Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 1 Tag

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:04Was ist denn?
00:06Emil!
00:08Was denn?
00:11Da ist doch nichts!
00:14Komm jetzt!
00:58Ich weiß, was ich weiß.
01:01Was denn?
01:01Das, was du so regelmäßig quietscht, ist der Scheibenwäsche.
01:04Ja, es hat ja gerade noch geregnet.
01:06Na, aber jetzt nimmer, ne?
01:07Ja, ich kann ihn auch ausschalten, wenn's dich so stört.
01:10Wann kriegst denn eigentlich du dein Auto wieder, hm?
01:12Entschuldige, ich weiß, du magst keine Kommentare, wenn's mit dem Auto fährst.
01:15Nein, das ist wirklich reines Interesse.
01:17Übermorgen hoffentlich.
01:19Die haben halt Schwierigkeiten, einen Teil für die Lüftung zu kriegen.
01:21Ja, übermorgen.
01:23Ich glaub, das machst du alles nur, damit ich zum Haus von der Mama mitfahre.
01:26Was ist denn da los? Wieso geht's denn da nicht weiter?
01:29Bitte.
01:30Du, ich hab mir überlegt, das Haus zu verkaufen.
01:34Was?
01:35Ich hab gedacht, er will so mit der Susi einziehen.
01:37Das war eine Möglichkeit, ja.
01:39Aber ich mein,
01:42bei uns hat sich ja auch einiges verändert, oder?
01:44Wird die Susi aber nicht freuen.
01:46Muss ich mit ihr reden.
01:48Morgen beim Abendessen vielleicht.
01:50Die wird sich sicher nicht freuen, aber das ist halt so.
01:52Ich mein, glaubst nicht, dass wir zwei...
01:54Schau mal, da ist was passiert.
01:57Was gibt's denn?
01:58Nein, das darf ich Ihnen leider nicht sagen, aber ich würde Sie bitten, dass Sie weiterfahren.
02:01Na, mir können Sie schon sagen, ich bin von der Mordkommission.
02:03Ah ja, jetzt verkenne ich Sie.
02:07Ja.
02:08Frau Chefinspektorin.
02:09Ja, hallo.
02:10Also ist es doch ein Mord.
02:12Bis jetzt haben wir alle geglaubt, dass irgendein Mann vom Blitz getroffen worden ist.
02:15Und der Amtssatz, der steckt auch noch im Stau.
02:17Na, da haben wir Glück.
02:19Mein Ex-Mann da nämlich ist Gerichtsmediziner.
02:23Ähm, das Auto, das wollen Sie jetzt einfach da so stehen lassen?
02:25Na ja, ein Problem weniger, eines mehr.
02:28Ja, quasi ganz normaler Polizeiealltag.
02:30Darf ich?
02:32Ja.
02:33Ah.
02:34Ja.
02:35Hallo.
02:37Kann man Sie bitte, Frau Chefinspektor?
02:38Danke schön.
02:39Gerne.
02:40Hallo.
02:41Grüße.
02:44Der war schon tot, wie wir gekommen sind.
02:46Vom Blitzterschlag.
02:47Also die Diagnose würde dann gerne ich stellen, weil dafür bin ich nämlich da.
02:50Ich habe nichts gesagt, Herr Doktor.
02:52Aber Wunperl, gesund ist der nicht mehr.
02:53Da bin ich mir ziemlich sicher.
02:55Was mit ihm?
02:56Platzwunde.
02:57Wieso?
02:59Wieso, wieso?
03:00Ja, war das vielleicht der Regenschirm?
03:02Ich versorge Wunden.
03:04Und der Rest geht mich nichts an.
03:05Na ja, alles klar.
03:06Dankeschön.
03:07Und?
03:09Na ja, kann schon ein Blitzschlag gewesen sein.
03:11Zunge hängt raus, Verbrennungen.
03:14Der Blitz wird wahrscheinlich über den Schirm.
03:17Was soll der denn jetzt?
03:19Also ich finde Ducky irgendwie lieb.
03:25Oh na?
03:27Wo hast du denn das Kopf all gestoßen?
03:31Na, Bravo.
03:33Na, was hat er denn?
03:48Kollege, sofort alles absperren.
03:50Ich brauche die Spurensicherung da.
03:52Und dass mir niemand mehr auf den Rasen steigt.
03:53Von da bis da.
03:56Okay?
03:57Ist in Ordnung?
03:59Brav ist ein Knie.
04:00Brav ist ein Kleckchen.
04:00Nein, nein, nein, nein, nein, nein.
04:46Nein, nein, nein, nein, nein, nein.
04:49Warum denn?
04:50Zu Orientierung.
04:51Ah, wirklich?
04:52Ja.
04:53Wo warst du eigentlich so lange?
04:54Seit 20 Minuten.
04:55Ich habe den Stefan noch zum Haus von der Mama gebracht.
04:59Kommst du?
05:01Ja.
05:09Vielleicht war das eine Verwechslung.
05:11Was?
05:12Ja, schaut es da aus wie bei jemandem, den man ganz kompliziert mit einem versteckten Stromschlag umbringen muss?
05:17Keine Ahnung.
05:18Ich war noch nie in der Wohnung von jemandem, den man ganz kompliziert mit einem versteckten Stromschlag umbringen muss.
05:28Äh, hallo?
05:30Hallo, Sie können ruhig rauskommen, ich habe Sie ganz genau gesehen.
05:35Gehen Sie mit mir?
05:36Sehen Sie sonst noch jemanden außer sich selber?
05:39Nein, im Moment nicht.
05:41Sie?
05:43Äh, wohnen Sie da?
05:45Wer sind denn Sie?
05:47Chefinspektorin Schnell.
05:48Bezirksinspektor Franitschek.
05:50Äh, ach, ja.
05:51Ja.
05:53Na gut, also wenn Sie schon da sind, dann fragen wir doch einmal, was haben Sie denn heute in der
05:55Früh zwischen sieben und neun gemacht?
05:58Wieso denn?
05:59Sagen Sie, wir müssen sich immer mit einer Gegenfrage antworten.
06:01Also noch einmal, was haben Sie zwischen sieben und neun gemacht?
06:03Ich war nebenan in meinem Garten.
06:07Schmickel.
06:09Edeltraut.
06:10Also ich habe auch den Jonas, also den Herrn Wulz gesehen, wie er losgegangen ist.
06:15Exakt um 8.30 Uhr.
06:16Wie jeden Tag.
06:17Mit dem Emil.
06:18Ah, na schau, jetzt wissen wir wenigstens, wie du heißt.
06:21Äh, der Bäcker hat mir schon gesagt, dass der Herr Wulz vom Blitz getroffen worden ist.
06:26Also schon sehr interessant, da führt er jahrelang so ein biederes Leben und dann wird er vom Blitz getroffen.
06:31Was genau ist denn da so interessant dran?
06:33Ja, war wahrscheinlich das Spannendste, was er je erlebt hat.
06:36Er sagt, das Hochspannendste genau genommen, ne?
06:41Wird er mich später sowieso alles erzählen?
06:43Wie denn das genau?
06:44Ich bin ein Medium, spreche mit Geistern.
06:47Ah, ich verstehe.
06:49Na ja, wie genau war denn Ihre Beziehung zum Herrn Wulz?
06:53Wie meinen Sie das?
06:54Na genau so.
06:56Naja, ich hätte eh wollen, aber er hat sich für sowas nicht interessiert.
07:01Für Sie im Speziellen oder für sowas im Allgemeinen?
07:04Zweiteres.
07:05Gut, also da haben Sie meine Karte, wenn Ihnen das einfällt, dann rufen Sie uns doch bitte an.
07:09Und bitte, Frau Schmickel, sind so gut.
07:11Falls Sie mit dem Herrn Wulz sprechen, fragen Sie doch bitte gleich, wer ihn umgebracht hat, ja?
07:14Ja.
07:16Mord?
07:17Ja.
07:19Ja, Jonas Wulz war Beamter.
07:21Zuerst im Außenministerium, später auf eigenen Wunsch ins Gesundheitsministerium versetzt.
07:26Seit 2006 pensioniert, keine Familie, keine Kinder.
07:29Schau mal, wer die auf dem Foto sind und finde heraus, wo es aufgenommen worden ist, ja?
07:33Also ich bin arbeitslos.
07:34Kein Netzprofil, gar nix.
07:36Der hat keinen Computer gehabt, nicht einmal ein Handy.
07:38Ein klassischer Festnetz-User eben.
07:40Zwei Anrufe im Halbjahr.
07:42Und das brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen.
07:43Kein Eintrag ins Strafregister.
07:45Und Hundertsteuer immer direkt abgebucht.
07:48Apropos, was machen wir jetzt mit dem Tackel?
07:50So, man klopft, der will Gassi.
07:56Was?
07:57Na ja, ist der lieber, er macht seine Orientierungsmarken an deinem Schreibtisch.
08:00Vielleicht hat er ja nur Hunger.
08:06Na, Chefin, nein, ich kann Hunde überhaupt nicht leiden.
08:08Ende der Arbeitslosigkeit.
08:10Aber ich weiß gar nicht, was so ein Viech frisst.
08:11Das steht aber super.
08:13Du schaust aus wie so eine vollreiche Hotelerbin.
08:16Ach, super mitgedacht.
08:17Check einmal, ob der Wulz eine Erbschaftsvollmacht hinterlegt hat, ja?
08:19Ach, ich mach nicht wieder einen Witz.
08:21Naja, so witzig weiß ich nicht.
08:23Na komm.
08:24Fuß.
08:26Komm, Fuß.
08:33So, ich hab da ein bisschen was vorbereitet, ja?
08:35Der Täter muss von da, von dem Baum, eine Verbindung hergestellt haben zur Oberleitung.
08:41Und dann gewartet haben, bis das Opfer unten durchgeht.
08:44Na, da hätte ich ihn ja selber zaubert wie ein Tanzbären.
08:46Ja, aber wir haben ein Kunststoffseil gefunden.
08:48Aber das leitet doch nicht.
08:49Ganz genau.
08:50Also hat er wahrscheinlich erst das Kunststoffseil mit einer Schlaufe ganz oben an der Oberleitung
08:55angebunden, dann hat er das Stahlseil mit der Kunststoffseil,
08:57Kunststoffschlaufe in Position gebracht.
09:00Wir haben da an dem Ast Spuren gefunden, die werden gerade auf Mikrofasern untersucht.
09:03So, dann hat der Täter.
09:05Oder die Täterin.
09:06Oder die Täterin, so wie sie heute, gewartet, bis das Opfer...
09:11Ich sag doch nur, dass ein Abdruck mit Schuhnummer 40 auch von einer Frau sein kann.
09:16Ja.
09:16Es kann auch bei Schuhnummer 44 eine Frau sein.
09:18Ja.
09:19Eine sehr große, ja.
09:21Ja, gut.
09:22Also der Täter unbekannten Geschlechts, aber vermuteterweise mit einer ziemlich kranken
09:27Fantasie, bringt das Stahlseil auf Regenschirmspitzenhöhle...
09:31Was war mit dem Dackel?
09:32Und später, die Regenschirmspitze berührt das Stahlseil und...
09:40Der ganze Wiener Strom fließt in den Wulz hinein, durch den Wulz hindurch und tot.
09:46Der Dackel.
09:47Der Emil wittert den Täter, läuft hin, bellt und kriegt logischerweise eine auf den Deckel.
09:59Der Dackel kriegt eine auf den Deckel.
10:02Entschuldigung.
10:04Also mir ist das zu viel James Bond, wir sind in Wien.
10:07Ja, das ist die richtigste Frage von allen.
10:09Wer betreibt so einen unglaublichen, an den Haaren herbeigezogenen Aufwand, um einen unscheinbaren
10:13Pensionisten umzubringen, bei dem wahrscheinlich einmal Anschreien für einen letalen Herzinfarkt
10:17gereicht hätte.
10:18Eben, vielleicht war es ein Unfall.
10:23Ja?
10:26Frau Chefinspektorin Schnell.
10:28Ja, das bin ich.
10:32Gestatten Roland Anwarter, stellvertretender Leiter des Bundesamts für Verfassungsschutz
10:36und Terrorismusbekämpfung, kurz BVT.
10:41Also doch, James Bond.
10:46Jonas Wulz war Geheimnisträger.
10:48Meine Mitarbeit folgte also eher einer Standardprozedur und einer Empfehlung vom Innenminister.
10:54Liebe Grüße übrigens, er hat Ihre Genesung genau mitverfolgt.
10:58Danke.
10:59Das heißt, der Wulz war sowas wie ein Geheimagent.
11:01In seinen jungen Jahren.
11:03Aber in den Filmen wird die Wirklichkeit eher etwas überdehnt.
11:07Ausgestellterter eher wie ein normaler Beamter.
11:09Ja, das Aussehen täuscht oft.
11:11Glauben Sie wirklich, da gibt es einen Zusammenhang?
11:13Ich meine, immerhin war der Herr Wulz die letzten Jahre in Pension.
11:15Wenn Ihre Theorie stimmt, dann ist die Art der Tötung wirklich etwas unkonventionell.
11:22Ja, das ist leicht untertrieben formuliert, nicht?
11:26Der Minister bat mich, Sie im Hintergrund bei der Ermittlung zu unterstützen.
11:30Und ganz ehrlich, ich kannte den Jonas Wulz nicht mehr persönlich.
11:33Ja.
11:34Er beantragte seine Versetzung, bevor ich beim Nachrichtendienst anfing.
11:37Wann war denn das?
11:40Tut mir leid, das darf ich Ihnen nicht sagen.
11:43Was dürfen Sie mir denn sagen?
11:45Das hängt ganz von Ihrer Frage ab.
11:49Ja.
11:51Moin, der ist so süß.
11:53Na ja.
11:54Danke halt.
11:55Willst du nie meinen Hund?
11:56Bleibt das für immer bei uns?
12:00Wer weiß, was die alles für Bakterien haben.
12:03Boah.
12:03Ist ja nur neidisch.
12:04Die gebe ich sicher nie mehr in die Hand.
12:08Und, darf ich ihn behalten?
12:10Na ja, fürs Erste schon.
12:11Aber über kurz oder lang werden wir ins Tierheim kommen müssen.
12:16Das ist ja ungemein.
12:17Hat gar nichts dran und du steckst ihn einfach so ins Gefängnis?
12:20Ja, jetzt kümmerst dich ja auch mal du um ihn und dann schauen wir, ob wir einen wirklich guten Platz
12:24für ihn finden.
12:24Ja?
12:25Danke.
12:25Super, Mama.
12:29Bitte.
12:31Der Nachricht des Verstorbenen Jonas Wulz, Beamte im Ruhestand.
12:3413.751,72 Euro auf einer Bank in Wien, Herr Nals.
12:38Diese gehen laut Testamentsfonds etc. etc. vor ca. 13 Jahren an Emil Dackel, Stamm von Unbekannt,
12:46verwaltet durch die Tischzogne zum UVWH-Organisation, verweist der Hunde nach den Beerdigungskosten
12:51sowie Verwaltungsaufwand für die Koalitionserwege davon abgezogen wurden.
12:54Inklusive versteht sich von selbst ein bescheidenes Honorar für meine bescheidenen Aufwand.
12:59Und ist das alles?
13:00Ja, bin schon dabei, die Batezettel zusammenzustellen und abzuschicken.
13:03Sind eh nur fünf.
13:08Komischer Typ.
13:09Unser Wortopfer oder der Anwalt?
13:11Beide.
13:12Ich meine, der macht vor 13 Jahren ein Testament mit einer genauen Liste von fünf Männern,
13:16die auf sein Betriebnis kommen sollen.
13:18Na, vielleicht hat man als Geheimagent nicht so viele Freunde.
13:24Was ist?
13:26Ich nehme doch den Aufzug.
13:34Stellen Sie sich vor, Sie müssen jahrelang unter fremden Namen und den gefährlichen
13:38Gegenden arbeiten.
13:39Da gibt es einige, die nicht viele Freunde haben, außer Ihren Arbeitskollegen, denen Sie
13:44absolut vertrauen müssen.
13:45Ja, wir haben die Liste schon überprüft.
13:47Also einer ist gestorben, einer im Krankenhaus, einer im Altersheim und einer, dieser Liebwitsch,
13:51der ist nur mit Postfachadresse angegeben.
13:53Die ist aber leider schon aufgelöst.
13:55Ich kenne nur den Dritten da, den Franz Hofer und auch den aufflüchtig.
14:01Wollt Sie mitkommen?
14:03Ich glaube nicht, dass ich eine große Hilfe werde.
14:08Ein bisschen ein Sonderling, unser Herr Ex-Geheimdienstagent.
14:12Irgendjemand will ja, dass der Mord ausschaut wie ein Unfall.
14:15Aber ich verstehe das nicht.
14:16Es gibt kein Motiv.
14:17Unser Opfer ist eigentlich nicht vermögend.
14:20Vielleicht eine alte Rechnung und Geheimdienstagenten.
14:23Ja, das wäre mir einfacher gegangen.
14:26Nein, nein, das ist so kompliziert, Franetschek.
14:27Das muss ein Grund haben.
14:32Ja, schnell.
14:33Ich muss mich bei Ihnen entschuldigen.
14:35Wieso?
14:36Leider ist der Geist vom Jonas, also vom Herrn Wulz, noch nicht zurückgekehrt.
14:41Dabei habe ich ihn schon erwartet.
14:42Ich verstehe.
14:43Also wenn er dann kommt, sagen Sie ihm doch bitte einen schönen Gruß, ja?
14:46Gerne.
14:47Und in der Zwischenzeit werde ich die Karten befragen.
14:50Okay, melden Sie sich dann wieder.
14:53Hallo?
14:55Ja, die Schmickel sagt, der Geist vom Wulz ist noch kommunikationsunwillig.
14:59Na, da siehst du, was passieren kann, wenn man zu lange keinen Sex hat.
15:02Ah ja, echt?
15:03Na, da habe ich ja richtig Glück.
15:06Wo gehst du jetzt hin?
15:08Na, zum Hofer.
15:22Ach, Herr Hofer.
15:24Na, hallo.
15:25Was machen Sie da?
15:26Wer sind Sie?
15:28Ach, die Polizei.
15:31Ich habe schon gar nicht läuten gehört.
15:35Wann haben Sie denn Herrn Wulz das letzte Mal gesehen?
15:38Vor ein paar Jahren.
15:40Haben Sie lange zusammengearbeitet?
15:42Zwei, drei Aufträge, alle mitten in den 80er Jahren.
15:45Und wo?
15:46Das darf ich Ihnen leider nicht sagen.
15:49Ist doch schon ewig her.
15:50Ich bin in Pension.
15:52Mein Berufsethos nicht.
15:53Besonders viele Freunde dürfte er nicht gehabt haben, der Herr Wulz.
15:57Tja, das ist bei unserem Beruf leider fast normal.
16:02Haben Sie eine Ahnung, warum er die Liste mit den Begräbnisteilnehmern testamentarisch festlegen hat lassen?
16:07Das ist eine lange Geschichte.
16:10Uns reicht die Inhaltsangabe.
16:12Gut.
16:13Für Sie in aller Kürze.
16:17Wir sind von einer Offensive überrascht worden.
16:21Eine ganze Nacht lang waren wir alle mehr oder weniger so gut wie tot.
16:24Mit sehr viel Glück sind wir dann irgendwie doch da wieder herausgekommen und
16:28haben einander in einer sentimentalen Laune nach dem Belust von sehr viel Whisky-Sauer
16:32schworen, dass wir einander spätestens bei der Beerdigung von einer von uns wiedersehen.
16:38Wer könnte denn einen Grund gehabt haben, den Herrn Wulz zu ermorden?
16:44Wie bitte?
16:45Wer könnte denn einen Grund gehabt haben, den Herrn Wulz zu ermorden?
16:49Ich habe schon verstanden.
16:50Aber in der Zeitung ist gestanden, er ist vom Blitz erschlagen worden.
16:54Ein ehemaliger Geheimdienstler.
16:57Und Sie glauben, was in der Zeitung steht?
16:58Das ist jetzt ein bisschen enttäuschend.
17:04Ich habe keine Ahnung.
17:08Das da auf dem Foto, das sind schon Sie, oder?
17:11Äh, ja.
17:12Ja, doch.
17:13Und wissen Sie, wer der ist?
17:15Nein.
17:16Aber wo ist denn das aufgenommen worden?
17:18Bitte, das ist ewig her.
17:20Der da jedenfalls, der da mit dem Bart, das ist der Wulz.
17:23Und der drehte da?
17:25Ich weiß es nicht.
17:28Das kann man auch ganz schwer erkennen, da auf dem Foto.
17:30Mit der Sonnenbrille.
17:31Ja, der dritte Mann.
17:36Tut mir leid, mehr weiß ich nicht.
17:38Aber wissen Sie vielleicht noch, wo Sie gestern zwischen 8.30 Uhr und 9.30 Uhr waren?
17:43Beim Friseur.
17:45Hm.
17:46Das war jetzt sehr spontan.
17:48Ich bin jeden Dienstag beim Friseur.
17:53Glaubst du nicht, dass wir noch ein bisschen mehr aus ihm rausgekriegt hätten?
17:56Aber geht, er ist doch darauf trainiert, dass er nichts hat.
17:58Vielleicht hat er ein Jahr umgebracht.
18:00Nein, das glaube ich nicht.
18:01Also der war schon wirklich überrascht.
18:02Aber vielleicht weiß er, wer der Mörder ist.
18:04Oder die Mörderin.
18:06Also wenn das eine Frau ist, dann gewinnst du eine Flasche Prosecco.
18:10Im Trieste?
18:13Na, dann triffst du vielleicht den Fäschchen von neulich wieder.
18:17Wen meinst du denn?
18:19Ge bitte komm, jetzt tu er nicht so.
18:21Der Mr. Superfäsch, der so geschaut hat, nachdem er die Blonde abserviert hat.
18:28Also ich glaube, das muss doch ein bisschen üben, Frau Nitschack.
18:49Na, was tut die Laune heute?
18:54Ja.
18:58Und selber?
18:59Ja, gut.
19:08Herzstillstand.
19:09Wenn man meine Untersuchungsergebnisse mit denen von den Spurensichern kombiniert,
19:13dann bestätigt das deine Theorie.
19:15Ein echter Blitz hätte nämlich durch den Druckkanal mehr Schirmgewebe zerstört
19:20und außerdem haben wir kleine geschmolzenen Stellen an der Schirmspitze festgestellt.
19:25Genau in der Stärke von einem dünnen Drahtseil.
19:27Da schau ja.
19:29Gut ausgetüftelt.
19:30Ja.
19:30Stell dir mal vor, wir wären nicht zufällig zum Haus von der Mama gefahren.
19:33Dann wäre das mit Sicherheit als Unfall durchgegangen.
19:36Genau, und alles wäre wie immer.
19:37Und die Herren wären aufs Begräbnis gegangen und hätten, keine Ahnung, Whisky sauer getrunken.
19:42Na, da wollte offensichtlich jemand das Begräbnis vorverlegen.
19:52Entschuldige.
19:54Ich, äh, entschuldige.
19:58Ja?
19:59Hallo.
20:00Hallo.
20:02Verstehe ich?
20:03Na ja, es ist gut.
20:06Sag, rufst du eigentlich immer nur an, wenn es regnet?
20:09Ja.
20:11Alexander wäre ja irgendwie banal, oder?
20:12Und jetzt wollte ich fragen, ob du wieder mal Lust hättest, ein bisschen Prosecco zu trinken.
20:17Unter einem Schirm natürlich.
20:18Ähm, ja, es ist gerade schwer. Ich habe echt ziemlich viel zu tun.
20:22Ah, okay.
20:23Und danach vielleicht?
20:24Ah, was weiß ich, ich melde mich, okay?
20:27Okay.
20:28Aber wirklich, ja?
20:29Ja, wirklich.
20:35Also, wenn es nicht so abgedroschen wäre, dann würde ich sagen, du schaust aus, als hätte ich da Blitz getroffen.
20:46Hallo.
20:47Sag einmal, hast du was trunken?
20:50Was? Nein, wieso?
20:51Na ja, du schaust so.
20:54Vergiss es.
20:55Du, vom Herbert Lippitsch gibt es einfach nichts.
20:57Bei mir bisher ist es auch noch nichts, aber ich verfolge da gerade eine interessante Spur.
21:01Welche denn?
21:02Ich will noch nichts sagen, weil wenn es daneben geht, könnte es echt peinlich werden.
21:07Ah.
21:10Also, der Herbert Lippitsch ist der einzige von der Partyliste, den wir noch nicht gefunden haben.
21:15Ist es der vielleicht? Oder der mit der Sonnenbrille?
21:20Ich bin dem nie begeben.
21:23Du, Chefin?
21:24Ja?
21:24Kannst du mal kurz kommen?
21:25Ja, gleich.
21:29Also, ich habe mich reingehackt beim Heeresnachrichtendienst und habe was gefunden, bevor die mich entdeckt haben.
21:34Okay.
21:35Bist du jetzt auch ganz geheim, wenn du so flüstern bist.
21:37Ich habe den Namen Herbert Lippitsch gefunden, aber das ist eine gelöschte Akte.
21:41Wann ist die gelöscht worden?
21:431985.
21:48Also, irgendwie wäre es Zielführende, Sie würden uns Informationen einfach geben, bevor wir dann eh alles selber rausfinden.
21:54Ihr Kollege ist ganz schön geschickt.
21:57Deshalb arbeitet er ja auch für uns.
22:10Erinnern Sie sich noch an den Norikum-Skandal?
22:13Zwischen 1981 und 1983 wurden verbotenerweise österreichische Kanonen an die beiden damals kriegsführenden Nationen Iran und Irak geliefert.
22:22Im Zuge dieses Skandals wurden einige Datenbanken illegalerweise gelöscht, um die Strafverfolgung der Beteiligten zu behindern.
22:30Und die drei waren daran beteiligt?
22:35Wir wissen heute leider teilweise selber nicht mehr, wer da alles beteiligt war.
22:39Ja, okay.
22:40Aber der Wulz wurde ermordet.
22:42Der Hofer sagt nichts aus Angst und der Lippitsch ist aus allen Datenbanken gelöscht.
22:45Also, schaut ganz so aus.
22:46Aber die Art der Daten lässt vermuten, dass es sich bei Lippitsch ohnehin nur um einen Decknamen gehandelt hat.
22:52Von dem wohl nicht mehr seine Kollegen was geahnt haben.
22:58Nun, beide Parteien Kanonen liefern. Das nenne ich gelebte Neutralität.
23:04Vielleicht war der Lippitsch der Mörder.
23:05Wieso? Nur weil er Geheimagent war?
23:07Vielleicht soll er dafür sorgen, dass nichts wirklich Interessantes an die Oberfläche gespült wird.
23:12Warum hat er das dann nicht früher gemacht? Ich meine, das ist 30 Jahre her.
23:15Oh Gott, mir wird schon wieder so schlecht.
23:17Kann ich dir helfen?
23:19Nein, lieber nicht. Danke.
23:25Ja?
23:27Nein, im Augenblick gibt es nichts Neues. Aber...
23:30Einen Moment.
23:36Ah.
23:39Was, ähm...
23:40Ja, nichts. Ich bin einfach nur überrascht.
23:44Und worüber jetzt genau?
23:46Naja, erst höre ich so lange nichts von dir und dann gleich zweimal am Tag.
23:50Ich habe einen sehr guten Prosecco hier.
23:53Aber mit dir täte er sicher noch besser schmecken.
23:57Ich überleg's mir, ja.
23:59Gut.
24:00Okay, ura.
24:27Ja, hallo. Ähm, ja, ich bin jetzt da. Äh, wie komme ich denn da rüber?
24:31Links.
24:34Links.
24:34Links.
24:35Wie links.
24:39Oh.
24:44Du bist da?
24:46Ja.
24:47Schön.
24:48Hallo.
24:49Hallo.
24:54Ja, wow, schick.
24:58Schön hast du's da.
24:59So lebt also ein Elementarphysiker.
25:03Du hast recherchiert.
25:05Ja, sagen wir mal so, es nehmen mit der Wahrheit nicht alle so genau wie ich.
25:10Wenn's alle mit der Wahrheit genauso nehmen würden wie du, hättest du keinen Job mehr.
25:13Hm.
25:14Na, da bin ich ja offensichtlich nicht die Einzige, die recherchiert hat.
25:17Nein.
25:17Hm.
25:25Ja, Palastbesichtigung?
25:26Ja, gern.
25:33Oh.
25:35Schön.
25:36Ja, ich genieße das gerade sehr.
25:38Weil es so wenig braucht.
25:40Normalerweise denken wir immer, dass man zu viel braucht.
25:42Was zu trinken zum Beispiel.
25:44Zum Beispiel.
25:45Zum Beispiel.
25:46Genau.
25:48Ja.
25:49Entschuldigung.
25:50Oh.
25:54Es ist meint war ein bisschen eng hierher.
25:56Und heiß.
25:57Also.
25:58Kann ich mir vorstellen, wenn die Sonne drauf scheint.
26:05So.
26:08Oh.
26:16Oh.
26:40Das war jetzt wirklich elementar.
26:57Ja?
26:58Frau Kommissarin, jetzt habe ich mit dem Geist vom Jonas, also vom Herrn Wulz, gesprochen.
27:03Ah ja, wirklich? Und was hat er gesagt?
27:05Er war leider nicht sehr deutlich zu verstehen.
27:07Aber er hat die Hohepriesterin und die Zehn Schwerter gezogen.
27:11Ah ja, echt?
27:12Ja. Viele alte Schmerzen.
27:14Da will jemand etwas beenden. Und zwar mit großer Genialität.
27:19Na sowas.
27:20Ja, aber Frau Kommissarin, Ihre Karten, also die sind auch sehr interessant.
27:25Ähm, Frau Schmidl, ich muss jetzt leider aufhören. Ich kriege ein zweites Gespräch rein, ja?
27:30Der Narr und der Eremit, also das ist ja an und für sich sehr gut.
27:33Aber die fünf Kelche, die weisen auf eine große Enttäuschung hin.
27:37Ja.
27:38Hallo?
27:41Ja, Franitschek?
27:42Angelika, wir haben die nächste Leiche.
27:45Ich komme sofort.
27:53Hallo.
27:54Servus.
28:01Servus.
28:03Servus.
28:15Servus.
28:17Servus am Tag, du hattest.
28:18Ah ja?
28:18Der ist schon her.
28:21Guten Abend.
28:22Guten Abend.
28:24Schaut so aus, als wäre er gezwungen worden, Säure zu trinken.
28:28Säure?
28:28Ja, es riecht nach konzentrierter Essigsäure.
28:31Kamera.
28:31Ja.
28:32Vorher ist er wahrscheinlich gefoltert worden.
28:35Sag, hast du ein neues Parfum?
28:38Mhm.
28:39Bisschen herb, aber nicht schlecht.
28:41Danke.
28:42Finde ich auch.
28:44Frau Chefinspektor?
28:45Ja?
28:46Wir haben wieder einen Schuhabdruck.
28:48Aha.
28:53Und Christian?
28:55Gleiche Größe, gleiches Fabrikat.
28:58Man muss das Ganze jetzt natürlich genau vergleichen.
29:01Aber meiner Einschätzung nach ist es der gleiche wie der vom Spazierweg.
29:05Furchtbar.
29:07Der zweite Mord an einem unserer ehemaligen Mitarbeiter.
29:11Innerhalb von zwei Tagen.
29:12Ja, und der Täter dürfte ziemlich sauer gewesen sein.
29:23Da läuft einer herum, der bringt alte Männer um, die was mit dem Norikum-Skandal zu tun gehabt haben.
29:28Ja, und die Pensionsversicherung würde damit sicher nicht entlasten.
29:31Haben wir die lustigen Globuli geschluckt heute, ja?
29:36Ja, weil es mehr als er zugibt.
29:38Aber erzählen tut er nichts. So viel steht fest.
29:43Ich würde so wahnsinnig gerne eine rauchen jetzt.
29:53Glauben Sie nicht, dass es spätestens jetzt an der Zeit wäre, dass Sie mir die ganze Geschichte erzählen?
29:57Ich würde Ihnen gerne alles erzählen, wenn ich das könnte.
30:01Können Sie nicht, dürfen Sie nicht oder wollen Sie nicht?
30:04Der Franz Hofer war nicht der beste Agent.
30:06Er war etwas langsam und hat sich kaum Namen gemerkt.
30:09Und trotzdem, finde ich, hat er nicht verdient, dass ihm jemand Säure in den Arachen schüttet.
30:13Hm, die armen alten Kriegskameraden, jetzt kommen immer gleich die Tränen.
30:17Jetzt passen Sie mal auf, die Morde haben einen Zusammenhang.
30:19Und zwar mit irgendwas, was die Opfer in ihrer Vergangenheit getan haben.
30:26Bitte schön.
30:27Wenn Sie mir nichts erzählen, dann schließe ich Sie von den Ermittlungen aus.
30:30Und wenn mich das hunderttausendmal meinen Job koste.
30:34Ich glaube, Ihr Kollege hat da was gefunden.
30:39Chefin?
30:43Und außerdem würde mich noch interessieren, warum Sie als Erster am Tatort erschienen sind.
30:48Ich habe eben auch hochtalentierte Mitarbeiter.
30:53Zigaretten.
30:55Na, danke.
31:09Wie ich es vermutet habe, eine alte Kiste, war nicht schwer zu knacken.
31:12Und?
31:13Ihr warst doch gestern gegen 14 Uhr hier, oder?
31:15Ja, so in etwa.
31:17Genau kurz danach hat er angefangen, wie verrückt alle Suchmaschinen zu quälen.
31:20Aha, was hat er denn gesucht?
31:22Zuerst hat er den Namen Herbert Lippitsch eingegeben.
31:24Er hat auf allen möglichen Seiten gesucht.
31:26Nachrichtendienst, Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismus.
31:29Aber offenbar nichts gefunden.
31:31Lippitsch.
31:31Und dann hat er noch was anderes gesucht.
31:33Was denn?
31:36Clara Fuchs.
31:37Offenbar eine Journalistin.
31:38Verschollen 1983 im Iran.
31:40Die Fotos hat er aus dem Netz runtergeladen.
31:42Aber das Spannendste kommt ja noch.
31:44Wieso?
31:45Weil er glaubt, dass der Mörder die Festplatte durchsucht hat.
31:47Angefangen um 18.12 Uhr und aufgehört um 19.25 Uhr, also kurz vor halb acht.
31:52Und um 19.34 Uhr haben uns die Kollegen angerufen.
31:56Was hat er denn gesucht, der Mörder?
31:58Dreimal darfst du raten.
31:59Boah, du fangst schon an wie die Maja.
32:01Wirklich.
32:02Also, auch den Lippitsch.
32:04Wegen Augen.
32:05Aber das ist noch nicht alles.
32:06Was denn noch?
32:07Um 19.45 Uhr war noch jemand am Computer.
32:10Das gesamte Fotoarchiv wurde durchsucht.
32:12Drei Fotos wurden auf einem Memorystick geladen und dann auf dieser Festplatte gelöscht.
32:15Das heißt, die Fotos sind weg?
32:17Naja, nicht unbedingt, aber das brauche ich ein bisschen.
32:21Wann waren wir denn da?
32:25Der Anworter.
32:29Kollegen, habt ihr den Jims Bond gesehen?
32:31Wen?
32:32Das Zitronerngesicht.
32:33Ah, der vom Geheimdienst.
32:35Ja, der ist gerade abgefahren.
32:37Hat es ziemlich eilig gehabt.
32:43Und, gibt's schon was?
32:45Guten Abend.
32:46Oder besser gute Nacht.
32:48Herz allerliebste.
32:49Ja.
32:50Servus, Franin, Jack.
32:52Servus, Stefan.
32:53Ich hab da was sehr interessantes entdeckt.
32:56Das Mordopfer ist zuerst mit einem Teser außer Gefecht gesetzt worden.
32:59Aha.
33:00Stromschlag mit 50.000 bis, was weiß ich was, 200.000 Holz in einer Frequenz von 19 Hertz.
33:05Da gibt's sofort weg.
33:07Da bist du erst mal fünf Minuten schachmatt, mindestens.
33:10Das heißt, er ist betäubt, gefesselt und dann anschließend gefordert worden.
33:14Gefesselt, ja.
33:15Und dann wurde ihm Säure in den Mund geschüttet.
33:18Man sieht die Verätungen.
33:19Ja.
33:21Er hat sich natürlich gewährt, was geht.
33:23Ach, naja.
33:25Na nett hat sie's da.
33:26So idyllisch und romantisch.
33:28Hallo, Susi.
33:30Susanne, ich kann dir erklären, ich hab keine Zeit gehabt.
33:32Mit deinem blöden Mobiltelefon kann man immer anrufen, ja?
33:34Wenn man überhaupt dran denkt, dass man mit seiner Freundin zum Essen verabredet ist,
33:37die sich zum Deppen kocht.
33:39Ja, es tut mir leid.
33:41Mir auch.
33:43Hallo.
34:17Hallo, Fritz.
34:18Hab's schon zu?
34:19Du, wir bräuchten eh nur ein bisschen Reis.
34:21Die Hauptspeise haben wir selber mitgebracht.
34:22Und halt Besteck und so gehen.
34:24Und ein Bier für mich, ja?
34:25Zwei.
34:25Na geh, jetzt wollte ich einmal früher zumachen.
34:28Den ganzen Abend war nix los.
34:30Na, wenigstens ist ein Hund.
34:37Mh, also kochen kann sie, die Susi.
34:41Also, was haben wir.
34:42Der Mörder foltert den Hofer, weil er wissen will, wer der Lippitsch in Wirklichkeit ist.
34:46Der Hofer hat aber offenbar keine Ahnung, sonst hätte er ja nicht selber im Netz nach ihm gesucht.
34:50Du glaubst, das ist also alles wegen diesem Lippitsch?
34:52Na schau.
34:53Jemand bringt den Wulz um.
34:55Und das so gefinkelt, damit man ja nicht draufkommt, das ist ein Mord.
34:58Und jetzt nehmen wir mal an, das wäre ihm gelungen.
35:00Dann wäre die ganze Alternagenten-Partie schön zum Begräbnis gekommen.
35:04Ganz genau.
35:05Da wären sie alle versammelt.
35:06Der Hofer und vor allem dieser Lippitsch.
35:08Aber, dann kommen wir, also ich und durchkreuzen sofort den Plan, weil wir zufälligerweise an dem Bahnsteig sind und rausfinden,
35:15es ist Mord.
35:16Genau.
35:16Und was macht der Mörder jetzt?
35:18Naja, der Mörder nehme ich einmal an, der verfolgt uns.
35:21Und will, dass wir ihn zum Lippitsch führen.
35:23Und wir haben ihn zum Hofer gebracht.
35:26Fuck.
35:27Boah, das ist ja total gruselig.
35:28Glaubst du, dass der Mörder jetzt auch da ist?
35:31Hm.
35:32Entweder es ist der Lippitsch selber, weil er eine alte Rechnung begleichen will.
35:35Oder diese Journalistin, die im Iran verschwunden ist, hat was damit zu tun.
35:39Diese Clara Fuchs.
35:41Yes.
35:42Hm.
35:42Prost.
35:52Der Anwärter ist verschwunden. Er ist nicht im Büro und auf meine Anrufe reagiert er auch nicht.
35:57Probier's weiter.
35:58Morgen.
35:59Also, wenn der auf dem Foto auch eine Sonnenbrille trägt, der war die ganze Arbeit für die Yeti-Tant.
36:04Hm.
36:04Was?
36:05Habt ihr eine Yeti-Tant?
36:06Nicht eher eine Fatima-Tant oder sowas?
36:10Ja, ich mein doch nur...
36:13Wie ist das?
36:16Seit die Clara Fuchs 83 im Iran verschwunden ist, hat man nie mehr was von ihr gehört.
36:20Damals war Krieg mit dem Irak.
36:22Ja, das ist auch die offizielle Erklärung.
36:23Ihre letzte Reise war in die Gegend um Qoram Shah, kurz vor einer iranischen Großoffensive.
36:27Und du glaubst, dass die Mordopfer was mit ihrem Verschwinden zu tun haben?
36:30Ich weiß es nicht.
36:31Aber was ist, wenn sie was über den Waffenhandel herausgefunden hat?
36:34Ja.
36:35Und einer unserer Agenten ist in den Skandal verwickelt und soll den Kanonendil absichern.
36:42Mordkommission, schnell!
36:44Was soll das heißen?
36:44Sie geben auf.
36:48Frau Clara Fuchs.
36:51Ich gehe davon aus, dass sie herausgefunden hat, dass ich die Morde begangen habe.
36:54Ah ja, tatsächlich.
36:55Ist das so?
36:56Ich hab's beobachtet.
36:57Das ist nur eine Frage der Zeit, bis Sie mich geschnappt haben.
37:01Ja, dann danke ich Ihnen fürs Kompliment.
37:04Und jetzt würde mich aber schon interessieren, warum Sie den Jonas Wulz und den Franz Hofer umgebracht haben.
37:08Darben Sie mir.
37:09Die beiden haben mir genügend Grund dafür geliefert, sie mir erst zehnmal umzubringen.
37:13Aber ich habe mich ohnehin zurückgehalten. Sie haben nicht sonderlich lange gelitten.
37:18Was genau ist denn eigentlich damals passiert? Und wer ist dieser Herbert Lippitsch?
37:22In einer Dreiviertelstunde Austria-Sender-Gelbes-Praktek.
37:25Okay, danke.
37:26Wien ist immer noch sehr schön.
37:30Das Telefonat kommt aus dem 22.
37:32Dann ist sie schon dort.
37:33Das Foto wird noch ein bisschen dauern, gell?
37:35Schicken wir's aufs Handy. Franitschek?
37:36Ja.
37:40Ach Gott.
37:46Was ist denn jetzt schon wieder?
37:48Mir ist gerade ein Gedanke gekommen.
37:50Der Anwärter war doch vor unserem Tatort Hofer. Was glaubst du warum?
37:54Ich weiß nicht, keine Ahnung.
37:56Der hört unser Telefon ab.
38:00Ja, aber ist es nicht letztendlich egal, ob er sie schnappt oder wir?
38:04Aber was hat der für einen Grund, unser Telefon abzuhören?
38:06Naja, weil die vom Geheimdienst halt alle ein bisschen paranoid sind.
38:09Mhm.
38:11Was ist, wenn der Anwärter da Lippitsch ist?
38:14Dann will er die Fuchs nämlich nicht nur schnappen, sondern möchte verhindern, dass sie uns erzählt, was damals wirklich passiert
38:18ist.
38:20Ja...
38:45UNTERTITELUNG
39:20UNTERTITELUNG
39:21UNTERTITELUNG
39:24UNTERTITELUNG
39:24SENTIRE
39:24UNTERTITELUNG
39:26UNTERTITELUNG
39:27UNTERTITELUNG
39:30UNTERTITELUNG
39:40Hallo, Herbert.
40:12Frau Fuchs?
40:16Stehenbleiben!
40:18Bleibt Sie sofort stehen!
40:20Polizei!
40:27Komm, gib eine Suchmeldung raus.
40:30Dunkler Kombi, Volvo, glaube ich.
40:32Eine Frau im Charter am Steuer.
40:34Darf man bei uns überhaupt verschleiert Auto fahren?
40:38Na ja.
40:43Na bitteschön.
40:44Ja?
40:45Sie hat genau gewusst, dass unser Telefon abhört und dass er vor uns dort sein wird.
40:49Tja, der Anwärter hat geglaubt, er kann Sie überraschen.
40:54Schmutzig.
40:55Wieso hebst du überhaupt dort?
40:57Ja, ich höre.
40:58Diesmal bin ich ganz sicher, dass es kein Geist ist.
41:01Aha, und wieso sind Sie sich diesmal sicher?
41:02Also ich glaube nicht, dass der Geist vom Jonas, also vom Herrn Wulz, einen Führerschein gehabt hat.
41:06Also nicht der Geist, sondern der Jonas selbst, wie er noch gelebt hat.
41:10Aha, ich verstehe. Und warum ist das gerade jetzt so wichtig?
41:13Ja, weil da gerade so ein großes Auto, ein Kombi, in seine Garage hineingefahren ist.
41:45Kommen Sie rein, Frau Chefinspektorin.
41:46Ich habe schon auf Sie gewartet.
41:50Also mir wäre es lieber, Sie würden rauskommen, und zwar mit den erobernen Händen.
41:52Ich ergebe mich. Ich bin unbewaffnet. Und ich bin fertig.
42:14Herzinfarkt. Noch bevor ich ihn überhaupt anrühren konnte.
42:21Ich verhafte Sie wegen des Mordes an Herbert Klippitsch, Franz Hofer und Jonas Wulz.
42:28Ganz genau.
42:30Der Gedanke, diese drei Männer tot zu sehen, war das Einzige, was mich im Leben erhalten hat.
42:34Und jetzt geht es Ihnen besser?
42:36Sie können sich das nicht vorstellen, was es bedeutet, täglich gefoltert zu werden, oder?
42:43Ja, durch den Herzinfarkt hat sich etwas erspart.
42:48Aber er war ja immer schon ein Feigling.
42:52Ich habe damals die Norikum-Kanonen verfolgt, bis in den Iran.
42:55Da bin ich meinen Landsleuten begegnet.
42:56Sie haben behauptet, dieselbe Spur zu verfolgen, und ich habe Ihnen geglaubt.
43:00Bei Koram Shah sind mir in irakische Gegenoffensive geraten und eingekesselt worden.
43:04Ich habe Ihnen meine Fotos von den Kanonen gezeigt.
43:08Als wir rauskamen, haben Sie mich der Pastoran ausgeliefert.
43:11Ich bin ein amerikanischer Spion, haben Sie behauptet.
43:14So bin ich im Gefängnis gelandet.
43:17Die Kollegen sind da.
43:20Ohnehin ein Wunder, dass ich so lange durchgehalten habe.
43:24Wissen Sie, im Vergleich zu iranischen Gefängnissen sind österreichische Gefängnisse quasi Urlaub.
43:33Kollege?
43:54Also meine Tochter wird ihn sehr vermissen.
43:57Der Emil, ja, du wirst es gut bei mir haben.
44:00So nah beim Geist von seinem Herrn.
44:03Ja, also vielen Dank, Frau Schmickl.
44:05Mit Ihrem Anruf haben Sie geholfen, einen Mord aufzuklären.
44:07Wollen Sie vielleicht noch reinkommen auf einen Kaffee?
44:09Ah, nein, danke, wir müssen.
44:11Alles Gute.
44:12Wiederschauen.
44:12Wir müssen uns noch sprechen wegen dem Narren und dem Eremiten.
44:16Ganz bestimmt, ganz bald.
44:18Gut, Baba.
44:19Baba.
44:20So komm, Emil, ja.
44:22So, sie, geh mal rein.
44:24Du, sag mal.
44:25Ich habe keine Ahnung, was sie meint, wirklich nicht.
44:27Ist die Maya eigentlich schwanger?
44:30Was ich meinter?
44:38EBIT
44:48Was kommt nicht?
44:48So, sie ver antes?
44:49Ja, если sie noch mal eingehen.
44:49Was ist das?
44:49Vielen Dank.
Kommentare

Empfohlen