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  • vor 2 Tagen
+++ Mord in Berlin-Wedding +++ Nachgefragt: Neue Entwicklungen
zu Fahndungsfällen +++ Geldkarten-Betrug in Brandenburg +++
Cartoon: Eierbetrug +++ Raubüberfälle in Eisenhüttenstadt +++
Social-Media-Betrug +++

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Transkript
00:16Willkommen am Sonntagabend. Schön, dass Sie bei uns sind.
00:19Die Polizei hofft wieder auf Ihre Hilfe bei der Aufklärung von Verbrechen in Berlin und Brandenburg.
00:25Unser erster Fall heute ist ein Mordfall. Das Opfer, ein Mann, der in seinem Kiez in Berlin wirklich beliebt war.
00:30Viele sagen, der nette Bäcker von nebenan und das seit 30 Jahren.
00:34Doch in der Nacht vom 10. zum 11. Juni wurde er umgebracht. Dort, wo er sich immer gut und sicher
00:39gefühlt hat, in seiner Bäckerei im Wedding.
00:45Der Kiezbäcker steht an jenem Mittwochabend wie so oft noch allein in seiner Backstube und bereitet den Teig für den
00:52nächsten Tag vor.
00:53Für das Frühstücksbuffet am Morgen.
00:56Er arbeitet schon seit Jahrzehnten in diesem Beruf und hat sein eigenes Geschäft.
01:01Gegen 20.30 Uhr verschickt er noch Nachrichten, auch an seine Familie.
01:05Es ist der letzte Kontakt zu seinen Lieben.
01:10Denn später reagiert er nicht mehr auf Nachrichten und nicht auf Anrufe.
01:15Ein Sohn des 61-Jährigen ist beunruhigt, will deshalb nachsehen.
01:23Und dann der Schock.
01:26Als der junge Mann gegen 1.15 Uhr in den Laden kommt, findet er seinen Vater auf dem Boden liegend.
01:32Blut überströmt.
01:33Er alarmiert sofort die Polizei.
01:37Die ist kurz danach am Tatort, wie diese Bilder aus der Nacht zeigen.
01:42Sofort beginnt die Spurensuche.
01:44Denn es ist offensichtlich, dass es um ein Gewaltverbrechen geht.
01:47Ein Arzt kann nur noch den Tod des Opfers feststellen.
01:52Die Tatortarbeit geht bis in die Morgenstunden hinein.
01:56Auch mit einer Drohne wird die Umgebung abgesucht.
01:58Alles passiert in der Hoffnung, etwas zu finden, das helfen könnte, den Mord schnell aufzuklären.
02:04Die Leiche des 61-Jährigen wird dann nach der Spurensicherung zur Gerichtsmedizin gebracht.
02:09Für weitere Untersuchungen.
02:12Bei der Staatsanwaltschaft Berlin laufen die Ermittlungen zu dem Mord zusammen.
02:16Wie wurde der Kiezbecker getötet?
02:18Die Obduktion wurde angeordnet durch die Staatsanwaltschaft Berlin und das Amtsgericht Tiergarten.
02:25Diese ist zwischenzeitlich erfolgt und hat das Ergebnis gegeben, dass der Mann durch Stichverletzungen gestorben ist.
02:30Aus ermittlungsteilischen Gründen kann zu der Art der Verletzung oder gegebenenfalls auch zu der Tatwaffe keine Angabe gemacht werden.
02:38Passiert ist der Mord im Nordwesten des Berliner Stadtkerns, im Wedding.
02:42In der Gerichtsstraße. Am Abend des 10. Juni, einem Mittwoch.
02:48Hier in der Gerichtsstraße hatte der 61-Jährige sein Geschäft. In dem Haus hinter dem Baugerüst.
02:56Im Kiez war sein Frühstücksbuffet besonders beliebt und wurde gut besucht.
03:01Vor der Tür des kleinen Ladens finden sich jetzt Zeichen der Anteilnahme von Nachbarn und Freunden.
03:07Dabei hat jemand auch eine konkrete Botschaft hinterlassen.
03:11Auf einer Instagram-Seite sind noch Fotos zu finden, die die freundliche Atmosphäre in dem Laden widerspiegeln.
03:18Auch der 61-Jährige Kiezbecker ist zu sehen, mit seinem Team vor dem Geschäft mit dem Namen Simit24.
03:26Warum musste der Mann sterben? Wurde der 61-Jährige überrascht? Gab es einen Kampf?
03:32Was hat die Spurenlage vor Ort ergeben? Viele Fragen.
03:37Bisher erklärt die Staatsanwaltschaft dazu nur,
03:39Der Tatort wurde von den Beamten vor Ort gesichert. Spuren wurden genommen, erste Ermittlungstätigkeiten wurden aufgenommen dort.
03:51Zu diesen Ermittlungen kann jedoch derzeit wegen dem Schutz der Ermittlungen keine Auskunft erteilt werden.
03:57Kriminaltechniker sind auch eine Woche nach dem Mord noch vor Ort.
04:01Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Ihre Mithilfe ist nun gefragt.
04:06Die Staatsanwaltschaft Berlin und Polizei Berlin ist dringend auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, um das Verbrechen aufzuklären.
04:13Insbesondere wird gefragt, hat jemand etwas Auffälliges gesehen, hat jemand Beobachtungen in der Gerichtsstraße 52 gemacht,
04:22auch hat irgendjemand eine flüchtende Person gesehen oder kann sonst sachdienliche Angaben machen.
04:27Jeder Hinweis kann wichtig sein, damit der Tod des 61-Jährigen Berliners aufgeklärt werden kann.
04:34Bitte helfen Sie mit und wenden Sie sich dazu an die Erste Mordkommission des Landeskriminalamtes Berlin unter der Telefonnummer 030
04:4346 64 911 111 oder per Mail an lka111-hinweis-at-polizei.berlin.de
05:01Was wird aus den Fällen, über die wir hier berichten? Welche Ermittlungserfolge gibt es? Welche Fortschritte?
05:06Wir fragen wieder nach und beginnen heute mit dem Tod von Ismet K., einem Bauunternehmer aus Berlin.
05:12Erst wurde er entführt und dann umgebracht. Bereits am 12. Mai konnte ein Tatverdächtiger verhaftet werden.
05:18Inzwischen gibt es eine weitere Festnahme.
05:22Wieder wird ein Mann abgeführt. Wieder wird ein Tatverdächtiger.
05:26Der 32-Jährige soll mit einem Komplizen für eine Entführung verantwortlich sein.
05:34Es geht um den Berliner Geschäftsmann Ismet K.
05:37Der war am 23. April dienstlich in Weidmannslust unterwegs, als er von mehreren Männern erst beobachtet und dann gewaltsam in
05:47einen Transporter verschleppt wurde.
05:49Seitdem fehlte von Ismet K. jede Spur.
05:52Die Berliner Staatsanwaltschaft erklärte dazu gegenüber Täter-Opfer-Polizei.
06:00Wir gehen davon aus, dass für Ismet K. Gefahr für Leib und Leben besteht.
06:06Eine Befürchtung, die sich in diesem Waldstück bei Potsdam bestätigt.
06:10Nach Ermittlungen war hier vor Pfingsten mit Spürhunden gesucht worden und mit Kriminaltechnik.
06:17Experten der Polizei kamen zum Einsatz, um etwas zu finden, das zu Ismet K. führen könnte.
06:23Bei der Absuche wurde eine männliche Leiche gefunden, die verkraben worden war.
06:31Der Mann wird gerichtsmedizinisch untersucht, um die Todesursache gerichtsfest festzustellen.
06:38Jemand hat im Wald bei Potsdam tief gegraben, um Ismet K. möglichst für immer verschwinden zu lassen.
06:44Warum, ist bisher noch unklar.
06:47Das heißt auch, die Ermittlungen zum Fall laufen weiter.
06:51Bereits vor dem Leichenfund konnte die Polizei in Berlin-Spandau einen Tatverdächtigen festnehmen.
06:58Einen 40-Jährigen, der seitdem hier in Untersuchungshaft sitzt.
07:02Dort befindet sich nun auch der mögliche Komplize, der 32-Jährige, der jetzt verhaftet werden konnte.
07:10Trotzdem gehen die Ermittler weiteren Hinweisen nach.
07:16In einem anderen Fahndungsfall wird hier am Berliner Landgericht demnächst ein Prozess beginnen.
07:23Es geht um einen der vielen Angriffe, bei denen in Berlin Schusswaffen eingesetzt werden, um Opfern Druck zu machen.
07:30So wie in Berlin-Fronau, als auf dieses Haus geschossen wurde am 25. November vergangenen Jahres.
07:37Die Einschusslöcher sind dort, wo ein Geschäftsmann wohnte, der längere Zeit erpresst worden war.
07:44Anfang des Jahres konnte dann ein 21-jähriger Mann nach Hinweisen festgenommen werden, der mit dem Fall in Verbindung gebracht
07:52wird.
07:52Die Staatsanwaltschaft erklärt dazu.
07:57Dem 21-Jährigen werden unter anderem gemeinschaftliche räuberische Erpressung vorgeworfen.
08:02Die Suche nach weiteren Tatverdächtigen läuft noch.
08:07Der 21-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft.
08:11Wann der Prozess gegen ihn beginnt, ist noch unklar.
08:18Hinweise werden dagegen noch zur Zerstörung dieser riesigen Bootshalle in Rheinsberg gesucht.
08:24Dies sind Aufnahmen nach einem Brand, der mutwillig gelegt worden war.
08:28Die Bilder vom 18. November vergangenen Jahres zeigen das Ausmaß des Feuers mitten in der Stadt.
08:34Dabei verbrannten mindestens 30 Boote, die sich im Privatbesitz befanden.
08:39Der Schaden geht in den zweistelligen Millionenbereich.
08:43Bisher ist unklar, wer dafür verantwortlich ist.
08:46Deshalb bitten die Ermittler noch einmal um Hinweise.
08:51Der Tatort liegt im Nordwesten Brandenburgs, in Rheinsberg.
08:55Nicht weit vom berühmten Schloss entfernt stand die Bootshalle am Damaschkeweg.
09:00Das Feuer dort wurde in der Nacht zum 18. November gelegt, in der Nacht zu Dienstag.
09:06Hat jemand dort oder in der Umgebung etwas Verdächtiges beobachtet?
09:11Für entscheidende Hinweise zum Fall ist jetzt eine Belohnung ausgesetzt worden von 25.000 Euro.
09:18Bitte nutzen Sie für Informationen zum Bootshallenbrand diese Telefonnummer.
09:28In der Fahndung Kompakt heute sucht die Polizei Brandenburg nach einer Frau,
09:32die mit einer Vielzahl von fremden Geldkarten insgesamt eine sechsstellige Summe erbeutet hat.
09:37Also mehr als 100.000 Euro.
09:39Wie sie an die Geldkarten kam, will die Polizei zunächst nicht sagen.
09:42Aber natürlich möchte sie gern wissen, wer die Frau ist.
09:46Wir schauen zunächst wie immer auf die Tatorte.
09:50Die liegen im Nordwesten Brandenburgs im Landkreis Ostprignitz-Rupin.
09:55Dort tauchte die Unbekannte in Fair Berlin auf und rupp hier in der Gliener Straße in der Raiffeisenbank gleich zweimal
10:02Geld ab.
10:02Am 6. April am Ostermontag und am 12. April einem Sonntag.
10:07Und dann ging es weiter nach Neuruppin.
10:10Auch hier war es eine Raiffeisenbank und zwar in der Karmatstraße.
10:16Und dort war die Frau sogar dreimal am Geldautomaten.
10:19Am 19. und 29. April sowie am 16. Mai.
10:23Wieder ein Sonntag und ein Montag und dazu ein Sonnabend.
10:28Das ist die Verdächtige am Automaten.
10:31Es gibt nur dieses eine Fahndungsfoto, aber dafür ist die Frau gut zu erkennen.
10:36Wem kommt sie bekannt vor?
10:38Sie hat dunkelblondes Haar und trug eine dunkelblaue Kapuzenjacke, graue Skilly Jeans und schwarze Schuhe.
10:46Auffällig auch die Tasche mit den braunen Riemen.
10:49Wo ist die Frau noch gesehen worden?
10:52Wer weiß, wo sie derzeit sein könnte?
10:55Ihre Hinweise dazu bitte an die Polizeiinspektion Ostbrignitz-Ruppin unter Vorwahl Neuruppin 03391 und an die 3540 oder an jede
11:06andere Polizeidienststelle.
11:10Da lachen ja die Hühner.
11:12Den Spruch kennen sie alle.
11:13Er wird gern genommen, wenn das völlig absurd ist oder einfach nur schwer zu glauben.
11:18Denn Hühner können zwar gackern, klar, aber lachen, das funktioniert nicht.
11:23Wobei im Cartoon heute, im kuriosen Fall der Woche, da könnte es vielleicht doch klappen.
11:28Nimm ein Ei mehr oder Omelette kriminell.
11:32Henne oder Ei?
11:34Die berühmte Frage nach dem, was zuerst da war, hat Christian auch beschäftigt.
11:40Frische Denkeindrücke holt er sich da gern auf dem Legehennenhof am Rande der Stadt.
11:45Da schaut er als Lebensmittelhändler regelmäßig vorbei und gehört schon fast zum Inventar.
11:51Denn Christian nimmt sich Zeit für einen Plausch mit den Hühnerhütern.
11:55Und kurbelt dann den Umsatz an.
11:57Er nimmt gleich mehrere Kisteneier mit.
12:00Anfangs zahlt er, jede Eierfuhre natürlich.
12:04Doch dann probiert er es auch mal so.
12:06Mitnehmen ohne Zahlen mit dem Spruch, ist mit dem Chef abgesprochen.
12:11Das funktioniert tatsächlich.
12:13Und alle freuen sich trotzdem auf seinen nächsten Besuch.
12:16Der lässt nicht lange auf sich warten.
12:19Denn Christians Lebensmittelhandel braucht Eiernachschub, den er verkaufen will.
12:24Woche für Woche kommt er nun und zahlt mit dem Spruch, mit dem Chef abgesprochen.
12:28So geht es ein Jahr lang und auch im zweiten.
12:32Bis zu jenem Tag, als ein neuer Hühnerhüter auf dem Hof ist.
12:36Der will keine Fehler machen und ruft doch mal beim Chef an.
12:43Der wusste allerdings von nix und zeigt Christian an.
12:49Christian ist ganz betröppelt, als der Richter kühl kalkuliert.
12:53Zwei Jahre lang, jede Woche macht mindestens 120.000 Eier, die Christian sich ergaunert hat.
13:01Der Richter schickt ihn deshalb dorthin, wo er ganz in Ruhe über Henne und Ei nachdenken kann.
13:10Ja, denn Christian wird jetzt eingesperrt.
13:12Und zwar für zwei Jahre wegen gewerbsmäßigen Betrugs.
13:15110 Fälle konnten ihm nachgewiesen werden.
13:18Er war bereits vorbestraft.
13:20Der Gesamtwert der Beute gut 22.000 Euro.
13:24Zum nächsten Fahndungsbeitrag heute.
13:26Seit gut vier Wochen schauen Verkäuferinnen und Tankstellenmitarbeiter in Eisenhüttenstadt
13:30sehr genau Richtung Tür, denn ein neuer Kunde den Laden betritt.
13:33Es könnte der Beginn eines Überfalls sein.
13:36Ein Serientäter sorgt für Großverunsicherung.
13:39Die Polizei hofft auf ihre Hilfe.
13:44Warum der Mann hier in Eisenhüttenstadt bereit ist, mit gezogener Waffe mehrere Geschäfte zu überfallen, ist bisher unklar.
13:53Fest steht, diese Tankstelle hat er als erstes im Visier.
13:57Gegen 22 Uhr taucht er hier auf.
14:00Maskiert und bewaffnet kommt er in den Tankstellenshop, fordert Geld.
14:06Der Überfall am 24. Mai, am Pfingstsonntag, dauert nur wenige Sekunden.
14:11Dann flüchtet der Täter mit der Beute.
14:14Jetzt ermittelt die Polizei in dem Fall.
14:16Und es gibt noch einen weiteren Überfall.
14:18Die zweite Tat hat sich am 1. Juni ereignet, ebenfalls in Eisenhüttenstadt.
14:25Und im Unterschied zur ersten Tat ist die in den Nachmittagsstunden passiert, kurz vor 14 Uhr.
14:30Der Täter ist ebenfalls maskiert und bewaffnet.
14:34Das Ziel ist diese Bäckerei im Stadtzentrum, die gut besucht ist zur Kaffeezeit.
14:39Trotzdem zieht der Mann seine Waffe, bedroht die Angestellte und verlangt Geld.
14:45Die Frau hat Angst und folgt seinen Anweisungen.
14:48Auch hier kann der Täter mit seiner Beute verschwinden.
14:54Zwei Überfälle mit Waffengewalt, das hat Folgen für alle, die es miterlebt haben.
15:01Für die Opfer selbst ist das natürlich ein sehr schockierendes Erlebnis gewesen für die Angestellten, sowohl aus der Tankstelle als
15:09auch aus der Bäckerei.
15:12Die Bäckereiangestellte ist sogar von Rettungskräften unmittelbar nach der Tat betreut worden, weil sie einen Schockerletten hat.
15:17Und auch die Kunden haben die Tat miterlebt und sind dadurch verängstigt gewesen.
15:23Aufgrund der Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass die Überfälle auf die Bäckerei und die Tankstelle ein und demselben
15:29Täter zuzuordnen sind.
15:31Wenn wir beide Taten betrachten, stellen wir folgende Gemeinsamkeiten fest.
15:35Insbesondere die Zeugen der Taten haben beschrieben, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Mann handeln soll, der ca.
15:4125 bis 30 Jahre alt ist.
15:43Seine Größe wird auf 1,80 Meter geschätzt.
15:46Er war in beiden Fällen dunkel gekleidet. In beiden Fällen war er maskiert und hat zusätzlich zur Maskierung auch noch
15:53eine Kapuze getragen.
15:55Und der Maskierte hat jedes Mal mit gezogener Waffe Geld erprisst.
16:00In beiden Fällen reden wir hier von einer schweren Raubstraftat, einem Verbrechenstatbestand, der eine Freistrafe von mindestens einem Jahr vorsieht.
16:08Zur Höhe der erlangten Geldsumme äußern wir uns nicht aus ermittlungstaktischen Gründen.
16:15Für uns ist aber bedeutsam, dass der Täter in beiden Fällen einen hellen Stoffbeutel mitgeführt hat, in den er das
16:21erlangte Bargeld gepackt hat.
16:23Vielen Zeugen sind zudem zwei Details aufgefallen, die wichtig sind.
16:28Dass anhand der Augenpartie erkennbar war, dass es sich um einen Tatverdächtigen gehandelt hat mit heller Haut.
16:34Er hat auch akzentfreies Deutsch gesprochen. Deshalb liegt die Annahme nahe, dass es sich um einen regionalen Täter handeln könnte.
16:40Vielleicht wohnt der Mann nicht weit von den Tatorten entfernt. Die liegen im Osten Brandenburgs, in Eisenhüttenstadt.
16:48Am 24. Mai, das war der Pfingstsonntag, überfiel er die Tankstelle in der Beskower Straße.
16:54Nur etwa einen Kilometer entfernt liegt der zweite Tatort, die Bäckerei in der Saarluiser Straße.
17:01Dort erpresst der Mann am 1. Juni, einem Montag, Geld.
17:06Wer hat die Flucht des Mannes beobachtet? Denn?
17:09Wir wissen nicht, ob er ein Fahrrad genutzt hat in der Folge oder ein E-Scooter oder ein Auto oder
17:15ob er zu Fuß gelaufen ist. Das können wir nicht sagen.
17:18Allerdings wurde der Mann vor einem Überfall beobachtet.
17:22Aus einer Zeugenaussage ist uns bekannt von einem Kunden, der in der Bäckerei gewesen ist, dass er, bevor er die
17:28Bäckerei betreten hat, eine Person wahrgenommen hat,
17:31die bei sommerlich warmen Temperaturen in den Nachmittagsstunden des 1. Juni dunkel gekleidet, mit einer Kapuze auf dem Kopf, vor
17:39der Bäckereifiliale sich aufgehalten hat.
17:41Und wir gehen ganz stark davon aus, dass ich bei dieser Person um den Täter handeln könnte.
17:46Der Mann soll also dunkel gekleidet gewesen sein, mit einer Kapuzenjacke und einer Maskierung, die nur die Augen freiließ.
17:55Er wird auf 25 bis 30 Jahre geschätzt, ist 1,80 bis 1,90 Meter groß und spricht akzentfrei Deutsch.
18:05So ist er hier in der Tankstelle aufgetaucht, am 24. Mai.
18:10Und auch am 1. Juni, als er die Bäckerei überfiel.
18:14Ihre Mithilfe ist gefragt.
18:16Uns würde interessieren, ob Zeugen, Fußgänger, vorbeifahrende Fahrzeuge, eine Person wahrgenommen haben, die auf die Personenbeschreibung passt.
18:24Die werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
18:27Vielleicht hat jemand den Mann ohne Maske gesehen.
18:30Oder weiß etwas, das mit den Überfällen in Eisenhüttenstadt in Zusammenhang stehen könnte.
18:36Alle Hinweise richten Sie bitte an die Polizei in Brandenburg unter dieser Telefonnummer 03361 56 80.
18:47Zwischen gab es einen weiteren Überfall in Eisenhüttenstadt nach ganz ähnlichem Muster.
18:50Und zwar Mittwochnachmittag ein Bioladen in der Stadt.
18:54Diesmal waren es aber zwei Täter.
18:56Ein Kunde versuchte noch im Laden einzugreifen, wurde jedoch verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.
19:01Die Polizei prüft, ob auch dieser Überfall in diese Serie passt.
19:06Einiges spricht dafür.
19:09Schockanrufe, Enkeltrick, WhatsApp-Masche.
19:12Trickbetrüger haben es meist auf ältere Opfer abgesehen.
19:15Viele junge Leute aber denken, mir könnte sowas nicht passieren.
19:18Ich bin fit im Umgang mit Smartphones, gefälschten Nachrichten und Social Media.
19:23Stimmt leider nicht, auch weil die Täter häufig sehr raffiniert vorgehen.
19:26So wie in diesem Fall.
19:30Die freie Zeit nutzen, denkt sich eine Schülerin, die im Barnehm zu Hause ist.
19:35Sie checkt ihre Social Media Apps wie TikTok und Co. und entdeckt dabei eine Nachricht.
19:42Anhand des Profils sieht sie, dass offenbar eine Freundin mit ihr Kontakt aufnimmt.
19:46Und so beginnt eine Betrugsmasche.
19:49Für die es bei den Ermittlern der Polizeidirektion Ost inzwischen mehrere Anzeigen gibt.
19:55Die Täter haben hier über Social Media Plattformen Kontakt zu ihren Opfern aufgenommen,
19:59haben sich dort ausgegeben als Freunde, haben also die Profile von Bekannten,
20:04die sie vorher erkundet hatten, täuschend echt nachgebildet und sind dann an ihre Opfer herangetreten.
20:10So wie bei der Schülerin aus dem Barnehm.
20:13Ihre Freundin bittet sie um ihre Telefonnummer, weil sie ein neues Handy habe.
20:18Da die Schülerin glaubt, ihre Freundin schreibt, schickt sie die Nummer. Ohne Bedenken.
20:25Was sie nicht weiß, ihre Nummer geht an die Betrüger, die sich als Freundin ausgeben.
20:31Und das ist nur das erste Ziel der Täter.
20:35In zweiter Instanz dann haben sie darum gebeten, einen Entsperrcode zu bekommen,
20:39den sie bräuchten, um bei ihren neuen Internetanbietern oder Telefonanbietern ihr Telefon zu entsperren.
20:46Tatsächlich bekommt die Schülerin eine SMS mit einem mehrstelligen Entsperrcode.
20:51Diesen Code soll sie dann an ihre vermeintliche Freundin weiterschicken.
20:55Die Schülerin weiß nicht so genau warum, will aber helfen.
20:59Genau dieses Vertrauen nutzen die Betrüger bei ihren Opfern aus.
21:04In dem Glauben, dem Freund oder Bekannten geholfen zu haben, haben die Opfer dann diesen Code übersandt,
21:11der aber eigentlich nur eine Autorisierung war, um ein Kaufgeschäft abzuschließen.
21:17Denn bei einigen Mobilfunkanbietern kann man Online-Einkäufe über die Handyrechnung bezahlen.
21:24Täter brauchen dafür aber die Handynummer eines Opfers.
21:27Deshalb wurde die Schülerin als erstes um ihre Nummer gebeten.
21:32Man muss sich jedoch mindestens mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung für diesen Kauf bestätigen.
21:37Und das Opfer hat dem zugestimmt, indem es die Autorisierung per Code weitergeleitet hat.
21:42Der Täter hat also Waren oder Dienstleistungen erbeutet, das Opfer die Rechnung bezahlt.
21:46So wie die Schülerin.
21:48Sie bekommt eine SMS-Nachricht von ihrem Mobilfunkanbieter über einen Kauf und eine Zahlung,
21:53obwohl sie selbst nichts online gekauft hat.
21:57Jetzt bemerkt sie, dass etwas nicht stimmt und checkt zusammen mit ihren Eltern noch einmal die Social-Media-Nachrichten der
22:04vermeintlichen Freundin.
22:05Sie entdecken Unstimmigkeiten und es wird klar, sie haben es mit Betrügern zu tun.
22:12Zu dieser Betrugsmasche gibt es bei der Polizei viele Anzeigen von Schülern aus dem Barnim, Berlin und der Prignitz.
22:20Wir haben aber auch einen Fall im Landkreis Oderspray.
22:23Dort wurde eine Frau in ihren Mitvierzigern Opfer dieser Masche, die in gleicher Weise begangen wurde.
22:28Die Schadenshöhen bewegen sich meistens im mittleren dreistelligen bis zum vierstelligen Bereich.
22:34Was weiß man über die Täter?
22:38Unsere Kriminalisten sind dort aktuell noch in den Ermittlungshandlungen.
22:41Sie fügen die Fälle zusammen, schauen sich genau an, wer sind die Opfer, welche Kanäle wurden benutzt
22:47und versuchen dort ein einheitliches Bild zu erlangen, wer die Täter waren.
22:52Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Betrüger es immer wieder versuchen.
22:56Auf Social-Media-Plattformen werden Opfer gesucht, um deren Kontakte zu kopieren oder zu hacken.
23:03So können die Kontakte genutzt werden, über die Social-Media-App, um an Telefonnummern und Codes zu kommen.
23:10Mit dem Ziel, online Waren einzukaufen, auf fremde Kosten.
23:15Die Polizei warnt davor.
23:17Der digitale Raum keine Oase der Glückseligkeit ist, sondern dass das ein genauso von Kriminellen genutzter Raum ist,
23:25wie die Realität auch, solange es technologischen Fortschritt gibt und Möglichkeiten identifizierbar sind,
23:32um Menschen ihres Eigentums zu berauben oder um ihr Vermögen zu bringen,
23:36werden Täter auch Wege finden, dies zu tun.
23:39So wie bei der Schülerin aus dem Barnim.
23:42Sie musste mehrere hundert Euro für die fremden Einkäufe zahlen.
23:47Geld, das für sie verloren ist.
23:51Ja, was heißt das alles?
23:53Egal, auf welchem Weg wir kontaktiert werden, E-Mail, Telefon oder Social Media,
23:57geben Sie nie persönliche Daten weiter und schon gar nicht Zahlencodes oder gar Bankdaten.
24:01Im Zweifelsfall rufen Sie sofort den betreffenden Freund oder Verwandten zurück und fragen direkt nach.
24:07Und sprechen Sie bitte in der Familie über solche Fälle, denn wir haben es gesehen,
24:11egal wie alt man ist, Opfer von Betrügern können wir alle werden.
24:16Das war's fast für heute.
24:17Es fehlt noch der Blick zurück auf die Fahndungsfälle an diesem Sonntag.
24:20Hier kommt unsere Zusammenfassung.
24:24Der 61-jährige Kiezbäcker war allein in seiner Backstube im Berliner Wedding, als er angegriffen wurde.
24:30Ein Sohn fand ihn dann auf dem Boden liegend Blut überströmt.
24:33Der Bäcker konnte nicht mehr gerettet werden.
24:36Wer weiß etwas über den Mord?
24:39Hinweise werden auch zu dieser Frau gesucht.
24:41Sie waren für Berlin und in Neuruppin unterwegs, als dort mehrmals mit Bankkarten Geld abgehoben wurde.
24:47Erkennt jemand die Frau? Wo wurde sie noch gesehen?
24:51Und wer ist der Mann mit der dunklen Kapuzenjacke?
24:54Er taucht in Eisenhüttenstadt erst in einer Tankstelle auf, dann in einer Bäckerei.
24:59Mit gezogener Waffe fordert er Bargeld.
25:01Wer weiß etwas über die Raubüberfälle?
25:06Also wenn Sie helfen können, bitte tun Sie es.
25:08Alle Kontakte zur Polizei und alle Fakten zur Sendung finden Sie noch einmal online auf unserer Fahndungsseite.
25:14Danke fürs Zuschauen. Heute hier folgt gleich das Wetter und die Nachrichten.
25:17Und wir sehen uns dann am nächsten Sonntag wieder mit neuen Fahndungsferien, wie immer um 19 Uhr.
25:22Bis dahin alles Gute.
25:24Achten Sie auf Ihr Handgepäck und gerne auf unsere neue Podcast-Folge.
25:27Die ist ab heute online.
25:31Im Visier. Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg.
25:35Das ist der rbb-Crime-Podcast.
25:38Elvira Siebert und Uwe Madl beleuchten wahre Kriminalfälle aus der Region und deren Hintergründe.
25:45Diesmal geht es ins Jahr 1998 nach Berlin-Friedrichshain.
25:49Dort wird in der Richard-Sorgestraße zu Weihnachten eine Wohnung von der Polizei aufgebrochen.
25:55In der Wohnung werden dann über 400 Paar Damenschuhe gefunden.
25:59Ein schwerverletzter Mann und eine Frauenleiche.
26:02Die Frau wurde ermordet.
26:05Ermittler suchen nach dem Motiv.
26:07Warum diese über 400 Paar Schuhe wichtig sind bei der Aufklärung des Falles,
26:11erfahren Sie im Podcast Im Visier.
26:13Zu finden in der ARD-Sounds-App und überall, wo es Podcasts gibt.
26:22Untertitelung des ZDF für funk, 2017

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