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  • vor 2 Tagen
(C) Patrik Baab - Gegen den Strom
Audiatur et altera pars - (lateinisch für „Gehört werde auch der andere Teil“ oder „Man höre auch die andere Seite“) ist ein grundlegender Rechts- und Verfahrensgrundsatz, der besagt, dass vor einer Entscheidung oder einem Urteil immer beide am Streit beteiligten Parteien angehört werden müssen

Noch ist das in unserer Judikatur fixer Bestandteil vor Findung des Urteils

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Transkript
00:00:02Darf ich eine Frage stellen? Nicht an Sie. Ich möchte eine Frage an jeden Deutschen richten, der sie sehen wird,
00:00:09der vielleicht auf den Bildschirm spuckt und ruft, das sei russische Propaganda. Ich stelle nur eine Frage und jeder Deutsche,
00:00:16der sie sieht, hört oder liest, soll sie sich selbst beantworten.
00:00:20Hat das wirklich alles Russland getan? Die gewaltsame Ukrainisierung des europäischen Bewusstseins. Menschen wie Merz hassen ihr eigenes Volk aufrichtig.
00:00:33Was meinen Sie, ist die Bundesrepublik Deutschland bereits direkte Kriegspartei?
00:00:47Gegen den Strom.
00:00:50Zur Person.
00:00:51Hallo bei Gegen den Strom. Wir präsentieren Positionen und Perspektiven, welche die Propagandamedien verschweigen.
00:01:02Et audiatur altera pars. Dies ist ein römischer Grundsatz. Übersetzt aus dem Lateinischen heißt das, auch die andere Seite soll
00:01:15gehört werden.
00:01:16Seit mehr als 2000 Jahren gilt dieser Grundsatz vor Gericht. Und er sollte auch im Journalismus gelten.
00:01:27Ausgewogen berichten, so habe ich das im Volontariat gelernt, bedeutet, alle wesentlichen Aspekte eines Themas zu berücksichtigen.
00:01:36Deshalb spreche ich heute mit der PR-Chefin des russischen Außenministeriums in Moskau, Maria Wladimirovna Sakharova.
00:01:47Sie ist promovierte Historikerin, hat berufliche Stationen absolviert an der russischen Botschaft in Peking und an der Vertretung der russischen
00:01:56Föderation bei den Vereinten Nationen in New York und bekleidet den Rang einer außerordentlichen, bevollmächtigten Botschafterin.
00:02:07Guten Tag, Maria Wladimirovna.
00:02:12Hallo. Ich wollte nur kurz richtigstellen, dass ich im eigentlichen Sinne nicht in unserer Botschaft gearbeitet habe, also nicht in
00:02:20der russischen Botschaft in China.
00:02:23Ich habe dort ein Praktikum gemacht. Ansonsten haben Sie alles richtig gesagt. Nur eines ist mir aufgefallen.
00:02:29Wissen Sie, ich hatte das Gefühl, als würden Sie sich ein bisschen vor Ihrem Publikum rechtfertigen, dass Sie mir ein
00:02:35Interview geben.
00:02:36Sie erklären, dass auch die andere Seite gehört werden muss und verweisen darauf, wie man sie ausgebildet hat auf das
00:02:44römische Recht und so weiter.
00:02:46Ich finde grundsätzlich, ein Journalist hat das Recht, nicht nur die zweite Seite zu hören, sondern auch die dritte, die
00:02:54fünfte oder die fünfundzwanzigste.
00:02:56Er kann sozusagen mit ganz unterschiedlichen Gesprächspartnern Interviews führen, vor allem, wenn es um aktuelle internationale Themen geht oder einfach
00:03:05um aktuelle Themen überhaupt.
00:03:12Warum sollte man sich überhaupt rechtfertigen? Sehen Sie, in dieser Hinsicht kann ich Ihnen nur Mitgefühl entgegenbringen, bis zu welchem
00:03:20Punkt der westliche Mainstream inzwischen gekommen ist.
00:03:24Sogar um ein Interview zu führen, muss man heute irgendwie erklären, warum man das überhaupt tut.
00:03:30Wir hatten vor kurzem eine ganz ähnliche Situation mit französischen Medien.
00:03:35Da war ein französischer Fernsehsender, der kam zu uns und bat ziemlich lange um ein Interview mit Sergej Viktorovich Lavrov,
00:03:44dem Außenminister Russlands.
00:03:46Da sein Terminkalender sehr voll ist, konnten wir nicht sofort zusagen.
00:03:51Aber später fand sich doch Zeit für das französische Fernsehen und das Gespräch fand statt.
00:03:56Es war ein völlig offenes Gespräch. Es gab keine verbotenen Themen und keine verbotenen Fragen.
00:04:09Alles, was die französischen Journalisten wissen wollten, haben sie Sergej Viktorovich Lavrov gefragt.
00:04:16Von unserer Seite gab es keinerlei Kürzungen, das Interview wurde in keiner Weise redigiert.
00:04:22Und nachdem es in Frankreich ausgestrahlt wurde, es ging ausschließlich um Themen, die die französische Gesellschaft bewegen.
00:04:29Also nicht nur um das, was die Journalisten interessiert, sondern um das, was in Frankreich täglich in den Medien diskutiert
00:04:35wird.
00:04:36Begann plötzlich ein Skandal.
00:04:38Warum haben sie überhaupt Lavrov interviewt?
00:04:42Das ist doch absurd.
00:04:44Wenn man ständig über Russland spricht, wenn man Russland jeden Tag zum Thema macht, und das schon seit Jahren,
00:04:51dann sollte man sich doch wenigstens ab und zu an die ursprüngliche Quelle wenden.
00:04:58Aber sie haben das einfach nicht in ihrer Praxis. Es ist ihnen verboten, so etwas zu tun.
00:05:07Und selbst dann, wenn sie einmal in fünf bis sieben Jahren auf die ursprüngliche Quelle zurückgreifen,
00:05:14entsteht sofort ein Skandal.
00:05:16Bis hinauf zum Élysée-Palast, zum französischen Außenministerium.
00:05:20Und dort gibt es dann richtige Auseinandersetzungen.
00:05:23Das ist wirklich unglaublich.
00:05:25Das zeigt doch, dass in Westeuropa die Demokratie in ihrem klassischen Sinn völlig fehlt.
00:05:30Ja, sogar in dem Verständnis, das im 20. Jahrhundert galt.
00:05:33Was wir heute in Westeuropa sehen, ist keine Demokratie.
00:05:37Es ist alles Mögliche.
00:05:41Kapitalismus, ich weiß nicht, nennen Sie es, wie Sie wollen, aber mit Demokratie hat das nichts zu tun.
00:05:47Tut mir leid, aber ich konnte das einfach nicht unerwähnt lassen.
00:05:50Entschuldigung, aber ich konnte es nicht einfach nicht sagen.
00:05:52Nein, es ist wunderbar, dass Sie es sagen.
00:05:55Denn nach dem jüngsten Interview, das Sie kompakt gegeben haben,
00:05:59hat es eine Zensurmaßnahme gegeben und eine Hausdurchsuchung.
00:06:04Und ich habe das deswegen vorweggeschickt, um meinen Kollegen anzukündigen,
00:06:09dass ich jede Zensurmaßnahme mit gerichtlichen Schritten beantworten werde.
00:06:13Das ist die Position, die ich habe.
00:06:15Und das wollte ich vorbereiten.
00:06:17Und viele meiner Kollegen berücksichtigen eben nicht genau das,
00:06:21was ich einmal im Volontariat gelernt habe, sich mit beiden Seiten zu beschäftigen
00:06:25und die Überlegungen, die Interessen aller Seiten einzubeziehen in die Berichterstattung.
00:06:31Sie ordnen sich der Propaganda unter.
00:06:34Deswegen heißt ja auch mein Kanal gegen den Strom.
00:06:37Denn nur wer gegen den Strom schwimmt, kann zur Quelle kommen.
00:06:43Es ist schade.
00:06:45Und zwar aus einem ganz einfachen Grund.
00:06:47Ich empfinde aufrichtiges Mitgefühl mit Ihnen.
00:06:51Ich verstehe, wie schwer es für Sie persönlich ist,
00:06:53weil Sie eine klassische Ausbildung erhalten haben.
00:06:57Ich habe ein Bild von Deutschland als einem Land,
00:06:59in dem Professionalität sehr hoch geschätzt wird.
00:07:02Ich weiß, dass man im Deutschland des 20. Jahrhunderts kein Diplom bekam,
00:07:07ohne seine beruflichen Fähigkeiten nachzuweisen.
00:07:11Sie haben ein Diplom, Sie haben Fachkenntnisse, Sie haben Ihre Erfahrung.
00:07:16Ich kann mir kaum vorstellen, wie schwer es für Sie jetzt ist,
00:07:19wenn ich das Niveau der Fachleute des 20. Jahrhunderts in Deutschland vergleiche.
00:07:25Jener, die gelernt und den größten Teil ihrer Laufbahnen sozusagen nach den Standards des 20. Jahrhunderts aufgebaut haben.
00:07:39Ich vergleiche sie mit dem heutigen Niveau der deutschen Politiker.
00:07:44Das sind nicht einfach nur Politiker, nicht nur Redner oder Leute, die gut auftreten können.
00:07:51Das sind diejenigen, die an die Macht gekommen sind und den Kurs Deutschlands bestimmen,
00:07:56im Land selbst und auf der internationalen Bühne.
00:08:00Und ich sehe, das sind nicht einfach gute oder schlechte Leute,
00:08:03nicht einfach Menschen, die mir sympathisch oder unsympathisch sind,
00:08:07nicht einfach Freunde oder Nicht-Freunde.
00:08:09Das sind Menschen, die keinerlei Bezug zu dem Beruf oder dem Bereich haben, den sie jetzt leiten.
00:08:15Und das ist wirklich beunruhigend.
00:08:23Und wissen Sie, für mich sind sie im Grunde so etwas wie ein Relikt,
00:08:29wirklich eine Art Fundstück, ein seltener Vertreter des deutschen Establishments,
00:08:34der tatsächlich das tut, was er gelernt hat und in dem er Erfahrung hat.
00:08:38Denn die Menschen, die wir in den letzten 10, 15 Jahren auf dem diplomatischen Parkett gesehen haben,
00:08:45Diplomaten, Politiker, all jene, die irgendwo in diesem gesellschaftlich-politischen Umfeld Deutschlands an der Macht waren,
00:08:53das sind in der Regel Leute, die sich nie professionell mit dem beschäftigt haben,
00:08:58wofür sie jetzt verantwortlich sind.
00:09:00Und das ist wirklich beängstigend.
00:09:03Stellen Sie sich mal einen Elektriker vor.
00:09:11Sie würden doch niemals jemandem anvertrauen, ein Stromnetz zu verlegen oder ein Elektrokabel zu installieren,
00:09:18wenn diese Person kein entsprechendes Fachdiplom hat.
00:09:21Ich denke, sie würden auch niemals zulassen, dass so jemand bei ihnen zu Hause Reparaturen macht
00:09:27oder ihre Leitung in der Wohnung repariert.
00:09:30Niemals.
00:09:31Sie würden nie erlauben, dass ihre Angehörigen, ihre Familie Schalter benutzen,
00:09:36die von jemandem eingebaut wurden, der keine Ahnung von Elektrizität hat.
00:09:40Und ich glaube, sie würden auch niemals zulassen, dass ihre Kinder, Enkel, ihre Frau, ihre Mutter,
00:09:46ihr Vater, ihre Familie, Verwandte oder sogar Freunde zu einem Arzt gehen,
00:09:50der kein einziges Diplom hat, überhaupt keines im Bereich der Medizin und der nie medizinisch gearbeitet hat.
00:09:57Warum also?
00:10:04Das ist meine wichtigste Frage.
00:10:07Warum?
00:10:07Ich weiß sogar, wie dieses Wort auf Deutsch heißt.
00:10:10Warum?
00:10:11Warum?
00:10:12Solche Themen, die nicht weniger, sondern viel wichtiger sind,
00:10:15wie die gesamte Staatsordnung, das Gesundheitswesen, Physik, Chemie, Industrie,
00:10:19der Automobilbau, Bildung, Wissenschaft,
00:10:21warum werden sie Menschen überlassen, die keinerlei Verständnis für diese Bereiche haben?
00:10:28Weder durch Ausbildung, noch durch praktische Erfahrung.
00:10:32Und ich sage es noch einmal, ich kann mir vorstellen, wie schwer das für sie ist,
00:10:37ja, wie schmerzhaft es ist, wenn jemand, der studiert hat, Prüfungen bestanden hat
00:10:42und jedes Jahr seine berufliche Kompetenz unter Beweis stellt,
00:10:47zusehen muss, wie Menschen an die Macht kommen und anfangen, über Dinge zu entscheiden,
00:10:52von denen sie nicht das Geringste verstehen.
00:10:57Bitte machen Sie sich keine Sorgen.
00:10:59Ich bin ja ein Kämpfer.
00:11:01Sie wissen, dass ich aufgrund meiner Recherchen auch auf der russischen Seite
00:11:04im Gebiet der speziellen Militäroperation des Ukraine-Krieges
00:11:08zwei Lehraufträge an Universitäten verloren habe
00:11:11und auch mein eigener Sender wollte arbeitsrechtliche Maßnahmen gegen mich einleiten.
00:11:15Über diese Vorgänge habe ich ein Buch geschrieben, es heißt Propagandapresse
00:11:19und es zeigt, wie sich große Teile der deutschen Medien der NATO-Propaganda unterordnen.
00:11:26Und ich habe den Spruch geprägt, wenn führendes politisches Personal stehen geblieben zu sein scheint
00:11:33auf dem Niveau kindlichen Spracherwerbs, dann wirkt jeder,
00:11:38der drei deutsche Hauptsätze fehlerfrei sprechen kann, wie ein Putin-Freund.
00:11:46Ja, das stimmt.
00:11:47Aber lassen Sie uns zu den wichtigen Themen kommen, die uns heute bewegen.
00:11:52Präsident Donald Trump war nun in Peking.
00:11:56Auch der russische Präsident Vladimir Putin wird nach Peking reisen.
00:12:01Sie kennen das diplomatische Parkett in China.
00:12:04Was erwarten Sie persönlich von diesem Besuch?
00:12:10Also, Kolja, offenbar bezieht sich Ihre Frage auf den jüngsten Besuch des US-Präsidenten in China.
00:12:16Ich möchte betonen, dass der Termin dieses Besuchs mehrfach verschoben wurde,
00:12:21wegen der Lage im Nahen Osten, im Persischen Golf oder, wie man jetzt häufiger sagt, im Golf von Hormuz.
00:12:28Was den Besuch des russischen Präsidenten in China betrifft, der war schon lange geplant und abgestimmt.
00:12:34Es handelt sich um einen regulären, planmäßigen Besuch, der derzeit inhaltlich vorbereitet und ausgestaltet wird.
00:12:41Dieser Besuch steht im Zeichen zweier sehr wichtiger Jahrestage.
00:12:45Zum einen begehen wir das 30. Jubiläum, seit dem Moment, als die Partnerschaft zwischen unseren Ländern einen strategischen Charakter angenommen
00:12:54hat.
00:13:01Und das zweite Datum, das sind 25 Jahre.
00:13:07Genau vor 25 Jahren haben die Staatschefs unserer Länder in Moskau den Vertrag über gute Nachbarschaft, Freundschaft und Zusammenarbeit unterzeichnet.
00:13:17Wenn man so will, dieser Besuch ist einem umfassenden Blick auf den zurückgelegten Weg und die vergangene Zeit unter dem
00:13:24Zeichen dieser beiden zentralen Themen gewidmet.
00:13:27Wie Vertreter der Präsidialverwaltung bereits gesagt haben, wird es dabei gewissermaßen eine große Bestandsaufnahme der Weltlage geben.
00:13:35Denn die Situation in den internationalen Beziehungen verlangt wirklich eine gründliche Analyse,
00:13:41vor allem von zwei Ländern, die sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten auf der Weltbühne als, man kann sagen,
00:13:47stabilisierende Staaten gezeigt und bewährt haben.
00:13:59Die Rolle unserer Länder ist heute wichtiger denn je. Denn viele Staaten der Weltmehrheit orientieren sich an uns.
00:14:06Wir bleiben dem Völkerrecht verpflichtet. Ich meine damit Moskau und Peking.
00:14:11Unser Handeln auf der internationalen Bühne basiert auf der Notwendigkeit rechtmäßiger Schritte.
00:14:18Wir bekräftigen unseren Respekt gegenüber der Charter der Vereinten Nationen.
00:14:23Nicht nur, weil sie ein wichtiger Regelrahmen ist, sondern weil sie grundlegende Prinzipien enthält, die bis heute niemand besser formuliert
00:14:31hat.
00:14:31Wir verstehen uns als stabilisierende Kraft in den internationalen Beziehungen.
00:14:36Und das bleibt nicht nur eine Erklärung.
00:14:38Wir bestätigen das durch konkrete Maßnahmen, durch tatsächliches Handeln, sowohl politisch als auch, nebenbei gesagt, wirtschaftlich und strategisch.
00:14:53Deshalb ist dieser Besuch wirklich wichtig. Er ist mit der Unterzeichnung eines ganzen Pakets von Dokumenten verbunden, in verschiedenen Bereichen,
00:15:04in unterschiedlichen Richtungen und Branchen.
00:15:06Ein Teil wird im Beisein der beiden Staatschefs unterzeichnet, ein anderer Teil am Rande des Besuchs.
00:15:13Gerade eben habe ich die Erklärung von Herrn Uschakow gesehen, der gesagt hat, dass eine sehr hochrangige Delegation der größten
00:15:22russischen Unternehmer und Geschäftsleute diesen Besuch begleiten wird.
00:15:28Es wird also wirklich interessant und ich denke, dass nicht nur im Hinblick auf die bilateralen Beziehungen spannend sein, sondern
00:15:34natürlich auch in Bezug auf die internationale Agenda. Ganz sicher.
00:15:43Ich denke, die Situation im Nahen Osten hat viele aus ihrer Lethargie gerissen.
00:15:48Viele, die bisher glaubten, dass die internationale Lage sie eigentlich nichts angeht, sie sind ja keine Politiker, sondern vielleicht mittelständische
00:15:57Unternehmer oder Vertreter kleiner Betriebe,
00:16:00sehen das, glaube ich, nach dem, was vor ein paar Monaten im Nahen Osten begonnen hat, ganz anders.
00:16:05Ich meine die Aggression Israels und der USA gegen den Iran und die Folgen, die das nach sich gezogen hat.
00:16:14Ich bin überzeugt, dass es jetzt auf der ganzen Erde, überall dort, wo es Medien und Internet gibt, keinen einzigen
00:16:21Menschen mehr gibt, der ehrlich sagen kann,
00:16:24dass ihn die internationale Agenda nicht jeden Tag interessieren sollte.
00:16:30Wenn ich Sie richtig verstehe, Frau Sachauber, hat der Weg, die Partnerschaft mit China und Russland strategische Bedeutung.
00:16:38Wie sieht es aus mit der Durchfinanzierung von Power of Siberia?
00:16:43Nach meiner Kenntnis ist die Finanzierung noch nicht endgültig geklärt.
00:16:49Wissen Sie, es geht ja nicht darum, dass vor einem Besuch, egal welchem, schon alle Fragen gelöst sein müssen.
00:16:56Genau dafür gibt es ja solche Besuche.
00:16:59Das ist nicht nur eine Frage des Protokolls oder einer festlichen Atmosphäre.
00:17:04Solche Treffen finden statt, um Themen auf die Ebene der Staats- oder Regierungschefs zu bringen,
00:17:09die noch zusätzliche Abstimmung oder, wie wir sagen, weitere Ausarbeitung brauchen.
00:17:14Deshalb werden alle Fragen, die besondere Aufmerksamkeit erfordern,
00:17:19selbstverständlich auch auf dieser Ebene bei solchen Besuchen besprochen.
00:17:26Also das hat strategische Bedeutung und beide Präsidenten werden auch über die Finanzierung von Power of Siberia
00:17:34und über die beider Seiten Wirtschaftsbeziehungen sprechen.
00:17:40Bei uns gibt es eine klare Ordnung. Ich habe sie nicht eingeführt, aber ich halte mich daran.
00:17:46Fragen zur Tagesordnung von Gipfeln und Verhandlungen auf höchster Ebene werden bei uns von der Präsidialverwaltung kommentiert.
00:17:53Ich denke, schon in naher Zukunft werden Sie von Herrn Uschakow und Herrn Peskov ausführlich hören,
00:18:00welche Themen besprochen werden, in welchem Format und bei welchen Treffen im Rahmen dieses Gipfels diese Gespräche stattfinden.
00:18:10Sie haben die Probleme in Nahen Mittelost erwähnt.
00:18:14Sie meinen damit sicherlich den völkerrechtswidrigen Angriff von Israel und den Vereinigten Staaten auf den Iran.
00:18:22Wie beurteilt derzeit aktuell die russische Föderation diese Situation?
00:18:28Wissen Sie, wenn wir über die Formulierungen sprechen, dann haben wir sie von Anfang an klar benannt.
00:18:35Mehr noch, wir haben sie nicht nur ausgesprochen, sondern auch in unseren entsprechenden Ansätzen innerhalb der internationalen Organisation festgelegt.
00:18:45Natürlich auch im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.
00:18:50Diese Auslegungen, also die Begriffe und Formulierungen, die wir damals verwendet haben, haben sich nicht verändert.
00:18:55Es handelt sich um eine unbegründete Aggression, eine militärische Aggression gegen einen souveränen Staat.
00:19:03Genau in dieser Formulierung wurden die ersten Erklärungen des Außenministeriums abgegeben
00:19:09und sie bilden bis heute die Grundlage unserer Position auf der internationalen Bühne.
00:19:19Ehrlich gesagt, was unsere eigene Formel und unsere Beschreibung betrifft,
00:19:24da hat sich nichts geändert.
00:19:26Geändert hat sich die Situation auf der Erde und sie hat tatsächlich bestätigt,
00:19:30dass unsere Einschätzungen richtig waren.
00:19:33Obwohl ich sehe, dass es unterschiedliche Ansätze gibt und wieder versucht wird,
00:19:38mit Informationen zu manipulieren, muss ich sagen,
00:19:41ich konnte mir damals wirklich nicht vorstellen, ganz ehrlich,
00:19:45dass als die ganze Welt die Schritte und Erklärungen,
00:19:48sowohl aus Washington als auch von der Führung der Vereinigten Staaten gesehen und nebenbei gesagt auch gehört hat
00:19:54und ebenso die Erklärungen und entsprechenden Schritte Israels,
00:20:00also der israelischen Führung, dass all das so deutlich werden würde.
00:20:08Ich hätte mir nie vorstellen können, dass man schon nach ein, zwei Wochen,
00:20:13wenn man einige westliche Medien liest, den Eindruck bekommt,
00:20:16als hätte Iran fast seine Nachbarn angegriffen und würde nun der ganzen Welt drohen.
00:20:22Genau so wurde diese Situation von bestimmten Medien und einigen Politikern dargestellt.
00:20:27Nein, das stimmt nicht. Das ist falsch.
00:20:30Es geht, ich betone es noch einmal, um eine völlig unprovozierte militärische Aggression
00:20:35der USA und Israels gegen den Iran.
00:20:39Dabei wurde die iranische Führung getötet,
00:20:42ebenso viele staatliche, gesellschaftliche und politische Persönlichkeiten.
00:20:51Das war kein Zufall. Das war eine gezielt abgestimmte und geplante Aktion.
00:20:58Außerdem haben wir in den letzten Jahren gesehen, wie Vertreter des Iran,
00:21:02offizielle Personen, Staatsbeamte, Wissenschaftler, Angehörige der Sicherheitskräfte und Militärs
00:21:09immer wieder einfach getötet wurden.
00:21:11Manchmal hat eines der Länder oder ein politischer Staatsvertreter, etwa aus Israel,
00:21:16die Verantwortung dafür übernommen und offen gesagt, dass es tatsächlich ihre Aktion war.
00:21:21Und manchmal wurde darüber geschwiegen, so als hätte niemand etwas damit zu tun.
00:21:33Diesmal, im Jahr 1926, wurde eine große Zahl, also Dutzende Vertreter des iranischen Staates,
00:21:40gezielt geplant und getötet.
00:21:42Es handelte sich um legitime, rechtmäßige Personen, die Teil der staatlichen Struktur waren.
00:21:49Und diese Struktur wurde, das ist für die westliche Gemeinschaft sehr wichtig zu verstehen,
00:21:53durch demokratische Verfahren gestützt, die im Iran tatsächlich stattfinden.
00:21:58Ganz gleich, wie man den Iran bewertet oder zu ihm steht.
00:22:01Demokratie gibt es dort.
00:22:03Und sie ist, das möchte ich nochmal betonen, das Fundament, auf dem der Staat aufgebaut ist.
00:22:09Genau aus diesem strukturellen Verständnis des iranischen Staates heraus,
00:22:13kann man klar und ohne jeden Zweifel sagen, es war eine gezielte, im Voraus geplante Aktion,
00:22:19bei der eine enorme, wirklich sehr große Zahl iranischer Staatsvertreter getötet wurde.
00:22:32Es wurden viele Zivilisten getötet, viele Menschen wurden einfach ausgelöscht.
00:22:37Es gab einen Angriff auf eine Grundschule, auf eine Bildungseinrichtung, bei dem Kinder ums Leben kamen.
00:22:44Ich kann kaum Worte dafür finden, wie man darüber überhaupt ruhig sprechen kann.
00:22:48So viele Kinder sind gestorben.
00:22:50Wie soll man das bewerten?
00:22:53Genau auf Grundlage dieser Fakten ziehen wir unsere Schlussfolgerungen.
00:22:57Wir haben von Anfang an gesagt, dass das Folgen haben wird.
00:23:01Schon in den ersten Tagen.
00:23:03Obwohl wir gehört haben, wie versucht wurde, die internationale Gemeinschaft,
00:23:08die Vertreter der USA und Israels davon zu überzeugen, dass das nur ein paar Tage dauern würde.
00:23:14Dann hieß es vielleicht ein paar Wochen.
00:23:17Aber es war offensichtlich, und die russische Föderation hat das sofort gesagt,
00:23:21dass das leider sehr langfristige Konsequenzen haben wird.
00:23:24Nicht nur Ergebnisse, sondern wirklich schwerwiegende Folgen.
00:23:29Und genau das sehen wir jetzt in vielen Bereichen und Regionen.
00:23:36Haben sich die Angreifer verschätzt?
00:23:42Entschuldigen Sie, aber ich finde es sehr wichtig zu betonen,
00:23:45was in westlichen Berichten irgendwie ständig unter den Tisch fällt.
00:23:49Es geht doch darum, dass ein offiziell erklärter Atomstaat,
00:23:53die Vereinigten Staaten von Amerika,
00:23:56und ein Staat, der seinen Atomstatus offiziell nicht bestätigt hat,
00:24:00von dem die internationale Gemeinschaft aber überzeugt ist,
00:24:03dass er tatsächlich über Atomwaffen verfügt, also Israel,
00:24:07gemeinsam ein nicht-nukleares Land angegriffen haben.
00:24:11Und mehr noch, die Angriffe erfolgen in unmittelbarer Nähe von, sagen wir,
00:24:16zivilen Atomkraftwerken, die unter der Kontrolle internationaler Organisationen stehen.
00:24:27Das verleiht dieser Aggression eine ganz besondere Dimension.
00:24:32Heute wird so viel über Atomwaffen gesprochen,
00:24:35über nukleare Fragen, über die ganze Thematik.
00:24:38Wir sehen ständig diese alarmistischen Artikel in der westlichen Presse.
00:24:42Und aus irgendeinem Grund wird Russland auch in diesem Zusammenhang immer wieder beschuldigt.
00:24:46Inzwischen ist es schon so weit gekommen, dass man fast andeutet,
00:24:50Russland trage sogar eine Mitschuld an der Tragödie von Hiroshima und Nagasaki.
00:24:57Dabei war das eine Tragödie, als die Vereinigten Staaten von Amerika
00:25:01zum ersten Mal Atomwaffen einsetzten und Atombomben auf zwei japanische Städte abwarfen.
00:25:08Jahrzehntelang litten danach die Zivilisten dieser Städte an Strahlenkrankheit.
00:25:12Und jetzt heißt es fast, Russland sei auch daran schuld,
00:25:16obwohl wir damit überhaupt nichts zu tun haben.
00:25:24Also dieses Thema, das nukleare Thema, ist für die westliche Gemeinschaft unglaublich sensibel.
00:25:30Und plötzlich, wie ich schon gesagt habe, greift ein Land,
00:25:33das de jure und de facto über Atomwaffen und über nukleare Technologien verfügt,
00:25:39sowohl zivile als auch militärische,
00:25:41ein anderes Land an, das keine Atomwaffen besitzt.
00:25:44Es führt Angriffe durch und beschießt dabei buchstäblich ein atomares Objekt, ein Kernkraftwerk.
00:25:50Und merkwürdigerweise scheint das im Westen keinen einzigen Experten wirklich zu beunruhigen.
00:25:56Das ist also noch ein weiteres, sehr wichtiges Merkmal dessen, was gerade passiert
00:26:01und ein Hinweis auf die Gefährlichkeit dieses Moments.
00:26:08Im Unterschied zu Israel hat Iran ja den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet.
00:26:15Haben sich die Angreifer dennoch verschätzt?
00:26:20Ich kann nicht sagen, was die ursprüngliche Kalkulation war.
00:26:25Verstehen Sie, ich möchte nicht zu jemandem werden, der einfach drauflos redet,
00:26:30ohne wirklich etwas über das Thema zu wissen.
00:26:32Ich kann nur mit Fakten arbeiten.
00:26:35Wenn Sie also sagen, man hat sich verrechnet,
00:26:37dann müssen wir erst verstehen, was überhaupt die ursprüngliche Berechnung war.
00:26:41Wissen Sie, was Washington ursprünglich geplant hatte?
00:26:44Ich habe diese Information nicht.
00:26:47Und wissen Sie, warum ich sie nicht habe?
00:26:49Weil sich ihre Position in den letzten zwei Monaten und auch schon in den Monaten und Jahren davor
00:26:55ständig geändert hat.
00:26:58Erinnern wir uns.
00:26:59Unter den früheren Regierungen war von einem möglichen Schlag gegen den Iran die Rede.
00:27:04Dann änderten sie ihre Haltung und sagten, man müsse mit dem Iran verhandeln.
00:27:11Und wie Sie sich erinnern, haben sie damals sehr aktiv mitgewirkt.
00:27:17Die vorherigen US-Regierungen waren an der Ausarbeitung des sogenannten Abkommens über das iranische Atomprogramm beteiligt.
00:27:25Dann änderte sich das Konzept.
00:27:27Sie haben das, was sie selbst ausgearbeitet hatten, wieder aufgehoben.
00:27:32Das iranische Atomabkommen, dieses umfassende Dokument.
00:27:35Später änderten sie ihre Haltung erneut und meinten, man müsse wohl zu bestimmten Bestimmungen des JCPOA zurückkehren,
00:27:43das herausgreifen, was den Vereinigten Staaten passt, und dann auf juristischem Wege Druck auf den Iran ausüben.
00:27:52Und danach sahen wir wieder eine Kursänderung in Washington, diesmal mit militärischen Schlägen.
00:27:57Also worauf beruhte diese Kalkulation? Welche Regierung hatte welchen Plan?
00:28:06Was genau die Entscheidung beeinflusst hat und wie, das ist die eine Sache.
00:28:11Aber das Wichtigste ist doch, welches Ergebnis wollte man am Ende eigentlich erreichen?
00:28:17Diese Fragen, finde ich, bleiben bis heute offen.
00:28:20Denn wenn sie versuchen würden, und ich denke, sie haben es sicher versucht,
00:28:25auf der Website des Präsidenten der Vereinigten Staaten oder auf der Seite des US-Außenministeriums eine klare Antwort zu finden,
00:28:33würden sie sich nur verirren.
00:28:35Der Kurs ändert sich dort buchstäblich von Tag zu Tag, manchmal sogar ins Gegenteil.
00:28:40Jeden Tag passen sie ihre Aussagen an, wirklich jeden Tag.
00:28:44Selbst bei der Frage, ob sie die Operation beendet haben oder nicht,
00:28:48ob sie den Iran besiegt haben oder nicht,
00:28:51ob sie die Kampfhandlungen gegen den Iran fortsetzen oder einstellen wollen.
00:29:01Jeden Tag sehen wir, wie sich der Kurs ändert, wie sich Einschätzungen und Pläne verändern.
00:29:07Deshalb kann ich Ihnen in diesem Fall keine eindeutige Antwort auf diese Frage geben.
00:29:11Man muss die Ausgangsdaten kennen, also verstehen, was sie eigentlich erreichen wollten.
00:29:18Andererseits ist natürlich klar, dass wir alle sehen, dass etwas schiefgelaufen ist.
00:29:23Denn die ersten Aussagen lauteten, dass es eine kurze militärische Operation sein würde,
00:29:28die keine zusätzlichen Kräfte erfordert.
00:29:31Es war keine Rede von möglichen Folgen für die weltweite Logistik.
00:29:35Und selbstverständlich hat damals niemand gesagt,
00:29:38dass das in irgendeiner Weise die Straße von Hormuz und damit die ganze Welt betreffen könnte.
00:29:51Also offensichtlich wurde irgendeine lokale Aufgabe gewählt,
00:29:55lokal, regional, egal, wie man sie im Weißen Haus formuliert hat,
00:29:58nämlich ein Regimewechsel und sozusagen die Einführung eigener Regeln.
00:30:03Dieser Teil lief natürlich nicht nach Plan.
00:30:06Sie haben eine große Zahl, ich betone das nochmal,
00:30:09legaler, legitimer, institutionalisierter Staatsvertreter des Iran ausgeschaltet.
00:30:14Aber dabei, wie wir verstehen und wie sie später im Grunde selbst zugegeben haben,
00:30:19haben sie das angestrebte Ergebnis nicht erreicht.
00:30:22Und danach begann sich wie eine Lawine, globale Probleme für die gesamte Weltgemeinschaft zu entwickeln.
00:30:30Vielleicht sind sie mit meiner Einschätzung nicht einverstanden.
00:30:35Zuerst hieß es in Washington, wir wollen einen Enthauptungsschlag durchführen und einen Regime-Change.
00:30:41Dann hieß es, wir wollen, dass Iran sein Atomprogramm aufgibt.
00:30:47Dann wurde die Blockade von der Straße von Hormuz zum Anlass genommen,
00:30:52einen zweiten Blockadering außenrum zu legen,
00:30:55mit dem man angeblich die Blockade aufheben will,
00:30:59die Öffnung der Straße von Hormuz zwingen will.
00:31:01Geht es hier um geostrategische Fragen oder geht es um Energiedominanz,
00:31:06die Dominanz der weltweiten Energieströme?
00:31:12Wissen Sie, ich denke, man darf diese Dinge nicht gegeneinander ausspielen.
00:31:18Dominanz und Energie, Dominanz und Logistik,
00:31:22die Logistik von Energieressourcen, Dominanz und überhaupt Ressourcen,
00:31:25das sind entweder Glieder einer Kette oder, wenn man so will, ein einziges Ganzes.
00:31:30Wir, und damit meine ich nicht nur Russland, sondern die Welt insgesamt,
00:31:33sind wohl noch nicht an dem Punkt, an dem Ressourcen, ihre Lieferung,
00:31:38die Logistik und die Märkte, die globalen Märkte, keine Rolle mehr für Dominanz spielen.
00:31:43Noch leben wir in einer Welt, in der all das Teil von Dominanz ist.
00:31:49Etwas anderes ist, wie der sogenannte kollektive Westen auf Dominanz blickt.
00:31:53Wir haben ja mit Russland und China angefangen
00:31:56und wir haben ein anderes Verständnis von dieser sogenannten Dominanz.
00:31:59Eine solche Form der Dominanz akzeptieren wir nicht,
00:32:03weder theoretisch noch praktisch.
00:32:11Für uns hat das Konzept der Dominanz,
00:32:14also als Kategorie in den internationalen Beziehungen,
00:32:18im Grunde genommen ausgedient.
00:32:19Es hat sich einfach nie bewährt.
00:32:22Immer dann, wenn jemand in der Welt versucht hat, zu dominieren,
00:32:27endete das tragisch.
00:32:29Man kann über Führung sprechen, über Führung in der Wissenschaft,
00:32:33im Sport, in der Erforschung des Weltraums,
00:32:35über Führung zum Beispiel bei der Erschließung und Nutzung
00:32:38natürlicher Ressourcen in der Kultur oder im humanitären Bereich.
00:32:42Und natürlich auch über Wettbewerb.
00:32:45Denn es kann nicht nur ein Land oder nur ein Teil der Welt geben,
00:32:48der sich selbst zum Führer erklärt.
00:32:51Ein Führer ist derjenige,
00:32:53der im Rahmen des Wettbewerbs etwas Besseres anbieten kann,
00:32:56etwas Qualitativ-Hochwertigeres schafft
00:32:59oder schneller bestimmte Ergebnisse erreicht.
00:33:08Aber seien wir ehrlich,
00:33:10zwischen Dominanz und Führung gibt es einen Unterschied.
00:33:13Wir stehen für echte, wettbewerbsorientierte Führung.
00:33:16Für einen Wettbewerb, der auf klaren Gesetzen
00:33:19und eindeutig festgelegten Regeln basiert,
00:33:22der nicht zerstört, sondern aufbaut.
00:33:25Das, was Sie als Dominanz bezeichnen,
00:33:27ich meine das Verhalten des sogenannten kollektiven Westens
00:33:31und einiger seiner einzelnen Vertreter,
00:33:33das ist leider keine Führung.
00:33:35Das führt nicht zu Entwicklung,
00:33:37sondern zu Zerstörung
00:33:38und trägt nichts wirklich Neues oder Fortschrittliches
00:33:41zur globalen Entwicklung bei.
00:33:44Deshalb sollten wir jetzt lieber nicht über Dominanz sprechen.
00:33:48Wenn es den Vereinigten Staaten
00:33:50in diesem Zusammenhang tatsächlich um Dominanz geht,
00:33:53dann wiederholen Sie einfach denselben Weg,
00:33:55den Sie und die Welt schon mehrfach gegangen sind.
00:34:05Und im Grunde war es die westliche Welt,
00:34:07die all das durchgemacht hat.
00:34:09Das war die Mitte des 20. Jahrhunderts,
00:34:12der Anfang des 20. Jahrhunderts
00:34:14und auch schon davor,
00:34:16die Zeit des Imperialismus,
00:34:18des Kolonialismus und des Sklavenhandels.
00:34:21Sie wollten immer dominieren.
00:34:23Aber Präsident Trump, der dann kam,
00:34:25hat ja etwas anderes gesagt.
00:34:26Er meinte, er wolle die Fehler,
00:34:28die die Vereinigten Staaten gemacht haben,
00:34:30nicht wiederholen.
00:34:32Im Gegenteil, er wolle Amerika
00:34:34vor allem über sich selbst hinausheben.
00:34:37Und das ist sehr wichtig.
00:34:39Sein Konzept, wie er sagte,
00:34:40to make America great again,
00:34:42bedeutet ja, dass diese Überlegenheit
00:34:44zuerst über die eigenen Fehler errungen werden soll,
00:34:47die die Vereinigten Staaten begangen haben.
00:34:49Dass das ein neuer Wachstumspunkt
00:34:51für Amerika sein soll
00:34:52und kein weiterer Abstieg in alte Tiefen.
00:34:56Deshalb wäre ich in diesem Zusammenhang
00:34:58mit solchen Worten
00:34:59trotzdem vorsichtig.
00:35:06Deshalb, natürlich,
00:35:08ich möchte es noch einmal betonen.
00:35:10Wir müssten sehen,
00:35:11was genau auf dem Tisch lag.
00:35:13Welche Pläne,
00:35:15welche Ziele und Aufgaben
00:35:16vor Beginn der Aggression der USA
00:35:18und Israels
00:35:19gegen den Iran festgelegt wurden.
00:35:21Erst dann können wir sagen,
00:35:23ob das mit dem übereinstimmt,
00:35:25was sie eigentlich erreichen wollten oder nicht.
00:35:28Dass es hier um den Kampf um Ressourcen geht,
00:35:30ist ohnehin klar.
00:35:32Das sieht man an einer ganzen Reihe von Schritten
00:35:34der Vereinigten Staaten,
00:35:36die sie schon früher unternommen haben,
00:35:37auch unter früheren Regierungen.
00:35:40Und jetzt geht es bei diesen Ressourcen für sie um Öl,
00:35:43um Gas,
00:35:44um die Wege,
00:35:45wie man sie transportiert,
00:35:46um die Möglichkeit,
00:35:48Preise zu diktieren
00:35:49und überhaupt zu bestimmen.
00:35:51Nicht nur über die eigenen Vorräte,
00:35:53nicht einmal nur über fremde Vorräte,
00:35:55sondern sozusagen
00:35:56über den eigenen Willen
00:35:58zu verfügen.
00:36:05Anderer Staaten,
00:36:06sowohl beim Verkauf von Ressourcen
00:36:08als auch beim Einkauf.
00:36:10Diese Aufgabe ist,
00:36:12soweit ich das verstehe,
00:36:13eine der aktuellsten.
00:36:14Und tatsächlich,
00:36:15meiner Meinung nach,
00:36:16wurde sie bisher in dieser Form nie gestellt.
00:36:20Früher ging es um den Kampf um Preise,
00:36:22um den Einfluss auf die Lieferanten,
00:36:24auf die Produzenten,
00:36:25auf diejenigen,
00:36:26die diese Ressourcen fördern.
00:36:28Aber dass man jetzt auch versucht,
00:36:30auf die Denkweise
00:36:31und die Philosophie der Verbraucher
00:36:33einzuwirken,
00:36:34sie dazu zu bringen,
00:36:35auf ihren eigenen Vorteil zu verzichten,
00:36:37was im Grunde dem Kapitalismus
00:36:39und der Marktwirtschaft
00:36:40entgegengesetzt ist,
00:36:42so etwas, glaube ich,
00:36:43hat es bisher noch nie gegeben.
00:36:53Also, sie haben versucht,
00:36:55Einfluss zu gewinnen,
00:36:56ihre eigenen Kontrollzonen aufzubauen.
00:36:59Aber so,
00:37:00dass sie ihre eigenen Verbündeten
00:37:02dazu bringen,
00:37:02Ressourcen zu überhöhten Preisen zu kaufen
00:37:05oder sogar gegen ihre eigenen Interessen
00:37:07oder überhaupt keine Ressourcen zu erwerben.
00:37:10Das ist wirklich etwas völlig Neues.
00:37:13Neues allerdings im negativen Sinn.
00:37:15Ein destruktives Neue-Ehrtum.
00:37:17Deshalb bin ich mir nicht sicher,
00:37:18ob man in diesem Fall diese Themen,
00:37:20ihre Dominanz,
00:37:22die Ressourcen,
00:37:22die Logistik
00:37:23voneinander trennen sollte.
00:37:26Dieser Kampf läuft schon lange.
00:37:27Er nimmt nur immer wieder
00:37:29andere Formen und Charaktere an.
00:37:31Jetzt ist das,
00:37:32wie ich sagen würde,
00:37:33einfach der nächste Anlauf.
00:37:35Schauen wir mal,
00:37:35die Zahlen fand ich sehr interessant,
00:37:37wohin das alles letztlich geführt hat.
00:37:44Also,
00:37:48ich sag's noch einmal,
00:37:50wir wissen ja nicht,
00:37:51was damals auf dem Tisch
00:37:52der Ideologen im Weißen Haus lag,
00:37:54als sie ihre Aggression
00:37:55gegen den Iran begonnen haben,
00:37:57aber wir können uns die Zahlen anschauen
00:37:59und sehen,
00:38:00wohin diese Aggression geführt hat.
00:38:03Schauen Sie,
00:38:03was im Hormonsund passiert.
00:38:05Dort sind in der Region
00:38:07rund 460 Öltanker blockiert.
00:38:10Stellen Sie sich einmal vor,
00:38:11was ein Tanker überhaupt ist.
00:38:13Ein Tanker ist kein Segelboot,
00:38:16nicht einmal eine Yacht,
00:38:17die schön aussieht
00:38:18und Aufmerksamkeit erregt.
00:38:20Es ist ein riesiges,
00:38:22schweres,
00:38:22technisches Schiff.
00:38:23Ein gewaltiger Mechanismus
00:38:25und dazu noch extrem gefährlich,
00:38:27wenn man bedenkt,
00:38:28welche Aufgaben und Ziele er hat.
00:38:31460 Öltanker sind dort festgesetzt.
00:38:34An Bord ist Rohöl,
00:38:35Treibstoff und verflüssigtes Erdgas.
00:38:37200 Containerschiffe.
00:38:40Ich empfehle jedem ihrer Zuschauer,
00:38:42sich einmal anzuschauen,
00:38:43was ein Containerschiff eigentlich ist.
00:38:51Das ist ein riesiges,
00:38:53man könnte sagen,
00:38:53auf dem Wasser treibendes Schiff.
00:38:56Eigentlich ist das nicht einmal eine Maschine,
00:38:58sondern eher,
00:38:59wissen Sie,
00:38:59eine ganze kleine Stadt.
00:39:01Wie eine riesige Stadt,
00:39:03oder?
00:39:03Voll beladen mit Containern.
00:39:05Es geht also nicht um den Transport
00:39:07von einem oder zehn Containern,
00:39:09sondern um eine ganze Stadt
00:39:11aus Containern,
00:39:12die dort stehen.
00:39:13Etwa 200 solcher Schiffe,
00:39:15könnte man sagen,
00:39:16sind ebenfalls in der Region blockiert.
00:39:18Insgesamt liegen mehr als 800 Schiffe still.
00:39:2120.000 Seeleute befinden sich dort.
00:39:24Und man darf nicht vergessen,
00:39:26dass gerade die Vereinigten Staaten von Amerika
00:39:28zu den ersten gehörten,
00:39:30die immer wieder betont haben,
00:39:32wie sehr sie sich um die Menschenrechte sorgen.
00:39:35Jetzt sitzen dort,
00:39:37in dieser Region,
00:39:3820.000 Seeleute fest,
00:39:40mit sehr knapper Verpflegung
00:39:41und extrem schwieriger Versorgung.
00:39:48Denkt überhaupt jemand an sie?
00:39:50Sehen wir irgendwo
00:39:51eine Nichtregierungsorganisation,
00:39:53Human Rights Watch,
00:39:54oder ich weiß nicht,
00:39:56vielleicht noch irgendeine andere Struktur,
00:39:58die sich um das Schicksal
00:40:00dieser Menschen kümmert?
00:40:01Natürlich nicht.
00:40:02Warum?
00:40:03Weil man das in den Vereinigten Staaten
00:40:05von Amerika und generell im Westen
00:40:07als Begleitschäden bezeichnet,
00:40:09die später zu sogenannten
00:40:11Kollateralschäden werden.
00:40:13Was passiert eigentlich gerade in der Welt?
00:40:16Und ich sage bewusst gerade,
00:40:18weil das alles ja noch nicht vorbei ist,
00:40:20das sehen Sie schon jetzt.
00:40:22Vor allem die Entwicklungsländer,
00:40:23die am wenigsten wohlhabenden Staaten,
00:40:26die eigentlich zusätzliche Unterstützung bräuchten,
00:40:29haben einen gewaltigen Schlag abbekommen.
00:40:40Manche haben das Getreide nicht bekommen.
00:40:42Und das ist keine Frage der Ernährung,
00:40:44sondern auch eine Frage der landwirtschaftlichen Arbeit.
00:40:47Dieses Getreide oder dieses Material
00:40:50sollte eigentlich die Grundlage für künftige Ernten sein.
00:40:54Aber sie haben es nicht erhalten.
00:40:56Genauso wie sie zum Beispiel
00:40:59keine Düngemittel bekommen haben,
00:41:01ohne dies heute schlicht unmöglich ist,
00:41:03eine Ernte einzufahren.
00:41:04Sie haben keine Lebensmittel bekommen.
00:41:06Sie haben keine realen Ergebnisse gesehen.
00:41:10Nicht nur irgendwelche Wachstumszahlen auf dem Papier.
00:41:13Sie haben schlicht das nicht bekommen,
00:41:16was ihr tägliches Leben ausmacht.
00:41:18Und das betrifft die ärmsten Länder der Welt.
00:41:20Das sind nur einige Beispiele.
00:41:22Und es gibt unzählige, die zeigen,
00:41:24was dort gerade passiert.
00:41:33Ich spreche eigentlich gar nicht über Umweltthemen.
00:41:36Dabei müsste man dazu eine richtig große Sendung machen.
00:41:39Und übrigens, wo sind all die Leute,
00:41:42die sonst immer laut über Umweltfragen reden?
00:41:44Sie sehen das wohl auch als eine Art Routine,
00:41:47als etwas, das bei ihnen
00:41:49keine besondere Reaktion auslöst,
00:41:51obwohl es das eigentlich sollte.
00:41:54Hier sieht man also eine direkte Verbindung
00:41:57zwischen Geopolitik,
00:41:58man kann es nicht einmal manövrieren nennen,
00:42:01eher Manipulation,
00:42:02und dem wirklichen Leben.
00:42:04Wir haben im Russischen ein Sprichwort.
00:42:06Ich weiß nicht, wie man das auf Deutsch genau übersetzen würde.
00:42:09Da müsste man wohl mal im Übersetzer nachsehen.
00:42:12Es heißt ungefähr,
00:42:13auf dem Papier sah alles glatt aus,
00:42:16aber man hat die Schluchten vergessen.
00:42:23Auf dem Papier ist es glatt,
00:42:26aber die Unebenheiten hat man übersehen.
00:42:28Nun führen die Blockade der Straße von Hormuz,
00:42:33aber auch die Antwort des Iran,
00:42:36der Beschuss auf Ölverarbeitungsanlagen,
00:42:40ja dazu, dass Öl- und Gaspreise
00:42:42und Düngemittelpreise weltweit steigen.
00:42:44Länder, die über diese Ressourcen verfügen,
00:42:47haben davon einen Vorteil,
00:42:48beispielsweise die Vereinigten Staaten,
00:42:50aber auch die Russische Föderation, oder?
00:42:54Wissen Sie, das ist so,
00:42:56als würde man von der durchschnittlichen Temperatur
00:42:58in einem Krankenhaus sprechen.
00:43:01Kann man überhaupt sagen,
00:43:02welche Durchschnittstemperatur die Patienten dort haben?
00:43:05Nein, natürlich nicht.
00:43:07Der eine hat 40 Grad,
00:43:09der andere 36,6,
00:43:11und jemand vielleicht 35,3.
00:43:15Verstehen Sie,
00:43:16gleich in den ersten Tagen dieser Krise,
00:43:19obwohl man das eigentlich gar nicht Krise nennen kann,
00:43:21denn es ist eine Aggression,
00:43:23eine bewaffnete Aggression der USA und Israels gegen den Iran,
00:43:27habe ich angefangen,
00:43:29erstaunliche Artikel in der westlichen Presse zu lesen.
00:43:32Dort hieß es plötzlich,
00:43:34das alles sei angeblich vorteilhaft für Russland.
00:43:38Also die Vereinigten Staaten und Israel
00:43:40beginnen eine militärische Aktion
00:43:42und profitieren soll angeblich Russland.
00:43:45Russland hat keine Aggression im Nahen Osten begonnen.
00:43:48Russland hat immer nur gesagt,
00:43:50dass so etwas nicht zugelassen werden darf.
00:43:58Und ich habe darüber gesprochen,
00:44:00welche Folgen das haben wird.
00:44:01Zu sagen, dass jemand der globale Nutznießer dieser Situation ist,
00:44:06ich glaube, das würde sich niemand über die Lippen bringen,
00:44:08wenn wir von Staaten sprechen,
00:44:10die verantwortungsvoll handeln.
00:44:12Denn neben dem Anstieg der Preise für Öl, Gas
00:44:16oder zum Beispiel Versicherungsleistungen,
00:44:18gibt es ja auch enorme Kosten,
00:44:20die direkt mit dieser Situation verbunden sind.
00:44:23Ja, sicher, die gibt es.
00:44:25Sie kennen bestimmt auch das Sprichwort
00:44:28Milliardäre, oder besser gesagt Millionäre,
00:44:31wurden in den Vereinigten Staaten
00:44:33zur Zeit des Goldrausches
00:44:34nicht diejenigen, die nach Gold gesucht haben,
00:44:36sondern diejenigen, die Schaufeln verkauft haben.
00:44:48Es kann gut sein,
00:44:49dass es eine ganze Reihe von Unternehmen und Herstellern gibt,
00:44:53die die Marktlage sehen
00:44:54und damit Geld verdienen.
00:44:56So war es ja auch während der Corona-Zeit.
00:44:59Wer hätte damals gedacht,
00:45:01dass eine Pandemie kommt
00:45:02und dass ganz gewöhnliche Masken
00:45:04plötzlich zum gefragtesten Produkt werden?
00:45:06Diese Masken,
00:45:08die früher nur Ärzte brauchten,
00:45:10wurden auf einmal
00:45:11für jeden Menschen auf der Welt wichtig.
00:45:14Diejenigen,
00:45:14die sie schon vor Corona produziert haben,
00:45:17sind wahrscheinlich Millionäre geworden,
00:45:18vielleicht sogar Milliardäre.
00:45:20Aber wer konnte das wissen?
00:45:22So ist eben die Marktsituation.
00:45:24Manche dachten ans Geschäft,
00:45:26andere daran, Menschen zu retten.
00:45:34Verstehen Sie,
00:45:36jede Krise führt natürlich dazu,
00:45:38dass manche reicher werden,
00:45:40manche erfolgreicher,
00:45:42einfach weil sie unternehmerischer handeln.
00:45:44Aber darum geht es ja nicht.
00:45:46Der Punkt ist,
00:45:47dass das im Grunde
00:45:48ein globaler Schock
00:45:50für die gesamte Weltwirtschaft ist,
00:45:51für das Welthandelssystem,
00:45:53für eine riesige Zahl von
00:45:55nicht nur Ländern,
00:45:56sondern vor allem,
00:45:57ich spreche jetzt nicht einmal
00:45:58von Unternehmen,
00:45:59sondern von Menschen.
00:46:00Ganz konkret.
00:46:02Echte Menschen leiden
00:46:03unter dieser Situation.
00:46:04Und wissen Sie,
00:46:05es wirkt,
00:46:06als würde das niemand sehen.
00:46:07Ich sehe jedenfalls
00:46:09nicht diese Massenhysterie,
00:46:10die westliche Medien
00:46:12sonst oft auslösen,
00:46:13wenn irgendwo in Russland
00:46:15oder in China etwas passiert.
00:46:22Ich sehe gerade,
00:46:24dass das Europäische Parlament
00:46:25vor etwa einem Monat
00:46:26wieder irgendeine Erklärung
00:46:28verabschiedet hat.
00:46:29Diesmal darüber,
00:46:30dass in China
00:46:31ein Gesetz angenommen wurde,
00:46:32das aus Sicht
00:46:33des Europaparlaments
00:46:34angeblich die Rechte
00:46:36nationaler Minderheiten verletzt.
00:46:39Aber denken Sie mal darüber nach.
00:46:41Wo ist das Europäische Parlament
00:46:43und wo ist China?
00:46:45China liegt doch gar nicht
00:46:46im Zuständigkeitsbereich
00:46:47des Europaparlaments.
00:46:49China liegt nicht in Europa.
00:46:51China liegt in Asien.
00:46:53Das Europäische Parlament
00:46:54sollte sich also
00:46:55mit den Ländern
00:46:55seiner eigenen Region beschäftigen.
00:46:58Trotzdem interessiert es sich
00:46:59für China.
00:47:01Warum aber interessiert es sich
00:47:02dann nicht für die Lage
00:47:03in der Straße von Hormuz
00:47:05oder für die Menschen
00:47:06in Afrika,
00:47:07in Lateinamerika,
00:47:09in Asien,
00:47:09die unter den Handlungen
00:47:11der NATO-Verbündeten leiden.
00:47:13Offenbar ist das
00:47:14für sie kein Thema.
00:47:16Deshalb halte ich es
00:47:17auch nicht für richtig,
00:47:18so pauschal zu sagen,
00:47:19dass diese Situation
00:47:21für irgendjemanden
00:47:22besonders vorteilhaft gewesen sei.
00:47:29Es war klar,
00:47:30wem das Ganze nützt.
00:47:32Denen, die diese Aggression
00:47:33begonnen haben.
00:47:34Das sind die Vereinigten Staaten
00:47:36von Amerika und Israel.
00:47:37Sie haben sie gestartet,
00:47:39sie haben ihre Ziele
00:47:40offen benannt.
00:47:41Entsprechend sind sie
00:47:42auch die Nutznießer
00:47:43dieser ganzen Situation.
00:47:46Die Welt,
00:47:47also die internationale Gemeinschaft,
00:47:49steht wieder da,
00:47:49wie im Jahr 2008,
00:47:51als die Vereinigten Staaten
00:47:53durch das Platzen
00:47:54ihres Immobilienmarktes
00:47:55eine weltweite Krise
00:47:56ausgelöst haben
00:47:57und dann die Verantwortung
00:47:59auf die gesamte
00:48:00internationale Gemeinschaft
00:48:01abgewälzt wurde.
00:48:03Die G20 wurde damals
00:48:04genau dafür geschaffen,
00:48:06um die Folgen
00:48:06dieser von den USA
00:48:08verursachten Krise
00:48:09zu bewältigen.
00:48:10Und jetzt ist es wieder so.
00:48:12Diejenigen,
00:48:13die diese Aggression
00:48:14begonnen haben,
00:48:16haben ihre Ziele
00:48:17und Aufgaben
00:48:17klar formuliert,
00:48:19aber die Konsequenzen
00:48:20muss erneut
00:48:21die internationale
00:48:22Gemeinschaft tragen.
00:48:23Sie muss Wege finden,
00:48:24wie man aus dieser
00:48:25Situation herauskommt.
00:48:29In den Augen der Öffentlichkeit,
00:48:31zumindest der westlichen,
00:48:32tritt der Ukraine-Krieg
00:48:34hinter den Problemen
00:48:35in den Nahost zurück.
00:48:37Meiner Kenntnis nach
00:48:38war das bisher so,
00:48:39dass die Verhandlungen
00:48:40zwischen der amerikanischen Seite
00:48:41und der russischen Föderation
00:48:43auf der Stelle treten.
00:48:45Ist das so?
00:48:48Wie Sie ganz richtig gesagt haben,
00:48:51das ist ein genialer Satz.
00:48:53In den Augen der westlichen
00:48:55Öffentlichkeit
00:48:56rückt der ukrainische Konflikt
00:48:58wegen der Ereignisse
00:48:59im Nahen Osten
00:49:00in den Hintergrund.
00:49:01Verstehen Sie,
00:49:02sie sorgen sich
00:49:03um die westliche Öffentlichkeit,
00:49:06aber nicht um die Menschen.
00:49:07Sie kümmern sich nicht
00:49:08um die Getöteten,
00:49:10die Verletzten,
00:49:11die Verstümmelten.
00:49:12Sie kümmern sich nicht
00:49:13um die Terroranschläge,
00:49:14die sich gegen Zivilisten richten,
00:49:16nicht um die verstümmelten Kinder.
00:49:18Sie stört nur,
00:49:19dass der Konflikt
00:49:20in den Schatten gerät.
00:49:21Aber warum, frage ich,
00:49:23stört diese westliche Öffentlichkeit
00:49:25nicht,
00:49:26dass ihre Regierungen
00:49:27jede Woche,
00:49:29ja, buchstäblich jede Woche,
00:49:30für diesen Konflikt
00:49:31Dutzende,
00:49:32hunderte Millionen Euro
00:49:33und Dollar bereitstellen.
00:49:35Inzwischen sind es ja
00:49:36schon Milliarden.
00:49:41Und das sind auch Dutzende,
00:49:44die sich dann
00:49:45in hunderte Milliarden Euro
00:49:47und Dollar verwandeln.
00:49:49Warum kümmert das
00:49:50die westliche Öffentlichkeit nicht?
00:49:52Warum interessiert sie
00:49:53dieser Fakt nicht?
00:49:54Warum sind ihr
00:49:55die vielbeschworenen
00:49:56Menschenrechte egal,
00:49:57von denen in der Ukraine
00:49:59nichts mehr übrig ist?
00:50:01Wirklich,
00:50:02gar nichts.
00:50:04Diese Menschenrechte
00:50:05werden dort schon lange
00:50:06nicht mehr eingehalten.
00:50:07Und zwar nicht nur
00:50:08gegenüber der russischsprachigen
00:50:09Bevölkerung,
00:50:10den Bürgern Russlands,
00:50:11Menschen,
00:50:12russischer Herkunft
00:50:13oder orthodoxen Gläubigen.
00:50:15Diese Rechte werden
00:50:17vor allem gegenüber
00:50:17den eigenen Bürgerinnen
00:50:18und Bürgern der Ukraine
00:50:20verletzt.
00:50:21Schauen Sie doch,
00:50:22was dort passiert.
00:50:24Zwangsmobilisierung,
00:50:26Misshandlungen von Menschen,
00:50:27die ihre eigene Meinung
00:50:28zu dieser Situation haben
00:50:30oder die eine Befreiung haben
00:50:32oder gesundheitliche Gründe,
00:50:34die ihnen den Dienst
00:50:35unmöglich machen.
00:50:41Physische Misshandlungen
00:50:42bis hin zu Mord.
00:50:45Schauen Sie sich an,
00:50:46was mit der Meinungsfreiheit
00:50:47passiert.
00:50:47Von ihr ist nichts mehr übrig.
00:50:50Es gibt nur noch
00:50:50eine Sichtweise,
00:50:51die der Bankower
00:50:52und Zelenskys.
00:50:53Alles andere soll
00:50:54abgeschaltet,
00:50:55auf Pause gestellt
00:50:56und zum Schweigen
00:50:57gebracht werden.
00:50:59Warum stört sich
00:51:00die westliche Gemeinschaft
00:51:02nicht an dem enormen
00:51:03Ausmaß der Korruption?
00:51:04Das ist ja nicht einfach
00:51:05nur Korruption,
00:51:07bei der in der Ukraine
00:51:08Geld gestohlen wird.
00:51:09Diese Korruption
00:51:10hängt mit illegalem Handel
00:51:12zusammen,
00:51:13vor allem mit Waffen,
00:51:14mit der Verbreitung
00:51:15dieser Waffen
00:51:16auf dem Schwarzmarkt
00:51:17und mit einer
00:51:19schwarzen Transportlogistik,
00:51:21die in der Ukraine
00:51:22im Grunde sogar
00:51:23gesetzlich verankert wurde.
00:51:29Warum kümmert sich
00:51:30die westliche Gemeinschaft
00:51:32nicht um die Korruption,
00:51:33die inzwischen
00:51:34nicht nur
00:51:34den Kiva-Machthabern,
00:51:36sondern auch direkt
00:51:37die westlichen
00:51:37Führungskräfte betrifft?
00:51:39Ganz einfach,
00:51:40weil es offensichtlich ist.
00:51:42Kein Zelensky
00:51:44und kein Mitglied
00:51:45seines Teams
00:51:46könnten so frei
00:51:47über westliche Hilfe
00:51:48verfügen,
00:51:49wenn sie tatsächlich
00:51:50von westlichen Kontrollen
00:51:51oder Überwachungsstrukturen
00:51:53geprüft würde.
00:51:54Wenn es dort
00:51:55eine echte Buchprüfung gäbe,
00:51:57klare Lieferungen
00:51:58mit Soll und Haben,
00:52:01dann könnten sie gar nicht
00:52:02in diesem Ausmaß stehlen.
00:52:04Natürlich ist das Korruption,
00:52:05die in direktem Zusammenhang
00:52:06mit den westlichen
00:52:08Betreuern und Sponsoren steht.
00:52:09Und genau sie
00:52:10stehen im Zentrum
00:52:12dieser Korruption.
00:52:18Warum kümmert das
00:52:20die westliche Gemeinschaft
00:52:21überhaupt nicht?
00:52:21Jetzt machen sie sich
00:52:23Sorgen,
00:52:24dass das Ganze
00:52:25irgendwie im Schatten
00:52:26verschwindet.
00:52:27Aber das ist
00:52:28ein falsches Bild
00:52:28der Situation.
00:52:30Doch sie haben
00:52:30recht gesagt.
00:52:31Genau das
00:52:32beschäftigt sie.
00:52:34Der Schatten.
00:52:35Nicht das Wesentliche
00:52:37dessen, was passiert.
00:52:38Man muss aber
00:52:39auf das Wesentliche
00:52:40schauen.
00:52:40Deshalb sprechen wir
00:52:41über die eigentlichen
00:52:42Ursachen der Krise.
00:52:44Deshalb reden wir
00:52:45darüber,
00:52:45was dort wirklich
00:52:46geschieht.
00:52:47Schauen sie,
00:52:48jedes Jahr
00:52:49veröffentlicht die
00:52:50Regierung der
00:52:51Vereinigten Staaten
00:52:52auf der Website
00:52:53des Außenministeriums
00:52:54einen Bericht
00:52:55darüber,
00:52:57wie die Rechte
00:52:57von Gläubigen
00:52:58weltweit verletzt
00:52:59werden.
00:53:00Und aus irgendeinem
00:53:02Grund haben die
00:53:02Vereinigten Staaten
00:53:03alle daran gewöhnt,
00:53:04zu glauben,
00:53:05sie hätten das Recht
00:53:06zu beurteilen,
00:53:07in welchem Land
00:53:09die Rechte von Gläubigen
00:53:10eingehalten oder
00:53:11verletzt werden.
00:53:15Na gut, einigen
00:53:20wir uns darauf,
00:53:21dass sie meinetwegen
00:53:22jedes Jahr so
00:53:22einen Bericht
00:53:23machen.
00:53:24Sollen sie doch.
00:53:25Aber warum sehen
00:53:26sie dann nicht,
00:53:27was in der Ukraine
00:53:27passiert?
00:53:28Wenn Dutzende,
00:53:30Hunderte Gemeinden,
00:53:31Tausende, Zehntausende,
00:53:33Jahrhunderttausende
00:53:34Gläubige keine
00:53:35Möglichkeit haben,
00:53:36ihre Kirchen zu besuchen.
00:53:37Priester werden
00:53:38vertrieben,
00:53:39ins Gefängnis
00:53:40gesteckt,
00:53:40Kirchen werden
00:53:41niedergebrannt,
00:53:42ausgeraubt,
00:53:43Heiligtümer verkauft
00:53:44und einfach in andere
00:53:46Länder gebracht,
00:53:47um dort versteigert
00:53:48zu werden.
00:53:49Warum steht darüber
00:53:50keine einzige Zeile,
00:53:52weder im Bericht
00:53:53des US-Außenministeriums
00:53:55noch in anderen,
00:53:55sagen wir,
00:53:56besorgten westlichen
00:53:57Kommentaren?
00:53:58Nichts.
00:53:59Deshalb haben sie
00:54:00völlig recht.
00:54:07Im Westen
00:54:08interessiert sich
00:54:09niemand wirklich
00:54:10für das Wesentliche.
00:54:11Das heißt,
00:54:12die öffentliche Meinung
00:54:13dort kümmert sich
00:54:15nicht darum,
00:54:16was tatsächlich
00:54:16passiert.
00:54:17Alle achten nur
00:54:19auf die äußere
00:54:19Kulisse,
00:54:20verstehen Sie?
00:54:21Hauptsache,
00:54:22das Thema
00:54:22bleibt auf der
00:54:23Tagesordnung.
00:54:24Damit Zelenskyy
00:54:26offenbar endlos
00:54:26zu Preisverleihungen
00:54:27wie den Oscars
00:54:28oder nach Sanremo
00:54:29fahren kann,
00:54:30zu irgendwelchen
00:54:31Songwettbewerben,
00:54:32Preise bekommt,
00:54:34wofür auch immer,
00:54:35und Teil verschiedener
00:54:36Gipfel treffen wird.
00:54:37Wozu das alles?
00:54:39Um auf diese Weise
00:54:40eine Art
00:54:41ideologische
00:54:42Rechtfertigung
00:54:43für das zu liefern,
00:54:44was Westeuropa
00:54:45über viele Jahre
00:54:45getan hat.
00:54:46Mit anderen Worten,
00:54:48er wird gebraucht
00:54:49wie eine Art
00:54:49Absolution
00:54:50für all die Fehler,
00:54:51die sie begangen haben.
00:55:00Und sie haben große Angst,
00:55:01dass das irgendwann
00:55:02aufhört zu glänzen
00:55:03und in den Schatten
00:55:04gerät.
00:55:05Genau davor
00:55:06fürchten sie sich.
00:55:07Das ist das
00:55:08Schlimmste.
00:55:09Dass sie nicht
00:55:10begreifen,
00:55:10dass sie jeden Tag,
00:55:11jede Woche,
00:55:12jeden Monat
00:55:13mit riesigen
00:55:14Summen
00:55:14den Terrorismus
00:55:15finanzieren,
00:55:16der längst zu
00:55:17internationalem
00:55:18Terrorismus
00:55:19geworden ist.
00:55:20Dass mit ihrem
00:55:21Geld jeden Tag
00:55:22Kinder, Frauen,
00:55:23alte Menschen
00:55:23getötet werden,
00:55:25Menschen in
00:55:25Krankenhäusern,
00:55:26Schüler in Schulen,
00:55:28Menschen auf den
00:55:28Straßen,
00:55:29jeden einzelnen Tag.
00:55:30Und das wird
00:55:31von Westeuropa
00:55:32finanziert.
00:55:34Darüber müssten
00:55:34sie eigentlich
00:55:35entsetzt sein.
00:55:36Aber sie sind es
00:55:37nicht, weil die
00:55:38westlichen Medien
00:55:38ihnen das alles
00:55:39nicht zeigen.
00:55:44Was Sie sagen,
00:55:45zeigt ja gerade,
00:55:46wie weit am
00:55:46Verhandlungstisch die
00:55:47Positionen auseinander
00:55:49liegen.
00:55:50Welche Kernprobleme,
00:55:51die Sie ja genannt
00:55:52haben, müssen für die
00:55:53russische Föderation
00:55:54gelöst werden.
00:55:56Gibt es überhaupt einen
00:55:57Weg zu einem
00:55:58Kompromiss?
00:56:02Natürlich, wir haben
00:56:03das immer gesagt.
00:56:04Sieben Jahre lang,
00:56:05seit 2014,
00:56:07haben wir an genau
00:56:08diesem Kompromiss
00:56:09gearbeitet und
00:56:11versucht, ihn in Form
00:56:12der Minsker
00:56:13Vereinbarungen
00:56:13umzusetzen.
00:56:15Und das war ein
00:56:15Kompromiss, der die
00:56:16Ukraine respektierte.
00:56:18Das Ziel war nicht,
00:56:20russische Interessen
00:56:20zu befriedigen,
00:56:22sondern die
00:56:22ukrainische
00:56:23Staatlichkeit zu
00:56:23bewahren.
00:56:24Sieben Jahre lang
00:56:25haben wir versucht,
00:56:26Westeuropa zu
00:56:27erreichen, all jene,
00:56:29die als Garanten
00:56:30der Minsker
00:56:31Vereinbarungen
00:56:31aufgetreten sind.
00:56:32Wir wollten
00:56:33nur eines,
00:56:35dass die
00:56:35Ukraine wieder
00:56:36integriert wird
00:56:37und in ihren
00:56:37traditionellen
00:56:38Grenzen und
00:56:39Strukturen wie
00:56:40nach den
00:56:4090er Jahren
00:56:41weiter bestehen
00:56:42kann.
00:56:43Natürlich ohne
00:56:44die Krim,
00:56:45denn die Frage
00:56:45der Krim war
00:56:46zu diesem
00:56:47Zeitpunkt
00:56:47bereits abgeschlossen.
00:56:54Wir haben
00:56:56sieben Jahre
00:56:56lang versucht,
00:56:57die Aufmerksamkeit
00:56:58Westeuropas
00:56:59zu gewinnen,
00:57:00vor allem von
00:57:01Frau Merkel,
00:57:01von Präsident
00:57:02Holland
00:57:02und von
00:57:03all jenen,
00:57:04die in
00:57:04Brüssel
00:57:04ihre Posten
00:57:05innehatten,
00:57:06ich meine
00:57:06damit die
00:57:07Europäische
00:57:07Union,
00:57:08aber auch
00:57:09die NATO.
00:57:11Wir wollten
00:57:11erreichen,
00:57:12dass dieser
00:57:12Kompromiss,
00:57:13dieser große
00:57:14Kompromiss,
00:57:15der nicht nur
00:57:16durch die
00:57:16Unterschriften
00:57:17offizieller
00:57:18Vertreter,
00:57:19sondern auch
00:57:19durch den
00:57:20Status einer
00:57:20Resolution des
00:57:21UN-Sicherheitsrats
00:57:23bestätigt wurde,
00:57:24tatsächlich umgesetzt
00:57:25wird.
00:57:26Am Ende
00:57:27haben wir das
00:57:27bekommen,
00:57:28was wir jetzt
00:57:29haben,
00:57:29die Militarisierung
00:57:31der Ukraine.
00:57:31Das haben
00:57:32sowohl Merkel
00:57:33als auch
00:57:33Holland
00:57:34selbst
00:57:34eingeräumt.
00:57:35Und
00:57:35statt einer
00:57:36Umsetzung
00:57:36gab es
00:57:37von Anfang
00:57:38an gar
00:57:38keinen
00:57:39Willen,
00:57:39die
00:57:40Minsker
00:57:40Vereinbarungen
00:57:41zu erfüllen.
00:57:42Denn,
00:57:42wie Frau
00:57:43Merkel und
00:57:43Herr
00:57:43Holland
00:57:44gesagt haben,
00:57:45sie gingen
00:57:45von völlig
00:57:46anderen
00:57:46Überlegungen
00:57:47aus.
00:57:48Ihr Ziel
00:57:48war es,
00:57:49die Position
00:57:49des
00:57:49Kiva-Regimes
00:57:50zu stärken,
00:57:51die Ukraine
00:57:52so weit
00:57:52wie möglich
00:57:53aufzurüsten,
00:57:54aber auf
00:57:54keinen Fall
00:57:55die Minsker
00:57:56Vereinbarungen
00:57:57umzusetzen.
00:58:04Wovon für
00:58:04ein Kompromiss
00:58:05sprechen Sie
00:58:06eigentlich jetzt?
00:58:07Es gibt
00:58:08doch klare
00:58:08Ziele
00:58:09und Aufgaben,
00:58:09die Russland
00:58:10festgelegt hat.
00:58:12Diese Ziele
00:58:12und Aufgaben
00:58:13sind ganz
00:58:13eindeutig
00:58:14formuliert.
00:58:15Schauen
00:58:15wir uns
00:58:16das mal
00:58:16an.
00:58:17Wir haben
00:58:18ja nur
00:58:18versucht,
00:58:18herauszufinden,
00:58:19was man
00:58:19zum Beispiel
00:58:20in Washington
00:58:21erreichen wollte
00:58:22oder in
00:58:23anderen
00:58:23Hauptstädten,
00:58:24als dort
00:58:25bestimmte
00:58:25Operationen
00:58:26begonnen
00:58:26wurden.
00:58:28Als Russland
00:58:29seine
00:58:29spezielle
00:58:30Militäroperation
00:58:31gestartet hat,
00:58:32hat es ganz
00:58:32klar gesagt,
00:58:33was es
00:58:33erreichen will.
00:58:35Und davor
00:58:36wurden über
00:58:36sieben Jahre
00:58:37hinweg
00:58:37enorme
00:58:38diplomatische
00:58:39Möglichkeiten
00:58:40und Ressourcen
00:58:40eingesetzt.
00:58:41Etwa ein
00:58:42halbes Jahr
00:58:43vor dem
00:58:43Jahr 2022
00:58:44wurde alles
00:58:45getan,
00:58:46um noch
00:58:46einmal den
00:58:47diplomatischen
00:58:47Weg zu
00:58:48gehen
00:58:48und eine
00:58:49Eskalation
00:58:50zu vermeiden.
00:58:51Wie Sie sich
00:58:52erinnern,
00:58:53gab es
00:58:53Ende 2021
00:58:54entsprechende
00:58:55Vorschläge
00:58:56an Washington,
00:58:56an die
00:58:57NATO,
00:58:57an die
00:58:58OSZE
00:58:59und so
00:58:59weiter.
00:59:06Alle
00:59:06diese
00:59:07Vorschläge
00:59:07wurden
00:59:07abgelehnt.
00:59:08Und dann
00:59:09begann die
00:59:10spezielle
00:59:10Militäroperation.
00:59:12Ihre
00:59:12Ziele
00:59:13und Aufgaben
00:59:14wurden
00:59:14klar benannt,
00:59:15formuliert
00:59:16und in
00:59:16all den
00:59:17Jahren
00:59:17immer wieder
00:59:18bestätigt.
00:59:19Es geht
00:59:19um die
00:59:20Entmilitarisierung
00:59:21der
00:59:21Ukraine,
00:59:21um die
00:59:22Entnazifizierung
00:59:23und um die
00:59:24Beseitigung der
00:59:25Bedrohungen,
00:59:26die von
00:59:26ihrem
00:59:27Territorium
00:59:27ausgehen.
00:59:28Auch
00:59:29im
00:59:29Zusammenhang
00:59:30mit der
00:59:30ständigen
00:59:30Manipulation
00:59:31rund um
00:59:32das
00:59:32Thema
00:59:32NATO
00:59:32und den
00:59:33möglichen
00:59:34Beitritt
00:59:34der
00:59:34Ukraine
00:59:35zu
00:59:35diesem
00:59:35Bündnis,
00:59:36das
00:59:36unserer
00:59:36Ansicht
00:59:37nach
00:59:37eine
00:59:37aggressive
00:59:38Haltung
00:59:38gegenüber
00:59:39unserem
00:59:39Land
00:59:39einnimmt.
00:59:41Also
00:59:42von
00:59:42welchen
00:59:42Kompromissen
00:59:43sprechen
00:59:43Sie?
00:59:44Wir
00:59:44stehen
00:59:44in
00:59:45Kontakt
00:59:45mit den
00:59:45Vereinigten
00:59:46Staaten
00:59:46von
00:59:47Amerika.
00:59:47Diese
00:59:48Kontakte
00:59:48sind
00:59:49offen,
00:59:49sie
00:59:50wurden
00:59:50öffentlich
00:59:50gemacht,
00:59:51es
00:59:51hat
00:59:51ein
00:59:51Gipfeltreffen
00:59:52in
00:59:52Alaska
00:59:53gegeben,
00:59:53dort
00:59:54wurden
00:59:54auch
00:59:55entsprechende
00:59:55ideologische
00:59:56Positionen
00:59:57geäußert
00:59:57und,
00:59:58wie
00:59:59Diplomaten
00:59:59sagen,
01:00:00ein
01:00:00gemeinsames
01:00:01Verständnis
01:00:01formuliert,
01:00:02auf dessen
01:00:02Grundlage
01:00:03die
01:00:03weiteren
01:00:04Kontakte
01:00:04stattfinden
01:00:05sollten.
01:00:11Im
01:00:12Moment
01:00:12sehen
01:00:12wir,
01:00:13dass
01:00:13die
01:00:13Vereinigten
01:00:14Staaten
01:00:14stark
01:00:15mit der
01:00:15Lage
01:00:15im
01:00:15Nahen
01:00:16Osten
01:00:16beschäftigt
01:00:17sind.
01:00:18Dadurch
01:00:18oder
01:00:19vielleicht
01:00:19unter
01:00:19diesem
01:00:20Einfluss
01:00:20schenken
01:00:21sie
01:00:21anderen
01:00:22Themen
01:00:22Bereichen
01:00:23weniger
01:00:23Aufmerksamkeit.
01:00:24Genau
01:00:25das
01:00:25prägt
01:00:26jetzt
01:00:26auch
01:00:26unsere
01:00:27Kontakte
01:00:27mit
01:00:27ihnen.
01:00:28Was
01:00:29Kompromisse
01:00:29betrifft,
01:00:30nennen
01:00:30wir es
01:00:31allgemein
01:00:31Diplomatie,
01:00:32politische
01:00:33Lösungen,
01:00:33das
01:00:33Streben
01:00:34nach
01:00:34Frieden,
01:00:34davon
01:00:35hat sich
01:00:35Russland
01:00:36nie
01:00:36abgewandt.
01:00:37Keine
01:00:37einzige
01:00:38Gesprächsanfrage,
01:00:39die an uns
01:00:39gerichtet
01:00:40wurde,
01:00:40haben wir
01:00:41abgelehnt.
01:00:42Im
01:00:42Gegenteil,
01:00:43wir haben
01:00:44immer zu
01:00:44Verhandlungen
01:00:45aufgerufen,
01:00:46wir haben
01:00:46solche
01:00:47Angebote
01:00:47angenommen
01:00:48und daran
01:00:48teilgenommen
01:00:49und im
01:00:50Jahr
01:00:512022
01:00:51haben wir
01:00:52auch die
01:00:53Gespräche
01:00:53angenommen,
01:00:54um die
01:00:54das
01:00:54Kiva-Regime
01:00:55gebeten
01:00:56hatte.
01:00:56Diese
01:00:57Verhandlungen
01:01:00haben
01:01:00zum
01:01:01Erliegen
01:01:01wegen
01:01:02des
01:01:02Drucks
01:01:02aus
01:01:03London
01:01:03von
01:01:03Boris
01:01:04Johnson
01:01:04auf
01:01:05Zelensky
01:01:06und
01:01:06auf
01:01:06das
01:01:06Kiva-Regime.
01:01:10Und
01:01:13dann,
01:01:14im
01:01:14vergangenen
01:01:15Jahr,
01:01:15im
01:01:16Sommer
01:01:162024
01:01:17und
01:01:17wieder
01:01:17im
01:01:17Frühling
01:01:18und
01:01:18Sommer
01:01:1825
01:01:19gab
01:01:20es
01:01:20erneut
01:01:20eine
01:01:20Verhandlungsrunde
01:01:21und
01:01:22wieder
01:01:23wurde
01:01:23sie,
01:01:23ich weiß
01:01:24gar
01:01:24nicht,
01:01:25wie man
01:01:25es
01:01:25am
01:01:25besten
01:01:25sagt,
01:01:26entweder
01:01:26vereitelt,
01:01:27entwertet
01:01:28oder einfach
01:01:28zunichte
01:01:29gemacht
01:01:29vom
01:01:30Kiva-Regime.
01:01:31Dabei gab es
01:01:32durchaus praktische
01:01:33Ergebnisse,
01:01:34zum Beispiel
01:01:35den Austausch
01:01:35von Kriegsgefangenen
01:01:37und die
01:01:37Übergabe
01:01:38der Leichname
01:01:38Gefallener.
01:01:39Und zum
01:01:40ersten Mal
01:01:41überhaupt
01:01:41haben wir
01:01:42eine konkrete
01:01:42Zahl bekommen,
01:01:43was die
01:01:44sogenannten
01:01:45ukrainischen
01:01:45Kinder
01:01:46betrifft,
01:01:47von denen
01:01:47das
01:01:47Kiva-Regime
01:01:48schamlos
01:01:49behauptet,
01:01:50sie seien
01:01:50angeblich
01:01:51von der
01:01:51russischen
01:01:52Föderation
01:01:52entführt
01:01:53worden.
01:01:54Zum
01:01:54ersten Mal
01:01:55wurde überhaupt
01:01:56eine konkrete
01:01:57Zahl
01:01:57genannt,
01:01:59339
01:01:59Namen.
01:02:00Danach
01:02:01haben wir
01:02:01keine weiteren
01:02:02Zahlen
01:02:02mehr
01:02:02erhalten.
01:02:03Mit
01:02:04diesen
01:02:04Angaben
01:02:05wurde
01:02:05dann
01:02:05gezielt
01:02:05weitergearbeitet.
01:02:11Es
01:02:12stellte sich
01:02:13heraus,
01:02:13dass die
01:02:14Hälfte
01:02:14dieser
01:02:14Zahlen
01:02:15und Namen
01:02:16überhaupt
01:02:16nicht
01:02:17existiert.
01:02:18Also sie
01:02:18existieren
01:02:19schon,
01:02:20aber sie
01:02:20haben
01:02:20nichts
01:02:21mit
01:02:21dieser
01:02:21Situation
01:02:22zu tun.
01:02:22Diese
01:02:23Kinder
01:02:23leben
01:02:24irgendwo
01:02:24außerhalb
01:02:25Russlands,
01:02:26viele von
01:02:26ihnen
01:02:26in
01:02:27Westeuropa
01:02:27und so
01:02:28weiter.
01:02:29Unser
01:02:29sachliches
01:02:30Gespräch
01:02:30wurde
01:02:31ebenfalls
01:02:31unterbrochen,
01:02:32und zwar
01:02:33nicht
01:02:33auf unsere
01:02:34Initiative
01:02:34hin,
01:02:35sondern
01:02:35auf
01:02:35Initiative
01:02:36des
01:02:36Kiva-Regimes,
01:02:37der
01:02:37westlichen
01:02:38Akteure
01:02:38und so
01:02:38weiter.
01:02:39Dabei
01:02:39gab es
01:02:40ja eine
01:02:40konkrete
01:02:41inhaltliche
01:02:42Arbeit.
01:02:43Am
01:02:43Ende
01:02:43haben sie
01:02:44wieder
01:02:44eine
01:02:44Informations-
01:02:45und Propagandakampagne
01:02:47auf westlichen
01:02:47Plattformen
01:02:48gestartet
01:02:49und dort
01:02:50erneut
01:02:50Unsinn,
01:02:51Lügen und
01:02:52Fälschungen
01:02:52über
01:02:53angeblich
01:02:54Tausende
01:02:54oder
01:02:55Millionen
01:02:55entführter
01:02:56Kinder
01:02:56verbreitet.
01:02:57Dabei
01:02:58gibt es
01:02:58doch
01:02:58Verhandlungspartner
01:02:59von
01:02:59russischer
01:03:00Seite.
01:03:01Es
01:03:01gibt
01:03:01bevollmächtigte
01:03:02Personen,
01:03:03die bereit
01:03:04sind,
01:03:04jeden
01:03:04einzelnen
01:03:05Fall
01:03:05zu
01:03:05prüfen.
01:03:06Warum
01:03:06arbeitet
01:03:07ihr
01:03:07also
01:03:07nicht?
01:03:11Man
01:03:13möchte
01:03:14den
01:03:14Kiewer
01:03:15Machthabern
01:03:15eine
01:03:15Frage
01:03:16stellen.
01:03:17Aber
01:03:17die
01:03:17Antwort
01:03:18kennen
01:03:18wir
01:03:18ja
01:03:18schon.
01:03:19Denn
01:03:19es
01:03:19geht
01:03:20ihnen
01:03:20weder
01:03:20um
01:03:20Arbeit
01:03:21noch
01:03:21um
01:03:22irgendwelche
01:03:22Kompromisse.
01:03:23Es
01:03:23geht
01:03:24ihnen
01:03:24darum,
01:03:24für
01:03:25riesige
01:03:25Summen
01:03:25ein
01:03:26Werkzeug
01:03:26in den
01:03:26Händen
01:03:27des
01:03:27Westens
01:03:27zu
01:03:28bleiben
01:03:28und
01:03:29dafür
01:03:29endlos
01:03:29Millionen
01:03:30und
01:03:30Milliarden
01:03:30zu
01:03:31kassieren.
01:03:32Und
01:03:32natürlich
01:03:33ist
01:03:33genau
01:03:33dieses
01:03:34Arrangement
01:03:34für
01:03:35sie
01:03:35die
01:03:35Garantie
01:03:36ihres
01:03:36eigenen
01:03:37Überlebens.
01:03:38Die
01:03:38Garantie,
01:03:39die
01:03:39ihnen
01:03:39der
01:03:39Westen
01:03:40gibt.
01:03:40Denn
01:03:41sie
01:03:41bewegen
01:03:41sich
01:03:41längst
01:03:42außerhalb
01:03:42des
01:03:43legalen
01:03:43Rahmens,
01:03:44jenseits
01:03:44von
01:03:45Gut
01:03:45und
01:03:45Böse,
01:03:46völlig
01:03:46verstrickt
01:03:47in
01:03:47terroristische
01:03:48Praktiken.
01:03:49Und
01:03:49genau
01:03:49dieses
01:03:50System,
01:03:50nicht
01:03:51echte
01:03:51Arbeit,
01:03:52keine
01:03:52Kompromisse
01:03:53oder
01:03:53Verhandlungen,
01:03:54sondern
01:03:55das
01:03:55ständige
01:03:55Geld
01:03:56nehmen
01:03:56und
01:03:56damit
01:03:57Verbrechen
01:03:57begehen,
01:03:58sehen
01:03:59sie,
01:03:59so
01:03:59glauben
01:03:59sie,
01:04:00als
01:04:00ihre
01:04:00Lebensversicherung
01:04:01durch
01:04:02den
01:04:02Westen.
01:04:05Die
01:04:06New York
01:04:06Times
01:04:06hat
01:04:06berichtet
01:04:07über die
01:04:07Vorgänge
01:04:08in der
01:04:08Ostukraine,
01:04:09wie die
01:04:10zwölf
01:04:10CIA-Stationen
01:04:12aufgebaut
01:04:12worden sind
01:04:13seit
01:04:132015.
01:04:15Und
01:04:16in einem
01:04:16Interview
01:04:16mit
01:04:17Antony
01:04:17Blinken
01:04:17hat die
01:04:18New York
01:04:18Times
01:04:18auch
01:04:19berichtet,
01:04:20dass
01:04:20im
01:04:20September
01:04:21und
01:04:22Dezember
01:04:232021
01:04:24heimlich
01:04:25massiv
01:04:26Waffen
01:04:26in die
01:04:27Ukraine
01:04:27hineingebracht
01:04:28worden
01:04:28sind.
01:04:29Und
01:04:29das
01:04:29bestätigt
01:04:30das,
01:04:30was
01:04:30sie
01:04:30gesagt
01:04:31haben.
01:04:31Nun
01:04:32wurde
01:04:32Friedrich
01:04:32Merz
01:04:33zitiert
01:04:33von der
01:04:33Presse
01:04:34nach
01:04:34einem
01:04:34Gespräch
01:04:35mit
01:04:35Zelensky
01:04:36mit
01:04:37dem
01:04:37Satz,
01:04:37die
01:04:37russische
01:04:38Föderation
01:04:38hat
01:04:39keine
01:04:39Chance
01:04:39diesen
01:04:40Krieg
01:04:40zu
01:04:40gewinnen.
01:04:41Hat
01:04:41man
01:04:41da
01:04:41in
01:04:41Moskau
01:04:42den
01:04:42Eindruck,
01:04:43dass
01:04:43dieser
01:04:43Krieg
01:04:44europäisiert
01:04:45werden
01:04:45soll,
01:04:46sodass
01:04:46die
01:04:47europäischen
01:04:47Staaten,
01:04:49die
01:04:53Russland
01:04:54unter Druck
01:04:54halten
01:04:54sollen
01:04:55vom
01:04:55Westen,
01:04:55damit
01:04:56sich
01:04:56die
01:04:56Vereinigten
01:04:56Staaten
01:04:57um
01:04:57anderes
01:04:57kümmern
01:04:57können.
01:05:01Wir
01:05:01haben
01:05:02in
01:05:02erster
01:05:02Linie
01:05:02das
01:05:02Gefühl,
01:05:03dass
01:05:03Menschen
01:05:04wie
01:05:04Merz
01:05:05ihr
01:05:05eigenes
01:05:06Volk
01:05:06aufrichtig
01:05:07hassen.
01:05:07Denn
01:05:08alles,
01:05:08was
01:05:08Merz
01:05:09tut
01:05:09und
01:05:10was
01:05:10Menschen
01:05:10wie
01:05:10er
01:05:11tun,
01:05:12zielt
01:05:12darauf
01:05:12ab,
01:05:13dass
01:05:14die
01:05:14Bürger
01:05:14seines
01:05:15Landes,
01:05:15also
01:05:16die
01:05:16Bürger
01:05:16Deutschlands,
01:05:17sowohl
01:05:23sind,
01:05:24insgesamt
01:05:24nicht
01:05:24einfach
01:05:25schlechter
01:05:25leben,
01:05:25sondern
01:05:26wirklich
01:05:26schlecht,
01:05:26sehr
01:05:27schlecht
01:05:27leben.
01:05:27Und
01:05:28alles,
01:05:29was
01:05:29die
01:05:29Vorgänger
01:05:30von
01:05:30Merz
01:05:31geschaffen
01:05:31haben,
01:05:32echte
01:05:32Größen
01:05:33der
01:05:33deutschen
01:05:33Wirtschaft,
01:05:34der
01:05:34deutschen
01:05:35Wissenschaft,
01:05:35des
01:05:36deutschen
01:05:36Unternehmertums,
01:05:38all das
01:05:38wurde zerstört.
01:05:39Dieses
01:05:40Gefühl
01:05:40ist sehr
01:05:41stark.
01:05:42Und
01:05:42glauben
01:05:42Sie
01:05:42nicht,
01:05:43dass
01:05:43das
01:05:43nur
01:05:43eine
01:05:44Redewendung
01:05:44oder
01:05:45eine
01:05:45philosophische
01:05:46Betrachtung
01:05:46ist.
01:05:47Es
01:05:47ist
01:05:47eine
01:05:48ganz
01:05:48praktische
01:05:49Wahrnehmung
01:05:49dessen,
01:05:50was die
01:05:50deutsche
01:05:51Führung
01:05:51in den
01:05:52letzten
01:05:52Jahren
01:05:53tatsächlich
01:05:53tut.
01:06:01Bis
01:06:02zu einem
01:06:02gewissen
01:06:03Zeitpunkt
01:06:03konnten
01:06:04wir sehen,
01:06:04dass die
01:06:05Menschen,
01:06:05die in
01:06:05Deutschland
01:06:06an der
01:06:06Spitze
01:06:06standen,
01:06:07nun ja,
01:06:08manches
01:06:08haben sie
01:06:09richtig
01:06:09gemacht,
01:06:10manches
01:06:10falsch.
01:06:11Etwas
01:06:12haben sie
01:06:12gemeinsam
01:06:13mit
01:06:13Russland
01:06:13getan,
01:06:14zum
01:06:14Nutzen
01:06:15beider
01:06:15Länder
01:06:15und manches
01:06:16nur zu
01:06:16ihrem
01:06:16eigenen
01:06:17Vorteil,
01:06:18ohne
01:06:18Rücksicht
01:06:18auf
01:06:18unser
01:06:19Land.
01:06:20Aber
01:06:20in
01:06:20jedem
01:06:21Fall
01:06:21standen
01:06:22die
01:06:22Interessen
01:06:22Deutschlands
01:06:23im
01:06:23Vordergrund,
01:06:24als Nation,
01:06:25als
01:06:25Gesellschaft,
01:06:26als Volk.
01:06:26Doch
01:06:27irgendwann,
01:06:28in den
01:06:28letzten
01:06:29Jahren,
01:06:29haben wir
01:06:30gesehen,
01:06:31dass
01:06:31alles,
01:06:31was die
01:06:32deutsche
01:06:32Führung
01:06:33tut,
01:06:33nicht so
01:06:34sehr
01:06:34Russland
01:06:35schadet,
01:06:36obwohl
01:06:36auch
01:06:36das,
01:06:37sondern
01:06:37vor
01:06:38allem
01:06:38der
01:06:38eigenen
01:06:38Industrie,
01:06:39der
01:06:40Wissenschaft,
01:06:41der
01:06:41Wirtschaft,
01:06:42dem
01:06:42Unternehmertum,
01:06:43dem
01:06:44Bildungssystem
01:06:44und
01:06:45letztlich
01:06:46den
01:06:46Deutschen
01:06:46selbst.
01:06:47Deshalb
01:06:48werde ich
01:06:48jetzt natürlich
01:06:49auf Ihre Frage
01:06:49eingehen,
01:06:50ob es sich
01:06:51dabei um eine
01:06:52Europäisierung
01:06:52des
01:06:53ukrainischen
01:06:53Konflikts
01:06:54handelt.
01:07:00Aber
01:07:00zuerst,
01:07:01da Sie
01:07:01Merz
01:07:02erwähnt
01:07:02haben,
01:07:03möchte ich
01:07:03sagen,
01:07:03wie man
01:07:04ihn bei
01:07:04uns
01:07:04im
01:07:04Land
01:07:05wahrnimmt.
01:07:05Ich
01:07:06habe
01:07:06Zahlen
01:07:06dazu.
01:07:08Wenn
01:07:09Sie
01:07:09möchten,
01:07:09ich
01:07:10weiß
01:07:10nicht,
01:07:10wahrscheinlich
01:07:11haben
01:07:11Sie
01:07:11diese
01:07:12Zahlen
01:07:12auch.
01:07:13Das
01:07:14exportorientierte
01:07:15Wirtschaftsmodell
01:07:16der
01:07:16Bundesrepublik
01:07:17Deutschland
01:07:17hat mit
01:07:18einem
01:07:18Rückgang
01:07:19der
01:07:19Wettbewerbsfähigkeit
01:07:20deutscher
01:07:21Produkte
01:07:21auf den
01:07:21Auslandsmärkten
01:07:22zu kämpfen,
01:07:23und zwar
01:07:24genau seit dem
01:07:25Verzicht auf
01:07:25Energieträger
01:07:26aus Russland.
01:07:27Wer hat das
01:07:28entschieden?
01:07:29Das waren eben
01:07:30diese deutschen
01:07:31Führungskräfte.
01:07:33Hat Russland
01:07:34Deutschland etwa
01:07:34die Ressourcen
01:07:35entzogen?
01:07:36Nein.
01:07:37Genau an dieser
01:07:38Stelle, dort wo
01:07:39sie jetzt sitzen,
01:07:40saßen ihre
01:07:41Kollegen vom
01:07:42deutschen Magazin
01:07:43Compact, das
01:07:43war ungefähr vor
01:07:44anderthalb Jahren.
01:07:45Sie stellten mir
01:07:46damals eine
01:07:47direkte
01:07:47Frage, kann
01:07:48Russland die
01:07:49Lieferungen
01:07:50fortsetzen und
01:07:51dabei Nord Stream
01:07:511 und Nord Stream
01:07:522 nutzen, die
01:07:54sozusagen unbeschädigt
01:07:56geblieben sind, um
01:07:57Gas nach
01:07:57Deutschland zu
01:07:58liefern?
01:08:01Ich habe bei
01:08:04Gazprom und bei
01:08:05unseren Experten
01:08:06nachgefragt und
01:08:07gesagt, ja,
01:08:08technisch ist das
01:08:09möglich.
01:08:10Wenn die
01:08:11politischen und
01:08:12wirtschaftlichen
01:08:12Fragen abgestimmt
01:08:13sind, dauert es
01:08:15aus technischer Sicht
01:08:15etwa drei Wochen,
01:08:16vielleicht einen
01:08:17Monat, innerhalb
01:08:18eines Monats
01:08:19könnte das also
01:08:19wieder aufgenommen
01:08:20werden.
01:08:22Das heißt,
01:08:23nicht Russland hat
01:08:25Deutschland das
01:08:25Gas abgedreht,
01:08:27sondern Deutschland
01:08:27hat sich unter
01:08:28dem Druck seiner
01:08:29eigenen Politiker
01:08:30von russischen
01:08:31Energieressourcen
01:08:32abgewandt.
01:08:34Das Bundesministerium
01:08:35für Wirtschaft und
01:08:36Energie in
01:08:36Deutschland prognostiziert
01:08:38einen weiteren
01:08:39Rückgang des
01:08:39deutschen Anteils an
01:08:40den Weltmärkten.
01:08:42Ich kann Ihnen das
01:08:43belegen.
01:08:44Die
01:08:44Außenhandelsbilanz
01:08:45zeigt eine negative
01:08:46Entwicklung.
01:08:47Minus 1,4 Prozent
01:08:49im Jahr 2025,
01:08:52minus 0,5 Prozent
01:08:55im Jahr 2026
01:08:56und nach der aktuellen
01:08:59Prognose minus 0,2 Prozent
01:09:09Prognose minus 0,5 Prozent
01:09:12im Jahr 2027.
01:09:16Das alles hat sich natürlich
01:09:19auch auf die Situation der
01:09:21deutschen Hersteller
01:09:22ausgewirkt.
01:09:23Ich war ehrlich gesagt schockiert
01:09:25über eine Nachricht,
01:09:26vielleicht können Sie sie ja
01:09:27nicht bestätigen,
01:09:29aber wir haben sie
01:09:30vorgestern gelesen.
01:09:32Angeblich hat der
01:09:33Konzern Mercedes-Benz
01:09:34erklärt, dass er einen
01:09:36Teil seiner
01:09:37industriellen, also seiner
01:09:39Produktionskapazitäten,
01:09:40für militärische Zwecke
01:09:41verkaufen oder
01:09:42bereitstellen will.
01:09:44Das ist doch ein
01:09:45Unternehmen, das
01:09:46weltweit zu den
01:09:47erfolgreichsten im
01:09:48Bereich des
01:09:49Automobilverkehrs und des
01:09:50Fahrzeugbaus gehörte.
01:09:51Es hatte fantastische
01:09:53Perspektiven im
01:09:54eurasischen Raum.
01:09:55Ich spreche jetzt von
01:09:56Russland.
01:09:58Schließlich war es ja
01:09:59nicht Russland, dass
01:10:00Mercedes aus unserem
01:10:01Land vertrieben, die
01:10:02Verkaufsstellen geschlossen
01:10:03oder die Servicezentren
01:10:05eingestellt hat.
01:10:06Mercedes ist selbst
01:10:07gegangen.
01:10:08Warum?
01:10:15Nicht, weil es für
01:10:17Mercedes wirtschaftlich
01:10:18unvorteilhaft war, auf
01:10:19unserem Markt zu bleiben,
01:10:20sondern weil deutsche
01:10:22Politiker Mercedes zum
01:10:23Rückzug gezwungen haben.
01:10:26Jetzt spricht Mercedes
01:10:27davon, vielleicht einen
01:10:29Teil seiner Kapazitäten
01:10:30für militärische
01:10:31Produktion zu verkaufen.
01:10:33Und warum?
01:10:34Weil sie genau wissen,
01:10:35dass es in absehbarer
01:10:37Zeit unmöglich sein wird,
01:10:38den Markt zurückzuerobern,
01:10:40den sie selbst aufgegeben
01:10:41haben.
01:10:41Dieser Markt wurde sofort
01:10:43von Unternehmen aus anderen
01:10:44Ländern besetzt, die nicht
01:10:45gegangen sind.
01:10:46Viele von ihnen sind im
01:10:48Gegenteil zu uns gekommen,
01:10:49als sie gesehen haben, dass
01:10:51Mercedes weg ist.
01:10:53Gehen wir weiter.
01:10:55Schauen Sie, Deutschland,
01:10:56das wurde übrigens bei uns
01:10:58immer als das Land betrachtet,
01:11:00das wirtschaftlich ja
01:11:01grundsätzlich als Lokomotive
01:11:02der europäischen Wirtschaft
01:11:04gilt.
01:11:12Nach Einschätzung des IWF ist das
01:11:15jetzt das schwächste Glied der
01:11:17sogenannten G7.
01:11:18Für mich, ich spreche diese
01:11:20Zahlen gerade aus, ist das
01:11:21einfach unvorstellbar.
01:11:23Noch vor fünf Jahren hätte ich
01:11:24gesagt, so etwas kann es niemals
01:11:26geben.
01:11:27Gerade Deutschland hatte die
01:11:28stärksten Perspektiven, nicht
01:11:30nur auf dem europäischen
01:11:31Kontinent, sondern weltweit.
01:11:33Warum?
01:11:34Die Fähigkeit zu arbeiten,
01:11:36höchste Qualifikation und
01:11:37Professionalität, das war die
01:11:39Grundlage der Auswahl.
01:11:40Und natürlich die Ressourcen aus
01:11:42Russland, kombiniert mit
01:11:44deutscher Technologie, all das
01:11:46zusammenbrachte ein fantastisches
01:11:48Ergebnis.
01:11:49Außerdem sorgte die Politik, die
01:11:51Merkel damals führte, für große
01:11:53Zukunftsaussichten für Deutschland.
01:11:55All das wurde in nur wenigen
01:11:57Jahren zerstört.
01:12:06Nicht diejenigen, die Feinde
01:12:08Deutschlands sind, sondern diejenigen,
01:12:10die heute Deutschland führen.
01:12:12Schauen Sie, das Produktionsvolumen ist
01:12:14im Jahresvergleich um 5,3 Prozent
01:12:17gesunken.
01:12:18Und laut deutschen Experten, das sind
01:12:21nicht meine Zahlen, ich beziehe mich
01:12:22auf deutsche Experten, liegt die
01:12:25Auslastung der Produktionskapazitäten
01:12:27derzeit um 5 Prozent unter dem
01:12:29Niveau, das normalerweise schon als
01:12:31Rezession gilt.
01:12:32Wenn Sie denken, dass mir diese Zahlen
01:12:35Freude bereiten oder dass ich mich
01:12:37darüber freue, das stimmt nicht.
01:12:39Ich bedauere das.
01:12:41Deutschland war einer unserer starken
01:12:43Partner.
01:12:44Wirtschaftlich, ja, wirklich ein echter
01:12:46Geschäftspartner.
01:12:46Aber das ist Vergangenheit.
01:12:49Und ich sag's nochmal, hat denn jemand
01:12:51Deutschland angegriffen?
01:12:52Hat jemand es besetzt?
01:13:00Sind etwa Außerirdische gelandet und
01:13:02haben sozusagen Gewalt über Deutschland
01:13:04ausgeübt?
01:13:06Nein.
01:13:07Es sind die Bürgerinnen und Bürger
01:13:10Deutschlands, die an die Macht
01:13:11gekommen sind, die Wohlstand versprochen
01:13:14haben und die alles zerstört haben, was
01:13:16Deutschland in den letzten Jahrzehnten
01:13:18aufgebaut hat.
01:13:19Schauen Sie sich nur die deutsche
01:13:21Autoindustrie an.
01:13:22Das kann man inzwischen fast nur noch
01:13:24als Witz bezeichnen.
01:13:26Im ersten Halbjahr 25 hat die
01:13:29Autoindustrie, die früher 720.000
01:13:32Arbeitsplätze sicherte, die Produktion
01:13:34um 8 Prozent und den Export um 12
01:13:37Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum
01:13:3924 reduziert.
01:13:41Innerhalb eines Jahres hat die Branche
01:13:44bereits rund 51.000 Arbeitsplätze
01:13:46verloren.
01:13:47Das sind sieben Prozent der gesamten
01:13:49Beschäftigung.
01:13:50Und bis zum Jahr 30 könnten bis zu
01:13:52200.000 Arbeitsplätze wegfallen.
01:13:55Darf ich eine Frage stellen?
01:13:57Nicht an Sie.
01:14:05Ich möchte eine Frage an jeden Deutschen
01:14:07richten, der sie sehen wird, der vielleicht
01:14:09auf den Bildschirm spuckt oder ruft.
01:14:11Das sei russische Propaganda.
01:14:14Ich stelle nur eine Frage und jeder
01:14:16Deutsche, der sie sieht, hört oder liest,
01:14:19soll sie sich selbst beantworten.
01:14:21Hat das wirklich alles Russland getan?
01:14:24Nein.
01:14:25Als es noch gute Beziehungen zu Russland
01:14:27gab, standen diese Kennzahlen in
01:14:29Deutschland sehr gut da, als sie
01:14:30schlechter wurden, war das ausschließlich
01:14:32das Ergebnis jener Politik, die deutsche
01:14:35öffentliche Persönlichkeiten betrieben
01:14:37haben, nachdem sie unter dem Druck der
01:14:39Vereinigten Staaten zu Staatsakteuren
01:14:41geworden sind.
01:14:43Punkt.
01:14:44Also, worüber reden wir hier eigentlich?
01:14:46Das ist weder ein kleines noch ein
01:14:48großes geopolitisches Problem.
01:14:58Zuerst einmal, wenn Sie Merz zitieren,
01:15:01dann ist das ein Problem Deutschlands
01:15:03selbst.
01:15:05Kommen wir jetzt zu Ihrer Frage nach der
01:15:07Europäisierung des ukrainischen Konflikts.
01:15:09Ich würde sagen, es ist eher eine
01:15:11Ukrainisierung des europäischen
01:15:13Bewusstseins passiert, eine erzwungene
01:15:15Ukrainisierung des europäischen
01:15:17Bewusstseins. Alles steht jetzt, wissen
01:15:18Sie, unter so einer Art Dominante.
01:15:22Alles, was in Westeuropa getan wird, hat
01:15:24seine wirtschaftliche Logik verloren.
01:15:26Den Pragmatismus, auch die
01:15:28Rechtmäßigkeit.
01:15:30Jetzt wird alles nur noch durch das
01:15:31Prisma der sogenannten ukrainischen
01:15:33Frage betrachtet.
01:15:35Warum?
01:15:36Weil, und da haben Sie ja recht, gerade
01:15:38Westeuropa war es, dass mit der
01:15:40Umsetzung der Minsker Vereinbarungen
01:15:42nicht zurechtgekommen ist.
01:15:50Denn dieses Westeuropa selbst hat doch Waffen
01:15:53an das Kiewer Regime geliefert.
01:15:56Dieses Westeuropa war die Kraft, die zusammen
01:15:59mit den Vereinigten Staaten von Amerika
01:16:01mindestens zweimal einen verfassungswidrigen
01:16:04Umsturz in der Ukraine unterstützt hat.
01:16:06Den ersten Maidan und den zweiten Maidan.
01:16:08Warum glauben Sie also, dass das
01:16:11ukrainische Thema, die sogenannte
01:16:12Ukraine-Frage, jetzt Ihr ganzes Leben
01:16:14bestimmen soll?
01:16:15Es geht doch nicht um Menschenrechte.
01:16:18Es geht auch nicht um Ihre persönliche
01:16:21Sicherheit. Ich meine die westeuropäischen
01:16:23Bürger. Es geht um ein künstlich
01:16:25geschaffenes Projekt, das gescheitert ist
01:16:28und das nun mit seinen Trümmern ganz
01:16:31Westeuropa unter sich begräbt.
01:16:33Man muss das einfach einmal anerkennen.
01:16:35Es tut weh, das zuzugeben.
01:16:36Es wird furchtbar schmerzhaft sein, das
01:16:39einzugestehen. Aber es muss getan werden.
01:16:48Ohne Einsicht und ohne Anerkennung wird
01:16:51Westeuropa den Zustand, in dem es sich
01:16:53befindet, nicht überwinden können.
01:16:56Man muss zugeben, dass das politische
01:16:58Projekt, das einer ganzen Reihe von
01:17:00Politikern in Westeuropa und in den
01:17:01Vereinigten Staaten den Europäern
01:17:03aufgezwungen wurde, falsch war. Es ist
01:17:06nicht gescheitert, weil es gut war, aber
01:17:08nicht umgesetzt wurde, sondern weil es
01:17:10unecht war. Eine Chimäre, ideologisch
01:17:13verfault. Davon muss man sich befreien.
01:17:17Und mehr noch, man sollte wohl zu den
01:17:19Versprechen zurückkehren, die einst auch
01:17:21der Ukraine gegeben wurden. Macht sie
01:17:23wohlhabend, macht sie demokratisch.
01:17:26Darum muss man sich kümmern.
01:17:28Macht sie, ich spreche jetzt die
01:17:30westeuropäischen Politiker direkt an.
01:17:32Macht die Ukraine zu einem
01:17:34wohlhabenden Land.
01:17:41Tut es, während ihr sie zerstört,
01:17:44während ihr die Ukrainer vernichtet,
01:17:46während ihr auch andere Nationalitäten
01:17:48vernichtet, die in der Ukraine leben.
01:17:51Kehrt zu euren ursprünglichen
01:17:53Versprechen zurück. Macht die Ukraine
01:17:55zu einem wohlhabenden Land. Wir waren
01:17:57immer nur dafür, dass die Ukraine
01:17:59gedeiht. Wir waren dagegen, dass sie
01:18:01faschistisch oder neonazistisch wird,
01:18:03dass sie Menschen wegen ihrer Sprache
01:18:05oder Herkunft erniedrigt. Dagegen
01:18:08waren wir. Aber wir haben immer mit der
01:18:10Ukraine Handel getrieben. Wir haben
01:18:13immer gemeinsam gearbeitet. Wir hatten
01:18:15gemeinsame Projekte. Wir haben
01:18:17Herausforderungen zusammen gemeistert. Wir
01:18:19haben gemeinsam Probleme gelöst. Wir
01:18:22hatten keine Schwierigkeiten, bis sich
01:18:24Vertreter des kollektiven Westens in unsere
01:18:27Beziehungen eingemischt haben.
01:18:31Was meinen Sie, ist die Bundesrepublik
01:18:33Deutschland bereits direkte Kriegspartei?
01:18:42Haben Sie darauf wirklich keine Antwort?
01:18:45Brauchen Sie dafür noch irgendeine
01:18:46Bestätigung? Wenn doch gerade Deutschland
01:18:49das Kiva-Regime in erster Linie
01:18:52bewaffnet, wenn die sogenannte
01:18:54Rammstein-Formel die Grundlage dieser
01:18:56Bewaffnung ist, wenn Vertreter des
01:18:58deutschen Staatsapparats persönlich die
01:19:01Kampfhandlungen der Truppen Zelenskys und
01:19:03des Kiva-Regimes koordinieren, Waffen und
01:19:06Technik liefern, Geldmittel bereitstellen und
01:19:09Informationen austauschen. Dann ist das doch
01:19:12offensichtlich. Ich erinnere mich, vor etwa
01:19:15zwei Jahren, vielleicht anderthalb, ja wohl eher
01:19:17anderthalb Jahren, am Rande der Konferenz in
01:19:20Antalya, da hat eine Nachricht das ganze
01:19:23Informationsfeld regelrecht erschüttert. Es
01:19:27ging darum, dass hochrangige deutsche
01:19:29Offiziere angeblich einen weiteren Anschlag auf
01:19:32zivile Infrastruktur besprochen haben sollen,
01:19:34auf die Krimbrücke und so weiter.
01:19:43Erinnern Sie sich, diese Aufnahmen wurden vor
01:19:45etwa anderthalb oder zwei Jahren veröffentlicht. So
01:19:47ungefähr war das. Wie soll man das sonst
01:19:50nennen? Eine andere Sache ist, dass der ganze
01:19:53Krieg hybrid ist. Es ist tatsächlich ein neuer Typ von
01:19:57hybrider Kriegsführung. Aber dass Deutschland da völlig mit
01:20:01drin steckt, daran zweifelt eigentlich niemand. Und mehr noch,
01:20:05das sagen ja auch Vertreter des offiziellen Berlin ganz
01:20:09offen. Sie verbergen es nicht, sie nennen es nicht anders. Sie
01:20:13sagen es ganz klar, es gehe darum, Russland, wie sie sagen, eine
01:20:16strategische Niederlage zuzufügen und sie beteiligen sich an den
01:20:20Kampfhandlungen auf der Seite des Kiva-Regimes. Nur, das stimmt so
01:20:25nicht ganz. Sie nehmen nicht wirklich auf der Seite des Kiva-Regimes an den
01:20:30Kampfhandlungen teil. Sie nutzen das Kiva-Regime, um genau das umzusetzen, worüber ich am Anfang
01:20:42gesprochen habe. Ihre Idee, Russland, wie sie es nennen, eine strategische
01:20:47Niederlage zuzufügen. Welche anderen Gründe könnten wir überhaupt haben, das anders zu sehen?
01:20:52Ich habe keine Möglichkeit, die Dinge nicht beim Namen zu nennen. Ich kann
01:20:56einfach nicht, ich habe kein einziges Argument, um ihrer Frage zu
01:21:00widersprechen. Keines. Und selbst Berlin sagt es genauso. Und das, was sie tun, ist
01:21:06genau das, worüber sie sprechen. Sowohl in der Theorie als auch in der Praxis der
01:21:11Weltgeschichte wird das genauso bezeichnet. Sie nutzen das Kiva-Regime, um, wie sie es
01:21:17formuliert haben, Russland eine Niederlage zuzufügen, Schläge zu
01:21:21versetzen. Nennen sie es, wie sie wollen.
01:21:28In den westlichen Medien, aber auch von Verantwortungsträgern beispielsweise der
01:21:33Armee und der Regierung wird gesagt, Russland wird bis 2029 Deutschland und die
01:21:41NATO angreifen. Stimmt das oder hohle Propaganda?
01:21:48Ich bin der Meinung, dass Deutschland schon längst von März angegriffen wurde. Besiegt
01:21:54erst ihn und dann macht euch Sorgen, dass vielleicht noch jemand anderes euch angreift. Ich habe
01:22:01euch Zahlen genannt. Kein Staat hat Deutschland in den letzten Jahrzehnten so geschadet wie der
01:22:06politische Kurs, den die deutschen Machthaber und die deutsche Regierung selbst verfolgen. Niemand handelt
01:22:12gegen Deutschland. Das müsst ihr verstehen. Ich wiederhole es noch einmal, vielleicht hat es
01:22:17jemand noch nicht begriffen. Russland liefert bis heute seine Ressourcen nach Westeuropa. Russland
01:22:23hat erklärt, dass es technisch möglich ist, auch Deutschland weiterhin zu beliefern. Sag mir doch,
01:22:30wenn Russland wirklich das tun wollte, was man uns vorwirft, wären diese Lieferungen dann überhaupt noch
01:22:36aktuell. Würden unsere Antworten auf die Fragen deutscher Journalisten so positiv ausfallen,
01:22:43wenn sie uns fragen, ob wir bereit sind, die Lieferungen wieder aufzunehmen?
01:22:54Nennen Sie mir doch wenigstens ein Unternehmen, eine deutsche Firma, die vom russischen Markt
01:22:58verbannt wurde. Na, nennen Sie mir eine. Keine? Sehen Sie, genau das meine ich. Entschuldigen Sie,
01:23:06aber ich möchte wirklich genau dieses Beispiel bringen. Mir scheint, wir erleben hier eine ähnlich
01:23:12paranoide Situation wie bei den Genderfragen. Wenn ein Junge geboren wird in der neuen Ethik des
01:23:18kollektiven Westens, beeinflusst von ultraliberalen Ideen, sagt man den Eltern, sie hätten kein Recht,
01:23:24ihn als Jungen zu bezeichnen, obwohl er alle körperlichen Merkmale eines Jungen hat. Erst nach
01:23:31einigen Jahren dürfe er selbst entscheiden, ob er ein Junge oder ein Mädchen ist. Und genau das
01:23:37Gleiche passiert hier. Es ist doch offensichtlich, dass Russland immer für den Frieden eingetreten ist.
01:23:49Es ist doch offensichtlich, Russland hat sieben Jahre lang die ganze Welt, vor allem Westeuropa,
01:23:56inständig gebeten, dafür zu sorgen, dass die Minsker Vereinbarungen umgesetzt werden und die Ukraine
01:24:02innerhalb ihrer Grenzen lebt. Und jetzt fragen Sie mich, wann und was passieren könnte, wann man mit
01:24:07einem Angriff Russlands auf Deutschland rechnen soll. Ich sage Ihnen, alles was wir tun, ist darauf
01:24:14ausgerichtet, den Frieden zu bewahren. Und wenn man sich anschaut, wie viel unser Land nach dem
01:24:19Zweiten Weltkrieg dafür getan hat, das friedliche Leben auf dem europäischen Kontinent wiederherzustellen.
01:24:25Ich weiß nicht, wer sonst so viel geleistet hat. Welche Kompromisse wir eingegangen sind, wie viel wir von
01:24:31in unseren eigenen Möglichkeiten investiert haben? Sollen wir etwa noch einmal einen Krieg in Europa
01:24:37erleben? Ich habe heute schon einige russische Sprichwörter zitiert und ich bringe noch eins.
01:24:44Sie wissen, bei uns gibt es, ich weiß nicht, wie man das ins Deutsche übersetzen wird, ein Sprichwort,
01:24:51das heißt, auf dem Dieb brennt die Mütze.
01:24:59Im Grunde geht es darum, dass jemand, der andere des Diebstahls beschuldigt, oft selbst der eigentliche
01:25:05Dieb ist. Ich habe den Eindruck, dass gerade diejenigen in Deutschland, die am lautesten rufen,
01:25:11Russland werde angeblich angreifen, in Wahrheit die größten Lobbyisten für Krieg, für Kriege und
01:25:18für Militarisierung sind. Und warum ist das so? Das muss man sich genauer anschauen.
01:25:23Wahrscheinlich, weil Merz und sein Umfeld direkt mit dem militärisch-industriellen Komplex
01:25:28verbunden sind, und zwar nicht nur mit dem deutschen, sondern auch mit dem angelsächsischen.
01:25:33Er hat ja viele Jahre lang Geld genau aus dieser Richtung bekommen, aus der Rüstungsindustrie.
01:25:39Wahrscheinlich liegt darin der Grund. Man sollte nach einfachen Antworten suchen. Sie liegen
01:25:45auf der Hand. Da braucht man keine Verschwörungstheorien, alles ist offen sichtbar.
01:25:54Das Sprichwort, den Richter erkennt man am Gesicht, gibt es in Deutschland nicht. Man würde sagen,
01:26:01wer mit einem Finger auf andere zeigt, bei dem weisen drei Finger zurück, sagt die Sprecherin
01:26:08des russischen Außenamtes, Maria Sakharova. Sie sagt, Russland hat keinen Anlass, Deutschland anzugreifen.
01:26:15Russland bemühe sich weiter um Frieden und sei bereit, jederzeit die Energielieferungen wieder aufzunehmen.
01:26:29Und wer nun auf die Idee kommt, dieses Interview zu zensieren, dem darf ich sagen, dies werden
01:26:36wir gerichtlich diskutieren. Versprochen. Denn wir bei Gegen den Strom präsentieren Positionen
01:26:44und Perspektiven, welche die Propagandamedien verschweigen.
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