- vor 19 Stunden
+++ Sprengung von Fahrkartenautomaten in Brandenburg +++
Prozess nach tödlichem Angriff in Berlin-Mitte +++ Diebstahl
in Herzberg +++ Cartoon: Parkautomaten +++ Kellereinbruch in
Schönefeld +++ Neue Masche Bankbetrug +++
Prozess nach tödlichem Angriff in Berlin-Mitte +++ Diebstahl
in Herzberg +++ Cartoon: Parkautomaten +++ Kellereinbruch in
Schönefeld +++ Neue Masche Bankbetrug +++
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TVTranskript
00:19Die Polizei hofft wieder auf ihre Hilfe bei der Aufklärung von Verbrechen in Berlin und Brandenburg.
00:26Ein lauter Knall, mitten in der Nacht umherfliegende Trümmerteile, kaputte Scheiben.
00:31Der Süden Brandenburgs wird aktuell von Automatensprengern heimgesucht.
00:35Ganz genau müsste man sagen Fahrkartenautomatensprengern.
00:39Ihre Beute ist oft nur gering, der Sachschaden dagegen nicht.
00:45So hört sich eine Explosion an. Und so sehen die Folgen aus.
00:50Der Fahrkartenautomat wurde regelrecht zerlegt am Tatort, der im Süden Brandenburgs liegt, in Neupetersheim.
00:58Am Bahnhof sichert am Mittwoch die Polizei Spuren und befragt Zeugen.
01:02So wie Steffen Sult vom Förderverein für den Bahnhof.
01:06Also wir haben mitbekommen, dass 2.45 Uhr ein mörderischer Knall gewesen ist.
01:11Meine Frau hat auch noch Rauch gesehen. 2.48 Uhr oder so waren wir schon hier.
01:16Und hier war niemand. Meine Frau hat noch ein Foto gemacht.
01:20Ein Handyfoto, nur Minuten nach der Explosion.
01:25Es gibt hier in Neupetersheim aber noch einen anderen Zeugen, der sogar die Täter gesehen hat.
01:30Er wohnt in der Nähe vom gesprengten Automaten, will selbst aber nicht zu sehen sein.
01:35Deshalb ist nur seine Stimme zu hören.
01:37Ich bin der Anwohner, der die Polizei gerufen hat.
01:39Und beim Rausschauen aus dem Fenster habe ich einen Kleinwagen mit Küchenreifen von der Wendeschleife Richtung Bahnhof fahren sehen.
01:48Und dort sind 2 Männer ausgestiegen, zum Automaten gegangen und haben sich daran zu schaffen gemacht.
01:54Die Täter wollen an die Geldkassetten rankommen und haben sich wahrscheinlich Neupetersheim ganz bewusst ausgesucht.
02:02Denn zwischen 1 Uhr nachts und 4 Uhr morgens hält hier kein Zug.
02:06Und noch etwas wird eine Rolle spielen.
02:09Die Täter sind einfach nicht ermittelbar, weil wir keine Kameraüberwachung hier haben.
02:15Überwachungskameras gibt es aber an anderen Bahnhöfen.
02:17Dort wurden deshalb Tätervideos aufgezeichnet.
02:21Wie dieses hier.
02:22In Bergfelde taucht vor einiger Zeit ein Mann auf, steckt etwas in die Ausgabeklappe, bringt sich dann in Sicherheit und
02:29...
02:33So ähnlich muss es auch in Neupetersheim gewesen sein, wo 2 Täter eine Sprengladung anbringen und sich dann in Sicherheit
02:40bringen.
02:42Sie werden jedoch nach der Explosion vom Augenzeugen gesehen.
02:46In dem Moment gerufen, die Polizei ist informiert und da ist uns dann Auto rein und dann Richtung Welsow abgehauen.
02:52Das war ein älterer Kleinwagen mit defekten Auspuffrohr.
02:55Das alles passiert in der Lausitz, in der Nähe von Cottbus.
03:00In Neupetersheim wird am 10. Juni der Fahrkartenautomat gesprengt, gegen 2.40 Uhr.
03:06Vom Bahnhof aus verschwinden die Täter Richtung Welsow. Danach verliert sich ihre Spur.
03:12Ist vielleicht jemandem am Mittwoch gegen 3 Uhr dort in der Umgebung ein Auto mit defektem Auspuff aufgefallen?
03:18Die beiden Täter verschwinden innerhalb weniger Minuten. Schnell, aber offensichtlich ohne Panik.
03:25Das deutet darauf hin, dass sie nicht das erste Mal aktiv sind, sondern eine gewisse Routine haben.
03:31Womöglich sind sie für weitere Taten verantwortlich.
03:35Denn inzwischen gibt es eine regelrechte Spreng-Serie.
03:38Es beginnt am 17. März in Behlitz-Heilstätten. Danach gibt es in Borgheide eine Explosion.
03:45Dann in Brück.
03:47Im Mai geht es im Südosten Brandenburgs weiter.
03:51In Cottbus werden Automaten des öffentlichen Nahverkehrs zum Ziel.
03:54Kurz hintereinander gleich viermal.
03:57Und jetzt am 10. Juni im nahegelegenen Neupetershain.
04:01Wieder ein Fahrkartenautomat.
04:04Total Schaden heißt es dann immer wieder.
04:06Schon jetzt geht es um eine Schadenssumme von mehreren hunderttausend Euro.
04:11Sind es immer dieselben Täter, die dafür verantwortlich sind?
04:15Oder sind gleich mehrere Banden unterwegs?
04:19Zumindest zu den Tätern in Neupetershain gibt es ein paar Informationen.
04:24Beide Männer wurden ähnlich beschrieben.
04:27Sie sind schlank und waren am Mittwoch dunkel angezogen.
04:30Mit Kapuzen, Pullover und Jogginghose.
04:33Beide sollen zwischen 1,70 m und 1,80 m groß sein.
04:37Und noch etwas hat der Augenzeuge am Bahnhof wahrgenommen.
04:40Als sie gerufen hatte, dass die Polizei informiert ist,
04:44haben die sich dann da irgendwie auf einer nichtdeutschen Sprache verständigt,
04:48damit sie jetzt wahrscheinlich abhauen sollten.
04:51Hat noch jemand die Täter gesehen und kann mehr zu ihnen sagen?
04:54Wer weiß etwas über die Automatensprenger?
05:00Wenn Sie Informationen haben, melden Sie sich bitte bei der Polizei Brandenburg unter der Telefonnummer 035 73 88 0
05:09oder bei jeder anderen Polizeidienststelle.
05:17Das Humboldt-Forum in Berlin ist ein Ort, der Kunst und Kultur beliebt bei vielen Touristen.
05:22Doch im vergangenen Sommer war es auch ein gefährlicher Ort.
05:25Es kamen zu Schlägereien und Messerangriffen und es gab ein Todesopfer.
05:29Wir haben kurz darauf nach den Tätern gefahndet.
05:32Inzwischen läuft der Prozess gegen insgesamt sieben Angeklagte,
05:35die für den Tod eines jungen Mannes verantwortlich sein sollen.
05:38Damals am 12. September mitten in Berlin.
05:43Die Bilder sorgten für Aufsehen.
05:46Denn es war für viele ergreifend, mit welchem Einsatz Rettungskräfte um das Leben eines jungen Mannes kämpfen,
05:51der mit einem Messer attackiert worden war.
05:54Doch der 20-Jährige ist schwer verletzt.
05:57Zu schwer und stirbt kurz danach.
06:01Dafür muss sich nun vor dem Berliner Landgericht eine ganze Gruppe verantworten.
06:07Sieben Angeklagte, die hier sitzen werden, hinter Sicherheitsglas.
06:11Ihre Anwälte sind schon da, genauso wie Vertreter der Jugendgerichtshilfe.
06:16Das hat auch einen Grund zu das Gericht.
06:19Die Angeklagten sind zwischen 16 und 23 Jahren alt.
06:25Das heißt, es geht hier um Jugendliche, um Heranwachsene und einem Erwachsenen.
06:30Trotzdem ist der Prozess öffentlich.
06:33Obwohl Jugendliche eigentlich davor geschützt werden müssen.
06:38Bei Verhandlungen, die sich sowohl gegen Jugendliche als auch gegen Erwachsene richtet,
06:42ist es von Gesetzes wegen so, dass so eine Verhandlung öffentlich ist.
06:46Eine Verhandlung mit schwerem Vorwurf.
06:50Bei vier der Angeklagten lautet der Anklagevorwurf auf Totschlag.
06:55Bei allen übrigen geht es um die Tatvorwürfe der gefährlichen Körperverletzung,
07:00des Landfriedensbruchs und der Beteiligung an einer Schlägerei.
07:05Der Tatort befindet sich in Berlin-Mitte, am Humboldt-Forum, auf der Spree-Seite des Stadtschlosses.
07:11Hier auf der Promenade fängt es am 12. September 2025 erstmal ganz harmlos an.
07:19Ein 20-Jähriger ist mit Bekannten unterwegs.
07:23Sie verbringen einen schönen Abend.
07:26Doch gegen 19.30 Uhr kommt eine Gruppe auf sie zu.
07:30Die Angeklagten sollen die Geschädigten passiert haben.
07:34Und im Anschluss daran soll es zu dieser Auseinandersetzung gekommen sein.
07:39Der 20-Jährige und seine Bekannten werden angegriffen.
07:42Sie kennen die Gruppe nicht, die auf den 20-Jährigen besonders brutal losgeht.
07:47Mehrmals wird auf ihn eingestochen und dabei sein Herz verletzt.
07:51Er geht zu Boden, bleibt leblos liegen.
07:53Die Motivlage in dieser Sache ist vollkommen unklar.
07:57Laut Anklage soll der Angriff aus dem Nichts heraus vollkommen ohne Grund erfolgt sein.
08:03Kurz darauf sind die Rettungskräfte vor Ort, die den 20-Jährigen zunächst wieder beleben können.
08:09Er wird ins Krankenhaus gebracht, wo er aber in der Nacht dann stirbt.
08:14Seine zwei Begleiter müssen auch medizinisch versorgt werden,
08:18haben schwere Rückenprellungen und Hirnblutungen, aber keine lebensgefährlichen Verletzungen.
08:23Zurück bleiben die Spuren des Angriffs, aber erstmal keine Hinweise auf die Täter.
08:29Deshalb wird auch bei uns in der Sendung nach der Gruppe vom Humboldt-Forum gefahndet.
08:36Dieser Ort der Kultur ist offenbar ein gefährlicher Ort geworden.
08:41Danach konnten mehrere Tatverdächtige identifiziert werden.
08:46Ende vergangenen Jahres werden sechs Männer verhaftet.
08:49Genauso wie eine Frau. Alle kommen aus Afghanistan.
08:54Die sieben werden von hier aus hinter dem Sicherheitsglas den Prozess verfolgen,
09:00in dem es um Totschlag und gefährliche Körperverletzungen geht.
09:04Bisher sagen sie nicht viel dazu.
09:06Auch nicht auf die Fragen, wer hat alles zugestochen? Und wie oft?
09:11Für den Fall, dass am Ende die Angeklagten für schuldig befunden werden sollten,
09:17hätte das Gericht Strafen festzusetzen.
09:20Wie die am Ende aussehen werden, das lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht absehen.
09:26Klar ist nur, hier im Landgericht haben sich alle auf einen langen Prozess eingestellt.
09:32Schon jetzt gibt es Termine bis zum Oktober.
09:37Ja, es sind noch einige Überraschungen möglich.
09:39So gab es nach Prozessbeginn noch eine weitere Festnahme eines Verdächtigen.
09:43Auch er ist sehr jung, er ist 16.
09:45Inzwischen wurde Haftbefehl erlassen.
09:47Die Ermittlungen laufen noch.
09:53In der fahrenden Kompaktheit geht es um einen Fall,
09:55wie er aktuell sehr häufig passiert.
09:57In Berlin und Brandenburg, in Geschäften oder Supermärkten,
10:00warten Taschendiebe auf eine gute Gelegenheit,
10:03Portemonnaies oder auch Handtaschen zu stehlen.
10:05Oft wird zuvor die Geheimzahl der Geldkarte ausgespäht,
10:08etwa beim Bezahlen oder beim Geldabheben.
10:11So war es vermutlich auch in diesem Fall Ende Juli 2025.
10:15Wir schauen zunächst auf den Tatort.
10:18Der liegt im Süden Brandenburgs im Ebe-Elster-Kreis, und zwar in Herzberg.
10:23Am 24. Juli, an dem Donnerstag, war eine Frau um die Mittagszeit
10:27hier in der Leipziger Straße einkaufen,
10:30als hier im Geschäft das Portemonnaie gestohlen wurde.
10:33Kurz darauf hob dann in der Sparkasse, in der Torgauer Straße,
10:37ein unbekannter Geld ab, mit einer Karte aus dem Portemonnaie,
10:41und das gleich mehrfach, insgesamt einige Tausend Euro.
10:46Das ist der Verdächtige beim Geldabheben in der Bank,
10:51ein älterer Mann mit Basecap und einem karierten Sommerhemd
10:54mit kurzen Ärmeln.
10:55Er macht einen eher unauffälligen und durchaus seriösen Eindruck.
11:00Wem kommt dieser Mann bekannt vor?
11:02Wer hat ihn im Sommer des vergangenen Jahres in Herzberg gesehen?
11:06Wer weiß, wo er sich heute aufhalten könnte?
11:09Ihre Hinweise dazu bitte an die Polizeiinspektion Elbe-Elster
11:13unter Vorwahl Finsterwalde 03531
11:17und dann die 7810 oder an jede andere Polizeidienstelle.
11:25Weiter geht's mit unserem kuriosen Fall der Woche
11:27und der Frage, haben Sie beim Bezahlen am Parkautomaten
11:30auch schon darüber nachgedacht, wo das ganze Geld eigentlich landet?
11:34Klar in der Kommune, in der Stadtkasse, für neue Straßen und Kitas.
11:38Es sei denn, der verantwortliche Mitarbeiter hat eine andere Idee.
11:42Münzstau im Wohnzimmer oder Gelegenheit macht Diebe.
11:48Tobias findet sich wichtig in seinem Job.
11:51Er ist derjenige, der für die Stadt die Parkraumbewirtschaftung im Blick hat.
11:56Heißt, er sammelt an den Parkuhren die Geldkassetten ein.
12:00Doch eines Tages dämmert ihm,
12:02dass er mit seinem Job richtig etwas rausholen kann aus den Geldkassetten.
12:08Er besorgt sich aus dem Rathaus einen Kassettenschlüssel
12:11und kommt so tatsächlich an die Münzen ran.
12:15Nur ein Paar zweigt er für sich ab und bringt die Kassette dann ins Büro.
12:20Keiner zählt nach.
12:21Spätestens jetzt fasst Tobias schon den Mut fürs nächste Mal
12:24und das nächste Mal und das nächste Mal.
12:29Als es zu Hause zu einem dramatischen Münzstau kommt,
12:32weiht Tobias seine Frau ein.
12:34Die schüttelt zwar jetzt mal den Kopf, hilft dann aber weiter.
12:38Mehrere Bankkonten werden eingerichtet und die Münzsammlung dort eingezahlt.
12:43Von da an läuft es für die beiden fast prächtig.
12:46Designerfummel, Autos und sogar Pferde sind jetzt drin.
12:51Denn wahre Geldtaufen sacken die beiden ein über zehn Jahre lang.
12:55Ganz nach dem Motto Kleinvieh, äh, Münze macht wirklich eine Menge Mist.
13:00Bis zu dem Tag, als eine Bank bei der Einzahlung Geldwäsche vermutet und sie anzeigt.
13:08Vor Gericht schwelgen Tobias und seine Frau nochmal im Luxus und geben dann alles zu.
13:15Mindestens 1,34 Millionen Euro haben sie verpasst.
13:19Der Richter ist beeindruckt und parkt die beiden in einer Münzfreien Zuf.
13:27Und das für jeweils fünfeinhalb Jahre.
13:29So lange müssen die beiden ins Gefängnis.
13:31Auch danach wird das Geld weiter knapp sein.
13:34Tobias und seine Frau müssen den gesamten Schaden zurückzahlen.
13:37Und dann geht es am Ende dann sogar um 1,9 Millionen Euro.
13:40Denn ein Teil der Taten war bereits verjährt und deshalb gar nicht angekriegt.
13:44Das aber spielt für die Gesamtschadenshöhe und die Wiedergutmachung keine Rolle.
13:50Im nächsten Fahndungsfall heute ist die Beute deutlich geringer.
13:53Aber ärgerlich ist dann schon, wenn der eigene Keller aufgebrochen wird.
13:57Nicht selten ist das, was dort lagert, auch mit Erinnerungen verbunden.
14:00Alte Schätzchen, Elektronik, Werkzeug.
14:03Alles, was oben in der Wohnung gerade keinen Platz hat.
14:05Das wissen natürlich auch Einbrecher.
14:08Nach einem suchen wir jetzt, denn es gibt zu ihm eine gute Täterbeschreibung.
14:14Wenn sie diesen Mann schon einmal gesehen haben, war es vermutlich in der Nähe eines Tatortes.
14:20Denn er ist offensichtlich ein Serieneinbrecher.
14:24Die letzte Spur zu ihm führt nach Schönefeld, wo er mit einem Fahrrad unterwegs ist.
14:29Sein Ziel sind an jenem Dienstag mehr Familienhäuser.
14:33Dort verschafft er sich gewaltsam Zugang.
14:36Ziel ist der Kellerbereich.
14:39Hier bricht er eine Tür nach der anderen auf.
14:42Es geht ihm um Elektronik, Schmuck, um alles Wertvolle.
14:46Das will er finden und stehlen.
14:48Doch der Einbrecher bleibt diesmal nicht unbemerkt.
14:52So die Brandenburger Polizei, die mit dem Fall zu tun hat.
14:57Tatsächlich war es ja so, dass eine Bewohnerin ihn gehört hat.
15:00Die hat dann bei Nachbarn geklingelt, hat gesagt, ich habe was im Keller gehört, lass uns mal gucken gehen.
15:05Die Nachbarn gehen gemeinsam, sind deshalb auch bereit, ein Risiko einzugehen.
15:11Unten im Keller angekommen, überraschen sie den Einbrecher auf frischer Tat.
15:15Nach dem, was mir geschildert wurde, was ich auch gelesen habe zu dem Fall, ist es eher so gewesen, dass
15:20er überrascht gewesen ist, dass er von den Anwohnern auf einmal gestellt wurde.
15:24Nach Zeugenberichten hatte er ein Einbruchswerkzeug dabei, ein Brecheisen.
15:27Der Einbrecher greift glücklicherweise die Nachbarn nicht an, sondern flüchtet und wird seitdem gesucht.
15:36Hier in Schönefeld wird er für mindestens vier Taten verantwortlich gemacht.
15:41Kellereinbrüche sind an vielen Orten ein Problem in Berlin und Brandenburg.
15:45Denn fast jeden Tag gibt es mehr als 100 Anzeigen dazu.
15:49Aktiv sind Einzeltäter wie in Schönefeld, aber auch Banden.
15:53Um es Tätern schwerer zu machen, empfiehlt die Polizei.
15:56Zum einen gibt es natürlich die technische Prävention, dass man sagt, man investiert in bessere Schlösser, in stabile Scharniere oder
16:04in stabile Türen.
16:06Aber wir empfehlen tatsächlich auch im Keller, jetzt keine teure Elektronik zu lagern oder Wertgegenstände.
16:15Der beste Einbruchsschutz ist tatsächlich eine aufmerksame Nachbarschaft.
16:19Wer gehört hier ins Haus, wer gehört nicht ins Haus.
16:21Und wenn man etwas Verdächtiges bemerkt, natürlich sofort die Polizei informieren, lieber zu früh als zu spät.
16:28Auch beim Fall aus Schönefeld sind es die Hausbewohner, die den Einbrecher bemerkt und auch gesehen haben.
16:37Darum gibt es das Phantombild des Mannes.
16:40Beschrieben wurde er als etwa 40 bis 50 Jahre alt, 1,70 Meter groß, dunkel gekleidet, 3 Tagebart, schwarze Haare.
16:50Zum Tatzeitpunkt hatte er noch ein Käppi auf dem Kopf, das hat er bei seiner Flucht verloren.
16:55Und er lässt noch etwas am Tatort zurück.
16:59Wir haben im Umfeld ja ein Damenrad festgestellt mit zwei Plastetüten, mit Inhalt.
17:06Und wenn man sich den Inhalt anguckt, dann kann man tatsächlich davon ausgehen, dass das Diebesgut ist aus anderen Einbrüchen.
17:12Es gibt eine Menge Fundstücke.
17:15Auffälliger Schmuck ist zum Beispiel auf den Polizeifotos zu sehen.
17:18Genauso wie diese Briefmarkensammlung.
17:21Wir haben es erstmal sichergestellt, auch wenn wir es noch keinem weiteren Einbruch zuordnen konnten.
17:25Aber sollte es gelingen, uns das anderen Einbrüchen zuzuordnen, dann kann die Staatsanwaltschaft dann auch andere Sachen anklagen, als wenn
17:33es eine Einzeltat gewesen wäre.
17:35Hier in diesem Wohngebiet in Schönefeld wurden die Keller aufgebrochen.
17:40In der Straße Wehrmarten.
17:42Dort taucht der Mann am 20. Mai vergangenen Jahres gegen 0.30 Uhr auf und wird von den Bewohnern bemerkt.
17:50Dann flüchtet er zu Fuß Richtung Uranusstraße, zur Berliner Stadtgrenze.
17:55Dort verliert sich seine Spur.
17:56Womöglich wohnt er in Berlin.
17:58Ihre Mithilfe ist gefragt.
18:01Weiß jemand, wo sich dieser Mann jetzt befindet?
18:03Zum anderen erhoffen wir uns natürlich auch Hinweise zu dem weiteren mutmaßlichen Diebesgut, das wir sichergestellt haben.
18:09Also wer da Gegenstände erkennt oder sagt im Umfeld, zeitlichen Umfeld, örtlichen Umfeld, ist bei mir auch eingebrochen worden, ich
18:17habe da etwas vermisst seitdem, dann bitte auch bei der Polizei melden.
18:22Erkennt also jemand diese Schmuckstücke?
18:25Diesen Anhänger zum Beispiel?
18:27Oder diese Ketten?
18:30Und wer war der Besitzer dieser Briefmarkensammlung?
18:36Und natürlich, wer weiß etwas über diesen Mann?
18:39Wem kommt er bekannt vor?
18:41Etwa 30 bis 40 Jahre alt und mit 1,70 m nicht sehr groß.
18:44Er war offenbar mit diesem Fahrrad unterwegs, in dessen Korb auch die Beute gefunden worden ist.
18:51Ein weinrotes Damenfahrrad mit Nabenschaltung, am Rad konnten auch DNA-Spuren gesichert werden, die Auswertung läuft noch.
18:59Ihre Hinweise zum Fahrrad, zur Beute und zu diesem Mann bitte an die Polizeiinspektion Schönefeld unter Vorwahl Berlin 030, dann
19:08die 63 48 00 oder an jede andere Polizeidienststelle.
19:13Mehr wieder warnen wir hier in der Sendung vor sogenannten Phishing-Mails, mit denen Betrüger wichtige Daten abgreifen wollen, zum
19:20Beispiel Kontodaten.
19:22Oder wir warnen vor Schockanrufen, mit denen Täter Angst erzeugen und so an unser Geld kommen wollen.
19:28Neu dagegen ist die Masche, beides zu verbinden und sich dabei auch Zeit zu lassen.
19:32So eine Art Zwei-Schritt-Betrug.
19:38Neuropien haben sich die Betrüger diesmal ausgesucht.
19:41Hier sind sie auf der Suche nach Opfern, die sie abzocken können.
19:45So wie an jenem Mittwoch.
19:48Da bekommt ein 58-jähriger Mann einen Anruf.
19:53Die Nummer kennt er. Es ist die von seiner Bank in Neuropien.
19:57Also geht er ran.
20:00Was dann passiert, beschäftigt auch die Brandenburger Polizei.
20:04Lars Däbel erklärt, wie die Betrugsmasche am Telefon abläuft.
20:09Ein Mitarbeiter von der Sparkasse stellte sich vor, sagte, dass die Gefahr besteht, dass das Konto gehackt wird.
20:16Er hat suggeriert, dass die Gefahr besteht, dass das Geld von den Konten abgebucht wird und er dann nicht mehr
20:20rankommt, dass es weg ist.
20:23Der Neuropiener ist erst einmal unsicher, ob er dem angeblichen Bankmitarbeiter glauben soll.
20:28Aber?
20:29Die Nummer, die angezeigt wurde im Telefon, das war halt die tatsächlich offizielle Einwahl der Hauptzentrale der Sparkasse gewesen.
20:36Somit konnte man da keinen Verdacht schöpfen, zunächst erst einmal.
20:41Der Mann hat Deutsch gesprochen, war freundlich.
20:45Entscheidend ist, der Anrufer hat auch Einblick auf das Konto des Mannes.
20:51Die Kontostände, die er eben durchgesagt hat, haben tatsächlich mit denen übereingestimmt, die auf dem Konten, also mit dem Geld,
20:58das auf dem Konto war.
21:00Mit diesen Daten macht der Anrufer jetzt Druck und fordert vom 58-Jährigen.
21:18Der Neuropiener folgt jetzt den Anweisungen, weil er tatsächlich glaubt, mit der Bank verbunden zu sein und nur so sein
21:25Geld schützen kann.
21:26Deshalb bestätigte er am Handy die Überweisungen auf ein fremdes Konto. Insgesamt 40 Mal. Mit Tanz.
21:34Die hat er durchgegeben und dann, zack, war das Geld weg.
21:39Der Betrug fliegt erst auf, als die Ehefrau des Mannes nach Hause kommt und er ihr vom Anruf erzählt.
21:45Und sie hat eine böse Ahnung gehabt, schaut aufs Konto und 45.000 Euro, zirka, waren dann weg.
21:55So wurden die gesamten Ersparnisse des Ehepaars gestohlen.
21:59Doch wie konnte der Anrufer, der vermeintliche Bankmitarbeiter, die ganze Zeit über den Kontostand sehen?
22:06Das ist halt tatsächlich später im Rahmen der Anzeigenaufnahme bekannt geworden, dass die Ehefrau Tage zuvor eine E-Mail bekommen
22:14hat, eine sogenannte Phishing-Mail.
22:17Diese Phishing-Mail führte die Frau auf eine gefälschte Website, auf eine Seite, die so aussah wie die von ihrer
22:23Bank.
22:24Als sie dort einen Link bestätigt, sind die Täter am Ziel. Sie haben die Kontodaten.
22:30Und damit hatten sie dann Zugriff aufs Konto. Nur eben überweisen konnten sie noch nicht.
22:35Da kam jetzt der zweite Schritt dazu, den wir am Anfang hatten, der Anruf beim Ehemann.
22:42Der Neuruppiner ist einer von vielen, der so reingelegt wurde.
22:46Warum die Masche immer wieder funktioniert, erklärt Kriminalpsychologin Karoline Klemke.
22:52Dem Opfer wurde vorgetäuscht, sehr detailliert, dass das Konto gehackt worden ist.
22:59Das erzeugt Angst. Das erzeugt Hilflosigkeit.
23:02Und diese Angst und diese Hilflosigkeit zusammen, erzeugt ein Handlungsdruck, tätig zu werden.
23:07Und dann bieten die Täter eben diese Handlungsmöglichkeit an.
23:13Also das Geld vermeintlich zu retten.
23:17Außerdem wird eine Telefonsoftware benutzt, um mit realen Banknummern anrufen zu können.
23:22Das erhöht die Glaubwürdigkeit.
23:25So können Täter Druck machen, um Opfern keine Bedenkzeit zu geben.
23:30Also das ist eine kriminelle Strategie, die sehr viel Scham und Schuldgefühle beim Opfer hinterlässt.
23:37Weil normalerweise Menschen, denen das passiert ist, anders als bei anderen Straftaten, sich oft selber die Schuld geben.
23:44Täter gehen dafür oft gut organisiert vor, so die Polizei.
23:49Grundsätzlich weiß man, dass sie oftmals in großen Gruppierungen handeln, arbeitsteilig vorgehen.
23:57Es gibt die sogenannten Anrufer, die dort die Leute sozusagen anrufen und das Geld heranholen.
24:05Dann gibt es Abholer, die zu den Banken fahren, das Geld sofort abheben,
24:10damit auf das Konto, wo es rauftransferiert wurde, auch gar nicht wieder zurückgezogen werden kann.
24:15So ist das wohl auch beim Fall aus Neuruppin gelaufen.
24:19Denn die 45.000 Euro hat das Ehepaar nicht zurückbekommen.
24:24Die Betrüger waren mit dem Geld schon auf und davon.
24:30Denn auch die Bank wird das Geld nicht zurückzahlen.
24:32Es trifft sie keine Schuld.
24:34Die Abbruchungen wurden ja selbst ausgelöst durch eigene TANs, durch eigene Transaktionsnummern.
24:39Deshalb bleibt als Botschaft, ihre Hausbank wird sie niemals um irgendeine Geheimzahl oder TAN bitten,
24:44auch nicht um den Zugang zu ihrem Konto.
24:46Legen sie also auf, wenn so ein Anruf kommt oder löschen sie entsprechende Mails
24:50und dann passiert ihnen und ihrem Konto nichts.
24:54Das war es fast für heute.
24:56Es fehlt noch der Blick zurück auf die Fahndungsfälle an diesem Sonntag.
24:58Hier kommt unsere Zusammenfassung.
25:03Wieder kommen die Täter mit einem Auto, wieder wird ein Fahrkartenautomat gesprengt.
25:08Am 10. Juni trifft es Neupetershain.
25:10Die beiden Täter ähneln sich in Größe und Statur.
25:13Wer weiß etwas zu den Automatensprengern.
25:17Gesucht wird auch dieser Mann.
25:19Er wird mit einem Diebstahl in Herzberg in Verbindung gebracht.
25:22Dort wurde einer Frau in einem Geschäft ihre Bankkarte gestohlen, die dann zum Geldabheben eingesetzt wird.
25:28Zu der Zeit werden die Bilder von diesem Mann aufgenommen.
25:31Erkennt ihn jemand?
25:33Und dieses Gesicht soll einen Serieneinbrecher zeigen.
25:37Der verschafft sich gewaltsam Zugang zu Kellern in Schönefeld, um Schmuck und Elektronik zu stehlen.
25:42Als er entdeckt wird, flüchtet der Mann, lässt aber Diebesgut zurück.
25:46Wer ist das?
25:47Wo ist er noch aufgefallen?
25:51Wer kann jetzt helfen?
25:52Sie erreichen die Polizei per Telefon, per E-Mail oder über die Online-Wache in Berlin und in Brandenburg.
25:57Alle Kontakte, alle Fakten zur Sendung finden Sie ebenfalls online, und zwar auf unserer Fahndungsseite.
26:04Danke fürs Zuschauen.
26:05Heute, nächsten Sonntag, geht es weiter mit neuen Fahndungsfällen wie immer um 19 Uhr.
26:10Bis dahin alles Gute und achten Sie auf Ihr Handgepink.
26:15Tschüss.