- vor 2 Monaten
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KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:33Meine Damen und Herren, seine Bücher »Eine Lanze für die Vernunft« und »Der globale Wahnsinn« haben ihn auf die Bestsellerlisten
00:43katapultiert.
00:44Und sein neuestes Werk »Die Rückkehr der Werte« wird von vielen Kritikern schon jetzt als neues Standardwerk gepriesen.
00:54Begrüßen Sie mit mir Alexander Gramann.
01:05Ja, die Rückkehr der Werte. Ich darf mit einem Zitat beginnen.
01:11Je unsicherer unsere Welt wird, desto attraktiver werden die scheinbar altmodischen Werte. Ist das Ihr Credo?
01:20Zumindest ein Resümee, ja. In dieser komplexen Welt mit Ihren undurchdringlichen äußeren Zwängen besinnen wir uns wieder auf unsere Herkunft,
01:28unsere Familie.
01:29Sie macht uns aus.
01:30Sie sind verheiratet?
01:32Seit 18 Jahren. Und mit derselben Frau.
01:36Oh, ich finde, das hätte einen Applaus verdient.
01:42Sie haben einen Sohn?
01:44Der gerade sein Abitur macht, ja.
02:06So viele Menschen schreiben heute Bücher, aber wer hat wirklich noch was zu sagen?
02:10Und, er hat was zu sagen?
02:12Ach, das finde ich unbedingt. Ich habe alle seine Bücher gelesen und Sie?
02:16Sie entschuldigen, meine Freundin versteht Sie nicht.
02:18Ach, bitte. Wenn Sie bitte schreiben für Ulla.
02:21Aber gern.
02:26Ich freue mich, dass Sie gekommen sind, Ulla.
02:28Danke Ihnen.
02:29Bitte.
02:38Danke.
02:39Bitte sehr.
02:40Für Sie, Ulla.
02:41Wer hätte es denn sehen sollen? Ich sage dir, ein Charisma.
02:45Nicht irgendein Schreiberling, der sonst was erzählt.
02:47Nein, der Gramann ist was ganz Besonderes.
02:50Also, ich meine, der ist so ein bisschen kleiner, als er im Fernsehen aussieht.
02:53Aber, ach, toll.
02:56Wer versetzt die Damen denn so in Begeisterung, dass sie ihren Feierabend verpassen?
03:00Alexander Gramann, Sachbuchautor. Die Rückkehr der Werte.
03:04Träumt ihr wieder von der D-Mark?
03:05Von Tugenden, Herr Doktor. Von Tugenden.
03:09Verschonen Sie mich. Bitte.
03:10Wenn sich das Laster erbricht, setzt sich die Tugend zu Tisch.
03:13Das ist ein altes deutsches Sprichwort.
03:14Im Gegenteil. Setzt sich die Tugend zu Tisch, erbricht sich das Laster.
03:18Ja?
03:19Klar, dass du das so siehst.
03:23Na, Wenz?
03:38Na?
03:38Na?
03:39Na?
03:40Ja.
03:40Hier durch.
03:47Das ist das, wo nachher es aussieht.
03:49Was siehst du denn?
03:51Kuck mal.
03:52Eine Party ohne Höhepumpf.
03:55Coitus, interruptus.
03:57Interruptus bevor Coitus wahrscheinlich.
04:06Und wie sieht's aus?
04:07Ja, Hotelzimmer sind ein forensischer Albtraum.
04:11Mir sind sieben Lagen verschmierter Fingerabdrücke an den relevanten Stellen.
04:14Bislang 18 Faserspuren.
04:16Blutspuren auf dem Laken, eine Plasche Champagner, zwei Gläser, ein halbverdautes Abendessen in Papierkorb.
04:24Na ja, ein Spiegel und ein Pigasse.
04:27Also eine Koks-Party. Noch was übrig?
04:29Vorerst nur die obligatorischen Utensilien.
04:32Werdet ihr finden. Ist wie Hausstaub. Findet man überall.
04:35Keiner will den Dreck gemacht haben.
04:38Taufer, schauen Sie mal.
04:40Eine Handtasche und ein Buch mit einer persönlichen Widmung.
04:51Es hat geschneit, mitten im Frühling.
04:56Die Nasenschleimhäute stark gerötet,
04:59Pupyren gewaltet, Überdosis käme in Betracht.
05:02Monika Berli, geboren 1959.
05:08Die hat sich aber gut gehalten für ihr Alltag.
05:11Und gute Ärzte.
05:14So ein Lifting bekommst du nicht auf Krankenschein.
05:17Vom Rest kannst du schweigen.
05:18Neben Anseln Blutspuren auf dem Bett.
05:21Ich habe keine Aus- und Verletzungen bei ihr gesehen.
05:24Die Mordfettnacht zu urteilen, war sie ja auch die Chefin.
05:27Komm, guck dir erst mal.
05:38Schmierspuren.
05:40Das ist kein besonders großer Blutverlust.
05:42Na gut, wir nehmen das mal mit.
05:44Hey, hey, hey.
05:48Schlüssel für Handschellen.
05:53Na bitte.
05:55Ja, da haben wir ja die häufigste Spielart einer sexuellen Obsession.
05:59Macht und Gewalt.
06:00Bei manchen Männern ersetzt das sogar Wein und Kerzenschein.
06:05Also, das Zimmer ist auf einem Monika Berli gebucht.
06:09Der Nachtportier wurde von der Polizei geweckt.
06:11Die Kollegen gingen irgendwie einem anonymen Anruf nach und dann musste sie sich von dem Nachtportier erst noch das Zimmer
06:17öffnen lassen, weil auf Klopfen logischerweise keine Reaktion kam.
06:20Und das ganze Palave, ob er dazu berechtigt ist, also der Nachtportier, hat ungefähr zehn Minuten gedauert.
06:26Naja, und dann nochmal zehn Minuten, bis der Notarzt kam.
06:30War eh zu spät.
06:32Ja, das hat mir auch noch gefehlt.
06:34Diskretion bis in den Tod.
06:35Dankeschön.
06:37Papa!
06:38Mein Gott!
06:40Weißt du, wie schreckhaft ich bin?
06:41Schreckhaft und schüchter, dein uralter Mann.
06:43Hallo.
06:44Hallo.
06:49Und?
06:50Was ist los?
06:52Pleite?
06:54Liebeskummer?
06:55Schlüssel vergessen?
06:57Oder wovon geht heute die Welt unter?
06:59Danke, ich weiß, wie spät es ist.
07:01Darf ich deine Tasche tragen?
07:02Ach, Pleite.
07:04Hab ich's doch geahnt.
07:06Schauschen!
07:07Ich denke, du hast eine große Rolle gekriegt.
07:09Ja, so groß war sie gar nicht.
07:11Und gekriegt hab ich sie ja eigentlich auch nicht.
07:13Papa, 100.
07:15Bitte bis morgen Abend, du kriegst es wieder.
07:17Ich schwörst dir, ich schwörst dir, bei allem, was hier hoch und heilig ist.
07:20Wirklich morgen Abend, ich hasse nur.
07:22Du musst gibts schon hier, gib die Tasche her.
07:23Ja, das kann ich dir nicht zumuten.
07:2570, und ich trag sie dir morgen früh wieder runter.
07:27Ich kann dich doch nicht auf diese Art ausnutzen.
07:2850, ist mein letztes Angebot.
07:30Was ist los, Anna?
07:31Schlüssel hab ich auch vergessen.
07:33Anna!
07:34Mensse sitzt in der Kneipe fest.
07:35Wir waren groß essen, er dachte, ich bezahle, ich dachte,
07:37er.
07:39Keine Geldkarte, nicht mal eine ungedeckte.
07:41Naja, dann hat sich Mensse noch mit dem Kellner in die Haare gekriegt.
07:45Ein bisschen Geschirr ging auch kaputt.
07:47Mein Gott, dann kam der Geschäftsführer.
07:48Du hast doch auch mal Jungen.
07:50Nie!
07:50Jedenfalls kann ich mich nicht dran erinnern.
07:53Papa, wenn ich das Geld nicht bringe, dann hol sie die Polizei.
07:55Diese Geschichte ist doch viel zu glatt.
07:57Von A bis Z erfunden und ich fall drauf ein.
08:01Machst du doch immer.
08:03Also.
08:04Danke.
08:05Morgen Abend, sonst lass ich dich mit der Polizei.
08:08Du musst Augen machen.
08:10Das kann ich mir vorstellen.
08:39Ich wollte dich nicht weg.
08:40Bist du so gefahren?
08:42Ich bin nicht betrunken, mir.
08:44Mir ist nur Kopfübel.
08:49Ich bin nicht hoch.
08:53Du bist hier klatschnass.
08:55Was war denn?
08:56Das ist üblich.
08:57Das ist...
08:58Oh, diese scheiß Sushimode.
08:59Entschuldige mich.
09:08Alles in Ordnung.
09:18Keine Kinder, keine Eltern, nur ein paar Freier werden, um sie trauen.
09:22Und nicht an ihrem Grab erscheinen.
09:27Tod durch Atemstillstand.
09:31Kann die Folgen von überdosiertem Kokain gewesen sein.
09:34Die Egoninwerte im Urinweisen nicht unbedingt darauf hin.
09:37Und bei ihrem allgemeinen guten Gesundheitszustand hätte sie das nicht umgebracht.
09:41Das Kokain kann den Vorgang beschleunigt haben.
09:44Wie ein Katalysator.
09:46Aber die Frage bleibt.
09:48Wodurch wurde der Atemstillstand ausgelöst?
09:51Zum Abend hatte sie Geflügel während im Papierkopf Ruti Delmare schwamm.
09:56Und ihre Blutgruppe stimmt nicht überein mit dem Blut auf dem Laken.
09:59Flotter Dreier?
10:02Geschlechtsspezifikation?
10:04Na, was für.
10:05Ein Mann und zwei Frauen.
10:14Und alles ruhig?
10:16Alles ruhig, Chef.
10:17Sag mal, ich hab mal die Dienstpläne durchgesehen.
10:20Gestern Eishockey, heute hier.
10:22Du kannst dich nicht für jede Veranstaltung eintragen.
10:24Warum? Ich mach das gerne.
10:25Das find ich ja auch gut.
10:26Ja, ihr könnt euch auf mich verlassen, wirklich.
10:28Das ist okay, da sagt keiner was dagegen.
10:30Und wo liegt dann das Problem?
10:32Wir reden da später nochmal drüber. Ich geh erstmal hoch.
10:35Okay.
10:35Seit dunkelmorgend?
10:54Ja, ja, wir sehen es gerade.
10:55Macht eine tolle Figur, oder?
10:58Du, unser Telefon steht nicht mehr still.
11:00Heute Morgen sind die neuesten Buchkritiken erschienen.
11:03Überragend.
11:04Der Mann, der die Wahrheit sagt.
11:05Oder die moralische Instanz des Landes.
11:08Einige sind ein bisschen spitz, finde ich.
11:10Ja, ja, ich weiß.
11:11Du, heute Morgen hat eine Frau angerufen, die hat sogar gesagt, Alex hätte ihre Ehe gerettet
11:15und ihren Kindern die Augen geöffnet.
11:19Morgen haben wir eine Home-Story, Skala.
11:22Du, und weißt du, was verblüffend ist?
11:23Das Buch schlägt auch bei ganz jungen Leuten ein, die von der Tag haben heute Morgen angerufen.
11:27Oh, einen Moment mal, Tobias kommt gerade.
11:29Komm, komm, komm.
11:31Hier wäre mal ein bisschen mehr.
11:33Ich muss mal schluss machen, ja?
11:34Also doch eine...
11:35Ja, ist da jetzt eine Kritik drin oder nicht?
11:42Ach, ich überlege, welches Kleid ich morgen anziehen soll.
11:44Das grüne oder zusammenfarbene?
11:46Ja, das ist so schön, dass du auf mich warfest.
11:49Fritz, schau doch bei Gelegenheit mal auf die Uhr.
11:52Was heißt, die gehen nicht von einem selbst mal raus.
11:55Aha.
11:55Und wer?
11:56Na, Moment mal, warte.
11:58Na, äh, äh, die gnädige Frau?
12:01Na, süßer.
12:03Oh mein Gott.
12:04Soll ich dir zeigen, wo er wohnt?
12:06Über den Quatsch, was war los?
12:08Ich habe eine Stutistenrolle gekriegt.
12:10Und als es, ähm, als wir drehen wollten, da fing es an zu regeln.
12:19Wo, wo sind deine Haare?
12:21Beim Frisur, für 50 Euro.
12:23Mit Haaren hätte ich die Rolle nicht gekriegt.
12:25Bin pleite.
12:27Und den Zopf rückst du da nicht mehr hin?
12:29Hm, hm.
12:32Wo sind die anderen 50?
12:34Hat der Kompasserie-Chef.
12:36Schmiergeld?
12:36Er gibt die Hälfte an den Herstellungsleiter weiter.
12:39Dafür hättest du es mir doch nicht geborgt.
12:41Geborgt?
12:42Was kriegst du für diese Aufgabe?
12:44Gibt kein Herz gestrichen.
12:45Geld weg, Haare weg, ich bin zu dämlich.
12:47Und weißt du warum?
12:48Ja, wahrscheinlich bin ich dran schuld.
12:50Ich dachte, es gibt Spielregeln.
12:52Hast du mir immer gesagt.
12:53Das heißt doch nicht, dass sie eingehalten werden.
12:56Das hatte ich dir allerdings nicht gesagt.
12:58Bleib sauber, Mädchen, in einer schmutzigen Welt, sagte mein Vater.
13:01Mein Held.
13:02Dann.
13:02Was ist hier?
13:08Wo ist denn Judith?
13:09Keine Ahnung, hatte nur ihre Mailbox dran.
13:24Aber das ist doch ein Selbstmord.
13:26Jede Frau mit Schnittverletzung auf deinen Tisch.
13:28Das war deine Forderung.
13:32Das ist ja nicht mal die richtige Blutgruppe.
13:34Ich meine, was arbeiten denn hier für...
13:46Na gut.
14:03Schon fertig?
14:04Was gab's denn?
14:06Falscher Alarm.
14:07Okay, schönen Abend.
14:08Bleib mal stehen.
14:10Judith.
14:12Zeig doch mal.
14:13Komm her, komm her, komm her.
14:17Wer war das?
14:18Niemand.
14:19Erzähl mir doch nicht, du seist gegen eine Tür gelaufen.
14:22Sportunfall.
14:22Und wie heißt der Sportunfall?
14:24Warst du noch in deinem Büro?
14:27Jetzt lenk doch nicht ab.
14:28Ich lenk nicht ab.
14:29Ich mach meine Arbeit.
14:30Im Blut der Monika Berli war ein Benzodiazepine.
14:33Der Wirkstoff ist Alprazolam.
14:34Das ist ein sehr starkes Beruhigungsmittel.
14:36Ähnlich wie K.O.-Tropfen.
14:38Eine Professionelle nimmt sowas nicht.
14:40Für die ist Kontrolle das Wichtigste.
14:42Der Freier hat die Frauen betäubt?
14:45Das hab ich mir auch gesagt.
14:47Und das Blut vom Laken untersucht?
14:49Ja, und weißt du, was ich gefunden habe?
14:51Alprazolam.
14:55Na gut, ich nehm dich mit.
15:06Komm schon, alte Karre, spring an.
15:12Keine Sprüche jetzt über Frauen und Technik.
15:14Keine.
15:14Jetzt erzählt sich ja alles von selbst.
15:18Ich versuch's nochmal, wenn der Motor kalt ist.
15:23Du hast meine Frage nicht beantwortet.
15:27Ich spiel Handball.
15:29Hart, aber gerecht.
15:30Jeder kennt die Regel.
15:31Wieso denn ausgerechnet Handball?
15:34Weil's kein Tennis ist.
15:43Ich glaub, du rufst dich doch besser ein Taxi.
15:50Ich hab's geahnt.
15:51Ich hab gesagt, ich komm mit einer schönen kleinen Promischmuddelgeschichte weg.
15:54Aber nein, K.O.-Tropfen.
15:57Habt ihr denn Champagner untersucht?
15:59Das dauert.
16:00Wir haben Fingerabdrücke abgenommen und wissen, dass der Champagner keine Hausmarke ist.
16:04Also hat ihn der Kunde wahrscheinlich mitgebracht.
16:08Alexander Gramann, ach, die Kreuzung aus Wissenschaft und Schriftsteller gibt den Sachbuchautoren.
16:14Zum Fachbuch reicht es nicht.
16:15Nein, danke.
16:17Und für den Roman fehlt die Fantasie.
16:18Sowas liest du?
16:19Ich doch nicht.
16:20Das lag im Hotelzimmer auf dem Tisch mit seiner Unterschrift.
16:23Und vorgestern Mittag war er bei einer Fernsehaufzeichnung.
16:27Das ist aber viel Wissen für so viel Geringschätzigkeit.
16:29Grünbeinchen ist ein glühender Fan.
16:31Der Gramann hat drei Tage vorher bei der Ich-AG Monika Berli angerufen und am selben Vormittag noch einmal,
16:39Also, wenn das keine Verabredung war,
16:44Entschuldigung, man braucht so einen Bursche-Karotropfen.
16:50Die Huren der Promi.
16:52Das ist eine aus dem Ruder gelaufene Obsession oder das Ende einer Oppressor.
16:57Ich werde den mal besuchen.
16:59Die soll übrigens viel kleiner sein als im Fernsehen.
17:03Ja, das ist schön. Sehr schön.
17:08Vielleicht auf das Sofa.
17:12Es ist wirklich sehr, sehr nett, dass Sie sich so viel Zeit für uns gesammelt haben.
17:16Ohne Leser ist jedes Buch nur bedrucktes Papier.
17:19Ja, dieser Blick ist gut, dieser Entschiedene.
17:22Das lieben unsere Leserinnen.
17:24Der Mann, der zupackt, der die Dinge beim Namen nennt.
17:28Ach, wir bräuchten noch was Zitierfähiges.
17:31Hinter jedem großen Mann steht eine starke Frau.
17:34Kann ich das so verwenden?
17:35Nein, das war nur ein Scherz.
17:36Aber es stimmt ja, ohne meine Frau hätte ich nicht die Kraft, diese Bücher zu schreiben.
17:41Sie hält mir den Rücken frei und was oft unterschätzt wird.
17:45Schreiben braucht ein Umfeld.
17:47Haben Sie Haustiere?
17:48Das kommt immer ganz gut an, so Hund oder Katze.
17:51Nein, glauben wir nicht.
17:52Gott sei Dank.
17:53Wir hätten gerne eine Katze, aber Alex ist leider allergisch gegen Katzen.
17:56Gegen Hunde auch.
17:57Schade.
17:58Schade.
17:59Wie wäre es, wenn wir das Gespräch im Garten fortsetzen?
18:01Da ist das Licht auch besser.
18:02Ja, was toll wäre, wenn ihr Sohn mal dabei wäre.
18:05Ja, ich werde mal sehen, was sich machen lässt.
18:07Komm, bitte.
18:08Der Garten ist der Stolz meiner Frau.
18:11Ich weiß bei den meisten Blumen nicht mal, wie sie heißen.
18:26Oh ja, vielen Dank.
18:27Das hier, das sind die Blumen.
18:29Nein, blauer Eisenduch.
18:39Ist die Frau auch schon vorbei?
18:41Oh ja, vielen Dank.
18:42Das hast du mit Absicht gemacht.
18:43Das hier?
18:44Das habe ich mit den Fingern gemacht.
18:46Gekratzt und gemischt.
18:47Wir sind eine Familie.
18:48Wir gehören zusammen.
18:49Wir sind so eine Gartenzwerge, die er hinstellt, um sich zu präsentieren.
18:53Die Gartenzwerge-Milie.
18:54Ich verspöre dich, Tobias, reiß dich zusammen und komm mit nach unten.
18:57Nur noch dieses eine Mal.
18:58Das sagst du doch jedes Mal.
19:00Einmal ist jedes Mal.
19:02Einmal ist für mondewig.
19:03Einmal ist Schluss.
19:04Mir zuliebe.
19:08Ich gehe schon.
19:15Guten Tag.
19:16Joe Hoffa, Kriminalpolizei.
19:18Dr. Kolmer, Institut für Rechtsmedizin.
19:20In welcher Angelegenheit, bitte?
19:22Frau Garmann, nehme ich an.
19:24Wir würden uns gerne mit ihrem Mann unterhalten.
19:26Das ist im Augenblick ungünstig.
19:28Ist es nicht immer ungünstig, wenn die Polizei an der Tür klingelt?
19:33Ja, dann kommen Sie mal rein.
19:40Alex?
19:42Alex, kommst du mal bitte kurz?
19:43Die Herren wollen sich mit dir unterhalten.
19:45Wir hatten doch ein ganz ausführliches Interview vereinbart.
19:48Wir haben gerade erst angefangen.
19:49Das können Sie auch fortsetzen.
19:51Es ist nur etwas Dummes dazwischen gekommen.
19:54Sagen wir in einer Stunde?
19:55Sie können ja so lange was essen gehen.
19:57Sie hätte uns doch sagen können, dass Sie die Presse im Haus haben.
20:00Hätte dich das abgehalten?
20:02Kommen Sie, kommen Sie hier entlang.
20:04Ich bin nicht lange da.
20:04Kommen Sie.
20:07Alex, die Herren sind von der Polizei.
20:10Guten Tag, Joe Hoffa, Kriminalpolizei.
20:12Alexander Grammann.
20:14Komm mal.
20:15Wir wussten nicht, dass Sie die Presse im Haus haben.
20:18Mein neues Buch erregt ziemliches Aufsehen.
20:20Ihren Klappentext konnte ich entnehmen, dass Sie als moralische Instanz gehandelt werden.
20:26Klappentexte übertreiben immer ein bisschen.
20:28Ja, sicher.
20:28Muss ja verkauft werden.
20:30Können wir irgendwo unter vier Augen sprechen?
20:34Die Herren vielleicht einen Kaffee, Schatz?
20:39Und wenn Sie sich bitte kurz fassen würden.
20:42Wie Sie wollen.
20:43Also gleich zur Sache.
20:45Kennen Sie Monika Berli?
20:46Ist mir im Augenblick nicht präsent.
20:47Dann darf ich Ihnen ein bisschen nachhelfen.
20:49Sie waren vorgestern Abend mit ihr verabredet.
20:52Im Garnhotel.
20:54Sie hatten sogar eine Flasche Champagner mitgebracht.
20:57Da wissen Sie mehr als ich.
20:59Entschuldigung.
21:00Hallo.
21:00Das ist Dr. Kolmer, Rechtsmediziner.
21:03Der weiß sogar noch mehr.
21:04Zum Beispiel, was Sie an jenem Abend gegessen und im Papierkorb hinterlassen hatten.
21:10Im Papierkorb?
21:11Ja, in dem Hotelzimmer.
21:13Wahrscheinlich ist Ihnen schlecht geworden beim Anblick dessen, was Sie hinterlassen haben.
21:19Das ist jetzt aber mehr als eine Unterhaltung.
21:24Könnte sein.
21:26Verzeihung, ich hatte den Eindruck, Sie fühlen sich nicht.
21:29Oh, es geht mir gut.
21:30Danke.
21:32Scheiße.
21:34Ich dachte, die Vögel wären endlich alle weg.
21:38Das ist mein Sohn.
21:39Er kann in Rummel nicht ausstehen.
21:43Unsere Sekretärin im Institut ist ein blunder Fan Ihres Mannes.
21:48Sie war sogar bei dieser Fernsehaufzeichnung.
21:50Waren Sie auch da?
21:51Das mache ich prinzipiell nicht.
21:52Das ist Arbeit.
21:53Ich stehe auch nicht neben ihm, wenn er schreibt.
21:55Ja, klar.
21:57Und mit dieser Öffentlichkeit kommen Sie gut klar?
22:00Ja, damit komme ich gut klar.
22:01Reicht das jetzt?
22:02Habe ich genug Fragen beantwortet?
22:05Entschuldigung.
22:07Was wird meinem Mann denn vorgeworfen?
22:10Ich denke, dass Sie das wissen.
22:13Sie sind so bemerkenswert gefasst.
22:16Es kommt ja nun doch nicht jeden Tag vor, dass die Polizei an der Tür klingelt.
22:20Sie haben das erwartet.
22:22Sie wissen warum.
22:23Und Sie wissen, woran die Frau gestorben ist?
22:26Ja, im Grunde schon.
22:28Sagen Sie es mir?
22:29Sollten Sie nicht lieber doch Ihren Mann fragen, was passiert ist?
22:34Tja, Sie können Ihre Blutkuppe nicht.
22:36Sie wissen nicht, was Sie zu Abend gegessen haben.
22:39Sie wissen nicht, wo Sie zwischen 21 und 0 Uhr waren.
22:43Ich hoffe, Sie erinnern sich wenigstens an die Telefonnummer Ihres Anwalts.
22:53Sie sind ganz nah dran.
22:54Auf Wiedersehen.
22:55Ganz nah.
23:01Palmer?
23:02Grönbeisch, ich bin auf dem Weg.
23:03Ich nehme mir ein Taxi, ja?
23:10Ja, ja, ich habe sie im Fernsehstudio gesehen.
23:15Wir saßen beide neben mir.
23:17Die andere habe ich sofort auf dem Foto erkannt, bei den Unterlagen.
23:22Ich habe sogar noch mit Ihnen gesprochen, bei der Buchsignierung.
23:27Danke, Ulla.
23:36Typische Schleif- und Schnittspuren für Wasserleichen aus Fließgewässern.
23:41Knie, Bauch, Handaußenflächen.
23:45Kopf.
23:46Sie treiben mit dem Rücken nach oben über den Grund.
23:49Und der Blut der Augen.
23:58Aber dieser flach geführte Schnitt hier unterhalb der Brüste ist überhaupt nicht typisch.
24:10Und diese Fesselspuren im Handgelenk.
24:18Blase?
24:19Blut?
24:19P.O.-Tropfen.
24:21Klein Kokain.
24:23Wo ist sie gefunden worden?
24:25Im Landwehrkanal.
24:29Berühmter Auffindort.
24:30Das glaube ich ja nicht, Schulzen.
24:33Ich rufe dich nachher zurück.
24:35Also, Sie hätten mir ruhig sagen können, dass Alexander Gramann verhaftet wurde?
24:38Woher wissen Sie denn schon?
24:39Ich wäre eine schlechte Sekretärin, wenn ich nicht auch so meine Quellen hätte.
24:42Und aus welcher dieser Quellen könnten Sie einen Stadtplan sprudeln lassen?
24:48Hier, Herr Doktor.
24:51Ah, sehr gut.
24:53Gramann wird vernommen im Zusammenhang mit den beiden toten Frauen?
24:56Das ist abwegig.
24:57Sie glauben, ihn zu kennen, weil Sie ihn lesen, Grünbeinchen.
25:00Natürlich nicht.
25:00So naiv bin ich nicht.
25:02Aber ich meine, er war doch schließlich verheiratet.
25:03Hat deine Frau so was nicht gemerkt?
25:05Ich war auch mal verheiratet.
25:06Ich kann Ihnen sagen, ich habe sehr spät das begriffen, dass...
25:08Sie sind ja auch keine Frau.
25:10Fließrichtung des Landwehrkanals?
25:14Stimmt.
25:14Sie tritt aus dem Hotel, stützt hinein, ertrinkt.
25:17Darf ich gleich mal hier telefonieren?
25:18Ja, natürlich.
25:24Fünf Minuten, dann wissen wir, ob Sie in diesem Hotelzimmer waren, Herr Garmann.
25:28Vielleicht haben Sie es vergessen, so was soll hervorkommen.
25:30Hier lang, bitte.
25:33Aber Beweise lügen nie.
25:36Hofer, zweite Mordkommission, bitte nehmen Sie Platz.
25:39Nein, kein Kommentar.
25:42Mit Butter geht das ab.
25:45Hofer, zweite Mordkommission.
25:46Ja, natürlich gibt es eine funktionierende Öffentlichkeitsarbeit bei der Polizei.
25:51Ja, wenn es soweit ist.
25:53Die Presse geht den ganzen Morgen schon so.
25:57Hallo.
26:01Miriam, niemand mehr durchstellen, danke.
26:02Das Interesse der Öffentlichkeit ist gewaltig.
26:06Jeden Tag werden, ich schätze mal so an die 10.000 Seiten Nachrichten zusammengestellt.
26:13Riesige Maschinen müssen gefüttert werden, die noch einmal 10.000 bunter Blätter ausspucken in Form von Illustrierten jede Woche.
26:23Da werden Schlagzeilen und Aufmacher gesucht.
26:26Und eine tote Hure und ein Prominenter, da wird natürlich zuerst geschossen und dann gefragt.
26:35Was meinst du, ob die mit der Auswertung der Fingerabdrücke soweit sind?
26:46Das beeindruckt mich überhaupt nicht.
26:48Das war auch nicht die Absicht.
26:49Wenn ich Sie beeindrucken will, dann merken Sie das schon.
26:58Ich will nicht gestört werden.
27:00Sein Handy ist auch was.
27:02Ich bitte, Judith, mich rüberzufahren.
27:04Das ist mein Auto!
27:11Äh, rufen Sie mir bitte ein Taxi.
27:14Ich hab...
27:18Manchmal vergisst man ja so...
27:19Mann vergisst so einiges, zum Beispiel seinen Verstand.
27:21Eine Frau ohne Mann würde sich immer daran erinnern, wenn sie einen Mechaniker bestellt hätte.
27:25Kein Grund ausfallen zu werden, ich mach ja auch nur meinen Job.
27:27Und den machen Sie sicher ganz wunderbar und das ist einfach nur ein Missverständnis.
27:31Ich hab diesen Auftrag erteilt, gib ihm den Schlüssel.
27:34Wie komm ich dazu?
27:35Ich möchte dein Auto reparieren lassen.
27:38Es ist heute Abend wieder da.
27:40Das war eigentlich als Überraschung geplant.
27:41Sie ist im Mädchen, alles klärt sich.
27:43Also bitte machen Sie einfach Ihren Job.
27:45Ja, und ich verlass mich drauf, dass das Ding heute Abend wieder hier steht, ja?
27:48Sie sind der Boss.
27:49Wenn's nur so wäre.
27:50Ich mach das nie wieder, ohne mich vorher zu fragen.
27:54Ja.
27:57Joe, ich gebe ihr zu, in diesem Hotelzimmer gewesen zu sein.
28:00Es bleibt Ihnen mittlerweile auch nichts weiter übrig.
28:04Ich habe für ein Buch recherchiert.
28:06Ach, eine neue Fassung von Jack the Ripper?
28:09Und woher stammt das Blut hier auf dem Laken?
28:11Das, was in diesem Hotelzimmer passierte, ist Privatsache und geschah im Einvernehmen aller Beteiligten.
28:18Dieses, äh, Einvernehmen hat, äh, eine der beiden Damen mit dem Leben bezahlt.
28:26Wo ist die andere Frau geblieben?
28:27Das weiß ich nicht.
28:30Aber ich wäre froh, wenn Sie sie möglichst bald finden, damit diese absurde Verdächtigung ein Ende hat.
28:35Wurden Sie erpresst?
28:36Ich bitte Sie.
28:37Hören Sie sich das machen.
28:39Bitte kommen Sie, schnell!
28:41Oh Gott, Grand Hotel, Zimmer 752, schnell!
28:47Wir haben Ihre Fingerabdrücke auf der Champagnerflasche, aber nicht auf den Gläsern gefunden.
28:51Sie haben den Frauen K.O. Tropfen verabreicht.
28:54Das ist völliger Unsinn.
28:56Als ich kam, war das Champagner bereits leer.
28:58Ach so, dann haben sich die Frauen wohl selber betäubt, um sich unter ihr Messer zu legen, dass ja was
29:02ganz ausgefallen ist.
29:04Ich dachte, Sie sind ein bisschen beschwipst und schlafen Ihren Rausch aus.
29:07Und da haben Sie Ihnen Kokain gegeben, damit Sie wieder so ein bisschen in Stimmung kommen?
29:14Ja.
29:15Das ist ganz schlecht.
29:17Für Sie, Herr Kramann, das ist ganz schlecht.
29:21Sie haben eben zugegeben, dass Sie hilflose Personen zum Drogenkonsum verleitet haben.
29:26Nein.
29:27Das war nur zum Eigenkonsum und ist nicht strafbar.
29:30Monika Berli hatte mich drum geblieben.
29:32Ja, was denn? Wollte sie sich nun ausruhen oder wollte sie in Stimmung kommen?
29:37Überlegen Sie sich das mal.
29:38Ich gebe Ihnen zwei Minuten.
29:42Ich habe ihm gesagt, er soll später wieder...
29:43Sie haben die zweite Frau gefunden.
29:45Was heißt, sie hat sie gefunden?
29:46Ist sie auch tot?
29:47Ja, das ist einigermaßen skurril.
29:49Also sie ist unter dem Einfluss der K.O.-Tropfen ertrunken.
29:52Kokain konnten wir nicht nachweisen.
29:54Geh du mal rein, beruhige ihn ein bisschen, ja?
29:55Bau ihm eine Brücke.
29:56Guter Bulle, böser Bulle.
29:59Ja, komm, komm.
30:01Gramann hat den Champagner nicht mitgebracht.
30:04Sagt er.
30:05Er behauptet auch nicht, davon getrunken zu haben.
30:07Was ja auch wieder logisch wäre, wenn er selber die Tropfen nennen...
30:12Also, ich glaube dem nicht.
30:14Der hat die Frauen betäubt und sich an ihnen vergangen.
30:17Hat er Kokain genommen?
30:18Ja, das gibt er zu.
30:22Also, die zweite Frau stirbt, weil sie infolge der K.O.-Tropfen ertrinkt.
30:27Gramann nimmt Kokain, überlebt.
30:31Und wenn der Champagner wirklich schon im Zimmer macht?
30:33Und die Frauen ihn als Präsent des Hauses konsumieren?
30:35Ja, und der große Unbekannte hat ihn an der Rezeption abgegeben.
30:38Ach komm, erzählen wir doch nicht.
30:40Der und ein Opfer.
30:44Der hat einfach nicht damit gerechnet, dass die eine von den beiden stirbt und die andere die Polizei.
30:48Ja, herruf.
30:51Du hättest mal sehen sollen, was der für Augen gemacht hat, als ich dem das Tonband vom Notruf vorgespielt habe.
30:56Damit hat er nicht gerechnet.
31:00Kram war das Opfer.
31:02Der Opfer von wem denn?
31:04Der ist der Täter.
31:07Eine aus dem Ruder gelaufene Obsession.
31:09Das ist das Merkmal der Obsession.
31:11Joe, weise mir das Gegenteil.
31:14Joe!
31:30Sie ist schon wieder.
31:32Ich wollte mich bei Ihnen entschuldigen und helfen Ihren Mann zu entlasten.
31:35Wovon?
31:36Äh, vom Vorwurf des Totschlags in zwei Fällen.
31:39Zwei? Warum denn zwei?
31:40Lassen Sie mich rein.
31:43Das ist aus Ihrem Garten.
31:50Zwar sind in beiden Fällen die K.O.-Tropfen nicht die einzige Ursache, aber das auslösende Moment.
31:59Warum erzählen Sie mir das?
32:01Wird Alexander das vorgeworfen, dass er sich Frauen gefügig machen wollte?
32:05Das hat er doch gar nicht nötig.
32:06Er hat doch für alles bezahlt.
32:08Sie wussten von diesem Arrangements und haben sie ertragen.
32:13Wäre die Alternative so schrecklich gewesen?
32:18Ja.
32:19Und hat sich was geändert?
32:30Ja.
32:37Ich danke Ihnen, dass Sie gekommen sind.
32:39Ich wurde heute Vormittag von der Polizei zum Tod zweier Frauen befragt.
32:43Ich bin an diesem bedauernswerten Unglück nicht schuld.
32:46Aber ich muss auch zugeben,
32:49Ja.
32:52Ich habe einen Fehler gemacht.
32:54Und ab durch die Mitte.
32:56Du, der herzende Meute vorneweg.
32:57Guck dir das mal an.
32:58Da kannst du was nennen.
33:00Ich bin, wie Sie wissen, seit vielen Jahren verheiratet.
33:03Und ich liebe meine Frau.
33:05Aber wir sind alle nur Menschen.
33:09Ich war auf diesem Hotelzimmer.
33:10Das ist richtig.
33:13Und es ist auch richtig,
33:15dass ich Rauschmittel zum Eigenkonsum mitführte.
33:20Zu den bedauernswerten Tod der beiden Frauen
33:22kann ich keine sachdienlichen Angaben machen,
33:24denn als ich das Hotelzimmer verlass,
33:26lebten Sie noch.
33:28Das war's.
33:30Damit kommt der durch.
33:33Bleibt nur noch das Rauschgiftdelikt.
33:36Kinderkacke.
33:37Darauf gebe ich Ihnen mal Ihren Wort.
33:40Sie hatten sich noch über meine plötzlich
33:42einsetzende Übelkeit amüsiert.
33:46Aber
33:48viel schwerer als die Frage nach der juristischen Schuld
33:51ist die nach der moralischen.
33:55Ich kann meine Frau,
33:59von der ich hoffe, dass sie jetzt zusieht,
34:03nur um Verzeihung bitten.
34:07Marlene,
34:10bitte verzeih mir.
34:24Also Sie haben den Champagner
34:26auf das Zimmer bringen lassen.
34:28Und Ihre Stimme ist auf dem Band
34:30der Notrufzentrale.
34:32Ich wollte niemanden töten.
34:34Aber Sie haben es billig in den Kauf genommen.
34:35Ich gebe Ihnen zwei Stunden,
34:36sich der Polizei zu stellen.
34:38Wie konnten Sie eigentlich so sicher sein,
34:40dass Ihr Mann nicht sterben würde?
34:42Er hätte doch von dem Champagner trinken können.
34:44Er hätte von dem Kokain nehmen können.
34:47Haben Sie noch Reste von dem Kokain?
34:48Wir haben doch gar kein Kokain im Haus.
34:50Es könnte Sie zumindest
34:51beim Tod der Monika Berli entlasten.
34:53Glauben Sie, dass das Kokain schuld war?
34:55Wo hat Ihr Mann das Kokain versteckt?
34:57Gehen Sie.
34:58Sie wissen es.
35:01Und nicht nur Sie.
35:06Hallo.
35:09Wo ist das Blut von Monika Berli?
35:12Das ist in der Zentrifuge.
35:13Das müsste aber gleich fertig sein.
35:15Wir sind bisher von Kokain ausgegangen,
35:18das mit den K.O.-Tropfen additiv wirkt.
35:20Da haben wir uns aber gleichzeitig
35:21über die niedrige Dosierung gewundert.
35:24Was wir uns aber nicht gefragt haben...
35:27Was, wenn das Kokain verunreinigt ist?
35:29Genau.
35:32Zwei gleichzeitige Anschläge.
35:36Frau Gramann wollte Ihren Mann zurück.
35:38Sie hat die K.O.-Tropfen eingesetzt.
35:40Als sie annahm, dass er schläft
35:42und seine beiden Huren
35:43hat er die Polizei verständigt,
35:45damit sie in flagrante Irre bestellen können.
35:48Der Skandal sollte den reuigen Sünder
35:50in den Schoß der Familie zurücktreiben.
35:53Auf Ideen kommen manche Frauen...
35:55Sie wollten ihm halt nur die Instrumente zeigen.
35:56So, nur komm mal auf, ne?
36:01Oh Gott, das ist ja ganz blau.
36:04So.
36:07So, das sind die üblichen Verschnittstoffe
36:10für Kokain, Milchpulver, Lidocain, Traubenzucker.
36:16Akonitin.
36:17Akonitin.
36:18Das ist ein Gift, ein Pflanzengift.
36:21Akonitin.
36:22Das ist, äh,
36:24im blauen Eisenhut, ja.
36:28Kein Dealer der Welt
36:29verseucht sein Gift mit einem anderen Gift.
36:31Aber diese Pflanze steht im Garten
36:33von Familie Gramann.
36:34Das heißt, Frau Gramann
36:36will ihren Mann zurückgewinnen
36:38und begreift überhaupt nicht,
36:39dass der Sohn bereits dabei ist,
36:41den Vater zu töten.
36:45Kannst du John rufen?
36:46Ich will ihn dort treffen.
36:53Sinn, mir ist diese Frau gestorben.
36:55Das stimmt nicht.
36:56Das ist eine unglückliche Verkettung der Umstände.
36:58Ach man, du weißt doch überhaupt nichts.
36:59Er sollte sterben, niemand sonst.
37:01Du weißt doch gar nicht, was du da redest.
37:02Du hast doch nie was unternommen, also hab ich es.
37:05Ich hab dich heulen, wenn er bei seinen Nutten war.
37:07Ich bin schuldig.
37:11Du bist ja nicht ganz bei Trost.
37:13Glaubst du das wirklich?
37:14Sieh mich an, Tobias. Sieh mich an.
37:17Tonto.
37:18Entschuldigung, lass dich scheiden.
37:20Aber warum denn?
37:20Man weiß vielleicht das nächste Mal nicht mehr da, wenn du wieder ohnmächtiger Badewaner liegst mit einem Tablettenröcher auf den
37:24Fliesen.
37:25Weil er zu seinen Nutten geht.
37:26Das ist überhaupt nicht wahr. Was redest du denn da?
37:28Junge, du bist ja krank.
37:29Das war ein Unfall. Ich konnte nicht schlafen.
37:36Passt ihn nicht an!
37:37Verschwinde, du hältst dich da raus.
37:38Die Polizei hat mir einen Notruf vorgespielt.
37:40Du hast den Champagner aufs Zimmer geschickt.
37:42Wegen dir sind sie tot.
37:43Es ist ja noch nicht mal den Anstand. Es ist heimlich zu tun.
37:44Du hast diesen Champagner vergisst.
37:46Er ist ein Koks. Wärst doch verreckt.
37:48Still. Das ist ja jetzt alles gut.
37:50Du bist wieder zu Hause und wir sind eine Familie.
37:52Du hast die Natur. Passt mich nicht an.
37:59Mach, spinnst du.
38:22Den Vater schlagen.
38:24Den eigenen Vater.
38:38Ich verstehe das alles nicht.
38:40Es tut mir so leid.
38:55Ich kann Ihnen nicht erlauben, mit ihm zu fahren.
38:57Was passiert denn jetzt mit ihm?
38:58Er fällt noch unter das Jugendstrafrecht.
39:00Da finden sich immer genügend Leute, die mildernde Umstände zusammensuchen.
39:03Aber für Sie trifft das nicht zu. Ab für...
39:06Das ist doch alles nur eine Verkettung unglücklicher Zufälle.
39:09Das glauben auch nur Sie.
39:13Guten Tag, Herr Grahmann.
39:15Jochen Siebenbauer hier.
39:16Ich höre, haben Sie einige Schwierigkeiten.
39:19Vielleicht sind Sie aber an einem neuen Verlag interessiert.
39:22Rufen Sie mich doch bitte zurück unter Hamburg.
39:41Na, wo bleibt denn nun mein Auto?
39:43Es ist zwar vorher nicht angesprungen, aber es war wenigstens da.
39:49Handwerker sind wie Frauen, verspäten sich ständig und sind unverschämt teuer.
40:17Das ist doch alles nur eine Verkettung.
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