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  • vor 2 Tagen
+++ Brand in Berlin-Steglitz +++ Betrugsmasche: Falsche
Polizisten oder Bankmitarbeiter+++ Cartoon: Gerichtsbetrug +++
Einbrecher in Falkenberg +++ Raubüberfall in Kyritz +++
Gemäldediebstahl in Berlin-Wilmersdorf +++

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Transkript
00:19Die Polizei hofft wieder auf ihre Hilfe bei der Aufklärung von Verbrechen in Berlin und Brandenburg.
00:25Ihre Hinweise sind also gefragt, auch zu unserem ersten Fall heute.
00:30Da geht es um den Verdacht auf schwere Brandstiftung. Dienstagabend gab es in Berlin-Steglitz dramatische Szenen.
00:36Ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus, dazu starke Rauchentwicklung. Viele Menschen waren in Lebensgefahr.
00:45Letzte Rettung Balkon. Eine Familie mit Kindern hofft auf Hilfe. So geht es auch ihren Nachbarn.
00:52Momente des Schreckens für die Bewohner dieses Mehrfamilienhauses in Berlin-Steglitz. Denn sie kommen nicht mehr raus.
01:00Während der Rettungshubschrauber schon landet, breitet die Feuerwehr die Not-Evakuierung vor.
01:06An der Stelle ist natürlich auch besonders gefährlich gewesen.
01:09Ein Brand im Treppenraum, der stießt den Leuten quasi an der Stelle auch den eigentlichen Rückzugsweg ab.
01:15Dadurch, dass eben im gesamten Treppenraum Rauch und teilweise ja unten auch nur Feuer war.
01:20Einsatzkräfte machen sich mit Rettungshauben und Sauerstoff auf den Weg ins Haus, müssen sich bis zum sechsten Stock vorkämpfen, um
01:28alle Bewohner rauszuholen.
01:30Minutenlanges, banges Warten.
01:34Doch dann kommen die ersten mit den Rettungshauben auf den Kopf.
01:38Auch die Kinder können so aus dem Wohnhaus geholt werden.
01:4240 Personen werden gerettet, versorgt und vor allem medizinisch untersucht.
01:46Denn viele stehen unter Schock.
01:49Und es gibt mehrere Verletzte mit einer Rauchgasvergiftung.
01:54Vier Menschen müssen deshalb auch ins Krankenhaus.
01:58In der Zeit läuft bereits die erste Suche nach der Brandursache an.
02:01Inzwischen ermittelt das Landeskriminalamt Berlin wegen des Verlachts der schweren Brandstiftung.
02:08Das heißt, jemand hat das Feuer offenbar gelegt.
02:11Jemand hat im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses einen Brand provoziert, der die Bewohner in Lebensgefahr gebracht hat.
02:19Wer macht so etwas?
02:22Der Tatort liegt im Südwesten Berlins, in Steglitz, in der Schilthornstraße.
02:27Hier wurde am Dienstag das Feuer im Treppenflur des Miethauses entdeckt.
02:32Um 21.16 Uhr der erste Notruf abgesetzt.
02:37Hat hier jemand etwas beobachtet, das mit einer Brandstiftung in der Hausnummer 95 zu tun haben könnte und es noch
02:45nicht der Polizei gemeldet?
02:47Die Zeichen des Brandes sind unübersehbar und meterweit auch zu riechen.
02:52Doch die Rußfahne ist nur ein Bruchteil des enormen Schadens, der Folgen hat.
02:57Und auch für die Bewohner, so die Feuerwehr.
03:00Dadurch, dass der Brandschaden so umfangreich unten ist und auch der Rauchschaden sich durch den gesamten Treppenraum zieht,
03:06ist das Haus jetzt hier an der Stelle auch tatsächlich unbewohnbar.
03:10Schon in der Brandnacht ahnten viele Bewohner, dass sie erst mal kein Zuhause mehr haben werden.
03:16Zum Glück aber wurde niemand schwer verletzt.
03:19Deshalb konnte der Hubschrauber auch ohne Einsatz wieder starten am Dienstag.
03:24Doch die Frage bleibt, warum liegt jemand Feuer zur Abendzeit, wenn viele zu Hause sind, in einem Wohnhaus?
03:34Und bringt Familien mit Kindern in Lebensgefahr, die sich nur noch auf den Balkon retten können?
03:39Wenn Sie Informationen zum Fall am 24. Februar haben, wenden Sie sich bitte an die Polizei Berlin.
03:47Sie können für Hinweise die Internetwache unter dieser Adresse nutzen.
03:54Unser nächster Fahndungsfall heute ist ungewöhnlich, nicht wegen der Masche.
03:58Da geht es um Schockanrufe, um falsche Bankmitarbeiter und falsche Polizisten.
04:01Das haben wir öfter hier.
04:03Er ist deshalb ungewöhnlich, weil nach einem jungen Mann gesucht wird,
04:06der als Tricktäter in ganz verschiedenen Funktionen unterwegs ist und sich dabei recht offen zeigt.
04:11Ohne Tarnung.
04:12Deshalb gibt es auch diese Bilder von ihm.
04:16Was der junge Mann auch hört auf seinem Handy. Fotografiert wird er an einem Geldautomaten in Berlin-Spandau.
04:24Genau zu der Zeit, als mit einer gestohlenen Karte Geld abgehoben wird.
04:28Das passiert fast beiläufig.
04:30Der Mann scheint mehr mit seinem Handy beschäftigt zu sein.
04:33Und trotz Automatenkamera versucht er nicht einmal, sein Gesicht zu verbergen.
04:38Erkennt ihn jemand?
04:39Die Polizei sucht den Mann, der zu einer Bande gehören soll, die gleich mehrere Opfer betrogen hat.
04:47Diese Personen haben jeweils Anrufe bekommen von ihnen unbekannten Personen,
04:53die sich am Telefon als Polizeibeamte oder als Bankmitarbeitende ausgegeben haben
04:59und die Geschichten erzählt haben, zum Beispiel, ihr Konto wurde gehackt.
05:06Kurz nach diesen Anrufen taucht dann der junge Mann bei den Opfern auf.
05:11Erklärt, dass er wegen des gehackten Kontos komme und helfen will.
05:15Deshalb wird er reingelassen.
05:19In der Wohnung macht er Druck.
05:21Man müsse sich jetzt beeilen, um eine Transaktion der Betrüger zu verhindern, erklärt der Mann.
05:27Und fordert von den Opfern die Geldkarte samt dazugehöriger PIN für die Sicherheitsprüfung bei der Bank.
05:34Weil die Opfer glauben, dass ihnen geholfen wird, geben sie dem jungen Mann Karte und PIN.
05:39Der verschwindet damit.
05:43Die Opfer erkennen auf diesem Foto den jungen Mann mit dem Handy wieder, der bei ihnen war als angeblicher Bankmitarbeiter.
05:52Und er nutzt noch eine andere Masche.
05:54Er gibt sich als Polizeibeamter aus, legitimiert sich per Handy mit einem Dienstausweis, der für Laien täuschend echt aussieht.
06:03Von dem vermeintlichen Polizeibeamten gibt es diese Fotos.
06:08Aufgenommen von der Kamera einer Gegensprechanlage bei einem der Opfer.
06:12Auf den ersten Blick sieht der Mann im weißen Shirt anders aus, als der Mann am Geldautomaten.
06:17Aber die Ermittler sind sich sicher, hier ist ein und dieselbe Person mit Handy zu sehen.
06:23Der Mann im weiß wirkt nur kräftiger. Wohl, weil er vor einer Weitwinkelkamera steht.
06:29Interessant ist, er trägt diesmal eine Brille, wahrscheinlich um seriöser zu wirken.
06:35Auch in diesem Fall macht er Beute, bekommt die Bankkarte mitsamt der PIN. Und?
06:41Bei der Gelegenheit wurde dann gleich noch nach anderen Wertgegenständen gefragt und nach Bargeld.
06:45Und das wurde dann auch gleich noch in Sicherheit gebracht.
06:50Das heißt, das Opfer übergibt auch sein Bargeld. In dem Glauben, sich so vor Kriminellen zu schützen.
06:57Der junge Mann scheint sowas wie der Einsammler der Bande zu sein.
07:02Hebt mit den Karten der Opfer später auch noch Geld ab. Und ist mit seinen Komplizen weiter aktiv.
07:08Deshalb reiht die Polizei.
07:10Vorsicht oder Skepsis ist immer dann geboten, wenn Menschen an ihr Geld wollen.
07:16Die echte Polizei wird niemals bei Bürgerinnen und Bürgern zu Hause vorbeikommen und Wertgegenstände oder Geld oder gar die Kontokarte
07:24mit PIN-Nummer abholen.
07:26Und auch Bankmitarbeitende werden sowas nicht tun.
07:31Die bisher unbekannten Komplizen des Mannes sind für die ersten Opferkontakte zuständig.
07:37Für die Anrufe werden wahrscheinlich auch Telefonbücher genutzt, die es digital immer noch gibt.
07:43Die Polizei weist darauf hin.
07:46Man muss nicht im Telefonbuch stehen. Man kann seinen Eintrag dort löschen lassen.
07:52Man kann auch im Telefonbuch nur mit dem Anfangsbuchstaben des Vornamen verzeichnet sein.
08:00Massenhaft starten Betrüger mit den Nummern Anrufversuche.
08:03So lange, bis sie potenzielle Opfer erreichen.
08:06Und erklären dann, dass mit dem Konto etwas nicht in Ordnung sei.
08:10Wenn Sie solche Anrufe bekommen, Sie dürfen getrost auch auflegen, auch wenn das vielleicht nicht Ihrer Erziehung entspricht.
08:16Lassen Sie sich bitte auch nicht ins Boxhorn jagen, wenn vielleicht auf Ihrer Telefonanzeige, auf dem Telefonapparat die Nummer Ihrer
08:23Bank erscheint.
08:24Oder gar die 110. Die Betrüger sind in der Lage, diese Nummern zu manipulieren.
08:31Gesucht wird nun dieser junge Mann, der mit solchen Betrügereien in Verbindung gebracht wird.
08:37Auf diesem Foto ist er in einer dunklen Kapuzenjacke zu sehen, der Marke Pegador.
08:44Er hat dunkles, lockiges Haar und war in Berlin unterwegs im Sommer vergangenen Jahres.
08:51Seine Spur führt nach Charlottenburg, nach Mariendorf und zum Gesundbrunnen.
08:55Hier haben sich Opfer gemeldet nach dem Betrug und ihn wiedererkannt.
09:00Aber vielleicht war er auch noch anderswo erfolgreich.
09:06Der Mann, der sich mal als Bankmitarbeiter ausgibt und Geldkarte und PIN einfordert für eine vermeintliche Sicherheitsprüfung.
09:16Oder als Polizeibeamter vor der Tür steht und mit einem Dienstausweis Seriosität vorgibt.
09:22Wer wurde noch Opfer dieser Betrugsmasche?
09:27Es gibt sehr gute Fahndungsbilder in diesem Fall. Wir schauen nochmal drauf.
09:32Zwei verschiedene Perspektiven, aber offenbar doch ein und derselbe Mann.
09:36Als Polizeibeamter mit Brille, als Bankmitarbeiter ohne Brille.
09:42Er ist ca. 1,80 Meter groß und spricht ein normales, unauffälliges Deutsch.
09:46Die Bilder entstanden im vergangenen Sommer.
09:48Wer kennt diesen Mann? Ihre Hinweise dazu bitte an die Polizei Berlin unter Vorwahl 030.
09:54Dann die 46 64 925 300 oder an jede andere Polizeidienststelle.
10:05Vom falschen Polizisten jetzt zu einem richtigen Beamten.
10:09Da hofft man ja, das ist ein treuer Staatsdiener.
10:12Der hält sich an Recht und Gesetz. Dem kann man vertrauen.
10:15Nicht so im Cartoon heute, im kuriosen Fall der Woche.
10:18Wir lernen auch Beamte, werden manchmal gierig und dabei sogar kreativ.
10:22An der Quelle saß der Knabe oder ohne Moos nix los.
10:28Daniel fühlt sich als echt engagierter.
10:32Er setzt sich für das Gute ein, findet er.
10:34Privat, aber auch dienstlich.
10:37Da arbeitet er beim Gericht, bei der Justizkasse.
10:40Genau da, wo jeder, der nicht so viel Geld hat, Prozesskostenhilfe beantragen kann.
10:45Und die dann auch überwiesen wird.
10:48Daniel fühlt da echt mit den Bedürftigen.
10:51Wen wundert's, dass er eines Tages selbst das Gefühl hat, bedürftig zu sein.
10:55Er muss einen Kredit abzahlen für sein Haus.
10:58Und das flotte Leben mit Frau und Kindern kostet auch immer mehr.
11:03Als er beim Kreditabstottern sparen will, finden das die Banken gar nicht lustig und schicken eindeutige Mahnungen.
11:09Auf der Suche nach anderen Geldquellen kommt er auf die Kostenhilfe.
11:15Vorsichtig überweist er sich aus der Justizkasse ganz bescheiden nur etwas Geld auf sein Konto.
11:21Dabei geht ihm ordentlich die Muffe.
11:23Schließlich könnte das ja entdeckt werden.
11:26Wird aber nicht.
11:27Deshalb schlägt sein Herz schon ruhiger, als er es wieder macht.
11:31Und wieder.
11:32Aus kleinen Beträgen werden bald Tausende.
11:35Bis zu 13.000 Euro im Monat lässt er auf sein Konto fließen.
11:40Und das über Jahre.
11:42Seine Frau ist längst eingeweiht und freut sich riesig über den Zuschuss.
11:46Bis zu jenem Tag, als doch mal jemand von der Justizkasse genauer hinschaut.
11:52Vor Gericht macht man sich ans Nachrechnen.
11:55Über 860.000 Euro hat Daniel über die Jahre abgezeigt.
12:00Ich war süchtig, das Konto zu füllen, erklärt er schuldbewusst.
12:04Der Richter nimmt es Betrug und sorgt dafür, dass sich Daniel anderswo engagieren kann.
12:14Das Urteil für Daniel.
12:16Vier Jahre und sechs Monate wegen Untreue in besonders schwerem Fall.
12:20Auch seine Frau als Mitwisserin stand vor Gericht.
12:22Sie wurde wegen Geldwäsche verurteilt, kam mit einer Bewährungsstrafe davon und muss deshalb nicht ins Gefängnis.
12:33In der Fahnenkompakt heute sucht die Polizei Brandenburg nach einem Einbrecher.
12:37Er ist im Oktober des vergangenen Jahres mitten am Tag in ein Wohnhaus eingebrochen, auf der Suche nach Bargeld.
12:42Und leider hat er auch welches gefunden.
12:45Das ist der Mann.
12:46Mehr dazu gleich.
12:47Doch zunächst schauen wir auf den Tatort.
12:51Der liegt im Süden Brandenburgs im Elbe-Elster-Kreis und ganz genau in Falkenberg.
12:56Hier war der Täter in der Walter-Rathenau-Straße unterwegs, drang in ein Wohnhaus ein und konnte dann mit der
13:03Beute, mit dem Bargeld flüchten.
13:07Das ist der Verdächtige beim Verlassen des Wohnhauses.
13:10Erstens, wem kommt er bekannt vor?
13:12Er hat offenbar kurzes Haar und einen grauen Vollbart.
13:16Auffällig an diesem Tag war das olivgrüne Basecap mit einer weißen Aufschrift.
13:20Leider ist sie auf den Fotos nicht genau zu entziffern.
13:24Außerdem trug er eine dunkle Kapuzenjacke und einen dunklen Rucksack.
13:30An der Jacke fällt ein Ankermotiv auf, auf dem linken Ärmel.
13:34Markant sind auch die Schriftzeichen auf den beiden Bündchen.
13:38Wo ist der Mann noch gesehen worden?
13:41Wer weiß, wo er sich derzeit aufhalten könnte?
13:43Die Aufnahmen entstanden, wie gesagt, im Oktober in Falkenberg.
13:48Ihre Hinweise dazu bitte an die Polizeiinspektion Elbe-Elster unter Vorwahl Finsterwalde 03531.
13:56Dann die 7810 oder an jede andere Polizeidienststelle gern auch online.
14:04Unsere nächste Fahndung bringt uns in den Nordwesten Brandenburgs.
14:07Und zwar zurück in den Dezember 2024.
14:11Wir haben schon einmal über diesen Fall berichtet.
14:13Damals leider ohne Fahndungserfolg.
14:16Umso größer ist die Hoffnung, dass es jetzt im zweiten Anlauf klappt.
14:19Die Polizei sucht zwei Täter, die eine Tankstelle in Küritz überfallen haben.
14:23Am Mittwoch vor Weihnachten 2024.
14:29Wie lange die Täter durch Küritz fahren, ist bisher unklar.
14:34Sicher ist, sie sind im Westen der Stadt unterwegs.
14:37Stoppen ganz gezielt dann am Stadtrand und machen diese Tankstelle zu einem Tatort.
14:44Dort ist eine Mitarbeiterin an jenem Mittwochabend im Dienst.
14:48Nach 19 Uhr ist aber nicht viel los.
14:51Deshalb kontrolliert sie im Tankstellen-Shop Ware.
14:55Und wartet dann auf Kundschaft.
14:59Gegen 19.30 Uhr ändert sich schlagartig die Situation.
15:04Ein Mann taucht im Shop auf.
15:06Bewaffnet geht er auf die Frau zu und bedroht sie.
15:11Sie hat Angst.
15:12Weiß nicht, wie weit der Täter gehen wird.
15:15Die Polizei Brandenburg erklärt dazu.
15:18Der Mann mit der Waffe forderte Bargeld von der Mitarbeiterin der Tankstelle.
15:22Er war jedoch nicht allein in dem Shop.
15:25Sein Komplize stand an der Tür und sicherte so wahrscheinlich den Überfall ab.
15:33Von dem Mann an der Tür gibt es diese Bilder einer Überwachungskamera.
15:37Er trägt Jeans und hat einen dunklen Hoodie an.
15:40Und er ist völlig vermummt.
15:43Auch von dem Täter mit der Waffe gibt es Bilder.
15:46Auch er hat sein Gesicht vermummt, trägt einen Parka und ebenfalls Jeans.
15:51Auffällig bei den Männern.
15:53Beide tragen offenbar eine weiße Mütze und eine weiße Maske oder einen Schlauchschal vor dem Mund.
15:59Außerdem haben sie farbige Handschuhe an.
16:01Wollen damit sicher Fingerabdrücke vermeiden.
16:05Der Mann mit der Waffe bedroht die Angestellte so lange, bis sie schließlich die Kasse öffnet.
16:11Jetzt sind die Täter am Ziel.
16:13Sie kommen an das Bargeld, an die Einnahmen des Abends.
16:18Danach verschwinden sie aus der Tankstelle an der Straße der Jugend.
16:22Unklar ist bisher, wohin sie an jenem 18. Dezember 2024 flüchten.
16:28An dem Mittwoch laufen oder fahren sie womöglich Richtung Stadt, in Richtung Küritz.
16:34Vielleicht kann sich jemand an sie erinnern, an zwei Männer, die nach 19.30 Uhr in der Umgebung der Tankstelle
16:40unterwegs waren.
16:44Die Tankstellenmitarbeiterin schafft es noch, die Polizei zu rufen.
16:48Danach bricht sie zusammen, so die Polizei.
16:51Zum Glück wurde die Mitarbeiterin nicht verletzt, aber sie stand unter Schock und musste medizinisch betreut werden.
16:58Die Polizei ermittelt wegen schweren Raubes gegen die beiden Männer.
17:02Wer erkennt die beiden trotz ihrer Maskierung?
17:05Wer weiß etwas zum Überfall auf diese Star-Tankstelle, die am Stadtrand von Küritz liegt?
17:12Wohnen die Täter womöglich hier irgendwo?
17:14Oder kommen sie doch von außerhalb?
17:16Wenn Sie weiterhelfen können, wenden Sie sich bitte an die Polizei Brandenburg unter der Telefonnummer 03391 354 0.
17:28Immer wieder werden wir gefragt, wo kommen eigentlich die Fälle her, über die ihr berichtet?
17:32Wie erfahrt ihr davon?
17:34Die Antwort ist recht einfach.
17:35Die meisten Fahndungsbeiträge entstehen in Kooperation mit der Polizei, klar.
17:39Aber es gibt auch Zuschauer und Zuschauerinnen, die sich an uns wenden und auf die Hilfe anderer Zuschauer hoffen, so
17:45wie jetzt eine Frau aus Berlin.
17:47Hier wurden wertvolle Kunstwerke gestohlen.
17:53Zum Glück hat sie wenigstens noch das Handyfoto, auf dem Henriette B. ihre Bilder sehen kann.
18:02Denn dort, wo sie mal hingen, ist nur noch die kahle Wohnzimmerwand.
18:07Ich vermisse diese Bilder, die waren mein so kleines Hobby, an dem ich so viel Freude hatte, die ich gesammelt
18:15habe, so gut es ging und so gut ich was gefunden habe.
18:18Von einem Maler, den ich sehr gemocht habe oder dessen Motive ich sehr gemocht habe.
18:25Und ich fühlte mich einfach schön mit den Motiven und einfach gut. Die gaben mir ein gutes Gefühl.
18:32Der Künstler Viktor Frieser hat die Werke gemalt. So hat er seine Bilder immer wieder signiert.
18:38Er lebte von 1906 bis 1969, vorwiegend in Berlin. Und begann als Pressezeichner.
18:46Kopien gibt es von seinen Kohlezeichnungen, Originale von seinen Aquarellen.
18:50Ich würde sagen, dass es Pin-ups sind. Leicht bekleidete Frauen in verschiedenen Situationen, in denen sie dargestellt werden oder
18:59wurden.
19:00Das hat mich fasziniert. Und ich fand vor allen Dingen die Gesichter schön. Ich fand die Frisuren schön.
19:05Ich fand die Farben ganz wunderbar, die er gemalt hat.
19:09Das Bild, was mich so sehr fasziniert hat, war in dem Blumenladen. Und ich fand das einfach toll. Ich musste
19:15das haben.
19:15Dieses Bild im Blumenladen wird Mitte der 80er Jahre auf einer Auktion in Berlin angeboten. Für damals 500 D-Mark.
19:25Ich bin in die Auktion gegangen und niemand hat geboten. Und ich hatte keine Ahnung, wie Auktionen gehen damals. Ich
19:34wusste nicht.
19:35Und ich habe das Bild aus der Auktion herausgekauft. Eins dieser Bilder. Das erste meiner Sammlung, meiner Kleinsammlung.
19:45Eine Sammlung, die gestohlen wurde. Aus dem Keller ihres Wohnhauses. Denn dort hatte Henriette B. ihre Bilder für einige Zeit
19:53gelagert. Notgetrunken.
19:55Der Grund?
19:56Es gab im Haus ein Band hier oben drüber. Und das Löschwasser hat die Wohnung, in der ich wohnte, so
20:07ziemlich verwüstet und unbewohnbar gemacht.
20:12Und ich bin von dieser Wohnung aus in eine Notunterkunft hier innerhalb des Hauses gezogen.
20:20Und ich habe diese Bilder während der Zeit, ich keine Möglichkeit hatte, in diesen Übergangswohnungen, Notunterkünften, die Bilder aufzuhängen, im
20:30Keller deponiert.
20:32Henriette B. zeigt uns den Tatort, wo die Bilder gestohlen wurden.
20:37Ihr Kellerbereich ist eigentlich mit einem Sicherheitsschloss versehen. Aber kurz nach dem Diebstahl fand sie es so vor.
20:45Es war hier kein Vorhängeschloss mehr dran, nur noch dieser Regel hier auf dieser Öse.
20:53Und dann komme ich hier rein. Dann habe ich registriert, aha, das ist nicht mehr da, die Bilder sind nicht
20:58mehr da, hier unten ist Platz plötzlich.
21:01Die Rekonstruktion der Polizei ergibt, es muss irgendwann im November passiert sein.
21:09Jemand verschafft sich Zutritt zu den Kellerräumen in Berlin-Wilmersdorf und knackt dann das Vorhängeschloss.
21:18Eine Sackkarre, die ebenfalls im Keller steht, nehmen der oder die Täter gleich mit.
21:24Wahrscheinlich nutzen sie sie für den Abtransport der Bilder.
21:27Sie stehlen fünf Gemälde des Berliner Malers Viktor Friese, sowie Plastikboxen mit Kleidung und Taschen.
21:35Es dauert, bis Henriette B. damals realisiert, was passiert ist.
21:42Meine Wahrnehmung hat mich so getäuscht, dass ich gedacht habe, ich bin ja nicht in meinem Keller.
21:47Ich hatte wirklich das Gefühl, das ist hier nicht meins.
21:50Und habe mich umgeguckt und habe mich umgedreht und bin in andere Gänge gegangen, dass vielleicht jemand was ausgeräumt hat
21:57und irgendwo abgestellt hat.
21:58Ich habe nach den Boxen gesucht, nach den Bildern gesucht.
22:02Und es hat eine Weile gedauert, als ich das begriffen habe, dass es hier ein Diebstahl sein muss.
22:08Den sie sofort der Polizei meldet. Der Schaden über 10.000 Euro.
22:16Allein die fünf gestohlenen Bilder haben inzwischen einen Wert von geschätzt 5.000 Euro.
22:22Seitdem Diebstahl wird nach den Werken gefahndet.
22:26Auch Henriette B. hat auf verschiedenen Verkaufsplattformen danach gesucht. Und nicht nur dort.
22:32Dann bin ich auf Flohmärkten mit Freunden gewesen. Wir haben geguckt, stehen da irgendwo auf der Erde diese Bilder.
22:39Doch bis heute sind ihre Bilder nicht wieder aufgetaucht.
22:43Deshalb hat sie sich an Täter-Opfer-Polizei gewandt und hofft, dass jemand weiß, wo sie sind.
22:49Ich glaube, die Freude darüber, ein Bild wiederzufinden, würde mich sprachlos machen.
22:55Und vielleicht auch ein bisschen zu Tränen rühren, wie jetzt gerade.
23:02Wer weiß etwas über den Verbleib dieser Viktor-Friese-Werke?
23:06Wem wurde ein Bild zum Kauf angeboten?
23:09Das Aquarell im Blumenladen entstand um 1950 und ist circa 50 mal 40 Zentimeter groß.
23:17Genauso wie das Bild Tauenziehen, das gestohlen wurde.
23:23So sieht es quasi in Originalgröße aus, das Bild Tauenziehen.
23:28Wir haben es natürlich nachgedruckt. Auch die anderen vier Bilder haben eine ganz ähnliche Größe.
23:34Wo sind sie aufgefallen? Wo sind sie gesehen worden?
23:37Und wem sind die Bilder von Viktor Friese vielleicht zum Kauf angeboten worden?
23:40Wenn Sie helfen können, bitte informieren Sie die Kunstermittler der Polizei Berlin unter Vorwahl 030.
23:46Und dann die 46 64 944 411 oder jede andere Polizeidienststelle.
23:54Auch in den anderen Fahndungsfällen heute sind Ihre Hinweise gefragt.
23:57Hier nochmal ganz kompakt alle Fakten unserer Zusammenfassung.
24:03Dieser Mann gibt sich mal als Bankmitarbeiter aus, mal steht er als Polizeibeamter vor der Tür.
24:09Sobald er in der Wohnung ist, macht er Druck, um an Bankkarten samt dazugehöriger PIN zu kommen und verschwindet dann
24:15damit.
24:15Von ihm gibt es diese Bilder. Wer weiß, wer das ist.
24:20Auch dieser Mann wird gesucht. Er war im Süden Brandenburgs unterwegs, in Falkenberg, als dort in ein Wohnhaus eingebrochen wird.
24:27Wer weiß, wo sich der Mann mit dem olivfarbenen Basecap auffällt. Wo hat er es noch versucht?
24:33Und wer sind die beiden Männer, die mit gezogener Waffe eine Tankstelle in Küritz überfallen?
24:37Während der eine die Angestellte bedroht, sichert der andere die Eingangstür ab.
24:43Auffällig bei beiden die weiße Vermummung. Erkennt sie trotzdem jemand?
24:48Also Ihre Hilfe ist jetzt gefragt per Telefon, per E-Mail oder über die Online-Wache der Polizei in Berlin
24:53und in Brandenburg.
24:55Alle Beiträge, alle Kontakte, alle Fakten zur Sendung finden Sie wie gewohnt noch einmal gut sortiert auf unserer Fahndungsseite.
25:02Danke, dass Sie heute bei uns waren. Am nächsten Sonntag geht es weiter mit neun Fahndungsfällen, wie immer um 19
25:08Uhr.
25:09Bis dahin alles Gute. Achten Sie auf Ihr Handgepäck und gern auch auf unseren Podcast in Visier.
25:19Im Visier. Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg. Das ist der LBB Crime Podcast.
25:26Elvira Siebert und Uwe Madl beleuchten wahre Kriminalfälle aus der Region und deren Hintergründe.
25:32Dafür geht es nach Brandenburg in die Uckermark in den kleinen Ort Schönermark.
25:38Dort gab es diesen ehemaligen Brunnen, der 2015 Teil von größeren Bauarbeiten war.
25:44Dabei wurde ein erschreckender Fund gemacht. Dutzende Knochen kommen ans Tageslicht.
25:48Wie sich herausstellt, sind es die Knochen eines 24-jährigen Mannes, der getötet wurde.
25:54Doch von wem und warum? Öffentlich wird mit diesem Fahndungsplakat um Hinweise gebeten.
26:00Die Polizei stößt zugleich auf mehrere Verdächtige, doch alle bestreiten, etwas mit dem Mord zu tun zu haben.
26:07Warum diesem Mann 2017 doch der Prozess gemacht wird, erfahren Sie im Podcast Im Visier.
26:14Zu finden in der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt.
26:22Untertitelung des ZDF für funk, 2017

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