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  • vor 17 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Musik
00:30Schnell, Sie wissen, wer unsere Gäste sind.
00:32Haben Sie vergessen, wie mein Lächelt, Chefin?
00:34Hat es sich dir gegeben?
00:35Noch nicht.
00:35Noch? Hast du noch gesagt?
00:37Warten Sie auf mich.
00:38Ich will dir sagen, was wir kriegen.
00:38Nichts, gar nichts.
00:40In Worten nichts.
00:41Sie erpresst uns, sie wird es wieder tun.
00:42Nicht mit mir.
00:43Hab Vertrauen zu mir, Kurt.
00:44Was können wir noch verlieren?
00:45Uns.
00:48Die Nase, meine Damen und Herren, ist unser sensibelstes Organ.
00:52Mit direktem Zugang zum limbischen System, dem ältesten Teil unseres Gehirns.
00:56Das unsere Atmung steuert, unseren Kreislauf.
01:00Unsere Sexualität.
01:02Unsere Nase weiß von Dingen, von denen wir nur träumen.
01:05Sie ist unsere Tür zur wunderbaren Welt der Düfte.
01:09Aber sie ist auch kapriziös wie eine Diva.
01:12Verzickt, launisch, boshaft, bösartig.
01:18Nicht wahr, Ellen?
01:19Sie haben Sie sicher schon erkannt.
01:21Ellen Nieberg, Restaurantkritikerin.
01:24Der Schrecken der Spitzenköche.
01:26Die Zunge, die niemals irrt, solange sie verkostet.
01:29Andere irren sogar dabei.
01:35Mein Nummer fünf.
01:38Ikone unserer Präsentation.
01:42Volle Süße.
01:43Feinste Frucht.
01:46Ein Duft von Trüffeln und schwarzen Waldbeeren.
01:52Dazu Vanille.
01:54Bitte im Abgang.
01:56Und Tabak.
01:56Was meinen Sie?
01:58Was ist mit der Erklärung, Frau Nürnberg?
01:59Herz.
02:00Was ist mit der Flasche?
02:02In Ihrem Rucksack.
02:03Überall schwebender Geruch von Honig, sonniger Wälder.
02:11Hallo, Ellen.
02:13Warum so fallen zählig?
02:16Immerhin sind wir seit sechs Jahren verheiratet.
02:19Ich brauche deine Hilfe.
02:22Was ist?
02:24Bist du hängen geblieben mit einem Stackelschuh?
02:26Vielleicht in einer der Leichen, über die der Weg deiner Karriere führte?
02:31Du hast mich aus unserer Wohnung geschmissen vor ein paar Wochen.
02:33Schon vergessen.
02:34Ich habe eine Geschichte für euch.
02:36Was war eigentlich mit dir und diesem Irian?
02:39Schon vorbei?
02:40Haben mein Nachfolger schon Nachfolger verpasst?
02:42Er tröstet sich mit zwei Weingütern, die er gekauft hat.
02:45Ein Nummer eins.
02:46Über Strohmänner, um seine eigenen Weine zu pushen.
02:50Nummer zwei.
02:51Kollektion du Chateau.
02:531996.
02:55Nummer drei.
02:5830.000.
02:59Die Presse ist nicht käuflich.
03:02Aber die Geschichte ist es wert.
03:03Oh Gott, er hält mich schon wieder.
03:05Meine Damen und Herren, ich darf Ihnen vorstellen, Baron Jean de Beaupré.
03:09Der Gott spricht und die Schafe kaufen.
03:12Der Winzer und Kellermeister dieser wunderbaren Weine.
03:17Menü du jour.
03:20Ragout aus zart gedünsteten Prostatakarzinomen,
03:24wie krönt von saftigem Hämorrhoiden-Haché.
03:26Dazu Magengeschwür-Mayonnaise.
03:28Gut abgeschmeckt.
03:30Als Appetitanreger vielleicht ein Fußpilz à la maison.
03:33Für die Dame.
03:35Gefolgt von einem raffinierten kleinen Chorf-Soufflé.
03:38Dazu Marzen-Biskuit.
03:41Und schließlich das berühmte Fondue à la Courte-Egidie.
03:45Gemacht aus den Fürzen von Restaurantkritikern.
03:48Der kocht vor Wut.
03:50Warum tun Sie mir das an?
03:51Das Furz-Fondue bitte für mich.
03:53Das ist quasi mein Lieblingsgericht.
03:55Hör auf!
03:56Bitte!
03:56Was heißt bitte?
03:58Jahrelang hat sie meine Küche gelobt.
03:59Was heißt gelobt?
04:00Vergöttert.
04:01Und jetzt schreibt sie sich herunter.
04:02Plötzlich, auf einmal, dieselben Gerichte.
04:04Hier.
04:05Hier.
04:07Der Vorabdruck, ihre Restaurantkritik.
04:09Den hat sie mir sogar zugeschickt.
04:10Sie schuft mich herunter von 18 auf 16 Punkte.
04:13Sie ruiniert dieses Restaurant.
04:15Sie ruiniert mich.
04:16Ganz, ganz offiziell und systematisch.
04:18Sie sind so ein Idiot.
04:20Gefüllte Züstenzwiebeln.
04:21Mit blutroten Tupfern.
04:22Von Apfel, das ist wie früher von Apfel, denn?
04:25Was für Rund, die...
04:26Schluss, Schluss jetzt!
04:50Rünnbeilchen?
04:50Ja?
04:51Wissen Sie, wo Jolie ist?
04:53Das Labor sieht aus wie eine Müllheide.
04:55Ich kann die außer Warte nicht mehr finden.
04:56Hast Sie sie nicht angerufen?
04:58Nein.
05:00Das waren am Gericht.
05:02Mein Handy hat eine Mailbox.
05:05Sie musste dringend weg.
05:06Aha.
05:08Wohin?
05:09Weshalb?
05:09Wieso?
05:10Was läuft?
05:11Weiß nicht.
05:14Aber...
05:15Hier, Sie hatten eine Bitte an Sie.
05:26Ich habe doch ein Problem.
05:30Ich habe mich nichtほg.
05:31Fantastisch.
06:00WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
06:07WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
06:48WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
07:18WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
07:32WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
07:59Notarzt?
08:01Ja.
08:02Restaurant Egidi.
08:09Danke.
08:15Dr. Kölner?
08:17Hetzel Hahn, Schachtung ist da.
08:18Ich vertrete Max Kolle, solange der krank ist.
08:20Aha, was ist passiert?
08:22Junge Frau, plötzlicher Zusammenbruch und Todesursache ist unklar.
08:25Was sagt der Notarzt?
08:27Ja, dass du tot bist.
08:30Restaurant Egidi, da hat mich doch nicht verhört.
08:32Ja, Code Egidi, 18 Punkt im Guide Gourmand und zwei Sterne im Ort de Couture.
08:38Und man kann sich super leisten, wenn man zwei Monatsgehälter einsteckt.
08:42Der Kommissar instruiert die Gäste.
08:44Dankeschön, Sie können dann gehen.
08:45Aber beim geringsten Unwohlsein fahren Sie bitte umgehend ins Krankenhaus.
08:49Sagen Sie dem Arzt, Sie seien in einem Restaurant gewesen, wo es einen ungeklärten Todesfall gegeben hat.
08:55Er soll mich unbedingt anrufen.
08:57Joe Hoffa, zweite Mordkommission.
08:59Hier ist meine Karte.
09:03Ich danke Ihnen für Ihre Geduld.
09:06Hier bitte, können Sie sich wegnehmen.
09:15Ach Mann, mein Ischerspachto.
09:17Mein Magen ist auch in keiner guten Verfassung.
09:20Ich selber überhaupt auch gar nicht, da habe ich einen neuen Assi.
09:25Erzähl.
09:26Hanisch.
09:28Erzähl Hanisch.
09:29Wir haben schon die Hände geschüttelt.
09:32Ja.
09:34Dr. Kolmer, Rechtsmedizin.
09:38Der Geff, der Ehemann der Toten.
09:41Mein Ballett.
09:42Dr. Irion, der Veranstalter.
09:46Hat Ihre Frau Medikamente genommen?
09:47Tabletten?
09:49Drogen?
09:50Nein.
09:51Was hat sie gegessen?
09:52Nur Miesmuscheln.
09:53Wir haben beide davon gegessen.
09:55Dann wurde ich plötzlich schlecht.
09:57Aber nicht von den Muscheln, glaube ich.
09:59Fragen Sie den Koch wovon.
10:00Können Sie uns Ihre Adresse dalassen?
10:02Sicher.
10:03Hat Ihre Frau irgendwie eine Handtasche mit oder einen Mantel?
10:06Ja.
10:07Ihr Mantel hängt da hinten.
10:08Ihre Tasche hat jetzt die Beise.
10:11Journalist?
10:13Ich hatte eingeladen, zu der Weinpräsentation.
10:16Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie...
10:17Danke, dass Sie es nicht tun.
10:19Sie kannten Ellen Lüberg?
10:21Gut.
10:22Sehr lange.
10:24Wein- und Restaurantkritiker sind eine Zunft.
10:27Ja, ich kann Ihnen auch nur sagen, dass sie plötzlich ganz blass wurde...
10:30Können wir Ihre Adresse auch haben?
10:32Ja.
10:32Ich hoffe, dass wir Sie dann beide nicht länger bemühen müssen.
10:36Dankeschön.
10:37Bitte sehr.
10:39Herr Deff?
10:41Meine Nummer steht im Telefonbuch.
10:43Meine Redaktion auch.
10:47Ich besitze Ihren Weinführer nicht nur, ich verehre ihn bis vorhin sogar.
10:51Bestimmte Weine sollte man niemals trinken.
10:54Es sei denn, man ist bereit, sich zu ruinieren.
10:57Sind Sie dazu bereit?
10:58Ich zögere.
11:00Nicht oft genug.
11:02Ich habe es ganz aufgegeben.
11:05Zu zögern.
11:07Ich werde da nicht mehr reingehen in den Vorrat.
11:10Hast du die Gutachten?
11:11Und Ihr Unterchef?
11:12Ihr Mann hat den Hucksack.
11:14Und die Flasche?
11:15Ist auch drin.
11:16Vertrau mir!
11:18Hast du das nicht gesagt?
11:19Vertrau mir!
11:21Das war's.
11:23Schuss.
11:24Ihr Mann ist auch Journalist.
11:25Der gibt die Gutachten an die Lebensmittelkontrolle und tritt sie in der Presse breit.
11:28Lügen.
11:29Alles Lügen.
11:30Um uns kaputt zu machen.
11:37Die Verletzung per immortal, also kurz vor Todeseinbruch entstanden,
11:43scheinen mir keine Kampf- oder Opferverletzung zu sein, eher Sturzverletzung.
11:47Also der Zusammenbruch hat wahrscheinlich innere Ursachen.
11:53Also Todesursache, kann alles Mögliche sein.
11:57Plötiges Herzversagen, geplatztes Aneurysma, Lebensmittelvergiftung.
12:03Was mit der Aufregung?
12:05Der Koch soll ja eine ziemlich hässliche Szene gemacht haben.
12:08Ich muss die Miesmuscheln untersuchen.
12:11Also, was davon da übrig ist, ne?
12:13Hast du gehört?
12:14Ja.
12:16Personalausweis ist da, aber kein Wohnungsschlüssel.
12:20Aber, hören Sie sich das mal an.
12:22Johanna, ich gehe dir hier.
12:24Ich wollte Ihnen sagen, einverstanden.
12:26Mit was denn?
12:30Jedenfalls ist sie ihrem Milieu treu geblieben.
12:33Lachs, Forellenfilet in Fenchel-Konfit auf der Haut gebraten mit Himalaya-Steinsalz.
12:39Himalaya-Steinsalz.
12:41So.
12:42Waren Sie vorhin im Vorratsraum bei der Toten?
12:46Nein.
12:48Wachteln gefüllt mit Maronen, leichte Kartoffel-Krepp-Holade.
12:53Und das hier?
12:55Böf-Bourgignon mit Trüffelnudeln aufs zartglasierte Sommergemüse.
12:58Lecker.
13:01Sagen Sie, Ihr großer Auftritt vorhin, war der nur aus Ärger darüber, dass Ellen Nüberg
13:06ihre Kochkunst nicht mehr so aufregend fand?
13:09Und das auch geschrieben hat?
13:13Können Sie mal Ihren Schuhe aussehen?
13:15Was?
13:16Schuhe aus!
13:20Da bin ich aber gespannt, was Sie dazu zu sagen haben.
13:24Geht doch alle zusammen, scheißen.
13:26Haben Sie dazu was zu sagen?
13:28Wir waren im Vorratsraum und haben das Regal wieder aufgerichtet.
13:31Ja, warum sagen Sie dann? Sie waren nicht in dem Raum.
13:34Wo sind die restlichen Muschelschalen?
13:37Die muss ich mitnehmen zur Untersuchung?
13:39Nö!
13:40Nein.
13:41Die Muschelschalen sind im Müllsack vor der Tür.
13:44Alles vom Tisch von Frau Nüberg.
13:48Sie haben Frau Nüberg auf die Mailbox gesprochen heute Morgen einverstanden.
13:53Was heißt das, einverstanden?
13:56Nichts.
13:58In welcher Sprache?
14:01Sie hat gefragt, ob sie ihren Mann mitbringen kann.
14:15Sie sagt nicht die Wahrheit, er nicht die ganze.
14:18Das ist überhaupt eine ziemlich kitzlige Stimmung.
14:20Judith ist immer noch nicht der Herr.
14:22Vielleicht geht es ja auch nicht ans Telefon.
14:26Chateau Mouton-Roucet.
14:291982.
14:302.175.
14:33Was?
14:33Lire oder Fußlappen?
14:35Euro.
14:37Für eine Flasche.
14:3982 war ein besonders guter Jahrgang in Bordeaux.
14:41Dr. Kolmar Alwissen.
14:44Chateau Liversan Haut Medoc.
14:46Oh.
14:47Einfaches, offenes Oh.
14:49Oh Medoc.
14:49Oh.
14:50Das ist eine besonders tolle Gegend.
14:52Oh.
14:54Chateau Osson.
14:55Saint-Emilion.
14:581985.
14:591.248 Euro.
15:02Das verdient meine Nachbarin.
15:03Alleinstehen mit drei Kindern im ganzen Monat.
15:05Unsere Raritäten.
15:07Hör doch mal auf hier.
15:07Ich kipp schon Französisch ein.
15:09Chateau Petrus-Bongerol.
15:111947.
15:122.495 Euro.
15:15Das ist ja großartig.
15:16Das ist ja geradezu geschenkt.
15:18Chateau Lafitte Rothschild.
15:201959.
15:22Die Flasche.
15:239.500 Euro.
15:26Das ist ja ein Schnäppchen.
15:27Ich kaufe meinen Wein im Supermarkt.
15:31So groß wird der Unterschied nicht sein.
15:33Ich bezahle 5 Euro.
15:35Und du willst mir nicht weismachen,
15:37dass man den Unterschied zwischen 9.495 Euro schmecken kann.
15:43Was soll denn das sein?
15:46Engelspisse.
15:47Vielleicht wird dir ja noch mal eine Überraschung zuteil.
15:49Ich werde es nicht wissen lassen.
15:55Senden.
15:57Wo fahrt ihr hin?
16:14Ja, Gepp?
16:17Wer spricht da?
16:18Mordkommission?
16:20Hoffach?
16:22Jetzt sofort?
16:26Wo ist denn das?
16:29Ja.
16:41Wo ist denn das?
16:59Was ist denn das?
17:02Scheiße!
17:07Verdammte Scheiße!
17:10Nein!
17:21Tschüss, danke.
17:22Schönen Tag.
17:28Es ist ja doch ganz schön zu wissen, dass du noch lebst.
17:30So kann ich mich beruhigt wieder den anderen Problemen widmen.
17:35Warum hast du nicht geklingelt?
17:36Abgestellt. Dein Handy übrigens auch.
17:39Ich hatte mir sogar eine SMS abgequält.
17:41Ach, ich habe sie im Flugzeug ausgestellt.
17:43Im Flugzeug?
17:45Ich würde ja Nein sagen,
17:46aber ich hätte es doch ganz gerne, wenn du mich fragen würdest,
17:48ob ich mit hochkommen will.
17:49Meine Mutter ist oben. Die Kleine schläft wahrscheinlich schon.
17:53Wo fliegst du morgen hin?
18:01Albert Geff hat einen Verkehrsunfall gestern Abend.
18:04Der Arzt sagt, er hat Glück gehabt und dass er mit Ihnen reden will.
18:07Wie, der Arzt?
18:08Nein, Geff.
18:09Ach, Sie sollen heute Mittag vorbeikommen, wenn es geht.
18:11Was sagt Geff?
18:12Sagt der Arzt.
18:14Ach, übrigens, die Unfallbereitschaft hat herausgefunden,
18:16dass sowohl die Bremsleitungen als auch das Seil von der Handbremse durchtrennt wurden.
18:21Also, vor dem Unfall.
18:26Danke, Herr.
18:44Nein.
18:48Kennst du sie?
18:49Kleine Auszeit.
18:53Fangen wir trotzdem an, ja?
18:54Ja.
18:57Nein.
18:59In einer Viertelstunde, ja.
19:11In Nürnberg und ich, wir waren zusammen in so einem Gymnastikkurs.
19:15Danach ein paar Mal essen.
19:17Ich habe Lebensmittelgutachten für Sie gemacht.
19:20Vier oder fünf.
19:21Botulin im Schinken?
19:23Ja.
19:24Ich wollte eigentlich letzte Woche damit schon fertig sein.
19:34Zehn Minuten.
19:35Danke.
19:38Da, wo du gestern warst, hat es mit mir zu tun.
19:43Oder der Arbeit.
19:48Lass mir Zeit.
19:59Hallo, Miriam, hast du schon gegessen?
20:01Was?
20:01Malte.
20:03Äh, Nürnberg ist an einer Miesmuschelvergiftung gestorben.
20:06Saxitoxin.
20:06Ein Algengift.
20:07Kommst du ein Stück mit?
20:08Ach nee, warte mal, ich zeig dir was.
20:09Ja, was denn nun?
20:11Algengift oder Miesmuschelvergiftung?
20:13Naja, das ist ein Nahrungskettenproblem.
20:15Also, die Miesmuschel frisst eine seltene Art von Blaualgen, die dieses Saxitoxin, dieses Gift produziert.
20:21Für die Muschel ist das ungiftig, aber für den Menschen, der diese Miesmuschel isst, die vorher die Alge gefressen hat,
20:27ist es giftig.
20:28Wie giftig.
20:28Sehr.
20:29So, meine Scherz.
20:33Ich glaube, die Fuß, sehr giftig.
20:35Also, die Letaldosis liegt unter einem Milligramm auf 75 Kilo Körpergewicht.
20:42In Spanien werden jedes Jahr etwa 4000 Leute an Miesmuschelvergiftung krank.
20:48In Frankreich sind es sogar 6000.
20:50Geht's?
20:51Zehn Prozent davon sind tödlich.
20:53Aber davon steht überhaupt nichts in den Reiseführern.
20:55Ich habe das Gesundheitsamt schon angerufen.
20:58Die untersuchen jetzt alles.
20:59Das Restaurant von gestern, Haltung, Zulieferer, Lagerung.
21:04Und wahrscheinlich geben sie eine Warnung raus.
21:06Wir müssen die Leute von gestern Abend informieren, sicherheitshalber.
21:08Gott hat gewürfelt?
21:10Zum Nachteil von Ellen Lüben.
21:12Na, nicht mehr, nicht weniger.
21:14Salami.
21:19Mageninhalt Miesmuscheln und Rotwein.
21:22Die Saxitoxin-Konzentration ist ziemlich hoch.
21:26Nicht unwahrscheinlich hoch, aber doch sehr hoch.
21:30Was heißt das?
21:32Ein Restverdacht?
21:34Nein.
21:35Judith?
21:36Nein.
21:38Sag mal, wäre das möglich, dass sich jemand gezielt in den Besitz einer vergifteten Muschel bringt?
21:46Und sie Ellen Lübeck in den Mund steckt?
21:48Er müsste eine halbe Million Muscheln chemisch analysieren, um eine giftige zu entdecken.
21:52Allerdings.
21:53Allerdings.
21:54Für die Höhe der Konzentration gäbe es auch eine andere Erklärung.
21:57Saxitoxin lässt sich auch chemisch herstellen.
22:00Und dann der Muschel zusetzen.
22:03Das wäre ein Vergiftungsmaat getarnt als Zufallsvergiftung.
22:07Das ist ja raffiniert.
22:08Um das nachzuweisen, bräuchten wir eine Isotopenanalyse.
22:11Ja und?
22:12Wo ist das Problem?
22:13Wir haben die Analytik nicht.
22:15Wir könnten in einem physikalischen Institut nachfragen.
22:18Wir?
22:19Hilfsarbeiten übernehme prinzipiell nicht.
22:30Herr Gefter ist Besuch für Sie.
22:35Hallo, Herr Gefter.
22:38Wie ist denn das passiert?
22:39Gestern Nachmittag kam ein Anruf.
22:41Ich soll zu Ihnen kommen.
22:42Mordkommission, Mordkommission.
22:44Hoffen, sofort.
22:44Zu mir?
22:45Ja.
22:46Ja, ich, ich, ich habe Sie nicht angerufen.
22:50Und auf dem Weg zu mir ist das passiert.
22:54Das ist ja ein Ding.
22:58Was war mit den Bremsen?
22:59Durchtrennt.
23:00Bremssch.
23:01Bremsschleuche und Seilzug.
23:12Meine Frau wollte, dass ich eine Geschichte veröffentliche.
23:17Sie hatte Beweise.
23:19Das ist ein Millionenbetrug.
23:21Sie wollte Geld.
23:23Sie hat nur in Andeutungen geredet.
23:26Und sie hatte Angst.
23:31Ich habe sie nicht ernst genommen.
23:35Jetzt glaube ich, es war kein Zufall, dass sie mich in Sergidi eingeladen hat.
23:38Warum?
23:39Sie wollte mir etwas zeigen.
23:42Ich sollte etwas sehen.
23:47Vielleicht war meine Anwesenheit auch eine Art Schutz für Sie.
23:52Den Rucksack hatte sie bei sich.
23:54Ich habe ihn mitgenommen, weil ich dachte, da wären die Unterlagen drin.
23:58Ich habe sie angelogen.
24:00Ich bin Kummer gewöhnt.
24:02Ich bin bei der Polizei.
24:04Was war denn drin?
24:05Ihre Hausschlüssel und eine Flasche sehr alter und sicher sehr teurer Wein.
24:09Ach ja, und da war da noch etwas.
24:12Hinterher auf der Straße, da wartete die Frau des Kochs auf mich.
24:16Johanna Egini?
24:17Ja.
24:18Sie wollte eine Erklärung, die meine Frau unterzeichnet hätte und die im Rucksack sei.
24:22Es war keine drin.
24:24Dafür könne ich den Wein behalten, der eigentlich ihr gehöre.
24:28Einverstanden.
24:30Der letzte Anruf auf der Mailbox ihrer Frau stammte von Johanna Egini.
24:34Sie sagte, einverstanden.
24:42Hilfsarbeiten erledigt.
24:43Kein Saksitoxin in den Muschelschalen.
24:50Warum sagst du immer Hilfsarbeiten?
24:54Hoffst du auf meine Schuldgefühle?
24:56Ich habe keine.
24:56Ich habe meiner Mama immer brav die Einkaufstasche nach Hause getragen.
25:08Vielleicht will ich dir damit sagen, dass ich hier auf die Nummer 2 abonniert bin.
25:11Dass du mir zu wenig Luft lässt.
25:13Dass du zu klug bist.
25:13Zu schnell.
25:14Zu egozentrisch.
25:20Und dass du ein Meisterwerk bist, Colmar.
25:23Ein Meisterwerk des Ausweichens.
25:25Der personifizierte Fluchtweg.
25:30Judith Sommer?
25:32Joe, er möchte, dass du ins LKA kommst.
25:34Ja.
25:35Er kommt.
25:39Kein Saksitoxin an den Muschelschein.
25:42Nein.
25:48Du willst aufhören hier.
25:50Nicht wahr?
25:52Keine Hilfsarbeiten mehr, oder?
25:55Hast du ein Angebot?
25:57Judith.
25:58Judith.
26:01Judith.
26:02Judith.
26:02Judith.
26:04Judith.
26:05Ein Margot-Jahrgang 1900.
26:11Der Lieblingswein von Karl Marx, G.D. Rockefeller und von mir, wenn ich ihn mir leisten könnte.
26:16Interessante Paarung.
26:17Und der Marx hat den getrunken, als er das Kapital geschrieben hat?
26:20Ja, muss der doch. Es gab noch keinen Supermarkt.
26:21Also.
26:23Also, Kurt Egidi beschimpft Ellen Nüberg.
26:27Johanna Egidi überlässt ihr eine Flasche teuren Wein im Gegenzug für eine Erklärung, die sie nie bekommt.
26:35Kurz darauf wird auf ihren Noch-Ehemann, Albert Geff, ein Anschlag verübt.
26:39Jetzt ist dieser im Besitz der Weinflasche und wahrscheinlich nach Ansicht des Täters im Besitz des Wissens, das Ellen Nüberg
26:46hatte.
26:46Also, für mich ist das wie in einem dunklen Raum einen schwarzen Hutzug.
26:52Und wenn Albert Geff den Unfall nun fingiert hat? Und der Unfall von Ellen Nüberg gar kein Unfall war?
26:58Ja, und das Motiv?
27:00Naja, sie hatte diverse Affären. Unter anderem mit Irion.
27:04Geff und Nüberg lebten in Scheidung, geränktes Ego, verlorenes Geld.
27:09Wieso? Großes Ego und eine Menge Geld. Die Bücher seiner Frau. Solange sie verheiratet sind, erbt er die Rechte.
27:16Außerdem haben wir die letzte Handyverbindung. Er wurde vor dem Unfall aus einer Telefonzelle angerufen.
27:21Wahrscheinlich war das der Lockruf.
27:25Ellen Nüberg bekam diese Flasche Wein von Johanna Egidi.
27:31Vielleicht hat sie die Egidis erpresst.
27:34Möglicherweise mit den Gutachten, die Judith gemacht hat.
27:39Botulinumtoxin im Schinken, wenn sie das der Lebensmittelkontrolle gemeldet hatte.
27:44Bei ihrer Autorität?
27:45Ja, das Restaurant geschlossen worden.
27:47Also, was überlegst du?
27:49Naja, vielleicht ist das Ganze eine optische Täuschung.
27:51Vielleicht geht es in Wirklichkeit um noch was ganz anderes.
27:56Und Expertisen sind...
27:59...eher Mittel zum Zweck.
28:02Und nicht so sehr der Zweck selber.
28:07Ich würde diese Flasche gerne jemandem zeigen. Was dagegen?
28:09Aber nur zeigen, okay?
28:16Jetzt nicht, bitte.
28:22Ein 1900er Chateau Margot.
28:26Eine unglaubliche Rarität.
28:29Neu verkorkt.
28:31Wahrscheinlich schon zweimal.
28:33Wo haben Sie die denn her?
28:35Neu verkorkt? Was heißt das?
28:37Ach so, ein Korken hält höchstens 50 Jahre.
28:39Dann korken die Chateaus die Flaschen neu.
28:42Dann gibt es noch eine Menge anderer kleiner Tricks.
28:45Um diese alten Weine geschmacklich zu verbessern.
28:48Was für Tricks?
28:49Es gibt eine Menge.
28:51Der einfachste ist, man setzt Portwein zu.
28:53Um Süße zurückzugewinnen.
28:55Ach.
28:57Portwein?
28:58Ja.
28:59Man spricht nicht gern davon.
29:01Und, äh...
29:04Was ist so eine Flasche jetzt fehlt?
29:06Ein 1900er Margot.
29:09Zehn.
29:10Fünfzehn.
29:12Zuletzt wurde eine Magnum für 19.000 Euro angeboten.
29:21Die Leute betrachten das als Geldanlage.
29:24Die wollen es gar nicht trinken.
29:26Stellen sich so eine Kiste in den Keller.
29:28So klüger.
29:29Die meisten alten Weine sind gekippt.
29:31Sauer.
29:31Untrinkbar.
29:33Im Grunde wertlose Brühe.
29:36Aber es bleibt sauber.
29:37Und, ja?
29:39Und, wo kriegt man solche Raritäten noch her?
29:43Ach, es gibt immer wieder.
29:45So genannte Kellerfunde.
29:47Eine Mauer in einem alten Weinkiller stürzt ein.
29:50Und dahinter stehen plötzlich ein paar Kästen von wunderbarem alten Wein.
29:56Wie viele Kästen so ungefähr?
29:59Kommen Sie.
30:00Ich lade Sie ein.
30:02Das ist erstmal mein letzter Tag heute hier.
30:04Morgen bin ich in Australien.
30:06Und danach Südafrika.
30:09Nicht schlecht.
30:12Botulin im Schinken.
30:14Andere Lebensmittelgifte.
30:16Hat Ellen Nüberg sie erpresst?
30:21Vielleicht auch damit, dass sie sie heruntergestuft hat?
30:25Wie ist das?
30:26Man fühlt sich bedroht.
30:27Man möchte diese Bedrohung irgendwie aus dem Weg kommen.
30:30Herr Ergidi.
30:32Ich spreche mit Ihnen.
30:35Herr Ergidi, jetzt sitzen Sie doch nicht da.
30:37Leer wie ein ausgeblasenes Ei.
30:40Das Gesundheitsamt war hier.
30:42Das Restaurant bleibt geschlossen.
30:44Vorerst.
30:45Wissen Sie, was das für uns heißt?
30:47Ihre Frau hat Ellen Nüberg gestern Abend eine sehr teure Flasche Wein gegeben.
30:52Warum?
30:56Ellen Nüberg ist tot.
30:58Ein anderer ihrer Gäste hatte einen Verkehrsunfall.
31:00Seinem Auto ist die Bremsflüssigkeit abhanden gekommen.
31:03Und seiner Handbremse das Seil.
31:05Wo ist Ihre Frau?
31:06Wann ist das passiert?
31:07Gestern Nachmittag.
31:10Ellen Nüberg hat uns erpresst.
31:13Mit diesem Gutachten.
31:15Sie wollten uns eine Erklärung geben, dass Sie gefälscht waren.
31:17Im Austausch mit der Flasche Wein?
31:19Wissen Sie, was diese Flasche wert ist?
31:20Wo ist Ihre Frau?
31:22Hier.
31:26Ich habe Ellen Nüberg umgebracht.
31:31Und ich habe die Bremsleitung zersägt.
31:33Glauben Sie ihr kein Wort?
31:40Jetzt werde ich Ihnen was verraten, Kolmar.
31:43Wir sind alle süchtig.
31:45Wir hängen alle an der besten Flasche.
31:48Wir werden erst einmal eine Nase haben, dafür, was ein guter Wein ist, und eine Zunge Ihnen zu schmecken.
31:55Übrigens, Sie haben eine gute Nase.
31:58Ja?
31:59Zeigen Sie mir Ihre Zunge.
32:01Ja, gute Zunge haben Sie auch.
32:03Sie sind auf dem besten Weg.
32:05Ich bin an die Nade.
32:06Ich sage Ihnen was im Voraus.
32:08Irgendwann legen Sie auch ein Tausender hin für ein 85er-Stateau.
32:12Boah, wir trüsten.
32:14Kokain, das ist nur was für Proleten.
32:17Jeder Pinkel schnifft sich eins.
32:20Schauen Sie sich die Welt an.
32:23Eine Welt voller Barbaren.
32:25Alles Sinnesgestörte.
32:26Sie riechen nicht, sie schmecken nicht, sie essen Fertiggerichte, sie trinken Chemie, sie werden betrogen, Tag für Tag.
32:34Jetzt können Sie die Flasche noch mal sehen.
32:37Einmal.
32:39Bitte?
32:43Oh mein Gott.
32:48Es tut mir leid, Kolmar.
32:51Mein Haftrecht bringt mich um.
32:55Ich kümmere mich um die Schärfe.
32:57Nehmen Sie mal das Taxi.
33:00Das brauche ich jetzt nicht mehr.
33:01Das vorne, hinten.
33:03Nee, hinten.
33:04Sie haben ja weite, vor allem lange Reise vor sich.
33:09Australien.
33:10Und?
33:12Südafrika.
33:13Südafrika.
33:15Grüßen Sie die Buhe oben.
33:16Hör um, Krüger, aber ich grüße.
33:18Nein.
33:28Ihr Geständnis, Frau Egidi, wissen Sie, das Problem ist, dass Ihnen das fehlt, was wir als Täterwissen bezeichnen, ja?
33:38Sie behaupten, Ellen Nüber getötet zu haben, aber Sie können nicht sagen, wie.
33:43Also, es tut mir leid, ich kann Sie nicht festnehmen.
33:48Warum glauben Sie, dass Ihr Mann Ellen Nüberk getötet hat?
33:51Wie kommen Sie denn darauf?
33:53Na, Sie schützen ihn doch wie eine Löwin, Ihr Junges.
33:56Warum?
33:57Soll ich ihn festnehmen?
33:59Frau Egidi, wir haben die Wohnung von Ellen Nüberk durchsucht, es fehlen Unterlagen.
34:03Der Laptop ist weg.
34:04Jemand war vor uns da und hat sehr gründliche Arbeit geleistet.
34:08Ein Zeuge hat zufällig einen Lieferwagen gesehen mit der Aufschrift Restaurant Egidi.
34:13Also, wer von Ihnen beiden war denn nun in der Wohnung von Ellen Nüberk?
34:16Ja, ich war da, aber ich bin ja nicht mal ins Haus gekommen.
34:19Ich wollte.
34:20Sie wollten.
34:21Ich lasse Ihnen nach Zeit.
34:22Wir sehen uns morgen.
34:23Einverstanden.
34:24Gute Nacht.
34:48Guten Morgen.
34:49Was ist das da für eine grüne Scheibe?
34:51Die Sonne?
34:51Ja, schon heute oder noch übermorgen?
34:57Flüssigkeitschromatographie?
34:58Rudolfs Analyse alkoholischer Getränke auf ihre Begleitstoffe?
35:02Warst du blau gestern?
35:04Du riechst so, wenn man das überhaupt noch riechen nennen kann.
35:09Was ist mit der Isotopenanalyse?
35:11Hast du sie?
35:11Ja.
35:13Hier.
35:14Was sagt sie, Toxin, das wir am Magen von Ellen Nüberk gefunden haben?
35:18Das...
35:18Boah.
35:21Jetzt sag schon.
35:24Finger weg.
35:25Was ist das?
35:26Warte.
35:28Thomas Irion gibt Weintipps.
35:31Wein als Kapitalanlage.
35:33Erzieht dir mal diese Zahlen hier an.
35:34Er hat ein Brunello empfohlen, der innerhalb von zehn Jahren eine Wertsteigerung von 470% erfuhr.
35:40Wein wird gehandelt wie Aktien.
35:41Und wie teuer die sind, hängt im Wesentlichen davon ab, wie Thomas Irion sie bewertet.
35:46Er ist der Guru der Szene. Sein Weinführer ist die Bibel für Anleger.
35:50Und jetzt kommt der dickste Rund.
35:52Hier.
35:55Er verkauft selbst Raritäten.
35:58Die ältesten Weine zu höchsten Preisen.
36:02Das ist ja ein Ding.
36:05Wissen Sie, wer es war?
36:07Wenn ja, was soll man da noch hier?
36:09Wenn nicht, haben wir hier erst recht nichts verloren.
36:11Nichts verloren, nichts verloren. Sie haben zumindest Ihre Frau hier verloren.
36:14Falls Sie sich daran erinnern.
36:17Eine sehr schöne Frau.
36:18Die war sehr lebendig.
36:22Guten Tag.
36:24Sah der Tisch so aus, als Herr Geff kam?
36:28Sie wissen, wer es war, ja?
36:30Was glauben Sie denn?
36:35Sind solche Pokale bei einer Weinpräsentation üblich?
36:39Na, gehst du ans Weingut.
36:41Ich habe Frau Egidi gebeten, sie eindecken zu lassen.
36:44Und das Eindecken übernimmt üblicherweise der Kellner?
36:47Ja.
36:48Aber auch diese Pokale?
36:49Ja.
36:51Ellen Nüberg ist ein Saxitoxin gestorben.
36:53Das ist ein Algengift.
36:55In der Natur gibt es einen sehr einfachen Weg,
36:57wie dieses Gift zu einer Muschel gelangen kann.
36:59Das ist über die Nahrungskette.
37:00Ein Unglücksfall?
37:02Der sollte vorgetäuscht werden.
37:04Ja, ja.
37:05Das Gift, das Ellen Nüberg tötete, wurde chemisch hergestellt.
37:08Nord.
37:09Damit ich es richtig verstehe,
37:10den Muscheln wurde künstlich erzeugtes Algengift zugeführt?
37:14Damit es für eine natürliche Vergiftung aussah.
37:16Raffiniert, ja.
37:18Frau Egidi.
37:19Haben Sie den Teller von Ellen Nüberg angefasst?
37:23Nein.
37:24Nur die Gläser beim Einschenken.
37:25Könnten Sie es beschweren?
37:27Haben Sie den Teller berührt?
37:31Ich habe nichts angefasst.
37:34Kein Glas, kein Teller.
37:37Herr Geff,
37:38die beiden scheiden schon mal aus.
37:41Und ich glaube,
37:42Herr L.
37:43hatte kein Motiv.
37:45Und Herr Egidi konnte überhaupt gar nicht wissen,
37:47welcher Teller bei Ellen Nüberg landet.
37:51Aber immerhin,
37:52hier geht es um Giftmorde.
37:55Also,
37:56Tatsachengewinnung nach dem Ausschlussprinzip.
37:58Herr Geff.
38:00Ja, also,
38:00ich muss jetzt wirklich
38:02Australien,
38:02Sie wissen ja,
38:04meine Haftpflicht
38:05wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen,
38:07der Regis Magot.
38:09Thomas Irion,
38:10Sie sind vorläufig festgenommen.
38:13Was?
38:14Was sagen Sie?
38:15Gegen Sie besteht der dringende Tatverdacht,
38:16dass Sie Ellen Nüberg getötet haben.
38:18Sie haben das Recht zu schweigen.
38:20Sie haben das Recht auf einen Anwalt.
38:22Sie haben nicht alle Tassen im Schrank.
38:24Warum sollte ich Ellen Nüberg vergiften?
38:26Weil der Wein in der 1900er Magot-Flasche
38:28keine zehn Jahre alt war.
38:30Er enthielt Abbauprodukte von Pestiziden,
38:32die es 1900 noch gar nicht gab.
38:35Die Flasche ist kaputt.
38:37Zerplatzt,
38:38versickert.
38:39Woher?
38:39Ich habe mich um die Schaben gekümmert.
38:42Nein.
38:43Der Weinpapst
38:44als Weinfälscher.
38:46Ellen Nüberg wusste das.
38:47Sie hat Beweise gesammelt gegen Sie.
38:50Und Ihre Existenz stand auf dem Spiel
38:52und darum haben Sie sie getötet.
38:54Und Sie haben versucht,
38:55Herrn Geff zu töten,
38:56weil Sie nämlich nicht wussten,
38:58was Ellen Nüberg ihm eventuell erzählt hat.
39:01Und Sie haben gehofft,
39:02die Flasche Wein würde bei dem Verkehrsunfall
39:04gleich mit kaputt gehen.
39:05Woher?
39:05Ich war gar nicht an dem Teller.
39:06Jeder Winzer ist doch ein kleiner Chemiker.
39:08Haben Sie das nicht gesagt?
39:09Sie stecken in der Scheiße, Iryon.
39:13So tief,
39:13dass Ihr dicker Kopf
39:14gar nicht mehr rausguckt.
39:16Sie wissen ja nicht einmal,
39:17wo das Gift drin war.
39:18Doch.
39:18Das war von Anfang an
39:20in diesem Pokal.
39:21Dafür wurde er hingestellt.
39:23In einem glasklaren Kristallglas
39:26hätte ein scharfes Auge
39:28die Giftkristalle sehen können.
39:30Nicht so in diesem Pokal.
39:32Diese Ordnung
39:34stand von vorn herein fest
39:36und Sie wussten ganz genau,
39:38dass nur Ellen Nüberg
39:39aus diesem Pokal trinken würde.
39:42Sie kommen um Ihr Geständnis
39:43sich herum, Iryon.
39:45Ich bin gespannt,
39:45wie Sie das beweisen wollen.
39:47Ellen Nübergs Glas
39:48war das einzige,
39:48das nicht gewaschen wurde,
39:49weil es vom Tisch fiel.
39:50Ihr Geständnis, Iryon.
39:52Ich, ich,
39:54Sie sind am Ende.
39:56Sie sind am Ende
39:57Ihres Glücks,
39:57gestehen Sie doch.
39:59Ich habe meine Frau
39:59ungebracht,
40:01und versucht mich umzubringen.
40:02Ihre Fingerabdrücke
40:03waren am Glas.
40:04Aber vorhin haben Sie gesagt,
40:05Sie hätten das Glas
40:06gar nicht angefasst.
40:06Du bist ein Mörder.
40:07Ja, ja!
40:09Was hätte ich denn noch tun sollen?
40:13Erst noch.
40:30Das war knapp.
40:33Ohne Geständnis
40:35und mit einem guten Anwalt.
40:37Knapp
40:38und eine verdammt anstrengende Art,
40:41sich seinen Mittag zu verdienen.
41:08nicht schlecht.
41:1382er Petrus.
41:14Was?
41:152.495 Euro?
41:17Dankeschön.
41:26Was ist denn?
41:28Habt ihr noch nie
41:29jemanden essen sehen?
41:30Ja.
41:32Wunderbar.
41:34Ich war in Köln.
41:37Ich habe das Angebot,
41:38meine Habilitation zu machen.
41:40In zweieinhalb Jahren
41:41bin ich Oberärztin.
41:42Toll, nicht?
41:45Toll, ja.
41:46Ja.
41:48Gratulier mir.
41:49Gratulier dir.
41:49Ja, super.
41:50Super.
41:52Super.
42:04Was ist denn?
42:06Habt ihr noch nie jemanden
42:07Wein trinken sehen?
42:08Das war eine schwere Zeit für uns.
42:10Sehr schwer.
42:11Ich danke Ihnen.
42:13Durch Sie lernt jemand
42:14eine völlig neue Welt kennen.
42:17Besuchen Sie unser Restaurant öfter.
42:19Ich mache Ihnen guten Preis.
42:21Sie sind ein nettes Paar.
42:23Ja, wir sind beide
42:24noch nicht verheiratet.
42:26Also ich glaube,
42:27ich habe jetzt
42:28einen neuen Leib gebraucht.
42:30Und für den Wein
42:32bin ich bereit,
42:34kriminell zu werden.
42:35Vielen Dank.
42:37Dankeschön.
42:37Vielen Dank.
42:38Auf Ihr Wohl.
42:39Auf das.
42:39Danke.
42:40Danke.
42:43Danke.
42:44Danke.
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