- vor 3 Monaten
+++ Schüsse in Berlin-Kreuzberg +++ Schockanruf in Potsdam +++
Diebstahl in Hoppegarten +++ Cartoon: Scherenschnitte +++
Tankstellenüberfall in Kyritz +++ Bronzediebe +++
Diebstahl in Hoppegarten +++ Cartoon: Scherenschnitte +++
Tankstellenüberfall in Kyritz +++ Bronzediebe +++
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TVTranskript
00:18Die Polizei hofft wieder auf ihre Hilfe bei der Aufklärung von Verbrechen in Berlin und Brandenburg.
00:23Dazu gehört heute auch die Fahndung nach brutalen Tankstellenräubern.
00:30Das hier ist keine Szene, die wir nachgestellt haben. Das sind Originalaufnahmen eines Überfalls in Küritz.
00:35Ein Täter mit Pistole in der Hand und Reizgas. Reizgas, das er auch einsetzt.
00:43Draußen an der Tür sein Komplize. Wer sind diese beiden Täter? Mehr dazu später in der Sendung.
00:53Einschüchtern, Angst verbreiten, sich rächen und all das mit wilden Schießereien.
00:56Inzwischen ist das leider Alltag in Berlin. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln mit Nachdruck.
01:02Es gibt Verhaftungen, es gibt Anklagen und doch wird weiter geschossen in der Stadt.
01:06Im ersten Beitrag heute hofft die siebte Mordkommission auf ihre Hinweise.
01:12Schüsse fallen in einem Wohnviertel und sogar auf einem Spielplatz.
01:16Bilder kurz danach. Polizisten sichern die Tatorte in Berlin-Kreuzberg.
01:21Experten der Spurensicherung suchen nach Hinweisen, die zu den Tätern führen könnten.
01:26Die Markierungen zeigen, wo überall Patronenhülsen gefunden werden und was getroffen wurde.
01:32Ein Auto zum Beispiel.
01:34Nur durch Zufall wird keine Person verletzt, so Michael Petzold von der Staatsanwaltschaft Berlin, die in dem Fall ermittelt.
01:42Schüsse in der Öffentlichkeit sind natürlich extrem gefährlich, lebensbedrohlich.
01:47Und hier sieht man auch das besonders brutale und skrupellose Vorgehen, kriminelle Vorgehen der Täter,
01:54die letztlich alles machen, um ihre eigenen Zwecke durchzusetzen.
02:00Es passiert am langen Pfingstwochenende, als in Berlin der Karneval der Kulturen gefeiert wird.
02:06An vielen Orten finden Feste statt, auch noch am Pfingstmontag, auch in Kreuzberg.
02:12Und in dieser Zeit macht sich ein Mann auf den Weg, der bereit ist zu schießen.
02:16Im Kreuzberger Gräfekiez.
02:19Es handelt sich um einen hochbelebten Ort, um 9 Uhr abends.
02:23Dort ist eigentlich zu erwarten, dass sehr viele Personen sich in dem Bereich befinden.
02:28Passanten, Touristen, das ist einer der meistbelaufenden Orte.
02:31Doch das scheint dem bisher Unbekannten gleichgültig zu sein.
02:35Er sucht sein Ziel.
02:37Als er den Mann auf einem Spielplatz sieht, zögert er keine Sekunde und drückt ab.
02:43Die Staatsanwaltschaft geht derzeit davon aus, dass gezielt auf die Person geschossen wurde
02:48und dementsprechend von einem versuchten Tötungsdelikt ausgegangen wird.
02:52Die Schüsse verfehlen den Mann auf dem Spielplatz, der sich in Sicherheit bringen kann.
02:57Der Schütze verschwindet zu Fuß.
03:00Doch damit ist die Gewalt im Gräfekiez noch nicht vorbei.
03:04Wenig später bahnt sich die nächste Eskalation an.
03:07Ein Mercedes taucht auf, verfolgt erst einen E-Scooter-Fahrer
03:11und dann den Schützen vom Spielplatz, der immer noch auf der Flucht ist.
03:16Aus dem Mercedes sollen Personen ausgestiegen sein, die Schüsse abgegeben haben.
03:20Die Staatsanwaltschaft sucht hier auch Zeugen, die dieses Fahrzeug gesehen haben
03:24oder auch die Personen, die aus diesem Fahrzeug ausgestiegen sind.
03:28Die Männer aus dem Mercedes schießen sofort, mitten in dem Wohnviertel.
03:33Ist ihr Ziel tatsächlich der Schütze vom Spielplatz?
03:38Die Schussabgaben erfolgten innerhalb von wenigen Minuten in unmittelbarer Nähe,
03:42sodass derzeit wohl davon ausgegangen werden muss, dass die zusammenhängen miteinander.
03:47Passiert sind beide Anschläge hier, rund um die Kreuzung Urbanstraße-Gräfestraße in Kreuzberg.
03:54Dort befindet sich auch der Spielplatz, auf dem zuerst geschossen wurde.
03:58Am Pfingstmontag, dem 25. Mai gegen 21.25 Uhr.
04:03Der Mann wird auf dem sogenannten China-Spielplatz angegriffen.
04:07Der Schütze bewegt sich danach zu Fuß in Richtung Gräfestraße.
04:11Dort taucht der Mercedes auf, der den Schützen verfolgt.
04:15Hier schießen die Mercedes-Insassen auf den Schützen, der schließlich flüchtet und seitdem gesucht wird.
04:21Genauso wie der Mercedes und die vier Männer, die in unbekannte Richtung verschwinden.
04:26Zwei Mordversuche direkt nacheinander, in unmittelbarer Nähe.
04:31Was könnten die Motive sein?
04:33Die Staatsanwaltschaft erklärt dazu.
04:35Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch völlig offen, insbesondere weil die Täter unbekannt sind und erst ermittelt werden müssen.
04:45Dennoch, die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ein Bereich der organisierten Kriminalität der Zusammenhange nicht ausgeschlossen werden kann.
04:52Ging es vielleicht um Rache für zurückliegende Taten?
04:55Denn nicht nur in der Umgebung der Gräfestraße, sondern auch an anderen Orten in Berlin wurde scharf geschossen.
05:02Seit Anfang des Jahres bereits 46 Mal. Dabei wurden Personen auch verletzt oder gar getötet. Es gab mehrere Festnahmen.
05:12Darauf hoffen die Ermittler jetzt auch im aktuellen Fahndungsfall im Gräfekiez und bitten um ihre Mithilfe.
05:18Insbesondere werden Zeugen gesucht, die sachdienliche Angaben zu den Schussabgaben machen können.
05:23Dazu gehören auch Videos von der Tat, auch Dashcam-Videos von irgendwelchen Fahrzeugen.
05:31Falls Sie also etwas sagen können zu den Schüssen am 25. Mai gegen 21.25 Uhr im Gräfekiez,
05:38melden Sie sich bitte bei der 7. Mordkommission in Berlin unter der Nummer 030 46 64 911 777
05:50oder nutzen Sie diese Mailadresse.
05:58Sagen Sie nie, mir passiert das nicht.
06:00Auch das Opfer im nächsten Beitrag hätte vermutlich immer gesagt, auf die Masche falle ich doch nicht rein.
06:05Aber dann ist es doch passiert.
06:08Ein Schockmoment am Telefon, die Angst um das eigene Kind und schon machen wir Dinge,
06:12die wir vorher für unmöglich gehalten haben.
06:14Genau darauf setzen die Verbrecher, die Schockanrufer.
06:17Nach einem fahrenden wir heute bereits zum zweiten Mal.
06:23Gesucht wird noch immer dieser Mann, der zu einer Bande gehört.
06:26Zu Kriminellen, die über 200.000 Euro erbeutet haben.
06:30Wie meist in solchen Fällen beginnt der Betrug mit einem Telefonklingeln.
06:34Eine Potsdamerin bekommt einen Anruf.
06:38Mit dem sie nicht gerechnet hat.
06:40Und das, was sie dann hört, wird für sie zu einem Albtraum, so die Polizei Brandenburg.
06:45Die erklärt dazu.
06:48Der Frau ist am Telefon gesagt worden, dass ihr Sohn einen tödlichen Unfall zu verantworten hat.
06:53Der Anrufer gab sich als Polizist aus und erklärte der Frau, dass ihr Sohn damit für eine Straftat verantwortlich sei.
07:03Die Potsdamerin bleibt am Telefon, weil sie tatsächlich einen Sohn hat.
07:08Und hört so, wie der vermeintliche Polizist erklärt, dass ihr Sohn in Haft sei und nur gegen Kaution wieder freikämme.
07:16Der Anrufer macht Druck.
07:18Deshalb folgt sie den Anweisungen am Telefon, packt alles Geld ein, was sie zu Hause hat, und auch eine Münzsammlung.
07:29Dann macht sie sich auf den Weg zum vereinbarten Übergabeort.
07:35Fälle wie der aus Potsdam sind leider keine Ausnahme.
07:39Laut aktueller Polizeistatistik gab es weit über 30.000 Anzeigen dazu deutschlandweit im vergangenen Jahr.
07:45Oft sind es international agierende Banden, die dahinter stecken.
07:50Mal geben sich die Anrufer als Anwälte oder Polizisten aus, mal als Tochter oder Sohn.
07:56Das Ziel ist immer dasselbe, so die Polizei.
08:00Diese Betrugsmasche heißt Schockanruf.
08:03Ein Schock soll bei den Opfern ausgelöst werden durch eine Unfallgeschichte.
08:07Dadurch wollen Täter ihre Opfer dazu bringen, ohne groß nachzudenken, auf die Forderungen einzugehen.
08:15So wie in Potsdam.
08:17Weil die Frau große Angst um ihren Sohn hat, geht sie zum vereinbarten Treffpunkt.
08:21An einer Bushaltestelle übergibt sie das Geld und die Münzen.
08:24Und damit einen Wert von über 200.000 Euro.
08:31An dieser Bushaltestelle fand die Übergabe statt, in der Potsdamer Scheffelstraße.
08:39Die liegt im Osten der Stadt, in einem ruhigen Wohngebiet.
08:43Dort trifft die Frau im Frühjahr vergangenen Jahres gegen 18 Uhr einen ihr unbekannten Mann,
08:48der mit dem Geld und den Münzen verschwindet.
08:53Zweifel kommen ihr erst später.
08:55Als sie ihren Sohn direkt anruft, erfährt sie, dass es nie einen Unfall oder eine Inhaftierung gab.
09:03Immerhin kann die Frau den Unbekannten beschreiben.
09:06Deshalb gibt es das Phantombild von ihm.
09:09Für das Alter des Mannes gibt es nur eine grobe Schätzung, zwischen 25 und 40 Jahren.
09:15Er ist etwa 1,80 Meter groß und soll von kräftiger Gestalt gewesen sein.
09:20Erkennt jemand den gesuchten Mann?
09:23Sehr wahrscheinlich war er nicht nur in Potsdam als Geldabholer unterwegs.
09:28Vielleicht ist er anderswo auch schon aufgefallen.
09:31Ihre Mithilfe ist gefragt.
09:34Sollten Sie zu ihm etwas wissen oder selbst Opfer dieser Masche sein,
09:39dann melden Sie sich bitte bei der Polizei Brandenburg unter der Telefonnummer 0331 55 080.
09:50Was tun, wenn so ein Schockanruf kommt und wir nicht wissen, ist da vielleicht doch was dran?
09:54Legen Sie trotzdem auf.
09:56Dann versuchen Sie den Menschen zu erreichen, dem was passiert sein soll.
09:59Oder Sie wählen gleich die 110.
10:01Wenn es wirklich einen Unfall gab, kann dort sofort geholfen werden.
10:05Und niemals, niemals wird die echte Polizei eine Kaution verlangen oder Wertsachen entgegennehmen.
10:11Das sind immer Betrüger.
10:17In der Fahndung Kompakt heute sucht die Polizei Brandenburg nach einem Diebespaar.
10:21Ein Mann und eine Frau, die sich offenbar auf gute Düfte, auf Parfüm spezialisiert haben.
10:26Wir zeigen gleich Fahndungsbilder.
10:28Doch zuerst schauen wir auf den Tatort.
10:31Der liegt in Brandenburg, direkt am östlichen Stadtrand Berlins in Höno, einem Ortsteil der Gemeinde Hoppegarten.
10:39Dort gibt es in der Mahlsdorfer Straße einen Drogeriemarkt.
10:43Und genau hier griff das Diebespaar zu.
10:46Und zwar am 3. September des vergangenen Jahres.
10:49Das war ein Mittwoch.
10:51Die Tatzeit etwa 17.30 Uhr.
10:55Das sind die beiden Verdächtigen farblich und modisch gut abgestimmt.
10:59Einmal mit Quer- und einmal mit Längsstreifen.
11:01Beide sind etwa 40 bis 50 Jahre alt.
11:06Der Mann trug eine Sonnenbrille und hat dunkles Haar.
11:09Auffällig bei ihm ist neben dem schwarz-weiß gestreiften Hemd das weiße T-Shirt mit der Aufschrift Puma auf der
11:16Brust.
11:16Für die Beute hatte er einen Rucksack dabei.
11:20Die Frau ist etwas kleiner als er und hat blond gefärbtes Haar.
11:24Sie trug über ihrem Streifenpullover eine schwarze Steppweste und eine Umhängetasche.
11:31Wem kommen die beiden bekannt vor?
11:33Wo sind sie noch gesehen worden?
11:35Ihre Hinweise dazu bitte an die Polizeiinspektion Märkisch-Oderland unter Vorwahl Strausberg.
11:4403341 und an die 3300 oder an die Online-Wache der Polizei Brandenburg.
11:52Wenn das Geld nicht reicht, um im Alltag klarzukommen, nimmt man entweder zu wenig ein oder man gibt zu viel
11:58aus oder beides.
11:59Doch wer jetzt an der falschen Stelle spart, der zahlt am Ende teuer drauf, so wie im Cartoon heute im
12:04kuriosen Fall der Woche.
12:05Vor allem, wenn der Sparwillen auf fiese Weise ausgenutzt wird.
12:09Haarscharf abgezockt oder stumpf ist Trumpf.
12:15Sabrina weiß, was sie drauf hat.
12:18Das Verkaufen liegt ihr einfach.
12:20Egal was, sie bringt es an den Mann oder die Frau.
12:24So ist es auch in diesem Friseurladen.
12:27Da holt sie ein super-duper-Scherenset aus ihrer Tasche.
12:30So richtige Profi-Werkzeuge, erklärt Sabrina.
12:34Damit schneiden sich die Haare im Grunde wie von allein.
12:37Besseres kann man nicht haben.
12:39Sabrinas Worte und Scheren wirken.
12:41Die Friseurin ist begeistert.
12:43Selbst von Preis.
12:45Denn der ist ein Schnäppchen.
12:47Die Friseurin zahlt nur 600 Euro.
12:50Wow.
12:51Das stärkt Sabrinas Überzeugungskraft für den nächsten Versuch.
12:55Wieder steuert sie einen Friseur an.
12:57Wieder blitzen die Scheren.
12:59Wieder steckt Sabrina hunderte Euro ein.
13:02Sie freut sich schon auf den nächsten Laden und den übernächsten.
13:06Ach gut, dass es so viele Haarbedürfnisse gibt, findet sie.
13:10Wichtig ist nur, dass sie weit genug weg ist, wenn die Scheren zum Einsatz kommen.
13:16Denn die bringen dann nur Scherer rein.
13:19Sie schneiden nicht richtig oder gehen einfach kaputt.
13:22Die Quittung kommt.
13:23Sabrina wird angezeigt.
13:26Vor Gericht gibt sie sich wie die Unschuld selbst.
13:28Tolle Scheren für einen tollen Preis.
13:31Für den Richter geht es um Wucher und Betrug.
13:34Denn die Super-Duper-Ware gibt es online für gerade mal 20 Euro.
13:39Ein Beweis, den selbst Sabrina nicht mehr wegreden kann.
13:47Und deshalb gab es am Ende eine saftige Geldstrafe für Sabrina,
13:50zumal sie bereits vorbestraft war.
13:52150 Tagessätze, 50 Euro, macht insgesamt 7.500 Euro.
13:57Und das in der Tat wegen Betrugs und Wuchers.
14:01Beides sind Antragsdelikte.
14:02Das heißt, sie werden nur verfolgt,
14:04wenn die Geschädigten auch eine Anzeige erstatten.
14:06Und das ist hier zum Glück ja geschehen.
14:10Im nächsten Fahndungsbeitrag heute sucht die Polizei Brandenburg
14:13nach zwei Tankstellenräubern.
14:15Ein ebenso brutaler wie ungewöhnlicher Fall,
14:17weil die Täter vor ihrem Angriff dafür gesorgt haben,
14:20dass es in der Tankstelle keine Zeugen gibt.
14:22Und auch der Überfall selbst hatte ein paar Besonderheiten.
14:28Tatort Küritz, ein Räuber auf der Flucht.
14:32Kurz vor dem Ausgang rutscht er weg, prallt gegen ein Regal,
14:36rappelt sich auf und verschwindet dann.
14:40Mit seiner Beute in der einen Hand und der Pistole in der anderen,
14:43rennt er davon.
14:45Wir treffen Torsten Patschewitz,
14:47erster Kriminalhauptkommissar in Brandenburg.
14:50Er sucht nach dem Täter, aber auch nach einem Komplizen.
14:54Denn ...
14:54Im Zuge unserer Ermittlungen haben wir die Videoaufnahmen gesichtet.
14:58Und dabei haben wir festgestellt,
15:00dass kurz vor der Tat offenbar ein Mittäter an der Tankstelle war.
15:06Der hat sich in den Eingangsbereich begeben.
15:09Dieser Mittäter ist auch auf den Videos zu sehen.
15:13Der Mann mit der roten Jacke im Arm hat offenbar die Aufgabe,
15:16den Überfall vorzubereiten und Zeugen zu verhindern.
15:22So gibt er an der Tür ein Handzeichen
15:24und fordert er mit einem Kunden im Tankstellenshop auf,
15:27herauszukommen.
15:30Dann taucht der Mann mit der Pistole auf
15:33und stürmt hinter den Tresen.
15:35Er schlägt auf seinen Opfer ein
15:36und fordert, das Geld aus der Kasse
15:39in eine mitgebrachte Tüte zu packen.
15:42Obwohl der Angestellte dem sofort nachkommt,
15:45sprüht ihm der Täter auch noch Reizgas ins Gesicht.
15:50Dann verschwindet er,
15:52stürzt noch auf seinem Weg zum Ausgang,
15:54was womöglich auch Ausdruck seiner Nervosität ist.
15:58Passiert ist der Überfall im Nordwesten von Brandenburg
16:01im Landkreis Ostprignitz-Rupin in der Stadt Küritz.
16:04Am westlichen Stadtrand in der Straße der Jugend
16:07befindet sich die Tankstelle,
16:09die am 12. Juni überfallen wurde, um 21.45 Uhr.
16:14Den Tatort müssen sich die beiden Männer vorher angesehen haben.
16:18Womöglich sind sie dabei aufgefallen.
16:20Wir ermitteln wegen einem schweren Raub.
16:23Schwere Raub ist ein Verbrechenstatbestand.
16:26So wie er sich ereignet hat und damit Führung und Verwendung
16:30einer Schusswaffe, ist er mit Freiheitsstrafe
16:32nicht unter 5 Jahren bedroht.
16:35Erkennt jemand den gewaltbereiten Täter?
16:38Trotz seiner Maskierung mit einer bedruckten Sturmhaube
16:41und der FFP2-Maske.
16:43Er war mit einer Pistole sowie einem Pfefferspray bewaffnet
16:47und trug zu große hellblaue Haushaltshandschuhe.
16:51Der Mann wird als schlank und zierlich beschrieben.
16:54Er soll ca. 1,65 m bis 1,70 m groß sein.
16:58Sein Kompize ist größer, ca. 1,85 m und wird auf 18 bis 25 Jahre alt geschätzt.
17:06Seine Gesichtszüge sind wegen der Bildqualität nicht gut erkennbar,
17:09aber vielleicht weiß trotzdem jemand, wer das ist.
17:12Er trug eine schwarze Jacke der Marke The North Face und ein dunkles Basecap.
17:17Auffällig ist die rote Daunenjacke unter seinem Arm.
17:20Die Jacke wird er wahrscheinlich dafür verwenden,
17:23wenn die Täter vom Tatort flüchten,
17:25dass er sich dann eine auffallende Jacke,
17:28hier in dem Fall die rote Jacke, dann überzieht,
17:30um nicht sofort erkannt zu werden.
17:33Beide Männer sollen Deutsch gesprochen haben.
17:36Erkennt sie jemand?
17:38Vielleicht haben sie es auch woanders wieder versucht.
17:41Wenn sie weiterhelfen können,
17:43wenden sie sich bitte an die Polizei in Neuruppin,
17:45unter der Telefonnummer 03391 354 0.
17:54Seit Anfang Mai wird am Landgericht in Berlin
17:57gegen eine Bande von Kunstdieben verhandelt,
17:59die es v.a. auf Bronze, Plastiken und Reliefs abgesehen hatte.
18:03Im Laufe der Ermittlungen konnten zahlreiche Kunstwerke
18:05wiedergefunden werden.
18:06Einige waren bereits seit Jahren verschwunden.
18:09Das hat auch einem Verein in Berlin wieder Hoffnung gemacht.
18:12Hoffnung, dass auch diese Bronze wieder auftaucht.
18:16Ruhendes Mädchen mit Badekappe.
18:19So heißt die Plastik, die verschwunden ist.
18:22Hier im Stadtbad Lichtenberg, das gerade saniert wird.
18:26In diesem kleinen Innenhof, wo jeder sie sehen konnte.
18:30Es gibt nur noch den leeren Sockel
18:32und dieses alte Foto von der Bronze im Hof,
18:35die vor 15 Jahren gestohlen wurde.
18:40Damit will sich Bauingenieur Michael Metze nicht abfinden.
18:44Seit Jahren engagiert er sich im Förderverein des Stadtbades,
18:47recherchiert über dessen Geschichte
18:49und weiß, welche Bedeutung das Mädchen mit Badekappe hatte.
18:56Wenn man bedenkt, dass er seit 1929 im Stadtbad gestanden hat,
19:00den Zweiten Weltkrieg überlebt hat
19:01und alle anderen Dinge ja auch dieser Stadt die vornahm.
19:05Für Lichtenberg war ja diese Figur
19:07so die Gallionsfigur des Stadtbares Lichtenberg.
19:11Ein Stadtbad, das bei seiner Eröffnung 1928
19:15eines der modernsten Bäder Europas war.
19:18Heute steht es unter Denkmalschutz,
19:20musste aber nach einem Wasserschaden 1991 geschlossen werden.
19:26Bis dahin hatten hier Generationen von Berlinern das Schwimmen gelernt.
19:30Auch Michael Metze.
19:32Also ich bin groß geworden in Lichtenberg
19:35und bin also da auch eingeschult worden in 1962.
19:38Und dann ist der normale Werder-Yankie gewesen,
19:41dass man dann in der dritten oder vierten Klasse
19:42zum Schwimmunterricht gekommen ist.
19:44Früher haben sich ja in dem Forum die Schulklassen immer getroffen
19:48und dann hat jeder die Figur gesehen.
19:51Jeder hat also das Mädchen mit Badekappe gesehen.
19:54Über den Bildhauer Karl Trumpf ist nur wenig bekannt.
19:58Er wurde 1891 in Berlin geboren.
20:05Als Findelkind mehr oder weniger,
20:07so wie es sich mittlerweile herausstellte,
20:09als uneheliches Kind.
20:10Das war zur damaligen Zeit nicht so obsolet gewesen.
20:15Nach einer Steinmetzlehre hat er an der Kunstakademie in Berlin studiert.
20:20Alte Aufnahmen des Bundesarchivs zeigen ihn in den 1920er Jahren.
20:24Das Mädchen mit Badekappe gehört zu seinen ersten Arbeiten.
20:30Die Figur ist aller voraussichtlich nach,
20:33soweit wir das recherchieren konnten,
20:351919 hergestellt worden.
20:36Also Urich Gossen.
20:39Das war also mitten oder zum Ende des Ersten Weltkrieges.
20:43Das Problem war damals gewesen,
20:45man hatte wenig Gussmaterial gehabt,
20:48also wenig Bronze.
20:49Und deswegen ist von dieser Figur nur eine hergestellt worden.
20:52Doch seit 2011 ist das Mädchen mit Badekappe verschwunden.
20:58Zu dieser Zeit stand die Bronze vorübergehend im Seitentrack des Schwimmbades.
21:02Dort, wo früher die Bademeister wohnten.
21:05Der Diebstahl, hier ein Foto vom Tatort,
21:07muss geplant gewesen sein.
21:09Denn die Bronze wiegt über 120 Kilo.
21:12Das ist natürlich vom Gewicht her so schwer,
21:15dass einer alleine das nicht tragen kann.
21:18Für so einen sperrigen Körper, wie er eigentlich ist,
21:22muss man zu zweit sein.
21:24Die Täter müssen von der Bronze in der Wohnung gewusst haben.
21:27Sie verschafften sich Zugang
21:29und transportierten das Mädchen mit Badekappe
21:32übers Treppenhaus zu einem Seiteneingang.
21:35Vermutlich stand dort ein Auto.
21:37Die Frage ist nur,
21:39ging es den Dieben nur um das Material,
21:41also den Schrott wert?
21:43Oder doch um das Kunstwerk?
21:45Und wenn ja, wo ist die Skulptur dann heute?
21:48Wir haben ja immer noch die Hoffnung,
21:50dass diese Figur einfach nur geklaut worden ist
21:53und irgendwo gelandet ist.
21:54Vielleicht bei irgendeinem am Swimmingpool.
21:56Ein Gedanke,
21:57den diese Bilder aus dem vergangenen Jahr stützen.
22:00Die Polizei konnte bei bundesweiten Durchsuchungen
22:03Dutzende gestohlener Kunstwerke sicherstellen
22:06und kam einer Bronzediebesbande auf die Spur,
22:09die auch in Berlin gestohlen hat.
22:12Der Chefermittler der Polizei erklärt dazu,
22:18Dass wir jetzt alles aufgeklärt haben,
22:21wofür unsere Verdächtigen möglicherweise verantwortlich sind,
22:26das, glaube ich, ist nicht der Fall.
22:28Es wird sehr wahrscheinlich auch noch Menschen geben,
22:31die von unseren Verdächtigen mutmaßliches Diebesgut abgenommen haben
22:37und das gar nicht wissen.
22:38Und die Sachen stehen vielleicht noch irgendwo.
22:42Vielleicht auch das ruhende Mädchen mit Badekappe?
22:45Ihr geschätzter Wert 20.000 Euro.
22:50Keiner stiehlt in der Regel, um es bei sich im Keller zu behalten,
22:55sondern es geht ja um den Weiterverkauf.
22:57Und dann tauchen diese Stücke manchmal nach Jahren oder Jahrzehnten auf.
23:02So auch die Hoffnung bei der Karl-Trumpf-Plastik.
23:05Sie ist ein Meter hoch und eineinhalb Meter breit,
23:08wiegt über 120 Kilogramm.
23:12Schön wäre zu wissen, ob irgendjemand mal so eine Figur im Garten bei jemandem gesehen hat.
23:19Oder vielleicht, so ja, mal einen Transport mitgekriegt hat,
23:22wo sowas transportiert worden ist.
23:26Vielleicht weiß also jemand,
23:28wo das ruhende Mädchen mit der Badekappe hingebracht wurde.
23:31Und vor allem, wo sie jetzt steht.
23:36Ihre Hinweise dazu richten Sie bitte an die Ermittler für Kunstdelikte
23:39beim Landeskriminalamt Berlin unter der Nummer 030 46 64 944 411.
23:51Also 2011 ist die Bronzeplastik gestohlen worden.
23:55Das ist jetzt 15 Jahre her.
23:57Wir haben auch damals Mithilfe gebeten, ohne Erfolg.
24:00Aber vielleicht und hoffentlich ist das heute nach dieser Sendung anders.
24:05Das war's fast für heute.
24:06Es fehlt noch der Blick zurück auf die anderen Fahndungsfälle an diesem Sonntag.
24:10Hier kommt unsere Zusammenfassung.
24:14Erst wird auf einem Spielplatz geschossen,
24:16dann in einer Wohnstraße im Gräfekiez in Berlin-Kreuzberg.
24:20Ermittler können Patronenhülsen sichern
24:22und suchen nun den Schützen vom Spielplatz
24:24und die Männer aus dem Mercedes.
24:26Wer weiß etwas zu den Angriffen.
24:29Gesucht wird auch dieser Mann.
24:31Er ist offenbar Teil einer Bande,
24:32die mit Schockanrufen arbeitet.
24:34Am Telefon wird dem Opfer erklärt,
24:36dass der Sohn wegen eines Unfalls im Gefängnis sitze
24:39und nur per Kaution freikomme.
24:41Nach der Geldübergabe
24:42ist dieser Mann mit über 200.000 Euro verschwunden.
24:46Wer weiß, wer das ist.
24:48Und auch zu diesem Duo wird um Hinweise gebeten.
24:51Die beiden werden in der Gemeinde Hoppegarten fotografiert,
24:54zu der Zeit, als in einem Drogeriemarkt Parfüm gestohlen wird.
24:57Erkennt jemand die beiden?
24:59Wo haben sie es noch versucht?
25:02Also, wenn Sie helfen können, bitte tun Sie es.
25:04Alle Kontakte zur Polizei und alle Fakten zur Sendung
25:07finden Sie noch einmal online auf unserer Fahndungsseite.
25:10Danke fürs Zuschauen heute.
25:12Hier folgen gleich das Wetter und die Nachrichten.
25:14Wir sehen uns dann am nächsten Sonntag wieder
25:16mit neuen Fahndungsferien, wie immer um 19 Uhr.
25:19Bis dahin, alles Gute.
25:21Achten Sie auf Ihr Handgepäck
25:22und gern auch auf unsere neue Podcast-Folge.
25:25Denn die ist ab heute online.
25:32Im Visier.
25:34Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg.
25:36Das ist der rbb-Crime-Podcast.
25:39Elvira Siebert und Uwe Madl beleuchten
25:41wahre Kriminalfälle aus der Region und deren Hintergründe.
25:46Diesmal führt der Fall ins Jahr 2007,
25:49als in Berlin erst ein Park in Neukölln durchsucht wird
25:52und dann ein ganzes Wohnviertel.
25:54Es geht um Mordermittlungen.
25:56Denn in einem Koffer, ähnlich diesen,
25:59war ein junges Mädchen gefunden worden.
26:01Eine 14-Jährige,
26:03deren Leiche in dem Koffer verbrannt worden war.
26:05Doch wer ist für ihren Tod verantwortlich?
26:08Darüber erfahren Sie mehr im Podcast im Visier,
26:11zu finden in der ARD-Sounds-App
26:13und überall, wo es Podcasts gibt.
26:17Untertitelung im Auftrag des ZDF für funk, 2017
26:18Untertitelung im Auftrag des ZDF für funk, 2017