben?
17:22Am Kopf ist noch alles dran.
17:23Das ist ja bei dir das Wichtigste.
17:25Kerstin, wir brauchen eine Verbindung zwischen Bär und dem Mordopfer.
17:29Ich hab das gesamte Umfeld von Raimund Bär und Lars Brinkmann gecheckt.
17:32Die haben nie was miteinander zu tun gehabt.
17:35Und hat er nicht irgendwas bei sich gehabt?
17:36Ich meine, er muss doch nach irgendetwas gesucht haben in der Woche.
17:38Nichts.
17:38Aber ich hab was.
17:39Die KTU hat auf Brinkmanns Handy eine gelöschte E-Mail rekonstruiert.
17:44Wenn ich bis nächste Woche kein Geld sehe, gibt es richtig Ärger?
17:50Moment, Moment, Moment.
17:52Das hab ich gerade gelesen.
17:54Na, hier.
17:55Der hat immer mal wieder auch als Schuldeneintreiber gearbeitet.
17:57Und Brinkmann hatte Schulden.
17:59Vielleicht ist das ja die Verbindung zwischen den beiden Schulden.
18:01Wer ist der Verfasser der Mail?
18:02Kann man aus der Mailadresse nicht ableiten.
18:04Wird aber gerade ermittelt.
18:06Also, Brinkmann brauchte Geld.
18:07Wahrscheinlich hat er deswegen die ganzen Reinigungsmittel geklaut.
18:11Gibt es Hinweise darauf, dass er das ganze Zeug verkaufen wollte?
18:14Nein, ich hab die ganzen Onlineportale durch.
18:16Nichts.
18:17Noch was.
18:17Diese Mail ist eine Woche alt.
18:19Und nach genau einer Woche hat Brinkmann Ärger bekommen.
18:21Sozusagen letalen Ärger.
18:24Verstehe.
18:25Gut.
18:25Kümmert euch mal um den Verfasser der Nachricht, ja?
18:28Gute Person, Schubert.
18:31Na?
18:37Wenn ich bis nächste Woche kein Geld sehe, gibt's richtig Ärger.
18:40Haben Sie das geschrieben, ja oder nein?
18:43Ja.
18:44Das hab ich geschrieben.
18:46Das Geld von Lars Brinkmann.
18:48Worum ging's denn da?
18:49Stimmt.
18:49Brinkmann heißt der.
18:50Der hat mir beim Zurücksetzen mit seinem Auto eine Beule hinten in den Truck gefahren.
18:58Können Sie sich ansehen.
18:59Sie wollen mich verarschen.
19:01Das hab ich nicht mindestens vor.
19:04Ich mein, wenn Sie sich hier draußen Spaß machen wollen, für ein bisschen Spaß bin ich
19:08jederzeit zu haben.
19:09Wir könnten Ihnen zum Beispiel mal das Gesundheitsamt vorbeischicken.
19:16Millionen Bakterien.
19:18So was sehe ich mit bloßem Auge.
19:21Allein dafür machen die in den Laden hier dicht.
19:23Und wenn das nicht reicht, dann kommt Arbeitsschutz, Brandschutz, das Finanzamt...
19:27Ist ja gut.
19:30Er hat mit dem Ball in den Truck gefahren.
19:32Wollte unbedingt vermeiden, dass die Polizei zugezogen wird.
19:35Und mir den Schaden bar bezahlen.
19:37Hat er bisher nicht gemacht.
19:38Ja und da hab ich ihm diese Nachricht geschrieben.
19:40Und?
19:41Haben Sie ihm schon ordentlich Ärger gemacht?
19:43Noch nicht.
19:44Das heißt?
19:45Wie das heißt?
19:47Woran sollte dieser Ärger bestehen?
19:48Ja, das hätte ich noch mit einem alten Bekannten besprochen.
19:51Ein alter Bekannter.
19:52Ein Schläger?
19:54Ein Killer?
19:56Staatsanwalt.
19:58Sie müssen ihn eigentlich kennen.
20:00Oberstaatsanwalt Reuter.
20:02Sehen Sie ihn demnächst?
20:05Reuter.
20:08Ja.
20:09Ja.
20:10Ja.
20:11Dann grüßen Sie mal von mir, ne?
20:19Morgen Bernd.
20:21Morgen.
20:22Die KTU hat uns das Gerät, durch das Lars Brinkmann zu Tode kam, nochmal original nachgebaut.
20:27Ah.
20:27Und zwar, der Täter hat das Gewinde hier abgeschliffen und dann den Schlauch mit etwas Wachs so befestigt.
20:36Und ab einem bestimmten Druck springt der Schlauch aus der Öffnung und der ganze Chlorreiniger fließt raus.
20:44Was ist das denn Ding?
20:45Wir haben den Absender dieser Drohe-E-Mail rausbekommen.
20:48Stefan Schiller.
20:50Ja, ja, ich weiß wie.
20:51Ich habe gerade mit ihm telefoniert.
20:53Die Spur ist also tot?
20:55Nein, nein, im Gegenteil.
20:56Das ist ein völlig neuer Ermittlungsansatz.
20:58Ihr Kumpel vom Imbus.
21:00Nein, der Unfall.
21:02Schubert Schiller hat gesagt, der Unfall ist am vergangenen Montag gegen 18 Uhr passiert.
21:06Und genau um diese Zeit hätte Lars Brinkmann zusammen mit seiner Chefin Sonja Stein aber in einem Bürohaus in der
21:12Rheinstraße putzen müssen.
21:15Habt ihr gefragt, ob Brinkmann bei dem Unfall allein war?
21:22Er war nicht allein.
21:24Bei ihm war eine Frau, auf die die Beschreibung von Sonja Stein zutrifft.
21:27Die beiden waren noch nicht im Bürogebäude in der Rheinstraße, sondern in einer preiswerten Pension in der Nähe des Imbisses.
21:33Da werden Sie sicher nicht geputzt haben.
21:36Sondern?
21:39Die Stein hatte was mit dem Mordopfer. Das ist krass.
21:42Aber das heißt noch lange nicht, dass dieser Schiller raus ist.
21:45Der begeht keinen Mord.
21:47Warum? Weil er ein Kumpel von Reuter ist?
21:49Du musst zugeben, Schillers Motiv ist ziemlich dünn. Für die paar hundert Euro.
21:57Wie lange haben Sie die Firma schon?
21:59Acht Jahre jetzt.
22:00Was haben Sie denn vorher gemacht?
22:04Vorher waren wir beide bei so einer großen Reinigungsfirma angestellt, die in ganz Deutschland operiert.
22:08Wir haben uns auch kennengelernt.
22:11Damals war der Mindestlohn für das Gebäudereinigerhandwerk so um die acht Euro.
22:15Das war keine leichte Zeit.
22:18Darum haben Sie sich damals selbstständig gemacht, ja?
22:21Ach, ja.
22:23Man rackert und rackert.
22:25Ich habe Gicht in den Händen bekommen.
22:28Putzen Sie mal Treppenaufgänge im Winter.
22:30Immer schön den Lappen im kalten Wischwasser ausdrücken.
22:34Und dann ist der Rücken dazugekommen.
22:37Geht's Ihnen denn jetzt besser?
22:39Nee.
22:40Unseren Angestellten geht's besser.
22:41Die kriegen jetzt über zehn Euro.
22:45Warum machen Sie das dann eigentlich doch?
22:52Das frage ich mich auch manchmal.
22:59Und wir ohne das alles nicht einfach glücklicher wären.
23:03Ich könnte mir vorstellen, dass dieser permanente Stress auch Auswirkungen auf Ihre Ehe hat, oder?
23:08Natürlich. Wir nehmen ja alles mit nach Hause.
23:11Da hat man überhaupt keinen Kopf für irgendwas Gemeinsames, Schönes.
23:16Aber Lars Brinkmann, der hatte noch den Kopf frei für etwas Gemeinsames, Schönes, oder?
23:22Ich weiß nicht, was Sie meinen.
23:24Ich meine damit Ihre Beziehung, die Sie mit Lars Brinkmann hatten.
23:28Sie haben sich mit ihm zweimal in der Woche in einer kleinen Pension in Castell getroffen.
23:33Und die Adresse dieser Pension steht nicht auf Ihrem Tourenplan.
23:37Diese Treffen waren also privat.
23:47Sie sagen das meinem Mann nicht, ja?
23:49Ja, ja.
23:49Vorstand, wir ermitteln eine Mordwahl.
23:51Und wenn Ihr Mann von dieser Beziehung weiß, dann hätte er ein Motiv.
23:56Lars war ein Optimist.
23:59Alles geht im Leben.
24:00Es war sein Ding.
24:02Er war charmant.
24:04Er hat geflirtet.
24:06Er war ganz anders als Ihr Mann, meinen Sie?
24:09Der hatte überhaupt keinen Kopf mehr dafür.
24:12Aber Robert hat nichts mitbekommen.
24:13Hundertprozentig nicht.
24:28Herr Stein, wir würden gerne mal mit Ihnen sprechen.
24:31Mann, der hört uns doch nicht.
24:33Ach so, ähm...
24:51Was gibt's denn?
24:52Guten Tag, Herr Stein.
24:55Ihre Firma, die macht doch jeden Tag zwischen 18 und 20 Uhr in einem kleinen Bürogebäude sauber.
25:01In der Rheinstraße.
25:04Weiß ich jetzt nicht aus dem Kopf.
25:05Vielleicht können wir Ihnen helfen.
25:07Hier, der Tourenplan.
25:10Na ja, klar.
25:11Das macht Sonja mit Lars zusammen.
25:14Ach du Scheiße, da muss ich mich auch noch um Ersatz kümmern.
25:18Herr Stein, Sie brauchen keinen Ersatz.
25:20Dieser Auftrag wurde Ihnen bereits vor drei Monaten gekündigt.
25:25Das wissen Sie nicht.
25:28Nö.
25:29Mir hat Sonja nichts von gesagt.
25:31Sie wissen also auch nicht, warum Ihnen dieser Auftrag gekündigt wurde.
25:34Nö.
25:36Ein Wachmann hat zwei Reinigungskräfte auf dem Sofa des Geschäftsführers erwischt.
25:40Die haben da nicht sauber gemacht, die haben rumgefögelt.
25:47Ihre Frau hatte eine Affäre mit Lars Brinkmann. Wussten Sie davon?
25:57Wussten Sie, dass Ihr Angestellter Ihre Frau vögelt?
26:11Herr Stein, wo waren Sie eigentlich in der Tatnacht vor vier Uhr?
26:16Da war ich mit meiner Frau zusammen.
26:21Mit dieser.
26:24Mit dieser.
26:27Mit dieser.
26:28Robert Stein ist ganz schön fertig.
26:30Das nimmt ihn echt mit, dass seine Frau fremdgegangen ist.
26:33Mhm. Das hat ihn so getroffen, dass ihm gar kein dreckiges Schimpfwort mehr für Sie eingefallen ist.
26:39Die Frage ist natürlich, hat er es schon vorher gewusst oder hat das erst durch Euch erfahren?
26:43Er wusste es. Und hat seinen Konkurrenten aus dem Weg geräumt.
26:46Also er sagt, er war in der Nacht, als Lars Brinkmann zu Tode kam mit seiner Frau zusammen.
26:50Na gut, aber das muss ja nichts bedeuten.
26:52Ich meine, der Täter kann dieses Drucksprühgerät und die Türwinke schon irgendwas vorher manipuliert haben.
26:56Ja.
26:58Vielleicht hat er auch jemand beauftragt, seinen Angestellten aus dem Weg zu räumen.
27:02Diesen Raimund Bär zum Beispiel.
27:07Okay, wir checken, ob Robert Stein und Raimund Bär sich kennen.
27:10Tu das.
27:15Alles okay bei dir?
27:17Robert, hallo.
27:20Der ist da noch mal rein?
27:22Wird was holen.
27:30Wir müssen räumen, Brinkmanns Wohnung.
27:33Okay.
27:55Wir müssen räumen, Brinkmanns Wohnung.
28:02Alles okay bei dir?
28:04Warum?
28:06Na ja, also ich meine, er stand da und hat auf dich geschossen.
28:09Löst das nicht was in dir aus?
28:18Doch.
28:35Du bist so ein Held.
28:37Endlich, Texas.
28:47Robert.
28:49Was ist mit Lars?
28:50Die Klappe.
28:56Mal reden, Robert, bitte.
28:57Weil du mit Lars nicht mehr reden kannst oder was, bin ich ersatz?
28:59Ich habe einen Scheißfehler gemacht, Robert.
29:01Bitte, schmeiß sie alles weg.
29:03Ach, meinst du, soll das nicht so einfach reparieren?
29:05Soll ich das aus dem Hirn rauspulen, was ich weiß?
29:07Wir haben doch schon viel schlimmere Zeiten erlebt.
29:10Nee, Sonja. Das haben wir nicht.
29:24Das war tatsächlich die Speicherkarte aus dem Handy von Lars Brinkmann, die wir gefunden haben.
29:28Ah ja.
29:30Was sind das für Unterlagen?
29:31Die sind aus einem Landesbetrieb für Immobilienbewirtschaftung.
29:35Das sind Rechnungen, Ausschreibungen, Kostenaufstellungen.
29:39Und hier und da ein paar handschriftliche Anmerkungen.
29:414.000 Euro, 15.000 Euro, 7.000 Euro.
29:47Das sind jeweils ungefähr 5% der Auftragsumme.
29:50Schmiergelder.
29:51Woher habt ihr das?
29:53Wir haben Aufnahmedatum und Uhrzeit mit dem Tourenplan von Lars Brinkmann verglichen.
29:58Die Unterlagen stammen aus dem Privathaus des Verwaltungsdirektors Hajo Chem von der IBH.
30:03Das ist die Immobilienbewirtschaftung Hessen.
30:06Verstehe.
30:07Na ja, Gebäudereiniger haben überall Zutritt.
30:10Da kann's natürlich schon mal passieren.
30:11Dass, wenn man irgendwas Kompromittierendes auf dem Schreibtisch liegen hat,
30:15zum Beispiel Hinweise darauf, welche Schmiergelder man kassiert,
30:18dass man dann damit erpresst wird.
30:19Von Robert Stein und seiner Gebäudereinigung ist auch was dabei.
30:22Wie viel?
30:238.000.
30:26Also, Lars Brinkmann putzt bei diesem Verwaltungsdirektor, entdeckt diese Schmiergeldunterlagen, macht Fotos davon, weil er den Verwaltungsdirektor damit erpressen will.
30:35Und kurz darauf ist Lars Brinkmann tot. Passt doch.
30:38Und wie passt dieser Raimund Bär dazu?
30:41Dieser Hajo Kemp. Darf ich?
30:45Ja, ja, klar.
30:46Der ist auch Geschäftsführer eines Vereins zur Resozialisierung von Strafgefangenen. Und dieser Raimund Bär ist einer davon.
30:55Oh, das ist interessant.
30:59Gut.
31:03Ja, das sind eindeutig Dokumente, die mir gehören.
31:10Der Schreibtisch, auf dem die Dokumente fotografiert waren, das könnte doch auch dieser hier sein, oder?
31:15Sieht ganz so aus. Vorher haben Sie eigentlich die Fotos.
31:18Sagt Ihnen der Name Lars Brinkmann etwas?
31:21Überhaupt nicht. Da brauche ich gar nicht weiter nachdenken.
31:24Na, Lars Brinkmann hat einmal pro Woche Ihre Villa geputzt.
31:28Dann habe ich ihn schon mal gesehen. Aber in der Name.
31:33Sagen Sie so, vertrauliche Unterlagen, die nimmt man doch eigentlich nicht mit nach Haus, oder?
31:38Eigentlich nicht. Aber meine Frau war krank. Ein paar Tage ging es ihr richtig schlecht.
31:43Und da habe ich so oft es ging zu Hause gearbeitet.
31:46Verstehe.
31:47Herr Kemp, schauen Sie mal. Auf jeder Unterlage gibt es einen handschriftlichen Vermerk.
31:51Da stehen Summen drauf. 8000, 15.000. Haben Sie das geschrieben?
31:56Ja.
31:57Was bedeuten diese Summen? Rabatte.
32:00Ich habe mit den auftragnehmenden Firmen Rabatte ausgehandelt.
32:04Unser Land muss sparen, wo es geht.
32:07Und hier 8000 Euro, Firma Steinrhein, Robert Stein. Ist das auch ein Rabatt?
32:12Ja.
32:15Ich frage mich gerade, warum fotografiert jemand heimlich die Unterlagen mit diesen Rabatten?
32:21Das müssen Sie schon den Betreffenden fragen.
32:23Das geht nur leider nicht mehr. Der Betreffende ist tot.
32:29Ja, Herr Kemp, ich danke Ihnen. Das war's schon.
32:32Ach übrigens, tolles Haus, das Sie hier haben. Super Lage.
32:37Ziemlich teuer, was?
32:41Welche Besoldungsgruppe haben Sie eigentlich als Verwaltungsdirektor?
32:43Das müsste so A15 sein?
32:45Mhm.
32:48Ich bin draußen. Schönen Tag.
32:49Gute limmi.
33:04Gute limmi.
33:10Gute limmi.
33:10Guten Tag, Herr Stein.
33:13Hallo. Was gibt's denn?
33:14Herr Stein, kurze Frage.
33:15Harjo Kemp, sagt Ihnen der Name etwas?
33:18Landesverwaltungsdirektor hier in Wiesbaden?
33:19Na klar, Landesimmobilienverwaltung.
33:21Mit dem habe ich ab und zu geschäftlich zu tun.
33:23Das heißt, Sie bekommen Aufträge von Herrn Kemp?
33:26Ja.
33:27Wie funktioniert das eigentlich mit diesen Aufträgen?
33:29Müssen Sie sich da in irgendeiner Form erkenntlich zeigen?
33:33Was ist denn das jetzt?
33:35Naja, wir haben Unterlagen bei Herrn Kemp gefunden.
33:38Und in diesen Unterlagen steht Ihr Name.
33:39Und direkt neben Ihrem Namen ist handschriftlich
33:41die Summe von 8000 Euro vermerkt.
33:43Da könnte man doch auf die EW kommen,
33:45dass Sie das Geld an Herrn Kemp gezahlt haben,
33:47damit er Ihnen Aufträge verschafft hat.
33:48Das ist Quatsch.
33:49Sowas ist ja überhaupt nicht nötig.
33:55Ihr Angestellter Lars Brinkmann
33:57hat doch die private Villa von Herrn Kemp geputzt.
34:02Weiß ich jetzt nicht aus dem Kopf.
34:04Aber wenn Sie das sagen, dann wird das schon so stimmen.
34:07Brinkmann hat auf dem Schreibtisch von Kemp Unterlagen fotografiert.
34:10In den Unterlagen steht nicht nur Ihr Name,
34:12da stehen die Namen aller Auftragnehmer.
34:14Und direkt daneben steht die jeweilige Bestechungssumme,
34:16die Sie an Herrn Kemp bezahlt haben.
34:18Ich nehme an, Brinkmann wollte Herrn Kemp mit diesen Fotos erpressen.
34:21Aber nun ist er tot.
34:22Ja, nun ist er tot. Das ist ein Arschloch.
34:25Neunt.
34:27Wenn wir jetzt gegen Kemp ermitteln wegen Bestechlichkeit,
34:31dann werden wir uns natürlich auch um all die Leute kümmern,
34:33die ihn besprochen haben.
34:36Verstehen Sie?
34:42Und wenn es dann zu einem Verfahren kommt gegen Kemp,
34:46dann wäre es natürlich günstig für Sie,
34:47wenn Sie an der Aufklärung mitgewirkt hätten.
34:49So zum Beispiel mit einer Aussage,
34:51die uns hilft, die Zusammenhänge besser zu verstehen.
34:55Das ist doch eh alles scheißegal.
34:57Nein, nein, nein, nein.
34:57Vorsichtig.
34:58So einfach ist das nicht.
34:59Wenn es ganz schlimm kommt,
35:01dann sitzen Sie nämlich im Gefängnis,
35:03weil die Eingestellte sich als Herr Passer versucht hat.
35:05Das wollen Sie doch nicht wirklich, oder?
35:07Ne.
35:09So würde ich das an Ihrer Stelle auch sehen.
35:13Also, nochmal ganz von vorn.
35:15Ähm, diese 8.000 Euro,
35:18war das in irgendeiner Form Bestechungsgeld?
35:24Ja.
35:27Entschuldigung, Entschuldigung, das Ding ist so laut,
35:28ich verstehe Sie nicht.
35:31Ja.
35:32Gut, danke.
35:44Robert Stein hat die Bestechung zugegeben.
35:46Dann haben wir den Herrn Verwaltungsdirektor am Arsch.
35:49Also, inhaltlich kann ich Ihrer Formulierung folgen, Schubert.
35:52Ja, Cam kann natürlich seine These
35:54von den Rabatten nicht mehr aufgeteilt.
35:56Damit hat er ein Motiv.
35:58Das Brinkmann hat ihn erpresst.
36:00Er engagiert diesen Raimund Bär aus seinem Resozialisierungsverein.
36:04Tolle Resozialisierung.
36:06Bär soll Brinkmann ausschalten
36:08und die Speicherkarte mit den Fotos organisieren.
36:10Ja, sehe ich auch so.
36:11Aber ich glaube kaum, dass Cam seinen Mordauftrag zugeben.
36:14Nee.
36:15Ich denke, wir sollten uns an Bär halten.
36:17Das ist die schwache Stelle.
36:18Gerne.
36:19Mit ihm habe ich eh noch eine Rechnung offen.
36:20Nee, Schubert, Sie halten sich da mal schön raus.
36:22Der hat mich angeschossen?
36:24Ja, eben.
36:26Bestell Bär bitte im Morgen früh zu Verhör, ja?
36:28Mach ich.
36:30Ach, äh, wartet mal.
36:34Bestellt bitte auch Cam.
36:36Selbe Zeit, 8.30 Uhr, ja?
36:37Alles klar.
37:00Kommen Sie.
37:07Sievers ist mein Name.
37:09Ich bin die Pflichtverteidigerin.
37:10von Herrn Bär.
37:11Na, Frau Sievers.
37:12Nehmen Sie doch bitte Platz.
37:13Ich habe denen alles gesagt, was ich zu sagen habe.
37:16Das können wir uns alles sparen.
37:17Mach das echt ein bisschen anders, Herr Bär.
37:19Immerhin hat sich seit unserem letzten Gespräch
37:21die eine oder andere Neuigkeit ergeben.
37:24Wir wissen inzwischen, wer Ihr Auftraggeber ist.
37:26Und wir wissen auch, warum er Sie beauftragt hat.
37:29Für einen Einbruch brauche ich keinen Auftraggeber.
37:33Ich sage nichts.
37:35Wie Sie wollen, Herr Bär.
37:37Frau Sievers, Ihr Mandant möchte offensichtlich nicht mit mir reden,
37:40also sollten wir uns vielleicht ein bisschen unterhalten.
37:42Ich habe den Eindruck, Herr Bär glaubt immer noch,
37:45dass er mit einer Anklage wegen Wohnungseinbruch
37:47die Stahl unter Mitführung einer Schusswaffe davon kommt.
37:50Eine Anklage nach § 244 StGB.
37:53Das ist auch meine Einschätzung, Herr Oberstaatsanwalt.
37:56Langsam, langsam, Frau Sievers, wir reden mittlerweile über etwas anderes.
38:00Wir reden hier über einen Mordversuch an einem Polizisten
38:02und wir reden über den Mord an Lars Brinkmann.
38:05Das bedeutet für Ihren Mandanten im schlimmsten Fall
38:08eine lebenslange Haftstrafe.
38:09Wie Sie wissen, ist die Anklage das eine
38:11und die Verurteilung etwas ganz anderes.
38:14Da haben Sie natürlich recht.
38:16Gut, dann werden wir also vor Gericht herausfinden,
38:19ob Ihr Optimismus berechtigt ist.
38:22Ich danke Ihnen.
38:24Moment, Moment, nicht so schnell.
38:25Lassen Sie uns doch mal nachdenken, Herr Oberstaatsanwalt.
38:30Ja.
38:31Der Versuch einer Straftat
38:34kann doch auch ein milderes Urteil zur Folge haben,
38:36als die vollendete Straftat.
38:38Die Betonung liegt hierbei natürlich auf Kann.
38:41Vielleicht können wir uns ja gegenseitig helfen.
38:45Sie gegenseitig zu helfen, finde ich immer gut.
38:48Wie könnte Ihre Hilfe in diesem Fall dann aussehen?
38:50Vielleicht hat mein Mandant ja doch eine Information.
38:53Das wäre in der Tat sehr hilfreich.
38:55Also wenn Ihr Mandant mir bestätigen könnte,
38:57dass Harjo Kemp sein Auftraggeber war,
39:00dann würde ich vor der Spurgerichtskammer
39:02auf eine Strafrahmenverschiebung plädieren.
39:04Was?
39:05Was kommt dabei rum?
39:07Fünf bis acht Jahre.
39:09Statt gamesländig, ich meine.
39:10Das ist ein Unterschied, hm?
39:13Besprechen Sie sich doch bitte mit Ihrem Mandant.
39:16Das ist jetzt nicht dein Ernst.
39:19Das...
39:21Sie bitten diesen Typen einen Deal an.
39:24Sie kommen so schnell hoch, Schubert.
39:26Ist das genau die Grundform,
39:27dass Sie nicht mit Bär zusammen in einem Raum haben will?
39:28Der Typ hat auf mich geschossen mehrfach.
39:30Ich hätte dabei draufgehen können.
39:32Schubert, Sie haben sich heldenhaft eingesetzt.
39:34Respekt.
39:34Aber Sie haben ein bisschen das große Ganze aus dem Blick verloren, okay?
39:37Das große Ganze?
39:38Es geht hier nicht um Sie.
39:40Wir versuchen einen Mord aufzuklären, okay?
39:42Und seien Sie froh, Sie haben Glück gehabt und darum leben Sie noch.
39:44Lars Brinkmann hatte kein Glück.
39:45Und darum ist er tot.
39:49Herr Kemp, kommen Sie.
40:04Sie wissen es vielleicht nicht, Herr Kemp, aber...
40:09Anstiftung zum Mord kann genauso bestraft werden wie der Mord selbst.
40:13Es hat überhaupt keinen Mord gegeben.
40:14Natürlich hat es auch einen Mord gegeben.
40:16Lars Brinkmann ist tot.
40:21Haben Sie deshalb Raimund Bär verhaftet?
40:24War er das?
40:27Ich glaube, es braucht eine gewisse Intelligenz und Raffinesse,
40:30wenn man jemanden mit einer chemischen Reaktion umbringen will.
40:35Ich glaube nicht, dass es das Ziel von Raimund Bär ist.
40:43Ähm, Moment mal.
40:47Also ich war das nicht.
40:51Warum sollte ich Ihnen das glauben, Herr Kemp?
40:53Weil es die Wahrheit ist.
40:54Die Wahrheit.
40:56Ein großes Wort aus Ihrem Mund.
40:59Sie haben mich immerhin schon einmal angelogen.
41:03Herr Bär, zuerst haben Sie die belastenden Fotos gesucht.
41:06Eine Speicherkarte zum Beispiel.
41:09Ja.
41:10Ich habe den Spintel sucht.
41:11Da war aber nichts drin.
41:13Und dann haben Sie das Auto geklaut?
41:14Da habe ich aber auch nichts gefunden.
41:17Waren Sie in der Parktherme, als Lars Brinkmann da sauber gemacht hat?
41:21Sagt mir nichts.
41:27Wo waren Sie denn in der Tatnacht zwischen 21 und 3 Uhr?
41:31Da war ich noch glücklich.
41:33Schön für Sie.
41:34Und wo haben Sie Ihr Glück gefunden?
41:35In der Glücksoase.
41:36Das ist eine Spielothek.
41:38Da war ich zwischen 21 Uhr und Mitternacht.
41:40Habe 300 Euro gewonnen.
41:42Und wo waren Sie nach Mitternacht?
41:44Da habe ich das Geld versoffen.
41:46Robert Stein hat ausgesagt,
41:48Sie hätten sich die Vergabe der Aufträge bezahlen lassen.
41:51In seinem Fall mit 8000 Euro.
41:53Und ich glaube, das war nicht die einzige Firma, die an Sie bezahlt hat.
41:58Ein lukratives Geschäft für Sie.
42:00Und das hätte sicher noch eine ganze Weile so weitergehen können.
42:02Aber dummerweise hat Lars Brinkmann zufällig die Unterlagen auf Ihrem Schreibtisch entdeckt.
42:08Und damit, Herr Kemp, haben Sie für mich ein belastbares Mordmotiv.
42:13Dieser Brinkmann wollte seine eigene Firma aufmachen.
42:18Natürlich hat er dafür lukrative Auftraggeber gesucht.
42:22Ich habe ihn weggeschickt.
42:23Weggeschickt.
42:25Ihr Freund, Raimund Berg,
42:27gibt gerade den Mann bei den Kollegen von der Polizei zum Protokoll,
42:30dass Sie ihn beauftragt haben, Lars Brinkmann auszuschalten
42:32und die Fotos von Ihren Unterlagen zu besorgen.
42:34Wie war das gerade mit Ihrer Wahrheit?
42:37Er hatte plötzlich diese Fotos.
42:41Und ...
42:43Und?
42:47Ach.
42:49Er wollte gar kein Geld von Ihnen.
42:52Er wollte die Gebäudereitigungsaufträge,
42:55die Sie schon an die Firma von Herrn Stein verkauft hatten.
42:58Richtig?
42:59Er wollte sein Geld nicht zurücknehmen.
43:02Er wollte den Auftrag behalten.
43:04Da hatten Sie ein Problem, Herr Kemp.
43:08Und Sie haben überlegt, wie Sie dieses Problem lösen könnten.
43:12Und die Lösung hieß Raimund Bär.
43:14Richtig?
43:20Er war gerade aus dem Klass gekommen.
43:23Brauchte dringend Geld.
43:25Dass er kein Problem hat, jemanden wegzupusten,
43:27hat er jedem erzählt, ob er es hören wollte oder nicht.
43:30Und dann haben Sie ihn gefragt,
43:31ob er Ihnen bei Ihrem Problem helfen könne.
43:36Wie wir wissen, haben Sie damit Ihr Problem nur noch größer gemacht, Herr Kemp.
43:44Ja, ja.
43:45Aber er wusste nicht, warum sein Auftrag gefährdet war.
43:48Also, wenn Hajo Kemp nichts mit dem Chlorgasanschlag zu tun hatte,
43:52dann suchen wir jetzt einen neuen Täter.
43:54Wir sollten aber auf jeden Fall auch noch mal Bärs Ali überprüfen.
43:57Die Firma, die Lars Brinkmann gründen wollte,
43:59hat er da schon was?
44:00Mhm, eine Gewerbeanmeldung.
44:01Gut.
44:04Wo ist denn das genau?
44:06Hinten am Ostbahnhof.
44:20Gebäudeservice.
44:35Steinrein.
44:36Der hat das hier alles von seinem Chef geklaut.
44:38Also, der hat sich eindeutig zu viel aus diesem ganzen Kram gemacht.
44:42Na ja.
44:43Das passt doch zu diesem Motivationsgeschwafel am Tatort.
44:47Wie war das noch?
44:48Greif deinen Erfolg und lebe dein Leben im Moment oder so ähnlich.
44:53Mhm, so ähnlich.
44:56Visitenkarten hat er auch schon gehabt.
44:58Was ist das hier?
45:01Eine Ausschreibung.
45:02Reinigung und Winterdienst für das Westforum.
45:05Das ist doch das Einkaufszentrum Dotzheim.
45:08Wofür er auch schon den Zuschlag hatte?
45:11Der Mann war echt umtriebig.
45:13Will sich selbstständig machen und beklaut dafür seinen Chef.
45:16Und erpresst diesen Verwaltungsdirektor, um Aufträge von ihm zu bekommen.
45:20Wenn Stein das rausbekommen hat, dann hat er ein ordentliches Motiv.
45:24Und Brinkmann hat ihn mit seiner Frau betrogen.
45:27Doppelmotiv.
45:28Den nehmen wir uns doch mal vor.
45:37Hä? Der hier?
45:40Sag, wie bescheuert bist du eigentlich?
45:42Das ist solche Säure, Alter.
45:44Damit kannst du nicht auf der Rat zugehen.
45:45Entschuldigung.
45:46Sag, Herr Stein!
45:47Nimm die anderen Kanister,
45:49er dir jedoch Schaden anrichtest im Angesicht der Polizei.
45:53Was denn?
45:54Wir hatten noch ein paar Fragen an Sie.
45:57Das letzte Mal, als Sie mich was gefragt haben, war danach mein Leben im Arsch.
46:01Also?
46:03Wussten Sie, dass Brinkmann sich selbstständig machen wollte?
46:07Mit stapelweise Reinigungsholm, das er bei Ihnen geklaut hat?
46:12Ach, schmalig.
46:14Sagen Sie, das Einkaufszentrum Dotzheim, haben Sie damit irgendwas zu tun?
46:18Na klar.
46:20Bodenreinigung, Winterdienst.
46:21Offensichtlich nicht mehr.
46:22Lars Brinkmann hat sich an der Ausschreibung dafür beteiligt und den Zuschlag bekommen.
46:26Für nächstes Jahr.
46:28Was machen Sie uns damit sagen?
46:30Wussten Sie davon oder wussten Sie nicht davon?
46:32Nein, wusste ich nicht.
46:34Sie haben von all dem nichts mitbekommen.
46:38Jetzt steh hier nicht rum in der Stehlande, mach was!
46:43Dieses Einkaufszentrum muss Ihnen längst gekündigt haben, haben Sie davon auch nichts mitbekommen?
46:51Ein ganzes Papierkram macht meine Frau, da müssen Sie Sonja fragen.
46:54Wollen Sie uns eigentlich verscheißern, um mal in Ihrer Sprache zu bleiben?
46:57Christian.
47:04Bernd?
47:04Ja, wir haben gerade mit Herrn Stein gesprochen.
47:09Stimmt, wir haben die Kündigung gekriegt.
47:13Warum haben Sie jemanden das nicht erzählt?
47:15Der war durchgedreht.
47:16Was meinen Sie, wie durchgedreht?
47:18Ja, ich weiß nicht, Robert ist in letzter Zeit so anders.
47:22Der hat ganz dünne Haut gekriegt, flippt gleich bei allem aus.
47:26Sie wissen, wer den Auftrag vom Einkaufszentrum von Ihrer Firma übernommen hat?
47:32Das war Lars Brinkmann mit seiner eigenen Firma, die er gerade neu gegründet hatte.
47:38Könnte es sein, dass Sie gemeinsam mit Lars Brinkmann diese neue Firma führen wollten?
47:43Nein, ich hätte Robert nicht allein gelassen.
47:47Also soweit ich das beurteilen kann, war dieses Einkaufszentrum einer Ihrer größten Kunden, richtig?
47:52Ja, der zweitgrößte.
47:54Dann hätte doch der Verlust dieses Kunden Ihre Firma in allergrößte Schwierigkeiten gebracht.
47:58Also ich könnte mir vorstellen, dass das Ihre Existenz gekostet hätte.
48:03Und trotzdem erzählen Sie Ihrem Mann nichts davon?
48:07Ich wollte Robert beschwitzen, verstehen Sie das nicht?
48:11Nein, das verstehe ich nicht.
48:14Sie wollen sich jemandem helfen, den Sie ohne jede Vorwarnung an die Wand laufen lassen?
48:17Ich habe ja auch nichts geahnt, bis mich ein Kunde angerufen hat.
48:24Sag mal, willst du unsere Firma kaputt machen?
48:27Die ist doch schon kaputt.
48:30Du verdienst bei uns Geld und wirbst während deiner Arbeitszeit unsere Kunden ab?
48:36Ach, auf einmal kannst du die Chefin!
48:43Kein kleines Kätzchen mehr.
48:46Kein schmuse Kätzchen.
48:54Komm mit in meine Firma.
48:56Da hast du einen großen Chef.
48:59Frau Schlein, ich frage mich gerade, ob Ihr Mann vielleicht auch einen Anruf bekommen hat?
49:05Und ob er nicht vielleicht doch mitbekommen hat, dass Lars Brinkmann ihn betrügt, beruflich und privat?
49:11Nein, Robert hat nichts gewusst.
49:13Ich weiß genau, was Sie denken, dass er das mitbekommen hat und dass er den Lars umgebracht hat.
49:17Ich denke das nicht, Frau Stein.
49:18Ich frage mich nur, ob es nicht vielleicht doch so war.
49:25Wir haben inzwischen das Alibi von Raimund Bär gecheckt.
49:29Der Inhaber der Spielothek bestätigt seine Geschichte und außerdem die ganzen Typen, mit denen er seinen Gewinn versoffen hat.
49:35Also Raimund Bär fördert es wohl eher nicht mit dem Chlorgasanschlag.
49:40Der hatte zwar den Auftrag, Brinkmann zu erledigen, war aber einfach ein bisschen spät dran.
49:46Ja, dann wird es gegen ihn und Heilkämpf ein gesondertes Verfahren geben, wegen Anstiftung zum Mord und Mordversuch.
49:54Dann haben wir noch Robert Stein und die Eifersucht.
49:57Tja, das wird ja wohl kaum beweisen können, aber Kaffee.
50:03Das Ehepaar Stein hat ein ganz anderes Motiv.
50:06Brinkmann ist drauf und dran, ihn die Firma kaputt zu machen.
50:09Wovon Robert Stein angeblich nichts wusste.
50:12Ja, klar, er spielt ihn ahnungslosen, um seine Motive zu verschleiern.
50:16Brinkmann fügelt seine Frau und will ihm die Firma kaputt machen.
50:19Und wenn Stein das rausbekommen hat, und irgendwann hat er es rausbekommen,
50:21ich meine, kann man ja schon fast Verständnis dafür haben, dass er den Brinkmann kalt gemacht hat.
50:26Verständnis sind Verständnis. Herr Schubert, was wir brauchen, ist ein gerichtskester Beweis.
50:29Zum Beispiel, dass Herr Stein oder Frau Stein vor Brinkmann in der Therme war und diese Türklinke manipuliert hat.
50:36Also, die Therme schließt um 22 Uhr.
50:39Lars Brinkmann hat gegen vier mit der Arbeit begonnen. Das sind sechs Stunden.
50:45Ja, ja, genau.
50:49Ich geh jetzt erstmal was essen.
51:04Na, Schiller, konntest du's reinemachen heute?
51:06Nicht nur heute. Ich kämpfe meinen täglichen Kampf gegen das festgebratene Fett.
51:12In die schwarze Kruste kommt nichts an.
51:15Zehn Prozent schaff ich pro Tag.
51:17Nach fünf Tagen sind die ersten zehn Prozent wieder schwarz.
51:21Ah, das heißt, Sie bleiben nie fertig.
51:23Ja, ich bin der Sisyphus, die Herdreinigung.
51:26Was für ein Schicksal.
51:28Oh.
51:30Ne, warte, ich mach das mal.
51:38Sagen Sie mal, wir arbeiten auch mit verschiedenfarbenen Lappen, oder?
51:42Ja, natürlich.
51:44Schon aus Hygienegründen.
51:46Schließlich war ich mal Arzt, ne?
51:49Brauchen Sie den noch zur Meditation oder kann ich den ausspülen?
51:54Ja.
51:54Entschuldigung.
51:55Aber Sie haben mich wirklich auf einen interessanten Gewalt gebracht.
51:57Danke.
52:05Kerstin, ich bin's.
52:06Habt ihr den Putzlappen vom Tatort schon aus der chemischen Analyse zurück?
52:12Moosröschen und Amabas?
52:13Amaryllis, ja.
52:14Du, pass auf, ich schick dir gleich ein paar Adressen.
52:16Fahr da bitte hin und schau nach, ob es diese Pflanzen da irgendwo gibt, ja?
52:20Ja, ich schick's dir gleich.
52:21Bis dann.
52:31Wollen wir jetzt den Rest des Lebens so schweigen nebeneinander herarbeiten?
52:35Kann's ja gehen.
52:40Die Scheißfirma hat uns halt mitgemacht.
52:42Ja, früher war schon schöner.
52:45Hat man zwar kein Geld, aber auch keinen Angestellten, der einem das Messer im Rücken rammt.
52:48Und keine Frau, die für so einen Arschloch die Beine breitbart.
52:52Wie kannst du so gemein sein?
52:54Deshalb hast du immer so deine Hand über Lars gehalten.
52:57Egal was er verbockt hat, weil du mit ihm im Bett warst.
53:01Wahrscheinlich wolltest du mit ihm gehen und mich hier zurücklassen.
53:05Mit einer wertlosen Firma, ohne Kunden.
53:08Wo bat's?
53:09Aber es geht noch nicht mehr.
53:11Nun ist der große Stecher tot.
53:13Und die feine Frau Stein muss sich wieder ranwanzen an ihr Mann.
53:16und betteln, dass er ihr verzeiht.
53:19Ja.
53:20Ja.
53:38Ja.
53:44Ja.
53:47Ja.
54:00Ja.
54:09Ja.
54:12Ja.
54:14Ja.
54:14Ja.
54:30Ja.
54:31Ja.
54:31Ja.
54:31Ja.
54:31Ja.
54:31Wir haben den Lappen untersuchen lassen.
54:32Und die KTU hat herausgefunden, dass mit diesem Lappen Blütenstaub aufgewischt wurde.
54:38Amaryllis und Moosröschen.
54:41Und?
54:45Amaryllis und Moosröschen in einer Therme?
54:48Frau Stein, ich glaube wir sind uns einig, dass Lars Brinkmann nicht mit diesem Lappen
54:52gearbeitet hat, oder?
54:54Nee.
54:55Wahrscheinlich nicht.
54:57Aber Sie waren einen Tag vor Lars Brinkmanns Tod in einem Privathaushalt in der Wilhelmi-Straße.
55:02Und in dieser Wohnung steht auf einem Tisch ein großer Blumenstrauß.
55:06Moosröschen und Amaryllis.
55:08Und?
55:11Das beweist, dass Sie in der Parktherme waren, bevor Lars Brinkmann gestorben ist.
55:16Sie haben doch nun herausgefunden, dass ich mit Lars geschlafen habe.
55:19Wollen Sie jetzt sagen, ich war mit ihm im Bett und dann bringe ich ihn um?
55:24Sie wissen, dass Sie nicht mit mir reden müssen?
55:27Sie wissen, dass Sie auch einen Anwalt hinzuziehen können?
55:30Wofür denn?
55:35Frau Stein, als Sie Ihre heimliche Beziehung mit Lars Brinkmann angefangen haben,
55:40da wussten Sie vermutlich nicht, dass Lars Brinkmann nicht nur Sie begehrt,
55:44sondern auch Ihre Firma und Ihre Kunden?
55:47Nein, das wusste ich nicht.
55:49Aber irgendwann muss Ihnen doch klar geworden sein, dass Brinkmann alles zerstören wollte,
55:52was Sie und der Mann sich mühsam aufgebaut hatten.
55:59Da konnten Sie natürlich nicht zu Ihrem Mann gehen und sagen,
56:01du, es gibt ein kleines Problem, unser Angestellter, mit dem ich gerade schlafe,
56:05ist dabei, unsere Firma zu ruinieren.
56:10Das kann ich tatsächlich nicht mehr.
56:15Sie haben sich für eine andere Lösung entschieden.
56:17Sie haben Lars Brinkmann getötet.
56:20Sie haben ihn getötet, weil Sie in der Falle saßen.
56:24Brinkmann würde entweder Ihre Firma ruinieren
56:27und wenn Sie ihn daran gehindert hätten, hätte er Ihre Ehe ruiniert.
56:31Ja, der wäre zu Ihrem Mann gegangen und hätte gesagt,
56:33ich weiß nicht, ob Sie das interessiert, Herr Stein,
56:35aber Ihre Frau hat eine Beziehung mit mir.
56:39Sie hatten nichts zu verlieren.
56:50Ich habe auch alles verloren.
56:53Dabei wollte ich einfach mal wieder ein bisschen glücklich sein.
56:58Ich wollte für einen Moment die ganzen Probleme vergessen, die wir haben.
57:03Ich habe alles falsch gemacht.
57:07Deswegen musste ich mich opfern für Robert.
57:11Nein, Frau Strahm.
57:14Sie haben sich nicht geopfert.
57:17Geopfert haben Sie Ihren Geliebten.
57:22Kommen Sie bitte.
57:25Kommen Sie bitte.
57:43Kommen Sie bitte.
57:55Kommen Sie bitte.
57:55Hallo Herr Schiller.
57:56Ja?
57:57Ich habe ein paar Mal für Sie.
57:58Von Profis für den Profi.
58:02Danke.
58:03Danke.
58:04Viel Glück.
58:05Ja.
58:10Das ist noch am Morgen,
58:15für meine Landeskarte.
58:18Hey.
58:20Oh, super.
58:28Ein bisschen viel genug vielleicht?
58:31Nein, wirklich.
58:32Das ist echt toll.
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