- vor 7 Stunden
Die FPÖ befindet sich im Höhenflug. Eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsistuts Market weist die Partei fast bei 40 Prozent aus. ÖVP und SPÖ liegen unter 20 Prozent auf dem zweiten und dritten Platz. Wie ist dieser irre Höhenflug der FPÖ zu erklären und kann irgendwie eine Partei dieses Ergebnis noch umdrehen? Darüber sprechen wir mit dem Linzer Meinungsforscher David Pfarrhofer vom Institut Market.
Foto: Apa, FOTOKERSCHI.AT/KERSCHBAUMMAYR, Wolfgang Fischerlehner
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NewsTranskript
00:00Die FPÖ im Umfragehoch. Eine aktuelle Erhebung des Market-Instituts weist die Freiheitlichen bei fast 40 Prozent aus,
00:07während die ehemaligen Großparteien unter 20 Prozent fallen.
00:10Wie ist dieser anhaltende Höheflug der FPÖ zu erklären? Und kann sich daran noch irgendetwas ändern?
00:16Darüber sprechen wir heute. Ich bin Daniel Retschitz-Egger, das ist Thema des Tages, der Nachrichten-Podcast des Standards.
00:26Und bevor es losgeht, noch ein riesengroßes Dankeschön an euch alle, die uns zuhören und auch hier auf YouTube zuschauen.
00:32Wir können wirklich nicht glauben, wie stark und schnell unsere Community wächst.
00:36Und wenn Sie unsere Arbeit unterstützen wollen, dann geht das am besten weiterhin über ein Standard-Abo.
00:40Und da gibt es auch derzeit ein exklusives Angebot. Die ersten drei Monate gibt es für nur je drei Euro.
00:46Alle Informationen dazu in den Shownotes. Mit diesem Abo unterstützt ihr nicht nur diesen Podcast.
00:51sondern auch die weitere Arbeit des Standards. Jedes Monat drei Euro für drei Monate.
00:56Link in den Shownotes. Und jetzt geht's los.
00:58David Pfarrhofer heute hier im Standard-Podcast. Er ist Meinungsforscher und Institutsvorstand des Linzer Market-Instituts.
01:04Ich grüße Sie, Herr Pfarrhofer.
01:05Hallo und grüß Gott.
01:07Herr Pfarrhofer, eine große Sonntagsfrage, die Sie für den Standard erstellt haben, besprechen wir heute in diesem Podcast.
01:15Wenn kommenden Sonntag Wahlen wären, wie würden denn die Parteien abschneiden?
01:19Dann fangen wir gleich mit den Zahlen am besten an.
01:21Wir fangen mit den Zahlen an. Also da gibt es eine klare Nummer eins.
01:24Und das ist dieselbe Nummer eins wie auch bei der letzten Nationalratswahl im Jahr 2024.
01:28Nur das Prozentergebnis wäre aus heutiger Sicht ein anderes.
01:31Die FPÖ hatte beim letzten Wahlgang vor, was sagen sie jetzt, gut eineinhalb Jahren oder bald zwei Jahren,
01:37hatte die FPÖ 28,8%. Jetzt liegt sie 10% ungefähr drüber bei 38%.
01:43Also ganz, ganz eindeutig auf Platz 1.
01:45Platz 2 ist relativ hart umkämpft.
01:48Die ÖVP liegt knapp vor der SPÖ, aber beide unter der 20%-Marke aktuell, so bei 18 und 17%.
01:53Und dann kommen quasi Kampfe um Platz 4 und 5.
01:57Die Grünen etwa bei 12 und die Neos bei 10%.
02:00Also beide noch auch wieder mit Respektabstand zu den ehemals beiden Großparteien, ÖVP und SPÖ.
02:05Aber was wir hier ganz eindeutig sehen, ist, dass sich der Trend, den wir schon in den letzten Jahren
02:09oder bei der letzten Nationalratswahl gesehen haben, mit steigender Zustimmung zur FPÖ,
02:13dass sich der nochmal manifestiert hat und dass der Zugewinn noch deutlich stärker geworden ist.
02:17Und man muss bedenken, 2024, das war nicht irgendein Ergebnis für die FPÖ,
02:23das war deren bestes Abschneiden in der Historie.
02:25Also dementsprechend ausgehend von einem bereits sehr guten Ergebnis für die FPÖ
02:28ist das Ergebnis jetzt aktuell natürlich alles ohne Wahlkampf und dergleichen,
02:32wäre jetzt noch deutlich besser und deutlich stärker.
02:35Da gehen wir gleich ins Detail und schauen uns an, was uns diese Daten zeigen.
02:39Haben Sie Details dazu, welche Gruppen in der Bevölkerung es sind,
02:44die derzeit bevorzugt der Freiheitlichen ihre Stimme geben würden?
02:48Also grundsätzlich muss man sagen, wenn man bei 38 Prozent liegt,
02:51dann kann man das nicht über eine Gruppe erklären.
02:52Also da geht nicht die Jungen oder die Alten und dann geht sich das Ganze aus
02:55und auch nicht die Männer oder die Frauen.
02:57Also wir sehen bei den Freiheitlichen schon sehr eindeutig,
02:59dass die freiheitlichen Wählerinnen und Wähler eher wählerer sind, also eher männlich.
03:04Bei Männern noch etwas stärker ausgeprägt als bei Damen.
03:07Erstens, zweitens, bei älteren Personengruppen etwas stärker,
03:10das ist der zweite Aspekt, der ins Auge springt.
03:13Der dritte Punkt, den wir ganz eindeutig sehen, ist der,
03:16dass es Personen mit eher niedrigerem Bildungsniveau deutlich häufiger zu den freiheitlichen,
03:21den Tieren und auch in sehr ländlichen Strukturen,
03:23auch da gibt es eher mehr Zustimmung für die Freiheitlichen.
03:25Also das wären so die klassischen soziodemografischen Parameter, die wir da sehen.
03:30So ein Aspekt, der zweite Aspekt, der fast noch schärfer oder fast eindeutig in der Trennung ist,
03:34ist es dann, wenn wir nicht über soziodemografische Punkte nachdenken,
03:37wie Alter und Geschlecht und dergleichen,
03:39sondern wenn wir über psychografische Punkte nachdenken.
03:42Wie geht es da denn gerade?
03:44Und da sehen wir ganz eindeutig, dass die, die sagen,
03:46ich mache mir Sorgen um die Zukunft,
03:48ich blicke mit Pessimismus und nicht mit Optimismus in die Zukunft beispielsweise,
03:51oder ich habe den Eindruck, dass mein Leben vielleicht nicht ganz so rund läuft aktuell,
03:56dass in dieser Gruppe die Zustimmung zur FPÖ deutlich höher ist
04:00als in allen anderen Gruppen, als zu allen anderen Parteien.
04:03Also dementsprechend ganz eindeutig,
04:05der Zuspruch für die FPÖ kommt vor allem auch daraus,
04:08dass es Menschen gibt, die derzeit das Gefühl haben, es läuft nicht ganz rund.
04:12Wir haben natürlich Wirtschaftskrise und all das
04:14und diese Wirtschaftskrise, das ist derzeit sicher eher ein Turbo für die FPÖ
04:18und die hilft der FPÖ ganz eindeutig, eben Stimmen zu generieren
04:22und von der aktuellen Lage zu profitieren.
04:26Das ist jetzt eine total subjektive Wahrnehmung
04:29und korrigieren Sie mich da gerne,
04:30aber ich kenne niemanden in meinem Freunden- und Bekanntenkreis,
04:32der gerade keine Angst vor der Zukunft hat.
04:34Die Zeiten sind ja wirklich wahnsinnig unübersichtlich
04:37und auch irgendwie durchaus beängstigend.
04:40Demnach müsste ja die FPÖ bei 95 Prozent fast schon stehen.
04:44Das ist vielleicht ein Zukunftsszenario, das Sie da ansprechen.
04:46Also natürlich ist es so, 95 Prozent glaube ich nicht,
04:50aber von dem abgesehen, wir haben schon noch,
04:52wenn Sie über Optimismus nachdenken,
04:53Sie finden so 25 bis 30 Prozent aktuell sehr niedriger Wert,
04:57der sagt, ich blicke auf die nächsten Monate mit Optimismus und Zuversicht.
05:00Und ungefähr doppelt so viele, die sagen, ich bin eher pessimistisch.
05:03Also dementsprechend, da gibt es schon zwei Gruppen
05:05und es gibt deutlich mehr, die pessimistisch sind,
05:07Beistrich aber, aber es gibt schon noch Optimisten,
05:09oder die sagen, es wird so bleiben, wie es aktuell nicht wie ist.
05:12Also das sehen wir.
05:14Wenn man an die Zukunft denkt oder wenn man sagt,
05:16wie geht es dir denn derzeit in deinem Leben?
05:17Führst du ein sehr gutes oder wenig oder gar nicht gutes Leben?
05:20Und da hoffe ich, dass Sie im Freundeskreis nicht alle sagen,
05:22Sie führen kein gutes Leben.
05:24Bei dieser Frage messen Sie das ganz ähnlich.
05:26Die, die sagen, mein Leben ist eigentlich großen und ganzen sehr gut oder gut,
05:29die werden deutlich weniger wahrscheinlich, die FPÖ wählen,
05:32als die, die sagen, mein Leben läuft gerade wenig oder gar nicht gut.
05:35Dass es Unsicherheiten gibt in unserer Bevölkerung,
05:37dass wir uns Sorgen machen, was denn alles weiter auf uns zukommt.
05:40Und wir lernen ja gerade jeden Tag mit Krise umzugehen,
05:43weil letztlich seit der Pandemie wir von einer Krise in die nächste schlittern oder rutschen.
05:47Und jetzt kommt dann die Herausforderung KI auf uns zu,
05:49wo wir alle noch nicht wissen, was bedeutet das für uns,
05:51für unseren Arbeitsplatz, für unser Leben, für die Gesellschaft.
05:54Da gibt es schon noch Faktoren, die es auch nicht leichter machen werden in Zukunft.
05:57Aber das muss man ganz ehrlich sagen, dieser Punkt ist noch gar nicht eingepreist.
06:01Also Sie können nicht davon ausgehen, dass 100% der österreichischen Bevölkerung,
06:03die jetzt ja schon darüber nachdenken, welche Auswirkungen hat denn KI auf mein Leben,
06:08auf meinen Beruf, da gibt es genug, die nicht berufstätig sind,
06:11die bereits in Pension sind und dergleichen.
06:12Aber ja, diese Unsicherheiten, die wir sehen und die wir spüren,
06:15die prägen natürlich unser Leben, unsere Entscheidungsfindung.
06:18Und jetzt ganz banal formuliert, wenn ich das Gefühl habe, mir geht es nicht gut,
06:23dann könnte eine Hypothese bei mir in meinem Kopf sein,
06:26ich bin schuld, mein Fehler, ich mache was falsch.
06:28Zweite Hypothese könnte sein, wer andere schuld, wer andere macht was falsch,
06:32damit es mir gerade nicht so gut geht.
06:33Das ist natürlich psychologisch betrachtet die fast leichtere Variante,
06:36also nicht reflektiert über seine eigenen Probleme, Felder, Verbesserungspunkte nachzudenken,
06:41sondern zu sagen, würden die da oben das anders und besser machen,
06:44dann wäre meine Situation deutlich besser.
06:46Und genau das ist die Situation, von der natürlich die FPÖ profitiert,
06:50wo die FPÖ-Wählerinnen und Wähler, die jetzt da sind, sagen,
06:53ja, die da oben, da sind wir mitten in der Politik, da gibt es Fehler,
06:56da gibt es dort zu viel Geld und dort wird falsch entschieden.
06:59Und darum geht es mir schlechter, darum tue ich mir schwerer
07:02und darum ist mein Leben vielleicht nicht so, wie ich es gerne hätte.
07:05Also dementsprechend diese Unsicherheit,
07:07das ist definitiv für eine Oppositionspartei leichter als für die regierenden Parteien.
07:11Und das sehen wir ja nicht nur bei uns, sondern auch in anderen Staaten,
07:14dass sich regierende Parteien relativ schwer tun.
07:16Und bei uns mit der aktuellen Budget-Situation,
07:19die macht es auch gerade nicht leichter.
07:21Also derzeit sind eher Sparmaßnahmen, die nicht ganz so toll sind, angesagt.
07:25Also die Regierung muss unpopuläre Maßnahmen treffen.
07:27Das ist natürlich etwas, das braucht ein Herr Kickl nicht machen.
07:31Der kann nur sagen, das ist falsch und da darf nicht gespart werden.
07:33Also dementsprechend, das führt natürlich dazu,
07:36dass die FPÖ von dieser aktuellen Situation profitiert,
07:39von dieser Konstellation profitiert.
07:42Und es nicht so aussieht, als wäre in drei, vier Wochen das Ergebnis ein ganz anderes
07:45und wären es wieder bei 28,8 Prozent.
07:47Sondern das schaut dann derzeit relativ stabil aus,
07:49dieses hohe Niveau, das Sie derzeit haben.
07:52Ich würde das gerne noch einmal konkretisieren und korrigieren Sie mich da auch wieder gerne.
07:56Das ist eine Beobachtung, die ich in der Vergangenheit immer wieder aufgeschnappt habe
07:59und bei Meinungsforschern und Politikbeobachtern gelesen habe.
08:03Nämlich, dass der klassische FPÖ-Wähler ja eigentlich nicht der ist,
08:06dem es aktuell schon wirklich schlecht geht,
08:08sondern der, der Angst davor hat, dass es ihm in der Zukunft schlecht gehen würde.
08:12Also der, der in seinem Einfamilienhaus sitzt und jetzt ein ganz fiktives und plakatives Beispiel,
08:17Angst davor hat, dass eine mögliche Erbschaftssteuer einer linken Partei seinen Kindern das Haus wegnimmt.
08:22Ja, also natürlich gibt es bei uns Menschen, die aktuell vor der A-Bund betroffen sind,
08:27aber ganz ehrlich, wir sind noch immer ein sehr reiches Land,
08:29wo es für den Menschen wirklich sehr, sehr gut geht.
08:31Also wenn Sie nur mit Personen in Armut eine Wahl gewinnen wollen,
08:35wäre es derzeit relativ schwer.
08:36Also natürlich, ja, die Hypothese oder diese Aussage, die Sie getätigt haben,
08:39die stimmt zu 100 Prozent.
08:40Natürlich geht es sehr, sehr stark um Verlustängste.
08:43Wir haben Vertrauensverlust in viele Organisationen.
08:45Und ich formuliere es immer recht gern so.
08:48Wir sind eigentlich, historisch haben wir gelernt,
08:51dass es den Kind, den eigenen Kindern besser geht als den Eltern.
08:54Das war so.
08:55Die Eltern der 50er Jahre, da war es klar, dass die Kinder mal bessere Ausbildung machen,
09:00anderen Karriereweg einschlagen, dass sie bessere Chancen im Leben,
09:03dass sie mehr Geld verdienen werden, dass es ihnen einfach besser gehen wird.
09:06Das war eine Historie, das war eine Geschichte, die wir gelernt haben,
09:09dass das so ist.
09:10Und da steht jetzt einfach in Frage.
09:12Die Frage ist, wenn Sie das Beispiel ansprechen,
09:14ich sitze im Einfamilienhaus und eigentlich mache ich mir Sorgen,
09:16dass es eben weiter vererbt wird.
09:17Genau da sprechen wir dieses Thema an.
09:19Wie geht es denn meinen Kindern?
09:20Wie geht es denn weiter mit uns?
09:21Wie sieht denn unsere Zukunft aus?
09:24Was passiert denn da in unserer Gesellschaft?
09:26Und diese Unsicherheit ist ja die, wo wir einfach sagen,
09:28gut, irgendwer ist ja schuld dran, dass das so ist.
09:31Dass es nicht mehr so ist wie früher.
09:32Das hat ja gut funktioniert, dieser wachsende Wohlstand,
09:34den wir in der Gesellschaft gehabt haben.
09:37Und wenn man dann Schuldige sucht, dann findet man die natürlich gerne,
09:40die in der Politik, weil da werden natürlich Maßnahmen getroffen,
09:43die unser aller Leben beeinflussen, die Gesellschaft beeinflussen.
09:46Die Frage ist halt natürlich auch, wie leicht machen wir es uns denn?
09:49Können wir in Österreich all das so entscheiden,
09:51um unser Leben für die nächsten 10, 20, 30 oder noch mehr Jahre
09:55quasi sicher und gut zu machen?
09:57Oder leben wir in einer sehr vernetzten Welt,
09:59wo wir nicht nur unser kleines, feines Österreich sind,
10:02sondern wo wir davon abhängig sind, was passiert in Deutschland,
10:04was passiert in den USA, was passiert in kriegerischen Orten und so weiter?
10:08Weltwirtschaft und Co.
10:09Wie beeinflusst uns das?
10:11Und wie stark können wir denn da dagegen und mitspielen?
10:13Also dementsprechend, ja, diese Zukunftsängste sind natürlich sehr relevant.
10:17Und genau die sind es, die letztlich diesen Blick in die Zukunft beeinflussen
10:22und die dann dazu führen, dass die FPÖ dann einfach Wählerinnen und Wähler gewinnt,
10:26die sie vor 10, 20 Jahren einfach nicht hatte.
10:29Noch einmal eine ganz kurz persönliche Note,
10:31auch wenn sie in solchen Interviews eigentlich nichts verloren hat.
10:33Ich kann mich immer noch sehr gut erinnern an eine Aussage eines Geschichtslehrers von mir
10:37in meiner Schulzeit, der damals zu uns gesagt hat,
10:40ihr seid die letzte Generation, der es besser geht als den Eltern.
10:44Und das spielt ja genau in das rein, was Sie jetzt gerade angesprochen haben.
10:48Müsste demnach nicht gerade bei den Jungen,
10:50die quasi sehenden Auges in eine schlechtere Zukunft laufen als ihre Eltern,
10:53die Zustimmung für die FPÖ noch einmal deutlich höher sein
10:56als bei anderen Altersgruppen?
10:59Wäre der logische Gedankengang, kommt aber gleich ein kleines Aber dazu.
11:03Aber das ist natürlich die Kommunikationsschiene eine ganz andere.
11:06Also junge Menschen, wenn man sich das jetzt weltweit ansieht,
11:09sind junge Menschen eine deutlich homogenere Kultur weltweit,
11:13als es ältere Menschen sind.
11:14Also mit anderen Worten formuliert,
11:15zwischen 75-Jährigen in unterschiedlichen Ländern
11:18ist der Unterschied deutlich größer als zwischen 25-Jährigen in unterschiedlichen Ländern.
11:23So einen ganz simplen Grund, weil einfach das Medienkonsum ein ganz anderer ist.
11:27Also da gibt es halt TikTok, Insta und Co.,
11:30wo halt vieles, egal ob Sie jetzt in Passau, in Wien, in Bratislava
11:35oder ganz woanders sitzen, wo Sie ganz ähnliche Dinge konsumieren,
11:39junge Menschen damit auch deutlich weltoffener sind,
11:41als es ältere Menschen sind.
11:42Also junge Menschen, die Generation meiner Kinder,
11:47die sind sowas wie Grenzkontrollen bei uns in Europa nicht gewohnt.
11:49Meine Generation ist aufgewachsen, wenn man nach Passau gefahren ist,
11:52hat man eine Pass gebraucht.
11:53Also dementsprechend gibt es das manchmal auch wieder
11:55mit den Grenzkontrollen nach Deutschland.
11:57Aber grundsätzlich diese Offenheit, dieses Freie,
11:59dieses Teil einer europäischen Nation, einer europäischen Union,
12:02eines europäischen Kontinents zu sein und nicht ein eigenes Binnenland,
12:05diese Weltoffenheit ist bei jungen Menschen deutlich stärker ausgeprägt.
12:09Und ohne der FPÖ nahe treten zu wollen,
12:11Weltoffenheit ist wahrscheinlich nicht der Kernwert,
12:13mit dem sich die FPÖ selbst beschreiben würde,
12:15wenn man es mit auf drei Schlagworte begrenzen würde.
12:17Also dementsprechend, da gibt es natürlich gegenteilige Strömungen.
12:20Also gerade gut gebildete Menschen, also im urbanen Bereich,
12:24die sind natürlich keine klassische FPÖ-Zielgruppe.
12:27Die sind dann aber auch nicht bei SPÖ und ÖVP zu Hause,
12:30sondern die sind dann natürlich deutlich mehr bei Grünen
12:32oder auch bei den NEOS zu finden,
12:34als dann bei der ÖVP und SPÖ in Relation gesehen zum Gesamtergebnis.
12:38Sie haben jetzt schon Stadt-Land-Gefälle angesprochen.
12:40Gibt es dieses klassische Stadt-Land-Gefälle eigentlich noch,
12:43dass sich die FPÖ, aber auch natürlich die ÖVP am Land unter Anführungszeichen leicht tut,
12:48aber in den großen Städten Linz, Wien, Graz, vielleicht auch noch Salzburg, Innsbruck,
12:53deutlich schwieriger auf den Boden kommt?
12:55Ja, da braucht man so die Wahlergebnisse ansehen bei den letzten Wahlen.
12:59Also es gibt natürlich immer Ausreißer, aber vereinfacht formuliert, gewinnt die SPÖ.
13:04Aber auch die FPÖ, muss man dazu sagen, also für die FPÖ gilt es weniger als für die ÖVP.
13:07Die FPÖ hat natürlich sehr, sehr stark auch von der SPÖ-Stimmen gewonnen im klassischen Arbeiterbereich.
13:12Also man braucht nur nach Wien blicken.
13:13Der Gemeindebau ist mittlerweile eher FPÖ-lastig als SPÖ-lastig.
13:16Da hat sich einiges getan in den letzten 20, 30 Jahren.
13:19Aber so dieses Stadt-Land-Gefälle gibt es natürlich sehr, sehr stark, wenn man Richtung ÖVP blickt.
13:23Also die ÖVP tut sich deutlich, deutlich leichter in ländlichen Strukturen.
13:27Wir brauchen uns nur die Ergebnisse von Landtags- oder Gemeinderatswahlen ansehen.
13:31Da schaut das Ergebnis für die ÖVP deutlich besser aus dann,
13:34wenn es quasi im ländlichen Bereich unterwegs ist, als wenn sie die großen Städte ist.
13:38Also braucht man nur nach Wien schauen, nach Linz schauen.
13:40Also da schaut dann überall recht ähnlich aus.
13:42Stichwort Medien.
13:43Reden wir auch kurz über diesen Aspekt.
13:45Vielleicht man kriegt ja in den klassischen Medien unter Anführungszeichen von den Freiheitlichen
13:49relativ wenig mit, muss man dazu sagen.
13:51Auch vom Parteichef, da gab es schon deutlich aktivere.
13:55Aber trotzdem, jedes Mal, wenn man die Sonntagsumfrage aufschlägt,
13:58egal in welcher Zeitung, dann hat die FPÖ ein paar Prozentpunkte dazugewonnen.
14:01Woran liegt das?
14:02Ist es vielleicht das eigene Medienimperium, das inzwischen so groß ist,
14:05dass man uns als Medien eigentlich gar nicht mehr braucht?
14:08Oder warum?
14:09Also ja, kurze Antwort ja.
14:12Ja, sehr, sehr stark auf das eigene Medienimperium zurückzuführen.
14:15Also man kann der FPÖ vieles vorwerfen.
14:18Eines kann man ja nicht vorwerfen, dass sie strategische Planungsfehler gemacht hat,
14:21was Medienarbeit anlangt, das kann man ja nicht vorwerfen.
14:23Also die FPÖ hat ja schon seit vielen, vielen Jahren,
14:25also das hat schon bei Jörg Heider begonnen, dass der quasi gegen OF geschimpft hat.
14:29Also vor allem, das war quasi 80er Jahre, das sind 40 Jahre aus.
14:34Und dieser Weg ist eigentlich konsequent beschritten worden
14:37und hat schon vor einem Jahrzehnt zumindest begonnen,
14:41dass man sehr, sehr stark auf eigene Kanäle gesetzt hat,
14:42dass man damals mit Facebook und Co. versucht hat,
14:45die eigenen Wählerinnen und Wähler zu erreichen.
14:47Und dieser Weg wurde konsequent beschritten,
14:49sodass es jetzt möglich ist, dass man sagt,
14:51mich interessieren diese klassischen Mainstream-Medien,
14:53die sind eh alle regierungstreu.
14:55Die brauche ich nicht mehr.
14:56Ich erreiche meine Zielgruppe über meine Kanäle,
15:02meine Social-Media-Kanäle, meinen Radiosender,
15:04meine was auch immer alles.
15:06Und da geht es halt unreflektiert dahin.
15:08Da gibt es halt dann nicht den kritischen Journalisten,
15:10der eine kritische Frage stellt, sondern da gibt es halt meine Meinung.
15:13Hat man strategisch aufgebaut, hat aus heutiger Sicht
15:16sehr, sehr gut funktioniert für die FPÖ.
15:18Und dementsprechend kann es sich die FPÖ leisten,
15:21eben nicht in eine, egal, ZIP2 zu gehen
15:23oder nicht in einem Standard-Podcast im Detail zu diskutieren
15:26über die eigenen Positionen,
15:27weil es erstens die eigenen Wähler dort ohnehin kaum erwischen
15:30und zweitens, weil es die eigenen Wähler viel, viel besser
15:32über die eigenen Kanäle eben ohne kritische Fragen erreichen.
15:36Also dementsprechend, das war definitiv oder ist definitiv
15:38ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die FPÖ.
15:42Zweiter Aspekt ist natürlich auch,
15:45wenn ich das anders anpacken und anders drehen darf,
15:48würde die Regierungsarbeit total super funktionieren,
15:51würde der Bundeskanzler oder der Vizekanzler
15:54total beliebt sein und tolle Personenwerte haben,
15:57dann wäre es natürlich für die FPÖ auch ein bisschen schwerer.
16:00Da die Regierungsarbeit jetzt, ohne zu kritisch sein zu wollen,
16:03aber durchaus den einen oder anderen Verbesserungspunkt
16:05aus der Sicht der Bevölkerung liefert.
16:07Wenn Maßnahmen kommuniziert werden,
16:09die vielleicht gar nicht so schlecht wären,
16:10das wird zuerst darüber diskutieren, was falsch ist.
16:12Wenn sich aus den eigenen Parteien nach einer halben Stunde
16:15schon 17 Gegner gemeldet haben zu Vorschlägen der Regierung,
16:19dann ist die Frage, warum soll der Herr Kickel dann auch auftreten,
16:21dass man diese Arbeit erledigen, ohnehin andere für ihn.
16:23Also dementsprechend, ja, diese Medienstrategie, die funktioniert
16:26und sie profitiert natürlich auch davon,
16:30dass die Regierungsarbeit derzeit sehr kritisch gesehen wird.
16:33Wir kommen gleich noch zu den anderen Parteien
16:35und wie sie vielleicht auch selbst schuld an der aktuellen Situation sind.
16:38Stichwort Selbstzerfleischung.
16:40Da gibt es ja gerade in der jüngeren Vergangenheit
16:42wieder einige, ja durchaus fast schon unterhaltsame Beispiele.
16:46Ich würde gerne aber auf einen Aspekt noch gerne eingehen
16:49und da würde ich Ihre Einschätzung als Meinungsforscher noch einholen.
16:52Wir wissen es von anderen Parteien,
16:55beispielsweise von den Neos,
16:56so ein klassisches Beispiel,
16:57dass die in den Umfragen durchaus immer ganz gut dastehen,
17:00dann aber am Wahltag das Problem haben,
17:02diese Stimmen tatsächlich über die Zielgerade zu führen.
17:04Wie ist das bei der FPÖ?
17:06Ich bin mir ziemlich sicher,
17:07dass auch Ihr Institut ja hier extra Fragen hat,
17:10um das abzufragen, wie sicher man sich denn tatsächlich ist.
17:12Wie überzeugt sind denn die FPÖ-Wähler,
17:15am 2029, glaube ich, bei der nächsten Nationalratswahl,
17:17100 Prozent ihr Kreuz dort zu machen?
17:19Also 2029 wäre der geplante Termin.
17:22Schauen wir mal, wie lang es auch wirklich wird.
17:24Also aus der Sicht der Regierung muss es fast 2029 sein.
17:26Sie brauchen jeden Tag, um quasi Stimmungsumkehr zu schaffen,
17:29wenn es derzeit miteinander eben beide unter 20 Prozent liegen.
17:32Jetzt wählen politischer Selbstmord und nichts anderes.
17:34Also dementsprechend gehen wir mal von 2029 aus.
17:38Wenn man sich die Sicherheit der Wahlentscheidung ansieht,
17:41dann finden Sie aktuell eigentlich die größte Sicherheit,
17:42dass ich das Kreuz dort mache bei der FPÖ.
17:45Also die sind überzeugt.
17:46Und ja, Sie sprechen da sehr, sehr stark auch Vergangenheit an.
17:48Wenn wir zurückdenken, also Jörg Heider, 86, wie der in die Politik gekommen ist.
17:53Und ich bin seit mehr als 30 Jahren in der Markt- und Meinungsforschung.
17:56In den 90er Jahren war es natürlich das Problem für uns Meinungsforscher,
17:59dass niemand zugegeben hat, diesen Kerl da zu wählen.
18:02Also da gab es ein klassisches Underreporting.
18:04Man hat nicht zugegeben, die FPÖ zu wählen.
18:07Dieses Thema finden Sie heute nicht mehr.
18:09Also mit komplett tiefem Entspannt wird das zum Protokoll gegeben.
18:12Wir haben eh eine Zeit lang gehabt, das ist jetzt,
18:15flaut jetzt gerade ein bisschen ab,
18:16dass wir wie Skandale rund um den ehemaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz
18:21sehr stark in den Medien waren,
18:22dass wir ein Underreporting bei der ÖVP gehabt haben.
18:24Also dass man eher die ÖVP schon nicht mehr zugegeben gehabt hat,
18:26weil die so stark kritisch in den Medien waren.
18:28Also, um diese Frage zu beantworten,
18:31die Sicherheit ist bei der FPÖ derzeit am größten.
18:34Erster Punkt. Zweiter Punkt.
18:37Trotzdem müssen wir bedenken, wenn wir heute,
18:41was haben wir heute,
18:42heute haben wir den Ende Juli, 29. Juli,
18:43am 29. Juli darüber nachdenken,
18:46wie die Wahl in zwei oder in drei Jahren ausgeht,
18:49da wird noch viel Wasser die Tonne runterfließen.
18:51Und vor allem eines, in einem Wahlkampf ändert sich
18:53und tut sich natürlich schon noch vieles.
18:55Wir haben da vor allem das Phänomen,
18:58dass beispielsweise die ÖVP in ländlichen Strukturen
19:00einen großen Vorteil im Vergleich zu allen anderen Parteien hat,
19:03das ist das Funktionärsnetz.
19:05Die ÖVP tut sich viel, viel leichter,
19:07dann noch vor Ort zu mobilisieren.
19:08Und da hat die ÖVP,
19:09und das haben wir auch bei den letzten Wahlen gesehen,
19:10dann immer wieder zugelegt und mehr Zustimmung eingeholt.
19:14Also, dementsprechend hat da die ÖVP
19:16über ihr Feldnetz, unter Anführungszeichen,
19:19über ihre Funktionärinnen und Funktionäre
19:20sicher noch Chancen besser oder mehr Stimmen zu holen.
19:22Gleiches gilt für die SPÖ im Arbeiterlager.
19:25Also, denken Sie an die ganzen Betriebsräte in den Betrieben,
19:26die dann halt schon sagen,
19:27na bitte,
19:28dies muss man schon noch wählen.
19:29Also, das wird es sicherlich auch geben.
19:31Also, da gibt es dann schon noch Wahlkampf,
19:32der eher für die ÖVP und für die SPÖ etwas bringen wird,
19:37aber nicht einen Rückstand von 20 Prozentpunkten aufzuholen.
19:40Also, dass man dann sagt,
19:41unsere Funktionäre sind so erfolgreich,
19:42dass wir statt 17, 18, 20 oder was immer
19:44auf einmal auf 30 Prozent kommen,
19:46das wird schwer sein.
19:48Was wir dann vielleicht auch noch sehen werden,
19:51und ich will jetzt nicht über meine Dissertation reden,
19:54aber meine Dissertation,
19:54die war nach der Kanzlerwahl 2002
19:56so zum Thema taktisches Wahlverhalten.
19:58Damals gab es sehr, sehr stark das Lagerdenken.
20:00Wir wollen nicht das,
20:01also das Schwarz-Blau auch damals versus Rot-Grün
20:04war damals das Lagerdenken,
20:06da gab es viele Wählerinnen und Wähler,
20:07die gesagt haben,
20:08ich wähle die Partei X ganz bewusst deswegen,
20:10damit das andere nicht passiert.
20:12Also, ich wähle, egal, die ÖVP,
20:14um Rot-Grün zu vermeiden.
20:15Oder ich wähle die SPÖ,
20:16um Schwarz-Blau zu vermeiden.
20:17Also, gar nicht,
20:17ich wähle die Partei,
20:19weil das Thema so toll ist,
20:20weil ich den Spitzenkandidaten mag,
20:21sondern weil ich was verhindern will.
20:23Dieses Thema haben wir derzeit noch nicht drinnen in den Zahlen.
20:25Das kann aber schon noch kommen.
20:27Wenn es weiter so geht,
20:28wenn wir dann drei, vier Monate,
20:30drei, vier Wochen
20:30vor der Nationalratswahl auf einmal hätten,
20:32um jetzt irgendetwas zu sagen,
20:33dass die FPÖ mit dem Herbert Kickl
20:36knapp vor der absoluten Mehrheit steht,
20:38dann wird es viele geben,
20:39die dann sagen,
20:40hm, dann werden wir vielleicht was anderes wählen.
20:42Dann wollen wir das vielleicht auch nicht.
20:43Dann wird es dann vielleicht noch Verschiebungen geben,
20:44weil man zwar sagt vielleicht,
20:46na, die sollten einmal
20:47und vielleicht machen die es besser.
20:49Aber dass wir dann vielleicht
20:50der ein oder andere noch einen kalten Fuß kriegt,
20:52das kann dann schon noch passieren.
20:53Mit anderen Worten formuliert,
20:54heute Momentaufnahme,
20:56da wird noch viel passieren.
20:57Die Momentaufnahme ist aber so,
20:59dass sie in den letzten Wochen und Monaten
21:00relativ stabil ist
21:01und dass die FPÖ bei 35 plus zu liegen kommt,
21:04von dem ist es aus heutiger Sicht auszugehen.
21:06Wenn dann der Wahlkampf noch passiert,
21:08dann wandern vielleicht noch ein, zwei, drei Prozentpunkte,
21:10aber dass das Ergebnis
21:10ein ganz, ganz eindeutiger Sieg für die FPÖ wäre,
21:13das ist aus heutiger Sicht,
21:14wenn sich nicht viel tut,
21:16ja, fast nicht wegzuleugnen
21:18oder wegzudenken.
21:19Wobei man,
21:19die Geschichte hat uns auch in der FPÖ gezeigt,
21:21von Knittelfeld bis Ibiza,
21:23da ist die FPÖ zum Teil auch sehr kreativ,
21:25wie man Wahlerfolge dann auch wieder
21:26zusammenschlagen kann,
21:27binnen weniger Stunden oder Tage.
21:28Also dementsprechend,
21:29da kann natürlich noch einiges passieren bis 2029.
21:32Herr Pfarrhofer,
21:33ich will Sie jetzt ungern irgendwie
21:34mit den Aussagen von anderen Meinungsforschern konfrontieren,
21:37aber ich würde gern trotzdem wissen,
21:38was Sie davon halten,
21:39denn ich habe in einem Interview
21:40jetzt mehrfach schon gelesen
21:42vom Kollegen Hayek,
21:44der meint,
21:45dass Wahlen nicht eben
21:47drei, vier Wochen vor der Wahl gewonnen werden
21:49in einem Wahlkampf,
21:50sondern eben vier Jahre davor,
21:51also wenn die Regierungsarbeit wirklich startet.
21:54Wenn wir uns jetzt die derzeitige Koalition ansehen
21:57und wie sie arbeitet,
21:58hat denn dieser Start ins Aufholen
22:00irgendwie funktioniert?
22:03Die Frage ist,
22:04für wen das Aufholen funktionieren haben soll.
22:06Also für die ÖVP und für die SPÖ
22:08jetzt nicht funktioniert.
22:09Beide liegen deutlich unter dem Wahlergebnis
22:11von 2024.
22:12Also wenn die Hypothese
22:15vom Herrn Hayek stimmt,
22:16vom Kollegen Hayek stimmt,
22:17dann könnte man davon ausgehen,
22:18dass wir 2029 nicht wählen gehen werden,
22:21weil sowohl quasi vor einem Jahr
22:24als auch aktuell die FPÖ
22:25als Sklavplatz 1 liegt.
22:27Er hat natürlich
22:28in gewissen Grundzügen recht,
22:30das ist aus meiner Sicht
22:30überspitzt formuliert,
22:31aber es gilt in der Form,
22:32kann man das nicht
22:33eins zu eins umüberleiten,
22:34weil wir haben es schon oft genug gesehen
22:36in der Historie,
22:37dass da einfach vieles passiert
22:38in der Parteienlandschaft.
22:39Das beginnt damit,
22:40also ich weiß nicht,
22:41ob Sie es wissen,
22:42aber ich würde mir heute
22:43meine Hand noch nicht
22:43ins Feuer legen trauen,
22:45dass die,
22:45die derzeit auf der Spitzenpositionen
22:47in der Partei innehaben,
22:49dass die auch die Spitzenkandidaten
22:502029 bei der Nationalratswahl
22:52sein werden.
22:52Und schon allein da
22:54liegt ganz, ganz viel Kraft drinnen.
22:57Also kurz ein Beispiel
22:58aus vor einer ganz zu langen Zeit,
22:59also vor kurzer Zeit
23:00wollte ich gerade sagen,
23:01Sebastian Kurz bei der ÖVP,
23:04da war die ÖVP,
23:05wenn man diese Regel angewandt hätte,
23:08hätte die ÖVP bei diesen Wahlen,
23:10wo der Kurz angetreten ist,
23:11nie so abschneiden dürfen,
23:12die waren ganz, ganz woanders,
23:13die waren am Boden,
23:14die waren auf Platz 3
23:15und haben dann gehabt,
23:16was haben wir gehabt,
23:172017, 31,5 Prozent,
23:19das war vier Jahre davor
23:20nicht abzusehen.
23:22Es war 2019 vier Jahre davor,
23:24nicht abzusehen,
23:25die letzten Wahlen
23:25gar nicht so lange aus,
23:26dass die FPÖ über 16,2 liegt.
23:28Also wenn man davon ausgeht,
23:29es passiert gar nichts,
23:30dann mag ein Teil
23:31der Richter schon richtig sein.
23:34Natürlich ist es nicht so,
23:35dass 100 Prozent der Wähler
23:36drei Wochen,
23:37vier Wochen vor der Wahl
23:37ein unbeschriebenes Platz sind.
23:39Was wir eher haben,
23:40und wir kennen das auch
23:41aus der Konsumforschung,
23:42wir haben ein Evoque Z,
23:44würde man das nennen.
23:45Wir haben zwei, drei Marken vielleicht,
23:46die in Frage kommen beim Einkaufen.
23:48Ich kaufe Produkt X, Y oder Z
23:50und die anderen beiden Produkte
23:52kommen gar nicht in Frage.
23:53So ähnlich kann man sich es auch
23:54in der Politik vorstellen.
23:56Man tendiert dann eher zu ein,
23:58zwei Parteien,
23:58hat vielleicht oder zwei, drei Parteien,
24:00hat Vorteile bei der einen Partei,
24:02aber dann die endgültige Entscheidung,
24:05wen ich von diesen drei Parteien wähle,
24:06die wird dann jetzt kurz vorgefehlt.
24:08Also anders formuliert,
24:09dass jemand,
24:10der heute zu Vorträgen
24:13und Veranstaltungen
24:14vom Herbert Kickl geht,
24:15dass der dann in drei Jahren
24:16die Grünen wählt,
24:17die Wahrscheinlichkeit
24:18halte ich auch für überschaubar.
24:19Aber dass es da Wechsel
24:20noch geben kann
24:21zwischen SPÖ und Grünen
24:23und durchaus
24:23in signifikantem Bereich,
24:24das glaube ich absolut.
24:26Und das hat uns die Geschichte
24:27auch ganz klar gezeigt,
24:28da brauchen wir gar nicht
24:28über Meinungen und Stimmungen nachdenken.
24:30Das zeigt,
24:31sehen wir letztlich
24:31bei fast jeder Wahl,
24:33dass wir mit der Zustimmung
24:34von vier Jahren zuvor
24:35das Wahlergebnis
24:36niemals richtig prognostiziert hätten.
24:38Also dementsprechend,
24:39da passiert zu viel,
24:40das ist Demokratie,
24:41das ist Leben,
24:42das ist Life
24:42und da ändert sich Gott sei Dank
24:44viel in diesen Jahren.
24:45Wenn Sie mich schon gefragt haben,
24:46ob ich weiß,
24:47ob diese ganzen Spitzenkandidaten
24:48antreten werden
24:49bei der nächsten Wahl,
24:50ich weiß es natürlich
24:50ebenfalls nicht.
24:51Ich würde aber ehrlich gesagt
24:52wenig Geld drauf wetten,
24:54dass alle bis auf
24:55wahrscheinlich Herbert Kickl
24:56tatsächlich bis 2029 durchhalten.
24:59Aber das führt mich auch
25:00gleich zu meiner nächsten Frage,
25:01ist das nicht auch eine Gefahr?
25:03Denn auch von Journalisten
25:05so selbstkritisch kann man sein,
25:07diese Suche nach dem Wunderwuzi,
25:08wie es eben 2017 und 2019
25:10mit Sebastian Kurz passiert ist,
25:12die läuft ja eigentlich
25:12seit dem Wahltag,
25:14dass egal was passiert,
25:15naja vielleicht könnte es der sein,
25:16weil der hat so gute Umfragewerte,
25:18das wird der neue Sebastian Kurz
25:20der SPÖ,
25:21das wird der neue Sebastian Kurz
25:22der ÖVP oder es ist vielleicht
25:23sogar Sebastian Kurz
25:24bei der ÖVP,
25:24der immer wieder genannt wird
25:25von manchen Journalisten.
25:27Und läuft man hier nicht auch
25:28in Gefahr,
25:28die tatsächliche Arbeit zu vergessen
25:30und die ganze Zeit nur
25:31nach dem,
25:31unter Anführungszeichen,
25:33Messias zu suchen?
25:34Ja,
25:34natürlich,
25:35selbstverständlich.
25:36Für die politischen Parteien
25:37und für die aktuellen Akteure
25:38ist es alles anderes angenehm,
25:40wenn wir über Wochen, Monate, Jahre,
25:42ich denke da beispielsweise
25:43an die SPÖ mit der
25:44Bemelarendi-Wagner,
25:46wie lange da die
25:48Chefin der SPÖ
25:50demontiert worden ist,
25:51das war ja nicht mit anzusehen.
25:51Bitte erinnere mich nicht
25:52an diese Zeit.
25:53Das war ein Wahnsinn.
25:55Dass das natürlich
25:56nicht nur für die Person
25:57sehr schmerzhaft ist,
25:58sondern für die Partei
25:59ein Fiasko ist gar keine Frage.
26:01Also ein Wechsel sollte,
26:02das ist nicht das idealtypische
26:04Szenario eines Wechsels,
26:05so wie wir da gesehen gehabt haben.
26:06Er ist blöderweise
26:07in der Realität einer,
26:08der relativ häufig passiert.
26:10Also jetzt,
26:11aus jetziger Sicht,
26:12ist es natürlich sowohl
26:13für die ÖVP,
26:14für unseren Bundeskanzler,
26:15als auch für den Herrn
26:16Vizekanzler sehr, sehr schlecht,
26:17wenn in den Parteien
26:18darüber nachgedacht wird,
26:19wer macht es denn besser
26:20und wer ist denn wirklich
26:21der richtige Ansprechpartner?
26:23Mit wem sollen wir denn
26:23reden für die Zukunft?
26:25Ja,
26:25das untergräbt natürlich
26:26die Autorität der Person,
26:28das untergräbt dann
26:29die Autorität der Botschaften
26:30und damit letztlich
26:31auch die Autorität der Parteien
26:34und ist nur dann
26:36positiv zu sehen,
26:36wenn es gelingt,
26:37diesen Knoten irgendwie zu lösen.
26:39Sebastian Kurz,
26:40damals wurde der Knoten
26:41gut gelöst,
26:42aber da gibt es
26:42jede Menge andere Beispiele,
26:43wo es nicht so gut gelungen ist,
26:45ohne jetzt auf die SPÖ
26:46verweisen zu wollen.
26:47Es ist ja nicht so,
26:48dass der Herr Babel
26:49jetzt deutlich bessere Werte
26:50in der Kanzlerfrage hat,
26:50als die Bemelarendi Wagner
26:51damals gehabt hat.
26:52Und das muss man schon
26:53ganz böse sein,
26:55der Herr Stocker
26:56schafft nicht die Werte,
26:56die der Herr Kurz
26:57zustande gebracht gehabt hat.
26:58Also die Ausgangssituation
26:59wäre sogar vielleicht leichter.
27:00Also dementsprechend
27:02eine Selbstzerfleischung
27:03einer Partei
27:04ist nie gut,
27:05das über die Medien
27:06zu diskutieren,
27:07wenn nur Medien spekulieren,
27:09zeigt natürlich auch schon
27:10Zeichen von Schwäche
27:11der Spitzenkandidaten
27:12und Kandidatinnen
27:13und Kandidaten.
27:14Wir brauchen zu zurückschauen,
27:15wie oft wurde,
27:16bevor die Skandale
27:16aufgepoppt sind,
27:17wie oft wurde diese Frage
27:18in der ÖVP
27:19bei Sebastian Kurz gestellt
27:20und wie oft wurde sie
27:21beim Herrn Nehmer
27:21oder jetzt auch
27:22beim Herrn Stocker gestellt.
27:23Also dementsprechend
27:24da merken wir
27:25nicht nur Verankerung
27:25in den Parteien,
27:26sondern letztlich auch
27:27das wahrgenommene Gefühl
27:28der Stärke
27:29in der breiten Öffentlichkeit,
27:30in der Medienöffentlichkeit
27:31und letztlich auch
27:32bei den Journalistinnen
27:32und Journalisten.
27:34Kommen wir vom Personal weg
27:35und sprechen über Inhalte
27:37beziehungsweise über
27:37das Kommunizieren
27:38von Inhalten,
27:40pardon,
27:41denn ich finde es
27:41irgendwie sehr interessant,
27:42wenn man sich
27:42ÖVP und SPÖ anschaut,
27:44die ja derzeit
27:45fast schon,
27:46man könnte sagen,
27:47verzweifelt kommunizieren.
27:48Naja, wir arbeiten ja.
27:50Wir haben, glaube ich,
27:52179 Gesetzesbeschlüsse
27:53durchs Parlament gebracht.
27:54Ich glaube kaum,
27:54dass sich auch nur
27:55ein einziger Wähler
27:56oder eine einzige Wählerin
27:57wirklich dafür interessiert,
27:58wie viele es tatsächlich sind,
27:59sondern, aber egal,
28:01ich schweife ab.
28:02Was mich interessieren würde ist,
28:03kann man mit
28:04Wir sind sehr brav am Arbeiten
28:05irgendjemanden überzeugen?
28:07Da brauchen wir
28:08auf die aktuelle
28:08Sonntagsfrage schauen.
28:09Offensichtlich nicht.
28:10Nein.
28:12Also, das ist eine Grundvoraussetzung.
28:14Dass wir davon ausgehen,
28:15dass die Politik arbeitet
28:16und dass sie versuchen,
28:17das Beste für unser Land zu machen,
28:18das ist klar.
28:20Das ist Basishygiene.
28:23Da kann man nicht sagen,
28:24wir arbeiten,
28:25es funktioniert zwar nicht,
28:27wir müssen uns wählen,
28:27weil wir sitzen jeden Tag
28:28ganz brav im Büro
28:29oder sind auch unterwegs
28:30im ganzen Land.
28:31Also, das ist eine Grundvoraussetzung.
28:33Was der Regierung
28:34aus meiner Sicht
28:35zu wenig gelingt,
28:35diese Folge zu kommunizieren.
28:36Was haben wir gut gemacht?
28:38Was passiert?
28:39Oder vielleicht auch
28:40anders formuliert,
28:41vielleicht auch zu wenig
28:42Visionen greifbar machen.
28:44Wo sehen wir uns denn 2030?
28:45Wo sehen wir uns 2035?
28:47Was sind denn Österreich Stärken?
28:49Wie gehen wir mit den Herausforderungen
28:50um, die die Zeit hat?
28:51Wir diskutieren sehr, sehr stark
28:52über Budget- und Einschränkungen,
28:53wo Einschränkungsmaßnahmen
28:55getroffen werden.
28:55Wird natürlich auch in den Medien
28:56sehr gerne aufgegriffen.
28:58Das hat natürlich von der Kommunikation
29:00her immer den Nachteil,
29:01wenn Sie wo was wegnehmen,
29:02da wird es immer jemanden geben,
29:03der davon betroffen ist.
29:04Also, das heißt,
29:05Sie werden niemandem was wegnehmen.
29:06Keine Maßnahme,
29:07wenn Sie was wegnehmen,
29:08finden,
29:09außer Sie kürzen
29:11die Politikergehälter
29:12oder die Parteienförderung.
29:13Das sind quasi die einzigen
29:14zwei Förderungen,
29:14wo alle sagen,
29:15juhu, gut,
29:15dass da gespart worden ist.
29:17Wobei man auch dazu sagen muss,
29:19aller Voraussicht nach
29:20wird das nicht genügen,
29:21um unser Budgetdefizit zu sanieren,
29:22weil so hoch sind es dann auch
29:23wieder nicht,
29:23die Parteiförderungen
29:24oder die Politikergehälter.
29:26Also dementsprechend,
29:26wenn Sie wirklich eingreifen
29:28und Maßnahmen setzen,
29:30dann wird es halt
29:31Betroffene geben
29:32und dann schaffen Sie es
29:33derzeit nicht,
29:34das große Ganze
29:35in den Mittelpunkt zu stellen,
29:36das Ziel in den Mittelpunkt zu stellen.
29:37Was soll denn rauskommen
29:38am Ende des Tages,
29:39so dass wir nur kurzfristig
29:40über Problemfelder diskutieren,
29:42weil die Gruppe X oder Y
29:43davon betroffen ist
29:44und die sagt,
29:45so geht es gar nicht,
29:45weil da haben wir dann.
29:47Also die Kommunikation
29:48muss da definitiv verbessert werden,
29:50aus meiner Sicht.
29:51Wir müssen wieder,
29:52und ich habe es erst einmal
29:52so in einem Nebensatz angesprochen,
29:53so etwas wie Vertrauensverlust
29:55oder das Zukunftsvertrauen.
29:57Solange die Stimmungslage so ist,
29:59dass wir uns alle nur Sorgen machen,
30:00solange wir nicht wissen,
30:01wo wir hinlaufen,
30:02in welche Richtung
30:03sich unser Land bewegt,
30:04wir ein gemeinsames Ziel vor Augen haben,
30:07solange es auch schwieriger sei,
30:08einschneidende Maßnahmen zu kommunizieren.
30:10Böse formuliert könnte man ja sagen,
30:12so niedrig wie die Zustimmung
30:13für die ÖVP und die SPÖ derzeit ist,
30:15könnte man durchaus den Mut haben,
30:17einfach ganz, ganz frech reinzuschneiden.
30:18Weil recht viel tiefer kann es
30:19nicht mehr werden.
30:19Böse formuliert,
30:20wir sind ein Funktionärstatus
30:21plus Familienangehörige.
30:23Stimmt natürlich nicht ganz,
30:24aber wir sind auf einem
30:25sehr, sehr niedrigen Niveau.
30:27Da wird es nicht mehr
30:28allzu weit runtergehen.
30:29Wenn wir unter 20 Prozent sind,
30:30das unter 10 Prozent
30:31wird ÖVP und SPÖ,
30:33dann gehe ich mal davon aus,
30:34ich bin nicht die Gerda Rogers,
30:35aber das wird dann doch
30:36nicht passieren in den nächsten Jahren.
30:37Also könnten wir schon
30:39den Mut haben,
30:41Maßnahmen,
30:42vielleicht härtere Maßnahmen,
30:42einschneidende Maßnahmen
30:43zu ergreifen,
30:44erstens, zweitens aber klar
30:45zu kommunizieren.
30:46Wenn sie dann betrieben,
30:47dann sagen wir,
30:47wir schmeißen jetzt 100 Leute raus.
30:49Das ist eine Botschaft,
30:50die mag schon stimmen.
30:51Wenn sie aber sagen,
30:52unsere Zielsetzung ist,
30:53wir wollen,
30:54das ist unser Plan.
30:55Damit wir das schaffen,
30:56müssen wir dieses und jenes machen.
30:57Dann ist die Story
30:58vielleicht etwas ganz anderes.
31:00Unsere Story ist immer nur
31:02EU-Defizit verfahren,
31:03wir müssen das Budget-Defizit
31:06wieder einkriegen,
31:07wir müssen unter die
31:073-Prozent-Marke kommen.
31:09Klingt das nach
31:10einem coolen
31:13Zukunftsversprechen,
31:13auf das wir uns alle stolz sind,
31:15dass wir beim Wirten sitzen
31:16und sagen,
31:16wow, ich freue mich,
31:17wenn wir das 3-Prozent-Defizit-Ziel
31:18erreicht haben.
31:19Also ich weiß nicht,
31:20zu welchem Gasthaus an Sie gehen,
31:21ich habe es noch relativ
31:22selten auf einen Stammtisch gehört.
31:23Also wir brauchen schon
31:24Ziele und Visionen,
31:25wo wir gemeinsam hinwollen.
31:26Wir reden in unserem Leben
31:28sehr oft über Schwächen,
31:29die wir ausmerzen wollen.
31:30Ehrlicherweise sollten wir auch,
31:32um auch positive Dinge
31:33in diesen Podcast-Folgen
31:35reinzubringen,
31:35wir sollten schon
31:36noch über Stärken nachdenken.
31:37Wenn wir über unser Land
31:38schimpfen,
31:39ganz frech formuliert,
31:40in wie vielen Ländern
31:41der Welt wäre es denn
31:41so viel besser und schöner?
31:43Wo ist denn das Gesundheitssystem,
31:45das man sicherlich verbessern kann?
31:46Gar keine Frage.
31:48Aber glauben wir,
31:48dass es in so vielen Ländern
31:49besser wäre,
31:50krank zu werden als bei uns?
31:51Glauben wir nicht,
31:51dass unsere Gesundheitsversorgung
31:53gar nicht so schlecht ist?
31:54Glauben wir wirklich,
31:55dass unsere Ausbildung
31:55so schlecht ist
31:56und dass alle anderen Länder
31:57besser sind?
31:57Also wir haben ja durchaus
31:58Stärken,
31:59auf die wir stolz sein können.
32:00Wir haben extrem
32:01produktive,
32:01fleißige Mitarbeiterinnen
32:02und Mitarbeiter,
32:03die leistungswillig sind.
32:04Wir sind gut,
32:04was Innovationen anlagnt
32:05und so weiter.
32:06Da gibt es jede Menge
32:07Zukunftsthemen,
32:07die wir ansprechen.
32:08Wir machen nicht alles richtig,
32:09weit davon entfernt.
32:10Aber wir denken es
32:11in böse formuliert
32:12in der Politik
32:13sehr, sehr stark
32:13über 3% Grenze
32:15beim Budgetdefizit nach.
32:16Zweifelsohne wichtig,
32:17aber zu wenig
32:18über positive Dinge,
32:18wo wir stolz sein können,
32:20wo wir gut sind.
32:21Also wir brauchen natürlich
32:21auch positive Leuchttürme
32:24in der Zukunft
32:24und nicht nur
32:253% Defizit-Ziele.
32:26Und das sind genau
32:28Kommunikationsthemen,
32:29die mir persönlich
32:29jetzt einfach einmal fehlen würden.
32:31Einfach dieses Gefühl,
32:32wir haben eine Vision,
32:33wir wissen,
32:34wo das Schiff Österreich hinfährt.
32:35Ich weiß nicht,
32:36wenn wir das jetzt
32:37so abfragen würden
32:38in einer Meinungsforschung,
32:39wie viele Österreicherinnen
32:40und Österreicher
32:40das Gefühl haben,
32:41wir haben einen Kapitän
32:42oder eine Mannschaft,
32:43eine Crew,
32:43die weiß,
32:43wohin das Schiff fährt.
32:45Wir haben irgendwo
32:453% Ziel,
32:46das heißt vielleicht,
32:47wir sparen den Treibstoff
32:47um 3% ein,
32:49aber ob man nach links
32:49oder rechts fährt,
32:50das wissen wir noch nicht so ganz.
32:51Also wir wissen,
32:52wir wollen weniger Treibstoff brauchen,
32:53aber welche Richtung
32:54unser Schiff fährt,
32:55über das müssen wir uns
32:56erst im Klaren werden.
32:57Und solange wir
32:58nicht einfach einem Ziel
32:59zuarbeiten können,
33:00solange werden wir uns
33:00da glaube ich erschwert
33:01an, was Kommunikation anlangt.
33:02Da war jetzt schon einiges drin,
33:03ich würde es gerne
33:04ein bisschen aufteilen,
33:05weil es haben sich doch
33:06zwei, drei Fragen
33:07bei mir jetzt ergeben
33:08beim Zuhören.
33:09Der erste Punkt,
33:11Sie haben angesprochen,
33:12weiter nach unten
33:13kann es höchstwahrscheinlich
33:14gar nicht mehr gehen,
33:14man könnte ja jetzt.
33:16Ich meine,
33:16das passt ja fast
33:17zu diesem alten Sprichwort,
33:18ist der Ruf erst ruiniert,
33:19lebt er sich ganz unschöniert.
33:21Und um das jetzt positiv
33:23irgendwie zu verkaufen,
33:25kram ich mal ein bisschen
33:25in der geschichtlichen Kiste
33:27und pack Wolfgang Schüssel aus,
33:29der Anfang der 2000er Jahre,
33:30gegen sehr großen Widerstand
33:32und davon kann man jetzt
33:33halten, was man will,
33:34aber es ist dann im Endeffekt
33:35von den Wählerinnen und Wählern
33:36honoriert worden,
33:36die Pensionen sehr stark
33:38beschnitten hat.
33:39Das war damals
33:40wahnsinnig unpopulär,
33:41die Gewerkschaft ist
33:42auf die Straße gegangen,
33:42Wolfgang Schüssel
33:43hat es durchgezogen.
33:44Noch einmal dazu gesagt,
33:45geht jetzt nicht darum,
33:46ob dieser Vorschlag gut
33:47oder schlecht war,
33:47aber er hat zumindest
33:48bei den Wählerinnen und Wählern
33:49funktioniert.
33:50Warum ist man so feig gemacht,
33:51so etwas nicht jetzt
33:52auch 2026?
33:54Denn wie Sie gesagt haben,
33:55wohin soll es denn noch gehen?
33:56Es ist ja eh schon wurscht.
33:58Also ich würde,
33:59ich habe das jetzt sehr flapsig
34:00formuliert,
34:00ich würde es anders sagen,
34:01eigentlich ist es eine Chance,
34:02wir sind in einer
34:03relativen Talsohle
34:03und das kann ich mir trauen,
34:05mutig zu sein
34:05und ich habe genau
34:06dasselbe Beispiel,
34:07wie Sie gedacht,
34:08wie ich diesen Satz
34:08formuliert gehabt habe.
34:09Ich habe auch an die
34:09letzte Pensionsreform
34:10gedacht,
34:11die wir gehabt haben
34:12unter Wolfgang Schüssel
34:14und die Regierungsparteien,
34:17wenn ich jetzt die
34:18Regierungsparteien beraten würde,
34:19würde ich das nicht empfehlen,
34:21am 27. März
34:222029 umzusetzen
34:24oder auch nicht
34:24wahrscheinlich am 28. September
34:262028,
34:27aber jetzt 2026,
34:29das ist noch viel Zeit
34:30und wenn wir eins wissen
34:31und das zeigt auch,
34:32weil wir reden halt sehr viel
34:32über die FPÖ,
34:33das zeigt auch die Geschichte
34:34der FPÖ,
34:35da gab es Höhepunkte,
34:36dann gab es Knittelfeld
34:37oder Ibiza,
34:37das ist nach unten gegangen
34:38und zwei, drei Jahre später
34:39stieg die Kurve wieder an.
34:41Also wir haben alle
34:42und das hilft uns auch
34:43im täglichen Leben
34:44ein Kurzzeitgedächtnis,
34:45wir ärgern uns über etwas,
34:47wir leiden darunter,
34:48wir beschweren uns,
34:49wir schimpfen,
34:50aber nach drei Monaten
34:51oder nach einem Jahr
34:52denkt man weniger drüber nach
34:53und vielleicht kommt dann
34:54irgendwann einmal der Effekt,
34:54vielleicht war das gar nicht
34:55so schlecht.
34:56Also genau auf diesem Punkt
34:57sind wir,
34:58also aus meiner Sicht
34:59bin ich der falsche Adressant
35:00für diese Frage,
35:01meine Empfehlung wäre,
35:02ja da ist einzugreifen,
35:03also eigentlich müsste man
35:04die Regierung fragen,
35:04warum machen wir das jetzt
35:05gerade nicht,
35:06warum trauen wir uns nicht
35:07wirklich Strukturreformen
35:08anzugehen,
35:09Maßnahmen zu ergreifen,
35:10die vielleicht auch
35:10manchmal wehtun,
35:11wo es Widerstand und Widerspruch
35:13und von mir aus auch Leute
35:14auf der Straße gibt,
35:16aber wir machen es,
35:17weil wir glauben,
35:18das ist der richtige Weg
35:19für Österreich,
35:20das brauchen wir für unsere Zukunft,
35:22um 2036 dann vielleicht
35:23über andere Themen
35:24diskutieren zu können,
35:25weil wir halt immer noch
35:26eines der erfolgreichsten Länder
35:27der Welt sind.
35:28Macht man es vielleicht
35:29auch deswegen nicht,
35:30weil nächstes Jahr
35:31in dem Bundesland gewählt wird,
35:33aus dem Sie gerade zugeschaltet sind,
35:35nämlich aus Oberösterreich?
35:36Natürlich,
35:37aber da muss man sagen,
35:38wir hätten ja dann auch
35:39schon Zeit gehabt,
35:40jetzt im letzten Jahr,
35:422025,
35:42da einzugreifen.
35:43Natürlich.
35:442026 wäre dann natürlich
35:45ein deutlich angenehmeres Jahr gewesen,
35:47das aus Oberösterreich,
35:48wobei man muss auch sagen,
35:49der voraussichtliche Wahldemin
35:50ist in mehr als einem Jahr,
35:52also Herbst 2027
35:54für Oberösterreich,
35:55also da ist auch noch
35:56viel Zeit dazwischen.
35:58Was natürlich
35:59die Ausgangslage schwer
36:00aus meiner Sicht ist,
36:01dass halt die
36:02regierenden Parteien
36:03dann zum Teil
36:04weit auseinander sind,
36:05also dementsprechend
36:06da diesen gemeinsamen Weg
36:07zu finden,
36:08der dann wirklich
36:08Zukunft definiert,
36:09der einschneidend ist,
36:11der wird natürlich
36:11in dieser Konstellation
36:12weniger leicht sein,
36:13als es damals
36:13beim Wolfgang Schüssel war,
36:15der damals
36:15eine ÖVP- und FPÖ-Koalition war,
36:17also dementsprechend
36:18da ging es wahrscheinlich
36:19leichter,
36:19diese Maßnahmen zu ergreifen
36:20als derzeit.
36:21Damals war,
36:22um beim Thema Pensionen
36:23zu bleiben,
36:23eben die Gewerkschaft,
36:24die SPÖ sehr, sehr stark
36:25dagegen,
36:26die sitzt heute
36:26in der Regierungsbank.
36:27Andreas Babler,
36:28der ohnehin jetzt
36:29nicht gerade extrem
36:30fest im Sattel sitzt,
36:31wenn der jetzt sagt,
36:32juhu,
36:32ich habe jetzt eine tolle Idee,
36:33wir greifen ordentlich
36:34ins Pensionssystem ein,
36:35weiß ich nicht,
36:36ob das seine Position
36:37innerhalb der Partei
36:38extrem festigt.
36:39Es gäbe ja noch andere
36:42unpopuläre Maßnahmen
36:43als die Pension.
36:44Ja, stimmt.
36:44Einen weiteren Punkt,
36:45den Sie angesprochen haben,
36:47Herr Pfarrhofer,
36:47und das ist dieser Optimismus,
36:49der offensichtlich fehlt,
36:50dass wir mehr betonen sollten,
36:52was eigentlich auch gut läuft
36:54in Österreich,
36:54denn es ist ja
36:55wirklich nicht alles schlecht.
36:56Ich meine,
36:57ich kann hier Wasser
36:57aus einer Wasserleitung trinken,
36:59ohne mich zu vergiften,
37:00allein das ist
37:00ein riesengroßes Geschenk,
37:01was es in vielen Ländern
37:02nicht gibt,
37:02Prost übrigens.
37:05Aber ich finde das schon
37:07irgendwie interessant,
37:08dass wir in einer Art
37:09Zwickmühle stecken,
37:11dass es ja auch relativ
37:13nicht en vogue ist,
37:14positive Dinge hervorzustreichen.
37:16Und das sagt ja auch
37:16der Bundeskanzler
37:17in einem Standardinterview
37:18kürzlich,
37:18wenn ich da kurz
37:19einen Satz zitieren darf.
37:20Er sagt nämlich
37:21gegenüber den Kollegen
37:22aus der Innenpolitik,
37:23wenn eine positive
37:24Zukunftserwartung vorhanden ist,
37:25kommt auch die Zuversicht.
37:27Viele haben verlernt,
37:28Dinge, die gut sind,
37:28auch gut zu bewerten.
37:30Wir sind in die Destruktionsfalle
37:33geraten.
37:34Alles wird mit einem
37:35Aber versehen.
37:36Ist da nicht irgendwo
37:37auch was dran?
37:38Ich kann mich an eine Kampagne
37:39der ÖVP erinnern
37:40vor der letzten Nationalratswahl,
37:41wo eben versucht worden ist,
37:43positive Dinge hervorzustreichen
37:44und es ist ja nicht alles schlecht
37:45und das ist eigentlich
37:46als wahnsinnig arrogant
37:47rübergekommen.
37:49Ja, aber da kann man
37:50dem Bundeskanzler
37:51aus meiner Sicht
37:51nicht widersprechen.
37:52Ja, das ist so.
37:55Und wir haben natürlich
37:58da eine Oppositionspartei,
37:59die sehr, sehr stark
38:00und sehr vehement
38:01Widerspruch hat.
38:02Wir haben natürlich
38:03eine Gesellschaft,
38:04die wahrscheinlich polarisierter ist,
38:05als sie noch vor zehn Jahren war.
38:06Also dieses
38:07Gegeneinander ausspielen,
38:08das war natürlich auch
38:09die Pandemie,
38:09hat das Thema noch
38:10etwas angeheizt
38:11mit den Geimpften
38:12und den Nicht-Geimpften
38:13und die Impfbefürworter
38:14und die Impfgegner
38:14und all das, was da war.
38:17Dieses Aber
38:17hat heute in unserer Gesellschaft
38:19wahrscheinlich mehr Stellenwert,
38:20als es vor zehn oder
38:21zwanzig Jahren gehabt hat.
38:22Wir haben es verlernt,
38:23uns über gemeinsame Erfolge
38:23zu freuen,
38:24außer die Fußball-Nationalmannschaft
38:25Wind
38:26oder beim Schifffern
38:27sind wir erfolgreich.
38:28Aber sonst diese
38:29wir denken mehr
38:30über die Schwächen
38:31des Systems nach
38:31als über die Stärken,
38:32die wir haben
38:33und da hat aus meiner Sicht
38:34Recht
38:34und aus der Sicht
38:35des Bundeskanzlers
38:36ist das sehr schmerzlich
38:37und das ist
38:38wie haben die Amerikaner
38:40mal gesagt
38:40it's the economy is stupid.
38:43Das gilt natürlich schon auch,
38:44wenn die Wirtschaft brummt,
38:45wenn es bergauf geht,
38:46wenn es niedrige
38:47Arbeitslosenquoten gibt,
38:48wenn ich das Gefühl habe,
38:49ich komme gut aus
38:50mit meinem Geld,
38:50ich kann mir mehr leisten
38:51als vor einem Jahr,
38:53dann ist es natürlich leichter
38:54auch weniger Aber zu sehen.
38:56Da ist das Aber
38:57weniger glaubhaft.
38:57Und derzeit ist es so,
38:59dass wir uns mehr Sorgen machen
39:00und wenn dann jemand mir erklärt,
39:01wie toll mein Leben ist
39:02und ich habe aber das Gefühl,
39:03es wird immer schlimmer
39:04und schwieriger,
39:05dann ist natürlich das Aber
39:06glaubhafter.
39:07Das Problem ist einerseits
39:08also aus meiner Sicht
39:08polarisierender Gesellschaft,
39:10erstens,
39:10zweitens,
39:10das Aber wird lauter ausgesprochen
39:12und drittens,
39:13das Aber ist glaubwürdiger
39:14als in Zeiten,
39:15wo die Wirtschaftslage
39:15besser dasteht.
39:18Herr Pfarrhofer,
39:19Prognosen sind schwierig,
39:20vor allem,
39:20wenn sie die Zukunft betreffen
39:21und Sie haben vorher schon gesagt,
39:22Sie sind nicht Gerda Rodgers.
39:24Ich würde Sie jetzt trotzdem bitten,
39:26kurz einmal Gerda Rodgers zu spielen.
39:282029 sollte wirklich
39:29am regulären Wahltermin
39:30dann gewählt werden.
39:32Gehen Sie davon aus,
39:33dass die Umfrage,
39:33die Sie kürzlich veröffentlicht haben
39:34und auch die,
39:35die Ihre Kollegen veröffentlichen
39:36und ja ähnlich aussehen
39:37wie bei Ihnen,
39:38dass das tatsächlich so eintritt
39:39oder
39:41rechnen Sie mit einem Knittelfeld,
39:42mit einem Ibiza,
39:43mit einem Wunderwurzialer
39:45Sebastian Kurz,
39:45der irgendeine Partei
39:46in Lichterhöhen reißt?
39:47Ich kann mich natürlich
39:48nicht auf die Prozentzahl festlegen.
39:50Natürlich nicht.
39:50Ich kann nur ungefähr abschätzen,
39:51wie die Sterne
39:52für die jeweiligen Parteien stehen,
39:53um die Gerda Rodgers da zu zitieren.
39:55Also aus heutiger Sicht
39:56wäre es eine große Überraschung,
39:58wenn die FPÖ
39:59nicht auf Platz 1 zu liegen käme.
40:01Erstens, zweitens,
40:02es wäre auch eine Überraschung,
40:03wenn sie nicht zulegen würde
40:04im Vergleich zum letzten Mal.
40:06Dritter Punkt,
40:06es wäre eine große Überraschung,
40:08wenn die ÖVP und die SPÖ
40:10nicht verlieren werden würden.
40:12Vor allem bei der SPÖ
40:13wäre es natürlich ein Wahnsinn.
40:14Die haben, glaube ich,
40:1421,1 Prozent gehabt,
40:15wenn ich es richtig im Kopf habe
40:16beim letzten Mal
40:17und das war das niedrigste Ergebnis
40:18in der Historie der SPÖ.
40:19So wie es derzeit aussieht,
40:21geht das sogar noch weiter nach unten.
40:23Die ÖVP war nicht ganz beim Niedrigsten.
40:25Das Niedrigste war bei denen,
40:25glaube ich, 24 Prozent,
40:28aber das war 2013.
40:29Also das ist dann in diese Richtung,
40:31wenn es da raufkommen würde,
40:32würde sie sich wahrscheinlich
40:32fast freuen.
40:33Also dementsprechend
40:34kann ich Ihnen
40:34keine Prozentzahlen versprechen,
40:36aber die Wahrscheinlichkeit,
40:37dass wir nach der nächsten
40:39Nationalratswahl,
40:40auch wenn sie zum regulären Termin
40:412029 ist,
40:43dass wir da einen Herbert Kickl
40:45oder eine FPÖ,
40:46die ganz klar auf Platz 1 liegt,
40:48deutlich klarer
40:48als beim letzten Mal haben.
40:49Die Wahrscheinlichkeit
40:50ist aus heutiger Sicht
40:51sehr, sehr groß.
40:52Da wird es noch Verschiebungen geben,
40:54aber ich kann mir nicht vorstellen,
40:55dass wir einfach,
40:56dass sich die Böse formuliert,
40:58die FPÖ halbiert
40:59oder die ÖVP,
40:59die FPÖ sich verdoppeln.
41:01So groß wird der Wunderwut sie nicht sein
41:02und ich glaube auch nicht,
41:04dass bis dahin
41:05Knittelfeld oder Ibiza passiert.
41:07Ehrlicherweise,
41:07ich meine,
41:07Ibiza war zwar davor,
41:08aber eigentlich ist
41:09Knittelfeld beispielsweise
41:10ja dann passiert,
41:11wenn sie in der
41:13Regierungsfunktion war
41:13und die FPÖ schafft es einfach
41:15perfekt,
41:16obwohl sie, glaube ich,
41:16in fünf Landesregierungen sitzt,
41:18dass sie auch in der
41:19Länderebene
41:19als die Oppositionspartei
41:20wahrgenommen wird.
41:21Also sie haben jetzt nichts zu tun,
41:22wenn es nicht gut funktioniert
41:23und dieses Spiel
41:24spielen sie sehr, sehr gut.
41:25Also dementsprechend
41:26geht davon aus,
41:27dass das in etwa
41:28in dem Ausmaß,
41:29wie man es derzeit sehen,
41:30auch in etwa drei Jahren
41:32so ausgehen würde.
41:34David Pfarrhofer
41:35war das Institutsleiter
41:36vom Market-Institut in Linz.
41:38Grüße an Sie
41:39und Grüße natürlich auch
41:40an Gerda Rogers.
41:41Vielleicht hört sie uns ja zu.
41:42Vielen Dank Ihnen,
41:43Herr Pfarrhofer.
41:44Ich danke Ihnen.
41:45Danke für das Gespräch.
41:45Und wenn euch Thema des Tages gefallen hat,
41:47dann abonniert den Kanal
41:48auf der Podcast-Plattform eurer Wahl
41:49oder auch auf YouTube.
41:50Da sind wir immer öfter
41:51mit Videopodcasts vertreten.
41:52Einfach Kanal abonnieren
41:53und nicht vergessen,
41:54Glocke drücken.
41:55Ich bin Daniel Retsche-Zegger.
41:56Vielen Dank,
41:56bis dabei sein.
41:57Bis zum nächsten Mal.
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