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  • vor 15 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00:00Musik
00:00:38Felix, auf geht's!
00:00:40Schlaf nicht rein!
00:00:49Hey!
00:00:50Felix!
00:00:51Ist gewonnen!
00:00:57Was ist denn los, Felix?
00:01:00Was ist denn?
00:01:24Felix!
00:01:25Felix!
00:01:28Alles in Ordnung, Bastian.
00:01:55Peter, ich nehm noch einen.
00:02:00Noch'n Wodka?
00:02:02Klar.
00:02:06Hey, Probleme?
00:02:10Ach, gar nicht.
00:02:25Was ist?
00:02:27Mama, nein!
00:02:28Ich will doch nur mit dir noch einmal ganz in Ruhe darüber reden.
00:02:31Nein, verdammt, da gibt's nichts mehr zu reden.
00:02:33Felix, jetzt hör mir mal zu.
00:02:36Felix?
00:02:43Tamara?
00:02:46Alles in Ordnung?
00:02:49Felix, er kann nächstes Wochenende schon wieder nicht kommen.
00:02:53Hm.
00:02:55Äh, ist das Catering für morgen bestellt?
00:02:58Ja, natürlich.
00:03:02Ja?
00:03:05Was?
00:03:08Wann?
00:03:10Und wo?
00:03:23Wann?
00:03:29Wann ist das Catering für morgen?
00:03:41Ich dachte, Sie haben Urlaub.
00:03:43Ab morgen.
00:03:45Hallo.
00:03:46Hallo.
00:03:48Felix Payer, 18 Jahre alt.
00:03:51Ein Jogger hat ihn gefunden gegen elf.
00:03:54Sein Hund ist hier ins Dickicht.
00:03:56Sieht nicht nach Hauptüberfall aus.
00:03:58In seiner Brieftasche sind noch über 100 Euro.
00:04:01Allerdings haben wir kein Handy gefunden.
00:04:03Hier.
00:04:04Was sagen die Kollegen zur Todesursache?
00:04:07Nichts Eindeutiges.
00:04:09Todes Zeitpunkt gestern Abend vor acht bis zehn Stunden.
00:04:12Er riecht stark nach Alkohol.
00:04:19Vielleicht kam er ja von so einer Flatrate-Party
00:04:21und ist mit dem Gesicht irgendwo draufgefallen.
00:04:24Vielleicht hat ihn auch jemand geschlagen?
00:04:27Auch möglich.
00:04:28Ach, übrigens, hier in der Nähe gibt es ein paar Reifenspuren.
00:04:30Vielleicht von einem Motorrad.
00:04:32Leider hat es heute Nacht geregnet.
00:04:33Daher hat sich ein Großteil der Spuren wieder verloren.
00:04:37Da hinten an der Landstraße gibt es eine Bushaltestelle.
00:04:40Vielleicht ist er von da aus gekommen.
00:04:42Ach, Katrin, finde doch den Busfahrer, der gestern Abend gefahren ist.
00:04:45Vielleicht ist ihm ja der junge Mann irgendwie aufgefallen.
00:04:47Okay.
00:04:53Was ist denn das für ein Abzeichen?
00:04:56Friedrich-von-Eisenbruch-Internat.
00:04:58Hier ganz in der Nähe.
00:04:59Woher wissen Sie das denn?
00:05:02Ich kenne da jemand vom Servicepersonal.
00:05:04Die Frau Krüger, wenn Sie sich vielleicht erinnern.
00:05:06Ach, haben Sie die nicht mal fast geheiratet?
00:05:11Wo genau liegt denn das Internat?
00:05:13Auf der anderen Seite vom Mollsee.
00:05:15Gut.
00:05:17Dann fahren wir da zuerst hin.
00:05:18Gleich?
00:05:19Ja, Krause, gleich.
00:05:38Schön bleibt.
00:05:41Der Eichwack von der Kantine ist auf der Rückseite.
00:05:44Von der Kantine, in der Frau Krüger arbeitet?
00:05:45Ja, auch ein Köpfchen?
00:05:46Vielen Dank.
00:05:47Ich guck mal kurz rein.
00:06:02Entschuldigen Sie, wo finde ich das Büro des Direktors?
00:06:06Ja.
00:06:08Felix Breyer war einer unserer Schüler.
00:06:11Ging in die 13. Klasse, war erst seit Anfang des Schuljahres bei uns.
00:06:15Das Ganze ist ja schrecklich.
00:06:18Er hat die Schule gewechselt, so kurz vor dem Abi.
00:06:22Sein Vater arbeitet beim Auswärtigen Amt.
00:06:25Felix musste deshalb schon viele Ortswechsel bewältigen.
00:06:27Was ihm durchaus gelangt ist, war ein hervorragender Schüler.
00:06:32Einer, wie er in unsere Schule passt.
00:06:35Sehr höflich, wohlerzogen.
00:06:38Dr. Palm, wann wurde seine Abwesenheit bemerkt?
00:06:41Gleich heute Morgen.
00:06:45Sein Zimmergenosse stellte fest, dass Felix Bett über Nacht unbenutzt geblieben war.
00:06:49Entschuldigen Sie mich.
00:06:51Palm?
00:06:52Nein, jetzt nicht, sagen Sie. Ich rufe zurück.
00:06:57Wie lange haben die Schüler denn normalerweise Ausgang?
00:07:00Bis 23 Uhr. Nehmen Sie doch Platz.
00:07:03Danke. Kontrolliert das jemand?
00:07:05Die Philosophie des Friedrich-von-Eisenbruch-Internats beruht auf gegenseitigem Vertrauen.
00:07:11Die jungen Menschen, die zu uns kommen, sollen nicht bloß gute Noten erzielen.
00:07:14Bei uns lernen sie vor allem innere Stärke und Verantwortungsbewusstsein.
00:07:25Tja, alles Gewinner.
00:07:29Aber keine Einzelkämpfer.
00:07:32Unsere langjährige Tradition beruht auf einem starken Sinn für Gemeinschaft und Zusammenhalt.
00:07:40Können Sie sich erklären, was Felix Breyer gestern Abend im Wald gemacht hat?
00:07:44Der Wald liegt zwischen Bushaltestelle und Internat und ist daher eine beliebte Abkürzung.
00:07:50Ja?
00:07:51Ah, danke schön.
00:07:57Kaffee?
00:07:58Oh ja.
00:08:02Ich nehme mal an, Sie haben an Ihrem Internat die gleichen Probleme mit Drogen und Alkohol wie an anderen Schulen.
00:08:08Dafür gibt es bei uns keine Toleranz. Und das wissen die Schüler.
00:08:12Zucker?
00:08:13Nein, danke.
00:08:16Ich würde mir gerne mal das Zimmer von Herrn Breyer angucken und mit seinem Zimmerkameraden sprechen.
00:08:22Selbstverständlich.
00:08:23Ich darf mich aber sicher darauf verlassen, dass Sie diesen Vorfall sensibel und diskret behandeln.
00:08:29Das ist meine Spezialität.
00:08:33Ich habe eigentlich gar keine Zeit.
00:08:36Meine Kollegin, die Margot, in der Essenausgabe, die ist heute früh nicht gekommen.
00:08:42Ein starkes Stück.
00:08:43Ich sage ihm, nur Stress.
00:08:47Aber dass der Felix, dass der Felix tot sein soll, also das ist furchtbar.
00:09:06Alles klar?
00:09:28Ich habe jeden Tag.
00:09:29Ich habe Publicister.
00:09:29Ich habe alles.
00:09:29Nein, ich meine Liebe.
00:09:35Ich habe etwas in der altreheilung.
00:09:35Ich habe aber das nicht versucht, dass ich mich nicht für mich nicht für mich nicht für mich nicht für
00:09:35mich nicht für mich.
00:09:40Ich habe es in der Mitte Zeit und ich habe die Verwaltung zum Glück.
00:10:07Guten Tag, wer sind Sie?
00:10:09Bastian Kröner.
00:10:12Felix und ich, das ist unser Zimmer.
00:10:16So ein hilfsbereiter Junge.
00:10:19Der hielt sich nicht für was Besseres wie die meisten hier.
00:10:23Hat er mal was von sich erzählt?
00:10:24So privat, meine ich.
00:10:27Von irgendwelchen Problemen.
00:10:29So viel Zeit ist hier nicht.
00:10:34Aber da war mal was.
00:10:36Vor ein paar Wochen, während der Mittagspause.
00:10:41Sie und Felix waren enge Freunde.
00:10:45Ja.
00:10:48Wann haben Sie ihn zuletzt gesehen?
00:10:51Gestern Nachmittag.
00:10:53Und dann habe ich ihn abends nochmal angerufen.
00:10:56Auf seinem Handy?
00:10:59Können Sie mir bitte mal die Nummer geben?
00:11:02Wieso?
00:11:05Felix hatte das Handy nicht mehr bei sich, als wir ihn gefunden haben.
00:11:10Über die Nummer können wir vielleicht herausfinden, wer ihn vor seinem Tod noch angerufen hat.
00:11:16Haben Sie eine Ahnung, wo das Handy sein könnte?
00:11:23Was wollten Sie denn von ihm?
00:11:26Wir wollten zusammen für eine Klausur lernen.
00:11:36Haben Sie sich keine Sorgen gemacht, als er da nicht kam?
00:11:40Ich war ziemlich müde und bin irgendwann eingeschlafen.
00:11:45Du hast heute Morgen gemerkt, dass das nicht stimmt.
00:11:47Danke.
00:11:50Felix roch extrem nach Alkohol.
00:11:53Hat er öfter so viel getrunken?
00:11:56Nein.
00:11:58Sind Sie sicher?
00:12:00Glauben Sie, er hat mir alles erzählt?
00:12:01Heißt das, er hatte Geheimnisse?
00:12:03Nicht, dass ich wüsste.
00:12:09Gab es Probleme mit jemandem?
00:12:12Jeder, der hier neu ist, muss sich durchbeißen.
00:12:15Musste ich genauso.
00:12:16Durchbeißen?
00:12:17Gegen wen?
00:12:19So war das nicht gemeint.
00:12:22Außerdem hat Felix von Anfang an sein eigenes Ding durchgezogen.
00:12:25Wie meinen Sie das?
00:12:27Er hat sich von niemandem was sagen lassen.
00:12:30Er hat das getan, was er für richtig hielt.
00:12:40Was seinen Musikgeschmack angeht,
00:12:42da hat er sich wohl auch nichts sagen lassen.
00:12:54Guten Tag, mein Name ist Rainer Metz.
00:12:56Ich bin ja Klassenlehrer von Felix.
00:12:58Johanna Herz, Kriminalpolizei Potsdam.
00:13:01Direktor Palm hat mir gerade erzählt, was passiert ist.
00:13:05Palm sagt, es war ein Unfall.
00:13:07Das ist noch nicht klar.
00:13:09Konnte Bastian Ihnen irgendwie weiterhelfen?
00:13:11Er steht noch unter Schock.
00:13:13Ja, ist ja kein Wunder.
00:13:14Felix war ja fast so was wie ein großer Bruder für ihn.
00:13:16Obwohl Felix erst seit diesem Schuljahr hier war.
00:13:20Bastian war auch nicht von Anfang an bei uns auf der Schule.
00:13:22Vielleicht hat das die beiden zusammengeschweißt.
00:13:25Wo war er denn vorher?
00:13:27Auf einer öffentlichen Schule.
00:13:29Dank seiner guten Noten hat er ein Stipendium bekommen
00:13:31und konnte zu uns wechseln.
00:13:32Danke.
00:13:34Wie war das mit Felix?
00:13:36Wie kam er mit seinen Mitschülern zurecht?
00:13:38Sehr gut, er hat sich hier sehr schnell reingefunden.
00:13:40Auch in meiner Fechtmannschaft.
00:13:42Felix war sehr begabt.
00:13:44Wenn der gewollt hätte, hätte ich den sehr weit bringen können.
00:13:47Aber er wollte nicht?
00:13:48Nein, er war nicht interessiert.
00:13:50Er hat doch nie noch Lob oder Bestätigung gesucht.
00:13:53Ehrlich gesagt,
00:13:55mir ist selten ein junger Mann begegnet,
00:13:57der schon so sehr an sich selbst geruht hat.
00:14:01Felix aus den 13 A ist tot.
00:14:02Was?
00:14:03Ja, die Polizei ist schon da.
00:14:05Das war aber ein langes Käfchen.
00:14:07Und ein sehr ergiebiges.
00:14:09Frau Krüger hat mir erzählt,
00:14:10dass Felix Breuer vor ein paar Wochen
00:14:11in eine Prügelei verwickelt war.
00:14:13Mitten in der Kantine.
00:14:15Warum hat er sich geprügelt?
00:14:16Weil ein paar Mitschüler
00:14:18auf seinen Zimmergenossen losgegangen sind.
00:14:21Verzöhnlich kann ich Ihnen die Namen der Beteiligten besorgen.
00:14:23Warten wir erst mal die Obduktion an.
00:14:37Sie haben so ein schönes Haus
00:14:39und einen wundervollen Garten.
00:14:41Da hört die Arbeit bestimmt nie auf.
00:14:43Ja, das ist halt der Preis,
00:14:44den man für sein Glück zahlen muss.
00:15:04Ich habe unseren Gästen gesagt,
00:15:05es gab einen Unfall.
00:15:08Einen tragischen Unfall.
00:15:11Das war es doch, oder?
00:15:12Vielleicht.
00:15:13Wir wissen es noch nicht.
00:15:15Was denn sonst?
00:15:18Selbstmord?
00:15:19Das können Sie ausschließen, Frau Herz.
00:15:21Felix ist beliebt in der Schule,
00:15:23hat Erfolg.
00:15:25Alles, was man will.
00:15:27Gott, die üblichen Wehwehchen in dem Alter.
00:15:29Wer hat das nicht?
00:15:31Aber
00:15:35auf ihn wartet eine blühende Zukunft.
00:15:38Frau Breyer,
00:15:40darf ich Sie fragen,
00:15:41wieso Sie Ihren Sohn auf ein Internat geblieben haben?
00:15:44Wir wollten immer die bestmögliche Ausbildung
00:15:45für den Jungen.
00:15:50Felix ist Internate gewohnt.
00:15:52Das ist doch so, oder, Tamara?
00:15:57Ja, natürlich.
00:16:01Er hatte selbstverständlich ein Zimmer hier
00:16:03und hat uns fast jedes Wochenende besucht.
00:16:05Dann haben Sie ihn zuletzt
00:16:06am vergangenen Wochenende gesehen?
00:16:08Nein.
00:16:09Er musste viel für seine Klausuren lernen.
00:16:13Er hat in den letzten Monaten
00:16:15praktisch im Internat gelebt.
00:16:16Aber telefoniert haben Sie doch bestimmt mit ihm.
00:16:18Ja, erst gestern.
00:16:20Hat er zufälligerweise erwähnt,
00:16:22was er vorhatte?
00:16:25Welchen Eindruck
00:16:27hatte Ihr Sohn gestern auf Sie gemacht?
00:16:30Er war ganz normal.
00:16:32Das war kein Selbstmord.
00:16:36Das Opfer starb an akutem Kreislaufversagen.
00:16:40Hervorgerufen durch eine schwere Alkoholvergiftung.
00:16:42Wie viel Alkohol hat er dafür trinken müssen?
00:16:44Naja, das kommt auf den Zeitraum an.
00:16:47Wir haben deutlich über vier Promille
00:16:48in seinem Blut festgestellt.
00:16:50Eine Flasche Schnaps
00:16:51wird es wohl mindestens gewesen sein.
00:16:53Wenn man dann noch hastig trinkt
00:16:55auf leerem Magen.
00:16:56Das kann sehr schnell zum Koma führen.
00:16:58Und wenn dann der Kreislauf versagt.
00:17:01Und die Verletzungen an Mund und Zähnen?
00:17:04Ihm ist was dagegen geschlagen worden.
00:17:06Vielleicht eine Flasche?
00:17:08Der Alkohol könnte ihm
00:17:10gegen seinen Willen eingeflößt worden sein.
00:17:12Wir fanden Hämatome an Ober- und Unterarmen.
00:17:14Alles in allem ziemlich sicher Fremdeinwirkung.
00:17:23Wo bleibst du?
00:17:25Ich brauche mal ein Zeug weg, wie immer.
00:17:28Hast du ein Problem damit?
00:17:30Wie könnte ich?
00:17:31Auch nach einer tragischen Geschichte
00:17:33geht das Leben weiter, Basti.
00:17:35Alles klar?
00:17:36Bei aller Trauer.
00:17:37Wir warten auf dich.
00:17:39Latein Übersetzung.
00:17:41Bei aller Trauer.
00:17:43Hast du etwa die Politesse im Kopf?
00:17:46Was hast du ihr denn erzählt, Streber?
00:17:49Nichts. Ehrlich.
00:17:54Gut so.
00:17:55Es hat sie nicht zu interessieren, was hier abgeht.
00:17:57Weder alt, noch speed, noch sonst irgendwas.
00:17:59Nur, dass wir das nochmal abgeklärt haben.
00:18:01Bei aller Trauer.
00:18:02Erste Regel.
00:18:03Wir haben den guten Ruf unserer Schule zu verteidigen.
00:18:06Lass ihn in Ruhe.
00:18:07Clemens, du auch.
00:18:10Na los, verpisst euch.
00:18:16Alles okay, Basti?
00:18:23Hallo.
00:18:25Hallo.
00:18:31Ist das für mich?
00:18:33Oder für meine Enkelin?
00:18:36Für deine Enkelin.
00:18:39Dafür ist sie doch noch viel zu klein.
00:18:41Wann wolltest du mir eigentlich erzählen,
00:18:43dass wir nicht zu Leonie nach Madrid fliegen?
00:18:46Nee, du hast heute Morgen noch geschlafen.
00:18:50Aber Leonie hast es gestern Abend schon erzählt.
00:18:52Warum hier nicht?
00:18:53Robert.
00:18:54Ob wir nur dieses Wochenende fahren oder nächstes.
00:18:57Pass auf.
00:18:59Ich bin mir sicher, du hast hier wieder mal viel zu tun.
00:19:02Aber ich habe deiner Tochter versprochen,
00:19:04ihr beim Umzug zu helfen.
00:19:07Und genau das werde ich tun.
00:19:09Aber wir wollten das doch mit einem kleinen Urlaub verbinden.
00:19:11Das dachte ich auch.
00:19:14Vielleicht überlegst du es dir nochmal.
00:19:21Basti, wenn irgendwas ist,
00:19:23dann sag einfach Bescheid.
00:19:25Du weißt doch, Gemeinschaft durch.
00:19:27Na?
00:19:29Zusammenhalt.
00:19:29Ganz genau.
00:19:31Und das mit den Jungs wollen,
00:19:32das darfst du nicht so ernst nehmen.
00:19:34Sie sind einfach ein bisschen verwirrt
00:19:36wegen dieser rumstreuenden Kommissarin.
00:19:37Ist doch nicht verwunderlich, oder?
00:19:41Ah, warte mal.
00:19:46Bevor ich es vergesse,
00:19:47ich bin sehr, sehr zufrieden mit der letzten Prüfung.
00:19:51Ist gut, so ein schlauer Freund zu haben.
00:20:06Ja, Vera, was machst du denn hier?
00:20:10Ja.
00:20:11Wundschön.
00:20:12Was ist denn dein Herrchen?
00:20:14Hm?
00:20:18Wo sind Sie, Herr Krause?
00:20:20In Zivil?
00:20:21Ermittlungen wegen.
00:20:22Bitte?
00:20:24Der Ermittlungen wegen.
00:20:27Der Frau Krüger fiel seit gestern jemand
00:20:29in der Essen-Ausgabe.
00:20:31Wo ist denn Frau Krüger?
00:20:32Ich würde gerne mal mit ihr reden.
00:20:35Ich mache gerade die Bestellung
00:20:36für nächste Woche fertig.
00:20:37Worum geht's, wenn ich fragen darf?
00:20:39Ja, Sie dürfen.
00:20:40Die Obduktion von Felix Pryer hat ergeben,
00:20:42dass es mit höchster Wahrscheinlichkeit
00:20:44Fremdeinwirkung war.
00:20:48Ja, Katrin.
00:20:50Der Busfahrer von vorgestern Abend
00:20:52konnte sich zwar an Felix erinnern,
00:20:53aber einen besoffenen Eindruck
00:20:54hat er nicht auf ihn gemacht.
00:20:55Und die Reifenspuren am Fundort der Leiche
00:20:57stammen außerdem nicht von einem Motorrad,
00:20:59sondern von einer Schubkarre.
00:21:01Von einer Schubkarre?
00:21:03Vielleicht hat man ja damit Felix Pryers Leiche
00:21:05von dem eigentlichen Tatort weggeschafft.
00:21:07Gibt es in der Nähe irgendwelche Schuppen
00:21:09mit Werkzeug oder so?
00:21:11Ja, es gibt da eine alte Forsthütte.
00:21:13Auf der anderen Seite liegt dann der See
00:21:14und jenseits davon das Internat.
00:21:16Sollten wir uns mal ansehen.
00:21:17Soll ich dich abholen?
00:21:18Nee, nee, das finde ich schon.
00:21:19In einer Stunde? Gut.
00:21:22Ach, und Katrin,
00:21:24falls wir das Handy von Felix Pryer nicht finden,
00:21:26mach bitte Druck, dass wir die Verbindungsnachweise
00:21:28so schnell wie möglich bekommen, ja?
00:21:29Okay.
00:21:30Gut, tschüss.
00:21:33Na, willst du es mitbekommen?
00:21:36Ach, übrigens Krause,
00:21:38bleiben Sie doch ruhig ein paar Tage hier.
00:21:41Warum?
00:21:43Der Ermittlungen wegen.
00:22:13Neuer,
00:22:14mit der Frau.
00:22:14weiter. Essen eins oder essen zwei? Nur den gemischten Salat. Ah, kleb mal noch einen
00:22:23Schnitzel dazu. Bitte schön. Und? Essen zwei, bitte. Essen zwei. Bitte schön. Das
00:22:42gibt's doch gar nicht. Geht das wieder los? Was geht wieder los? Es sind die beiden, die letztes Mal so
00:22:50auf den Bastian losgegangen sind. Clemens Auer und Victor Schneider.
00:23:11Was nicht in Ordnung? Mit dem Essen war ich nicht. Wie kommen Sie denn darauf?
00:23:18Sag mal, die Jungs da in der Kantine, warum sind die so auf dich losgegangen? Und der Tod von deinem
00:23:25Mitschüler? Was ist denn da passiert?
00:23:30Warum fragen Sie?
00:23:33Kanntest du den?
00:23:36Ich muss zum Unterricht.
00:23:42Wenn mal wieder was ist, vielleicht kann ich dir helfen.
00:24:08Ich guck mal da hinten rein.
00:24:09Ja.
00:24:17Oh.
00:24:23UNTERTITELUNG
00:24:51Es ist leider keine Schubkarre zu fänden.
00:24:54Dafür aber etwas anderes.
00:24:56Oh.
00:24:57Blut?
00:24:58Tja.
00:25:01Sieht so aus, als hätte hier jemand sehr ehrlich sauber gemacht.
00:25:04Ja, aber nicht gründlich genug.
00:25:09Die Polizei hat gerade angerufen.
00:25:13Sie sagen, es war Mord.
00:25:23Was?
00:25:27Ja.
00:25:33Hast du irgendeinen Verdacht?
00:25:38Nein, habe ich nicht.
00:25:42Die hat er doch immer alles erzählt, oder?
00:25:47Er hat schon lange nur noch das gemacht, was er wollte.
00:25:52Ja.
00:25:55Dafür warst du ja auch ein fantastisches Vorbild.
00:26:01Du musst doch sicher noch mal ins Büro, oder?
00:26:08Wenn die Margot weiter blau macht, muss ich das dem Chef melden.
00:26:12Es ist ja schon der zweite Tag.
00:26:13Sie geht ja nicht mal ans Telefon.
00:26:16War sie früher auch schon so unzuverletzt?
00:26:19Gar nicht.
00:26:21Hoffentlich ist da alles in Ordnung.
00:26:24Ich kann ja aber auf dem Heimweg vorbeifahren.
00:26:27Ach, Herr Krause, das geht aber nicht.
00:26:30Ja, das geht aber nicht.
00:26:31Ab.
00:26:36Sagen Sie,
00:26:37diese beiden Jugendziele auf Bastian losgegangen sind.
00:26:41Clemens Auer und Viktor Schneider.
00:26:44Sind die hier so was wie Schlägerklüten?
00:26:46Nee, das war nur das eine Mal.
00:26:50Sehr heftig, aber nur das eine Mal.
00:26:52Die tun immer mächtig fein.
00:26:55Und die sind wohl ziemlich dicke mit dem Grunewerk-Jungen.
00:27:01Grunewerk ist das?
00:27:02Der Sohn von dem Hydraulik-Hersteller?
00:27:05Genau der.
00:27:06Der Justus, das ist sein Sohn.
00:27:08Der ist hier der ganz große Star.
00:27:11Mit der Fechtmannschaft hat er einen Pokal nach dem anderen gewonnen.
00:27:13Der Junge scheint hier irgendwie eine Menge im Griff zu haben.
00:27:19Also, was man so hört.
00:27:25Frau Kommissarin, ja hier Krause.
00:27:28Es gibt da noch was.
00:27:33Ich habe dem Chef übrigens gerade schon gesagt,
00:27:36dass ich gerne die Kosten für die neue Fechtausrüstung übernehme.
00:27:38Ja, es ist wirklich sehr großzügig von Ihnen.
00:27:40Herr Grunewerk...
00:27:41Sagen Sie,
00:27:43Dr. Palm erwähnt ihr irgendwas von Justus' suboptimalen Leistungen in Mathe und Geschichte?
00:27:47Ja, ich habe schon mit den Kollegen gesprochen.
00:27:50Die meinen, Justus ist einfach ein bisschen überfordert.
00:27:55Überfordert.
00:27:57Überfordert war ich auch immer.
00:27:58Das ganze Leben ist doch eine einzige Überforderung, hm?
00:28:01Ja, das mag sein.
00:28:02Aber es erinnert nichts an der Tatsache, dass...
00:28:04Jetzt spielen Sie mal hier nicht den Schwarzseher.
00:28:06Also, mal über Mut zu guten Noten, Sie und Ihre Kollegen.
00:28:10Haben Sie es da verstanden?
00:28:12Guten Tag.
00:28:18Hauptkommissarin Herz, Herr Grunewerk.
00:28:20Sein Sohn Justus geht auch in meine Klasse.
00:28:24Hauptkommissarin.
00:28:26Dann sind Sie sicher wegen der Sache mit dem Sohn von den Preiers da, was?
00:28:29Ich hoffe, das klärt Sie schnell auf.
00:28:30Ja, wir arbeiten dran.
00:28:33Herr Metz?
00:28:52Zanzi, da drüben im Wald gibt es eine alte Forsthütte.
00:28:56Ist die hier schon mal Thema gewesen?
00:28:57So für Partys oder Mutproben oder sowas?
00:29:00Nicht, dass ich wüsste.
00:29:04Was ist da drin?
00:29:07Zubehör für den Sportunterricht hier draußen, ein bisschen Werkzeug.
00:29:10Auch eine Schubkarre?
00:29:14Warum schleppen Metz sie denn in den Schuppen?
00:29:17Na ja, warum wohl?
00:29:25Ey, Basti!
00:29:26Was soll das?
00:29:27Ey!
00:29:30Basti!
00:29:40Haben Sie immer den Schlüssel zu dem Schuppen?
00:29:42Nein, den hat der Gerätebart.
00:29:44Und wer ist das?
00:29:46Das war einer der Schüler.
00:29:47Die wechseln sich monatlich ab.
00:29:49Und wer ist diesen Monat dran?
00:29:52Justus Gruneberg.
00:29:55Katrin, schick doch mal jemand von der Spurensicherung ins Internat.
00:29:58Könnte sein, dass wir die Schubkarre haben.
00:30:01Danke.
00:30:03Justus Gruneberg.
00:30:05Justus ist doch eng mit Clemens Auer und Victor Schneider befreundet, nicht?
00:30:09Ja.
00:30:14Vor kurzem waren die beiden in eine Prügelei mit Felix Breyer verwickelt.
00:30:19Wissen Sie davon?
00:30:21Davon höre ich heute zum ersten Mal.
00:30:26Ist einer von denen mal wegen Alkoholmissbrauch aufgefallen?
00:30:30Nein.
00:30:38Und wem gehört das dann?
00:30:45Entschuldigung, fesches Zimmer.
00:31:12Guten Tag, Justus Gruneberg.
00:31:14Herr Metz hat gesagt, Sie wollten mit mir sprechen.
00:31:16Ja, ich suche den Mörder von Felix Breyer.
00:31:20Was für ein Mörder?
00:31:22Ich dachte, Felix hat sich selbst...
00:31:24Jemand hat ihn mit hochprozentigem Alkohol abgefüllt, bis er tot war.
00:31:28Was?
00:31:30Herr Metz sagt, Sie haben den Schlüssel zu diesem Schuppen?
00:31:33Ja, und?
00:31:37Wissen Sie, wem die Flaschen hier gehören?
00:31:40Na, keine Ahnung.
00:31:43Also, Sie können ihn gerne haben.
00:31:44Ist vielleicht sogar Pfand drauf.
00:31:48Entschuldigung.
00:31:49Metz?
00:31:50Es gibt jetzt auf keinen Fall.
00:31:52Nein, die Polizei ist da.
00:31:54Nein.
00:31:56Gut.
00:31:57Dort gegen vier.
00:32:01Was ist denn hier los?
00:32:03Verschwindet.
00:32:03Moment mal.
00:32:06Wer sind Sie?
00:32:09Clemens Auer, Viktor Schneider.
00:32:11Ah ja.
00:32:12Hat einer von Ihnen sich in letzter Zeit mal von Justus den Schlüssel zu diesem Schuppen hier ausgeliehen?
00:32:16Nein.
00:32:17So sollten wir.
00:32:19Worum ging's bei der Prügelei mit Felix Breyer, neulich in der Kantine?
00:32:23Das, das war doch keine Prügelei.
00:32:26Wir waren einfach nur ein bisschen durch den Wind.
00:32:30Abistress und so.
00:32:31Ja, und mehr war da nicht.
00:32:33Sie bleiben.
00:32:36Danke erstmal.
00:32:38Ja, Abmarsch.
00:32:45Gefällt Ihnen wohl die Nummer?
00:32:46Welche Nummer?
00:32:48Naja, Sie als Staatsdienerin, Sie sind ja schon auf Krawall gebürstet, wenn Sie das Wort Eliteinternat nur hören.
00:32:53Ich wüsste nicht, was gegen eine gute Erziehung spricht.
00:32:56Ach kommen Sie, Sie brennen doch förmlich darauf, jemanden wie mir was anzuhängen.
00:33:00Ich brenne nur darauf, ein paar ehrliche Antworten zu bekommen.
00:33:03Ohne meinen Anwalt bekommen Sie überhaupt gar keine Antworten.
00:33:06Ja gut, dann sehen wir uns alle zusammen morgen um zehn auf dem Präsidium.
00:33:12Dann muss ich erstmal unsere Lehrer fragen.
00:33:14Ach, die beurlauben Sie gerne.
00:33:25Ach, die beurlauben Sie gerne.
00:33:51Ja, Krause?
00:33:55Spuren eines Einbruchs?
00:33:56Konnte ich nirgends feststellen.
00:33:59Aber trotzdem, ich habe ein ungutes Gefühl.
00:34:02Na gut, ich kümmere mich um eine Durchsuchungsgenehmigung für die Wohnung von dieser Margot.
00:34:06Das war es so fürrlich.
00:34:29Oh my god, es war schön.
00:34:35Aber trotzdem, es war sort.
00:34:37Es tut mir leid.
00:34:44Hast du Felix von uns erzählt?
00:34:46Wie kommst du darauf?
00:34:49Hat es Felix gewusst?
00:34:52Er hat uns letzte Woche gesehen.
00:34:54Ja, das hättest du mir sagen müssen.
00:34:56Was ist passiert?
00:34:59Nichts.
00:34:59Rainer,
00:35:02wann hast du Felix das letzte Mal gesehen?
00:35:06Am Tag vor seinem Tod? Beim Training?
00:35:08Wieso fragst du das?
00:35:16Wahrscheinlich drehe ich langsam ein bisschen durch.
00:35:20Ich komme zu dir, ja?
00:35:22Tamara, es ist besser, wenn wir uns die nächsten Tage nicht sehen,
00:35:24bis sich das etwas beruhigt hat.
00:35:25Ich muss auch erst mal mit all dem klarkommen.
00:35:29Verstehe.
00:35:49Immer noch Hausaufgaben?
00:35:51Die Ratte macht nicht, was sie soll.
00:35:54Was soll sie denn machen?
00:35:59Warum haben Sie mir die Prügelei verschwiegen neulich in der Kantine
00:36:03mit Victor und Clemens
00:36:05und dass Felix eingegriffen und sie beschützt hat?
00:36:09Ach, das war doch nur ein Missverständnis.
00:36:11Hat Felix oft etwas missverstanden?
00:36:15Was wollen Sie von mir?
00:36:17Ihr bester Freund ist ermordet worden.
00:36:19Und ich bin mir sicher,
00:36:20dass Sie mir noch nicht alles erzählt haben.
00:36:23Warum weichen Sie mir aus?
00:36:26Weil ich nicht über ihn reden will.
00:36:27Warum nicht?
00:36:29Ich vermisse ihn, okay?
00:36:35Vermisst Justus Grüneberg ihn auch?
00:36:38Justus ist mein Freund.
00:36:41Herr Gröner.
00:36:43Da war übrigens seit morgens so ein Typ in unserem Zimmer.
00:36:45Was für ein Typ?
00:36:47Ich habe den vorher noch nie gesehen.
00:36:49Der hat sich angeblich in der Tür gejagt,
00:36:51aber ich glaube, der hat Felix Sachen durchsucht.
00:36:53Aha.
00:36:54Können Sie diesen Mann beschreiben?
00:36:57Ein bisschen älter als ich.
00:37:00Mit langer, blonde Haare
00:37:01und der trug eine Lederjacke.
00:37:06Wir fahren am besten jetzt gleich ins Präsidium
00:37:09und lassen ein Phantombild von diesem Mann erstellen.
00:37:11Ja?
00:37:12Haben Sie verstanden?
00:37:21Nein.
00:37:29Musik
00:38:06Musik
00:38:35Moment, Moment
00:39:18Felix Breyer
00:39:22Musik
00:39:25Liebste Margot, ich werde dich niemals aufgeben, Felix
00:39:29Felix Breyer und Margot Kolmer
00:39:34Margot Kolmer verschwindet an dem Tag, an dem wir die Leiche von Felix Breyer finden
00:39:40Das ist doch kein Zufall
00:39:42Kann Blut sein
00:39:46Was ist hier passiert?
00:40:00Das glaube ich nicht
00:40:01Felix
00:40:03Die muss den Jungen verführt haben
00:40:05Was ist das Neues?
00:40:06Die Frau auf dem Foto heißt Margot Kolmer
00:40:08Sie hat im Internat gearbeitet und hatte wahrscheinlich eine Liebesbeziehung mit ihrem Sohn
00:40:14Mein Gott
00:40:15Hat Felix irgendetwas davon erzählt?
00:40:19Nichts
00:40:19Gar nichts
00:40:22Haben Sie schon mit dieser Frau gesprochen?
00:40:24Sie ist verschwunden
00:40:25In der Nacht, als Felix starb oder kurz danach
00:40:28Hat sie irgendwas damit zu tun?
00:40:30Das kann ich noch nicht sagen
00:40:33Hat Felix Ihnen gegenüber mal eine Waldhütte in der Nähe des Internats erwähnt?
00:40:39Nein
00:40:40Wieso?
00:40:51Haben Sie Felix jemals Alkohol aufgedrängt?
00:40:54Nein
00:40:56Was ist denn da aufgedrängt?
00:40:58Ein gepflegten Schnaps trinkt jeder gern
00:41:00Außerdem sind die Jungs alle volljährig
00:41:07Waren Sie schon mal in dieser Forsthütte?
00:41:09Im Wald?
00:41:10Auf der anderen Seite des Sees?
00:41:15Was soll das denn jetzt?
00:41:17Herr Groneberg
00:41:18Würden Sie bitte draußen warten?
00:41:21Was soll ich?
00:41:23Ihr Sohn ist doch volljährig
00:41:24Ihre Anwesenheit ist hier nicht erforderlich
00:41:39Sie kennen die Hütte?
00:41:41Jeder kennt die Hütte
00:41:42Irgendjemand macht da immer eine Party
00:41:44Irgendjemand war vor kurzem da und hat Blut vom Boden aufgewischt
00:41:47Mit einem Lappen, der dann verbrannt werden sollte
00:41:49Was aber nicht vollständig geklappt hat
00:41:59Diese Frau
00:42:00Kennen Sie ja
00:42:02Sie arbeitet in der Kantine in der Essensausgabe
00:42:06Margot, klar
00:42:07Margot
00:42:08Margot Kolmer
00:42:10Sie ist seit drei Tagen verschwunden
00:42:12Was hat das mit meinem Mandanten zu tun?
00:42:24Sie sehen nicht sonderlich überrascht aus
00:42:26Ja, auch wenn es nicht offiziell war
00:42:28Dass Felix was mit der hatte
00:42:29Das wusste jeder
00:42:33Glauben Sie, dass die Felix offene Gewissen hat?
00:42:35Wie kommen Sie darauf?
00:42:37Na, die wollte doch bestimmt noch sein Geld
00:42:39Vielleicht gab es ja Ärger
00:42:40Die soll ja auch gesoffen haben
00:42:41Sagt wer?
00:42:43Sie wissen doch, wie die Leute reden
00:42:44Welche Leute?
00:42:47Gerüchte eben
00:42:48So genau hat mich das nie interessiert
00:42:51Also, ich will jetzt nicht arrogant klingen, aber
00:42:54Sie ist eine Küchenhilfe
00:42:57Sie ist sehr attraktiv
00:43:02Ja, aber
00:43:03Für mich zählen auch innere Werte
00:43:06Und die hat Margot Kolmer nicht, Ihrer Meinung nach
00:43:11Ja, Sie haben recht
00:43:11Das kann ich ja gar nicht beurteilen
00:43:17Ja, Sie haben recht
00:43:17Ja, Sie haben recht
00:43:19Ich bin ganz ehrlich
00:43:19Ja, Sie haben recht
00:44:03Verpackt nochmal, was läuft hier ab?
00:44:05Aber ich, ich.
00:44:08Wenn du da irgendwie mit drin steckst.
00:44:10Papa, da ist nichts, das kannst du mir glauben.
00:44:12Herrlich.
00:44:25Der Richter hat die Verbindungsnachweise von Felix Freyers Handy freigegeben.
00:44:30Außer mit seiner Mutter und Bastian hat Felix am Tag seines Todes mehrmals bei Margot Kolmer angerufen.
00:44:35Danke.
00:44:37Hast du dich schon in Frau Kolmers Nachbarschaft umgehört?
00:44:39Ja. Am Tag, als Felix starb, war nachmittags ein junger Mann bei ihr.
00:44:42Die beiden haben sich laut gestritten.
00:44:44Anschließend ist der Typ auf seinem Motorrad abgehauen.
00:44:47Gibt es eine Beschreibung von ihm?
00:44:49Stell dir vor, die haben wir schon.
00:44:53Ach.
00:44:55Der Mann den Bastian in seinem Zimmer erwischt hat.
00:44:58Der Junge hat dich also doch nicht angelogen.
00:45:01Hast du das Bild schon durch den Rechner laufen lassen?
00:45:02Ja, leider noch keinen Treffer.
00:45:05Aber vielleicht können wir uns in dieser Kneipe hier weiterhelfen.
00:45:09Oh, Daddies.
00:45:10Laut Auskunft eines Nachbarn hat die Kolmer da eine Weile gearbeitet.
00:45:15Keine Ahnung, wo Margot ist.
00:45:17Seit die hier nicht mehr arbeitet, sehe ich sie kaum noch.
00:45:19Vor ihr Woche war sie mal da.
00:45:21Welchen Eindruck hat Frau Kolmer auf sie gemacht?
00:45:24Hat sie nicht fertig.
00:45:26Sie hat überlegt, ob sie mit Felix Schluss macht.
00:45:28Aus welchem Grund?
00:45:29Ja, die Bude war voll.
00:45:31Ich hatte leider gar keine Zeit für sie.
00:45:38Wissen Sie, wie lange das mit Felix und Frau Kolmer schon lief?
00:45:41Wiss ich nicht.
00:45:42Drei, vier Monate?
00:45:44Margot hat eigentlich immer darauf erachtet, die Sache hier heimzuhalten.
00:45:47Damit Felix keine Schwierigkeiten kriegt.
00:45:49War den beiden bewusst, dass ihr Altersunterschied für andere ein Problem sein könnte?
00:45:54Bewusst war Margot es schon.
00:45:56Aber es war ihr egal.
00:45:58Verstehen Sie?
00:46:00Die Margot, die hat so eine Sehnsucht nach Leben.
00:46:03Für die zählt nur der Augenblick.
00:46:06Ich spiele sein, muss immer wissen, was morgen kommt.
00:46:08Warum hat sie hier aufgehört zu arbeiten?
00:46:13Der Chef, der grapscht gerne mal ein bisschen.
00:46:16Manchmal ein bisschen viel.
00:46:18Das war es für sie.
00:46:21Kennen Sie diesen Mann?
00:46:26Bin mir nicht sicher.
00:46:28Könnte Uwe sein.
00:46:29Welcher Uwe?
00:46:31Margot's Sohn.
00:46:33Sie hat mir mal ein Foto gezeigt.
00:46:35Aber die beiden haben schon seit Jahren kein Kontakt mehr.
00:46:37Warum nicht?
00:46:39Wissen Sie, es war nicht leicht für Margot Mutter zu sein.
00:46:43Mit 16 in den Falschen verliebt.
00:46:45Und dann gleich schwanger.
00:46:47Ach übrigens, Felix war neulich auch noch hier.
00:46:51Wann genau?
00:46:53Vor drei Tagen kamen sie am Nachmittag und ging am frühen Abend.
00:46:58War er irgendwie anders als sonst?
00:47:00Ja.
00:47:02Hat Wodka getrunken.
00:47:03Macht er sonst nie.
00:47:07Vielleicht hat sie ja wirklich mit dem Stoß gemacht.
00:47:10Ja Mama, mir geht's gut.
00:47:12Ja wirklich.
00:47:13Was?
00:47:161,5.
00:47:17Die haben die Nummer aus Klausus nochmal angerufen.
00:47:20Ja, ich schaffte das bestimmt.
00:47:24Macht euch keine Sorgen.
00:47:27Ich euch auch.
00:47:29Tschüss.
00:47:37Hallo.
00:47:40Hast du einen Moment Zeit für mich?
00:47:41Ich hab da ein Problem mit meinem Motorrad.
00:47:43Hab gehört, du hast Ahnung von sowas.
00:47:46Ja.
00:47:49Das ist eine K750, Baujahr 62.
00:47:5160, nah dran.
00:47:53Wahrscheinlich irgendwas mit dem Vergaser.
00:47:56Nicht immer noch ne tolle Maschine.
00:47:58Vielleicht baue ich mal sowas mit ner Brennstoffzelle.
00:48:00Das kannst du, ist ja toll.
00:48:08Erstmal studieren.
00:48:10Mechanical Engineering.
00:48:11Am besten in London.
00:48:12Toner Wetter.
00:48:14Und wenn das Abi gut läuft,
00:48:15hab ich die Chance auf ein weiteres Stipendium.
00:48:17Deine Eltern sind bestimmt stolz auf dich.
00:48:22Bin ihre große Hoffnung.
00:48:23Ja, das glaub ich.
00:48:31Das war der verstorbenen Schüler.
00:48:33War das dein Freund?
00:48:41Wenn du mal mit jemandem reden möchtest.
00:48:47Johanna, wir haben den Sohn von Margot Kolmer.
00:48:49Ach gut.
00:48:50Er hat bestätigt, seine Mutter vor drei Tagen Besuch zu haben.
00:48:53Aber er behauptet nicht zu wissen, wo sie jetzt ist.
00:48:56Gut.
00:48:58Es war ihr Geburtstag.
00:49:02Ich wollte sie überraschen.
00:49:04Lief aber nicht so gut, oder?
00:49:06Die Nachbarn haben einen lauten Streit gehört.
00:49:10Wie ist das mit der Vitrine passiert?
00:49:13Wessen Blut ist das da auf dem Teppich?
00:49:15Das war alles ein Versehen.
00:49:18Ein Versehen?
00:49:24Das ist mein Blut.
00:49:26Ich hab mich geschnitten, als die Vitrine umfiel.
00:49:30Und die fiel einfach so um.
00:49:41Haben Sie Kinder?
00:49:43Ja.
00:49:45Haben Sie die auch von der Großmutter oder irgendwelchen Nachbarn erziehen lassen?
00:49:49Waren Sie auch tagelang nicht da, weil Sie mal wieder himmelhoch jauchzen verliebt waren?
00:49:53Oder vor lauter Liebeskummer zugesoffen?
00:50:00Ihre Mutter hat Ihnen ja sicher von Felix Breyer erzählt.
00:50:08Der Typ rief an im Nachmittag ein paar Mal an.
00:50:12Meine Mutter wollte mir zuerst nicht sagen, wie es ist.
00:50:15Aber als ich es dann doch erzählt habe, machte sie das wütend.
00:50:20Ein 18-Jähriger, die nun endlich ganz große Liebe?
00:50:22Können Sie sich das vorstellen?
00:50:24Und dann haben Sie die Nerven verloren.
00:50:25Haben die Vitrine umgeschmissen.
00:50:28Herr Kolmar, was ist mit Ihrer Mutter passiert?
00:50:31Wo ist sie?
00:50:32Keine Ahnung.
00:50:34Wahrscheinlich wollten Sie sich diesen Jungen dann auch vornehmen.
00:50:38Was?
00:50:39Wieso waren Sie dann im Internat?
00:50:42Da war ich nicht.
00:50:45Wann hat Sie dort gesehen, also?
00:50:48Was haben Sie im Zimmer von Felix Breyer gesucht?
00:50:51Nichts.
00:50:53Ich dachte nur, er weiß vielleicht, wo meine Mutter ist.
00:50:58Sie ging ja nicht mehr ans Telefon und machte die Tür nicht auf.
00:51:02Ich wollte mich nur bei Ihnen entschuldigen.
00:51:04Wo waren Sie, nachdem Sie Ihre Mutter im Streit verließen?
00:51:07In meiner Wohnung in Berlin.
00:51:09Kann es jemand bezeugen?
00:51:12Moment mal, was wollen Sie mir eigentlich anhängen?
00:51:14Ich wusste nicht mal, dass der Kalt tot ist, bis seine Mutter mir davon erzählt hat.
00:51:18Seine Mutter?
00:51:20Ja, ich konnte ihn ja im Internat nicht finden.
00:51:22Nur die Adresse seiner Eltern.
00:51:24Also bin ich da hingefahren und habe seine Mutter gefragt.
00:51:26Sie waren bei der Mutter von Felix Breyer?
00:51:29Ja.
00:51:41Breyer?
00:51:48Die Mutter von Felix bestreitet jeglichen Kontakt mit Ihnen.
00:51:52Was?
00:51:53Die lügt.
00:51:54Warum sollte sie das tun?
00:51:56Was weiß ich?
00:51:57Wissen Sie, was ich glaube?
00:51:59Nach dem Streit mit Ihrer Mutter
00:52:01wollten Sie unbedingt zu diesem 18-jährigen Schüler und ihre Wut rauslassen.
00:52:05Die Wut auf Ihre Mutter und Ihren jungen Freund.
00:52:07Ich bin dem Kerl nie begegnet.
00:52:09Das soll ich Ihnen glauben?
00:52:11Sie tischen mir doch eine Lüge nach der anderen auf.
00:52:13Diese Geschichte mit Ihrer reumütigen Entschuldigung,
00:52:16die können Sie sich doch ausgedacht haben.
00:52:18Sie wasseln doch schwasseln.
00:52:21Lassen Sie mich los!
00:52:23Lassen Sie mich los!
00:52:25Sag mal, hast du heute Abend schon was vor?
00:52:27Wollen wir nicht irgendwo was Kleines essen?
00:52:29Ich bin schon verabredet.
00:52:31Schade.
00:52:32Tja, kann man nichts machen.
00:52:33Ich habe sowieso jede Menge Papierkram zu erledigen.
00:52:36Ich kann nicht trösten.
00:52:36Und du hast heute Abend nette Gesellschaft.
00:52:42Die haben in der Kantine Stress gemacht.
00:52:44Krause wusste nicht, wohin der Vera sonst hinbringen sollte.
00:53:01Wo warst du?
00:53:03Ich bin auch ein bisschen rumgefahren.
00:53:09Wie viel hast du schon davon?
00:53:11Interessiert dich das wirklich?
00:53:14Ich meine,
00:53:17interessieren wir uns eigentlich noch in irgendeiner Weise füreinander?
00:53:21Du bist ja betrunken.
00:53:23Ja, jeder hat so seine Methode, um klarzukommen.
00:53:26Was soll denn das heißen?
00:53:29Ich habe das hier.
00:53:32Und du hast einen Sportleger.
00:53:39Seit wann?
00:53:43Seit wann?
00:53:44Seit wann ich das weiß?
00:53:47Seit, ähm...
00:53:50drei Monaten.
00:53:53Seit drei Monaten?
00:54:00Na ja, wenigstens weiß ich jetzt, woher Felix seinen außergewöhnlichen Geschmack hat.
00:54:11Mein Gott, Tamara.
00:54:13Der Sportlehrer.
00:54:15Warum mal nicht wenigstens der Rektor?
00:54:18Du bist widerlich.
00:54:20Ich bin widerlich.
00:54:22Gut, was noch?
00:54:23Ist ja wenigstens gut im Bett dein Turner?
00:54:26Er gibt mir das Gefühl, überhaupt vorhanden zu sein.
00:54:30Vorhanden?
00:54:31Das ist gut.
00:54:32Also ich bin schuld, ja?
00:54:34Ich reiße mir hier den Arsch auf.
00:54:37Seit Jahren.
00:54:38Für, für das hier.
00:54:40Aber ich bin schuld.
00:54:43Du bist doch nicht da.
00:54:44Ach nein, wo bin ich denn?
00:54:46Verdammt noch mal.
00:54:47Du bist einfach nicht da.
00:54:49Du bist weg.
00:54:51Du bist weg.
00:54:52Ja, ich bin weg.
00:54:53Ich bin weg.
00:55:23Nee, hör auf.
00:55:24Ich sehe furchtbar aus.
00:55:25Das ist doch mal.
00:55:26Du lacht jetzt toll aus.
00:55:30Ich glaube, die Kette fügt mir nicht wieder.
00:55:32Mach dir keine Sorgen.
00:55:33Ich schenk dir eine neue.
00:55:34Sag das noch mal.
00:55:36Ich schenk dir eine neue.
00:55:38Noch mal.
00:55:38Ich schenk dir eine neue.
00:55:42Komm, weißt du?
00:55:43Danke, toll.
00:55:44Komm.
00:55:45Komm.
00:55:45Komm, wir sind weg.
00:55:49Komm.
00:55:56Passi?
00:56:19Passi?
00:57:10Passi?
00:57:10Passi, bis du verrückt?
00:57:11Was machst du denn da?
00:57:15Passi, sofort runter!
00:57:16Bruder, bitte.
00:57:25Jetzt hör auf mit dem Scheiß, Basti.
00:57:29Was ist denn los mit dir?
00:57:32Haben dich Viktor und Clemens wieder?
00:57:33Oder hast du Stress mit Metz?
00:57:36Nee.
00:57:52Was ist denn los?
00:57:56Was ist denn los?
00:58:01Was ist denn los?
00:58:05Was ist denn los?
00:58:06Es ist nichts.
00:58:09Basti, bleib hier.
00:58:10Lassen Sie ihn.
00:58:13Mach das nicht nochmal.
00:58:20Bitte.
00:58:27Ich glaube bloß nicht, du kannst jeden kaufen.
00:58:39Oh, hast ja recht.
00:58:45Hast ja recht.
00:58:47Ah, Robert.
00:58:50Na, wie geht's euch?
00:58:55Schön.
00:58:57Und wie ist die neue Wohnung?
00:59:00Mhm.
00:59:03Na, ich vermiss euch schon.
00:59:06Ja?
00:59:08Es liegt hier.
00:59:10Ich bring's mit, wenn ich komme.
00:59:13Oh, du, das Telefon.
00:59:15Ich rufe dich gleich zurück.
00:59:17Ja?
00:59:17Tschüss.
00:59:20Herz, Kriminalpolizei?
00:59:21Frau Herz.
00:59:22Frau Herz, Metz am Apparat.
00:59:23Ich muss Sie dringend sprechen.
00:59:30Ja, wo ist sie denn hier?
00:59:33Ja, wo ist sie denn hier?
00:59:33Ja.
00:59:33Warum kommen Sie denn so spät?
00:59:34Frau Kürger hat mich sozusagen noch ein bisschen aufgehalten.
00:59:36Oh, Felix Klassendiller will doch mit mir reden.
00:59:38Sie hat eine interessante Information von Direktor Palmen.
00:59:41Nämlich?
00:59:42Margot Kolmer wurde zum Monatsende gekündigt.
00:59:45Vielleicht ist sie deshalb nicht mehr zur Arbeit erschienen.
00:59:49Warum wurde ihr gekündigt?
00:59:50Na, offiziell Einsparungsmaßnahmen.
00:59:53Wie kannst du mir das mal antun?
00:59:56Ich dachte, wir sind Freunde.
00:59:59Warum hast du mich dann immer so scheiße behandelt?
01:00:02Du hast mich behandelt wie ein Hund.
01:00:04Na, um dich abzuhärten.
01:00:06Die Welt da draußen ist nun mal hart.
01:00:08Das ist ein Fakt.
01:00:11Ich hab's immer gut mit dir gemeint.
01:00:14Ehrlich.
01:00:20Das ist doch Schnee von gestern.
01:00:25Was zählt ist, dass wir jetzt Freunde sind.
01:00:28Und dass wir das auch immer bleiben.
01:00:33Jetzt komm mal her.
01:00:36Na los.
01:00:47Haben Sie Bastian früher schon mal so aggressiv erlebt?
01:00:50Nein, nie.
01:00:52Vielleicht hat Justus ihn provoziert.
01:00:54Wirklich.
01:00:55Aber ich konnte aus beiden nicht rauskriegen, was los war.
01:00:59Na, ich dachte, zu mir hätten die Schüler vertrauen.
01:01:01Wie hier im Internat, da lassen Sie sich noch weniger helfen als in Kiel.
01:01:05Waren Sie da auch in einem Internat?
01:01:07Nein.
01:01:08Auf einem öffentlichen Gymnasium.
01:01:10Warum sind Sie dort weggegangen?
01:01:14Ich hab'n Fehler gemacht.
01:01:17Einer unserer Schüler wurde ziemlich übel gemobbt.
01:01:20Eines Tages hab' ich mir dann den Drahtzieher vorgenommen und hab' die Nerven verloren.
01:01:23Was heißt das?
01:01:25Ich hab' ihn geschlagen.
01:01:29Der Vorfall wurde zwar aus meiner Akte rausgehalten, aber nur unter der Bedingung, dass ich die Schule sofort verlasse.
01:01:35Das heißt, hier weiß niemand davon.
01:01:39Justus' Vater hat davon erfahren.
01:01:42Keine Ahnung wie.
01:01:44Herr Grüneberg ist einer unserer wichtigsten Sponsoren.
01:01:47Er setzt hier jeden unter Druck.
01:01:48Wenn der Palme davon erzählt, dann kann ich meinen Job hier ebenfalls vergessen.
01:01:55Felix hatte eine Liebesbeziehung mit einer Angestellten aus der Kantine, Margot Kollmer.
01:02:00Wussten Sie davon?
01:02:03Ja.
01:02:04Warum haben Sie mir nichts davon erzählt?
01:02:08Das mit Felix und Margot Kollmer.
01:02:11Das hab' ich von seiner Mutter erfahren.
01:02:13Von seiner Mutter?
01:02:17Wir haben nur Affäre.
01:02:44Frau Hauptkommissarin, das ist jetzt wirklich ein ganz schlechter Zeitpunkt.
01:02:47Wir haben gleich eine kleine Gedenkfeier für Felix Breyer.
01:02:50Warum haben Sie Margot Kollmer gekündigt?
01:02:52Und sagen Sie mir nichts von wegen Kostenfaktor.
01:02:54Sie haben ja keine Ahnung, unter welchem Druck ich hier stehe.
01:02:57Dieses Internat steht und fällt mit seinem Ruf.
01:03:00Hier wird Bildung nicht nur vermittelt, sondern verkauft.
01:03:03Wenn mir das nicht überzeugend gelingt.
01:03:04Was war der Grund für Frau Kollmers Kündigung?
01:03:11Sexuelle Belästigung eines Schülers.
01:03:35Ja, ich denke schon.
01:03:39Guten Tag. Kann ich Sie bitte kurz sprechen?
01:03:42Jetzt?
01:03:43Was gibt's denn? Haben Sie diese Frau gefunden?
01:03:46Kommen Sie bitte.
01:04:00Du hast was?
01:04:03Dein 18-jähriger Sohn.
01:04:05Hörig gemacht von einer über 20 Jahre älteren Kantinen-Aushilfe.
01:04:11Jetzt tue bloß nicht so, als wenn du das auch nur eine Sekunde lang akzeptiert hättest.
01:04:14Wie haben Sie von der Verbindung zwischen Ihrem Sohn und Frau Kollmer erfahren?
01:04:21Felix hat sich immer weiter von mir entfernt.
01:04:24Ich habe gefühlt, dass da was war.
01:04:27Ich habe mir sein Handy gegriffen.
01:04:30Da war ein Video drauf mit dieser Frau.
01:04:34Wann war das?
01:04:36Vor zehn Tagen.
01:04:37Haben Sie mit Felix darüber gesprochen?
01:04:40Ja.
01:04:41Aber er wollte nicht auf mich hören.
01:04:43Er war wie besessen.
01:04:45Er wollte nicht einsehen, warum diese Frau nicht gut für ihn war.
01:04:48Ich musste etwas tun, um ihn zu beschützen.
01:04:54Gab es denn einen Beweis für sexuelle Belästigung?
01:04:57Ich meine, das ist eine schwerwiegende Beschuldigung.
01:05:00Ist doch wohl klar, was da gelaufen ist.
01:05:03Du hast es einfach behauptet?
01:05:07Frau Pryor, haben Sie jemals mit Margot Kollmer gesprochen?
01:05:14Tamara?
01:05:18Wann haben Sie Frau Kollmer zuletzt gesehen?
01:05:22Letzte Woche.
01:05:26Zuerst habe ich gedacht, sie würde mich verstehen.
01:05:28Aber dann hat sie versucht, mir zu erklären, dass sie Felix liebt.
01:05:33Ich konnte diese Frau nicht länger ertragen.
01:05:37Ja.
01:05:38Und jetzt, wo sie verschwunden ist, kann das doch nur bedeuten, dass sie auch was mit Felix
01:05:42tot zu tun hat.
01:05:44Was ist mit Frau Kollmers Sohn?
01:05:46Haben Sie ihn wirklich nicht gesprochen?
01:05:55Auf der Schubkarre sind DNA-Spuren von Felix Pryor gefunden worden.
01:05:59Das Blut auf den Lappenresten ist auch von Felix.
01:06:01Nein, das muss von jemand anderem stammen.
01:06:04Aha.
01:06:06Tja.
01:06:16Frau Pryor hat Ihre Aussage nachträglich bestätigt.
01:06:20Dann kann ich jetzt gehen?
01:06:22Herr Kollmer, es würde Ihnen und mir helfen, wenn wir Ihre Mutter finden.
01:06:31Was soll ich jetzt hier?
01:06:33Gucken Sie sich um.
01:06:35Egal, was Ihnen auffällt.
01:06:37Wenn es für Sie die unwichtigste Kleinigkeit ist.
01:06:58Was ist?
01:07:00Nichts.
01:07:03So ein Teddybär hat meine Mutter mir auch mal gekauft.
01:07:06Ah ja.
01:07:09In so einem Vergnügungspark.
01:07:12Ab und zu sind wir da hingefahren, haben da sogar übernachtet.
01:07:16Die Pension war echt furchtbar, aber es war egal.
01:07:19Wissen Sie noch, wo genau diese Pension war?
01:07:50Guten Tag.
01:07:51Ja, guten Tag.
01:07:52Kriminalpolizei Potsdam.
01:07:54Ja.
01:07:55Sagen Sie, kennen Sie diese Frau?
01:07:59Ja, Zimmer 41.
01:08:22Frau Kolmer?
01:08:26Mein Name ist Johanna Herz, Kriminalpolizei Potsdam.
01:08:30Ich ermittle im Mordfall Felix Breyer.
01:08:35Können Sie mir einige Fragen beantworten?
01:08:43Lassen Sie uns allein, bitte.
01:08:46Danke.
01:08:51Verstehen Sie mich?
01:08:56Kommen Sie.
01:08:59Frau Kolmer.
01:09:05Hallo, Katrin.
01:09:06Ich habe sie gefunden.
01:09:08Sie ist noch nicht in der Verfassung, um zu reden.
01:09:11Ich glaube, das wird so ein bisschen länger dauern.
01:09:46Ich habe sie gefunden.
01:09:52Ja!
01:09:54Warte, du bist, ja?
01:09:56Ja!
01:10:03Ja!
01:10:03Ja!
01:10:05Ja!
01:10:07Ja!
01:10:07Ja!
01:10:08Das ist schön, so.
01:10:09Ja, naja!
01:10:10Ja, naja!
01:10:29Musik
01:11:12Musik
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01:11:42Musik
01:11:43Musik
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01:11:45Musik
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01:11:48Ich bin nicht auf!
01:11:51Ich bin nicht auf!
01:11:52Ich bin nicht auf!
01:11:55Ich bin nicht auf!
01:11:55Ich bin nicht auf!
01:11:58Ich bin nicht auf!
01:12:02Es ging mir damals nicht so gut und er hat es geschafft, dass ich...
01:12:12Wann haben Sie Felix zuletzt gesehen?
01:12:27Sie kennen diese Waldhütte?
01:12:30Waren Sie mit Felix dort?
01:12:35Wäre ich nicht gewesen, dann würde Felix jetzt noch leben.
01:12:38Was meinen Sie damit?
01:12:42Sie wissen, wie Felix gestorben ist.
01:12:48Waren Sie dabei?
01:12:56Was ist passiert?
01:13:01Was wollen Sie von mir?
01:13:05Felix ist tot!
01:13:10Gehen Sie doch weg!
01:13:29Was ist in jener Nacht passiert?
01:13:34Wer hat Ihnen das alles angetan?
01:13:47Ich bekam einen Anruf.
01:13:50Ich sollte zur Hütte kommen.
01:13:53Felix würde da auf mich warten.
01:13:55Er hätte eine Überraschung zum Geburtstag für mich vorbereitet.
01:13:59Wer hat Sie angerufen?
01:14:07Wer hat Sie angerufen?
01:14:19Wer hat Sie angerufen?
01:14:23Er hatte schon was getrunken.
01:14:25Er wollte, dass ich mittrinke.
01:14:27Felix kommt gleich.
01:14:31Ich dachte, bleib höflich.
01:14:34Dann wollte er mit mir schlafen.
01:14:37Ich konnte es erst nicht ernst nehmen.
01:14:40Dann bot er mir Geld.
01:14:45Ich wollte weg.
01:14:46Dann hat er mich angefasst und ich...
01:14:51Vielleicht hätte ich mich nicht wehren sollen.
01:14:53Gegen wen haben Sie sich gewehrt?
01:14:55Dann stand Felix plötzlich da.
01:14:58Und die anderen auch.
01:14:59Wer?
01:15:01Justus Grüneberg?
01:15:02Viktor Schneider?
01:15:04Clemens Auer?
01:15:04Felix wollte mit mir da raus.
01:15:06Aber die haben die Tür zugeschlagen,
01:15:08ihn festgehalten und abgefüllt.
01:15:12Während der andere mir die Hände fesselte und mich...
01:15:19Ich schrie, aber...
01:15:23Felix wollte mir helfen, aber...
01:15:25Die hielten ihn fest und der...
01:15:27Der musste immer weiter trinken.
01:15:31Ich hab versucht, mich loszureißen.
01:15:33Ich hab getan, was ich konnte, aber...
01:15:36Ich war nicht stark genug.
01:15:39Und dann...
01:15:40Auf einmal dieser Schlag...
01:15:43Plötzlich alles schwarz.
01:15:48Als ich wieder zu mir kam...
01:15:50waren sie alle weg.
01:15:54Nur Felix lag da.
01:15:56War er noch bei Bewusstsein?
01:16:01Er war tot.
01:16:05Kein Puls, kein...
01:16:09Und dann?
01:16:11Ich weiß nicht, ich bin...
01:16:13Ich bin gerannt...
01:16:16Durch den Wald, ich bin gerannt.
01:16:18Ich...
01:16:18Ich hab geschrien und...
01:16:20Alles vorbei.
01:16:22Alles vorbei.
01:16:24Wer hat sie vergewaltigt?
01:16:27Wer war das mit dem Alkohol?
01:16:30Die kommen doch sowieso davon.
01:16:32Nein.
01:16:33Das werde ich nicht zulassen.
01:16:35Aber sie müssen mir dabei helfen.
01:16:38Sagten sie mir die Namen.
01:16:40Wozu?
01:16:42Das wird nichts ändern.
01:16:44Gar nichts.
01:16:47Felix ist tot!
01:16:53Ich lasse sie erst einmal in ein Krankenhaus bringen.
01:16:55Nein.
01:16:57Doch.
01:16:57Sie müssen gründlich untersucht werden.
01:16:59Ihr Kopf muss gerannt werden.
01:17:01Nein, ich will das nicht!
01:17:03Und ich werde eine Gegenüberstellung führen lassen.
01:17:07Danke.
01:17:12Danke.
01:17:14Vielen Dank.
01:17:50Vielen Dank.
01:18:26Vielen Dank.
01:18:44Die Kolma ist weg. In der Klinik ist sie gleich wieder abgehauen.
01:18:47Was? Wie konnte das passieren?
01:18:50Eine Fahndung sofort.
01:18:52Die Frau steht nur unter Schock. Die ist nicht berechenbar.
01:18:54Vielleicht wollte sie einfach zu sich nach Hause.
01:18:56Ja, wirklich. Fahr du zu ihr in die Wohnung.
01:18:58Ich sehe mich im Internatum.
01:19:09Herr Metz.
01:19:10Herr Metz, gut, dass ich Sie noch erwische. Hier ist Johanna Herz.
01:19:13Was ist denn passiert?
01:19:16Was?
01:19:17Noch mal vielen Dank.
01:19:19Herr Krause, am Sonntag gibt es bei mir Königsberger Klopse.
01:19:24Mit Krapern?
01:19:25Mit Krapern.
01:19:26Oh, danke.
01:19:28Moment.
01:19:30Frau Hauptkommissar.
01:19:32Frau Hauptkommissar?
01:19:35Ja.
01:19:35Ja, ich bin noch im Internat.
01:19:39Ja.
01:19:54Du bist überrascht, verstehe ich.
01:19:57Polizeiaufminister Krause.
01:19:58Ich muss mit dir über Margot Kolmer reden.
01:20:11Was wollen Sie denn hier? Mitfeiern?
01:20:22Das heißt, Justus hatte von dir
01:20:25über Frau Kolmers Beziehung mit Felix erfahren.
01:20:30Ich dachte, ich muss Felix erzählen,
01:20:33was Justus mit Margot vorhat.
01:20:38Nachdem du ihm angerufen hast, wollte er zur Hütte.
01:20:41Ja.
01:20:43Deshalb bin ich gleich hier hin.
01:20:47Clemens und Victor waren auch schon da.
01:20:49Die hatten alle schon ein paar drin.
01:20:52Die sollten filmen, wie
01:20:55Justus mit Margot
01:20:58um es Felix am nächsten Tag zu zeigen.
01:21:03Justus hat Felix gehasst.
01:21:07Der hat sich nicht gefügt.
01:21:11Wer hat Frau Kolmer niedergeschlagen?
01:21:15Justus.
01:21:18Ich bin.
01:21:40Der hat sich nicht gefügt.
01:21:40Das ist irgendwie nicht gefügt.
01:21:40Der hat sich nicht gefügt.
01:21:40Der hat sich nicht gefügt.
01:21:45Und wer hat Felix den Alkohol eingeflößt?
01:21:50Augustus?
01:21:55Nein.
01:21:58Das war ich.
01:22:15Okay. Ich höre.
01:22:20Haben Sie Frau Kolmer gefunden?
01:22:21Nein. Justus kann ich auch nicht finden.
01:22:23Wir sind nicht auf der Siegesfeier.
01:22:24Nein.
01:22:24Kommen Sie.
01:22:26Was wollen Sie?
01:22:33Ich will wissen, warum du das gemacht hast.
01:22:40Warum hast du unser Leben zerstört?
01:22:44Das sollte ein Spaß sein, okay?
01:22:47Ein Spaß?
01:22:48Ja, verdammt.
01:22:50Konnte ja niemand ahnen, dass er da so ein Theater draus macht.
01:22:54Justus hat gesagt, ich muss mich entscheiden.
01:22:57Gewinner oder Verlierer.
01:23:01Die hätten Felix doch eh nicht mehr gehen lassen.
01:23:03Nur mich erst recht nicht.
01:23:05Wahrscheinlich trainiert Justus hier noch.
01:23:07Das macht er öfter.
01:23:09Gibt es noch einen anderen Eingang?
01:23:11Kommen Sie.
01:23:15Aber kommen wir zur Sache.
01:23:17Ich meine, ich sehe keine Polizei, deswegen nehme ich an, du wirst verhandeln.
01:23:20Also?
01:23:23Wie viel willst du?
01:23:24Was?
01:23:27Kapierst du überhaupt nicht, was du gemacht hast?
01:23:32Was habe ich denn gemacht?
01:23:36Die Frage ist doch, was hast du gemacht?
01:23:41Wir dachten, die Frau ist tot.
01:23:42So wie sie da lag mit dem Gesicht zum Boden.
01:23:45Und Felix?
01:23:47Der hat geschrien.
01:23:49Ich wollte doch bloß, dass er aufhört.
01:23:53Er wehrte sich und schrie die ganze Zeit.
01:23:56Clemens und Victor haben ihn festgehalten.
01:24:01Und ich habe ihm immer mehr Alkohol eingeflößt.
01:24:04Ich wollte doch bloß, dass er nicht mehr so schreit.
01:24:08Aber dann hat er plötzlich aufhört zu atmen.
01:24:19Erst verführst du Felix.
01:24:20Ich habe ihn nicht verführt.
01:24:22Und dann verführst du auch noch mich.
01:24:24Ja, kein Wunder, dass er da ausgerastet ist.
01:24:32Brauchst du das?
01:24:34Andere zu quälen?
01:24:36Ach, du hast es doch gewollt.
01:24:39Da habe ich drei Zeugen für.
01:24:46Die anderen sind alle weggerannt.
01:24:48Und ich sollte aufräumen.
01:24:52Aber als ich zurückkam mit der Schubkarre,
01:24:54da war die Frau plötzlich weg.
01:24:57Aber Justus.
01:25:00Justus hat gesagt.
01:25:04Niemand würde ihr jemals glauben.
01:25:10Jetzt verstehe ich, warum du zurückgekommen bist.
01:25:15Du, es ist nicht so, dass ich hier keine Angebote bekomme,
01:25:18aber so eine junge, unreife Schülerin,
01:25:20die mich die ganze Zeit anhebe, ist so langweilig, oder?
01:25:23Und in der Sporthalle.
01:25:26Da wolltest du schon immer mal tun.
01:25:28Hast du ein bisschen Musik mitgeboten?
01:25:30Du magst ja Opern, ne?
01:25:48Okay, ich weiß ja, du magst es ein bisschen härter.
01:25:51Aber ich nicht.
01:25:52Also leg gefälligst das Ding weg.
01:25:55Leg's weg!
01:25:58Komm schon, wenn du mir wirklich wehtun willst,
01:25:59dann hättest du es auch schon längst getroffen.
01:26:03Ja, komm mal!
01:26:12Hören Sie auf damit!
01:26:18Geben Sie mir den Schläger.
01:26:20Bitte!
01:26:20Bitte! Nein!
01:26:24Wollen Sie, dass die Mörder von Felix ins Gefängnis kommen?
01:26:27Oder Sie selber?
01:26:29Er kommt uns nicht davon.
01:26:31Glauben Sie mir.
01:26:33Das hätte Felix nicht gewollt.
01:26:51Warten Sie! Bitte!
01:27:05Das hier, das wollte Felix Ihnen schenken.
01:27:26Kommen Sie. Ihr Sohn wartet.
01:28:19Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:28:20Kommen Sie.
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