- vor 7 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:30Haltet das nicht mehr aus!
00:32Schuss!
00:33Ich kann es nicht mehr los!
00:37Ulla wird stehen!
00:38Herr Gott noch mal!
00:40Ich hasse Frauen, ich hasse ihre Hysterie,
00:43diese ständige Gejammere,
00:44dass sie immer alles ins Extrem treiben müssen,
00:46dass sie bei ihren Problemen weglaufen,
00:48wegschwimmen, meine ich natürlich,
00:50trennenüberströmt!
00:51Jede, die Hauptdarstellerin ihrer täglichen Tragödie,
00:53die morgens beginnt, wenn sie vor dem Kleiderschrank steht,
00:56ein Griff, die falsche Bluse und der Tag ist im Eimer!
00:58Jetzt komm schon, sag was!
01:00Und weißt du, was ich am meisten hasse?
01:03Widersprich, ich spreche von Frauen,
01:05dass sie immer die Schuld bei sich suchen.
01:06Und nur bei sich!
01:08Das wäre wunderbar.
01:09Das muss genetisch sein, dazu dieses ewige Geplappere.
01:12Ich weiß schon, warum du nichts sagst,
01:13weil dich bei Frauen sowieso nur das eine interessiert.
01:15Nicht bei jeder.
01:17Ulla!
01:18Und mit wem gehst du gerade fremd?
01:22Ulla!
01:24Da ist sie drin.
01:25Ich fühle sie durch die Tür, ihr Herz pocht,
01:27und ihr großes, altes Ulla-Herz.
01:30Ulla, jetzt mach auf!
01:32Komm, wenn du nicht aufmachst,
01:33dann brechen wir die Tür auf.
01:37Robert krempelt sich gerade schon die Ärmel hoch.
01:40Er dampft vor Kraft.
01:42Jetzt nimmt er schon Anlauf.
01:43Komm, Ulla, geh lieber ein bisschen von der Tür weg.
01:45Hast du im Notfall die Nummer vom Notarzt?
01:48Grünbeinchen, jetzt mache sie auf!
01:50Sei ein Mann!
01:59Wollt ihr was Komisches her?
02:01Nein, ich habe Judith gerade zugehört.
02:02Auf keinen Fall.
02:04Eigentlich bin man ja nur eins.
02:05Dass der andere einen mag.
02:06Ich will, dass er mich mag.
02:08Er will, dass ich ihn mag.
02:09Und auf einmal fällt dieses Wort
02:12Heirat
02:12zufällig, so ganz nebenbei.
02:14Ja, dann fängt man an, darüber nachzudenken.
02:16Redet darüber.
02:17Ein Wort gibt das andere.
02:19Und plötzlich, gestern, was tut er?
02:21Fragt mich, wie wäre es?
02:23Ich dachte schon, es ist was Ernstes.
02:25Aber die Wahrheit ist, der will das gar nicht.
02:27Der hat nur Angst, mich zu enttäuschen,
02:28wer das nicht sagt.
02:29Und ich, dummes Schaf,
02:30als ich ihm aufgesagt habe.
02:32Tja,
02:34aus lauter Angst, ihn zu enttäuschen.
02:36Und jetzt haben wir den Salat.
02:38Ach, Heirat, dieses Wort,
02:39wenn es einmal in der Welt ist,
02:41kriegt man es nicht mehr raus.
02:43Unmöglich.
02:43Oder alles geht in die Brüche.
02:45Und gestern Abend habe ich,
02:47ja, gesagt,
02:48Nein.
02:49Ja.
02:51Jetzt stehen wir kurz davor,
02:53etwas zu tun,
02:53was wir beide nicht wollen.
02:55Stürzen uns in unser Unglück.
02:57Nur weil wir uns mögen.
02:58Das ist doch verrückt.
02:59Das ist total verrückt.
03:01Oder?
03:03Ich bin der große Alter,
03:05den Nagelsmütig.
03:06Robert ist der Ehespezialist.
03:10Was soll ich großer Alter nahe denn dazu sagen?
03:12Nein.
03:13Ganz einfach nein.
03:14Du sagst ihm ab.
03:15Und zwar sofort,
03:16du rufst ihn jetzt an,
03:16sagst du,
03:17er soll zu dir nach Hause kommen,
03:18ist Viertel vor fünf.
03:18Nein,
03:19ich habe den Traum herausgeworfen,
03:20das wisst ihr doch.
03:21Dann hat er seine Händen,
03:22die Treppe runtergetragen,
03:24einzeln.
03:24Und beim 25.
03:26bin ich wieder rückfällig geworden.
03:28Und was machen wir jetzt?
03:29Ullas Händchen halten
03:30oder den Kerl verbrügeln?
03:32Also,
03:32Judith hat recht.
03:33Rufen Sie ihn an
03:33und wenn Sie es hinter sich haben,
03:34dann gehen wir zusammen essen.
03:35Ja?
03:36Wie lange werden Sie brauchen?
03:38Bitte,
03:38Ulla,
03:39nicht mehr weisen.
03:40Dann heule ich gleich mit.
03:42Dabei bin ich nie
03:43auch nur in der Nähe
03:43eines Standesamtes vorbeigegangen.
03:45Voller Angst.
03:46Grüß,
03:47Mannchen!
03:48Um die Ecke
03:49ist lokal,
03:51aber ihr müsst mich
03:52nach Hause tragen.
03:53Bitte,
03:53ich werde mich
03:53ganz fürchterlich betreten.
04:15der Parteivorstand
04:16gibt mir drei Tage Zeit.
04:19Uns.
04:20Uns?
04:25Das war keine Verwarnung mehr.
04:28Das ist ein Ultimatum.
04:29Ich habe Ihnen gesagt,
04:30schüchtern Sie Ihren Mann ein,
04:31bedrohen Sie ihn,
04:32hetzen Sie sämtliche Anwälte
04:34Berlins auf ihn.
04:35Ja,
04:35was hast du gesagt?
04:37Aber was hast du getan?
04:39Du bist meine Referentin.
04:41Wozu?
04:43Sag bitte nie wieder wir.
04:46Sag bitte nie wieder uns.
04:48Hast du gehört?
04:49Wenn es um meinen Kopf geht.
04:52Du gehört hast.
04:55Wollen Sie mich feuern?
04:56Wann?
04:57Noch vor der Wahl?
04:58Tun Sie es.
05:00Ruf meinen Mann an.
05:01Ich will ihn treffen.
05:02Sofort.
05:05Nein,
05:05ganz bestimmt nicht.
05:06Es ist mein Jubiläum.
05:08Keine Sorge,
05:09ich werde keine Memoaren
05:10veröffentlichen.
05:11Eiskaltige Chirurgie,
05:13ein Rechtsmediziner
05:14erinnert sich mühsam.
05:16Ich will keine Festrede
05:17und nicht den üblichen Sammelband.
05:19Hört ihr mich?
05:20Auch keine Festschrift
05:22für Sigmar Bonzio.
05:23Unserem verehrten Lehrer.
05:25Aus Anlass des 40-jährigen Berufsjubiläums.
05:27Mit dem üblichen Grußwort
05:28des Senators
05:29für Wissenschaft, Forschung, Kultur.
05:31Hört ihr?
05:32Dem des Rektors,
05:33des Dekans.
05:34Ich warne euch.
05:35Der Staatsanwaltschaft von Berlin.
05:37Ich meine das ernst.
05:39Ich habe nur
05:40einen einzigen Wunsch.
05:44Grünbeinchen.
05:47Wo ist sie?
05:49Nach Hause gegangen.
05:50Die fühlte sich nicht gut.
05:53Achso.
05:54Ja, warum sagt sie mir nichts?
05:57Ja, gut zu.
05:58Ich bin aber es der Chef hier.
06:01Ich warne euch.
06:02Okay, also gut.
06:03Keine Rede.
06:04Von keinem.
06:06Judith?
06:08Kein Symposium.
06:09Kein Sammelband.
06:14Was für ein Wunsch?
06:15Mich möchte ich zum Essen einladen.
06:18Alle.
06:19Übergang.
06:22Wer?
06:27Du hast denen noch gesagt,
06:28mein Mann hat die 106 Mitarbeiter entlassen.
06:31Mein Mann hat die EU-Kredite verheizt.
06:34Mein Mann hat die Insolvenz verschleppt.
06:35Mein Mann, mein Mann,
06:37mein Mann, der Idiot.
06:38Die Partei wird nicht in die Wahlen gehen
06:39mit dem Risiko, dass ich auffliege.
06:41Das heißt...
06:42Ich soll erklären,
06:43dass ich unsere Firma ruiniert habe.
06:45Ohne dein Wissen,
06:45hinter deinem Rücken,
06:47damit du gewählt wirst.
06:49Miriam, die Staatsanwaltschaft
06:51wird Ermittlungen aufnehmen gegen mich.
06:53Und gegen dich.
06:55Nicht, wenn ich gewählt werde.
06:57Gegen keinen von uns.
06:5822 Jahre habe ich ja gesagt.
07:01Gattung fügsamer Ehemann.
07:03Unterart gemeiner Haustrottel.
07:05In einer Woche ist Wahl.
07:06Bis dahin haben sie mich in der Zange.
07:08Danach...
07:09Jetzt sage ich nein.
07:10Hörst du?
07:10Schluss.
07:11Ein für alle Mal.
07:12Und wenn ich in den Knast muss.
07:15Ach, noch was.
07:17Ich habe die Scheidung eingereicht.
07:20Du hast was?
07:33Wo soll ich dann halten?
07:35Gar nicht.
07:36Nie mehr.
07:37Fahren Sie.
07:37Was?
07:39Ja, fahren Sie ins Carré.
07:47Du gehst jetzt zu dieser Frau, ja?
07:49Glaub nur nicht, dass ich es nicht weiß, oder wer sie ist.
07:51Was soll denn das werden?
07:52Eine Gefängnisehe?
07:53Mit Schulden bis ans Lebensende?
07:55Erzieht ihr das eingeredet?
07:57Karl?
07:58Karl, ich habe diese Firma aufgebaut.
08:01Ich habe dich zum Geschäftsführer gemacht.
08:03Davor warst du nichts.
08:04Gar nichts.
08:05Ein Tintenfleck.
08:06Und danach noch weniger.
08:07Nämlich dein Mann.
08:25Ach, du bist schon hier.
08:28Du musst dir was sagen.
08:29Nein, warte bitte.
08:30Ich bin das, was man einen Feigling nennt.
08:33Jedenfalls war ich es.
08:36Und wenn einer wie ich eine Frau liebt,
08:39dann liebt er mit allem, was er hat, verstehst du?
08:41Es reißt ihm die Füße weg.
08:43Es dreht ihn so gewaltig durch den Mangel, dass er...
08:45Dass er die Frau, die er liebt, unbedingt heiraten muss?
08:48Ich muss dir auch was sagen.
08:49Über die Frau da unten im Auto.
08:51Weißt du was?
08:51Diesmal darf ich deine Hemden aus dem Fenster und vor allem auf einmal zuvor.
08:54Oh, ich!
08:57Ja, komm schon.
08:59Sag mir, dass du die letzte.
09:00Sag sie mir und dann verschwinde.
09:04Und dann blöd, wie?
09:09Ich hätte nie gedacht, dass mir das was ausmachen würde.
09:12Sex in meinem Alter.
09:15Kamerlung, Gnädigst.
09:18Aber es macht mir was aus.
09:21Sehr viel sogar.
09:24Mann und Frau.
09:26Ein Stückchen Glück, dass sie sich rausschneiden aus der Zeit.
09:30Aber weißt du, was das Beste ist?
09:32Unten im Restaurant, da warten zwei.
09:35Die wollen mich trösten.
09:38Das war hier in dem Auto.
09:40Das war...
09:41Das war meine Frau.
09:43Gut, dass Sie warten.
09:45Ich bin verheiratet.
09:49Sag das noch mal.
09:52Ich kann das gar nicht oft genug hören.
09:54Ich hätte es dir längst sagen müssen, ich weiß, aber...
09:57Nein, nein, ich hätte es wissen müssen.
09:59Ich bin schließlich alt genug.
10:03Ziemlich viele Feuer gesprungen.
10:05Hat mir oft genug den Hintern verbrannt.
10:08Tja.
10:10Glück ist eben teuer.
10:13In meinem Alter unbezahlbar.
10:18Dieser Karl, der fragt mich, ob ich ihn heiraten will.
10:21Ich habe den Zeitpunkt verpasst, dir es zu sagen.
10:24Aber ist er verheiratet?
10:25Dann hatte ich Angst.
10:27Aber was bin ich eigentlich für dich?
10:28Eine komische Alte, oder was?
10:31Raus!
10:32Du bist Politikerin.
10:33Du hast mich mal gefragt, ob ich verwandt bin mit ihr.
10:35Ja, ja, ja, du bist ein Lügner.
10:37Du lügst eben.
10:38Ich habe die Scheidung eingereicht.
10:40In der letzten Woche.
10:41Was kommt jetzt noch?
10:42Was kann überhaupt noch kommen?
10:44Ich liebe dich.
10:45Du liebst mich.
10:47Das kommt.
10:48Wir können endlich anfangen, dass du akzeptieren.
10:52Ja.
10:53Wir können uns auch gegenseitig auffressen und uns so keuchendemige Treue schwören.
10:59Oh ja.
11:00Lass mich, lass mich.
11:01Geil vorbei.
11:02Kunde.
11:09Was, was ist das?
11:10Was zerreißt einen da so?
11:12Ich schlage dich und eigentlich will ich dich streicheln.
11:15Ich schmeiße dich raus.
11:16Du bist doch nicht aus der Tür und schon vermisse ich dich.
11:20Ich weiß nicht, was ich machen soll.
11:21Ich weiß nicht, was ich tue.
11:23Ich weiß nicht, was ich will.
11:24Ich weiß nicht, was ich will.
11:35Ich weiß nicht, was ich will.
12:06Mit unserem Chef?
12:07Ja.
12:09Wir verkuppeln ihn mit Ulla, sperren die beiden ein über Nacht.
12:11Morgen finden wir sein Skelett abgenagt.
12:14Ein Opfer der Leidenschaft.
12:15Ulla hat in sich.
12:16Die beiden mögen sich. Die kriegen es nur nicht hin.
12:19Es gibt Dinge, die gehen schlecht, aber sie gehen.
12:20Wenn man versucht zu verbessern, gehen sie gar nicht mehr.
12:22Holma?
12:23Redest du über uns?
12:26Ja.
12:31Ja komm, wir sind gleich da.
12:32Ulla, ihr Freund hat einen Herzanfall.
12:34Oh ne, das ist gleich da drüben.
12:45Robert, ich hab ihn umgebracht.
12:47Ich, ich hab...
12:49Ich geh mal hoch.
12:50Ich geh schon mal vor mit ihr ins Restaurant.
12:59Guten Tag.
13:00Ich geh jetzt.
13:01Colmar, Institut für Rechtsmedizin. Das ist die Wohnung unserer Sekretärin.
13:10Zehn Minuten Anfahrt. Das sind drei Minuten zu viel, mindestens.
13:14Manchmal denk ich besser so.
13:17Wenn er jahrelang dahin vegetiert, im Koma, bei der Gehirnschädigung die er jetzt hätte.
13:22Hilkins, Notarzt.
13:25Wo ist sie?
13:26Ihre Sekretärin, meine ich.
13:27Meine Kollegin kümmert sich um sie.
13:29Sie ist ihr Freund.
13:31Ich war dabei, als sie sich kennenlernten.
13:33War nicht so lange her.
13:35Nehmen Sie ein paar Handschuhe für mich. Ist Ihnen irgendwas aufgefallen? Besonderes?
13:39Akutes Herzversagen, nehme ich an.
13:41Wenn er eine entsprechende Vorerkrankung hat...
13:44Hat er?
13:45Echt bekannt.
13:47Ansonsten muss ich einen umgeklärtes Todesursache eintragen und die Polizei soll entscheiden.
13:52Was meinen Sie?
13:53Polizei, die Pupillen, sehen Sie mal.
13:55Die sind kaum stecknadelkopf groß.
13:57Was soll das heißen?
13:57Was meinen Sie?
14:04Joe Hofer!
14:06Joe?
14:06Bin ich taub und blind?
14:07Nein?
14:08Dann werde ich wohl Grund haben, taub und blind zu sein.
14:11Joe!
14:16Übertreibst nicht.
14:18Übertreiben?
14:19Was?
14:19Erzel Hanisch, zweite Mordkommission, Doktor Erich Puto, Leiter örtlicher Direktion.
14:24Beachte, vier goldene Sterne, wir sind mal zusammen Streife gelaufen.
14:28Immer noch Mordkommission?
14:31Was machst du hier?
14:32Sag nicht, dass du nicht weißt, wer der Tote ist.
14:34Gleich verreizt du es mir.
14:35Karl Ansbach, Ehemann von, ich meine Gewesener, Miriam Ansbach, MdB.
14:40Bei der Berlin-Wahl nächste Woche wird sie es in den Senat schaffen.
14:43Und dann, na, was ist?
14:44Kein Interesse daran, wer der neue Dienstag wird?
14:46Nein, weil ich weiß, dass es ein Politiker sein wird.
14:49Politikerin?
14:50Senatorin für Inneres, Miriam Ansbach.
14:52Ja, deine zukünftige Chefin und meine.
14:55Also, der Fall braucht Fingerspitzengefühl.
14:59Fingerspitzengefühl, ach ja.
15:00Also, falls das da oben überhaupt ein Fall ist,
15:03dann werde ich ihn mit allem Fingerspitzengefühl behandeln, das ich habe.
15:07Und falls ich nicht genug Gefühl in meinen Fingerspitzen habe,
15:10dann gibt es bestimmt eine Menge Leute, die mehr draufhauen werden.
15:13Und das ist auch okay so.
15:15Aber eins werde ich nicht.
15:17Irgendwelche Sachen unter den Tisch fallen lassen, bloß weil irgendwelche Politiker eine Wahl vor sich haben.
15:22Oder ein Polizeidirektor Angst um seine Goldsterne hat.
15:25Dafür reicht mein Fingerspitzengefühl garantiert nicht.
15:29Man lebt alleine und kann ja auch alleine leben.
15:33Jeder Tag beweist es einem von Neuem, dass man es kann und dass man nichts mehr braucht, gar nichts.
15:39So wie es ist, ist es gut, sehr gut.
15:43Und dann, irgendwann, wenn du es schon lange aufgegeben hast, da kommt einer, vielleicht nicht der Traum an, aber...
15:53Kommt einer, der sieht dich an, als ob es doch noch möglich wäre, das bisschen Liebe, das man braucht, das
15:58bisschen zehrt mich.
16:03Einmal fängt man wieder an zu leben.
16:07Es ist wie ein Frühling nach tausend Wintern.
16:15Und jetzt...
16:17vorbei. Alles.
16:20Alles.
16:23Judith, sag was.
16:28Nur nicht, dass alles gut wird. Nur das nicht.
16:31Nichts wird gut. Gar nichts.
16:33Niemals.
16:34Es wird nie wieder Frühling. Niemals.
16:42Die Pupillenverkleinung, das ist alles, was Sie haben und deswegen wollen Sie...
16:45Obduzieren, ja.
16:46Ich kann Fremdverschulden nicht ausschließen.
16:48Ich brauche die Freigabe des Staatsanwalts.
16:50Du weißt, was das heißt?
16:51Ja, ich weiß, was das heißt.
16:53Und was heißt das?
16:53Das heißt, dass das hier ein Ereignisort ist, möglicherweise ein Tatort.
16:59Möchtest du die Führung übernehmen?
17:01Nein?
17:02Wie geht's, Olaf?
17:03Schlecht.
17:04Sehr schlecht.
17:05Beobacht.
17:06Wir müssen obduzieren.
17:07Was?
17:08Du, du fängst ja einen Fall auf zu blasen.
17:10Ich verweise dich des Tatorts.
17:11Sag jetzt, das hat ein Nachspiel und ich sage, ich kenne sämtliche Nachspiele.
17:15Ich bin lange genug bei der Polizei gewesen.
17:17Ich zittere bis in die Zehennägel.
17:19Ohne Kopf durch die Wand, ganz der Alte.
17:21Du änderst dich nie.
17:23Du änderst dich nie.
17:50Du änderst dich nie.
17:51Der Ehemann von Miriam Ansbach ist allein verantwortlich für die Firmeninsolvenz.
17:56Auch die Entlassungen der 106 Firmenmitarbeiter erfolgten ohne Wissen von Frau Ansbach.
18:01Ja, Sie kriegen Bescheid.
18:04Ja, als Erste.
18:07Eine Nacht Vorsprung, keine Schwerfriste.
18:09Jaha.
18:12Schlechte Nachricht?
18:13Das wird sich zeigen.
18:16Tod.
18:17Mein Mann.
18:19Und die Mordkommission ermittelt gegen wen?
18:20Frau Ansbach, Sie wissen vielleicht nicht, dass Ihr Mann...
18:27Doch.
18:28Dass er eine Geliebte hat.
18:29Eine Sekretärin.
18:31Noch dazu aus der Rechtsmedizin, die noch dazu mit dem ermittelnden Kommissariatsleiter bekannt ist.
18:36Und das bedeutet?
18:38Dass wir die ganze Truppe für Befangen erklären lassen können, falls nötig.
18:41Und warum sollte das nötig sein?
18:46Wo waren Sie denn so heute gegen 17 Uhr?
18:52Ich habe mich mit meinem Mann getroffen.
18:54In meinem Auto.
18:56Das heißt, ich habe ihn bei dieser Frau sogar abgesetzt.
19:01Das bedeutet, ich war da, wo er starb.
19:04Zu dem Zeitpunkt, als er starb.
19:08Das muss mir passieren.
19:10Eine Woche vor der Wahl.
19:12Er hat Ihnen gesagt, dass er eine Erklärung abgibt.
19:14Nicht wahr?
19:14Zu Ihren Gunsten.
19:16Ja.
19:16Ja, das hat er gesagt.
19:18Und vielleicht hat er durch diese Entscheidung jemand verärgert.
19:21Zu wen denn?
19:22Diese Frau, diese Sekretärin?
19:25Gibt es vielleicht etwas, das ich noch wissen sollte, Sie und Ihn Mann betreffend?
19:34Anseher Puttum.
19:34In mir drängt wirklich nichts in diesem Senat.
19:38Glauben Sie mir.
19:41Aber manchmal denke ich, die hätten mich schon verdient.
19:45Und wenn ich gewählt werde, also wenn ich Innensenator werde, dann werde ich die Berliner Polizei reformieren.
19:54Technisch, strukturell, personal.
19:59Dazu braucht sie kompetente Leute, Leute aus den örtlichen Direktionen, die Erfahrung haben mit diesem Modell.
20:04Sie ist auf sie angewiesen.
20:06Auf fähige Köpfe, auf Mitarbeiter, die zu begeistern wissen. Verstehen Sie?
20:09Machen Sie weiter.
20:10Die loyal sind und den langen politischen Atem haben, um diese Veränderung auch durchzusetzen.
20:14Mit ihr zusammen.
20:16Mit mir zusammen.
20:17Mit Ihnen.
20:18Ich dachte, Sie wollte sie...
20:19Mich rauswerfen!
20:20Oh nein.
20:22Das ist nur Ihre tägliche Drohung, die übliche Mitarbeiterfolter.
20:26Hey, was ist das denn Ihr harter Blick? Wollen Sie mich rumkriegen damit?
20:28Ja, geben Sie mir eine Stunde Zeit.
20:31Gut, aber ich nehme meinen Wagen.
20:33Das nehme ich am besten wieder an mich. Nicht, dass noch was passiert.
20:37Hat sie es sich angesehen?
20:39Sie ist begeistert.
20:43Das ist ein Prototyp, kleine Ausführung.
20:45Inzwischen gibt es Großgeräte für den Straßeneinsatz gegen militante Demonstranten.
20:50Nicht tödlich, aber hocheffektiv.
20:54Damit blasen wir die Leute förmlich von der Straße.
20:57Die Zeit der Wasserwaffe ist vorbei.
20:59Sie meinen, ein Fall Benno ohne Sorg wird es in Berlin nicht mehr geben.
21:03Ihr zwei werden sehr gut zusammenarbeiten.
21:06Tun wir jetzt schon.
21:07Ja.
21:09Nehmen Sie die hier bitte auch noch mit.
21:11Wir brauchen neue Fahrzeuge, neue Computer, neue Mobiluntersuchungstechnik und den digitalen Sprechfunk.
21:17Und wir müssen die klassischen Schusswaffen ersetzen durch die neuen nicht-tödlichen Einsatzmittel.
21:20R-Taser, Laserpistolen, Spezialschaum zum Fixieren flüchtiger Täter, Mikrowellenstrahler, Pulsgeräte, mit denen man den Mut eines Fluchtwagens stoppen kann.
21:29Dass ich Ihnen das hier mitgegeben habe, bleibt unter uns.
21:35Unser Geheimnis.
21:36Ich komme in Teufels Küche.
21:38Ich besuche Sie.
21:40Ja?
21:44Wie geht's Ihnen?
21:46Hast du eine Zigarette?
21:50Wo warst du heute Nachmittag? Ich hab dich gesucht.
21:52Druckerei. Wissen Sie, was ich glaube? Die Sekretärin, wie ist Ihr Name? Grünbein, ja?
21:58Ihr Mann hat ihr gestanden, dass er Ihnen helfen wird.
22:01Es gab Streit. Er hat sich aufgeregt.
22:03Naja, so wird's gewesen sein.
22:05Genau so.
22:13Wie lange bist du jetzt eigentlich schon bei mir?
22:16Vier Jahre? Fünf?
22:19Was hab ich falsch gemacht?
22:21Vielleicht bist du einfach nur ein bisschen zu gut.
22:24Zu intelligent.
22:27Vielleicht solltest du mal eine Woche Urlaub machen.
22:30Am Wahltag kommst du zurück.
22:32Okay, Tanja?
22:32Nein, das können Sie nicht machen mit mir.
22:34Ach, die Wahl ist gelaufen.
22:37So gut wie gewonnen.
22:39Vielleicht hab ich was anderes erwartet.
22:41Was?
22:44Sie drehen ja gar nicht mehr an Ihrem Ehering. Ist Ihnen das aufgefallen?
22:49Sind Sie eigentlich gleich wieder weggefahren, heute Nachmittag?
22:51Ich meine, als Sie Ihren Mann zur Wohnung Ihrer Nachfolgerin gebracht haben?
22:56Du meinst, ich stehe unter Verdacht.
22:58Naja, Sie haben ein starkes Motiv, das stärkste.
23:02Schluss.
23:05Schluss für heute.
23:07Komm.
23:11Nächste Nummer, auffällige Dunkelfärbung des arterialen Blutes, was auf einen Sauerstoffmangel schließen lässt. Stop.
23:17Der Blutalkoholwert beträgt 0,7 Promille, keine der üblichen Medikamente, keine der üblichen Drogen.
23:22Blutgasanalyse?
23:23Hans Bach hat zu wenig Sauerstoff im Blut.
23:25Viel zu wenig.
23:28Was ist denn?
23:30Wer schreibt eigentlich das Band ab? Ich meine, wenn Grünbein nicht mehr da ist.
23:34Aber Ulla ist doch da. Was soll denn das heißen?
23:37Was ist denn das eigentlich für eine Hautrötung?
23:39Ein Notarzt.
23:41Folge der Herzrückmassage.
23:42Ich denke, ihr habt keine Todesursache.
23:45Er ist erstickt.
23:46Ja, aber das Problem ist, wir haben keine weiteren Erstickungsanzeichen. Keine Äußeren, keine Ängteren.
23:52Er ist so schnell erstickt, dass Sie sich gar nicht ausbilden konnten.
23:55Und das läuft gegen Ulla, verstehe.
23:58Das Ursache ist eine Asphyxie.
24:00Also Lähmung des Atemzentrums.
24:03Wahrscheinlich verursacht durch ein sehr schnell wirkendes Gift. Wahrscheinlich ein Opioid.
24:07Lähmung des Atemzentrums durch ein Toxin?
24:10Robert meint, die Anflötungszeit war extrem kurz.
24:13Wie lang?
24:14Eine Minute.
24:16Zwischeneinnahme des Mittels und Aussetzen der Atemfunktion.
24:20Oh Gott.
24:21Meine Arme, Ulla.
24:25Vielleicht hat er sich ja selber umgebracht.
24:27Oder ein UFO hat das Toxin durch Parogenese übertragen.
24:31Selbst das können wir jetzt nicht mehr ausschließen.
24:33Selbstmord wäre eine Möglichkeit.
24:36Die vorletzte.
24:40Ich muss ins Labor.
24:41Oh.
24:44Das ist ein Fentanyl.
24:46Schmerzmittel mit extrem schneller Anflutung.
24:48Ja, und extrem schmaler therapeutischer Breite.
24:51Ein bisschen zu viel und du bist tot.
24:53Lähmt das Atemzentrum.
24:55Genauer gesagt, der Atemreflex fällt aus, wenn du nicht gleichzeitig ein Muskel-Relaxanz gibst.
24:59Was?
25:02Außerdem wirkt es in Kombination mit Alkohol tödlich.
25:05In Ullas Schlafzimmer standen zwei Gläser und eine Whiskyflasche.
25:09Doch, doch, doch.
25:11Paul Ansbach hatte im Moment, dass ich ein zweites sagen, BAK 0,7 Promille.
25:19Kann auch sein, dass er voralkoholisiert war.
25:21Und dabei reden wir im Moment von Fentanyl.
25:24Das da ist Methylfentanyl.
25:25Ein Derivat, das zehnmal so stark ist.
25:28Tausendmal stärker als im Ofen.
25:29So viel wir inzwischen wissen dürfen, wurde mit diesem Zeug das Musicaltheater Moskau gestirrt.
25:35Großflächig, als Betäubungsmittel.
25:37Erinnerst du dich, wie viele Geiseln damals zu Tode kamen?
25:40Hier ist es eingesetzt, ganz konzentriert.
25:42Das heißt...
25:43Woher weißt du das?
25:44Wir brauchen die Gläser. Wir brauchen den Whisky für die Untersuchung.
25:47Das könnt ihr euch alle sparen.
25:49Heute Nacht ist eingebrochen worden bei Ulla Grünwein.
25:52Der Tatort ist kaputt.
25:55Spurentechnisch höchstwahrscheinlich und juristisch auf jeden Fall.
25:59Wir haben etwas nachgewiesen. Fentanyl. Leider.
26:02Was?
26:03Kann ich ein Schiffwort benutzen?
26:04Entschuldigt, aber das ist drastisch. Außer wenn ich eine Frau...
26:07Spare es dir auf.
26:08Was soll das denn heißen?
26:09Weil es noch schlimmer kommt.
26:10Machst du Witze?
26:11Wir hatten schon mal einen Fentanylfall.
26:13Joe?
26:14Ein Notarnst hat es vor Jahren seiner Frau gespritzt.
26:17Und vor Gericht hat er gesagt, sie hätte ohne sein Wissen und trotz seiner Warnung Alkohol getrunken.
26:25Freispruch.
26:25Das muss vor meiner Zeit gewesen sein.
26:27Aber nicht vor Ulla Grünweins.
26:29Werden wir jetzt alle verrückt? Sind wir schon?
26:31Ich weiß es nicht.
26:36Ich weiß nur, dass wir jetzt unsere Arbeit gut machen müssen.
26:38Und die heißt, wie kam das Methylfentanyl in den Körper von Karl Ansbach?
26:42Ich will Bewegungsmuster von Miriam Ansbach und allen Personen aus ihrem Umfeld.
26:46Wo waren die gestern um 17 Uhr und was haben die dort gemacht?
26:49Wer hat Erfahrung mit Fentanyl und anderen Giften?
26:52Arbeitsstellen, relevante Kontakte, Beschaffungspotenzial, Kenntnisse, Vorkenntnisse.
26:57Und wir brauchen eine richterliche Erlaubnis für die Telefondaten.
26:59Die kriegen wir nicht, nicht bei der Kundschaft.
27:01Ich weiß, versuch's trotzdem.
27:05Nichts im Magen, nichts im Darm, nichts in der Speiseröhre.
27:07Das heißt, auch der Whisky war nicht vergiftet.
27:11Ganz geringe Spuren im Urin.
27:13Aber eine Hochkonzentration im Blut.
27:16Und nur eine Injektionsstelle, die der Notarzt gesetzt hat.
27:19Aber irgendwie muss das Gifte in den Körper getrieben sein.
27:21Ich hab die Akte gefunden.
27:23Hier.
27:24Der alte Fentanylfahrt.
27:26Der Notarzt, der seine Frau...
27:28Hat Ulla die Protokolle geschrieben?
27:30Mir steht's. UG. Ulla Grünbein.
27:32Mein Gott.
27:37Ah, Dr. Kudel erwartet Sie bereits.
27:42Bitte schön.
27:44Wir haben ein Problem.
27:46War das euren Namen?
27:47Hoffer.
27:47Joe Hoffer.
27:51Obduktionsprotokoll, toxikologische Analyse, pharmakologisches Gutachten.
27:55Sie hat das alles selber getippt.
27:58Also das heißt doch...
27:59Mir, würdest du bitte etwas leiser sprechen?
28:01Der Notarzt damals hat Fentanyl als Tötungsmittel benutzt.
28:04Hier handelt es sich um ein Derivat.
28:06Und abgesehen von der Wirkung ist auch die Beschaffung eine ganz andere.
28:10Fentanyl ist ein Medikament.
28:12Methylfentanyl.
28:12Wird als synthetisches Heroin gehandelt.
28:14Also als Droge.
28:15Wie soll denn Ulla da rangekommen sein?
28:16Chef, bitte.
28:18Hansbach ist vergiftet worden.
28:19Es liegt höchstwahrscheinlich Fremdverschulden vor.
28:22Und nach dem momentanen Erkenntnisstand.
28:25Sieg mal.
28:26Momentan.
28:26Fluchtgefahr besteht nicht.
28:28Gefahr im Verzug nicht.
28:30Und Wiederholungsgefahr ja wohl auch nicht.
28:31Sagt doch mal!
28:31Es geht um Mord!
28:32Nein!
28:36Nein.
28:37Nein.
28:47Ulla!
28:50In was für einem Albträum sind wir hier eigentlich gerade?
28:52Und ihr steht da stumm?
28:53Rührt euch nicht?
28:54Robert Kolmer, der große Denker?
28:57Hast du nicht eine klitzekleine Idee, wie du Ulla retten kannst?
28:59Hast du dir überhaupt schon mal die Mühe gemacht, drüber nachzudenken?
29:14Du.
29:15Heute Abend werden Sie in die Gefangenen-Sommelstelle gebracht, nach Tempelhof.
29:20Und morgen früh werden Sie von da wieder hierher gebracht.
29:23Zur Vernehmung.
29:29Glauben.
29:30Glauben Sie wirklich, ich habe ihn umgebracht.
29:33Joe.
29:35Besuch für dich.
29:39Bis morgen.
29:40Joe!
29:41Joe!
29:43Machen Sie zu.
29:52Ja?
29:57Die Sekretärin ist verhaftet worden.
30:00Dr. Puto rechnet damit, Polizeipräsident zu werden.
30:04Sollte er nicht?
30:06Weißt du, es stimmt ja gar nicht, dass es die Bösen sind, die das größte Unheil anrichten.
30:12Nein, es sind die Karrieristen, die Gutgläubigen, die, die immer zur Verfügung stehen.
30:17Für alles.
30:18Dass man ihnen halbwegs plausibel macht.
30:21Und man kann ihnen ja fast alles plausibel machen.
30:23Nicht?
30:25Wir alle wären machtlos ohne Sie.
30:29Was wird eigentlich mit mir nach der Wahl, meine ich, die wir gewinnen werden, gar keine Frage.
30:34Du bist meine Referentin?
30:36Nein, ich bin über 30.
30:39Nein?
30:40Nein.
30:41Ich will ihre Zusage, dass ich im Falle ihrer Wahl die neue Staatssekretärin werde.
30:47Oder?
30:48Hast du gerade oder gesagt?
30:51Oder?
30:52Nein, habe ich nicht.
30:55Aber ihr Mann ist doch gerade noch zur rechten Zeit gestorben.
31:00Oder?
31:04Du hast doch die Rötung gesehen.
31:07Das Oval auf seiner Brust.
31:09Ja.
31:11Und wenn die Rötung nicht von einer Herzmassage stammt,
31:14sondern das Gift genau dort eingedrungen ist,
31:17kommt schon.
31:19Wenn wir keine Einstichstellen finden,
31:22wenn das Gift nicht durch den Mund oder durch irgendeine andere Öffnung in den Körper gelangt ist,
31:28dann gibt es nur eins.
31:30Die Haut.
31:32Also gut.
31:34Das Rötungsoval.
31:36Gehen wir davon aus, dass das Gift dort eingedrungen ist.
31:46Ich habe einen Infrarotfilm drin.
31:48Das verstärkt die Rötung noch.
31:55Eine Ellipse.
31:57Ein Oval.
31:58Verlaufende Ränder.
32:00Gibt keinen Sinn.
32:02Also jetzt mal nur angenommen.
32:04Warum und vor allem wie sollte Olli ihm das Gift da beigebracht haben?
32:10Robert?
32:12Bist du noch da?
32:14Hey, es ist dunkel und keine Hand, wo sie nicht hingehört.
32:19So weit ist es mit uns schon gekommen.
32:25Ich habe letzte Nacht nicht so wirklich geschlafen.
32:28Wir machen eine Toxikologie. Nur von der Hautstelle.
32:32Morgen. Bitte.
32:33Komm, ich fahre dich zu Hause vorbei.
32:35Danke.
32:38Eine Ellipse.
32:40Wieso, wieso, wieso.
32:44Ich will nicht allein sein heute.
32:52Ich...
32:56Das war ein Helferruf.
32:58Habe ich gehört.
33:01Das wäre auch ganz unverbindlich.
33:04Ich bräuchte mehr den Menschen.
33:06Weniger die Frau.
33:09Die eigentlich gar nicht.
33:12Heute.
33:13Sehr verlockend.
33:14Wirklich.
33:15Guck mal da.
33:17Rauchringe.
33:18Habe ich auch mal gekonnt.
33:20Aber?
33:23Meine Tochter.
33:24Außerdem hätte ich es gern ein bisschen verbindlicher.
33:26Altmodisch, wie ich bin.
33:29Ja.
33:30Morgen.
33:31Morgen.
33:33Keine Feier heute, klar?
33:34Ach, wir feiern.
33:35Wir feiern das größte Fest, das wir je gefeiert haben.
33:39Ich brauche eine Zigarette.
33:42Unbedingt.
33:42Jetzt wieder los.
33:44Ich habe irgendwo welche vergessen.
33:46Suchen.
33:46Wir treffen uns in 10 Minuten.
33:48Joe kommt auf.
33:48Hier die 10.
33:50Der Chef hat angerufen und gefragt, ob du gerade bei ihm warst.
33:54Vortex Ringgenerator.
33:55Sagt dir das was?
33:56Nein.
33:57Aber ich habe gerade Haut und Unterhaut innerhalb des Rötungsovals toxikologisch untersucht.
34:02Mit LCMS.
34:08Methylfentanyl.
34:09Hey, du hattest recht.
34:11Hochkonzentriert.
34:12Und zwar nur innerhalb des Rötungsovals.
34:14Kontrollproben aus der Haut drumherum waren negativ.
34:16Hier.
34:18Und nur hier ist die Eintrittsstelle.
34:28Was ist ein Vortex Ringgenerator?
34:30Ich suche sowas wie einen Schuhkarton.
34:34Ich würde mir von dir die teuersten Schuhe kaufen lassen, nur dass du deinen Karton kriegst.
34:44Das ist ja fantastisch.
34:45Und das soll unser Problem lösen.
34:47Ja.
34:48Physikalisch ausgedrückt habe ich gerade eine konzentrische Rauch-Luftsäule erzeugt, die sich mit einer gewissen Geschwindigkeit durch den Raum bewegt.
34:55Meine Wangen bilden die Membran, mein Mund den Schockraum, in dem das Rauch-Luft-Gemisch komprimiert wird und meine Lippen
35:01die Austrittsöffnung.
35:02Altes Experiment aus dem Physikunterricht.
35:05Nächste Stufe.
35:08Die Komprimierung wird stärker, die Austrittsöffnung kleiner, die Austrittsgeschwindigkeit größer.
35:23Ergebnis.
35:29Der Ring bleibt länger geschlossen und überwindet eine größere Distanz.
35:33Und jetzt stell dir vor, wir benutzen eine starke Gummimembran oder eine Explosivladung.
35:41Und einen Schockraum, in dem wir ein starkes Gift geben, das wir vorher in die kleinsten Partikel zerstäubt, also aerolisiert
35:48haben.
35:48Das heißt, wir verschießen einen komprimierten Aerosolring.
35:53Und das ist also verknappt dargestellt das Prinzip des Vortex-Ringgenerators.
35:57Über welche Entfernung?
35:58Mit einer Gummimembran. Von Hand gezogen 30, 40 Meter.
36:02Und mit einer Explosivladung?
36:04Die Berliner Polizei testet gerade solche Waffen. Non-Level Weapons.
36:08Aber man sagt, die sind nicht tödlich.
36:10Ich liebe dich.
36:15Wann?
36:40Fertig!
36:40Und genau hier wurde geschossen.
36:43Zeugen haben mein Auto gesehen.
36:45Was für ein Auto?
36:46Gleich.
36:46Um es zu verschießen, musste der Täter das Gas aerolisieren.
36:49Das heißt, in kleinste Partikel zerlegen.
36:51Das kann man mit einem Ultraschall-Aerosol-Generator, der in jeder Apotheke zu haben ist.
36:56Das Problem, dieses Gemisch, zerfällt auch sehr leicht.
36:59Das heißt, man kann es erst kurz vor dem Abschießen herstellen.
37:01Und genau da hat der Täter die Spuren hinterlassen.
37:05Feinst verstäubtes Methylfentanyl.
37:07Das hieß, er müsste gewusst haben, dass Karl Ansbach kein Hemd anhat.
37:10Genau dann, wenn er im Fenster steht.
37:12Nein. Das Gift wäre auch durchs Hemd gegangen.
37:15Oder über die Gesichtshaut in den Körper gelangen.
37:16Auf jeden Fall haben wir dieses Gift nachgewiesen.
37:18In einem Auto.
37:19In welchem Auto?
37:23Stehenbleiben? Alle? Oder sie ist tot.
37:24Treuer! Treuer!
37:26Tanja, hören Sie auf!
37:27Ja, ich war's.
37:28Ich wollte Karriere machen.
37:30Interessant, so eine Mörderin, nicht wahr?
37:32Was guckt ihr so? Ich bin doch nicht die Einzige.
37:33Wir morden doch alle ein bisschen.
37:35Jeder bringt sich um und wird umgebracht.
37:36Jeden Tag ein paar Mal.
37:37Je ne Boshaftigkeit, deine Demütigung, kurz aber schmerzvoll.
37:41Und wer ist der? Dein Kollege, dein Feind, dein Nachbar, dein Feind und jetzt so ein Ehemann?
37:45Wir morden jeden Tag, ob Vito zu Hause bleiben oder ins Büro gehen.
37:48Völlig durchgeknallt, völlig kaputt.
37:50Wie oft hat die mich umgebracht, ja, du? Und wie oft dein Mann?
37:53Und wie sie gespielt hat mit der klitzekleinen Referentin.
37:55Ich entlass dich, ich entlass dich nicht.
37:57Die große Katze mit der kleinen Maus, deren Todesamt sie auch noch Spaß gemacht hat.
38:01Tanja, hören Sie auf jetzt. Bitte.
38:02Gefressen oder gefressen werden!
38:04Unseren täglichen Konkurrenten servieren uns heute.
38:07Und was glaubt ihr, wer jemand beauftragt hat, um nachts in die Wohnen da oben einzubrechen, hm?
38:12Der da! Damit die ihn auch ganz sicher zum Polizeipräsidenten macht.
38:16Geht doch.
38:17Kannibalen sind wir! Kannibalen sind wir!
38:20Jan!
38:20Ah! Ah! Ah!
38:22Ah! Ah!
38:26Ah! Ah!
38:39Danke.
38:58Danke.
39:06Ja, ich wollte mich bei Ihnen bedanken.
39:08Bei Ihnen allen.
39:10Ohne Sie wäre diese Gesch...
39:13Ja. Danke, Herr Dr. Kollmer.
39:17Ich danke Ihnen, Frau Hofer.
39:19Wissen Sie, ich sage immer, das Gesetz ist wie ein Spinnennetz.
39:23Die Rate stürzt nicht, aber der Flieger wird zum Verhängnis.
39:26Ich nehme nicht an, dass Sie mich wählen werden.
39:29Allerdings gehe ich davon aus, dass ich gewählt werde.
39:31Und dann nehme ich an, Herr Hofer,
39:35werden wir gut zusammenarbeiten.
39:38Schönen Tag noch.
39:40Die haben immer das letzte Wort.
39:42Immer?
39:43Ja.
39:46Und ich.
39:47Dass ich noch was sagen möchte,
39:49das ist euch ganz egal.
39:51Au revoir.
39:52Ja.
39:53Ja.
39:53Ja.
39:54Ja.
39:54Ja.
39:55Ja.
40:00Ja.
40:06Ja.
40:07Ja.
40:08Ja.
40:10Ja.
40:16Ja.
40:17Ja.
40:17Ja.
40:18Ja.
40:19Ja.
40:20Ja.
40:21Ja.
40:24Ja.
40:25Ja.
40:26Ja.
40:27Ja.
40:28Ja.
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