- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
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00:34Musik
00:40Lassana, do we here?
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01:14ARD Text im Auftrag von Funk
01:28ARD Text im Auftrag von Funk
02:03ARD Text im Auftrag von Funk
02:30ARD Text im Auftrag von Funk
02:43ARD Text im Auftrag von Funk
02:50Wer tut denn sowas?
02:58Nachdem das Schlauchbootstrom abwärts gefunden wurde, haben sie hier alles abgesucht.
03:02Am Steg waren dann Blutspuren.
03:04Die Wasserschutzpolizei hat dann seine Leiche im Wasser gefunden.
03:08Direkt am Steg. Beschwert mit Blei.
03:13Du konntest das Opfer?
03:15Ja. Ich kannte Frankie schon ewig.
03:19Notarzt. Hauptberuflich.
03:23Witziger Typ. Charmant. Immer ein Spruch auf den Lippen. Da konnte es noch so blutig zugehen.
03:32Ist es okay?
03:36Moin.
03:37Moin, Fischer.
03:39Ist das die Ehefrau?
03:41Anna Drosten. Hat keine Ahnung, was da passiert sein könnte.
03:46Was hat Ihr Mann gestern noch hier gemacht?
03:48Es war eine Bergungsübung. Der Rest der Truppe war schon weg und er hat nur aufgeräumt.
03:52Ja. Frankie war immer der Erste und immer der Letzte im Dienst.
03:57Hat er auch als Rettungstauer gearbeitet?
04:00Landesvorstand der Deutschen Wasserrettung Hessen.
04:01Ehrenamtlich. Das hier war seine Ortsgruppe.
04:06Engagierter Mann?
04:12Engagiert ist noch untertrieben. Der war ein richtiger Held.
04:17Trotzdem hatte offensichtlich jemand einen Grund, ihn umzubringen.
04:33Frau Drosten?
04:35Guten Tag, mein Name ist Reuter, Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
04:39Mein Beileid.
04:41Danke.
04:44Wissen Sie denn schon...
04:46Irgendwas?
04:47Leider noch nicht. Wir haben aber auch gerade erst angefangen.
04:51Ich bin ja Krankenschwester. Ich habe genug Tote gesehen.
04:56Aber...
04:57Der eigene Mann...
04:59Entschuldigung, ich...
05:03Ich kriege das einfach nicht in meinen Kopf.
05:07Das glaube ich Ihnen.
05:09Aber Sie sind ja nicht hier, mich zu trösten.
05:13Frau Drosten, Sie haben ja schon mit den Kollegen von der Kriminalpolizei gesprochen.
05:17Ist Ihnen vielleicht trotzdem noch irgendetwas eingefallen?
05:21Hatte Ihr Mann in letzter Zeit vielleicht irgendwelche Streitigkeiten?
05:26Das einzige ist dieser Ärger im Landesverband.
05:30Da ging es um die Kassenführung.
05:34Aber deswegen bringt man doch niemanden um.
05:38Was für eine Art Ärger war das denn?
05:41Es ging um...
05:43Um seinen Vorgänger im Amt.
05:47Frank dachte, der hat die Bücher nicht sauber übergeben.
05:51Es gab da...
05:54Unstimmigkeiten.
05:55Ah ja.
05:58Und wer war dieser Vorgänger?
06:07Hallo?
06:08Guten Abend, mein Name ist Reuter, Staatsanwaltschaft Wiesbaden. Ist der Herr Hausstedt zu Haus?
06:13Ähm, ja. Also ich bin seine Lebensgefährtin. Worum geht's denn?
06:17Boah, das würde ich gerne mit Herrn Hausstedt persönlich besprechen. Darf ich?
06:21Ja.
06:22Micha! Für dich!
06:25Kommen Sie ruhig.
06:26Danke.
06:27Ja, natürlich gab's Streit. Frank hat versucht, mir diese Fehler bei den Finanzen anzuhängen. Aber ich habe damit nichts zu
06:33tun.
06:34Ich habe übrigens die Kontrastüge des Vereins beschlagnahmen lassen.
06:38Ja, gut. Aber wieso kümmert sich jetzt die Staatsanwaltschaft darum?
06:44Es geht nicht nur um die Finanzen, Herr Hausstedt.
06:47Wann?
06:49Frank Droste wurde heute Morgen tot aufgefunden. Wir gehen davon aus, dass er gestern Abend zu Tode gekommen ist.
06:59Wann haben Sie Herrn Droste denn das letzte Mal gesehen?
07:02Puh, das ist lange her. Ich bin ja nicht mehr dabei bei der Wasserrettung.
07:07Und gestern Abend waren Sie zu Haus?
07:10Gestern?
07:12Er war beim Paddeln.
07:14Ah ja, genau. Mittwochs ist immer Paddeltag.
07:19Paddeln?
07:29Sorry, wenn ich dich davon irgendwie falsch erwischte, aber ich wollte deinen Freund nicht...
07:32Ja, du kanntest Frankie halt einfach nicht.
07:44Wasser ist gründlich.
07:47Spuranhaftungen, Fremd-DNA, alles restlos weggespült.
07:51Äußerlich fällt vor allem die Wunde im Kopfbereich auf. Sie stammt von einem Schlag.
07:57Die Wunde sieht so aus, als wäre das Tatwerkzeug irgendein länglicher Gegenstand gewesen.
08:02Circa drei bis vier Zentimeter Durchmesser rund.
08:07Was kann das gewesen sein?
08:09Nichts, was die Kollegen sichergestellt haben, passt zu der Wunde.
08:15Seltsam ist dieses Mal hier, quer zum länglichen Hematom.
08:19Relativ breit, vorne abgerundete Form.
08:22Sieht aus, als hätte die Waffe da eine Ausbuchtung oder Querstrebe.
08:27Ich kann leider nicht genauer sagen, was das war.
08:29War der Schlag tödlich?
08:30Nein, Todesursache war Trinken, wenig überraschend.
08:34Der Schlag hat ihn vermutlich benommen gemacht, mindestens.
08:38Kann es sein, dass er deshalb nicht in der Lage war, die Tarierweste auszuziehen?
08:42Ich meine, an der Westing noch die ganzen schweren Gewichte, die ihn runtergezogen haben.
08:46Unerwartetes Eintauchen, danach Aspiration von Wasser.
08:49Das führt sofort zum Kehldeckelverschluss.
08:51Im Anschluss Panik.
08:53Da hat keiner mehr die Nerven, noch einen Verschluss zu öffnen.
08:58Tja.
08:59Tja.
09:30Ja, vielen Dank, Herr Heisfeld, dass Sie da so kurzfristig mal drüber schauen.
09:34Ja, gern.
09:36Aber Kassenprüfung mache ich ja nur einmal im Jahr. Ich bin nicht der Materialwart.
09:41Ja, aber ich weiß auch nicht.
09:43Irgendwie finde ich das hier drinnen jetzt auch nicht auf Anhieb, das Konto.
09:47Also die Hausbank sagt, das Konto gehört eindeutig der Wasserrettung.
09:49Ja, das kann schon sein, aber ich kenne mich damit auch nicht so gut aus. Tut mir leid.
09:56Hey, hier, kotzt du mal bitte?
09:58Entschuldigen Sie kurz.
10:02Gersin?
10:03Haustet hat dich angelogen. Er war nicht beim Paddeln. Er war sogar ziemlich lange nicht mehr hier.
10:08Das ist interessant.
10:09Was ich mich frage, ist, warum er dich so ungeschickt angelogen hat.
10:12Ich meine, ihm muss doch klar sein, dass wir sowas überprüfen.
10:15Bei dem Gespräch war seine Partnerin dabei. Vielleicht konnte er deshalb nicht frei reden.
10:18Ich würde gerne nochmal mit ihm sprechen.
10:20Allein, ja.
10:21Okay, und bei dir im Büro?
10:23Ja, gerne.
10:24Danke, Kassel.
10:25Gut, bis dann.
10:28Und?
10:28Reuter will Haustet nochmal auf den Zahn fühlen.
10:34Herr Haustet, Sie sagen, es gibt jemanden, der Ihr Anliegen bestätigen kann?
10:38Fragen Sie Leni Paschek.
10:41Das heißt, Sie treffen sich mittwochs immer mit Frau Paschek, wenn Sie offiziell beim Paddeln sind?
10:47Ja, nicht nur mit ihr.
10:50Was heißt das?
10:52Na ja, wir sind immer so zwischen fünf und zehn Leute.
10:55Moment, ich habe das gerade so verstanden, dass Frau Paschek Ihre Freundin ist.
11:00Nein, Leni ist die Leiterin von unserer Gruppe.
11:05Alkoholiker Selbsthilfe.
11:06So, jetzt verstehe ich's.
11:09Ich war fünfzehn Jahre lang trocken.
11:12Und dann, nach Wanias Tauchunfall, habe ich wieder angefangen.
11:16Und Sie wollten nicht, dass Ihre Partnerin das erfährt?
11:19Ihr ganzes Leben liegt in Scherben. Verstehen Sie das?
11:26Was genau ist da eigentlich passiert bei diesem Tauchunfall?
11:33Dekompressionskrankheit.
11:35Wanias Knochen sind kaputt.
11:37Ihre Gelenke.
11:39Und dann auch noch die schlimme Lähmung.
11:42Es tut mir leid.
11:43Ihr ganzes Leben ist kaputt.
11:45Ihren Job musste sie aufgeben.
11:47Ab und zu darf sie bei einem Freund als Verkäuferin aushelfen,
11:50damit sie nicht den ganzen Tag zu Hause sitzt. Das war's.
11:54Es ist wirklich keine einfache Situation.
11:57Aber ich hab das im Griff. Das mit dem Alkohol.
11:59Und ich möchte Sie damit nicht belasten. Also bitte sagen Sie davon nichts, ja?
12:03Na, das werden wir wahrscheinlich auch nicht müssen.
12:04Mit Frau Paschek werden wir reden, aber das ist ja wohl kein Problem für Sie.
12:08Gut.
12:10Herr Ausstedt, anderes Thema.
12:12Ich hab mir mal die Kontoführung des Landesverbandes der Wasserhaltung angeschaut.
12:16Da waren Sie ja als Vorstandvorgänger von Frank Droste.
12:19Aber da bin ich jetzt nicht mehr zuständig.
12:21Ja, ich weiß, Sie sind ja noch nicht mal mehr Mitglied.
12:23Aber vielleicht können Sie mir ja trotzdem helfen.
12:25Über verschiedene Umbuchungen bin ich auf dieses Konto gestoßen.
12:29Und dieses Konto taucht sonst nicht irgendwo auf.
12:34Das gab's bei uns noch gar nicht.
12:38Als Vorstand kann man ja für den Verein Konten eröffnen.
12:43Ja klar, wenn die Mitgliederversammlung zustimmt.
12:45Nein, auch wenn die Mitgliederversammlung nicht zustimmt.
12:48Das ist im Vereinsrecht so geregelt.
12:50Und warum sollte man das tun? Wozu?
12:56Also danke noch mal Frau Paschek, dass Sie so kurzfristig vorbeikommen kommen.
12:59Klar, gerne.
12:59Schönen Tag noch.
13:00Auf jeden Fall.
13:01Ciao.
13:03Auf dem Konto liegen gut 12.000 Euro und das Konto taucht in keinem Kassenbericht auf.
13:07Und der einzige, der es benutzt hat, soweit ich sehen konnte, ist Frank Droste.
13:12Willst du damit sagen, er hat Gelder vom Verein abgezweigt?
13:15Das glaube ich nicht. Nicht Frank.
13:19Kerstin, wie auch immer, was wirklich feststeht ist, von diesem Konto wurden Rechnungen bezahlt.
13:24Ja, hier stehen die Rechnungsnummern.
13:26Okay, ich check mal, was da gekauft wurde. War garantiert für die DWR.
13:36Die Leni Paschek von der Alkoholikerselbsthilfe bestätigt, dass Micha Hausstedt am Tatabend beim wöchentlichen Treffen war.
13:42Ah ja, gut.
13:45Noch was. Ich habe in den Unterlagen einen Bericht für die Versicherung der DWR gefunden.
13:51Das ist eine richtig üble Geschichte, die der Frau Rech da passiert ist.
13:54Und, bezahlt die Versicherung?
13:56Ja, ja.
13:57Das heißt, es war ein Unfall während eines Einsatzes.
14:01Angeblich ein fehlerhafter Tauchcomputer bei einer Wrackbergung.
14:04Ah.
14:05Du hattest recht.
14:06Vielleicht der erste Laden bestätigt, dass die Rechnung für eine Privatperson beglichen wurde.
14:11Also nicht für die DWR.
14:18Ich verstehe nicht, warum Frank dieser Frau irgendwas vom DWR-Konto bezahlen sollte.
14:25Schuster Droste.
14:28Vielleicht hat er ja Geschwister.
14:31Nicht, dass ich wüsste.
14:38Hallo, kleiner Mann. Ist deine Mama da?
14:41Hallo.
14:44Guten Tag.
14:45Guten Tag. Isabel Schuster?
14:47Ja.
14:48Hauptkommissarin Klar, das ist mein Kollege Fischer.
14:52Ist was passiert?
14:54Frau Schuster, das ist eine Rechnung über eine Terrassengestaltung.
14:5711.419 Euro.
15:00Ja, das ist meine Terrasse.
15:02Bestimmt war es damit nicht?
15:22Gehen wir auf die Terrasse?
15:24Ja.
15:29Herr Schuster, Sie kennen Frank Droste offensichtlich.
15:34Ja, sicher. Er ist mein Partner.
15:41Ist ihm was passiert?
15:45Er wurde heute Morgen tot aufgefunden.
15:50Das kann gar nicht sein.
15:53Er ist im Einsatz.
15:55Sie meinen die Übung gestern Abend am Rhein?
15:57Was?
15:58Nein. Er ist im Auslandseinsatz.
16:03Frau Schuster, Frank Droste wurde in Wiesbaden gefunden.
16:06Im Rhein.
16:09Er ist ertrunken.
16:11Offenbar aufgrund von Fremdeinwirkungen.
16:14Es muss eine Verwechslung sein.
16:16Frank ist in Albanien, in der Nähe von Flora.
16:19Man kann ihn sehr schwer erreichen.
16:21Frau Schuster.
16:24Wir sind uns ganz sicher.
16:38Es tut mir leid, aber ich muss Ihnen das jetzt zeigen.
16:45Frank.
16:54Er hat mit Ihnen hier gelebt, richtig?
16:57Er ist mein Partner, das habe ich doch gesagt.
17:00Oskar ist unser Sohn. Wieso sind Sie denn sonst bei mir?
17:05War Frank oft unterwegs?
17:06Ich? Ja, ja.
17:07Er ist Notarzt.
17:09Immer in Bereitschaft.
17:10Ehrenamtlich bei der DWR.
17:12Da gab es viele Einsätze weltweit.
17:23Äh, kennen Sie diese Frau?
17:27Nein.
17:28Nie gesehen.
17:30Wer ist das?
17:32Die Frau steht womöglich im Zusammenhang mit dem Fall.
17:36Fall?
17:37Welchem Fall?
17:40Nein.
17:41Nie gesehen?
17:45Wer ist das?
17:47Die Frau hat vielleicht mit dem Tod ihres Mannes zu tun.
17:51Wie das denn?
17:54Ich sage Bescheid, wenn wir mehr wissen.
17:56Danke, dass Sie so schnell kommen konnten, Frau Drosten.
17:59Das war's schon.
18:03Er hat sogar ein Kind mit dieser Isabel Schuster.
18:06Wie kann er das Hannah nur antun?
18:09Was für ein Lügner.
18:12Bernd, ich ruf dich gleich zurück, ja?
18:15Hanna!
18:16Hanna!
18:19Es tut mir so leid.
18:26Ähm, Kerstin?
18:28Ähm, dein Kollege, der hat mir grad das Bild von einer Frau gezeigt.
18:34Weißt du, worum es da geht?
18:35Was?
18:38Nein, ähm, keine Ahnung.
18:41Okay.
18:44Ähm, also wenn ihr irgendwie meine Hilfe braucht.
18:47Ja, klar. Danke, Hanna.
18:48Mach's gut.
19:01Mach's gut.
19:05Manchmal geht so eine Lüge ganz leicht über die Lippen.
19:08Ach komm, das war doch jetzt was ganz anderes.
19:12Ich meine, eine Lüge definiert vielleicht nicht den ganzen Menschen.
19:17Frank hat seine Frau angelogen.
19:19Seine Frauen.
19:21Sein ganzes Leben war eine einzige Lüge.
19:25Trotzdem kann Frank Drosten ein guter Freund gewesen sein.
19:29Komm, Reuter will nochmal mit uns sprechen.
19:35Also Hanna Drosten behauptet nichts vom Doppelleben ihres Mannes zu wissen.
19:39Wie ich Hanna kenne, hätte sie Frank die Hölle heiß gemacht.
19:42Na ja, ihn um rein zu ertränken, kommt der Hölle ja schon ziemlich nahe.
19:47Ja, aber dafür haben beide Frauen dasselbe Motiv.
19:50Isabel Schuster kann es genauso gewesen sein.
19:54Kessin, der Job war für Drosten doch die perfekte Tarnung.
19:57In seinem Job als Notarzt war sie ständig im Einsatz, dazu noch die Arbeit für die DBR.
20:02Isabel Schuster lebt in Idstein, mit seiner Frau lebt er in Wiesbaden.
20:05Diese Distanz, das ist ganz bewusst gewählt.
20:07Gut, aber wie ist es dann aufgeflogen?
20:09Wenn es aufgeflogen ist?
20:11Das kann reiner Zufall sein.
20:14Ich habe mal seinen Namen im Internet eingegeben.
20:17Da findet man nicht viel, aber dieser Artikel ist ganz interessant.
20:21Ah ja, ich erinnere mich.
20:22Der Fährunfall in Ingelheim.
20:25Frank hat das Kind aus dem Wrack gerettet, trotz starker Strömung.
20:29Und obwohl jeder dachte, da lebt keiner mehr.
20:30Hier, der heldenhafte Einsatz endet nicht bei Frank Droste, auch seine Ehefrau Hannah Droste als Pflegerin der Hessenklinik stand der
20:39kleinen Pia unermüdlich zur Seite.
20:41Voila.
20:44Den Artikel muss dann nur die falsche Person lesen und...
20:46Ja, aber dann ist doch jetzt auch klar, welche.
20:51Ich lese diese Zeitung nicht.
20:55Aber Sie erkennen auf dem Foto Ihren Lebenspartner Frank Droste?
21:01Und seine Ehefrau?
21:05Ich habe Ihren Kollegen schon gesagt, dass ich die Frau nie vorher gesehen habe.
21:11Frau Schuster.
21:16Es fällt mir wirklich schwer zu glauben, dass Sie zum ersten Mal vom Doppelleben Ihres Partners hören.
21:22Was erwarten Sie denn?
21:24Dass ich schreiend durch die Gegend renne?
21:26Macht ihn doch auch nicht wieder lebendig.
21:29Mein Frank.
21:31Stört es Sie denn nicht, dass Herr Partner Sie so untergangen hat?
21:36Wir hatten ein schönes Zuhause hier.
21:40Er hat für mich gesorgt. Und für Oskar. Immer.
21:45Das lasse ich mir nicht wegnehmen.
21:49Ja, das kann ich verstehen.
21:53Und diese Frau da von ihm, wo wohnt die?
21:57In Wiesbaden.
21:58Hat er auch ein Kind mit ihr?
22:01Nein.
22:08Alle haben mich für verrückt erklärt. Auch die Polizei.
22:11Aber ich glaube, ich weiß jetzt, dass da was dran ist.
22:14Wovon sprechen Sie, Frau Schuster?
22:16Ist erst ein paar Tage her.
22:18Da hat sich jemand Zutritt verschafft in unser Haus.
22:20Sachen waren durcheinander. Alles lag irgendwie anders.
22:23Und es war was weg. Von Frank.
22:26Anziehsachen.
22:28Das war sie.
22:30Das ist doch klar.
22:31Das ist doch klar.
22:35Das war's.
22:37Das war's.
22:46Das war's.
22:49Das war's.
22:56Das war's.
23:04Das ist nur, damit wir Ihre Abdrücke ausschließen können.
23:13Danke.
23:29Frau Schuster, das sind laufende Ermittlungen, da kann ich Ihnen leider gar nichts zu sagen.
23:33Tut mir leid.
23:39Habt ihr die hierher bestellt? Nein, bestimmt nicht.
23:43Ich sehe das.
23:46Frau Schuster, bitte.
23:48Was erlaubst du dir, mein Haus einzubrechen?
23:50Gott, im Ernst? Du lässt dich mit einem verheirateten Mann ein und hast dann damit ein Problem?
23:54Nein. Frank hat uns doch beide nach Strich und Faden verarscht.
23:58Woher soll ich denn das wissen?
24:00Ich habe ein Kind mit ihm. Oskar ist fünf.
24:03Ich weiß.
24:17Denken Sie an Ihren Jungen.
24:30Hanna, deine Fingerabdrücke waren im ganzen Haus verteilt.
24:36Warum hast du uns davon nichts erzählt?
24:45Ich wollte nicht wegen so einem dummen Einbruch ins Gefängnis.
24:48Und weil Sie ein Mordmotiv haben.
24:52Wie haben Sie denn das rausgefunden mit dem Doppelleben Ihres Mannes?
24:55Micha hat es mir erzählt.
24:57Micha Hausteck?
24:58Ja, vor drei Tagen.
25:00Woher wusste er das denn?
25:02Keine Ahnung, ich denke, er hat Frank nachspioniert.
25:05Warum?
25:06Ging es um diesen Streit?
25:09Micha hat Frank nie verziehen, dass sie ihm das anhängen wollte mit den Finanzen des Vereins.
25:13Er hat versucht nachzuweisen, dass das Frank war.
25:16Ich denke, so hat er das mit der anderen Frau rausgefunden.
25:20Und?
25:27Als ich da rein bin, ich...
25:29Ich bin fast umgefallen.
25:32Franks ganzes Zeugs war da.
25:33Bis hin zu Schuhen und Klamotten.
25:35Dieselben Sachen.
25:36Was?
25:37Willst du damit sagen, er hatte alles doppelt?
25:40So war halt.
25:42Hat nichts ihm Zufall überlassen.
25:43Aber du hast ihn damit konfrontiert.
25:47Er hat es geleugnet.
25:49Er hat es versucht, als Komplott von Micha hinzustellen.
25:53Und Micha Hausteck?
25:55Hat der hier einen Mann konfrontiert?
25:57Glaube ich nicht.
25:59Frank hätte sonst was gesagt.
26:03Aber nach dem Vertrauensbruch war mir das dann irgendwie auch egal.
26:06Ich habe gesagt, ich ziehe aus, sobald ich was habe.
26:09Ich verschwende doch nicht noch mehr Lebenszeit mit so einem...
26:14...so einem...
26:14...verlogenen Scheißkerl.
26:27Sag mal, Max.
26:28Ja?
26:29Warum verteidigst du Frank?
26:34Ich habe sechs Jahre verdeckt gearbeitet.
26:36Verstehst du?
26:39Da gab es Leute, die...
26:43...das waren Freunde.
26:46Die wussten nicht, wer ich bin.
26:51Willst du damit sagen, unsere Freundschaft war trotz allem echt?
27:06Hallo, Bernd.
27:08Kerstin.
27:09Aber wie war das Gespräch mit Frau Droste?
27:12Sie hat von Micha Hausteck erfahren, dass ihr Mann eine zweite Familie unterhält.
27:16Kannst du dir ja vorstellen, was da los war.
27:19Sie hat es gewusst.
27:20Er hat es ein Tatmotiv.
27:21Aber der Makler bestätigt, dass sie eine neue Wohnung gesucht hat.
27:26Ja gut, das ist kein Alibi, aber es macht die Geschichte glaubhaft, ja.
27:30Wir haben sie vorerst mal gehen lassen.
27:33Ich kenne Frank seit zehn Jahren.
27:35Dass ich das nicht gemerkt habe.
27:37Er hat ja auch einiges investiert in sein Helden-Image.
27:41Dieser Aufwand, die minutiöse Planung bis hin zu zwei Sätzen Klamotten, damit es nicht auffällt.
27:48Warum tut man sowas?
27:54Macht, Narzissmus, das Gefühl unersetzbar zu sein?
28:01Für zwei Frauen und ein Kind.
28:07Scheiße.
28:12Isabel Schuster arbeitet als Sozialpädagogin halbtags.
28:15Frank Droste hat ihr einen deutlich höheren Lebensstandard bieten können.
28:19Teures Auto, teures Haus in guter Gegend, sowas gibt man nicht gern auf.
28:23Hannah hatte das nicht nötig.
28:25Sie hat sofort Konsequenzen gezogen und wollte ausziehen.
28:27Also steht Isabel Schuster mit dem toten Frank Droste besser da?
28:32Zumindest finanziell.
28:35Auf jeden Fall können wir nicht ausschließen, dass Isabel Schuster auch Bescheid wusste.
28:41Nein.
28:43Und wenn sie es wusste, wussten sie es aus derselben Quelle.
28:49Ja, ich habe Frank nachspioniert nach dieser Finanztache.
28:53Was hätte ich denn machen sollen, nachdem er mich so massiv beschuldigt hat?
28:56Ihn Verprügeln?
28:58Ich wollte irgendwas finden, irgendwas gegen ihn.
29:01Ja, das haben Sie doch.
29:02Sie haben Frank Droste mit Isabel Schuster gesehen.
29:04Ja.
29:07Was wollten Sie irgendwie erreichen?
29:10Wollten Sie Herrn Droste irgendetwas heimzahlen?
29:12Ging es um Rache?
29:15Ich wollte, dass er mich einfach in Ruhe lässt.
29:18Und dass er das alles wieder gerade rückt.
29:21Haben Sie Isabel Schuster erzählt, dass Frank Droste verheiratet ist?
29:25Nein.
29:28Warum eigentlich nicht?
29:30Ich meine, wenn Sie beiden Frauen erzählt hätten, dass Frank Droste eine andere hat,
29:33dann wäre ihm die Geschichte so richtig um die Ohren geflogen.
29:36Und das wollten Sie doch.
29:38Ja, das hätte ich auch machen können.
29:39Aber mir ging es um Hannah.
29:44Wie hat sich da erkehrt?
29:46Ja.
29:47Sie wollte es am Anfang gar nicht glauben.
29:49Ich meine, wie soll man sowas auch glauben?
29:53Meinen Sie, sie hat was mit dem Tod zu tun?
29:56Zu laufenden Ermittlungen kann ich Ihnen nichts sagen.
29:59Scheiße.
30:00Die hat mich da bloß nicht eingemischt.
30:02Hm.
30:10Ach, verdammt.
30:13Ui, ui, ui, Schiller.
30:14Das sieht an einer komplizierten Barfunksarbeit aus.
30:17Das Gesundheitsamt hat meinen Trinkwasseranschluss beanstandet.
30:20Warum das denn?
30:21Durchsichtige Schläuche.
30:22Wie bitte?
30:23Kein Witz.
30:25Vorgeschrieben sind lichtdichte Anschlüsse.
30:27Also muss ich alles auswechseln.
30:29Aber jetzt ist der neue Schlauch zu kurz.
30:32Und was heißt das?
30:33Das heißt, vorher ist kein Espresso, nur was aus der Flasche.
30:38Na super.
30:39Aber was zu essen gibt es auch ohne durchsichtige Schläuche?
30:53Hallo, Bernd.
30:54Moment mal, ich stelle dich mal laut, ja?
30:59Ich habe mir vorhin mal die Finanzen von Frank Droster angeschaut.
31:01Als freier Notarzt hat er sehr gut verdient, aber auf der anderen Seite hat er auch sehr hohe Kosten gehabt.
31:07Zwei Familien, ein Haus, eine Wohnung, Unterhalt, drei Autos.
31:11Soviel hat das Gehalt niemals gereicht.
31:13Der hat doch Geld von der DBA abgezweigt über dieses Konto, oder?
31:16Ja, das war aber nur ein niedriger fünfstelliger Betrag.
31:18Das hätte auch nicht gereicht.
31:20Und Kredit hat er auch nicht zu laut.
31:22Wird ja dann noch eine andere Quelle.
31:24Genau, das frage ich mich auch.
31:26Aber welchen?
31:27Sag mal, hast du zufällig den letzten Finanzbruch der DBA vorliegen?
31:30Ja.
31:32Was ist denn an der größte Kosten?
31:37Hallihallo.
31:39Dieses Jahr Beschaffung von Einsatz- und Ausrüstungsmaterial.
31:43370.000.
31:45370.000 Euro für Material.
31:48Das ist interessant.
31:49Danke.
31:50Bitte.
32:03Ja, natürlich machen wir das.
32:04Gehört doch zum Service.
32:06Übermorgen, glaube ich.
32:07Ja, in zwei Tagen sind die Tester da für das Prüfsiegel.
32:10Dann rufe ich sie an, wenn sie Flaschen wieder abholen.
32:11Prima, danke.
32:12Okay.
32:13Ciao.
32:13Ciao, alles Gute.
32:14Guten Tag.
32:15Tag, Herr Eiswelt.
32:17Ach, Herr Staatsanwalt.
32:19Was kann ich für Sie tun?
32:20Herr Eiswelt, Sie sind doch Materialwart bei der DBA.
32:23Ja.
32:25Dann sind Sie doch bestimmt auch für die Materialbeschaffung zuständig, oder?
32:28Beschaffung?
32:29Nein.
32:30Nein, die läuft über das Zentrallager vom Landesverband.
32:32Ich bin nur für die Ortsgruppe zuständig.
32:34Also laut Geschäftsbericht wurde aber vor kurzem Material über Ihr Geschäft angeschafft?
32:39Ach, das meinen Sie, letztes Jahr.
32:41Ja, da war das so.
32:43Da habe ich das beste Angebot gemacht.
32:45Hat sich niemand daran gestört, dass Sie auch Mitglied sind?
32:48Nein.
32:49Natürlich nicht.
32:50Wieso auch?
32:52Und dass Sie Ihren Auftrag ausgerechnet in dem Jahr bekommen haben, als Frank Droste Vorstand wurde?
32:57Dann hat sich auch niemand gestört?
32:59Das eine hat doch mit dem anderen überhaupt gar nichts zu tun.
33:03Sind Sie da sicher?
33:19Das ist alles?
33:21Ja.
33:22Ich habe hier eine Bestandsliste mit zwölf Seiten.
33:25Keine Ahnung.
33:27Ich bin nur der mit den Schüsseln.
33:30So eine riesige Halle, fast leer.
33:33Hier ist kein einziges neues Stück.
33:36Vielleicht haben Sie die Neuanschaffungen ja schon in die Ortsgruppen gekarrt.
33:39Den habe ich doch schon gesprochen.
33:41Die wissen nichts von neuem Material.
33:45Das heißt, dieser Eisfeld hat Reuter Scheiße erzählt.
33:48Ja.
33:53Ich darf.
33:55Eisfeld?
33:56Ja.
33:59Brust hinten durch, oder?
34:01Danke.
34:02Das ist ein richterlicher Beschluss für die Durchsuchung Ihres Ladengeschäfts, inklusive Kasse, Geldbestände und Buchhaltung.
34:22Ja, so wie Sie wissen, haben wir Ihre Geschäftsunterlagen sichergestellt.
34:26Ich habe mir das mal alles angeschaut, aber offensagt wäre ich nicht so richtig schlau daraus.
34:31Vielleicht können Sie mir da ja weiterhelfen.
34:33Ich werde es versuchen.
34:36Also, bis vor zehn Monaten gab es ja einen vollstreckbaren Titel auf Ihr gesamtes Laden, den wir da errichten.
34:43Ich hatte Schulden, ja.
34:46Der Laden ging einfach durch eine schwere Zeit, aber das ist ja Gott sei Dank vorbei.
34:50Das war nur vorübergehend.
34:52War das vorübergehend, weil eben Ihr Freund Frank Droste, als frischgebackener Vorstand,
34:56dann konnte er das ja den lukrativen Auftrag über die Ernährung fast des gesamten Ausrüstungsmaterials besorgt hatte?
35:04Ich habe das beste Angebot gemacht.
35:07Konnten Sie dieses beste Angebot abgeben, weil Sie davon ausgegangen sind,
35:11dass Sie dieses Material nie würden liefern müssen?
35:14Ich liefere.
35:16Aber das Zentrallager der hessischen Wasserrettung ist völlig leer, bis auf ein bisschen Schrott.
35:20Und bei den einzelnen Ortsvereinen kann sich niemand daran erinnern,
35:23wann das letzte Mal neues Material geliefert wurde.
35:26Ich habe das doch erklärt. Das ist, weil ich...
35:29Weil Sie immer die besten Preise aushandeln wollen, das ist so klar.
35:36Herr Eiswild,
35:39ich mag es nicht, wenn man mich anlügt.
35:44Aus Ihren Geschäftsunterlagen geht es eindeutig hervor,
35:47dass es in den letzten drei Monaten nicht eine einzige Bestellung gab.
35:50Es gab noch nicht einmal Schriftwechsel zwischen Ihnen und irgendwelchen Händlern oder Großhändlern.
35:54Auf der anderen Seite haben wir hier Rechnungen mit Hunderten von Posten,
35:58um nur mal die teuersten zu nennen.
36:00Es ging um Schlauchboote, es ging um Außenbautmotoren, es ging um Trockentaubahnzüge,
36:03um Kreislauf-Tauchgeräte und so weiter und so weiter.
36:06Das sind Rechnungen über insgesamt 300.000 Euro.
36:10Und jeder einzelne dieser Rechnungen wurde von Ihrem Freund Droste abgezeichnet und überwiesen.
36:14Wissen Sie, wie das aussieht?
36:17Das sieht so aus, als hätten Sie Ihren Kumpel Frank Droste ganz massiv über den Tisch gezogen,
36:21um sich selbst und Ihren maroden Laden zu sanieren.
36:24Okay.
36:24Frank wollte mir helfen, ja?
36:26Und ich habe ihm ein sehr gutes Angebot gemacht.
36:28Und er hat sich eingesetzt, dass ich zum Zug komme.
36:32Dafür werde ich ihm ewig dankbar sein.
36:34Ach ja.
36:36Und warum haben Sie ihn dann umgebracht?
36:45Wollte Herr Droste endlich Material sehen für sein Geld?
36:48Oder hink er selbst mit drin in der Geschichte?
36:53Haben Sie deshalb die Hälfte des Geldes von Ihrem Geschäftskonto abgehoben?
36:58In bar, in kleinen Häppchen, um Sie Frank Droste zu geben?
37:03Herr Eiswirt, was war da los?
37:05Hat er Droste Sie gezwungen, an diesen Betrug teilzunehmen?
37:08Ja.
37:09Ja, hat er.
37:16Er wusste ganz genau, dass mir nichts anderes übrig bleibt, wenn ich meinen Laden behalten will.
37:23Das heißt, Sie haben mit seinem Wissen falsche Rechnungen ausgestellt und er hat alle Rechnungen
37:27abgezeichnet und dann Sie überwiesen?
37:28Ja.
37:31Er hat von Anfang an klargemacht, dass ihm der Großteil davon zusteht.
37:35Und dass das unauffällig passieren muss.
37:38Deswegen ist Bargeld.
37:44Frank hat nicht nur Hanna und diese Frau Schuster angelogen.
37:47Er hat auch noch seine Mitglieder so richtig über den Tisch gezogen.
37:51Ja, die beiden haben das richtig clever gemacht.
37:54Es wäre ewig nicht aufgeflogen ohne uns.
37:57Frank war offensichtlich alles zuzutragen.
37:59Ja.
38:00Vielleicht sind die beiden sich auch in die Haare geraten.
38:03Du meinst wegen des Geldes?
38:04Na klar.
38:06Ein Typ wie Frank Droste, der hätte doch niemals freiwillig diesem Eisfeld was abgetreten.
38:11Was war das gerade?
38:12Eisfeld mauert und mauert und mauert und plötzlich gibt er seinen Widerstand auf und plaudert alles
38:16aus.
38:17Er muss doch wissen, dass ihn das tatverdächtig macht.
38:19Na ja, du hast ihn ja auch ganz schön unter Druck gesetzt.
38:22Denken Sie nicht, dass er der Täter ist?
38:26Sagen wir mal so, ich bin mir nicht sicher, Fischer.
38:35Und?
38:37Ist das Ihr letztes Wort?
38:38Ja.
38:39Tschüss.
38:41Mein Gott.
38:42Ich mache noch kein Espresso?
38:43Der Schlauch hat die richtige Länge und er ist lichtdicht.
38:46Aber?
38:47Er hat nicht das nötige Prüfzeichen.
38:49Prüfzeichen?
38:50Bis in Deutschland, Herr Reuter, da hat alles Brief und Siegel, nur mein Schlauch nicht.
38:54Da nimmt es wohl jemand sehr genau, hm?
38:57Ach, der Prüfer macht ja auch bloß seine Arbeit.
39:43Ja, Bernd.
39:45Kannst du sag mal, in dieser Lagerhalle von der Wasserreitung, da war kein einziges neues Stück,
39:51hast du gesagt?
39:52Ja, nur alter Kram.
39:55Ja, wie alt?
39:56Na ja, alt halt.
39:59Ja, also, viel benutzt oder völlig vergammelt.
40:03Schrott.
40:05Das kann ich nicht sagen.
40:08Ich fass mir mal an.
40:09Danke.
40:36Wie machen Sie das mit der jährlichen technischen Überprüfung?
40:39Auch wenn die Sachen hier abgeholt?
40:41Nö.
40:42Also früher schon, ja, aber seit letztem Jahr nicht mehr.
40:50Also das Prüfzeichen ist vom letzten Monat?
40:53Ja, die kleben hier überall.
40:54Das macht jetzt immer einer vom Vorstand.
40:57Hier im Lager?
40:58Ja.
40:59Und wer ist das vom Vorstand?
41:00Kommt der denn immer mit den entsprechenden Prüfgeräten hierher?
41:02Ach, keine Ahnung.
41:04Weiß ich nicht.
41:05Warum?
41:22Wir denken doch die ganze Zeit, dass das Tatmotiv mit dem Doppelding von Frank Dorste zusammenhängt.
41:27Mhm.
41:29Was ist, wenn es um was ganz anderes geht?
41:33Ist der Versicherungsbericht von Vanya Reshes Tauchunfall?
41:36Es ging da um die Bergung eines Autowacks aus einem der alten Rheinseen aus 26 Meter Tiefe.
41:41Aber Frank war an dem Einsatz nicht beteiligt, aber noch nicht mal im Land.
41:45Der Tauchcomputer von Vanya Reshes hat nicht richtig funktioniert.
41:48Sie konnte ihre Tauchzeit nicht richtig einhalten.
41:51Und beim Auftauchen kam es zu einem Dekompressionsunfall.
41:54Die Folgen?
41:54Nervenschäden und eine Lähmung der unteren Extremitäten.
41:59Apropos Tauchcomputer.
42:01Ihr wart doch auch im Zentrallager der Wasserrettung.
42:03Mhm.
42:04Also die Sachen, die da im Regal liegen, das ist doch Schrott.
42:07Alt ist da eine wohlwollende Umschreibung.
42:10Ja und?
42:11Der Weltverband der Tauchlehrer empfiehlt, dass Tauchgeräte einmal im Jahr überprüft werden.
42:16Der Hausmeister im Lager hat gesagt, das war früher auch so.
42:20Das sei jetzt aber anders.
42:21Das würde jetzt irgendjemand vom Vorstand machen.
42:26Das Ergebnis von der KTU ist gerade reingekommen.
42:29Die Prüfziegel, die sind alle gefälscht.
42:31Was?
42:33Vermutlich von derselben Person, die dafür verantwortlich ist,
42:36dass das ganze bestellte Material nie angekommen ist,
42:38weil sie das Geld für sich selber abgezweigt hat.
42:40Frank, was?
42:42Langsam, langsam Leute.
42:43Das klingt plausibel, aber das ist jetzt erstmal eine Arbeitshypothese.
42:46Okay?
42:47Ja.
42:47Als gerechnet er.
42:49Rettet beruflich Menschenleben und bringt sie dann durch so einen Mist in Gefahr.
42:54Für Kerstin, ich weiß, das fällt ja schwer, so etwas zu glauben,
42:57aber von Droste ging es nur um sich selbst.
43:04Also gut.
43:06Banja Resch ist gelähmt, weil ihr uralt Tauchcomputer versagt hat.
43:11Aber wie ist sie dann drauf gekommen, dass letztendlich Frank daran Schuld hatte?
43:15Na ja, ihr Lebensgefährte.
43:17Micha Ausschalt hatte doch Frank Droste auf dem Kieker.
43:20Noch etwas, Dirk Eisfeld.
43:23Wie macht er das in seinem Laden?
43:25Hat er Personal? Arbeitet er mit Aushilfen?
43:27Weiß ich nicht.
43:29Also ich denke, wir sollten ihn nochmal genauer befragen zu diesem Thema.
43:32Macht ihr das?
43:33Ja, ja.
43:35Ich fahr.
43:43Kann ich denn immer noch nicht gehen?
43:44Doch, doch, gleich.
43:47Stand jetzt erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Sie
43:50wegen Unterschlagung, Betrug und Urkundenfälschung.
43:58Aber ich hätte noch ein, zwei Fragen.
44:02Was wollen Sie wissen?
44:04Sie kennen Banja Resch?
44:06Ja, natürlich.
44:08Von der Wasserrettung.
44:11Die war immer dabei, bis zu ihrem Unfall.
44:15In Ihren Unterlagen haben wir gar keine Angestellten gefunden.
44:18Machen Sie das alles allein?
44:22Okay, vielleicht habe ich ab und zu ganz selten eine Aushilfe so bezahlt.
44:31Verstehe.
44:32War eine von diesen Aushilfen zufällig Banja Resch?
44:37Zufällig, ja.
44:40Gut.
44:45Das heißt, Frau Resch war allein, als sie im Laden von Dirk Eiswig gearbeitet hat.
44:49Ja.
44:50Mit Zugang zum Büro, zum Computer und allen Akten.
44:53So ist sie der Sache auf die Spur gekommen.
44:55Hat sie Alfred damit konfrontiert?
44:57Er sagt ja, aber er hat alles schön Droste in die Schuhe geschoben.
45:01Und dann?
45:02Das war zwei Tage vor dem Mord, seitdem hat er nichts mehr von ihr gehört.
45:06Weil ihr ab da klar war, wer Schuld an ihrem Zustand hatte.
45:09Du meinst, sie wollte sich ja an den Frank daraus zu rächen?
45:14Ja, klingt plausibel.
45:18Aber...
45:19Wie ist sie zum Tatort gekommen?
45:21Frau Resch sitzt im Rollstuhl.
45:24Das lässt sich überprüfen.
45:29Bitte schön.
45:31Ich hoffe, der Kaffee kommt aus einem lichtdichten Schlauch mit Prüfzeichen.
45:34Jeder Schlauch geprüft und abgenommen.
45:36Sehr gut.
45:37Herr Schiller, anderes Thema. Dekompressionskrankheit.
45:41Was wissen Sie darüber?
45:42Die Taucherkrankheit?
45:43Genau.
45:44Da hatten wir in der Klinik ab und zu solche Fälle damals.
45:48Gasübersättigung durch den hohen Druck.
45:50Bei zu schnellem Auftauchen, perlt das dann im Körper aus.
45:55Das führt zu verschiedensten Symptomen.
45:57Auch Lähmungen?
45:59Kommt leider auch vor.
46:01Die Stickstoffbläsen zerstören gerne Gewebe, Gelenke, Muskeln.
46:05Es kann zu üblen Folgeschäden kommen im gesamten Bewegungsapparat.
46:07Es gibt aber auch Auswirkungen auf Ohr, Gehirn, Rückenmark.
46:10Wir reden aber nicht zwingend über Querschnittslimmungen, oder?
46:13Nicht zwingend.
46:15Gut, Herr Schiller, danke.
46:22Hier, das ist ein Dienstwagen.
46:29Und das vielleicht der private?
46:35Ja, Automatik.
46:37Aber sonst keine weiteren Umbauten für Behinderung.
46:41Was machen Sie denn da?
46:42Ah, Herr Haustädt.
46:43Gut, dass Sie da sind.
46:45Guten Tag.
46:46Hauptkommissarin Klar, das ist mein Kollege Fischer.
46:49Ist Frau Resch auch hier?
46:51Ne.
46:52Manja ist bei der Physio.
46:53Was wollen Sie denn von ihr?
46:54Äh, sind das alles Ihre Autos?
46:58Ja, das eine ist mein Dienstwagen und der andere, der gehört mir.
47:02Kann Ihre Freundin eigentlich Auto fahren?
47:05Seit dem Unfall fährt sie nicht mehr.
47:06Normalerweise fahr ich sie, aber heute hatte ich einen Termin.
47:09Aber sie könnte, wenn sie wollte.
47:11Trotz ihrer Lähmung.
47:12Nein.
47:15War's das?
47:16Ich hab noch was zu tun.
47:18Ja, ja, klar.
47:19Tun Sie mal schön, Herr Haustädt.
47:24Wir warten.
47:26Klar warten wir.
47:54Was denkt das?
47:55Das geht nicht.
47:56Unmöglich.
48:01Da sitzt du von einem Tag auf den anderen im Rollstuhl.
48:06Und der Verantwortliche macht einfach weiter.
48:11Ja.
48:13Es kann schon sein, dass Frank die Freundschaft mit mir ernst meinte.
48:19Aber mit einem, der das Leben von anderen aufs Spiel setzt,
48:22um sich selbst zu bereichern, mit so einem hätte ich nie befreundet sein wollen.
48:33Da ist sie.
48:46Ganz schön mühsam ohne Rollstuhl.
48:49Ja.
48:51Im Sitzen ist es besser.
48:52Frau Resch, nehm ich an.
48:55Ja?
48:57Hauptkommissarin, klar, das ist mein Kollege Fischer.
49:01Was wollen Sie denn?
49:03Ist Micha nicht da?
49:04Doch, doch.
49:05Wir haben extra auf Sie gewartet.
49:11Guten Tag, Frau Resch.
49:13Herr Haustädt hat mir von Ihrem Tauchunfall erzählt.
49:16Ursache war ja wohl ein defekter Tauchcomputer. Ist das richtig?
49:20Ja. Sind Sie deswegen hier?
49:23War das denn auch so ein Schrottgerät von der Wasserrettung?
49:27Auf dem aber ein nagelneues Prüfsiegel klebte?
49:31Also, ich weiß jetzt nicht, was Sie von mir wollen. Ich meine, Technik ist fehlbar, ja? So was kommt vor.
49:39Ja, nicht oft, aber, aber ich hab eben einfach Pech gehabt.
49:49Pech?
49:53Frau Resch, Sie wissen doch ganz genau, dass diese Prüfsiegel gefälscht waren und Sie wissen genauso gut, dass das Geld
49:59für diese angebliche Materialbeschaffung in eine private Tasche geflossen ist.
50:03Ich hab keine Ahnung, wovon Sie reden.
50:05Ich habe mit Herrn Alsfeld gesprochen, über die falschen Rechnungen, über die Verhandlungen mit Lieferanten, die es gar nicht gab.
50:12Und genau das haben Sie doch auch selbst herausgefunden, als Sie als Aushilfe im Laden von Herrn Alsfeld gearbeitet haben.
50:18Richtig?
50:26Ja.
50:27Und Sie haben auch herausgefunden, wer hinter all dem steckt.
50:35Ja.
50:36Rinky.
50:37Unser Sunnyboy.
50:38Der Held von Ingelheim.
50:41Das ist seine Schuld, dass ich hier so hocke.
50:48Als Sie seine Betrügereien entdeckt haben, wollten Sie ihn damit konfrontieren.
50:55Stimmt das?
51:00Oh ja.
51:04Ich bin zu Ihnen gefahren.
51:06Ich weiß ja, dass am Mittwoch immer die Übung war und dass er immer der Letzte ist.
51:14Was machst denn du hier?
51:16Ich weiß, warum wir jetzt alle mit diesem Schrott einer Ausrüstung rumschlagen müssen.
51:21Und warum ich fast abgekratzt bin.
51:28Was meinst du damit?
51:29Hör doch auf, Frank.
51:32Ich weiß, dass du das Geld eingesteckt hast.
51:34Und dass nie auch nur eins von diesen Stücken hier überprüft worden ist.
51:38Weil du einfach die verdammten Aufkleber selber drauf gemacht hast.
51:42Dirk hat's mir erzählt.
51:45Vanya.
51:47Ich verstehe ja, dass du sauer bist und dass du einen Schuldigen brauchst.
51:50Aber ich...
51:52Glaub mir, mir tut's doch am allermeisten leid, was da mit dir passiert ist.
51:56Die Sache mit dem Tauchcomputer, das ist einfach...
52:00Du hattest aber auch ein scheiß Pech.
52:07Ich...
52:09Ich...
52:11Weißt du eigentlich, wie heilfroh ich bin, dass dir nichts Schlimmeres passiert ist?
52:18Na komm.
52:20Lass uns demnächst mal wieder einen zusammen trinken, hm?
52:32Er hat's verdient.
52:37Aber...
52:38Das war nur ein Schlag.
52:40Also nur einer.
52:46Und dann?
52:51Dann bin ich gegangen.
52:57Ich hab ihn einfach liegen lassen.
53:05Ich wollte ja bloß, dass er weiß, dass ich's weiß, verstehen Sie.
53:08Ich wollte ihn ja nicht umbringen.
53:09Das hätten Sie auch gar nicht gekonnt.
53:12Die Bleigurte, die an Herrn Droste befestigt waren, wiegen ungefähr 100 Kilo.
53:17Und mit ihrer Behinderung hätten sie so ein Gewicht niemals bewegen können,
53:20sagt unsere Rechtsmedizinerin.
53:22Sie hält das für völlig ausgeschlossen.
53:24Natürlich können sie das nicht.
53:26Wann hast du sowas niemals in der Lage?
53:29Ich denke, damit haben Sie recht, Herr Haustet.
53:34Sie sind also einfach nach Hause gegangen, nachdem Sie Herrn Droste niedergeschlagen haben?
53:44Und Sie haben niemanden sonst dort gesehen?
53:48Nein.
53:55Micha?
54:03Herr Haustet, als Sie an diesem Abend nach Hause gekommen sind...
54:06Vom Paddeln, ja.
54:07Ja.
54:09Ich denke, Sie müssen in dieser Hinsicht Ihrer Partnerin nichts mehr vormachen.
54:18Ja, Herr Haustet, ich habe noch mal mit Frau Paschek gesprochen.
54:21Frau Paschek sagt, Sie sind an diesem Abend sehr viel früher gegangen.
54:26Und als Sie nach Hause kamen, war Ihre Partnerin nicht da.
54:31Ja.
54:32Und der Wagen, der war auch weg.
54:35Und...
54:36Dann habe ich den Dienstwagen genommen und dich gesucht.
54:41Ich weiß, warum wir uns mit diesem Schrott an Ausrüstung rumschlagen müssen.
54:46Und warum ich fast abgekratzt bin.
54:49Und warum ich fast abgekratzt bin.
54:50Und warum ich fast abgekratzt bin.
55:15Ah!
55:15Dich!
55:16Und warum nicht das?
55:27Dich!
55:30Dich!
55:32Dich!
55:33Du,
55:34Dich!
55:35Dich!
55:35Dich!
55:36Dich!
55:36Dich!
55:36Dich!
55:37Dich!
55:39Dich!
55:41Dich!
55:59Erf...
56:04Erf...
56:06Erf...
56:07Erf...
56:07Erf...
56:24Erf...
56:26Tut mir leid.
56:31Wieso hast du das gemacht, Micha?
56:39Für uns?
56:40Erf...
57:14Was heißt denn das jetzt für Vanja Resch?
57:17Gefährliche Körperverletzung.
57:19Also keine Beihilfe zum Mord?
57:21Seh ich nicht.
57:23Als Michael Hau steht, Frank Drost ertränkt hat, war Frau Resch doch gar nicht mehr im Tatort.
57:27Trotzdem so zu sterben hat wirklich niemand verdient.
57:31Sie ist die Montage eines Helden.
57:41Kirsten, niemand ist davor gefeiert sich in einem Menschen zu tauschen.
57:43Niemand.
57:45Hm?
57:46Ja.
57:51Ja.
57:54Oh, I do.
58:08Men, wenn habe ich keine Liebe.
58:09Was ja mal.
58:09Und wenn, ich kann nicht auf diese Weiseodoxe wissen,
58:12Ich hab sieo.
58:17Untertitelung des ZDF, 2020
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