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  • vor 6 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:17Bruno Gröning Freundeskreis
00:19Mama!
00:21Was?!
00:21Es sind halb acht, wir haben voll verschlafen.
00:23Wie spürt es?
00:24Du hast dir mal das eigentliche Handy gehört mir.
00:27Wo ist denn der Papa?
00:28Mama, der wohnt nicht mehr da.
00:30Oh ja, stimmt.
00:32Ähm, Katrin, wägst du bitte den Jan auf?
00:34Das kannst du aber selber machen.
00:36Katrin?
00:38Du musst aufhören, diese Tabletten zu schlucken, Mama.
00:40Sonst wirst du nie gesund.
00:46Von der sechsjährigen Anna Haller, die seit drei Tagen vermisst wird,
00:50fehlt weiterhin jede Spur.
00:51Das Mädchen wurde das letzte Mal auf der...
00:54Macht sie da was?
00:55Na, die ist ja nicht tot.
00:57Und wenn doch?
00:57Man sagt, dass verschundene Kinder entweder die ersten 24 Stunden oder gar nicht mehr auftauchen.
01:01Woher hast du denn das bitte?
01:03Aus dem Fernsehen.
01:13Katrin! Jan!
01:16Kommst du auf, ich bin so gut, dass ich heute habe.
01:23Ja, entschuldige.
01:27Franitschek.
01:28Ja, ich weiß, ich bin später hin.
01:30Hast du noch nie verschlafen?
01:34Das Tschüss.
01:46Ja, ich weiß, ich bin super.
02:03Morgen.
02:04Morgen.
02:05Ah, guten Morgen.
02:07Na, besonders ausgeschlafen, schaust du aber immer noch nicht aus.
02:10Vielen Dank. Also, was haben wir?
02:12Der Tote heißt François Legrand, 53 Jahre, Anlageberater.
02:16Er ist erschossen worden.
02:18François Legrand? Das klingt wie getrüffelte Gänseleber.
02:21Ja, er ist Franzose, wenn du das meinst.
02:23Ihm und ihr gehört die Firma.
02:26Sie ist Sophia Reiser als zweite Geschäftsführerin.
02:29Sie hat ihn auch gefunden.
02:31Na, sein Tod scheint dir ja sehr, sehr leid zu gehen.
02:34Wann hat sie ihn geholfen?
02:35Kurz nach halb neun, wie sie ins Büro gekommen ist.
02:38Wo ist er? Ist er da drin?
02:39Ja, nach innen, Madame.
02:41Die Aufnahme von der Überwachungskamera werden wir brauchen, ja?
02:53Na, das ist ein glatter Durchschuss.
02:55Aber daran stirbt man ja nicht unbedingt, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.
02:58Guten Morgen.
03:00Willst du ihn aufschneiden vielleicht auch gleich?
03:02Die Kugel muss irgendwo da hinten stecken.
03:04Haben wir die Tatwaffe?
03:06Also, hier liegt sie nicht.
03:09Es schaut so aus, als wären mit dem Klebepand so eine Handgelenke gefesselt gewesen.
03:14Du, ich wollte was zeigen.
03:16Was denn?
03:16Das habe ich jetzt in der Jackentasche.
03:19Schau mal.
03:20Oder nein, in der anderen, glaube ich.
03:22Wo denn?
03:23Ist nicht.
03:24Dann, schau mal in der Innertasche.
03:25Kann man euch irgendwie behilflich sein?
03:29Ich habe mein altes Zimmer bei der Mama ausgeräumt.
03:32Süß, gell?
03:33Ja, jung war ich halt.
03:35Wo ist denn das her?
03:36An unserem ersten Abend bei dir in der Wohnung habe ich es vom Vorzimmer Spiegelstibit.
03:40Okay, wie ich für dich gekocht habe?
03:42Also, gekocht ist übertrieben.
03:43Das war Tiefkühlpizza à la Mezzo Verbrannte.
03:46Aha, also damals hast du dich nicht beschwert, Todeszeitpunkt.
03:49Das hätte ich gern wieder, ja?
03:52Das ist ja voll süß.
03:53Ja, so war sie.
03:57Früher.
03:58Na ja, euer Opfer ist acht bis zehn Stunden tot.
04:02Der Schuss ist aus nächster Nähe abgegeben worden.
04:05Vielleicht nicht gerade aufgesetzt, aber keine zwei Meter.
04:08Du, was passiert denn jetzt mit dem Haus von meiner Mutter?
04:10Das verkaufe ich.
04:11Will die Susi nicht drin wohnen?
04:16Ich würde wahnsinnig gern wissen, was da drinnen war.
04:19Ah, schau, Franitschek.
04:23Und da ist der Schütze gestanden.
04:28Ja, im Grunde ja.
04:30Aber die Sache betrifft doch viel stärker unsere Offshore-Aktivitäten.
04:36Sekunde.
04:37Was ist?
04:38Chefinspektorin, schnell, ich müsste mit Ihnen reden.
04:42Ich muss Sie nochmal zurückrufen, ja?
04:44Danke.
04:47Wie lange wird das hier noch dauern?
04:49Sie können sich vorstellen, dass nach der Sache hier einfach wahnsinnig viel zu erledigen ist.
04:53Na, Sie sind dem Toten ja offenbar sehr nahe gestanden.
04:56Wir haben eng zusammengearbeitet, wenn Sie das meinen.
04:58Wie eng denn?
04:59So eng wie im Nötig.
05:01Wunderbar.
05:01Dann können Sie mir ganz bestimmt sagen, was in dem Tresor war.
05:04Das weiß ich leider nicht.
05:05Für den Tresor hat nur der François Anschließung gehabt.
05:08Baba.
05:09Baba.
05:09Baba.
05:10Gut, dann haben Sie vielleicht eine Ahnung, wer ein Interesse an seinem Tod gehabt haben könnte.
05:18Naja, es gab da schon jemanden.
05:20Wissen Sie, wir haben es ja nicht unbedingt gleich gehabt in letzter Zeit.
05:23Oje.
05:24Es gab Drohungen.
05:25Aber nicht nur gegen den François, sondern auch gegen mich.
05:28Ein paar Anleger haben viel Geld verloren und haben uns die Schuld dafür gegeben.
05:32Sie haben gemeint, wir hätten Sie falsch beraten und wollten uns verklagen, aber das Gericht hat die Klage fallen gelassen.
05:37Da bräuchte man dann die Namen.
05:38Nein.
05:38Das fand es aber nett, ob ich Ihnen das einfach so geben kann.
05:41Sie können.
05:42Schließlich wollen Sie auch, dass wir den Mörder finden.
05:44Oder nicht?
05:45Natürlich.
05:46Na eben.
05:47gatheretin.
05:48Bilder.
05:48everybody.
05:50los.
06:03Das war.
06:07y,
06:14das war.
06:39Ich komme gleich.
06:42Alles okay?
06:47Ja, ja.
06:55Du kümmerst dich schon wieder um Sachen, die dir nichts angehen?
07:00Und wenn ich da sage, sie ist es?
07:03Das Mädel, das ich immer sehe, meine ich.
07:05Das Mädel aus meinen Albträumen.
07:06Dann sage ich, der geht zum Arzt.
07:08Da war ich schon.
07:10Ich meine, sie ist jetzt natürlich älter.
07:13Aber sie hat zum Beispiel genau das gleiche Haarband.
07:15Bitte, solche Haarbänder gibt es doch massenhaft.
07:18Seit wann kennst du dich so gut mit Haarbändern aus?
07:21Angelika, Lucy Haller ist seit über zehn Jahren verschwunden.
07:27Sie ist mit größter Wahrscheinlichkeit tot.
07:31Und wenn sie noch lebt?
07:33Und ich habe sie wirklich irgendwo gesehen, was ist da noch?
07:35Na, wo denn?
07:36Beim Friseur oder beim Einkaufen oder in der Straßenbahn, mit der du nie fährst?
07:44Du wolltest mir ja mit Sicherheit was anderes mitteilen, oder?
07:47Ja.
07:49Dieser Legault hat seit 2002 in Wien gelebt.
07:53In Frankreich gibt es weder Wohnsitz noch Familie, nur eine Vorstrafe wegen Betrugs.
07:57Anlagebetrug?
07:58Ganz genau.
07:59Und wegen Urkundenfälschung.
08:00Er hat das Geld kleiner Leute in nicht existente Immobilien investiert.
08:05Na, Fisch.
08:08Ich brauche ein bisschen frische Luft, ja?
08:12Ja.
08:13Diese Silkman Invest hat 2009 fast bankrott gemacht.
08:16Die meisten Anleger haben ihr gesamtes Vermögen verloren.
08:19Aber vier davon haben sich zusammengetan und eine Klage auf Schadenersatz eingereicht.
08:23Schau mal, hörst du mir eigentlich zu?
08:25Klar, Schadenersatz eingereicht.
08:27Ja.
08:28Das sind übrigens genau die Namen, durch die sie Reiser gegeben hat.
08:30Sie werden von einem Anwalt Weber vertreten.
08:33Wann genau ist denn die Klage abgewiesen worden?
08:34Vor zwei Wochen.
08:37Und um was für Summe geht es da?
08:39Naja, zehn Millionen.
08:41Da sind schon Leute für weniger umgebracht worden.
08:43Ja.
08:44Interessant ist, einer von den Namen auf eurer Liste hat vor zwei Jahren Schlagzeilen gemacht.
08:49Max Friedhelm.
08:50Damals sein gesamtes Vermögen verloren und sich vorne zugeworfen.
08:53Unter den abgewiesenen Klägern sind seine Witwe und sein Sohn.
08:57Naja, das ist ja schon einmal was.
09:04Wieso spät für Rache, zwei Jahre nach dem Selbstmord, findest du nicht?
09:07Ja, oft kommt es nur auf die günstige Gelegenheit an.
09:10Ja.
09:11Guten Tag.
09:12Chefinspektorin Schnell.
09:13Bezirksinspektor Franicek.
09:14Frau Friedhelm.
09:15Es geht um die Silk Money Invest.
09:18Also, genauer gesagt, um den Geschäftsführer, den François Legrand.
09:22Aha.
09:24Er ist letzte Nacht in seinem Büro ermordet worden.
09:27Ja.
09:30Frau Friedhelm, wir wissen, dass Ihr Mann vor zwei Jahren Selbstmord begangen hat.
09:33Wahrscheinlich, weil ihn diese Firma ruiniert hat.
09:35Und jetzt ist Ihre Klage abgewiesen worden.
09:38Ist Ihnen klar, dass Sie damit zum Kreis der Verdächtigen gehören?
09:52Herr Stefan hat mit der Obduktion noch nicht angefangen und wir haben die Mörderin.
09:56Na, dann komm endlich einmal rechtzeitig zum Fußball heim.
09:59Seit wann schaust du Fußball?
10:01Sagt man das nicht so?
10:02Die Kopie von dem Überwachungsband möchte ich auf jeden Fall noch sehen, ja?
10:04Aber wozu denn noch?
10:08Ja, ja, ich gehe gleich einmal nachfragen.
10:11Ja, ich danke dir sehr.
10:20Ja?
10:21Ja, Maja. Könntest du mir eine alte Fahndungsakte ausheben?
10:25Ja.
10:25Der Name ist Lucy Haller.
10:27Wie Haller?
10:27Ja, Lucy Haller.
10:29Alles, was du auftreiben kannst.
10:31Okay.
10:34So, Frau Friedhelm, jetzt erzählen Sie uns doch bitte ganz genau,
10:37wie der Mörder im Investmentmanager François Legraux abgelaufen ist.
10:41Ja?
10:41Ja.
10:44Es war gestern Nacht.
10:48Ich habe den ganzen Tag versucht, ihn zu erreichen, aber...
10:52der ist nicht ans Telefon gegangen.
10:54Ich wollte mit ihm reden.
10:56Das Haus wird zwangsversteigert.
10:59Mein Sohn und ich, wir stehen vor dem Nichts.
11:01und weil er sich den ganzen Tag nicht gemeldet hat,
11:05bin ich dann zu ihm ins Büro.
11:07Mitten in der Nacht?
11:11Ich habe zu ihm gesagt,
11:13ich brauche wenigstens so viel Geld, um das Haus zu retten.
11:18Aber er hat nur gelacht.
11:21Er ist es mit mir durchgegangen und ich habe ihn erschossen.
11:26Wo haben Sie denn die Waffe her?
11:28Von meinem verstorbenen Mann.
11:30Und wo ist die jetzt?
11:33Die habe ich weggeschmissen. Wo denn?
11:37Das weiß ich jetzt nicht.
11:39Also, Sie haben also vergessen, wo Sie die Tatwaffe entsorgt haben.
11:42Gut, wie sind Sie denn hingekommen?
11:44Das angeforderte Video.
11:46Ich bin mit der Straßenbahn gefahren.
11:48Danke, Kollege.
11:50Sie sind also mit einer geladenen Pistole
11:52mitten in der Nacht vom 19. Bezirk
11:54mit der Straßenbahn quer durch Wien gefahren.
11:57Wann genau haben Sie denn das Opfer
11:58mit dem silbernen Klebeband gefesselt?
12:04Das auch vergessen?
12:05Das ist eine saublöde Geschichte, Frau Vittel.
12:08Ich habe keine Ahnung, wen Sie schützen wollen.
12:10Aber ich werde es auf jeden Fall rausfinden.
12:12Entschuldigen Sie mich bitte.
12:16Das ist der für uns interessante Teil.
12:20Drei Männer führen den Legrand in sein Büro.
12:23Kurz vor halb zwölf.
12:24Genau.
12:25Also, der eine bleibt draußen, wartet.
12:28Und dann, wo ist das?
12:30Da.
12:32Jetzt
12:34rein, plötzlich rein.
12:36Und
12:37ungefähr
12:38eineinhalb Minuten später
12:41kommt der mit dem wieder raus.
12:44Weitere
12:4630 Sekunden später
12:48kommt dann
12:49der dritte Mann.
12:52Da.
12:54Hat er da was unterm Sock hoch?
12:56Schaut so aus.
12:57Ja.
12:58Und dann gibt's nur mehr die Reiser,
12:59wie sie so gegen halb einer ins Büro kommt
13:01und wieder rausrennt.
13:03Wer sind die drei?
13:04Das wird hoffentlich Sie uns sagen.
13:06Komm.
13:12Wir haben uns gerade die Aufnahmen
13:13der Überwachungskamera aus dem Legrand
13:15seinem Büro angeschaut.
13:16Da gibt's keine Kamera im Büro.
13:18Sonst hätte diese Betrüger doch dort
13:20nicht seine dubiosen Geschäfte machen können.
13:22Die Aufnahmen zeigen drei Männer
13:23und den gefesselten Legrand am Gang.
13:25Sie waren nicht dabei.
13:27Es gibt eine zweite Tür
13:28hinter der Holztefelung.
13:29Ah ja?
13:30Die ist für die Leute,
13:31die mit ihren Schwarzgeldkoffern
13:33nicht beim Vordereingang
13:34gesehen werden wollen.
13:35Frau Friedhelm,
13:36Sie wissen, wer diese drei Männer sind.
13:41Mein Mann.
13:42Gott habe ihn selig.
13:43Mein Idiot.
13:45Bargeld im Papiersackerl abgeben
13:47ohne Bestätigung.
13:48Er hat gedacht,
13:49damit könnte er seine Familie
13:51für schlechte Zeiten absichern.
13:53Noch einmal.
13:54Wer sind diese drei Männer?
13:57Nicht jetzt.
13:58Wie ist es bringen?
13:59Später.
14:01Gut.
14:02Dann ist euch sicher wurscht,
14:03dass beim Portieren Dr. Sigismund Weber steht,
14:05der auch sagt,
14:05er ist ein Mörder.
14:08Die Hormone.
14:10Also, noch einmal.
14:12Wer von Ihnen beiden
14:13hat den Legrand erschossen?
14:14Ich.
14:17Und wer die zwei da sind,
14:19das wissen Sie natürlich nicht.
14:22Hm?
14:25Es ist in Ordnung, liebe Rita.
14:27Irgendwann finden Sie es ja doch heraus.
14:29Was?
14:33Das ist mein Sohn.
14:35Benjamin.
14:37Er wollte mir helfen.
14:40Und der andere ist Dieter Wiesinger.
14:42Die beiden haben mit dem Mord nichts zu tun.
14:44Das war ich allein.
14:45Nein.
14:46Ich.
14:46Sie.
14:47Sie waren doch nicht einmal dort.
14:51Beweisen Sie es.
14:53Kollege!
14:56Sie sind doch so freundlich
14:58und bringen Sie die zwei Herrschaften in eine Zelle, ja?
15:02In Spätestens 43 Stunden
15:04werden Sie uns gehen lassen.
15:06Sie finden keinen Haftrichter,
15:08der Ihnen mit zwei Geständnissen
15:09und ohne einen konkreten Beweis
15:11einen U-Haft-Antrag unterschreibt.
15:13Ja, wahrscheinlich nicht.
15:14Aber bis dahin finde ich,
15:15was das den richtigen Mörder überführt.
15:17Gute Nacht.
15:18Gute Nacht. Schlafen ist recht gut.
15:19Danke.
15:25Der wird sich noch wundern, dieser Anwalt.
15:27Ja, nur wenn du es inzwischen umbringst,
15:29hilft uns das auch nicht weiter.
15:31Hat eigentlich die Spurensicherung
15:32was von dem zweiten Eingang gesagt?
15:34Der Bericht ist noch nicht fertig,
15:35aber ich kann ja einmal anrufen.
15:37Ist interessant, dass die Reise
15:38nichts erwähnt hat, hm?
15:39Na ja, wir haben sie ja schließlich
15:41auch nicht gefragt.
15:44Sag einmal, hast du dich nicht gesehen?
15:46Ja, hallo Stefan, wo bist du?
15:48Ich bin's.
15:48Ruf mich bitte dringend zurück, ja?
15:50So eine Bildbox.
15:51Ich weiß nicht, was macht der um die Zeit?
15:52Es ist nach zehn.
15:54Ja und, haben wir Dienstschluss oder was?
16:01Okay, danke.
16:04Also, dieser zweite Eingang war abgesperrt.
16:07Der Schlüssel dafür war am Schlüsselbund vom Legron.
16:10Und was machen wir da jetzt?
16:12Schauen.
16:12Schauen.
16:14Ja.
16:16Der Benni Friedhelm, der hat beim Hineingehen
16:18die Pistole in der Hand gehabt.
16:19Und kurz drauf rennt der Wiesinger
16:20wie ein aufgescheuchtes Händler ins Büro.
16:22Ja, wer wahrscheinlich einen Schuss gehört hat.
16:24Ja, dann können aber nur der Weber
16:25oder der junge Friedhelm geschossen haben.
16:27Der Friedhelm hat doch ziemlich mitgenommen gewirkt,
16:30oder? Findest du nicht?
16:31Und?
16:32Na ja, was würdest du machen,
16:34wenn du gerade einen Menschen erschossen hättest?
16:37Wir haben keinen Durchsuchungsbeschluss.
16:40Wir durchsuchen ja auch nichts.
16:42Wir sagen nur Hallo.
16:46Angelika.
16:47Ich pass schon auf.
16:57Hallo!
17:04Was wollen Sie hier?
17:06Hallo sagen.
17:08Hallo.
17:09Sie sind der Dieter Wiesinger, stimmt das?
17:11Ja, und wer sind Sie?
17:12Angelika Schnell.
17:14Ich würde wahnsinnig gern wissen,
17:15wo der Benjamin Friedhelm ist.
17:17Der Benni schlaft.
17:19Bleib stehen, ja.
17:21Sie machen jetzt aber nicht auf Kettensägenmarsaker oder so?
17:24Kriminalpolizei.
17:29Und Verstärkung.
17:30Wir würden wahnsinnig gerne wissen,
17:32wo Sie gestern zwischen halb elf und zwölf waren.
17:34Wenn Sie das Ohren fangen,
17:35dann wissen Sie das eh schon.
17:37Gehen Sie doch bitte rüber zu meinem Kollegen, ja?
17:45Ja, ich bin jetzt hier.
17:46Na, ich bin jetzt hier.
17:51Jetzt.
17:51Oh.
17:51Oh.
17:57Hast du einen Sackerl für mich?
17:58Ja.
18:00Halt!
18:01Stehbleiben!
18:02Lass ihn laufen. Der rennt eh nicht weit.
18:05Aber was ist, wenn er diesen Benny warnt?
18:07Die haben sich doch eh längst abgesprochen.
18:09Außerdem wette ich mit dir. Der gesteht uns morgen auch noch den Mord.
18:12Der Kemal soll das Handy überprüfen, ja?
18:17Hast du noch einen Sackerl?
18:19Das sieht leider aus.
18:22Oh je.
18:34Was machst du da?
18:35Seit wann drehst du mitten in einer Untersuchung dein Handy ab?
18:38Na ja, ich wollt mit...
18:39Ich mein, du weißt doch sicher schon was über unser Opfer, oder?
18:41Dann geh dich klar.
18:42Was denn? Du, ich bleib eh nicht lang.
18:44Keine Angst, ich wollt nur ganz kurz mit dir reden.
18:46Du, ich hab so einen Durst. Hast du vielleicht ein Bier für mich?
18:49Ich...
18:52Findest du nicht, dass das jetzt eindeutig zu weit geht?
18:57Ich wollt nur mit dem Stefan reden. Also, wegen unserem Fall.
19:00Ich bin morgen um sieben in der Gerichtsmedizin und bis dahin wirst du warten müssen.
19:04Ja.
19:05Es tut mir leid.
19:07Wirklich?
19:10Ja, wirklich. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.
19:12Papa.
19:13Papa.
19:17Ich weiß auch nicht, was das jetzt werden soll. Normalerweise kommt sie nie her.
19:23Braucht sie auch nicht.
19:27Sie ist eh mal da.
19:28Was machst du bitte?
19:31Hey, Susanne!
19:33Jetzt bleib doch da!
19:40Es gibt nichts.
19:55Guten Morgen.
19:56Also, einen wunderschönen guten Morgen.
19:59Bitte lass es.
20:00Es tut mir wirklich leid, Stefan.
20:02Du, nicht jeder hat in seiner kargen Freizeit nichts vor.
20:06Habt ihr dann wenigstens noch einen netten Abend gehabt?
20:08Wir haben uns eine Wohnung angeschaut.
20:10Für die Susi und dich?
20:1113. Bezirk, schön im Grünen, ruhig, Vogelgezwitscher, toller Blick über die Stadt.
20:15Und ganz schön weit weg von uns.
20:17Seit wann macht dir das was aus?
20:21Was ist mit ihm?
20:23Dein Freund hat in letzter Zeit wenig gegessen.
20:27Wasser, Brot, Kaffee ohne Milch.
20:29Und waschen hat er sich auch nicht viel.
20:31Ja, das ist ja auch kein Wunder. Er war ja auch eingesperrt.
20:33Was ist mit dem Klebeband?
20:34Das vom Schreibtisch war das von seinen Handgelenken und das ist von der Rolle, die ihr gestern gefunden habt.
20:39Ja gut, aber daran ist er ja nicht gestorben, oder?
20:41Ja, ich habe gerade erst begonnen.
20:43Aber wenn du unbedingt eine Antwort haben willst, im Moment glaube ich, dass er langsam verblutet ist.
20:47Wie lange hat das gedauert?
20:49Ich bin heute kein Hänseher.
20:51Gut, also bitte beeil dich. Ich habe zwei geständige Mörder und der dritte kommt bestimmt.
20:55Tschüss.
20:56Tschüss.
21:20Was ist das?
21:22Das ist der vorläufige Abschlussbericht von der Soko Lucy Haller.
21:26Hat die Maja geplaudert?
21:27Nein, sie hat mich nur gefragt, ob das dringend ist, weil sie nämlich mit unserem Fall genug zu tun hat.
21:32Versprich mir bitte, dass du nichts Unüberlegtes machst.
21:35Keine Alleingänge, okay?
21:40Sie haben vor drei Jahren die Ermittlungen eingestellt. Sieben Jahre nach ihrem Verschwinden.
21:44Ja, dann werden sie den Fall wieder aufnehmen müssen.
21:47Rani Cech?
21:48Ja?
21:50Es ist das Haarband, ich sag dir das.
21:52Das Mädel ist jetzt ungefähr so alt wie die Katrin.
21:54Und trag das Haarband von der Kleinen.
21:57Ich bilde mir das nicht ein.
21:59Ich habe die Lucy Haller irgendwo lebend gesehen.
22:00Ich weiß nur nicht mehr wo.
22:03Aber wenn es so wäre, hätte sie dir dann kein Zeichen gegeben,
22:07dich um Hilfe gebeten, dir einen Zettel zugesteckt oder irgend sowas in der Art.
22:13Jetzt mach dich nicht verrückt.
22:17Kevin.
22:19Kimmerl.
22:20Servus, Papa.
22:21Na?
22:21Schon Schwangerschaftsbeschwerden?
22:23Na.
22:23Du?
22:25Der Spurensicherungsbericht vom Haus Friedhelm.
22:27Müsste ja nicht schon längst da sein.
22:29Ich bin schon unterwegs.
22:29Danke.
22:30Das Handy gehört auch im Opfer.
22:32Das hat Namen und Adressen von seinen Kunden gespeichert.
22:34Fingerabdrücke?
22:35Sind schon bei den Kollegen.
22:36Allerdings hat er in den drei Tagen vor seinem Tod erstaunlich wenig telefoniert.
22:40Zwei Anrufe in drei Tagen.
22:41Und für jemanden, der sonst 200 pro Tag macht, ist das klarer Entzug.
22:44Ja.
22:46Seine beiden Telefonate.
22:47Am Dienstag kurz nach zwölf mit dem Handy von einer Sophia Reiser.
22:51Am Tag seines Todes, knapp nach drei, mit einer Nummer in der Schweiz.
22:54Eine Privatbank.
22:55Ich habe dort schon angerufen, aber die wollen nicht mit mir reden.
22:58Naja, das wäre ja auch schlecht fürs Geschäft.
23:00Also die Fingerabdrücke vom Legrand waren überall dort in dem Verschlag.
23:04Und die am Tatort sichergestellte Hülse passt genau zur Pistole vom verstorbenen Friedhelm.
23:11Nur die Waffe haben wir leider nicht.
23:13Schade.
23:14Ja.
23:17Frau Inspechter.
23:19Herr Wiesinger.
23:21Ja.
23:22Kann ich Sie kurz sprechen?
23:23Nein, sagen Sie nix.
23:24Sie wollen uns den Mord am Legrand gestehen.
23:26Stimmt's?
23:28Ich wollte eigentlich...
23:30Aber bitte nicht jetzt.
23:31Ja, aber du kannst doch jetzt...
23:32Sie fahren jetzt zurück in die Villa Friedhelm und passen mir dort gut auf den Penny auf.
23:35Und wenn ich Sie sprechen möchte, dann lasse ich Sie holen.
23:38Ja.
23:39Alles klar?
23:40Wiedersehen.
23:41Gut, danke.
23:41Wiederschauen.
23:42Wiederschauen.
23:43Und jetzt?
23:45Kommst du?
23:50Hätten Sie uns auch sagen können, dass es da eine zweite Tür gibt?
23:53Das ist ja kein Geheimnis.
23:55Aber Sie haben mich nicht gefragt.
23:57Spielen Sie bitte.
23:57Ich habe keinen Schlüssel.
23:59Den hat nur der François gehabt.
24:01Wie für den Tresor.
24:02Das, obwohl Sie eine gleichberechtigte Geschäftspartnerin waren.
24:04Genau.
24:10Ist Ihnen das nicht komisch vorkommen, dass er die letzten drei Tage nicht mehr im Büro war?
24:15Er hat mich ja angerufen letzten Dienstag.
24:17Der hat ja gesagt, dass er geschäftlich für ein paar Tage verreisen muss.
24:19Das war ja nichts Ungewöhnliches.
24:20Wie er denn da geklungen war?
24:21Er war aufgeregt, sehr ängstlich, irgendwie unter Druck.
24:23Eigentlich ganz normal?
24:25Wieso?
24:26Wo war er denn?
24:29Der Gander führt in ein zweites Treppenhaus und von dort kommt man ohne weiteres auf die
24:34Straße.
24:35Hm.
24:36Wie lange haben Sie sich eigentlich gekannt, Sie beide?
24:38Seit 2002.
24:41Damals habe ich hier schon meine eigene Firma gehabt.
24:44Ich war spezialisiert auf Immobilien und Renten im Osten.
24:47Hm.
24:48Der François hingegen hat mit Aktien und Wertpapieren gehandelt.
24:51Haben Sie gewusst, dass er in Frankreich vorbestraft war?
24:53Eine blöde Geschichte, ja.
24:55Er hat mir natürlich davon erzählt.
24:57Stellen Sie sich einmal daher, bitte.
24:59Muss das sein?
25:00Er spürt es nicht mehr.
25:00Keine Sorge, Fahnecheck.
25:01Sie sind der François.
25:03Du bist der junge Friedhelm.
25:04Ich bin der Dr.
25:05Weber.
25:05Wir wären dann so hereingekommen.
25:06Wir würden da vorgehen zum Trésor.
25:10Wir lösen das Klebeband.
25:12Dann würde einer von uns beiden sowas sagen wie ihm.
25:14Los, öffne den Trésor.
25:16Sie haben den Schlüssel?
25:21Dann würde ich sagen weg da.
25:24Und da drinnen ist …
25:28Sie wollen mal wirklich weismachen, dass Sie keine Ahnung haben, was da drinnen war.
25:32Ja.
25:33Aber warum der Legrin am Tag seines Todes bei einer Schweizer Privatbank angerufen hat,
25:36das können Sie mir erklären.
25:37Mhm.
25:40Kann sie nicht.
25:42Magst du's nicht?
25:43Darum geht's nicht. Sie verheimlicht uns was.
25:46Vielleicht hat's was gehabt mit dem Toten und würd's das nicht sagen.
25:49Schau, die vier haben den Legrin entführt, haben ihn in dem Schupfen eingesperrt,
25:52damit er ihnen das Geld zurückbringt und dass er sie ihrer Meinung nach betrogen hat.
25:55Wozu sollten Sie den auch noch umbringen?
25:57Und weil die Gelegenheit günstig war?
26:00Auf jeden Fall müssen wir mit den anderen präsumtiven Mördern reden.
26:03Präsum was?
26:04Mutmaßlichen.
26:06Warum sagst du's dann nicht?
26:14Herr Friedhelm.
26:15Ich hab' seiner Mutter versprochen, dass ich auf ihn aufpasse.
26:18Herr Friedhelm?
26:19Ja.
26:21Er hat was genommen.
26:25So.
26:26Jetzt dürfen Sie mir den Mord am Legrin gestehen.
26:29Was?
26:30Ich weiß.
26:31Ich hab' den Mörder von meinem Vater erschossen.
26:34Ah ja?
26:36Und wo haben wir die Tatwaffe?
26:37Nein.
26:38Ich weiß nicht.
26:39Ist weg.
26:40Er ist völlig durchlaut.
26:42Er weiß nicht.
26:43Sie waren ja gar nicht dabei, wie er auf Ihren Anlageberater geschossen hat.
26:46Wer sagt denn, dass er geschossen hat?
26:48Das Video von einer Überwachungskamera?
26:52Ja, da werden Sie ihn doch verhaften.
26:54Dieser Betrüger hat sich nicht besser verdient.
26:56Er hat mir immer alles gebraucht, was ich gehabt hab.
26:59Und volle von meiner Freunde auch.
27:02Wie sind's denn eigentlich dazu gekommen, Ihr Geld beim Legrin anzulegen?
27:05Die Sophia.
27:06Die Sophia.
27:07Sophia.
27:09Ja, wir kennen uns vom Wirtschaftsstudium.
27:11Hm.
27:12Wie sie dann mit Legrins Hilfe das große Geld gemacht hat.
27:14Ich meine, das war schon beeindruckend.
27:16Hm.
27:16Stellen Sie sich vor, ich gebe ihr 5.000 Euro und einen Monat später legt sie mir das Doppelte auf
27:21den Tisch.
27:22Warum?
27:22Ja.
27:23Wenn das so einfach ist, hab ich mir gedacht.
27:25So einfach war's aber dann nicht.
27:28Was auch nicht, was mich geritten hat.
27:31Bei der Zeit lang ist ja alles ganz gut gegangen, aber dann...
27:33Dann war das Geld plötzlich weg.
27:36Ich werd' mir nie verzeihen, dass ich Freien von mir überredet hab, bei denen zu investieren.
27:39Warum sind Sie eigentlich erst ein paar Minuten später ins Büro?
27:43Oh.
27:48Sie haben erst dann gerufen.
27:50Entschuldigung.
27:53Ich kann jetzt nicht, ich...
27:55Ach du.
27:57Entschuldigung.
28:00Ähm...
28:01Du, ich bin grad nie gut, ne?
28:06Nach Rom.
28:08Wann denn?
28:10Ähm...
28:11Also, ich meld mich bei dir, ja?
28:12Mhm.
28:13Bis dann.
28:14Ciao.
28:17Woher kennen Sie denn den Doktor Weber?
28:19Das ist ein Freund von der Familie Friedhelm.
28:21Ja, und die treibende Kraft hinter unserer Sammelklage.
28:23Und er hat Ihnen auch den Blödsinn mit den falschen Geständnissen eingeredet?
28:27Der Doktor Weber ist Anwalt, ja. Er weiß, was er tut.
28:29Ja, da bin ich mir nicht so sicher.
28:30Ja, Maja.
28:31Was ist mit den Fingerabdrücken?
28:35Schade.
28:36Nein, nein, die zwei bleiben da.
28:37Gut.
28:38Bis dann.
28:39Also, geben Sie mal einen Kaffee.
28:41Also, sich duschen und was Frisches anziehen.
28:42Und dann kommen Sie mit aufs Kommissariat.
28:43Franicek?
28:47Also, die Fingerabdrücke vom Klebeband und vom Handy
28:50sind vom Weber und von der Friedhelm und noch von zwei anderen.
28:53Ja, wahrscheinlich die von deinen Präsern, was weiß ich was.
28:57Präsumptiven.
28:58Hm.
28:58Es kann aber nur einer geschossen haben.
29:00Na, ist das wieder dein...
29:02Er heißt Ulrich und hat mich nach Rom eingeladen.
29:05Hm.
29:06Ja.
29:09Ja, gut.
29:10Ich muss in die Gerichtsmedizin.
29:11Ah, heißt das jetzt so bei euch?
29:13Ruf da Streife, wir sehen uns dann im Büro, ja?
29:15Viel Spaß.
29:21Heute Morgen haben Spaziergänger die Umhängetasche der vermissten Anna Haller gefunden.
29:25Sie lag etwa 500 Meter von der Stelle entfernt, wo die...
29:32Hallo.
29:33Hallo.
29:34Also, was ist so dringend?
29:35Na ja, ich sag's nicht gern, aber ich hab mich geirrt.
29:38Erlebt.
29:39Mit der Todesursache.
29:41Wahnsinn.
29:41Dr. Alfissend macht einen Fehler und gibt ihn auch noch zu?
29:44Hättest mich halt in der Früh nicht so drängen dürfen.
29:46Ah ja, jetzt bin wieder ich schuld.
29:47Also, was ist es?
29:50Ähm...
29:51Warst du am Abend schon was vor?
29:53Warum?
29:54Na ja, ich...
29:55Also, wir...
29:58Die Susanne möchte gern mit uns reden.
30:00Ist sie schwanger?
30:00Bitte tu mir den Gefallen, das kann nicht so weitergehen mit euch zwei.
30:03Wie denn?
30:05Ich bin doch eh immer nett zu Susi.
30:07Angelika, bitte.
30:08Ja.
30:09Ja?
30:10Ja, okay, passt.
30:11Also, sagst du mir jetzt, was mit ihm ist?
30:14Na ja, er wäre verblutet.
30:16Wie gesagt, bevor es aber soweit gekommen ist, hat ihn jemand erstickt.
30:20Aha, wie kommst du auf das?
30:21Weil ich graue Seidenfasern in seiner Lunge gefunden habe.
30:24Wahrscheinlich war er bewusstlos, wie ihm jemand was aufs Gesicht gedrückt hat.
30:28Und zwar so lange, bis ihm die Luft weggeblieben ist.
30:33Graue Seidenfasern.
30:34Angelika!
30:57Angelika!
30:59Angelika, schau mich an.
31:02Ja.
31:05Hallo.
31:07Hallo.
31:09Ich weiß es jetzt.
31:10Was denn?
31:11Stefan, ich weiß es jetzt.
31:14Geht's?
31:15Ja.
31:16Bis auf, ihr holt der Glaslborste.
31:18Erinnerst du dich an das Mädel, von dem ich dir erzählt habe?
31:22Das Mädel aus deinen Albträumen?
31:24Ja, ich weiß jetzt, wo ich sie gesehen habe.
31:26Trinke mal einen Schluck.
31:28Ist das Glasl von da?
31:30Ja.
31:30Ist es sauber?
31:31Ja, es ist sauber jetzt.
31:33Ich.
31:36Ah, im Krankenhaus.
31:41Ganz ruhig.
31:43Auf der Intensivstation, wo ich ein paar Tage nach der Operation gelegen bin,
31:48da dürfte jemanden besucht haben oder so, da, da habe ich sie gesehen.
31:53Trink noch einen Schluck.
31:59Ich bin nicht verrückt.
32:00Nein.
32:03Was sagt denn der Dr. Wallner zu den Bildern?
32:05Er sagt, das ist eine posttraumatische Belastungsstörung oder so.
32:09Mit den Tabletten habe ich sie aufgehört.
32:12Du hast mit ihm darüber geredet.
32:15Du kannst die Medikamente nicht einfach so absetzen.
32:17Weißt du, was das für Hämmer sind?
32:19Wahrscheinlich hast du Entzugserscheinungen.
32:20Aber wo?
32:21Oh nein, ich, ich bin okay, ist, ist alles gut.
32:27Mir geht's gut.
32:28Ich weiß es ja jetzt.
32:31Also.
32:36Angelika, geht's wirklich?
32:38Möchtest du nicht noch ein bisschen?
32:40Wir sehen uns am Abend, ja?
32:43Ah.
32:48Guten Tag, Angelika, schnell.
32:49Ich wollte fragen, ob ich vorbeikommen kann.
32:52Nein, nicht morgen.
32:53Jetzt gleich.
32:54Bitte.
32:56Ja, danke.
33:17Ich bin, ich bin, ich bin.
33:29Du kennst dich doch mit diesem ganzen technischen Schnickschnack aus.
33:33Da gibt es doch eine Methode, bei der man herausfinden kann, wie man ein paar Jahre später ausschaut.
33:38Soll der Wahrheit nicht so früh ins Auge schauen, ne?
33:41Sie ist sechs Jahre alt. Ich würde gerne wissen, wie sie zehn Jahre später ausschaut.
33:45Das bist aber nicht du, oder?
33:46Geht das?
33:48Ja, ein Freund von mir arbeitet auf dem Gebiet. Ist nicht ganz CSI, aber fast.
33:52Wie lange wird das dauern?
33:55Ihr gebt einfach Bescheid.
33:56Okay.
33:57Ich danke dir.
34:00Also, ich würde wahnsinnig gerne wissen, was war in dem Tresor, hm?
34:07Keine Ahnung.
34:08Auf den Bildern der Überwachungskamera sieht man ganz deutlich, dass Sie was unter Ihrem Sarkofer stecken,
34:13wenn Sie aus dem Büro von Legron herauskommen.
34:16Ich mache Ihnen einen Vorschlag.
34:18Sie sagen mir, was in dem Tresor war, und ich sage Ihnen, wie der Legron getötet worden ist.
34:27Ich wollte nicht, äh, ich glaube nämlich, er war es, der geschossen hat.
34:32Nein, ich war es.
34:33Nein!
34:34Nein, liebe Rita, ich war es.
34:36Nein, so.
34:36Und jetzt ist Schluss mit dem Theater.
34:38Jetzt sage ich Ihnen, wie es wirklich war.
34:41Ihr Sohn war nervös, hat wahrscheinlich sogar was eingeworfen.
34:43Auf jeden Fall war er mit der Situation völlig überfordert.
34:46In einem unglücklichen Moment löst sich dann der Schuss.
34:49Das ruft Sie auf den Plan, Sie rennen in das Büro, Sie in den scheinbar toten Legron am Boden liegen,
34:53daneben den völlig verzweifelten Benny.
34:55Der Einzige, der den Überblick behalten hat, ist der Dr. Weber.
34:59Er nimmt die Waffe an sich, Sie nehmen den Benny mit und bringen ihn nach Haus.
35:05Und es ist mir völlig klar, dass es nicht Ihre Absicht war, ihn zu töten.
35:08Nein, nicht.
35:09Nein, nicht.
35:11Bitte für mich.
35:11Lass mich, Mama.
35:12Das hat doch alles keinen Sinn.
35:14Ich wollte ihm nichts tun, wirklich nicht.
35:17Aber, na ja, wie er da so vor mir gestanden ist, so arrogant in seinem blöden Anzug
35:24und was über die Dummheit von meinem Vater gesagt hat,
35:27da habe ich nicht mehr gewusst, was ich tue.
35:30Ich habe die Augen zugemacht und der Schuss ist losgegangen.
35:36Der Vater, ich vermisse ihn so.
35:40Sie haben vorhin scheinbar totgesagt.
35:45Um das Geld zu erpressen, hätten Sie ja nicht unbedingt in das Büro fahren müssen.
35:49Da hätte ja ein Anruf bei der Bank genügt.
35:52Das bringt mich jetzt wieder zu meiner Frage zurück, was war denn in diesem Tresor?
35:57Ihr Schuss hat den Legron übrigens nicht getötet.
36:00Den gibt es gar keinen Mord.
36:02Doch, doch, doch. Den gibt es schon.
36:04Es hat ihm nämlich anschließend jemand einen Couchpolster aufs Gesicht gedrückt.
36:09Vielleicht waren das ja Sie.
36:11Oder Sie, Herr Dr. Weber.
36:14Auf jeden Fall haben Sie, nachdem die Klage abgewiesen wurde,
36:17zu viert beschlossen, das Gesetz in die eigene Hand zu nehmen.
36:21Ja, weil wir müssen doch irgendwas tun.
36:22Anlagebetrug ist heute ja lukrativer als Drogenhandel.
36:25Ja, und die Strafen weitaus geringer.
36:29Ich frage das jetzt noch ein einziges Mal.
36:32Was war in dem Tresor?
36:35Beweise für die zwielichtigen Geschäfte dieser Firma.
36:38Namenslisten, Konten, geheime Depots, einfach alles.
36:40Mit diesen Unterlagen wird die Klage zugelassen, da bin ich sicher.
36:43Die Sophia steckt ja auch in der Sache drin.
36:45Gleich wie der Legron.
36:47Er hat mich angerufen, am Tag nach seinem Tod.
36:50Und gesagt, wenn ich ihr die Unterlagen besorge, dann zahlt sie mir eine Million.
36:55Sie wollten die anderen nicht hängen lassen.
36:57Woher hat die Reiser denn gewusst, dass sie die Unterlagen haben?
37:00Der Legron hat sie von seinem Büro aus angerufen, um den Code vom Safe zu erfragen.
37:05Den Code?
37:06Ja, er hat gesagt, er hat nur den Schlüssel für den Safe, aber nicht den Code.
37:09Ah, den Code.
37:11Ah, das ist interessant, ja.
37:12Wo sind denn die Unterlagen jetzt?
37:16Bei Ritoy in der Villa.
37:18Wo ist die Waffe?
37:20Ja, die habe ich in die Donau geschmissen.
37:24Ehrlich.
37:30Wollen Sie es sich nicht doch noch überlegen?
37:33Ohne die Unterlagen können wir die Klage vergessen.
37:35Sie haben die Papiere gestohlen.
37:42Herr Doktor, ich meine, falls Sie die Unterlagen kopieren, bevor Sie sie mir aushändigen, kann ich das natürlich nicht wissen.
37:51Das wird aber ein bisschen dauern.
37:57Was?
37:58Ein Robin Hood für betrogene Kapitalisten.
38:01Das sind auch Menschen.
38:03Ja, wenn du es glaubst.
38:17Entschuldigen Sie.
38:19Ein Telefonat mit Japan.
38:20Kein Problem.
38:23Ich bin sehr froh, dass Sie die Unterlagen sicherstellen konnten.
38:26Wo sind Sie?
38:26Woher haben Sie eigentlich gewusst, dass der Dieter Wiesinger die Unterlagen besorgen kann?
38:30Durch Sie?
38:31Sie haben mich mit Ihrer Frage nach den geschädigten Anliegern draufgebracht.
38:34Und weil Sie den Herrn Wiesinger kennen, haben Sie sich gedacht, für Geld macht er eh alles, oder wie?
38:39So war der immer schon.
38:41Hat er den François auch umgebracht?
38:43Nein, nein, nein, nein, nein.
38:45Ich denke, das waren Sie.
38:46Ich?
38:47Ja, Sie.
38:54Warum denn?
38:55Naja, er hat ihn in Ihre Firma weggenommen.
38:57Er hat sie ausgenützt, hat sie in seine betrügerischen Geschäfte hineingezogen.
39:01Ich denke mal, das reicht.
39:03Was ist jetzt mit den Unterlagen?
39:05Die Unterlagen sind im Tresor.
39:06Schlüssel steckt.
39:07Sie brauchen nur mehr den Code einzugeben.
39:12Nein.
39:14Sie kennen den Code gar nicht.
39:16Interessant.
39:17Warum hat der Legrand Sie dann danach gefragt?
39:20Wahlwiederholung.
39:22Franny?
39:24Dein Kollege ist nämlich gerade in Ihrem Büro.
39:26Und es lässt sich ganz leicht feststellen, wann Sie der Legrand an diesem Abend angerufen hat.
39:31Wissen Sie, ich arbeite oft die halbe Nacht durch.
39:35Irgendwo auf der Welt ist immer eine Börse offen.
39:37Ja, genau das hat der Legrand gewusst.
39:39Drum hat er ja auch seinen Entführern gesagt, dass er Sie anrufen muss, um nach dem Code zu fragen.
39:43Er hat gehofft, dass Ihnen auffällt, dass was nicht stimmt und Sie die Polizei rufen.
39:47Sehr schlau, Frau Inspektor.
39:49Ja.
39:50Sie glauben also der Aussage von ein paar Erpressern, hm?
39:54Also er hat drei Tage lang verschwunden, dann der Anruf aus seinem Büro.
39:57Ich denke, genau in dem Moment ist Ihnen klar geworden, dass da wirklich was nicht stimmt.
40:00Sie haben nur nicht die Polizei geholt, sondern sind selber herauf.
40:03Und haben ihn umgebracht, gell?
40:04Also aus den Unterlagen geht ganz klar hervor, dass es Sie in der Hand gehabt hat.
40:08Im Fall eines Prozesses hat er Sie ans Messer geliefert.
40:10Ich werde mich mit den Anliegern schon einigen, Sie werden sehen.
40:14Mit Geld lässt sich so ziemlich alles regeln.
40:17Vor allem jetzt, wo Sie wieder allein entscheiden können.
40:24Na, ziemlich genau eine Minute.
40:27Und die Hausverwaltung sagt, sie hat einen Schlüssel.
40:29So, jetzt werde ich Ihnen sagen, was ich denke.
40:31Ich denke, Sie haben den Schuss gehört.
40:33Dann sind Sie durch diese geheime Tür hier herein.
40:35Sie in den angeschossenen Legrand am Boden liegen und denken sich, diese Chance muss ich nutzen.
40:39Naja, jetzt brauchen Sie es ja nur noch beweisen.
40:42Sehr gerne.
40:43Wir wissen nämlich ganz genau, dass er mit einem solchen Kissen von hier erstickt worden ist.
40:49Das tut mir leid, aber das kann genauso gut einer von den Erpressern auch gewesen sein.
40:55Und wenn Sie mich jetzt nicht verhaften wollen, dann bitte ich Sie, mein Büro zu verlassen.
41:00Ihr Büro, ja?
41:00Ja.
41:01Im Gegensatz zu Ihnen habe ich nämlich noch was zu tun.
41:05Sie haben ihn umgebracht.
41:07Und ich werde das beweisen.
41:09Und in der Zwischenzeit sorge ich dafür, dass Sie einen Betrugsprozess an den Hals kriegen, der sich gewaschen hat.
41:14Darauf können Sie sich verlassen.
41:17Also für eine kleine Polizistin in einem billigen Hosenanzug reißen Sie aber ganz schön die Klappe auf.
41:33Ich sage mal, spinnst du? Bist du von allen guten Geistern verlassen? Das bringt doch überhaupt nichts.
41:39Ich hasse das. Ich hasse das so sehr.
41:44Angelika, du solltest nach Hause gehen.
41:46Ja, kann ich nicht. Ich habe heute noch was vor.
41:49Oh.
41:56Also, deine Susi wollte nicht mehr reden. Ich bin da und wo ich sie...
41:59Ich weiß es nicht. Sie hebt auch nicht ab.
42:02Grünkern, Laberlauf, Tomaten, Susi. Ich muss krank sein.
42:05Ja, du hast den Hunger gehabt.
42:06Ja.
42:10Geht's?
42:11Ja.
42:13Ich habe versprochen.
42:17Okay, Stefan, probierst du es noch einmal, bitte?
42:19Oder, weißt du was, ich gehe einfach heim.
42:21Na, jetzt?
42:23Na, endlich.
42:24Ich habe mir schon Sorgen gemacht. Was war denn?
42:26Das ist lieb von dir.
42:28Danke, dass du gekommen bist, Angelika. Der Stefan läuft, das sicher zu schätzen.
42:31Schau, Susi, ich habe einen ziemlich anstrengenden Tag hinter mir.
42:34Ich meine, wir machen da einen auf Familientreffen. Du kommst fast eine Stunde zu spät.
42:38Nein, einfach, weil ich nicht weiß, was das soll.
42:41Ich bin todmüdig. Ich gehe jetzt schlafen, okay?
42:44Ich bin an der Bar gesessen und habe ich beobachtet.
42:48Wieso das denn?
42:50Dir ist das vielleicht nicht bewusst, aber egal, was du mir erzählt hast, du hast dich nie wirklich verlassen.
42:54Und du? Du hältst an ihm fest, wie in einer alten, angenehmen Gewohnheit.
42:58Vielleicht ist das auch richtig so. Vielleicht könnt ihr nicht anders. Ich weiß es nicht.
43:01Ich weiß nur, dass ich das nicht länger aushalte.
43:04Moment.
43:05Wir werden nie ein gemeinsames Leben haben, solange sie bei uns im Bett liegt.
43:07Wir sind jetzt Freunde, hast du gesagt, aber das stimmt nicht.
43:10Wir sind jetzt keine Freunde. Das habe ich in den letzten Monaten begriffen.
43:13Oh.
43:16Es tut mir leid, Stefan. Ein Leben zu dritt kann und will ich nicht länger führen.
43:24Und ruf mich bitte nicht mehr an. Ich wünsche euch viel Glück.
43:32Wow.
43:36Wird sie das jetzt eigentlich gemeint, bitte?
43:41Hallo?
43:44Warte einen Moment, bitte.
43:46Entschuldigung, ist gut.
43:51Hallo?
43:53Ja, Rom wäre wunderschön, aber ich fürchte, das geht sich nicht aus.
43:57Sorry.
43:58Ich vermisse dich auch.
44:00Bis dann.
44:02Zwei Graber, bitte.
44:06Sehr gerne.
44:20tiver einen Moment, ich will.
44:25Untertitelung des ZDF, 2020
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