Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 1 Tag
Der reichste Mann der Welt ist heute so reich wie die ärmsten vier Milliarden Menschen zusammen. Nach wie vor werden Kriege um Erdöl und Ressourcen geführt. Unser Wirtschaftssystem stellt Wachstum vor das Wohl unseres Planeten.

Steuern wir gleich auf mehrere Katastrophen zu? Und wie können wir das verhindern? Darüber spreche ich heute mit Impact-Investor Charly Kleissner.

Kategorie

🗞
News
Transkript
00:00Der reichste Mann der Welt ist heute so reich wie die ärmsten 4 Milliarden Menschen zusammen.
00:05Nach wie vor werden Kriege um Erdöl und Ressourcen geführt.
00:09Unser Wirtschaftssystem stellt das Wachstum vor das Wohl unseres Planeten.
00:14Über dieses Übel haben wir im Podcast schon öfter gesprochen mit Ökonomen, Wirtschaftsexpertinnen und Journalisten.
00:20Aber für diese Folge wollte ich an die Wurzel gehen und habe mit einem Unternehmer gesprochen.
00:26Und zwar nicht mit irgendeinem, sondern mit Charlie Kleissner.
00:30Er ist gebürtiger Tiroler und hat vor langer Zeit unter Steve Jobs Apples Betriebssystem erfunden.
00:36Hat mehrere Firmen im Silicon Valley gegründet und ist als einer der großen Profiteure des Kapitalismus kurz gesagt steinreich geworden.
00:45Heute möchte er anders wirtschaften und investiert in Firmen und Projekte, die den Planeten nicht zerstören sollen.
00:51Wie er die chaotische und vielerorts brennende Welt und sein Amerika unter Trump sieht
00:57und was wir tun können, um die klimatische und gesellschaftliche Katastrophe zu verhindern,
01:02habe ich ihn beim vergangenen Alpen-Klimagipfel auf der Zugspitze gefragt.
01:06Ich bin Scholl Wilhelm. Das ist Thema des Tages, der Nachrichten-Podcast der Standard.
01:16Charlie Kleissner, du bist heute bekannt als Impact-Investor.
01:20Das heißt, du investierst in Firmen, die nachhaltig arbeiten, nachhaltige Produkte schaffen, darauf kommen, noch zu sprechen.
01:27Ich möchte aber zuerst an deine Anfänge deiner Karriere zurückreisen, die in den 80er, 90ern gestartet hat.
01:33Du warst einer der führenden Software-Entwickler im Silicon Valley.
01:38Führ uns zurück in diese Zeit. Was hast du damals gemacht?
01:42Ja, wunderbar. Ich habe auf der TU Wien Informatik studiert und habe dort auch promoviert
01:48und war auf dem Weg zum Universitätsprofessor. Ich war Universitätsassistent.
01:54Und meine amerikanische Frau Lisa, wir waren da schon verheiratet in Österreich,
02:00wollte eigentlich auch in die USA gehen.
02:03Und ich wollte nicht Professor werden, sondern habe mich doch hingezogen gefühlt ins Unternehmertum.
02:10Und da, wie gesagt, habe ich vorgeschlagen, wenn wir nach den USA gehen, gehen wir doch in Silicon Valley,
02:15weil dort kann ich mich verwirklichen.
02:17Und es ist auch relativ nah zu Hawaii.
02:21Und wir sind dann 1986 ausgewandert und in Silicon Valley.
02:26Und dort habe ich für eine große Firma arbeiten dürfen, Hewlett Packard.
02:32Die kennt man da auch und war da drei, vier Jahre beschäftigt als technischer Leiter.
02:37Und dann natürlich im Silicon Valley muss man von den großen Firmen weggehen und Start-up machen.
02:42Und da habe ich das Glück gehabt, bei drei tollen Start-up-Unternehmen ganz vorne mit dabei zu sein.
02:50Die erste Firma war die Firma Next.
02:53Das war die Firma, die Steve Jobs gegründet hatte, nachdem er von Apple gefeuert wurde.
02:58Und dort war ich verantwortlich für das Betriebssystem Entwicklung.
03:02Das wurde dann das Hauptbetriebssystem von Apple.
03:04Und die zweite Firma, bei der ich mit war, ganz vorne, war eine KI-Firma, DataMind, wo wir das Verhalten,
03:13das Konsumentenverhalten untersucht haben.
03:15Ich konnte mir nicht vorstellen, was daraus einmal werden wird.
03:19Vielleicht ein Thema für heute.
03:21Und diese Firma ist verkauft worden um 400 Millionen an Epiphany.
03:25Und die dritte Firma, wo ich mitmachen durfte, war Ariba, jetzt SAP Ariba, wo wir B2B, Business-to-Business, E
03:33-Commerce revolutioniert haben.
03:35Und diese Firma haben wir dann auch an die Börse gebracht.
03:39Und das hat dann mehr oder weniger den Wohlstand für uns gebracht.
03:43Hat sich für dich ausgezahlt.
03:44Jetzt stelle ich dir eine Frage, die dir noch niemand gestellt hat.
03:47Wie war es, mit Steve Jobs zu arbeiten?
03:51Steve ist auf einer Seite ein ganz normaler Mensch und auf der anderen Seite ein Genie.
03:57Und wenn man so nah mit jemandem zusammenarbeitet, dann sieht man natürlich beide Seiten.
04:03Und vor allem uns Ingenieuren gegenüber war er ja immer verbunden und symbiotisch verbunden,
04:12weil er war ja kein Ingenieur und hat uns gebraucht, um die tollen Produkte, die Designs, die er im Kopf
04:16gehabt hat, umzusetzen.
04:19Was mir auch immer gefallen hat am Steve und warum ich ihn heute immer noch vermisse, ist seine Einstellung zu
04:29seinem eigenen Leben.
04:30Er war nicht getrieben, um super reich zu werden.
04:34Er war getrieben, einen Unterschied für die Menschheit zu machen mit den Produkten, die er auf den Markt bringt.
04:41Und ich glaube, das war auch damals noch irgendwie die Hauptmotivation vom Valley.
04:49Und vielleicht reden wir über das auch noch.
04:51Und vielleicht noch eine Anekdote, die vielleicht interessant ist.
05:02Also wir haben die meisten Maschinen von Next an die Spione verkauft, die NSA und die CIA, weil die waren
05:11die tollsten Maschinen.
05:12Und ich kann mich immer noch mit Schmunzeln daran zurückerinnern, wie der Steve in seine Sandalen immer dumm gestackt ist
05:19mit dem Rollkragenpullover.
05:21Und die Spione sind da herum, hat man sofort erkannt, wer die sind.
05:24Aber trotzdem haben wir sehr viele Maschinen verkauft.
05:27Oder wir haben im Betriebssystem die raffinierteste Verschlüsselungstechnologie eingebaut.
05:34Und da hat uns der CIA schon vorgeschrieben, dass wir diese Maschinen, so wie sie sind, nicht exportieren dürfen nach
05:41Russland.
05:42Und da wir also die Encryption aufschalten müssen, wenn es nach Russland geht und die CIA das knacken müssen, dass
05:49sie es auch können innerhalb von zwei, drei Stunden.
05:51Also es hat schon irgendwie eine Verbindung gegeben, auch in Bezug auf diese Fragen.
05:55Es kommt mir vor, als wäre das alles erst kürzlich passiert, weil so viele Themen, die du mitgearbeitet hast, wo
06:02du deine Finger im Spiel hattest, sind immer noch aktuell.
06:05Sind immer noch aktuell, ja.
06:06Und ich finde, du hast etwas Interessantes gesagt.
06:08Steve Jobs ist nicht dieser Typus von Entwickler gewesen, den man heute kennt.
06:13Auch du bist anders.
06:14Ich erinnere mich an irgendwelche Fotos von Steve Jobs, wo er als Hippie herumgelaufen ist.
06:19So war vielleicht das Mindset wortlich unterschieden zu heute.
06:22Hast du denn damals schon absehen können, dass die Technologien, an denen du arbeitest, das Betriebssystem, das später mal auf
06:29unserem Handy sein wird, in einer abgeänderten Form, weiterentwickelnden Form, KI, dass das unsere Welt so verändern würde und so
06:38stark unsere Wirtschaft auch dominieren würde?
06:41Das war damals für mich zumindest und für viele andere nicht absehbar.
06:46Ja, das Silicon Valley war damals noch viel, viel, viel kleiner und die Firmen, die dort gearbeitet haben, auch die
06:53Firmen, bei denen ich mitarbeiten durfte, waren keine Riesenkonzerne.
07:00Es waren tolle Unternehmen, Startup-Unternehmen, die auch groß geworden sind wie Ariba, aber trotzdem hat sich die Politik da
07:08nicht eingeschalten.
07:10Und Silicon Valley hat sich auch nicht in die Politik eingeschalten.
07:14Und was ich schon irgendwie erwähnt habe über den Steve, das war eigentlich für alle die 2000 Ingenieure, die ich
07:21in meinem Berufsleben im Valley angestellt habe, die waren nicht motiviert, reich zu werden, sondern waren motiviert, etwas ganzes Cooles
07:30zu bauen.
07:30Und wenn dieses, was immer das Coole ist, das sie bauen, dann zu Reichtum führt, dann war das okay und
07:37auch gut, aber nicht umgekehrt.
07:40Und mir kommt vor, ohne jetzt noch selbst bei alle tätig zu sein, dass sich das heute umgedreht hat, dass
07:46viele Leute hinkommen, um reich zu werden und die Technologie dann auch nicht mehr hinterfragt wird, was sie dann anrichtet.
07:54Und die Monopolisierung und statt die Konkurrenz zu feiern, ist, glaube ich, auch ein Thema, das wir verloren haben.
08:03Darauf würde ich gerne zu sprechen kommen.
08:05Der deutsch-amerikanische Investor Peter Thiel hat diesen Satz geprägt, Wettbewerb ist für Verlierer.
08:10Und wenn man sich den Schlag an den superreichen Silicon Valley-Investoren und Entwicklern heute anschaut, die Elon Musk oder
08:19Sam Altmans, das sind alles Menschen von einem Schlag.
08:22Ich möchte die Welt beherrschen, ich möchte ein Monopol erschaffen.
08:26Starke Worte, aber woran, glaubst du, liegt das?
08:29Ja, ich glaube, diese Art der Sprache, das Beherrschen, das Kontrollieren, ist eigentlich für mich die Sprache der Vergangenheit.
08:39Wenn wir heute über Systemveränderung reden, über Probleme, die man anders angehen muss als nur mit einer linearen Intervention,
08:50dann muss man die auch anders angehen mit Kooperation, Kollaboration und nicht mit Kontrolle.
08:56Und mir kommt vor, das haben wir damals im Valley auch mit Kooperation genannt damals, wo man kooperiert, wo es
09:06notwendig ist und aber auch Konkurrenz ist, wo man dann weiterkommen will.
09:11Für mich sind Monopole schlecht und für mich ist Konkurrenz etwas Gutes.
09:16Aber woher denkst du, kommt dieser Zug zu Monopolen?
09:19Gibt es irgendwas Inherentes in diesem System Silicon Valley, in der US-Wirtschaft, das dazu führt, dass die großen Firmen
09:28so denken?
09:30Ich glaube nicht.
09:31Ich glaube, dass die Gesellschaft auch einen Teil dazu beitragt, dass sie sagt, dass sie solche Menschen als Helden feiert,
09:39statt als Leute, die auch negativen Impact haben.
09:43Und da sind auch die Medien zum Teil die Schuld daran.
09:47Und in den USA zumindest, mehr als in Europa, werden diese Helden, diese Art der alten Helden auch gefeiert.
09:55Und ich glaube, da müssen wir wegkommen davon und sagen, nein, das hat riesige Konsequenzen für die positive Zukunft der
10:03Menschheit und den Planeten,
10:05wenn einer so auf Kontrolle und Monopol aus ist.
10:08Du hast lange Zeit in den USA hauptsächlich gelebt.
10:12Du lebst immer noch in den USA und reist jetzt immer wieder zurück nach Europa.
10:15Du bist ursprünglich Tiroler.
10:17Hört man immer noch.
10:18Sehr schön.
10:19Passt ja sehr gut in unsere Umgebung heute.
10:23Du hast ja erlebt, wie sich die USA auch verändert haben in den letzten Jahren.
10:29Würdest du sagen, leben wir heute in einer Welt in den USA, die von Tech-Oligarchen bestimmt wird?
10:37Also vor allem in den letzten paar Jahren würde ich diese Frage mit einem absoluten Ja beantworten.
10:45Ich glaube, die Zuhörerschaft, die kennt, was der Elon Musk mit dem momentanen Präsidenten der USA angefangen hat und die
10:53Konsequenzen davon.
10:55Und das ist reine Oligarchie.
10:56Und natürlich ist er nicht der Einzige, aber der Superreichste.
11:01Und leider kann man mit so viel Vermögen dann auch sehr viel Negatives bewirken.
11:07Und das haben wir, glaube ich, gesehen oder ich zumindest gesehen und von meiner Warte aus gesehen
11:12in Bezug auf das sogenannte Schlankmachen von der ganzen Regierung,
11:17wo er auch über normale menschliche Organisationen hinweg entschieden hat,
11:24dass es nichts mehr mit Ethik zu tun hat, bis zu der ICE-Gruppe.
11:29Es ist praktisch, ich würde sagen, die neue Gestapo in den USA,
11:34wo Leute wie meine Frau Lisa und ich uns überlegen müssen, was heißt das für uns?
11:40Und in unserer Umgebung in Kalifornien leben 30, 40 Prozent Hispanics,
11:45die illegal und legal in Kalifornien leben.
11:49Und wir wären schon bereit, denen Unterschlupf zu bieten.
11:52So wie wenn ich mit meiner Mutter rede, die 97 Jahre jung ist in Innsbruck.
11:57Die haben auch so gehandelt im Zweiten Weltkrieg, wie es um andere Minoritäten gegangen ist.
12:03Dieser düstere Wandel, der da passiert, der wird vorangetrieben mit Fieberträumen,
12:12mit irren Geschichten von der Zukunft, für die Zukunft mal gestaltet sein wird.
12:16Wir haben uns gerade jetzt anschauen können, wie dieser SpaceX-Börsengang abgelaufen ist.
12:21Der größte Börsenstart aller Zeiten.
12:23Deswegen Elon Musk ist damit zum ersten Billionär der Welt geworden
12:27und er verspricht den Leuten, den Investoren, aber auch sehr vielen Privatleuten,
12:32Millionen von Privatinvestoren, dass er irgendwann den Mars besiedeln wird
12:35und dass er Datenzentren im Weltall bauen wird.
12:40Überhaupt merkt man, dass diese Eigenschaft des Storytellings,
12:43der Fantasie, die man mitgeben möchte, eine immer größere Rolle spielt.
12:48Sieht man auch darum, wie hoch diese Unternehmen bewertet sind.
12:50Im Vergleich dazu, weil Apple, wie ist an die Börse gegangen, ist ein Zwerg.
12:55Mast du dir Sorgen und wie erklärst du dir diesen Run auf Luftschlösser,
13:02von denen man gar nicht weiß, ob sie jemals existieren werden?
13:05Wie erklärst du dir das? Woran gibt es so einen großen Run darauf?
13:11Ich glaube, eines der Hauptprinzipien ist das Börsenformal, Fear of Missing Out.
13:18Und alle peilen drauf, wenn jemand sagt, das ist unbedingt, muss man da investieren,
13:22dann die normalen Investoren, die kommen hinein.
13:24Ich habe die 2001er Blase ganz vorne mitgemasst und habe gesehen,
13:32wie zwischen 1999 und 2001 die Internetbetriebe so überbewertet worden sind,
13:40wovon ich auch profitiert habe.
13:42Die ist aber dann zur Bubble geworden, die dann spektakulär 2001 geplatzt ist.
13:49Mir kommt vor, wir sind in einer ähnlichen Blase in Bezug auf KI,
13:56wo einfach Normalsterbliche mit den Bewertungen überhaupt nicht mithalten können oder wollen.
14:00Und die Konsequenz davon ist natürlich, dass wenn so eine Bubble dann bricht,
14:07dann verlieren viele Leute viel Geld.
14:10Und das macht mir keine Freude, also wirklich nicht,
14:13weil wir haben auch Geld verloren und viele unserer Freunde haben 2001 Geld verloren.
14:19Aber wenn man eben FOMO hat und wirklich nur auf Maximieren vom potenziellen Gewinn ist,
14:26dann ist die Konsequenz, dass man auch diese Verluste erleiden muss.
14:30Machst du dir Sorgen, dass ein Platzen der KI-Blase zu einer größeren Erschütterung der Weltwirtschaft führen könnte?
14:36Jetzt ja, vorher noch nicht, weil bis vor zwei, drei Jahren ist die KI-Blase
14:41mit sogenannten freiem Kapital finanziert worden.
14:45Das heißt, die KI-Unternehmen haben keine Kredite aufgenommen,
14:49haben keine zusätzlichen Finanzstrukturen aufgenommen,
14:53um diese Blase zu finanzieren.
14:55Aber mit den vollkommen unresponsible Datencentern,
15:00die momentan gebaut werden auf der ganzen Welt,
15:03mit einem Energieverbrauch, den man nicht wirklich vertreten kann,
15:07in Bezug auf, was passiert für die Menschheit,
15:10wo man die Energie anders verbrauchen muss.
15:13Und das wird finanziert,
15:15wenn, sagen wir, die Datencenter in zwei, drei, vier Jahren nicht mehr gebraucht werden,
15:21dann werden die Investitionen, die da hineingeflossen sind,
15:26auch wieder wie eine Blase zu platzen.
15:28Und das hat dann schon eine Konsequenz für das Finanzsystem.
15:33Die 2008-2009-Krise war eine Finanzkrise,
15:372001 war eine technologische Krise.
15:40Und ich glaube, wir kommen momentan in eine Kombination hinein,
15:43die relativ gefährlich sein kann.
15:46Abgesehen davon verändert KI auch unsere Welt.
15:48Und es gibt Prognosen, die sagen,
15:50dass wir XY-Jobs verliehen werden.
15:53Da reicht es von 10 Prozent bis 50 Prozent.
15:56Ich glaube, genau weiß es niemand.
15:58Aber auch sonst verändert KI mit den Datencentern,
16:01mit dem Energieverbrauch unserer Welt.
16:03Du hast es schon gesagt.
16:05Was denkst du, wie KI unsere Welt verändert wird,
16:08unsere alltägliche?
16:11Also KI, wie jede fundamental andere Technologie,
16:17wird natürlich eine disruptive Einfluss haben
16:23auf vielen Bereichen in unserem Leben.
16:26Und wir sind schon mittendrin da.
16:29Und vielleicht fange ich an,
16:32die potenziellen negativen Konsequenzen zu artikulieren
16:36und dann noch einmal zurückzukommen
16:38auf die positiven Beispiele von KI-Anwendungen.
16:43Um die negativen Konsequenzen wirklich verstehen zu können,
16:47muss man auch verstehen,
16:48wie die momentane KI funktioniert.
16:51Und die momentane KI funktioniert so,
16:53dass Sie Daten aufsaugen, auflesen vom gesamten Internet
16:58und diese Daten dann mit sehr intelligenten Algorithmen analysieren
17:04und mit statistischer Wahrscheinlichkeit vorhersagen,
17:07was daraus entstehen könnte.
17:10Das heißt, alle Insights von allen Einsichten von der KI
17:13sind basierend auf den Datensätzen, die man aufliest.
17:17Momentan liest KI natürlich alle Datensätze auf,
17:20die im globalen Norden kreiert worden sind,
17:23vor allem von weißen Männern.
17:25Und das heißt, diese Datensätze beinhalten dann natürlich
17:28die Vorurteile von unserer Gesellschaft,
17:32vor allem von den Leuten, die darüber schreiben.
17:35In dem Sinn ist die momentane KI ein direktes Spiegelbild
17:39vom Bewusstsein der Menschheit.
17:44Und die KI hilft natürlich, genau das zu amplifizieren,
17:49schneller zu machen, was sie in den Datensätzen findet.
17:52Wenn man in den Datensätzen findet, dass wir uns selbst zerstören
17:56und die Wirtschaft nicht ändern in Bezug auf nachhaltige Wirtschaft
18:01und regenerative Wirtschaft,
18:03dann wird KI dazu beitragen, diesen Trend schneller zu beschleunigen,
18:08nicht zu verlangsamen.
18:10Die positive Variante jetzt ist,
18:12wir müssen als Menschen lernen, andere Datensätze zu kreieren,
18:16die wirklich eine menschenswerte Zukunft darstellen.
18:21Dann würde die KI auch uns andere Resultate liefern.
18:26Und ich glaube, um das zu erreichen,
18:30müssen wir uns mehr bewusst sein,
18:33was es heißt, Mensch zu sein,
18:35statt von den Algorithmen getrieben zu werden.
18:38Das Menschheit komme ich gleich vor,
18:39weil die noch wissen,
18:40Ah, die positiven, ja.
18:41Die positiven Eigenschaften, genau.
18:42Es gibt sehr viele positive Sachen.
18:43Es gibt Prognosen, dass KI dazu führen wird,
18:46dass wir Krankheiten heilen können,
18:48dass wir auch Klimamodelle neu berechnen können, etc.
18:51Ja, bist du optimistisch, dass das passieren wird?
18:54Auf jeden Fall.
18:55Man sieht das ja wirklich heute schon in der Diagnose,
18:58im Gesundheitssystem zum Beispiel.
19:00Da gibt es genügend tolle Unternehmerinnen
19:02über die ganze Welt verstreut,
19:04die jetzt KI erfolgreich verwenden,
19:08um in Regionen, wo weniger Ärzte sind zum Beispiel,
19:11die Leute behandeln zu können.
19:13Ein tolles Beispiel für KI.
19:15Und KI kann da 90, 95, 92 Prozent der Diagnose
19:20sehr wohl gut durchführen.
19:22Für den Rest braucht man Menschen,
19:23die das dann machen.
19:25Oder das Bildungssystem.
19:27Das Bildungssystem ist stecken geblieben momentan
19:29vor 120 Jahren.
19:31Das hat sich nicht geändert.
19:32Und es ist höchste Zeit,
19:34dass man, und die KI kann da natürlich tolle Sachen
19:36für mich vorbereiten, um mich auszubilden,
19:38um dich auszubilden und so weiter,
19:40um die Schulen zu verändern.
19:41Und es kann unheimlich viel mehr analysieren,
19:47die bestehenden Daten, wie wir schon erwähnt haben,
19:49wo die kognitive Intelligenz von der Menschheit
19:52dann weniger ist als die KI.
19:55Aber sie kann kein Bewusstsein entwickeln
19:57und sie kann sich als Mensch ausgeben,
20:03tut sie auch, aber sie ist kein Mensch.
20:06Sie kann jetzt noch kein Bewusstsein entwickeln
20:08oder glaubst du, ist das überhaupt physikalisch nicht möglich?
20:11Es ist physikalisch nicht möglich.
20:12Bewusstsein ist in einem evolutionären Entwicklung,
20:18die, soweit wir wissen, vor 15 Milliarden Jahren angefangen hat
20:22und dann vor 5 Milliarden in unserem Sonnensystem
20:25und dann Homo sapiens vor ein paar hunderttausend Jahren.
20:28Und dass man sich einbildet,
20:29dass dieses Wunder, das wir Gehirn nennen,
20:32irgendwie ersetzt werden kann durch einen Algorithmus,
20:35ist mir schleierhaft.
20:36Sagst du dann indirekt, dass diese ganze Angstmache
20:39von Sam Altman und Co., das KI uns irgendwann beherrschen wird
20:43oder ein Eigenleben machen wird,
20:45ist das alles nur dafür da, um Aktien anzutreiben,
20:48Aktienkurs anzutreiben oder steckt doch ein Dunkel dahinter?
20:52Also muss man jetzt unterscheiden.
20:53Ich habe argumentiert, dass es kein Bewusstsein entwickelt.
20:57Es kann aber sehr wohl dazu benutzt werden,
21:00um Massevernichtungswaffen besser herzustellen.
21:04Und wenn man dann die Kontrolle abgibt an KI,
21:07um diese Waffen einzusetzen,
21:08da besteht dann auf jeden Fall die Gefahr,
21:10dass die KI hilft uns selbst zu zerstören.
21:15Ich habe mehrere Studien gelesen,
21:16die sich auch über die Jahre wieder sehr stark verändert haben,
21:19dass KI primär White-Collar-Jobs ersetzen wird,
21:23vielleicht Anwälte, vielleicht mein Job, irgendwann.
21:28Ja, aber warte, mein Agent redet nicht mit einem Agent.
21:30Ja, das wissen wir eben noch nicht.
21:31Aber genau darauf will ich eigentlich hinaus.
21:33Was glaubst du denn,
21:34was wird denn die Rolle von Menschen in Zukunft sein,
21:36wenn wir viele Jobs, mit denen wir heute unser Leben finanzieren,
21:40vielleicht nicht mehr machen müssen?
21:43Es ist irgendwie nicht nur interessant,
21:46sondern fast erstaunlich,
21:49dass die ersten White-Collar-Jobs,
21:51die ersetzt wurden, Programmierer sind.
21:54Die Programmierer ersetzen sich selbst.
21:57Das ist eigentlich eine Ironie dahinter.
21:59Aber natürlich,
22:00und ich habe jetzt explizit nicht gesagt Informatiker,
22:03sondern Programmierer.
22:04Alle Prozesse, die man algorithmisch darstellen kann,
22:08werden automatisiert werden.
22:11Ohne, also da kann man nicht aus.
22:13Das heißt, die Anwälte,
22:15die 0815, sagen wir so,
22:18Verträge schreiben,
22:19die wirklich automatisiert werden können,
22:25heutzutage schon,
22:26die werden für diese Aufgabe nicht mehr bezahlt bekommen.
22:31Und das geht sehr rasant.
22:33und man muss sich schon darauf vorbereiten,
22:38was es dann heißt.
22:40Und ich glaube, die Vorbereitung,
22:42die beste Gelegenheit,
22:44die KI uns bietet,
22:46in meinen Augen,
22:47ist uns,
22:48als Menschheit wieder zu besinnen,
22:51wer wir sind als Menschheit.
22:54Wir müssen uns das jetzt wirklich überlegen,
22:56weil KI forciert diesen Gedanken jetzt.
22:59Weil ansonsten kann man ja sagen,
23:01ich bin eine Maschine
23:02und wenn ich eine Maschine bin
23:03und so denke wie eine Maschine,
23:04dann werde ich ersetzt.
23:06Und dieses Menschsein,
23:10inkludierend der Gefühle,
23:12inkludierend den Gedanken,
23:13die wir haben,
23:14inkludierend der Verantwortung,
23:17das Menschsein mit sich bringt,
23:19in meinen Augen,
23:19das wird uns für immer unterscheiden
23:23von Algorithmen.
23:25Nur natürlich,
23:26wenn wir das vergessen,
23:27was Menschsein heißt,
23:30dann werden wir durch die KI normalisiert,
23:34dann werden wir durch die KI beraubt sein,
23:38uns Zukunft vorzustellen für die Menschheit,
23:43die die Freiheiten noch beinhaltet,
23:45die uns KI einschränkt.
23:47Auf der philosophischen Ebene
23:49ist die größte Herausforderung von der KI.
23:54Jetzt sind wir schon auf der individuellen Ebene gelandet,
23:57aber ich möchte nochmal einen Schritt
23:58zurück und nach außen machen,
24:00und zwar auf die Weltwirtschaft blicken.
24:02Wir haben mit dem Krieg im Iran gesehen,
24:05wie die Blockade von der Straße von Humus,
24:08wie ein Nadelöhr dazu führen kann,
24:11dass die gesamte Weltwirtschaft ins Wanken gerät
24:13oder zumindest in Gefahr kommt.
24:16Wie sind wir denn zu diesem Punkt gekommen?
24:18Du kennst mittlerweile sehr viele Unternehmen weltweit,
24:21du hast einen guten Einblick.
24:23Wie sind wir zu diesem Punkt gekommen,
24:24dass wir so abhängig sind von einer einzigen Wasserstraße,
24:28dass das ganze Gleichgewicht ins Beutel bringen könnte?
24:33Das ist wirklich erstaunlich.
24:36Und wenn man jetzt nicht nur über die Symptome nachdenkt,
24:41warum wir in so einer Situation sind,
24:43sondern über die wirklichen Ursachen,
24:45wenn man oft genug, warum sind wir in dieser Situation,
24:50nachfragt,
24:52dann kommt man irgendwann unweigerlich auf Designfehler vom Finanzsystem.
24:59Das momentane Finanzsystem ist so konzipiert,
25:03dass es auf voller Effizienz optimiert ist.
25:07Systeme, die nur auf Effizienz optimiert sind,
25:10wenn da Risse im System anfangen zu erscheinen
25:14und die Risse größer werden,
25:16dann können diese Risse das gesamte System zerstören,
25:21wenn die Resilienz nicht eingebaut ist,
25:23wenn die Redundanz nicht eingebaut ist.
25:25Das beste Beispiel, wie ich mein Ph.D.,
25:28meine Doktoratarbeit in Wien geschrieben habe,
25:31über große verteilte Systeme,
25:33habe ich über dieses Problem sehr viel nachgedacht.
25:36Und da habe ich mir gedacht,
25:36schaut, die Natur,
25:38die ist eigentlich auf Resilienz ausgebaut.
25:41Die Artenvielfalt ist eine Art der Resilienz.
25:43Wenn wir die zerstören,
25:44dann kommen wir auf eine effiziente Natur.
25:47Aber das ist ein Oxymoron, das gibt es nicht.
25:50Und ich glaube eben,
25:53momentan sehen die Staaten und sehen die großen Firmen,
25:58dass wenn sie vergessen,
25:59diese Resilienz einzubauen in ihre Lieferketten,
26:02in ihre Wertschöpfungsketten,
26:04dass sie damit ein Risiko eingehen,
26:06das finanziell nicht mehr vertretbar ist.
26:08Und in dieses Risiko,
26:10das jetzt anders ist als noch vor zwei, drei Jahren,
26:13da kommt dann auch die Impact-Investing-Szene neu,
26:15muss ich neu überlegen,
26:16was heißt Impact in einer Welt,
26:18wo solche Risiken auf einmal offen liegen.
26:22Wir brauchen, um unsere Wirtschaft wachsen zu lassen
26:26und darauf basiert alles in unserem Leben aktuell,
26:29habe ich das Gefühl,
26:30in unserer Welt,
26:30alles wird davon diktiert,
26:31von diesen Wachstumsgedanken,
26:33brauchen wir immer mehr Ressourcen.
26:34Und wir merken gerade,
26:35wie uns diese Ressourcen knapp werden,
26:37gerade wenn wir über Erdöl oder Erdgas sprechen.
26:41Steuern wir, wenn es so weitergeht,
26:43auf eine Katastrophe zu?
26:46Wir haben kurz über den Design,
26:49den tödlichen Designfehler vom Finanzsystem geredet.
26:53Und was du jetzt ansprichst,
26:55ist ein tödlicher Designfehler vom Wirtschaftssystem.
26:59Ein Wirtschaftssystem, das so konzipiert ist,
27:03dass es auf ewigem exponentiellen Wachstum beruht,
27:07auf einem Planeten mit limitierten Ressourcen,
27:10das kann allalong nicht gut gehen.
27:12Da muss man nicht Mathematiker sein.
27:14Und vor allem kann es dann nicht mehr gut gehen,
27:16wenn man acht, neun, zehn Milliarden Leute hat.
27:18Vorher war es dann vielleicht noch nicht so offensichtlich,
27:21aber jetzt ist es offensichtlich.
27:23Das heißt,
27:24wenn wir uns wieder die Frage stellen,
27:27das ist ein Riesenproblem,
27:29wo sind die Hebelwirkungen,
27:31um unseren Beitrag dazu zu leisten,
27:33dieses Wirtschaftssystem umzupolen,
27:35dann müssen wir uns überlegen,
27:37neu überlegen,
27:38was Wirtschaftswachstum eigentlich heißt.
27:40Momentan ist Wirtschaftswachstum definiert nur,
27:43dass man mehr Profite macht,
27:44dass man mehr Umsatz macht,
27:46statt dass man eine glücklichere Zukunft
27:50für die Menschheit ins System einbaut.
27:54In Bhutan gibt es den Happiness Index,
27:56zum Beispiel.
27:57Was ist der Happiness Index da in Tirol
28:00für die Tiroler,
28:01dass sie ein erfülltes Leben führen können
28:03im Zusammenhang mit dem Alpenbereich
28:05und dem Tourismus?
28:06Das sind die Fragen,
28:08die man hinterfragen muss
28:09und nicht nur die Symptome behandeln.
28:11Und da gibt es tolle, tolle, tolle Initiativen,
28:13auch da in Bezug auf die Vision neu zu erdenken
28:16und da zu kollaborieren
28:19und wirklich zusammenzuarbeiten
28:20mit den Säulen der Gesellschaft,
28:23um diese Probleme zusammen anzugehen.
28:25Kommen wir auf deine Vision zu sprechen.
28:27Du bist Impact Investor.
28:29Habe ich zum ersten Mal gehört,
28:30bevor wir uns kennengelernt haben.
28:32Das ist das Problem.
28:34Das ist das Problem, genau.
28:35Aber ich habe es nicht verstanden,
28:36du investierst in nachhaltige Unternehmen
28:38und hilfst denen groß zu werden.
28:40Ja.
28:40Bevor wir konkret auf diese einzelnen Möglichkeiten
28:44und Beispiele eingehen,
28:45welche Vision von der Zukunft hast du?
28:48Meine Zukunft ist gleich wie deine.
28:51Meine Vision für die Zukunft ist gleich wie deine
28:53und wie deine.
28:54Ich stelle mir vor eine Zukunft,
28:58wo ich mit meiner Familie und mit meinen Nachbarn
29:01in einer gesunden Umgebung wohnen darf,
29:05wo ich eine Aufgabe habe, die mich erfüllt,
29:07die nicht nur für mich ist,
29:11sondern in Services einen positiven Beitrag zu leisten.
29:15Ich will irgendwo wohnen,
29:17wo meine Gesundheit unterstützt wird,
29:20wo meine Kinder und Enkelkinder
29:22eine gute Erziehung haben
29:24und wo die Menschheit zusammenarbeitet.
29:27Diese Probleme, die wir momentan haben,
29:29basieren zum Teil auf das Wirtschaftssystem
29:31und das Finanzsystem,
29:32dass wir das zusammen ändern können.
29:34Bist du immer noch Kapitalist?
29:36Wenn man so kapiert ist,
29:37ich definiere Kapitalist so
29:39und dann bin ich Kapitalist.
29:41Ich bin nicht Kapitalist
29:42in Bezug auf die Ausbeutung.
29:44Ich bin nicht Kapitalist
29:45in Bezug auf die Maximierung von Profiten.
29:48Ich bin gegen diese Prinzipien.
29:50Gehen wir auf dieses Impact Investitionen,
29:52das Ding ein.
29:53Wie investiert man in Zeiten des Klimawandels
29:56der Unsicherheit, des Chaos?
30:00Also wo wir investieren, sind Themen,
30:04ich erzähle zuerst noch ein kleines Geschichte.
30:07Ich komme sehr gerne nach Tirol,
30:10weil meine Mutter da wohnt, wie gesagt,
30:11und die ist 97 Jahre jung
30:13und sie hat mich deutlich gefragt,
30:14Charlie, was heißt denn das Waldbaden?
30:17Da habe ich gesagt,
30:18du, Waldbaden,
30:19das hast du schon neun Jahrzehnte gemacht.
30:21Es ist, wenn du in den Wald gehst
30:23und du wirst eins mit dem Wald,
30:24du bist Teil vom Wald.
30:25Das kenne ich auch,
30:26hat dich meine Frau dazu gezwungen.
30:27Ach ja.
30:28Und weil, sagen wir mal,
30:30investieren in die Zukunft heißt zum Beispiel,
30:32in einen nachhaltigen Wald zu investieren,
30:35damit die,
30:35nicht nur die Japaner,
30:37sondern meine Mutter,
30:37wenn sie noch hinausgeht in den Wald
30:39und ich,
30:40uns wieder eins fühlen dürfen
30:41mit dem Wald.
30:42Das heißt,
30:42dass wir investieren dürfen
30:44in regenerative Landwirtschaft,
30:46in zirkuläre Betriebe,
30:49die nicht mehr so viel Abfall schaffen,
30:51in erneuerbare Energie,
30:57in Meere,
30:59in die Ozeane,
31:00um die Ozeane wieder frisch zu machen,
31:05dass sie wieder die Kapazität haben,
31:07Protein zu liefern für die Menschheit.
31:09Was das jetzt heißt,
31:10diese Themen,
31:10die muss man natürlich übersetzen
31:12in konkrete Investitionen.
31:14Und da durften wir
31:15über die letzten 25 Jahre
31:17in über 100 Startup-Unternehmen investieren,
31:20die in diese Thematiken investieren
31:21und auch in Österreich zum Teil.
31:24Zum Beispiel in ein Unternehmen,
31:26das hat früher Trilly geheißen,
31:28das heißt jetzt Spinner Earth
31:29und die bauen auf
31:31ein Marktmodell
31:34für einen CO2-Zertifikatsmarkt
31:38auf regionalen CO2-Zertifikatsmarkt,
31:41nicht für jemanden in Indonesien,
31:43wo wir dann wieder die Verbindung herstellen können
31:45zwischen den Unternehmern und den Leuten,
31:47die dann die Waldbestände regenerativ bewirtschaften.
31:51Was der Indigener-Ansatz,
31:53wo man den Landbezug wieder bekommt.
31:55Oder eine digitale Plattform,
31:58um das Konsumentenverhalten von Konsumenten zu verändern,
32:01indem man eine Möglichkeit schafft,
32:03Secondhand,
32:04nicht nur Kleider,
32:05sondern Bücher und Musikträger
32:07und Werkzeuge und Spielzeuge zu handeln,
32:11das auch von einer Tiroler Unternehmerin
32:15mit aufgebaut wurde,
32:17das heißt jetzt Minimist
32:18und das funktioniert Minimist in Wien.
32:21Oder in Fonds,
32:22wo alle Investoren natürlich investieren,
32:25auch nicht nur in Einzelunternehmen,
32:27sondern in Fonds,
32:29die diese Prinzipien beinhalten,
32:31Impact-Fonds.
32:32Da haben wir zum Beispiel mitinvestiert
32:34in einen der ersten europäischen Impact-Fonds,
32:38der heißt Aquaspark in den Niederlanden.
32:40Und da geht es eben darum,
32:42für die Meere etwas zu entwickeln,
32:43was für das Land
32:45schon mit Bio-Landwirtschaft entwickelt wurde.
32:48Was heißt Bio-Meereswirtschaft,
32:50damit man die Fischwirtschaft wieder umholt
32:52von so furchtbar extra tiefer
32:54internationaler Verletzungen
32:56in Bezug auf,
32:57was da passiert,
32:58auf eine regenerative Seite wieder.
33:00Und dann investieren wir natürlich
33:02in das System selbst,
33:04weil das System uns noch nicht unterstützt,
33:07vollkommen in die Infrastruktur,
33:09um diese Sachen zu unterstützen.
33:11Ich bin sehr inspiriert davon,
33:15die Gelegenheit gehabt zu haben,
33:17den Impact-Fonds-Tirol mit aufzubauen
33:19und in den zu investieren.
33:21Weil man braucht in jeder Region
33:23Organisationen,
33:24die praktisch den Backbone,
33:26die den Rückgrat bilden,
33:29um diese Visionen zusammen aufzubauen,
33:31um die Kooperationen zwischen Leuten,
33:35die oft nicht miteinander reden,
33:37momentan wieder redbar zu machen.
33:39Und so sehen wir unsere Aufgabe,
33:43auf allen diesen Ebenen zu investieren,
33:46um das Wirtschaftssystem zu verwandeln
33:48von einem extraktiven,
33:50nicht nachhaltigen Wirtschaftssystem
33:52zu einem nachhaltigen und regenerativen.
33:55Und weil wir in dieser schönen Alpenregion sind,
33:57das ist auch unser Ziel für unsere Alpenregion,
34:00dass wir wegkommen von der Ausbeutung
34:03und hinkommen zur Regeneration.
34:06Es ist momentan für mich nicht mehr nachvollziehbar,
34:11wie die Pioniere von der letzten Generation,
34:15die ja so tolle Leistungen geschaffen haben,
34:18in Bezug auf die hintersten Täler von Tirol
34:23in diesen Reichtum einzubauen,
34:25warum die nicht mitmachen wollten,
34:28um jetzt diese nächste Umwälzung,
34:30die vor uns steht, mitzumachen.
34:32Ich kann mir mitmachen,
34:33um dies neu zu überlegen.
34:34Sie waren ja schon einmal Pioniere,
34:35jetzt wieder Pioniere.
34:37Und auf diese Einbettung von,
34:41sagen wir mal,
34:43multigenerationellen Dialogen
34:44und das zusammenzumachen,
34:45freue ich mich schon sehr,
34:46weil ich bin natürlich Teil der älteren Generation jetzt,
34:50aber ich arbeite sehr gerne mit den Jungen zusammen
34:52und die Energie,
34:53die gibt mir auch sehr viel Kraft
34:54und das müssen wir auch.
34:56Und das sind die Themen,
34:57die immer wieder aufkommen für Impact-Investoren.
34:59Wir sind nicht allein
35:00und für alle, die mitmachen wollen,
35:02selbst wenn sie einmal auf der anderen Seite stehen,
35:06wir willkommen die in unserem Kreis.
35:09Charlie Kleissner braucht viele junge Pioniere
35:11um den ganzen Globus wahrscheinlich herum.
35:14Wir leben in einer globalisierten Welt.
35:16Jetzt gibt es gerade bei rechten
35:20und rechtsradikalen Bewegungen
35:22immer mehr die Forderung,
35:23zurück zum Nationalismus.
35:25Und wirtschaftlich bedeutet das auch für einige.
35:27Donald Trump zum Beispiel fordert,
35:29dass man viele Betriebe zurück nach Amerika holt
35:32und iPhone in den USA produziert.
35:36Passt das?
35:37Oder wie siehst du das als Impact-Investor,
35:40der nachhaltige Wirtschaftskreisläufe schaffen möchte,
35:44mit diesen Gedanken zusammen,
35:47dass wir viele Produktionsketten aktuell
35:50auf mehrere Länder aufgestellt haben?
35:52Funktioniert das überhaupt nicht zusammen?
35:56So wie vieles im Impact-Bereich
35:58sind die extremen Positionen nicht vertretbar.
36:02Die extreme Position,
36:04so wie sie, glaube ich,
36:05in den 90er und 2000er Jahren
36:08von den internationalen Konzernen
36:10betrieben wurde,
36:12um alles zu globalisieren.
36:13Ganz gleich,
36:15was für tolle lokale
36:18und regionale Produkte es schon gibt,
36:20ist genauso falsch,
36:21als wenn man sagen würde,
36:23man kann alles nur regional herstellen.
36:26Ein Grund,
36:27warum der Cook
36:27zum momentanen Präsidenten
36:29der USA
36:30gebilligert ist,
36:32war eben
36:33die Tatsache,
36:34dass das iPhone
36:35nicht in Amerika hergestellt werden kann.
36:37Und das zeigt von
36:39Ignoranz
36:40nicht
36:40und
36:41besser,
36:42im besten Fall,
36:43wenn man das annimmt.
36:44Und trotzdem, glaube ich,
36:45muss man versuchen,
36:47alles,
36:47was regional
36:49herstellbar ist,
36:50regional herzustellen
36:51und das auch wieder
36:54zurückzunehmen.
36:56Und
36:57meine Trau,
36:58die ist Hawaiianerin,
37:00ihre Urgroßmutter
37:01war Hawaiianerin,
37:02mein Urgroßvater
37:03war auch
37:03Schamane
37:04da in Schwarz.
37:05Der war Heiler.
37:06Wir haben uns vergessen
37:07in Tirol,
37:07was das heißt.
37:08Aber es gibt sie schon noch.
37:10Ich will sie finden
37:11und mit denen zusammenarbeiten.
37:13Und
37:13da arbeiten wir zusammen,
37:15um die Landwirtschaft
37:17wieder
37:19auf die Inseln
37:20zurückzuadaptieren.
37:2185 Prozent
37:22von
37:24den
37:25Nahrungsmitteln
37:25werden
37:26eingeführt.
37:2770 Prozent
37:28von den Fischen,
37:28das kann ja nicht gut gehen.
37:30Und das sind die Themen,
37:31die wir aufarbeiten.
37:32Das kann man nie allein machen.
37:33Da braucht man dann
37:34den gesellschaftlichen
37:35Rückhalt.
37:36Und wie kann man
37:36denn die Alpenregionen
37:38wieder
37:40maximierend
37:40resilient
37:41und regional
37:42machen
37:42und dann
37:43die
37:46wenigen
37:47oder
37:47die
37:48notwendigen
37:48globalen
37:49diese Ketten
37:50dann wieder
37:50drüber
37:50zu legen.
37:52Eine Industrie,
37:53die extrem
37:55extraktiv
38:02ist und
38:02aber auch
38:03sehr globalisiert
38:03ist,
38:04ist die
38:04Ölindustrie.
38:06Jetzt wissen wir,
38:07was die Ölindustrie
38:07für den Klimawandel
38:09bedeutet.
38:10Hat
38:10die
38:11Ölindustrie
38:12in
38:12deiner
38:13Zukunftsvision
38:14noch einen
38:14Platz?
38:15Natürlich
38:15nicht
38:16und für
38:16alle
38:16anderen
38:17auch
38:17nicht.
38:17die Zeiten
38:19sind vorbei.
38:19Das Problem
38:21ist,
38:21dass man
38:21mit
38:22kurzfristigen
38:22Investitionen
38:23noch sehr viel
38:24Geld verdienen
38:24kann.
38:25Langfristig
38:26hat es keinen
38:26Sinn,
38:27da zu
38:27investieren,
38:29aber kurzfristig
38:30und es gibt
38:31leider viele
38:31auch
38:33Pensionsfonds
38:34und Banken,
38:35die weiterhin
38:36in die
38:37alten
38:37Kohlekraftwerke
38:38investieren,
38:39in altes
38:40Öl.
38:41Und
38:41unsere
38:42Werte,
38:43mit unseren
38:44Werten
38:44ist es
38:44nicht vereinbar.
38:45Impact-Investorinnen
38:47sind getrieben
38:48von Werten
38:49und wir
38:51werden eure
38:51Werte
38:52nicht
38:52bewerten,
38:53sondern wir
38:53wollen unser
38:54Leben und
38:55unsere
38:56Investitionsstrategien
38:57nach unseren
38:58Werten
38:58ausrichten.
39:00Und
39:00für Lisa und
39:01ich,
39:01wir glauben
39:02an die Zukunft
39:03ohne Öl
39:04sozusagen,
39:04zumindest
39:05von der
39:05Energie
39:07Benutzung
39:08und deswegen
39:09müssen wir
39:10unsere
39:11Anlagen
39:11konform
39:12investieren.
39:13Das heißt,
39:14wir können
39:14nie unser
39:15Geld den
39:15großen
39:16Banken
39:17anvertrauen,
39:17weil jede
39:18große
39:18Bank
39:19investiert
39:19natürlich
39:20in
39:20Kohle,
39:21in
39:21Erdöl
39:22und in
39:23Waffen.
39:23Wir können
39:24auch nie
39:24in Waffen
39:25investieren,
39:26weil unsere
39:26Werte
39:27inkompatibel
39:27sind mit
39:29der
39:29Waffenherstellung.
39:30Das heißt,
39:31überhaupt nichts,
39:32was ihr investiert,
39:34ihr habt eure
39:35Werte und
39:35solange ihr
39:36euer Geld
39:37so anlegt,
39:37wie es
39:38euren Werten
39:38entspricht,
39:39das ist ja
39:39großartig.
39:40Wenn man
39:41aber
39:41zumindest
39:42soweit es
39:43möglich ist,
39:44sein Portfolio
39:44auch angleichen
39:45will an
39:46die
39:46Werte,
39:46dann muss
39:47man darüber
39:47nachdenken,
39:48mit welcher
39:48Bank man
39:49arbeitet,
39:50wie man
39:51seine
39:51Pension
39:52finanziert,
39:53was machen
39:53die Pensionskassen,
39:55investieren die
39:56wirklich für
39:56meine
39:57Enkelkinder oder
39:58investieren die,
39:58dass meine
39:59Enkelkinder
39:59keine
40:00nachhaltige Welt
40:01mehr haben.
40:02Ihr wisst die
40:03Antwort dafür
40:04und es
40:05gehört geändert.
40:06Begriff
40:06ESG war
40:07eine
40:07Zeit lang
40:08sehr
40:08modern
40:09in der
40:09Investment
40:10Welt,
40:11in der
40:11Finanzwelt,
40:12hat
40:12irrsinnig viel
40:13Gegenwind
40:13erlebt,
40:14überhaupt der
40:14Begriff
40:14Nachhaltigkeit,
40:16damit kann man
40:16viele Investoren
40:17vertreiben
40:18heutzutage.
40:19Wie überzeugst
40:19du den
40:20Investoren
40:21davon,
40:22dass man
40:22mit
40:23Nachhaltigkeit
40:23und mit
40:24Impact
40:24Investment
40:25auch
40:25wirklich
40:26gut
40:26Geld
40:27verdienen
40:27kann?
40:31Es gibt
40:32einige
40:35Sparten
40:35vom
40:35Impact
40:36Investment,
40:37wo man
40:37sehr gut
40:38ganz tolle
40:39finanzielle
40:40Rendite
40:41einfahren
40:41kann.
40:42Und das
40:43ist vor allem
40:43die
40:43Sparte
40:44im
40:46ökologischen
40:47Development.
40:48Wenn man
40:48da in
40:49Sachen
40:49investiert,
40:50die dann
40:50integriert
40:51werden in
40:51den
40:51Markt
40:52und da
40:52zuerst
40:53dabei ist,
40:54dann hat
40:54man
40:54dadurch
40:55die
40:55Gelegenheit,
40:56sehr
40:56große
40:57finanzielle
40:57Rendite
40:58einzufahren.
40:59Impact
40:59Investoren
41:00sagen
41:00manchmal
41:00auch,
41:01wenn man
41:01da vorne
41:02mit
41:02investiert
41:03und wenn
41:03es dann
41:04nicht
41:04integriert
41:04wird in
41:05den
41:05Markt,
41:05dann kann
41:05man
41:05auch
41:06Geld
41:06verlieren
41:06damit.
41:07Aber
41:07oft
41:07geht
41:07es
41:08so.
41:09Wenn
41:10man
41:10investieren
41:11will
41:11in
41:11die
41:11soziale
41:11Ungerechtigkeit
41:12und
41:13Ungleichheit,
41:14dann ist
41:15es ein
41:15komplexeres
41:16Thema,
41:17weil
41:17der
41:17Markt
41:18hat
41:18nicht
41:18verstanden,
41:19zu
41:20deinem
41:20Punkt
41:20vorher,
41:21dass
41:21eine
41:21Person
41:23mehr
41:24Kontrolle
41:25ausübt,
41:25als 40%
41:26der Weltbevölkerung
41:27im Besuch
41:27Ersatz,
41:29das ist
41:30eine
41:30Ungleichheit,
41:31die
41:31nicht
41:33nachhaltig
41:33bestehen
41:34kann.
41:35Und
41:36trotzdem
41:36verstehen
41:37es
41:37die
41:37Märkte
41:37nicht.
41:38Aber
41:38wenn
41:38ich
41:38heute
41:38investiere,
41:40um
41:41die
41:42sozial
41:43geschwächten
41:44Schichten
41:44zu stärken,
41:46dann
41:46was für
41:47finanzielle
41:48Rendite
41:48kann man
41:49sich
41:49da
41:49erwarten?
41:49Wir
41:50wollen
41:50keine
41:50Almosen
41:51ausgeben,
41:51obwohl
41:52manchmal
41:52natürlich
41:53wichtig
41:53ist,
41:53diese
41:54zu
41:54unterstützen,
41:54nur
41:54mit
41:56Spenden,
41:57aber im
41:58Prinzip
41:58wollen
41:59wir,
41:59dass
41:59diese
42:00sogenannten
42:01Externalitäten
42:02integriert werden
42:03ins Finanzsystem
42:04und
42:04Wirtschaftssystem,
42:05sodass wir
42:05dann auch
42:06mit diesen
42:06Investitionen
42:07Geld
42:07verdienen
42:08können.
42:09Es
42:09heißt,
42:09die
42:09Impact-Investoren
42:10sehen
42:10Möglichkeiten,
42:13Geld
42:14zu vermehren
42:14und investieren
42:15in manchen
42:16Bereichen
42:16des
42:17Impact-Seins,
42:18in anderen
42:19Bereichen
42:20kann man
42:21auch
42:21sorgen,
42:22wenn man
42:23einen
42:24tieferen
42:24Impact
42:25erreichen
42:26will,
42:26dass man
42:27damit
42:27keine
42:28marktüblichen
42:28Rendite
42:31erwirtschaften
42:31kann
42:32und für
42:32viele ist
42:33das auch
42:33okay,
42:34weil es
42:34geht nicht darum,
42:35dass man
42:35Geld
42:35verliert,
42:36es geht darum,
42:37dass man
42:37Impact
42:38hat.
42:39Es gibt
42:40eine
42:40Organisation,
42:41die
42:42dafür
42:43bereits
42:43sorgt,
42:44dass
42:44Umverteilung
42:44stattfindet,
42:45dass
42:46Ungleichheit
42:47zu einem
42:48gewissen
42:48Grad
42:48ausgeglichen
42:49wird.
42:49Welche Rolle
42:50hat der
42:50Staat
42:51in
42:51deiner
42:51Zukunftsvision?
42:54Der
42:55Staat
42:55hat eine
42:57große
42:57Hebelwirkung
42:58und
42:59Lisa
43:00und ich,
43:01wir sind
43:01gegen
43:03Familiendynastien.
43:04Wir sind
43:05dagegen,
43:06dass
43:07Kinder
43:08von
43:08reichen
43:09Leuten,
43:09von
43:09wohlhabenden
43:10Leuten
43:10automatisch
43:12nicht
43:12arbeiten
43:12müssen.
43:13Wir sind
43:13dagegen,
43:14dass
43:14sie
43:16dann
43:17mehr oder
43:18weniger
43:19oft
43:21Drittbrettfahrer
43:22werden
43:22von der
43:22Gesellschaft
43:23und wir
43:24haben auch
43:24unsere
43:25Kinder
43:25so erzogen.
43:27Beide
43:27unsere
43:27Kinder
43:27sind
43:27erwachsene
43:28Kinder,
43:2840 und
43:2942
43:29Jahre alt.
43:30Zeigt
43:31mal,
43:31wie alt
43:31ich
43:31bin.
43:32Sie
43:33sind
43:33beide
43:34im
43:34Beruf
43:34und sind
43:35Geschäftsführer
43:36von einer
43:36Firma,
43:37einer sozialen
43:37Firma und
43:38tätig in
43:39einer digitalen
43:40Bank,
43:41die
43:42wirklich
43:43auch
43:43digital
43:44Schichten
43:45der
43:45Bevölkerung
43:46anspricht,
43:46die
43:46benachteiligt
43:47sind und
43:48ich glaube,
43:49eine
43:49Hebelwirkung
43:50ist zum
43:50Beispiel
43:50die
43:51Erbschaftssteuer.
43:51Für uns
43:52ist die
43:52nicht notwendig,
43:53weil wir
43:53geben alles
43:54her,
43:54während wir
43:55leben.
43:56Das heißt,
43:57wenn dann der
43:57Zweite von
43:57uns getoben ist,
43:58wird nicht
43:59mehr so viel
43:59übrig sein
44:00und das
44:02glaube ich,
44:02ist auch
44:02für uns
44:03sinnvoll und
44:03vielleicht
44:03für
44:03andere
44:04auch.
44:04Ich bin
44:05nicht da,
44:05andere
44:05zu
44:06bewerten
44:06wieder,
44:07aber wenn
44:08man sagt,
44:09man ist
44:09gegen
44:09Dynastien,
44:10dann muss
44:10man das
44:10eigene
44:11Leben
44:11so
44:11umpollen,
44:12dass man
44:12selber eine
44:13Dynastie
44:14gründet.
44:14Und es
44:15gibt auch
44:15andere
44:16Hebelwirkungen,
44:16glaube ich,
44:17auf der
44:19Steuerseite,
44:20die sehr wohl
44:21die Staaten
44:21anwenden
44:22sollten,
44:22um solche
44:23Dynastien
44:23zu verhindern.
44:24Ganz viele
44:25Superreiche
44:26verdienen ja
44:27ihr Geld
44:27nicht mehr,
44:28indem sie
44:28ein Gehalt
44:29beziehen.
44:30Da gibt es
44:30ja diese,
44:30auch Steve Jobs
44:31hat einen
44:32Dollar,
44:33glaube ich,
44:33Gehalt
44:34bekommen oder
44:34null
44:35Dollar.
44:36Da wirkt
44:36das gleich
44:37so wohltätig.
44:38Andererseits
44:39bekommen sie
44:39so viele
44:39Aktienoptionen,
44:40dass sie
44:41Multimillionäre
44:42oder
44:42Milliardäre
44:42werden.
44:43Und sie
44:44leben dann
44:44davon,
44:44dass sie
44:45mit diesen
44:45Aktien
44:46an die
44:46Bank
44:46gehen
44:46und
44:46sagen,
44:47gib mir
44:47doch einen
44:48Kredit
44:48für den
44:49Gegenwert
44:49meiner
44:49Aktien
44:50und dann
44:50zahle ich
44:51auch noch
44:51gar keine
44:52Steuern
44:52mehr als
44:53Individuum.
44:54Siehst du
44:55da einen
44:55Hebel,
44:56wie man
44:56dem
44:56entgegenwirken
44:57kann?
44:58Natürlich.
44:58Und ich glaube,
44:59die Besteuerung
45:00von Kapital,
45:02das nicht
45:03direkt in
45:04die
45:04Realwirtschaft
45:05investiert,
45:06sondern in
45:07die
45:07Indirektion,
45:09was nichts
45:09mehr zu tun
45:10hat mit
45:11Wertekreierung
45:11am Boden
45:12sozusagen.
45:12Das ist auch
45:13ein Prinzip
45:14von
45:14Impact
45:14Investment,
45:15dass wir
45:15in so reine
45:19Spekulationsstrukturen
45:19investieren,
45:20wenn nicht.
45:21Und zum Beispiel
45:22haben wir auch
45:23nicht in
45:24Krypto
45:24investiert,
45:25weil Krypto hat
45:26null Realität
45:26in Bezug auf
45:27die Tomate,
45:28die da drüben
45:29wächst.
45:30Und das
45:32heißt, man
45:32kann ja auch
45:33diese Wertschöpfung,
45:35die momentan
45:36von den
45:37Politikern
45:37aufgrund
45:38der Oligarchen
45:40so versteuert
45:41wird,
45:41dass es
45:42mehr Geld
45:43kreiert
45:44als notwendig ist,
45:46könnte man
45:46ändern
45:46und sollte man
45:47auch ändern.
45:48Die
45:48algorithmischen
45:50Strukturen,
45:51wo wirklich
45:51die Algorithmen,
45:53weil sie
45:54schneller agieren,
45:55mehr Geld
45:56verdienen
45:56für die
45:56Investoren,
45:57das gehört
45:58verboten.
45:59Und man
45:59kann schon
46:00einige Ansätze
46:01finden.
46:01Und wenn die
46:02Bevölkerung
46:03aufwacht
46:03und das
46:04Verstehen
46:04anfängt,
46:05dann kann
46:05sich auch
46:05die
46:05Politiker
46:06verantwortlich
46:07machen und
46:07sagen,
46:08das gehört
46:09geändert.
46:09weil die
46:10normale
46:10Bevölkerung
46:11profitiert
46:11eh nicht
46:12davon.
46:12Da profitieren
46:13nur die
46:13Superreichen
46:14davon.
46:15Und das
46:15muss man
46:16ändern.
46:18Wenn
46:19Elon Musk
46:20jetzt an
46:20meiner Stelle
46:20sitzen würde,
46:21würde er
46:21vielleicht
46:22antworten,
46:23er würde
46:23nicht mit
46:23mir
46:23reden.
46:25Er würde
46:25wahrscheinlich
46:26auch nicht
46:26hierher kommen
46:26zum Alpen
46:27Klimagipfel,
46:28aber er würde
46:29vielleicht ein
46:30Argument
46:30entgegenbringen,
46:32das fast
46:33alle
46:34Turbokapitalisten
46:34entgegenbringen,
46:35wenn sie
46:36diese Ideen,
46:37die du
46:37formulierst,
46:38hören.
46:38Sie würden
46:38sagen,
46:39diese Art
46:40von Zukunft
46:41verhindert
46:42Innovation,
46:43verhindert,
46:43dass Menschen
46:44überhaupt zur
46:44Arbeit gehen,
46:45weil sie
46:45sagen,
46:46es lohnt sich
46:46dann für
46:47sie nicht
46:47mehr.
46:48Was
46:49ergegnet
46:49zu diesen
46:49Menschen?
46:51Ich
46:51glaube,
46:52die
46:52Innovationskraft,
46:54die notwendig
46:55ist,
46:55um diese
46:55Wende
46:56zu schaffen,
46:57ist unheimlich
46:58tief
46:59und notwendig.
47:00Und wenn
47:02wir uns
47:03da einbilden,
47:04dass die
47:04einzige
47:04Innovationskraft
47:05ein Silicon
47:06Valley
47:07in Tirol
47:08sein sollte,
47:08das ist
47:09meines Erachtens
47:10nach absurd,
47:11weil Tirol
47:12ist nicht Silicon
47:13Valley und
47:13Silicon Valley
47:14ist dort,
47:14wo es sein soll
47:15und warum
47:16das entstanden
47:16ist.
47:17Die Innovationskraft
47:18da können wir
47:19verwenden,
47:20um Tirol,
47:21die Euregio,
47:22als Vorzeigeregion
47:24von der ersten
47:25regenerativen
47:26Alpenregion
47:28mitzugestalten.
47:29Und da braucht es
47:30sehr viel Innovationskraft
47:31dafür.
47:32Da braucht es
47:32nicht nur
47:33einen Impact-Investor,
47:34da braucht es
47:35die Zivilgesellschaft,
47:36da braucht es
47:36die religiöse
47:37Gemeinschaft,
47:38da braucht es
47:38die Wirtschaft
47:39dazu und
47:40diese Koalitionen,
47:42die müssen wir
47:42jetzt bilden,
47:43um dann die
47:44kreativen Kräfte
47:45freizusetzen
47:46und das
47:47auch umzusetzen.
47:48Wenn die
47:49größte Motivation
47:50ist,
47:50ein besseres Leben
47:51in der Zukunft
47:51zu haben,
47:52dann bin ich
47:52auch gerne
47:53an Bord.
47:53Vielen Dank
47:54für dieses Gespräch,
47:55Charlie Kleissner.
47:56Vielen Dank,
47:56hat mich sehr
47:57gefreut.
47:57Nein,
47:58wie du es
47:59bin.
48:00Vielen Dank.
48:05Und was denkt ihr,
48:06was ist der nachhaltigste
48:07Weg, um zu wirtschaften
48:08und unseren Planeten
48:09nicht zu verbrennen?
48:11Schreibt uns eure Meinung,
48:12eure Erfahrungen,
48:13eure Gedanken
48:14in die Kommentare,
48:15wo immer ihr uns hört.
48:17Abonniert uns bitte
48:18auch auf YouTube,
48:19da erscheinen wir
48:20mit Videopodcasts
48:21und wenn ihr die Glocke
48:22aktiviert,
48:23dann verpasst ihr
48:24keine Folge,
48:25wenn sie erscheint.
48:26Ihr könnt den Standard
48:27unterstützen,
48:28am besten mit einem
48:28Abonnement.
48:29Aktuell haben wir
48:30eine Sommeraktion
48:31Laufen für nur
48:323 Euro je Monat
48:33für die ersten
48:34drei Monate.
48:35Verpasst die Aktion
48:36nicht,
48:36den Link dazu
48:37findet ihr in den
48:38Shownotes.
48:39Ich bin Schold Wilhelm,
48:40vielen Dank fürs Zuhören,
48:41Baba und bis zum
48:42nächsten Mal.
Kommentare

Empfohlen